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Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

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Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon PhiloMuc » Do 7. Jan 2010, 21:05

Hallo Leute!
Aus der seriösen "Enzyclopaedia Britannica" stammt diese diese Beschreibung in 1967: "Ein bemerkenswerter Aspekt der Hippie-Bewegung ist ihre überwältigende Kraft. Sie üben Konsumverzicht, wollen auf die Produktion vieler Dinge verzichten, schlugen vor, dass wir die Gründe für so viele überflüssige Produkte ebenso hinterfragen wie unsere Verhaltensmuster . Geld ist ihnen nicht heilig. Wenn sie nur dies geschafft haben, nämlich uns ernsthafter fragen lehren, was wir tun und warum wir es tun, dann waren sie schon wertvoll genug für das 20. Jh. Sie fordern uns heraus, die Paradoxien und Scheinheiligkeiten, den Unterschied zwischen dem, was wir gelehrt wurden und dem, was wirklich geschieht, zu hinterfragen. All dies ist ein wertvoller Dienst für die Menschheit."
Ich spreche dieses Thema an, weil es einfach an die Substanz des Menschseins geht und was Typisches daran erkennbar wird. 10 Jahre nach diesen Zeilen wurden die Grünen gegründet, die die Bewahrung der Schöpfung als Hauptthema entdeckten. Und die Friedensbewegung kam, parallel. Sie reichte dann bis hin zur Kritik am Irak-Krieg in 2004, den jemand aus dem 20%-Fundi-Traumland USA vom Zaun brach.
Was ich sagen will: Warum sind die Christen, die sich hier gerne so bezeichnen, in allen genannten Bewegungen nie "vorne dabei" gewesen, sondern allenfalls verspätet hinterher humpelnde Schwätzer? Oder Bis-Heute-Skeptiker, auf ganzer Linie!
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon marie-theres » Fr 8. Jan 2010, 00:05

Hallo PhiloMuc

Vielleicht ist Christ gerade deshalb Christ weil er schon vieles hinterfragt hat und zum Schluss kam, da muss es was anderes noch geben. In der angesprochenen Hippie-Kult-Bewegung mag es sein, dass sich jemand daraus bekehrt hat zu Jesus Christus hin, weniger denke ich mir aber sich intensiver für und mit dieser Bewegung eingesetzt hat wegen der bekannten Drogen.

Wird man Christ so findet ein Umdenken statt auch was die natürlichen Ressourcen betrifft, auch die Gedanken was den Frieden unter den Menschen dieser Erde betrifft wird geformt. Wir exponieren uns schon, doch nicht vielleicht wie erwartet in so Extremen Gruppen.
liebe grüsse und gottes segen

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon NEM » Fr 8. Jan 2010, 00:26

Hallo PhiloMuc,

Vielleicht könnte es auch daran liegen, dass viele der Christlichen Werte diametral den Hipi-Kult gegenüber stehen.
Vielleicht ist das Gedankengut die Erde zu schützen eine der wenigen positiven Aspekt die daraus resultierten.

Wenn man den Wertezerfall seit der 69er Bewegung anschaut, war dies nicht gerade förderlich einen Christen zu überzeugen.

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Badbird » Fr 8. Jan 2010, 01:39

PhiloMuc hat geschrieben:Hallo Leute!
Aus der seriösen "Enzyclopaedia Britannica" stammt diese diese Beschreibung in 1967: "Ein bemerkenswerter Aspekt der Hippie-Bewegung ist ihre überwältigende Kraft. Sie üben Konsumverzicht, wollen auf die Produktion vieler Dinge verzichten, schlugen vor, dass wir die Gründe für so viele überflüssige Produkte ebenso hinterfragen wie unsere Verhaltensmuster . Geld ist ihnen nicht heilig. Wenn sie nur dies geschafft haben, nämlich uns ernsthafter fragen lehren, was wir tun und warum wir es tun, dann waren sie schon wertvoll genug für das 20. Jh. Sie fordern uns heraus, die Paradoxien und Scheinheiligkeiten, den Unterschied zwischen dem, was wir gelehrt wurden und dem, was wirklich geschieht, zu hinterfragen. All dies ist ein wertvoller Dienst für die Menschheit."

Es ist etwas wahres an diesen Werten und wer sehen kann, der sieht, außer wenn er verblendet ist. Und wer hören kann, der hört, außer er stellt ich taub. Auch die Hippies merkten also, dass es falsch ist, sich dem Mammon anzubieten und Scheinheiligkeit abzulehnen.

Im Christentum gibt es aber auch Aspekte, die darüber hinaus gehen und die bei den meisten Hippies weniger Beachtung fanden. Aspekte wie die Liebe zu Gott, Schuld, Buße und Vergebung spielten keine so zentrale Rolle. Entweder haben die Hippies nicht die ganze Wahrheit, sondern nur einen Teil entdeckt, oder diese Aspekte sind weniger wichtig, als das Christentum es glauben macht.

Was denkst Du darüber?



PhiloMuc hat geschrieben:10 Jahre nach diesen Zeilen wurden die Grünen gegründet, die die Bewahrung der Schöpfung als Hauptthema entdeckten. Und die Friedensbewegung kam, parallel.

Und 31 Jahre später wurden die Grünen in Deutschland an der Regierung beteiligt und intervenierten im Kosovokrieg. Auch blieben trotz kleiner Erfolge die ökologischen Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. Und am Ende beteiligten sie sich auch noch an massiven sozialen Einschnitten.

Das soll keine Häme sein. Es ist nur so, dass die politische Realität unangenehme Entscheidungen einfordert. Die meisten hätten diese Probleme lieber mit einem Sitzkreis aus der Welt diskutiert, aber sie mussten erkennen, dass dies nicht funktionieren würde. Aus Idealisten sind Realpolitiker geworden.

