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Moderne Familien

Sozial- und Familienpolitik, Randgruppen,

Moderator: kingschild

Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Mo 5. Okt 2009, 07:59

Danke für den Hinweis. Ich habe diesen Fernsehbeitrag auch gesehen, und bin froh, dass da zu einer Lösung geführt wurde, welche allen Beteiligten eine Entwicklungsmöglichkeit gegeben hat.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Do 19. Nov 2009, 14:00

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/dossier/schweinegrippe/Eltern-schicken-trotz-Schweinegrippe-kranke-Kinder-in-die-Krippe/story/22386711

Dass Eltern kranke Kinder in die Kindertagesstätte bringen, hat laut Stücheli auch mit dem grossen Druck durch die Arbeitgeber zu tun. Diese sehen es nicht gerne, wenn Eltern zu Hause bei den pflegebedürftigen Kindern bleiben müssen.


Genau das sind weitere Auswirkungen der "modernen Familie". Arbeitgeber und Teammitglieder dürfen die Suppe auslöffeln. Dem Artikel nach ist es "der grosse Druck" des Arbeitgebers. Ai ai ai, der Arbeitgeber bezahlt auch für eine Leistung des Arbeitnehmers, das vergisst man wohl zu oft.
Auch bei uns im Geschäft läuft es so, Mütter von Kleinkindern haben ein doppelt so hohes Abwesenheitskonto als andere. Ist der Kleine krank, kann er nicht mehr in die Krippe. Dann muss einfach auch Mami zuhause bleiben. Den Preis bezahlen Arbeitgeber und Teammitglieder, welche dann für 2 arbeiten können. Ich sage ja: Zurück zu den Wurzeln, dort wo es möglich ist. Betreuung der Kleinkinder durch das leibeigene Fachpersonal: Der Mutter (oder je nach Vorlieben dem Vater).
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Badbird » Do 19. Nov 2009, 14:40

Zorro hat geschrieben:Betreuung der Kleinkinder durch das leibeigene Fachpersonal: Der Mutter (oder je nach Vorlieben dem Vater).

Nicht zu vergessen ist die leibeigene Magd des Hausherrn. Oder der Knecht oder Sklave der Familie.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Fr 20. Nov 2009, 08:43

Badbird hat geschrieben: Nicht zu vergessen ist die leibeigene Magd des Hausherrn. Oder der Knecht oder Sklave der Familie.


Nein, nein, die Eltern reichen vollkommen!
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Fr 20. Nov 2009, 09:25

Zorro hat geschrieben:...
Genau das sind weitere Auswirkungen der "modernen Familie". Arbeitgeber und Teammitglieder dürfen die Suppe auslöffeln....


Nein, das sind nicht die Auswirkungen der modernen oder auch nichtmodernen Familie. Das ist das System einer rein leistungsorientierten Wirtschaftswelt. welche die Belange des Einzelnen der Produktion unterordnet! Auch in der "früheren heilen Welt" mussten Krankheitsfälle von anderen ausgelöffelt werden. Die Bauernfrau konnte nicht aufs Feld, die anderen mussten die Arbeit machen. Der Druck ist aber heute viel grösser geworden von der Arbeitswelt her.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Fr 20. Nov 2009, 09:40

Taube hat geschrieben: Auch in der "früheren heilen Welt" mussten Krankheitsfälle von anderen ausgelöffelt werden.


Wenn früher der Vater arbeiten ging und die Mutter und Hausfrau sich hauptsächlich um die Kinder kümmerte, so musste niemand für die Krankheit des Kindes von der Arbeit fernbleiben und andere einspringen. Doch heute ist genau das in vielen Fällen der Fall. Da werden weiter die Kosten der Betreuung von diesen Eltern indireket auf die Allgemeinheit abgewälzt.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Fr 20. Nov 2009, 10:20

Zorro hat geschrieben:
Taube hat geschrieben: Auch in der "früheren heilen Welt" mussten Krankheitsfälle von anderen ausgelöffelt werden.


