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Christliches Abendland? Pegida?

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon manfred » Di 30. Dez 2014, 21:14

Immer beschwören manche die Kultur Europas eben den christlichen Hintergrund als Basis unser Kultur. Trotzdem scheinen viele dann den christlichen Hintergrund nicht zu kennen.
Immer wird in Österreich fälschlicherweise angenommen, daß immer die bösen Ausländer gegen Kreuze in den Schulen sind oder gegen das Singen christlicher Lieder. Dabei bin ich auf die Seite: religion-ist-privatsache.at gestoßen. Und man erkennt, daß es dann Menschen gibt, die nicht Personen muslimischer Herkunft sind, aber die christlichen Traditionen in die Privatsphere also in die 4 Wände verbannen wollen, wahrscheinlich nimmt man sich da ein Vorbild an Frankreich.
Da sind es aber Menschen aus dem Abendland, die sich gegen die christlichen Traditionen stellen.
Wie christlich sind daher diese patriotischen Europäer und wie sehr praktizieren sie wirkliche diese Kultur des Abendlandes?
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Re: Christliche Abendland? Pegida?

Beitragvon Reginald 32 » Di 30. Dez 2014, 23:08

Lieber manfred, ich glaube, das sind erst mal Schlagzeilen, un jeder stellt sich was Anderes darunter vor.

Aber wissen solle man, dass der Islam seit 1300 Jahren versucht, das Abendland zu erobern und moslemisch zu machen. Zuerst über Spanien und Frankreich, wo die Sarazenen bei Tous und Piotiers eine große Niederlage gegen den Franken König Karl Maretell erlitten und in der Folge immer mehr zurück gedrängt wurden.

Dann versuchten es die Türken zur Zeit der Reformation, scheiterten aber 2 x vor Wien und wurden ebenfalls wieder zurück gedrängt.

Die islamischen Geistlichen träumen nun von eine dritten Versuch, das Abendland für den Islam zu erobern. Kein Wunder, dass die Leute hier allergisch werden. Auch wenn sie vielleicht kaum Christen sind, so wollen sie doch gar keine Moslems werden.

Bekannt ist ja inzwischen, dass es unter Moslems eine Telefon Nummer gibt, vor der sie eine panische Angst haben, falls sie Christen werden wollen. Da hat es nämlich schon eine ganze Reihe tödlicher "Unfälle" gegeben (auf Übertritt zu einer anderen Religion steht die Todes Strafe, die jedermann vollziehen kann). Viele hier lebende Moslems beschneiden trotz Verbot noch ihre Mädchen. Oder sie werden zwamngsverheiratet.. Und es hat auch noch kein Moslem einen Terror Verdächtigen der christlichen Polizei gemeldet, obwohl die täglich in den Moscheen zu finden sind. Ein Moslem verpfeift keinen "Glaubensbruder" an die bösen Christen.

Ich kann die Menschen verstehen, die an Pegida-Demonstrationen teil nehmen, jedenfalls im Ansatz. Aber es gibt dirt viel zu viele, die nur ihr Gift Süppchen dort kochen wollen. Es liegt deshalb, glaube ich, ganz viel an den Moslems selbst, in wie weit sie ihr Verhalten und ihre Ziele ändern und unsere Grundgesetz achten wollen.

Herzliche Grüße von Teginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Christliche Abendland? Pegida?

Beitragvon lionne » Mi 31. Dez 2014, 00:57

Brüssel (idea) – Europa galt lange als „christliches Abendland“. Doch heute spielt Religion für die knapp 506 Millionen Bürger der Europäischen Union (EU) eine immer geringere Rolle. Das gilt auch für die Wahlen zum Europäischen Parlament, die vom 22. bis 25. Mai stattfinden. Nur noch eine knappe Mehrheit (51 Prozent) der Menschen in den 28 Mitgliedsstaaten glaubt an Gott, 26 Prozent an eine Geist- oder Lebenskraft, während 20 Prozent die Existenz irgendeines höheren Wesens verneinen. Drei Prozent wollen sich dazu nicht äußern. Das geht aus einer Umfrage des Eurobarometers aus dem Jahr 2010 hervor. Das am stärksten säkularisierte Land ist Frankreich, wo 40 Prozent der Einwohner nicht an ein höheres Wesen glauben. Tschechien mit 37 Prozent und Schweden mit 34 Prozent unterscheiden sich davon nur wenig. Deutschland liegt mit 27 Prozent Ungläubigen im Mittelfeld. Die am stärksten religiös geprägten EU-Länder sind Malta, wo 94 Prozent an Gott glauben, gefolgt von Rumänien (92 Prozent) und Zypern (88 Prozent).

Trotzdem: 72 Prozent sind Kirchenmitglieder
Trotz der fortgeschrittenen Säkularisierung ist freilich die große Mehrheit der EU-Bürger weiterhin nominell religiös gebunden. Dabei spielen die Kirchen nach wie vor die größte Rolle. 72 Prozent der EU-Bevölkerung sind Kirchenmitglieder. Die Katholiken stellen 48 Prozent, die Protestanten zwölf Prozent, die Orthodoxen acht Prozent und andere Konfessionen – vor allem die Anglikaner – vier Prozent. Zwei Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Die Nicht-Religiösen machen 16 Prozent und die Atheisten sieben Prozent aus. Drei Prozent gehören kleineren Religionen an oder machen keine Angaben.
>>> http://www.idea.de/nachrichten/detail/t ... -1150.html
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Re: Christliche Abendland? Pegida?

Beitragvon onThePath » Mi 31. Dez 2014, 01:02

Wenn die Muslime Moslems umbringen, die Christ werden, dann ist das für mich ein Grund, daran grundsätzlich zu zweifeln, dass sie eine Religion sind, die unsere Demokratie verdient hat.

Wer möchte denn eine Religion sich hier ausbreiten lassen, die eine Einbahnstraße ist:
Christen dürfen Muslime werden, aber Muslime unter Todesdrohung nicht.
Das ist keine tragbare Basis für ein konfliktfreies Miteinander-Leben von Christen und Muslimen.

Wir könnten selber ins Mittelalter zurückgehen und Christen mit dem Tod bedrohen. die muslimisch werden wollen....Aber das ist Irrsinn anders herum.

Da ist es absurt, keine berechtigte Angst vor dem Islam zu haben.
Unsere Politiker müssen sich dem Problem stellen und aufpassen, dass die Rechte des "christlichen Abendlandes" nicht abgeschafft werden. Diese Angst steckt berechtigter Weise in jedem rechtschaffenen Christen. Vorsicht damit, die Rechte der Christen zugunsten der Muslime zu schwächen.

