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Nahostkonflikt

Was so läuft in der Welt und was Sie dazu zu sagen haben

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Nahostkonflikt

Beitragvon Enggi » So 4. Jan 2009, 13:45

Hat niemand Lust, über Israel und Gaza zu diskutieren?

Für mich schnappt jetzt die Falle zu, welche Ariel Sharon geöffnet hat und in welche die Palästinenser blind hineintappten. Ich wusste schon damals, dass die Räumung des Gaza-Streifens zu einem Krieg führen würde.

Ich frage mich auch, ob das nicht der Beginn des dritten Weltkriegs sei, besonders seit die Türken Kurdengebiete im Irak bombardierten, ohne dass sich jemand darüber aufregte.

Ein Weltkrieg käme den Banken sehr gelegen, um von der Finanzkrise abzulenken.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Such_Find » So 4. Jan 2009, 13:58

Enggi hat geschrieben:Ein Weltkrieg käme den Banken sehr gelegen, um von der Finanzkrise abzulenken.

Nicht nur das, dafür verdienen zu viele Menschen zu viel Geld mit Waffen, es ist in derem Interesse das es immer mal wieder knallt (das alte Zeug muß ja verbraucht werden).

"Ich machte Kriege, damit ich beiden Seiten Waffen verkaufen konnte."
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Thelonious » So 4. Jan 2009, 14:08

Ich sah und sehe Scharon's Räumung des Gaza-Streifens jedenfalls nicht als Falle, sondern als verzweifelten (und gescheiterten) Versuch "Land für Frieden".
Zuletzt geändert von Thelonious am So 4. Jan 2009, 14:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Taube » So 4. Jan 2009, 14:14

Enggi hat geschrieben:Ein Weltkrieg käme den Banken sehr gelegen, um von der Finanzkrise abzulenken.


Da gäbe es nichts mehr abzulenken. Auch nach alles Abrüstungsbemühungen ist das Waffenpotential noch so gross, dass das gleiche gilt, wie im Kalten Krieg:

Wer als erster schiesst, stirbt als zweiter.


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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Thelonious » So 4. Jan 2009, 14:45

Ich frage, wie man den Kassambeschuß aus dem Gazadestrikt heraus anders hätte stoppen können?
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Such_Find » So 4. Jan 2009, 15:06

Thelonious hat geschrieben:Ich frage, wie man den Kassambeschuß aus dem Gazadestrikt heraus anders hätte stoppen können?

Den Gaza-Streifen nennt man nicht ohne Grund das grösste Gefängnis der Welt, wenn sich Leute mies behandelt fühlen muß man damit rechnen das diese sich wehren oder rächen.

Wie würdest du dir vorkommen wenn aus deinem Wasserhahn nur 2 oder 3 Stunden am Tag Wasser kommt? Oder der Strom öfters ausbleibt? Das ist Alltag im Gaza-Streifen, man ist abhängig von der Versorgung aus Israel.

Wie würdest du dir vorkommen wenn du z.B. in der Westbank leben würdest und man dir eine meterhohe Mauer quer durch deinen Garten zieht (auf die andere Seite deines Grundstücks kommst du gar nicht mehr oder über riesen Umwege) ?

Wenn Israel nur einen Bruchteil der Milliarden des Libanonkriegs in die Versorgung von Westbank/Gaza investiert hätte, dann hätte die Hamas es viel schwerer Leute zu rekrutieren, weil die Gründe dafür nicht da wären.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Taube » So 4. Jan 2009, 15:21

Thelonious hat geschrieben:Ich frage, wie man den Kassambeschuß aus dem Gazadestrikt heraus anders hätte stoppen können?


Diese Frage ist diesmal relativ einfach zu beantworten: Mitte Juni trat der Waffenstillstand in Kraft. Er wurde recht gut eingehalten mit wenigen Zwischenfällen. Diese Zeit hat Israel nicht genutzt, absolut nicht genutzt, um hier zu versuchen, mit politischen Mitteln weiterzukommen. Im Gegenteil, Israel hatte so viele innere politische Probleme, dass die Palästinenser fast Werkzeuge geworden sind, um von den politischen Parteispielen abzulenken.