So ist es auch mit vielen anderen Visionen. Wenn sie mit der Realität konfrontiert werden, werden sie von ihren Anhängern meistens relativiert. Allerdings darf man dabei nie die eigentliche Vision aus den Augen verlieren.



PhiloMuc hat geschrieben:Was ich sagen will: Warum sind die Christen, die sich hier gerne so bezeichnen, in allen genannten Bewegungen nie "vorne dabei" gewesen, sondern allenfalls verspätet hinterher humpelnde Schwätzer? Oder Bis-Heute-Skeptiker, auf ganzer Linie!

Auch das Christentum ist vergleichbar mit einer Vision, die mit dem Alltag konfrontiert ist. Über die vielen Jahrhunderte jedoch gingen wichtige Aspekte des Christentums verloren und die Menschen richteten sich in einer Scheinheiligkeit ein. Am Sonntag geht man in die Kirche und betet einen langhaarigen, jungen Mann an* und ab Montag schimpft man eine Woche lang auf die assozialen, langhaarigen Halbstarken. Und Freitag gibts zum Mittag Fisch. Warum, wussten die meisten selber nicht, es war eben so.

Viele Menschen sind einfach intolerant und konservativ. Das betrifft nicht nur die Christen. Und wenn sich die Gesellschaft weiterentwickelt und verändert, dann spielt es gar keine Rolle, ob es zum besseren oder zum schlechteren ist - sie sehen die alte Gesellschaft als richtig und alles neue ist Werteverfall.

Zugegeben - nicht alles, was Ende der 60er aufblühte, war zum besseren. Aber wenn man sich mal vor Augen hält, wie viel Ansehen Demokratie und Freiheit in diesen Jahren gewonnen haben, dann ist das ein positiver Meilenstein in der Geschichte. In Deutschland war es besonders krass. Die Alten waren im Kaiserreich oder in der verhassten Weimarer Demokratie oder in der Nazizeit aufgewachsen und hatten kaum Bezug zu "ihrer" Demokratie. Die Jungen haben es eingefordert, durchgesetzt und verinnerlicht. Das hat die Gesellschaft umgekrempelt.

Tabuthemen wurden gebrochen. Ich finde es auch nicht gut, wenn im Fernsehen überall nur über Sex geredet wird. Es ist nicht das Zentrum unserer Existenz. Aber gar nicht darüber zu reden, ist auch falsch.



Das Thema könnte man noch ewig ausbreiten. Zum Beispiel kann man doch wohl mal die Frage stellen, wer Schuld ist an der überschweifenden Thematisierung des Themas "Sex".

Sind es die, welche das Tabu gebrochen haben, darüber zu reden, um eine gesunde Beziehung zu der Thematik zu entwickeln?

Oder sind es jene, die nach außen gegen den Werteverfall geschimpft haben, aber sich heimlich die Pornos bestellt haben und sich davon verführen lassen.

Wer schwach im Geist ist, aber sich nicht versuchen lassen möchte, versucht oft alle Freiheiten vernichten, auf dass er nicht verführt werde.



*Ich hoffe, dass dies nicht als Blasphemie verstanden wird. Es ist nur eben so, dass Jesus bei allen mir bekannten Kreuzigungsdarstellungen als langhaariger, junger Mann zu erkennen ist. Natürlich ist es nicht irgendein langhaariger, junger Mann und die Darstellung seiner Äußerlichkeit ist unbedeutend im Vergleich zu seiner Bedeutung. Aber die Inkonsequenz derer, die diese Darstellung annehmen und gleichzeitig über langhaarige, junge Männer schimpfen ist frappierend, wenn nicht sogar entsetzlich.
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Badbird » Fr 8. Jan 2010, 02:04

marie-theres hat geschrieben:Vielleicht ist Christ gerade deshalb Christ weil er schon vieles hinterfragt hat und zum Schluss kam, da muss es was anderes noch geben. In der angesprochenen Hippie-Kult-Bewegung mag es sein, dass sich jemand daraus bekehrt hat zu Jesus Christus hin, weniger denke ich mir aber sich intensiver für und mit dieser Bewegung eingesetzt hat wegen der bekannten Drogen.

Lassen wir die Drogen mal außen vor - auch im Weihrauch ist vermutlich auch eine psychoaktive Substanz (Incensol) und wahre Ideale sind auch ohne Drogen wahr. ;)

Mag es aber vielleicht sein, dass einige Christen durch die Hippie-Bewegung das Christentum erst richtig verstanden haben? Viele, die der Bewegung anhingen, waren getaufte Christen und hatten Sonntagsschule etc.. Wenn ich aber bedenke, wie das Denken der Gesellschaft umgekrempelt wurde in dieser Zeit, dann komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das ist vergleichbar mit dem Mauerfall und dem plötzlichen Ende des kalten Kriegs.

Einige Jahr vorher wollte man die Welt unterwerfen. Inzwischen leistet man Entwicklungshilfe.

Minderheiten standen zuvor meistens mit dem Rücken zur Wand. Jetzt übt man sich in Toleranz.

Die Familie war zuvor an ein gesellschaftliches Schema gebunden, das den Mann zwang, seine Familie zu beherrschen, aber kaum zu sehen und die Frau darauf beschränkte, dem Mann den Haushalt zu richten. Inzwischen haben auch die Männer Gelegenheit, ihre Kinder aufwachen zu sehen - nicht nur am Sonntag. Und die Frauen sind nicht mehr Untertan ihres Gatten. In den 50er Jahren konnte noch der Mann eine Kündigung für die Arbeitsstelle der Frau aussprechen, indem er behauptete, sie würde den Haushalt vernachlässigen.



marie-theres hat geschrieben:Wird man Christ so findet ein Umdenken statt auch was die natürlichen Ressourcen betrifft, auch die Gedanken was den Frieden unter den Menschen dieser Erde betrifft wird geformt. Wir exponieren uns schon, doch nicht vielleicht wie erwartet in so Extremen Gruppen.

