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Moderne Familien

Sozial- und Familienpolitik, Randgruppen,

Moderator: kingschild

Re: Moderne Familien

Beitragvon valdes » Do 17. Sep 2009, 13:05

Le Chef hat geschrieben:Natürlich ist es schöner, wenn die Frau zu Hause bei dem Kind ist,


wieso?
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
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Re: Moderne Familien

Beitragvon wulfen » Do 17. Sep 2009, 13:11

Oli4 hat geschrieben:Wir brauchen kein einziges Gesetz mehr.
Einzig eine rigorose Ahndung der Übertretungen würden eine gewisse Änderung hervorbringen (keien biblische Weisheit sondern Aussage von Strafrechtsproffesoren); doch genau diese rigorosen Ahndungen sind weder dem Volk noch den Politikerrn angenehm, denn selber hätte man das ebenso selbstverantwortlich zu tragen....dazu kann man nebst heutigen Bsp. schon in der Bibel Israels Werdegang verfolgen. Deren Ahndungsbestimmungen können nicht rigoroser sein als sie es waren, doch genützt hat es nichts. ..there is no new thing under the sun.
Um genau das aufzuzeigen, wurden letztendlich diese Bestimmungen Israel gegeben.

Alles weitere ist ja dann auch bekannt.

Oli, ich hab schon wieder kein Wort verstanden.
Was für Ahndungen?Israel früher-heute?
Vermute mal Strafen waren streng, gegenüber anderen Brüdervölkern und anderen Ungläubigen ja immer noch.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Do 17. Sep 2009, 13:14

valdes hat geschrieben:
Le Chef hat geschrieben:Natürlich ist es schöner, wenn die Frau zu Hause bei dem Kind ist,


wieso?


Le Chef sagt:

Ich bin der Meinung, wenn man sich entschliesst Kinder in die Welt zu setzen, sollte man auch für sie da sein, und sie nicht nach kürzester Zeit anderen in Obhut geben. Dann hätte man sich das auch sparen können.

Ich denke aber auch, dass es dem Kind nicht schadet, 1-2 Tage (oder auch halbe Tage) in einer Krippe zu sein, um den Umgang mit anderen Kindern zu lernen. Ich spreche hier aber von Kindern mit 3 oder 4 Jahren, und nicht gleich 3 Monate nach der Geburt.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Babett » Do 17. Sep 2009, 13:35

Le Chef hat geschrieben:
valdes hat geschrieben:
Le Chef hat geschrieben:Natürlich ist es schöner, wenn die Frau zu Hause bei dem Kind ist,


wieso?


Le Chef sagt:

Ich bin der Meinung, wenn man sich entschliesst Kinder in die Welt zu setzen, sollte man auch für sie da sein, und sie nicht nach kürzester Zeit anderen in Obhut geben. Dann hätte man sich das auch sparen können.

Ich denke aber auch, dass es dem Kind nicht schadet, 1-2 Tage (oder auch halbe Tage) in einer Krippe zu sein, um den Umgang mit anderen Kindern zu lernen. Ich spreche hier aber von Kindern mit 3 oder 4 Jahren, und nicht gleich 3 Monate nach der Geburt.


Ich denke auch, das man ein vernünftiges Mittelmaß finden muss und glaube nicht, das es Kindern, deren Mütter den ganzen Tag bis zum 16. Lebensjahr der Kinder Vollzeitmütter sind, per se besser get, als Kindern, die ab ca. 3 Jahren in die Kita gehen.

Es kommt doch nicht nur auf die Quantität an Zeit an, die man mit den Kindern verbringt, sondern vor allem auf die Qualität.
Eine Mutter, die arbeiten geht, ist noch lange keine Rabenmutter, karieregeil oder nur auf Luxuslebensstandart aus. Man muss doch auch mal die Realität im Blick behalten: erstens mag kaum eine Frau ihre Berufsausbildung für die Katz gemacht haben, um dann nur noch am Herd zu stehen. Und zweitens ist es für die meisten Familien schlichtwegs notwendig, das die Frau wenigstens ein paar Stunden arbeitet.

Schon im AT kann man nachlesen, was Frauen damals alles geleistet haben, da war nix mit den ganzen Tag mit den Kindern basteln und Hausaufgaben machen. Die haben von Sonnenauf - bis untergang geschuftet. Auf den Feldern, im Stall, im Haus. Es musste alles selbst gemacht werden, vom Getreide mahlen, Brot backen bis Butter herstellen, Kleidung nähen und flicken, Gemüse anbauen usw. Damit haben Frauen von je her immer zum Lebensunterhalt beigetragen und zwar ganz erheblich.
Da wir heute weniger auf dem Land sondern meist in der Stadt leben und das Gehalt der wenigsten Männer für die Komplettversorgung ausreicht, müssen und wollen Frauen auch weiterhin mitarbeiten - nur eben anders. Mal abgesehen davon,das es einfach auch SPASS macht, mal was anderes zu sehen, als nur die eigenen 4 Wände. Ich arbeite ausgesprochen GERNE außerhalb des Hauses zwei Tage in der Woche im laden meiner Schwiegermutter mit, sehe andere Leute, habe das gute Gefühl, meinen Mann beim Verdienen der Brötchen zu helfen und tanke dort neue Energie, was mit meinen Kindern zu machen. Ich freue mich auf sie, wenn ich nach Hause komme und sie freuen sich an einer ausgeglichenen, zufriedenen Mutter. Nein, sie werden nicht seit der Geburt fremdbetreut und sie sind nicht orientierungslos und vernachlässigt. So, muss weg, sie kommen nämlich gerade hereingestürmt, aus Schule und Kita :]
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Do 17. Sep 2009, 13:44