Wenn früher der Vater arbeiten ging und die Mutter und Hausfrau sich hauptsächlich um die Kinder kümmerte, so musste niemand für die Krankheit des Kindes von der Arbeit fernbleiben und andere einspringen. Doch heute ist genau das in vielen Fällen der Fall. Da werden weiter die Kosten der Betreuung von diesen Eltern indireket auf die Allgemeinheit abgewälzt.
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Das war eben früher nie generell so. Nur in ein paar kurzen Zeitabschnitten konnte es mal vorkommen, z.B. in den 60er Jahren in der Schweiz. Im Gegenteil, es war Normalfall, dass eben Mann und Frau arbeiteten. Dies ist leicht nachzuweisen und musst nicht mal Historiker oder Soziologe sein, Du musst nur mal aufmerksam alte Berichte oder Schulbücher lesen, Malereien von früher anschauen etc. Nicht mal in der Oberschicht war das so.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Fr 20. Nov 2009, 10:29

Taube hat geschrieben: Das war eben früher nie generell so. Nur in ein paar kurzen Zeitabschnitten konnte es mal vorkommen, z.B. in den 60er Jahren in der Schweiz. Im Gegenteil, es war Normalfall, dass eben Mann und Frau arbeiteten. Dies ist leicht nachzuweisen und musst nicht mal Historiker oder Soziologe sein, Du musst nur mal aufmerksam alte Berichte oder Schulbücher lesen, Malereien von früher anschauen etc. Nicht mal in der Oberschicht war das so.

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Die Bauernfamilien haben vor allem zur Selbstversorgung oder zum Handel mit Lebensmitteln gearbeitet. Wenn dort die Mutter wegen einem kranken Kind nicht mehr aufs Feld konnte, so litt die Familie darunter, respektive bezahlten sie selber den Preis. Wenn heute eine Mutter in einem Betrieb angestellt ist, verliert der Betrieb die Arbeitskraft, die nach Hause muss, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Das ist ein gravierender Unterschied! Es bezahlen andere den Preis der Doppel-Arbeitstätigkeit als früher wo dies der Fall war. Nur wirst du dies nirgendwo in einer Statistik finden, weil ideologisch politisch nicht korrekt. Ich bin aus eigener Erfahrung überzeugt, dass die moderne Form der Familie unter dem Strich die Gesellschaft mehr kostet. Wenn auch indirekte Kosten einberechnet würden, sähe das Bild ganz anders aus. Aber das wäre ideologisch nicht erwünscht, darum wird es totgeschwiegen.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Badbird » Fr 20. Nov 2009, 14:31

Zorro hat geschrieben:Ich bin aus eigener Erfahrung überzeugt, dass die moderne Form der Familie unter dem Strich die Gesellschaft mehr kostet. Wenn auch indirekte Kosten einberechnet würden, sähe das Bild ganz anders aus. Aber das wäre ideologisch nicht erwünscht, darum wird es totgeschwiegen.

Ich bin aus eigener Erfahrung überzeugt, dass die moderne Form der Familie unter dem Strich der Gesellschaft mehr nutzt.

Durch den zweiten Arbeitsplatz steigen Produktivität und Wirtschaftskraft. Das könnte man natürlich auch Durch zwei Arbeitnehmer ohne Kinder erreichen. Aber die Gesellschaft braucht Kinder, sonst hat sie keine Zukunft.

Die Ausfälle durch Krankheit stehen der Leistung gegenüber und sind hinnehmbar. Immerhin wird damit die Familie gestärkt.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Fr 20. Nov 2009, 15:33

Zorro hat geschrieben:... Es bezahlen andere den Preis der Doppel-Arbeitstätigkeit als früher wo dies der Fall war.


Da, wie Du selbst sagst, die Bauernfamilie auch für den Lebensmittelhandel gearbeitet hat, haben auch früher andere bezahlt für die Doppel-Arbeitstätigkeit. Es war einfach etwas verdeckter, weil die Arbeitsteilung noch nicht so weit ging.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Fr 20. Nov 2009, 15:41

Zorro hat geschrieben:...Ich bin aus eigener Erfahrung überzeugt, dass die moderne Form der Familie unter dem Strich die Gesellschaft mehr kostet. ...


