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Behindert und doch glücklich

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

Behindert und doch glücklich

Beitragvon guenter » Mo 10. Feb 2003, 21:20

Hallo!
Ich bin seit der Geburt blind. Bis etwa vor zehn Jahren sah ich etwas mehr als drei Prozent.
Jetzt bin ich sogut wie blind. Ich bin trotzdem glücklich, denn ich weiss, dass ich wenn mich der Herr zu sich holt, ich ihn sehen werde.
Wie denkt Ihr darüber?
Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken,
denn der Herr ist deine zuversicht.
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon Morgy » Mo 10. Feb 2003, 21:33

> Wie denkt Ihr darüber?

Hallo Guenter, willkommen hier im Forum. Bewundernswert positive Einstellung, denke ich!

Was ich meim Lesen dieser Zeilen spontan interessieren würde: wie orientierst du dich als Blinder im Internet?

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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon Yehudit » Mo 10. Feb 2003, 22:01

Hallo Günter

Zuallererst möchte ich dich hier im Forum herzlich willkommen heissen :)

Ich finde es super, wie du damit umgehen kannst. Als nichtmehr behinderte kann ich gut reden, ich weiss. Früher hatte ich auch mit Behinderungen zu kämpfen (celebrale Lähmung, Epilepsie), doch das hat mich eher gefrustet.
Doch immer wieder staune ich, wie Gott gerade Menschen mit Behinderungen soo gut gebrauchen kann. Manchmal denke ich fast, er benutzt ganz bewusst diese, um seine Herrlichkeit zu zeigen.

Auch mit einer Behinderung kann ein Mensch glücklich sein. Heute bin ich in gewissen Dingen auch recht eingeschränkt, durch verschiedene Allergien, aber ich habe gelernt, es anzunehmen und denke, Gott wird seinen Grund haben, weshalb ich es zu tragen habe. Bin heute nicht mehr verbittert darüber, wenn auch so hie und da ( aber recht selten) etwas traurig.

Was ich meim Lesen dieser Zeilen spontan interessieren würde: wie orientierst du dich als Blinder im Internet?

Würde mich auch interessieren.

Liebi Grüessli Yehudit
Kadosh, kadosh, kadosh! Adonai Elohim tz va ot.
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon guenter » Mo 10. Feb 2003, 23:45

Original von Yehudit
Hallo Günter

Zuallererst möchte ich dich hier im Forum herzlich willkommen heissen :)

Ich finde es super, wie du damit umgehen kannst. Als nichtmehr behinderte kann ich gut reden, ich weiss. Früher hatte ich auch mit Behinderungen zu kämpfen (celebrale Lähmung, Epilepsie), doch das hat mich eher gefrustet.
Doch immer wieder staune ich, wie Gott gerade Menschen mit Behinderungen soo gut gebrauchen kann. Manchmal denke ich fast, er benutzt ganz bewusst diese, um seine Herrlichkeit zu zeigen.

Auch mit einer Behinderung kann ein Mensch glücklich sein. Heute bin ich in gewissen Dingen auch recht eingeschränkt, durch verschiedene Allergien, aber ich habe gelernt, es anzunehmen und denke, Gott wird seinen Grund haben, weshalb ich es zu tragen habe. Bin heute nicht mehr verbittert darüber, wenn auch so hie und da ( aber recht selten) etwas traurig.

Was ich meim Lesen dieser Zeilen spontan interessieren würde: wie orientierst du dich als Blinder im Internet?

Würde mich auch interessieren.

Liebi Grüessli Yehudit

Ich habe vor mir eine Braillezeile. Mit deren Hilfe kann ich den Text, der auf dem Bildschirm steht, Zeile für Zeile lesen. Ich lese diesen mit den Fingern. Ich habe aus diesem Grund nicht den Überblick nicht über eine ganze Bildschirmseite, sondern nur über eine Zeile. Einer, der nichts sieht, hat eien viel besseren Tastsin, als ein sehender. Und nicht nur dass, er hört auch viel besser. Ich bin ausser dem noch Diabetiker und habe eine atypische Art von Epilepsie. Aber man lernt damit zu Leben.
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon bo » Di 11. Feb 2003, 13:01

Hallo Guenter!