So absolut würde ich das nicht aussprechen. Ich würde mir nicht anmaßen, den ölgierenden und kriegsteibenden Christen ihr Christsein abzusprechen. Hättest Du Recht, wäre George W. Bush kein Christ.
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Badbird » Fr 8. Jan 2010, 02:22

NEM hat geschrieben:Vielleicht könnte es* auch daran liegen, dass viele der Christlichen Werte diametral den Hipi-Kult gegenüber stehen.

*Hervorhebung von mir
Was? liegt daran, dass "viele der Christlichen Werte diametral den Hipi-Kult gegenüber stehen"? PhiloMuc hat doch eben aufgezeigt, dass zumindest einige Werte durchaus vereinbar sind. Wo siehst Du jetzt die Gegensätze?



Und wenn ich dann lese:
"Sie reichte dann bis hin zur Kritik am Irak-Krieg in 2004, den jemand aus dem 20%-Fundi-Traumland USA vom Zaun brach." (PhiloMuc)
dann stellt sich doch wohl die Frage, ob diejenigen, die sich Christen nennen, noch die christlichen Werte vertreten können.

Ist ein Angriffskrieg mit dem Christentum vereinbar?



NEM hat geschrieben:Wenn man den Wertezerfall seit der 69er Bewegung anschaut, war dies nicht gerade förderlich einen Christen zu überzeugen.

Wertezerfall ist so ein obszönes Wort. Es ist geeignet, einer Diskussion unnötig Konfliktpotential zu geben, aber es ist - für sich gesehen - völlig ungeeignet, einen Standpunkt zu verdeutlichen. Es ist so allgemein.

Ich möchte Dich daher bitten:
die Werte zu benennen,
ihren Wert zu begründen,
und den Zerfall mit der explizit erwähnten Hippiebewegung in eine schlüssige Verbindung zu bringen.

Ich persönlich bin der Meinung, dass dies nur ein undurchdachtes, reaktionäres Geschwätz war, von dem Du selbst nicht weißt, was damit gemeint ist.

Es könnte sein, dass ich mich irre.
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon onThePath » Fr 8. Jan 2010, 02:35

Au ja, Werteverfall :mrgreen:

Ein heißes Thema bei dem gerne Fetzen fliegen.
Aber da ist was dran.

lg, oTp
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon PhiloMuc » Fr 8. Jan 2010, 07:36

Allgemein möchte ich sagen, dass die differenzierte Art, in der die Meisten geantwortet haben, mich sehr gefreut hat.
Nicht ganz eingegangen sind Viele auf mein Argument, ob nicht ein Merkmal darin zu sehen ist, dass Christen offenkundig unterstützenswerte Ansätze meist erst 20 Jahre später erkennen. Vielleicht ist ja die Gleichberechtigung der Religionen, die die von Hermann Hesse meist begeisterten Hippies vertreten, auch so etwas.
Und was den Bush anbelangt: Ja, ich glaube, dass er in einem emtscheidenden Punkt kein Chriost ist. Die These, dass die Bergpredigt auf die Politik nicht übertragbar ist, scheinen zwar auch die Grünen irgendwann zum Übernehmen gedrängt worden zu sein. Deshalb bleibt dei Jesus-Linie in seiner ganzen Radikalität für mich dennoch wahr.
Ach, noch was: Fleischgenuss und Klimawandel. Der Zusammenhang ist bekannt; dennoch schränken sich die meisten Christen doch nur vor der Ehe und bei dem anderen Fleischgenuß ein :-) Dass das dem Klima hilft, ist mir weniger bekannt.
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Haimax » Fr 8. Jan 2010, 08:36

Hallo Philo

wenn man bedenkt, dass die damaligen Hippies, meist Kids von Kleinbürgern waren die anders als Arbeiterkinder studieren durften und meist genügend Geld von ihren Eltern hatten, ist es schon bemerkenswert wenn diese dann das Geld abschätzig behandelten, mussten sie doch nicht dafür arbeiten.

Charles Milles Manson war vielleicht eine Perversion aller Hippies aber er war nicht alleine!

Viele der Hippies, bis auf eineige wenige Idealisten, haben sich entwickelt und sind heute in der Wirtschaft, was wir Abzocker-Manager nennen.
Alle Menschen sind gleich.
Rassen, Nationalität und Religion spielen keine Rolle, wichtig ist der gelebte Respekt, die Tolleranz, das Recht auf Glück und das Recht sich zu verwirklichen.
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Taube » Fr 8. Jan 2010, 08:39

Haimax hat geschrieben:Viele der Hippies, bis auf eineige wenige Idealisten, haben sich entwickelt und sind heute in der Wirtschaft, was wir Abzocker-Manager nennen.


Einige Beispiele von den vielen?
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Taube » Fr 8. Jan 2010, 08:53

PhiloMuc hat geschrieben:...dass Christen offenkundig unterstützenswerte Ansätze meist erst 20 Jahre später erkennen. Vielleicht ist ja die Gleichberechtigung der Religionen, die die von Hermann Hesse meist begeisterten Hippies vertreten, auch so etwas.
...

Ich glaube, Du hast recht. So wie ich diese Jahre erlebt habe, kam vieles in die Kirchen und Gemeinden, einfach etwas später. Zuerst, teilweise recht schnell, kam es in die Grosskirchen, dann sind es die Freikirchen, die es übernehmen. Ich sehe, als nächstes die Gleichberechtigung der Frau in der Predigt und der Lehre, die kommen wird (die Predigtgleichberechtigung ist schon weit fortgeschitten, da auch in den Freikirchen vielerorts Predigermangel ist). Später wird auch die Homosexualität akzeptiert werden. Da bin ich fast ganz sicher. Im sogenannten esoterischen Bereich ist auch schon einiges geschehen. Richard Rohrs Enneagramm mit eindeutigen Wurzeln im schamanischen Gebiet ist auch schon bei vielen Christen akzeptiert (siehe auch bei einem früheren Thread hier). ...und irgendwann vor etwa 20 Jahren ist in den USA ein christliches Ehebuch einer Frau herausgekommen, welches empfohlen hatte, den Ehemann mit erotischen Dessous zu empfangen, wenn er von der Arbeit heim kommt.

