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Mehr Freiraum für die Jugend?

Sozial- und Familienpolitik, Randgruppen,

Moderator: kingschild

Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » So 3. Jun 2012, 19:58

Gestern war ja in Bern wieder einmal ein Anlass, bei dem es um das Anliegen, mehr Freiräume für die Jugendlichen ging. Anonym wurde aufgerufen und sie kamen und starteten sicher rein zufälligerweise bei der "Reithalle" Bern. Die einen weil sie wussten um was es ging, die anderen waren zum Teil wohl schon an Ihren Abfahrtsorten zu voll, um zu begreifen, warum sie nach Bern fuhren. Das es aber ums Drogen konsumieren ging, das haben sie wohl alle begriffen .

http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/ ... l-17743532

Ich selber war rein zufällig in Bern und habe das ganze aus Distanz betrachten können.

Auf weit mehr als 100 Anwesende beim Bahnhof kamen in etwa 2 Polizisten, die sich diskret im stillschweigen und im davon schleichen übten, was ich durchaus verstehe. Ob diese Präsenz überhaupt etwas nützte ist fraglich, denn sie machten eh was sie wollten und nicht das was Recht und Ordnung ist.

Nicht das ich für einen Polizeistaat wäre aber wenn die heutige Jugend unter dem Moto mehr Freiraum versteht, mehr lärm machen, mehr saufen, mehr sprayen, mehr wildes plakatieren und das uneingeschränkt zu jeder Zeit und möglichst ohne Polizei und Bewilligung und das ganze noch zum Nulltarif auf Kosten der Steuerzahler, dann kann ich nur sagen diese Generation hat etwas ganz sicher nicht kapiert. Das sie das nicht können, bei all dem Alkoholkonsum, ist zumindest nicht weiter verwunderlich.

Gesellschaftlich kann ich nur sagen, in Ägypten und anderen Länder gehen sie auf die Strasse für berechtigte Anliegen und bei uns in der Wohlstandsgesellschaft sieht es leider so aus, das wir an unseren Freiheiten langsam aber stetig zugrunde gehen.

Ich weiss nicht was die anderen User über das Thema denken, braucht es wirklich mehr Freiraum für mehr Besäufnis? Soll nicht der welcher säuft dies eben im Klub tun mit hohen Preisen, damit dann er Klubbetreiber die Kotze und den Müll von seinem Personal auch wieder wegräumen lassen kann und sich der Schaden für die Allgemeinheit in Grenzen hält?

Soll der Freiraum wirklich soweit gehen, das diese Massenbesäufnisse auf allgemeinem Grund von der öffentlichen Hand finanziert werden sollen, vielleicht noch mit von den Steuerzahlern subventionierten Alkohol für die Jugend?

Ist es wirklich so das diese Jugend mehr Freiheit braucht oder hat sie schlichtweg nie gelernt mit den vielen Freiheiten, sinnvoll umgehen zu können? Wenn also das oberste Credo ist lass Dich volllaufen um dann uneingeschränkt die Sau raus lassen zu können, so kann ich nur sagen, hier braucht es nicht mehr Freiheit sondern eher das Gegenteil, weil die fordernden mit Ihrem tun eindrücklich beweisen, das sie mit Freiheit gar nicht umgehen können. Zuerst Rücksichtsnahme lernen und den Umgang mit Freiheiten, müsste wohl zuerst gefordert werden, bevor man überhaupt auf die Forderung mehr "Freiheit" eingehen könnte.

Denn Total Suff für jedes Wochenende abschaffen, würde vielen Jungen mehr Freiheiten bringen und somit könnten sie sich die Forderung nach mehr Freiraum gleich selbst erfüllen. Die Gesellschaft würde darauf durchwegs positiv reagieren und würde zumindest sehen, da sind Menschen die haben gelernt was Freiheit ist, denn sie haben sich selbst welche verschafft.

Die Kraft zur Freiheit fehlt aber und somit bleibt der Schrei nach der künstlichen mit Alkohol und Drogen verschafften "Freiheit" die einzige Antwort auf ein wahrlich brennendes Problem unserer Gesellschaft. Bleibt zu hoffen das diese Jugendllichen die Kraft Gottes erfahren, bevor sie durch die selbst erschaffene "Freiheit" ewig in der Abhängigkeit ihrer künstlichen geschaffenen "Scheinfreiheit" gefangen bleiben.

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Jeffrey mc » So 3. Jun 2012, 20:43

Ich finde, dass, wenn es um Freiheit und Freiräume geht, der Hauptenor auf den Bereichen gelegt werden soll, wo Freiheit greifen soll, damit jeder, auch die NichtJugend bescheid weiß. Wenn es nicht klar wird, wofür genau die Freiheit und so sein soll, dann ist das schon Murks, oder nicht? (Hab ich was überlesen?)

Freiraum kann es geben in: Drogenkonsum (inklusive Alkohol); Abkopplung von manchen Werten, die viele Ältere vertreten; Neben der Schulzeit auch Zeit für Hobbys haben; Jugendliche wollen mehr Gehör für ihre Themen finden;
die Jugendlichen könnten auch für Freiraum sein, den ihre Eltern ihnen nicht geben, aber dafür die Jugendlichen ihren Kindern, wenn die Jugendlichen verheitratet sind; etc.

Da gibt es so einiges, doch sollte bekannt sein, wofür die Freiheit ist. Wenn es nicht bekannt ist, aber auswirkungen für die Freieit gibt, dann werden es mache wohl wissen.

Alle brauchen wir gesunde Grenzen (ob Christ oder nicth); alle brauchen wir Freiraum, denn ein Leben sollte nicht nur z.B. aus Arbeit bestehen müssen.

Wir leben alle zusammen und müssen zusammen über Themen, die auf den Tisch liegen, reden!! Und keiner ist egal: weder Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Rentern. Ob gesund oder behindert.

P.S. Vielleicht sollte ein anderes Nivau auf die Tagesordnung der Jugendlichen, denn alles zuzumüllen und so, zzgl. für Freiheit zu kämpfen, passt nicht. Aber nicth vergessen, denn es gibt Jugendlichen, die schmeißen ihren Müll in eine Tonne. Wer (zumüller oder nicht) kämpft für welche Freiheiten. Wenn die Jugend niveauvoll auftritt mit ihren Themen, die auf den Tisch liegen und Etikette an den Tag legt, dann wäre das gut. Für Freiheit kämpfen: Da gehört die Nicht-Jugend auch dazu! Zusammen in einem aufrichtigen Dialog!!
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Gnu » So 3. Jun 2012, 21:00


Zitat aus dem 20minuten Beitrag:
Nur an den Top-Tagen der Euro 2008 sei noch mehr Abfall auf der Strasse gelandet.

Hooligans und die Jugend überfordern uns. Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Columba » Mo 4. Jun 2012, 09:44

kingschild hat geschrieben:Ich weiss nicht was die anderen User über das Thema denken, braucht es wirklich mehr Freiraum für mehr Besäufnis?


Dein Thread lautet "Mehr Freiraum für die Jugend". Hier reduzierst Du den Freiraum auf Besäufnis. Schade, dass solche negativen Bilder über die Jugend herrschen. Sie versteht nicht nur saufen, spreyen und lärmen unter Freiheit. Wie kommst Du zu einer solchen Aussage?

Ja, die Jugend braucht mehr Freiheit. Alles wird heute beschränkt:

- die neue vorgeschlagene Risikoaktivitätenverordnung (RiskV) des Bundes geht so tief, dass vieles verboten bleibt für Private.
- früher durfte ein 10-jähriger dem Vater noch eine Flasche Bier einkaufen, ohne sich selber zu betrinken.
- freie Plätze, wo Jugendliche frei Fussball spielen konnten, gibt es fast nicht mehr.
- der Wald, als eine Art Allmend, wird immer stärker kontrolliert.
- alternative Kultur wird weit weniger gefördert als die kostintensiven traditionellen Kulturbereiche wie Oper, Klassikkonzerte und und Kunsthäuser. Ein Popkonzert im Hallenstadium bekommt nur geringe Mittel bis keine vom Staat, teuerste Opernstare werden im Opernhaus massgeblich finanziert.
- Ein neues Kongresszentrum in Zürich wird zum grossen Teil vom Staat finanziert, Jugendhäuser werden reduziert.

Alles kostet und ist dabei sehr teuer. Das schränkt die Freiheiten massiv ein. Sogar im christlichen Bereich ist das zu sehen:

- ICF hat in Zürich nicht zu geringe Preise für einen Snack, viel kleinere Gemeinden haben freiwillige Kostenbeteiligung an einem Umtrunk!
- Viele christliche Veranstaltungen, welche früher fast kostenlos waren, kosten recht viel Eintritt. Der "Leitertag und Roundtable u.a. mit Rick Joyner" in der Schleife Winterthur am 18. Juni 2012 kosten Fr. 90.00 Eintritt.
- Gemeindewochen fallen ins Wasser, weil es immer wie weniger preisgünstige Tagungszentren gibt.

Auch im christlichen Bereich werden Jugendliche immer mehr abgezockt. Hohe Preise sind Beschränkungen der Freiheit. Wenn da junge Menschen beginnen zu demonstrieren, verstehe ich das. Wenn dann einfach alles abgetan wird als Sauferei, Lärmerei oder Spreyerei verstehe ich das nicht mehr. Mir scheint dahinter steht ein abgrundtiefes Misstrauen gegenüber Jugendlichen.


Grüsse Columba
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon viper187 » Mo 4. Jun 2012, 11:47

Freiheit ist schön und gut, allerdings sollte man der Jugend auch entsprechende Eigenverantwortung beibringen. Die können ja gern in den Wald hocken und sich dort volllaufen lassen, solange der Müll wieder wegkommt und die nicht gleich den ganzen Wald abfackeln...
Ich persönlich schreibe das Theater mit der heutigen Jugend der ach so tollen anti-autheritären Erziehung zu. Eine Lehrperson, ein Erziehungsberechtigter darf einem Kind doch mal eine knallen... Das heisst ja nicht, dass man den armen Kerl grün und blau prügelt, sondern ihm zeigt: "so gehts nicht!" - genaso dinge wie "du bist 5. Sieger!" ... Ne, du bist fünfter, sieger ist der 1.... Sollen wir unseren kindern beibringen, dass es egal ist wenn sie überall schlecht sind? Ist ja auch kein beinbruch, jeder hat eben andere talente, sind ja schliesslich nicht genormt... Zumindest (noch) nicht in diesem ausmass.

