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Homeschooling-Hausuntericht

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon Laodicea » Di 9. Okt 2012, 18:01

Ihr Lieben,
schaut Euch das mal an!
http://www.zeltmacher-nachrichten.eu/content/eltern-wurde-sorgerecht-entzogen-wegen-homeschooling
Man hat hier in Deutschland schon viel gehört über Geldstrafen und Freiheitsentzug für die Eltern, die ihre Kinder von manchen Schulveranstaltungen fern hielten.
Bei dem hier jetzt verschlägt es mir momentan die Sprache!
Was meint Ihr?
Wie wird das in er Schweiz gehandhabt? Ist es in der Schweiz erlaubt seine Kinder Daheim zu unterrichten?

Gruß
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon alegna » Di 9. Okt 2012, 18:10

Ich denke auch in der Schweiz ist es nicht erlaubt und dies sicher mit gutem Grund. Ich glaube es ist für die Zukunft der Kinder schon wichtig eine "Schule" besucht zu haben, die ganzen Abschlusse für die berufliche Laufbahn, dazu soziales Verhalten etc, sich bewähren innerhalb einer Gruppe .....

lieber Gruss
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon blakki » Di 9. Okt 2012, 23:21

Die Wunderlichs waren in etlichen Europäischen Ländern, wo Hausunterricht möglich ist. Da der Vater aber keine feste Arbeitsstelle fand, sahen sie sich gezwungen wieder zurück nach Deutschland zu kommen.


Hat der Vater hier eine feste Stelle? Oder kamen die Wunderlichs nur zurück, weil es in Deutschland staatliche Transferleistungen gibt?

Das zu wissen wäre sehr interessant. Abgesehen davon gibt es in Deutschland Schulgesetze und daran haben sich alle zu halten. Zur Not kann man seinen Nachwuchs auch auf staatlich anerkannte Bekenntnisschulen schicken.
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon Laodicea » Mi 10. Okt 2012, 12:59

blakki hat geschrieben:Hat der Vater hier eine feste Stelle? Oder kamen die Wunderlichs nur zurück, weil es in Deutschland staatliche Transferleistungen gibt?

Das zu wissen wäre sehr interessant. Abgesehen davon gibt es in Deutschland Schulgesetze und daran haben sich alle zu halten. Zur Not kann man seinen Nachwuchs auch auf staatlich anerkannte Bekenntnisschulen schicken.


Wir wissen ja nur, was die Medien uns mitteilen.
Ich habe nichts gegen ein Gesetz was jedem Kind Bildung zugänglich macht.
Vermutlich haben auch nicht alle Eltern die nötige Qualifikation ihren Kindern alles was zum Leben nötig ist beizubringen.
Eine induviduellere Handhabe wäre hier m.E. jedoch wünschenswert.
So dass mehrere Schulungsmodelle möglich wären.
In anderen Ländern ist der Hausunterricht doch auch möglich und soweit es mir beekannt ist, war es vor dem 3. Reich auch möglich einen Hauslehrer anzustellen um den Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen.
Den Eltern das Sorgerecht zu entziehen ist m.E. der falsche Weg, es sei denn, sie hätten grob fahrlässig an ihren Kindern gehandelt.
Und sie der Republikflucht zu bezichtigen und die Personalausweise zu entziehen ist wirklich bedenklich.

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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon viper187 » Mi 10. Okt 2012, 13:52

In der Schweiz ist das jeweils auf kantonaler Ebene geregelt. Grundsätzlich ist Hausunterricht in der Schweiz möglich (je nach Kanton unter gewissen Bedingungen).
Hier http://www.bildungzuhause.ch gibts weitere infos für interessierte....
Das Problem beim Atheismus ist: Wenn wir recht haben, werden wir es niemals erfahren.
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon blakki » Mi 10. Okt 2012, 14:26

Dass die staatlichen Schulen nicht immer der Weisheit letzter Schluss sind, dürfte unbestritten sein.

Ich kann es mir schon vorstellen, dass Eltern ihre Kinder ungern in eine Schule schicken, wo Migrantenkinder, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, in der Überzahl sind.

Ebenso ist es schwierig, wenn es in der Klasse von Sprösslingen der ansässigen Neonazi-Szene nur so wimmelt, wie es in einem Nachbardorf vor kurzem die Regel war.

Aber deswegen die Kinder selbst erziehen und unterrichten? Wer will sich das ohne pädagogische Ausbildung antun?

