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Wann hab ich genug gearbeitet ?

Berufstalltag, Haushalt, Schule, Burnout, Lebensfreude, Montag Morgen & Freitag Abend

Moderator: firebird

Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Mo 8. Okt 2012, 08:36

Liebe thery,
danke für Deinen langen Beitrag :umarm:

Unsere Gesellschaft krankt an Liebe.
Jesus hat uns dazu aufgefordert uns gegenseitig zu lieben, zu ehren zu achten...
Würden wir Menschen hier gehorsam sein und unseren Nächsten sogar höher achten als uns selbst, dann müssten wir uns nicht mehr über Leistung definieren.
Ein schlichtes "schön das Du da bist", "ich bin foh das es Dich gibt", "ich mag Dich", "Du bist richtig"... würde unsere geschundenen Seele beflügeln und animieren unsererseits Lob zu verteilen.
Es geht immer um die Ehre des Herrn;
wo der Herr im Leben nicht zu Ehren kommt,
da lebt der Mensch verkehrt!
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Mo 8. Okt 2012, 15:38

Ja, liebe Laodicea, ohne Liebe, sei es auch nur in geringster Form und Weise, kann keiner von uns Leben. Sonst verkümmert unsere Seele. Um Liebe zu schenken und empfangen zu können brauchen wir aber ein Gegenüber. Es gibt so viele Arten der Liebe die wir uns Gegenseitig schenken könnten......
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon firebird » Mi 10. Okt 2012, 18:48

Liebe Thery,

Leider kann ich aus vielerlei Gründen erst jetzt auf Deine Posts eingehen. Umsomehr ganz herzlichen Dank für Deine vielen Zeilen. Sie enthalten einige Denkanstösse.

thery hat geschrieben:Noch eine Anmerkung. Gehört nicht unbedingt zum Thema, oder vielleicht im weiteren Sinne doch. So wie ich das verstehe kommt laut Psychologie alles aus uns selber. Laut Gott aber kommt alles aus ihm. Es gibt ja Menschen die sagen in der Bibel sei ganz viel Psychologie. Das mag ja so stimmen. Nur ist dann in der Bibel Gottes Psychologie nach zu lesen. Das andere ist menschliche Psychologie. Und je mehr ich mich mit einzelnen Wörtern befasse stelle ich fest wie viel göttliche und menschliche Psychologie vermischt wird. Und wie viel menschliche Psychologie in die Göttliche übernommen wird ohne darüber nachzudenken ob das die Wahrheit ist.


Psychologie ist zusammen Psychiatrie ein Bereich der in die Wissenschaft der Medizin gehört. Die meisten Christen machen ja von anderen Gebieten der Medizin auch Gebrauch. Sei es Chirurgie, Allergologie, Gynäkologie ... usw. Da sehe ich kein Problem auch von der Psychiatrie oder Psychologie Gebrauch zu machen, solange ich nicht in etwas hineingeschoben werde, das dem Worte Gottes widerspricht. Bis jetzt wurde es immer respektiert, wenn ich zu bestimmten Therapiemethoden Nein sagte. Dass man zum Worte Gottes menschliche Weisheit beimischt, kann jedem Menschen passieren der versucht Gottes Wort weiterzugeben.

thery hat geschrieben:Mal ganz krass ausgedrückt ist Selbstwert nichts anderes als eine Form von Egoismus. Alles was mit selbst anfängt ist ja Ich bezogen. (Nicht vergessen, das sind meine eigenen Gedanken und somit keine Garantie dafür das sie auch wirklich stimmen). Also wenn ich mich nicht selber genug liebe und nicht von anderen genug geliebt werde dann bin ich nichts Wert.


Das ist allerdings etwas zu krass ausgedrückt. Doch wie sieht das Gesicht des Egoismus aus? Der Egoismus schreit nach sofortiger und unbedingter Triebbefriedigung. Sei es der Trieb nach Macht, oder der Trieb nach Besitz, oder auch der Lusttrieb. Der Egoismus schaltet den Sinn für andere Menschen völlig aus.

Leider gibt es auch in den Reihen von Christen Menschen, dessen Leben und Handeln stark von jenem Reflex gesteuert wird, den die Psychologie Minderwertigkeitskomplex nennt. Klar, man kann die Psychologie beiseite schieben. Doch leider ist dieser krankhafte Reflex immer noch da, ganz egal mit welchem Begriff man ihn bezeichnet.

Was ist dann das Gegenteil eines Minderwertigkeitskomplexes? Beziehungsweise, welcher Reflex würde uns dazu bringen, dass sich unser Leben und unser Handeln sich zum Wohle von anderen Menschen auswirkt? Man kann es mit innerem geheiltsein ausdrücken, damit es im christlichen Kontext nicht anstössig ist, oder man nimmt den Begriff der Psychologie: Ein gesundes Selbstwertgefühl. Doch aufgepasst, Wertachtung oder Wertsein, auch wenn es den Selbstwert betrifft, ist gar nicht so unbiblisch wie es für Manche auf den ersten Blick aussieht:

weil du in meinen Augen so wert geachtet und auch herrlich bist und weil ich dich lieb habe. Ich gebe Menschen an deiner statt und Völker für dein Leben.

Dies sagt Gott in Jesaja 43 Vers 4 dem Volke Israel. Wir Christen gehören genau so zum Volke Gottes wie Israel.

Wann habe ich genug gearbeitet? So lautet der Titel dieses Threads. Eine garstige Antwort würde lauten: Bis dass uns ein Burnout weitgehend arbeitsunfähig macht.

Einerseits steigen die Anforderungen ganz allgemein ans Leben rasant, andrerseits werden Arbeitsleistungen immer weniger wertgeachtet. Dies treibt viele Menschen in eine Arbeitswut, nur um ein klein wenig Wertachtung zu erhalten, damit man jobmässig nicht auf die Abschussliste kommt.

Welch eine Wohltat für einen Menschen, innerlich zu spüren, dass er von Gott wertgeachtet wird. Welch eine Wohltat für einen Menschen, wenn er in seinem persönlichen Umfeld Wertschätzung erhalten darf. In etwa so, wie es Laodicea schreibt:

.... Ein schlichtes "schön das Du da bist", "ich bin foh das es Dich gibt", "ich mag Dich", "Du bist richtig"... würde unsere geschundenen Seele beflügeln und animieren unsererseits Lob zu verteilen.


So weit einmal meine Ausführungen.

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Mi 10. Okt 2012, 20:11

Lieber firebird, mit Psychologie kenne ich mich so gut wie gar nicht aus. Mir sagt höchstens gerade noch die Alltagspsychologie etwas. Ich sehe einfach was da bestimmte Begriffe anrichten weil man die einfach so übernommen hat. Und das gibt mir zu denken. Aber darauf brauchen wir nicht weiter einzugehen.

Es mag sein das ich es zu krass ausgedrückt habe oben, aber Gott sagt uns ja das wir die Selbstliebe und Selbstsucht sein lassen sollen. Von mir aus gesehen ist das alles eine Form von Egoismus. Und es ist eben nicht immer gleich so offensichtlich. Es steht in der Bibel auch nichts davon das wir einen gesunden Egoismus haben sollen, sondern gar keinen.

Ich habe da noch so ganz spontan eine Frage: Wer sagt denn das wir überhaupt ein Selbstwertgefühl haben müssen ? Reicht es nicht das Gott uns sagt: Ich liebe dich? Und das wir damit den höchsten Wert bereits haben und den nicht noch irgendwo her holen müssen? Und uns den ständig von anderen Menschen oder sonst irgend etwas bestätigt wissen müssen?

Ich bin übrigens wegen dem Satz draufgekommen.


wave hat geschrieben:
.....das heisst meinSelbstwert sollte einigermassen erhalten bleiben auch wen ich krank bin oder sonstwarum nicht arbeiten kann....

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon firebird » Do 11. Okt 2012, 20:13

Liebe Thery,

Vielen Dank für Deine Zeilen. Deinen Standpunkt kann ich nachvollziehen. Früher stand ich gegenüber der Psychologie auch kritisch bis ablehnend gegenüber. Auch heute sage ich nicht vorbehaltslos zu Allem Ja. Doch heute lasse ich gewisse Thesen und Praktiken der Psychologie an mich herankommen und befasse mich mit diesen. Aber auch da bildet das Wort Gottes der Massstab. In den letzten Monaten habe ich zwei Bücher gelesen von Psychiatern, die sich ganz klar zu Jesus Christus bekennen. Einer davon ist sogar Leiter einer lokalen christlichen Gemeinde. Beide Bücher habe ich mit grossem Gewinn gelesen.

thery hat geschrieben:Lieber firebird, mit Psychologie kenne ich mich so gut wie gar nicht aus. Mir sagt höchstens gerade noch die Alltagspsychologie etwas. Ich sehe einfach was da bestimmte Begriffe anrichten weil man die einfach so übernommen hat. Und das gibt mir zu denken. Aber darauf brauchen wir nicht weiter einzugehen.


Die Psychiatrie/Psychologie ist weit davon entfernt, eine lupenreine Geschichte hinter sich zu haben. Nein, ganz vieles ist krumm gelaufen und läuft heute noch krumm. Aber für mich ist das noch lange kein Grund, das Bad gleich mit dem Kinde auszuschütten.

thery hat geschrieben:Es mag sein das ich es zu krass ausgedrückt habe oben, aber Gott sagt uns ja das wir die Selbstliebe und Selbstsucht sein lassen sollen. Von mir aus gesehen ist das alles eine Form von Egoismus. Und es ist eben nicht immer gleich so offensichtlich. Es steht in der Bibel auch nichts davon das wir einen gesunden Egoismus haben sollen, sondern gar keinen.


Selbstsucht ist, wie es das Wort ja ausdrückt, ein Suchtverhalten. Dasselbe kann man über den Egoismus auch sagen. Wenn wir solchen Süchten fröhnen, können wir mit Bestimmtheit sagen, dass wir uns nichts Gutes antun. (Selbstliebe) Denn all das was unser Egoismus anrichtet, kommt auf uns zurück. (Galater 6 Vers 7)

Noch ein weiteres Bibelwort:

Markus 12 Vers 31
Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18).