Kurz: Man sollte der Jugend beibringen, dass sie diese Freiheiten möglichst nicht missbrauchen. Und schlussendlich ist dies sache der Eltern und nicht des Staates.
Das Problem beim Atheismus ist: Wenn wir recht haben, werden wir es niemals erfahren.
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon imhotep » Mo 4. Jun 2012, 11:52

Columba hat geschrieben:Gemeindewochen fallen ins Wasser, weil es immer wie weniger preisgünstige Tagungszentren gibt.

Nicht meine Erfahrung. Gemeindeferienwochen kosten ein Vermögen, weil man rund um die Uhr "chillen" muss und nur noch ein Full-Service Resort als zumutbar gilt. Dass jemand in seinen hart verdienten Ferien auch noch ein Abtrocktuch in die Finger nehmen müsste, gilt als zunehmend undenkbar.

Auch im christlichen Bereich werden Jugendliche immer mehr abgezockt.

Du widersprichst zwar der Gleichung "Freiraum = Besäufnis", aber deine Beispiele laufen ebenfalls auf die Formel "Freiräume = kostenfreier Konsum" hinaus. Und da bin ich nicht einverstanden. Freiraum heisst eben nicht, dass jemand anders die Zeche bezahlt. Wer unbedingt in der Schleife dem Star-Prophet X aus Übersee lauschen oder gerne mit dem gesalbten Herrn Bonnke frühstücken will, oder wer sich in der aktuellen Hipster-"Kirche" an die Nespresso-Bar hängt, der soll kostendeckend in die Tasche greifen. Für das neuste iPhone reicht es ja auch immer, ohne dass man Apple vorwirft jugendliche Freiräume zu beschränken.

Ich verstehe Freiraum so, dass etwas möglich ist für den der bereit ist, die Initiative zu ergreifen und etwas dafür zu leisten. Ich hoffe dass es noch Jugendliche gibt, die das zu nutzen wissen, anstatt kostenlose Konsumangebote zu fordern. Die Mehrheit ist es sicher nicht.
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon jeig » Mo 4. Jun 2012, 12:06

imhotep hat geschrieben:Für das neuste iPhone reicht es ja auch immer,


Ja, wann kommt Nummer 5 raus?


:mrgreen:
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Columba » Mo 4. Jun 2012, 13:51

imhotep hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Gemeindewochen fallen ins Wasser, weil es immer wie weniger preisgünstige Tagungszentren gibt.

Nicht meine Erfahrung. Gemeindeferienwochen kosten ein Vermögen, weil man rund um die Uhr "chillen" muss und nur noch ein Full-Service Resort als zumutbar gilt. Dass jemand in seinen hart verdienten Ferien auch noch ein Abtrocktuch in die Finger nehmen müsste, gilt als zunehmend undenkbar.
...

Leider gehen diese einfacheren Häuser immer mehr weg. Umbauten verteuern alles, heute wird halt von vielen Gästen gefordert, dass es in jedem Zimmer eine Nasszelle hat. Ich habe schon die Betriebszahlen von solchen Häusern gesehen, es sieht leider heute nicht mehr so gut aus. Dass geholfen wird beim Abtrocknen und Abwaschen ist aber immer noch Standard.


Grüße Columba
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Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Mo 4. Jun 2012, 14:04

Columba hat geschrieben:
Dein Thread lautet "Mehr Freiraum für die Jugend". Hier reduzierst Du den Freiraum auf Besäufnis. Schade, dass solche negativen Bilder über die Jugend herrschen. Sie versteht nicht nur saufen, spreyen und lärmen unter Freiheit. Wie kommst Du zu einer solchen Aussage?


Ja mit ? versehen und der kritischen Anmerkung ob es für solches tatsächlich mehr Freiraum braucht oder dies wohl mehr schadet? Ich ergänze sogar noch, braucht es wirklich mehr Reithalle und ähnliches, damit mit staatlichen Subventionen, Drogenfreiräume geschaffen werden und die nötigen Demos gleich mit dazu?

In den Radiomedien ging es gemäss den Aussagen der Jugendlichen vorallem um die hohen Preise in den Nachtclubs und was wird dort wohl getrunken, Sirup? Zudem habe ich die Bilder gesehen Columba, ich würde sagen über 80 % war wohl mit der Flasche in der Hand unterwegs und das bereits aus dem Zug und vor 20.00. Ich weiss das nicht alle Jugendlichen so drauf sind Columba, zum Glück nicht, denn die waren nicht Richtung Bern unterwegs aber wenn Du an diesem Abend den 80% die Flasche aus der Hand genommen hättest, wärst vielleicht auch Du zum Fazit gekommen, für solches braucht es weniger Freiräume.

Ich sage nicht das es die alleinige Schuld der Jugend ist das es so ist wie es ist, den manch einer hat es von seinen Vorbildern gelehrt und das sind meist Erwachsene.

Freiraum ja aber eben nicht um mehr und billiger saufen zu können und das möglischt am Wochenende rund um die Uhr.

Was daraus entstand kann man dann den offiziellen Printmedien entnehmen oder eben die Augen davor verschliessen. Rechtsfreier Raum wo man sich nicht mehr um den Nächsten kümmert, kombiniert mit einer Polizei, welche wenn es eskaliert wäre, nicht mehr hätte für Ordnung sorgen können, kann nicht gut sein.

Wie erwähnt, es ging darum das die Nachtclubs zu hohe Preise haben, zu früh schliessen müssen und nicht überall einer eröffnet werden darf. Ich weiss nicht was Du unter sinnvoll verstehst aber das finde ich nicht sinnvoll wenn wir mehr Reithalle und ähnliches haben und die Erwachsenen tun den Jugendlichen keinen gefallen, wenn sie Ihnen solche Freiräume schaffen.

Zudem gibt es heute bereits bedeutend mehr Clubs, Konzerte und Veranstaltungen als es dies noch zu meiner Zeit gab. Auch wir mussten Geld bezahlen wenn wir Alkohol konsumieren wollten und das auch nicht wenig.

Ja, die Jugend braucht mehr Freiheit. Alles wird heute beschränkt:

- die neue vorgeschlagene Risikoaktivitätenverordnung (RiskV) des Bundes geht so tief, dass vieles verboten bleibt für Private.
- früher durfte ein 10-jähriger dem Vater noch eine Flasche Bier einkaufen, ohne sich selber zu betrinken.
- freie Plätze, wo Jugendliche frei Fussball spielen konnten, gibt es fast nicht mehr.
- der Wald, als eine Art Allmend, wird immer stärker kontrolliert.
- alternative Kultur wird weit weniger gefördert als die kostintensiven traditionellen Kulturbereiche wie Oper, Klassikkonzerte und und Kunsthäuser. Ein Popkonzert im Hallenstadium bekommt nur geringe Mittel bis keine vom Staat, teuerste Opernstare werden im Opernhaus massgeblich finanziert.
- Ein neues Kongresszentrum in Zürich wird zum grossen Teil vom Staat finanziert, Jugendhäuser werden reduziert.


Von wo kommen den die Beschränkungen? Davon das die Gesellschaft vernüftig mit Freiräumen umgeht, wohl eher nicht.

Ja früher haben die 10 Jährigen die Flasche noch für den Vater gekauft, heute leben in einer Zeit wo es bereits einige gibt, die sie für sich selber kaufen, das ist der Unterschied und das dort die Gesetzgebung reagieren muss, wenn die Eltern z.T. nicht mehr reagieren, das ist verständlich.

Ja vielleicht weniger Fussballplätze aber dafür mehr Skaterparks und ähnliche Anlagen. Fast jede Gemeinde hat heute solche Angebote inkl. Jugendarbeiter und Sozialarbeiter. Wenn nicht, dann ist eben der öffentlice Raum noch nicht so stark eingeschränkt, wie Du beschreibst.

Was der Wald anbelangt da hat sich halt auch einiges verändert. Es gab halt früher noch keine Sportarten wie Free Biking, wo jeder überall wo es im gleich passte, durchsauste. Das gewisse Dinge mehr geregelt werden müssen, wenn die Leute eben keine Grenzen, Anstand und Respekt mehr kennen, das ist ja logisch. Daher ja auch meine Anmerkung, zuerst muss man beweisen, das man mit Freiraum umgehen kann, bevor man mehr fordert.

Früher durfte man fast überall Baden, heute ist der Naturschutz der Meinung die Menschen schaden der Umwelt, wenn sie schwimmen gehen. Gegen solche Regelungen bin ich auch. Es gibt aber auch Orte wo man früher nicht durfte und heute darf und somit gibt es auch Ausgleich.

Jugendhäuser gibt es mehr denn je, dort wo sie geschlossen werden ist es meist so das es zuwenige Jugendliche hat, weil eben dort meist nicht gekifft, gesoffen und geraucht werden darf oder sie werden gar aus diesen Gründen geschlossen, weil man solche Freiräume eben nicht will, zumindest in gewissen Gemeinden nicht.

Was die Opernstars anbelangt da bin ich sofort dafür, Subventionen abschafffen aber dann eben nicht die Reithalle damit finanzieren. Raum für alle wäre gefragt aber eben auch Raum wo nicht jeder einfach tun und lassen kann was er will und das möglichst staatlich finanziert.

Alles kostet und ist dabei sehr teuer. Das schränkt die Freiheiten massiv ein.


Ja die Klubs waren schon zu unserer Zeit teuer und damals gab es noch weniger Jugendliche als heute, die einfach Ihren ganzen Lehrlingslohn behalten durften für den Konsum. Wenn wir ins Konzert wollten mussten wir auch damals bezahlen und wo ein Dj auflegte, musste schon damals bezahlt werden. Wer konsumieren will der bezahlt halt, das muss man den verwöhnten Jugendlichen mal erklären, das es so ist, das Konsum kostet und Alkohol Konsum eben auch teuer ist, in gewissen Klubs.

Dies wäre aber etwas das wir mehr unter dem Thema Hochpreisinsel Schweiz anschauen müssten. Das jeder freie Parkplatz noch vermarktet wird und jedes mühselige Formular der Gemeinde noch kostet. Das ist ein Thema da hätte ich auch gerne mehr Freiheit und das würde dann allen nützen und nicht nur einigen ;)

Wenn aber die Gemeinden immer mehr für Sozialhilfe, Sozialarbeiter, Fremdplatzierungen, Heim und weitere Folgen der Spass und Verwahrlosungs Gesellschaft ausgeben müssen, so ist es nicht verwunderlich, das sie es irgendwo wieder reinholen wollen.

Daher sollten wir die Freiräume der Spass Gesellschaft eben nicht weiter ausweiten, sondern eher mehr regulieren und zünftig abkassieren, bei denen die das wollen, damit auch die daraus entstandeen Kosten wieder gedeckt werden können. Die welche gegen die Regulierungen von Alkoholverkauf bei Fussballspielen sind, sollen ruhig die Kosten tragen, die durch besoffene Fans und Hooligans entstehen.