In muslimischen Ländern werden Christen sowieso eher unterderückt als gleichberechtigt behandelt. Wieder eine Einbahnstraße.

Solange es ein muslimisches Glaubensdogma ist, dass Christen minderwertig sind und Konvertiten vom Islam zum Christentum den Tod verdient haben, ist die muslimische Religion eine potentielle Bedrohung und Muslime bleiben zwiespältig und hinterlistig. Da sie jederzeit den Christen "in den Rücken fallen" können. Zumal, wenn sie fanatisiert sind.

Ich mag Muslime aber keine radikalen und auch keine braunen Hassprediger.
Ich sehe lediglich Probleme.


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Re: Christliche Abendland? Pegida?

Beitragvon lionne » Mi 31. Dez 2014, 10:53

onThePath hat geschrieben:Wer möchte denn eine Religion sich hier ausbreiten lassen, die eine Einbahnstraße ist:....

Das ist die entscheidende Frage! ;)
Und da liegt auch der 'Hase im Pfeffer'! Da kann m.E. jede/r selber mal über diese entscheidende Frage nachdenken!
Nichtsdestotrotz: Guten Rutsch ins 2015 :party:

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Re: Christliche Abendland? Pegida?

Beitragvon manfred » Mi 31. Dez 2014, 15:05

Wir hatten auch einmal eine Diskussion ob Patriotismus und Christentum vereinbar sind.
Ist Patriotismus nicht einfach, daß alles so bleiben muß, man sich nicht ändern will?
In Wirklichkeit ändert sich aber alles um uns herum, trotzdem glauben wir das wir alles wie gehabt haben.
Führt Patriotismus zum Frieden oder eher zu Gewalt?
Kann man mit Patrioten wirklich eine ehrliche Diskussion führen?
Gott sei Dank gibt es auch Gegendemos gegen Pegida.
Für mich ist Islam nicht gleich Islam. Ich denke, daß die gewaltbereiten mit dem Koran nicht viel zu tun haben.
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Re: Christliche Abendland? Pegida?

Beitragvon onThePath » Mi 31. Dez 2014, 16:28

Für mich ist Islam nicht gleich Islam. Ich denke, daß die gewaltbereiten mit dem Koran nicht viel zu tun haben.


Manfred, es geht gerade um möglichen Mißbrauch.
Damit muß man rechnen. Der Islam hat nun mal potential diesen "Brennstoff" in sich.
Und das sieht man daran, wie Christen in islamischen Ländern behandelt werden.
Es gibt einfach ernst zu nehmende Konfliktpunkte.
Also: Man darf nicht alles nur verharmlosen und auch nicht nur verteufeln.
Wir sind nicht das Problem. Es fängt beim Koran an und seiner Auslegung.

Und schau Dir mal an, wie es in muslimischen Staaten politisch zugeht.
Wir müssen unsere Demokratie bewahren und unser christliches Erbe auch, und das wird schwieriger werden, wenn die Politik nicht vernünftig ist.

Ich sehe bis jetzt kaum Gefahren, weil ich die Mentalität der meisten türkischen Muslime hier kenne. Aber es gibt nun mal Kräfte die versuchen, alle Muslime "aufzuheizen" gegen die Ungläubigen. Erledigt sich das alles nur durch Zugeständnisse und argloses Wohlwollen ?

Hier gibt es keine Morde von Muslimen, das ist gut so.
Aber vor wenigen Jahren wurden freievangelische Pastoren in der Türkei umgebracht. Ich habe eine der Frauen in einer Gemeinde erlebt. Sie hat trotz allem Schmerz den Mördern vergeben.

Aber wehe, wenn hier ein Muslim ermordet würde aus religiösen Gründen. Ich vermute, was wird dann der türkische Staatsführer die Christen beschimpfen und wie werden die Muslime in einigen Ländern toben.

Man zähme die Bestie im Mensch ehe sie frei wird.

Ich provoziere mal mit kräftiger Ausdrucksweise, es wird nämlich entweder zu sehr verteufelt oder das Gegenteil, zu sehr verharmlost. Finden wir das Vernünftige.

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Re: Christliche Abendland? Pegida?

Beitragvon lionne » Mi 31. Dez 2014, 17:16

manfred hat geschrieben:Für mich ist Islam nicht gleich Islam.

Deine Meinung, okay: Nur stehst du mit deiner Meinung diametral entgegengesetzt zum 'Hardcore-Moslem' Erdogan: für den gilt nämlich: "Islam ist Islam"! ;)
Gruss lionne
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Re: Christliche Abendland? Pegida?

Beitragvon Columba » Mi 31. Dez 2014, 17:17

onThePath hat geschrieben:Wir müssen unsere Demokratie bewahren und unser christliches Erbe auch, und das wird schwieriger werden, wenn die Politik nicht vernünftig ist.


Was ist unser christliches Erbe?

Die Menschenrechte kommen vom Humanismus und von der Aufklärung. Der gelebte, christliche Glaube ist kaum noch vorhanden: Die grosse Mehrheit der Kinder wissen kaum mehr die grundlegenden Sachen vom Christentum und alle christlichen Festtage sind vom Geschäftemachen übernommen worden. Christliche Tugendethik ist am verschwieden, Nützlichkeitsethik gross geschrieben. Nur noch eine kleine Minderheit bekennen sich zu Gemeinden und Kirchen. Wenn man in Deutschland ohne Kosten aus der Kirche austreten könnten, wären noch viel weniger in Kirchen organisiert.


Was ist unsere Demokratie?

Demokratie ist auch ein Produkt der Aufklärung. Doch heute ist die Demokratie ein Bombengeschäft geworden. Die US-Präsidentenwahlen kosten für jeden Präsidenkandidaten über eine Milliarde Dollar heutzutage. Zu sagen haben immer mehr die Lobbyisten und Oligarchen, das siehst Du auch heute in den USA, wie wenige Organisationen die Wahlen finanzieren. Mit den Super-Pacs gibt’s keine Limiten mehr.