Früher habe ich diesen Vers so gelesen, dass wir den Nächsten mit derselben Selbstverständlichkeit lieben sollen, wie wir uns selbst lieben. Doch im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass es eben gar nicht so selbstverständlich ist, dass ich mich selbst liebe. Es ist sicher ganz leicht dem Egoismus zu fröhnen, doch wie gesagt, im Hinblick auf die Konsequenzen liebe ich mich damit keineswegs selbst. Andrerseits, wenn ich ins Gebet gehe und Jesus all meinen Kummer anvertraue, dann liebe ich mich selbst, weil ich dann meinen Kummer in die besten Hände gelegt habe.

thery hat geschrieben:Ich habe da noch so ganz spontan eine Frage: Wer sagt denn das wir überhaupt ein Selbstwertgefühl haben müssen ?


Das sagt mir bzw. Dir die Psyche/Seele, so wie sie Gott geschaffen hat. Stelle Dir einmal vor, dass Du bei all dem was Du bis jetzt in Deinem Leben getan hast, Du nie ein Feedback bekommen hättest, weder von Deinen Eltern, noch von Deinen Lehrern, noch sonst von irgend einem Mitmenschen. Bei allen Deinen Bemühungen im ganzen Leben kein Dankeschön, einfach rein gar nichts. Ich würde sagen, dann wärst Du eine total verkümmerte Gestalt und wer weiss, vielleicht gar nicht mehr lebensfähig.

thery hat geschrieben:Reicht es nicht das Gott uns sagt: Ich liebe dich? Und das wir damit den höchsten Wert bereits haben und den nicht noch irgendwo her holen müssen? Und uns den ständig von anderen Menschen oder sonst irgend etwas bestätigt wissen müssen?


Mir jedenfalls würde eine solche Aussage, einfach als so gedruckte Buchstaben in einer Bibel, reichlich abstrakt vorkommen. Das ist etwas, das Gott auch weiss. Deshalb begegnet uns Gott immer wieder in der Gestalt von Menschen. In der Gestalt von Menschen, die uns helfend zur Seite stehen. Wenn es sein muss, auch in der Gestalt von Ärzten oder eben in der Gestalt der Seelenärzten oder der Seelentherapeuten. Oder schlicht und einfach im Menschen der gerade neben mir ist. Gott in seiner Allmacht ist doch im Stande jeden Menschen zu instrumentalisieren.

Lieber Gruss vom
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Fr 12. Okt 2012, 12:12

Zum Thema Psycholgie und Psychiater fällt mir jetzt spontan eine kleine Geschichte ein die Wilhelm Busch (der Pastor) mal erzählt hat:
In Düsseldorf nach einer Veranstaltung kam ein Herr auf ihn zu mit der Frage:
"Herr Pastor, ist es wirklich wahr, was sie erzählt haben, dass Jesus Christus die Schuld vergeben kann?"
Ja, sagte darauf Paastor Busch und der Mann zeigte sich sehr erleichtert und meinte:
"Gott sei Dank! Davon lebe ich!"
Er sagte, dass er Psychiater sei und täglich mit vielen Menschen zu tun habe, die Komplexe haben und seelisch krank sind. Aber sie wissen nicht woran sie leiden.
Meißt seien es alte Schuldgeschichten an die sie sich nicht mehr deutlich erinnern könnten oder wollten.
ER müsse lange an ihnen arbeiten um diese Dinge aus ihrem Unterbewußtsein wieder zu Tage zu fördern; die Lüge, den Streit, die Unkeuschheit!
Aber er habe oft verzweifelt gedacht, wenn er doch die Schuld auch wegschaffen könne.
Und daher freute sich der Psychiater so sehr, dass Jesus die Schuld weg nehmen kann.

So ist ein Psychiater in meinen Augen wie ein Krückstock auf dem Weg, er ist eine Zeit lang vielleicht dienlich und er kann helfen manches klarer zu sehen...doch das wirkliche Heil gibt es nur bei Jesus.

Gruß
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Fr 12. Okt 2012, 13:46

firebird hat geschrieben:Liebe Thery,

Vielen Dank für Deine Zeilen. Deinen Standpunkt kann ich nachvollziehen. Früher stand ich gegenüber der Psychologie auch kritisch bis ablehnend gegenüber. Auch heute sage ich nicht vorbehaltslos zu Allem Ja. Doch heute lasse ich gewisse Thesen und Praktiken der Psychologie an mich herankommen und befasse mich mit diesen. Aber auch da bildet das Wort Gottes der Massstab. In den letzten Monaten habe ich zwei Bücher gelesen von Psychiatern, die sich ganz klar zu Jesus Christus bekennen. Einer davon ist sogar Leiter einer lokalen christlichen Gemeinde. Beide Bücher habe ich mit grossem Gewinn gelesen.

Die Psychiatrie/Psychologie ist weit davon entfernt, eine lupenreine Geschichte hinter sich zu haben. Nein, ganz vieles ist krumm gelaufen und läuft heute noch krumm. Aber für mich ist das noch lange kein Grund, das Bad gleich mit dem Kinde auszuschütten.


Dann sind wir da halt völlig anderer Ansicht. Du sagst das dir die Psychologie helfen kann, ich sage das sie mir nicht helfen kann. Das muss jeder Mensch selber für sich entscheiden. Ich kann mich da Laodiceas Worten anschliessen: "So ist ein Psychiater in meinen Augen wie ein Krückstock auf dem Weg, er ist eine Zeit lang vielleicht dienlich und er kann helfen manches klarer zu sehen...doch das wirkliche Heil gibt es nur bei Jesus."

firebird hat geschrieben:Selbstsucht ist, wie es das Wort ja ausdrückt, ein Suchtverhalten. Dasselbe kann man über den Egoismus auch sagen. Wenn wir solchen Süchten fröhnen, können wir mit Bestimmtheit sagen, dass wir uns nichts Gutes antun. (Selbstliebe) Denn all das was unser Egoismus anrichtet, kommt auf uns zurück. (Galater 6 Vers 7)


Oder schlicht ausgedrückt nichts mehr und nichts weniger als Sündhaftes verhalten.


firebird hat geschrieben:Noch ein weiteres Bibelwort:

Markus 12 Vers 31
Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18).

Früher habe ich diesen Vers so gelesen, dass wir den Nächsten mit derselben Selbstverständlichkeit lieben sollen, wie wir uns selbst lieben. Doch im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass es eben gar nicht so selbstverständlich ist, dass ich mich selbst liebe. Es ist sicher ganz leicht dem Egoismus zu fröhnen, doch wie gesagt, im Hinblick auf die Konsequenzen liebe ich mich damit keineswegs selbst. Andrerseits, wenn ich ins Gebet gehe und Jesus all meinen Kummer anvertraue, dann liebe ich mich selbst, weil ich dann meinen Kummer in die besten Hände gelegt habe.


Wie kann ich mich selber lieben, wenn ich doch ein Gegenüber brauche dem ich Liebe schenken kann und das mir wiederum Liebe zurück schenken kann? Dann kann ich zwar sagen ich werde geliebt, aber ich kann doch nicht sagen, ich liebe mich selber ohne dabei egoistisch zu sein. Und wenn ich zu Jesus bete und ihm meinen Kummer hinlege, dann tue ich das nicht weil ich mich selber liebe, sondern weil Jesus mir diese Liebe schenkt indem er sagt das ich das tun darf und zu Ihm kommen darf. Ansonsten wäre es eher eine bedürftige Liebe oder abhängige Liebe, nicht die Eigenliebe. Weil Jesus mir etwas geben kann was ich mir selber nicht geben kann.

Meinen Nächsten lieben wie mich selbst heisst für mich: Ich möchte ja auch Liebe empfangen (weil ich eben egoistisch bin), also soll ich meinen Nächsten lieben so wie ich gerne geliebt werden möchte.


firebird hat geschrieben:Das sagt mir bzw. Dir die Psyche/Seele, so wie sie Gott geschaffen hat. Stelle Dir einmal vor, dass Du bei all dem was Du bis jetzt in Deinem Leben getan hast, Du nie ein Feedback bekommen hättest, weder von Deinen Eltern, noch von Deinen Lehrern, noch sonst von irgend einem Mitmenschen. Bei allen Deinen Bemühungen im ganzen Leben kein Dankeschön, einfach rein gar nichts. Ich würde sagen, dann wärst Du eine total verkümmerte Gestalt und wer weiss, vielleicht gar nicht mehr lebensfähig.


Ich habe doch überhaupt nirgends behauptet das wir ohne Liebe leben können. Im Gegenteil da gebe ich dir vollkommen recht: Das können wir nicht. Aber ich behaupte eben das wir Liebe nicht einfach so in uns haben, sondern das wir zuerst einmal von irgendwoher Liebe empfangen müssen können um sie dann selber weiter geben zu können.

Denn, und das steht auch in der Bibel; im Grunde genommen sind wir nämlich völlig wertlos, noch schlimmer elende Sünder und verdorben noch dazu. Gott ist der der uns Wertvoll macht, der uns sogar seinen Sohn Jesus Christus zum Geschenk gemacht hat in seiner Liebe zu uns. Kann dir diese Liebe die zudem noch ewig hält ein Mensch je geben?


firebird hat geschrieben:Mir jedenfalls würde eine solche Aussage, einfach als so gedruckte Buchstaben in einer Bibel, reichlich abstrakt vorkommen. Das ist etwas, das Gott auch weiss. Deshalb begegnet uns Gott immer wieder in der Gestalt von Menschen. In der Gestalt von Menschen, die uns helfend zur Seite stehen. Wenn es sein muss, auch in der Gestalt von Ärzten oder eben in der Gestalt der Seelenärzten oder der Seelentherapeuten. Oder schlicht und einfach im Menschen der gerade neben mir ist. Gott in seiner Allmacht ist doch im Stande jeden Menschen zu instrumentalisieren.

Lieber Gruss vom
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Das streite ich doch nirgends ab, das wir andere Menschen brauchen in unserem Leben. Wenn ich mir aber Gottes Liebe sicher bin und weiss was für einen Wert ich bei ihm habe, dann kann ich auch leben ohne einen Partner, ohne alles dafür tun zu müssen einen zu finden weil ich meine ohne nicht leben zu können. Dann kann ich auch einsame Zeiten überstehen ohne vor lauter Einsamkeit krank zu werden. Dann kann ich auch leben im wissen das andere bessere Leistung bringen als ich, ohne mich bis zum Zusammenbruch anstrengen zu müssen mindestens die gleiche Leistung oder noch besser die höhere Leistung bringen zu müssen, weil ich sonst wertlos bin. Dann weiss ich das ich immer noch von jemandem geliebt sein werde, wenn ich alt und krank werde und muss mich selbst dann nicht wertlos fühlen. Mit Gottes Liebe fühle ich mich nie wertlos. Es sind immer andere Menschen die einem etwas antun oder einreden das wir uns wertlos vorkommen. Verstehst du jetzt ungefähr was ich ausdrücken möchte?

