HomeWer ist Jesus?ForumChatNewsletterE-Mail SupportKontakt   

Obdachlose

Sozial- und Familienpolitik, Randgruppen,

Moderator: kingschild

Obdachlose

Beitragvon sternenkind56 » Sa 3. Mär 2012, 17:56

ich wollte hier eine Sache anschneiden die mich bewegt.

ich sehe in letzter Zeit immer mehr Obdachlose aber nicht so ich es gewohnt bin (ich weiß das klingt jetzt blöd) sondern Leute die es echt richtig erwischt hat.

Letztens eine Frau in der S Bahn die so gekrümmt war man konnte ihr Gesicht nicht mehr sehen, das wenige das sie hatte in Plastiktüten, ungepflegt, und sie roch so schlimm, daß das ganze S Bahn Abteil leer war, weil sich jeder woanders hinsetzte.

Eigentlich müßte man so jemanden mitnehmen, in die Badewanne stecken, ihm Kleider geben und mit ihm zum Sozialamt gehen.

Doch selbst wenn man das machen wollte, wieso sollte die Frau einfach mit einem Fremden mitgehen?

Jesus wäre an so einer Person bestimmt nicht vorbeigegangen.

UND ich komme mir total hilfslos vor.

ich beanspruche es nicht mich mich einen Christen zu nennen aber wenn Jesus an so einer Person nicht vorbeigegangen wäre wie kann ich es?

Jetzt habe ich mir überlegt vielleicht irgendwo eine Decke aufzutreiben und ihr eine Decke zu geben?

Die hilft vielleicht mehr als das dumme Geld.
sternenkind56
Gesperrt
 
Beiträge: 392
Registriert: So 8. Nov 2009, 12:30

Re: Obdachlose

Beitragvon jeig » Sa 3. Mär 2012, 18:18

sternenkind56 hat geschrieben:Doch selbst wenn man das machen wollte, wieso sollte die Frau einfach mit einem Fremden mitgehen?


Weil sie Hilfe bekommt.
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
Benutzeravatar
jeig
Wohnt hier
 
Beiträge: 3608
Registriert: So 31. Aug 2003, 12:51
Wohnort: vom liebe Gott

Re: Obdachlose

Beitragvon Kimi » Sa 3. Mär 2012, 18:31

Hallo Sternenkind!

Dein Mitleid ehrt Dich. Aber man muss auch aufpassen. Auf keinen Fall würde ich jemanden mit nach Hause nehmen! Frag lieber, ob derjenige Hunger oder Durst hat und kaufe ihm ggf. etwas oder bring ihm eine Decke oder sonst was. Wenn er ablehnt und nur Geld möchte (und das ist meist der Fall!) weißt Du bescheid. Oftmals stecken Bettlerbanden dahinter bzw. kriminelle Hintermänner, die das Geld abends kassieren. Die Bettler selbst können das Geld nicht behalten, müssen alles abgeben.

Schau mal hier:

http://www.news.at/articles/1038/10/278 ... ttelbanden

Grüße
Kimi
MIA SAN MIA

Paulus' Botschaft != Jesu Botschaft
Benutzeravatar
Kimi
Member
 
Beiträge: 418
Registriert: Mi 15. Jun 2011, 08:16

Re: Obdachlose

Beitragvon sugi » Sa 3. Mär 2012, 19:12

Hallo sternenkind!

Ich erkenne in deinen Zeilen ein grosses Herz........!!
Vllt hat Gott was vor mit dir? Sei weiterhin feinfühlig und offen..und lass dich führen und leiten :)

Mir geht es sehr ähnlich wie dir!! Kenne solche Gedanken..
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

Spr.3,5-6
Benutzeravatar
sugi
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7008
Registriert: Sa 18. Aug 2007, 20:08

Re: Obdachlose

Beitragvon rouven » Sa 3. Mär 2012, 23:38

Sternenkind
Eigentlich müßte man so jemanden mitnehmen, in die Badewanne stecken, ihm Kleider geben und mit ihm zum Sozialamt gehen.


Ich würde nachfragen, wie du ihr behilflich sein kannst und ob sie das überhaupt möchte. Ich habe vor etlichen Jahren mal einen Obdachlosen mit zu mir nach Hause genommen und dort blieb er fast ein ganzes Jahr. Früher war er selbstständiger Unternehmer, verheiratet und führte ein gut organisiertes Leben. Seine Frau erkrankte sehr schwer und nahm sich am Ende das Leben. Er verlor dadurch allen Halt und auch die Lust zu leben. Er wurde Alkoholiker. In kleinen Schritten ging es dann wieder aufwärts und die Lebensgeister kehrten zurück. Einige Jahre später wurde er der Patenonkel unseres Sohnes, ist mittlerweile wieder als Geschäftsmann erfolgreich tätig und es geht im recht gut. Er ist ein sehr sozialer und mitfühlender Mensch. Diese Entwicklung ist aber eher die ganz große Ausnahme.

Der erste Impuls, Sternenkind, ist in meinen Augen meist der richtige. Wenn man spontan handelt und ein gutes Gefühl dabei hat, dann ist man in Übereinstimmung mit den Gegebenheiten und es läuft meist alles günstig ab. Wenn es aber eine moralische Verpflichtung ist, da ein großer Jesus nicht vorbeigegangen wäre, verliert man möglicherweise seine wachsamen und schützenden Instinkte. Du hast bei der ersten Begegnung nicht reagiert und das wird seine Gründe gehabt haben. Darauf würde ich vertrauen. Das soll nicht heißen, penntütenartig mit der Notsituation anderer Menschen umzugehen. Decken zu spenden oder auch Geld, das hilft natürlich kurzfristig. Der Weg zum Sozialamt wird jedoch nichts bringen. Diese Frau muss einen festen Wohnsitz vorweisen können, ansonsten ist jede Mühe vergebens. Dumme Gesetze. Und mit einem einmaligen Reinigungsbad ist es wohl auch nicht getan. In zwei Wochen würde die Frau müffeln wie zuvor. Das wäre also nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.


Liebe Grüße,

Rouven
Der Weg zur Quelle geht immer gegen den Strom.
Benutzeravatar
rouven
Abgemeldet
 
Beiträge: 631
Registriert: Mo 11. Apr 2011, 08:05

Re: Obdachlose

Beitragvon rouven » So 4. Mär 2012, 10:25

Kimi
Wenn er ablehnt und nur Geld möchte (und das ist meist der Fall!) weißt Du bescheid. Oftmals stecken Bettlerbanden dahinter bzw. kriminelle Hintermänner, die das Geld abends kassieren.


