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Die versteckte Sünde

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

Die versteckte Sünde

Beitragvon Keili » Mo 29. Jun 2015, 21:14

Hallo,

in unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft und eben auch in meinem Leben gibt es eine versteckte Sünde, die unmerklich klein anfängt, aber dann enorme Wucherungen annehmen kann.
Wie heißt dies Sünde?
Achtlosigkeit im Umgang mit seinem und dem Leben anderer.
Wir sind heute so verwöhnt, dass wir oft so achtlos mit dem Leben umgehen und selten echte Wertschätzung, vor allem in den kleinen, kaum merklichen aber doch mächtigen Dingen und Einrichtungen des Lebens haben.
Diese Achtlosigkeit fängt in unserem inneren an, in Gedanken und Einstellungen.
Manchmal kann man in der Jugend ein Spiegel für die Welt der Erwachsenen sehen.
Wenn es anfängt, andere zu missachten, weil sie keine Markenklamotten tragen, wenn sie sich besaufen bis zum Koma ...
Das soll keine Abstufung der Jugend sein...
Aber der seelische Schmerz in einem Menschen fängt da an, wo sein Leben mit Achtlosigkeit und Geringschätzung behandelt wird.
Dann fängt man irgendwann an, wenn wir keine Achtung mehr für das Geschenk des Lebens durch Gott haben in den kleinen Dingen auch insgesamt im Großen und Ganzen damit umzugehen. Bis hin zum Mord kann es dann gehen. Klar das ist ein extrem fängt aber mit Achtlosigkeit an.
Vor allem, wenn Menschen andere Menschen mit Verachtung ansehen und so behandelt werden. Ist das dann nicht wie ein Boomerrang der irgendwann zurück kommt oder der verachtete Mensch richtet die Verachtung gegen sein eigenes Leben, weil alle mit ihm so umgehen, wie kann er dann besser vom Leben denken, als wie es ihm andere zeigen...
Dankbarkeit, echte Dankbarkeit im Herzen geboren und dort verwurzelt für das Leben und seine Geschenke. Nur wenn man dies der Jugend ins Herz legen kann und das kann man nur, wenn man es selbst so empfindet und lebt, dann kann man achtvoll mit seinem und dem Leben anderer umgehen.

Wie seht ihr das?
Ich erwische mich manchmal dabei und andere in meiner, ihrer unbewussten Achtlosigkeit gegenüber dem Geschenk des Lebens. Wer sagt heute noch aus Herzen Dank für das Essen das er auf dem Tisch findet?
Ich meine im Herzen echt fühlend nicht bloß so dahergeplabbert...
Nächstenliebe ist der Weg zur Gottesliebe.
Keili
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Re: Die versteckte Sünde

Beitragvon onThePath » Di 30. Jun 2015, 09:25

Achtlosigkeit im Umgang mit seinem und dem Leben anderer.


Achtungslosigkeit von Anderen erfährt man ja z.B., wenn man von anderen Menschen nur gebraucht wird, oder wenn der Wert des Menschen nur über Leistung definiert wird.

oder der verachtete Mensch richtet die Verachtung gegen sein eigenes Leben, weil alle mit ihm so umgehen, wie kann er dann besser vom Leben denken, als wie es ihm andere zeigen...


Ja, das gibt Probleme noch und noch. Jesus möchte uns da ja herausführen.
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Re: Die versteckte Sünde

Beitragvon bigbird » Mi 1. Jul 2015, 15:55

Hallo Keili

Du hast das Stichwort "Achtlosigkeit" eingeworfen. Die User diskutieren aber über "Achtungslosigkeit" - welches von beiden meinst du nun wirklich?

