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arme in der schweiz

Sozial- und Familienpolitik, Randgruppen,

Moderator: kingschild

arme in der schweiz

Beitragvon kika1973 » Do 22. Mai 2008, 13:21

wer weiss was er nicht weiss ist weise


Hallo Freunde

ich schreibe eine Vertiefungsarbeit über "ARMUT IN DER SCHWEIZ " und suche Menschen die bereit sind, darüber offen zu reden.
Wer kann mir ein Tipp geben ? wäre sehr dankbar !

liebe grüsse

kika
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schön

Beitragvon kika1973 » So 25. Mai 2008, 20:38

freue mich dass es allen so gut geht :-)

liebe grüsse
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon bluna » Mo 26. Mai 2008, 14:32

Das ist eine gute Frage,die du da stellst,aber besser ist wenn mann sich dadurch genau überlegt was das Beteutet und was es auch genau ist.

Hallo,ich bin gerade Froh,das ich nicht Arm bin,aber ich bin Reich im Namen Jesus ;)

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Re: arme in der schweiz

Beitragvon kika1973 » Di 27. Mai 2008, 12:37

in Jesus sind wir GOTT sei dank alle reich

aber wir leben zur zeit in einer welt wo armut herrscht und auch in der schweiz, darum wählte ich dieses thema für meine schriftliche arbeit

und wäre dankbar gewesen um unterstützung
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Wolfi » Do 29. Mai 2008, 15:16

Hallo kika1973
Gib bei "Google" mal "Armut in der Schweiz" ein und Du erhältst etwa 153´000 Treffer. Da müsste eigentlich auch für Dich genügend Stoff für Deine Arbeit mit dabei sein.
lg, wolfi
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon origo » Fr 30. Mai 2008, 13:35

Hallo kika

frag doch mal bei der Heilsarmee nach, die könnten dir bestimmt einen Haufen Lebens-Geschichten erzählen.

Gutes Thema!
Ich wünsche Dir Gottes Segen für deine Arbeit.

LG origo
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon marie-theres » So 8. Jun 2008, 21:54

Wenn ich mich an eine solche Arbeit machen würde, dann ginge ich auf die Strasse und unterhielte mich mit den Menschen welche betteln. Oder aber, ich würde mich mit Menschen unterhalten, welche auf Sozialhilfe angewiesen sind.

Doch was ist arm? Ich nehme an, du meinst finanzielle Armut?
liebe grüsse und gottes segen

krea und noch mehr krea
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon lea Binn » Sa 12. Jul 2008, 08:37

kika

ich denke wen Du hier Arme ansprechen möchtest..bist du vielleicht am falschen Ort...
wirklich Arme werden wahrscheinlcih keinen Pc und internet zugang haben....

Was verstehst Du unter Arm sein?

lg lea
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon origo » Sa 12. Jul 2008, 13:54

Heute versteht man unter "arm" vor allem solche, die zwar zu Essen und ein Dach überm Kopf haben, auch Kleider, aber nicht am sozialen Leben teilnehmen können. Also nicht ins Schwimmbad oder ins Kino gehen können, keine Zeitung oder kein TV haben, sich nicht an ein Dorffest getrauen oder in eine Kirche oder ein Schultheater.

Oder die zwar unter der Armutsgrenze vom Finanziellen her leben, aber doch keine Sozialhilfe beziehen (wollen). Das sind vor allem ältere Leute, denen es der Stolz nicht zulässt, aber auch solche, die die damit verbundene Kontrolle scheuen.

Die gibt es, keine Frage.

LG origo
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon lea Binn » Mo 14. Jul 2008, 16:24

ja vom finanziellen her gibt es definitionen was Arm sein heisst..ich weiss die ZAhlen nicht mehr genau..
aber dennoch ist es so das nach statistik/zahlen/tabellen jemand Arm ist,sich aber nciht Arm fühlt und glücklich ist auch ohne Tv/Zeitung....
Für mich ist Arm dann..wen man die laufenden Rechnungen nicht mehr bezahlen kann,wen man sich cniht mehr gesund ernaehren kann und der Speisezettel stark eingeschraenkt werden muss....Einfach wen man wirklich jeden Franken umdrehen muss....und überall spart wos nur geht.

lg lea
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Filou » Mo 14. Jul 2008, 16:53