Es ist nämlich mühsehlig wenn ein Normal Bürger für jedes Formular bezahlen muss und auf der anderen Seite die Spass Gesellschaft immer mehr der Allgemeinheit aufbürden will. Das gilt eben auch für den Freiraum Jugend. Wer mit der Skaterbahn und dem Alkoholfreien Jugendhaus nicht zufrieden ist, der soll für den Alkohol in den Klubs bezahlen und zwar das was der Betreiber verlangt. Das ist halt der Markt.

Sogar im christlichen Bereich ist das zu sehen:

- ICF hat in Zürich nicht zu geringe Preise für einen Snack, viel kleinere Gemeinden haben freiwillige Kostenbeteiligung an einem Umtrunk!
- Viele christliche Veranstaltungen, welche früher fast kostenlos waren, kosten recht viel Eintritt. Der "Leitertag und Roundtable u.a. mit Rick Joyner" in der Schleife Winterthur am 18. Juni 2012 kosten Fr. 90.00 Eintritt.
- Gemeindewochen fallen ins Wasser, weil es immer wie weniger preisgünstige Tagungszentren gibt.


Bei uns in der Gemeinde sind viele Anlässe kostenlos und man kann sogar noch Bekannte einladen. Wer eben Grossanlässe braucht und grosse Namen der muss damit rechnen das er mehr bezahlen muss. Ich lebe aber auch gut ohne Rick Joyner und Grossanlässe ;) Wenn mich wirklich etwas interessiert, dann kann ich abwägen, bin ich bereit für das soviel auszugeben oder nicht. Wenn nicht, muss ich eine Alternative suchen.

Mal sehen was passieren würde wenn ich die Stadtverwaltung anfragen würde, ob sie mir Rick Joyner finanziert damit ich mehr Freiraum für meinen anderweitigen Konsum habe? ;)

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Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Mo 4. Jun 2012, 14:04

Auch im christlichen Bereich werden Jugendliche immer mehr abgezockt. Hohe Preise sind Beschränkungen der Freiheit. Wenn da junge Menschen beginnen zu demonstrieren, verstehe ich das. Wenn dann einfach alles abgetan wird als Sauferei, Lärmerei oder Spreyerei verstehe ich das nicht mehr. Mir scheint dahinter steht ein abgrundtiefes Misstrauen gegenüber Jugendlichen.


Ja, ich kann mir auch keine Rolex leisten und bin dahingehend eingeschänkt. Wenn ich mir den Alkohol in den Klubs nicht leisten kann bin ich eingeschränkt, deswegen erwarte ich ab er nicht vom Staat das er mir die Rolex oder den Alkohol subventioniert oder das ich im Wald oder im nächsten Wohnquartier meine Musikanlage auf 100 Dezibel hochschrauben kann und die Beschädigung, die daraus entsteht, dann vom Nächsten bezahlt wird.

Zudem habe ich die Frage gestellt ob dieser geforderte Freiraum der richtige sei und die Jugend nicht gerade an in dieser Form geforderten Freiraum scheitert? Freiraum hört nämlich dort auf, wo andere in Mitleidenschaft gezogen werden und die Presseberichte belegen das dies der Fall ist, es ist eine Tatsachache vor der man die Augen nicht verschliessen kann.

Nochmal für alle, es ging darum das der Alkohol in den Klubs zu teuer sei, es zuwenig Klubs gebe, die Öffnungszeiten zu stark eingeschränkt seien. Um solche Freiräume ging es bei dieser Veranstaltung. Dem gegenüber stehen eben Bürger, welche sich mit dem mehr Lärm, den Folgen von mehr Alkoholkonsum und den damit verbunden negativen Auswirkungen schon länger nicht mehr glücklich fühlen und daher eben die berechtigte Frage stellen, braucht es wirklich solche Freiräume, nach dem Vorbild Reithalle oder eher weniger? Das da zwei Welten aufeinander klaffen ist ja klar, die Frage wer nimmt jetzt auf wenn absolut keine Rücksicht?

Wenn der Mensch mit Freiräumen überfordert ist, dann braucht es Einschränkung, wenn er damit umgehen kann nicht.

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Columba » Mo 4. Jun 2012, 14:06

imhotep hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Gemeindewochen fallen ins Wasser, weil es immer wie weniger preisgünstige Tagungszentren gibt.

Nicht meine Erfahrung. Gemeindeferienwochen kosten ein Vermögen, weil man rund um die Uhr "chillen" muss und nur noch ein Full-Service Resort als zumutbar gilt. Dass jemand in seinen hart verdienten Ferien auch noch ein Abtrocktuch in die Finger nehmen müsste, gilt als zunehmend undenkbar.

Auch im christlichen Bereich werden Jugendliche immer mehr abgezockt.

Du widersprichst zwar der Gleichung "Freiraum = Besäufnis", aber deine Beispiele laufen ebenfalls auf die Formel "Freiräume = kostenfreier Konsum" hinaus. Und da bin ich nicht einverstanden. Freiraum heisst eben nicht, dass jemand anders die Zeche bezahlt. ...


Ich habe diese meine Beispiele bewusst ausgesucht, um etwas Bestimmtes aufzuzeigen. Dabei sage ich auch nicht, dass alles kostenlos sein muss.

1. Beispiel ICF: Kosten können auch aufgeteilt werden, indem derjenige mehr zahlt, der besser dran ist. Freiwillige Beträge zeigen vielfach, dass die Kosten gedeckt werden. Diejenigen, die besser dastehen, zahlen auch mehr.
2. Beispiel Schleife: Ich selbst halte nicht sehr viel von der Theologie der Schleife. Aber wenn immer mehr und bekanntere Leute eingeladen werden, verteuert es alles. Gerade Jugendliche sollten schon früh auch in ausbildungsorientierten Veranstaltungen integriert werden, damit auch Verantwortung und Mitdenken gelernt werden kann. Wenn aber überteuerte Veranstaltungen gemacht werden, dann schliesst man Jugendliche aus.
3. Beispiel Gemeindeferien: siehe separates Post oben

Ich habe also 3 typische Problemkreise angesprochen: 1. Solidarität unter den Alterklassen und Solidarität unter den Einkommenklassen; 2. Gemeindeentwicklung und Förderung von Verantwortung; 3. gesamtgesellschaftliche Strukturen. Alles hat direkt und indirekt mit Freiräumen für Jugendliche und Lernen von Verantwortung zu tun.


Grüße Columba
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Columba » Mo 4. Jun 2012, 14:09

viper187 hat geschrieben:Freiheit ist schön und gut, allerdings sollte man der Jugend auch entsprechende Eigenverantwortung beibringen..

Richtig, aber das ist nur möglich, wenn Freiräume da sind und wenn man bereit ist, Jugendlichen auch Verantwortung zu übertragen! Jugendliche unter den Generalverdacht der Faulheit und Sauferei zu stellen, hilft definitiv nicht!


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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Columba » Mo 4. Jun 2012, 14:12

jeig hat geschrieben:
imhotep hat geschrieben:[Für das neuste iPhone reicht es ja auch immer,


Ja, wann kommt Nummer 5 raus?

:mrgreen:


...ob alle Jungen immer das neueste IPhone haben, weiss ich nicht. Was ich aber weiss, dass auf eBay die nicht ganz neuen Smartphones sehr billig sind. ...und viele kaufen es auch auf eBay

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon blakki » Mo 4. Jun 2012, 14:16

Auf alle Fälle können die Familien heutzutage sehr viel Geld sparen, wenn der Nachwuchs 18 Jahre alt wird.

Vor einiger Zeit stand da noch der Wunsch nach einem fahrbaren Untersatz an erster Stelle, heute tut es auch ein Smartphone.

So ändern sich die Statussymbole im Laufe der Zeit. :mrgreen:
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Mo 4. Jun 2012, 15:00

viper187 hat geschrieben:
Kurz: Man sollte der Jugend beibringen, dass sie diese Freiheiten möglichst nicht missbrauchen. Und schlussendlich ist dies sache der Eltern und nicht des Staates.


Genau um das ging es mir auch als ich den Beitrag eröffnete. Solange man beweist das man mit den jetzigen Freiheiten nicht umgehen kann, ist der Staat auch nicht gefordert, neuen zu schaffen.

Es ist durchaus so das es die Sache der Eltern wäre aber auch diese wollen viel an den Staat delegieren und regen sich dann auch wieder darüber auf, wenn der Staat Ihnen bei gewissen Dingen reinredet.

Es kann laissez faire sein aber auch überfürsorgliche Erziehung, die dazu führt das der Jugendliche eben nicht die nötige Verantwortung mitbringt und auch immer nur, in der fordernden Haltung verbleibt.

Freiraum kann man nur dort bekommen, wenn man im jemand anderem wegnimmt oder dieser bereit ist zu geben und wenn dies eben für positive Freizeitbeschräftigung ist dann ist die Gesellschaft bereit zu geben. Aber was will ich meine Ruhe meinem nächsten geben, wenn er diese Ruhe nur für etwas negatives braucht, was schlussendlich die Gesellschaft wieder viel Geld kostet, um dieses negative zu beseitigen. Man kann nicht geben und Verantwortung übernehmen und die anderen nehmen nur oder geben die Verantwortug der Gesellschaft ab.

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Mo 4. Jun 2012, 15:26

imhotep hat geschrieben:Nicht meine Erfahrung. Gemeindeferienwochen kosten ein Vermögen, weil man rund um die Uhr "chillen" muss und nur noch ein Full-Service Resort als zumutbar gilt. Dass jemand in seinen hart verdienten Ferien auch noch ein Abtrocktuch in die Finger nehmen müsste, gilt als zunehmend undenkbar.


Genau das ist es, wenn ich die Freiheit will, das ich nicht abtrocken muss, dann muss ich etwas dafür bezahlen und muss nicht einen Staatsantrag stellen für den "Freiraum es nicht zahlen zu müssen". Wenn ich nach Israel Reise kann ich eine Full Service Reise buchen oder eben selber planen und Reisen. Beides liegt in meinem ermessen. Ich kann doch nicht die Allgemeinheit bitten, mir den Full Service zu bezahlen. Wenn ich nur dort sein will, wo der angesagteste DJ spielt und mir nur dieser genügt, so muss ich bezahlen was dieser fordert. Angebot und Nachfrage diktieren nun mal den Preis.

Die Frage ist ja, was genau für Freiraum gefordert wird. Der Staat kann die Klubbetreiber nicht zwingen, was für Preise sie machen und wenn ich halt immer im angesagtesten "hippen" Klub mein Bier am Morgen um 2 Uhr trinken muss/will, dann ist es auch meine Aufgabe das zu bezahlen, was dort verlangt wird.