Sie mussten selbst im Winter stundenlang in der Kälte stehen, schildert Tatzgern die Umstände. Zwischen 50 und 80 Euro am Tag sollten sie erbetteln. Wer das nicht schaffte, dem drohten Repressalien. Sie wurden geprügelt, getreten und die Haare wurden ihnen ausgerissen. Über Nacht schliefen bis zu 40 Personen auf engstem Raum in einer kleinen Wohnung. Ein Aufpasser übernahm die Führung über rund 20 Personen.



Auf der anderen Seite zeigt der Artikel ja auch, wie es den Leuten tatsächlich ergeht, sofern sie nicht die geforderte Summe erbetteln konnten. Mich machen ein paar gespendete Euro nicht ärmer. Bevor ein anderer Mensch misshandelt wird, gebe ich lieber das Geld. Bei einem Verdacht auf organisierte Machenschaften kannst du jeder Zeit die Polizei informieren. Darum müssen sich die Behörden kümmern. Der einzelne Mensch, der die Hand aufhält, der ist in jedem Fall Opfer seiner Lebensumstände und auch bedürftig. Ich würde darüber gar nicht lange nachdenken. Ich gebe auch jedem zittrigen Penner Geld. Er würde den kalten Entzug auf der Straße nämlich nicht überleben.

Gruß

Rouven
Der Weg zur Quelle geht immer gegen den Strom.
Benutzeravatar
rouven
Abgemeldet
 
Beiträge: 631
Registriert: Mo 11. Apr 2011, 08:05

Re: Obdachlose

Beitragvon onThePath » So 4. Mär 2012, 12:23

(sternenkind56)Eigentlich müßte man so jemanden mitnehmen, in die Badewanne stecken, ihm Kleider geben und mit ihm zum Sozialamt gehen.

Doch selbst wenn man das machen wollte, wieso sollte die Frau einfach mit einem Fremden mitgehen?

Jesus wäre an so einer Person bestimmt nicht vorbeigegangen.

UND ich komme mir total hilfslos vor.


Löbliche Überlegungen.
Dass sie wieder in geregelte Bahnen kommen, bedarf viel Aufwand, und sollten sie obdachlos und süchtig sein, wird es nochmal viel schwieriger. Man müßte sich schon sehr für Jemand engagieren und ob der dann irgendwann ein geregeltes Leben führt, ist ungewiss. Da sind die "professionellen" Helfer im Vorteil, weil sie lange Kontakte knüpfen können. Auch christliche Dienste und Gemeindemitglieder machen solche Arbeit in Teams (oder könnten es).

Alleine kannst Du Dich mit Demjenigen immerhin unterhalten und ihm zuhören, vielleicht ergibt sich dann was, was Du für ihn tun kannst. Oder Du einen Kontakt knüpfen kannst.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20643
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Obdachlose

Beitragvon Yehudit » Mo 5. Mär 2012, 15:44

Es ist oft so furchtbar schwierig zu unterscheiden, ob es nun echte Bettler sind oder nicht. An meinem früheren Arbeitsort fuhr jeweils an einem etwas verdeckten Ort ein dicker Mercedes vor, liessen einen Mann mit Handorgel aussteigen (die anderen Mitfahrer wurden wohl an einem anderen Ort abgesetzt) und der hat dann ein paar Stunden lang vor der Eingangstüre zum Einkaufscenter die selben vier Takte gespielt (wenn man nur kurz vorüberging fiel das natürlich nicht auf, aber wenn man direkt daneben arbeiten musste, konnte es einem nach 5Min schon raushängen) . Nach ca. 3 oder 4 Stunden wurde er wieder abgeholt.
Solche Banden und auch solche, die betteln, um an ihre Drogen zu kommen, machen es den Leuten schwer, auch etwas zu spenden. Mir geht es jedenfalls so. Die Frage ist auch: Wieviel helfe ich dem Menschen, wenn ich ihm einen Fünflieber in die Hand lege?
Mein Mann wurde vor einiger Zeit öfters angequatscht, ob er ihm Geld geben könne für die Notschlafstelle. Daraufhin hat er sich erkundigt und Gutscheine besorgt, die er abgeben könnte (Eine Nacht in der NSS kostet 5.-, man kann aber, wenn man ganz Mittellos ist, auch gratis übernachten) Seither wurde er nie mehr deswegen angequatscht und er trägt immer noch die 10 Gutscheine mit sich herum.
Kadosh, kadosh, kadosh! Adonai Elohim tz va ot.
Asher hayah v hoveh v yavo!
Off.4.8
Benutzeravatar
Yehudit
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5400
Registriert: So 19. Mai 2002, 13:31
Wohnort: irgendwo wo´s rüdig schön isch!

Re: Obdachlose

Beitragvon Columba » Mo 5. Mär 2012, 17:43

rouven hat geschrieben:Auf der anderen Seite zeigt der Artikel ja auch, wie es den Leuten tatsächlich ergeht, sofern sie nicht die geforderte Summe erbetteln konnten. Mich machen ein paar gespendete Euro nicht ärmer. Bevor ein anderer Mensch misshandelt wird, gebe ich lieber das Geld. Bei einem Verdacht auf organisierte Machenschaften kannst du jeder Zeit die Polizei informieren. Darum müssen sich die Behörden kümmern. Der einzelne Mensch, der die Hand aufhält, der ist in jedem Fall Opfer seiner Lebensumstände und auch bedürftig. Ich würde darüber gar nicht lange nachdenken. Ich gebe auch jedem zittrigen Penner Geld. Er würde den kalten Entzug auf der Straße nämlich nicht überleben.


Gute Analyse

Gerade weil viele der heutigen Bettler in der Schweiz Opfer von Banden sind, sind diese Bettler meist noch bedürftiger als die "individuellen Bettler", wie man sie sich landläufig vorstellt. Selbst wenn die Bettelei durch Familien oder Sippen organisiert wird, heisst das noch lange nicht, dass alle am Bettelertrag gerecht partizipieren.

Grüße Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 10:24

Re: Obdachlose

Beitragvon rouven » Di 6. Mär 2012, 08:54

Wenn es für bedürftige Menschen eine bessere Betreuung geben würde, dann wäre es den organisierten Gaunerunternehmen kaum möglich, großartig Fuß zu fassen. Leider ist nichts organisiert. Die Schlafstellen für Obdachlose öffnen erst um 19 Uhr. Für Nahrungsmittel müssen Bedürftige selber sorgen. Wie ihnen das möglich ist, danach kräht kein Hahn. Wie sie den Tag bei eisiger Kälte im Winter verbringen, das interessiert die Behörden ebenfalls nicht. Es gibt nur die Notschlafstelle für die Nacht aber keine Tagesaufenthaltsmöglichkeit.