Diese Meinung vertraten nicht nur ausserisraelische Beobachter, sondern auch sehr viel israelische Journalisten: Wer in letzter Zeit sich informiert hat in Zeitungen, Rundfunk (z.B. Echo der Zeit) oder Fernsehen (z.B. auf Arte, SF, CNN etc.), hat vielfach diese israelischen Stimmen vernommen.

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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Taube » So 4. Jan 2009, 15:23

...und das Problem ist jetzt, dass in jedem Falle Hamas die Siegerin ist.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Enggi » So 4. Jan 2009, 15:29

Thelonious hat geschrieben:Ich frage, wie man den Kassambeschuß aus dem Gazadestrikt heraus anders hätte stoppen können?

Mit einem magnetischen Schutzschild à la Raumschiff Enterprise. Oder mit einem Ferneingriff à la Knight Rider.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Taube » So 4. Jan 2009, 15:38

Am 4. November 2008 hat Israel den Waffenstillstand gebrochen. Das war am Tag der US Wahlen, niemand schaute dann dort hin. Israelisches Militär stiess dann ganz kurz in den Gaza Streifen vor und tötete einige Hamas-Leute. Das war im damaligen Zeitpunkt kaum Selbstverteidigung.

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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon valdes » So 4. Jan 2009, 15:44

Thelonious hat geschrieben:Ich frage, wie man den Kassambeschuß aus dem Gazadestrikt heraus anders hätte stoppen können?



mit verhandlungen. die hamas hat mehrfach betont, sei würde mit dem beschuss sofort wieder aufhören, wenn die wirtschaftsblockade aufgehoben wird. israel hat sich mit seiner sturen weigerung, die gewählte palästinensische regierung als verhandlungspartnerin zu akzeptieren selber in diese sackgasse manövriert. jetzt will sie die hamas vernichten, wie sie vor nicht allzu langer zeit die hizbollah vernichten wollte.

und auch wenn der beschuss von zivilen zielen aus dem gazastreifen heraus nicht zu rechtfertigen ist und als terroristischer akt gelten muss, sollte man die verhältnisse wahren.
ich finde die bodycount-herangehensweise an einen krieg zwar sehr zynisch, sie spricht aber in diesem fall eine sehr klare sprache: das letzte mal, als ich die statistik sah, kam auf hundert tote palästinenser (durch die bombardierung gazas) ein toter israeli (durch den raketenbeschuss).
sowas ist kein akt der selbstverteidigung mehr. das ist ein angriffskrieg um von innenpolitischen problemen abzulenken.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon mikeg » So 4. Jan 2009, 15:46

Enggi hat geschrieben:Hat niemand Lust, über Israel und Gaza zu diskutieren?

Für mich schnappt jetzt die Falle zu, welche Ariel Sharon geöffnet hat und in welche die Palästinenser blind hineintappten. Ich wusste schon damals, dass die Räumung des Gaza-Streifens zu einem Krieg führen würde.

Das finde ich eine nwirklich interessante Gedanken, Enggi. :respekt:

"divide et impera" (Teile und Herrsche)

Solche Gedanken sind durchaus mit Sharons machiavellianischen Denken vereinbar. Der endgültige Sieg über den verhassten Gegner, und gleichzeitig die Verluste an Menschenleben minimieren, weil der Krieg auf ein kleines überschaubares Gebiet begrenzt wird.