Der Konsument kann sich dem Klub verweigern, wenn er nicht bereit ist das zu bezahlen. Genau gleich wie der Klub Betreiber sagen kann, für den Preis schenke ich kein Bier aus am Morgen um 2 Uhr, um danach noch die Kotze und den Müll zu beseitigen am Morgen um 4 Uhr. Für solches ist nicht der Staat zuständig.

Der Staat ist zuständig, das dort keine Klubs entstehen wo Wohnraum ist. Dort Freiraum zu fordern wo keiner vorhanden ist, ist sowieso falsch.

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Mo 4. Jun 2012, 16:11

Columba hat geschrieben:
viper187 hat geschrieben:Freiheit ist schön und gut, allerdings sollte man der Jugend auch entsprechende Eigenverantwortung beibringen..

Richtig, aber das ist nur möglich, wenn Freiräume da sind und wenn man bereit ist, Jugendlichen auch Verantwortung zu übertragen! Jugendliche unter den Generalverdacht der Faulheit und Sauferei zu stellen, hilft definitiv nicht!


Grüße Columba


Es ging aber bei dieser Veranstaltung nun mal nicht um mehr Fussballplätze oder andere Freizeitbeschäftigung, sondern darum das die Klubs zu hohe Preise verlangen und getrunken wird dort im Normalfall, nicht gerade moderat. Zudem das zuwenig Klubs bewilligt werden und noch um die Öffnungzeiten die wiederum den Wohnraum betreffen. Also Raum wo kein Freiraum für Forderungen vorhanden sind, erst recht nicht für solche nach länger Lärm. Freiraum ist eben nicht Freiraum auch wenn der positive Begriff für beide Anliegen verwendet wird.

Es ist nun mal eine taurige Tatsache, mit der unsere Gesellschaft konfrontiert ist, ob wir nun hin schauen oder nicht. Bei den direkten und langfristigen Folgen dieses treiben, geht es auch nicht um Generalverdacht, sondern um Ausswirkungen die sich in unseren ganzen Gesellschaft niederschlagen, sei es eben von Müllbeseitigung, Vandalismus, Lärm, unbewilligten Anlässen usw. bis hin zu langfristigen Sozialen Problemen die alle direkt und auch indirekt mit diesem zu tun haben.

Darum muss eben zuerst wieder gelernt werden mit Freiräumen umzugehen, dann ist die Gesellschaft auch bereit wieder mehr zu geben und weniger zu regulieren. Je weniger der Bürger die Eigenverantwortung wahrnimmt, je mehr Gesetze und Regelungen braucht es.

Also wer im hippen Club am Morgen um 2 Uhr trinken will, der muss zahlen was der Betreiber vorgibt und sich damit abfinden, das der Coop mit dem Billig Bier geschlossen hat. Wenn im Wohnraum keine neuen Clubs bewilligt werden, dann macht der Staat den Job gut. Wer am Morgen um 3 Uhr lärmen will, der muss das an einem Ort tun, wo möglichst wenige mit dem Lärm belästigt werden. Wer solches wünscht muss auch nicht auf subventionierte Klubs vom Staat warten, sondern selber eine Interessen Gemeinschaft gründen, wo von Reinigung, Verkauf, Security, Reduktion Lärm usw. alles selbst organisiert wird. Wer das nicht will, der muss den Preis zahlen welcher der verlangt, der alles organisiert.

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon imhotep » Mo 4. Jun 2012, 16:16

Es gibt eine schöne Feuerstelle mit Bänkli am Waldrand, nicht weit von unserem Haus, wo man einen tollen Blick über die Stadt hat. Benützen kann man sie aber nur, wenn man den Abfall und die Scherben zusammenräumt, und selbst dann duftet es aus allen umliegenden Büschen nach Pi55e. Ist es wirklich besser, die Schuldigen haben ihr eitel Kränzchen am Waldesrand anstatt in der Betonwüste? Können sie überhaupt anders, als den öffentlichen Raum zu demselben Ghetto zu machen, welchem sie zuhause entlaufen sind? Ich bin mir nicht so sicher.
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Columba » Mo 4. Jun 2012, 16:55

Hier noch ein interessanter Kommentar zu den Demos am Wochenende:

http://www.tageswoche.ch/de/2012_22/bas ... itisch.htm


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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon jeig » Mo 4. Jun 2012, 21:34

kingschild hat geschrieben:Das es aber ums Drogen konsumieren ging, das haben sie wohl alle begriffen .


2. Anlauf:

Was für ein Blödsinn.

Willst du uns hier erzählen, dass alle die sich da getroffen haben, nur das konsumieren von Drogen im Sinn hatten?

Auch wenn du nachher noch weiterschreibst, nach diesem Satz stellt sich bei mir die Leselust ein. :roll:
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Di 5. Jun 2012, 13:35

jeig hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Das es aber ums Drogen konsumieren ging, das haben sie wohl alle begriffen .


2. Anlauf:

Was für ein Blödsinn.

Willst du uns hier erzählen, dass alle die sich da getroffen haben, nur das konsumieren von Drogen im Sinn hatten?

Auch wenn du nachher noch weiterschreibst, nach diesem Satz stellt sich bei mir die Leselust ein. :roll:


Ich habe bereits ausführlich erklärt um was für Freiräume es bei dieser Veranstaltung ging und dies konnte ich nur den Aussagen der Teilnehmer, aus den Medien entnehmen. Ich kann also nur das wiedergeben was gesagt wurde und wenn darüber hinaus nicht mehr kommt, kann ich auch nicht mehr sagen. Ich kann auch nur wiedergeben was ich zudem mit meinen Augen zur Kenntnis nahm. Selbst beim Link von Columba sagen einige kritische Stimmen das wenig Inhalt vorhanden war in Basel. Ich kann nur von Bern sprechen.

Du siehst es kann zu einem Problem werden wenn man nicht weiterlesen mag, nur weil einem gewisse Aussagen oder Formulierungen nicht genehm sind.

Man hätte nämlich z.b. noch darauf eingehen können, das die in Ägypteen und Libyen für echte Anliegen auf die Strasse gingen und die in Bern wegen den hohen Bierpreisen in den Klubs, wegen zuwenig Klubs und zu kurzen Öffnungszeiten in Klubs. Ob das wirklich nötig ist oder eben nicht?

Meine Aussage setzt sich aus drei Teilen zusammen, einerseits daraus was für Aussagen gemacht wurden betreffend der Veranstaltung. (Eigenaussagen Teilnehmer). Eigener Erfahrung was an Party immer erste Priorität hat und drittens die Eindrücke, welche ich zur Kenntnis nahm, als ich in Bern war, welche leider mehr als selbstredend waren. Ja wenn ich Jugendfeindlich wäre dann wäre es mir egal wenn sie sich zu Tode saufen und wenn ich kein Rückgrat hätte, würde ich es auch nicht kritisch ansprechen.

Zu Deiner Frage kann ich sagen, das habe ich so nicht gesagt und das kann man sehr wohl lesen, wenn man meinen Beitrag als Gesamttext liest.

Wenn aber mehr als 80% bereits vor der Party mit der Flasche in der Hand vom Zug rennt, ist wohl klar das auch die restlichen 20% bei Beginn des Anlasses wusste, um was es ging. Das nicht alle Jugendlichen so sind habe ich bereits geschrieben und sicher wurde auch einige mit dem Wort "Freiraum" geködert um eben für die Falsche sache einzustehen. Jeder Mensch ist für Freiraum aber was für Freiräume wir tatsächlich brauchen und wieviel kann man ohne Bier im Hirn besser entscheiden. Darüber kann man geteilter Meinung sein aber ich sehe das so.

Du kannst ja mal mir erklären, um was es geht bei Partys und in Klubs, wenn Du meinst ich kenne dieses Leben zu wenig. Du kannst mir auch sagen um was es denn wirklich ging in Bern, denn vielleicht habe ich ja etwas überhört und übersehen.

Ich wollte einfach das Thema anschneiden Freiräume ja aber braucht es wirklich mehr Freiraum für solches? Ist die Jugend nicht schon geplagt genug, durch genau solche Freiräume? Können sie überhaupt mit dem Freiraum so umgehen, das sie weder sich selbst noch anderen schaden? Gäbe es nicht sinnvollere Dinge wofür man auf die Strasse gehen könnte? Braucht es heute zum stehen eine Flasche Bier in der linken und eine Zigarette in der rechten Hand dazu, damit man nicht umfällt? Wird für solches Freiraum gefordert? Tun wir Erwachsenen gut daran, wenn wir der Jugend noch mehr solche Freiräume schaffen und sie allenfalls noch mit Steuergeldern subventionieren?

Viele Einwürfe auch kritische und provokative Einwürfe müssen erlaubt sein und was kam als Antwort, das ist Stuss und Blödsinn und Jugendfeindlich.

Es ist nicht jugendfeindlich zu hinterfragen ob solche Freiräume unserer Jugend gut tut und ob sie überhaupt im Angesicht der Tatsache, das fast alle nur mit der Flasche rumlaufen, vielleicht etwas gar nicht mitkriegen. Es ist auch kein Stuss und Blödsinn wenn man solche Dinge kritisch und provokativ hinterfragt, gerade in einer Zeit wo niemand es wagt, es mal zu hinterfragen, was da genau vor sich geht. Es wäre sogar sinnvoll, wenn sich die Jugend selbst mal solche Fragen stellen würden.

Ich glaube es sind berechtigte Fragen, denen sich sowohl Jugendliche und Erwachsene stellen müssen, bevor man noch mehr Freiräume schafft für solche Partys. Bevor noch mehr Steuergelder in Institutionen wie eine Reithalle fliessen. Legitimiert werden sie auch dadurch das eben die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft nicht ganz so harmlos sind wie sie manch einer darstellen möchte und dies sowohl kurz, mittel und langfristig.

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon blakki » Di 5. Jun 2012, 15:48

Ich sehe das in der Zwischenzeit ein bisschen differenzierter:

Zum einen muss ein Jugendlicher, der abends mit der Flasche in der Hand rumläuft, nicht ungedingt saufen oder randalieren, die meisten bringen die Flasche sogar zum Pfand in den Supermarkt zurück, wo sie diese erworben haben.

Wenn deren Eltern im Betrieb nach Dienstschluss ein so genanntes Feierabendbier trinken, interessiert das auch niemand.

Natürlich fallen abends auf dem Marktplatz 15 Jugendliche mit der Flasche auf, aber die sind mir immer noch lieber als die peinliche Dorfjugend, die mit lautem Auspuff und dröhnendem Bass ihre scheinbare Männlichkeit aufpolieren wollen.

