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Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Robby » Do 17. Mär 2011, 15:21

thery hat geschrieben:Geht's nicht auch darum das wir die Sche......anzetteln und dann nach Gott schreien er solle uns da wieder herausholen? So habe ich Columbas Post verstanden.


Wieviele Male haben wir schon Sche... angezettelt und Gott hat uns in SEINER Gnade wieder herausgeholt? Ohne diese Gnade könnten wir zusammenpacken.


Lieber Gruss
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Robby » Do 17. Mär 2011, 15:24

Columba hat geschrieben: Es wäre sicher angemessener gewesen in dieser Situation zu beten, dass angesichts des kalten Wetters alle Opfer und Helfer so schnell wie möglich zu einer warmen Decke, gutes Wasser und Nahrung kommen.

Nochmals, Robby, es geht mit nicht darum, dass man nicht beten darf oder soll. Im Gegenteil, aber solche frommen Floskeln zeigten weit mehr, dass man es hier gar nicht vorstellen möchte, was eigentlich passiert ist. Sonst hätten wir uns ins Gebet einschliessen müssen angesichts dieser Ignoranz hier in unserer wohltemperierten Welt. Denn es kommt absolut nicht darauf an, ob Mutter mit ihrem kleinen Kind in 25 km Entfernung vom AKW jetzt zu den 1.6% Christen gehört oder nicht. Die Angst muss unermesslich sein, wenn sie keine Möglichkeit sich selbst zu evakuieren.

Grüsse Columba


Hi Columba

Ich empfinde dieser Aufruf zum Gebet als Zeichen der Anteilnahme. Und ich kann ihn voll unterstützen in allen Belangen. Die Gefahr, die immer noch von den Reaktoren ausgeht, kann zu einer Verschlimmerung der Situation der Menschen führen. Darum wurde dies wohl als Punkt 1 gewählt. Dann das Gebet für das Volk selber und auch für die Helfer, die mit dem Einsatz ihrer Leben, das Leid zu mindern versuchen. Ich verstehe deine Kritik wirklich nicht.
Aber es steht dir natürlich frei, dies so zu formulieren.


Lieber Gruss
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Columba » Do 17. Mär 2011, 15:29

Das Projekt der 2000-Watt-Gesellschaft der ETH Zürich ist ja sehr interessant. Pro Kopf der Schweizer Bevölkerung soll der Bedarf von Energie von 6000 W auf 2000W gesenkt werden, was dem durchschnittlichen Bedarf einer Person weltweit entspricht. Dies sollte möglich sein, ohne grosse Senkung des Lebenskonfortes.

Das hiesse die Schweiz hätte heute mit den derzeitigen Anlagen genügend Energie aus der Wasserkraft.


http://de.wikipedia.org/wiki/2000-Watt-Gesellschaft

http://www.2000watt.ch/


Grüsse Columba
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon thery » Do 17. Mär 2011, 19:12

Robby hat geschrieben:
thery hat geschrieben:Geht's nicht auch darum das wir die Sche......anzetteln und dann nach Gott schreien er solle uns da wieder herausholen? So habe ich Columbas Post verstanden.



Wieviele Male haben wir schon Sche... angezettelt und Gott hat uns in SEINER Gnade wieder herausgeholt? Ohne diese Gnade könnten wir zusammenpacken.


Lieber Gruss
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thery hat geschrieben: Vielleicht hätte ich oben noch anführen sollen: ohne etwas daraus zu lernen.


Ich bin auch unbedingt dafür das wir für die Menschen dort beten das der Herr gnädig ist und nicht noch schlimmeres über sie kommen lässt. Aber ich hoffe auch das uns diese Katastrophe zum Nachdenken bringt, uns aufrüttelt. Das wir anfangen Umzudenken. Und das der Herr auch mit uns gnädig ist. Nicht einfach denken Gott wird es schon richten und dann weiter zur gewohnten Tagesordnung übergehen.
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Nataraja » Fr 18. Mär 2011, 00:50

Dann reihe ich mich mal hinter doro ein und stimme ihr zu:
Wozu so eine Katastrophe dienen kann.... quasi der Beweis der eigenen Richtigkeit, der dokumentiert wird mit der Haltung der entstprechenen Kirche bzw. dem direkten handeln. So nach dem Motto: Wir helfen, deswegen haben wir recht.
Aber ansonsten schön, dass hier im Forum noch alles beim alten ist... :D

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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon doro » Fr 18. Mär 2011, 00:54

Willkommen zurück, Heiko! :))

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Nataraja » Fr 18. Mär 2011, 01:01

Danke schön doro!
Und ja: Tach auch... lang ist's her.
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon SunFox » Fr 18. Mär 2011, 04:07

Nataraja hat geschrieben:Aber ansonsten schön, dass hier im Forum noch alles beim alten ist... :D


Hallo lieber Heiko, schön das du dich wieder einmal meldest! :party:

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Johncom » Fr 18. Mär 2011, 08:50

Hallo Nataraja,
schön, Dich wieder zu sehn.

Columba hat geschrieben:Ginge es da nicht auch um Busse, denn wir Menschen haben diese Katastrophe geschehen lassen.


Was ich kastastrophal finde ist, dass in 'dualistischen' Glaubensrichtungen Gott immer ein 'lieber Gott' sein muss. Weihnachtsmannvorstellungen, wie Fliege es nennt.

Fliege. 'Wann wird endlich die Lehre Jesu über das rechte Beten geübt und Schluss gemacht mit den Weihnachtsmannvorstellungen vom lieben Gott, der doch bitte, bitte solche verständlichen Wünsche erfüllen möge! Er tut es nicht! ... '

Warum kann nicht eingesehen werden, dass Gott, der uns schuf damit auch Lernprozesse in Gang setzte. So wie wir sind, übertreiben wir manchmal. Wenns gut läuft sagen wir 'Gott sei Dank'. Wenns daneben geht, flippen wir aus und verzweifeln. Es ist immer wieder zu sehen: Der Mensch wünscht sich einen Gott, der eine Art perfekte Lebensversicherung verspricht. Alles Negative wie Verlust, Krankheit und vor allem das Leid Unschuldiger bringt dieses Glaubensbild durcheinander.