Hallo kika1973
Vorgestern besuchte ich eine gute Kollegin, die wirklich schon über Jahre in der Armut lebt. Die Miete für ihre 1-Zi-Whg. und die Krankenkassenbeiträge werden vom Soz.amt getragen. Sie arbeitet 50 Prozent, aber das reicht nirgendwo hin. Als ich bei ihr war, schaute gerade einer ihrer Kollegen vorbei, der sich ebenfalls ohne geregeltes Einkommen über Wasser halten muss. Obwohl sie selber so gut wie nichts hat, bekam ich mit, wie sie dem Kollegen noch eine Zehnernote zuschob. Es könnte für Dich noch interessant sein, mit ihr einmal ein Gespräch über Armut zu führen. Wenn Du daran interessiert sein solltest, lasse es mich via PN wissen. Übermorgen treffe ich sie wieder und ich könnte sie dann fragen ...
lg, filou
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon origo » Fr 27. Mär 2009, 16:13

Es gibt immer mehr Arme in der Schweiz -
- aber auch immer mehr Reiche und Superreiche ...
Die Unterschiede werden immer grösser.

Die Caritas, die im Kanton Zürich 2 Ladengeschäfte betreibt mit verbilligten Lebensmitteln (nur für Bedürftige) , macht immer grössere Umsätze.
Konjunkturforscher rechnen mit 5% Arbeitslosen, dh. über 200'000. Das ist dann nur die Statistik, in Wirklichkeit sind es immer 1-2% mehr.
Die SP setzt sich für eine längere Bezugsdauer der Arbeitslosengelder ein, die Rechte scheint nicht ermessen zu können, was Arbeitslosigkeit bedeutet ...

In den USA gibt es schon Zelt-Ghettos der Leute, die ihre Häuser und Jobs verloren haben.
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Taube » Fr 27. Mär 2009, 21:28

...die ermessen schon, was Arbeitslosigkeit bedeutet, deshalb werden sie ihre Pfründe immer stärker verteidigen. ...die Hecken um die Häuser werden höher und besser geschützt, dass die Armen weniger neidisch werden können.

Nur wenige kennen z.B. das eigene Restaurant der Grossbanken für ihre Bestkunden und Topmanager, Dem Normalsparkontobesucher gibt man unten in der Halle allenfalls ein Platikbecher mit Dispenserwasser oder ein Gratisbrochure mit den Zinskonditionen für Festgelder ab Fr. 100'000.
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon bluna » Do 21. Mai 2009, 19:38

Hallo Kika,wie war denn deine Arbeit gegangen?

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Re: arme in der schweiz

Beitragvon origo » Mi 27. Mai 2009, 21:39

Wenn wir jetzt schon eine immer höhere Arbeitslosigkeit haben -
- warum wird denn nicht endlich die starke Einwanderung gestoppt?
Warum sträubt sich der Bundesrat, endlich die sog. "Ventilklausel" anzuwenden?

Das kann einfach nicht stimmen, dass wir in der Schweiz mit unseren guten Ausbildungen und Universitäten / FHS nicht genug qualifizierte Leute haben. Und wenn ganz besondere Spezialisten gebraucht werden, dann müssen sich die Unternehmen halt auch um die Weiterbildung bemühen ...
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon bigbird » Mi 27. Mai 2009, 21:49

origo hat geschrieben:Wenn wir jetzt schon eine immer höhere Arbeitslosigkeit haben -
- warum wird denn nicht endlich die starke Einwanderung gestoppt?
Warum sträubt sich der Bundesrat, endlich die sog. "Ventilklausel" anzuwenden?

Das kann einfach nicht stimmen, dass wir in der Schweiz mit unseren guten Ausbildungen und Universitäten / FHS nicht genug qualifizierte Leute haben. Und wenn ganz besondere Spezialisten gebraucht werden, dann müssen sich die Unternehmen halt auch um die Weiterbildung bemühen ...


Ich frage mich das auch - aber ich weiss, dass im medizinischen Bereich etwa ein Viertel Ausländer/innen ist. Das betrifft Ärzte und Pflegepersonal. Unser ach so teures Gesundheitswesen würde zusammenbrechen ohne sie ... allerdings - so ganz unschuldig sind wir als Patienten nicht ...

bb
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Zorro » Di 22. Dez 2009, 13:20

Ich möchte aus aktuellem Anlass zu diesem Thema einige Fragen aufwerfen.