Jugendliche benehmen sich nicht anders als Erwachsene, der einzige Unterschied ist, dass heute vieles nicht mehr im Verborgenen geschieht, sondern in der Öffentlichkeit.
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Di 5. Jun 2012, 17:38

blakki hat geschrieben:Ich sehe das in der Zwischenzeit ein bisschen differenzierter:

Zum einen muss ein Jugendlicher, der abends mit der Flasche in der Hand rumläuft, nicht ungedingt saufen oder randalieren, die meisten bringen die Flasche sogar zum Pfand in den Supermarkt zurück, wo sie diese erworben haben.


Das ist schon so es gibt immer beides aber dieser Anlass von dem wir hier sprechen, der zeugte eben nicht von einem Massvollen Umgang und die Flaschen wurden auf der Strasse entsorgt. Zudem wenn es ja um ein gesundes Mass ginge, dann müsste man sich dann auch nicht über die Preise beklagen. Wenn ich aber mit billigem Alkohol schon "vorgeglüht" in den Klub eintrete am Abend um 23 Uhr und dann unzufrieden bin, wenn ich mir nicht noch weitere 10 Biere für einen kleinen Betrag (Discounterpreis) kaufen kann, stellt siche eben die Frage, ist das wirklich nötig oder was soll der Staat, für solches besorgt sein? Klar kann man auch immer fragen wo ist das Mass aber wenn man sich die Bilder der Wochenendgelage anschaut, dann ist von Mass keine Rede mehr und auch nicht vom zurückbringen irgend welcher Flaschen.


Wenn deren Eltern im Betrieb nach Dienstschluss ein so genanntes Feierabendbier trinken, interessiert das auch niemand.


Ja die machen es ja Zuhause oder eben im Restaurant und dies zu Zeiten die der Gesetzgeber eben vorgibt und wenn nicht müssen sie auch die Preise bezahlen die in den Klubs üblich sind. Das die Eltern da mehr Geld zur Verfügung haben das ist logisch aber warum bitte soll der Staat für günstigere Preise sorgen, wenn die Sprösslinge das Geld nicht haben um viel zu kaufen?

Warum soll der Staat den Alkoholkonsum, den er einerseits wegen den negativen Auswirkungen schon mit Steuern belegt nun extra für die Zielgruppe die am meisten gefährdet ist subventioneieren mit günstigen Klubs und mehr Klub Angeboten, wenn möglich rund um die Uhr? Das wäre wohl das dümmste was der Staat machen kann aber leider passiert gerade das bei uns in der Schweiz und nun will man noch mehr von solchen Angeboten. Die Reithalle ist ein mit Steuergeldern subventioniertes Projekt, das unter dem Deckmantel Kultur, so ziemlich alles anzieht was in der Nacht unterwegs ist und glaube mir Blakki, dort wurde schon vor 30 Jahre nicht nur ein Feierabend Bier genossen. Genau um solche Freiräume ging es genau betrachtet und diese muss man kritisch hinterfragen, denn wir tun der Jugend nichts gutes damit, wenn wir Ihnen mehr solche Räume schaffen.


Natürlich fallen abends auf dem Marktplatz 15 Jugendliche mit der Flasche auf, aber die sind mir immer noch lieber als die peinliche Dorfjugend, die mit lautem Auspuff und dröhnendem Bass ihre scheinbare Männlichkeit aufpolieren wollen.


Was ist aber wenn die mit dröhnendem Bass noch zwei drei zuviel intus haben, dann hebt sich das Niveau dadurch eben auch nicht sonderlich, im Gegenteil dann kommt es dann zu den Tödlichen Unfällen, von denen wir dann Montags Morgen wieder in der Pendlerzeitung lesen und jeder fragt sich warum so früh gestorben? Wie gesagt das Mass wäre gefragt, wenn aber das Mass schon übervoll ist an Problemen und man noch mehr Freiraum schaffen will dann wäre es eher so das man zurück schrauben muss und eben auch mal deutlich erklären warum es Grenzen braucht. Es braucht nicht Grenzen für die welche das Mass kennen und die Ordnung, sondern für die welche die Ordnung längst verlassen haben.

In der Schweiz am Freitag und Samstag Abend meist versiffte und verdreckte Züge mit angetrunkenen, welche ein benehmen an den Tag legen wo man sagen muss braucht es wirklich mehr Freiraum für solches benehmen? Auf der Strasse das gleiche Bild, klar wer den Mund hält der ist "cool" und in einer solchen Stimmung hält man in auch besser, bis sie wieder nüchtern sind.

Jugendliche benehmen sich nicht anders als Erwachsene, der einzige Unterschied ist, dass heute vieles nicht mehr im Verborgenen geschieht, sondern in der Öffentlichkeit.


Unter Alkohol einfluss benimmt sich manch ein Erwachsener auch nicht viel anderes. Jugendliche müssen auch nicht gleich sein wie wir aber sie müssen Orientierung bekommen und müssen lernen was eben auch benehmen ist, was geht und was nicht geht, warum man nicht um Morgens um 3 Uhr im Wohnquartier rumgröhlen kann oder gar dort einen Klub einrichten, warum die Getränke in Klub teurer sind als sonst wo, warum der Staat solches nicht bezahlen und fördern kann, wann das Mass übervoll ist usw.

Solange sie dies nicht lernen und begreifen, wird niemand bereit sein Ihnen mehr Freiraum zu geben.

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon blakki » Di 5. Jun 2012, 18:23

Man sollte den Jugendlichen wenigstens so viele Freiräume einrichten, wie den erwachsenen Spiessern und Heimwerkern, die in den Wohngebieten ungeachtet den Vorgaben der Gemeinden von frühen Morgen bis zum späten Abend ihre Mitmenschen mit Rasenmähern, Kettensägen und Bohrhämmern terrorisieren. :mrgreen:

Die jungen Leute sind besser als ihr Ruf, ich habe wiederholt beobachtet, wie junge Leute, egal ob Deutsche oder türkischer Herkunft, ihren Mitmenschen bei Unfällen oder in Notfällen geholfen haben, während Erwachsene sich verstohlen verdrückt haben.
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Columba » Mi 6. Jun 2012, 10:19

...noch einige Bemerkungen, vor allem zu Kingschild Argumentation:

1. Die Reduktion auf die Demos vom Wochenende fasst total zu kurz. Es muss in einem grösseren Zusammenhang gestellt werden. Die Problematik ist auch in der generellen Situation in unseren reichen Staaten zu sehen, dies obwohl es uns in der Schweiz und Deutschland noch besser geht.

2. Fakten sind: In Spanien sind fast 50% der Leute unter 25 Jahre arbeitslos. Die französischen Banlieus sind nach den Unruhen nur insofern verschlimmbessert worden, dass jetzt mehr Polizei dort steht und repressiv reagiert. Rechtsbürgerliche Kreise hier in der Schweiz fordern ganz klar mehr Polizei. Zum Glück wollen dieselben Kreise auch sparen beim Staat, so dass mehr Polizei gar nicht drinliegt.

3. Jetzt einfach die Jugendlichen als Kiffer, Säufer zu stempeln, ist frech. Vor allem ihre Eltern sind oder waren überfordert und die Erziehung ging vielerorts in die Hosen. Jetzt einfach nur die Jugendlichen schelten ist falsch.

4. ...auch bei den heutigen Jugendlichen geht die Angst rum, Stellen zu verlieren oder keine Lehrstellen zu finden. Obwohl es sich wieder gebessert hat, die Angst bleibt. Wenn eine Rezession kommt, sind es in erster Linie die Schulabgänger, welche keine Stellen mehr bekommen. die Bemühungen die Arbeitslosenversicherung vor allem einzuschränken bei den jungen Menschen ist bekannt.


Das gehört halt alles auch dazu. ...und die Proteste werden mit den Jahren auch lauter werden. Auch wenn jetzt die Demonstration mit fragwürdigen Argumenten kamen, wäre es besser, die wirklichen Probleme dahinter so schnell als möglich anzuschauen und nicht in der Kritik der in der Schweiz noch singulären Ereignisse stecken zu bleiben.


Grüße Columba
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Mi 6. Jun 2012, 10:33

blakki hat geschrieben:Man sollte den Jugendlichen wenigstens so viele Freiräume einrichten, wie den erwachsenen Spiessern und Heimwerkern, die in den Wohngebieten ungeachtet den Vorgaben der Gemeinden von frühen Morgen bis zum späten Abend ihre Mitmenschen mit Rasenmähern, Kettensägen und Bohrhämmern terrorisieren. :mrgreen:


:lol: :lol:

Die jungen Leute sind besser als ihr Ruf, ich habe wiederholt beobachtet, wie junge Leute, egal ob Deutsche oder türkischer Herkunft, ihren Mitmenschen bei Unfällen oder in Notfällen geholfen haben, während Erwachsene sich verstohlen verdrückt haben.


Ja das stimmt es gibt auch viel gutes. Es ist aber nun mal so das nun der Stadtrat von Bern reagiert hat und der Reithalle mehr Freiraum geben will und genau um das ging es. Reithalle ist eben nicht gesunder positiver Freiraum den die Jugend braucht.

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Columba » Mi 6. Jun 2012, 10:49

kingschild hat geschrieben:Reithalle ist eben nicht gesunder positiver Freiraum den die Jugend braucht.


Wieso nicht?

...aber wenn Du Freiraum zugestehen willst, kannst du eben nicht bestimmen, was Freiraum ist. Das ist doch ein krasser Widerspruch in sich selbst?


Grüße Columba
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Le Chef » Mi 6. Jun 2012, 11:34

Le Chef meint:

Bei der Reithalle Bern tummelt sich jeweils ein grosser Haufen linksradikaler besoffener und zugekiffter edit. Diese mit der allgemeinen Jungend gleichzustellen, verbietet sich von selbst.
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Le Chef » Mi 6. Jun 2012, 11:38

Columba hat geschrieben:4. ...auch bei den heutigen Jugendlichen geht die Angst rum, Stellen zu verlieren oder keine Lehrstellen zu finden. Obwohl es sich wieder gebessert hat, die Angst bleibt. Wenn eine Rezession kommt, sind es in erster Linie die Schulabgänger, welche keine Stellen mehr bekommen. die Bemühungen die Arbeitslosenversicherung vor allem einzuschränken bei den jungen Menschen ist bekannt.


Le Chef meint:

Ich habe bis vor ca. 8 Jahren noch selber Lehrlinge eingestellt und betreut.

Sorry, aber ein grosser Teil der Schulabgänger ist schlichtweg nicht zu gebrauchen. Mir ist dann irgendwann die Lust vergangen, und wir haben die Lehrstelle gestrichen.