Die uralte Frage: Wie kann Gott das zulassen ( Bombenterror im 2. Weltkrieg, Hiroshima ... ) zog Kirchenaustritte nach sich. Warum ? Weil die Kirche immer das Schöne, Nette, Gute beschwört.

'Jesus betet anders. Er rät uns dringend von unseren Gebeten ab. Jetzt ist der Weg in die Stille dran. Das große Lauschen!' ... meint Fliege.

Im Lauschen, also stille sein liegt doch auch die grosse Chance, endlich mal wieder aufzuwachen aus diesem Fortschrittstraum. Auch aus dieser Wunschvorstellung von der Abschaffung des Leidens.

Columba hat geschrieben:Ginge es nicht um das Gebet, dass uns allen die Augen geöffnet werden. ...dass wir alle schuldig geworden sind, weil wir wie der Zauberlehrling mit Kräften gearbeitet haben, die wir nicht im Griff haben?


Fliege: 'Denn wenn es denn einen Gott gibt, der die Welt in seinen Händen hält, dann sind apokalyptische Vorgänge wie diese auch immer nur ein über alle Maßen schmerzlicher aber für alle Zeit hilfreicher Vorgang, uns unter Geburtswehen in eine neue Richtung zu führen.'

Also das Wort Schuld kommt in dem ganzen Text nicht vor, aber Stille, gemeinsamer Bussgang, hilfreicher Vorgang, Geburtswehen und so weiter.

Ich würd sagen, er kritisiert sehr die Tendenz, benebelnde Gebete in Volk zu streuen. Fliege sagt: Lauscht, hört in Euch rein, lernt. Und schaut nach vorne.
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Robby » Fr 18. Mär 2011, 09:35

thery hat geschrieben:
thery hat geschrieben: Vielleicht hätte ich oben noch anführen sollen: ohne etwas daraus zu lernen.


Ich bin auch unbedingt dafür das wir für die Menschen dort beten das der Herr gnädig ist und nicht noch schlimmeres über sie kommen lässt. Aber ich hoffe auch das uns diese Katastrophe zum Nachdenken bringt, uns aufrüttelt. Das wir anfangen Umzudenken. Und das der Herr auch mit uns gnädig ist. Nicht einfach denken Gott wird es schon richten und dann weiter zur gewohnten Tagesordnung übergehen.


Hi Thery

Da sind wir uns in diesem Fall absolut einig. Das bedeutet auch nicht, dass man nicht einen Aufruf zum Gebet und Gnade machen darf. Das hat Columba aber auch nicht gemeint und somit sehen wir diesen Punkt deckungsgleich. 8-)


Lieber Gruss
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon sugi » Fr 18. Mär 2011, 09:48

Jeder darf beten, nur denke ich, wird es so kommen, wie es kommen muss!!!!!!

Denn, Sein Wille geschehe, und nicht meiner/unserer.. Was nicht heisst, ich kann/darf nicht beten, auch wenn es sich Widersprüchlich anhört..und es eh so kommt, wie es kommen muss!!

Es ist ein Jammerthal.. Der Mensch tut viel zur Sache bei, und darum finde ich persönlich es schön und auch tröstlich, dass Gott alles in Seiner Hand hat..!! Es wird auch immer Täter und Opfer geben.. Und die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher!!!

Mir tut es auch unendlich leid :( :(

Wenn ich mal so in die Runde werfen darf:
Wir haben so viele Reiche Menschen, die locker etwas tun könnten, die locker dafür sorgen könnten, dass in teils Ländern, nur als Beispiel, Wasserleitungen gelegt werden können, damit sie wenigsten mal sauberes Wasser zur Verfügung haben..aber nein, der Mensch sieht nur sich! Und je mehr einer hat, umso geiziger wird und ist er!! Es ist ungerecht, denn der Mensch ist es! Wir super Europäer sind auch daran "schuld" dass in teils Länder, der ganz Schrott an Elektronik fortgeworfen wird..wo Kinder auf dem "Müll" umherrennen, und sich Sachen zusammensuchen, um vllt noch damit etwas Geld zu verdienen... Der Mensch ist es, der alles in seiner Hand hat..aber leider, leider nicht damit umgehen kann.. Denn der Satan will zerstören und der Mensch lässt sich vom Bösen beherrschen!!
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Columba » Fr 18. Mär 2011, 12:38

Tages Anzeiger News-Ticker 8:36 über Japan

Die japanische Regierung hätte dem Atomkraftwerkbetreiber verboten die Angestellten abzuziehen. Nun beginnt also das Opfern von Menschen?


Grüsse Columba
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon viper187 » Fr 18. Mär 2011, 15:27

Columba hat geschrieben:Tages Anzeiger News-Ticker 8:36 über Japan

Die japanische Regierung hätte dem Atomkraftwerkbetreiber verboten die Angestellten abzuziehen. Nun beginnt also das Opfern von Menschen?


Grüsse Columba


Beginnt? Jeder der da bei den Eindämmmassnahmen in nächster Nähe mitgearbeitet hat wird höchstwarscheinlich in absehbarer Zeit tot umfallen...
Das Problem beim Atheismus ist: Wenn wir recht haben, werden wir es niemals erfahren.
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon onThePath » Fr 18. Mär 2011, 15:47

viper187 hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Tages Anzeiger News-Ticker 8:36 über Japan

Die japanische Regierung hätte dem Atomkraftwerkbetreiber verboten die Angestellten abzuziehen. Nun beginnt also das Opfern von Menschen?


Grüsse Columba


Beginnt? Jeder der da bei den Eindämmmassnahmen in nächster Nähe mitgearbeitet hat wird höchstwarscheinlich in absehbarer Zeit tot umfallen...