Du hast meinen tiefsten Respekt!

Ich bewundere Menschen, die trotz einer Behinderung , oder gerade deswegen, eine positive Grundeinstellung haben und nicht in Selbstmitleid aufgehen.

Und das macht mir auch immer wieder bewusst, wie gut es mir, trotz meiner beschissenen Situation, eigentlich geht.
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon Claudia » Di 11. Feb 2003, 14:03

Hallo Guenter

Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum. :]

Schön, dass du in Gott das gefunden hast, was er auch für dich sein möchte. Einen Halt, eine Stütze, ein fröhliches Wesen und seinen Schutz!

Diesen Frühling habe ich das auch ein bischen gespührt, wie es sein kann, komplett abhängig zu sein. Sowohl von Menschen wie auch von Gott. Ich konnte durch ein Rückenleiden nicht mehr als 10 m am Stück gehen jedoch dann noch unter grossen Schmerzen. Ich konnte nicht stehen, nicht sitzen. Nur liegen. Den ganzen Taglang. Alles musste am Morgen gut vorbereitet werden. Ich legte mich aufs Sofa und mein Freund hat alles um mich her gerichtet, was ich für einen Tag alles brauchte. So musste ich mich lediglich für die Toilette erheben.
Da wurde mir auch bewusst, was es heisst, gesund zu sein, machen wie man will. Aber in dieser Zeit hat Gott mich unendlich getragen! Ich war fröhlich, gut gelaunt!
Jetzt da ich wieder laufen kann, wieder teilweise arbeite, bin ich viel deprimierter und manchmal hoffnungsloser, als wie ich gar nichts mehr konnte.

Desshalb ist es für mich auch schön zu wissen, dass Gott dir hilft, dein Schicksal zu ertragen! Dein Lohn wird im Himmel sein!

Bhüet di Gott
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Ihr selbst könnt nichts dazu tun, als im Vertrauen anzunehmen, was Gott euch schenkt.
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon Wolfi » Mi 12. Feb 2003, 09:29

Hallo Guenter

Bestimmt nicht immer so einfach mit Deiner Behinderung in dieser doch stark visuell ausgerichteten Welt zurecht zu kommen. Andererseits hast Du ja schon selber erwähnt: Man hat zwar hier etwas weniger, dafür woanders etwas mehr... :)
Vielleicht verrätst Du uns mit der Zeit noch etwas mehr davon, wie Du diese Welt erlebst, worin Du Vorteile für Dich erkennst und worin halt auch gewisse Nachteile... Oft betrachten "Nichtbehinderte" (hähä, zeig mir mal so Jemand! :D ) ja ganz andere Punkte als problematisch wie die Betroffenen selber...
Gespannt auf Deine Beiträge sende ich Dir vorerst mal liebe Grüsse!
"Wolfi" hat Dich lieb!
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon guenter » Mi 12. Feb 2003, 13:46

Hallo Claudia!
Original von Claudia
Jetzt da ich wieder laufen kann, wieder teilweise arbeite, bin ich viel deprimierter und manchmal hoffnungsloser, als wie ich gar nichts mehr konnte.

Ja, deprimiert sein, ist auch für mich kein Fremdwort. Aber nicht wegen der Behinderung, sondern wegen einiger anderer Schwierigkeiten.
Aber dazu sollen wir auch das Forum benutzen, um unsere Schwierigkeiten gegenseitig auszutauschen, damit wir uns auch gegenseitig Mut machen können und im Gebet unterstützen.
Günter
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon Claudia » Mi 12. Feb 2003, 13:51

Ja, das sollte wohl so sein!
Tiefgang und nicht nur smal Talk!
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon Wolfi » Mi 12. Feb 2003, 14:08

@Claudia
Ja, das sollte wohl so sein!
Tiefgang und nicht nur smal Talk!