Le Chef sagt:

Absolut richtig. Super Beitrag!
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Re: Moderne Familien

Beitragvon kingschild » Do 17. Sep 2009, 19:27

Le Chef hat geschrieben:Natürlich ist es schöner, wenn die Frau zu Hause bei dem Kind ist, aber, was bringt dir das, wenn du dir dadurch alles vom Munde absparen musst und gerade so über die Runden kommst. Ob das dann so förderlich für Ehe und Familie ist, bezweifle ich doch ganz stark.

Davon abgesehen ist es sicherlich nicht das schlechtestes, wenn die Frau, falls sie denn so eine Stelle findet, 1-2 Tage in der Woche arbeiten gehen kann, allein, um den Anschluss nicht zu verlieren.


Man muss sich einschränken aber es ist möglich trotzdem glücklich zu überleben und es schadet nicht ein wenig einteilen zu lernen und genügsam zu sein.

Wenn 1 - 2 Tage Arbeit reicht um das Krippengeld zu bezahlen und man dies für sich selber und die Kinder als Gewinn ansieht warum nicht aber bitte nicht Staatlich fördern, wenn man dann noch die negativen Auswirkungen auch noch miteinrechnet lohnt es sich nicht.

Wenn es sich rechnen würde dann braucht es ja keine Förderung dann kann es ja von dem finanziert werden der es wünscht aber die Rechnung geht eben schon hier, ohne negative Auswirkungen meist nicht auf, sonst braucht es ja keine Förderung.

Anschluss kann eine Mutter auch sonst haben und man sollte sich eben vorher überlegen will ich das oder nicht.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon kingschild » Do 17. Sep 2009, 19:35

wulfen hat geschrieben:Darunter verstehe ich Nahrung,wohnen,heizen,Kleidung,Schulsachen, allein dafür ist locker ein Gehalt weg. Es sei denn ich bin Bischof.
oder Minister mit 5 Aufsichtsratsitzen


Auch als nicht Minister ist es zu schaffen wenn eben die Frau zuhause mithilft und diese Arbeit von der Gesellschaft auch wieder geschätzt würde und den nötigen Stellenwert bekäme.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon wulfen » Do 17. Sep 2009, 20:00

kingschild hat geschrieben:
wulfen hat geschrieben:Darunter verstehe ich Nahrung,wohnen,heizen,Kleidung,Schulsachen, allein dafür ist locker ein Gehalt weg. Es sei denn ich bin Bischof.
oder Minister mit 5 Aufsichtsratsitzen


Auch als nicht Minister ist es zu schaffen wenn eben die Frau zuhause mithilft und diese Arbeit von der Gesellschaft auch wieder geschätzt würde und den nötigen Stellenwert bekäme.

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Kingschild,
Du rennst ja bei mir offene Türen ein,
nur kann man halt sich nichts dafür kaufen wenn man geschätzt wird.
Es ist eben mit einem durchschnittlichen Arbeitergehalt nicht zu schaffen!
Weiss jetzt nicht wo Du wohnst vielleicht ist es in der Schweiz einfacher.
Und wir reden ja von der breiten Masse und nicht gutverdienenden Akademikern.
Und Du hast ja auch recht das die Gesellschaft dafür verantwortlich ist etwas zu ändern.
Deshalb meinte ich ja das die Gehälter so hoch sein müssen das die Frau nicht arbeiten MUSS.
Weisst Du was ein Wachmann verdient?
Der Tarif ist unter 5 Euro.
Geht runter bis 2 Euro in manchen Gegenden.
Da verhungerst Du wenn die Frau nicht arbeitet!
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Oiner » Fr 18. Sep 2009, 06:58

Servus!
Le Chef hat geschrieben:Ich denke aber auch, dass es dem Kind nicht schadet, (...) in einer Krippe zu sein, um den Umgang mit anderen Kindern zu lernen.

Aus meiner Kindheit, die nun schon über 40 Jahre zurückliegt:
Es gab in unserem nicht allzu großen Ort sehr wohl einen Kindergarten, doch den habe ich, auf eigenen Wunsch, nie besucht. Ja, auf eigenen Wunsch, denn meine Eltern fragten mich, ob ich in den Kindergarten gehen möchte. Ich wollte nicht, denn ich spielte viel lieber mit meinen Freunden in unserer Umgebung. So habe ich den Umgang mit anderen Kindern gelernt. Als Unverheirateter Kinderloser frage ich mich, ob die heutigen Kinder deshalb im Kindergarten ihre "soziale Kompetenz" erlernen müssen, weil sie nur dort auf Gleichaltrige treffen. Da sie aber dort von "Fachkräften" beaufsichtigt werden, kann sich meines Erachtens keine natürliche, sondern nur eine aufgezwungene Umgangsart entwickeln.