Das würde ich bestreiten. Ich würde da gerne eine Kostenschätzung sehen. Da viele Familien heute mit einem Familieneinkommen gar nicht mehr auskommen, müsstest Du da die Finanzierung für die Familienunterstützung nachweisen. Das Argument, dass sich die Familien einschränken könnten, funktioniert nicht, weil sich die meisten schon erheblich einschränken müssen. Die neue Armut ist kein Schlagwort mehr.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Fr 20. Nov 2009, 17:38

Taube hat geschrieben: Das würde ich bestreiten. Ich würde da gerne eine Kostenschätzung sehen.


Du hast Wünsche :lol: Das ist wohl zu komplex, um das hier aufzulisten. Aus meiner Schätzung wäre eine solche Kostenrechnung wirklich interessant. Ich habe derzeit aber zu wenig Zeit, um eine detaillierte Auflistung zu machen. Ein einfacher Blick auf die Realitäten zeigt aber, dass man nicht einfach das Zusatzeinkommen als Segen für die Staatskasse oder für den Arbeitgeber bezeichnen kann. Da gibt es noch viele Faktoren, welche diese "Erfolgsbilanz" schmälern.

Da viele Familien heute mit einem Familieneinkommen gar nicht mehr auskommen, müsstest Du da die Finanzierung für die Familienunterstützung nachweisen. Das Argument, dass sich die Familien einschränken könnten, funktioniert nicht, weil sich die meisten schon erheblich einschränken müssen. Die neue Armut ist kein Schlagwort mehr.
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Das ist auch unbestritten. Sollten wir dann nicht vielmehr die Ursachen angehen anstatt Sympombekämpfungen zu betreiben und neue Probleme zu schaffen? Platzmangel, Verteuerung der Mieten, Hochpreisinsel? Das Thema Armut in der Schweiz ist für mich eine Knacknuss. Es gibt arme Menschen, aber arm auf hohem Niveau verglichen mit den Menschen in der dritten Welt. Dort würde man sein Leben riskieren, um so "arm zu sein", wie Arme in der Schweiz sind. Nichts desto trotz ist es auch in der Schweiz ein Problem, das will ich nicht verniedlichen.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Do 26. Nov 2009, 12:47

Dies versteht man unter freier Meinungsäusserung bei den Befürwortern der modernen Familien:

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Eva-Herman-niedergeschrieen/story/10870190
Rund zwei Dutzend Personen haben gestern Mittwochabend den Vortrag der konservativen deutschen Autorin Eva Herman mit Trillerpfeifen, Klatschen und Buhrufen gestört.

Andersdenkende werden gestört und es wird alles unternommen, um sie an der freien Meinungsäusserung zu hindern. Tolle Toleranz!
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Do 26. Nov 2009, 17:58

...vielleicht waren die Schreier ja alles Traumatisierte aus den alten, traditionellen, nicht-modernen Familien? Wer weiss?
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Fr 27. Nov 2009, 17:10

Taube hat geschrieben:...vielleicht waren die Schreier ja alles Traumatisierte aus den alten, traditionellen, nicht-modernen Familien? Wer weiss?


Ich weiss :D Aus erster Hand.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Mi 27. Jan 2010, 09:16

Hervorragende Initiative der SVP. Einmal mehr versucht man einseitig das Modell der "modernen Familie" staatlich zu subventionieren und damit noch mehr Mütter zu zwingen, in die Erwerbsarbeit einzusteigen. Hr. Amstutz beantwortet die tendenziösen Fragen des Journalisten bravourös!

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Niemand-will-die-Frauen-zurueck-an-den-Herd-zwingen/story/19674591

TAGI: Herr Amstutz, die ganze Welt redet über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ihre Partei, die SVP, will die Frauen aber wieder zurück an den Herd zwingen.
A. Amstutz: Niemand will die Frauen zurück an den Herd zwingen. Jede Familie soll aber ohne staatliche Lenkung und in aller Freiheit selber entscheiden, welches Familienmodell sie für sich selber wählt. Die einseitige Privilegierung des Staates von sogenannt modernen Familienmodellen und die Diskriminierung der traditionellen Familie ist nicht tolerierbar und eine unglaubliche Geringschätzung derjenigen Mütter und Väter, die ihre Kinder selber betreuen.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Mi 10. Feb 2010, 13:50