Liebe Grüsse von thery
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon bigbird » Fr 12. Okt 2012, 14:08

thery hat geschrieben:Dann sind wir da halt völlig anderer Ansicht. Du sagst das dir die Psychologie helfen kann, ich sage das sie mir nicht helfen kann. Das muss jeder Mensch selber für sich entscheiden. Ich kann mich da Laodiceas Worten anschliessen: "So ist ein Psychiater in meinen Augen wie ein Krückstock auf dem Weg, er ist eine Zeit lang vielleicht dienlich und er kann helfen manches klarer zu sehen...doch das wirkliche Heil gibt es nur bei Jesus."


Liebe thery

Du hast absolut recht, das Heil gibt es nur bei Jesus. Psychiatrie als Krückstock anzusehen, finde ich ein treffendes Bild - einen Krückstock braucht man während einer bestimmten Phase. Das Heil aber gilt für die Ewigkeit.
Das zeigt doch deutlich, dass man die Psychologie oder die Psychiatrie nicht gegen Jesus (und sein Heil) auszuspielen braucht, weil es zwei unterschiedliche Dinge sind. Sie können helfen, und besonders, wenn ein Psychologe oder Psychiater das biblische Menschenbild bejaht oder doch mindestens respektiert.
Und stell dir einen Psychiater vor, der sein "Handwerk" versteht - und gleichzeitig Jesus kennt: Er wird den Menschen noch umfassender helfen können, weil er das beste "Mittel" gegen Sünde kennt: Jesus!

Und natürlich gibt es von Mensch zu Mensch Unterschiede.

Das wollte ich einfach noch festhalten ... und euch anschliessend bitten doch wieder zum Thema zurückzukommen.

Dankeschön!

bigbird, Admin
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göttliche Weisheit führt ans Kreuz.

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon firebird » Fr 12. Okt 2012, 19:25

Hallo zusammen,

Zur Frage "Wann habe ich genug gearbeitet?" ist mir noch der Aspekt des Gebrauchtwerdens in den Sinn gekommen.

Im Zusammenhang mit behinderten Menschen beobachte ich, dass es gerade für sie wichtig ist, sich in irgendwelcher Form nützlich machen zu können. Wenn ihre Hände ein noch so kleines Werk getan haben, auf das sie schauen können, wo sie auch merken, dass Menschen danach fragen, das gibt ihnen Zufriedenheit und Halt im Leben. Ja sie bekommen dadurch, (ich wage fast nicht mehr dieses Wort hinzuschreiben :oops: ) Selbstbestätigung.

Ich denke, dass Solches auch für ältere betagte Menschen wichtig ist.

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Fr 12. Okt 2012, 20:38

Also wegen mir darfst du das Wort schon noch hinschreiben. :)) Ich bin ja die die mit diesen Wörtern so ihre Mühe hat.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Sa 13. Okt 2012, 08:43

Ich kenne einen behinderten Jungen, der kann durch seine Spastiken nichts weiter als im Rollstuhl sitzen. Selbstständig essen kann er mit Mühe.
Er hört den ganzen Tag Kassetten von Gottesdiensten.
Sein größtes Vergnügen ist es in den Gottesdienst gehen zu dürfen.
Ich glaube dieser Junge definiert sich nicht über Leistung.
Er ist glücklich weil Jesus ihm das schenkt.

Natürlich ist es schön gebraucht zu werden und das macht ein gutes Gefühl, doch im Umkehrschluss ist das sehr wenig, nämlich dann, wenn ich nicht gebraucht werde...
Dann merkt der Mensch das er sein Haus des Selbstwertes auf Sand gebaut hat.
Er wird einknicken wie ein Kartenhaus bei einem Windzug!

Genug gearbeitet hat man, wenn man einiges von den täglich anfallenden Sachen erledigt hat und der Arbeitstag zu Ende ist.
Hilfreich ist es sich da selbst eine Uhrzeit zu setzen zu der man den Feierabend einleutet und darin versucht konsequent zu sein.
Natürlich ist es befriedigend, wenn das Bad geputzt ist und die Küche blitzeblank ist und das ist mir immer ein Grund zur Freude, doch schmälert sich diese automatisch am nächsten Tag wenn die Kalk-und Seifeflecken das Waschbecken wieder zieren. Dann weiß ich aber das ich gestern erst geputzt habe und kann den Gedanken noch gut einige Tage aufrecht erhalten ohne gleich wieder den Lappen schwingen zu müssen. :comeon:
In diesem Sinne ein friedliches und erholsames Wochenende! :praisegod:
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Sa 13. Okt 2012, 10:18

Deinen Worten liebe Laodicea, kann ich mich voll und ganz anschliessen.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon firebird » Sa 13. Okt 2012, 17:34

Laodicea hat geschrieben:Ich kenne einen behinderten Jungen, der kann durch seine Spastiken nichts weiter als im Rollstuhl sitzen. Selbstständig essen kann er mit Mühe.
Er hört den ganzen Tag Kassetten von Gottesdiensten.
Sein größtes Vergnügen ist es in den Gottesdienst gehen zu dürfen.
Ich glaube dieser Junge definiert sich nicht über Leistung.
Er ist glücklich weil Jesus ihm das schenkt.


Ja, das ist die Geschichte eines sehr schwerbehinderten Jungen. Dazu möchte ich darauf hinweisen, dass es sehr viele verschiedene Behinderungsarten gibt, dazu noch eine ganz grosse Bandbreite von Schweregrade. Für mich wäre es geradezu naiv, anhand der oben zitierten Geschichte einen Schluss auf alle Behinderte zu ziehen.

Laodicea hat geschrieben:Natürlich ist es schön gebraucht zu werden und das macht ein gutes Gefühl, doch im Umkehrschluss ist das sehr wenig, nämlich dann, wenn ich nicht gebraucht werde...


Wieso eigentlich so vorschnell den Umkehrschluss? Ist es nicht so, dass wir als bekennende Christen ein Vorbild sein sollen, wenn es darum geht, für behinderte und betagte Menschen die Verantwortung wahrzunehmen? Wäre nicht das Gebrauchtwerden ein Zeichen der Wertschätzung das wir solchen Menschen entgegenbringen können, das ihnen trotz Behinderung Menschenwürde verleiht?

Laodicea hat geschrieben:Dann merkt der Mensch das er sein Haus des Selbstwertes auf Sand gebaut hat.
Er wird einknicken wie ein Kartenhaus bei einem Windzug!


Dass das Heil durch Jesus Christus die allerbeste Stütze für einen Menschen ist, das ist unbestritten. Doch wieso müssen die rein menschlichen Dinge zwangsläufig ein Kartenhaus sein das bei einem Windzug einknickt?

Laodicea hat geschrieben:Genug gearbeitet hat man, wenn man einiges von den täglich anfallenden Sachen erledigt hat und der Arbeitstag zu Ende ist.
Hilfreich ist es sich da selbst eine Uhrzeit zu setzen zu der man den Feierabend einleutet und darin versucht konsequent zu sein.
Natürlich ist es befriedigend, wenn das Bad geputzt ist und die Küche blitzeblank ist und das ist mir immer ein Grund zur Freude, doch schmälert sich diese automatisch am nächsten Tag wenn die Kalk-und Seifeflecken das Waschbecken wieder zieren. Dann weiß ich aber das ich gestern erst geputzt habe und kann den Gedanken noch gut einige Tage aufrecht erhalten ohne gleich wieder den Lappen schwingen zu müssen. :comeon:
In diesem Sinne ein friedliches und erholsames Wochenende! :praisegod:


Hast Du schon so schnell genug gearbeitet??

Was Ist mit dem Jungen von dem Du geschrieben hast??
Ist er mit den Musikkassetten von Gottesdiensten bereits genug versorgt?

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » So 14. Okt 2012, 17:35

firebird hat geschrieben:Im Zusammenhang mit behinderten Menschen beobachte ich, dass es gerade für sie wichtig ist, sich in irgendwelcher Form nützlich machen zu können. Wenn ihre Hände ein noch so kleines Werk getan haben, auf das sie schauen können, wo sie auch merken, dass Menschen danach fragen, das gibt ihnen Zufriedenheit und Halt im Leben. Ja sie bekommen dadurch, (ich wage fast nicht mehr dieses Wort hinzuschreiben :oops: ) Selbstbestätigung.

Ich denke, dass Solches auch für ältere betagte Menschen wichtig ist.


Liebe Fierbird,
mir war es nur wichtig Deinem Beitrag, sagen wir, ein Gegengewicht zu geben, damit eben nicht der Eindruck entsteht den Du nicht wünscht:

firebird hat geschrieben:Für mich wäre es geradezu naiv, anhand der oben zitierten Geschichte einen Schluss auf alle Behinderte zu ziehen.

Vermutlich gibt es einen Unterscheid zwischen der Selbstbestätigung von der Du sprichst und der Wertigkeit von Leistung über welche die meissten Menschen sich selbst definieren, die Thery meint.
Die Selbstbestätigung eines, bleiben wir bei dem Behinderten, hat m. M. nach nichts mit seinem Selbstwertgefühl zu tun.
Wenn dieses behinderte Kind eine Aufgabe nicht schaffen kann auf Grund seiner Behinderung so wird es doch (im besten Fall) wissen das seine Eltern es lieb haben, diese den Wert eben nicht von der Leistung abhängig machen.
Sondern das Kind lieben, weil es Teil von ihnen ist, Fleisch von ihrem Fleisch wie Adam sagt...
Und nur wo ich als Mensch in dem Bewußtsein der Liebe eines anderen lebe werde ich mich wert fühlen, wenn ich geliebt werde wie ich bin oder besser noch, obwohl ich bin wie ich bin.
Diese Liebe finde ich bei Jesus, der mich angenommen hat wie ich war und mich so wert schätzte.
firebird hat geschrieben:Wäre nicht das Gebrauchtwerden ein Zeichen der Wertschätzung das wir solchen Menschen entgegenbringen können, das ihnen trotz Behinderung Menschenwürde verleiht?

