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Wann hab ich genug gearbeitet ?

Berufstalltag, Haushalt, Schule, Burnout, Lebensfreude, Montag Morgen & Freitag Abend

Moderator: firebird

Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon wave » Mi 26. Sep 2012, 18:03

Ich habe mal eine Frage zur Zufriedenheit..nach einem Tag....

Wann wisst Ihr, dass ihr genug und zufriedenstellend gearbeitet habt....
....(wen ihr keinen vorgesetzten habt der euch eine limite vorgibt.....)

Was wen ihr das gefühl habt den Tag verschlampt zu haben und die Ziele nicht erreicht habt,die ihr euch gesteckt habt.....bsp. Waschküche putzen.....

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon alegna » Mi 26. Sep 2012, 19:10

Ich setze mir Ziele am Morgen und wenn ich diese geschafft habe, bin ich zufrieden und aufgestellt und manchmal auch ein bisschen stolz, trotz Widrigkeiten oder Störendem, mein Ziel erreicht zu haben.
wave hat geschrieben:.bsp. Waschküche putzen..

Ich nehme an dies gehört nicht zu Deinen Lieblingsaufgaben, also solches verschiebe ich gerne, wenn ich kann, bis ich wirklich wirklich mega Lust dazu habe endlich diese ungeliebte Sache zu erledigen, oder der Leidensdruck schon megamässig gross ist :oops: Als ich noch in einer Mietwohnung wohnte musste es erledigt werden und da dachte ich immer daran, dass auch ich eine saubere Waschküche benutze, also mache ich es für meine Nächste, nicht für mich .... auch dann geht die Arbeit leichter von der Hand.

lieber Gruss
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Schoham » Mi 26. Sep 2012, 20:19

wave

Ich wünsche Dir Freude am Waschkücheputzen :)) .

Sind wir bei allem was wir tun, ob arbeiten, zuhören, nachsinnen - Zufrieden, so wird das Leben zu einem Spiel daran wir Freude haben und es ist genug....
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon bigbird » Mi 26. Sep 2012, 20:27

wave hat geschrieben:Ich habe mal eine Frage zur Zufriedenheit..nach einem Tag....
Hallo Wave
Deine erste Frage geht Richtung Zufriedenheit nach einem Tag - und die zweite lautet dann

Wann wisst Ihr, dass ihr genug und zufriedenstellend gearbeitet habt....
geht also Richtung Arbeit. Ich frage mich grade, ob Zufriedenheit nach einem Tag wirklich hauptsächlich von der Arbeit abhängt?

Was wen ihr das gefühl habt den Tag verschlampt zu haben und die Ziele nicht erreicht habt,die ihr euch gesteckt habt.....bsp. Waschküche putzen.....
Also, wenn man den Tag wirklich verschlampt hat, ist es ja klar und auch verständlich oder gar richtig, dass man nicht zufrieden ist.

Wie ist es aber, wenn man fleissig gearbeitet hat, und trotzdem nicht weit gekommen ist? Ich wüsste gern noch etwas mehr, wie du zur der Frage kommst - und wo du hinaus willst.

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon wave » Do 27. Sep 2012, 07:18

alegna hat geschrieben:Ich setze mir Ziele am Morgen und wenn ich diese geschafft habe, bin ich zufrieden und aufgestellt und manchmal auch ein bisschen stolz, trotz Widrigkeiten oder Störendem, mein Ziel erreicht zu haben.
wave hat geschrieben:.bsp. Waschküche putzen..


Wie geht es Dir wen Du deine gesteckten Ziele nicht erreicht hast.
kAnnst Du dann Feierabend machen...?
arbeitst du am Abend länger...?
Wen alles drunter und drüber ging.. und viel unerledigtes ansteht.am andern Tag ein Ausflug angesagt ist...kannst Du den geniessen....?
Wen Du eine TAg frei hattest oder Ferien...denkst Du die versäumte ARbeitszeit nachholen zu müssen?


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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon alegna » Do 27. Sep 2012, 07:42

wave hat geschrieben:am andern Tag ein Ausflug angesagt ist...kannst Du den geniessen....?
Wen Du eine TAg frei hattest oder Ferien...denkst Du die versäumte ARbeitszeit nachholen zu müssen?

Hi wave
wenn ich etwas nicht erledigen konnte, weil irgendetwas dazwischen kam und ich einfach mein Ziel nicht erreicht habe, dann stört es mich heute weniger als noch vor ein paar Jahren. Ja ich kann den Ausflug dann geniessen, trotzdem! Ich musste lernen etwas von meinem Perfektionismus runter zu kommen, Kinder sind da guete Bremser :)
In den Ferien ist es so, dass ich vieles nicht mache und verschiebe auf die Zeit wo die Ferien vorbei sind, aber dann wird alles wieder gemacht und erst wenn ich alles geschafft oder nachgeholt habe bin ich wieder zufrieden.
Ich weiss ja nicht von welcher Arbeit Du eigentlich sprichst, aber wir sollten lernen zu tun was wir können und wenns mal nicht geht, es trotzdem zu geniessen. Die Arbeit läuft ja leider nicht weg, sie warted schön bis wir Zeit haben ;)

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Isaai » Do 27. Sep 2012, 23:13

Ich musste lernen etwas von meinem Perfektionismus runter zu kommen

Hey alegna - da ist was dran ;) - dieses (schweizerische) Streben zermürbt die meisten von uns ... Mich würde interessieren, wie du es geschafft hast, davon runter zu kommen. Du schreibst, dass da "Kinder gute Bremser sind". Naja, meine sind jetzt 17 und 13 - und kommen auch langsam in diese "Leistungsmühle" hinein - Noten, Druck bzgl. Anerkennung, Schulabschluss, Rollerprüfung, Berufsausbidung, etc. - Die Kids werden auch mehr und mehr auf "100%" getrimmt ...

