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Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

Moderator: bigbird

Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon bel » Mo 17. Nov 2008, 19:51

erbreich hat geschrieben:Aber auf dieser Ebene unterscheiden sich eben die Ziele des Buddhisten und des Christen - zumindest in der Terminologie. Nicht auszuschliessen ist, dass über alle Terminologie hinweg trotzdem dasselbe erstrebt und erwirkt wird.
Eben, eben das scheint mir doch eine völlig unzulässige Gleichsetzung eines bloßen Wortes "Himmel".
Wenn ich es recht verstehe, ist der "Himmel" von Jesus "beim Vater sein", also erlöst, befreit.
Was man vom "buddhistischen Himmel" nicht sagen kann, denn da ist das "beim Vater sein" nicht - und deshalb wird dieser "Himmel" in der Lehre Buddhas auch nicht als Befreiung angesehen.

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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Mo 17. Nov 2008, 20:37

bel hat geschrieben:Wenn ich es recht verstehe, ist der "Himmel" von Jesus "beim Vater sein", also erlöst, befreit.

Dann wäre "beim Vater sein" identisch mit Nibbana... Kann man das mit Recht sagen?
Ist das nicht auch eine unzulässige Gleichsetzung zweier sehr verschiedener Dinge?
Erlöst, befreit wovon? - Ist hier vielleicht die zentrale Frage...
Was man vom "buddhistischen Himmel" nicht sagen kann,... deshalb wird dieser "Himmel" in der Lehre Buddhas auch nicht als Befreiung angesehen.

Richtig. Und so kann auch die gängige christliche Vorstellung von Himmel von der Lehre des Buddha her gesehen kaum als echte Erlösung bezeichnet werden... er ist nicht mehr als einer der höheren Existenzbereiche des Samsara (wenn auch mit einem Höchstmass an Wohl und Wonne ausgestattet). Das Jesus selber Nibbana noch nicht vollständig realisiert hatte zeigt sich ja in seiner eigenen Aussage, dass er zum Vater gehe und wiederkommen werde. Für den buddhistischen Heiligen gibt es nach seinem irdischen Tod keine solche Existenz mehr.

Aber man muss das nicht so verstehen... Es gibt so viele Ebenen des Verstehens und des Nichtverstehens...

Die Freiheit von Leiden und von Tod, die suchen alle Menschen.
Nibbana wird als das Leidlose und Todlose benannt.
Und über den christlichen "Himmel" (die "neue Erde") heisst es ebenfalls:

Offb 21,4
Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein...

Danach sehnen wir uns: Nach dem Ende des Leidens.
Sicher: Nicht alle Wege, die dies versprechen, erfüllen dieses Versprechen auch.
Wir haben die Verantwortung gut zu prüfen und allenfalls von falschen Wegen umzukehren.
Das aber kann ein jeder nur selber tun.
Je mehr Übung wir darin haben, desto leichter fällt uns die "Unterscheidung der Geister".

Gruss, erbreich
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon Sohar » Mo 17. Nov 2008, 20:57

erbreich hat geschrieben:Die Zweifelsucht glaube ich überwunden zu haben und nicht mehr sehr anfällig oder versuchbar dafür zu sein - für den untersuchenden Zweifel im Sinne prüfenden Vertrauens bin ich sehr dankbar: Er verhindert Blindgläubigkeit.

Gruss, erbreich



Kurzer "Einwurf", lieber Erbreich (bin auch schon wieder fast weg), obige Worte erinnern mich an meine Zweifel, Zweifel dir mir halfen meinen religiösen Weg immer weiter zu gehen, niemals aufzugeben, so hart und leidvoll dieser Weg auch ist.
Danke, dafür, lieber Erbreich.

Liebe Grüße

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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon bel » Mo 17. Nov 2008, 21:47

erbreich hat geschrieben:
bel hat geschrieben:Wenn ich es recht verstehe, ist der "Himmel" von Jesus "beim Vater sein", also erlöst, befreit.

Dann wäre "beim Vater sein" identisch mit Nibbana... Kann man das mit Recht sagen? Ist das nicht auch eine unzulässige Gleichsetzung zweier sehr verschiedener Dinge?

Nein, es läßt ja die Dinge in ihrem jeweiligen Zusammenhang. Draus ergeben sich für die "Dinge" jeweils bestimmte Inhalte.
Die kann man dann auch vergleichen - selbst wenn man dann zu dem Ergebnis kommt, diese "Inhalte" wären gleich, dann ist dies doch kein Gleichsetzung - und schon überhaupt nicht von verschiedenen Dingen. Sie bleiben aber in ihrem Zusammenhang - deshalb ist die Befürchtung auch irrational, man würde etwas vermengen.

erbreich hat geschrieben: Erlöst, befreit wovon? - Ist hier vielleicht die zentrale Frage...

Natürlich ist das die zentrale Frage. Im Buddha-Dharma ist die Frage leicht zu beantworten: nämlich umfassend befreit vom Leiden (TM).

erbreich hat geschrieben: Das Jesus selber Nibbana noch nicht vollständig realisiert hatte zeigt sich ja in seiner eigenen Aussage, dass er zum Vater gehe und wiederkommen werde.

Ich glaube, daß dem nicht so ist. Das ist in anderen Zusammenhängen auch immer ein Thema ständiger Diskussion unter Buddhisten: nämlich, geht "Vollständiges Erwachen" und Bodhishattva-Weg zusammen. Im Buddha-Zen ist das eine vollkommene Einheit.
Vielleicht ist hier nicht der richtige Ort, das tiefgründig zu diskutieren.

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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon Grasy » Mo 17. Nov 2008, 23:13

erbreich hat geschrieben:Mein Anliegen hier und überhaupt im menschlichen Miteinander ist aber keineswegs ein sinnloser STreit um die höchste Wahrheit, sondern viel mehr die Suche nach den Gemeinsamkeiten und das Gespräch über Hindernisse und Hilfen auf dem Weg.


Das glaube ich dir durchaus erbreich. Ich finde auch deine Bibelstellen die du zur Liebe schreibst richtig und durchaus so als ob sie einen Teil in mir treffen. Jaja, Grasy wie sieht's denn aus mit der Liebe in deinem Leben? Dein Einwand ist in meinen Augen gar nicht an den Haaren herbeigezogen. Das Problem was ich aber sehe ist wenn man all das nennt und dabei das Evangelium von Jesus Christus irgendwie optional darstellt (quasi: "Ach die Christen halt so, die Buddhisten ein wenig anders... naja... also was habt ihr Christen euch auch ständig?) oder den Weg zum Vater im Himmel oder das Lamm Gottes das am Kreuz für unsere Sünden starb. So zitierst du aus 1.Joh 4:7 über die Liebe und wie sollte man diesen Stellen widersprechen? Doch schon kurz darauf steht auch das:

"Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darin steht die Liebe: nicht, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden." (1.Joh 4:9-10 - Lut1912)

Das sind eben wesentliche Punkte die man nicht einfach vom christlichen Glauben weglassen kann um "froh" zu sein daß die anderen ja auch irgendwas haben. Ich denke fast daß eine Diskussion in letzter Konsequenz nur auf Widerspruch stoßen kann oder aber zur teilweisen Verleugnung der Person Jesus Christus und daß er am Kreuz für unsere Sünden starb. Ich weiß auch nicht wie man hier an der Wahrheit vorbei diskutieren sollte oder wie es über "Hindernisse und Hilfen" auf den Weg eine Lösung geben sollte indem man die Person Jesus Christus außen vor lässt. Dann gäbt es ja doch ein anderes Evangelium? Das ist aber ein großer Irrtum. Wie meinst du daß es bei den Israeliten oder Römern oder Griechen weniger ginge als bei den Buddhisten?

"so sei euch und allem Volk von Israel kundgetan, daß in dem Namen Jesu Christi von Nazareth, welchen ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat, steht dieser allhier vor euch gesund. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden." (Apg 4:10-12 - Lut1912)


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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Mo 17. Nov 2008, 23:31

bel hat geschrieben:Nein, es läßt ja die Dinge in ihrem jeweiligen Zusammenhang. Draus ergeben sich für die "Dinge" jeweils bestimmte Inhalte.
Die kann man dann auch vergleichen - selbst wenn man dann zu dem Ergebnis kommt, diese "Inhalte" wären gleich, dann ist dies doch kein Gleichsetzung - und schon überhaupt nicht von verschiedenen Dingen. Sie bleiben aber in ihrem Zusammenhang - deshalb ist die Befürchtung auch irrational, man würde etwas vermengen.

Gute Argumentation, danke!
erbreich hat geschrieben: Das Jesus selber Nibbana noch nicht vollständig realisiert hatte zeigt sich ja in seiner eigenen Aussage, dass er zum Vater gehe und wiederkommen werde.