Zuerst muss ich sagen, ich glaube wirklich, dass es arme Menschen gibt in der Schweiz. Das möchte ich nicht grundlegend bezweifeln, aber mein heutiges Erlebnis hat mir einige Fragen aufgeworfen:

Ich räume eine Wohnung und habe viele Möbel und Gegenstände abzugeben. Dazu habe ich ein Brockenhaus angefragt, ob sie die Gegenstände abholen kommen. Es ist mir klar, dass nicht mehr oder eingeschränkt funktionstüchtige Gegenstände nicht mehr verwendet werden können. Nun hatte ich aber einige Möbel abzugeben, die ausser wirklich kleinen Schäden noch top im Schuss waren und sicher funktionell einwandfrei sind. Die Männer vom Brockenhaus haben mir gesagt, es sei chancenlos, ein Lavabo-Möbel verkaufen zu wollen, das am unterend Rand der Türe etwas Farbe weg hat. Zur Erklärung, wirklich nur zu Unterst und der Rest des Möbels ist einwandfrei. Schubladen und Funktionalität sind einwandfrei. Die Leute vom Brocki haben mir gesagt, die Menschen kämen und sobald es etwas Farbe weghabe, werde dies nicht mehr verkauft. Es bleibt mir nun lediglich die Möglichkeit, diese Möbel und Gegenstände kostenpflichtig zu entsorgen. Das geht mir nicht in den Kopf. Wenn ich wirklich arm bin, dann spielt es mir doch keine Rolle, ob ein Lavabo-Möbel unten, also kaum sichtbar im Alltag etwas Farbe weghat. Da will ich ein funktionierendes, gutes Möbel. Offenbar ist aber der Anspruch auch von armen Menschen in der Schweiz bereits so hoch, dass kleine Makel nicht mehr akzeptiert werden. Ich habe dieselben Möbel auch gratis angeboten seit Monaten, kein einziger hat sich dafür interessiert. Da frage ich mich ernsthaft, ob man noch von Armut sprechen kann, oder ob Armut lediglich eine Definitionsfrage ist.

Vielleicht gibt es hier wirklich arme Menschen, die mir zum Verständnis weiterhelfen können?
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Jack » Di 22. Dez 2009, 13:56

Zorro hat geschrieben:Vielleicht gibt es hier wirklich arme Menschen, die mir zum Verständnis weiterhelfen können?
ZORRO


Also zu den wirklich armen möchte ich mich nicht zählen.... :D

Wenn ich was wegzugeben habe, bringe ich das der Caritas, die haben hier einen Laden mit Möbel, Kleider usw und eine Laden mit Lebensmittel.

Da hatte ich noch nie Probleme, auch mit leicht ramponierten Sachen nicht. Die Leute waren immer sehr dankbar.

Wie das beim Brockenhaus ist, weiss ich nicht. Manchmal habe ich eher das Gefühl, das ist so eine Art Antiquitätenladen. Aber wenn deren Lager voll sind habe ich verständnis dafür, dass sie nicht Müllabfuhr spielen wollen.

Und jemand der wirklich arm ist, dem fehlt vielleicht nicht ein Lavabomöbel, sondern ganz andere, elementare Dinge.


Cheers

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Zuletzt geändert von Jack am Di 22. Dez 2009, 13:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Taube » Di 22. Dez 2009, 13:57

Zorro hat geschrieben:...Wenn ich wirklich arm bin, dann spielt es mir doch keine Rolle, ob ein Lavabo-Möbel unten, also kaum sichtbar im Alltag etwas Farbe weghat.
...

...und wenn Du arm bist, welches Möbel kaufst Du im Brockenhaus, das schönste oder das erste. Ich bin noch viel im Brockenhaus, in und um Zürich, meistens kann man ja wirklich auswählen.

Gruss Taube
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Zorro » Di 22. Dez 2009, 14:05

Jack hat geschrieben: Da hatte ich noch nie Probleme, auch mit leicht ramponierten Sachen nicht. Die Leute waren immer sehr dankbar.


Gut, danke für den Tipp.

Wie das beim Brockenhaus ist, weiss ich nicht. Manchmal habe ich eher das Gefühl, das ist so eine Art Antiquitätenladen. Aber wenn deren Lager voll sind habe ich verständnis dafür, dass sie nicht Müllabfuhr spielen wollen.


