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Moderne Familien

Sozial- und Familienpolitik, Randgruppen,

Moderator: kingschild

Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Fr 31. Jul 2009, 13:00

Lamdil hat geschrieben: Jahrtausende alte, frauenfeindlichen Sprüche eines Wüstenvolkes sehe ich nicht als verbindlich genug an, die heutige Gesellschaft danach auszurichten.


Da unterliegst du einem Irrtum. Es ist Gottes Wort und daher absolut verbindlich für alle Menschen. Wer sollte denn Bescheid wissen, wenn nicht derjenige, der die Menschen und die Welt geschaffen hat?
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Fr 31. Jul 2009, 13:04

Zorro hat geschrieben:Da unterliegst du einem Irrtum. Es ist Gottes Wort und daher absolut verbindlich für alle Menschen. Wer sollte denn Bescheid wissen, wenn nicht derjenige, der die Menschen und die Welt geschaffen hat?

Also in diesem Punkt werden wir keine Einigung erreichen. Aber das Thema sind ja auch nicht alte Mythen sondern die Kinder. Deshalb lass uns zum Thema zurückkommen.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Fr 31. Jul 2009, 13:15

kalypso hat geschrieben:Ich finde es etwas schade, dass du allen Frauen, die Kinder haben und trotzdem Arbeiten entweder nur "Karrieregeilheit" oder "tragische Lebensumstände", die sie zum Arbeiten zwingen zugestehst. Denn es ist ganz einfach nicht so. Ich sehe es an mir und auch an anderen Frauen.


Das haben schon andere vor dir geschrieben und meine Antwort war immer dieselbe: Ich habe keine abschliessende Liste der Motive beschrieben, es steht jedem frei, hier zusätzliche Motive zu nennen. Die von mir erwähnten Gründe wollte ich aber bewusst thematisieren.

Auch möchte ich mich nicht vollkommen finanziell von einem Mann abhängig machen. Das hat mir eine Frau klargemacht, die früh verwitwet ist. Wenn man da auch nur ein paar Jahre vom Beruf weg ist, hat man als Frau null Chancen mehr!


Das kommt immer auf den Beruf an. Ich kenne persönlich viele Mütter, die auch nach Jahren den Tritt wieder gefasst haben. Klar, evtl. mussten sie noch einen Kurs belegen, aber alle sind zurück oder stehen kurz bevor.

Ich finde es auch schade, dass nur auf den Frauen herumgehackt wird, denen halt ihr Beruf auch wichtig ist (nicht Karrieregeil oder Kinder unwichtig, sondern, da ist noch etwas anderes, das sie erfüllt). Denn es gibt auch genug Väter, denen ihre Karriere und "Selbstverwirklichung" wichtiger ist als Frau und Kinder.


Dann hast du meine Beiträge nicht ausführlich gelesen. Ich habe immer wieder bewusst auch von Eltern geschrieben, auch der Mann hat eine Verantwortung und oftmals sind es sogar die Männer, welche die Frauen drängen.

Weil Papi nie daheim ist und Mami sich vernachlässigt und alleine fühlt.


Dann nimmt auch der Vater seine Verantwortung nicht wahr.

Moderne Familien, die gut funktionieren, leben aber zum Glück nicht von einer Konstellation, wie sie 1950 propagiert wurde, sondern davon, dass sich Mami und Papi um die Kinder kümmern.


Auch wenn es überraschen wird: Auch 1950 haben sich Mami und Papi um die Kinder gekümmert. Das klingt sonst ja so, als ob sich die Väter nie um die Kinder gekümmert hätten, was nicht der Fall ist.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Fr 31. Jul 2009, 13:26

Lamdil hat geschrieben: Also in diesem Punkt werden wir keine Einigung erreichen. Deshalb lass uns zum Thema zurückkommen.

Einverstanden.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon valdes » Mi 5. Aug 2009, 13:35

Zorro hat geschrieben:
Das kommt immer auf den Beruf an. Ich kenne persönlich viele Mütter, die auch nach Jahren den Tritt wieder gefasst haben. Klar, evtl. mussten sie noch einen Kurs belegen, aber alle sind zurück oder stehen kurz bevor.


ich kenne in meinem umfeld grad eine architektin. die hat aufgehört zu arbeiten, als die kinder kamen. als ihr mann pleite machte und die ehe in die brüche ging, musste sie leider feststellen, dass häuser mittlerweile an computern gezeichnet werden. all ihr wissen, dass sie in ihrem beruf gesammelt hatte, war unnütz geworden. mittlerweile putzt sie toiletten (nicht falsch verstehen: das ist eine ehrliche arbeit).

