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Zehntausende Kinder den Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Sozial- und Familienpolitik, Randgruppen,

Moderator: kingschild

Zehntausende Kinder den Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon George P » Sa 15. Jun 2019, 13:37

Laut dem deutschen Bundesamt für Statistik gab es in Deutschland im Jahre 2017 rund 61400 Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen. Mehr dazu in folgender Pressemitteilung:

http://www.destatis.de/DE/Presse/Presse ... 1_225.html

Was sind wohl die Gründe dafür? Sind es Drogen? Ist es Armut?
Wird sich diese Zahl in den kommenden Jahren stetig erhöhen?
Hat jemand diesbezüglich schon Erfahrungen gemacht?

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Re: 40.000 Kinder von Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon Thelonious » Sa 15. Jun 2019, 15:15

Hallo,

ich lasse diesen Threadstartversuch pausieren, um dem zuständigen Mod die Gelegenheit zu geben, sich das mal genauer anzuschauen.

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Re: 40.000 Kinder von Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon firebird » So 16. Jun 2019, 18:31

Thelonious hat geschrieben:Hallo,

ich lasse diesen Threadstartversuch pausieren, um dem zuständigen Mod die Gelegenheit zu geben, sich das mal genauer anzuschauen.

Thelonious - Senior-Mod.


Grüezi mitenand,

nun habe ich mir diesen neuen Thread genauer angeschaut. Von der Thematik her gibt es keinen Einwand. Das 2.Posting habe ich gelöscht, weil so ein langer Text eher nicht gelesen wird. Für Jene die es trotzdem wollen, habe ich den Link zum zuständigen deutschen Bundesamt stehen gelassen. Dazu habe ich die Holprigkeiten des Einstiegspostings ausgebügelt.

Nun erhoffe ich uns einen aufschlussreichen Austausch.

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Re: Zehntausende Kinder den Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon Oiner » Mo 17. Jun 2019, 13:24

Servus!

Es kann aber auch an der meiner Meinung nach geradezu verbrecherischen Dummheit, Ignoranz und Inkompetenz der zuständigen Stellen liegen. Einerseits werden Kinder bei absolut ungeeigneten Eltern gelassen - und wenn das arme Kind dann endgültig seinen Geist aufgegeben hat, dann "konnte das ja niemand ahnen...", andererseits wird den Eltern ganz einfach das Kind weggenommen. Welche Folgen das haben kann, lässt sich am Fall Petra Heller nachvollziehen.
https://www.karin-jaeckel.de/medien/pdf/Memoriam_Heller_Petra.pdf

Gruß,
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Re: Zehntausende Kinder den Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon George P » Di 18. Jun 2019, 05:58

Schwierige Thema

Es darf man nicht ansprechen.

Die Zahlen werden verschwiegen, es sind doch 40.000 Kinder, jedes Jahr betroffen.

In Norwegen sind es 20.000 Kinder jedes Jahr von Eltern weggenommen. Darf auch keiner wissen, habe ich aus Presse erfahren.

Diese Zahlen haben nichts viel mit minderjährige Flüchtlinge gemeinsam.
In ein Jahr waren es ca. 80.000 Kinder betroffen, davon 40.000 minderjährige Kindern und 40.000 Kinder von Bewohner Deutschland.

Eines Tages werden die Konsequenzen diesen Weg auf uns kommen.
Auch, wenn man nicht ansprechen möchte.

Jetzt schon sind einige Familien nach Polen und Russland geflogen, um Schutz zu suchen.
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Re: Zehntausende Kinder den Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon George P » Di 18. Jun 2019, 06:03

Anders Behring Breivik, er ist bekannt.
Diesen Mensch und seine Schwestern wurde von seine alein erzihende Mutteram Wo-Ende nicht versorgt als Kind, sondern bei eine Erzihungshilfe abgegeben.
Was er gemacht hat ist bekannt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anders_Behring_Breivik
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Re: Zehntausende Kinder den Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon George P » Di 18. Jun 2019, 06:12

"Als Schweizer Kinder wie Sklaven verkauft wurden
Veröffentlicht am 26.10.2012 | Lesedauer: 3 Minuten
Von Barbara Schweizerhof
Das Grauen in den Bergen: Markus Imbodens Film „Der Verdingbub“ erzählt von Mädchen und Jungen, die an Bauern „verdingt“ wurde. Die Sensation ist eine deutsche Schauspielerin."

https://www.welt.de/kultur/kino/article ... urden.html

Ich verstehe, auch in Schweiz ist dieses Thema eine schwierige Thema.

YouTube löst alles.
Internet wird zensiert.
Facebook löst alles.


Auch in andere nördliche Ländern Finnland und Schweden gibt es viele .... Problemen.
In Polen wissen die Menschen mehr.
Weil viele aus Polen schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Wir nennen uns Christen ...... wir sind weit entfernt davon.