Die wirklich interessierten mit einigermassen vernünftigen Noten und einem anständigen Auftreten finden ohne grosse Probleme eine Lehrstelle, da bin ich 100% sicher.
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon blakki » Mi 6. Jun 2012, 12:06

Le Chef meint:

Ich habe bis vor ca. 8 Jahren noch selber Lehrlinge eingestellt und betreut.

Sorry, aber ein grosser Teil der Schulabgänger ist schlichtweg nicht zu gebrauchen. Mir ist dann irgendwann die Lust vergangen, und wir haben die Lehrstelle gestrichen.

Die wirklich interessierten mit einigermassen vernünftigen Noten und einem anständigen Auftreten finden ohne grosse Probleme eine Lehrstelle, da bin ich 100% sicher.


Das habe ich auch schon beobachtet, bei manchen Bewerbern muss man sich echt fragen, wie die es geschafft haben, zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen, ohne unterwegs im Fluss zu ertrinken oder von der Straßenbahn überfahren zu werden. :mrgreen:
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Haimax » Mi 6. Jun 2012, 12:17

Le Chef hat geschrieben:Le Chef meint:

Ich habe bis vor ca. 8 Jahren noch selber Lehrlinge eingestellt und betreut.

Sorry, aber ein grosser Teil der Schulabgänger ist schlichtweg nicht zu gebrauchen. Mir ist dann irgendwann die Lust vergangen, und wir haben die Lehrstelle gestrichen.

Die wirklich interessierten mit einigermassen vernünftigen Noten und einem anständigen Auftreten finden ohne grosse Probleme eine Lehrstelle, da bin ich 100% sicher.


Hab jetzt 2 Wochen Lehrabschlussprüfungen hinter mir.

Es gibt ganz Aufgestellte die viel Wissen und können, leider gibts auch siolche wo man sich fragt was die 4 Jahre gemacht haben. Die müssen ihr wissen, das sie in der Schule und in den Kursen bekommen haben aktiv aus ihrem Kopf getilgt haben.

Die grosse Mehrheit war guter Durchschnitt, ca 4.3

Gruss
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Le Chef » Mi 6. Jun 2012, 12:24

http://www.youtube.com/watch?v=UsPwMvzKJsM&feature=related


Soviel zu den heutigen Schulabgängern... :lol:
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Le Chef » Mi 6. Jun 2012, 12:25

viper187 hat geschrieben:genaso dinge wie "du bist 5. Sieger!" ... Ne, du bist fünfter, sieger ist der 1.... Sollen wir unseren kindern beibringen, dass es egal ist wenn sie überall schlecht sind? Ist ja auch kein beinbruch, jeder hat eben andere talente, sind ja schliesslich nicht genormt... Zumindest (noch) nicht in diesem ausmass.


Ha ha, weltklasse! 5. Sieger! Und ich dachte immer, der Zweite ist der Erste Verlierer.
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Mi 6. Jun 2012, 12:38

Columba hat geschrieben:...noch einige Bemerkungen, vor allem zu Kingschild Argumentation:

1. Die Reduktion auf die Demos vom Wochenende fasst total zu kurz. Es muss in einem grösseren Zusammenhang gestellt werden. Die Problematik ist auch in der generellen Situation in unseren reichen Staaten zu sehen, dies obwohl es uns in der Schweiz und Deutschland noch besser geht.


Das habe ich ja versucht indem ich gefragt habe was die anderen darüber denken, zudem Fragen einbrachte zu Demos im Arabischen Raum im Vergleich zu hier, meine Eindrücke vom Wochenende einbrachte, die Aussagen der Jugend in den Medien und natürlich auch meine persönliche Kritik über gewisse Freiräume und das der Umgang mit Freiraum auch gelernt werden muss. Frage ob dieser Freiraum richtig sei und ob nicht zuerste anderes gelernt werden sollte.

2. Fakten sind: In Spanien sind fast 50% der Leute unter 25 Jahre arbeitslos. Die französischen Banlieus sind nach den Unruhen nur insofern verschlimmbessert worden, dass jetzt mehr Polizei dort steht und repressiv reagiert. Rechtsbürgerliche Kreise hier in der Schweiz fordern ganz klar mehr Polizei. Zum Glück wollen dieselben Kreise auch sparen beim Staat, so dass mehr Polizei gar nicht drinliegt.


Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist dramatisch hat aber mit den Forderungen hier nichts zu tun. Das wäre ein ganz anderes Thema. Frankreich und seine Migrationspolitik sind auch nicht Thema hier.

Was die Freiheit und weniger Polizei anbelangt da muss ich Dich fragen Columba, soll den einfach jeder machen können was er will? Sind den die Gesetze für Versammlungen und Demos nur für Erwachsenen gültig und die Polzei soll einfach wegschauen wenn sich die Jugend über Gesetze wegsetzt? Ein Aufruf in Facebook reicht heute um einfach über alle Gesetze hinweg zu gehen und dann erwartet man das alle einfach sagen super. Der Stapi von Bern so sehr ich Ihn in vielen Dingen zu schätzen weiss ist bereits eingeknickt und will der Reithalle nun noch mehr Freiraum geben ohne Diskussion und auch nur die Kritische Anschauung was dort seit Jahren abgeht und genau das ist falsch. Diese Methode scheint mir eben gerade der heutige Erziehrungsstil wieder zu spiegeln. das Kind schreit und Mama gibt. Die Jugend (Reithalle) schreit und der Stapi gibt nach spätestens dann wenn sie die Schweiz moblisieren konnten für Ihre Zwecke. Sollten wir so die Jugend begleiten? Ich glaube nein da tun wir Ihnen nichts gutes auch wenn sie bekommen wonach sie schreien.

3. Jetzt einfach die Jugendlichen als Kiffer, Säufer zu stempeln, ist frech. Vor allem ihre Eltern sind oder waren überfordert und die Erziehung ging vielerorts in die Hosen. Jetzt einfach nur die Jugendlichen schelten ist falsch.


Den Stempel gibt sich derjenige der mit der Flasche und den 6 Packs rumläuft selber, du kannst ja der Auffassung sein das es im Nachtleben von Heute, um Moderates trinken geht aber die Bilder belegen anderes. Ja die Eltern sind überfordert und wagen keine Grenzen mehr zu setzen das ist ein Fazit und wenn die Diskussion wieder Richtung Grenzen geben angestimmt wird sagt jeder wieder nein, nein Freiräume braucht das Land, die Jugendlichen wollen das so also geben wir Ihnen das was sie wollen. Ich gebe Dir Recht die Erwachsene sind verantwortlich und es wird Zeit das sie auch wieder mal lernen die Verantwortung zu übernehmen und diese an die Jungen weiter geben aber eben nicht dann wenn die zeigen das sie mit zuviel Freiraum nicht umgehen können.

4. ...auch bei den heutigen Jugendlichen geht die Angst rum, Stellen zu verlieren oder keine Lehrstellen zu finden. Obwohl es sich wieder gebessert hat, die Angst bleibt. Wenn eine Rezession kommt, sind es in erster Linie die Schulabgänger, welche keine Stellen mehr bekommen. die Bemühungen die Arbeitslosenversicherung vor allem einzuschränken bei den jungen Menschen ist bekannt.


Ja und wenn trifft es bei der Rezession am ersten, den Jugendlichen der mit dem Six Pack auf der Strasse rumläuft und in Facebook seine Vorliebe für das kiffen preisgibt oder der welcher sich anders verhält? Weisst Du wie die Firmen heute schon bei der Wahl für Lehrstellen und Arbeitsplätze selektionieren anhand von Aussagen und Bildern die in Facebook gepostet werden und warum wohl? Das ist näturliche Selektion im Facebook Zeitalter, wo der welche den besseren Eindruck im Netz hinterlässt auch die grösseren Chancen bekommt. Man kann es gut finden oder schlecht aber es ist nun mal Tatsache. Freiraum Facebook und richtiger umgang damit muss eben auch gelernt werden, genau gleich wie auch das nützen des Freiraumes im Zug, auf der Strasse und schlussendlich auch im Klub.

Fordern ich will mehr kann man schnell aber zuerst muss man zeigen das man mit dem was man hat, richtig umgehen kann. Was ist an solcher Forderung so dermassen falsch?


Das gehört halt alles auch dazu. ...und die Proteste werden mit den Jahren auch lauter werden. Auch wenn jetzt die Demonstration mit fragwürdigen Argumenten kamen, wäre es besser, die wirklichen Probleme dahinter so schnell als möglich anzuschauen und nicht in der Kritik der in der Schweiz noch singulären Ereignisse stecken zu bleiben.


Wenn falsche Werte vorhanden sind in einer Gesellschaft und Gott durch Geld, Alkohol und Party ersetzt wird dann kann man davon ausgehen, das mehr solcher Freiraum nicht ans Ziel führt sondern zu mehr Protesten und Forderungen. Schon das Volk Israel ist am Tanz um das Goldene Kalb gescheitert.

Wenn Erziehung heisst ich gebe dem Kind alles wonach es schreit und der Staat daselbe noch unterstützt und fördert dann werden die Forderungen zunehmen und nicht abnehmen. Wenn der Staat wie in anderen Staaten diesen Forderungstaat nicht mehr bezahlen kann, dann gibt es ein böses erwachen. Wenn die Banken schreien gibt der Staat, wenn der Sozialhilfe Empfänger schreit dann gibt der Staat, wenn der Jugendliche schreit geben die Eltern und der Staat usw. und wenn der Staat pleite ist merken wir dann das wir der Staat sind und uns unsere Werte in die Armut führten. Das unser Schrei nach mehr Freiheit, Party und Geld nichts brachte als den Bankrott das auch der Schrei nach mehr Klubs, Subkulturen und günstigerm Alkohol uns nie ans Ziel führen kann. Wenn uns das aber nicht ans Ziel führen kann warum sollte jemand auf die Forderung nach mehr solchem Freiraum eintreten? Warum sollten wir der Jugend nicht erklären das solcher Freiraum im Protest enden wird wo es dann um die wahre Existenz gehen wird?

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Mi 6. Jun 2012, 13:10

Columba hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Reithalle ist eben nicht gesunder positiver Freiraum den die Jugend braucht.


Wieso nicht?

...aber wenn Du Freiraum zugestehen willst, kannst du eben nicht bestimmen, was Freiraum ist. Das ist doch ein krasser Widerspruch in sich selbst?