Das ist sicher hilfreich wenn ich jemandem das Gefühl gebe das er gebraucht wird aber es ist halt nur ein Gefühl und von der Willkür des Menschen abhängig.
Ich selbst bin durch so etwas mal zutiefst verletzt worden und ich kann mir vorstellen das viele Menschen die in den Ruhestand gehen das auch kennen, sie fallen in ein Loch, weil sie nicht mehr gebraucht werden, sie fühlen sich von der Gesellschaft ausgeschlossen und entsorgt...
Was sagst Du solch einem Menschen der von heute auf morgen nicht mehr gebraucht wird???
firebird hat geschrieben:Dass das Heil durch Jesus Christus die allerbeste Stütze für einen Menschen ist, das ist unbestritten. Doch wieso müssen die rein menschlichen Dinge zwangsläufig ein Kartenhaus sein das bei einem Windzug einknickt?

Vielleicht weil Jesus genau das sagt!
Mag sein das manches Kartenhaus nie vom Sturm erwischt wird, doch verändert das nicht den sandigen Grund und die fehlerhafte Bauweise.
Es gibt nur den einen Weg, Jesus sagt es!

Gruß
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon firebird » Mo 15. Okt 2012, 08:27

Liebe Laodicea,

Vielen Dank für Deine ausführlichen Zeilen.

Laodicea hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Für mich wäre es geradezu naiv, anhand der oben zitierten Geschichte einen Schluss auf alle Behinderte zu ziehen.

Vermutlich gibt es einen Unterscheid zwischen der Selbstbestätigung von der Du sprichst und der Wertigkeit von Leistung über welche die meissten Menschen sich selbst definieren, die Thery meint.
Die Selbstbestätigung eines, bleiben wir bei dem Behinderten, hat m. M. nach nichts mit seinem Selbstwertgefühl zu tun.
Wenn dieses behinderte Kind eine Aufgabe nicht schaffen kann auf Grund seiner Behinderung so wird es doch (im besten Fall) wissen das seine Eltern es lieb haben, diese den Wert eben nicht von der Leistung abhängig machen.
Sondern das Kind lieben, weil es Teil von ihnen ist, Fleisch von ihrem Fleisch wie Adam sagt...
Und nur wo ich als Mensch in dem Bewußtsein der Liebe eines anderen lebe werde ich mich wert fühlen, wenn ich geliebt werde wie ich bin oder besser noch, obwohl ich bin wie ich bin.
Diese Liebe finde ich bei Jesus, der mich angenommen hat wie ich war und mich so wert schätzte.


Erst jetzt merke ich, worauf Du hinaus wolltest mit Deinem Beispiel vom behinderten Knaben. So gesehen, gilt das sicherlich für alle Behinderten. Doch es gilt genau so für uns. Wenn Jesus, als er auf der Erde als Mensch gelebt hat, seinen Wert aus der gesellschaftlichen Anerkennung seiner Leistung bezogen hätte, wäre er schnell in extreme Komplexe verfallen. Denn die breite Masse, war sehr wankelmütig und der beissende Wind der schroffen Ablehnung kam ihm von den religiösen Machthabern entgegen. Doch Jesus bezog seinen Selbstwert aus der Liebe die sein Vater zu ihm hatte und die Jesus zum Vater hatte. Dies hat Jesus vom Straucheln bewahrt.

Thery hat geschrieben:Mal ganz krass ausgedrückt ist Selbstwert nichts anderes als eine Form von Egoismus. Alles was mit selbst anfängt ist ja Ich bezogen. (Nicht vergessen, das sind meine eigenen Gedanken und somit keine Garantie dafür das sie auch wirklich stimmen).


Ich denke, das ist viel zu einfach hergeleitet. Mich dünkts in diesem Bereich ist es echt schwierig in der deutschen Sprache geeignte Begriffe zu finden, anhand derer es möglich ist, die natürlichen menschlichen Bedürfnisse von den sündhaften Begierden zu trennen. Essen, trinken, schlafen, Genuss .... sind auch natürliche Bedürfnisse. Im Normalmass sind sie nicht sündhaft, doch sie können ins Sündhafte pervertiert werden.

Laodicea hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Wäre nicht das Gebrauchtwerden ein Zeichen der Wertschätzung das wir solchen Menschen entgegenbringen können, das ihnen trotz Behinderung Menschenwürde verleiht?

Das ist sicher hilfreich wenn ich jemandem das Gefühl gebe das er gebraucht wird aber es ist halt nur ein Gefühl und von der Willkür des Menschen abhängig.


"nur ein Gefühl"? Auch als Mann sage ich, dass Gefühle einen wichtigen Stellenwert haben. Auch wenn sie nicht das Ein und Alles sind.

Willkür: Das ist natürlich klar, dann sind wir beim Mobbing. Ich gehe davon aus, dass echte Christen zumindest ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie mobben.

Laodicea hat geschrieben:Ich selbst bin durch so etwas mal zutiefst verletzt worden und ich kann mir vorstellen das viele Menschen die in den Ruhestand gehen das auch kennen, sie fallen in ein Loch, weil sie nicht mehr gebraucht werden, sie fühlen sich von der Gesellschaft ausgeschlossen und entsorgt...
Was sagst Du solch einem Menschen der von heute auf morgen nicht mehr gebraucht wird???


William Booth der Gründer der Heilsarmee, brachte eine Devise heraus, die für mich eine gute Orientierung ist:

Suppe-Seife-Seelenheil

Die ersten beiden Begriffe beziehen sich aufs Irdische. Der 3. Begriff aufs Geistliche.
Manche Christen sind soooooo :shock: geistlich, dass sie sich einzig und alleine mit dem Geistlichen befassen, jedoch denjenigen der seelisch Not leidet mit der seeelischen Not sich selbst überlassen.

Einem solchen Menschen würde ich so begegnen: Ich würde mir Zeit freischaufeln um mich mit ihm einmal bei einer Tasse Kaffe hinzusetzen. Vielleicht braucht es eine lange Zeit des Hörens, wo ich ihm meine Ohren und Konzentration leihe, damit er einmal all seinen Kummer loswerden kann. Im weiteren Gespräch würde ich einmal versuchen heraus zu arbeiten, worin seine Interessen und Stärken liegen um ihn dann versuchen zu motivieren etwas vom Genannten in Angriff zu nehmen. Indem dass ich mir für einen solchen Menschen Zeit nehme, gebe ich ihm schon zu verstehen, dass er bei mir einen Wert hat.

Laodicea hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Dass das Heil durch Jesus Christus die allerbeste Stütze für einen Menschen ist, das ist unbestritten. Doch wieso müssen die rein menschlichen Dinge zwangsläufig ein Kartenhaus sein das bei einem Windzug einknickt?

Vielleicht weil Jesus genau das sagt!


Nein, das sagt Jesus nicht!

Lies einmal sorgfältig, den Zusammenhang betrachtend,
Matthäus 7 Verse 24 - 27 !!

Zum Schluss nochmals eine Frage:

Im Wichtigsten sind wir ja eins, dass Jesus und seine Liebe, die einzige zuverlässige Stütze im Leben ist.

Wie würdest Du das einem behinderten Menschen sagen, der nicht sprechen kann
und sozusagen nichts hört ???

Haben wir eventuell da schon bereits genug gearbeitet? :comeon:

Gruss
Firebird
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Mo 15. Okt 2012, 13:07

firebird hat geschrieben:Jesus bezog seinen Selbstwert aus der Liebe die sein Vater zu ihm hatte und die Jesus zum Vater hatte. Dies hat Jesus vom Straucheln bewahrt.

Jesus fordert uns auf ihm nachzufolgen!
Also müssen auch wir unseren Selbstwert aus der Liebe des Vaters beziehen!
Das wird uns bewahren wenn der Sturm gegen unser Lebenshaus los bircht.

Laodicea hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Wäre nicht das Gebrauchtwerden ein Zeichen der Wertschätzung das wir solchen Menschen entgegenbringen können, das ihnen trotz Behinderung Menschenwürde verleiht?

Das ist sicher hilfreich wenn ich jemandem das Gefühl gebe das er gebraucht wird aber es ist halt nur ein Gefühl und von der Willkür des Menschen abhängig.
firebird hat geschrieben:"nur ein Gefühl"? Auch als Mann sage ich, dass Gefühle einen wichtigen Stellenwert haben. Auch wenn sie nicht das Ein und Alles sind.

Huch Du bist ein Mann :o ,entschuldige die falsche Ansprache in den vorherigen Posts!

Lass mich über Deine letzte Frage noch etwas nachdenken.
Gruß
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Mo 15. Okt 2012, 16:21

Hallo Firebird,
ich bin Deiner Aufforderung Matthäus 7 Verse 24 - 27 im Zusammenhang zubetrachten nachgekommen nur kann ich nicht sehen, was Du meinst bzw. wie Du es meinst.
Für mich wird hier klar deutlich das Jesus meint, dass nur, wenn ein Mensch dem Lebensentwurf Gottes folgt, Ihm gehorsam ist, sein Lebenshaus auf festem Grund gebaut hat und somit sicher ist.

Du fragst weiter:
firebird hat geschrieben:Wie würdest Du das einem behinderten Menschen sagen, der nicht sprechen kann
und sozusagen nichts hört ???

Ich kenne nur den einen Jungen von dem ich erzählt habe. Sonst habe ich keine Erfahrung mit behinderten Menschen.
Ist es denn so, das diese Kinder ein mangelndes Selbstwertgefühl haben?
Oder sind das nur Gedanken die wir gesunden Menschen da hinein projezieren, weil wir es uns nicht anders vorstellen können?

Ich kann jetzt nur sagen das ich ihm durch körperliche Nähe und Zuneigung und aktives Interesse zeigen würde, wie sehr ich es lieb habe und darum beten, das Gott ihm Erkenntnis über sich und seine Liebe schenkt.

Ich muss gerade an den blinden Mann denken, wo Jesus etwas ganz erstaunliches sagte: Joh.9.1 Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war.
2 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist?
3 Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm.