Das TV sagte schon, dass man nun mit Sandkastenmitteln gegen den Gau ankämpft. Mit Gartenschlauch und später dann mit Sand....
Was sich nur ändert nach Tagen ist, dass man das Unglück immer mehr real zuzugeben bereit ist in seinen ganzen Ausmaßen.

Mit Sand und Beton wird man noch eine Weile warten, kann ja nur schlimmer werden bis dahin, na und ? Man muß schließlich ja auch darauf warten, bis man öffentlich die ganze Wahrheit gestehen darf. Bis dahin kann man noch mit der Hoffnung der Menschen spielen: Kann ja auch sein, dass es nicht so schlimm ist. Und: sah lange so aus, als kriegten wir es noch rechtzeitig in den Griff, war ja auch nicht so schlimm anfangs und wir haben alles getan, was möglich war.


lg, oTp
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Pilgrim » Fr 18. Mär 2011, 17:35

onThePath hat geschrieben:Was sich nur ändert nach Tagen ist, dass man das Unglück immer mehr real zuzugeben bereit ist in seinen ganzen Ausmaßen.

…Wenn die Erde sich bewegt: vorher und nachher……beten wir weiter für die Menschen in Japan und tun alles in unserer Kraft zu helfen… :pray:
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Such_Find » Fr 18. Mär 2011, 20:20

Columba hat geschrieben:Tages Anzeiger News-Ticker 8:36 über Japan

Die japanische Regierung hätte dem Atomkraftwerkbetreiber verboten die Angestellten abzuziehen. Nun beginnt also das Opfern von Menschen?

Wer hat gesagt das die heutigen Götter keine Opfer mehr wollen? Man versucht mit diesen Menschenopfer unsere Technologie-Götter(an die wir glauben) zu besänftigen
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Nataraja » Fr 18. Mär 2011, 20:31

Meinst du das ernst?
Und irgendwie weiß ich immer noch nicht um was es hier geht?
Böse moderne Welt?
Böse Geldgierige Welt?
Eine blöde Panne?
Der Beweis gewisser Religionen, wie hilfsbereit sie sind?
Um unsagbares Leid?
Um eine nukleare Katastrophe?

Was hat das hier mit Religion zu tun?
Doch hoffentlich nichts, denn wenn schon, dann wäre das barbarisch, weil hier ein schreckliches Ereignis vor den Karren der Religion gespannt wird. Und was für einen Karren wir da haben ist egal. Denn ob es der Mammon ist, oder irgendeine Religion ist egal....

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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon doro » Fr 18. Mär 2011, 23:56

Hallo Heiko

Nataraja hat geschrieben:Was hat das hier mit Religion zu tun?

Für mich hat das mit Religion zu tun. Es geht mir u.a. darum, zu beobachten und hinterfragen, wie die Menschen/der Mensch mit solchen Dingen umgeht. Wo er Fehler gemacht hat und noch machen wird. Was sollen wir jetzt tun? Müssen wir grundlegend unsere Haltung überdenken? Waren wir zu technikverliebt, zu naiv, zu überheblich? Was können wir ändern? Wo führt das alles hin, wenn wir nichts ändern?

Und solche Dinge haben für mich als Christen ganz selbstverständlich mit Gott zu tun. Wenn ich mir grundlegende Gedanken über die Menschen oder gar den Menschen an sich mache, dann setze ich das in Bezug auf Gott. Diese Sicht zwinge ich natürlich niemandem auf. Aber ich finde trotzdem, dass ich das so halten darf. ;)

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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Johncom » Sa 19. Mär 2011, 07:34

Nataraja hat geschrieben:Was hat das hier mit Religion zu tun?


PhiloMuc hatte einen Newsletter von Jürgen Fliege gepostet.
viewtopic.php?f=36&t=19598&start=0

doro hat geschrieben:Für mich hat das mit Religion zu tun. Es geht mir u.a. darum, zu beobachten und hinterfragen, wie die Menschen/der Mensch mit solchen Dingen umgeht.


So würde ich es auch sagen, aber dann noch etwas 'einengen':
Wie gehe - ich - mit diesem Unfall um. Ich selbst.
Kann ich mich in die Überlebenden hineinversetzen ? Die Traumatisierten, von denen viele ihre Familie verloren haben. Die nichts mehr haben ausser etwas Bekleidung. Und es könnte auch hier passieren. 20 KM von meinem Wohnort steht ein schon älterer und immer wieder in der Kritik stehender französischer Reaktor. Die Menschen an der jap. Küste hat es nur 'stellvertretend' erwischt.

Religiös ( im tieferen Sinne, und nicht rechthaberisch ) zu sehen könnte heissen: Ich, wir alle, sind betroffen weil es auch uns hätte treffen können.

Und die andere Frage stellt sich auch. Nämlich ob es nicht Zeit ist, gerade jetzt einen Strich zu machen und dieser 'Nach uns die Sintflut' - Energiepolitik ein für alle Mal den Stecker rauszuziehen. Auf dem Wahlzettel einmal wie aber auch im eigenen Konsumverhalten. Nur ein kleines Beispiel als Vorbild: Der Theologe Drewermann hat in seinem Haushalt keinen Kühlschrank stehen, schon seit Jahren. Das muss nicht jeder nachmachen, aber wenigstens kann man seine Stromabhängigen Geräte 'bewusster' benutzen, besser isolieren und öfters immer wieder abschalten.
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Nataraja » Sa 19. Mär 2011, 09:56

Hallo Zusammen,

ja der Herr Fliege - der Artikel hat mir gefallen!
Religion, oder Spiritualität hat sicher etwas damit zu tun, aber ich denke erst in einem sekundären Sinn. Ich denke primär hat das ganze Leben mit Spiritualität zu tun. Und so zeigt sich im Umgang mit Leid und auch im Umgang mit den Leidenden die ganz eigene Spiritualität. Und so zeigt sich in Japan etwas, was für uns Westler ganz merkwürdig ist: Lauter ertragende und erduldende Menschen. Sicher bedingt durch deren Spiritualität.
Und im westen zeigt sich auch was: Mal wieder das Nachdenken über den Lauf unserer modernen Welt.
Und gleichzeitig kritisiert Herr Fliege den üblichen Umgang mit solchen Katastrophen, quasi das Standardprogramm, dass sich in uns schon ganz tief eingegraben hat.
Ich lese gerade mal wieder diverse Texte von Heidegger mit dem Thema Technikkritik. Und ganz egal wo jemand verwurzelt ist, in welcher religion, Spiritualität, Tradition, eine berechtigte Frage bleibt überall: kann es so weitergehen? ich schätze fast jeder sagt Nein.
Nur: Was machen wir dann anders? Wo verändern wir unser leben, um solche Geschehnisse nicht mehr vorkommen zu lassen?