Ich glaube, wir müssen uns mehr und mehr bewusst werden, dass wir a) die 100% niemals erreichen können und werden und dass b) Gott uns mit unseren Minderwertig- und Unpässlichkeiten aber zu 100% akzeptiert und uns genauso liebt und akzeptiert ...

LG Isaai
Herr, hilf mir den Mund zu halten, wenn ich schweigen soll. Psalm 141,3
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon alegna » Do 27. Sep 2012, 23:43

Isaai hat geschrieben:Mich würde interessieren, wie du es geschafft hast, davon runter zu kommen. Du schreibst, dass da "Kinder gute Bremser sind".

Nun, ich bin eine Frau die es gerne ordentlich, sauber und vorallem sehr aufgeräumt hat, aber ..... meine Kinder nicht, sie schaffen es innert kürzester Zeit ein ganzes Zimmer in Unordnung zu hinterlassen .... und ich habe gelernt es nicht mehr als so tragisch anzusehen .... nur wenn ich ganz schlechte Laune habe dann ärgere ich mich darüber, dass meine Kinder alle Räume in Beschlag nehmen und ein Chaos hinterlassen.
Aber ich bin eigentlich nicht so, ich will kein Chaos und keine Unordnung, aber ich muss es zulassen in einem gewissen Rahmen, Kinder sind so! Früher gab es Kisten nur für Legos oder Bauklötze, heute ist alles gemischt und es stört mich nicht mehr, aber ich bin da abhängig von der Gnade unseres Herrn, alleine würde ich durchdrehen, doch was ist wichtiger? Ein aufgeräumtes Zimmer, oder glückliche Kinder?

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Gnu » Fr 28. Sep 2012, 01:00

alegna hat geschrieben: ..... meine Kinder nicht, sie schaffen es innert kürzester Zeit ein ganzes Zimmer in Unordnung zu hinterlassen ....

Ich schaffe das allein in meinen drei Zimmern. :oops:
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon wave » Fr 28. Sep 2012, 08:49

@bigbird,@alle

ja, das wäre die konkrete Frage...?
Hängt zUfriedenheit mit der geleisteten Arbeit zusammen.....?

Bei mir ist es so.....! und das stört mich sehr....!

daher nimmt es mich wunder,wie leben MEnschen die ihre Zufriedenheit nicht von der geleisteten Arbeit abhängig machen....?


Die ruhen können in oder bei irgendetwas ohne zu denken nachher muss ich aber noch schnell dies und das erledigen oder überlegen wie sie die "verlorene" Zeit....
(Bsp.im Forum schreiben) wieder einholen können.

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Fr 28. Sep 2012, 09:51

wave hat geschrieben:Hängt zUfriedenheit mit der geleisteten Arbeit zusammen.....?

Bei den meissten Menschen ist das wohl so, weil wir eine Leistungsgesellschft sind und uns das von Kindesbeinen an so beigebracht wurde.
"Wenn du brav bist bekommst du ein Bonbon!"
"Wenn du eine gute Note nach Hause bingst bekommst du 10.00 Euro!"
"Wenn du gut arbeitest ist dein Chef zufrieden mit dir!"
usw.

Ich habe selber lange so gedacht und gehandelt, auch als ich schon Christ war, da wurde es ehrlich gesagt noch schlimmer.
Ich hatte immer den Anspruch mit meiner Arbeit Gott zu gefallen.
Das hat mich letztlich krank gemacht.
Perfektionismus, alles musste stimmen, auf der Arbeit, zu Hause im Haushalt und im geistigen Leben...alles auf Hochglanz polliert...nach außen hübsch glänzend...aber im Herzen doch nicht zufrieden...
Dann kam der Zusammenbruch, Burnout.
Da ging garnichts mehr, ich saß einfach nur noch da, nicht mehr in der Lage mich und meine Situation zu begreifen...vollkommen kraftlos...
Das war für mich eine heftige Wüstenwanderung zu erleben das ich nicht mal das Notwendigste in meinem Alltag erledigen konnte.
Oft war ich verzweifelt, wütend, traurig und resigniert.
In dieser Zeit habe ich schmerzhaft gelernt mich nicht mehr über meine Leistungen zu definieren.
Ich lernte mich über den Sonnenschein zu freuen oder das Gänseblümchen am Straßenrand und den Regenbogen in den Wolken.
Über jeden kleinen Schritt für den Gott mir Kraft gab.
Denn das lernte ich, das Gott es ist, der mir Kraft gibt oder eben auch nicht, weil ich etwas lernen soll.

Heute, ist mein persönlicher Schmutzpegel um einiges höher als früher.
Selbst wenn ich denke jetzt musst du aber das Bad putzen oder die Küche wischen, so kann ich das wirklich nur tun, wenn ich merke, das die Kraft dazu da ist.
Oft ist es aber so das ich meinen Mann um Hilfe bitte weil alles zusammen für mich nicht zu schaffen ist.
An solchen Tagen putze ich dann das Bad und staubsauge die Wohnung und mein Mann wischt dann alles feucht durch. Täte er das nicht und ich müßte es tun würde ich vermutlich unter dem Wischlappen zusammen brechen.
Hört sich blöd an, ist aber so.
Früher habe ich Bäume ausgerissen, war so eine richtige "we can do it" Frau...
Heute bin ich froh das mein Mann mir die Wäsche in den Keller trägt und den Einkauf ins Haus.

Zufrieden bin ich, wenn ich Frieden habe mit Gott.
Wenn ich mit Gott rede und Er mit mir.
Wenn ich mich geliebt und geborgen fühle.

wave hat geschrieben:Bei mir ist es so.....! und das stört mich sehr....!

