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Kunst in christlichen Gemeinden

Theater, Tanz, bildende Kunst, Kleinkunst, Architektur,

Moderator: firebird

Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon Fellow » Sa 21. Okt 2017, 22:39

Hallo zusammen

möchte mal einen Diskurs zum Thema Kunst in christlichen Gemeinden führen. Bin nicht wirklich fündig geworden, aber vielleicht habe ich einen Thread auch übersehen.

Wie bei mir unschwer zu erkennen ist, bin ich ein Schreiberling. Ich dichte sehr gerne (wurde mir von meiner Mutter in die Wiege gelegt) und in letzter Zeit schreibe ich auch ganz gerne Kurzgeschichten oder einfach meine Gedanken nieder, durfte auch schon für ein Buch eine Kurzgeschichte schreiben. Ich mache noch viele andere Dinge (bin SmallGroup-Leiter, habe einen privat-geführten Männerkreis und bin öfters einfach mit Männern unterwegs). Aber aufgrund verschiedener Vorfälle in letzter Zeit bin ich mir wieder meinem Schreibertum bewusst worden. Ob dies nun eine Sinnkrise ist, bleibe mal dahingestellt, aber es hat mich zu dieser eigentlichen Frage bewegt:

Wie wird die mannigfaltige Kunst, die ja in so vielen Menschen schlummert in euerer Gemeinde gefördert? Wenn ich da an Musik und Worship denke, ist der Fall ja klar. Diese begabten Leute werden ja gebraucht für den Gottesdienst, also werden diese Künste gefördert.

Was ist aber mit:

    Schreiben
    Dichten
    Malen
    Bildhauen
    Töpfern
    usw.


Wird das in irgendeiner Weise gefördert in eurer Gemeinde oder nicht? Wenn ja, wie wird das gemacht?

Wieso ich auf diese Frage komme? Wie erwähnt, habe ich in den letzten 2 Monaten aufgrund Arbeitsüberlastung und Zerbruch von einer Ehe in meiner Männerrunde das Gefühl habt, ich müsse alles hinschmeissen und ich habe mich irgendwie gefragt, was ich wirklich meine gut zu können (ich weiss, dass dies sehr subjektiv ist). Ohne überheblich scheinen zu wollen, bin ich der Meinung, dass ich nicht allzu schlecht schreibe und dichte, zumal ich auch schon zu 2 Lesungen geladen wurde. Gerne würde ich mich mehr in diese Richtung entwickeln, im Wissen, dass ich nicht schon am Ziel bin. Kommt dazu, dass ich dieses Jahr 50 wurde und aufgrund eines Workshops wir die Frage gestellt erhielten, wie lange wir glauben oder hoffen, noch zu leben auf dieser Erde. Als ich als Optimist mir 100 Jahre aufschrieb und mir dann die 50 vergangenen abzählte, wurde mir so recht gewahr, welche Zeitspanne da noch vor mir liegen könnte, die ich...., wie rumbringe? Ich würde gerne Leute ermutigen mit meinem Schreiben. Logischerweise habe ich dann nochmals unserere Gemeindestruktur angeschaut, um dann festzustellen, dass es hier keine momentane Möglichkeit gibt, meine vermeintliche Stärken einzubringen.

Haben die Künste in der christlichen Gemeinde ein Stiefmütterchen-Dasein? Und wenn ja, warum denn eigentlich. Ich bin überzeugt, da könnte noch auf andere Art Kirchenbau getätigt werden........, oder doch nicht?

lg, fellow
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon Fellow » Mo 23. Okt 2017, 16:45

Diese ohnmächtige überschwengliche Resonanz habe ich beinahe vermutet! ;)

Lieber Gruss
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon Schoham » Mo 23. Okt 2017, 17:01

Moses, David und Paulus waren wunderbare Schreiberlinge. Also geh hin und beglücke Menschen mit Deinen Gaben. Gemeinde ist weit.......
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon Fellow » Mo 23. Okt 2017, 17:36

Schoham hat geschrieben:Moses, David und Paulus waren wunderbare Schreiberlinge. Also geh hin und beglücke Menschen mit Deinen Gaben. Gemeinde ist weit.......