Es ist etwas traurig, dass vieles erst verspätet kommt, aber kommen tut es bestimmt.

Gruss Taube
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Taube » Fr 8. Jan 2010, 09:02

Badbird hat geschrieben:...
Mag es aber vielleicht sein, dass einige Christen durch die Hippie-Bewegung das Christentum erst richtig verstanden haben? Viele, die der Bewegung anhingen, waren getaufte Christen und hatten Sonntagsschule etc.. Wenn ich aber bedenke, wie das Denken der Gesellschaft umgekrempelt wurde in dieser Zeit, dann komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das ist vergleichbar mit dem Mauerfall und dem plötzlichen Ende des kalten Kriegs.
...


Erst mal möchte ich hier alle fragen, ob die Hippie Bewegung klar unterschieden wird zur politischen 68er Bewegung?

Die Freikirchen sollten für die 68er Jahren und er Hippiebewegung sehr dankbar sein, denn sie hat für die Freikirchen eine Emanzipaion gebracht in Europa. Vorher waren viele Freikirchen verpönt und die Christen dort waren als Stündeler diskreditiert. Zudem waren damals die meisten freikirchlich orientierten Christen noch in den Landeskirchen, sie hatten nur zusätzlich noch eigene Gotesdienste und Bibelstunden. Erst die 68er Bewegung führte dazu, dass die Freikirchen selbstbewusster auftragen, und weitgehend autonome Gemeinden aufbauten. In unserem kleinen Dorf, wo ich aufgewachsen bin, konnte man fast alle Chrischonamitglieder als sehr aktive Landeskirchenmitglieder betrachten.

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Taube » Fr 8. Jan 2010, 10:24

...und was sich natürlich sowieso verändert in vielen Gemeinden, ist die Meinung zu unverheirateten Paaren. Es tut natürlich weh für die Gemeinden, wenn plötzlich gute Gemeindeglieder (viellfach auch aus Druck) austreten, weil sie zusammenziehen, aber sich nicht staatlich trauen wollen.

Aber wir müssen uns auch klar sein, dass es nicht nur religiöse Gründe sind, die Zeit brauchen, neueren Entwicklungen zu folgen. Noch bis 1995 kannte der Kanton Wallis das Konkubinatsverbot.

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Taube » Fr 8. Jan 2010, 10:39

NEM hat geschrieben:..
Wenn man den Wertezerfall seit der 69er Bewegung anschaut, war dies nicht gerade förderlich einen Christen zu überzeugen.

lg NEM

Der Wertezerfall ist auch eine fragwürdige Konstruktion. ...und ob dieser aber der 68er Bewegung zugeschrieben werden kann? Gerade heute habe ich in der Pendlerzeitung folgenden Beitrag gelesen. Vorauszuschicken ist noch, dass in der SVP wahrscheinlich ziemlich wenige aus der Hippie Bewegung oder aus der politschen 68er Bewegung kommen.

Die SVP hat ja den angeblichen deutschen Filz im Visier und kommt mit neuen Inseraten, betitelt mit "Sind die Deutschen eine Rasse?" Der Kommentar vom SVP-Kantonalpräsidente Alfred Heer zum Inserat: "Es ist weder rassistisch noch ehrverletzend". Da ist jetzt wirklich ein "Wertezerfall", der wenig mit der Hippiebewegung zu tun hat. Die Inserate dürfen gemäss Heer nur nicht rassistisch und ehrverletzend sein, aber ob diese Inserate wahr sind oder fair sind, interessiert Heer anscheinend nicht.

Also wenn sich Christen einen möglichen Wertezerfall der 68er Bewegung zuschreiben will, dürfte das Problem zu einfach sehen.


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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon NEM » Fr 8. Jan 2010, 13:16

Taube hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:..
Wenn man den Wertezerfall seit der 69er Bewegung anschaut, war dies nicht gerade förderlich einen Christen zu überzeugen.
lg NEM


Also wenn sich Christen einen möglichen Wertezerfall der 68er Bewegung zuschreiben will, dürfte das Problem zu einfach sehen.

Gruss Taube


@PhiloMuc und Bigbird
Ihr habt bemängelt, dass meine Argumentation zuwenig fundiert sei. Abstreiten werde ich das nicht, denn ich war 1968 nur 2 Jahre alt. Es kommt aber auch auf den Blickwinkel des Betrachters an.


@Taube
Ich schreibe den Wertezerfall nicht nur den Hippies oder der 68er Bewegung zu, darum habe ich "seit" geschrieben. Auf den Wertezerfall möchte ich in diesem Thread auch nicht besonders eingehen, denn er führt sehr leicht OT. und wie oTp schön sagte „Ein heißes Thema bei dem gerne Fetzen fliegen.“

Diesen beiden Bewegungen schreibe ich aber die auslösende Wirkung zu.


Meine Betrachtung zu diesen Themen kommt aus einer gewissen Distanz im dem Sinne, dass ich mir hier eher den Zeitablauf und die Wirkung der einzelnen Bewegungen/ Abschnitte auf das Ganze betrachte.

Meinen Blickwinkel kommt aus der Eschatologie, dabei finde ich es sehr interessant wie wir Schrittweise auf die Prophezeiungen zugehen. In dem Sinne verurteile ich auch keinen der Teilschritte, denn es wir kommen wie es kommen muss. Wir können nur den Zeitpunkt auf der Zeitlinie etwas verschieben.