Es ist gut das Dich das stört!
Lass Dich von Gott an dem Punkt beunruhigen und umformen! :praise:

wave hat geschrieben:Die ruhen können in oder bei irgendetwas ohne zu denken nachher muss ich aber noch schnell dies und das erledigen oder überlegen wie sie die "verlorene" Zeit....
(Bsp.im Forum schreiben) wieder einholen können.

Für mich hat jeder Tag seine eigene Last.
Ich kann ja nur so viel tun, wie ich Kraft zur Verfügung habe.
Diese Unruhe hatte ich natürlich auch, doch habe ich erkannt, dass mich das nicht weiter bringt wenn ich mich zermürbe.
Ich bin da abhängig von Gott. Also bete ich wenn ich eine bestimmte Sache erledigen muss/will.
Und Gott hat es mir beigebracht in Ihm zu ruhen.
Oh, ich bin nicht fertig mit der Lektion aber auf einem guten Weg :comeon:

Das wünsche ich Dir auch, dass Du Ruhe findest in Gott!
Es geht immer um die Ehre des Herrn;
wo der Herr im Leben nicht zu Ehren kommt,
da lebt der Mensch verkehrt!
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon imhotep » Fr 28. Sep 2012, 10:22

wave hat geschrieben:Hängt zUfriedenheit mit der geleisteten Arbeit zusammen.....?

Jup, das ist eine ziemlich universelle, und wie ich meine gesunde, menschliche Eigenschaft. Ungesund wäre es, trotz geleisteter Arbeit unzufrieden zu sein, oder dass man keinen Drang verspürt etwas zu erreichen und ohne Leistung zufrieden mit sich selber ist.

Bei mir ist es so.....! und das stört mich sehr....!

Es soll dich nicht stören. Aber vielleicht musst du lernen, deinen Leistungswillen produktiver zu kanalisieren und zu erkennen, wann es "genug" ist.

Die ruhen können in oder bei irgendetwas ohne zu denken nachher muss ich aber noch schnell dies und das erledigen oder überlegen wie sie die "verlorene" Zeit....
(Bsp.im Forum schreiben) wieder einholen können.

Ich kenne das - auch das Aufschieben von wichtigen Dingen, einfach weil es Überwindung braucht sie anzupacken. Aber häufig ist eben das Dringende, Unwichtige der Feind des Längerfristigen und Wichtigen. Oder die Ablenkung des Moments frisst die Zeit auf, die ich für eine gewinnbringende Pause verwenden könnte. Es ist hie und da hilfreich, den alltäglichen Krimskrams zu hinterfragen und sich neu auf seine Stärken und Prioritäten zu besinnen.
Selig sind die Trolle, denn ihnen gehört das Internet.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Fr 28. Sep 2012, 12:22

Genau wegen diesem Druck den das Wort perfekt auslöst mag ich das überhaupt nicht, ich habe das sozusagen aus meinem Wortschatz verbannt. Ich habe mal nachgelesen und herausgefunden das dieses Wort aus der Psychologie stammt. In der Bibel wird dieses Wort nicht gebraucht, wir sollen nicht perfekt werden sondern vollkommen und das heisst etwas anderes. Perfekt sein heisst 100%, nichts drunter und nichts drüber, und jeder von uns weiss doch dass es 100% ige Genauigkeit nicht gibt. Vollkommen sein heisst hingegen den bestmöglichen Zustand erreichen den jedem von uns möglich ist.
Für mich heisst das, das ich versuche in meiner Arbeit und auch bei meinen täglichen Pflichten jeweils das bestmögliche zu geben. In der Arbeit kann es natürlich schon vorkommen das manchmal je nach Auftragslage, der Leistungsdruck etwas steigt. Ich meine ganz ohne Druck und ohne Ziele geht es nicht, sonst würde ich vermutlich nicht mehr viel machen und es gibt nun mal Sachen da weigere ich mich so lange wie nur irgend möglich diese anzugehen. Aber irgendwann müssen die einfach gemacht werden, das merke ich dann daran das ich immer unruhiger werde. Wenn es um Sachen geht die nur mich selber betreffen dann kann ich das relativ locker nehmen. Wenn es aber um Sachen geht die andere Menschen oder Aemter etc. betreffen, schaue ich dass ich sie schnell erledige. Wenn es aber halt mal nicht so gut geht oder ich einen Fehler mache dann brauche ich auch keine Ausreden mehr wie früher sondern stehe zu meinen Schwächen und kann diese auch zugeben. Weil ich eben weiss das es dieses Perfekt gar nicht gibt.
Ich würde z.B nie eine grosse Wohnung mieten. Ich habe kleine Zimmer und ein sehr kleines Badezimmer und da bin ich schnell mal durch mit putzen, wenn ich mich dann dazu aufraffen kann. Wenn ich neue Möbel brauche dann schaue ich mir die vorher ganz genau an, nämlich ob sie leicht abzustauben sind - nicht klauen. ;) Küchengeräte werden noch genauer angeschaut, da wird nichts gekauft was nicht leicht zu reinigen ist.
Leider hat unsere Gesellschaft immer noch nicht gemerkt dass man Menschen nicht über ihre Leistung oder über Materialismus oder Ansehen beurteilen kann. Darum werden so viele Menschen krank, zerbrechen daran und verzweifeln bis hin zum Selbstmord, und sogar bei meinen Glaubensgeschwistern bekomme ich diese Denkweise mit. Ich hoffe wirklich sehr dass da mal ein Umdenken stattfindet.
Für Jesus hat immer nur der Mensch gezählt, das was im Herzen eines Menschen ist. Das was da raus kommt das ist das was einen Menschen ausmacht. Und darum muss ich keinem Leistungsdruck standhalten der mich krank macht und von dem ich schon vorher weiss das mich das überfordert. Dann kann ich auch ruhigen Gewissens um Hilfe bitten oder fragen ob es jemand anderes machen könnte. Ich nehme immer nur so viele Aufgaben an die ich auch bewältigen kann. Und weil ich weiss das ich geliebt werde und anerkannt bin von meinem Himmlischen Vater kann ich damit umgehen was andere Menschen von mir denken, sagen und halten oder ob sie mich lieben oder nicht. Und den Frieden und die Ruhe im Herzen die von Gott kommt kann mir keine Arbeit und kein Mensch ersetzen.