Grüsse, George.
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Re: Zehntausende Kinder den Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon George P » Di 18. Jun 2019, 06:24

"1883 beziehungsweise 1885 wurden von den Behörden die Vereine FMKE (Felsőmagyarországi Magyar Közművelődési Egyesület/Ungarischer Bildungsverein für Oberungarn) beziehungsweise der MTK (Magyarországi Tót Közművelődési Egyesület/Bildungsverein für ungarländische Slowaken) gegründet, die speziell die Magyarisierung der slowakischen Bevölkerung zur Aufgabe hatten. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurden (nach manchen Quellen bis zu 60.000) slowakische Kinder aufgrund behördlicher Anordnungen unter der Schirmherrschaft des FMKE zum Arbeitsdienst in ungarischsprachige Teile des Königreichs geschickt (vor allem in den Jahren 1887 und 1892)."

Magyarisierung

ja durch seine Behörden haben die Ungarn tausende Kindern ohne Eltern weggenommen und so wie in Schweiz als Arbeitskräften beim ungarisch sprechende Volk abgegeben.

Grund: Magyarisierung
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Re: Zehntausende Kinder den Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon George P » Di 18. Jun 2019, 06:26

DDR-Behörden sollen Eltern neugeborene Babys gestohlen haben
Weil ihre Eltern aus Sicht der SED „auffällig“ waren, sollen Tausende Kinder in der DDR nach der Entbindung für tot erklärt und zur Adoption freigegeben worden sein. Betroffene fordern Aufklärung.

https://www.welt.de/geschichte/article1 ... haben.html
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Re: Zehntausende Kinder den Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon George P » Di 18. Jun 2019, 06:28

Kindsraub und Zwangsadoptionen
Es war gängige Praxis, in den Geheimgefängnissen geborene Kinder von verschleppten und kurz nach der Geburt umgebrachten Frauen an meist kinderlose Offiziers- oder Unternehmerfamilien zu geben, teilweise gegen Bezahlung.[4] Nach dem Ende der Diktatur 1983 versuchten viele Großeltern und verbliebene Elternteile diese Kinder wiederzufinden. Die Organisation Großmütter der Plaza de Mayo schätzt, dass es in Argentinien insgesamt etwa 500 von den Schergen der Diktatur geraubte und dann im Geheimen zur Adoption freigegebene Kinder gibt. In mindestens 128 Fällen wurden bis zum Jahr 2018 während der Militärdiktatur verschwundene Kinder an Elternteile oder rechtmäßige Familien zurückgegeben.[5] Die Bemühungen dauern an. Die Konfrontation mit ihrer wahren Herkunft ist für die mittlerweile erwachsenen Kinder meist ein sehr schmerzhafter Prozess – auch deswegen, weil ihre vermeintlichen Väter als Offiziere nicht selten an der Folterung und Ermordung ihrer tatsächlichen, leiblichen Eltern beteiligt waren.[6] Einige der Kinder, die ihre wahre Herkunft erfahren haben, gründeten 1999 die Organisation HIJOS, die sich für eine harte Strafverfolgung der damaligen Täter einsetzt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Argentini ... %80%931983)#Kindsraub_und_Zwangsadoptionen
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Re: Zehntausende Kinder den Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon Columba » Di 18. Jun 2019, 09:08

Kinder, die den Eltern weggenommen werden, gibt es leider überall und jeden Tag:


Eltern ohne Kinder abgeschoben

Anwältin und Flüchtlingsrat werfen der Ausländerbehörde Cottbus Rechtsbruch vor. Trennung von Eltern und Kindern bei Abschiebungen sei unzulässig.
...
So seien bei der Abschiebung einer tschetschenischen Familie zwei minderjährige Mädchen von ihren Eltern und Geschwistern getrennt worden, die ohne sie abgeschoben wurden. Die Rechtsanwältin der Familie, Johanna Künne, bestätigte dies der taz.


http://www.taz.de/Illegale-Abschiebung- ... /!5600599/

Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Zehntausende Kinder den Eltern weggenommen, jedes Jahr.

Beitragvon bigbird » Di 18. Jun 2019, 09:12

Bleibt doch mal hier und heute! Früher gabs massive Probleme (DDR, Verdingkinder, Roma, usw).

ABER: Es gibt noch heute unfähige Eltern, warum auch immer. Dabei geht es nicht gewisse Schwächen, sondern um massive Defizite der Eltern (oft auch alleinerziehendes Elternteil). Da muss die Behörde (bei uns in der Schweiz KESP, früher Vormundschafts- und Fürsorgebehörde) einschreiten. Dafür gibt es viele Gründe: von massiver Misshandlung (inkl. Nichtversorgung) über Drogensucht bis zur sozialen Unfähigkeit. Früher wurden diese Kinder den Eltern entzogen, heute wird versucht, mit Erziehungsbeiständen den Eltern zu helfen. Aber das geht halt einfach nicht immer. Dann wird das Kind (die Kinder) quasi vor den Eltern in Sicherheit gebracht.

Natürlich sind das immer schwierige Entscheide, die die Behörden zu fällen haben. Sicher kommt es mal vor, dass die Entscheide schlussendlich falsch sind. Es ist aber auch falsch, einfach "Skandal" zu schreien und daraus etwas zu machen, was es nicht ist.

bigbird
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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