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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Pilgrim » Sa 19. Mär 2011, 10:07

Johncom hat geschrieben:Und die andere Frage stellt sich auch. Nämlich ob es nicht Zeit ist, gerade jetzt einen Strich zu machen und dieser 'Nach uns die Sintflut' - Energiepolitik ein für alle Mal den Stecker rauszuziehen. Auf dem Wahlzettel einmal wie aber auch im eigenen Konsumverhalten. Nur ein kleines Beispiel als Vorbild: Der Theologe Drewermann hat in seinem Haushalt keinen Kühlschrank stehen, schon seit Jahren. Das muss nicht jeder nachmachen, aber wenigstens kann man seine Stromabhängigen Geräte 'bewusster' benutzen, besser isolieren und öfters immer wieder abschalten.

…und hilft trotzdem nichts bei einer Naturkatastrophe! Reagieren wir weiter mit Gebeten und unmittelbarer Hilfestellung für die Leidenden der Erdbebenkatastrophe in Japan… :pray:
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon onThePath » Sa 19. Mär 2011, 10:40

Johncom hat geschrieben:Nur ein kleines Beispiel als Vorbild: Der Theologe Drewermann hat in seinem Haushalt keinen Kühlschrank stehen, schon seit Jahren. Das muss nicht jeder nachmachen, aber wenigstens kann man seine Stromabhängigen Geräte 'bewusster' benutzen, besser isolieren und öfters immer wieder abschalten.


Ausgerechnet der Kühlschrank. Der ist ja kaum noch weg zu denken. Und die Kühltheken im Supermarkt auch nicht.
Mit Grausen denke ich auch an den Waschvorgang, so wie ich ihn in Indien oft gesehen habe. Sehr mit Zeit und Kraft verbunden.

Da das Rad der Zeit zurückdrehen, dürfte sehr schwer sein.
Ärgerich übrigens, dass wir Energiespar-Lampen haben, die aber Sondermüll sind.

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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Columba » Sa 19. Mär 2011, 11:07

viper187 hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Tages Anzeiger News-Ticker 8:36 über Japan

Die japanische Regierung hätte dem Atomkraftwerkbetreiber verboten die Angestellten abzuziehen. Nun beginnt also das Opfern von Menschen?

Beginnt? Jeder der da bei den Eindämmmassnahmen in nächster Nähe mitgearbeitet hat wird höchstwarscheinlich in absehbarer Zeit tot umfallen...

Das ist jetzt eine ganz neue Qualität: Jetzt wird öffentlich verboten, dass Menschen aus der Gefahrenzone herausgebracht werden. Solange es freiwillig ist oder wegen allgemeinem Nichtwissen um die Gefahren, ist es nur ein bewusster, ethischer Entscheid, einige Menschen bewusst sterben zu lassen, um andere zu retten.

Grüsse Columba
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Wolfi » Sa 19. Mär 2011, 11:27

@ Pilgrim:

Reagieren wir weiter mit Gebeten und unmittelbarer Hilfestellung für die Leidenden der Erdbebenkatastrophe in Japan… :pray:


Soso ... Warum sollte ich? - Was verkörperte Japan für mich, bevor diese Katastrophe geschah? - Waren da irgendwelche positivie Assoziationen? - Was waren die negativen Bilder, die ich hatte? - Soll dies nun alles einfach vergessen sein, oder sollte man die Gelegenheit vielleicht nutzen, um für die Hilfeleistung aus'm Westen Japan auch etwas abzuverlangen? Ich möchte bloss am Rande daran erinnern, dass Japan eine der schlimmsten Nationen ist, was das Leerfischen der Weltmeere anbetrifft. Sollte ich dies, nur weil Japan von einer Naturkatastrophe mit weitreichenden Folgen heimgesucht wurde, nun einfach ignorieren und einem Land, das mir so fern ist wie kaum ein anderes, Mitgefühl und materielle Hilfe zukommen lassen? - Sorry, aber was derzeit abläuft, macht mir aus verschiedenen Gründen tierisch Mühe.
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Columba » Sa 19. Mär 2011, 11:32

Johncom hat geschrieben:Im Lauschen, also stille sein liegt doch auch die grosse Chance, endlich mal wieder aufzuwachen aus diesem Fortschrittstraum.
...


Ja, auch die grosse Chance, aber nicht nur darin. Es muss auch gehandelt werden. Schliesslich bringt es mehr, wenn man auf die nächsten grossen Knaller in den Reaktoren in Japan lauschen will, was die einem wohl zu sagen haben. Nicht die Stille hat uns aufwachen lassen, sondern der brutale Knall.

Die Stille kann eben auch einlullend sein: In den 80-er Jahren hat man still in jedem Haushalt Alu-Joghurtdeckeli gesammelt, um etwas für die Natur zu tun. Das Schuldgefühl ist ein wenig gewichen. Verzichtet man dann noch auf den Kühlschrank oder erhöht man wenigstens die Mindesttemperatur von 4 Grad auf 5, dann kommt sogar leise Freude auf, was sich alles verändern kann.

Nicht die Stille hat es zu Tage gebracht, dass sich gar nichts geändert hat seit Windscale 1957. Immer noch werden die megasicheren kerntechnischen Anlagen durch "Verkettungen menschlichen und technischen Versagens" zu Hochrisikoanlagen.