Da ist es besser, man schickt die Kinder auf eine Bekenntnis- oder eine andere Privatschule, (sofern man es sich leisten kann :shock: ).

Und wie soll Homeschooling genau aussehen?

Für gläubige Christen ohne Sexualkunde und Evolution ?
Für Kinder (natürlich nur für die Jungs) von Muslimen eine Art Koranschule ?
Für die Brut der Neonazis eine Schulausbildung mit reduziertem Geschichtsbild ohne
Ethik?
Für Mädchen würden Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben genügen, denn die
heiraten eh und brauchen keine Bildung ?
Für Indigokinder schwingende Kristalle und hysterische Mütter als Lehrerinnen?

Mir persönlich lang eigentlich schon der Quatsch, den die Kids in den Waldorfschulen lernen
müssen und später damit in die Berufswelt losgelassen werden.
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon Laodicea » Mi 10. Okt 2012, 19:28

Hallo blakki, ich stimme mit Dir überein.
blakki hat geschrieben:Und wie soll Homeschooling genau aussehen?

Ich bin da kein Spezialist sondern rede aus dem Bauch.
Soweit mir das bekannt ist gibt es Normen bzw. Prüfungen am Ende eines Jahres im Homeschooling.
Ich stelle mir das wie eine Fernschule vor, wo man dann eine schriftliche Prüfung abgibt und daran kann man den Bildungsstand doch gut messen.
Und all diese Sonderegelungen die Du so aufzählst, naja, so sollte das sicher nicht laufen.

Der Link von viper ist sehr informativ.
Und wie ich es mir gedacht habe.
Da wird nach dem regulären Schulplan das Lernziel einer Klasse festgelegt und abgefragt.

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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon Reginald 32 » Mi 10. Okt 2012, 22:11

Meine Kirche hat für Missionarskinder, die fern der Heimal aufwachsen, ein eigenes Homeschooling-Systzem aufgebaut, das bis zur mittleren Reife führt und allen offen steht. Darüber hinaus gibt es in fast allen Ländern eigene Grund- und höhere Schulen, an denen die Kinder nach biblischen Prinzipien unterrichtet werden. Das gilt übrigens auch für Darmstadt.
Ich selbst bin auf staatlichen Schulen gewesen, mein Bruder auch. Und die Kinder in unserer Gemeinde auch. Wenn man sieht, wie sich die Kinder auf die Schule freuen, versteht man erst, was die Eltern den Kindern antun, wenn sie diese zu Hause unterrichten. Vor dem Einfluss der Evolutionstheorie kann man die Kinder sehr gut schützen, indem man ihnen kindgerecht entgegen kommt.
Mein Sohn kam im 2. Schuljahr mit der Bemerkung nach Hause, ich habe ihm da mit der Geschichte von Adam und Eva wohl etwas Falsches erzählt. Auf Rückfrage, wieso, erzählte er mir dann vom Neanderthaler, der vor 100 000 Jahren hier gelebt habe. Ich gab ihm die Frage mit, woher das die Lehrerin wisse. Das hat er sie tatsächlich gefragt. Antwort: Die Wissenschaft sagt das. Nächste Frage: Woher weiß die Wissenschaft das?.Welche Beweise gibt es? Lag evtl. ein Kalender bei den Knochen? (es musste ja kindlich sein). Antwort: Nein, aber die Wissenschaft vermutet es sehr stark. Dann kam seine Schlussfolgerung: Dann "weiß" sie das also nicht 100 %ig, sondern vermutet es nur.
Von Stund an hat er mich bei allem, was ihm irgendwie "spanisch" vorkam, erst mal um meine Meinung und evtl. Erklärung gefragt und keinem Lehrer etwas blind geglaubt.. Selbst auf der Realschule hat er seinen Bio-Lehrer mit seinen Fragen dazu gebracht, dass er den Kindern beide Modelle, das kreationistische und das evolutionistische, vorstellte und ihnen eigene Schlüsse erlaubte. Das Abi hat er dann auf dem christlichen Gymnasium Marienhöhe in Darmstadt mit Hilfe von Bafög gemacht mit 1,4.
Homeschooling ist in unserm Land tatsächlich überflüssig, wenn die Eltern die richtige Lernbegleitung zu Hause vornehmen. Und darüber hinaus gibt es reichlich Bekenntnisschulen vom Grundschulbereich an, in die die Eltern ihre Kinder senden können.. Andernfalls müssen sie in Kauf nehmen, ins Ausland zu ziehem und die Kosten selbst tragen.
LG v. Reginald
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon alegna » Mi 10. Okt 2012, 23:43

Reginald 32 hat geschrieben:Wenn man sieht, wie sich die Kinder auf die Schule freuen, versteht man erst, was die Eltern den Kindern antun, wenn sie diese zu Hause unterrichten. Vor dem Einfluss der Evolutionstheorie kann man die Kinder sehr gut schützen, indem man ihnen kindgerecht entgegen kommt.