Jede der Veränderungen ist in diesem Sinne nur ein einzelner Baustein der zum Ganzen führt.

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Ihr » Fr 8. Jan 2010, 13:17

Taube hat geschrieben:Es ist etwas traurig, dass vieles erst verspätet kommt, aber kommen tut es bestimmt.

Diese selbstverständliche Annahme, dass das Dabeisein bei den neusten Trends für die Kirche irgendwie Pflicht oder gar Gütesiegel sei gilt es zu hinterfragen. Vielleicht ist es an der Zeit, das Hinterherhinken der Christen in vermeintlich "eindeutig christlichen" Themenfeldern wie Umweltschutz, Gewaltlosigkeit oder Gleichberechtigung anders zu deuten als mit den alten, oft gehörten Lamenti.

Oder anders gesagt: Christsein definiert sich nicht nur über das Dabeisein, sondern auch über das Fernbleiben. Oder nochmals anders: Das Christsein ist bereits einem alten Evangelium verpflichtet und hat deshalb nur ein bedingtes Interesse, sich vor ein neues spannen zu lassen.
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon NEM » Fr 8. Jan 2010, 13:32

Ihr hat geschrieben: Das Christsein ist bereits einem alten Evangelium verpflichtet und hat deshalb nur ein bedingtes Interesse, sich vor ein neues spannen zu lassen.


Von welchem "NEUEN Evangelium" sprichst Du hier?
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon onThePath » Fr 8. Jan 2010, 13:47

Leute, ich habe keine Zeit, jetzt gründlich alle Asprekte zu durchdenken.
Aber ich habe die damalige Hippie-Zeit selber miterlebt und deshalb sind meine Beobachtungen zumindest authentisch.

Zunächst fällt mir auf, dass wir damals endlos über alles diskutiert haben, das scheint mir heutzutage weniger ausgeprägt.
Der Hang zu "Bewußtseinserweiterung" durch Drogen, vor allem Cannabis war deutlich sichtbar.
Die freie Liebe wurde propagiert.
Die Rock-Musik wurde zum Ausdruckmittel einer rebellischen, selbstbewußten Jugend.
Als Jugendlicher hatte ich das Gefühl, mir bewußter zu sein als die im Trott lebenden Erwachsenen.
Die jungen Menschen suchten nach eigenem Lebensstil. Verbunden mit Auflehnung gegen bestehende Ordnungen und Zwänge.
( Ob man das als pubertär bezeichnen kann ?)
Die Studentenbewegungen gaben der Jugendbewegung intellektuelles Gepräge.
Antiautoritäre Erziehung nahm seinen Anfang (?)
Größere Freiheit Selbstbestimmumng für Jugendliche begann. ( Was gegenwärtig einige Probleme verursacht )

Ein Teil der Hippies "wanderte" nach Goa ab und gliederte sich so ganz aus der Gesellschaft aus.
Der "Guru-Tripp" und die Drogen führten zu einem Intresse an Bewußseinsveränderung und Erweiterung durch Yoga.

Ein Teil der Hippies sah schließlich ein, dass ihr Leben so doll auch nicht war bei aller Freiheit.
Christliche Gruppen entstanden ( Jesus Freaks ? )
Damals gab es keine für mich erreichbaren freichristlichen Gruppen. Wären sie erreichbar gewesen,
vielleicht hätte ich die Chance wegen meiner gefühlten Sinnlosigkeit ergriffen. Zeittrendmäßig wanderte mein Fokus auf Yoga und ich graste alle Sachen ab, die vielleicht mehr bringen würden als das Christentum.

So, muß unterbrechen.

lg, oTp
Zuletzt geändert von onThePath am Fr 8. Jan 2010, 13:57, insgesamt 3-mal geändert.
Veränderung ist das einzig Bleibende.

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Grasy » Fr 8. Jan 2010, 13:49

Taube hat geschrieben:Später wird auch die Homosexualität akzeptiert werden. Da bin ich fast ganz sicher. Im sogenannten esoterischen Bereich ist auch schon einiges geschehen.


Was fehlt dann noch? Die akzeptanz der freien Liebe und Ehebruch? Die Akzeptanz von sich inzüchtig Liebenden? Oder wollen wir da ein bisschen konservativer bleiben und so einen Vergleich nicht haben? Gibt´s da ein vergleichbares Wort zur "Homophobie" im Bezug zur Ablehnung von Sex mit Tieren von Menschen die daran Freude haben? In Liebe gönnen? Oder ganz unbequem und schrecklich intolerant (pfui!?) an die Schöpfung erinnern? Und ein bisschen Voodoo oder Esoterik weiß tünchen wäre gut? Ich kann mit dem was du da geschrieben hast nicht viel anfangen. Man wird nicht durch konservatives Verhalten gerettet. Das heißt aber noch lange nicht daß man als Christ hoffen muss daß es nur noch Gesetzlosigkeit und Liberalität gäben sollte.


Mfg,
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Ihr » Fr 8. Jan 2010, 13:49

NEM hat geschrieben:Vielleicht könnte es auch daran liegen, dass viele der Christlichen Werte diametral den Hipi-Kult gegenüber stehen.

Ist es überhaupt möglich oder nötig, diese oder jene Bewegung als "christlich" bzw. das Gegenteil davon zu bezeichnen? Jede Bewegung oder Periode hat ihre eigenen Götzenbilder und blinde Flecken, dazwischen aber auch Einsichten die dem Christentum willkommen sein dürften. Dies gilt sowohl für die Hippies als auch für die "heile Welt", die ihnen vorausging und gegen die sie rebellierten.

NEM hat geschrieben:Von welchem "NEUEN Evangelium" sprichst Du hier?