Heute ist mir zum Thema "Fremdbetreuung von Kleinkindern" folgender Bibelvers in die Augen gesprungen:

Johannes 10,11
Ich bin der gute Hirte. Ein guter Hirt ist bereit, sein Leben für die Schafe einzusetzen. 12Ein bezahlter Hirt, dem die Schafe nicht selbst gehören, läuft davon, wenn er den Wolf kommen sieht. Dann fällt der Wolf über die Schafe her und jagt die Herde auseinander. 13Einem bezahlten Hirten geht es nur um die Bezahlung. Die Schafe sind ihm gleichgültig.

Sicher gibt es auch gute Betreuerinnen, aber nie, wirklich nie, kann eine gesunde Bindung und Sicherheit wie bei den leiblichen Eltern unter guten Voraussetzungen entstehen. Nie aber wirklich nie, wird sich eine bezahlte Betreuerin für das Kind so einsetzen, wie es eine Mutter tun würde.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Mi 10. Feb 2010, 14:21

Sind die Krippenkinder den geschädigt?
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Mi 10. Feb 2010, 16:54

Taube hat geschrieben:Sind die Krippenkinder den geschädigt?


Das ist ja umstritten, aber ich kann die Argumente gut nachvollziehen:
http://wissen.familie-ist-zukunft.de/wakka.php?wakka=Kinderkrippenforschung

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Mi 10. Feb 2010, 19:55

Aber ob gerade die Kinderkrippen im Ostblock ein gutes Beispiel abgeben, bezweifle ich. Dort wurde ja ganz bewusst, die Distanzierung zu den Eltern geschaffen. Ich gebe zwar zu, dass es nicht so viele gute Studien gibt, Die Ostblockstaaten und Schweden bilden meistens die Grundlage für die Forschung. Beide haben eine sehr spezielle Situation. Sind diese Untersuchungen tatsächlich übertragbar auf andere Länder wie die Schweiz, Deutschland oder Frankreich?

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Do 11. Feb 2010, 09:52

So, ich habe mich mal kurz orientieren lassen von jemanden aus der Sozialpädagogik und der Soziologie. Während bis vor einigen Jahren die Forschung bei Jugendlichen schwergewichtig war, ist heute die Kleinkindererziehung wichtiger geworden. Zur Zeit werden recht viele Neues publiziert.

Allgemein gehen die Ergebnisse dahin, dass "Krippenkinder" im Sozialverhalten besser weg kommen als "Nicht-Krippenkinder". Dieser Unterschied ist allerdings nicht anhaltend bis ins Erwachsenenalter. In der Schule wird das Sozialverhalten wieder ausgeglichen. Für Migrationskinder jedoch hat die Kinderkrippe doch einen vorteilhaften Einfluss.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Do 11. Feb 2010, 14:40

Taube hat geschrieben: Allgemein gehen die Ergebnisse dahin, dass "Krippenkinder" im Sozialverhalten besser weg kommen als "Nicht-Krippenkinder". Dieser Unterschied ist allerdings nicht anhaltend bis ins Erwachsenenalter. In der Schule wird das Sozialverhalten wieder ausgeglichen. Für Migrationskinder jedoch hat die Kinderkrippe doch einen vorteilhaften Einfluss.

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Da muss man sehr genau unterscheiden nach Alter der Kinder. Die Kleinkinder leiden viel stärker unter der (täglichen) Trennung von den Eltern als ältere Kinder. Es gibt eine Studie, welche die Problematik der Kleinkinder in Krippen aufzeigt. Sicher gibt es aber auch wieder Studien, die das Gegenteil besagen.

https://secc.rti.org/

Kinder die länger (d.h. bezüglich der Gesamtzahl der Stunden) eine nichtmütterliche Betreuung erfahren haben, zeigten mehr Verhaltensprobleme in Kinderbetreuung/ im Kindergarten als die Kinder mit mehr Betreuung durch die Mutter.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Do 11. Feb 2010, 21:41

So wie ich das gesehen habe, ist meistens von Verhaltensauffälligkeiten die Rede und nicht von Verhaltensproblemen. Da die Untersuchung sehr neutral ist und kaum positiv noch negativ wertet (was sehr gut ist), sind auch kaum Aussagen zu machen, wie diese Auffälligkeiten zu werten sind. Wenn Deine persönlichen Werte angepasste und nichtauffällige Kinder fordern, ist das natürlich negativ.