Das finde ich für mich einer der Hauptgründe warum ich dagegen bin, ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Kinder "gesund" aufwachsen dürften, wenn ich sie fernhalte von anderen Kindern und dem sozialem Verhalten, wie sie es in der Schule nun mal lernen.

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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon blakki » Do 11. Okt 2012, 12:09

Dazu eine kleine Geschichte:

Ein Kollege arbeitet als Accountant (Wirtschaftsprüfer) für eine internationale Gesellschaft in Atlanta in den USA.

Bei dieser Gesellschaft gibt es eine Direktive, dass Mitarbeiter ab einer bestimmten Stufe im Unternehmen nicht aus namentlich genannten Regionen bzw. Staaten innerhalb der USA rekrutiert werden sollen.

Damit soll nach der Aussage meines Kollegen vermieden werden, dass unbewusst verantwortliche Stellen im Unternehmen durch Leute besetzt werden, deren Kenntnisse aus dem Homeschoolingbereich oder deren akademische Titel aus so genannten Titelmühlen aus dem Umfeld zweifelhafter weltanschaulicher Phantasieuniversitäten stammen.

Anscheinend hat die Gesellschaft, die international agiert, damit schon schlechte Erfahrungen gemacht.

Interessanterweise werden Mitarbeiter, die Mormonen sind, gesucht und bevorzugt, da diese Leute in der Regel Fremdsprachen können, weil sie als Missionare im Ausland waren.

Mir persönlich ist die Religion meiner Mitarbeiter egal, für die qualifizierten Stellen ist eh eine Hochschulausbildung Voraussetzung und ist aufgrund unseres Bildungssystems ausgeschlossen, dass >Menschen mit einer seltsamen Weltanschauung den Abschluss schaffen.

Und bei den weniger qualifizieren Jobs sind Bekenntnisschulen oder Waldorfschulen nicht unbedingt Pluspunkte bei der Bewerbung.

Das kann man auffassen wie man will, aber ich habe als Unternehmer keine Lust, viel Geld und Arbeit in einem jungen Menschen zu investieren, dem ich erstmal Grundregeln des Sozialverhaltens beibringen muss oder der mir beim nächsten angekündigten Weltuntergangstermin davonläuft und sein Heil in der Mission sucht oder mit dem ich keine Stelle besetzen kann, wo er auch mal am Samstag arbeiten oder auf Geschäftsreise in eine muslimisch geprägtes Land muss.
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon Laodicea » So 14. Okt 2012, 18:45

Hallo blakki,
ich kann Dich gut verstehen!

Gruß
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon greatest » Di 16. Okt 2012, 20:40

Ich habe gelesen, daß die Schulpflicht bei uns aus der NS-Zeit stammt. Die Tatsache, daß die Pflicht weiterhin besteht, ist besonders "interessant"!
Im übrigen bin ich überzeugt, daß der Staat auf diesem Wege prima Menschen nach eigenen Vorstellungen erziehen kann.
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon blakki » Mi 17. Okt 2012, 10:20

greatest hat geschrieben:Ich habe gelesen, daß die Schulpflicht bei uns aus der NS-Zeit stammt. Die Tatsache, daß die Pflicht weiterhin besteht, ist besonders "interessant"!

Was soll das für ein Argument sein? Aus der Nazizeit stammen noch weitere Gesetze, wie Teile des Tierschutzgesetzes und der Straßenverkehrsordnung.

Im übrigen bin ich überzeugt, daß der Staat auf diesem Wege prima Menschen nach eigenen Vorstellungen erziehen kann.