Gruß,

Oiner
Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund wartet Gott.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Fr 18. Sep 2009, 07:20

Oiner hat geschrieben: Als Unverheirateter Kinderloser frage ich mich, ob die heutigen Kinder deshalb im Kindergarten ihre "soziale Kompetenz" erlernen müssen, weil sie nur dort auf Gleichaltrige treffen.

Oiner


Das ist für viele genau so.
Ich war mal auf dem Spielplatz mit meinen Beiden, da kam eine Frau mit einen Kleinkind 2Jahre alt. Wir kamen ins Gespräch und sie erzählte mir, dass sie eine Heilpädagogin sei und dieses Mädchen heute das erste Mal auf einem Spielplatz sei. Auf meine Frage wie das möglich ist, erzählte sie mir, dass die Eltern der Kleinen, beide Schweizer, noch nie draussen waren mit ihr. Ich war echt erschüttert. Mein Sohn im Kiga, die Kindergärtnerin sagt sie habe einige Kinder die noch nie eine Schere in der Hand hatten und mehr solche Sachen. Die Pflicht schreibt vor, dass sie die Kinder 1/2 Stunde draussen spielen lassen müsse, weil viele Kinder sonst nie nach draussen kämen. Das höre ich immer mehr von Experten. Es ist tragisch wie manche Eltern sich nicht bewusst sind was sie ihren Kindern verweigern, all die Möglichkeiten mit anderen Kindern zusammen zu sein und so weiter. Das sind die modernen Familien, auf der negativen Seite.
Daneben sind dann die, welche ihre Babys schon an diverse Kurse bringen wie, Musik, Schwimmen, Turnen und was es sonst noch gibt, das wird dann je nach alter gesteigert, so, dass viele Kinder nicht mal mehr die Möglichkeit haben einfach nur Kind zu sein.
Bedenklich ist es ja schon, dass es überhaupt solche Kurse geben muss in denen die Kinder Sachen lernen die sie eigentlich, meiner Meinung nach, daheim in der Familie mitbekommen sollten. Aber wie denn, wenn beide Elternteile gezwungen werden zu Arbeiten? Ich bin immer noch der Meinung, dass nur wenige Mütter arbeiten müssen des Unterhaltes wegen, viele finden sich in der Mutterrolle nicht mehr zurecht, weil es keinen Stellenwert mehr hat und da sollten wir ansetzen. Mütter die zuhause bleiben leisten einen enormen Beitrag und der sollte gefördert und belohnt werden. Anerkennung wäre mal ein Anfang.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon valdes » Fr 18. Sep 2009, 08:11

alegna hat geschrieben:Das sind die modernen Familien, auf der negativen Seite.


ja, überfürsorgliche vollzeitmütter.
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Mythen leben lang

Beitragvon Taube » Fr 18. Sep 2009, 08:23

Mythen leben am längsten: So auch die Familienidylle von Papa, Mama mit Kindern! Schon oben immer wieder erwähnt, diese Familienform gab es nur in kleinen kurzzeitigen Nischen. Die normale Familienform war es nie, ausser in den Köpfen vieler, die das Familienbild der Romantik überdehnten:

In Arbeiterfamilien war es sowieso in der Neuzeit kaum zu finden. In der Oberschicht waren die Kinder bei Ammen, Kindermädchen und Erzieherinnen, bei denen die Kinder sozialisiert wurden und die Knaben die ersten Sexerfahrungen erhielten. In Landwirtschaftsgebieten war die Mutter sowieso in der auf dem Feld und die Kinder allein zu Hause nach der Schule. Die Handwerkerfrauen machten das Büro des Mannes.

Einzig in den Fünfzigerjahren waren im Mittelstand die „intakten“ Familien weiter verbreitet. ...aber wie sah das dort aus? Vom Krieg traumatisierte Väter, eventuell aus langjähriger, russischer Gefangenschaft zurück, Frauen, die im Krieg alles selber machen und organisieren mussten, waren zu finden. Sicher nicht die Idylle, die sich heute noch die Idealisten vorstellen wollen.

Dort wo diese Krisen am schnellsten überstanden wurde, nämlich im oberen Mittelstand, kann man tatsächlich in den fünfziger und sechziger Jahren am ehesten von der „normalen Familie“ sprechen mit Papa, Mama, usw.: Der Erfolg dieser Familienform war so durchschlagend, dass die Kindergeneration daraus voller Ekel diese sogenannte „intakte Familie“ in der 68er Bewegung zerschlugen, weil diese Kinder, überbehütet aufgewachsen, mit so einem Leben nicht leben konnten.

Dies ist Europa, doch ist es anderswo besser? Nordamerika und Lateinamerika? Einelternfamilie, Patchworkfamilien durch und durch in Familien der Schwarzen und der Hispanics. Geht mal schauen in christlichen Gemeinden in den USA, wie viele Familien es dort hat, die nicht „vollständig“ sind.

Auch in unseren Gemeinden gibt es immer mehr Einelternfamilien. ...und die Kinder in diesen Familien sind auch nicht schlechter erzogen!