(Randbemerkung)Von daher stelle ich mir vor, dass diese Menschen auch eine besondere Gottesbeziehung haben könnten, sodass sie garnicht in solche Auseinandersetzungen um den Selbstwert kommen,
wie wir Gesunden. (Randbemerkung)
Das wurde hier nun OT aber hat sich aus der Unterhaltung entwickelt daher bitte ich um Nachsicht!

Laodicea hat geschrieben:Haben wir eventuell da schon bereits genug gearbeitet? :comeon:

Wie meinst Du diese Frage?

Gruß
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Schoham » Mo 15. Okt 2012, 19:14

Du hast nicht genug gearbeitet... ;)
Du darfst noch richtig zitieren... :))
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon bluna » Mo 15. Okt 2012, 19:59

Genug arbeiten ist eigendlich bei 100% 8,4 Sth. in der Schweiz,das ist eine Regelungen gemäss nach Arbeitgesetz.

Es gibt aber Schwarze Schafe,wie es auch in anderen Sachen gibt,so kannSt du eines machen,den Ort mit einem Berater wo für das zuständig ist reden,du kannst es mit deinem Gott anschauen und reden. Da wir in der Welt sind,ist es so das die Regelungen nicht Ordnungsgemäss ist.Bluna
Sind wir nicht Alle ein Bischen Bluna???
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Di 16. Okt 2012, 11:30

Schoham hat geschrieben:Du hast nicht genug gearbeitet... ;)
Du darfst noch richtig zitieren... :))


Ui, Danke Liebe Schoham, Du bist sehr aufmerksam!
Ich erledige das jetzt!
Habe ich dann genug gearbeitet? ;) :lol:

Oh, ich sehe gerade, ich kann das nicht mehr ändern, die Software gibt das nicht her.
So kann ich nur hier die Korrektur vornehmen:

firebird hat geschrieben:Haben wir eventuell da schon bereits genug gearbeitet? :comeon:

Wie meinst Du diese Frage?

Also Firebird hat die Frage an Laodicea gestellt und nicht ich selber stelle mir hier eine Frage! :mrgreen:

Gruß
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon firebird » Di 16. Okt 2012, 12:37

Liebe Laodicea,

Laodicea hat geschrieben:Das wurde hier nun OT aber hat sich aus der Unterhaltung entwickelt daher bitte ich um Nachsicht!


Nun, so gehe ich auf die Frage von Laodicea ein. Damit können wir wieder ganz ordentlich im Thread einspuren.

Wenn ich es ganz ehrlich hinschreiben darf, sind mir folgende Zeilen ziemlich auf den Keks gegangen:

Laodicea hat geschrieben:Genug gearbeitet hat man, wenn man einiges von den täglich anfallenden Sachen erledigt hat und der Arbeitstag zu Ende ist.
Hilfreich ist es sich da selbst eine Uhrzeit zu setzen zu der man den Feierabend einleutet und darin versucht konsequent zu sein.
Natürlich ist es befriedigend, wenn das Bad geputzt ist und die Küche blitzeblank ist und das ist mir immer ein Grund zur Freude, doch schmälert sich diese automatisch am nächsten Tag wenn die Kalk-und Seifeflecken das Waschbecken wieder zieren. Dann weiß ich aber das ich gestern erst geputzt habe und kann den Gedanken noch gut einige Tage aufrecht erhalten ohne gleich wieder den Lappen schwingen zu müssen. :comeon:


Hat eine Hausfrau wirklich genug gearbeitet, wenn der Haushalt ordentlich bis blitzblank ist?

Hat ein Mann wirklich genug gearbeitet, wenn er Job und Familie im Grossenganzen im Griff hat?

Um nochmals zum Kartenhaus zu kommen, (übrigens eine sehr ungenaue Anlehnung an Matthäus 7 Verse 24-26):

Hat uns Jesus gesagt, dass wir lediglich für uns selbst und für den engsten Familienkreis leben sollen?

Wenn wir ja von Behinderten gesprochen haben:

Könnte es nicht sein, dass Eltern die behinderte Menschen betreuen einen harten Job verrichten, bei dem sie sich sehnlichst fragen: "Wann endlich haben auch wir einmal genug gearbeitet"?

Ist das übertrieben und ungebührlich, wenn solche Eltern sich nach einer zeitweiligen Entlastung sehnen?

Nüüt für unguet
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Di 16. Okt 2012, 13:17

Lieber Firebird,
was wir jetzt nicht durcheinander bringen dürfen ist Arbeit im Job/Haushalt und die Pflege unserer sozialen Bindungen.
Du kannst doch Deine Pflicht als Vater nicht mit Arbeit gleichsetzen.
Die Erziehung Deiner Kinder mag schwierig sein auch nervenraubend und und und aber das ist nicht die Arbeit von der Thery und ich sprechen.
Aufgaben die wir in der Gemeinde übernehmen sollten keine Arbeit sein, sondern eine Freude!
Unter Arbeit verstehe ich die Dinge die ich täglich tun muss um meine Pflichten zu erfüllen. Da ich Hausfrau ohne Kinder bin beschränkt sich das bei mir meisstens auf das Schwingen des Puztlappens, Essen bereiten und Wäschepflege.
Und das sind die primären Aufgaben die ich als gute Ehefrau im biblischen Sinn zu erledigen habe.
Da ich keine Kinder habe wird mir mehr Zeit zur Verfügung stehen um mich in Gemeindesachen zu engagieren als ein Mutter von 2 Kindern.

Was für mich wichtig ist heraus zu stellen ist, dass wir dabei unsere Prioritäten richtig setzen müssen. Erst nachdem der Haushalt und die Kinder bedient/erledigt sind und mir dann noch Zeit und Kraft übrig bleibt, dann habe ich die Freiheit mir darüber Gedanken zu machen, was ich vielleicht sonst noch machen könnte.
Was jedoch nicht passieren sollte ist, das die Gemeindearbeit einen größeren Stellenwert einimmt als die Verpflichtungen gegenüber der Familie.
firebird hat geschrieben:Hat uns Jesus gesagt, dass wir lediglich für uns selbst und für den engsten Familienkreis leben sollen?

Ich verstehe Jesus so, dass wir uns in erster Linie um unser eigenes Seelenheil kümmern sollen, das betrifft natürlich uns und unser ganzes Haus.
Darüber hinaus hat er nichts weiter gefordert als das wir alle Zeit bereit sein sollen von unserem Glauben zu zeugen.
firebird hat geschrieben:Könnte es nicht sein, dass Eltern die behinderte Menschen betreuen einen harten Job verrichten, bei dem sie sich sehnlichst fragen: "Wann endlich haben auch wir einmal genug gearbeitet"?

Ist das wirklich ein Job??? :(
In der Tat, es ist eine sehr harte Prüfung ein behindertes Kind zu haben und ich kann da wirklich nur am Rande mitreden weil ich einige Jahre in der Familie wohnen durfte von der ich erzählte mit dem Jungen.

firebird hat geschrieben:Ist das übertrieben und ungebührlich, wenn solche Eltern sich nach einer zeitweiligen Entlastung sehnen?

Ich kann Dich gut verstehen und sicher hast Du das recht Dich nach Entlastung zu sehnen. Auf viele Fragen im Leben finden Mitmenschen keine Antwort und ich möchte nicht anfangen irgendwelche Phrasen zu dreschen.
Nur Gott kann uns diese Fragen beantworten.

Ich wollte nicht das Du Dich über mich ärgerst :oops:
mit der Putzlappengeschichte wollte ich lediglich deutlich machen das es eben nicht immer wichtig ist den perfekten-sauberen Haushalt zu haben, dass man ruhig auch mal etwas ignorieren/liegenlassen darf...
Jesus fordert von uns keine Perfektion!
Er spricht von Menschen die unterschiedliche Früchte bringen; 30, 60, 100 fach.
Matt. 13,23 Bei dem aber auf gutes Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine trägt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte dreißigfach.

Der Knoten ist bei uns im Kopf zu suchen und nicht bei Gott der angeblich Werke fordert.
Ich hoffe ich konnte ein wenig Klarheit rein bringen.

Gruß
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon SunFox » Di 16. Okt 2012, 13:24

Ich bin zufrieden, wenn andere mit mir und meiner Leistung zufrieden sind! ;)

Aber manchmal ist man auch froh, wenn eine weniger gute Arbeit als gut bewertet wird und ruckzuck denkt man dann: "Wie gut das Der keine Ahnung hat!" :lol:

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon SunFox » Di 16. Okt 2012, 13:37

Muß noch etwas nachmerken, nämlich wenn man denkt: "Wie gut das Die keine Ahnung hat!°, dann denkt man auch oft: "Gut das Frauen keinen Plan haben!" :mrgreen:

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon bigbird » Di 16. Okt 2012, 13:59

SunFox hat geschrieben:Muß noch etwas nachmerken, nämlich wenn man denkt: "Wie gut das Die keine Ahnung hat!°, dann denkt man auch oft: "Gut das Frauen keinen Plan haben!" :mrgreen:

Liebe Grüße von SunFox


SunFox, das ist hier eine ernste Sache - bitte verlege den "Spass" dorthin, wo er hingehört!

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon firebird » Mi 17. Okt 2012, 11:40

Liebe Laodicea,

Laodicea hat geschrieben:Lieber Firebird,
was wir jetzt nicht durcheinander bringen dürfen ist Arbeit im Job/Haushalt und die Pflege unserer sozialen Bindungen.
Du kannst doch Deine Pflicht als Vater nicht mit Arbeit gleichsetzen.
Die Erziehung Deiner Kinder mag schwierig sein auch nervenraubend und und und aber das ist nicht die Arbeit von der Thery und ich sprechen.
Aufgaben die wir in der Gemeinde übernehmen sollten keine Arbeit sein, sondern eine Freude!
Unter Arbeit verstehe ich die Dinge die ich täglich tun muss um meine Pflichten zu erfüllen. Da ich Hausfrau ohne Kinder bin beschränkt sich das bei mir meisstens auf das Schwingen des Puztlappens, Essen bereiten und Wäschepflege.
Und das sind die primären Aufgaben die ich als gute Ehefrau im biblischen Sinn zu erledigen habe.
Da ich keine Kinder habe wird mir mehr Zeit zur Verfügung stehen um mich in Gemeindesachen zu engagieren als ein Mutter von 2 Kindern.