meine mutter war psychiatrieschwester. als ich klein war hat sie ihren beruf aufgegeben und tupperware verkauft (das konnte sie am abend machen, als ich im bett war). als sie, nachdem ich grösser wurde, wieder auf ihrem beruf arbeiten wollte, fand sie gerade noch eine stelle als ungelernte hilfsschwester. mittlerweile wurde sie wegrationalisiert.

solange eine gesellschaft das potential gut ausgebildeter frauen einfach verkommen lässt, sobald sie sich für einge jahre aus dem erwerbsleben zurückziehen, muss alles dafür getan werden, ihnen zumindest vernünftige teilzeistellen zu ermöglichen.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Do 6. Aug 2009, 00:39

valdes hat geschrieben:solange eine gesellschaft das potential gut ausgebildeter frauen einfach verkommen lässt, sobald sie sich für einge jahre aus dem erwerbsleben zurückziehen, muss alles dafür getan werden, ihnen zumindest vernünftige teilzeistellen zu ermöglichen.

Dem stimme ich zu. Und gerade in Deutschland, wo alle rumheulen, dass es zu wenige Kinder gibt, sollte man mal ergründen, woran das liegt. Es ist eben nicht reiner Egoismus, leider ist diese Gesellschaft kinder- und elternfeindlich. Das ist der eigentliche Skandal. Wer dann auf den vermeintlichen "Rabeneltern" rumhackt, macht sich vielleicht selbst von der Verantwortung frei, aber eigentlich tragen wir alle Verantwortung für die Familien ... für unseren Nächsten.

Anstatt also hier aufzuzählen, warum gewisse Eltern falsch handeln, sollten wir besser mal überlegen, was jeder einzelne tun kann, um Eltern zu unterstützen.

Hat jemand Vorschläge?
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Wolfi » Do 6. Aug 2009, 06:02

Oh, oh, Lamdil ... Eltern zu "unterstützen, scheint mir eine sehr heikle und schwierige Sache zu sein. Denn welche Eltern lassen sich schon bei der Kindererziehung einfach von Drittpersonen dreinreden? - Die Eltern sind ja der Meinung, sie würden es richtig tun; denn sonst würden sie's ja anders machen...

Wenn Du also Kindern helfen möchtest, dann arbeite mit deren Eltern. Rege sie zum Nachdenken über ihr Tun (oder das ihrer Kinder) an. Bringe sie dazu, ihr eigenes Handeln ernsthaft zu hinterfragen.

Und im Alltag: Wenn Du mit Fehlverhalten von Kindern konfrontiert bist, kommuniziere mit ihnen und mache sie darauf aufmerksam, ohne Dich ihnen mit Deiner Meinung aufzudrängen und auch das nur, wenn sie sich oder Andere durch ihr Handeln in Gefahr bringen.
lg, wolfi
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Di 11. Aug 2009, 01:13

Wolfi hat geschrieben:Oh, oh, Lamdil ... Eltern zu "unterstützen, scheint mir eine sehr heikle und schwierige Sache zu sein. Denn welche Eltern lassen sich schon bei der Kindererziehung einfach von Drittpersonen dreinreden? - Die Eltern sind ja der Meinung, sie würden es richtig tun; denn sonst würden sie's ja anders machen...

Das selbst ist eine heikle Behauptung. Es gibt Eltern, bei denen sich mir der Eindruck aufdrängt, dass es ihnen mehr oder weniger egal ist.

Allerdings hast Du auch Recht. Meine Mutter arbeitet in einer Grundschule und musste die Erfahrung machen, dass einige Eltern zwar völlig überfordert sind und von ihren Kindern regelrecht beherrscht werden, sie aber trotzdem jeden Ratschlag der pädagogisch ausgebildeten und erfahrenen Lehrer in den Wind schlagen.

Vielleicht sollte man Kindererziehung als Unterrichtsfach in den höheren Schulen einführen. Kinder machen kann jedes fruchtbare Subjekt, aber um sie auf das Leben vorzubereiten, muss man zumindest selbst mit dem Leben klar kommen. Da versagen viele Eltern schon.



Wolfi hat geschrieben:Und im Alltag: Wenn Du mit Fehlverhalten von Kindern konfrontiert bist, kommuniziere mit ihnen und mache sie darauf aufmerksam, ohne Dich ihnen mit Deiner Meinung aufzudrängen und auch das nur, wenn sie sich oder Andere durch ihr Handeln in Gefahr bringen.

:D Auwei ... da fällt mir ein, wie ich ein fehlverhaltendes Kind regelrecht angeprangert hab. Wir haben gerade auf einem Markt Musik gemacht und es warf nach uns mit Kieselsteinen. Da fragte ich ganz laut "Wem gehört dieses Kind?" Die Mutter meldete sich und meinte, es wäre in Ordnung, die Spielleute zu bewerfen.