...und wie haben sich die westlichen Demokratien in den letzen 15 Jahren präsentiert vor der Welt. Auch kein Ruhmesblatt, wie man die Demokratie und Freiheit mit Bomben nach Irak exportiert hat. Eines der schlimmsten Staaten neben Nordkorea ist Saudiarabien. Diese Diktatoren dort lässt man frei gewähren, nur weil wir Öl brauchen, aber nicht genügend sparen wollen. Schaue mal auf Eure Bundeskanzlerin: Sie lässt sich von Freunden das Telefon abhören und nach ein paar Reisen ihrer Untergebenen und Minister wird die Sache als geklärt definiert.



Ich denke mit diesem christlichen Erbe und der westlichen Demokratie lässt sich nicht mehr hausieren. Vor allem nicht mehr in Bezug auf Ethik und Religionsgrundlagen. Zu nennen ist hier z.B. das immer noch nicht geschlossene GTMO oder auch Geheimgefängnisse der CIA (Bsp. in Polen), wo gefoltert wurde oder in ungeheurer Missachtung des Rechtsstaates Leute seit mehr als 10 Jahren inhaftiert sind, das alles ohne Anklage oder Urteil und ohne rechtstaatliche Gerichtsbarkeit

Selbst die überlegene Wirtschaftsleistung des freien Westens ist kein Argument mehr seit Indien und China aufholen. Kaufkraftbereinigt ist die Wirtschaftsleistung von China in 2014 erstmals grösser als die der USA; d.h. der chinesische Staatskapitalismus hat den amerikanischen Marktkapitalismus überholt.


Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Christliche Abendland? Pegida?

Beitragvon onThePath » Mi 31. Dez 2014, 17:36

Na schön, Columba

Klar dass unsere Wirtschaft von Macht und Geldgier angetrieben wird.
Und Machtmenschen saßen oft auf Bischofssitzen

Die Menschenrechte kommen vom Humanismus und von der Aufklärung. Der gelebte, christliche Glaube ist kaum noch vorhanden: Die grosse Mehrheit der Kinder wissen kaum mehr die grundlegenden Sachen vom Christentum und alle christlichen Festtage sind vom Geschäftemachen übernommen worden. Christliche Tugendethik ist am verschwieden, Nützlichkeitsethik gross geschrieben. Nur noch eine kleine Minderheit bekennen sich zu Gemeinden und Kirchen. Wenn man in Deutschland ohne Kosten aus der Kirche austreten könnten, wären noch viel weniger in Kirchen organisiert.

Ein Bild des Jammers

Bei all diesen Problemen ist ein Expandieren des Islam wohl das Kleinste ?
Oder ist er sogar eine Chance, unsere dekadente Kultur, Wertesystem und Wirtschaft besser zu reorganisieren ? Die Muslime versuchen es ja schon damit anzufangen, unsere Mißstände zu verändern....

Wenn die Erfahrung auch lehrt, dass man erst mal den Mist aus dem eigenen Kopf rauskriegen muß. Sonst wird man womöglich zum fanatischen Wilden, der nicht das in sich sondern alle um sich beseitigt.

Verglichen mit muslemischen Staaten geht es uns ja immerhin viel besser.
Auf die Barikaden gehe ich erst, wenn die Konzerne mit Wracking anfangen. Oder sonstwas total schlimmes passiert.



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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon MunaGermann » Mo 5. Jan 2015, 11:22

Ich denke, wir müssen beim Islam genauso zwischen Glaube und Organisation unterscheiden wie beim Christentum. Dem Christentum werden ja heute noch die Kreuzzüge vorgeworfen. Dabei war das das Werk einiger machthungriger Typen, die die Macht der Kirche für ihre Zwecke missbraucht haben. Krieg zu führen entspricht nicht so ganz meinem Verständnis von Glaubensausübung. Und auch Kindesmissbrauch in der Kirche ist ja nun nicht integraler Bestandteil des Glaubens, sondern Machtmissbrauch. Sowas wird immer möglich, sobald Macht an Menschen vergeben wird.

Und genauso ist es beim Islam auch. Da gibt es auch Leute, die auf Macht aus sind, und die die Religion dafür missbrauchen. Wenn in Deutschland Menschen wegen ihres Glaubens oder Glaubenswechsels getötet werden, widerspricht das unseren Rechtgrundsätzen und muss bestraft werden. Das ist schwierig, wenn so eine religiöse Gemeinde mafiös organisiert ist. Das wäre auch schwierig, wenn eine evangelische oder katholische Gemeinde nach Mafiaprinzipien geführt wird. Darum muss unser Rechtssystem Whistleblower gut schützen.

Man sollte deswegen aber nicht gleich den Islam kritisieren. Umgekehrt - jedenfalls nach meiner Erfahrung aus Gesprächen - kritisiert der Islam ja auch nicht das Christentum wegen der winzigen theologischen Unterschiede. Moslems finden es gut, wenn jemand gläubiger Christ ist und es hat auch noch keiner versucht, mich zu bekehren. Was sie viel mehr stört am angeblich christlichen Abendland ist, dass die Menschen hier zumeist an gar nichts glauben und moralisch-ethisch in der Steinzeit leben. Da gilt das Faustrecht und jeder nimmt sich grad, was er will, ob Geld, ob Frau des Nachbarn oder Kinderprostituierte in Thailand. In islamischen Ländern gibt es oft keinen Diebstahl, weil Dieben gnadenlos die Hand abgehackt wird. Da kann man sein Fahrrad unabgeschlossen auf der Straße stehen lassen, in Deutschland nicht. So gesehen verstehe ich es, wenn Moslems wegen der laxen Sitten bei uns irritiert sind. Mir gefallen die auch nicht so recht.

Kurz und gut: Man muss die Situation differenziert betrachten. Wenn man das tut, ist das meiste in Ordnung und es gibt nur ein paar Missstände, die man konkret benennen und angehen könnte.

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon onThePath » Mo 5. Jan 2015, 12:02

Wenn wir Demokratie und Menschenrechte mal international, global betrachten, dann haben Christen in muslimischen Ländern klar den Nachteil. Unter dem Gesichtspunkt muß man schon vorsichtig sein und vor allem umsichtig und klug.

Erstmals soll jetzt in Istanbul eine neue christliche Kirche gebaut werden dürfen. Ein Anfang ?

In muslimischen Ländern werden Christen "klein gehalten".
In der Türkei hat die Kirche keinen wirklichen Eigentum, soviel ich weiß.

Gleiche Rechte sollten überall für Christen sein.
Sollen wir trotzdem zugunsten von Gleichheit eine Muslemisierung in die Wege leiten, oder sollten wir weise handeln. Und wie ?

