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Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Sozial- und Familienpolitik, Randgruppen,

Moderator: kingschild

Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon kingschild » Mo 23. Aug 2010, 14:44

kingschild hat geschrieben:Ein Mensch der Durch seine Sucht seinen Willen verloren hat, der hat ja gar keine Möglichkeit auf Selbstbestimmung, denn er wird von der Droge bestimmt.


MaryjahDior hat geschrieben:Wie meinst du das? Es kommt auf die Droge drauf an. Ich denke, es besteht da eine Wechselwirkung. Und ist sehr individuell. Da muss man sich überlegen, was bei einem Menschen zeurst da war, der Wille oder die Drogen, was hat was zerstör? Dieser Satz, dass die Drogen den Menschen bestimmen, sehe ich was gefährliches. Denn dies ist für mich persönlich kein Argument. Es tönt so wie jemand, der betrunken war sich orügelte und danach meint; Ach sorry Leute, es war der Alkohol.
Zuerst ist zu überlegen welche Motive, also die Komponenten der Selbststeuerung herrschen; Die Motive ermöglichen die Bedürfnisbefriedigung, und unterstützen das Bestreben um Selbstbild, selbstdefinierte Ziele, individuelle und kulturelle Werte, sozialen Rollen. , Resultierend aus den Motiven, entsteht die Motivation, also die zu einem festgelgten Zeitpunkt bestehende Handlungsbereitschaft definiert. Die Motive sind meist unbewusst. Und hinter den Motiven oder Motivation steht für mich ein Wille. Ob das durch die Drogen gebrochen werden können, ist individuell.
Die Psyche des Menschen ist zu komplex und vielschichtig um den Willensbruch den Drogen zuzuschreiben. Was als körperliches Motiv zum weiteren Konsum von Heroin führen kann, ist natürlich der (Cold) Turkey. Der Körper braucht Heroin. Noch immer hat der Mensch die Kraft, da der Mensch auch ein psychisches Wesen ist, von den Drogen loszukommen.
Ich hatte mal einen Patienten der war 22 betreut. Der hatte durch das Crackrauchen alle Zähne kapputt, weil es ihm schlecht ging, lies er sich in die Klinik einweisen. Mit der Zeit, bemerkte man, dass er sich in einem Mangelzustand (dass das Motiv bestimmt), befand. Sei es auf beruflicher, sozialer, psychischen Ebene. Dies fanden wir durch die Biographiearbeit aus. Seine Mutter ist psychisch krank, was da genau lief, weiss ich nicht. Auch dies könnte einen Faktor darstellen, dass seine Sucht begünstigte.
Das heutige paradigma der medizinischen, sozialen und gesundheitlicher Behandlungen, lautet EMPOWERMENT. Jeder Mensch hat in diesem Sinn, Selbstkompetenz. Mit deinem Argument, schreibst du den Süchtigen jegliche SelbstKompetenz ab, finde ich.
Um dies in der Praxis umzusetzen, nützen hier, Gefängnisse für Süchtige gar nichts. Da ist die Frage, soll jetzt dem jungen Mann jegliche Selbstbestimmung abgenommen werden (Deine Begründung würde lauten; er ist Drogenabhängig, und sein Wille ist gebrochen)? Oder soll er in ein Methadon Programm integriert werden, wo er mit diesem Mittel sich resozialiseren kann um damit ein ,,geregeltes'' Leben zu führen?


Gefängnisse wurde schon betont das sie nichts nützen zumal dort der Dealer mit dem Süchtigen gleichgestellt ist und auch unter den neuen Rahmenbedingungen der Deal weiter geht. Wenn der junge Mann im Methodon Program Erfolge aufweist dann ist ja ein Zeichen da das die Therapie hilft im ein wenig Willen zurück zu geben. Wenn er aber weiter auf die Gasse geht dann wäre es ehrlicher zu sagen das die Therapie versagt hat. Durch die Symbiose Therapeut und Klient ist aber der Therapeut heute viellfach nicht gewillt die Therapie als gescheitert zu betrachten und so kommen wir dann zu lebens langer Förderung des Sucht verhaltens. Wenn der Klient den Willen nicht verloren hat durch den Drogenkonsum dann sind die Chancen am grössten das er aufhören kann mit seinem negativen Verhalten. Wenn nicht dann braucht es eben mehr Hilfe und andere Hilfe für den Willen losen. Das die Drogen den Willen zerstören kann man am besten bei denen Beobachten die Drogen konsumieren. Es ist nicht der Fall das nur labile Persönlichkeiten süchtig werden und nicht mehr aufhören können. Kann schon sein das die Menschen allgemein allfällig sind auf Drogen und andere Süchte aber bei den Drogen wird der Willen denoch hochgradig zerstört.