Naja, ich habe dann gesagt, dass das die richtige Einstellung ist, um aus dem Kind ein Taugenichts zu machen und habe ein Lied über die Taugenichtse gesungen. In dem Moment stand ich zwischen der Entscheidung, mit dieser absolut gleichgültigen Mutter über Erziehung zu diskutieren oder mein Programm weiter zu machen. Ich habe mich für das Programm entschieden, die Diskussion schien mir aussichtlos. Die Frau schien mir gänzlich untauglich für irgendwas außer Kinder zu gebären.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Di 11. Aug 2009, 09:40

Es geht weiter im Demontieren der Schweizer Familie:

http://www.blick.ch/news/schweiz/politik/staenderat-entlastet-familien-125692
Es geht um den Abzug von 170 Franken im Jahr pro Kind auf der Steuerrechnung. So hoch fällt der Familienrabatt aus. Wer seine Kinder in der Krippe durch Dritte betreuen lässt, kann zudem bis zu 12´000 Franken von steuerbaren Einkommen abziehen.

Die Hausfrau und Mutter zu Hause kann schauen wo sie bleibt. Nicht nur die (zu) hohen Infrastruktur- und Lebenskosten in der Schweiz verunmöglichen bald ein Einzeleinkommen, sondern nun auch noch eine Diskriminierung der Mütter und Hausfrauen. Wer sein Kind der Fremdbetreuung in Krippen übergibt darf bis 12000.-- pro Jahr von den Steuern absetzen, wer auf Vieles verzichtet und seine Kinder zu Hause betreut 170/Kind. Die Demontierung der Familie geht weiter, mit allen Konsequenzen. Wenn das Referendum zu stande kommt, unbedingt NEIN stimmen. Im Sinne der Kinder.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Di 11. Aug 2009, 09:49

Als Mutter und Hausfrau bin ich auch dafür, dass der Staat die Betreuung zu Hause fördern müsste. Es ist eine Frechheit wenn ich als Vollzeit Mutter benachteiligt bleibe. Schiesslich leiste auch ich eine wichtige Aufgabe für den Staat.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon kalypso » Di 11. Aug 2009, 10:19

alegna hat geschrieben:Als Mutter und Hausfrau bin ich auch dafür, dass der Staat die Betreuung zu Hause fördern müsste. Es ist eine Frechheit wenn ich als Vollzeit Mutter benachteiligt bleibe. Schiesslich leiste auch ich eine wichtige Aufgabe für den Staat.


Das klingt jetzt vielleicht etwas fies und unterstellend, ich kanns aber dennoch nicht lassen zu fragen: Es geht also auch dir - Vollzeitmutter, gläubige Christin - ums Geld und um dich, um deine "Benachteiligung" und nicht in erster Linie um deine Kinder, die (hoffentlich) davon profitieren, dass du vollzeitlich für sie da bist? Geht es dir darum, etwas für deine Kinder oder etwas für deinen Staat zu tun?



Du siehst es tatsächlich als eine Benachteiligung bei deinen Kindern sein zu können und halt dafür mehr Steuern zahlen zu müssen als Mütter, die gezwungen sind, ihr Kind zu einer Krippe zu bringen? Das werden kaum die Grossverdienenden sein, denn die können sich privat Kinderbetreuung ("Nanny") leisten. In öffentliche Kinderkrippen kommen doch die Kinder aus sozial schwächeren Familien. Und denen, die es nicht nur finanziell, sondern v.a. auch familiär (Mutter-Kind-Beziehung, die ja nicht da sein soll) schlechter als du haben, gönnst du nicht mal die finanzielle Entlastung?
Oke, ich geh jetzt mal davon aus, dass die Mehrheit da nicht die gegebene Erleichterung ausnützt, sondern es wirklich eine wichtige Unterstützung sein kann.

Ich finds übrigens toll, dass du dich entschlossen hast, Vollzeitmutter zu sein. Wie gesagt, ich könnte das wahrscheinlich nicht, auch wenns momentan kein Thema bei mir ist.
"All unsere Weisheit, sofern sie wirklich den Namen Weisheit verdient [...] umfasst im Grunde eigentlich zweierlei: die Erkenntnis Gottes und unsere Selbsterkenntnis" Johannes Calvin, Institutio I,1
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Di 11. Aug 2009, 10:28

kalypso hat geschrieben:Das klingt jetzt vielleicht etwas fies und unterstellend, ich kanns aber dennoch nicht lassen zu fragen: Es geht also auch dir - Vollzeitmutter, gläubige Christin - ums Geld und um dich, um deine "Benachteiligung" und nicht in erster Linie um deine Kinder, die (hoffentlich) davon profitieren, dass du vollzeitlich für sie da bist? Geht es dir darum, etwas für deine Kinder oder etwas für deinen Staat zu tun?