Liebe Grüsse von thery
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Schoham » Fr 28. Sep 2012, 20:35

wave hat geschrieben:daher nimmt es mich wunder,wie leben MEnschen die ihre Zufriedenheit nicht von der geleisteten Arbeit abhängig machen....?


Im Reich Gottes - erlöst aus der Sklaverei Aegyptens.
Manchmal sind es die andern.... und oft sind wir es selbst... die treiben...
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Fr 28. Sep 2012, 21:15

Schoham hat geschrieben:
Im Reich Gottes - erlöst aus der Sklaverei Aegyptens.
Manchmal sind es die andern.... und oft sind wir es selbst... die treiben...


Stimmt, ob bewusst oder nicht, aber manchmal sind auch wir selbst es die auf andere Druck ausüben. Auch das muss erwähnt werden.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon bluna » Sa 29. Sep 2012, 19:11

wave hat geschrieben:Ich habe mal eine Frage zur Zufriedenheit..nach einem Tag....

Wann wisst Ihr, dass ihr genug und zufriedenstellend gearbeitet habt....
....(wen ihr keinen vorgesetzten habt der euch eine limite vorgibt.....)

Was wen ihr das gefühl habt den Tag verschlampt zu haben und die Ziele nicht erreicht habt,die ihr euch gesteckt habt.....bsp. Waschküche putzen.....

lg wave



Den Arbeitstag beendet nach 8 Sth. kommt darauf an wie Du arbeitest. Wenn Du einen Chef brauchst,Ich komme!
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Gnu » Sa 29. Sep 2012, 20:02

thery hat geschrieben: Stimmt, ob bewusst oder nicht, aber manchmal sind auch wir selbst es die auf andere Druck ausüben. Auch das muss erwähnt werden.

Da kommt mir Walter Roderer in den Sinn mit seiner „Truggete“.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon wave » So 30. Sep 2012, 21:48

Schoham hat geschrieben:wave

Ich wünsche Dir Freude am Waschkücheputzen :)) .

Sind wir bei allem was wir tun, ob arbeiten, zuhören, nachsinnen - Zufrieden, so wird das Leben zu einem Spiel daran wir Freude haben und es ist genug....


Die Waschküche ist einfach so ein Bsp....es könnte grad auch irgendwas sonst sein.....
Aber diesen Herbst ist sie schon mal noch dran.....

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon wave » Mo 1. Okt 2012, 08:21

Liebe Laodicea

Danke Für deinen offenen Bericht....ich entnehme dem irgendwie das du der Leistung zum Opfer gefallen bist.Ich bin berührt von deinem Weg den du nun gehst oder gehen musst.....

JA,ich definiere mich stark über Leistung.....wie Alegna schrieb waren schon auch bei mir die Kinder wohl das erste wo mich meine Ziele nicht mehr erreichen liessen und ich lernte und lerne mal die 5 gerade sein zu lassen,da es anders schlicht unmöglich ist....trotzdem ist das Definieren über Leistung geblieben.....

Du schreibst,ich kann nur soviel tun wie meine Kraft reicht....
Meine Willenskraft reicht manchmal unglaublich weit....die körperliche dann eigentlich weniger.....
körperlich schmerzen kann ich dann gut noch wegdenken eine gewisse zEit und das ist so ein Punkt....es zählt NUR die LEistung alles andere hat zuwenig Wert.....

Nun bin ich auf dem Weg der Suche, nach einer Werteumwandlung die nicht von der Leistung abhängig ist.....
Meine Kraft soll nicht nur in die LEistungsmühle fallen sondern auch anderswo hin....

das nochmals einige GEdanken dazu..

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon alegna » Mo 1. Okt 2012, 12:30

Liebe wave
darf ich Dir eine Frage stellen? Bist Du Hausfrau wie ich, oder arbeitest Du noch auswärts?
Ich frage dies, weil Deine Antwort von meiner abhängt.

lieber Gruss
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Mo 1. Okt 2012, 15:09

wave hat geschrieben:Danke Für deinen offenen Bericht....ich entnehme dem irgendwie das du der Leistung zum Opfer gefallen bist.Ich bin berührt von deinem Weg den du nun gehst oder gehen musst.....

Liebe Wave,
Anfangs, als ich noch mittendrin steckte war das ehrlich hart...und ich habe immer darauf gewartet das die Kraft zurück kommt...
Heute habe ich mich gut mit meiner kleinen Kraft arrangiert.
Ich durfte lernen zu akzeptieren das es ist wie es ist und jeden Tag aus der Hand Gottes nehmen, ob mit oder ohne körperliche Kraft.
Ich habe auch gelernt mit meiner Kraft besser zu haushalten, mir also für einen Tag nicht zuviel aufzubürden, immer nur realistische, erreichbare Ziele setzen.
Aber ansonsten ist jeder Tag neu und anders.


wave hat geschrieben:Du schreibst,ich kann nur soviel tun wie meine Kraft reicht....
Meine Willenskraft reicht manchmal unglaublich weit....die körperliche dann eigentlich weniger.....