Jeden Winter sterben Obdachlose durch Unterkühlung und Unterversorgung auf der Straße. Und wenn man bedenkt, dass kein Mensch als Penner geboren wurde, dann weiß man auch, dass hinter Obdachlosigkeit sehr harte Schicksale stehen.

Ich kenne viele
dieser ganz Geringen!
Da ist der Alte,
der so viel verlor,
verarmt an Zuspruch,
Liebe, an den Dingen;
er brauchte Hilfe,
etwas Zeit, ein Ohr...

Da ist der Mensch,
mit Nöten nicht zu zählen;
gebeugt, geschlagen,
krank und hoffnungslos;
da ist der Bruder,
den die Sorgen quälen,
da ist die Schwester,
deren Leid so groß!

Und da bin ich
und will mich gerne sparen,
entziehe mich
und lasse sie allein,
will meine Kraft,
die Zeit, das Gut bewahren,
will zwar ein Christ,
doch nicht ihr Bruder sein.

Und da ist Christus,
der uns ruft und sendet;
denn nur für uns
lebt dieser Heiland nicht!
Er spricht uns an:
Was ihr an jene wendet,
tut ihr für mich,
sie tragen mein Gesicht!


Gruß

Rouven
Der Weg zur Quelle geht immer gegen den Strom.
Benutzeravatar
rouven
Abgemeldet
 
Beiträge: 631
Registriert: Mo 11. Apr 2011, 08:05

Re: Obdachlose

Beitragvon onThePath » Di 6. Mär 2012, 11:20

Was ihr an jene wendet,
tut ihr für mich,
sie tragen mein Gesicht!


Das sagt Jesus ja auch: "Was ihr für den Geringsten tut, das habt ihr mir getan".

Bei mir hat es erst so richtig "Klick" gemacht, als ein ganz normaler Hauskreis plötzlich sich "umstrukturierte". Liebe nette junge Christen begannen ihn. Wäre dann auch lieb und nett geblieben. Aber plötzlich füllte sich der Hauskreis mit bis zu 20 meist jungen, bis dahin wenig christlich orientierten Leuten, die noch nicht mal die Bibel gut kannten. Gut, ein Vorteil war dabei: Sie alle hatten Interesse an Christus bekommen. Bald stand fest, wie enorm die seelischen Verletzungen dieser Menschen waren.

Ich mache es kurz: Obwohl viele aus einer anderen Stadt kamen, hielten wir den Hauskreis bis zwei, drei Jahre aufrecht.
Und eine wichtige Erkenntnis: Glauben braucht auch gerade das Beistehen in seelischen Konflikten und Problemen.
Das erfordert Wissen und liebevollen Einsatz. Einige von ihnen anvertrauten uns ihr ganzes bisheriges Leben, sie waren bereit, ihr Leben zu verändern und wir waren bereit, sie dabei "mitzutragen".

Wir hatten das Glück, dass unser Hauskreis zu uns kam, wir mußten nicht auf die Strasse junge Leute suchen.


Nun weiß ich, weche Verantwortung ich habe für meine Mitmenschen.
Aber da meine Frau noch nicht wieder ganz "bei Kräften" ist, haben wir im Moment noch "Auszeit".

Obdachlose haben mit Sicherheit "einen seelischen Knacks". Sie brauchen liebevolle Zuwendung. Aber es wird meist nicht einfach sein und selten schnelle Erfolge geben. Und bitte nicht nur "mit der Bibel winken", sondern "die Arme weit öffnen" zur völligen Annahme eines solchen Menschen.

lg, oTp
Zuletzt geändert von onThePath am Di 6. Mär 2012, 11:49, insgesamt 4-mal geändert.
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20643
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Obdachlose

Beitragvon Reginald 32 » Di 6. Mär 2012, 11:25

Hallo.
In Deutschland hat es niemand nötig, zu betteln.Wer kein eigenes Einkommen hat oder erwirtschaften kann, muss laut Grundgesetz das zum Lebensunterhalt Notwendige vom Staat erhalten.

Das geschieht einmal über das Sozialamt, und bei Erwerbsfähigen über das Arbeitsamt und Harzt IV. Sie bekommen freie Wohnung und Heizung und soviel Bargeld, dass man ausreichend davon leben kann (manche können sogar etwas davon sparen). Mancher Arbeiter mit Familie verdient hier zu Lande so wenig, dass er aus den vorgenannten Töpfen noch Zulagen erhält, weile diese den untersten Standard abdecken, den er aber mit seinem Arbeitseinkommen nicht erreicht.

Wer aber betteln geht, braucht seine "Einkünfte" nicht zu versteuern und erzielt leicht das Doppelte von dem, was das Gesetz ihm zu billigt. Das heißt, er hat einmal das staatliche Minimum und zum andern und zusätzlich seine Betteleinnahmen. Zusammen hat er damit mehr, als mancher Arbeiter verdient.

Obdachlose sind das in der Regel freiwillig, weil sie lieber auf der Straße leben als sich in eine soziale Ordnung einfügen wollen. Es ist ihre freie Wahl. Wer natürlich sein Geld nicht einteilen kann, keine Mite, Heizung und Strom bezahlt und deshalb aus der Wohnung fliegt, findet kaum noch einen neuen Vermieter, bei dem er es ebenso machen kann.. Vermieter klagen aber seit längerem auch über die zunehmende Zahl von Mietnomaden, die grundsätzlich nicht bereit sind, für ihre Wohnung zu bezahlen und dem Vermieter pro Wohnung Kosten von 20 000 bis 30 000 € verursachen.

Zu bedenken ist auch, dass die deutsche Durchschnittsrente gerade einmal knapp 200 € über dem Sozialhilfeniveau ligt Diese Durchschnittsrente bekommt man, wenn man 47 Jahre lang ein 100 %iges Duchschnittseinkommen gehabt hat. und dafür Rentenbeiträge bezahlte.
Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
Reginald 32
Wohnt hier
 
Beiträge: 3480
Registriert: Di 21. Okt 2008, 11:40

Re: Obdachlose

Beitragvon rouven » Di 6. Mär 2012, 11:46

Reginald
Obdachlose sind das in der Regel freiwillig


Durchschnittlich leben in Deutschland 1.500 bis 2.500 Minderjährige als Straßenkinder in Obdachlosigkeit. Die jüngsten sind acht Jahre alt, die meisten jedoch über 13.