Sorry, für mich klingt dieses rein theoretische Schubladensystem recht weltfremd.
Schublade Pflicht (Haushalt); Schublade Aufgaben in der Gemeinde (die eine Freude sein sollen); Schublade Pflege der sozialen Bindungen (die keinen Job/Arbeit sind)

In meiner praktischen Welt laufen alle diese Dinge ineinander hinein. Wenn ich mich mit meiner Tochter befasse, pflege ich die soziale Bindung, nehme aber auch meine Pflicht wahr und je nach Situation ist es eine Freude und/oder Arbeitsbelastung. Wenn ich jetzt als Hausmann fungieren würde, gäbe es einige Arbeiten zu denen ich mich überwinden müsste, andrerseits gäbe es auch Dinge die ich gerne tun würde. Bei der Hausarbeit hat man mehr Spielraum um zu disponieren. Auch wenn ich in die Firma gehe, gibt es Plackerei aber auch Herausforderungen die ich gerne annehme. Auch das Engagement in der Gemeinde ist nicht nur eitel Wonne, denn Kritik gibt es meistens mehr als genug.

Laodicea hat geschrieben:Was für mich wichtig ist heraus zu stellen ist, dass wir dabei unsere Prioritäten richtig setzen müssen. Erst nachdem der Haushalt und die Kinder bedient/erledigt sind und mir dann noch Zeit und Kraft übrig bleibt, dann habe ich die Freiheit mir darüber Gedanken zu machen, was ich vielleicht sonst noch machen könnte. Was jedoch nicht passieren sollte ist, das die Gemeindearbeit einen größeren Stellenwert einimmt als die Verpflichtungen gegenüber der Familie.


Im Grossenganzen kann ich Dir zustimmen, dies vorallem was den Normalfall betrifft. Doch wir sollten auch einen Horizont entwickeln für das Allgemeinwohl. In der Gemeinde oder Hauskreis / in der Nachbarschaft / unter Arbeitskollegen ........
Denn so werden wir zu effizienten Zeugen Jesu Christi; weniger durch Worte, aber handfest durch Taten. Den Christi Zeugen sollen wir sein, denn durch Gehorsam bauen wir unser Haus auf Felsen. Dies meine ich, wenn ich immer wieder frage: "haben wir wirklich genug gearbeitet"?

Laodicea hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Hat uns Jesus gesagt, dass wir lediglich für uns selbst und für den engsten Familienkreis leben sollen?

Ich verstehe Jesus so, dass wir uns in erster Linie um unser eigenes Seelenheil kümmern sollen, das betrifft natürlich uns und unser ganzes Haus.
Darüber hinaus hat er nichts weiter gefordert als das wir alle Zeit bereit sein sollen von unserem Glauben zu zeugen.


Erläuterungen zum Zeugendienst, siehe oben.

Laodicea hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Könnte es nicht sein, dass Eltern die behinderte Menschen betreuen einen harten Job verrichten, bei dem sie sich sehnlichst fragen: "Wann endlich haben auch wir einmal genug gearbeitet"?

Ist das wirklich ein Job??? :(
In der Tat, es ist eine sehr harte Prüfung ein behindertes Kind zu haben und ich kann da wirklich nur am Rande mitreden weil ich einige Jahre in der Familie wohnen durfte von der ich erzählte mit dem Jungen.


Wenn Du mit offenen Augen und gut geerdet durch diese Jahre gegangen bist, wirst Du feststellen, dass dieser Junge weitaus mehr braucht als die hehren Klänge eines Gottesdienstes. Sorry

Laodicea hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Ist das übertrieben und ungebührlich, wenn solche Eltern sich nach einer zeitweiligen Entlastung sehnen?

Ich kann Dich gut verstehen und sicher hast Du das recht Dich nach Entlastung zu sehnen. Auf viele Fragen im Leben finden Mitmenschen keine Antwort und ich möchte nicht anfangen irgendwelche Phrasen zu dreschen.
Nur Gott kann uns diese Fragen beantworten.


Die gestellte Frage, können wir Menschen durch Taten sehr wohl beantworten !!!
Gegenüber Phrasen habe ich glücklicherweise schon etwas Elephantenhaut entwickelt.

Laodicea hat geschrieben:Ich wollte nicht das Du Dich über mich ärgerst :oops:
mit der Putzlappengeschichte wollte ich lediglich deutlich machen das es eben nicht immer wichtig ist den perfekten-sauberen Haushalt zu haben, dass man ruhig auch mal etwas ignorieren/liegenlassen darf...
Jesus fordert von uns keine Perfektion!
Er spricht von Menschen die unterschiedliche Früchte bringen; 30, 60, 100 fach.
Matt. 13,23 Bei dem aber auf gutes Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine trägt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte dreißigfach.


In diesem Kontext, kommt mir diese Bibelstelle falsch platziert vor. Kannst Du mir noch etwas erläutern, worauf Du mit dieser Bibelstelle hinaus willst?

Laodicea hat geschrieben:Der Knoten ist bei uns im Kopf zu suchen und nicht bei Gott der angeblich Werke fordert.


Was sagst Du dann zu diesen Versen in Matthäus 25 ?

Sagt uns diese Bibelpassage nicht, dass wir leicht schuldig werden, wenn wir uns all zu schnell sagen, dass wir genug gearbeitet haben?

Ist es nicht so, dass hier das Schriftwort schmerzlich praktisch ist?

31 Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, 32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. 34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! 35 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich gekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. 41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.


Firebird

PS: Ich denke gerade, es ist soo schade, dass Cori micht mehr unter uns ist. :( Denn gerade in dieser Thematik hätte sie uns viel sagen können.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Mi 17. Okt 2012, 12:39

Lieber Firebird,
ich schreibe so plakativ um nicht noch mehr Verwirrung zu bringen.
Natürlich ist das Leben, auch meins, nicht nur schwarz-weiss, sondern hat noch vielerlei Nuancen und Schattierungen...
Gut das wir im Grossenganzen einer Meinung sind.
Ich stimme Dir auch zu was Du über den Blick auf das Allgemeinwohl formulierst.
Darf ich dich an diesem Punkt fragen welchen Stellenwert das für Dich hat?
30, 60 oder 100 fach Frucht?

Legt Jesus den Maßstab nicht viel tiefer an als wir selbst es tun und machen wir uns damit nicht viel Last, die Jesus nie wollte, dass wir sie tragen?

Du bittest mich das genauer zu erläutern.

Mar.4,8 Und anderes fiel in die gute Erde und gab Frucht, indem es aufsprosste und wuchs; und es trug eines dreißig-, eines sechzig- und eines hundertfach.

Nun, der Same der auf gute Erde fiel ist das Evangelium was auf einen nicht nur Hörer sondern auch Täter des Wortes fällt.
Und dieser nimmt das Evangelium an und handelt danach.
Und zwar im Rahmen seiner Kräfte und Möglichkeiten.

Nun sagt Jesus seinen Jüngern aber auch:
Matth.11,28 Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.
29 Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen";
30 denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.


"Mein Joch ist sanft und meine Last leicht!"
Wenn Du das anders in Deinem Leben erlebst als Jesus es gesagt hat, wo liegt dann der Fehler?
Hat Jesus sich geirrt, hat Er es anders gemeint, ist Er ein Lügner oder hatte ER keine Ahnung vom wirklichen Leben...?
Entschuldige das ich so scharf formuliere.
Vielleicht ist es aber auch besser bei sich selbst nach zu schauen, ob vielleicht irgend etwas falsch läuft...
Und hier möchte ich gerne wieder auf die 30, 60., 100 fach Frucht zurück kommen.
Wenn Du z.B. ein Mensch bist, der neben der Erfüllung seiner normalen täglichen Pflichten nur noch eine winzig kleine Kraft übrig hat, so wäre es für Jesus genug mit der 30 fachen Frucht.
Warum abverlangst Du Dir dann eine 100 fache Frucht?
Jesus hat es nicht so verlangt...aber Du willst es vielleicht so!
Was wären mögliche Motive für solch vermessenes Verhalten?
Und da entlich kommen wir wieder zum Ursprungsthema zurück.
Die falsche Analyse mit dem Selbstwert den unsere moderne Gesellschaft vorgibt.
Wetschätzung durch Leistung!

Aber noch mal, Jesus ist anders!
Schau noch mal hin:
Matth.11,28 Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.
29 Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen";
30 denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.


"Kommt her zu mir, ich werde euch Ruhe geben!"
Das ist ein Versprechen, eine Verheißung und das nicht auf eine in der Zukunft unbestimmt liegende Zeit, sondern im Hier und Jetzt!

"Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen";"
Folgt mir nach und lernt von mir!!!
Jesus könnte hier auch sagen "Ich bin ganz anders als Du es Dir vorstellst und komm doch uns sieh es Dir an ich gebe Dir ganz bestimmt Ruhe und alles was Du brauchst"

Mal ehrlich...wie schwer fällt es uns heute diese Rede zu hören und zu begreifen...sie dann auch umzusetzten?

Wenn ich ganz tief in mich hinein horche dann erschreckt es mich, wie dünn das Eis meines Gottvertrauens im Grunde manchmal ist...und dann komme ich wieder und gehe zu Jesus und setze mich zu seinen Füssen, gemeinsam mit Maria...und lasse Marta Marta sein, weil ich weiß das ich den besseren Teil für diesen Augenblick gewählt habe.

Ich hoffe ich konnte mich verständlich genug ausdrücken.
Auf den von Dir geposteten Bibelabschnitt möchte ich später einghehen, denn ich habe heute schon viel geschrieben und andere Dingen warten noch auf Erledigung!

liebe Grüße :umarm:
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon firebird » Mi 17. Okt 2012, 19:15

Liebe Laodicea,

Laodicea hat geschrieben:Lieber Firebird,
ich schreibe so plakativ um nicht noch mehr Verwirrung zu bringen.
Natürlich ist das Leben, auch meins, nicht nur schwarz-weiss, sondern hat noch vielerlei Nuancen und Schattierungen...
Gut das wir im Grossenganzen einer Meinung sind.
Ich stimme Dir auch zu was Du über den Blick auf das Allgemeinwohl formulierst.
Darf ich dich an diesem Punkt fragen welchen Stellenwert das für Dich hat?
30, 60 oder 100 fach Frucht?


Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch nie so vertieft Gedanken gemacht. Vielleicht auch darum, weil ich längst nicht in Allem weiss, was Gott zu dem sagt, was ich als Frucht ansehe. Vielleicht konnte Gott durch mein Leben mehr Frucht bewirken, als ich meine. Vielleicht ist es auch weniger Frucht als das was ich meine.