Nicht nur der Mensch ist ein spirituelles Wesen sondern auch die Gesamtgesellschaft. Wenn Du also ganz still für Dich auf den alten Kühlschrank verzichtest, dann änderst es sich nichts ausser ein paar kW pro Jahr, die anderswo wieder eingesetzt werden. Schmeisst Du den Kühlschrank aber aus Deiner Wohnung im 4. Stock auf die Strasse, dann ist es nicht still, aber es kann andere wecken zu "Wir wollen keine Atomkraftwerke mehr". Das könnte eben die Gesellschaftsspiritualität ändern helfen.

Die Summe der einzelnen Menschen ist eben weniger als eine Gesellschaft zusammen.

Mit Deinem Blick auf den Atommeiler vor Deinem Haus hast Du damit recht: Ist ist Zeit den gesamten Rahmen zu betrachten, aber eben da gehört die eigene Spiritualität ebenso dazu, wie die Gesellschaftsspiritualität (die heute vor allem im Geld enthalten ist). Die Einzelanstrengung ist nötig, aber nicht weniger nötig ist halt auch der Wahl- und Stimmzettel. Wenn Du schreibst: "Religiös ( im tieferen Sinne, und nicht rechthaberisch ) zu sehen könnte heissen: Ich, wir alle, sind betroffen weil es auch uns hätte treffen können.", meine ich, dass es uns eben nicht nur hätte treffen können, sondern es hat uns real getroffen. Wir schauen nun auf unsere nächsten Reaktoren und zählen die Strahleneinschläge mit dem Geigerzähler (wie viele Leute haben doch jetzt einen Geigerzähler angeschafft!). ...und die Einwohner von Zürich wissen, dass sie 3 Reaktoren in der Nähe haben und jeder von ihnen kann die Stadt Zürich unbewohnbar machen.


Grüsse Columba
Zuletzt geändert von Columba am Sa 19. Mär 2011, 12:02, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Columba » Sa 19. Mär 2011, 11:37

Pilgrim hat geschrieben:...
…und hilft trotzdem nichts bei einer Naturkatastrophe! Reagieren wir weiter mit Gebeten und unmittelbarer Hilfestellung für die Leidenden der Erdbebenkatastrophe in Japan… :pray:


Es ist keine Naturkatastrophe gewesen sondern die Natur. Wenn man gerade in einem Gebiet AKSs baut, wo es viele Erdbeben gibt und Tsunamis hat, dann darf man nicht einfach von Naturkatastrophen gesprochen werden. Sonst gibst Du einfach Gott die Schuld.

Grüsse Columba
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Columba » Sa 19. Mär 2011, 12:29

...übrigens, wer in diesen Sachen auch zuverlässige und schnelle Informationen sucht, kann ich auf Martin Williams hinweisen, zu finden auf Twitter und dem Namen martyn_williams


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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Pilgrim » Sa 19. Mär 2011, 12:59

Columba hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:...
…und hilft trotzdem nichts bei einer Naturkatastrophe! Reagieren wir weiter mit Gebeten und unmittelbarer Hilfestellung für die Leidenden der Erdbebenkatastrophe in Japan… :pray:

Es ist keine Naturkatastrophe gewesen sondern die Natur. Wenn man gerade in einem Gebiet AKSs baut, wo es viele Erdbeben gibt und Tsunamis hat, dann darf man nicht einfach von Naturkatastrophen gesprochen werden. Sonst gibst Du einfach Gott die Schuld.

Du meinst der Mensch habe das unter seiner Kontrolle und Gott dagegen ohnmächtig? Fragen wir uns besser, warum Er dasselbe nicht an jedem Tag in jeder Stadt auf jedem Kontinent tut? Warum Er das nicht uns angetan hat? Diese Tage kommen noch…Offenbarung 6…! Aber Gott zeigt, daß Er langmütig ist…2.Mose 34:6; Psalm 86:15; Apg 14:17; Apg 17:30-31…dieselbe Gelegenheit für Buße gebend…Römer 2:4…welcher sich die Menschen in Japan erfreut haben.
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Nataraja » Sa 19. Mär 2011, 15:08

Die Menschen in Japan freuen sich, weil sie wegen dieser Katastrophe Buße tun können? Krasse Sicht! Ich möchte jetzt nicht sagen, dass sie eine Tendenz zur Menschenverachtung hat, aber andererseits: Was außer Menschen sollte man sonst verachten? Straßenbahnen und Liegestühle kann man zwar verachten, aber die wehren sich nicht.
Aber zurück zum thema: Man soll also Katastrophen dazu nutzen, zu erkennen, dass man alles falsch gemacht hat, und dementsprechend Buße tun?
Dieser Gedankengang ist von einer Art, wie er mir nie kommen könnte, und den meisten anderen menschen sicher auch nicht. Will sagen: ich kenne nicht so viele, denen so ein Gedankengang auch kommen könnte. Was ist denn, wenn die japaner jetzt nicht Buße tun, sondern ganz schnell in guter Shintoistischer Manier wieder alles erbauen, die schlimme zeit zusammenhelfen, und sie ertragen, und dann in drei jahren wieder genauso weitermachen wie bisher?
Ich hoffe Gott straft sie dann für ihre Dreistigkeit!
Da katastrophen also Möglichkeiten sind, die von Gott stammen um uns wachzurütteln.... heißt das dann, das Schlechte kommt von Gott? Dann ist er aber nicht Allgütig, oder?

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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon SunFox » Sa 19. Mär 2011, 17:50

Pilgrim hat geschrieben: Aber Gott zeigt, daß Er langmütig ist…dieselbe Gelegenheit für Buße gebend…welcher sich die Menschen in Japan erfreut haben.


Nataraja hat geschrieben:Die Menschen in Japan freuen sich, weil sie wegen dieser Katastrophe Buße tun können? Krasse Sicht!


Oder anschließend tun können?

Dann sollte aber jemand mal schnell nach Japan fahren und den Menschen es dort erzählen! :roll:

Ich bin deiner Meinung lieber Nataraja, das man mit der Wahl seiner Aussagen etwas vorsichtiger umgehen sollte!