Nein, nicht die „vollständige“ Familie ist Garant für die gute Sozialisation der Kinder, sondern vielmehr ein Gesellschaftsgefüge, das eltern- und kinderfreundlich ist. Wo die Eltern immer mehr kämpfen müssen gegen Mobbing, Entlassungen, etc. sind sie überfordert in der alleinigen Kindererziehung. Sehr viele Eltern haben heute schon genug zu kämpfen ums eigene Überleben, die Kinder bleiben dann alleine, auch wenn die Eltern physisch da wären. Hier wäre der Ansatz zu einem menschenfreundlichen Leben: Lange Zeit war ein grosser Teil der Erziehung nicht in der Familie sondern bei der Allgemeinheit gelegen, nicht nur in einer institutionellen Erziehung in der Schule etc., sondern im alltäglichen Zusammenwirken einer Gemeinschaft gehört dazu. ...und hier könnten die Politiker auch mithelfen und mit einer kinderfreundlicheren Politik, neue Hoffnung für Kinder und Eltern zu schaffen.

Gruss Taube
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Fr 18. Sep 2009, 08:50

Hallo Taube

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Re: Mythen leben lang

Beitragvon kingschild » Fr 18. Sep 2009, 09:08

Taube hat geschrieben:Nein, nicht die „vollständige“ Familie ist Garant für die gute Sozialisation der Kinder, sondern vielmehr ein Gesellschaftsgefüge, das eltern- und kinderfreundlich ist.


Es wird aber sehr wohl einen Grund geben warum gerade die Eltern die Verantwortung für die Kinder bekommen haben und es wäre wichtig wenn sie eben diese Verantwortung nicht einfach auf Vater Staat abschieben.

. ...und hier könnten die Politiker auch mithelfen und mit einer kinderfreundlicheren Politik, neue Hoffnung für Kinder und Eltern zu schaffen.

Gruss Taube


Könnte ich glatt unterschreiben aber den Eltern und Bürgern mehr Geld via Steuern aus dem Sack ziehen um dann die Kindererziehung via Quersubventionierung in die Krippe auszulagern kann es ja wohl nicht sein? Wie ich bereits erwähnt, finde ich es besser das die Kinder bis zu einem gewissen Alter in der Familie bleiben. Tagesschulen und Mittagstische mit Aufgabenhilfe finde ich hingegen etwas was sicher auch die Kinder fördern würde und die Familie entlasten. Da könnte mit vorhandenen Strukturen sicher noch einiges verbessert werden.

Kinderkrippen wer es so will und sinnvoll findet der soll es tun aber auf eigene Verantwortung.

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Re: Mythen leben lang

Beitragvon Taube » Fr 18. Sep 2009, 09:34

kingschild hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Nein, nicht die „vollständige“ Familie ist Garant für die gute Sozialisation der Kinder, sondern vielmehr ein Gesellschaftsgefüge, das eltern- und kinderfreundlich ist.
Es wird aber sehr wohl einen Grund geben warum gerade die Eltern die Verantwortung für die Kinder bekommen haben und es wäre wichtig wenn sie eben diese Verantwortung nicht einfach auf Vater Staat abschieben.

Ich habe ganz bewusst von Gesellschaftsgefüge gesprochen und nicht vom Staat. Der Staat kann nicht die Erziehung übernehmen, die ganze Gesellschaft in all seinen Ausprägungen ist mitverantwortlich: Das beginnt in der Familien, geht weiter über Verwandte, Nachbarn etc., aber es geht auch bis zu staatlichen Institutionen.

Gruss Taube
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Babett » Fr 18. Sep 2009, 10:17

Le Chef hat geschrieben:Hallo Taube

Schön, dass du wieder da bist!


Find ich auch :clap: :clap: !!
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Re: Moderne Familien

Beitragvon wulfen » Fr 18. Sep 2009, 13:00

Mir fiel eben wieder dieser Spruch ein der vielleicht auch irgendwie passt (Ganz ohne Bibel :D )

„Leute kaufen Sachen die sie nicht brauchen, mit Geld das sie nicht haben, um Leuten zu imponieren die sie nicht mögen.“
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Fr 18. Sep 2009, 13:03

wulfen hat geschrieben:Mir fiel eben wieder dieser Spruch ein der vielleicht auch irgendwie passt (Ganz ohne Bibel :D )

„Leute kaufen Sachen die sie nicht brauchen, mit Geld das sie nicht haben, um Leuten zu imponieren die sie nicht mögen.“


Leider zu oft wahr, ja.

Es wird einem ja einfach gemacht, schon ganz Junge bekommen ohne Probleme Kredit bei der Bank, verschulden sich immer mehr und wenn sie dann nach 15 Jahren ein Haus bauen möchten, sagt die Bank no!
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Re: Moderne Familien

Beitragvon valdes » Fr 18. Sep 2009, 13:17

alegna hat geschrieben:
Es wird einem ja einfach gemacht, schon ganz Junge bekommen ohne Probleme Kredit bei der Bank, verschulden sich immer mehr und wenn sie dann nach 15 Jahren ein Haus bauen möchten, sagt die Bank no!


häuser zu bauen ist auch eine der unsinnigsten möglichkeiten, sein geld auszugeben. die schweiz ist schon genug zersiedelt, da brauchts keine neuen einfamilienhäuschen im grünen.
verdichtet bauen, in den städtischen zentren, das ist die zukunft. ist um einiges nachhaltiger: wirtschaftlich wie ökologisch.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Fr 18. Sep 2009, 13:22

valdes hat geschrieben:häuser zu bauen ist auch eine der unsinnigsten möglichkeiten, sein geld auszugeben. die schweiz ist schon genug zersiedelt, da brauchts keine neuen einfamilienhäuschen im grünen.
verdichtet bauen, in den städtischen zentren, das ist die zukunft. ist um einiges nachhaltiger: wirtschaftlich wie ökologisch.