Ich sprach hier auch nur von meiner körperlichen Kraft, mein Wille hatte oft ganz anderes im Sinn, ähnlich wie Du das erlebst.
Warum hat Deine Leistung für Dich so einen übergeordneten Wert?

wave hat geschrieben:Nun bin ich auf dem Weg der Suche, nach einer Werteumwandlung die nicht von der Leistung abhängig ist.....

Alles was Du suchst findest Du in Jesus.

Gruß
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Schoham » Mo 1. Okt 2012, 20:35

wave hat geschrieben:Nun bin ich auf dem Weg der Suche, nach einer Werteumwandlung die nicht von der Leistung abhängig ist.....


Ich erlaube mir die Worte des Paulus an die Epheser für dich persönlich umzuschreiben.
Hört dein Herz die selig, freimachende Melodie daraus....

Aus Gnade
bist Du selig
durch Glauben

Nicht aus dir
Gottes Gabe ist es
nicht aus Werken
damit du dich nicht
rühmen kannst

du bist Sein Werk
geschaffen in Christus Jesus
zu guten Werken
die Gott
zuvor bereitet hat
dass du darin wandelst
Schoham
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon wave » Di 2. Okt 2012, 22:57

alegna hat geschrieben:Liebe wave
darf ich Dir eine Frage stellen? Bist Du Hausfrau wie ich, oder arbeitest Du noch auswärts?
Ich frage dies, weil Deine Antwort von meiner abhängt.

lieber Gruss
alegna


Liebe Alegna
Ja, ich bin Hausfrau,Mein Mann ist selbständig erwerbend,mein Haushalt umfasst 6 Pers. und ich arbeite ca. 20prozent noch was anderes von Zuhause aus...

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon wave » Di 2. Okt 2012, 23:02

imhotep hat geschrieben:
wave hat geschrieben:Hängt zUfriedenheit mit der geleisteten Arbeit zusammen.....?

Jup, das ist eine ziemlich universelle, und wie ich meine gesunde, menschliche Eigenschaft. Ungesund wäre es, trotz geleisteter Arbeit unzufrieden zu sein, oder dass man keinen Drang verspürt etwas zu erreichen und ohne Leistung zufrieden mit sich selber ist.

Bei mir ist es so.....! und das stört mich sehr....!

Es soll dich nicht stören. Aber vielleicht musst du lernen, deinen Leistungswillen produktiver zu kanalisieren und zu erkennen, wann es "genug" ist.

Die ruhen können in oder bei irgendetwas ohne zu denken nachher muss ich aber noch schnell dies und das erledigen oder überlegen wie sie die "verlorene" Zeit....
(Bsp.im Forum schreiben) wieder einholen können.

Ich kenne das - auch das Aufschieben von wichtigen Dingen, einfach weil es Überwindung braucht sie anzupacken. Aber häufig ist eben das Dringende, Unwichtige der Feind des Längerfristigen und Wichtigen. Oder die Ablenkung des Moments frisst die Zeit auf, die ich für eine gewinnbringende Pause verwenden könnte. Es ist hie und da hilfreich, den alltäglichen Krimskrams zu hinterfragen und sich neu auf seine Stärken und Prioritäten zu besinnen.


Danke Dir für deinen Bericht..ja ich bin oft nach geleisteter Arbeit unzufrieden....weil ich meine zuwenig gemacht zu haben......
und mit dem älter werden nimmt die produktivität eh ab.....
.....das heisst meinSelbstwert sollte einigermassen erhalten bleiben auch wen ich krank bin oder sonstwarum nicht arbeiten kann....

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Di 2. Okt 2012, 23:47

wave hat geschrieben:
.....das heisst meinSelbstwert sollte einigermassen erhalten bleiben auch wen ich krank bin oder sonstwarum nicht arbeiten kann....



Heisst dass das dein Selbstwert von der Leistung abhängt, und wenn du einmal nicht mehr Leistung bringen kannst dann bist du nichts mehr wert, oder zumindest nur noch genau so viel wie du noch Leistung erbringen kannst? Das ist doch genau dieses verkehrte Denken das unsere Gesellschaft vorgibt. Natürlich sollen wir Arbeiten und etwas tun. Aber wenn der Selbstwert von der geleisteten Arbeit abhängt dann kann das schlimme Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Das ist das was ich oben meinte: Mein Selbstwert habe ich in Jesus Christus, er gibt mir alles was ich brauche. Dann bin ich nicht von Leistung, Geld oder Menschen oder was auch immer abhängig. Das ist das was Frei macht.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon alegna » Mi 3. Okt 2012, 07:43

wave hat geschrieben:Ja, ich bin Hausfrau,Mein Mann ist selbständig erwerbend,mein Haushalt umfasst 6 Pers. und ich arbeite ca. 20prozent noch was anderes von Zuhause aus...