Ja das verstehe ich auch, obwohl wenn es viele Arme gibt, dann müsste man meinen, dass die Ware auch gesucht ist. Vielleicht hat es aber auch so viele Reiche, dass die Armen nicht mehr nachkommen mit Möbel abholen :D

Und jemand der wirklich arm ist, dem fehlt vielleicht nicht ein Lavabomöbel, sondern ganz andere, elementare Dinge.


Das war ja auch nur ein Beispiel. Da waren noch ganz viele andere Dinge, elementare Dinge, zur Disposition.
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Zorro » Di 22. Dez 2009, 14:06

Taube hat geschrieben: ...und wenn Du arm bist, welches Möbel kaufst Du im Brockenhaus, das schönste oder das erste. Ich bin noch viel im Brockenhaus, in und um Zürich, meistens kann man ja wirklich auswählen.

Gruss Taube


Dann hat es so viele schöne und gute Möbel offenbar. Das müsste ja eigentlich für arme Menschen ein gutes Zeichen sein, oder?
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Taube » Di 22. Dez 2009, 14:22

Da findet man meist auch sehr schöne Sachen, fast Neuwertige. Aber man sieht dort schon, dass viele Arme einkaufen. In der Kleiderabteilung suchen die Leute eifrig.

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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Zorro » Di 22. Dez 2009, 14:30

Taube hat geschrieben:Da findet man meist auch sehr schöne Sachen, fast Neuwertige. Aber man sieht dort schon, dass viele Arme einkaufen. In der Kleiderabteilung suchen die Leute eifrig.

Gruss Taube


Das ist ja auch gut so. Dafür gibt es diese Einrichtungen ja. Dennoch bleibt bei mir ein fahler Nachgeschmack nach dem heutigen Erlebnis. Sowohl ökologisch als auch ökonomisch macht es keinen Sinn, funktionstüchtige Ware zu vernichten, nur weil ein wenig Farbe am Rand ab ist. Das wirft in meinen Augen ein schiefes Licht auf unsere Gesellschaft, dass nicht mal mehr für arme Menschen ein Gebrauchsgegenstand mit einem Makel gut genug ist. Sei dies nun in den Augen der Brockiangestellten oder in den Augen der Armen selber. Ich weiss es nicht.
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Taube » Di 22. Dez 2009, 14:44

Es ist das Zeichen einer Konsumgesellschaft, die immer wieder Neues sucht. Ich kannte mal jemand, der hatte eine sehr schöne und teure Wohnungeinrichtung. Dann wollte er alles auf rustikal machen, das Alte wurde alles weggegeben, obwohl es noch in sehr gutem Zustand war und auch noch nicht alt.

Das finde ich heute verantwortungslos.

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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Zorro » Di 22. Dez 2009, 15:22

Taube hat geschrieben: Das finde ich heute verantwortungslos.

Gruss Taube


Das sehe ich auch so. Ich frage mich wohin das führt.
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Pilgrim » Di 22. Dez 2009, 15:47

Zorro hat geschrieben:
Taube hat geschrieben: Das finde ich heute verantwortungslos.

Gruss Taube


Das sehe ich auch so. Ich frage mich wohin das führt.
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Die Frage der Reichen führt zu...Matthäus 6:19-24
Die Frage der Armen führt zu.....Matthäus 6:25-34
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Jack » Di 22. Dez 2009, 15:58

Zorro hat geschrieben:
Taube hat geschrieben: Das finde ich heute verantwortungslos.

Gruss Taube


Das sehe ich auch so. Ich frage mich wohin das führt.
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Das führt zu Wirtschaftswachstum.

Leute die Geld haben und in Neues investieren sorgen für Arbeitsplätze bei der Möbelindustrie zum Beispiel bei IKEA damit der olle Invgar Kamprad noch mehr Milliarden verdient und hier in der Schweiz versteuert so dass dies der Allgemeinheit wieder zugute kommt in Form von Steuern welche dann etwa so koscher sind wie ein jüdisches Schinkenbrot und die wirtschaft ankurbelt weil die Möbel so schnell auseinanderbrechen die ja dann auch weider umso mehr vielleicht auch den armen zugutenkommt schliesslich kann sich nicht jeder ***** eine Corbusier-Liege und einen Eames-Chair leisten wie ich.