Das ist jetzt aber interessant: Mir wurde schon mal ein Bild von Mose, der den Stab über das Meer streckt mitgegeben, ich wurde schon an einem Tag dreimal "fälschlicherweise" David genannt oder mit David verglichen (nachdem ich Gott gebeten hatte, dass er mich zu einem Mann nach dem Herzen Gottes machen soll, wie David)... nur der Vergleich von Paulus habe ich noch nicht gehört!? :lol:

Ja, Gemeinde ist weit..., aber ich bin eben auch davon überzeugt...., oder soll ich sagen, ich würde halt gerne auch mit diesen Gaben in meiner Lokal-Gemeinde dienen... und bin daher ein bisschen auf Ideensuche! :D

Lieber Gruss
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon bigbird » Mo 23. Okt 2017, 18:52

Wie siehst du das mit der Musik? Gehört das auch zur Kunst? Diese wäre dann in den christlichen Gemeinden weit verbreitet.

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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon Fellow » Mo 23. Okt 2017, 19:01

Liebe bigbird

als Antwort zitiere ich mal gleich selber:

Fellow hat geschrieben:Wenn ich da an Musik und Worship denke, ist der Fall ja klar. Diese begabten Leute werden ja gebraucht für den Gottesdienst, also werden diese Künste gefördert.

Was ist aber mit:

    Schreiben
    Dichten
    Malen
    Bildhauen
    Töpfern
    usw.


;)
Lieber Gruss
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon Thea » Mo 30. Okt 2017, 22:10

Hallo Fellow,

zunächst möchte ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist Thea, und ich freue mich darauf, als Kirchenbotschafterin ein aktives Mitglied eurer Community zu sein.

Die Kirchenbotschafter sind ein Pilotprojekt des Gemeindedienstes der evangelischen Nordkirche in Deutschland. Das Projekt hat das Ziel, online zu Glaubensthemen mitzusprechen. Ich bin allerdings keine offizielle Sprecherin der Nordkirche, sondern bin ehrenamtlich tätig, werde also nicht für mein Engagement bezahlt, und vertrete hier nur meine eigene Meinung bzw. bringe meine eigenen Erfahrungen ein. Wer Fragen zu den Kirchenbotschaftern hat, kann mich jederzeit ansprechen und auch einen Blick auf unseren Blog werden: http://www.kirchenbotschafter.de.

Zu Deinen Überlegungen wegen der Kunst in den christlichen Gemeinden fällt mir folgendes ein:

Die Gemeinden haben meines Erachtens nicht die Aufgabe, individuell die Talente für Kunst zu fördern oder den Mitgliedern Angebote zu machen, wie sie die nächsten 50 oder 100 Jahre ihres Lebens gut verbringen. Gemeinden wollen und sollen gemeinsam Gottesdienst feiern, sich gegenseitig darin unterstützen, ihr Leben als aktive Christen zu leben, und Nächstenliebe zu üben, auch im diakonischen Bereich. Das sind m.E. ihre primären Aufgaben. Insofern macht es durchaus Sinn, dass die Kirchenmusik gefördert wird, weil Musik schon sehr lange Teil des Gottesdienstes ist.

Trotzdem haben manche Gemeinden Aktivitäten, wo auch andere Künste angesprochen werden. Und es gibt eine ganze Reihe von kirchennahen Anbietern oder Institutionen, wo du gemeinsam mit anderen auch zu Glaubensfragen schreiben und dichten könntest:

Oft haben Menschen noch gar nicht die Fähigkeit, über Glaubensfragen offen und unbefangen zu sprechen. Glaubenskurse und theologische Gesprächskreise zielen häufig auch darauf, unbefangene religiöse Sprache und Ausdrucksfähigkeit einzuüben - und fördern darüber die Ausdrucksfähigkeit auch generell. Vielleicht gibt es solche Kurse in Eurer Gemeinde? Es gibt für Deutschland auch eine Plattform der Kirchen, wo man Glaubenskurse in der Nähe des eigenen Wohnorts suchen kann https://www.kurse-zum-glauben.de/. Wie es für die Schweiz aussieht, weiß ich leider nicht genau.

Du könntest auch mal fragen, ob in Deiner Gemeinde ein Gemeindemagazin existiert, und ob du dort mitschreiben kannst. Denn Gemeindemagazine müssen ja nicht darauf beschränkt bleiben, nur Hinweise auf Gottesdienste und Veranstaltungen, Taufen, Hochzeiten und Todesfälle zu veröffentlichen. Sie können, falls der jeweilige Kirchengemeinderat sich darauf einigt, durchaus auch persönliche Texte zu Glaubensfragen oder kirchenjahreszeitliche Auseinandersetzungen mit Glaubensthemen abdrucken. Vielleicht kannst du da mitschreiben?