Ich bin zwar nicht Alegna, aber die finanzielle Situation ist auch für einen Christen wichtig. Eine Vollzeitmutter braucht endlich die Unterstützung, und dazu gehört auch der finanzielle Rahmen, damit sie ihre Berufung ausleben kann. Der Staat lässt sie seit Jahrzehnten links liegen und fördert alle anderen Betreuungsmodelle mit massiven Mitteln. Ein Einkommen reicht alleine aufgrund der teuren Lebenskosten kaum mehr. Wenn dann noch zusätzlich andere Modelle begünstigt werden und die Vollzeitmutter diskriminiert bleibt, so hört der Spass irgendwann auf. So schafft man noch mehr Familien, die es sich nicht mehr leisten können, die Kinder vollzeit zu betreuen. Eine Spirale, die von gewissen Kreisen offenbar gewollt ist.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon blakki » Di 11. Aug 2009, 10:55

Es stellt sich die Frage, wie der Staat die Familie im Idealfall unterstützen könnte.

Die rein steuerliche Unterstützung hat den Nachteil, dass Geringverdiener ohnehin wenig oder gar keine Steuern zahlen und somit die gewünschte Wirkung weitgehend verpuffen würde.

Es bleibt somit nur eine Subvention, die unabängig vom steuerlichen Einkommen gewährt wird, hier in Deutschland gibt es das Kindergeld mit monatlich EUR 164,00.

Die religiösen Klein(st)parteien wie PBC oder AUF sehen das Heil in der Zahlung eines staatlichen Erziehungsgehalts, dies klingt auf den ersten Blick interessant, bei genauerer Betrachtung sehe ich hier die Absicht, Frauen aus und dem Beruf zu treiben und hinter den Herd zu verfrachten.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Di 11. Aug 2009, 13:35

blakki hat geschrieben: bei genauerer Betrachtung sehe ich hier die Absicht, Frauen aus und dem Beruf zu treiben und hinter den Herd zu verfrachten.


Die Familie soll selber entscheiden, wie sie ihre Kinder betreuen. Dies kann aber nur geschehen, wenn gleich lange Spiesse vorhanden sind. Durch die steuerliche Begünstigung von Doppelverdienern (darauf läuft es nämlich raus), passiert aber genau das Gegenteil. Entweder kann eine Vollzeitmutter/Familie dieselben Beträge als Erziehungsgutschrift von den Steuern absetzen oder aber die Doppelverdiener können auch keine Krippenkosten absetzen. Nur das Eine zu bevorzugen klingt schwer nach ideologisch gefärbter Massnahme und schafft neue Ungerechtigkeiten.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon blakki » Di 11. Aug 2009, 18:12

Steuervergünstigungen und Vergabe von Subventionen ist nur auf dem Papier wertneutral, in der Praxis stehen immer Ideologien oder Interessen dahinter.

Mit persönlich ist kein Staat bekannt, der hier eine Ideallösung gefunden hat.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Di 11. Aug 2009, 18:53

Erst mal möcht ich sagen, ich bin froh dass ich mich gegen den Beruf und für die Kinder entschieden habe, auch wenn Heute natürlich das Geld knapp ist.
Diese Form des Familenmodels ist für mich das Beste, Kinder kann man nicht einfach abgeben, und nur wenige Familie müssen das. Die Meisten wollen das. Profitieren tun wie immer die die sowieso schon viel haben, weil sie Doppelverdiener sind. Es kann nicht sein dass wir als Alleinverdiener (Vater arbeitet), benachteiligt werden. Als Vollzeitmutter grob gerechnet hätte Anspruch auf einen tollen Lohn von ca. Fr. 3500.-, was ich Emotional den Kindern mitgebe kann nicht gerechnet werden. Ich verzichte Bewusst auf Lohn um meinen Kindern alles zu geben was es braucht um Gefestigt mut Urvertrauen, Selbstbewusstsein, emotionaler Stärke, gesunder Wertvorstellung, und sicher noch vieles mehr. Das nützt auch dem Staat!!!
Doch da werden wir benachteiligt, es geht nicht darum um sich mehr leisten zu können, aber es kann nicht sein, dass wir mehr Steuern bezahlen müssen. Wären mein Mann und ich nicht verheiratet, wäre es besser für uns, abner wir wollen unseren Kindern mitgeben was es heisst Familie zu sein.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Mi 12. Aug 2009, 09:55

alegna hat geschrieben: Diese Form des Familenmodels ist für mich das Beste, Kinder kann man nicht einfach abgeben, und nur wenige Familie müssen das. Die Meisten wollen das.