Ich glaube, daß dem nicht so ist.

Es ist nicht die einzige Möglichkeit des Verstehens, wie ich ja auch angedeutet habe: Man muss das nicht zwingend so sehen. Das Verständnis, das Du nachfolgend ansprichst, scheint mir sinnvoller und heilsamer.
Das ist in anderen Zusammenhängen auch immer ein Thema ständiger Diskussion unter Buddhisten: nämlich, geht "Vollständiges Erwachen" und Bodhishattva-Weg zusammen. Im Buddha-Zen ist das eine vollkommene Einheit.

Ich kenne diese Diskussion, für Mettiko Bhikkhu beispielsweise hat ein Bodhisattva noch nicht mal den eigentlichen (überweltlichen) Dhamma-Pfad betreten... editiert

Aber Du hast recht, es ist hier...
...nicht der richtige Ort, das tiefgründig zu diskutieren.


Gruss, erbreich
Zuletzt geändert von Grasy am Di 18. Nov 2008, 00:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link... :-/
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Mo 17. Nov 2008, 23:55

Grasy hat geschrieben: Ich denke fast daß eine Diskussion in letzter Konsequenz nur auf Widerspruch stoßen kann oder aber zur teilweisen Verleugnung der Person Jesus Christus und daß er am Kreuz für unsere Sünden starb. Ich weiß auch nicht wie man hier an der Wahrheit vorbei diskutieren sollte oder wie es über "Hindernisse und Hilfen" auf den Weg eine Lösung geben sollte indem man die Person Jesus Christus außen vor lässt.

Das ist wieder ein Thema für sich: Die Sühneopfertheologie... verstehen wir das wirklich richtig?
Einer der mir wertvollsten christlichen 'Lehrer' ist Jörg Zink. Und wenn Du seine Bücher liest (die theologischen und die persönlichen) und sein Leben anschaust, dann kann meines Erachtens kein Mensch sich anmassen zu sagen, dieser Mensch sei nicht durch und durch Christ. Aber er verzichtet auf die Sühneopfertheologie und nennt sie "das Schreckbild von Jesu Sühnetod". Es ist nicht zwingend notwendig diese Lehre zu vertreten und erst recht nicht die einzige Möglichkeit Jesus Christus richtig zu verstehen und in eine echte Nachfolge zu treten. Jesus wird dadurch nicht verleugnet (und selbst wenn es so wäre, könnte es vergeben werden, wie die Bibel sagt, im Gegensatz zur Leugnung und Lästerung des Geistes). Für Zink ist ebenfalls klar, dass am Ende "Gott alles in allen" ist, die ganze duale Welt also überwunden sein wird. Eindrücklich schreibt er in seinem Buch "Die goldene Schnur - Anleitung zu einem inneren Weg" unter dem Kapitel "Die Feier des Ganzen":

Ich will es klar sagen: Ich habe mich auf den Wegen eines langen Lebens (Anm: Zink ist 86) satt gegessen an allem Teilweisen, an allem, was sich in Gegensätze und Widersprüche auseinander spreizt. An allem, das sagt: Nicht so, sondern so. Ich suche nur noch das Eine und das Ganze. Und es scheint mir gleichviel, ob man dabei von der unendlichen Leere oder der unendlichen Fülle reden will. Denn die Fülle verstehen wir auf keine Weise, und sie wird uns immer als Leere erscheinen. Ich suche nicht mehr nach dem gespaltenen Gott, der uns Menschen in dieser Welt allein zugänglich ist, sondern nach dem ganzen, dem unendlichen, dem fernen und nahen, dem lichten und dunklen, der alles in Einem ist. Ich suche nicht mehr dieses zerrissene Dasein, das fragwürdige, das mühsame, das in Tod und Leben geteilte, sondern das ganze, das geheilte, das heilende.
Ich suche in mir selbst nicht mehr den gespaltenen, den in Widersprüche zerrissenen, sondern den geheilten Menschen. Nicht den, der den Anblick immer nur von Ausschnitten seiner selbst aushält. Ich möchte, wie Rilke sagt, "das Erlöstsein antreten".


Eins ist die Wahrheit, nicht gibt's eine zweite... (Buddha)


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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon Grasy » Di 18. Nov 2008, 00:14

erbreich hat geschrieben:Das ist wieder ein Thema für sich: Die Sühneopfertheologie... verstehen wir das wirklich richtig?


Stellst du denn nicht auch das Passah in Frage? Das Passah wiederum hat Jesus gefeiert. Wie willst du das nach 2.Mo 12 oder Jes 53 oder Röm 5:8-10, Heb 8-10, ... denn anders richtig verstehen? Im Vergleich zur Stellung der Heiligen Schrift nimmt das sogar noch deutlich mehr Punkte der Glaubensbasis der EEA ein:

"3. Die völlige Sündhaftigkeit und Schuld des gefallenen Menschen, die ihn Gottes Zorn
und Verdammnis aussetzen.

4. Das stelIvertretende Opfer des menschgewordenen Gottessohnes als einzige und all-
genügsame Grundlage der Erlösung von der Schuld und Macht der Sünde und ihren ewi-
gen Folgen.

5. Die Rechtfertigung des Sünders allein durch die Gnade Gottes aufgrund des Glau-
bens an Christus, der gekreuzigt wurde und von den Toten auferstanden ist." (Zitat aus der Glaubensbasis der Europäischen Evangelischen Allianz)


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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon heuschrecke » Di 18. Nov 2008, 08:53

Und im Weiteren: "In den Himmel kommen" bedeutet noch nicht wirkliche Erlösung vom Daseinskreislauf, denn auch der "Himmel" ist vergänglich. Deshalb sucht der Buddhist auch nicht ein angeblich nie endendes Leben im Himmel, sondern die tatsächliche Erlösung von jeder Daseinsform.


Hallihallo Erbreich :-)

Es freut mich, Dich wieder zu lesen!
Mich täte mal interessieren, wie denn Dein persönliches Ziel momentan ausschaut?
Strebst Du nach einem ewigen Leben im (christlichen) Himmel oder wünschst Du Dir die Erlösung von jeglicher Daseinsform?

Lieber Gruss
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon chrystal » Di 18. Nov 2008, 09:30

bel hat geschrieben:Für mich ist es so: Kein Buddha Shakyamuni ohne den Bodhishattva Shakyamuni - ebenso auch keinen (christlich) personalen Gott ohne die Person Jesus.
Und keinen Bodhishattva, keinen Christus ohne persönliche Umkehr, ohne persönliche Nachfolge. Kein Zwiegespräch ohne umfassende Nachfolge, nur Götzendienst.
Ich glaube, das ist der Punkt, an dem es sich sowohl für Buddhisten, wie auch Christen entscheidet, ob es ihnen nur gefällt so oder so genannt zu werden, oder ob sie das Trennende dieser und anderer Etiketten abstreifen, sich wirklich dem Nächsten zuwenden können.
Wenn Du dieses kostbare Wirken der Bodhishattvas auf deinem Weg mit Jesus erkennen konntest, ist daß ein großartiges Geschenk.


Das ist in sehr kurzen Worten präzise ausgedrückt, was das eigentliche in dieser (personalen) Beziehung ist. Schönen Dank für diese Worte.

Gruß
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Di 18. Nov 2008, 10:10

heuschrecke hat geschrieben:Strebst Du nach einem ewigen Leben im (christlichen) Himmel oder wünschst Du Dir die Erlösung von jeglicher Daseinsform?

Hallo Heuschrecke!
Der christliche Himmel der gängigen Vorstellung ist für mein Denken allenfalls ein 'Durchgangsort', nicht das letztendliche Ziel. Eine Bestätigung dieser Ansicht fand ich im christlichen Umfeld bei den "Freunden konkordanter Wortverkündigung" (Konkordanter Verlag Pforzheim) sowie beim Bibelübersetzer F.H. Baader. Beide bestätigen diese himmlische Existenz des 'neuen Himmels und der neuen Erde' als zwar einen ganzen Äon dauernd, jedoch als vergänglich. Darüber hinaus ist nur "Gott alles in allen", wie es Paulus sagt. Das Ende der Äonen (Weltentstehungen und Weltvergehungen). "Gott alles in allen" kann nicht mehr mit unseren Vorstellungen und Begriffen von Leben und personaler Existenz beschrieben werden. Es ist die Erlösung von jeglicher (vorstellbarer) Daseinsform. Als Buddhist nenne ich es Nibbana, das Erlöschen allen Geborenwerdens und Sterbens, das Ende des Leidens. Danach strebe ich.