Ansonsten gibt es z.B. in der Nordkirche gerade eine Initiative, neue Kirchenlieder zu schreiben mit Text und Ton, aber ich bin nicht sicher, ob man da noch neu eintreten kann in die Gruppe. Aber auch wenn nicht - dichte doch deine eigenen Lieder und stelle sie online!

Eine Autorin, die selbst moderne christliche Literatur schreibt, ist Susanne Niemeyer (http://www.freudenwort.de). Sie bietet auch Schreibseminare und Schreibreisen an, wo man gemeinsam mit anderen AutorInnen und Schreiberinnen Texte verfassen kann, auch zu christlichen Themen. In der Advents- und der Fastenzeit bietet sie auch Online-Schreibexperimente mit kleinen Schreibanregungen per Mail an. Du findest alle Infos auf der angegebenen Homepage

Und schließlich - warum schreibst Du nicht einfach Deinen eigenen Blog zu allen Themen, die dich interessieren? Es gibt verschiedene Seiten, wo man einen Blog hosten kann. Z.B. auf Wordpress kannst du kostenlos einen Blog führen - und Dir dort Dein Publikum selbst suchen. Vielleicht mögen dir dann ja auch Leute aus Deiner Gemeinde folgen?

Soweit mal zu ein paar Ideen von mir!
Lieben Gruß, Thea
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon firebird » Di 31. Okt 2017, 18:25

Lieber Fellow,

auch ich stelle fest, dass ich Begabungen habe, die eigentlich gar nicht so gefragt sind. Ich glaube auch, dass wenn Gott Gaben schenkt, es mit der Absicht verbunden ist, dass diese Gaben auch eingesetzt werden. Wenn es aber nicht so läuft wie man es sich vorstellt, so kann das sehr verschiedene Gründe haben. Ich versuche einmal ein paar Gründe zu nennen.

1. In einem 100 Jahre ;) andauernden Leben gehen wir durch ganz verschiedene Zeiten. Nicht jede Begabung die wir haben kommt jederzeit zum Zug. Vor 30 bis 35 Jahren kamen bei mir in der Gemeinde andere Gaben zum Einsatz als heute. Das tun zu müssen was ich heute tue, damit wäre ich vor 30 Jahren glattwegs überfordert gewesen.

2. Sehe ich es als eine Aufgabe von Gemeindeleitern und Prediger die Augen offen zu halten, wo einzelne Gemeindemitglieder ihre Begabungen haben und diese zu fördern, indem man ihnen ein Betätigungsfeld anbietet. Natürlich dann wenn es ins Konzept der Gemeinde hineinpasst. Andrerseits steht es auch den Gemeindemitglieder offen, den Gemeindeverantwortlichen mitzuteilen was man der Gemeinde anbieten kann. Da sind halt einfach Ideen und Kommunikation gefragt.

3. Für meinen Geschmack tönt Kust etwas anrüchig. Es geht ja dann unweigerlich auch um Künstler. Zumindest in der Welt haben Künstler das grosse Verlangen sich selbst darzustellen bzw. sich ins Rampenlicht zu stellen. Wenn das dann nicht so läuft wie vorgestellt sind Künstler oftmals schnell beleidigt.
Doch ich kann mir vorstellen, dass beispielsweise ein kunstvoll angefertigtes Bild in einer Gemeindelokalität mitbeteiligt ist wenn in der Gemeinde Jesus Christus verherrlicht wird. Dasselbe gilt auch für ein kunstvoll angefertigtes Töpfergefäss. Oder vielleicht kann man zu einem speziellen Anlass ein Gedicht schreiben und dies auf Karten drucken, welche dann den Teilnehmern dieses Anlasses geschenkt werden.

4. Im Gespräch können Wege gefunden werden und passende Ideen kreiert werden.


Freundlicher Gruss
Firebird
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon Fellow » Mi 1. Nov 2017, 00:42

Liebe Thea
danke für deine Ausführungen. Du schriebst...
Thea hat geschrieben:Das sind m.E. ihre primären Aufgaben. Insofern macht es durchaus Sinn, dass die Kirchenmusik gefördert wird, weil Musik schon sehr lange Teil des Gottesdienstes ist.
...aha..., was hat denn das jetzt mit den primären Aufgaben zu tun..., nur weil es schon lange Tradition ist? :?: Ich kann hier nicht nachvollziehen, was du damit meinst. Natürlich bin ich auch der Meinung das Musik in den Gottesdienst gehört..., aber das war ja gar nicht meine Frage.