Cheers

Jack :D

Mal ein Satz ohne Satzzeichen, bitte nicht allzu ernst nehmen, mir ist grad danach.
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon kingschild » Di 22. Dez 2009, 18:32

Zorro hat geschrieben:
Vielleicht gibt es hier wirklich arme Menschen, die mir zum Verständnis weiterhelfen können?
ZORRO


Im Internationalen Vergleich stehen die Armen in der Schweiz recht gut da. Klar im Vergleich zu den Reichen hierzulande sicher nicht.

War diesen Herbst wieder ein wenig im Ausland und da würden sich die Armen um ein Möbelstück reissen das ein wenig Farbe ab hat, nicht weil sie es in Ihre Wohnung stellen könnten, sondern weil sie es weiter verkaufen könnten.

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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Jack » Di 22. Dez 2009, 21:22

kingschild hat geschrieben:War diesen Herbst wieder ein wenig im Ausland


Lichtenstein? Monaco? Was ist "ein wenig" Ausland??? :shock: :mrgreen:

kingschild hat geschrieben:und da würden sich die Armen um ein Möbelstück reissen das ein wenig Farbe ab hat, nicht weil sie es in Ihre Wohnung stellen könnten, sondern weil sie es weiter verkaufen könnten.


Holz und etwas Lack kann man ja nicht essen, oder? Vor allem wenn man keine warme und gemütliche Wohnung hat wie du, wo man so ein nutzloses Möbel hinstellen könnte.

Wenn du mal etwas mehr als nur "ein wenig" mehr im Ausland verbracht hättest, dann würde dir klar werden wie zynisch und verachtend dein Post ist.

Und so was noch von einem sog. "Moderator"....... ts ts ts...... :warn:


Cheers


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Re: arme in der schweiz

Beitragvon kingschild » Mi 23. Dez 2009, 19:41

Jack hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:War diesen Herbst wieder ein wenig im Ausland


Lichtenstein? Monaco? Was ist "ein wenig" Ausland??? :shock: :mrgreen:

kingschild hat geschrieben:und da würden sich die Armen um ein Möbelstück reissen das ein wenig Farbe ab hat, nicht weil sie es in Ihre Wohnung stellen könnten, sondern weil sie es weiter verkaufen könnten.


Holz und etwas Lack kann man ja nicht essen, oder? Vor allem wenn man keine warme und gemütliche Wohnung hat wie du, wo man so ein nutzloses Möbel hinstellen könnte.

Wenn du mal etwas mehr als nur "ein wenig" mehr im Ausland verbracht hättest, dann würde dir klar werden wie zynisch und verachtend dein Post ist.

Und so was noch von einem sog. "Moderator"....... ts ts ts...... :warn:


Cheers


Jack


Mein lieber Jack Du hast meinen Beitrag nicht verstanden.

Ich sagte ja, dort wo ich war hätte man sich darum gerissen um es weiter verkaufen zu können. Was bringt ein Weiterverkauf? Geld zum Essen. Zudem habe ich versucht darauf hinzuweisen das ein Badezimmer Möbel ohne Wohnung eben nur den Sinn macht es möglichst schnell weiter zu verkaufen und das die Leute eben froh wären wenn sie so ein Möbel hätten.

Dies entspricht der Realität, ein Hinweis auf diese und ist gar nicht zynisch gemeint also hör auf mich so anzugreifen.

Es ging ja um die Frage ob es hier in der Schweiz im Vergleich zum Ausland tatsächlich Arme gibt oder ob man dem einfach sagen müssten Menschen mit weniger Geld.

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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Jack » Mi 23. Dez 2009, 20:03

kingschild hat geschrieben:Mein lieber Jack Du hast meinen Beitrag nicht verstanden.

Ich sagte ja, dort wo ich war hätte man sich darum gerissen um es weiter verkaufen zu können. Was bringt ein Weiterverkauf? Geld zum Essen.



ja ja, nichts anderes behaupte ich doch. Aber es geht um ein Lavabo-Möbel in der Schweiz, welches der gute ZORRO nicht losbringt und sich über die "undankbaren" Armen hierzulande beklagt.

Man könnte jetzt dieses Möbeli per Luftfracht nach Tschibuti oder Jemen senden, da würden sich die Leute wohl drum reissen, keine Frage.