Wie meinst du das? im rechtlichen Sinn? Na dann ist klar. Bei dir stelle ich klar, dass du diese Angelegenheit, aus PathogenetGischer Sichtweise begründest.



Viele Süchtige wollen ab einem gewissen Zeitpunkt eigentlich das selbst zerstörerische Verhalten aufgeben. Es fehlt Ihnen aber am wesentlichen dem Willen dies an zu packen. Wenn sie diesen hätten dann wären die Therapien erfolgreicher. Eine Ziel wäre als diesen Willen wieder zu stärken, solgange Du aber konsumierst wird dieses Ziel immer mehr nach hinten verschoben und zusätzliche Probleme tauchen auf.


Und inwieweit, lässt sich der Mensch von den Drogen fremdbestimmen? Und ist dies wiederum ein Aspekt, der Selbstbestimmung, sich überhaupt bewusst oder unbewusst, von den Drogen zu determinieren?



Meinst Du es sei die freie Wahl des Süchtigen Drogen zu konsumieren? Er kann Dir noch lange sagen ich will das, korrekt ausgedrückt heisst dies, er muss es nehmen weil er sich sonst Elend fühlt. (Psychisch oder Physisch) Soweit die Fremdbestimmung.


Die Behörden? Die haben damit gar nicht zu tun. Geh arbeiten auf einer Akutabteilung. Wieso unternimmt die Behörde nichts gegen Stigmatisierung, die scheinbar ,,gesunde Menschen'' den Süchtigen entgegenbringen?


Die Stigmatisierung hört dann auf wenn der Süchtige sein Leben in die Hand nimmt dies ist nicht Aufgabe der Behörde. Die Behörde ist zuständig um den aufzufangen der aus dem System rausfällt und in an in eine geeigntete Therapie zu überweisen damit er lernen kann was er tun kann damit er weniger Stigmatisiert wird. Wer negativ auffällt wird immer stigmatisiert werden, das wird sich nur durch die Verhaltensänderung korrigieren lassen.



Bitte sprich von Suizidgefährdung. Und ein Seuizidgefährdeter bedroht andere in der Regel nicht, man spricht dann vom erweiterten Suizid. Schon das Wort Selbstmörder lässt einige Fragen offen.


Ein ilegal Drogen konsumierender gefährdet sich und andere täglich. Sich selbst Durch den Suizid auf Raten und andere in dem er neue mit Drogen versorgt. Fachlich vielleicht kein erweiterter Suizid, faktisch aber schon.

Wenn jemand Alkoholiker ist und an Leberzhirrose erkrankt ist und Entzugssymptome hat, die tödlich enden können, willst du so einem einfach die Entzugsmedikation vorenthalten?


Das ist die falsche Frage. Die richtige Frage wäre würdest Du dem Alkohol geben um seiner Zhirrose zu therapieren und seine Sucht? Entzugmedikation und Lebenslange Suchtverlängrung sind zwei Dinge in meinen Augen.

Und wie genau?


Indem das er mit dem Süchtigen zusammen die Threapie findet die Erfolge aufweist. Du kannst weiterdealen und spritzen bis Du den Willen wiederfindest oder es Dir verleidet ist wohl nicht die Aufgabe des Gesetzgebers und auch nicht Aufgabe des Therapeuten für jemanden der sich selbst nicht mehr im Griff hat.


Wer hat kein Interesse zu helfen?