Gruss, erbreich
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon jesusyeah » Di 18. Nov 2008, 11:24

Nun erbreich Du brauchst die Erlösung durch den HERRN Jesus Christus. Wenn Du den HERRN Jesus annimmst wirst Du leben. Wenn Du ihn annimmst kannst Du die Ewigkeit mit Gott verbringen. Natürlich scheint es vielleicht nicht schlecht zu sein, wenn ein Mensch in einer von Menschen geschaffenen Lehre wie den Buddhismus Halt zu finden scheint, doch am Ende nützt dies alles nichts, da allein der Sohn das entscheidene ist. Ich sehe dennoch, dass Du auf der Suche bist nach der Wahrheit und ich kann Dir gewiss sagen, dass diese Wahrheit in Jesus Christus liegt :praise: :clap: :praisegod:
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Di 18. Nov 2008, 13:01

jesusyeah hat geschrieben: ich kann Dir gewiss sagen, dass diese Wahrheit in Jesus Christus liegt

Da bin ich mit Dir völlig einig. Jesus selber sagte ja gegenüber Pilatus er sei dazu in die Welt gekommen um für die Wahrheit Zeugnis zu sein. Dass die Wahrheit in Jesus ist und Jesus so die Wahrheit in Person ist, ist klar.

Es würde mich freuen, wenn Du auf meine persönliche Frage an Dich im Mara/Satan-Thread eingehen möchtest.

Gruss, erbreich
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon gingko » Mi 19. Nov 2008, 22:11

Hallo erbreich,
danke daß du uns an deinem Weg, der schon ungewöhnlich ist, teilhaben läßt.
Bin gespannt wie dein Weg weiter geht.

Hoffe du bleibst uns im Forum erhalten.

Liebe Grüße
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Mi 19. Nov 2008, 22:48

Danke für Deine ermutigenden Worte, gingko!

Dass mein Weg sooo ungewöhnlich ist glaub' ich eigentlich nicht.
Hier im Livenet-Forum vielleicht schon, aber manchmal scheinen sich hier ausschliesslich ungewöhnliche Lebenswege zu treffen... :lol:

Das Ungewöhnliche wird ja nicht durch sich selbst ungewöhnlich, sondern durch das Umfeld, in dem es sich bewegt.
In einem andern Umfeld ist es plötzlich ganz gewöhnlich... und dort ist dann möglicherweise das andere, das vorher das Gewöhnliche war, ganz ungewöhnlich... ;)

Herzlich, erbreich
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Sa 22. Nov 2008, 14:28

"Einen Einzigen gibt es, der den Gedanken eingeben könnte, ihn in die Nähe Jesu zu rücken: Buddha. Dieser Mann bildet ein großes Geheimnis. Er steht in einer erschreckenden, fast übermenschlichen Freiheit; zugleich hat er dabei eine Güte, mächtig wie eine Weltkraft. Vielleicht wird Buddha der letzte sein, mit dem das Christentum sich auseinanderzusetzen hat. Was er christlich bedeutet, hat noch keiner gesagt."

(Romano Guardini)
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon onThePath » Sa 22. Nov 2008, 15:49

erbreich hat geschrieben:"Einen Einzigen gibt es, der den Gedanken eingeben könnte, ihn in die Nähe Jesu zu rücken: Buddha. Dieser Mann bildet ein großes Geheimnis. Er steht in einer erschreckenden, fast übermenschlichen Freiheit; zugleich hat er dabei eine Güte, mächtig wie eine Weltkraft. Vielleicht wird Buddha der letzte sein, mit dem das Christentum sich auseinanderzusetzen hat. Was er christlich bedeutet, hat noch keiner gesagt."

(Romano Guardini)


Och, wenn ich das Buch vom Starez lese, dann sehe ich überhaupt keinen christlichen Mangel mehr.
Die Mönche von Athos haben Christus und das oben genannte dazu.
Ich denke deshalb, dass man sich mit Gott und Jesus auseinanderzusetzen hat, dann geschieht alles, was möglich ist.

Man schielt nur so lange nach Buddha, bis man selber die Tiefen der Gottheit erforscht hat.
Das ist allerdings nicht Jedem im gleichen Maß gegeben. Es gilt viele innere Hindernisse zu überwinden.

Nur sind die christlichen Erfahrungen anscheinend nicht so öffentlich publiziert wie der Weg Buddhas.
Aber für den, der Gott mehr als alles sucht, für den christlichen Weg, gibt es genug Möglichkeiten Gott und übermenschliche Freiheit zu finden.

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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Sa 22. Nov 2008, 18:24

onThePath hat geschrieben:...für den, der Gott mehr als alles sucht, für den christlichen Weg, gibt es genug Möglichkeiten Gott und übermenschliche Freiheit zu finden.

Zweifellos.
Was kein Widerspruch zu Guardinis Aussage darstellt.
:umarm:
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon Grasy » Mo 24. Nov 2008, 15:31

erbreich hat geschrieben:"Einen Einzigen gibt es, der den Gedanken eingeben könnte, ihn in die Nähe Jesu zu rücken: Buddha. Dieser Mann bildet ein großes Geheimnis. Er steht in einer erschreckenden, fast übermenschlichen Freiheit; zugleich hat er dabei eine Güte, mächtig wie eine Weltkraft. Vielleicht wird Buddha der letzte sein, mit dem das Christentum sich auseinanderzusetzen hat. Was er christlich bedeutet, hat noch keiner gesagt."

(Romano Guardini)


Buddha war ein Mensch, ein Sünder wie wir. Dazu muss man ihn nicht mal kennen - dazu reicht es schon wenn man das Zeugnis über die Menschen selbst kennt (Röm 3). Will man das nicht unterzeichnen, dann frag ich mich ob's mit dem Zeugnis über sich selbst so viel anders ist? Ob es uns gefällt oder nicht - wir brauchen einen Erlöser und da gibt es nur einen der helfen kann. Buddha kann dich nicht befreien und er lehrte auch nicht das einzige Evangelium das es gibt. Jesus war und ist kein Sünder. Jesus kann dich befreien. Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden und er ist wiederauferstanden. Jesus ist auch nicht von dieser Welt.

"Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3:16 - Lut1912)

"Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen." (Joh 18:36 - Lut1912)

"Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von untenher, ich bin von obenher; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt." (Joh 8:23 - Lut1912)


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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Mo 24. Nov 2008, 23:38

Grasy hat geschrieben:Buddha war ein Mensch, ein Sünder wie wir.

Solange er noch nicht Buddha war, ja. Vom Moment des vollkommenen Erwachens an aber konnte er nur noch 'funktional' Wirken, das heisst, er tat in vollkommener Weise das, was die Bibel 'Gottes Wille' nennt und wovon Christus sprach, als er sagte, der Sohn tue nur das, was er den Vater tun sehe.
Ob es uns gefällt oder nicht - wir brauchen einen Erlöser...

Der Mensch ist erlösungsbedürftig, ja.
Wovon?
Vom Leiden.
Wozu?
Um leidbefreiend leben zu können.
und da gibt es nur einen der helfen kann.

Ja, und der bist Du, insoweit Du diesen Weg der Wahrheit und des Lebens selber aufrichtig gehst.
Jesus kann dich befreien.

Wenn Du Dein Kreuz auf dich nimmst und ihm nachfolgst, ja!
Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden...

Genau, und auch darin sollst Du als Christ ihm nachfolgen!
Du sollst an Deinem Kreuz sterben und die Sünde der Welt auf Dich nehmen indem Du ihr vergibst (Dich nicht mehr von ihr isolierst).
und er ist wiederauferstanden.

Natürlich. Das wirst Du auch, insofern Du bis dahin nicht Nibbana verwirklicht haben wirst (und da Du das ja gar nicht willst: kein Problem also! die Auferstehung ist Dir sicher!).
"Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3:16 - Lut1912)

Genauer:

"Denn so liebt Gott die Welt, dass er Seinen einziggezeugten Sohn gibt, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht umkomme, sondern äonisches Leben habe."
(Joh 3,16 - KNT Konkordantes Neues Testament, 6. Auflage 1995)

Oder, noch genauer:

"Denn also liebt Gott den Kosmos, so dass er den alleiniggewordenen Sohn gab, auf dass alljeder in ihn Treuende sich nicht gänzlich weglöse, sondern äonisches Leben habe."
(Joh 3,16 - Die Geschriebene des Neuen Bundes, DaBhaR-Übersetzung aus dem Codex Sinaiticus, 3. Gesamtausgabe 1998)

Wer äonisches Leben wünscht kommt mit Christus klar auf seine Rechnung.
Der ernsthafte Buddha-Nachfolger sucht jedoch kein vergängliches Leben, auch nicht wenn's einen Äon oder gar viele Äonen dauern und ausschliesslich glückhaft und herrlich sein sollte, er verwirklicht die Erlösung aus aller Vergänglichkeit.
"Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen." (Joh 18:36 - Lut1912)

Das ist klar: Sein Reich ist der kommende Äon. Du darfst dort mit ihm herrschen.