Das wäre etwa so sinnvoll, wie meine Resten von Gestern im Kühlschrank nach Nigeria zu schicken.

Frohes Fest, Friede, Freude und Besinnung wünsche ich nun allen euch in den kommenden Tagen. Ganz ohne Sarkasmus meine ich das. :angel:

Cheers


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Re: arme in der schweiz

Beitragvon kingschild » Mi 23. Dez 2009, 20:41

Jack hat geschrieben:
ja ja, nichts anderes behaupte ich doch. Aber es geht um ein Lavabo-Möbel in der Schweiz, welches der gute ZORRO nicht losbringt und sich über die "undankbaren" Armen hierzulande beklagt.

Man könnte jetzt dieses Möbeli per Luftfracht nach Tschibuti oder Jemen senden, da würden sich die Leute wohl drum reissen, keine Frage.

Das wäre etwa so sinnvoll, wie meine Resten von Gestern im Kühlschrank nach Nigeria zu schicken.

Frohes Fest, Friede, Freude und Besinnung wünsche ich nun allen euch in den kommenden Tagen. Ganz ohne Sarkasmus meine ich das. :angel:

Cheers

Jack


Jack aber vielleicht wollte Zorro eben nur die Frage aufwerfen, sind die Leute wirklich so arm hier zu Lande? Und sicher hat er doch dies nicht mit böser Absicht getan.

Das man das Möbel nicht nach Afrika sendet ist ja klar denn da würde man besser das Geld für die Fracht direkt nach Tschibuti überweisen.

Danke für deine Wünsche und auch Dir viel Frieden und Ruhe.

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Re: arme in der schweiz

Beitragvon origo » Mi 23. Dez 2009, 23:18

Dass es in der Schweiz arme Leute gibt, davon bin ich überzeugt.
Es gibt aber auch einen hohen Wohlstand, so dass die Brockenhäuser nur noch nehmen, was einigermassen einwandfrei ist. Zum Beispiel gibt es dort so viele Betten und so viele Sofas, dass sie eben nur noch nehmen, was sie denken, dass es gefragt ist.

Armut ist aber in der Schweiz etwas anders als in der dritten Welt.
Zum Beispiel, wenn die Kinder ausgegrenzt werden, weil sie sich keine richtigen Fussballschuhe leisten können.
Oder wenn Leute keine kulturellen Veranstaltungen besuchen können und daher ausserhalb stehen.

Zum Beispiel gibt es das "Tischlein deck dich" Angebot. Da werden von Firmen und Grossverteilern gespendete Lebensmittel durch Freiwillige fast gratis verteilt (für 1 Fr. für alles). Natürlich nur an Bedürftige, gegen Ausweis. Aber dort hat es immer eine rechte Anzahl Leute.

LG, origo
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Zorro » Do 24. Dez 2009, 08:59

kingschild hat geschrieben:Jack aber vielleicht wollte Zorro eben nur die Frage aufwerfen, sind die Leute wirklich so arm hier zu Lande? Und sicher hat er doch dies nicht mit böser Absicht getan.


So ist es. Es geht mit meiner Logik und meinem Verstand nicht überein, dass gute Möbelstücke oder andere Gegenstände nicht gut genug sind, nur weil ein wenig Farbe weg ist. Vielleicht ist es aber wirklich eine Frage der Definition von Armut oder aber dann sind die Kunden des Brocki nicht die wirklich Armen. Beides ist möglich.

In diesem Zusammenhang noch eine andere wahre Geschichte:
In meiner Wohngemeinde hat man eine Asylunterkunft neu eingerichtet. Aus erster Hand weiss ich, dass für diese Asylunterkunft neue Möbel von Ikea bestellt wurden. Man stelle sich das einmal vor. Was für ein ökologischer und ökonomischer Blödsinn. Es hat derart viele gute Möbel, die durch relativ wenig Aufwand abgeholt werden könnten, aber nein die Gemeinde kauft neue Möbel bei IKEA ein und wir entsorgen unsere recht gut erhaltenen Möbel gegen Entsorgungsgebühr. :roll:
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Taube » Do 24. Dez 2009, 10:02

Zorro hat geschrieben:...
Ich räume eine Wohnung und habe viele Möbel und Gegenstände abzugeben. Dazu habe ich ein Brockenhaus angefragt, ob sie die Gegenstände abholen kommen.
...