Genauso wie weltanschaulich verblendete Eltern ihre Kinder im Falle des Homeschooling. :mrgreen:

Der Staat erzieht niemanden. Er vermittelt Bildungsinhalte und trägt über Kindergarten und Schulen dazu bei, dass Kinder ein Sozialverhalten entwickeln. Die Hauptlast und die Hauptverantwortung liegt nach wie vor bei den Eltern.
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon greatest » Mi 17. Okt 2012, 13:58

Wenn bereits im Kindergarten, MEINEM Kind "Werte" vermittelt werden, die ich als Christ völlig ablehne ...
Wenn in einem Konflikt die Eltern NICHT die letzte Entscheidungsinstanz darstellen, und ihnen mit harten Strafen (bis hin zum Entzug der Vormundschaft) gedroht wird ...

wenn man dies selbst erlebt hat, dann ändert man sehr schnell die Sicht:
der Staat erzieht sehr wohl!
Und dann kommt man eben ins Grübeln, warum in übrigen Europa Alternativen zuläßig sind, und wir mit Geldstrafen, Freiheits- und Vormundschaftsentzug bestraft werden, sobald wir etwas ablehnen, was die Schule aufzwingt. Der Bezug zum Ursprung dieses Gesetzes in dann nicht mehr weit.
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon alegna » Mi 17. Okt 2012, 14:48

greatest hat geschrieben:sobald wir etwas ablehnen, was die Schule aufzwingt.

Das mag scho sein, doch was tue ich meinem Kinde an, wenn es als Jugendlicher keine Lehrstelle finded und in der Arbeitswelt eben nicht erwünscht ist, weil es keinen staatlichen Schulmarathon machen durfte?

Lieber Gruss
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon greatest » Mi 17. Okt 2012, 15:46

Das ist aber nicht der Punkt, um den es mir geht.

Die Schule (und der Staat als der, wer hier die Fäden zieht) bringt mittlerweile Kindern bei, was im Hinblick auf Ethik und Moral richtig und falsch ist. Und als Christ, bin ich entweder gezwungen Zuhause alle Register zu ziehen, und gegen diesen Einfluß zu kämpfen, oder ich riskiere offene Konfrontation, wobei ich als Normalbürger immer den kürzeren ziehen muß.

Ich wünsche mir, daß meine Kinder an einer öffentlichen Schule ihr Allgemeinwissen erwerben. Nur beschränkt sich die Schule nicht allein auf die Vermittlung des Wissens. Und erst hier habe ich ein Problem mit der Schule!
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon alegna » Mi 17. Okt 2012, 15:55

Es ist nicht einfach die eigenen moralischen Grundsätze mit denen in der Schule auf einen Nenner zu bringen. Ich habe selbst zwei Kinder die in diesem Prozess stehen. Ich denke aber doch, dass es möglich ist den Kindern den Unterschied zu erklären und nahe zu bringen, einiges zu entschärfen und manches einfach zu dulden. Wichtig ist für mich als Elternteil dran zu bleiben meinem Kinde die christlichen Grundwerte und Anschauungen beizubringen, auch wenn sie der schulischen Widersprechen.
Die meisten Kinder kommen sehr gut klar damit.

lieber Gruss
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon blakki » Mi 17. Okt 2012, 15:56

greatest hat geschrieben:Wenn bereits im Kindergarten, MEINEM Kind "Werte" vermittelt werden, die ich als Christ völlig ablehne ...
Wenn in einem Konflikt die Eltern NICHT die letzte Entscheidungsinstanz darstellen, und ihnen mit harten Strafen (bis hin zum Entzug der Vormundschaft) gedroht wird ...


Es gibt vieles, was auch ich persönlich aus verschiedenen Gründen ablehne. Trotzdem muss ich es als Bürger dieses Landes akzeptieren. Ich selbst mag das Glockengebimmel am Sonntag nicht, ich bin auch gegen das Tanzverbot am Karfreitag.

Ich habe auch was dagegen, dass die Zeugen Jehovas den Status einer Körperschaft bekommen haben. Und mir geht es gegen den Strich, das in Deutschland der Staat Kirchensteuern einzieht.

Aber ich akzeptiere das, weil der Gesetzgeber dies so beschlossen hat, so funktioniert Demokratie nun mal.

wenn man dies selbst erlebt hat, dann ändert man sehr schnell die Sicht:
der Staat erzieht sehr wohl!
Und dann kommt man eben ins Grübeln, warum in übrigen Europa Alternativen zuläßig sind, und wir mit Geldstrafen, Freiheits- und Vormundschaftsentzug bestraft werden, sobald wir etwas ablehnen, was die Schule aufzwingt.
Zum einen hat jeder Mensch, sei er Christ oder nicht, die Möglichkeit, den Gesetzgeber zu bewegen, die Gesetze in seinem Sinn zu ändern. Als Christ kann ich meine Kinder auch in Bekenntnisschulen schicken. Diese Möglichkeit hat der Gesetzgeber ausdrücklich vorgesehen, um die Belange streng gläubiger Menschen zu berücksichtigen.