Irgendeine dieser genannten Trends und "-ismen" mitsamt ihren jeweiligen Herrschaftsansprüchen. Pick dir irgendeine heraus: Feminismus, Pazifismus, Nationalismus, Sozialismus, Humanismus, Säkularismus, Anti-Autoritarismus, materieller Wohlstand, Toleranz, Modernismus, Postmodernismus ... die Liste kann beliebig verlängert werden. Bei den einen ist das Ablaufdatum bereits ziemlich offensichtlich, bei den anderen sähe PhiloMuc gerne mehr christliches Engagement.
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon kingschild » Fr 8. Jan 2010, 14:10

PhiloMuc hat geschrieben:Hallo Leute!
Aus der seriösen "Enzyclopaedia Britannica" stammt diese diese Beschreibung in 1967: "Ein bemerkenswerter Aspekt der Hippie-Bewegung ist ihre überwältigende Kraft. Sie üben Konsumverzicht, wollen auf die Produktion vieler Dinge verzichten, schlugen vor, dass wir die Gründe für so viele überflüssige Produkte ebenso hinterfragen wie unsere Verhaltensmuster . Geld ist ihnen nicht heilig. Wenn sie nur dies geschafft haben, nämlich uns ernsthafter fragen lehren, was wir tun und warum wir es tun, dann waren sie schon wertvoll genug für das 20. Jh. Sie fordern uns heraus, die Paradoxien und Scheinheiligkeiten, den Unterschied zwischen dem, was wir gelehrt wurden und dem, was wirklich geschieht, zu hinterfragen. All dies ist ein wertvoller Dienst für die Menschheit."
Ich spreche dieses Thema an, weil es einfach an die Substanz des Menschseins geht und was Typisches daran erkennbar wird. 10 Jahre nach diesen Zeilen wurden die Grünen gegründet, die die Bewahrung der Schöpfung als Hauptthema entdeckten. Und die Friedensbewegung kam, parallel. Sie reichte dann bis hin zur Kritik am Irak-Krieg in 2004, den jemand aus dem 20%-Fundi-Traumland USA vom Zaun brach.
Was ich sagen will: Warum sind die Christen, die sich hier gerne so bezeichnen, in allen genannten Bewegungen nie "vorne dabei" gewesen, sondern allenfalls verspätet hinterher humpelnde Schwätzer? Oder Bis-Heute-Skeptiker, auf ganzer Linie!


Die Bewahrung der Schöpfung ist aber nicht das Hauptthema der Christen sondern derer Haupt Thema ist das möglichst viele Seelen errettet werden bevor der Tag kommt wo der neue Himmel und die neue Erde geschaffen wird. Denn was nützt es der Menscheit eine bewahrte Schöpfung wenn die Seele verloren geht.

Auch die Friedensbewegung der Hippies ist eine weltliche Handlung und die Christen gehen davon aus das ohne Frieden mit Gott diese sowieso zum scheitern verurteilt ist.

Das aber Geld nicht heilig ist oder seine sollte das wissen Christen nicht erst seit den 68 er und wenn Du alternative Lebensformen und Aussteiger bei Christen suchst so gibt es unzählige die bereits vor 1968 da waren.

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Taube » Fr 8. Jan 2010, 14:41

Ihr hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Es ist etwas traurig, dass vieles erst verspätet kommt, aber kommen tut es bestimmt.

Diese selbstverständliche Annahme, dass das Dabeisein bei den neusten Trends für die Kirche irgendwie Pflicht oder gar Gütesiegel sei gilt es zu hinterfragen.
...

Es geht nicht ums Dabeisein für sich. Aber dass sich viele Gemeinden erst spät sich öffnen für gewisse gute Entwicklungen, ist doch bemerkenswert. Ich halte auch die Freikirchen als nicht schlechter als z.B. vor 25 Jahren, im Gegenteil sie haben viel dazugewonnen.

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Taube » Fr 8. Jan 2010, 14:47

Grasy hat geschrieben:...
Was fehlt dann noch? Die akzeptanz der freien Liebe und Ehebruch?
...

Warte nur die Entwicklung ab. Ich selbst sehe die Gemeinden nicht am Untergehen vor lauter liberalem Gedankengut.

...und wenn Du an Voodoo ansprichst, schaue nach wie viele bibeltreue Christen damals beim Enneagramm Thread mitgemacht haben. Enneagramm ist zwar nicht direkt Voodoo, aber die ostasiatischen und afrikanischen Quellen des Enneagramms sind auch aus solchen ähnlichen Gesellschaften.

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon PhiloMuc » Fr 8. Jan 2010, 15:50

Na sowas, welche Beitragsflut!
Haimax: Gerade, wer Geld genug in der Kindheit hatte und den mißmutig dreinschauenden Eltern in die Augen schaut, kann daraus das Nebensächliche des Geldes lernen, als Wert.
Wer da sagte: "Nur im Frieden mit Gott kann man Frieden auf der Welt schaffen" dem sein der Umkehrschluß vor Augen geführt: Warum sind die angeblich mit Gott Befriedetem zu Argumenten in der Frage "Wie zum Krieg stehen" fähig, die alle sehr, sehr weltlich und diesseitig klingen.
Bei der Frage, ob die innere Reife eines Menschen nicht wichtiger für eine eheänliche Gemeinschaft ist als das Absegnen durch ein Staatspaier namens Trauschein, bleibt für mich eine von vielen Christen noch nicht wirklich vom Herzwissen beurteilte Frage.
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wolle Gott mich in sie versetzen;
falls ich in ihr bin,
möge Gott mich in ihr bewahren"
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon NEM » Fr 8. Jan 2010, 17:23

PhiloMuc hat geschrieben:......vom Herzwissen beurteilte Frage.


Nicht alle Menschen (auch nicht Christen) besitzen dasselbe Herzwissen. Je nach Begierde, sieht dieses Herzwissen bei unterschiedlichen Menschen sehr unterschiedlich aus.