Le Chef sagt:

Och nö, ich bleib lieber in meinem Haus im Grünen, ohne direkte Nachbarn, ohne Lärm und kann meine Büsis bedenkenlos draussen laufen lassen.

Dazu kommt, dass du dein Geld von der PK kaum besser anlegen kannst. Wer weiss, was sonst noch davon in 30 Jahren übrig ist (gut, das kannst du mit einer Eigentumswohnung auch, aber ich denke, ein Haus mit schönem Grundstück ist wertbeständiger).
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Le Chef » Fr 18. Sep 2009, 13:28

alegna hat geschrieben:Leider zu oft wahr, ja.

Es wird einem ja einfach gemacht, schon ganz Junge bekommen ohne Probleme Kredit bei der Bank, verschulden sich immer mehr und wenn sie dann nach 15 Jahren ein Haus bauen möchten, sagt die Bank no!


Le Chef sagt:

Selber schuld. Ich hatte immer die Regel (und hab die immer noch): Was du nicht bar bezahlen kannst, gibt es nicht.

Meiner Meinung nach übrigens auch eine Erziehungsfrage, ob man mit Geld umgehen kann oder nicht.

Ich gebe dir im Prinzip schon recht, dass es zu einfach ist, an Kredite und Leasing zu kommen, andererseits sind die Leute volljährig und für ihr Leben selber verantwortlich. Und der Mark probiert natürlich auch, seine Waren abzusetzen.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Zorro » Fr 18. Sep 2009, 13:30

valdes hat geschrieben:verdichtet bauen, in den städtischen zentren, das ist die zukunft. ist um einiges nachhaltiger: wirtschaftlich wie ökologisch.

Da freue ich mich auf weitere Hasenställe wie in Zürich Nord. Wenn das die Zukunft sein soll, dann ab nach Kanada.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Fr 18. Sep 2009, 14:35

Le Chef hat geschrieben:
Selber schuld. Ich hatte immer die Regel (und hab die immer noch): Was du nicht bar bezahlen kannst, gibt es nicht.

Meiner Meinung nach übrigens auch eine Erziehungsfrage, ob man mit Geld umgehen kann oder nicht.



Erziehungsfrage: da gebe ich Dir 100% recht, aber da scheitern viele Eltern schon. Viele Schulden fangen mit Handyverträgen an, leider.
Wie sollen Eltern den Eltern bei bringen keine Schulden zu machen, wenn sie selber haben? Das Gleiche wie Rauchen, wie soll ich meinem Kind beibringen vernünftig mit seinem Körper um zu gehen, wenn ich selber rauche? So kann man das beliebig fortführen.Wir kommen nicht drumrum bei uns selbst anzufangen und da Korrekturen durch zu führen.
Es fängt also schon an bei dem Gedanken überhaupt ein Kind zu wollen. Muss es schon mit 18 Jahren sein? Macht es Sinn in einer ungefestigten Beziehung Kinder zu machen? Muss ich Kinder machen, wenn beide Arbeitslos sind? Was bedeutet es überhaupt Kinder zu haben? Welche Verantwortung beinhaltet es? .........
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Re: Moderne Familien

Beitragvon valdes » Fr 18. Sep 2009, 14:46

Zorro hat geschrieben:
valdes hat geschrieben:verdichtet bauen, in den städtischen zentren, das ist die zukunft. ist um einiges nachhaltiger: wirtschaftlich wie ökologisch.

Da freue ich mich auf weitere Hasenställe wie in Zürich Nord.
ZORRO


ömel um einiges lieber, als als diese seelenlosen schlafdörfer in der agglo, wo sich ein einfamilienhaus ans andere reiht.

ist am schluss einfach eine ressourcenfrage. boden und energie stehen auf unserem planeten (und in unserem land) nicht grenzenlos zur verfügung.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon valdes » Fr 18. Sep 2009, 14:47

Le Chef hat geschrieben:Dazu kommt, dass du dein Geld von der PK kaum besser anlegen kannst. Wer weiss, was sonst noch davon in 30 Jahren übrig ist (gut, das kannst du mit einer Eigentumswohnung auch, aber ich denke, ein Haus mit schönem Grundstück ist wertbeständiger).


auch dieser markt kann zusammenbrechen. frag mal die us-amerikaner, wieviel ihre häuser mit schönem garten noch wert sind.


und um wieder zum topic zurückzukehren: die stadt bietet für kinder viele möglichkeiten, die gut für ihre entwicklung sind. spielplätze, freizeitangebote, krippen, tagesschulen, gspänli im quartier, naherholungsgebiete (zumindest in schweizer städten, ist man mit dem öv innherhalb kürzester zeit in der natur).
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Schoham » Fr 18. Sep 2009, 15:58

Babett hat geschrieben:
Le Chef hat geschrieben:Hallo Taube

Schön, dass du wieder da bist!


Find ich auch :clap: :clap: !!


Ja :]
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Sa 19. Sep 2009, 02:51

Le Chef hat geschrieben:Jugendliche schärfer anfassen? Um Gottes willen!

Die Höchststrafe für minderjährige Straftäter auf 15 Jahre heraufsetzen?