Meine Rede!

Ich verzichte Bewusst auf Lohn um meinen Kindern alles zu geben was es braucht um Gefestigt mut Urvertrauen, Selbstbewusstsein, emotionaler Stärke, gesunder Wertvorstellung, und sicher noch vieles mehr. Das nützt auch dem Staat!!!

Das nützt der ganzen Gesellschaft, danke für Euren Einsatz (auch an alle anderen Familien!)

Doch da werden wir benachteiligt, es geht nicht darum um sich mehr leisten zu können, aber es kann nicht sein, dass wir mehr Steuern bezahlen müssen.


Nein das darf nicht sein.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Mi 12. Aug 2009, 13:42

Ich wollte noch sagen, dass auch das was Vollzeitmütter Stundenmässig leisten niemals bezahlt werden kann. Bei mir sinds so 12- 15 Stunden täglich.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Mi 12. Aug 2009, 14:09

Eine weitere interessante Feststellung:

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Krippenkinder-sind-keine-besseren-Schueler-31397115

Krippenkinder sind keine besseren Schüler

Leider schliesst die Studie erneut die falschen Schlüsse, man müsse die Krippenbetreung intensivieren und verbessern. Anstatt einzugestehen, dass eine intakte Familie die besten Voraussetzungen für das Gedeihen eines Kindes darstellt.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Pilgrim » Mi 12. Aug 2009, 17:28

alegna hat geschrieben:Ich wollte noch sagen, dass auch das was Vollzeitmütter Stundenmässig leisten niemals bezahlt werden kann. Bei mir sinds so 12- 15 Stunden täglich.

....und bei mir sinds 24/7.....so ungefähr 8740/1....oder jetzt schon....näh, lassen wir das...... :]
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Inetwa » Mo 14. Sep 2009, 13:13

Huhu

Ne, die Jugend ist nicht gewaltätiger als früher.

Nur die Medien sind geiler geworden. Es wird über jede Schlägerei berichtet. Fragt mal eure Grossväter. Auch früher gab es keine Feste ohne wüste Keilereien. Nur hat das damals niemand dokumentiert und keiner wäre auf die Idee gekommen, sowas in einer Zeitung abzudrucken.

Eltern hatten auch früher wenig Zeit für die Kinder. Oder dann halfen die Kinder in der Fabrik mit.

Ich denke nicht, dass man es nur auf die Zeit runterbrechen kann. Sonst müsste man den berufstätigen, alleinerziehenden Väter/Mütter die Kinder wohl entziehen.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Mo 14. Sep 2009, 13:38

Inetwa hat geschrieben:Huhu

Ne, die Jugend ist nicht gewaltätiger als früher.


Le Chef meint:

Vielleicht nicht die Anzahl der Gewalttaten (wobei ich auch hier der Meinung bin, es hat zugenommen, und nicht wenig), aber die Hemmschwelle, was die Brutalität angeht, ist sicherlich stark gesunken. Heute werden Todesopfer einfach so in Kauf genommen, da wird so lange auf den Kopf getreten, bis das Opfer sich auch ja nicht mehr bewegt. Erst gestern wieder ist in München ein 50jähriger, der 2 kleinere Kinder vor pöbelnden Jugendlichen beschützen wollte, umgebracht worden.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Oli4 » Mo 14. Sep 2009, 13:41

Pilgrim hat geschrieben:[
....und bei mir sinds ......so ungefähr 8740/1....o..

Was machst Du in den anderen 20 Stunden ? ..365 * 24 = ... :mrgreen:
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Oli4 » Mo 14. Sep 2009, 13:43

Le Chef hat geschrieben:...aber die Hemmschwelle, was die Brutalität angeht, ist sicherlich stark gesunken.

Genau das erschreckt mich ungemein... :cry:
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Mo 14. Sep 2009, 14:48

Le Chef hat geschrieben:Vielleicht nicht die Anzahl der Gewalttaten (wobei ich auch hier der Meinung bin, es hat zugenommen, und nicht wenig),


Le Chef meint:

Um so länger ist da drüber nachdenke, um so sicherer bin ich, dass die Anzahl doch massiv zugenommen hat, nicht zuletzt aufgrund der höheren Anzahl Mitbürger mit Migrationshintergrund. Das war ja vor 20 Jahren noch gar nicht so massiv der Fall.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Di 15. Sep 2009, 11:17

Zu dem Mord in München noch ein guter Kommentar von Knut Teske:

Es ist so absurd!

Es ist die Horror-Vorstellung.