...sprach´s und zog von dannen zum Assoziations-Thread... :roll: Mann Claudia, Deine Post´s find ich manchmal echt ´nen Hammer! :roll: :D
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon Wolfi » Mi 12. Feb 2003, 14:16

@guenter

Ja, deprimiert sein, ist auch für mich kein Fremdwort. Aber nicht wegen der Behinderung, sondern wegen einiger anderer Schwierigkeiten.
Aber dazu sollen wir auch das Forum benutzen, um unsere Schwierigkeiten gegenseitig auszutauschen, damit wir uns auch gegenseitig Mut machen können und im Gebet unterstützen.
Günter

Genau! Aber alles an seinem Ort! Und "Depression" wäre bestimmt auch ein spannender Thread! :D
Vielleicht wäre dort auch eher eine Fortsetzung der Unterhaltung angesagt, da wir hier doch schon raus gefunden haben, dass das Glücklichsein nicht davon abhängig ist, ob wir mit einer Behinderung bestattet sind oder eben nicht. Somit müssten wir ja nun eigentlich den Titel etwas modifizieren, ja?!- Wie wär´s z.B. "Die wahren Behinderungen durch eine Behinderung"?! ;) Liebe Grüsse!
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon guenter » Mi 12. Feb 2003, 22:32

Hallo Wolfi!
Original von Wolfi

Vielleicht verrätst Du uns mit der Zeit noch etwas mehr davon, wie Du diese Welt erlebst, worin Du Vorteile für Dich erkennst und worin halt auch gewisse Nachteile... Oft betrachten "Nichtbehinderte" (hähä, zeig mir mal so Jemand! :D ) ja ganz andere Punkte als problematisch wie die Betroffenen selber...

Das ist leicht erklärt. Es ist mir schon in der Zeit aufgefallen, wo ich noch mehr gesehen habe, dass viele junge Mädchen, Damen sich zur warmen Jahreszeit sehr kurze Röcke anzogen. Ja, das soll jetzt noch schlimmer sein, als früher, dass sich die Jungen immer aufälliger anziehen oder benehmen. Beim "benimm dich" beobachte ich selbst immer wieder, die Aussprüche, die immer mehr fallen. Es gibt sicher noch mehr Dinge, die mir vielleicht jetzt nicht in den Sinn kommen.
Dafür höre ich viel besser als ein Sehender. Ich kann den Schall der Wände registrieren. Die Strasse, auf der ich wohne, ist ein Hohlweg. Links und rechts ist eine steile Böschung. Diese höre ich, wenn ich in der Nacht nach hause gehe. Ich habe auch einen besseren Geruchsinn. Da kann ich mich noch erinnern, als ich in Wien beim Portier stand. Da strömte das Gas beim Gasherd aus. Niemand roch es von den Anwesenden. Als ich sie aufmerksam machte, glaubten sie mir zu erst nicht. Aber als ich darauf bestand, schaute doch der Portier nach und sah, dass der Gasherd nicht nichtig abgeschaltet war. Hätte da sich jemand eine Zigarette anzünden wollen, wäre die ganze Schule in die Luft gegangen. Zu dieser Zeit waren etwa 120 Schüler im Internat.
Der Orientierungsin läst auch nichts zu wünschen übrig.
Ach ja! sorry, einen Punkt habe ich gestern vergessen. Sicher gibt es auch Nachteile. Man braucht auch des öfteren fremde Hilfe. Mir kommt vor, dass die Leute früher hilfsbereiter gewesen wären. Jeztt, wen man etwas fragen möchte, laufen sie einfach weiter und tun, als hörten sie es nicht. Das erlebe ich immer wieder im Supermarkt. Meist erst der Dritte oder Vierte ist bereit, einen zu helfen.
Guenter
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon Claudia » Do 13. Feb 2003, 14:44

Hi Wolfi
Du hast mich schon verstanden, wie du ja selber sagst: alles an seinem Ort.
Es ist tatsächlich reine Gnade, dass ihr gerettet seid.
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon kasandra » Do 13. Feb 2003, 22:12

Hallo Guenter

Zum Titel "Behindert und doch glücklich" kann ich nur sagen: STIMMT! :) :)

Ich wünsche Dir viel Spass auf diesem Forum und interessante Diskussionen.