Der Bezug zum Ursprung dieses Gesetzes in dann nicht mehr weit.


Was soll das? Du willst doch nicht ernsthaft die Nazikarte ziehen?
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon ThomasMillack » Do 18. Okt 2012, 15:28

greatest hat geschrieben:Wenn bereits im Kindergarten, MEINEM Kind "Werte" vermittelt werden, die ich als Christ völlig ablehne ...
Wenn in einem Konflikt die Eltern NICHT die letzte Entscheidungsinstanz darstellen, und ihnen mit harten Strafen (bis hin zum Entzug der Vormundschaft) gedroht wird ...

Sorry, greatest.

Es ist nicht DEIN Kind, sondern DU bist der Elternteil. Du hast keinen Besitzanspruch auf dein Kind, sondern im Gegenteil, Du hast eine Verantwortung.

Zu dieser Verantwortung gehört, dass dein Kind lernt, welche Werte es in unserer Gesellschaft gibt und dass es frei entscheiden kann, welchen Werten es folgen will.
Also muss es über alle Werte informaiert werden, nicht nur über die, die du gut findest. Und es muss die Möglichkeit haben, selbst zu wählen.

Wenn dann im Kindergarten oder in der Schule Werte fehlen, die deines Erachtens dem Kind bekannt sein sollten, dann ist es deine Pflicht, diese Werte vorzuleben und darüber zu informieren.
Das bedeutet aber, sich mit dem Kind und seiner Erfahrungswelt auseinander zu setzen und ihm durch eigenes Beispiel vorzuleben, was besser ist und ihm auch zu begründen, warum es besser ist.

Ein solches Vorgehen ist übrigens sehr anstrengend und zeitraubend und manchmal geht das Kind Wege, die einem selbst gar nicht gefallen. Aber das ist Kindererziehung.

Und kein Grund, das Kind "vor der bösen Welt" abzuschirmen. Eltern die das tun, haben in der Regel ihre eigenen Ziele und überhaupt nicht die Absicht, das Kind so zu erziehen, dass es selbstständig in einer sehr vielfältigen Welt zurechtkommt. In der Regel wird damit dem Kind massiv geschadet uind daher ist ein Eingriff der Behörden durchaus angebracht.

Gruß
Thomas
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon alegna » Do 18. Okt 2012, 16:07

@ThomasMillack
:respekt: Amen :praisegod:
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon greatest » Do 18. Okt 2012, 17:09

Hallo Thomas.
Ich glaube, da gibt es ein Mißverständnis. Das Thema dieses Threads ist ein anderes!

Im übrigen diskutiere ich diese Punkte nicht, wenn ich sage, daß es MEIN Kind ist, und ich MEIN Kind vor Einflüßen dieser Welt beschützen will. Auch MEIN Rolle als Vater diskutiere ich ganz sicher nicht in einem öffentlichen Forum.
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon Laodicea » Do 18. Okt 2012, 17:33

Hallo ThomasMillack,
wir haben uns bisher noch nie miteinander unterhalten, und daher kenne ich Dich nicht.
Dein Ansatz:
ThomasMillack hat geschrieben:Es ist nicht DEIN Kind, sondern DU bist der Elternteil. Du hast keinen Besitzanspruch auf dein Kind, sondern im Gegenteil, Du hast eine Verantwortung.

hat m.E. nichts mit biblischen Grundsätzen zu tun.

Bitte erläutere mir, wie Du zu dieser Haltung kommst.

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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon ThomasMillack » Fr 19. Okt 2012, 08:51

Laodicea hat geschrieben: Hallo ThomasMillack,
wir haben uns bisher noch nie miteinander unterhalten, und daher kenne ich Dich nicht.
Dein Ansatz ... hat m.E. nichts mit biblischen Grundsätzen zu tun.

Welchen biblischen Grundsatz meinst Du? Den, dass man sich selbst zurück nehmen und andere lieben soll? Oder den, der Schläge für eine liebevolle Behandlung hält? Oder den, der Kinder gleichwertig neben Frau, Vieh, Sklaven und Felder als Besitz aufführt?