Bei Interviews mit Betroffenen fand man heraus, dass Vernachlässigung, Beziehungslosigkeit und Misshandlung die Hauptgründe für die Flucht auf die Straße sind. Mit Misshandlungen haben 25 Prozent der Befragten Erfahrungen gemacht, 33 Prozent fühlten sich in ihrer Familie nicht geborgen, dazu kommt, dass ein Großteil der Eltern von Straßenkindern Alkoholprobleme hat. Eine besondere Rolle spielen Scheidungskinder und Kinder von Alleinerziehenden. Im Vergleich mit "intakten" Familien leben doppelt so viele Kinder und Jugendliche aus dieser Gruppe in Deutschland auf der Straße. Anders als oft angenommen ist die Instanz Schule kein ausschlaggebender Grund für den Gang auf die Straße. Einige Kinder und Jugendliche besuchen sogar trotz ihrer besonderen Lebensumstände weiterhin eine Schule.

Zusammenfassend kann man also festhalten, dass Beziehungslosigkeit, Vertrauensmangel, Vernachlässigung und Misshandlungen die Kinder auf die Straße getrieben haben. Wie man in Befragungen herausgefunden hat, streben Straßenkinder, obwohl sie sich meist anti-bürgerlich geben, erstaunlicherweise ein fast schon spießig zu nennendes Lebensidyll an. Sie wünschen sich geordnete Lebensverhältnisse, die sie zu Hause offenbar nie gekannt haben. Sie suchen Geborgenheit, die sie daheim nie erfahren haben. Umso stärker ist der Wunsch nach einer heilen Familie, mit Partner und Kind, dabei wünschen sich die Straßenkinder jedoch nie in ihre Herkunftsfamilien zurück. Der Wunsch nach Selbstständigkeit ist bei den über 16-Jährigen stark ausgeprägt. Bei den Jüngeren ist die Sehnsucht nach Geborgenheit wichtiger. Sie suchen Bezugspersonen und Zuneigung, permanente Ansprechpartner und Perspektiven.
Die meisten hoffen auf eine Arbeit, eine Wohnung, einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung.
Der Weg zur Quelle geht immer gegen den Strom.
Benutzeravatar
rouven
Abgemeldet
 
Beiträge: 631
Registriert: Mo 11. Apr 2011, 08:05

Re: Obdachlose

Beitragvon rouven » Di 6. Mär 2012, 12:04

Reginald.
In Deutschland hat es niemand nötig, zu betteln.


Das ist übrigens eine sehr billige Ausrede, um sich nicht mitverantwortlich fühlen zu müssen.

Du nennst dich Christ?
Der Weg zur Quelle geht immer gegen den Strom.
Benutzeravatar
rouven
Abgemeldet
 
Beiträge: 631
Registriert: Mo 11. Apr 2011, 08:05

Re: Obdachlose

Beitragvon onThePath » Di 6. Mär 2012, 12:10

Reginald: Z.B. ein Sozialschmarozer nutzt das Sozialamt oder das Arbeitslosengeld aus.

Und Versorgung mit Geld ist in unserer Gesellschaft ja nicht das Problem an dem Menschen zugrunde gehen müssten.

Aber wir dürfen nicht vergessen, dass viele dieser Menschen sozial und seelisch in einer Sackgasse sind. Sie kommen alleine mit sich selber nicht mehr klar.

Von Geld allein lebt der Mensch nicht. Sie brauchen Zuwendung.
Natürlich, ein Mensch, der einfach nur zu bequem zum Arbeiten ist, ist negativ und sozial-schädigend. Viele machen es sich wohl wirklich zu bequem damit.

Aber was ist mit Menschen, die obdachlos wurden aus seelischen Problemen heraus als Auslöser ? Innerlich verirrte und Verwirrte. Man muß schon ein Stück des Weges mit ihnen zusammen gehen, sie begleiten und ihnen beistehen.
Diese Saat der Menschenliebe, wer weiß, wann sie Frucht bringt, Niemand ist hoffnungslos.

Und auch der Sünder ist im Netz seiner Sünde gefangen; Jesus hatte trotzdem Liebe und Mitgefühl für sie. Und er löste sie oft "Mit Macht und Kraft" aus ihrer Sünde, ihrem Leiden oder ihrer Gebundenheit.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20643
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Obdachlose

Beitragvon Reginald 32 » Di 6. Mär 2012, 12:30

Hallo, otP.
Was Du anschneidest, istntatsächlich ein echtes Problem. Dasds kann man aber nicht mit Geld oder anderen Spenden beheben.

Ich weiß von Gemeinden, in denen sich ein Fürsorgegruppe gebildet hat, die den Obdachlosen regelmäßig an jedem Wochenende eine richtige warme Mahlzeit mit weißen Tellern, Servietten, 3-Gänge-Nenue und Nachtisch bereitet. Dazu können sie kostenlos Duschen und ihre Wäsche waschen, und sich mit benötigten Kleidungsstücken versorgen.

Das Angebot wird auch gerne angenommen. Aber weiter führende soziale Angebote wurden in den letzten Jahren stets ab gelehnt. Man nimmt die Versorgung gerne an, will aber nicht zurück in ein geordnetes Leben mit Wohnung und evtl. einem Arbeitsplatz.

Ich finde das schade. Und für das Fürsorgeteam ist das auch frustrierend.. Scheinbar sind es nur die berühmten Stecknadeln im Heuhaufen, denen es so ergeht wie weiter oben hier im Thread von dem Geschäftsmann geschildert wird.
Und uns fehlt die Fähigkeit, solche zu erkennen.
Reginald
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
Reginald 32
Wohnt hier
 
Beiträge: 3480
Registriert: Di 21. Okt 2008, 11:40

Re: Obdachlose

Beitragvon onThePath » Di 6. Mär 2012, 12:42

Reginald 32 hat geschrieben:Hallo, otP.
Was Du anschneidest, istntatsächlich ein echtes Problem. Dasds kann man aber nicht mit Geld oder anderen Spenden beheben.

Ich weiß von Gemeinden, in denen sich ein Fürsorgegruppe gebildet hat, die den Obdachlosen regelmäßig an jedem Wochenende eine richtige warme Mahlzeit mit weißen Tellern, Servietten, 3-Gänge-Nenue und Nachtisch bereitet. Dazu können sie kostenlos Duschen und ihre Wäsche waschen, und sich mit benötigten Kleidungsstücken versorgen.

Das Angebot wird auch gerne angenommen. Aber weiter führende soziale Angebote wurden in den letzten Jahren stets ab gelehnt. Man nimmt die Versorgung gerne an, will aber nicht zurück in ein geordnetes Leben mit Wohnung und evtl. einem Arbeitsplatz.