Du sitzt in der Bahn, eine Horde Schläger steigt zu und stürzt sich – natürlich – auf den Schwächsten.

Was tun?

Hätten Sie geholfen? Als Held womöglich sterben oder sich als Feigling nach Hause schleichen?

Heruntergekommen ist ein Land, in dem solche Ängste täglich zunehmen, Abhilfe aber nicht geschaffen wird.

Elektronische Überwachung, ansonsten, was die Sicherheit betrifft, leere Bahnhöfe – das ist der kalte Geist unserer Zeit.

Auf der Strecke bleibt der Mensch. Und nun?

Jetzt wird alles wieder zerredet werden, jeder Handlungsansatz boykottiert.

Jugendliche schärfer anfassen? Um Gottes willen!

Die Höchststrafe für minderjährige Straftäter auf 15 Jahre heraufsetzen?

Empörung im Lager der Verständnispädagogen. Gleichzeitig aber das Wahlrecht am Liebsten auf 16 oder 14 herabsetzen wollen.

Jetzt schlägt wieder die Stunde der Gutmenschen, die sich mehr Sorgen um die vielen Täter machen als um die wenigen, die noch Zivilcourage zeigen. Wie absurd!


Le Chef sagt:

Dem kann ich nur voll und ganz beipflichten.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon wulfen » Di 15. Sep 2009, 11:38

Le Chef hat geschrieben:
Le Chef sagt:

Dem kann ich nur voll und ganz beipflichten.

Ich auch.
Absurd finde ich allerdings das ich im Thread nebenan dafür gemaßregelt werde.
Du musst verstehen... vergeben..... Wut,Rachegedanken all das ist schlecht.
Ist es wahrscheinlich auch.
Aber das erzählt mal den Verwandten...
Und nicht vom PC aus sondern an der Haustür.

Unseren Bahnhof erreicht mein durch einen Park.
Eins allein ist schon schlimm genug. Fast täglich Raub, Körperverletzung.
Der Park ist fest in "Migranten"Hand.
Deshalb wird es nur im Kleingedruckten im Wochenblatt erwähnt wenn etwas passiert.Politisch korrekt.
Die Polizei ist machtlos da chronisch unterbesetzt. Und verschanzen sich in Ihrer Wache.
Was tun? Es wird auf die Eltern geschoben.
Ich habe zwei Jungs grossgezogen. Wird man etwas strenger, gerade in der Pubertät muss das ja manchmal sein, und die Schule bekommt es mit, bekommen die Kinder von den Lehrern zu hören: Eure Eltern haben Euch gar nichts zu sagen! (Wirklich so erlebt)
Nein, irgendwas läuft falsch.
Jesus kündigte Gottes Reich an, was kam war die Kirche
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Re: Moderne Familien

Beitragvon kingschild » Di 15. Sep 2009, 21:35

wulfen hat geschrieben:
Ich habe zwei Jungs grossgezogen. Wird man etwas strenger, gerade in der Pubertät muss das ja manchmal sein, und die Schule bekommt es mit, bekommen die Kinder von den Lehrern zu hören: Eure Eltern haben Euch gar nichts zu sagen! (Wirklich so erlebt)
Nein, irgendwas läuft falsch.


Wusste gar nicht das Du so ein altmodischer bist, der den Kindern mal Grenzen setzte ;)

Die Frage um wieder ein wenig zum Thread Thema zurück zu finden wäre ist es sinnvoll die Jugendlichen frühzeitig einem Heer von Pädagogen anzuvertrauen nur um somit möglichst schnell von den wirklich schwierigen Aufgaben entlastet zu werden? Ist es eben nicht sinnvoll das die Eltern dort eben mitreden solange sie auch die Verantwortung tragen müssen?

Das es verschiedene Gründe gibt wieso die Gewalt immer Brutaler wird das ist klar aber ganz sicher hat es eben auch mit dem Mangel an Werten die vermittelt werden, zerüttete Familienverhältnisse, falsch verstandene Liebe, Zeitmangel usw. zu tun. Ist es unter diesen Umständen eben sinnvoll die Kinder noch früher den Sozialen Gefügen des Elternhauses zu entziehen?

Kann also ein Staat der schon Mühe hat die Jugend und Erwachsene von Gewaltübergriffen zu schützen dann eben die Erziehungsfunktion übernehmen? Die Haltung der Staat schaut schon wird hier sicherlich nicht aufgehen, wenn er schon bei anderen Dingen überfordert ist.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Mi 16. Sep 2009, 08:34

Le Chef meint:

Am besten wäre es, wenn Eltern vor der Geburt eine obligatorische Elternschule besuchten müssten. Bei Hunden geht das doch auch.