Biblische Grundsätze sind gut, wenn man sie von den gesellschaftlichen Normen der damaligen Zeit trennt. Ansonsten sind es keine biblischen Grundsätze.
Bitte erläutere mir, wie Du zu dieser Haltung kommst.

Meine Haltung kommt aus meiner Persönlichkeit, meinem Wissen um die Gnade, die Gott mir geschenkt hat und aus meiner Erfahrung, die Liebe, unter deren Abwesenheit ich als Kind selbst gelitten habe, an mein eigenes Kind weitergeben zu wollen.

Ich habe genug mit Erzieherinnen und Lehrer / Lehrerinnen zu tun gehabt, um zu wissen, dass unser Ausbildungssystem ziemlich viele Mängel hat, aber genauso bewusst ist mir, dass ich ziemlich viele Mängel habe. Wieso sollte man auf die Idee kommen, dass Homeschooling ein richtiger Weg ist? Nur die Vielfalt des Kindergartens und der Schule kann dem Kind das ganze Spektrum nahe bringen, was es für ein Leben in dieser Gesellschaft braucht.
Eine Filterung durch frömmelnde Eltern, die dann in der Regel auch noch einen völlig verkorksten Begriff von biblischen Normen haben, ist der beste Weg, um das Kind zu zerstören und es möglichst weit von Gott weg zu schicken.

Gruß
Thomas
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon Columba » Fr 19. Okt 2012, 11:11

...oder noch einfacher Thomas:

Eine Kind gehört nicht mir, weil nicht ich der Schöpfer des Kindes bin, sondern Gott, dem alles gehört.

Grüsse Columba
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon ThomasMillack » Fr 19. Okt 2012, 12:46

Columba hat geschrieben:...oder noch einfacher Thomas:

Eine Kind gehört nicht mir, weil nicht ich der Schöpfer des Kindes bin, sondern Gott, dem alles gehört.

Äääh - stimmt, so einfache Dinge fallen mir immer nicht spontan ein :))
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon Jeffrey mc » Fr 19. Okt 2012, 15:12

@ greatest

ich glaube dass jeder der Kinder hat, mal gesagt hat "mein Sohn", "meine Tochter", "unser Kind" etc.
es hat sich für Thomas Millack aufgedrängt, dir einen Besitzanspruch zuzuschreiben, weil er einfach davon ausgeht, dass du so denkst...und erntet dafür Lob oder so...

@Gott
was für eine Ungerechtigkeit!!! Als ob man nicht sagen könne, was für sein Kind richtig sei. Ferner wird es doof, wenn man immer ohne "mein", "unser", etc formulieren würde, wenn man davon spricht, was für sein Kind gut/schlecht sei etc. Und davon ausgehen, dass es sich dann um ein Besitzanspruch handelt, und das noch ohne zu fragen: schlimm!!! Amen
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon pintalunas » Fr 19. Okt 2012, 16:07

Vielleicht hilft ja dieses Wort:
Hesekiel 18:4
Siehe, alle Seelen gehören mir! Wie die Seele des Vaters mir gehört, so gehört mir auch die Seele des Sohnes.
Gruß
Offenbarung 3, 8
Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet.
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon bigbird » Fr 19. Okt 2012, 16:54

Liebe Leute

Das war die Fragestellung am Anfang des Threads

Laodicea hat geschrieben:Wie wird das in er Schweiz gehandhabt? Ist es in der Schweiz erlaubt seine Kinder Daheim zu unterrichten?


bigbird
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon Columba » Fr 19. Okt 2012, 18:00

Dann wieder zurück. Hier also noch 2 Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Homeschooling#Schweiz

pdf-Artikel

Wie immer in der Schweiz, eine Antwort ist immer richtig: Es kommt auf den Kanton drauf an.



Grüße Columba
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon Laodicea » Fr 19. Okt 2012, 18:55

Ihr Lieben,

Scheinbar denken hier die Mehrheit der User das nur religiöse Gründe vorliegen können, wenn Eltern für ihre Kinder eine andere Bildungsform als den staatlich verordneten Schulzwang wünschen.