Liebe Grüsse
kasandra
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon Wolfi » Fr 14. Feb 2003, 08:12

Hallo Günter
Jaja, die kurzen Röcke... :D Aber wenn ich Dich richtig verstanden habe, macht Dir eigentlich der moralische Zerfall der Gesellschaft etwas zu schaffen?!- Nun, geht mir in gewissen Belangen auch so (wobei nicht unbedingt bei dem eingangs erwähnten Thema :) ). Find ich stark, wie sich Deine anderen Sinne entwickelt haben!
Nun aber zurück zum "glücklich sein": Woraus schöpfst Du Dein Glück?- Happy Valentine!
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon guenter » Fr 14. Feb 2003, 21:36

Hallo Wolfi, Hallo Claudia!
Original von Wolfi





Genau! Aber alles an seinem Ort! Und "Depression" wäre bestimmt auch ein spannender Thread! :D
Vielleicht wäre dort auch eher eine Fortsetzung der Unterhaltung angesagt, da wir hier doch schon raus gefunden haben, dass das Glücklichsein nicht davon abhängig ist, ob wir mit einer Behinderung bestattet sind oder eben nicht. Somit müssten wir ja nun eigentlich den Titel etwas modifizieren, ja?!- Wie wär´s z.B. "Die wahren Behinderungen durch eine Behinderung"?! ;) Liebe Grüsse!

Danke Wolfi für deinen Vorschlag.
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Man ist nicht behindert, aber man wird bihindert

Beitragvon guenter » Fr 14. Feb 2003, 23:43

Hallo Wolfi!
Original von Wolfi
@guenter




Genau! Aber alles an seinem Ort! Und "Depression" wäre bestimmt auch ein spannender Thread! :D
Vielleicht wäre dort auch eher eine Fortsetzung der Unterhaltung angesagt, da wir hier doch schon raus gefunden haben, dass das Glücklichsein nicht davon abhängig ist, ob wir mit einer Behinderung bestattet sind oder eben nicht. Somit müssten wir ja nun eigentlich den Titel etwas modifizieren, ja?!- Wie wär´s z.B. "Die wahren Behinderungen durch eine Behinderung"?! ;) Liebe Grüsse!

Danke für deinen Vorschlag. Eigentlich greift da eins in das andere über. Ich denke, dass einen die Depressionen eher überfallen, wenn man wirklich nicht mer in der Lage ist, gewisse Handkriffe selbst zu machen. Und da wiederum trifft es mer die, die nicht gleubig sind. Wir wissen ja, zu wem wir gehen dürfen, wenn wir ein Problem haben. Der Herr hat für uns immer ein offenes Ohr. Und wenn es miten in der Nacht ist, wo unsere Geschwister schlafen. Ich bemerke dass immer wieder, wenn ich eine bekante im seniorenheim besuche. Sie hat Reuma, wodurch sich die Knochen in den Fingern regelrecht aufgelöst haben. Sie weiss mit sich überhaupt nichts anzufangen. Jedes mal, wenn ich sie besuche, sagt sie immer: (Ich kann nicht mer, Ich will nicht mer, Ich springe beim Fenster hinunter). Jezt ist Sie deshalb wieder im Krankenhaus.
Ich will einen Wiedergeborenen davon ausschliessen. Ich denke, dass es auch bei denen vorkommen kann, die immer aleine sind. Wenn sie in ihrer Umgebung niemand zum reden haben.
Ich Habe diesen Ditel deshalb ausgewählt, weil es nicht nur bei der Behinderung aleine bleibt. Man wird noch dazu von den Mitmenschen schnell herunter gesetzt. Man wird einfach nicht so ernst genommen, wie ein nicht behinderter. Dadurch darf man sich noch weniger Fehler erlauben, als ein nicht Behinderter. Das raubt einen irsinig viele Kräfte und man ist dadurch nicht immer die Leistung zu bringen, die man bringen solte.
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon guenter » Sa 15. Feb 2003, 23:38

Hallo Wolfi!
Original von Wolfi

Jaja, die kurzen Röcke... :D Aber wenn ich Dich richtig verstanden habe, macht Dir eigentlich der moralische Zerfall der Gesellschaft etwas zu schaffen?!- Nun, geht mir in gewissen Belangen auch so (wobei nicht unbedingt bei dem eingangs erwähnten Thema :) ). Find ich stark, wie sich Deine anderen Sinne entwickelt haben!
Nun aber zurück zum "glücklich sein": Woraus schöpfst Du Dein Glück?- Happy Valentine!