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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon onThePath » Mo 24. Nov 2008, 23:54

Wer äonisches Leben wünscht kommt mit Christus klar auf seine Rechnung.
Der ernsthafte Buddha-Nachfolger sucht jedoch kein vergängliches Leben, auch nicht wenn's einen Äon oder gar viele Äonen dauern und ausschliesslich glückhaft und herrlich sein sollte, er verwirklicht die Erlösung aus aller Vergänglichkeit.


Tut mir Leid, ich halte das für prinzipiell unmöglich. Diese Transformation in etwas völlig Anderes als ein Geschöpf halte ich nicht für möglich. Auch suchende Mönche sprechen von einem reinen Bewußtsein jenseits allen Wollens und aller Gedanken. Aber dennoch spricht keiner von Denen davon, das dadurch der Mensch völlig aus allem "Vergänglichen" erlöst werde.

Die Reine Schau Gottes, dauerhaft verwirklicht, soll wohl diese "Erlösung" sein ?
Na ja, zumindest das Hirn als das Untaugliche, Gott zu erleben, wird dabei überwunden.
Aber wohl nicht das, was den Mensch zu einem Wesen macht.

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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon Grasy » Di 25. Nov 2008, 00:51

erbreich hat geschrieben:Solange er noch nicht Buddha war, ja. Vom Moment des vollkommenen Erwachens an aber konnte er nur noch 'funktional' Wirken, das heisst, er tat in vollkommener Weise das, was die Bibel 'Gottes Wille' nennt und wovon Christus sprach, als er sagte, der Sohn tue nur das, was er den Vater tun sehe.


Ich meine das ist ein Irrglaube erbreich. Buddha tat also was Jesus tat noch bevor Jesus am Kreuz für die Sünden der Menschen starb? Warum ist denn Buddha nicht am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben.

"Und niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöht hat, also muß des Menschen Sohn erhöht werden, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3:13-16 - Lut1912)



Der Mensch ist erlösungsbedürftig, ja.
Wovon?
Vom Leiden.
Wozu?
Um leidbefreiend leben zu können.


Leid ist nicht das einzige Problem in dieser Welt Erbreich. Leid aber ist eine Folge der Sünde.

"Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren. So werden wir ja viel mehr durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind. Denn so wir Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnt sind." (Röm 5:8-10 - Lut1912)

"Habe Deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünschet. Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn; er wird's wohl machen und wird deine Gerechtigkeit hervorbringen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag." (Ps 37:4-6 - Lut1912)



und da gibt es nur einen der helfen kann.

Ja, und der bist Du, insoweit Du diesen Weg der Wahrheit und des Lebens selber aufrichtig gehst.


Ich selbst? Nene erbreich. Reinigung gehört dazu und da bin ich auch nicht einfach nur in einer passive Rolle. Aber wer die Sünde tut ist der Sünde Knecht. Wir brauchen Jesus Christus!

"So euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei." (Joh 8:36 - Lut1912)


Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden...

Genau, und auch darin sollst Du als Christ ihm nachfolgen!


Ich soll Jesus wohl nachfolgen und zur Nachfolge gehört auch das Kreuz dazu - ich kann aber nicht für deine oder sonst wessen Sünden sterben erbreich. Jesus aber ist Hohepriester und Opfer zugleich.

"Dieser aber, da er hat ein Opfer für die Sünden geopfert, das ewiglich gilt, sitzt nun zur Rechten Gottes und wartet hinfort, bis daß seine Feinde zum Schemel seiner Füße gelegt werden." (Heb 10:12-13 - Lut1912)


Wer äonisches Leben wünscht kommt mit Christus klar auf seine Rechnung.


Äonisch? Ich finde es seltsam daß du gerade das was mit in so vielen Bibeln mit ewig übersetzt wird (nicht nur in der Luther sondern auch der KJV und beide Zusammen laßen die letzten Jahrhunderte schon so einige Christen) hier mit betonend auf "endlich" übersetzt (also fast schon gegenteilig). Setzt die Konkordante das auch hier ein?

"Und viele, so unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen: etliche zum ewigen Leben, etliche zu ewiger Schmach und Schande." (Dan 12:2 - Lut1912)

"Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus, von den Toten auferweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort nicht mehr über ihn herrschen. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu einem Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christo Jesus, unserm HERRN. So lasset nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihr Gehorsam zu leisten in seinen Lüsten." (Röm 6:8-12 - Lut1912)

Jesus stirbt nicht mehr.

"Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden." (Apg 4:11-12 - Lut1912)

"Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende; und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes." (Off 1:17-19 - Schlachter200)


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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon Grasy » Di 25. Nov 2008, 01:23

Ich wurde eben auf den Link hier aufmerksam gemacht und da kam mir doch gleich der Thread in den Sinn:

http://www.bibelvideo.com/site/video/3e ... nzige-Weg-

Das Problem ist die Sünde.

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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Di 25. Nov 2008, 11:07

Grasy hat geschrieben:Äonisch? Ich finde es seltsam daß du gerade das was mit in so vielen Bibeln mit ewig übersetzt wird (nicht nur in der Luther sondern auch der KJV und beide Zusammen laßen die letzten Jahrhunderte schon so einige Christen) hier mit betonend auf "endlich" übersetzt (also fast schon gegenteilig). Setzt die Konkordante das auch hier ein?

"Und viele, so unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen: etliche zum ewigen Leben, etliche zu ewiger Schmach und Schande." (Dan 12:2 - Lut1912)


"Und viele aus den Schlafenden in der ADaMa'H des Staubes werden erwachen: diese zu Lebenden des Äons und diese zur Abschreckung des Äons."

Aber es geht noch weiter:

"Und die Erklugenden werden glitzern wie das Glitzern des Firmaments, und die die vielen Rechtfertigenden (Anm: F.H.Baader: 'als gerecht Erklärenden') wie die Sterne für Äon und Zeugenszeit."

(Die Geschriebene des Alten Bundes - DaBHaR-Übersetzung aus dem Masoretischen Text)

Die, die anderen als gerecht Erklärenden: Welche Klarheit der Aussage!
Jesus hat es vorgelebt, wie man Menschen als gerecht erklärt!
Indem man ihnen alle Schuld vergibt und so das Tor zum kommenden Äon öffnet.

Es ist so ein Unsinn, Jesus einfach diese Arbeit getan haben zu lassen und es nicht selbst ebenso zu tun.
Das ist die Aufgabe des Jesus-Nachfolgers: die Arbeit zu tun, die er getan hat.

Zu der ganzen Übersetzungsproblematik bringt http://www.konkordant.de sehr wertvolle Beiträge.
Zur Frage der Äonen (in der genannten Website unter 'damals') daraus (gekürzt):

Das "ewige" Übersetzungs-Chaos

Es ist spannend wie ein Historienkrimi, zu ergründen, wie Übersetzungen und Kirchendogmen entstanden sind. Am Beispiel der Entstehung des Dogmas der "ewigen" Verdammnis (bzw. der unendlich lange dauernden "Höllen"-qualen) soll deswegen im folgenden gezeigt werden, dass politische und gesellschaftliche Einflüsse die Theologie wesentlich stärker geprägt haben und prägen, als die Aussagen der Heiligen Schrift.

Während der Entstehung des Neuen Testament war Griechisch die einflußreiche Verkehrssprache um das gesamte Mittelmeer herum, obwohl das Zentrum der politischen Macht bereits Rom war. Griechisch war folglich auch die Sprache des Neuen Testaments. In den ersten beiden nachchristlichen Jahrhunderten verstanden also die Empfänger der Paulusbriefe genau, was Paulus mit den verwendeten Begriffen sagen wollte. Das Wort, welches Dr. Martin Luther über tausend Jahre später, teils mit Welt oder Zeit im Sinne von zeitlich begrenzt (40mal), und teils mit Ewigkeit und Abwandlungen (75mal) übersetzen sollte, hat im Griechischen nur einen Ursprung: „aion“. Das entsprechende Adjektiv heißt „aionion“...