Wie machen es die Amerikaner ? Sie scheinen ja bewußter christlich zu sein als wir.

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon kingschild » Di 6. Jan 2015, 13:04

MunaGermann hat geschrieben:Ich denke, wir müssen beim Islam genauso zwischen Glaube und Organisation unterscheiden wie beim Christentum. Dem Christentum werden ja heute noch die Kreuzzüge vorgeworfen.


Die Kreuzzügler konnten sich aber zu keiner Zeit auf die Worte Christi berufen. Die Islamisten können sich aber ganz auf Ihren Propheten berufen, wenn sie Ihre Taten vollbringen. Weil ja Mohammed eben auch so handelte, da ist eben ein gewichtiger Unterschied, zwischen den Kreuzzüglern von damals und den Islamisten von heute.

Das es auch im Islam gemässigte Auslegungen gibt das stimmt aber wenn es hart auf hart geht, dann bekennt man sich eben doch ganz klar zu den Worten des Koran und diese Gefahr kann man eben nicht ganz klein reden.

Betreffend Pegida sehen wir in Deutschland nun die Gegenbewegung, die sich ganz klar distanziert. Finde ich auch gut, das es die gibt, denn was dort abgeht, das scheint mir nicht gerade optimal, um es mal sachte aus zu drücken.

Wo sehen wir aber in Islamischen Ländern die Menschen auf die Strasse gehen, die sich gegen die Verteufelung Israels und des Westen einsetzen, gegen die Verfolgung von Christen im eigenen Land, gegen die Erschiessung von Juden, gegen die Todestrafe bei Konvertiten usw. ? Warum sehen wir es nicht, wenn der Koran wirklich so Welt offen ist, wie es viele gemässigte Ausleger, uns immer weiss machen wollen? Das die Religiösen und Weltlichen Ausleger, keine Gefahr für die Westliche Welt bedeuten, von dem kann man ausgehen aber bei den Menschen, denen es eben Ernst ist mit Ihrer Religion, die richtten sich meist nicht nach Religiösen und Weltlichen Auslegern des Koran.

Zudem muss man auch bedenken, warum müssen Muslime, die eben den Mund auftun, im Westen um Asyl ersuchen, wenn der Islam so tolerant ist?

Die Freiheit im Glauben besteht eben in vielen Islamischen Ländern nicht, Evangelisation wird unterdrückt, freie Meinunsäusserung auch, wenn sie nur ein klein wenig mit dem Koran aneckt, wird sie mit Staatsmacht und Religiöser Macht bekämpft oder sonst irgend wie Mundtot gemacht. Wenn in einer Demokratie, die Mehrheit der Bürger, sich eben für solche Systeme einsetzen werden, so kann das durchaus zu Spannungen und Problemen führen, in den Westlichen Ländern.

Die Frage ob es eben zu Problemen führen kann, muss auf jeden Fall gestellt werden dürfen und die Frage wer will denn soche Spannungen und wie könnte man sie eben vermeiden?

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Re: Christliche Abendland? Pegida?

Beitragvon kingschild » Di 6. Jan 2015, 13:20

Columba hat geschrieben:
Was ist unser christliches Erbe?

Die Menschenrechte kommen vom Humanismus und von der Aufklärung.

Grüsse Columba


Unsere Verfassung beginnnt aber nicht mit Humanistischen Worten und es sind eben die Humanisten, welche diesen ersten Grundstein aller Werte, am liebsten aus der Verfassung streichen möchten.

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon manfred » Di 6. Jan 2015, 18:13

Ich weiß schon, daß im Namen des Islams auch falsche und schreckliche Dinge gemacht werden, die man früher auch den Christen vorwarf.
Doch kenne ich auch viele Menschen, die einfach nur weitersagen, was sie gehört aber nicht selber erlebt haben.
Und wenn man dann auf einen Muslim trifft der in dieses Schemas paßt fühlt man sich bestätigt.
Leider lerne auch ich immer wieder viele schlechte Europäer oder Christen kennen.
Trotzdem sind daher für mich nicht alle Europäer schlecht oder böse.

Ich stelle mir nur die Frage ob diese Art der Demonstration den Frieden fördert oder nur Vorurteile bekräftigt und verstärkt?
Gerade in einem Land das historisch belastet ist muß man mit solchen Gefühlen sehr vorsichtig sein.
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon kingschild » Mi 7. Jan 2015, 20:33

manfred hat geschrieben:
Ich stelle mir nur die Frage ob diese Art der Demonstration den Frieden fördert oder nur Vorurteile bekräftigt und verstärkt?
Gerade in einem Land das historisch belastet ist muß man mit solchen Gefühlen sehr vorsichtig sein.


Hallo manfred

Ich glaube das solche Demonstrationen nicht hilfreich sind aber die Frage ist eben, was genau führt dazu, das es soweit kommen konnte? Könnte und würden die Ursachen angegangen, so müsste es nicht zu solchen Demos kommen. Da aber die Politik die wahren Ursachen vernachlässigt und nicht wahrnehmen will, werden solche Spannungen zunehmen. Da nützen auch Gegen Demostrationen, nicht viel weiter.

Gut ist es, das es Gegendemonstrationen gibt aber das alleine wird die Ursachen nicht lösen.

In der Bibel steht das am Ende der Tage die Spannungen unter den Völkern total eskalieren wird und die Frage ist ja, können wir diesen Prophezeiungen Christi entkommen? Ich glaube, nein. Die Frage stellt sich lediglich wie lange wird es gehen, bis alles eintrifft?

Die heutige Westliche Politik (Grundhaltung) kombiniert mit dem Islam, sind zwei Elemente, welche reichlich Zündstoff, in sich bergen. Die Frage ist lediglich, wie will man es eben entschärfen, wenn beide Seiten das Problem nicht erkennen, können?

Pegida ist sicher eine brennende Lunte aber was wäre eine Lunte, ohne Sprengstoff? Die frage ist also um was sich die Gesellschaft primär zu kümmern hätte, wenn sie Frieden will? Wenn nur die Lunte bekämpt wird, ist das Problem zwar vorübergehend gelöst aber das Grundproblem, bleibt trotzdem bestehen.

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon Thelonious » Mi 7. Jan 2015, 20:54

Hallo,

für mich gilt einfach: egal wie die eigene persönliche Situation ausschaut, egal was da ggf. an Ängsten, an erfahrenen Benachteiligungen oder was auch immer passiert ist: man macht keine gemeinsame Sache mit den Rechten, mal läuft denen nicht hinterher. Nie und unter keinen Umständen!