Nach längerem Überlegen glaube ich nun, dass dieses Problem nicht auf arm - reich zu reduzieren ist. Dazu zwei Beispiele:

Für eine Wohnungsräumung mit recht guten Möbeln verlangte das St. Gallen Brockenhaus doch einen anständigen Betrag, obwohl die Bedingung war, dass die Wohnung von allem "Grümpel" schon geleert ist.
Ich selbst musste auch schon was bezahlen für die Abholung einen grösseren Gegenstand, für den das Brockenhaus einen guten Betrag verdiente. Ich gab dies bewusst ins Brockenhaus, da das Brockenhaus auch immer Leute beschäftigt, welche sonst arbeitslos wären.

Ich denke, in unserer Überflussgesellschaft wird einfach zu viel weggeworfen, was noch völlig intakt ist. Dies führt dazu, dass das Entsorgungsproblem akut ist, das heisst also auch, dass das Brockenhaus recht grosse Kosten hat für die Entsorgung von nicht mehr gebräuchlichen Sachen. Da verstehe ich natürlich auch die Brockenhäuser, dass sie in dieser Überflussgesellschaft wählerischer geworden sind.

Also ein Teil der Problems stammt nicht von anspruchsvollen Armen sondern auch von anspruchsvollen Reichen.

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Re: Arme in der Schweiz

Beitragvon origo » So 27. Dez 2009, 21:21

Zorro hat geschrieben:... Es hat derart viele gute Möbel, die durch relativ wenig Aufwand abgeholt werden könnten, aber nein, die Gemeinde kauft neue Möbel bei IKEA ein und wir entsorgen unsere recht gut erhaltenen Möbel gegen Entsorgungsgebühr. :roll:

Ja, so ist es.
Die "Gemeinde" sagt: Wir können es uns schliesslich leisten.
Und: Es könnte ja wer denken ...
Und die Wirtschaft floriert nur, wenn wir immer wieder was schönes Neues kaufen. :P
Und das Alte nicht wem anderen geben, denn der soll auch was schönes Neues kaufen .... :baby:

Aber Arme gibts in der schönen reichen Schweiz trotzdem.
Und die Schere zwischen Arm und Reich geht seit Jahren und Jahrzehnten immer weiter auf.
Arme brauchen keine Möbel, weil sie z.B. auf der Strasse leben.
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Re: Arme in der Schweiz

Beitragvon Taube » So 27. Dez 2009, 21:36

So ist es, was auch immer in den Gemeinden schief geht oder gut geht, was auch immer im Brockenhaus verkäuflich ist oder nicht, Arme gibt es in der Schweiz und immer mehr.
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Re: Arme in der Schweiz

Beitragvon Zorro » Mo 28. Dez 2009, 08:51

Taube hat geschrieben:So ist es, was auch immer in den Gemeinden schief geht oder gut geht, was auch immer im Brockenhaus verkäuflich ist oder nicht, Arme gibt es in der Schweiz und immer mehr.


Woran misst du das denn? Und was definierst du als arm?
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Re: arme in der schweiz

Beitragvon Taube » Mo 28. Dez 2009, 09:03

gemäss Statistiken Sozialhilfequoten und Armutsquoten.
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Re: Arme in der Schweiz

Beitragvon Taube » Mo 28. Dez 2009, 12:04

@ ZORRO

origo hat geschrieben:...
Aber Arme gibts in der schönen reichen Schweiz trotzdem.
Und die Schere zwischen Arm und Reich geht seit Jahren und Jahrzehnten immer weiter auf.
...


Nicht nur die finanzielle Armut ist zu betrachten, sondern auch die "gesellschaftliche" Armut:

Wo Privatisierungen vorkommen, welche nur die Löhne drücken mit billigerem Personal, wo die Schere zwischen den Salären sich weiter öffnet, wo das Arbeitseinkommen eines Familienmitgliedes nicht mehr reicht für die ganze Familie, schreitet die Verarmung voran. In der Schweiz verlagert sich die Armut vor allem auch auf jüngere Leute, das wird eine Vermehrung der Armut automatisch mitbringen.

Wo auch die Solidarität sinkt, ist auch mit einer Verarmung zu rechnen. Wenn z.B. der Selbstbehalt bei Krankenkassen erhöht wird, tut es dem Herrn Ospel nicht weh, aber denen mit einem geringen Einkommen.

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