Ich finde das schade. Und für das Fürsorgeteam ist das auch frustrierend.. Scheinbar sind es nur die berühmten Stecknadeln im Heuhaufen, denen es so ergeht wie weiter oben hier im Thread von dem Geschäftsmann geschildert wird.
Und uns fehlt die Fähigkeit, solche zu erkennen.
Reginald


Ja, das ist ein Problem und echt frustrierend. Nur für körperliche Bedürfnisse zu sorgen, und da möglicherweise nur der Bequemlichkeit dienen, weil ja im Prinzip niemand verhungern oder erfrieren muß. Wobei erfrieren wiederum doch ein Problem ist, das im Winter zusätzlichen Einsatz erfordert....

Wichtig wäre Sozialkontakt, mit diesen Leuten reden zu können.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20643
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 00:21
Wohnort: Köln

Re: Obdachlose

Beitragvon Reginald 32 » Di 6. Mär 2012, 14:01

Hallo, otP.

Das Kälteproblem im Winter ist ja auch gelöst. Es werden ausreichend erwärmte Schlafplätze an geboten. Aber natürlich nicht die gewünschten Einzelzimmer. Und Mehrbettzimmer lehnen die meisten ab, weil in ihren Kreisen geklaut wird wie die Raben. Da schlafen viele lieber bei Minusgraden auf der Parkbang oder in einem Kellereingang.

Mir scheint, dass das Klauen von Armen unter Armen auch so ein Phänomen ist. Ich habe selbst in Notzeiten wie nach dem 2. Weltkrieg immer erlebt, dass die Nichthabenden dennoch den Nichthabenden geholfen und oft ihr letztes Brot geteilt haben.. Bei der Schicht der Obdachlosen scheint das aber nicht der Fall zu sein. Hier sorgt im Möglichkeitsfall jeder (oder die meisten) erst mal für sich selbst, auch auf Kosten der Anderen.. Und trotzdem wollen nur die aller wenigsten aus diesem Milieu heraus.

Ich weiß auch nicht, was man hier machen kann, leider.

Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
Reginald 32
Wohnt hier
 
Beiträge: 3480
Registriert: Di 21. Okt 2008, 11:40

Re: Obdachlose

Beitragvon rouven » Di 6. Mär 2012, 14:04

Reginald
an jedem Wochenende eine richtige warme Mahlzeit mit weißen Tellern, Servietten, 3-Gänge-Nenue und Nachtisch bereitet


Und was ist mit dem Rest der Woche? Was du schreibst geht so blind an der Realität vorbei, das schreit schon zum Himmel. Du ziehst dich an den weißen Tellern und den Servietten hoch. Warum sonst hast du das so betont?

Wenn es den Leuten so gut gehen würde, wieso erfrieren dann jeden Winter Menschen auf der Straße? 2011 sind 14 Obdachlose erfroren. Dass mittlerweile immer mehr Kinder auch nur eine warme Mahlzeit am Tag bekommen, das haben sie der Tafel zu verdanken. Ganz sicher nicht solchen Leuten wie dir, die so tun, als würde den Obdachlosen der Zucker hinten rein geblasen werden. Und die Kinder bekommen sicherlich kein Drei-Gänge-Menü und Servietten. Meist ist es Eintopf, der aus abgelaufenen oder beschädigten Lebensmitteln hergestellt wird. Das sind Lebensmittel, die nicht mehr verkauft, sondern nur noch verschenkt werden können. Freiwillige Helfer holen sie von diversen Lebensmittelgeschäften ab und verarbeiten sie weiter.

Obdachlose sterben in der Regel dreißig Jahre vor medizinisch gut versorgten Personen. Wenn du keine Meldeadresse hast, dann ist das Sozialamt für dich auch nicht zuständig. Wenn du keinen festen Wohnsitz hast, bekommst du keine Arbeit. Wenn du keine Arbeit hast, bekommst du auch keine Wohnung. Aber es ist ja auch viel einfacher, die Leute für faul und arbeitsscheu zu erklären, als sich mal ernsthaft einen Kopf darüber zu machen, was wirklich los ist und wie hart die Nöte von Obdachlosen sind.

Ich finde deine Aussagen oberflächlich und diskriminierend.
Der Weg zur Quelle geht immer gegen den Strom.
Benutzeravatar
rouven
Abgemeldet
 
Beiträge: 631
Registriert: Mo 11. Apr 2011, 08:05

Re: Obdachlose

Beitragvon rouven » Di 6. Mär 2012, 14:06

Reginald.

Das Kälteproblem im Winter ist ja auch gelöst. Es werden ausreichend erwärmte Schlafplätze an geboten. Aber natürlich nicht die gewünschten Einzelzimmer.


Tu Buße, Reginald, oder schäm dich zumindest.
Der Weg zur Quelle geht immer gegen den Strom.
Benutzeravatar
rouven
Abgemeldet
 
Beiträge: 631
Registriert: Mo 11. Apr 2011, 08:05

Re: Obdachlose

Beitragvon Reginald 32 » Di 6. Mär 2012, 14:39

rouwen schreibt:
Ich finde deine Aussagen oberflächlich und diskriminierend.


Danke, mein Lieber, aber in der Rangfolge stehst Du haushoch über mir.

Ich kenne mich aus eigener Erfahrung auch mit unsereren hiesigen Tafeln aus. Was Du schreibst, entspricht leider nicht der Wahrheit. Und die Kältetoten wären auch nicht nötig, siehe meine Ausführungen dazu, die Du aber nicht widerlegen, sondern nur abservieren kannst.
Schade.
Aber wenn Du alles besser weißt - nur zu. Dann helfe mal fleißig, meinen Segen hast Du. Zum Helfen kannst ja dann Blechnäpfe verwenden und brauchst Dich nicht an Servietten hoch zu ziehen.
Reginald
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
Reginald 32
Wohnt hier
 
Beiträge: 3480
Registriert: Di 21. Okt 2008, 11:40

Re: Obdachlose

Beitragvon Columba » Di 6. Mär 2012, 14:41

Reginald 32 hat geschrieben:Das Kälteproblem im Winter ist ja auch gelöst.

...

Ich weiß auch nicht, was man hier machen kann, leider.


Vielleicht wäre ein Weg, dass man realisiert, dass das Kälteproblem nicht nur ein Problem der Thermometers ist. Es gibt eine grässliche soziale Kälte, die genau gleich so tödlich wirken kann. Solche herablassenden Bemerkungen wie

    Es werden ausreichend erwärmte Schlafplätze an geboten. Aber natürlich nicht die gewünschten Einzelzimmer. Und Mehrbettzimmer lehnen die meisten ab, weil in ihren Kreisen geklaut wird wie die Raben.


Solches Denken schafft soziale Kälte und trennt. Sind das nicht gerade solche Argumente, welche das Nichtstun rechtfertigen wollen?