Hi wave
das dachte ich mir doch, dass Du Hausfrau bist :)
Als Hausfrau fühlen sich viele Frauen nicht mehr vollwertig/bestätigt/wahrgenommen, es fehlt an Anerkennung/Zuspruch/Wertschätzung und was passiert jetzt bei der Frau? Bekommt sie keine Bestätigung in dem was sie alles tut und sie tut eine ganze Menge, aber innerhalb der Familie wird es selbstverständlich und keiner sagt Danke oder lobt die tüchtige Hausfrau, die ja meist ihre ganze Seele in Haus und Familie steckt und immer da ist für jeden der sie braucht. Dabei geht bei vielen Frauen eine ganze Menge verloren und fangen an sich über ihre Leistung zu definieren, es genügt ihnen nicht mehr für ihre Familie da zu sein, sie brauchen eine Anerkennung. Jeder der arbeitet bekommt Lob und sieht was er am Ende des Tages gemacht hat, in einem Haushalt sieht Frau dies meist nur eine ganz kurze Zeit, dann fängt sie wieder von vorne an zu haushalten. Dazu kommt, dass eine Frau oft stark an das Haus gebunden ist, sie kaum unter Leute kommt und da meine ich nicht der Einkauf und kurzer Schwäz mit dem Nachbar, sondern sie opfert sich voll für die Familie, bekommt also von aussen nur wenig von dem was sie braucht um sich gut zu fühlen.
Als Christen wissen wir aber, dass unser Gutfühlen nicht von Menschen oder Leistung abhängt, sondern ...
thery hat geschrieben:Mein Selbstwert habe ich in Jesus Christus, er gibt mir alles was ich brauche. Dann bin ich nicht von Leistung, Geld oder Menschen oder was auch immer abhängig. Das ist das was Frei macht.
und das ist genau das was so schwer ist im Alltag umzusetzen, aber thery hat da voll Recht!! :umarm:
In Jesus Christus haben wir alles was wir brauchen, ob ich eine Hausfrau bin, oder ein Manager. Vorsicht ist auch geboten wenn wir uns dem Gesellschaftsdruck anfangen zu unterwerfen und meinen als Hausfrau und Mutter sei man nichts wert und durch eine Zusatzarbeit auswärts steige man im Wert und es sei für das Selbstwertgefühl unablässig, dann kann Frau wie in der Werbung glücklich lächeln, aber mal ganz ehrlich, es ist eine Lüge! Jesus hat Dich als Familienmanagerin (hört sich doch gut an, oder?) erkoren und Dein Selbstwertgefühl kommt nur von Ihm :praisegod:

lieber Gruss
alegna, die auch manchmal damit kämpft :? :)
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Gnu » Mi 3. Okt 2012, 11:43

Man könnte es auch ganz krass formulieren: Wer seinen Selbstwert über seine Arbeitszufriedenheit definiert, dient einem Abgott. Nicht dass ihr euch jetzt angegriffen fühlt, das sei ferne. Ich predige mir selbst.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon alegna » Mi 3. Okt 2012, 12:25

Gnu hat geschrieben:Wer seinen Selbstwert über seine Arbeitszufriedenheit definiert, dient einem Abgott.

Da hast Du nicht mal so unrecht Gnu :comeon:
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Mi 3. Okt 2012, 14:52

Gnu hat geschrieben:Man könnte es auch ganz krass formulieren: Wer seinen Selbstwert über seine Arbeitszufriedenheit definiert, dient einem Abgott. Nicht dass ihr euch jetzt angegriffen fühlt, das sei ferne. Ich predige mir selbst.


Ich würde sagen da hast du sogar sehr recht...... :))
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Schoham » Mi 3. Okt 2012, 20:26

wave hat geschrieben: ich bin oft nach geleisteter Arbeit unzufrieden....weil ich meine zuwenig gemacht zu haben......


Wie habe ich es gemacht. Mit was für einer Gesinnung. Das wie ich etwas tue - zeigt - wie mein Herz beschaffen ist. Ich kann sehr viel chrampfe und es dennoch nicht wirklich von Herzen tun. Mehr aus Pflicht oder um zu imponieren, gelobt zu werden - was für ein Hirsch ich bin ....
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon firebird » Mi 3. Okt 2012, 21:19

Hallo zusammen,

Interessant die Posts zu lesen zum Thema Selbstwert. So als Kontrast zum Dasein als Hausfrau, bzw. Familienmanagerin einmal das Dasein eines Mannes der im Berufsleben seine Kämpfe hat.

Ganz ehrlich gesagt, Eure Zeilen beschämen mich ziemlich und das mit Recht. Dies, weil es bei mir eben gerade so ist, dass ich meinen Selbstwert zur Hauptsache aus meiner beruflichen Leistung definiere.

Doch die Täuschung wurde bei mir erst in der Krisensituation offenbar. Nämlich wo es immer klarer wurde, dass ich aus gesundheitlichen Gründen wohl kaum mehr mit einem 100% Pensum arbeiten kann. Als es dann so weit war, dass ich auch die angestammte Tätigkeit nicht mehr ausüben kann, war das für mich ein weiterer psychischer Schub. Jetzt wo ich mit der IV (Invalidenversicherung!!) in Kontakt bin, ja .... :shock:

"valid" bedeutet meines Wissens Wert. Demnach wäre "Invalid" in Etwa nichtwertig.
Bei einer 40% Invalidität hätte ich noch einen 60 prozentigen Wert.

Kann es das sein?? Ich würde sagen Nein!!
Hat nur das einen Wert, was man mit Zahlen ausweisen kann?? Selbstverständlich sagen da alle Nein. Aber sind wir ehrlich, die heutige Mentalität ist halt eben doch genau so. Ich muss ja gestehen dass ich selbst darin stecke. Aber genau dem zum Trotz: Ein Lob der tüchtigen Hausfrau, die sich durch eine solche Mentalität nicht entmutigen lässt und jahrelang auf Vieles verzichtet. Da bin ich so froh für diese Frauen, dass Gott ihre Arbeit wertschätzt. Wir Männer dagegen müssen uns im Umdenken trainieren.