Und schließlich - warum schreibst Du nicht einfach Deinen eigenen Blog zu allen Themen, die dich interessieren? Es gibt verschiedene Seiten, wo man einen Blog hosten kann. Z.B. auf Wordpress kannst du kostenlos einen Blog führen - und Dir dort Dein Publikum selbst suchen. Vielleicht mögen dir dann ja auch Leute aus Deiner Gemeinde folgen?
Ich habe einen Blog, eine Webseite, eine FB-Seite, daran liegt es gar nicht.
Ich wiederhole noch meine Einstiegsfrage:
Wird das in irgendeiner Weise gefördert in eurer Gemeinde oder nicht? Wenn ja, wie wird das gemacht? Haben die Künste in der christlichen Gemeinde ein Stiefmütterchen-Dasein? Und wenn ja, warum denn eigentlich. Ich bin überzeugt, da könnte noch auf andere Art Kirchenbau getätigt werden........, oder doch nicht?
Eigentlich bin ich nicht auf der Suche danach, wie es sein sollte oder was ich tun könnte..., sondern wie es in Euren Gemeinden ist. ;)
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon Fellow » Mi 1. Nov 2017, 01:23

Lieber Firebird
firebird hat geschrieben:1. In einem 100 Jahre ;) andauernden Leben gehen wir durch ganz verschiedene Zeiten. Nicht jede Begabung die wir haben kommt jederzeit zum Zug. Vor 30 bis 35 Jahren kamen bei mir in der Gemeinde andere Gaben zum Einsatz als heute. Das tun zu müssen was ich heute tue, damit wäre ich vor 30 Jahren glattwegs überfordert gewesen.
Ja, da hast du natürlich vollkommen recht. Kann sein, dass ich meine Begabungen erst im Pensionsalter voll ausleben kann/darf/soll, wie auch immer. Aber da ist diese Spannung zwischen Sein, Haben und Weitergeben können. Auch in der Gemeinde. Ich würde nicht einmal sagen, wegen Selbstbestätigung, sondern einfach dem Bedürfnis andern Mitgliedern mit seinen Gaben zu dienen.

2. Sehe ich es als eine Aufgabe von Gemeindeleitern und Prediger die Augen offen zu halten, wo einzelne Gemeindemitglieder ihre Begabungen haben und diese zu fördern, indem man ihnen ein Betätigungsfeld anbietet. Natürlich dann wenn es ins Konzept der Gemeinde hineinpasst.
Tja, und das ist manchmal auch nicht so einfach auszuhalten, wenn man merkt, dass der Gemeindeleiter keinen Draht zu solchen Künsten hat, auch wenn man ihn schon angefragt hat.
Andrerseits steht es auch den Gemeindemitglieder offen, den Gemeindeverantwortlichen mitzuteilen was man der Gemeinde anbieten kann. Da sind halt einfach Ideen und Kommunikation gefragt.
Und das werde ich demnächst einmal angehen.
3. Für meinen Geschmack tönt Kust etwas anrüchig.
Und da glaube ich, liegt ein Hauptproblem.
Es geht ja dann unweigerlich auch um Künstler. Zumindest in der Welt haben Künstler das grosse Verlangen sich selbst darzustellen bzw. sich ins Rampenlicht zu stellen. Wenn das dann nicht so läuft wie vorgestellt sind Künstler oftmals schnell beleidigt.
Ist das aber nicht auch so bei anderen Wortkünstlern, z.B. den Verkündigern? Auch sie wollen gehört werden, auch sie sprechen zu den Gemeinemitgliedern und wollen vielleicht insgeheim auch mal ein Lob erhalten. Nur dem sagt man Verkündigung und nicht KUNST! Aber vielleicht spricht ein Bild viel mehr Bände, als Tausend Worte eines Verkündigers? Das kann ich ebenfalls nachvollziehen und ich gebe zu, dass auch ich nicht vollkommen davor gefeit bin, ab und zu für meine Gaben mal ein Lob erhalten zu wollen in der eigenen Gemeinde. Und ich glaube, dass zu den Hauptkünsten, bzw. -künstler es auch immer Helfer zum Bau der Kirche braucht, so wie es zum Hauptverantwortlichen Stiftshüttenbauer Bezalel und von diesen heisst es in 2. Mose 31, 6:
Auch allen anderen Kunsthandwerkern, die am heiligen Zelt arbeiten, habe ich Weisheit und Verstand gegeben, damit alles nach meinem Befehl angefertigt wird.
Somit haben sie auch Weisheit und Verstand erhalten und konnten ihre Gaben am Stiftshüttenbau (=Kirchenbau) einsetzen.