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Re: Die versteckte Sünde

Beitragvon Jona » Fr 28. Okt 2016, 12:49

onThePath hat geschrieben:
Achtlosigkeit im Umgang mit seinem und dem Leben anderer.

oder wenn der Wert des Menschen nur über Leistung definiert wird.

lg, oTp

Ich finde das Them sehr interessan, danke dem Treadsteller.
Ich mache genau diese von oTP ewähnte Erfahrung bei Christen, die einem immer bei der Begrüssung nach der beruflichen Tätigkeit fragen. Ich finde das sowas von taktlos. Es kommt mir wirklich so vor, als ob man nach seiner Leistung beurteilt wird. Sowas kann einem schon ziemich stinkig machen mit der Zeit. Viele, gerade auch junge Christen, gruppieren sich oft und wenn du da nicht toll genug aussiehst oder schon viel älter bist, hast oft kaum eine Chance auf Akzeptanz. Viele gutaussehende junge Menschen halten oft viel von sich und können unglaublich verletzend auch sein und solche Menschentrifft man auch oft unter Christen leider.
Dabei ist die Bergpredigt doch den meisten jungen Christen sicher bekannt. Das Matthäus Evangelium hatte ich als Kind besonders gerne.

Ich für mich musste auch lernen, die Menschen nicht nach ihren Aeusseren zu beurteilen und ich habe so eine Menge wunderbarer Menschen kennengelernt, mit denen ich früher nie verkehrt hätte.
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Re: Die versteckte Sünde

Beitragvon onThePath » So 30. Okt 2016, 07:25

Hallo, Jona

Das ist ein sehr lohnendes Thema, denke ich.
Ich denke an einen verstorbenen Ältesten, der auch Seelsorge machte. Er sagte, die Gemeinde sei ein Lazaret mit vielen verwundeten Menschen. Aber leider empfand ich unsere damalige Gemeinde eher so, wie du es beschreibst. Kirche muß ein Raum sein gegenseitiger Achtung und aufmerksamer Liebe zueinander. Jesus macht es uns vor.

lg, otp
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Re: Die versteckte Sünde

Beitragvon Jona » So 30. Okt 2016, 09:56

Lieber nThePath

Ich werde mich diesbez. noch genauer äussen, jetz bin ich aber schon spät für den Gottesdienst. :mrgreen:
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Re: Die versteckte Sünde

Beitragvon Jona » So 30. Okt 2016, 18:21

Was ich eben in den grossen Christlichen Gemeinden problematisch auch finde, ist das der Gemeindeleitung der Ueberblickfehlt. Die Jüngerschaft sollte ein wichtiges Thema einer jeglichen Gemeinde sein. Da ist Seelsorge ein sehr wichtiger Aspekt gerade weil es sehr viele leidende Menschen auch gibt. Jeder Jünger sollte einen Geistlichen Vater innerhalb der Gemeinde an seiner Seite haben, der immer für einen da ist. Gerade frisch bekehrte Menschen, die noch Milch trinken brauchen Begleitung, so zusagen eine Bezugsperson der man vertauen kann.

Ferner sind wir ja alle ein Leben lang in einem Veränderungsprozess. Menschen können Veränderung erfahren. Daher sollte man nie jemanden festschreiben. Aber leider nehmen sich die Gemeindeleitungen der leidenden Menschen zu flüchtig an. Oft sind sie damit überfordert oder strahlen mehr Autorität, Ungeduld und Strenge aus, als Liebe und Verständnis. Es gibt doch für die Gemeinde nichts schöneres, als wenn ein Mensch eine Umkehr erleben darf. Das muss das Höchste anliegen der Gemeinde JESU CHRISTI sein. Diesbezüglich ein wunderbares Schriftwort aus dem Johannes Evangelium.

"Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt." Johannes 13.35

Die Liebe zueinander egal ob jung oder alt, ob dick oder dünn, ob weiss oder schwarz, ob behindert oder krank, ob entstellt oder verbrannt....das ist das Zeichen, das wir Jesu Jünger sind.
Was tut die Liebe? oder was tut die Liebe nicht? das lesen wir in 1. Korr. 13. Da steht u. A. "sie sucht nicht das ihre".
Wie viele Meschen, auch unter Christen stehen gerne im Mittelpunkt und suchen die eigene Ehre, die allein userrm Erlöser HERRN JESUS CHRISTUS gebührt?
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Re: Die versteckte Sünde

Beitragvon onThePath » Mo 31. Okt 2016, 12:09

Lieber Jona

Die Liebe sucht nicht das Ihre.