Diese doch sehr interessante Studie zeigt doch auf, dass erstaunlich kleine Unterschiede sind, dass einzelne Fähigkeiten in der Familie und andere eher in der externen Erziehung gefördert werden. Die Qualität der externen Betreuung ist sehr wichtig. Sind die Betreuer und Betreuerinnen gut ausgebildet, hilft das den Kindern sehr stark. Sind die Eltern weniger gebildet, sind bei guter externen Betreuung die untersuchten kognitiven Faktoren verstärkt ausgebildet.

Also alles in allem, es gibt kaum Resultate, welche eine frühkindliche externe Erziehung als stark nachteilig für die Kinder erscheinen lassen. Ich denke zwar auch, dass die familiäre Betreuung im ersten Jahr natürlicherweise vorteilshaft ist für das ganze Familienleben. Aber wenn das Kind einige kürzere Zeiten auch in einer Krippe ist, schadet es sicher nicht. Im Gegenteil, heute bei diesen 2-Kinder Familien, wo die Geschwister altersmässig noch sehr unterschiedlich sind, kann es noch Vorteile haben, wenn das Kleinkind im vernünftigen Rahmen auch mit ungefähr Gleichaltrigen Kontakt hat.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Mo 28. Jun 2010, 09:00

Wer nicht nur Familienmodelle "Mütter und gleichzeitig Arbeiten" staatlich unterstützt haben will, sollte sich für die Familieninitiative einsetzen. Auch Mütter, die sich Vollzeit um den Nachwuchs kümmern, sollen im Sinne der gleichen Rechte eine Möglichkeit haben, Aufwände abzuziehen. Alleine der Verzicht auf Einkommen zugunsten der Erziehungsarbeit rechtfertigt diese Unterstützung:

http://www.familieninitiative.ch/
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Familienförderug ja unbedingt, aber nicht so!

Beitragvon Taube » Mo 28. Jun 2010, 10:07

Familienförderug ja unbedingt, aber nicht so!

Ich finde das eine der schwächsten Initiativen, die es bis jetzt gegeben hat. Nicht erstaunlich, wenn schon die Postadr. sieht: Flaach


Der neue Verfassungsartikel soll lauten:
Art. 129 Abs. 4 (neu)
4 Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, muss für die Kinderbetreuung ein mindestens gleich hoher Steuerabzug gewährt werden wie Eltern,
die ihre Kinder fremd betreuen lassen.


Die Zielsetzungen sind:
• Steuerliche Entlastung für alle Familien mit Kindern
• Keine Diskriminierung von Familien, die ihre Kinder selber betreuen
• Wahlfreiheit und Eigenbestimmung von Familien bei der Kindererziehung
• Gegen die Verstaatlichung von Familien und Kindern
• NEIN zur Entmündigung der Eltern


zum ersten Punkt: Ja, die wird erreicht. Allerdings zahlen schon jetzt viele Familien nicht sehr viel Steuern, also ist die Entlastung nicht sehr gross. Aber immerhin in die richtige Richtung, lieber wenig als gar nichts. Da für die dir. Bundessteuern gar kein Abzug zugelassen ist, bringt es hier gar nichts. Bei den Kantonssteuern können die Abzüge als Ausgleich für den Ausfall der Steuern einfach gekürzt werden. Also dieser erste Punkt muss nicht nachhaltig sein.

zum zweiten Punkt: Die wird kaum erreicht, weil die Diskriminierungen von Familien, welche die Kinder selber betreut noch viel weiter gehen (2, Säule Problematik, welche in Zehntausende von Franken gehen kann), und diese Initiative ist höchstens ein kleiner Tropfen auf den heissen Stein. ...für untere Einkommen überhaupt keine Entlastung mehr.

zum dritten Punkt: Gegen die Verstaatlichung von Familien und Kindern tut diese Initiative überhaupt nichts. Diejenigen Familien, welche die Kinder fremdbetreuen lassen müssen, ist die Entlastung zu klein, als dass die Fremdbetreuung aufgegeben wird.

zum vierten Punkt: Auf eine "Entmündigung" der Eltern hat diese Initiative sowieso keinen Einfluss. Diejenigen, welche es leisten können, die Kinder fremdbetreuen zu lassen, werden das weiter tun. Die anderen, welche Fremdbetreuung brauchen, haben keine Wahl.