Bei Wikipedia(Columbas Link) fand ich folgende Auflistung der Gründe:
1.Eltern weigern sich, ihr Kind gegen seinen Willen in die Schule zu zwingen,
2.der Schulbesuch widerspricht den pädagogischen Vorstellungen oder Erziehungszielen der Eltern,
3.die Kinder haben schwerwiegende Schulschäden davongetragen,
4.Eltern sehen im Hausunterricht bessere Bildungsmöglichkeiten für ihr Kind,er bietet ihnen die Möglichkeit, die Kinder selbstbestimmt lernen zu lassen,
5.Eltern lehnen das staatliche Schulsystem ab,
6.Eltern unterstellen dem Schulsystem, einen Heimlichen Lehrplan zu verfolgen, der den offiziellen Bildungszielen entgegensteht,
7.Eltern lehnen das schulische Umfeld als Sozialisationsform ab,
8.Eltern wollen ihr Kind vor Gewalt, Mobbing, Drogen und entwürdigender Behandlung schützen.

Ich persönlich bin nicht dafür die Kinder aus dem normalen Schulbetrieb raus zu nehmen.
Auch wenn es genug Gründe dafür gibt.
Jedoch denke ich, dass es ein gutes Training für später ist...wie sollen die Kinder sonst lernen sich gegen die vielfältigen Angriffe des Bösen zu schützen, wenn sie nicht bald Erfahrungen damit sammeln.
Wir leben in dieser Welt und unsere Kinder leben auch in dieser Welt.
Es ist wichtig das sie ihre Erfahrungen machen.
Durch eine starke familiäre Bindung und die Vermittlung der biblischen Werte werden sich die Kinder sicher später für den richtigen Weg entscheiden.
Für mich ist das auch eine Frage von:
Wie sehr vertrauen ich auf Gottes Schutz und Führung!!!

Es zeugt m.E. von mangeldem Gottvertrauen wenn man versucht seine Kinder vor allen Gefahren die ihnen im zivilen Leben begegnen könnten zu bewahren.
Da stimme ich mit ThomasMillack überein.

Übrigens Thomas, ich glaube ich habe Dich einfach falsch verstanden, Deine weitere Erklärung hat das gezeigt.
Für mich hörte sich das so an als wolltest Du sagen das das Kind der Gesellschaft, dem Staat oder sich selber gehören... :shock:
Die Kinder gehören Gott und die Eltern haben eine Verantwortung übertragen bekommen!

Liebe Grüße
Es geht immer um die Ehre des Herrn;
wo der Herr im Leben nicht zu Ehren kommt,
da lebt der Mensch verkehrt!
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Re: Homeschooling-Hausuntericht

Beitragvon Segler » Mi 1. Mai 2013, 14:31

Als Betroffener muss ich hier was klären. Im Kanton Bern ist es grundsätzlich erlaubt, Kinder zu Hause zu unterrichten. Das aber unter strengen Auflagen und staatlicher Kontrolle.
Unsere Situation. Mit meiner Frau führte ich 16 Jahhre lang eine Großfamilie. Unsere Pflegekinder waren verhaltensauffällig, teilweise behindert.
Max (Name geändert) war so ziemlich das schwierigste Kind, das ich je erlebte. Auf Anraten der Schulbehörden und nach langwierigen Abklärungen begann er die erste Klasse in der Kleinklasse. Zehn Tage danach und Max hatte ein Schulverbot. Nach reiflichem Überlegen und Kämpfen mit der uns aufgebrummten Erziehungsberaterin erteilte uns das Schulinspektorat die Sondererlaubnis. Periodisch wurde überprüft ob Max das normale Schulpensum schaffte. Mit einer Stunde täglich durch eine Lehrerin hatte er das Erstklasspensum nach 6 Monaten geschafft. Ganz sachte wurde der Junge dann täglich 20 Minuten in der Kleinklasse unterwiesen. In der sechsten Klasse war sein "Umzug" in die Dorfschule perfekt gelungen.

Ich weiß, das wird nicht überall erlaubt. Uns war es aber auch sehr wichtig, dass Max lernte mit andern Kinder zurecht zu kommen. Das wäre mit nur Heimunterricht absolut unmöglich gewesen. Obwohl wir mit Max sehr gute Erfahrungen gemacht haben würde ich gerade wegen der sozialen Komponente diese Unterrichtsweise wirklich nur in äußerst ungünstigen Fällen erlauben.

Christliche Werte können gerade im Elternhaus vermittelt, sprich vorgelebt, werden. Ich sehe nichts, was uns da die Schule wegnehmen könnte.

Willy
O, nein!! der Kragenknopf hat sich verselbständigt! Nun fehlt die Platzbremse...
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