Ich möchte mal wirklich wissen, was einige sagen würden, wenn sie jetzt selbst als Japaner im Nordosten sitzen würden?

Manchmal geht das rechte Werk eben vor dem rechten Wort!

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Nataraja » Sa 19. Mär 2011, 20:13

Uiii, SunFox und ich sind einer Meinung! :clap:
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon alegna » Sa 19. Mär 2011, 20:28

Nataraja hat geschrieben:Dann ist er aber nicht Allgütig, oder?

Wo steht denn dass Er Allgütig ist?
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Nataraja » Sa 19. Mär 2011, 22:31

ist er das nicht? Dann fehlt ihm quasi eine Eigenschaft, d.h. er ist dann unvollkommen. Ein unvollkommener Gott....? Meinetwegen!
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Johncom » So 20. Mär 2011, 02:36

alegna hat geschrieben:Wo steht denn dass Er Allgütig ist?


Na zumindest im Koran. :mrgreen:

onThePath hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Das muss nicht jeder nachmachen, aber wenigstens kann man seine Stromabhängigen Geräte 'bewusster' benutzen, besser isolieren und öfters immer wieder abschalten.


Ausgerechnet der Kühlschrank. Der ist ja kaum noch weg zu denken.


Aber wegzuschalten. Zumindest während der kalten Monate.
Wie haben denn eigentlich unsere Vorfahren gelebt.

onThePath hat geschrieben:Mit Grausen denke ich auch an den Waschvorgang, so wie ich ihn in Indien oft gesehen habe. Sehr mit Zeit und Kraft verbunden.


Mit Grausen ?
Jesus und seine Begleiter haben auch handgewaschen.
Wer so wenig Kraft hat und überhaupt keine Zeit, ja was macht der denn sonst so.

onThePath hat geschrieben:Ärgerich übrigens, dass wir Energiespar-Lampen haben, die aber Sondermüll sind.


Da muss ich dir zustimmen.
Wollte selbst 2 dieser Lampen neulich abgeben. Die städtischen Recycling-Höfe hier haben spartanische Öffnungszeiten. Dann gabs noch eine Firma im Industriegebiet, die ich suchen musste. Dort klingen, die Treppe hoch und in dem Büro oben zeigte jemand auf einen Karton. Mühselig. Da muss also noch was geschehen. Aber die Rücknahme alter Batterien ist ja heute auch überall möglich.

Columba hat geschrieben:Ja, auch die grosse Chance, aber nicht nur darin. Es muss auch gehandelt werden. Schliesslich bringt es mehr, wenn man auf die nächsten grossen Knaller in den Reaktoren in Japan lauschen will, was die einem wohl zu sagen haben. Nicht die Stille hat uns aufwachen lassen, sondern der brutale Knall.


So ganz aufgewacht sind 'wir alle' noch nicht.
Aber es gab immer schon Aufgeweckte. Schon 1973 fand eine Demo gegen Atomkraft in der Schweiz statt, 1975 wurde der Bauplatz Kaiseraugst besetzt. - Was Fliege wohl sagen wollte ist, dass man jetzt nicht wieder mit dem 'Beten, bitteln und betteln' weitermachen soll sondern in eine Stille gehen kann, aus der wirklich Umkehr geschieht. Natürlich, aus der auch die nötige Kraft zum Handeln kommt.

Columba hat geschrieben:Nicht nur der Mensch ist ein spirituelles Wesen sondern auch die Gesamtgesellschaft. Wenn Du also ganz still für Dich auf den alten Kühlschrank verzichtest, dann änderst es sich nichts ausser ein paar kW pro Jahr, die anderswo wieder eingesetzt werden. Schmeisst Du den Kühlschrank aber aus Deiner Wohnung im 4. Stock auf die Strasse, dann ist es nicht still, aber es kann andere wecken zu "Wir wollen keine Atomkraftwerke mehr". Das könnte eben die Gesellschaftsspiritualität ändern helfen.

Die Summe der einzelnen Menschen ist eben weniger als eine Gesellschaft zusammen.


Da geh ich mal von der anderen Seite heran:
Die Gesellschaft, das ist auch nur ein Bild, dass der einzelne hat.
Die Gesellschaft als Menschenmasse ist, so jedenfalls mein Bild von ihr ... ist träge. Und abwartend. Und folgt letztlich nur wieder den mutigeren Einzelnen. Sie braucht die einzelnen, denen sie dann zustimmend nachfolgt. Will damit nicht sagen, jeder müsse ein mutiger Held werden. Sondern jeder fange bei sich selber an, ohne auf Gesellschaft und eventuelle 'Mehrheiten' zu warten.

Ich selber verzichte nicht auf einen Kühlschrank, aber ich schalte ihn manchmal aus.
Letztes Jahr kam eine Rückzahlung vom Energieversorger. So kann man schon gegenseitig Tips weitergeben, irgendwann stösst ein Domino-Stein an den anderen. Wichtig ist aber, zu wissen: Es geht auch mit halb so viel Strom ohne wirklich auf was verzichten zu müssen. Im Gegenteil, denn Unabhängigkeit macht auch freier. Die Erfahrung machen auch die, die in schwierigen Ländern unterwegs sind. Wo man nicht alles haben kann weils nicht viel gibt. Oder wer manchmal Camping macht in der Natur. Da lernt man das Wenige zu schätzen. Und man nimmt ein Stück dieser Erfahrung zurück in seine Grossstadtwohnung.

Columba hat geschrieben:... aber eben da gehört die eigene Spiritualität ebenso dazu, wie die Gesellschaftsspiritualität (die heute vor allem im Geld enthalten ist).