Ein erfreuliches Zeichen dafür, daß die biblische Bedeutung von aion und aionion sich zunehmend und schrittweise auch in der Theologie unserer Tage durchzusetzen beginnt, tritt uns beispielsweise (vorsichtig formuliert) im "Theologischen Begriffslexikon zum NT" (Brockhaus, Wuppertal) und in dem kleinen Neutestamentlichen Wörterbuch von Ralf Luther (Furche-Verlag, Berlin) entgegen. In Letzterem heißt es unter „Ewig, Ewigkeit“:

"Äon bedeutet nicht die endlose Dauer, sondern Zeitalter, Zeitlauf. Es wird, wenn von einem Zeitlauf die Rede ist, auch immer an die besondere Art und Prägung, an die eigentümlichen Umstände, an die Bestimmung dieses Zeitlaufs gedacht. [...] Dieser Äon hat sein Gepräge durch die in ihm herrschenden finsteren Mächte, durch die dämonischen Züge seines Gesichts, durch die fortschreitende Entgöttlichung seiner Zustände. [...] Auf den kommenden Äon sind im Neuen Testament alle Augen gerichtet. - Weil man gemeinhin unter dem Äon den nächsten, göttlichen, von Christus heraufgeführten Äon versteht, bedeutet aionios (ewig) das, was aus diesem neuen Zeitlauf stammt, was zu ihm gehört, was durch seine Art und Richtung bestimmt ist. „Ewiges“ Leben bedeutet im Neuen Testament durchweg: das Leben des kommenden Zeitlaufs. „Ewige Herrlichkeit“ bedeutet den Glanz, die Hoheit, die dem kommenden Äon eignet (2. Tim. 2:10). Das „ewige“ Reich ist das Reich den neuen Weltlaufs (2.Petr. 1:11). „Ewige Seligkeit“ bedeutet das Heil des kommenden Zeitalters (Heb. 5:9).[...]"

Vom Buddhismus her kannte ich die Bedeutung von Äon bereits. In ganz entsprechender Weise wird dort (im 'Buddhistischen Wörterbuch' von Nyanatiloka) der Palibegriff 'kappa' erklärt:

kappa skr. kalpa, ‘Weltperiode', ist ein unendlich großer Zeitabschnitt, ein Äon, eine sog. ‘Ewigkeit'. Dieser zerfällt wiederum in vier Abschnitte:

Weltuntergang (samvatta-kappa, ‘abnehmende Welt'),
Fortdauer des Chaos (samvattatthāyī),
Weltentstehung (vivatta-kappa),
Fortdauer der entstandenen Welt (vivattatthāyī).

»Wie lange ein Weltuntergang dauert - wie lange das Chaos anhält, - wie lange eine Weltentstehung dauert - wie lange eine entstandene Welt anhält, das, ihr Mönche, läßt sich schwerlich berechnen als soviel Jahre, soviel Jahrhunderte, soviel Jahrtausende, soviel Hunderttausende von Jahren« (A.IV.156). Eine ausführliche Beschreibung dieser 4 Weltperioden gibt die Rede von der Allvergänglichkeit in A.VII.62.

Das schöne Gleichnis aus S. 15-5 sei hier angeführt:

»Wenn sich da, o Mönch, ein Felsblock befände aus einer einzigen Masse, eine Meile lang, eine Meile breit, eine Meile hoch, ungebrochen, ungespalten, unzerklüftet, und es möchte alle hundert Jahre ein Mann kommen und denselben mit einem seidenen Tüchlein einmal reiben, so würde wahrlich, o Mönch, der aus einer einzigen Masse bestehende Felsblock eher abgetragen sein und verschwinden als eine Welt. Das, o Mönch, ist die Dauer einer Welt. Solcher Welten nun, o Mönch, sind viele dahingeschwunden, viele hunderte, viele tausende, viele hunderttausende. Wie aber ist das möglich? Unfaßbar, o Mönch, ist diese Daseinsrunde (samsāra), unerkennbar der Beginn der Wesen, die im Wahne versunken und von dem Begehren gefesselt die Geburten durchwandern, die Geburten durcheilen . . .«

Für mich war die Tatsache, diese Begriffsbedeutung im christlichen Umfeld wiederzufinden eine Offenbarung. Sie führte mich zu konkordanten Bibelübersetzern (A.E. Knoch, F.H. Baader und, für das Alte Testament, auch zu Martin Buber/Franz Rosenzweig). Der Konkordanten Theologie - die im Allerbarmen Gottes die letztendliche Überwindung aller Äonen, alles Zeitlichen, erkennt - verdanke ich meinen inneren 'interreligiösen Frieden' (um es mal so zu nennen).

Aus dem Sutta-Nipata:

895 (DER FRAGENDE)

Die Menschen, welche eingewöhnt in Ansicht,
Behauptend: 'Dieses nur ist Wahrheit',
Ziehen bloßen Tadel sich all diese zu?
Ist es nicht Lob auch, das sie dabei ernten?

896 (DER ERHABENE)

Wertlos ist dieses! Nicht dient es dem Frieden.
Stets zweifach, künd' ich, sind des Streites Früchte.
Dieses erkennend, möge man nicht streiten,
Die Ruhe schauend, jene Stätte ohne Streit.

Jesus stirbt nicht mehr.

Buddha auch nicht.
Und jeder, der das Ziel - das Todlose - verwirklicht hat, logischerweise auch nicht.
Was sowohl Buddha als auch Christus bestätigen.

Gruss, erbreich
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon onThePath » Di 25. Nov 2008, 11:55

Nochmal:

Die Kontenplation der Ostkirche kennt auch eine innere Begegnung mit Gott.
Es wird beschrieben als ein sehr mühseliger Weg, ein Kampf mit den Leidenschaften und allen Gedanken, die immer wieder das Ruhen in Gott verhindern.

Von einer Entpersönlichkeit ist nicht die Rede.

Entweder bekamen schon die Hindus vor einigen Jahrtausenden mehr Wissen über die verborgenen Pläne Gottes, oder die falschen Informationen. Der christliche Weg kennt diesen Endzustand der Wesenlosigkeit nicht. Hier verzweigen sich die Wege also. Der Christ gelangt letztlich zu Christus und der andere Weg führt in andere Welten, von denen der Suchende meint, er gelange in einen Seinzustand der eigenen Wesenlosigkeit. Das trifft schon mal definitiv nicht zu, wenn derjenige lebt, denn er befindet sich noch gebunden an Leib und Hirn. Wie kann er da sicher sein, dass er weiter wäre als nur in einem anderen geistigen Zustand ? Alles was er behaupten kannist : Er hat Leidenschaften und Gedanken überwunden , und diese innere Stille, die äußerst schwer zu verwirklichen ist, macht es ihm möglich in der Betrachtung Gottes immer länger zu verweilen.

Es ist zu bedenken:
Anzunehmen, dass sogar Engel nicht alle Zukunftspläne Gottes und bei Weitem nicht die ganze Fülle und Tiefe Gottes kennen. Aber ein Mensch kann dann zum Superwesen mutieren ? Seltsam.
Auch ist noch anzunehmen, dass in der geistigen Welt Mischgeister herumschwirren, die gerne ihre Halbwahrheiten und Irrungen suchenden Meditierenden mitteilen. Hier wird es unmöglich für den Gottsucher, sicher zu sein, dass er sich noch völlig in der Wahrheit befindet.

Für alle, die um die Gefahr der Gedankenentleerung wissen:
Der kontemplative Mönch hat einen heftigen Kampf mit Gedanken und Leidenschaften und merkt auch, dass von außen dämonische Gedanken in ihn einströmen, die er abwehren muß ( nicht beachten wie eigene Gedanken auch).

Der Mönch ist sich auch bewußt, dass Dämonen schöne Erlebnisse bewirken können, die zu Irrungen führen, wenn er sich auf sie einläßt. Das stellt eine Gefahr dar, und nur ein geschulter Geist weiß, wo es langgeht, was echt ist an innerem Erleben, das in ihm möglich wird. Der Mönch ist sich auch bewußt, dass er auf diesem Weg Gaben erhalten kann, die er ablehnen muß, weil sie nicht von Gott kommen, sondern von Dämonen, und die ihn deshalb mehr und mehr zerstören würden.


lg, oTp
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon Grasy » Di 25. Nov 2008, 13:45

erbreich hat geschrieben:"Und viele aus den Schlafenden in der ADaMa'H des Staubes werden erwachen: diese zu Lebenden des Äons und diese zur Abschreckung des Äons."


Das ist aber intressant. Weil Äon steht doch da in Daniel gar nicht? Ist ja nicht mal griechisch! Macht man hier also nicht genau das was man anderen vorwirft? Ich habe ohnehin keine große Freude mit der Konkordanten. Da liest sich Mt 18:11 so komisch. Aber was soll eine Erklärung von ´nem griechischen Wort welches in der Luther und der KJV überwiegend anderes übersetzt wurde - wenn das im hebräischen Urtext nicht drin steht.


Es ist so ein Unsinn, Jesus einfach diese Arbeit getan haben zu lassen und es nicht selbst ebenso zu tun.