Soweit mal meine Antworten und Ergänzungen zu diesem Thema.

Lieber Gruss
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon Gnu » Mi 1. Nov 2017, 10:01

Ich bin ja nicht in einer Gemeinde, die an einem Ort sich versammelt und in der alles geregelt ist, deshalb kann ich nur darüber berichten, wie es dieses und letztes Jahr im Sommerlager in Seelisberg gehandhabt wurde. Während der Vorträge hatte es vorne links einen Tisch mit Malutensilien, an dem eine Frau Bilder malte. Diese konnte man später kaufen. Man konnte der Malerin aber auch ein Thema in Auftrag geben.

Zur Stiftshütte werde ich ein andermal schreiben, diese war auch Thema des Sommerlagers.
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon kingschild » Mi 1. Nov 2017, 11:05

Fellow hat geschrieben:
Wie wird die mannigfaltige Kunst, die ja in so vielen Menschen schlummert in euerer Gemeinde gefördert? Wenn ich da an Musik und Worship denke, ist der Fall ja klar. Diese begabten Leute werden ja gebraucht für den Gottesdienst, also werden diese Künste gefördert.

Was ist aber mit:

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Hallo Fellow

Bei uns in der Gemeinde gab es mal vor Jahren eine Austellung wo verschiedene Künstler Ihre Schöpfungen präsentieren konnten. Dies geschah auf Initiative von einem Gemeindemitglied hin.

Das heisst wenn eine Gemeindemitglied konkret eben ein Projekt vorschlägt in diese Richtung ist die Gemeindeleitung wie bei anderen Projekten oder Anlässen bereit zu prüfen und eben allenfalls zu realisieren.

Die Austellung war damals so viel ich weiss auch offen für Menschen ausserhalb der Gemeinde.

Konkret gibt es aber bei uns in der Gemeinde nicht ein gezielte Förderung der Künste. Ich gehe aber davon aus das wenn ich, ein anderes Gemeindemitglied oder jemand von aussen eben ein konkretes Projekt der Gemeindeleitung vorstellen würde, diese eben meist offen ist zu prüfen. In Sachen Musik wurden aber in der Vergangenheit sehr viele Projekte wie Musical/Theater usw. realisiert auch konkret auf die Initiative von Gemeinde Mitgliedern hin.

God bless
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon Thea » Do 2. Nov 2017, 23:57

Hallo Fellow,
wie schon gesagt - ich denke, Förderung der Künste gehört nicht zu den zentralen (primären) Aufgaben von Gemeinden, und da die mit ihren eigentlichen Aufgaben in der Diakonie und Gottesdienstgestaltung genug zu tun haben, geschieht die Förderung der Künste m.E. auch eher nicht, jedenfalls nicht mit dieser Zielsetzung "Förderung der Künste" im Mittelpunkt.
Aber die Punkte, die ich Dir aufgezählt hatte, sind ja alles Formen, wo quasi am Rande und nebenbei - bei einer anderen zentralen Zielsetzung - auch individuelle Kunsttalente im Schreiben oder im Sprechen über Religion/Dichten über Religion z.B. ausgelebt und darüber vielleicht auch gefördert werden können. Und gemeinsame Bastel- und Malaktivitäten gibt es ja auch häufig vor Adventsbasaren oder Martinsmärkten, aber eben auch da wieder - das zentrale Ziel ist dann eher nicht die Förderung der Künste, sondern das Herstellen von Dingen, die auf dem Markt verkauft werden können....
Lieben Gruß, Thea (Kirchenbotschafterin)
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Re: Kunst in christlichen Gemeinden

Beitragvon lionne » So 5. Nov 2017, 10:24

Ich bin auch der Meinung, dass die Förderung der Künste nicht zu den primären Aufgaben der Gemeinde gehört. Wenn jedoch irgend ein Mitglied in diesem Bereich ein grosses Talent hat, kann er das für die Gemeinde einsetzen...
Wir hatten mal in meiner früheren Gemeinde eine Person, die hat ganz tolle Karten gemacht; diese wurden dann in der Gemeinde verkauft und der Erlös ging in die Gemeindekasse.
LG lionne
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