Helfen wollen wohl alle aber ein Pflaster auf die ungereinigte Wunde bringt keine grosse Hilfe. Ob der Wille da ist Menschen dorthin zu führen wo sie auf eigenen Füssen stehen können den vermisse ich in der Schweizer Drogenpolitik gänzlich. Eher sehe ich der Wille den Süchtigen in seiner Sucht zu erhalten und dies möglichst lange. Dies erreicht man am besten indem man ihm sagt er sei Hoffnungslos und die beste Lösung sei Ersatzdrogen.

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Mo 23. Aug 2010, 20:58

Helfen wollen wohl alle aber ein Pflaster auf die ungereinigte Wunde bringt keine grosse Hilfe. Ob der Wille da ist Menschen dorthin zu führen wo sie auf eigenen Füssen stehen können den vermisse ich in der Schweizer Drogenpolitik gänzlich. Eher sehe ich der Wille den Süchtigen in seiner Sucht zu erhalten und dies möglichst lange. Dies erreicht man am besten indem man ihm sagt er sei Hoffnungslos und die beste Lösung sei Ersatzdrogen.


Ich denke, man macht etwas. Das Methadonprogramm bringt Demjenigen eine Verbesserung darin, wie er die Sucht befriedigen kann.
Aber an der Situation selber verändert es gar nichts und ist aus diesem Blickwinkel nur Hilfe zur Aufrechterhaltung der Sucht.

Und Gesellschaftlich ist das nur eine Art Kosmetik, da die Situation des Süchtigen sich nicht grundsätzlich verbessert.
Man überläßt ihn nur weiterhin seinem Suchtverhalten.

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Fr 27. Aug 2010, 02:05

Ob der Wille da ist Menschen dorthin zu führen wo sie auf eigenen Füssen stehen können den vermisse ich in der Schweizer Drogenpolitik gänzlich.


Die Krankenkassen waren in Deutschland sicher nicht begeistert, dass sie für die Süchtigen das Methadonprogramm bezahlen müssen.

Und wie ich schon sagte, besteht anscheinend keinerlei Interesse daran, das Leben des Süchtigen nach bestem Wissen und Gewissen zu schützen und zu erhalten, und das beste zu tun, um seine Sucht zu beenden.
Meint man, man könne auf die Dauer so tun, als täte man alles menschenmögliche ?
Leider existiert kein Druck auf den Gesetzgeber von Seiten der Betroffenen und deren Angehörigen, sich nicht auf dem Methadonprogramm und einem Netz-nur für die die willens sind natürlich-auszuruhen.

So wird man sagen, es gäbe ja genug Hilfsangebote von der Sucht frei zu werden.
Aber wir haben ja hier festgestellt, dass das nicht ausreicht und der Süchtige dem Tod oder jahrelangem, jahrzehntelangem Siechtum überlassen wird, wenn er sein Wille gelähmt ist, freikommen zu können.

Ich erinnere noch mal daran, wie gefährdet ein Süchtiger ist, wenn er eine Entgiftung oder die Nachsorge abbricht.
Hier ist die Unterstützung unterbrochen und der Süchtige gefährdet sich aufs Schwerste durch Selbstbeschaffung, bis er wieder im Methadonproramm angenommen ist.


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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Fr 27. Aug 2010, 07:53

kingschild hat geschrieben:...Viele Süchtige wollen ab einem gewissen Zeitpunkt eigentlich das selbst zerstörerische Verhalten aufgeben. Es fehlt Ihnen aber am wesentlichen dem Willen dies an zu packen. Wenn sie diesen hätten dann wären die Therapien erfolgreicher. Eine Ziel wäre als diesen Willen wieder zu stärken, solgange Du aber konsumierst wird dieses Ziel immer mehr nach hinten verschoben und zusätzliche Probleme tauchen auf.

Hallo kingschild

Hier sollte immer genau unterschieden werden:

Drogenabgabe aus gesellschaftlichen Gründen: Eindämmung der Kriminalität, Verhinderung der Verslumung, etc. ect. Also keine direkte therapeutische Absicht.

Drogenabgabe aus therapeutischen Gründen: Erleichterung der Absetzung, Herstellung der Therapiefähigkeit. Also Substanzen nur im Gesamtkonzept der Therapie.