Es ist so verkehrt Jesu Opfer für überflüssig zu erklären indem man es als optional oder höchstens anschauliches Beispiel gelten lässt und dabei den Aspekt von Jes 53 und Röm 5:8-10, Heb 8-10 außen vor lässt. Und das passiert hier in meinen Augen die letzte Zeit sehr häufig.


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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Di 25. Nov 2008, 14:16

onThePath hat geschrieben:Von einer Entpersönlichkeit ist nicht die Rede.

Gewiss nicht! Das war ja mein Irrtum und eine der Fallen, in die (möglicherweise vor allem) der westliche Mensch in der Interpretation der Lehre des Buddha fallen kann: Dass mit dem Aufgeben der Persönlichkeitsansicht (des Persönlichkeitsglaubens) ein Entpersönlichung, die Vernichtung eines Selbst geschehe. In eine analoge Falle sind übrigens auch schon ernsthafte Christen geraten durch die falsch verstandene 'Selbstverleugnung' und die 'Imitatio Christi' (beispielsweise offenbar der Vater von C.G. Jung).

Um dieses Thema sinnvoll zu beleuchten müssen wir zuerst einmal Fragen: Was ist eine 'Person'?
Der Buddha antwortet, eine Person, ein Mensch, bestehe aus Geistigem und Körperlichem (er verifiziert noch weiter, aber für unsere Betrachtung hier genügt es). Und dann stellt er fest, dass alles dieses Geistige wie auch alles dieses Körperliche woraus eine Person besteht dem Vergehen unterworfen sei, also kein unvergängliches 'ewiges Selbst' ('ewige Seele') die Person definiere. 'Person' ist demnach fortwährender Wandel, ein Entstehen und Vergehen von geistig-körperlichen Prozessen und Erscheinungen.

Das Aufgeben des Persönlichkeitsglaubens bedeutet nicht mehr (aber auch nicht weniger) als das Aufgeben des Anhangens an einer Lehre oder Ideologie, die einen unvergänglichen persönlichen 'Wesenskern' lehrt.

Von einer Art krankhafter, psychotischer 'Entpersönlichung' kann also keine Rede sein, und wo sie geschieht, ist gerade eben der Wahn (verblendete Ansicht) die Ursache. Die Person in allen ihren geistigen und körperlichen Aspekten wird als Wirklichkeit angenommen und gerade die Geburt als Mensch gilt als 'Glücksfährte' in dem Sinne, als in der menschlichen Existenz Entscheidungen für und gegen 'unten' (oder 'dunkel') und 'oben' (oder 'licht') möglich sind. Die personale Existenz wird jedoch auch nicht überhöht und ins Absolute übersteigert, sondern gerade in ihrer bedingten Existenz erkannt und akzeptiert. Alles, was die Person ausmacht, ist selber Bedingungen unterworfen, ist also bedingt entstanden und wird mit dem Vergehen der Bedingungen ebenfalls vergehen. Das ist (buddhistische) Demut. Die Erkenntnis der Vergänglichkeit, Leidunterworfenheit und Nicht(ewigen)selbstheit (auch) der (eigenen) Existenz. So macht sich der Mensch nicht mehr grösser als er ist, ohne jedoch ins andere Extrem der 'Selbstverdammung' (aufgrund der erlebten eigenen Machtlosigkeit bezüglich Vergänglichkeit, Leiden und Selbstlosigkeit) zu fallen.
Der christliche Weg kennt diesen Endzustand der Wesenlosigkeit nicht. Hier verzweigen sich die Wege also.

Das mag vordergründig so aussehen, ob es wirklich so ist kann ich nicht beurteilen. All dies ist so sehr von unserem Verständnis getragen, dass eine 'objektive' Sichtung kaum möglich ist. Die 'Wesenlosigkeit', wie Du es nennst, ist im Buddhismus ja kein Endzustand, sondern bereits hier und jetzt Realität: Hier und Jetzt existiert kein 'unvergängliches Wesen', keine 'unvergängliche Seele' als 'absoluter Kern' eines Wesens. Und inwieweit "Gott alles in allen" noch personal unterscheidbar ist sei auch mal dahingestellt...
Der Christ gelangt letztlich zu Christus

Vorerst, ja. Aber das ist ja eben noch nicht das 'Ende':

1.Kor 15,28
Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, auf daß Gott sei alles in allen.

Christus ist also Weg, nicht Ziel. Aber er ist Weg, der unweigerlich zum Ziel führt. So dass man mit Recht sagen kann: "Der Weg ist das Ziel". Dasselbe gilt für die Lehre des Buddha. Sie ist Weg und Werkzeug, nicht Ziel in sich.

Obwohl das Ziel sich im Weg spiegelt (sich dem Weg 'unterworfen' hat), gilt ebenso:
solange der Weg sich nicht dem Ziel untergeordnet ('unterworfen') hat, solange ist das Ziel noch nicht letztendliche Realität.
und der andere Weg führt in andere Welten,

Nein otp. Mit dieser Interpretation hast Du Nibbana nicht begriffen. Nibbana ist die Befreiung aus allen Welten.
von denen der Suchende meint, er gelange in einen Seinzustand der eigenen Wesenlosigkeit.

Diesen Irrtum habe ich oben bereits versucht zu klären.
Wie kann er da sicher sein, dass er weiter wäre als nur in einem anderen geistigen Zustand ?

Gegenfrage: Wie willst Du Dir als Christ da sicher sein?
Was beschert Dir die 'Heilsgewissheit'?
Es ist doch ein Geschehen in Deinem Geist, in Deinem Herzen, das Zuversicht, Vertrauen, Glauben und eben auch 'vertrauensvolle Gewissheit' erlebt durch das 'Treun' in den Weg.
Es ist ein subjektives Erleben. Eine Objektivierung (als eine Isolierung des Erlebens vom Erlebenden) ist nicht möglich ohne in Dogmatismus zu fallen. Deshalb ist es so unerlässlich, dass wir uns gegenseitig in unserem subjektiven Erleben annehmen und respektieren lernen. Es ist eine Frage der Ethik, wie wir miteinander - gerade in unterschiedlichen Glaubensanschauungen - umgehen.
Aber ein Mensch kann dann zum Superwesen mutieren ? Seltsam.

Ja, das wäre seltsam. Und es wäre ja dann gegeben, wenn es ein menschliches Wesen gäbe, das im wahrsten Sinne unvergänglich, leidfrei und personal existieren könnte. Da wäre der Mensch allerdings zu einem Superwesen mutiert. ;)
Der kontemplative Mönch hat einen heftigen Kampf mit Gedanken und Leidenschaften... die zu Irrungen führen, wenn er sich auf sie einläßt. Das stellt eine Gefahr dar, und nur ein geschulter Geist weiß, wo es langgeht, was echt ist an innerem Erleben...

Sehr gut festgestellt: Nur ein geschulter Geist kann solche Fallen erkennen und immer besser erkennen und umgehen oder überwinden.

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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon onThePath » Di 25. Nov 2008, 14:45

Nein otp. Mit dieser Interpretation hast Du Nibbana nicht begriffen. Nibbana ist die Befreiung aus allen Welten.


Begriffen schon, das ist leicht, aber es bleibt eine Idee - bei Jedem von uns.


Ja, das wäre seltsam. Und es wäre ja dann gegeben, wenn es ein menschliches Wesen gäbe, das im wahrsten Sinne unvergänglich, leidfrei und personal existieren könnte. Da wäre der Mensch allerdings zu einem Superwesen mutiert.


Sicher geschieht ewige Veränderung ( siehe mal ganz unten meine ewigen letzten Zeilen :mrgreen: ).
Aber das kann ich in keinster Weise mit einem Siperwesen assoziieren.

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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Di 25. Nov 2008, 14:58

Grasy hat geschrieben:Weil Äon steht doch da in Daniel gar nicht? Ist ja nicht mal griechisch! Macht man hier also nicht genau das was man anderen vorwirft?

In der Septuaginta kommt das griechische αιων rund 300-mal vor und steht für das hebräische olam... Auch im Neuen Testament wird bei Zitaten aus dem Alten Testament das hebräische "olam" mit "aion" wiedergegeben (Heb. 1,8; 5,6; 1. Petrus 1,25). (Wikipedia)

Äon und Olam bezeichnen also dasselbe. Zu diesem ganzen Themenkreis gibt es ein sehr informatives Büchlein im Konkordanten Verlag Pforzheim (Paul Petry: Wie sich die Ewigkeit einschlich). Paul Petry schreibt gleich in der Einleitung (was dann ausführlich biblisch erörtert wird):

"Das inspirierte Gotteswort spricht niemals von Ewigkeit. Nichts bezeichnet es als ewig. Es enthält keinen Ausdruck, der in sich selbst die Bedeutung unseres Zeitbegriffs 'immerwährend' trägt. Weil Ewigkeit mithin kein Gegenstand göttlicher Offenbarung ist, werden wir jetzt aufzudecken suchen, wie und wann dieser unbiblische Begriff mit seinen überaus unheilvollen Folgen Eingang in die Theologie erlangt hat...