Also manchmal bin ich schon erschüttert, was es doch für verzogene Rotzlöffel gibt.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon wulfen » Mi 16. Sep 2009, 08:48

kingschild hat geschrieben:Wusste gar nicht das Du so ein altmodischer bist, der den Kindern mal Grenzen setzte ;)
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Erstaunlich,nicht?
Habe sogar meine Jungs zum Religionsunterricht geschickt, sie habens aber ziemlich schnell geblickt und freiwillig darauf verzichtet.
Bin sogar konservativ kingschild!
Ich bin überzeugt das unserer Gesellschaft die Werte fehlen. Welche sind mir eigentlich egal.(Hauptsache sie beruhen auf Menschlichkeit)
Die Schulen können und sollen die Erziehung nicht übernehmen.
Ich kann doch einem dahergelaufenen Möchtegernpädagogen der im Zweifelsfall über keine Lebenserfahrung verfügt nicht die Erziehung meiner Kinder anvertrauen!
Aber die kleinste Zelle der Gesellschaft ist nunmal die Familie. Was sollen die Kinder von dieser Gesellschaft denken wenn sie nach der Schule nach Hause kommen und die Eltern betrunken auf der Couch liegen?
Weil die Politiker es nicht schaffen diesen Eltern eine Perspektive und Werte zu vermitteln? Zumal konkret einen Job?
Oder zumindest Stolz und Selbstbewusstsein?
Wo Begriffe wie diese eher verpönt sind darf man sich nicht wundern wenn alles zugrunde geht.
Mir ist eine Familie die in christlicher Tradition lebt lieber als eine die gar keine Werte vermittelt.
Was ist das für eine Gesellschaft in der die einzigen die noch Ehre kennen jugendliche Migranten sind?(Wenns da auch oft missbraucht wird)
Das ist keine Kritik an Ausländern sondern Kritik an unserer Gesellschaft.
Symptomatisch ist doch wieder die Diskussion die jetzt losbricht ob dieser Mann in München richtig gehandelt hat.
Mahl davon abgesehen das jeder der einen Funken Ehre spürt genau so handeln MUSS, sperrt die Täter für immer weg und baut dem Mann ein Denkmal! Und sei es auch nur indem man ihn als Vorbild nimmt.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Mi 16. Sep 2009, 09:08

wulfen hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Symptomatisch ist doch wieder die Diskussion die jetzt losbricht ob dieser Mann in München richtig gehandelt hat.
Mahl davon abgesehen das jeder der einen Funken Ehre spürt genau so handeln MUSS, sperrt die Täter für immer weg und baut dem Mann ein Denkmal! Und sei es auch nur indem man ihn als Vorbild nimmt.


Absolut richtig. Da spielt es auch keine Rolle, ob die Täter 16, 17 oder 18 sind. Wenn die jemanden nur aus Spass töten, sollen sie auch die gesamten Konsequenzen spüren und für min. 20 Jahre im Knast verschwinden. Da ist es dann egal, ob ihr Leben versaut ist, sie haben eines ausgelöscht.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Mi 16. Sep 2009, 09:09

wulfen hat geschrieben:
Ich bin überzeugt das unserer Gesellschaft die Werte fehlen. Welche sind mir eigentlich egal.(Hauptsache sie beruhen auf Menschlichkeit)


Genau da liegt aber die Schwierigkeit, Werte können so unterschiedlich sein in den Kulturen und in einzelnen Familien.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Mi 16. Sep 2009, 09:12

wulfen hat geschrieben:Weil die Politiker es nicht schaffen diesen Eltern eine Perspektive und Werte zu vermitteln? Zumal konkret einen Job?
Oder zumindest Stolz und Selbstbewusstsein?


Sind die Politiker verantwortlich, oder jeder selber?
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Mi 16. Sep 2009, 09:19

alegna hat geschrieben:
wulfen hat geschrieben:
Ich bin überzeugt das unserer Gesellschaft die Werte fehlen. Welche sind mir eigentlich egal.(Hauptsache sie beruhen auf Menschlichkeit)


Genau da liegt aber die Schwierigkeit, Werte können so unterschiedlich sein in den Kulturen und in einzelnen Familien.


Le Chef meint:

Na und? Müssen denn alle gleichgeschaltet sein. Entscheidend ist doch das letzte Wort im Satz von Wulfen.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Mi 16. Sep 2009, 09:31

Le Chef hat geschrieben:Le Chef meint:

Na und? Müssen denn alle gleichgeschaltet sein. Entscheidend ist doch das letzte Wort im Satz von Wulfen.