Welche Basis schafft da der Liberalismus? (Ich nenne dies mal als EIN von vielen Beispielen, ohne Unterstellung)
Wie sollen da die vielen verschiedenen Lebensweisen einigermassen friedlich zusammenleben, wenn nicht ein Diktat von irgendwoher Ruhe schafft?

Wir brauchen daher eine einigermassen vernünftige Basis. Meine Basis ist klar.

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Grasy » Fr 8. Jan 2010, 17:27

kingschild hat geschrieben:Die Bewahrung der Schöpfung ist aber nicht das Hauptthema der Christen


Und dennoch ist die Schöpfung hier in meinen Augen ein wesentlicher Punkt. Man sollte dabei aber nicht vergessen daß nicht der Mensch der Schöpfer ist und somit auch nicht der Mensch das letzte Wort hat:

"Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei." (1.Mo 2:18 - Lut1912)

"Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daß, der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, daß ein Mann und ein Weib sein sollte, und sprach: »Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein«? So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden." (Mt 19:4-6 - Lut1912)

...und der Mensch kommt und meint das brauchte es gar nicht, ja bezeichnet es darüber hinaus als krankhaft wenn andere unnatürliche Irrtümer ablehnen. Wer will das auch -heute- in der modernen Welt schon hören? Worauf soll man denn da hoffen? Da tut's doch auch das gleiche Geschlecht oder 'ne Ziege oder seine eigene Mutter (1.Kor 5!)? Und da wird gesungen: "Mother ..." oder "All you need is ..." ja was denn eigentlich? Hurerei? Liebe? Perversion? Alles das selbe?

"desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen. Und gleichwie sie nicht geachtet haben, daß sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt," (Röm 1:27-28 - Lut1912)

Garniert mit freiem Drogenkonsum. Öffentlich dargestellt und bezeugt von Idolen. Genau das hat "die Schöpfung" unbedingt gebraucht? In meinen Augen wurde durch die Hippiebewegung die Schöpfung unwesentlich bewahrt, allerdings in anderen Bereichen die Perversion der Schöpfung großzügig umarmt. Vielleicht findet man ja zwischen "Rettet die Bäume" dann noch irgendwo etwas greifbares das wirklich einen Wert hätte? Oder vielleicht sollte man's im Kontrast zu anderen damaligen Strömungen sehen? Zum Selbstruhm bleibt für den Menschen eh kein Raum, egal ob mit oder ohne Blumen. Wir haben sehr wohl eine Verantwortung auch gegenüber der Natur. Und auch gegenüber den Tieren (-> Spr 12:10). Was wollten wir denn aber tun wenn die Sonne einen kleinen Pups macht und die halbe Erdkugel verdorrt oder zugefriert? Wenn das "grüne" hier und jetzt zu unserem Hauptauftrag machen, wäre das auf sehr ungewisses Fundament gebaut. Wenn darüber hinaus ein weiterer Teil der Schöpfung verdorben wird, was nützt das denn?

"Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, und daß ihr meidet die Hurerei und ein jeglicher unter euch wisse sein Gefäß zu behalten in Heiligung und Ehren. nicht in der Brunst der Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen;" (1.Thes 4:3-5 - Lut1912)


Mfg,
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Taube » Sa 9. Jan 2010, 09:19

kingschild hat geschrieben:...
Die Bewahrung der Schöpfung ist aber nicht das Hauptthema der Christen sondern derer Haupt Thema ist das möglichst viele Seelen errettet werden
....

...und das kannst Du nur, wenn Du als Christ u.a. auch vorlebst, wie Du Gottes Schöpfung achtest. Wenn Du selbst nicht die Schöpfung achtest und nur von den Schöpfungsgeschichten sprichst, werden Dich die "verlorenen Seelen" auch nicht ernst nehmen. So denke ich schon, dass neben Christsein predigen auch das Christsein leben dazu gehört.

...und wenn ich so die Schöpfungs / ET Threads anschaue, habe ich schon den Eindruck, dass die Schöpfung als Kernkompetenz von vielen hier anwesenden Christen betrachtet wird.


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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon kingschild » Sa 9. Jan 2010, 18:55

Taube hat geschrieben:...und das kannst Du nur, wenn Du als Christ u.a. auch vorlebst, wie Du Gottes Schöpfung achtest.

Gruss Taube


Wenn ich von Prioritäten spreche, heisst dies noch lange nicht das man die Schöpfung nicht achtet. Die Frage ist nur glaubt man das die Erde bestehen wird bis Christus wiederkommt oder zweifelt man daran?

Ich glaube das die Erde bis zu dem Tage bestehen wird und vertraue das Gott die Wahrheit gesprochen hat. Das die Gier und der Mammon nicht das gelbe vom Ei sind das lehren die Christen schon seit 2000 Jahren und ist ganz bestimmt nicht etwas wo die Hippies die Nase vorne hätten.

Zudem habe ich ja darauf hingewiesen das vor den Hippies zahlreiche Christen gab und heute noch gibt die einen Alternativen Lebenstil pflegten aber man darf nicht erwarten das jeder Mensch Alternativ Leben muss um gutes zu tun. Christiliche Werte kann man auch vorleben ohne auszusteigen. Gott ist da sehr vielfältig und braucht jeden am seinem Ort.

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Badbird » Mo 11. Jan 2010, 02:37

NEM hat geschrieben:@PhiloMuc und Bigbird
Ihr habt bemängelt, dass meine Argumentation zuwenig fundiert sei. Abstreiten werde ich das nicht, denn ich war 1968 nur 2 Jahre alt. Es kommt aber auch auf den Blickwinkel des Betrachters an.