Allem in allem: Eine sehr enttäuschende Initiative, ohne viel Kreativität, die auch kaum etwas an den tatsächlichen Diskriminierungen aller Familien ändert. Solange die hinter dieser Initiative steckenden politischen Kräften nicht wirklich eine familienfreundliche Politik machen wollen, kann man lange kleinste Steuererleichterungen gewähren und den Steuerpflichtigen mit dieser Initiative Sand in die Augen streuen.

Leider ist es so! Initiative mit vielen Schlagworten, aber alles in allem keine nachfolgenden Taten.


Gruss Taube


PS
Übrigens wurde das Thema schon im Expertenthread über kinderreiche Familien im Ansatz diskutiert, dort aber hinsichtlich kinderreichen Familien. Dafür bringt die Initiative auch nichts: Kinderreiche Familien mit kleinerem Einkommen kommen bei den Steuern sowieso sehr tief, dass die Einsparung gering bleibt. Eine kinderfreundliche Politik auch für grössere Familien würde anders aussehen.
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Re: Familienförderug ja unbedingt, aber nicht so!

Beitragvon Zorro » Mo 28. Jun 2010, 11:26

Taube hat geschrieben: Allem in allem: Eine sehr enttäuschende Initiative, ohne viel Kreativität, die auch kaum etwas an den tatsächlichen Diskriminierungen aller Familien ändert. Solange die hinter dieser Initiative steckenden politischen Kräften nicht wirklich eine familienfreundliche Politik machen wollen, kann man lange kleinste Steuererleichterungen gewähren und den Steuerpflichtigen mit dieser Initiative Sand in die Augen streuen.


Diese Initiative hat nicht das Ziel, die Familienpolitik neu zu gestalten. Sie greift vor allem die staatliche Förderung von Doppelverdienern auf, die finanziell mit dem Beschluss des Parlaments besser gestellt würden. Im Sinne der Gerechtigkeit gehört aber nicht nur eine einseitig Förderung von Doppelverdienern realisiert, sondern auch die Unterstützung der verzichtenden Familien. Oder gar nichts. Halb halb darf es nicht geben. Da würde eine erneute Benachteiligung geschaffen.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Mo 28. Jun 2010, 12:02

Wenn Du das Unterschriftenblatt anschaust, geht es um Familienpolitik! ...kein Wort von Doppelverdienern, nicht mal im Initiativtext. Die Doppelverdienerproblematik kriegst Du noch viel weniger weg durch diese Initiative.

Für die Doppelverdienerproblematik wie auch für die Familienschutz bei den Steuern braucht es einiges mehr. Ich bin aber auch einverstanden, dass dies gelöst werden muss. Da sind folgende Punkt in den Steuergesetze einzubeziehen:

1. Komplette Harmonisierung der Steuerbelastung zwischen Verheirateten und Konkubinatspartnern
2. Aufteilung des Familieneinkommens auf die Ehepartner (inklusive Doppelverdienerproblematik)
3. Steuerbelastung gemäss Anzahl Kinder.
4. Gleichgewichtung Fremd- und Eigenbetreuung (Gleichgewichtung nicht Gleichbehandlung)
5. Keine Benachteiligung und Bevorteilung von Einelternfamilien und Patchworkfamilien

Wenn nicht diese grundsätzlichen Punkte miteinander angegangen werden, bringt die Initiative gar nichts, im Gegenteil.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Mo 28. Jun 2010, 12:10

Taube hat geschrieben:Wenn Du das Unterschriftenblatt anschaust, geht es um Familienpolitik! ...kein Wort von Doppelverdienern, nicht mal im Initiativtext. Die Doppelverdienerproblematik kriegst Du noch viel weniger weg durch diese Initiative.