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Fr 27. Aug 2010, 16:08

Ich persönlich sehe auch in der Abgabe von Drogen an Schwerstsüchtige einen Sinn, einfach mal um diese vom grössten Sumpf wegzubringen. Aber diese Abgabe muss nicht einfach bedingungslos sein, sondern sollte und muss auf eine Therapie hinarbeiten. Natürlich weiss ich, dass viele dies missbrauchen können, aber diejenigen, welche Vertrauen finden in die Abgabestellen und ihren weiterweisenden Angeboten sollten eben da einen "Türöffner" haben.

Ich bin auch nicht einverstanden, wie diese Abgabestellen funktionieren, weil eben für die intensive Betreuung der Süchtigen nicht genügend Mittel bereitgestellt werden. Da müsste angesetzt werden.

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon alegna » Fr 27. Aug 2010, 19:52

Taube hat geschrieben:Ich persönlich sehe auch in der Abgabe von Drogen an Schwerstsüchtige einen Sinn, einfach mal um diese vom grössten Sumpf wegzubringen.

Für mich fängt da das Dilemma aber schon an, ich meine wer entscheidet wer Schwerstsüchtig ist und wer nicht, wer entscheidet wer also ins Program kommt und wer übernimmt die Verantwortung für diejenigen die nicht ausgewählt wurden?
Jene die nicht genug süchtig sind bleiben somit weiterhin ihrem beschissenen Leben ausgesetzt. Es war ja sogar so, dass in der Stadt Zürich nur interne in die Spritzenabgabestellen konnten um sich dort im geschützten Rahmen die Droge zu drücken, als Auswärtiger kamst Du nicht rein und musstest somit weiterhin auf der Gasse oder auf öffentlichen Toiletten drücken. Damit wollte die Stadt die auswärtigen Süchtigen fernhalten von der Stadt. Wie es heute ist weiss ich aber dann doch nicht.
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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » Sa 28. Aug 2010, 14:48

alegna hat geschrieben:...
Für mich fängt da das Dilemma aber schon an, ich meine wer entscheidet wer Schwerstsüchtig ist und wer nicht, wer entscheidet wer also ins Program kommt und wer übernimmt die Verantwortung für diejenigen die nicht ausgewählt wurden?...

Wer in Verwahrlosung lebt, keinen ständigen Wohnsitz mehr hat, zeigt doch sehr starke Anzeichen vor Schwerstabhängigkeit. An diese Menschen kommt man sonst nicht mehr anders ran.

Aber Deine Überlegung ist nicht vollständig. Eine Drogenabgabe ist nur eine der möglichen Therapieansätze. Es müssen umfassende und vielfältige Angebote bereitgestellt werden. Wer nicht ins Programm kommen kann, muss auch effiziente Hilfe bekommen können.

Hier denke ich aber, dass die Gesellschaft zu wenig Interesse hat, genügend Hilfe anzubieten, weil das Kosten-Nutzen-Verhältnis ungünstig ist. Solange abhängige Menschen nicht in der Öffentlichkeit auffallen und zahlenmässig nicht zu gross werden, lohnt sich die Therapie nicht mehr. Leider funktioniert es so, dass die Gesundheitskosten kontrolliert werden ohne Rücksicht auf einzelne Opfer. Das ist doch die himmelschreiende, traurige Wahrheit.

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » So 29. Aug 2010, 09:46

Taube hat geschrieben:ohne Rücksicht auf einzelne Opfer. Das ist doch die himmelschreiende, traurige Wahrheit.

Gruss Taube


Die Wirklichkeit ist so traurig. Leider nicht himmelsschreiend. DieBehörden die die halbherzigen Regelungen getroffen haben, schlummern im Verweis darauf weiter (genug getan zu haben). Niemand bedrängt sie mit lauten Protesten.

Mir ist klar, dass ein größeres Verantwortungsbewußtsein einen großen Aufwand erforderlich machen würde.
Und dass mangelde Fürsorge von Ärzten auch von einer Hilflosigkeit zeugt- nur, das Gewissen sollte dennoch nicht einschlafen.