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon kingschild » Mi 7. Jan 2015, 21:33

Thelonious hat geschrieben: Nie und unter keinen Umständen!



Hallo Thelo

Das scheint mir ein A und O Grundsatz zu sein, bei solchen Bewegungen aber was müsste geschehen, das diese Botschaft eben auch in Dresden als Botschaft ankäme und angenommen werden könnte? Wie sollte eben der Dialog mit diesen Menschen auf der Strasse geführt werden, wenn sie sich diesem z.T. ganz klar verweigern?

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon Thelonious » Mi 7. Jan 2015, 22:44

kingschild hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben: Nie und unter keinen Umständen!



Hallo Thelo

Das scheint mir ein A und O Grundsatz zu sein, bei solchen Bewegungen aber was müsste geschehen, das diese Botschaft eben auch in Dresden als Botschaft ankäme und angenommen werden könnte? Wie sollte eben der Dialog mit diesen Menschen auf der Strasse geführt werden, wenn sie sich diesem z.T. ganz klar verweigern?

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Das ist natürlich eine sehr gute Frage, lieber Kingschild. Ich wünschte, ich wüsste eine ebenso gute Antwort. Was ich bei den Berichten über diese Demos immer und immer wieder wahrnehme ist, daß sich Teilnehmer dahingehend äussern, daß ihnen permanent unterstellt wird, rechter Gesinnung zu sein. Natürlich wird das nicht pauschal auf alle Teilnehmer zutreffen. Was weiß ich, was die Leute da montags immer so hintreibt. Aber jeder der Teilnehmer müsste doch eigentlich wahrnehmen, daß er (wie ich schon schreib) bekennenden Rechten hinterher läuft, so mit diesen dann doch irgendwie gemeinsame Sache macht oder sich zumindest von diesen instrumentalisieren läßt.

Allein daß müsste eigentlich jeden Menschen mit einem gesunden Menschenverstand von diesen Demos fernhalten, denke ich.

Schönen Abend!

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon kingschild » Mi 7. Jan 2015, 23:10

Thelonious hat geschrieben:
Das ist natürlich eine sehr gute Frage, lieber Kingschild. Ich wünschte, ich wüsste eine ebenso gute Antwort. Was ich bei den Berichten über diese Demos immer und immer wieder wahrnehme ist, daß sich Teilnehmer dahingehend äussern, daß ihnen permanent unterstellt wird, rechter Gesinnung zu sein. Natürlich wird das nicht pauschal auf alle Teilnehmer zutreffen. Was weiß ich, was die Leute da montags immer so hintreibt. Aber jeder der Teilnehmer müsste doch eigentlich wahrnehmen, daß er (wie ich schon schreib) bekennenden Rechten hinterher läuft, so mit diesen dann doch irgendwie gemeinsame Sache macht oder sich zumindest von diesen instrumentalisieren läßt.

Allein daß müsste eigentlich jeden Menschen mit einem gesunden Menschenverstand von diesen Demos fernhalten, denke ich.

Schönen Abend!

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Ich kann es nur aus der Distanz betrachten und es gibt mir echt zu denken. Weil ich einerseits eben die Parolen höre und auf der anderen Seite es eben auch zu Gewalt kommt. Ohne das ich jetzt alle den Rechten zuordnen möchte, scheint man es dort eben zu verkennen, das diese Braunen Parolen eben zu hören sind. Es scheint mir eher das eben diese Leute glauben die Rechten laufen mit Ihnen mit aber der Zuschauer bekommt eben ein anderes Bild vermittelt und das dies den Leuten nicht zu denken gibt, das scheint mir gefährlich. Zudem die Nachhaltigkeit das es Montag für Monat staatfindet und man eben den Dialog ablehnt sind weitere Merkmale die einem aufhorchen lassen wenn sich auch nur ein klein wenig mit den Ereignissen rund um Hitler auseinander gesetzt hat.

Ich hoffe schwer das diese Dinge dort nicht weiter eskalieren. Ich sehe in der Schweiz zwar keine solche Bewegungen aber Rechte Anschläge und Auswüchse haben wir eben auch schon zu verzeichnen. Leider.

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon Thelonious » Mi 7. Jan 2015, 23:32

kingschild hat geschrieben:Ich kann es nur aus der Distanz betrachten und es gibt mir echt zu denken. Weil ich einerseits eben die Parolen höre und auf der anderen Seite es eben auch zu Gewalt kommt. Ohne das ich jetzt alle den Rechten zuordnen möchte, scheint man es dort eben zu verkennen, das diese Braunen Parolen eben zu hören sind. Es scheint mir eher das eben diese Leute glauben die Rechten laufen mit Ihnen mit aber der Zuschauer bekommt eben ein anderes Bild vermittelt und das dies den Leuten nicht zu denken gibt, das scheint mir gefährlich. Zudem die Nachhaltigkeit das es Montag für Monat staatfindet und man eben den Dialog ablehnt sind weitere Merkmale die einem aufhorchen lassen wenn sich auch nur ein klein wenig mit den Ereignissen rund um Hitler auseinander gesetzt hat.

Ich hoffe schwer das diese Dinge dort nicht weiter eskalieren. Ich sehe in der Schweiz zwar keine solche Bewegungen aber Rechte Anschläge und Auswüchse haben wir eben auch schon zu verzeichnen. Leider.

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Und der Gipfel der "Schizophrenie" (ist ja oft genug berichtet worden, trotzdem wollte ich es noch mal erleben): Dresden hat einen unterdurchschnittlichen geringen Ausländeranteil!

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon MunaGermann » Fr 9. Jan 2015, 21:14

Thelonious hat geschrieben:
Und der Gipfel der "Schizophrenie" (ist ja oft genug berichtet worden, trotzdem wollte ich es noch mal erleben): Dresden hat einen unterdurchschnittlichen geringen Ausländeranteil!