Empörung im Lager der Verständnispädagogen. Gleichzeitig aber das Wahlrecht am Liebsten auf 16 oder 14 herabsetzen wollen.

Jetzt schlägt wieder die Stunde der Gutmenschen, die sich mehr Sorgen um die vielen Täter machen als um die wenigen, die noch Zivilcourage zeigen. Wie absurd!


Le Chef sagt:

Dem kann ich nur voll und ganz beipflichten.

Mein erster Impuls war auch: Hängt diese Brut! Diese Gewalttat ist unfassbar.

Aber ob einer jetzt 10 Jahre oder 15 Jahre einsitzt - welchen Unterschied macht das, im Moment der Tat? Ich denke nicht, dass sich einer, der gerade auf ein hilfloses Opfer einprügelt seine vermutliche Haftstrafe ausrechnet.

Viel wichtiger wäre Prävention. Die Gesellschaft kann es sich vielleicht nicht leisten, Jugendliche Straftäter (und die beiden waren ja schon polizeibekannt) wieder auf den rechten Weg zu bringen. Aber die Gesellschaft kann es sich noch viel weniger leisten, es nicht zu tun.

Die Täter härter zu bestrafen, wird andere von solchen Taten nicht abhalten. Wir werden uns die Mühe machen müssen, die Ursachen für solche Gewaltexzesse zu ergründen und auszuschalten.

Wobei ich mich keineswegs dagegen ausspreche, die Täter hart zu bestrafen. Ich denke nur, dass das nicht reichen wird.
Die Macht des Wortes bezwingt das Chaos.

Dem heiligen Gna!(Müslischnitzel.)
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Sa 19. Sep 2009, 02:57

kingschild hat geschrieben:Das es verschiedene Gründe gibt wieso die Gewalt immer Brutaler wird das ist klar aber ganz sicher hat es eben auch mit dem Mangel an Werten die vermittelt werden, zerüttete Familienverhältnisse, falsch verstandene Liebe, Zeitmangel usw. zu tun. Ist es unter diesen Umständen eben sinnvoll die Kinder noch früher den Sozialen Gefügen des Elternhauses zu entziehen?

Ich ziehe mal zwei Passagen aus dem Zitat und möchte sie gegenüberstellen: zerüttete Familienverhältnisse und Ist es unter diesen Umständen eben sinnvoll die Kinder noch früher den Sozialen Gefügen des Elternhauses zu entziehen?

Antwort: Gerade dann!



kingschild hat geschrieben:Wenn die Gören missraten sind, ist der Staat schuld. Ich möchte gar nicht wissen, wie schwierig die Lage wäre, wenn der Staat noch weniger in die Erziehung eingreifen würde. Es wird immer so getan, als wäre das Elternhaus prinzipiell die bessere Lehrstube. Einige scheinen zu vergessen, dass manche Eltern einfach nicht in der Lage sind, Kinder zu erziehen. Nicht zuletzt, weil sie selber Probleme mit der gesellschaftlichen Ordnung haben.

Kann also ein Staat der schon Mühe hat die Jugend und Erwachsene von Gewaltübergriffen zu schützen dann eben die Erziehungsfunktion übernehmen? Die Haltung der Staat schaut schon wird hier sicherlich nicht aufgehen, wenn er schon bei anderen Dingen überfordert ist.

Die Erziehung allein den Eltern zu überlassen ist wie Lotto spielen. Es mag viele gute und sorgsame Eltern geben. Aber was wird aus den Kindern, deren Eltern Nieten sind?
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Sa 19. Sep 2009, 02:58

Le Chef hat geschrieben:Am besten wäre es, wenn Eltern vor der Geburt eine obligatorische Elternschule besuchten müssten.

Ich bin dafür.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Sa 19. Sep 2009, 03:03

wulfen hat geschrieben:Die Schulen können und sollen die Erziehung nicht übernehmen.
Ich kann doch einem dahergelaufenen Möchtegernpädagogen der im Zweifelsfall über keine Lebenserfahrung verfügt nicht die Erziehung meiner Kinder anvertrauen!

Eine Lösung wäre, die Pädagogen besser zu qualifizieren. Teilweise würde es schon reichen, wenn die Pädagogen kleinere Lerngruppen hätten, damit sie wirklich auf jedes einzelne Kind eingehen können.

Aber natürlich sollen auch die Eltern die Erziehung bestimmen. Nur dort, wo eine Erziehung durch die Eltern gar nicht statt findet, ist der Staat nun mal in der Pflicht, sonst werden die Kinder nie mit der Gesellschaft klar kommen.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Sa 19. Sep 2009, 03:04

alegna hat geschrieben:Sind die Politiker verantwortlich, oder jeder selber?

Sowohl als auch.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Sa 19. Sep 2009, 03:08

Le Chef hat geschrieben:Meine Definition von Menschlichkeit ist grundsätzlich positiv. Von daher sehe ich nicht das Problem, dass darunter jeder etwas anderes verstehen kann.

Da steht dann aber wieder die Frage an, wie es zum Beispiel mit dem Strafvollzug aussieht. Deinen Äußerungen zu folge geht es vorrangig um Strafe. Andere sehen es als positiver, die Straftäter zu resozialisieren. Das beinhaltet dann auch, sie nicht ewig wegzusperren.