Das ist leider wahr mit dem Anreiz des Geldes.
Wenn regenerativer Strom jetzt teurer wird, muss gezeigt werden wie er entsteht. Gerade 100 Meter von hier ist ein Mini-Kraftwerk in einem Gewerbekanal installiert. Auf dem Berg gegenüber drehen sich 4 grosse Windräder. Man muss auch die Anzahl der strahlenbedingten Krebserkrankungen in der Region um Tschernobyl darstellen, man sollte Bilder von Kindern mit Missbildungen zeigen.

Aber ich kann dieses schlecht irgendwie mit Spiritualität zusammenbringen. Als spiritueller Mensch kann man sich gesellschaftlich miteinbringen. Dass Geld eine Energie hat, ist denkbar aber wenigen ist da eine spirituelle Energie bewusst. ( ich denk noch nach darüber )

Nataraja hat geschrieben:Religion, oder Spiritualität hat sicher etwas damit zu tun, aber ich denke erst in einem sekundären Sinn. Ich denke primär hat das ganze Leben mit Spiritualität zu tun. Und so zeigt sich im Umgang mit Leid und auch im Umgang mit den Leidenden die ganz eigene Spiritualität. Und so zeigt sich in Japan etwas, was für uns Westler ganz merkwürdig ist: Lauter ertragende und erduldende Menschen. Sicher bedingt durch deren Spiritualität.


Eine spirituelle Kultur, die sehr das Schicksalsertragen gelernt hat.
Demut gegenüber dem Ganzen, nicht das emotionale Aufstampfen des eigenen Ichs. Zumindest so sehen wir es in den Fernsehbildern. Da stehen die Menschen höflich an vor den Supermärkten anstelle das, was es noch gibt, an sich zu reissen. Im kürzlich vom Erdbeben stark getroffenen Haiti brach gleich Anarchie aus und es wurde geplündert.

Wir sehen die japanische Katastrophe nur im TV, können also nicht real dort miterleben. Was wir sehen, was ich jedenfalls sehe, ist grosse Bescheidenheit.
Da fragt ein Reporter einen alten Mann, dessen Familie und Haus 'weg sind', wie gehts ? Und der nickt immer noch höflich, und sagt dass es den Leuten im anderen Dorf wahrscheinlich noch schlechter gehe als ihm.

Mir kommt auch vor, als 'schäme' sich der normale Japaner für diese ganze Medienaufmerksamkeit aus aller Welt.
Als habe Japan versagt, weil seine Reaktoren vor der Naturgewalt eingeknickt sind. Und - falls diese Worte richtig übersetzt wurden - sagte der Chef der Feuerwehr in Tokyo zu seiner Spezialeinheit etwa folgendes: Ihr habt die Gelegenheit, das 'Ansehen Japans' zu retten. So etwa.

Nataraja hat geschrieben:Ich lese gerade mal wieder diverse Texte von Heidegger mit dem Thema Technikkritik. Und ganz egal wo jemand verwurzelt ist, in welcher religion, Spiritualität, Tradition, eine berechtigte Frage bleibt überall: kann es so weitergehen? ich schätze fast jeder sagt Nein.
Nur: Was machen wir dann anders? Wo verändern wir unser leben, um solche Geschehnisse nicht mehr vorkommen zu lassen?


Das Problem ist sicher dass alle möglichen Geschehnisse immer wieder vorkommen werden.
Also Naturereignisse. Nur dass sie nicht zu 10.000 Jahre andauernden Verstrahlungen führen müssen, das haben wir jetzt in der Hand. Eine Springflut oder ein Tzunami überschwemmt und tötet, und auch ein Landerdbeben. Wenn aber AKWs oder Uran-Endlager getroffen werden, sind Gebiete vergiftet für viele spätere Generationen. Die Kinder unserer Kinder werden sich bedanken und uns verfluchen dafür. Kann man es so sagen ?
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Oli4 » So 20. Mär 2011, 19:00

SunFox hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben: Aber Gott zeigt, daß Er langmütig ist…dieselbe Gelegenheit für Buße gebend…welcher sich die Menschen in Japan erfreut haben.


Nataraja hat geschrieben:Die Menschen in Japan freuen sich, weil sie wegen dieser Katastrophe Buße tun können? Krasse Sicht!


Oftmals ist vorgängiges nachfragen gscheiter als gemeinsam und blind in die falschen Kerben zu dreschen. Pilgrim geht es um UNSERE Busse, die Busse aller und jeglicher Menschen auch ausserhalb Japans! Die lebenspendende Busse. Die Busse darüber, dass sie ihr noch unangetastetes Leben in allen oder auch nur in einigen aber wesentlichen Dingen sich selbst und nicht Gott zuschreiben.
Wer denkt es sei auch nur irgendwie seine eigene Leistung dass er in einem NICHTERDBEBENGEFÄHRDETEN Gebiet hineingeboren sei, der soll bitte ganz schnell die Augen öffen. Wer denkt es sei seine/unsere bessere Arbeit dass AKW's und viele viele andere ständig lebensbedrohliche Einrichtungen (Strassenverkehr, Staudämme, Umweltgifte usw.usf.) bis dato noch nicht zu ihrem eigenen direkt spürbaren lebenzerstörenden Element wurden, der öffne bitte ebenso die Augen und Danke Gott für seinen Langmut und seine Geduld im warten zu dieser Busse und in der zwischenzeitlich weiterandauernden Bewahrung dieser von Sünde bestimmten Welt. Busse geht immer aber immer Einsicht voraus; in Kraft des HeiligenGeistes (Rö 2. Hochmut blendet jegliche tiefere Einsicht.
Gott bewahrt uns und diese Welt; NOCH! Wer ist bereit dem darauffolgenden Zeitpunkt entgegegnzusehen?
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Nataraja » So 20. Mär 2011, 20:24

Ach so, Pilgrim hat das anders gemeint. Dann ist es ja auch für mich nicht mehr so krass. Nur: Was Pilgrim und du, lieber Olli hier geschrieben habt sind zwei komplett verschiedene Sachen. Einziger gleicher Nenner: In beiden Posts kommt das Wort Buße vor, mehr nicht.
Aber Olis Post kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Ich danke Gott - sofern ich an ihn glauben würde - dass ich nur neben maroden AKW's wohne und dass von denen noch keines hoch gegangen ist.