Ich war damals noch nicht einmal geboren, aber man kann Quellen studieren und Hintergrundinformationen einholen. Ich möchte Dich in keinster Weise übel stimmen, aber der Verweis auf Dein Baujahr 1966 rechtfertigt nicht, dass Du hier über Dinge schreibst, über die Du Dich nicht ausreichend informiert hast.

Natürlich bist Du in einer Zeit aufgewachsen, die noch von den Generationen vor 1968 geprägt war. Aber das ist nun lange her, Du bist alt genug. Mach Dir ein Bild und suche dafür verschiedene Quellen. Dann wird das Bild auch vollständiger und dann wird Dir auch keiner mehr nachsagen können, Deine Argumentation sei nicht fundiert genug.



NEM hat geschrieben:Ich schreibe den Wertezerfall nicht nur den Hippies oder der 68er Bewegung zu, darum habe ich "seit" geschrieben. Auf den Wertezerfall möchte ich in diesem Thread auch nicht besonders eingehen, denn er führt sehr leicht OT. und wie oTp schön sagte „Ein heißes Thema bei dem gerne Fetzen fliegen.“

Diesen beiden Bewegungen schreibe ich aber die auslösende Wirkung zu.

Dieses Thema "Wertezerfall" sollten wir unbedingt aufgreifen. Aber tatsächlich nicht hier, da das Thema ausufern würde. Reden wir hierdarüber.



NEM hat geschrieben:Jede der Veränderungen ist in diesem Sinne nur ein einzelner Baustein der zum Ganzen führt.

Naja, meine Betrachtungsweise stammt von dem, was offen liegt und dem verborgenen, das mir bekannt ist. Im Grunde sind alles nur Bausteine, aber wenn Du Dir daraus einen Turm baust, dann tust Du es denen gleich, die den Turm zu Babel bauen wollten. Du musst erst Dich selbst erkennen und dann das, was Du zum Ganzen führen kannst, sonst läufst Du Gefahr, dass das Ganze am Ende zerschlagenes Stückwerk ist - lau und ohne das Wort der Wörter.

Es liegt mir fern, mich über Dich lustig zu machen. Ich hoffe, dass Du mich verstehst, denn es ist mir wirklich ein wichtiges Anliegen. Wenn Du es nicht nachvollziehen kannst, wird das Gebet Dir sicherlich helfen. Gott lässt uns nicht im Stich.
Meine Meinung steht fest! Bitte verwirren sie mich nicht mit Tatsachen.
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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon Savonlinna » Mo 11. Jan 2010, 03:08

NEM hat geschrieben:Hallo PhiloMuc,

Vielleicht könnte es auch daran liegen, dass viele der Christlichen Werte diametral den Hipi-Kult gegenüber stehen.
Vielleicht ist das Gedankengut die Erde zu schützen eine der wenigen positiven Aspekt die daraus resultierten.

Wenn man den Wertezerfall seit der 69er Bewegung anschaut, war dies nicht gerade förderlich einen Christen zu überzeugen.

lg NEM


Das wäre allerdings tragisch. Denn:

die Hippie-Bewegung war Teil der 68-Revolution, die - in nicht unwesentlichem Maß - aus der Tatsache entstand, dass alte Nazis in die neue Bundesregierung übernommen wurden.
Wenn das ein Wertefall bedeutet, dann wären die Übernahme der Nazis in die neue Regierung ein christlicher Wert.

Diese scheinheilligen Bürger, die 25 Jahre früher noch HH gebrüllt haben und im Dritten Reich wichtige Funktionen hatten, hatten sie nun in der Bundesrepublik wieder und bauten an der Wertethik der neuen Bundesrepublik mit.

Diese "Werte", die das Dritte Reich ermöglicht hatten, wären in der Konsequenz Deiner Argumentation die Werte, die ein Christ zu verteidigen habe.

Die 68-er Bewegung war in hohem Maße eine Rebellion gegen die noch immer amtierenden Nazis.
Das war - für die, die keinen Nazistaat mehr wollten - kein Wertezerfall, sondern die Forderung, endlich anständig zu sein und keine korrupten Regierungsmitglieder mehr zu dulden.

Dass in den 68er Jahren auch nicht alles in Ordnung war, will ich nicht leugnen. Aber sie haben das Bewusstsein dafür geweckt, dass mit der Korruption Schluss sein muss. Und mit dem Kadavergehorsam, der das Dritte Reich so ausgezeichnet hat.
Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.

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Re: Hippies, deren Weiterentwicklungen und die Christen

Beitragvon MaryjahDior » Do 17. Jun 2010, 23:58

marie-theres hat geschrieben:Hallo PhiloMuc

Vielleicht ist Christ gerade deshalb Christ weil er schon vieles hinterfragt hat und zum Schluss kam, da muss es was anderes noch geben. In der angesprochenen Hippie-Kult-Bewegung mag es sein, dass sich jemand daraus bekehrt hat zu Jesus Christus hin, weniger denke ich mir aber sich intensiver für und mit dieser Bewegung eingesetzt hat wegen der bekannten Drogen.

Halt halt halt... Na das hat mit den Drogen nichts zu tun. Die Hippies wurden nicht Hippies weil Drogen zur Verfügung standen, sie agierten auf der politischen Ebene. Und ich muss beifügen, dass die Hippies sehr friedliche Menschen waren. Die liessen jeden Leben und jeder Mensch war für diese Gleich.

Wird man Christ so findet ein Umdenken statt auch was die natürlichen Ressourcen betrifft, auch die Gedanken was den Frieden unter den Menschen dieser Erde betrifft wird geformt. Wir exponieren uns schon, doch nicht vielleicht wie erwartet in so Extremen Gruppen.


[/i]Naja man muss nicht Christ sein für sowas. Viele meiner Freunde sind Atheisten und wollen nix anderes als Frieden auf Erden. Ich meine man kann auch Philosoph,Feministin, Sportler und so weiter werden um Umzudenken...
[/i]
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