Auch wenn ich sonst nicht mit alegna einer Meinung bin: Allgemeine Werte zu finden ist schwierig. Aber diese Mühen müssen wir auf jeden Fall auf uns nehmen, denn eine Gesellschaft ohne Werte ist wertlos.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Sa 19. Sep 2009, 03:12

tiktak hat geschrieben:obwohl man versucht, daheim als Beispiel voran zu gehn, bewahrt es ein Kind /Jugendlichen noch lange nicht vor äusseren Einflüssen! Vor allem im pubertärem Alter ist es sehr schwierig-und darum meine ich auch, dass die Gesellschaft auch teils Schuld daran trägt

Um so wichtiger ist es, dem Kind Werte mitzugeben, damit es gegen die äußeren Einflüsse gewappnet ist. Das gelingt selbst den besten Eltern nicht immer, aber man muss einfach alles daran setzen.

Dazu gehören Aufklärung, Bildung und Liebe.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Sa 19. Sep 2009, 03:15

tiktak hat geschrieben:Man ist da irgendwie punkto Erziehung machtlos,weil man irgendwie nicht weiss, wie man solche Probleme angehn soll und in den Griff bekommt!
Man probierts so und so oder so-aber irgendwie wills ned klappen! Dann ist man selber irgendwie frustriert, wird nervös, Fehlreaktion-dadurch wird das Kind wiederrum nervös und so geht eins ins andre!

Es gibt Leute, die sich professionell damit beschäftigen. Die haben zwar auch nicht für jeden Fall eine Lösung, aber die haben viel Erfahrung und oft können sie helfen.

Ich finde es befremdlich: Wenn es darum geht, das Ersparte anzulegen, gehen die Leute zur Beratung in die Bank. Wenn man krank ist geht man zum Arzt. Aber wenn man mit dem eigenen Kind Probleme hat zum Pädagogen zu gehen, scheint für einige ein Tabu zu sein. Warum?
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Sa 19. Sep 2009, 04:01

alegna hat geschrieben:Eltern haben den grössten Einfluss auf ihre Kinder.

Ja, das ist richtig. Bei den falschen Eltern wird dies auch ein schlechter Einfluss sein.

Aber auch die Gesellschaft beeinflusst die Kinder. Von daher trägt die Gesellschaft eine wesentliche Verantwortung. Und hier meine ich nicht in erster Linie kriminelle Gewalttäter. Die bestimmen zum Glück nicht das Bild der Gesellschaft. Aber was ist mit rücksichtslosen Managern, korrupten Politikern und gierigen Anlegern?

Wie will man Werte wie Ehrlichkeit, Anstand und Nächstenliebe vermmitteln, wenn die Gesellschaft geprägt wird von solchen Menschen?
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Re: Moderne Familien

Beitragvon Lamdil » Sa 19. Sep 2009, 04:21

alegna hat geschrieben:Mein Sohn im Kiga, die Kindergärtnerin sagt sie habe einige Kinder die noch nie eine Schere in der Hand hatten und mehr solche Sachen. Die Pflicht schreibt vor, dass sie die Kinder 1/2 Stunde draussen spielen lassen müsse, weil viele Kinder sonst nie nach draussen kämen.

Na wenigstens kommen sie dann im Kiga mal vor die Tür. Das ist es eben: In einigen Familien erfahren die Kinder nicht, was sie eigentlich brauchen und wollen. Rumtoben, basteln, ausprobieren und die Welt kennen lernen. In diesen Fällen muss die Gesellschaft eingreifen.



alegna hat geschrieben:Daneben sind dann die, welche ihre Babys schon an diverse Kurse bringen wie, Musik, Schwimmen, Turnen und was es sonst noch gibt, das wird dann je nach alter gesteigert, so, dass viele Kinder nicht mal mehr die Möglichkeit haben einfach nur Kind zu sein.

Das ist richtig. Kinder sind kein Baustoff für Karrieren, sie sind Kinder. Sie wollen lernen und spielen. Aber jedes Extrem ist schädlich. Da gibt es auf der einen Seite solche Kinder, die zu Höchstleistungen gebracht werden sollen und andere Kinder, die komplett vernachlässigt werden in der Familie.



alegna hat geschrieben:Bedenklich ist es ja schon, dass es überhaupt solche Kurse geben muss in denen die Kinder Sachen lernen die sie eigentlich, meiner Meinung nach, daheim in der Familie mitbekommen sollten. Aber wie denn, wenn beide Elternteile gezwungen werden zu Arbeiten?

Auch wenn man arbeitet, kann man noch genug Zeit für die Kinder finden. Viel bedenklicher finde ich, wenn die Eltern nicht in der Lage sind, ihren Kindern etwas zu erklären.

So oft habe ich schon erlebt, dass Kinder Fragen gestellt haben und die Eltern einfach nur gesagt haben genervt waren, weil sie keine Antworten hatten.



alegna hat geschrieben:Mütter die zuhause bleiben leisten einen enormen Beitrag und der sollte gefördert und belohnt werden. Anerkennung wäre mal ein Anfang.