Nicht einmal Gott wird in der Schrift 'ewig' genannt... In der Schöpfungsgeschichte wird das Dasein Gottes einfach vorausgesetzt. Kein Versuch wird gemacht, zu erklären, wer Gott ist, woher er kam, oder Beweise für sein Dasein zu erbringen... Dass er der 'äonische Gott', d.h. der Gott der Äonen ist, das ist eine besondere, hinzugefügte Offenbarung..."
Es ist so verkehrt Jesu Opfer für überflüssig zu erklären indem man es als optional oder höchstens anschauliches Beispiel gelten lässt und dabei den Aspekt von Jes 53 und Röm 5:8-10, Heb 8-10 außen vor lässt. Und das passiert hier in meinen Augen die letzte Zeit sehr häufig.

Von überflüssig habe ich noch nie was gesagt. Es ist niemals überflüssig, für die Wahrheit einzustehen und - so man die Kraft hat - notfalls auch dafür zu leiden und zu sterben. Dass Jesus laut seiner eigenen Aussage als Zeuge für die Wahrheit geboren wurde und für sie auch sein Leben gelassen hat, dass genügt mir als das 'für mich gestorben'. Wer für die Wahrheit stirbt, der stirbt damit 'für alle' und nimmt so 'die Sünde der Welt' auf sich. Eine Sühneopfer-Theologie als einen quasi-magischen Akt lehne ich ab. Das mag für die Juden zur Zeit Jesu Sinn gemacht haben, für die eine Vergebung ohne Blutopfer unvorstellbar schien. Der Sinn wäre dann dort, dass eben dieses Schlachten unschuldiger Tiere ein Ende finden konnte, dadurch, dass, wie Hebräer ja schreibt, das definitve Schuldopfer gegeben wurde. Nun erübrigt sich weiteres Blutopfer. Eigentlich war dies schon im Alten Testament gesagt, das Gott keine Freude mehr habe an solchen Opfern, und es wurde gesagt:

Ps 51,19
Die Gott wohlgefälligen Opfer sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten.

So hat Gott das Opfer Jesu nicht verachtet, der sich im Einstehen für die Wahrheit zerschlagen liess.

Die Wahrheit aber ist kein Dogma. Auch kein personifiziertes.
Wahrheit und Lüge können nur hier und jetzt, in Dir und in mir, Wirklichkeit (wirkend) sein. Ob wir im Geist der Wahrheit oder im Geist der Lüge miteinander diskutieren zeigt sich zudem nicht an den gewählten Buchstaben und Worten, mit denen wir uns auszudrücken versuchen, sondern im Geist und im Herzen, aus denen diese Buchstaben und Worte hervorkommen.

Darüber aber können wir gegenseitig nicht urteilen. Deshalb noch einmal Daniel 12,3:

"Und die Erklugenden werden glitzern wie das Glitzern des Firmaments, und die die vielen Rechtfertigenden (Anm: F.H.Baader: 'als gerecht Erklärenden') wie die Sterne für Äon und Zeugenszeit."

Gruss, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon Grasy » Di 25. Nov 2008, 23:57

erbreich hat geschrieben:Auch im Neuen Testament wird bei Zitaten aus dem Alten Testament das hebräische "olam" mit "aion" wiedergegeben (Heb. 1,8; 5,6; 1. Petrus 1,25). (Wikipedia)


Wenn dem nun so ist liegt die ursprüngliche Bedeutung aber im hebräischen und nicht im griechischen "Äon" - darum finde ich es auch nicht ganz unkritisch im AT dann mit griechischen, verdeutschten Wörtern zu übersetzen und die Erklärung der griechischen Wörter anzuführen. Würde ich statt der griechischen Übersetzung nämlich ein Wort aus dem Duden heranziehen gäbe das doch auch Widerspruch? Es gibt darüber hinaus aber auch noch weitere Bibelstellen - wo steht "von Ewigkeit zu Ewigkeit" (z.B. -> Off 20:10, Off 22:5, Heb 1:8)



Von überflüssig habe ich noch nie was gesagt.


"Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren. So werden wir ja viel mehr durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind. Denn so wir Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnt sind. " (Röm 5:8-10 - Lut1912)


So hat Gott das Opfer Jesu nicht verachtet, der sich im Einstehen für die Wahrheit zerschlagen liess.


Und damit willst du jetzt dem Rest aus Jes 53, Heb 8-10, Röm 5, ... widersprechen? Jesus ist die Wahrheit, aber er ist auch das Lamm Gottes.

"Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn." (Jes 53:5-6 - Lut1912)

"Und niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöht hat, also muß des Menschen Sohn erhöht werden, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3:13-16 - Lut1912)

"Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von untenher, ich bin von obenher; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt." (Joh 8:23 - Lut1912)

"Von den Engeln spricht er zwar: »Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen«, aber von dem Sohn: »Gott, dein Stuhl währt von Ewigkeit zu Ewigkeit; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter." (Heb 1:7-8 - Lut1912)

"Ihr aber seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, auf daß ihr wisset und mir glaubt und versteht, das ich's bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner sein. Ich, ich bin der HERR, und ist außer mir kein Heiland." (Jes 43:10-11 - Lut1912)

Hier kann man nicht einfach Buddha und Jesus Christus auswechseln. Buddha war wie wir von dieser Welt. Er kann dich nicht retten und er lehrte auch nicht das Evangelium, auch nicht sich selbst. Aber nützt es dir wenn ich das schreibe? Ich hab da noch den Satz vom L.Crabb im Kopf der in etwa begann mit "Gott gab uns das beste was er hat" und dann endete mit "und wir wollen lieber etwas anderes". Was will man so überwinden? Leid? Sich selbst? Sünde? Jesus war kein Sünder wie wir. Jesus ist auch nicht von dieser Welt. Buddha gab nicht sein Blut zur Versöhnung der Sünde. Er könnte das auch gar nicht. Nicht mal Mose hätte das gekonnt. Von dem aber steht daß Gott zu ihm redete wie zu einem Freund. Auch wir könnten das nicht. Jesus kann dich retten. Jesus Christus ist der Erlöser und es gibt keinen anderen Namen worin die Menschen seelig werden sollen. Selbst "äonisch" als Begriff ändert daran nichts. Ein "Leidloser" Zustand ohne den lebendigen Gott wäre ja doch Leid. Es kann doch auch nicht das Ziel eines Christen sein sich nach einem Himmel ohne Gott zu sehnen. Und da kommt mir auch noch der Titel von 'nem anderem Buch von L.Crabb in den Sinn der da heißt: "Glück suchen oder Gott finden? Unterscheidungshilfen in der Welt des Kuschelchristentums."


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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Mi 26. Nov 2008, 23:35

Grasy hat geschrieben:Es gibt darüber hinaus aber auch noch weitere Bibelstellen - wo steht "von Ewigkeit zu Ewigkeit" (z.B. -> Off 20:10, Off 22:5, Heb 1:8)

Das zeigt ja gerade die Unhaltbarkeit der Übersetzung.
Von "Äon zu Äon" hingegen macht Sinn:
http://www.konkordanterverlag.de/Dateie ... Aeonen.pdf
Hier kann man nicht einfach Buddha und Jesus Christus auswechseln.

Ist auch nicht nötig, der Buddhist hat den Christus so wenig nötig wie der Christ den Buddha.
Buddha war wie wir von dieser Welt.

Richtig.
Wie Jesus auch.
Und wie Jesus zuvor beim Vater war, so war Buddha zuvor auch schon in brahmischen Gefilden existent.
Er kann dich nicht retten

Nein, das kann er nicht, und er behauptet das ja auch nicht. Er weist aber den Weg der Rettung.
und er lehrte auch nicht das Evangelium,

Er lehrt Dhamma, das ist seine Frohe Botschaft.
Aber nützt es dir wenn ich das schreibe?

Gar nichts. Überhaupt scheint unser Gespräch ziemlich unnütz zu sein.

Es bringt wirklich nichts, wenn du mir fortwährend den Namen Jesu um die Ohren knallst.
Ebensowenig bringt es offensichtlich, wenn ich Dir versuche, den Buddha und seine Lehre zu erklären.