Laodicea hat geschrieben:Legt Jesus den Maßstab nicht viel tiefer an als wir selbst es tun und machen wir uns damit nicht viel Last, die Jesus nie wollte, dass wir sie tragen?


Wenn ich die Bergpredigt lese, legt Jesus einen sehr hohen Massstab an. Sogar noch den weit höheren Massstab, als derjenige im alten Bund. Es stellt sich halt die Frage aus welcher Kraft wir leben.

Laodicea hat geschrieben:Du bittest mich das genauer zu erläutern.

Mar.4,8 Und anderes fiel in die gute Erde und gab Frucht, indem es aufsprosste und wuchs; und es trug eines dreißig-, eines sechzig- und eines hundertfach.

Nun, der Same der auf gute Erde fiel ist das Evangelium was auf einen nicht nur Hörer sondern auch Täter des Wortes fällt.
Und dieser nimmt das Evangelium an und handelt danach.
Und zwar im Rahmen seiner Kräfte und Möglichkeiten.


Ja genau, im Rahmen seiner Kräfte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!!

Laodicea hat geschrieben:Nun sagt Jesus seinen Jüngern aber auch:
Matth.11,28 Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.
29 Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen";
30 denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.


"Mein Joch ist sanft und meine Last leicht!"
Wenn Du das anders in Deinem Leben erlebst als Jesus es gesagt hat, wo liegt dann der Fehler?
Hat Jesus sich geirrt, hat Er es anders gemeint, ist Er ein Lügner oder hatte ER keine Ahnung vom wirklichen Leben...?
Entschuldige das ich so scharf formuliere.
Vielleicht ist es aber auch besser bei sich selbst nach zu schauen, ob vielleicht irgend etwas falsch läuft...


Leider muss ich Dir beipflichten, dass bei mir in den letzten Jahren Einiges falsch gelaufen ist. Es liegt auf der Hand, dass ich Jöcher auf mich geladen habe, die zu tragen, mich Jesus gar nicht geheissen hat.

Laodicea hat geschrieben:Und hier möchte ich gerne wieder auf die 30, 60., 100 fach Frucht zurück kommen.
Wenn Du z.B. ein Mensch bist, der neben der Erfüllung seiner normalen täglichen Pflichten nur noch eine winzig kleine Kraft übrig hat, so wäre es für Jesus genug mit der 30 fachen Frucht. Warum abverlangst Du Dir dann eine 100 fache Frucht?


Wie gesagt, über die Unterschiede bezüglich der Frucht habe ich mir bis jetzt noch nicht so tiefe Gedanken gemacht. Zudem kann ich auch Frucht bringen beim Erfüllen meiner alltäglichen Pflichten. Beim Wahrnehmen der Verantwortung die ich gegenüber meiner Familie habe.

Laodicea hat geschrieben:Jesus hat es nicht so verlangt...aber Du willst es vielleicht so!
Was wären mögliche Motive für solch vermessenes Verhalten?
Und da entlich kommen wir wieder zum Ursprungsthema zurück.
Die falsche Analyse mit dem Selbstwert den unsere moderne Gesellschaft vorgibt.
Wertschätzung durch Leistung!


Elitedenken ist ganz generell nicht mein Ding und ist es nie gewesen. Wie in früheren Postings schon angetönt, habe ich bezüglich Wertschätzung durch Leistung das Problem erkannt. Da umzudenken lernen, werde ich wahrscheinlich die nächsten Jahre reichlich dazu Gelegenheit haben.

Laodicea hat geschrieben:Aber noch mal, Jesus ist anders!
Schau noch mal hin:
Matth.11,28 Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.
29 Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen";
30 denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.


"Kommt her zu mir, ich werde euch Ruhe geben!"
Das ist ein Versprechen, eine Verheißung und das nicht auf eine in der Zukunft unbestimmt liegende Zeit, sondern im Hier und Jetzt!

"Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen";"
Folgt mir nach und lernt von mir!!!
Jesus könnte hier auch sagen "Ich bin ganz anders als Du es Dir vorstellst und komm doch uns sieh es Dir an ich gebe Dir ganz bestimmt Ruhe und alles was Du brauchst"

Mal ehrlich...wie schwer fällt es uns heute diese Rede zu hören und zu begreifen...sie dann auch umzusetzten?


Das was Du hier schreibst, kann ich als die eine Seite der Medaille ganz bestimmt stehen lassen. Habe ich ja soeben selbst über diese Medaillenseite geschrieben. Doch immer noch steht diese Frage vor mir, nicht nur an Dich, sondern an alle die hier lesen und schreiben, inklusive an mich. Haben wir wirklich genug gearbeitet, oder stehlen wir uns anhand von Schriftstellen aus der Verantwortung?

Es gibt ja auch unter Christen ganz unterschiedliche Leute. Dadurch müssen den einen Christen vermehrt diese Seite der Medaille aufgezeigt werden. Den Andern hingegen die andere Seite. In meinem Umfeld kenne ich einige Christen, welche allein für ihr Seelenheil und für ihr wohliges Dasein leben. Zumindest erwecken sie für mich diesen Anschein.

Laodicea hat geschrieben:Wenn ich ganz tief in mich hinein horche dann erschreckt es mich, wie dünn das Eis meines Gottvertrauens im Grunde manchmal ist...und dann komme ich wieder und gehe zu Jesus und setze mich zu seinen Füssen, gemeinsam mit Maria...und lasse Marta Marta sein, weil ich weiß das ich den besseren Teil für diesen Augenblick gewählt habe.


Ja, das ist ein ganz wichtiges Wort!!

Laodicea hat geschrieben:Ich hoffe ich konnte mich verständlich genug ausdrücken.


Kein Problem, wenn ich etwas nicht verstehe, frage ich nach.

Liebe Grüsse
Firebird
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Doch mit Jesus Christus bin ich im besten Team!
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Di 23. Okt 2012, 09:27

firebird hat geschrieben:Was sagst Du dann zu diesen Versen in Matthäus 25 ?

Sagt uns diese Bibelpassage nicht, dass wir leicht schuldig werden, wenn wir uns all zu schnell sagen, dass wir genug gearbeitet haben?

Ist es nicht so, dass hier das Schriftwort schmerzlich praktisch ist?

Lieber Firebird,
ich will heute auf Deine Frage eingehen bezüglich der Bibelstelle Matthäus 25:31-46.
Doch möchte ich Deinen letzten Post nicht unbeantwortet lassen.
firebird hat geschrieben:Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch nie so vertieft Gedanken gemacht. Vielleicht auch darum, weil ich längst nicht in Allem weiss, was Gott zu dem sagt, was ich als Frucht ansehe. Vielleicht konnte Gott durch mein Leben mehr Frucht bewirken, als ich meine. Vielleicht ist es auch weniger Frucht als das was ich meine.

Wenn Du nicht so genau weißt, ob Gott und Du der gleichen Meinung seit was die Früchte anbelangt, so wäre das doch wichtig und dringend für Dich zu klären, meinst Du nicht!
Durchforsche die Schrift, was Jesus und die von Ihm berufenen Apostel diesbezüglich sagen oder wir können auch in einem anderen Thread darüber sprechen und gemeinsam suchen.
Aber ich meine, dass Du auf keinen Fall in dieser Ungewissheit verharren solltest!
Dazu ist uns die Schrift gegeben, damit wir Gott kennen lernen und EINS werden mit Ihm, denn das bedeutet doch Nachfolge!
firebird hat geschrieben:Wenn ich die Bergpredigt lese, legt Jesus einen sehr hohen Massstab an. Sogar noch den weit höheren Massstab, als derjenige im alten Bund. Es stellt sich halt die Frage aus welcher Kraft wir leben.

Die Bergpredigt hat Jesus gehalten und zum Volk Israel gesprochen.
Er musste ihnen erstmal aufzeigen wie sehr sie an dem vollkommen Willen Gottes vorbei gelebt hatten, indem sie die Gebote Gottes vom Sinai nach ihrer eigenen Gutdünken ausgelegt haben.
Jesus macht hier m.E. den Standpunkt Gottes nochmal ganz deutlich.
Jesus macht aber auch deutlich, das sich die ganzen Gebote im Grunde aud 2 reduzieren lassen, nämlich diese:Matth.22:37 Er aber sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand."
38 Dies ist das größte und erste Gebot.
39 Das zweite aber ist ihm gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.


Somit gelten für uns diese 2 Gebote.
Und diese zu halten ist nicht wirklich so ganz schwer! ;)
Da erfüllt sich das Wort: Matth.11:28 Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.
29 Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen";
30 denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Wenn Du also zu Jesus gehst mit Deiner Mühsal, mit Deiner Last, so wird Er Dich frei machen, Dir Ruhe geben und Du wirst Ruhe finden...!
Das ist eine Verheißung und Du kannst Dich darauf stellen...!
Komm zu Jesus und finde Ruhe in Ihm!
In Christus, das ist ein Geheimnis!

firebird hat geschrieben:Leider muss ich Dir beipflichten, dass bei mir in den letzten Jahren Einiges falsch gelaufen ist. Es liegt auf der Hand, dass ich Jöcher auf mich geladen habe, die zu tragen, mich Jesus gar nicht geheissen hat.
firebird hat geschrieben:Wie gesagt, über die Unterschiede bezüglich der Frucht habe ich mir bis jetzt noch nicht so tiefe Gedanken gemacht. Zudem kann ich auch Frucht bringen beim Erfüllen meiner alltäglichen Pflichten. Beim Wahrnehmen der Verantwortung die ich gegenüber meiner Familie habe.

Ich vermute Du verwechselst die Begriffe Werke und Frucht.
firebird hat geschrieben:Wie in früheren Postings schon angetönt, habe ich bezüglich Wertschätzung durch Leistung das Problem erkannt. Da umzudenken lernen, werde ich wahrscheinlich die nächsten Jahre reichlich dazu Gelegenheit haben.

Ja, das ist gut und ich freue mich für Dich.
Möge der Herr Jesus Dich in alle Wahrheit leiten und Dich "Bauklötze staunen lassen" über all die falschen Gedankengebäude die unser Leben versuchen zu bestimmen...!

firebird hat geschrieben:Doch immer noch steht diese Frage vor mir, nicht nur an Dich, sondern an alle die hier lesen und schreiben, inklusive an mich. Haben wir wirklich genug gearbeitet, oder stehlen wir uns anhand von Schriftstellen aus der Verantwortung?