VG
Thelo


Vielleicht ist es eine "befreite Zone"? Nee, hoffentlich nicht. Eine "befreite Zone" ist ein Gebiet, in dem die Rechten die Macht ergriffen haben. Ausländer werden gezielt rausgemobbt und die Polizei hat nichts zu sagen. :-(

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon Richard3 » Do 15. Jan 2015, 15:06

Aus einer der auflagenstärksten Tageszeitungen in Sachsen heute:

Der typische Pegida-Demonstrant ist laut Studie der Technischen Universität Dresden männlich, 48 Jahre alt und stammt aus Dresden und dem übrigen Freistaat Sachsen. Er gehört keiner Konfession an und verfügt über ein überdurchschnittliches Einkommen. Es dominieren Arbeiter und Angestellte (47 %), jeder Fünfte ist Selbstständiger, 18% sind Rentner, 2% Arbeitslose. Mehr als die Hälfte hat Abitur, Meister- oder Hochschulabschluss. 62% gaben an, sich keiner Partei verbunden zu fühlen, 17% bekannten sich zur jüngst gegründeten AfD (Alternative für Deutschland) und 4 % zur rechtsextremen NPD.

Gruß Richard
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon MunaGermann » Do 15. Jan 2015, 18:53

Ja, das wundert mich nicht. Ich wunderte mich eher, als mal jemand sagte, der Rassimus in Deutschland sei ein Unterschichtsproblem. Also, ich habe die Mittelschicht schon immer als sehr rechts wahrgenommen. Und das sind jetzt die Leute, die sofort auf die Straße gehen, wenn sie sehen, dass sie doch Gleichgesinnte finden und endlich sagen dürfen, was ihnen schon seit Jahrzehnten unter den Nägeln brannte. :-( Herr, schmeiß Hirn / Herz ra!
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon Johelia » Do 15. Jan 2015, 22:45

Thelonious hat geschrieben:Hallo,

für mich gilt einfach: egal wie die eigene persönliche Situation ausschaut, egal was da ggf. an Ängsten, an erfahrenen Benachteiligungen oder was auch immer passiert ist: man macht keine gemeinsame Sache mit den Rechten, mal läuft denen nicht hinterher. Nie und unter keinen Umständen!

VG
Thelo


Sali Thelo und Kingschild

Ich hätte da eine kleine bitte, weil eure letzten Post sehr leicht missverstanden werden können und so eher den heutigen Konflikt zwischen "Links" und "Rechts* weiter Anheizen.

Ich bin politisch und theologisch eindeutig ein "Rechter", grenze mich jedoch ganz klar von jedlichem braunen, antisemitischen oder extremen Gedankengut ab! In der Schweiz werden "Rechte" die sich so abgrenzen als "Bürgerliche" bezeichnet um eben diese Abgrenzung darzustellen.
Wie ist da die Wortwahl in Deutschland?

@Thelo
Wenn Du nie und nimmer unter keinen Umständen mit den "Rechten" gemeinsame Sache machst, wie kannst Du dann als "Linker" christlich sein, weil die Grundlage des "linken" Gedankenguts klar gegen Gott gerichtet ist?
(Siehst Du wie schnell Öl ins Freuer gelangen kann?)

kingschild hat geschrieben:...das diese Braunen Parolen eben zu hören sind.


"Rechts" ist keinesfalls gleichzustellen mit "Braun", daher ist mir die Formulierung von Kingschild viel lieber, weil es Klarheit schaft.

Liebe Grüsse
Johel
Die heutige Gesellschaft hat Gott getötet,
und betet jetzt das Geld an!
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon Richard3 » Fr 16. Jan 2015, 19:11

Johelia hat geschrieben:Ich bin politisch und theologisch eindeutig ein "Rechter", grenze mich jedoch ganz klar von jedlichem braunen, antisemitischen oder extremen Gedankengut ab! In der Schweiz werden "Rechte" die sich so abgrenzen als "Bürgerliche" bezeichnet um eben diese Abgrenzung darzustellen.
Wie ist da die Wortwahl in Deutschland


Konservative, Erzkonservative

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon lionne » Fr 16. Jan 2015, 20:06

Richard3 hat geschrieben:Konservative, Erzkonservative

Für mich wieder mal so ein (Todschlag-)Argument, das nichts aber auch gar nichts aussagt! Was bezweckst du mit diesem, deinem Posting (wahrscheinlich nur Provokation!)
Gruss lionne
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon Richard3 » Sa 17. Jan 2015, 02:55

lionne hat geschrieben:
Richard3 hat geschrieben:Konservative, Erzkonservative

Für mich wieder mal so ein (Todschlag-)Argument, das nichts aber auch gar nichts aussagt! Was bezweckst du mit diesem, deinem Posting (wahrscheinlich nur Provokation!)
Gruss lionne


Na das verstehe ich jetzt aber überhaupt nicht, lionne.
Johel hatte gefragt, wie in Deutschland eine Geisteshaltung bezeichnet wird, die als rechts eingeordnet wird, ohne gleich rechtsradiakal mit brauner Einfärbung zu sein. Da habe ich beide Begriffe genannt.
In GB heißt eine Volkspartei sogar so.

Der bekannteste Vorsitzende der CSU in Bayern, Franz Josef Strauß, hat in seiner Amtszeit seiner Partei vorgegeben, dass rechts von der CSU sich keine Partei bilden dürfe, man also in demokratischen Grenzen für den rechten Rand der Gesellschaft mit offen sein müsse.

Die CSU hat derzeit die absolute Mehrheit in Bayern.

Sowohl Mitglieder als auch Wählerschaft decken mehrheitlich ein breites Spektrum von liberal bis erzkonservativ ab.

Gruß Richard
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon lionne » Sa 17. Jan 2015, 20:32

Richard3 hat geschrieben:Die CSU hat derzeit die absolute Mehrheit in Bayern.

Das ist wohl so; ich bin keine Kennerin der deutschen Politik. Das einzige was ich hier im Moment sagen möchte: Nehmt endlich das C (christlich) aus eurem Parteinamen raus! Biiittteee!
LG lionne
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon POW » So 18. Jan 2015, 10:18

Thelonious hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben: Nie und unter keinen Umständen!



Hallo Thelo

Das scheint mir ein A und O Grundsatz zu sein, bei solchen Bewegungen aber was müsste geschehen, das diese Botschaft eben auch in Dresden als Botschaft ankäme und angenommen werden könnte? Wie sollte eben der Dialog mit diesen Menschen auf der Strasse geführt werden, wenn sie sich diesem z.T. ganz klar verweigern?