Grüße Columba



PS
Vor etwa 3 Wochen wurde eine amerikanische Studie publik, die zu zeigen scheint, dass es gerade die wirtschaftlich bessere Gesellschaftsschicht ist, die Problem mit der Ehrlichkeit hat. Wo Geld rarer ist, wird anscheinend weniger "beschissen".
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 10:24

Re: Obdachlose

Beitragvon jeig » Di 6. Mär 2012, 14:43

rouven hat geschrieben:Du nennst dich Christ?


Solche Frage finde ich sowas von daneben. :warn:
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
Benutzeravatar
jeig
Wohnt hier
 
Beiträge: 3608
Registriert: So 31. Aug 2003, 12:51
Wohnort: vom liebe Gott

Re: Obdachlose

Beitragvon Reginald 32 » Di 6. Mär 2012, 14:53

Lieber Columba, Du beanstandest den Ausdruck "Einzelzimmer". Er hört sich etwas hochnäsig an, zu gegeben. Aber genau das haben die Obdachlosen verlangt, die nicht zu zweit oder viert in einem Raum schlafen wollten, sondern lieber draußen blieben.
Rewginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
Reginald 32
Wohnt hier
 
Beiträge: 3480
Registriert: Di 21. Okt 2008, 11:40

Re: Obdachlose

Beitragvon Columba » Di 6. Mär 2012, 15:12

Der Pfuusbus (ein Schlaflastwagen) vom 85-jährigen Pfarrer Sieber hat keine Einzelzimmer, trotzdem ist er im Winter immer beliebt und besetzt.


Grüße Columba
Zuletzt geändert von Columba am Di 6. Mär 2012, 15:20, insgesamt 1-mal geändert.
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 10:24

Re: Obdachlose

Beitragvon Reginald 32 » Di 6. Mär 2012, 15:17

Auch die hiesigen Wärmequartiere sind im Winter besetzt, aber es gibt noch freie Plätze. Die aber werden von denen verschmäht, die lieber draußen bleiben wollen. Warum? Der Diebstahls-Grund wurde von den Obdachlosen benannt, nicht von mir. Und die freien Plätze sind auch durchaus bekannt, werden aber nicht genutzt.
Reginald
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
Reginald 32
Wohnt hier
 
Beiträge: 3480
Registriert: Di 21. Okt 2008, 11:40

Re: Obdachlose

Beitragvon Kimi » Di 6. Mär 2012, 15:46

Reginald 32 hat geschrieben:Auch die hiesigen Wärmequartiere sind im Winter besetzt, aber es gibt noch freie Plätze. Die aber werden von denen verschmäht, die lieber draußen bleiben wollen. Warum? Der Diebstahls-Grund wurde von den Obdachlosen benannt, nicht von mir. Und die freien Plätze sind auch durchaus bekannt, werden aber nicht genutzt.
Reginald


Von den freien Plätzen und von Obdachlosen, die es vorziehen, draußen zu bleiben habe ich ebenfalls gehört. Auch glaube ich, dass die meisten Obdachlosen ihre Obdachlosigkeit selbst gewählt (oder eben in Kauf genommen) haben, aus was für Gründen auch immer. Leider ist es immer wieder so, dass man, wenn man Realitäten aufzeigt, schnell als Kalt oder hartherzig hingestellt wird. Ich war eine längere Zeit mit solchen Ausgestossenen der Gesellschaft in Verbindung und kann nur sagen, dass die Meisten von ihnen gar nicht anders leben wollen. Manche können auch nicht mehr. Das ist natürlich tragisch. Wenn man helfen möchte, kann man Stellen unterstützen, die sich der Obdachlosen annehmen und sich auskennen auf diesem Gebiet. Ganz praktisch, indem man tatkräftig mithilft oder auch mit Geldspenden. Zwingen kann man diese Menschen freilich nicht, ihr Dasein auf der Straße aufzugeben. Falsches Mitleid ist hier unangebracht.
MIA SAN MIA

Paulus' Botschaft != Jesu Botschaft
Benutzeravatar
Kimi
Member
 
Beiträge: 418
Registriert: Mi 15. Jun 2011, 08:16

Re: Obdachlose

Beitragvon jeig » Di 6. Mär 2012, 16:09

Kimi hat geschrieben:Von den freien Plätzen und von Obdachlosen, die es vorziehen, draußen zu bleiben habe ich ebenfalls gehört.


Da in solchen Orten grösstenteils ein striktes Drogen und Alkoholverbot herrscht, ist es nicht verwunderlich, wenn manche die Strasse vorziehen.

Man kann sich ja auch selbst ein Bild machen. Bruder Benno (ein ehemaliger franziskanischer Mönch), wollte niemandem etwas empfehlen oder anraten, das er nicht selbst kannte. So ging er in die Notschlafstelle in Zürich, bezahlte 5.-- und verbrachte dort eine Nacht - um zu sehen, ob das eine gute Sache wäre. :))
Ist jemand in Christus , so ist er eine neue Kreatur , das Alte ist vergangen , siehe , Neues ist geworden .
Benutzeravatar
jeig
Wohnt hier
 
Beiträge: 3608
Registriert: So 31. Aug 2003, 12:51
Wohnort: vom liebe Gott

Re: Obdachlose

Beitragvon rouven » Di 6. Mär 2012, 17:57

Reginald
meinen Segen hast Du. Zum Helfen kannst ja dann Blechnäpfe verwenden


Ich mache das besser mit dem Segen Gottes und auch mit dem notwendigen Respekt vor dem Leid anderer Menschen. Und Blechnäpfe, Reginald, die brauch ich schon mal gar nicht. Obdachlose sind schließlich keine Hunde.
Der Weg zur Quelle geht immer gegen den Strom.
Benutzeravatar
rouven
Abgemeldet
 
Beiträge: 631
Registriert: Mo 11. Apr 2011, 08:05

Re: Obdachlose

Beitragvon Columba » Di 6. Mär 2012, 18:19

Kimi hat geschrieben:Ich war eine längere Zeit mit solchen Ausgestossenen der Gesellschaft in Verbindung und kann nur sagen, dass die Meisten von ihnen gar nicht anders leben wollen...


Klar zwingen zu etwas darf man nicht. Aber genügt es, die Aussagen dieser "Ausgestossenen" einfach zu übernehmen. Warum wohl wollen sie nicht mehr anders leben? Da stecken meist lange Geschichten dahinter und dieses "nicht anders leben wollen" hat wenig mit klaren eigenen Entscheiden zu tun. Nicht die meisten, sondern die wenigsten sind haben die Obdachlosigkeit selbst gewählt. Wichtig ist nämlich zu erkennen, dass Armut meist einhergeht mit dem Unvermögen sich für die eigenen zustehenden Rechte zu wehren - es ist eine Spirale der Armut nach unten.