Menschlichkeit!
Wenn alle darunter das Gleiche verstehen würden, wäre nichts dagegen einzuwenden, aber genau das stell ich ja in Frage.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon wulfen » Mi 16. Sep 2009, 09:37

alegna hat geschrieben:
wulfen hat geschrieben:Weil die Politiker es nicht schaffen diesen Eltern eine Perspektive und Werte zu vermitteln? Zumal konkret einen Job?
Oder zumindest Stolz und Selbstbewusstsein?


Sind die Politiker verantwortlich, oder jeder selber?

alegna, Politiker sind Vorbilder und wir alle brauchen Vorbilder.
Welchen Politiker hast Du in den letzten Jahren etwas Vernünftiges sagen hören?
Egal welche Partei, welcher reisst Dich mit?
Wo sind die Adenauer,Brandt, Schmidt die Dir in drei Sätzen die Welt erklären?
Sieh Dir die Wahlbeteiligungen an.
Die Menschen sind frustriert.
Natürlich sind die Menschen für sich selbst verantwortlich, aber es wird doch auch erstickt, bist Du stolz, bist Du mindestens ein Nationalist.
An wen oder was sollen die Menschen sich halten?
An einen zukünftigen Außenminister Westerwelle?
Du wirst jetzt sagen am Glauben aber da bist Du ja inzwischen in der Minderheit.
Nicht negativ gemeint aber ist ja nun so.
Die Politiker sind nicht für alles verantwortlich haben aber eine grosse Verantwortung.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Mi 16. Sep 2009, 09:58

Lieber wulfen
da ich in der Schweiz wohnhaft bin, sagen mir Deine Politiker nicht viel, aber hier ist es nicht anders, sie heissen einfach anders.
Weisst Du ich habe gelernt, Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, ich kann nicht immer nur die Anderen für alles verantwortlich machen, wenn ich keinen Jop habe, bin ich bereit einen niedrigeren zu machen? Werte muss ich vermitteln, nicht die Politiker, ich in meinem Hause, orientieren muss ich mich an Gott, denn da sind die Werte zu finden. Ich als Eltern (Mutter), bin dazu da Vorbild zu sein und nicht die Gesellschaft. Wenn ein Kind saufende Eltern hat, ist das mehr als nur traurig, aber auch schäbig, dass diese Eltern nicht soviel Verantwortungsgefühl für ihre Kinder haben. Ich war mal Drogensüchtig, habe auch die Gesellschaft dafür verantwortlich gemacht und meine Eltern, aber... irgendwann hab ich geschnallt, dass ich selbst die Verantwortung für mich habe, ich habe dazu ja gesagt und nicht irgendjemand anders.
Ich lasse gelten, dass es für manche schwieriger sein kann, ein "normales"Leben zu führen, aber es ist niemals hoffnungslos. Die Politiker oder die Gesellschaft ist nur ein Teil, der andere ist jeder selbst.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Mi 16. Sep 2009, 10:08

alegna hat geschrieben:Menschlichkeit!
Wenn alle darunter das Gleiche verstehen würden, wäre nichts dagegen einzuwenden, aber genau das stell ich ja in Frage.


Le Chef meint:

Meine Definition von Menschlichkeit ist grundsätzlich positiv. Von daher sehe ich nicht das Problem, dass darunter jeder etwas anderes verstehen kann.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Mi 16. Sep 2009, 10:56

Wenn eine Familie alles toleriert und den Weg der Antiautorität wählt, und die Kinder alles selbst entscheiden sollen, hat das für mich nicht mehr unbedingt mit menschlichkeit zu tun. Das ist dann ständige Überforderung an denen die Kinder scheitern müssen. Wie sollen sie so lernen mit ihren Gaben und Unzulänglichkeiten und Gefühlen sinnvoll zu Haushalten?
Lehrer sagen, dass die modernen Kinder keine Disziplin mehr kennen, alles ist schnurzpiepegal, kein Durchhaltevermögen mehr zu erkennen ist, von Moral gar nicht zu reden. Woher sollen sie es bekommen, wenn wir als Elternhaus das nicht mitzugeben fähig sind? Es ist bklar dass Fehler überall gemacht werden, ich sehe nur was läuft und wie die Auswirkungen sind. Massloses Konsumverhalten, alles sofort haben wollen, egal ob Materielles, oder Sexuelles mit 12- 13 Jahren. Hndy mit 10 etc.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Mi 16. Sep 2009, 11:14

Le Chef sagt:

Was du aufführst, hat aber doch gar nichts mit Menschlichkeit zu tun.

Menschlichkeit umfasst für mich Werte wie Nächstenliebe, Freundlichkeit, Mitgefühlt, aber auch Courage, oder in schweren Zeiten für andere da zu sein.

Und das sind für mich absolut erstrebenswerte Dinge, die ich meinem Kind weitergeben möchte.
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