Ja, Eltern brauchen mehr Anerkennung in der Gesellschaft. Diese große Verantwortung wird oft nicht ausreichend gewürdigt.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon alegna » Sa 19. Sep 2009, 08:07

Ich gehe mal davon aus, dass wir hier alle erwachsen sind und verantwortlich für das was wir tun, deshalb finde ich es zu einfach, einfach zu sagen, Gott ist schuld. Es wird immer wieder vergessen, dass wir unseren von Gott gegebenen freien Willen haben zu entscheiden. Wenn ich also anfange zu saufen und dabei meine Kinder vernachlässige, bin ich dafür verantwortlich und nicht Gott. Wenn ich schulden mache und das so meinen Kindern weitergebe bin ebenfalls ich schuld und nicht Gott. Wenn ich nachlässig mit der Natur umgehe bin ich schuld und nicht Gott, wenn ich .......
Als Erwachsene sollten wir erst mal bei uns anfangen zu sehen, bevor einfach alles auf Gott abgeschoben wird, er hat uns so vielgegeben, nur wir sind nicht fähig das zu nützen, weil der Gegenspieler uns verblendet und ich sags mal böse, auch verblödet. Und wir merken es nicht, weil wir es für die Wahrheit halten.

Bei dem Vergleich mit den Kindern ist es richtig wulfen.
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Re: Moderne Familien

Beitragvon kingschild » Sa 19. Sep 2009, 09:50

Lamdil hat geschrieben:Die Erziehung allein den Eltern zu überlassen ist wie Lotto spielen. Es mag viele gute und sorgsame Eltern geben. Aber was wird aus den Kindern, deren Eltern Nieten sind?


Für diese wäre in der Schweiz die Erziehungsberatung, Vormundschaft usw. zuständig, leider aber wird von Behörden Seite auch zu lange gewartet.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon kingschild » Sa 19. Sep 2009, 09:59

Lamdil hat geschrieben:
Viel wichtiger wäre Prävention. Die Gesellschaft kann es sich vielleicht nicht leisten, Jugendliche Straftäter (und die beiden waren ja schon polizeibekannt) wieder auf den rechten Weg zu bringen. Aber die Gesellschaft kann es sich noch viel weniger leisten, es nicht zu tun.

Die Täter härter zu bestrafen, wird andere von solchen Taten nicht abhalten. Wir werden uns die Mühe machen müssen, die Ursachen für solche Gewaltexzesse zu ergründen und auszuschalten.

Wobei ich mich keineswegs dagegen ausspreche, die Täter hart zu bestrafen. Ich denke nur, dass das nicht reichen wird.


Niemand hat etwas gegen Prävention und die gibt es ja bereits, das Problem ist das man diese Täter oft nicht mit dieser erreicht. Darum hilft Bestrafung diesen Täter vielleicht nicht aber Folgetäter werden sich vielleicht mehr überlegen wenn sie hören das Ihre Freunde ein paar Jährchen weg vom Fenster sind.

Sie waren Polizeibekannt und man hat sie sehr wahrscheinlich immer mit Samthandschuhen angefasst so das sie nach den Taten dann wieder gross rumprahlen konnten was für Machos sie sind. Ich bin der Meinung erste Strafe klein voll Richtung Integration aber dennoch das es spürbar ist. Reicht dies nicht muss beim zweiten mal so deftig sein das die Wahrscheinlichkeit eines dritten mal, um Jahre verzögert wird. Diese Hinweise dürfen ruhig auch in die Prävention einfliessen, neben den Aspekten das man den Jugendlichen zeigen will wie sich ein Opfer wohl fühlt.

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Re: Moderne Familien

Beitragvon kingschild » Sa 19. Sep 2009, 10:10

Lamdil hat geschrieben:
Viel wichtiger wäre Prävention. Die Gesellschaft kann es sich vielleicht nicht leisten, Jugendliche Straftäter (und die beiden waren ja schon polizeibekannt) wieder auf den rechten Weg zu bringen. Aber die Gesellschaft kann es sich noch viel weniger leisten, es nicht zu tun.

Die Täter härter zu bestrafen, wird andere von solchen Taten nicht abhalten. Wir werden uns die Mühe machen müssen, die Ursachen für solche Gewaltexzesse zu ergründen und auszuschalten.

Wobei ich mich keineswegs dagegen ausspreche, die Täter hart zu bestrafen. Ich denke nur, dass das nicht reichen wird.


Niemand hat etwas gegen Prävention und die gibt es ja bereits, das Problem ist das man diese Täter oft nicht mit dieser erreicht. Darum hilft Bestrafung diesen Täter vielleicht nicht aber Folgetäter werden sich vielleicht mehr überlegen wenn sie hören das Ihre Freunde ein paar Jährchen weg vom Fenster sind.

Sie waren Polizeibekannt und man hat sie sehr wahrscheinlich immer mit Samthandschuhen angefasst so das sie nach den Taten dann wieder gross rumprahlen konnten was für Machos sie sind. Ich bin der Meinung erste Strafe klein voll Richtung Integration aber dennoch das es spürbar ist. Reicht dies nicht muss beim zweiten mal so deftig sein das die Wahrscheinlichkeit eines dritten mal, um Jahre verzögert wird. Diese Hinweise dürfen ruhig auch in die Prävention einfliessen, neben den Aspekten das man den Jugendlichen zeigen will wie sich ein Opfer wohl fühlt.

Wenn aber Jahre etwas falsch läuft in der Erziehung dann wird es schwierige mit der Resozialisation und Gefängnis ist der denkbar schlechteste Ort für diese. Aber Gefängnis ist gut um Grenzen zu setzen.

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