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PS: War ein feiner Zug von dir, olli, Pilgrims Satz noch zu retten :-)
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Oli4 » So 20. Mär 2011, 21:48

Nataraja hat geschrieben: Pilgrims Satz noch zu retten :-)

Hallo Heiko

Ich wollte klären und schön, dass die Intention wenigstens erkannt ist :))

Pilgrim bezog ihre Position darauf:

Du meinst der Mensch habe das unter seiner Kontrolle und Gott dagegen ohnmächtig?


Und wenn ich auch in einem Teilaspekt (Prädestination) anders positioniert bin als Pilgrim, so ist mir dennoch genauso bewusst, dass Gott permanent in jeder Sekunde tausende von "Katastrophen" verhindert, immer alles im Griff hat, aber nicht alles Böse oder Leid oder Schwere IMMER auch verhindert.
Langmut und Geduld deshalb weil Gott der Schöpfer einer fertigen Schöpfung seit Eden alles Recht hat diese gefallene Schöpfung jeden Augenblick zu vernichten. Gott ist aber auch Liebe und der dritte wichtige Aspekt darin ist Seine Gerechtigkeit in Heiligkeit. Busse und Glauben deshalb, weil wir alle schuldig sind, grundsätzlich und in jedem täglichen Detail und Gott den gefallenen Geschöpfen Gerechtigkeit nur zuspricht wenn sie Busse tun (Umkehr) und Glauben an den Herrn jesus Christus aufweisen.

Es ist eine doch etwas andere Sicht, ob Gott Katastrophen gezielt bewirkt oder ob ER alle anderen, nicht eingetretenen Katastrophen die wir Menschen teils andauernd mitprovozieren, andauernd verhindert.
Das sichtbare Ergebnis mag bei dieser Sicht das gleiche sein, die Einsicht und Folge daraus eine gänzlich andere.
Columbas Einwand zielte eben auf diese dritte, aus göttlicher Sicht inexistente Komponente: Zufall.
Tektonische Platenverschiebungen sind Folge der Sündflut, nichtb zufällig.
Die grösste global wirksame Katastrophe war der Sündenfall. Die heute noch persönlich jedem Einzelnen wirksam werdende grösste persönliche Katastrophe daraus: Unbussfertigkeit gegenüber Gott.
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Nataraja » So 20. Mär 2011, 22:50

Das heißt dann aber, dass auch jede Katastrophe einen Sinn hat?
Könnte man aus dieser Idee so etwas wie eine Art "Gebrauchsanweisung" stricken, wie man mit Katastrophen umgeht?
Wie sähe die dann aus?

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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Oli4 » Mo 21. Mär 2011, 08:44

Nataraja hat geschrieben:Das heißt dann aber, dass auch jede Katastrophe einen Sinn hat?
Könnte man aus dieser Idee so etwas wie eine Art "Gebrauchsanweisung" stricken, wie man mit Katastrophen umgeht?
Wie sähe die dann aus?

Hallo Heiko

Ich denke es ist zuerst schlicht Folge. Der uns heute nutzbare Sinn wäre, Danbarkeit für das was wir täglich nicht erleiden, zu erweisen, Erkenntnis wie zeitlich wichtig Erlösung für Verlorene ist. Dass es einmal zu spät ist. Egal ob natürlicher, gewaltsamer oder krankheitsbedingter Tod.

Der andere Aspekt zu den nicht Naturkatastrophen sondern zu den menschlich mitbewirkten Katastrophen ist in etwa ähnlich. Dabei passen wir tunlichst auf, unsere Schuld und Mitverantwortung nicht nur in der gerade aktuellen Strahlungsfolge in Japan zu begrenzen, sondern auch in all den Dingen die wir mitbewirken und an denen letztendlich täglich noch viel mehr Menschen leiden wie: Strassenverkehr, Umweltgifte, Alleingelassene uvm.

Gebrauchsanweisungen haben immer einen katalogmässigen Charakter und führ(t)en letztendlich nie ins Leben sondern täusch(t)en (weil der tiefe Sinn unerkannt bleibt !) dem katalogisierten Leben nur Leben vor. Wirkliches, lebendiges Leben gibts nur bei Christus und Christus IST Leben und ein Leben IN Christus ist das Leben auch IN und NACH seinem (nicht katalogisierten) lebendigen Leben.

Johannes 6,65-69
Von da an gingen viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm. Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr etwa auch weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist.
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Re: Eine andere Sicht auf die Japan-Katastrophe

Beitragvon Columba » Mo 21. Mär 2011, 11:47

Oli4 hat geschrieben:Tektonische Platenverschiebungen sind Folge der Sündflut, nichtb zufällig.
...


...so sind Naturkatastrophen eher Menschenkatastrophen, inadäquate Antworten auf die Schöpfung Gottes, technisch, glaubensmässig, etc. Der Überheblichkeit der Menschen in ihrem Handeln fordert nur die Allmacht Gottes heraus. So sind Katastrophen nicht wie Nataraya vermutet Gebrauchsanleitungen, wie man mit Katastrophen umgehen kann. Katastrophen haben auch keinen direkten Sinn.

Ein Sinn kann höchstens im Mensch entstehen: nämlich nach der Frage, wie gehe ich mit Gott um, wie gehe ich mit seiner Schöpfung um und wie gehe ich mit meinen Mitmenschen und mir um. Darauf müssen Antworten gegeben werden.

Zwar gibt es keine Zufälle bei Gott, was aber nicht erheblich ist. Nur aus der Sicht des Menschen ist Geschehen vielfach Zufall. Diese menschliche Sicht des zufälligen Geschehens ist aber für Menschen wichtig, denn er hat die Möglichkeit zu realisieren, dass alles auch ihn treffen kann. Damit steht der Mensch auch immer und jederzeit vor Gott, ob er will oder nicht. Nicht religiöse Übungen führen zu Gott, weil Gott den Menschen schon gepackt hat.


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