Es gibt ja auch unter Christen ganz unterschiedliche Leute. Dadurch müssen den einen Christen vermehrt diese Seite der Medaille aufgezeigt werden. Den Andern hingegen die andere Seite. In meinem Umfeld kenne ich einige Christen, welche allein für ihr Seelenheil und für ihr wohliges Dasein leben. Zumindest erwecken sie für mich diesen Anschein.

Ja, ich fände das gut, wenn wir weiter darüber sprechen.
Vielleicht möchte sich ja außer uns beiden noch jemand finden der mitredet?


Jetzt zu Matthäus 25:31-46 http://www.bibleserver.com/text/ELB/Matth%C3%A4us25
Klarer wird dieses Wort, wenn man es im Licht von Matth.7:12-23 sieht:http://www.bibleserver.com/text/LUT/Matth%C3%A4us7
So macht Jesus deutlich, dass der Unterschied unter den Christen nicht in den Werken zu suchen ist sondern in ihrer Herzenshaltung.
Beide Gruppen haben die gleichen Werke vorzuweisen, doch kennt Christus die einen, während Er die anderen verwirft.
Für mich ist klar, das der Unterschied nur darin zu suchen ist, ob jemand wirklich glaubt und handelt, sprich gehorsam handelt und jedes Wort Jesu für bare Münze nimmt und dementsprechend umsetzt.

Liebe Grüße
Es geht immer um die Ehre des Herrn;
wo der Herr im Leben nicht zu Ehren kommt,
da lebt der Mensch verkehrt!
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon wave » Di 23. Okt 2012, 17:20

alegna hat geschrieben:
wave hat geschrieben:Ja, ich bin Hausfrau,Mein Mann ist selbständig erwerbend,mein Haushalt umfasst 6 Pers. und ich arbeite ca. 20prozent noch was anderes von Zuhause aus...

Hi wave
das dachte ich mir doch, dass Du Hausfrau bist :)
Als Hausfrau fühlen sich viele Frauen nicht mehr vollwertig/bestätigt/wahrgenommen, es fehlt an Anerkennung/Zuspruch/Wertschätzung und was passiert jetzt bei der Frau? Bekommt sie keine Bestätigung in dem was sie alles tut und sie tut eine ganze Menge, aber innerhalb der Familie wird es selbstverständlich und keiner sagt Danke oder lobt die tüchtige Hausfrau, die ja meist ihre ganze Seele in Haus und Familie steckt und immer da ist für jeden der sie braucht. Dabei geht bei vielen Frauen eine ganze Menge verloren und fangen an sich über ihre Leistung zu definieren, es genügt ihnen nicht mehr für ihre Familie da zu sein, sie brauchen eine Anerkennung. Jeder der arbeitet bekommt Lob und sieht was er am Ende des Tages gemacht hat, in einem Haushalt sieht Frau dies meist nur eine ganz kurze Zeit, dann fängt sie wieder von vorne an zu haushalten. Dazu kommt, dass eine Frau oft stark an das Haus gebunden ist, sie kaum unter Leute kommt und da meine ich nicht der Einkauf und kurzer Schwäz mit dem Nachbar, sondern sie opfert sich voll für die Familie, bekommt also von aussen nur wenig von dem was sie braucht um sich gut zu fühlen.
Als Christen wissen wir aber, dass unser Gutfühlen nicht von Menschen oder Leistung abhängt, sondern ...
thery hat geschrieben:Mein Selbstwert habe ich in Jesus Christus, er gibt mir alles was ich brauche. Dann bin ich nicht von Leistung, Geld oder Menschen oder was auch immer abhängig. Das ist das was Frei macht.
und das ist genau das was so schwer ist im Alltag umzusetzen, aber thery hat da voll Recht!! :umarm:
In Jesus Christus haben wir alles was wir brauchen, ob ich eine Hausfrau bin, oder ein Manager. Vorsicht ist auch geboten wenn wir uns dem Gesellschaftsdruck anfangen zu unterwerfen und meinen als Hausfrau und Mutter sei man nichts wert und durch eine Zusatzarbeit auswärts steige man im Wert und es sei für das Selbstwertgefühl unablässig, dann kann Frau wie in der Werbung glücklich lächeln, aber mal ganz ehrlich, es ist eine Lüge! Jesus hat Dich als Familienmanagerin (hört sich doch gut an, oder?) erkoren und Dein Selbstwertgefühl kommt nur von Ihm :praisegod:

lieber Gruss
alegna, die auch manchmal damit kämpft :? :)


Liebe Alegna
Hatte grad Pause hier..
Wegen dem Familienmanagerin sein....und dem Selbstwert.....und dem Thema wann hab ich genug gearbeitet...
Ich denke meine Mühe mit der LEistung und der nicht Leistung hat nicht einen direkten Zusammenhang mit dem Hausfrau sein.
Ich hätte die FRage - des genug gearbeitet habens-,wohl auch sonst.....

sonst hab ich da etwas den FAden verloren..aber an diesem Post bin ich noch hängengeblieben vor 2 Wochen und wollte es eigentlich beantworten...
lg wave
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon wave » Di 23. Okt 2012, 17:24

Mein Ziel ist es mich wertvoll zu fühlen auch wen ich nicht Leisten kann oder mag.

Ich möchte da unabhängig werden.....

....
lg wave
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Schoham » Di 23. Okt 2012, 17:37

Für mich bist Du ein wertvoller Mensch. Nicht wegen Deinem Arbeiten. Davon habe ich nicht viel. Du bist es. Dein Wesen, so wie Du bist.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon alegna » Di 23. Okt 2012, 18:08

wave hat geschrieben:Mein Ziel ist es mich wertvoll zu fühlen auch wen ich nicht Leisten kann oder mag.

Für und vor Gott bist Du wertvoll, allein schon darum weil Er Dich selbst geschaffen hat :praise:

Diese Bibelstelle verdeutlicht das für mich persönlich mega schön

Mt 18,12 Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hat, und es verirrt sich eines von ihnen, läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte? 13 Und wenn es geschieht, daß er es findet, wahrlich, ich sage euch: Er freut sich darüber mehr als über die neunundneunzig, die nicht verirrt waren.
14 So ist es auch nicht der Wille eures Vaters im Himmel, daß eines dieser Kleinen verlorengeht.


Für Gott bist Du so wertvoll, dass er alles stehen und liegen lassen würde, nur um Dich zu sich zurück zu führen. In Seinen Augen bist Du, ich, er , sie .... das Wertvollste was es gibt :umarm: :umarm:

lieber Gruss
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Schoham » Di 23. Okt 2012, 19:29

Und der HERR verkündigt dir, dass der HERR dir ein Haus bauen will.
2. Sam. 7,11


Wertvoll macht uns die Umgestaltung - das Hausbauen - das, was der HERR in und durch uns tut. Das ist auch der Grund, wesshalb wir wertvoll bleiben, auch wenn wir zu der Leistung, die wir oder andere fordern, nicht mehr fähig sind...
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon wave » Mi 24. Okt 2012, 09:00

Schoham hat geschrieben:Für mich bist Du ein wertvoller Mensch. Nicht wegen Deinem Arbeiten. Davon habe ich nicht viel. Du bist es. Dein Wesen, so wie Du bist.


:)
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon wave » Mi 24. Okt 2012, 09:05

also im Kopf/respektive über den Versatnd weiss ich das alles und ich glaub das auch. DAs ich on Gottes Augen so oder so wertvoll bin.....Leistung hin oder her.

Die Gefühsebene ist da eine andere und lernt nicht so leicht wie der Verstand.
Gefühlsmaessig leistugsunabhängig zu fühlen was den Selbstwert angeht...das ist eine HErausforderung.

Grundsätzlich ist es, denke ich im MEnsch Tatkräftig zu sein...etwas zu tun.....

gibt es faule MEnschen?

DA meine ich jetzt nicht depressionsgeplagte die einfach müde sind...ich meine da jetzt wirklich faul.....

lg wave
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Mi 24. Okt 2012, 09:19

wave hat geschrieben:also im Kopf/respektive über den Versatnd weiss ich das alles und ich glaub das auch. DAs ich on Gottes Augen so oder so wertvoll bin.....Leistung hin oder her.

Die Gefühsebene ist da eine andere und lernt nicht so leicht wie der Verstand.
Gefühlsmaessig leistugsunabhängig zu fühlen was den Selbstwert angeht...das ist eine HErausforderung.

Hallo wave,
das ist schön das Du vom Verstand her schon da angekommen bist :comeon:
Das mit der Gefühlsebene kann ich gut verstehen, das Herz braucht oft länger um hinterher zu kommen...
Das ist m.E. der geistige Kampf, den wir täglich zu kämpfen haben...diesen Lügen zu verbieten, dass sie unser Denken und Handeln bestimmen...und unser Leben vergiften...

liebe Grüße
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Schoham » Mi 24. Okt 2012, 09:58

Es ist echt eine grosse Herausforderung die falschen Gedanken zu erkennen und sie nicht weiter zu nähren.

Zu lernen wäre vielleicht auch hilfreich, den Willen über die anklagenden Gedanken, die negative Gefühle verursachen, zu stellen. Wenn es Arbeit gibt so will ich arbeiten. Weil ich mir aber auch Sorge tragen will damit ich lange gesund bleibe und arbeiten kann, will ich vernünftig sein und mir Ruhepausen gönnen. Dann ist nicht alle Arbeit getan. Sie hört sowiso nie auf. Aber mein Tag war gut. Ich habe etwas geleistet und ich habe mir und meiner Seele auch gut geschaut. So lerne ich immer mehr in einem guten Gleichgewicht zu leben zwischen Arbeit und Stillen Momenten. Ich lasse mich weder von der Meinung anderer Menschen bestimmen noch von den anklagenden Gedanken die falsch sind.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Gnu » Mi 24. Okt 2012, 10:21

wave hat geschrieben: Gibt es faule Menschen?

Ja, nimm zum Beispiel mich.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Fr 2. Nov 2012, 11:55

Ein Gedanke:

Genug gearbeitet habe ich...
...wenn ich begreife das ich Jesus brauche!
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