(Auch wenn wir "gesundheitstechnisch" auf eine Situation hinsteuern, wo man bald so weit ist, medizinische Kosten nur noch zu tragen, wenn sie angemessen scheinen. Das kann z.B. bedeuten, dass in Zukunft älteren Menschen lebensrettende OPs verwiger werden, weil es sich nicht mehr lohnt.)

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » So 29. Aug 2010, 10:23

....vielleicht würde gerade eine weitergehende Liberalisierung helfen? Die Offenlegung der Probleme können vielleicht wirklich mal wachrütteln?

Das wäre auch mal zu durchdenken. Mafiöse Strukturen und Drogensubkulturen würden mal trockengelegt. ...und wenn dann alles sichtbar würde?

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » So 29. Aug 2010, 10:33

Muttis Giftschrank würde ich auch nicht so weit liberalisieren, dass die Kinder sich vergiften können ;)

Drogen müssen schwer zugänglich sein.

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon Taube » So 29. Aug 2010, 12:19

ich bin selbst auch nicht sicher, wie die Auswirkungen sein würden. Aber immerhin sollte man das doch mal überlegen, ohne dass man einfach die sich von der künstlichen Teilung von legalen und illegalen Drogen leiten lässt.

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Mo 10. Jan 2011, 15:19

MaryjahDior hat geschrieben:
Tatsache ist, dass oft ein kranker, gestörter, machtloser Wille da ist, was bewirkt, dass Derjenige steuerlos in Tod und Verderben driftet.


Vielleicht ist ee ja deren Wille in den Tod zu stuerzen? Dq ja der Tod allen Menschen vorenthalten ist. Unabhaengig vom Willen. Und dieser Wille ist ein Wille unabhaengig deiner oder meinen moralischen Uberzeugung.


Für mich ist das ein Hohn, was Du sagst.

Von wegen ist der Wille zum Tod neutral. Der Wille, sich in den Tod zu stürzen ist schon pervertiert.
Deshalb macht man sich sich schon Mühe, Menschen mit Selbstmordabsichten vor diesem eigenen Willen zu schützen.
Bei Drogenabhängigen läßt man es dann zu. Obwohl bei der Drogensucht eine schlimme Krankheit vorliegt.

Die Frage ist also nur, was man versäumt an Hilfe, und das ist eine ganze Menge. Es sei denn, man mißt mit zweierlei Maß. Und tatsächlich wird neben der Fürsorge eine menschenverachtende Handlungsweise sichtbar.



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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Do 30. Jun 2011, 00:31

Hallo, lieber Rouven.
Wenn es Dich nicht stört, habe ich dies von Dir mal kurz verpfanzt, auf dass es sich zum Nutzen entwickle

Leute ich muss mich jetzt mal wieder ausklinken. Mich greift das alles zu sehr an. Meistens brauche ich nur einen Tag dazu aber den brauche ich dann auch. In mir wühlt sich viel zu viel auf. Dieses Forum hier war für mich die erste Tuchfühlung mit der Außenwelt. Mir ging es total schlecht. Ich war auf der Suche nach Gott. Ich wusste nicht mehr wo ich ihn finden sollte. Es hatte im Drogenmilieu ein regelrechtes Abschlachten einer Person mit anschließender Selbsttötung des Täters gegeben. Diese Leute haben mir eine Menge bedeutet. Als sie Hilfe brauchten wurde sie von offizieller Stelle verweigert und danach kam jede Hilfe zu spät. Aufgrund dieser Ignoranz mussten zwei Menschen ihr Leben lassen. Und das auf eine sehr grauenvolle Art und Weise. Das System wäscht weiterhin die Hände in Unschuld. Und was heißt das? Zurück bleiben Kinder die keine Mutter mehr haben und verstörte Angehörige, die Fragen haben aber keine Antworten mehr bekommen werden. Mal abgesehen von den ungebetenen Kommentaren aus dem alles besser wissenden Umfeld.


Es ist aber auch eines der schlimmsten Schlachtfelder, auf denen sich ein Mensch befinden kann. Sowohl für Betroffene als auch für Helfende.