Nachrichten aus Griechenland zeigen auf, dass die Obdachlosigkeit in Athen dramatisch zunimmt. Wer will behaupten, dass die meisten dort die Obdachlosigkeit selbst wählen.

Was ist das für eine entsolidarisierte Gesellschaft, die erst die existierende Armut erkennt, wenn es einen kalten Winter oder eine grosse Wirtschaftskrise gibt?


Grüße Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 10:24

Re: Obdachlose

Beitragvon Kimi » Di 6. Mär 2012, 18:39

Columba hat geschrieben:Nachrichten aus Griechenland zeigen auf, dass die Obdachlosigkeit in Athen dramatisch zunimmt. Wer will behaupten, dass die meisten dort die Obdachlosigkeit selbst wählen.


Da hast Du recht. Als ich kürzlich davon hörte, dass jetzt sogar Care-Pakete und Hilfslieferungen nach Griechenland geschickt werden müssen, um die Leute dort zu versorgen, die z.B. ihre Existenzgrundlage plötzlich verloren haben, hat es mich sehr berührt.

Es gibt wohl wie immer solche und solche. Unverschuldet oder durch schicksalhafte Wendungen im Leben schließlich auf der Straße zu landen, ist tragisch. Ich gebe Dir auch in der Beziehung recht, wenn Du sagst, dass der einzelne Mensch oftmals gar nicht wirklich mehr selbst entscheiden kann, was mit ihm geschieht und wie er leben möchte und dass er einfach nur noch aufgegeben hat. Aber es geben auch Menschen auf im Leben, die weder arm noch krank noch auf der Straße sind . Auch diese Menschen tun mir leid. Weil sie keine Hoffnung mehr haben. Das geht durch alle Schichten.
MIA SAN MIA

Paulus' Botschaft != Jesu Botschaft
Benutzeravatar
Kimi
Member
 
Beiträge: 418
Registriert: Mi 15. Jun 2011, 08:16

Re: Obdachlose

Beitragvon Columba » Di 6. Mär 2012, 19:26

"Vielleicht besuche ich meine Grossmutter, die sich als Einzige noch um mich sorgt."

http://www.20min.ch/news/zentralschweiz/story/18310124

Einige sehr typische Züge für einen Obdachlosen.


Grüße Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 10:24

Re: Obdachlose

Beitragvon bluna » Di 6. Mär 2012, 20:02

sternenkind56 hat geschrieben:ich wollte hier eine Sache anschneiden die mich bewegt.

ich sehe in letzter Zeit immer mehr Obdachlose aber nicht so ich es gewohnt bin (ich weiß das klingt jetzt blöd) sondern Leute die es echt richtig erwischt hat.

Letztens eine Frau in der S Bahn die so gekrümmt war man konnte ihr Gesicht nicht mehr sehen, das wenige das sie hatte in Plastiktüten, ungepflegt, und sie roch so schlimm, daß das ganze S Bahn Abteil leer war, weil sich jeder woanders hinsetzte.

Eigentlich müßte man so jemanden mitnehmen, in die Badewanne stecken, ihm Kleider geben und mit ihm zum Sozialamt gehen.

Doch selbst wenn man das machen wollte, wieso sollte die Frau einfach mit einem Fremden mitgehen?

Jesus wäre an so einer Person bestimmt nicht vorbeigegangen.

UND ich komme mir total hilfslos vor.

ich beanspruche es nicht mich mich einen Christen zu nennen aber wenn Jesus an so einer Person nicht vorbeigegangen wäre wie kann ich es?

Jetzt habe ich mir überlegt vielleicht irgendwo eine Decke aufzutreiben und ihr eine Decke zu geben?

Die hilft vielleicht mehr als das dumme Geld.


Hallo Sternkind,ich verstehe was du damit sagen willst. Ich möchte Dich Fragen wie ist deine Bezihung mit Jesus,weil das ist eine wicntige Frage dazu,damit du genaueres tun kannst. Wenn du fest drinnen lebst in Jesu,so bekommst du Infomaterialen von Jesus christus. Einfach helfen ist einfach einen gefallen tun,wo vileicht mal anerkannt ist,aber wenn du es im Namen Jesus tust und sagst das du seinen Leben nachgehen möchtest,so hast machst Du für Jesus und du machst es nicht umsonnst. Das möchte ich dir sagen,ich kenne auch Obdachlose,ich kenne sie einige sehr gut und sie mich,ich kahhe mit denen gearbeitet,jetzt kann ich sie vermitteln,an den richtigen ort,weil ich das im Auftrag Gottes habe,aber auch danderes was dazu gehört,etc. bluna
Sind wir nicht Alle ein Bischen Bluna???
Benutzeravatar
bluna
My home is my castle
 
Beiträge: 12836
Registriert: Sa 11. Jan 2003, 15:45
Wohnort: Ik woon op de aarde

Re: Obdachlose

Beitragvon sternenkind56 » So 18. Mär 2012, 19:48

hallo ich bin eine Weile fort gewesen..

also diese Frau die ich gesehen habe das war keine gewöhnliche Obdachlose mehr sondern der konnte man ansehen es hatte sie viel schlimmer erwischt.

Sie war sicherlich keine Betrügerin.

Sie war so tief gebeugt daß man nicht einmal mehr ihr Gesicht sehen konnte.

ich glaube wenn ich versuchen würde sie anzusprechen würde ich keine Antwort bekommen.

@bluna: wenn Du nach meinem Verhältnis zu Jesus fragst dann möchte ich sagen ich glaube nicht an Jesus als den "Sohn Gottes".

Für mich steht bei Jesus nicht der Kreuzestod sondern seine Lehre im Vordergrund.

Ich sehe Jesus vielleicht mehr als ein Vorbild das wir aber wohl nie erreichen werden.

Es wäre jedoch im Namen der Liebe getan einem solchen Menschen irgendwie zu helfen und ein Christ würde wohl sagen was im Namen der Liebe geschieht das geschieht im Namen von Jesus weil Jesus uns die Liebe gelehrt hat.

Jedenfalls weiß ich daß jede auch noch so eine kleine Hilfe 1000 mal besser ist als vorbei zu gehen.

Ich frage mich eben nur wie ich das machen soll.