Kann schon sein, der Auslöser dafür war aber der in meinen Augen miserable Entscheid des Parlamentes, wo Elternpaare, die ihre Kinde in Krippen abgeben entlastet werden, währenddem Einversorgerpaare schauen können, so wie bleiben.

Wenn nicht diese grundsätzlichen Punkte miteinander angegangen werden, bringt die Initiative gar nichts, im Gegenteil.


Du kannst heute kein Gesamtpaket mehr durchbringen. Schau dir mal die Initiativen der letzten Jahre an. Kaum eine hatte Chancen, die mehrere Massnahmen in einen Korb packen wollte. Also muss man Punkt für Punkt durchgehen. Diese Initiative verstehe ich als Korrigenda des missratenen Parlamentsentscheides.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Mo 28. Jun 2010, 12:15

Zudem ist die Initiative so schwammig, wie es nur geht:

Wie hoch soll nun der Abzug sein? ...immer der steuerliche Maximalbetrag, obwohl die Abzüge für femdbetreute Kinder nicht immer das Maximum erreichen? Was ist bei Teilzeitarbeit, wird der Abzug nach Prozent der Beschäftigung berechnet? Was ist, wenn der Arbeitsgeber selbst die Kinderbetreuung übernimmt?

Alles Punkte, welche die Initiative gar nicht anspricht, aber vor allem zu neuen Ungleichheiten führen kann.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Mo 28. Jun 2010, 12:17

Taube hat geschrieben:Zudem ist die Initiative so schwammig, wie es nur geht:

Wie hoch soll nun der Abzug sein? ...immer der steuerliche Maximalbetrag, obwohl die Abzüge für femdbetreute Kinder nicht immer das Maximum erreichen? Was ist bei Teilzeitarbeit, wird der Abzug nach Prozent der Beschäftigung berechnet? Was ist, wenn der Arbeitsgeber selbst die Kinderbetreuung übernimmt?

Alles Punkte, welche die Initiative gar nicht anspricht, aber vor allem zu neuen Ungleichheiten führen kann.

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Das sind alles Punkte, die dann sinngemäss im durch das Parlament entstehenden Gesetz und der Umsetzung verankert werden müssen. Es geht um das Grundprinzip und das bekam durch den Parlamentsentscheid Schieflage.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Mo 28. Jun 2010, 12:24

...wenn man das dann gerecht regeln kann, kann man das direkt ins Parlament bringen. Als Grundprinzip kann man diese Bestimmung gar nicht gebrauchen, weil es keinen Grundsatz gibt, nur offene Fragen. Da hätte der Artikel 41 in der Bundesverfassung genügt, der wäre nämlich schärfer und zugleich umfassender.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Mo 28. Jun 2010, 13:16

Taube hat geschrieben:...wenn man das dann gerecht regeln kann, kann man das direkt ins Parlament bringen. Als Grundprinzip kann man diese Bestimmung gar nicht gebrauchen, weil es keinen Grundsatz gibt, nur offene Fragen. Da hätte der Artikel 41 in der Bundesverfassung genügt, der wäre nämlich schärfer und zugleich umfassender.


Das wurde ja ins Parlament gebracht, das Parlament winkte aber lediglich die einseitige Lösung durch. Darum wurde die Initiative überhaupt gestartet. Das Volk soll entscheiden, ob es die Lebensweisen als finanziell gleichgestellt haben will, oder nicht.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Mo 28. Jun 2010, 14:46

...mit dieser Initiative kann ich gar nichts entscheiden, zu unbestimmt ist alles. Wenn ich ja stimme, kann alles so leicht unterlaufen werden. Diese SVP initiative ist sogar noch unter dem Niveau der SVP.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Richard3 » Mo 28. Jun 2010, 15:09

In der früheren DDR gab es seit etwa 1972 die Pille, die kostenlose Fristenregelung und wenig religiöse Zwänge bei der Anwendung von beidem.
Und 90% der Frauen waren berufstätig.

Anders in der alten Bundesrepublik.

Trotzdem waren die Geburtenraten in der DDR höher.