Die Hilfeverweigerung von "Experten" ( Menschen, die von Berufs wegen mit Drogensüchtigen zu deren Wohl zu tun haben) ist kaum zu ertragen.

Experten, die hinter der Maske des Helfens Menschen dem Tod ausliefern sind mir ein Greuel.
Sie haben ein scheinheiliges Gesicht und ein Gesicht des Todes,, Herr über den Tod von Menschen zu sein, weil man nicht genug hilft, es noch nicht mal versucht.

Ich weiß wovon ich rede.

Wenn Du Gott suchst, bei Ihm findest Du innere Kraft und Frieden.
Wenn Du Dich im Drogenkreis engagierst erwarten Dich allerdings schwer zu ertragende Erlebnisse, Dramen und Wut auf ignorante, unmenschliche "Experten", die nichts tun anstatt zu helfen. Du setzt Dich also der Selbstzerstörung aus. Der Kampf wird also auch in Deine Psyche gebracht. Niemad nutzt es, wenn Du Dich kaputt machst. Du mußt fit sein, sonst bist Du erstens psychisch erledigt und zweitens kannst Du nicht mehr so richtig helfen.

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Do 30. Jun 2011, 12:06

Nachtrag:

Jeder Kampf benötigt den Willen zum Sieg und die richtigen Waffen.
Der Kampf in der Welt der Drogen erfordet auch die geistige Waffenrüstung des Christen.
Jeder Kampf kann Dich überfordern durch seine Entsetzlichkeiten. Das zeigen schon Traumata von Soldaten.
Psychisch überleben erfordert eine innere Stategie.

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Di 13. Mär 2012, 11:29

Wegen des Todes von Whitney Houston wurden Stimmen laut, ob man Mitverantwortliche unter den Medikamenten-verschreibenden Ärzten finden könnte. Leichtfertiges, verantwortungsloses Aushändigen von Medikamenten von Seiten der Ärzte bringen Süchtige in potentielle Lebensgefahr. ( Obwohl sie alles auch auf dem Drogenmarkt sich verschaffen können ).

Ich vermute, dass solche und andere Verantwortlosigkeit tatsächlich mal als schuldhaftes Verhalten definiert werden sollte, damit sich im unverantwortlichen Umgang mit schwer geschädigten, willenlosen Süchtigen tatsächlich mal was bessert.

Wer jetzt sgt, im Normalfall würden Ärzte auch bestimmte Medikamente nicht an Süchtige verschreiben:
Ich weiß selber, dass sie es in bestimmten Fällen dennoch verantwortungslos tuen.

Aber die Politiker wissen schon, warum sie nichts tun: Auch nur den Anschein zu erwecken, es liefe da viel völlig falsch und man müsse mehr Verantwortung zeigen, weil viel Unmenschliches zugelassen wird, viele menschliche Tragödien einfach billigend zugelassen werden, würde ja Druck auf die Politik ausüben. Lieber weist man alle Mit-Verantwortung von sich ab. Das hilft allen die auf diesem Gebiet arbeiten auch zu einem ruhigeren Gewissen. Und man weiß ja, ein schlummerndes Gewissen darf nicht geweckt werden, dann wird es ungemütlich....

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon kingschild » Di 13. Mär 2012, 13:57

onThePath hat geschrieben:Wegen des Todes von Whitney Houston wurden Stimmen laut, ob man Mitverantwortliche unter den Medikamenten-verschreibenden Ärzten finden könnte. Leichtfertiges, verantwortungsloses Aushändigen von Medikamenten von Seiten der Ärzte bringen Süchtige in potentielle Lebensgefahr. ( Obwohl sie alles auch auf dem Drogenmarkt sich verschaffen können ).

Ich vermute, dass solche und andere Verantwortlosigkeit tatsächlich mal als schuldhaftes Verhalten definiert werden sollte, damit sich im unverantwortlichen Umgang mit schwer geschädigten, willenlosen Süchtigen tatsächlich mal was bessert.

Wer jetzt sgt, im Normalfall würden Ärzte auch bestimmte Medikamente nicht an Süchtige verschreiben:
Ich weiß selber, dass sie es in bestimmten Fällen dennoch verantwortungslos tuen.