Ich fühle mich so hilflos.
sternenkind56
Gesperrt
 
Beiträge: 392
Registriert: So 8. Nov 2009, 12:30

Re: Obdachlose

Beitragvon thery » So 18. Mär 2012, 20:19

Du meine Güte ist es heute schon so schwierig geworden einfach mal auf einen Menschen zuzugehen? Vielleicht würde es schon mal reichen nur mal zu fragen wie es denn so geht und zuhören. Das ist das was sie am meisten brauchen, jemand der sie ernst nimmt und einfach mal zuhört. Stdtessen meint man man müsse die Menschen nur schnellstmöglich wieder in die "Gesellschaft" integrieren, als wenn das gerade das wichtigste für die Menschen wäre.....
Alles andere ergibt sich von selber. Aber Vorsicht es könnte etwas kosten, nämlich Zeit.
thery
Abgemeldet
 
Beiträge: 7185
Registriert: Mo 21. Mär 2005, 16:20

Re: Obdachlose

Beitragvon Bernd68 » Do 7. Jun 2012, 17:10

sternenkind56 hat geschrieben:Eigentlich müßte man so jemanden mitnehmen, in die Badewanne stecken, ihm Kleider geben und mit ihm zum Sozialamt gehen.

gute Idee!
sternenkind56 hat geschrieben:Doch selbst wenn man das machen wollte, wieso sollte die Frau einfach mit einem Fremden mitgehen?

sie muss ja nicht - man unterbreitet ihr lediglich ein Angebot ... das sie dann ausschlagen oder annehmen kann.
Aber fragen ... kann man immer!
sternenkind56 hat geschrieben:Jesus wäre an so einer Person bestimmt nicht vorbeigegangen.

kommt drauf an ...

Liebe Grüße, Bernd.
4. Mose 14,24;
Aber meinen Knecht Kaleb - weil ein anderer Geist in ihm war
und er mir völlig nachgefolgt ist - ihm werde ich in das Land bringen,
in das er hineingegangen ist; und seine Nachkommen sollen es besitzen.
Bernd68
Member
 
Beiträge: 280
Registriert: Mo 30. Apr 2012, 05:46
Wohnort: Pforzheim (Germany)

Re: Obdachlose

Beitragvon Haimax » Fr 8. Jun 2012, 14:05

Yehudit hat geschrieben:[color=#0000FF]Es ist oft so furchtbar schwierig zu unterscheiden, ob es nun echte Bettler sind oder nicht.


Wenn ich sehe, dass es nur ein Schnurrer ist, weil er so und nicht anders Leben will, sag ich jeweils auf die Frage "Hast du mir etwas Geld?" "Da vorne ist eine Arbeitsvermittlung, melde dich."

Dann wird man jeweils Verflucht und verwunschen!

Ich habe auch eine Familie für die ich sorgen muss und nur weil jemand für sein Lebensunterhalt nicht arbeiten will, bekommt er kein Geld.

Gruss
Alle Menschen sind gleich.
Rassen, Nationalität und Religion spielen keine Rolle, wichtig ist der gelebte Respekt, die Tolleranz, das Recht auf Glück und das Recht sich zu verwirklichen.
Haimax
Wohnt hier
 
Beiträge: 1238
Registriert: So 12. Aug 2007, 17:23

Re: Obdachlose

Beitragvon Haimax » Fr 8. Jun 2012, 14:07

bluna hat geschrieben:Hallo Sternkind,ich verstehe was du damit sagen willst. Ich möchte Dich Fragen wie ist deine Bezihung mit Jesus,weil das ist eine wicntige Frage dazu,damit du genaueres tun kannst. Wenn du fest drinnen lebst in Jesu,so bekommst du Infomaterialen von Jesus christus. Einfach helfen ist einfach einen gefallen tun,wo vileicht mal anerkannt ist,aber wenn du es im Namen Jesus tust und sagst das du seinen Leben nachgehen möchtest,so hast machst Du für Jesus und du machst es nicht umsonnst. Das möchte ich dir sagen,ich kenne auch Obdachlose,ich kenne sie einige sehr gut und sie mich,ich kahhe mit denen gearbeitet,jetzt kann ich sie vermitteln,an den richtigen ort,weil ich das im Auftrag Gottes habe,aber auch danderes was dazu gehört,etc. bluna


Das hät ich jetzt auch nicht besser sagen können.

Gruss
Alle Menschen sind gleich.
Rassen, Nationalität und Religion spielen keine Rolle, wichtig ist der gelebte Respekt, die Tolleranz, das Recht auf Glück und das Recht sich zu verwirklichen.
Haimax
Wohnt hier
 
Beiträge: 1238
Registriert: So 12. Aug 2007, 17:23

Re: Obdachlose

Beitragvon lionne » Di 12. Jun 2012, 11:01

Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9301
Registriert: Do 16. Aug 2007, 16:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Obdachlose

Beitragvon Segler » Mo 22. Apr 2013, 16:32

Es geschah vor Jahren. Ich arbeitete als Erzieher. In der Freizeit baute ich mit einem anderen eine Arbeit unter Drogenabhängigen auf. Es ging bereits gegen Morgen, als ich nach seelsorgerlichen Gesprächen heim ging.
Ich sah den Jungen. Er lehnte sich über die Brüstung der hohen Brücke hinaus. Bin ich sicher tot, wenn ich hier springe..? Nein, nicht jetzt! Ich war müde, dachte, ich würde es nie schaffen. So wechselte ich die Straßenseite. Endlich war ich auf gleicher Höhe, als ich einen Gedanken nicht mehr los wurde: "Wäre Rico dein Sohn, würdest Du ihn hier allein lassen? Er ist doch erst 16!" Da geh ich hinüber und schließe das stinkende Bündel Mensch in die Arme. Wie lange wir dort weinten weiß ich nicht. "Komm mit, wir gehen heim." Staunende große Augen blicken mich an. Zu Hause stecke ich Rico in die Badewanne, nehme noch Klamotten, die mir zu eng sind und mache uns was zu essen und richte das Notbett her. "Willy, warum tust Du das?" "Du bist kostbar für Gott und mich, so kostbar, dass Jesus für Dich starb."
Was aus Rico wurde weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass Gott in jener Nacht mich sehr verändert hat. Ich sehe seither die Menschen mit anderen Augen an. Und dieses Geschenk meines Vaters will ich bewahren...

Willy
O, nein!! der Kragenknopf hat sich verselbständigt! Nun fehlt die Platzbremse...
Segler
Member
 
Beiträge: 200
Registriert: Mo 1. Apr 2013, 14:33
Wohnort: Thun

Nächste

Zurück zu Soziale Fragen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Das Forum wird von Livenet.ch & Jesus.ch betrieben

Anzeigen - einfach & günstig! / Kontaktanzeigen - spannend & effektiv!

| Home | Sitemap | Forum | Chat | Newsletter | E-Mail | Dialin | Support | Kontakt | Wer ist Jesus? | Youthmag | Service |
| News | Magazin | Jesus | Ratgeber | Information | ERlebt | Meditation | Kreativgalerie | Member | Pixel4Jesus | Livenet.ch | Gott.info |