Während ich doch immerhin ein paar Jahre innig mit Jesus gelebt habe - in Gemeinschaft, im Gebet und im intensiven Bibelstudium - hast Du vom Buddha und seiner Lehre keine Ahnung. Und trotzdem masst Du Dir an ein Urteil zu fällen. Und wie wenn das noch nicht genug wäre, berufst Du Dich auf die Bibel, die angeblich die Lehre des Budha als Irrlehre oder gar Teufelswerk bezeichne. Das kann ja wohl nur ein schlechter Witz sein. Weder die Thora der Juden, noch das Alte Testament der Christen und ebensowenig das Neue Testament wissen irgendetwas vom Buddha und seiner Lehre. glücklicherweise gibt es eine wachsende Zahl von ernsthaften Christen, die nicht so beklemmend eng sind und sich zutrauen eine Sache selber zu prüfen und das Gute daraus für sich zu verwenden.

Jesus wurde mir in meinem Leben zum Segen.
Buddha auch.
Buddha gab nicht sein Blut zur Versöhnung der Sünde.

Nein, das hatte er nicht nötig: Er gab seine Lehre. Wer ihm nachfolgt und seinen Dhamma lebt, der versöhnt alles mit allem.
Jesus kann dich retten.

Das hat er bereits getan.
Jesus Christus ist der Erlöser und es gibt keinen anderen Namen worin die Menschen seelig werden sollen.

Ich kenne die Bibel auch, Grasy.
Der 'Name' ist die Wahrnehmung eines 'Wesens'.
In diesem Wesen erleben wir Seligkeit, weil dieses Wesen 'Liebe' ist.
Ein "Leidloser" Zustand ohne den lebendigen Gott wäre ja doch Leid.

Du musst ja Dhamma nicht verstehen wollen, und ohne echtes Interresse und Studium wirst Du das auch nicht.
Es kann doch auch nicht das Ziel eines Christen sein sich nach einem Himmel ohne Gott zu sehnen.

Warum sollte er auch?
Ebensowenig kann es das Ziel eines Buddhisten sein, ein (angeblich) 'ewiges Leben' anzustreben.
Und da kommt mir auch noch der Titel von 'nem anderem Buch von L.Crabb in den Sinn der da heißt: "Glück suchen oder Gott finden? Unterscheidungshilfen in der Welt des Kuschelchristentums."

Mich hat sein Buch "Connecting" sehr angesprochen...

@ alle

Bin für ca. 14 Tage in der Stille, fern von Telefon und Internet.
Schaue danach wieder vorbei.

Besten Dank für die angeregten Gespräche!

:umarm:

Gruss, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon spartakus » Do 27. Nov 2008, 10:23

Ave erbreich

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Schaue danach wieder vorbei.

Ich beneide dich und bin gespannt darauf, was du uns aus dieser stille mitbringen wirst.
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon Robby » Do 27. Nov 2008, 10:41

Ein Buchtipp zum Thema für alle Interessierten:
http://fuenf.scm-digital.net/show.sxp/6556.html?&bs_kennung=180267&art_id=130259

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Lieber Gruss
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon gingko » Do 27. Nov 2008, 16:10

erbreich hat geschrieben:@ alle

Bin für ca. 14 Tage in der Stille, fern von Telefon und Internet.
Schaue danach wieder vorbei.
Gruss, erbreich


Wünsche dir eine gute Zeit in der Stille, auch wenn du dies wohl erst danach lesen wirst.
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon Grasy » Do 27. Nov 2008, 22:47

erbreich hat geschrieben:
Grasy hat geschrieben:Es gibt darüber hinaus aber auch noch weitere Bibelstellen - wo steht "von Ewigkeit zu Ewigkeit" (z.B. -> Off 20:10, Off 22:5, Heb 1:8)

Das zeigt ja gerade die Unhaltbarkeit der Übersetzung.


Eigentlich nicht - nein.


Ist auch nicht nötig, der Buddhist hat den Christus so wenig nötig wie der Christ den Buddha.


Das ist ein Irrtum. Jeder Mensch hat Jesus nötig. Aber nicht jeder Menschen glaubt an Jesus.

"Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden." (Apg 4:11-12 - Lut1912)


Buddha war wie wir von dieser Welt.

Richtig.
Wie Jesus auch.


"Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von untenher, ich bin von obenher; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. So habe ich euch gesagt, daß ihr sterben werdet in euren Sünden; denn so ihr nicht glaubt, daß ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Sünden. Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Erstlich der, der ich mit euch rede." (Joh 8:23-25 - Lut1912)


Nein, das kann er nicht, und er behauptet das ja auch nicht. Er weist aber den Weg der Rettung.


Dazu müsste er das Evangelium von Jesus Christus verkünden. Das tut er nicht - so zeigt er auch nicht den Weg der Rettung.


und er lehrte auch nicht das Evangelium,

Er lehrt Dhamma, das ist seine Frohe Botschaft.


"Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem anderen Evangelium, so doch kein anderes ist, außer, daß etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren." (Gal 1:6-7 - Lut1912)


Buddha gab nicht sein Blut zur Versöhnung der Sünde.

Nein, das hatte er nicht nötig: Er gab seine Lehre. Wer ihm nachfolgt und seinen Dhamma lebt, der versöhnt alles mit allem.


*seufz* - Du machst doch mit deiner Darstellung Buddha zu einem "Erlöser" der er gar nicht ist und Jesus reduzierst du zu einem (alternativen)... Lehrer. Nicht mal durch das Gesetz Mose was von Gott geboten wurde werden wir Menschen gerecht. Wie viel weniger durch die Lehren von Menschen.

"Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn so durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben." (Gal 2:21 - Lut1912)


Mich hat sein Buch "Connecting" sehr angesprochen...


Jup da kann ich dir zustimmen. Finde das Buch auch ansprechend. :)) - Kennst du auch "Wenn Gott unsere Wünsche nicht erfüllt" von ihm? Wenn ich mich recht erinnere nahm er darin teilweise direkt Bezug zum Buddhismus.


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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon erbreich » Mi 10. Dez 2008, 19:57

Robby hat geschrieben:Ein Buchtipp zum Thema für alle Interessierten:
http://fuenf.scm-digital.net/show.sxp/6556.html?&bs_kennung=180267&art_id=130259

Bild


Ich habe das Buch im Sommer 2003 von Bruno Waldvogel zugesandt erhalten und ihm dazu auf seinen Wunsch ein Feedback gegeben. Wenn dich dieser Briefwechsel interessiert sende ich ihn Dir als pdf-Datei (gib mir Deine Email-Adr. per PN).

Es gibt in jeder Religion und in ihrer Ausübung Schattenseiten, diese Aufzuzeigen und vor ihnen zu warnen ist richtig.

Etwas anderes ist es, einen Menschen derart zu verunglimpfen, dass sein befreiendes Lachen als 'dämonisches Grinsen' interpretiert und er selber zum Dämon gestempelt wird. Was leider in der evangelikalen Scene gegenüber dem Dalai Lama auszumachen ist. Aber was soll's: Jesus selber wurde auch in dieser Weise angegangen ("Er treibt den Teufel mit dem Beelzebul aus")...

Über die Lehre des Buddha sagt das Buch aber gar nichts aus. editiert

Gruss, erbreich
Zuletzt geändert von Grasy am Mi 10. Dez 2008, 20:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Buddhismus - Christentum (Erbreich)

Beitragvon Grasy » Mi 10. Dez 2008, 21:12

erbreich hat geschrieben:Aber was soll's: Jesus selber wurde auch in dieser Weise angegangen ("Er treibt den Teufel mit dem Beelzebul aus")...


Buddha ist nicht Jesus. Buddha starb nicht am Kreuz für mich. Er konnte sich selbst nicht erlösen und er kann auch mich nicht erlösen. Er ist nicht der Weg zum Leben und zeigt auch nicht auf das Evangelium von Jesus Christus. Was hat es denn für einen Zweck das wieder und wieder so darzustellen als wäre es im Grunde das selbe oder ähnlich?! Auch wenn das vielleicht nicht deine Absicht ist und du es auch gar nicht böse meinst - es kommt ständig wieder durch. Wenn du auch meinst deine Erlösung in den wegen Buddhas gefunden haben was soll ich dazu sagen? Ich bedaure es. Ich kann's nicht ändern. Nur so viel lass dir bitte gesagt sein, es ist nicht das selbe. Buddha konnte sich nicht selbst erlösen und wir können es auch nicht. Mir ist schon klar daß das hart klingen mag aber dieser Gedanke ist ein Irrweg. Es ist egal ob er vom Pharisäer im Christen oder vom östlichen oder westlichen Buddhisten beschritten wird. Niemand kommt zum Vater außer durch Jesus. Ich denke diese Diskussion dreht sich langsam im Kreis - zumal ist sie relativ persönlich. Ich werde hier erst mal schließen. Wenn du oder jemand anderes der Meinung ist hier sollte wieder aufgemacht werden bitte PN an mich.


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