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Mi 3. Okt 2012, 23:01

Tja, ich nur noch einen 50% igen. :)) Mich wundert am meisten das gerade Christen meinen sie wären nur dann etwas Wert wenn sie 100% geben können. Wir sollten es nun doch wirklich besser wissen?
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Do 4. Okt 2012, 09:44

Ja, wir wissen das besser...und haben trotzdem Schwierigkeiten ein verändertes Denken zu zu lassen.
Komische Leute diese Christen! :lol:

Mal was zum Schmunzeln:
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon alegna » Do 4. Okt 2012, 12:39

Laodicea hat geschrieben:Mal was zum Schmunzeln:
Hausarbeit sieht man nur, wenn sie nicht gemacht ist :]

Ja leider ist das so ..... :? :lol:
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon firebird » Do 4. Okt 2012, 12:46

Liebe Thery und Laodicea,

Woher wir Christen unsern Selbstwert definieren, hängt auch stark vom Elternhaus ab und dann auch von der christlichen Verkündigung die wir erhalten haben. Ich wuchs in einem stark leistungsorientierten Elternhaus auf, dadurch passte auch die leistungsorientierte christliche Verkündigung die ich erhielt, ins Schema. Dies, bis mir durch Krankheit die Augen aufgingen.

Was mich bei manchen Prediger und leider auch Seelsorger staubig macht, ist dies, dass sie Veränderung predigen, aber dass sie dann gar nicht konkret sind, wenn es darum geht, wie dass die Veränderung umgesetzt wird. Da musste ich leider all zu viele schwammige Floskeln hören.

Deshalb hier die Frage: Welche Denkinhalte sollen mit dem Umdenken angestrebt werden?

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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Do 4. Okt 2012, 22:31

Eigentlich wäre es ja ganz einfach: Wenn sich das ganze Herz auf etwas ausgerichtet hat was uns wichtiger ist als Gott. Dann ist das Götzendienst. Ich glaube es ist nicht umsonst das 1. Gebot: Das wir keine anderen Götter haben sollen. Und zu falschen Göttern kann schlicht und einfach alles werden. Aber durch Schuld einsehen und bekennen wird sich noch nichts ändern - das wäre sicher mal der erste Schritt. Auch durch reine Willenskraft kann man sich selbst nicht dazu bringen anders zu leben. Nur wenn wir diese Götzen raus schmeissen aus unserem Herzen und sie durch etwas anderes ersetzen, werden wir sie los. Wenn wir sie nicht ersetzen, werden sie sich ihren Platz immer wieder einzunehmen versuchen. Wir merken es auch daran dass es Sachen sind die uns zerstören wollen, die uns Zeit rauben, die uns Krank machen, die unsere Gedanken verwirren, die uns vor allem von Gott wegbringen wollen etc. Um diese Götzen loszuwerden gehört aber auch dazu, das man, wenn man sie erkannt hat auch ehrlich eingestehen kann das man falschen Göttern oder Denkweisen anhängt. Das wir selber unser Herz selbst immer wieder kritisch unter die Lupe nehmen und schauen was da drin eigentlich los ist. Und dann diesen Platz wieder dem geben dem er gehört: Jesus Christus. Das Umdenken kann nur Jesus Christus durch seinen heiligen Geist in uns bewirken.
Natürlich werden wir auch sehr von unseren Eltern beeinflusst. Aber unser ganzes Leben lang beeinflussen uns immer wieder andere Menschen, oder versuchen es. Nur irgendwann werden wir erwachsen und sind für unser Tun selber verantwortlich. Wir sind nicht ein Leben lang Sklaven unserer Kindheit oder unserer Vergangenheit, wir können uns davon lösen. Es gehört auch dazu das wir Sachen die uns bis dahin "normal" erschienen anfangen zu hinterfragen wenn nötig, nicht nur in der Familie und Gemeinde, auch in der Gesellschaft und in der Politik. Es könnte ja sein dass das was uns da vorgegeben wird gar nicht immer das Richtige ist.
Ausser dem Wort das ich aus meinem Wortschatz gestrichen habe weil es das gar nicht gibt und es nur ein psychologischer Begriff ist, kommt mir gerade noch das Wort Stolz in den Sinn. Interessant ist dass Stolz in früheren Zeiten nie als eine positive Eigenschaft angesehen wurde. Und heute wird das sogar als sehr positiv angesehen wenn jemand Stolz ist auf jemanden, etwas, oder gar sich selber. Dabei steht in der Bibel klar und deutlich das wir nicht Stolz sein sollen.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon firebird » Fr 5. Okt 2012, 11:36

Liebe Thery,

Vielen Dank für die Mühe die Du Dir genommen hast für diesen ausführlichen Input. Zu Deiner Zielrichtung kann ich Ja und Amen sagen. :))

Vorhin haben wir es in diesem Thread davon gehabt, dass die Arbeit der Hausfrauen zu wenig wert geachtet wird. Ob erwerbstätig oder nicht, spielt gar keine Rolle. Wenn jemand eine Arbeit verrichten kann, die wertgeachtet wird, hat das eine unmittelbare Auswirkung auf dessen Selbstwertgefühl.

Nun wie siehst Du das:

- Setzest Du Stolz mit Selbstwertgefühl gleich?
- Wenn nicht, worin siehst Du den Unterschied?

Herzlicher Gruss
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon Laodicea » Fr 5. Okt 2012, 13:54

firebird hat geschrieben:Welche Denkinhalte sollen mit dem Umdenken angestrebt werden?