Weil diese Form von Gedankengut und Ausgehverhalten welches dort propagiert wird, die Jungen noch mehr in die Abhängigkeit der Drogen führt und Ihr denken dann auch immer mehr von diesen bestimmt wird. Weil dort seit Jahren eine Forderungspolitik betrieben wird, welche für unser Land ungesund ist. Sie setzen sich für jeden Kriminellen ein und auch die Drogenmafia wollen sie legalisieren. Beim AJZ Zürich da haben die Zürcher erkannt das es so nicht geht, die Berner haben leider bis heute nicht erkannt und subventionieren die Drogenkultur weiter, welche unter dem Deckmantel Subkultur, der Gesellschaft verkauft wird. Irgendwo finden sie auch immer einen den sie vor Ihren Karren spannen können, welche dem ganzen noch ein wenig Glanz von Kultur verleit.

Viele dieser Jugendlichen sind am Samstag für das Anliegen der Reithalle auf die Strasse gegangen und das unbewusst und glaube mir Columba wenn sie nüchtern gewesen wären, hätten sie das ganze durchschaut und liessen sich nicht für das falsche missbrauchen lassen. Sie hätten sich nicht vom Schlagwort "Freiraum" täsuchen lassen, für falschen Freiraum ein zu stehen.

Freiraum der gegen den Staat geht muss geschlossen werden, Freiraum denn man nutzt, so das er auch wiederum allen dient, der muss gefördert werden. Freiraum für mehr kriminelles Verhalten, braucht unser Land nicht. Polzeifreie Zonen wo man ungehindert dealen, sprayen und vandalieren kann, braucht es definitv nicht.

Ich kenne die Drogen Ideologien alle auswendig, war ja selbst Jahrelang Anhänger dieser Ideologien und durfte die Einstellungen dieser Leute eins zu eins kennen lernen, sowie die Auswirkungen für unsere Gesellschaft. Wenn wir nicht im Chaos versinken wollen, dann sollten wir es nicht mehr finanzieren. Sie stehen offen für das Chaos und Ihre Parolen kann jeder lesen der Ihre sprayereien entziffern kann.

Freiraum hat nur dort Berechtigung wo er nicht für negative Dinge missbraucht wird.

Vor solche "Karren" sollten wir uns als Erwachsene und mündige Bürger nicht spannen lassen und ja wir sollten die Jugendlichen lehren das sie sich auch nicht für die flaschen Dinge missbrauchen lassen. Bildung und Alkohol passen aber eben nicht gut zusammen, denn dort wo zuviel Alkohol ist bleibt jegliche Bildung auf der Strecke auch die Bildung mit Freiräumen richtig umgehen zu können oder eben Freiraum nicht dazu benutzen um dem Nächsten zu schaden.

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Columba » Mi 6. Jun 2012, 14:32

kingschild hat geschrieben:Weil diese Form von Gedankengut und Ausgehverhalten die Jungen noch mehr in die Abhängigkeit der Drogen bringt und Ihr Denken dann auch immer mehr von diesen bestimmt wird.


Du hast ja wirklich ein ganz negatives Bild von den Jungen. Sind denn in Eurer Gemeinde alles solche drogen- und sonst wie Abhängigen?

Mal ein biblisches Beispiel: Dieses fälschlicherweise als "verlorener Sohn" genannte Gleichnis, zeigt vor allem eines: Probleme hatte derjenige Sohn, der zu Hause blieb. Der andere Sohn, der von zu Hause wegging, der hatte kein Problem mehr, er hat Erfahrungen gemacht und den richtigen Weg gefunden. Aber der brave Sohn, der litt unter Eifersucht, obwohl er zu Hause immer beim Vater beschützt war.

Was aber Du schreibst, hat nichts mehr mit Freiheit zu tun: Selbst politische Freiheit gibst Du den Jungen nicht mehr. Wer sich fürs AJZ einsetzt siehst Du auf dem falschen Weg. ...und das finde ich schon ungeheuerlich, und es hat nichts mehr mit Freiheit zu tun. Du möchtest die Jungen einschränken und dressieren auf Deine politische Einstellung. Dass für dich AJZ und Reithalle nur mit Drogenkultur zu tun hatten und haben, ist eine Unterstellung, das ist wiederum nur von einer negativen Menschenbild geprägt. Ein Grossteil der Jugendlichen ist nicht unter Drogeneinfluss. Selbst in der Reithalle Bern nicht. Was Du Freiraum nennst, nähert sich einem Totalitarismus den Jugendlichen gegenüber.

Natürlich, ich habe es ja erläutert, die Entwicklung in Spanien hat etwas mit unserer Entwicklung hier in der Schweiz zu tun. Das ist ja gerade das Traurige, dass man die grösseren Zusammenhänge nicht mehr sehen will. Nicht vergebens sind im letzten Jahr die Begriffe "verlorenes Jahrzehnt" und "verlorene Generation" (dies wieder neu, man sagte auch der Kriegsgeneration verlorene Generation) geprägt worden. Dies wurde nicht nur auf Spanien etc. gemünzt. Auch hier geht eine gewisse Angst rum, was passiert mit uns Jungen in den nächsten 40 Jahren. Welche Welt müssen wir später übernehmen von den Alten! Obwohl der Ausdruck des Protesten und die Ziele der Proteste verschieden sind, ist die Situation ähnlich. Wir können nur von Glück reden, dass es in Mitteleuropa noch nicht so dramatisch ist. Aber künstlich die Jugendlichen spalten, kann böses Erwachen geben.

Aber wie willst Du konkret den Erwachsenen wieder Verantwortung geben? - damit diese wieder ihren Kindern helfen Verantwortung zu lernen? Gerade in der Arbeitswelt verlieren viel Arbeitnehmer immer mehr an Verantwortung. Die Stanzmaschine garantiert die Exaktheit der Arbeit, der angelernte Arbeitnehmer, kann dann nur noch die Kisten verschnüren! In der Politik genau dasselbe: Wie soll man lernen sich für eine Initiative für die Unterschriftensammlung einzusetzen, wenn sich einige Parteien in grossem Stil bezahlte Unterschriftensammler einsetzen können? ...und diese Parteien (es ist zwar nur eine bekannt) Hundertausende von Franken im Geldköfferli bar erhalten und dabei niemandem Rechenschaft schuldig sind und nichts offenlegen müssen. Der Einsatz für die Gemeinschaft wird auch so nicht mehr geübt! Wie soll es ein Vorbild sein, wenn eine hochverdienende Politikerin wie Doris Fiala für den Vorsitz einer gemeinnützigen Stiftung Fr. 50'000 pro Jahr fordert und nur nach ganz grossem öffentlichen Druck wenigstens ihre Forderung auf Fr. 30'000 reduziert?

Während Bestverdienende in den obersten Kadern jeden Bonus fordern können und ihnen auch gegeben wird, wundert man sich, wenn die Jungen auch fordern? Eine Initiative gegen überhöhten Bonus wird jahrelang vertrödelt, bis sie an die Urne kommt. Anderes Beispiel: Wegen gewisser Änderungen von Steuerergesetzen hat der Oligarch Vekselberg in der Schweiz Millionen von Franken gespart und zudem ist er auch noch lange pauschalbesteuert worden zum einem tiefen Satz.

...und jetzt schreit man, wenn die Jungen etwas fordern? Aber die anderen dürfen Steuererleichterungen fordern und bekommen es vom Staat. Da begreife ich jeden Protest. Aber im grossen Stil absahnen tun nicht die Jungen, wenn sie mehr Freiraum suchen. Abgesahnt haben schon ganz andere, aber das Perverse daran ist, dass jetzt eben kein Geld mehr da ist für die Förderung von Jugendkultur, andere haben das Geld schon eingesteckt.


Grüße Columba
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon Columba » Mi 6. Jun 2012, 14:34

...also wie will man den Jungen Verantwortungsgefühl beibringen, wenn sie so viele Sachen sehen, wo gerade von den Alten keine Verantwortungsgefühl mehr vorgelebt wird?


Grüße Columba
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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Mi 6. Jun 2012, 16:45

Columba hat geschrieben:
Du hast ja wirklich ein ganz negatives Bild von den Jungen. Sind denn in Eurer Gemeinde alles solche drogen- und sonst wie Abhängigen?


Nein habe ich eigentlich nicht und das kann man auch nachlesen, wenn man alles liest. Wenn ich ein Negatives Bild habe von "Drogensubkultur" so heisst das noch lange nicht, das ich ein negatives Bild habe von Jungen Menschen auch wenn man mir das ständig nachsagen will.

Mal ein biblisches Beispiel: Dieses fälschlicherweise als "verlorener Sohn" genannte Gleichnis, zeigt vor allem eines: Probleme hatte derjenige Sohn, der zu Hause blieb. Der andere Sohn, der von zu Hause wegging, der hatte kein Problem mehr, er hat Erfahrungen gemacht und den richtigen Weg gefunden. Aber der brave Sohn, der litt unter Eifersucht, obwohl er zu Hause immer beim Vater beschützt war.


Und was lernen wir daraus das der Vater sagt, gehe besser zuerst in den Schweinestall damit Du etwas lernst. Wir lernen das die Türe des Vaters offen ist für die welche zurück wollen aber nirgendwo steht das der Vater den Schweinstall als gut befand. Das der Sohn der nicht hinaus ging auch Probleme hatte das lesen wir aber die hat der Vater dann intern geklärt ohne Umweg über den Schweinestall.


Was aber Du schreibst, hat nichts mehr mit Freiheit zu tun: Selbst politische Freiheit gibst Du den Jungen nicht mehr. Wer sich fürs AJZ einsetzt siehst Du auf dem falschen Weg. ...und das finde ich schon ungeheuerlich, und es hat nichts mehr mit Freiheit zu tun.


Es ist halt schon ungeheurlich wenn man gegen Rechtsfreie Räume ist. Selbst die Hardcore Kiffer in Zürich mussten am Ende zugeben das die Ideologie AJZ gescheitert ist. Wir alle bewegen uns in einem Raum der nicht Rechtsfrei ist und selbst wenn Freiräume geschaffen werden, können die nie Rechtsfrei sein, sonst schaffen wir Parallel Gesellschaften und nicht Einheit. Wer für solches plädiert der ist für Kriminalität, den dort wo Rechtsfreier Raum entsteht, dort ist die Kriminalität und Parasitentum nicht weit entfernt.

Gegen Rechtfreien Raum sein ist das was ich bin ...das gleich zu stellen, mit gegen politische Freiheit sein, finde ich hingegen ungeheurlich.

Du möchtest die Jungen einschränken und dressieren auf Deine politische Einstellung. Dass für dich AJZ und Reithalle nur mit Drogenkultur zu tun hatten und haben, ist eine Unterstellung, das ist wiederum nur von einer negativen Menschenbild geprägt. Ein Grossteil der Jugendlichen ist nicht unter Drogeneinfluss. Selbst in der Reithalle Bern nicht. Was Du Freiraum nennst, nähert sich einem Totalitarismus den Jugendlichen gegenüber.