God bless
Kingschild


Das ist natürlich eine sehr gute Frage, lieber Kingschild. Ich wünschte, ich wüsste eine ebenso gute Antwort. Was ich bei den Berichten über diese Demos immer und immer wieder wahrnehme ist, daß sich Teilnehmer dahingehend äussern, daß ihnen permanent unterstellt wird, rechter Gesinnung zu sein. Natürlich wird das nicht pauschal auf alle Teilnehmer zutreffen. Was weiß ich, was die Leute da montags immer so hintreibt. Aber jeder der Teilnehmer müsste doch eigentlich wahrnehmen, daß er (wie ich schon schreib) bekennenden Rechten hinterher läuft, so mit diesen dann doch irgendwie gemeinsame Sache macht oder sich zumindest von diesen instrumentalisieren läßt.

Allein daß müsste eigentlich jeden Menschen mit einem gesunden Menschenverstand von diesen Demos fernhalten, denke ich.

Schönen Abend!

VG
Thelo


Hallo Thelo,

die PEGIDA, respektive deren "Klientel" ist eben nicht rechts. Alle großen Tageszeitungen, in Deutschland, haben dieses Phänomen untersucht und sind zu dem Schluss gekommen:

Pegida ist Sarrazin in der Praxis (Oder so ähnlich)

http://www.heise.de/tp/news/Pegida-ist-Sarrazin-in-der-Praxis-2519485.html
(Ich habe jetzt einmal Heise genommen, eines der wenigen Portale, die es wagen, abseits vom Medienstream zu berichten, auch und gerade im Unkraine-Konflikt.)

da sich die Presse in den Händen einiger weniger großer Konzerne befindet, so ist die Meinungshoheit, oder Meinungsmache dann voraussehbar und richtungsweisend.

Was die Rechten angeht, natürlich versuchen diese, ihre Ekelsuppen mit diesem "Volksaufstand" zu kochen, aber die PEGIDA ist kein Kind der Rechten, sondern das von Bundesregierung verschuldete, politische Desaster einer unkontrollierten, massenhaften Zuwanderung. Selbst Asylanten aus den Kriegs und Krisengebieten werden mti zweierlei Maß gemessen.
Nebenbei, das die christlichen Konfessionen, in Deutschland, zu sich einem andienenden Sprachrohr der autokratisch herrschenden, politischen Meinungs-Kaste wurden, wieder einmal, das liegt in der Natur der Sache und hat dem Christentum, auch wieder einmal, viele Symphatien in der Bevölkerung gekostet.
Es wird hier eine Politik gegen das eigene Volk gemacht, die in der deutschen Nachkriegsgeschichte beispiellos sein dürfte.
Es wird hohe Zeit, das die Christen endlich lernen, Gott zu geben was Gottes ist und lernen, den/die Kaiser endlich als einen der Teufel dieser Welt zu begreifen.

Selbst in den Regierungskreisen werden die Rufe nach einem neuen Einwanderungs-Gesetz immer lauter, denn der Islam ist nicht gut, nicht friedlich und war es auch noch nie, schon aus seinem Selbstverständnis aus dem Koran heraus nicht. Immer breitere Bevölkerungsschichten geben ihrem Unmut und Protest nach und es gärt in der Bevölkerung jeden Tag mehr.

Apropos Lügenpressen, das hat sich schon während des Ukrainekrieges bestätigt, nicht erst jetzt.

Liebe Grüße von POW, der noch nie rechts war und niemals rechts werden wird, aber man solte und muss auch dem Volke einmal wirklich auf's Maul schauen, denn es ist immer später, als man denkt.
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon onThePath » So 18. Jan 2015, 12:50

Da fehlt noch eine Beunruhigung auch in unserem Glauben.
Das beruht auch darauf, dass Christen in muslimischen Ländern nicht in Ruhe leben können.
Und nicht mit den gleichen Rechten wie Muslime. Und das auch in Staaten, wo Christen nicht spezell durch muslimische Rechte sowieso benachteiligt werden.

Ist ja klar, dass wir beunruhigt werden durch terroristische Gewalt und auch von der Zuwanderung der Muslime.

Die Europäer, auch die sich nicht um Glauben scheren, wollen natürlich ihrer Besorgnis ein Ventil geben.

Und die Politiker sollten sich was einfallen lassen, dass den radikalen Kräften der Wind aus den Segeln genommen wird, und die Besorgnis der Bürger sich beruhigen kann.

Apropos Lügenpressen, das hat sich schon während des Ukrainekrieges bestätigt, nicht erst jetzt.

Allerdings haben gerade radikale Rechte eben nicht das Recht, andere zu beschuldigen, weil sie ja selber im Unrecht sind. Ihnen fehlt das gesunde Maß für Kritik und das gesunde Maß für eigenes Handeln. Hassprediger sind alle im Unrecht. Und mir graust vor denen, die ihren Hass, Bereitschaft zur Gewalttätigkeit und ihre unduldsame "Kompromißlosigkeit" sogar offen zur Schau stellen.

lg, oTp
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon POW » So 18. Jan 2015, 15:25

onThePath hat geschrieben: Allerdings haben gerade radikale Rechte eben nicht das Recht, andere zu beschuldigen, weil sie ja selber im Unrecht sind. Ihnen fehlt das gesunde Maß für Kritik und das gesunde Maß für eigenes Handeln. Hassprediger sind alle im Unrecht. Und mir graust vor denen, die ihren Hass, Bereitschaft zur Gewalttätigkeit und ihre unduldsame "Kompromißlosigkeit" sogar offen zur Schau stellen.

lg, oTp


Das ist meine größte Sorge.

Denn die Faschisten und ich meine die Faschisten übelsten Schlages, die setzen auf die PEGIDA gewisse Hoffnungen. Die braune Pest, auch in vielen Ländern Europas, der Nationalismus in Europa überhaupt, der nimmt zu, hier erwacht die braune Pest und wittert Morgenluft.

Was aber nichts daran ändert, das die ungezügelte und ungehinderte Zuwanderung, in diesem Maße, so nicht weitergehen kann, die Belastbarkeit hat hier ihre Grenzen schon lange erreicht und das nicht nur in den Ballungsgebieten Deutschlands. Hier liegt vieles im argen und wenn sich die Politiker nicht darum kümmern und meinen, das Volk sei ein williger Spielball politischer Schach und Winkelzüge, dann müssen diese Politiker auf den Boden der Tatsachen zurück geholt werden.

Die Ostdeutschen fegten 1989 ein vergreistes, menschenverachtendes poststalinistisches System von der politischen Bildfläche und das nachhaltig und für immer. Man darf, man sollte aus der Geschichte lernen.