Liebe firebird und Thery,
besser hätte ich es nicht sagen können, als Thery das gemacht hat :umarm:

Gruß
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Sa 6. Okt 2012, 13:17

Lieber firebird, ich habe mir noch mal Gedanken über das Thema Leistung und Selbstwert gemacht, und wie ich auf das Wort Stolz gekommen bin. Ich versuche das mal zu erklären was dabei heraus gekommen ist. :))

Zuerst habe ich mir mal selber zu beantworten versucht was denn eigentlich Selbstwert ist. Ohne jetzt gleich als erstes in Wikipedia nach zu sehen. (Laut Wikipedia, wen wundert es, kommt es wieder aus der Psychologie.)
Selbstwert heisst doch nichts anderes, als wie bewerte ich mich selber. Liebe ich mich selber ist mein Wert höher, liebe ich mich nicht ist mein Wert tiefer oder gleich null. Denn bewerten kann man ja nur etwas das man entweder mag oder nicht. Wenn ich etwas hässlich finde bewerte ich es tiefer als etwas das ich schön finde, oder etwas das ich als schlecht befinde als etwas das ich als gut befinde. Wir bewerten ja nicht nur uns selber sondern auch andere Menschen. Mal ganz krass ausgedrückt ist Selbstwert nichts anderes als eine Form von Egoismus. Alles was mit selbst anfängt ist ja Ich bezogen. (Nicht vergessen, das sind meine eigenen Gedanken und somit keine Garantie dafür das sie auch wirklich stimmen). Also wenn ich mich nicht selber genug liebe und nicht von anderen genug geliebt werde dann bin ich nichts Wert.
Jetzt ist aber Liebe, Anerkennung, Wertschätzung, nichts was einfach so in uns hineingelegt worden ist. Es ist nichts worauf ich auch nur das geringste Recht hätte, also kann ich es nicht einfach fordern. Wobei uns ja eingeredet wird das wir das sehr wohl können. Und wir sehen jeden Tag wie zerstörerisch dieses Fordern sich auswirkt, auf uns selber und andere. Wir müssen uns diese Gefühle des Glückes von aussen holen. Also brauchen wir etwas woran sich dieser Wert messen lässt. Und das kann ja nun wirklich wieder alles sein. Dann wären wir eben wieder bei der Arbeit, Besitz, Schönheit, Berühmtheit, Intelligenz, eine ganz bestimmte Person, usw.
Sogar unsere Liebe zu Gott ist ja eine bedürftige Liebe weil wir etwas von Ihm ganz dringend brauchen das nur Er uns geben kann. Leere die nur er ausfüllen und stillen kann. Was ja nichts schlechtes ist, weil er sagt das er uns das geben möchte, völlig freiwillig und aus Gnade. Menschen aber können wir mit keinem Mittel dazu bringen uns freiwillig zu geben nach dem was wir uns so sehr sehnen und brauchen, auch wenn wir bereit sind alles dafür zu tun - im schlimmsten Fall sogar über Leichen zu gehen. Wenn wir meinen wir hätten automatisch das Recht dazu alles zu bekommen was wir wollen dann kann sich auch die Liebe zu Gott sehr schnell ins Negative kehren. Denn dann meinen wir ja immer wir bekämen nicht das von Gott wozu wir doch das Recht haben, also liebt er uns nicht genug.
Also, jetzt noch zum Stolz: Wenn ich also meine (ich muss schon fast sagen meinen vermeintlichen Selbstwert) über meine Arbeitsleistung messen zu müssen, bin ich natürlich nur dann mit meiner Leistung zufrieden wenn ich die Messlatte so weit wie nur möglich hochschrauben kann und dieses Ziel auch erreiche. Nur dann kann ich am Abend sagen. Ich bin Stolz auf mich, auf das was ich erreicht habe. Und das kann dann auch mal ganz schnell zum Hochmut führen. Seht her ich bin besser als ihr, meine Wohnung z.B ist viel sauberer als deine, also bin ich mehr Wert. Und dann sehen wir ganz ganz schnell auf andere Menschen herab. Und das kann uns in jedem Bereich unseres Lebens passieren. Und es spielt überhaupt keine Rolle wer oder was wir sind, ob Frau oder Mann.
Und wenn eines Tages diese Messlatte nicht mehr zu erreichen ist, dann kommt der tiefe Fall und die Verzweiflung. Der so gerühmte Selbstwert ist dahin. Was dann?

Und leider gibt es ja Prediger die uns genau dieses Wertesystem auch noch predigen. Je mehr Leistung (Werke) die du bringst desto mehr liebt dich Gott desto mehr gibt er dir. Und das ist meiner Meinung nach eine grosse Lüge!


Noch eine Anmerkung: Irgendwo (weiss leider gerade nicht mehr wo das war) habe ich gelesen das es seit der Selbstverwirklichung ca. 20! neue psychische Erkrankungen gibt.


Liebe Grüsse von thery



P.s: Es gäbe dazu natürlich noch ganz viel zu schreiben und man müsste natürlich noch andere Sachen dazu nehmen und ins Detail gehen. Das was ich hier schreibe sind einfach meine Gedanken. Das was ich in den 8 Jahren seit ich zum Glauben an Jesus Christus gekommen bin aus dem Studium der Bibel an Erkenntnis gewonnen habe. Das was ich aus unzähligen Büchern die ich mittlerweile gelesen habe, aus vielen Gesprächen und Predigten und Beiträgen aus dem Forum gelernt habe. Ich hoffe das du verstehen kannst was ich mit meinem Beitrag ausdrücken möchte.
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Re: Wann hab ich genug gearbeitet ?

Beitragvon thery » Sa 6. Okt 2012, 13:50

Noch eine Anmerkung. Gehört nicht unbedingt zum Thema, oder vielleicht im weiteren Sinne doch. So wie ich das verstehe kommt laut Psychologie alles aus uns selber. Laut Gott aber kommt alles aus ihm. Es gibt ja Menschen die sagen in der Bibel sei ganz viel Psychologie. Das mag ja so stimmen. Nur ist dann in der Bibel Gottes Psychologie nach zu lesen. Das andere ist menschliche Psychologie. Und je mehr ich mich mit einzelnen Wörtern befasse stelle ich fest wie viel göttliche und menschliche Psychologie vermischt wird. Und wie viel menschliche Psychologie in die Göttliche übernommen wird ohne darüber nachzudenken ob das die Wahrheit ist.
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