Dazu gehõrt für mich, dass sie sich verschenkt, wie du schon sagst, nicht auf den eigenen Vorteil schaut.
Das Wohl des Anderen ist wichtig, nicht daß ich vom Anderen bekomme, was ich möchte. Nicht vom Anderen nehmen was ich brauche sondern gebe was er braucht.

Und wie man sagt, man verschenkt dabei etwas, ohne etwas zu verlieren, sondern man kann nur gewinnen. Man wird lernen, was zählt. Man befreit sich davon, sich in einem engen Kreis nur um sich selber zu drehen, den Umgang mit Menschen nur eng begrenzt für eigene Vorteile zu suchen. Man wird innerlich freier. Man gewinnt eine liebende Sicht und fürsorgliche Haltung auf und für jeden Menschen. Ich meine, man fühlt sich dabei auch besser und lernt auch die damit verbundenen Mühen schätzen.

Man muß nicht Seelsorger sein, aber ein seelsorgerisches Herz haben, feinfühlig werden für die Bedürfnisse, Nöte und Problemzonen der Menschen, sie innerlich erreichen und nähren. Man muß sich selber kennen und lernen, Andere zum Guten zu lenken. In der Bibel schöpfen und seine Mitmenschen damit ernähren. Wer wird sagen, ein Baby nutzt mich nur aus, obwohl man einseitig für das Baby da ist, sich manchmal abmūht für einen kleinen Tyrannen, bis an die eigenen Grenzen der Belastbarkeit, aber die Liebe zum Baby beschenkt und belohnt und entschädigt reichlich.
.

Eine christliche Gemeinschaft ist wohl so etwas wie eine Liebesgemeinschaft, man kann zusammenwachsen und sich gegenseitig nähren oder sich gar nicht beachten, sich nicht kennenlernen, nebeneinander her leben. Man merkt das ja. Erwärmt mich der Umgang mit dem Mitchristen, oder wirkt er kalt, beachtet mich gar nicht, oder tut er mir sogar gar nicht gut ?

lg, otp
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Re: Die versteckte Sünde

Beitragvon Jona » Mo 31. Okt 2016, 14:48

Lieber onThePath

Du hast das sehr gut erkannt. So können wir ganz viel für die harmonische Gemeinschaft beitragen. Das fängt schon bei der Begrüssug am Sonntag Morgen an. Wenn wir die alte Schwester mit Freude und einem :praise: und einem lächeln begrüssen, fühlt sie sich angenommen und in der Gemeine zuhause. Wenn wir aber den Gottesdienst mit dem Groll der Letzten Woche vergiften, betören wir den GEIST GOTTES.

onThePath hat geschrieben:Eine christliche Gemeinschaft ist wohl so etwas wie eine Liebesgemeinschaft, man kann zusammenwachsen und sich gegenseitig nähren oder sich gar nicht beachten, sich nicht kennenlernen, nebeneinander her leben. Man merkt das ja. Erwärmt mich der Umgang mit dem Mitchristen, oder wirkt er kalt, beachtet mich gar nicht, oder tut er mir sogar gar nicht gut ?

lg, otp


Richtig! Zusammenwachsen und einander Gegenseitig nähren ist eines jeden Jüngers Auftrag in der Gemeinde. Das bedarf keines speziellen Amtes. Gewissermassen ist jeder Christ ein Seelsorger. Wir sollen und aller Menschen annehmen, die Hilfe suchen. Manchmal können wir nur begrenzt helfen und müssen einen der Aeltesten beiziehen, aber es kann nicht sein, dass es uns entgeht wenn Menschen Hilfe brauchen.

Wenn wir bei Mitchristen solche Dinge wie Lauheit und Teilnahmslosigkeit und Antisympathie feststellen, darf man durchaus das Gespräch mit dem Betroffenen suchen. Falls er keinen Klärungsbedarf hat, sollte man einen der Aeltesten beiziehen.

"Und dem Engel der Gemeinde zu Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heisst, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Kreatur Gottes: Ich weis deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach dass du weder Kalt noch warm währest! Weil Du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.". Off.3,14-16

Lauheit ist eine der schlimmsten versteckten Sünden der heutigen Zeit. Eine sehr treffender Vergleich. Einen Schluck lauwarme Milch mögen die wenigsten gerne.
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