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Es ist so.
{/QUOTE]
Ich bin Glücklich, weil ich ein Gotteskind bin. Wär das nicht, wär ich sicherlich schon an so manchen Schwierigkeiten zerbrochen. Ich bin auch ser glüclich verheiratet. Ich könnte mir keine bessere Frau vorstellen. Es gibt auch in der ganzen Familie niemand, mit den ich mich so gut verstehe, wie mit ihr. Wir gehen mitsamen mit den Herrn. Sie ermutigt mich, wenn ich einmal entmutigt bin und ich kann auch it Ihr über alles sprechen. Was vorher nicht möglich war.
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon Wolfi » Di 18. Feb 2003, 23:24

Hallo Günter!
Was mich interessieren würde: Du hast ja durch die Behinderung von vielen Dingen eine andere Wahrnehmung als die meisten. Ich könnte mir vorstellen, dass sich dadurch auch das Empfinden der kleinen Freuden des Alltags etwas anders darstellt, als bei den meisten?!- Was sind für dich denn so die kleinen Freuden des Alltags, die Du bisher schon so entdecken durftest?- Und abgesehen davon: Liest man von Dir auch mal in einem anderen Thread etwas?- Lieben Gruss!
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Re: Behindert und doch glücklich

Beitragvon bössi » Mi 19. Feb 2003, 00:18

Hallo Guenter
Ich bewundere solche Leute wie Dich. Ich habe nicht genügend Worte, um meine Bewunderung Ausdruck zugeben. Ich wusste nicht das sich Leute die ganz Blind sind auch im Internet bewegen können. Das ist für mich einen neue Erfahrung. Ich kenne zwar Software, die sehbehinderte Leute auf dem PC einsetzen, und gewisse Sehhilfen. Wir haben in unserer Firma auch solche Softwaren für Sehbehinderte. Doch so viel ich weis muss man für siede Software noch eine gewissen Protzentsatz sehen können. Doch das wo ich von Dir gelesen habe kannte ich nicht. Mich würde es brennend intresiert wie Du zum Beispiel die Grafiken, das heisst Sachen die keine Text habe auf dem Monitor sehen, oder besser gesagt fühlen kannst.

Ganz liebe Grüsse jakusa
Meine Gedanke sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, soviel sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken höher als eure Gedanken.

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Die wahre Behinderung durch Behinderungen

Beitragvon guenter » Do 20. Feb 2003, 21:02

Original von jakusa

Mich würde es brennend intresiert wie Du zum Beispiel die Grafiken, das heisst Sachen die keine Text habe auf dem Monitor sehen, oder besser gesagt fühlen kannst.




Die Grafiken sind für mich unerkennbar. Im Gegenteil, Ich kann mit den Internetseiten, wo zuviel Grafiken sind, nichts anfangen. Reine HTMLSeiten, wo grösten teils nur Grafik one Text oder einer dazugehörigen Bildbeschriftung ist macht mein Program gleich garnichft auf. Dabei sollte die Bildbeschriftung direkt beim Bild sein. An Stelle der Grafik steht einfach Gif oder Putton.
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Re: Die wahre Behinderung durch Behinderungen

Beitragvon bössi » Do 20. Feb 2003, 23:15

Danke Günter für Deine Erklärung. Wie schon gesagt. Ich bi erstaunt wie Du damit umgehen kannst.