Den Schwerpunkt nur bei der Abtreibung zu sehen ist zu kurz gegriffen.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Mo 28. Jun 2010, 15:11

Taube hat geschrieben:...mit dieser Initiative kann ich gar nichts entscheiden, zu unbestimmt ist alles. Wenn ich ja stimme, kann alles so leicht unterlaufen werden. Diese SVP initiative ist sogar noch unter dem Niveau der SVP.

Gruss Taube


Diese Initiative mag nicht perfekt sein, aber sie zielt in die richtige Richtung. Nämlich als Ausgleich des einseitigen Parlamentsbeschlusses.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Animo » Mo 28. Jun 2010, 22:00

Zorro hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Wenn Du das Unterschriftenblatt anschaust, geht es um Familienpolitik! ...kein Wort von Doppelverdienern, nicht mal im Initiativtext. Die Doppelverdienerproblematik kriegst Du noch viel weniger weg durch diese Initiative.


Kann schon sein, der Auslöser dafür war aber der in meinen Augen miserable Entscheid des Parlamentes, wo Elternpaare, die ihre Kinde in Krippen abgeben entlastet werden, währenddem Einversorgerpaare schauen können, so wie bleiben.


In einem anderen Topic habe ich gefragt, ob es ungerecht sei, dass Hauseigentümer die Hypothekarschulden vom Einkommen abziehen können, während Mieter keine Vergünstigungen kriegen. Du hast gesagt, es sei doch gerecht, da alle Mieter gleich behandelt werden. In diesem Fall solltest du auch gerecht finden, dass alle Einversorgerpaare gleich behandelt werden.
Oder? :)
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Di 29. Jun 2010, 07:17

Animo hat geschrieben:In einem anderen Topic habe ich gefragt, ob es ungerecht sei, dass Hauseigentümer die Hypothekarschulden vom Einkommen abziehen können, während Mieter keine Vergünstigungen kriegen. Du hast gesagt, es sei doch gerecht, da alle Mieter gleich behandelt werden.


Dann musst du dort nochmals nachlesen :D Mit keinem Wort habe ich geschrieben, das sei gerecht. Ich finde auch den Abzug von Schuldzinsen in der Steuererklärung fragwürdig, das hat aber mit modernen Familien wenig zu tun ;-)
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Taube » Di 29. Jun 2010, 09:43

Zorro hat geschrieben:Diese Initiative mag nicht perfekt sein, aber sie zielt in die richtige Richtung. ...

Das schon, aber wenn das Zielgelände noch nicht vorbereitet ist, kann es zu einem nicht erwünschten und gefährlichen Querschläger kommen.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Di 29. Jun 2010, 11:12

Taube hat geschrieben: Das schon, aber wenn das Zielgelände noch nicht vorbereitet ist, kann es zu einem nicht erwünschten und gefährlichen Querschläger kommen.

Gruss Taube


Dann müsstest du aber auch den Parlamentsentscheid kritisieren, der unverständlicherweise ebenfalls auf nicht vorbereitetes Zielgelände gefallen ist. Die Initiative hat nicht einmal zum Ziel, den Entscheid umzustossen, sondern ausgleichend und korrigierend zu wirken. Sehr sinnvoll, eigentlich.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon kingschild » Di 29. Jun 2010, 11:41

Taube hat geschrieben:
Zorro hat geschrieben:Diese Initiative mag nicht perfekt sein, aber sie zielt in die richtige Richtung. ...

Das schon, aber wenn das Zielgelände noch nicht vorbereitet ist, kann es zu einem nicht erwünschten und gefährlichen Querschläger kommen.

Gruss Taube


Taube Du findest die Initative nicht gut aber mal eine Frage findest Du es besser wenn nur diejenigen etwas abziehen können die Fremdbetreuung wählen? Man kann ja über die Initiative streiten aber einige andere Parteien haben wieder einmal mehr, das Thema verpasst, weil ihr Fokus auf der Linie ist, möglichst viele subventionierte Krippenplätze. Bei diesem Fokus bleibt eben die soziale gerechtigkeit auf der Strecke und um dem entgegen zu wirken haben wir im Moment nur diese Initiative. Nur nein stimmen weil sie von der SVP ist sollte auch keine Lösung sein.

God bless
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