Oh nein, mein Anliegen wäre das sie nüchtern werden und anfagen Ihr Hirn einzuschalten bevor sie im Schweinestall und Chaos aufwachen und sich von dem/denen missbrauchen lassen, der/die möchte/n das sie ewig dort gefangen bleiben. Das sie lernen das Freiraum immer den Raum des nächsten beschneiden kann und das nicht jeder Freiraum unbedingt eben gut sein muss für uns Menschen. Das sie sich Gedanken machen über Forderungen und Verantwortung. Über sinnvolle Forderungen und nicht Forderungen stellen die einer degenierten Wohlstandskultur entspricht. Das sie lernen mit Freiraum so umzugehen, das weder Ihnen, noch der Gesellschaft schadet.

Was die Reithalle anbelangt, ja es ist Drogenkultur und sie bekennen sich öffentlich dazu und verkünden lauthals wie gut das sei, für unsere Gesellschaft. Sie sprayen an Ihre Wände "Willkommen im Chaos Staat" und sie sind Stolz darauf Diener des Chaos zu sein. Was das AJZ anbelangt das war das schlimmste was ich eins zu eins an Drogenkultur mitbekommen habe und da bin ich nicht der einzige gewesen, der gesehen hat, wohin solche Freiräume führen.

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Mi 6. Jun 2012, 16:58

Natürlich, ich habe es ja erläutert, die Entwicklung in Spanien hat etwas mit unserer Entwicklung hier in der Schweiz zu tun. Das ist ja gerade das Traurige, dass man die grösseren Zusammenhänge nicht mehr sehen will. Nicht vergebens sind im letzten Jahr die Begriffe "verlorenes Jahrzehnt" und "verlorene Generation" (dies wieder neu, man sagte auch der Kriegsgeneration verlorene Generation) geprägt worden. Dies wurde nicht nur auf Spanien etc. gemünzt. Auch hier geht eine gewisse Angst rum, was passiert mit uns Jungen in den nächsten 40 Jahren. Welche Welt müssen wir später übernehmen von den Alten! Obwohl der Ausdruck des Protesten und die Ziele der Proteste verschieden sind, ist die Situation ähnlich. Wir können nur von Glück reden, dass es in Mitteleuropa noch nicht so dramatisch ist. Aber künstlich die Jugendlichen spalten, kann böses Erwachen geben.


Nein kritisches hinterfragen von negativen Verhaltensmustern ist der Anfang zur Umkehr und nicht Spaltung. Was genau ist der Wert der Party und wieviel brauchen wird davon das es uns gut tut und eben nicht schadet? Muss Alkohol und Klubs wirklich mehr verfügbar sein damit unsere Gesellschaft weiterkommt? Sind das Werte die uns weiter bringen? Ja es ist so das die Alten nicht immer das nötige Vorblild waren und den Jungen eben nicht die nötigen Werte mitgegeben haben aber sollen wir denn in der Orientierunslosigkeit bleiben. Wenn niemand mehr Grenzen setzen will, darf und kann, soll das uns weiter bringen oder bringen uns eben solche Freiheiten dorthin wo Spanien heute steht, sei es nun in der Finanzwelt oder in der Subkultur? Sind es nicht genau diese Freiheiten wo jeder fordert aber nicht gibt die uns den Strick so eng ziehen, das wir nicht mehr wissen wohin mit der Zukunft? Wo die Zukunft nur noch den Bankrott der Banken und des Wohlfahrtstaates bringen kann, welches mir nicht Angst bereitet aber denen die kein Fundament haben sehr wohl?


Aber wie willst Du konkret den Erwachsenen wieder Verantwortung geben? - damit diese wieder ihren Kindern helfen Verantwortung zu lernen?


Die Propheten haben immer die Aufgabe der Gesellschaft den Spiegel hin zu halten. Dies ist nicht ein Joggi Job und ein Jonas wollte sich dem entziehen als er aber seinen Job tat trat in Ninive etwas ein, was niemand vorher erwartet hat. Nicht jeder freut sich über den Spiegel aber Ninive hat begriffen.

Nicht jeder Erwachsene kann übernehmen aber es gibt solche die übernehmen können. Ich sehe auch bei der Jugend viele die es können, sehr viele positive Beispiele aber es muss auch sein das man der Jugend eben auch Dinge aufzeigt die so nicht gehen können. Es nützt nämlich nichts, wenn sie sich über die Fehler der Älteren aufregen und mit Ihren Forderungen in etwa am gleichen Ort bewegen.

Gerade in der Arbeitswelt verlieren viel Arbeitnehmer immer mehr an Verantwortung. Die Stanzmaschine garantiert die Exaktheit der Arbeit, der angelernte Arbeitnehmer, kann dann nur noch die Kisten verschnüren! In der Politik genau dasselbe: Wie soll man lernen sich für eine Initiative für die Unterschriftensammlung einzusetzen, wenn sich einige Parteien in grossem Stil bezahlte Unterschriftensammler einsetzen können? ...und diese Parteien (es ist zwar nur eine bekannt) Hundertausende von Franken im Geldköfferli bar erhalten und dabei niemandem Rechenschaft schuldig sind und nichts offenlegen müssen. Der Einsatz für die Gemeinschaft wird auch so nicht mehr geübt! Wie soll es ein Vorbild sein, wenn eine hochverdienende Politikerin wie Doris Fiala für den Vorsitz einer gemeinnützigen Stiftung Fr. 50'000 pro Jahr fordert und nur nach ganz grossem öffentlichen Druck wenigstens ihre Forderung auf Fr. 30'000 reduziert?


Gestern habe ich gerade den Beitrag gesehen wie man an Robotern schafft die dann uns, noch mehr abnehemen. Das ist ja gut für die Wissenschaft aber für den Arbeiter und den Menschen der dann eben noch mehr Zeit mit Freizeit oder Arbeitslosigkeit verbringt und nicht weiss wie er die positiv nutzen kann bringt es eben nichts.

Wir erschaffen uns also gerade selber und zugleich schaffen wir uns damit selber ab, das ist die Ironie des Schicksal dem wohl die Menschheit nicht entfliehen wird ohne das eben wieder Werte kommen, wo wir die verbleibende Zeit für positve Projekte verwenden und der Wissenschaftler mit dem vielen Geld bereit ist auch für diese zu bezahlen, so das auch für die neuen Projekte Geld fliesst. Sicher muss dort die Elite auch zahlen und der Jugendliche muss dann Projekte bringen wo die Freizeit und übrige Zeit positiv genutzt wird.

Was Fiala angeht weiss ich nicht ob sie die Zeit hat es ehrenamtlich zu tun, wenn ja muss sie ja daür grade stehen als nicht so gutes Beispiel da zu stehen. Wenn nein ist es eine Abwägung wieviel bringt sie dann schlussendlich wieder rein für die Organisation. Du siehst aber bei Fiala hat man reagiert und darum ist es auch wichtig wenn man bei den Jungen reagiert, wenn falsche Forderungen kommen. Wenn man Dinge hinterfragen darf.


Während Bestverdienende in den obersten Kadern jeden Bonus fordern können und ihnen auch gegeben wird, wundert man sich, wenn die Jungen auch fordern? Eine Initiative gegen überhöhten Bonus wird jahrelang vertrödelt, bis sie an die Urne kommt. Anderes Beispiel: Wegen gewisser Änderungen von Steuerergesetzen hat der Oligarch Vekselberg in der Schweiz Millionen von Franken gespart und zudem ist er auch noch lange pauschalbesteuert worden zum einem tiefen Satz.


Ja wenn man es aber bei den Obern anprangert, so ist es richtig wenn man bei denen, die es jetzt nachahmen wollen auch anprangert und eben gegen falsche Forderungen eintritt, sonst ändert sich nie etwas.

...und jetzt schreit man, wenn die Jungen etwas fordern? Aber die anderen dürfen Steuererleichterungen fordern und bekommen es vom Staat. Da begreife ich jeden Protest. Aber im grossen Stil absahnen tun nicht die Jungen, wenn sie mehr Freiraum suchen. Abgesahnt haben schon ganz andere, aber das Perverse daran ist, dass jetzt eben kein Geld mehr da ist für die Förderung von Jugendkultur, andere haben das Geld schon eingesteckt.


Sag Du mir mal was gefordert wurde? Ich habe es schon ein paar mal aufgezählt aber sag mir was genau unter dem positiven Schlagworten, Freiraum, Jugendkultur, Subkultur im konkreten Fall gefordert wird ? Gerade bei diesem Anlass, welche ich zum Anlass nahm, das Thema aufzugreifen?

Sag Du mal was ich davon habe wenn ich mehr Steuergelder in die Reithalle stecke? Sorry Columba ich gebe mein Geld lieber einer Christlichen Organsationen die Sinnvolle Projekte auf die Beine stellt, sei es für die Jugend hier oder im Ausland und die Stadt Bern muss es ja nicht einer christlichen Organisation geben aber da gäbe es wohl sinnvollere Alternativen und wenn es sie nicht gibt dann muss man sie auf die Beine stellen.

Steuererleichterung heisst ich habe etwas getan und mir nimmt der Staat etwas weniger und längst nicht alle haben abgezockt. Fordern etwas das ich nicht habe oder haben kann, das kann auch ich nicht.

Ich bin für mehr Freiraum, subentionieren wird die Klubs und das Bier, wenn im Gegenzug mir der Staat meine Wohnung subventioniert bin ich einverstanden. Wenn jeder so denkt, dann geht es uns dann sicher einmal so wie den Griechen.

Sicher ist das mit den Reichen ein Dillemma aber das heisst doch nicht das ich im Gegenzug eine Drogenkultur fördere wo ich zum vorn herein weiss, das sie im Chaos enden wird mit noch mehr Bezügern von Transferleistungen endet, erst recht dann wenn Rezession kommt. Solche Freiräume müssen verschlossen werden, genau gleich wie wir den Reichen Ihre Freiräume auch schliessen müssen.

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Re: Mehr Freiraum für die Jugend?

Beitragvon kingschild » Mi 6. Jun 2012, 17:05

Columba hat geschrieben:...also wie will man den Jungen Verantwortungsgefühl beibringen, wenn sie so viele Sachen sehen, wo gerade von den Alten keine Verantwortungsgefühl mehr vorgelebt wird?


Grüße Columba



In dem das die Alten die Verantwortung übernehmen und auch den Pfupf haben dann zu reagieren, wenn die Jugendlichen anfangen das falsche verhalten der Alten zu kopieren, welches die Alten unterdessen als falsch erkannt haben. Indem sie den Mut haben zu sagen das war falsch was wir taten aber jetzt bitte macht es nicht genau gleich falsch wie wir.

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