Frau Merkel verkündete - der Islam gehört zu Deutschland. Ich sage - das Christentum gehört zu Deutschland und das Christentum ist Kern und Schale der deutschen und auch der europäischen Kultur.
Der Islam nimmer.
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon Jeshu » So 18. Jan 2015, 19:04

Die übliche Montagsdemonstration der Pegida kann morgen in Dresden auf jeden Fall nicht ungefährdet stattfinden, sie wurde wegen Mordabsichten seitens von fanatischen Islamisten abgesagt. Die Gegendemonstration natürlich auch, sämtliche öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel wurden in Dresden zur Sicherheit verboten.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-01/dresden-pegida-demonstration-montag-abgesagt

LG
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon erbreich » Di 20. Jan 2015, 16:11

onThePath hat geschrieben:Hassprediger sind alle im Unrecht. Und mir graust vor denen, die ihren Hass, Bereitschaft zur Gewalttätigkeit und ihre unduldsame "Kompromißlosigkeit" sogar offen zur Schau stellen.

Hasserfüllte und (ideologisch) verblendete Menschen bringen grosses Leiden über andere und über sich selber. Unsere Herzen sind geneigt, auf ihre Schandtaten mit Wut und Zorn zu reagieren. Ihr Hass ist ansteckend. Und wenn wir nicht sehr wach bleiben, dann geschieht es, dass wir unbemerkt zulassen, dass der Hass sich auch in unseren Herzen einnistet, dass wir ihn rechtfertigen mit den Taten der ersteren, und uns dabei ertappen, wie wir gedanklich ihre Vernichtung wünschen. Und bald werden aus den Gedanken Worte, gesprochene und geschriebene. Und die Saat des Hasses gedeiht weiter. Je früher wir einem solchen Prozess Einhalt gebieten, desto leichter geht es. Wenn wir es nicht tun, ist es durchaus möglich, dass wir eines Tages selber als Gewalttäter und Mörder dastehen. Was unterscheidet uns dann noch von jenen?
Mehr dazu hier: Hass & Gewalt
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon onThePath » Di 20. Jan 2015, 18:13

Wobei zu sagen ist, dass "die Opfer" mit Recht mit Zorn und Wut reagieren.
Das sind normale Reaktionen.
In der Bibel heißt es ja: Sündigt nicht in eurem Zorn.

Der Zorn und die Wut der Opfer soll zu geeigneten Gegenreaktionen führen, ohne dass "die Sicherungen durchbrennen".

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon Jeshu » Di 20. Jan 2015, 21:58

Erbreich hat geschrieben:
Hasserfüllte und (ideologisch) verblendete Menschen bringen grosses Leiden über andere und über sich selber. Unsere Herzen sind geneigt, auf ihre Schandtaten mit Wut und Zorn zu reagieren. Ihr Hass ist ansteckend. Und wenn wir nicht sehr wach bleiben, dann geschieht es, dass wir unbemerkt zulassen, dass der Hass sich auch in unseren Herzen einnistet, dass wir ihn rechtfertigen mit den Taten der ersteren, und uns dabei ertappen, wie wir gedanklich ihre Vernichtung wünschen. Und bald werden aus den Gedanken Worte, gesprochene und geschriebene. Und die Saat des Hasses gedeiht weiter. Je früher wir einem solchen Prozess Einhalt gebieten, desto leichter geht es. Wenn wir es nicht tun, ist es durchaus möglich, dass wir eines Tages selber als Gewalttäter und Mörder dastehen. Was unterscheidet uns dann noch von jenen?


Hi Erbreich!
Deinen warnenden Worten kann ich nur zustimmen!
Wir müssen derzeit sehr stark aufpassen, dass wir in unseren Bestrebungen gegen Hass, Gewalt und Ungerechtigkeit, ungewollt dagegen nicht noch mehr Hass, Gewalt und Ungerechtigkeit entfachen.

Der Terrorismus und der Hass setzt in Wahrheit nur die Glut, ob sich das Feuer jedoch daran lichterloh entzündet, und alles niederbrennt oder nicht, das bestimmen nur wir.
Denn wir sind es in Wahrheit, die dem Feuer dann Nahrung geben - oder auch nicht.

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon onThePath » Di 20. Jan 2015, 23:53

Das heißt auf die Pegida angewandt:

Die Demonstranten dürfen sich nicht gegenseitig "aufheizen" lassen.

lg, oTp
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon Jeshu » Mi 21. Jan 2015, 11:25

Hi oTp!
Dazu müssten die meisten Demonstranten aber auch mal ein bisschen mehr Ahnung haben von alldem, wogegen oder wofür sie eigentlich demonstrieren - sonst bleiben sie Spielball der Medien oder von negativen Ideologien - und vor allem unglaubwürdig.
Hauptsächlich unzufrieden sein, reicht nicht.

Die Zeit der Pegida ist in meinen Augen jetzt abgelaufen. Das, was sie positives erreichen konnte, hat sie in der Politik erreicht. Wenn sie weitermacht, wird sie wahrscheinlich nur noch mehr negative Anteile bekommen und der gesamten Bevölkerung insgesamt betrachtet eher schaden als nützen.

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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon erbreich » Do 22. Jan 2015, 15:28

onThePath hat geschrieben:In der Bibel heißt es ja: Sündigt nicht in eurem Zorn.

Richtig, darum geht es.
Wobei in meinem Verständnis eben schon der aufkommende Zorn in uns selber überwunden werden sollte, denn wenn wir den akzeptieren und gutheissen, wird er anwachsen und uns schliesslich eben zu Worten und Taten des Zorns verleiten. Jesus deutet auf diese Notwendigkeit, im eigenen Herzen zu überwinden hin, wenn er sagt, dass der Hassende bereits ein Mörder sei...
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Christliches Abendland? Pegida?

Beitragvon erbreich » Do 22. Jan 2015, 15:34

Jeshu hat geschrieben:Die Zeit der Pegida ist in meinen Augen jetzt abgelaufen. Das, was sie positives erreichen konnte, hat sie in der Politik erreicht. Wenn sie weitermacht, wird sie wahrscheinlich nur noch mehr negative Anteile bekommen und der gesamten Bevölkerung insgesamt betrachtet eher schaden als nützen.

Eine interessante Äusserung... das wäre schon fast genial, wenn das möglich sein sollte. Eine Bewegung, die auf etwas Wichtiges aufmerksam macht, es ins Bewusstsein von Politik und Volk hebt, dann aber nicht nach Einfluss und Macht strebt bis sich alles ins Gegenteil verkehrt! Das wär' mal was Neues...
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