Aber die Politiker wissen schon, warum sie nichts tun: Auch nur den Anschein zu erwecken, es liefe da viel völlig falsch und man müsse mehr Verantwortung zeigen, weil viel Unmenschliches zugelassen wird, viele menschliche Tragödien einfach billigend zugelassen werden, würde ja Druck auf die Politik ausüben. Lieber weist man alle Mit-Verantwortung von sich ab. Das hilft allen die auf diesem Gebiet arbeiten auch zu einem ruhigeren Gewissen. Und man weiß ja, ein schlummerndes Gewissen darf nicht geweckt werden, dann wird es ungemütlich....

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Das Problem ist halt, das die Politik sehr oft gänzlich überfordert ist mit der Thematik und Ihnen bleibt nichts anderes übrig auf die zu hören welche "Experten" sind. Da aber die Experten sich selbst bestätigen und die Ärzte sehr oft, zugleich in der Co-Abhängigkeit zum Süchtigen und zu den Experten leben, ist es nicht verwunderlich das nicht viel gescheites dabei rauskommt und so einigen sich die Gruppen auf dem Level der sterilen Drogen und der schön in Geschenkpapier verpackten Sucht.

Wenn man Süchtige ein Leben lang in der Sucht behalten kann, ist das ein lukratives Geschäft und die Lobby in der Schweiz hat es ja geschafft das man dieses einseitige Geschäft der Bevölkerung als vernüftige Drogenpolitik verkaufen konnte. Wie funktioniert das ganze, die Experten bestätigen die Ärzte und die Ärzte die Experten und beide ziehen am gleichen Strang und der Politiker hätte hier gar nicht das Fachwissen und die Kraft diese Meinungen zu wiederlegen und die Bevölkerung auch nicht, deshalb funktioniert das Lobbing prächtig. In der Schweiz hört man sogar auf Menschen die zugleich im Verwaltungsrat der Pharma Industrie hocken und zugleich noch den Titel "Experte" tragen und wenn verwunderts, wenn bei solchen Symbiosen nichts positives dabei rauskommt für die Süchtigen.

Dort wo Erfolge nachweislich vorhanden sind ignoriert man diese, weil mit Lebenslanger Sucht mehr Geld zu verdienen ist, als mit Menschen die den Ausstieg schaffen.

Auf der Strecke bleiben dann eben nur die Schwächsten und das sind eben die Süchtigen, die sich ab den neuen Dealern und Experten zwar freuen aber dabei nicht merken, das sie um das Leben und die Freiheit betrogen werden. Ethisch vielleicht nicht ganz so sauber und steril aber zumindest ist die Droge dann Steril und selbst die Aktionäre werden dann beim Geldsegen nicht aus dem Schlaf gerissen, wenn mal wieder ein Süchtiger ob Prominent oder nicht stirbt.

Vorletzt kam gerade im Kassensturz ein Bericht über einen Arzt, dem man in Deutschland schon längst die Zulassung entzogen hat und der hier in der Schweiz nun munter weiter praktizieren kann. Zum Glück gibt es dann ab und zu noch mal ein Magazin oder ein Journalist der ein wenig hinter die Kulissen schaut und das eine oder andere dann ans Licht bringt aber auch dies ändert leider nicht viel wenn sich die "Experten" samt Ärzten und Süchtigen alle einig sind das es mehr Drogen braucht.

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Re: Sucht und Drogen - Gibt es zuwenig Hilfe?

Beitragvon onThePath » Mi 14. Mär 2012, 15:47

Was sind das für Ärzte, die einen Drogensüchtigen auf der Intensivstation haben und ihn dann einfach wieder entlassen ohne sogar mit den Eltern zu besprechen, ob man was tun kann um solchen tödlichen Mißbrauch in Zukunft zu verhindern ?

Ich weiß nicht, wie das Verantwortliche tun können. bzw.. die Augen verschließen und in solch unmenschlicher Weise unverantwortlich und todbringend handeln.

Dies ist nur ein Beispiel von denen, die ich aufzeigen kann.

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