Liebi grüess jakusa
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Re: Die wahre Behinderung durch Behinderungen

Beitragvon Wolfi » Fr 21. Feb 2003, 07:48

Guten Tag Günter!
Du bist noch nicht auf meine Frage eingegangen von wegen Deine kleinen Freuden des Alltags! ;) Ich wünsch Dir viele davon & auf ein ander mal! Wolfi
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Re: Die wahre Behinderung durch Behinderungen

Beitragvon guenter » Sa 22. Feb 2003, 23:25

Original von Wolfi
Guten Tag Günter!
Du bist noch nicht auf meine Frage eingegangen von wegen Deine kleinen Freuden des Alltags! ;) Ich wünsch Dir viele davon & auf ein ander mal! Wolfi

Spät, aber doch.
Obwohl es auch Probleme gibt, die mir die Kraft rauben und von denen ich an anderer Stelle schreiben will, habe ich genug grund zur Freude und Dankbarkeit:
Ja im Sommer werden es bereits 20 Jahre dass ich glücklich verheiratet bin. Meine Frau geht mit mir durch dick und dünn. Ja, es hat auch vorher niemand gegeben, mit der ich mich so gut verstanden habe, wie mit ihr. Sie ist eine, die mich nicht nur liebt, sondern auch troz meinen Schwächen auch ernst nimmt. Das ist etwas, was ich als Kind vermissen haben müssen. Wir wohnen in einen Haus, das meiner Schwester und mir gehört. Wir helfen im Haus und im Garten zusammen. Sie bringt die Geduld auf und lässt mir Dinge machen, von denen sie weiss, dass sie sie eigentlich schneller machen könnte und wo sie auch weiss, dass ich sie auch gerne mache. Staubsaugen, Das Bett überziehen, im Garten das Gras in den Kompost, im Geschäft zahlen,... Mich freut einfach, wenn ich jemanden helfen kann. Vorige Woche machte ich z.B. jemand bei uns in der Musikschule die richtige Vorwahlnummer von Athen in Griechenland ausfindig. Da änderte sich nicht nur die Landeskennzahl, sondern auch die Ortskennzahl. Selbst die Telefonauskunft
wusste sie nicht. Ich rief die alte Telefonnummer und gab die Tonbanddurchsage, die auf die Nummernänderung hinwies und nur in Englischer und Grischischer Sprache war, einer Dame vom Fremdenverkehr. Diese sagte mir darauf die neue Telefonnummer. Ich wusste nämlich von ihr, dass sie um die 13 Fremdsprachen fließend sprechen kann. Ja, es gäbe noch viel mehr Dinge, von denen ich erzählen könte. aber das würde den Rahmen sprengen.
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Re: Die wahre Behinderung durch Behinderungen

Beitragvon Wolfi » Do 27. Feb 2003, 18:44

Hallo Günter!
Es freut mich, dass Du eine Partnerin getroffen hast, die so zu Dir hält und Dir auch eine Chance gibt! Wie Du selber schreibst, musstest Du leider auch die Erfahrung machen, dass man Dich wegen Deiner Behinderung oftmals nicht wirklich ernst genommen hat. Eine traurige Erfahrung, die wohl die meisten Behinderten immer wieder mal machen müssen... Ich find´s schön, dass Du daran nicht zerbrochen bist (was ja leider auch oft passiert)! Das Wetter, welches uns zur Zeit gegönnt ist, wird Dich wohl auch schon wieder ab und zu in den Garten getrieben haben?!- Was mich noch interessieren würde, lieber Günter: Da Du ja blind bist, ist es Dir möglich, die Aura eines Menschen zu spüren oder bist Du da voll auf das Wort angewiesen?- Liebe Grüsse! Wolfi
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Re: Die wahre Behinderung durch Behinderungen

Beitragvon guenter » Sa 1. Mär 2003, 23:08

Hallo Wolfi!
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Was mich noch interessieren würde, lieber Günter: Da Du ja blind bist, ist es Dir möglich, die Aura eines Menschen zu spüren oder bist Du da voll auf das Wort angewiesen?- Liebe Grüsse! Wolfi

Ich möchte dir für deine Geduld danken. Ja ich kenne die Personen nur an der Stimme.
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