Wenn es tatsächlich mit Absicht geschah, dann war es ein strategisch brillianter und weitsichtiger Zug!
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon valdes » So 4. Jan 2009, 15:48

am nächsten samstag 10. januar findet eine gesamtschweizerische kundgebung gegen den krieg im nahen osten statt.

man trifft sich um 14 uhr auf dem helvetiaplatz in bern.

die demo ist bewilligt und wird von schweizer friedensorganisationen organisiert.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon valdes » So 4. Jan 2009, 15:51

mikeg hat geschrieben:Wenn es tatsächlich mit Absicht geschah, dann war es ein strategisch brillianter und weitsichtiger Zug!


ich glaube nicht, dass die räumung im hinblick auf eine militäroffensive geschah. der aufwand ständiger militärpräsenz war einfach zu hoch, wenn man damit lediglich 2000 siedlerInnen schützt.

da ist es einfacher, sich zurückzuziehen, gaza von der aussenwelt abzuriegeln und mal zu schauen, was passiert. dass man im notfall relativ schnell mit panzern und bomben zeigen kann, dass man noch da ist, war aber wohl von anfang an teil des plans.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon morais » So 4. Jan 2009, 15:56

Thelonious hat geschrieben:Ich sah und sehe Scharon's Räumung des Gaza-Streifens jedenfalls nicht als Falle, sondern als verzweifelten (und gescheiterten) Versuch "Land für Frieden".


dann hätten auch die gesammten sidlungen und der rest der anektierten gebiete zurückgegeb werden müssen, so gehts nicht. Halb ist halb und nicht ganz.

Amerika will die demokratie in der Welt voranbringen. Nun wenn demokratisch die Hamas gewählt wird??? was passiert dann. Es gibt einen fred mit einem interview mit einem der Hisbollah. Dort wird erwähnt das frieden nur durch einen Gesammt staat ohne "staats religion" etwas bringen kann, gleiche rechte dann für alle. Das ist auch meine meinung.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Richard3 » So 4. Jan 2009, 16:02

Thelonious hat geschrieben:Ich frage, wie man den Kassambeschuß aus dem Gazadestrikt heraus anders hätte stoppen können?


Man hätte nach heute noch gültigem UNO-Beschuss 242 nach dem Sechstagekrieg 1967 die Voraussetzungen schaffen können - wenn man wollen hätte können.

http://www.miprox.de/Sonstiges/UN-Resulution-242_1967.html

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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon morais » So 4. Jan 2009, 16:02

die gewalt und provokation dieser Siedler ist auch nicht zu unterschätzen. Als ich in Israel war wurden z.B. auch sielungen geräumt und dies gieng den Menschen sehr nahe. Es war aber auch extrem gewaltätig, es gab rache akte an palestinenser und an eigenem militär.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon morais » So 4. Jan 2009, 16:06

Richard3 hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben:Ich frage, wie man den Kassambeschuß aus dem Gazadestrikt heraus anders hätte stoppen können?


Man hätte nach heute noch gültigem UNO-Beschuss 242 nach dem Sechstagekrieg 1967 die Voraussetzungen schaffen können - wenn man wollen hätte können.

http://www.miprox.de/Sonstiges/UN-Resulution-242_1967.html

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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon mikeg » So 4. Jan 2009, 16:08

valdes hat geschrieben:
mikeg hat geschrieben:Wenn es tatsächlich mit Absicht geschah, dann war es ein strategisch brillianter und weitsichtiger Zug!

da ist es einfacher, sich zurückzuziehen, gaza von der aussenwelt abzuriegeln und mal zu schauen, was passiert. dass man im notfall relativ schnell mit panzern und bomben zeigen kann, dass man noch da ist, war aber wohl von anfang an teil des plans.

Eben das ist glaub ich Enggis These.

Wenn das ziel war, die Hamas, als militanter Flügel der Palästinenser, auf ein kleines überschaubares Gebiet zu begrenzen, um sie dann bei nächster Gelegenheit vernichtend zu schlagen, dann scheint die Rechnung jetzt aufzugehen.

Sehr bösartig gedacht, aber als Kriegsstrategie einfach genial.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon valdes » So 4. Jan 2009, 16:10

morais hat geschrieben:Wenn man auch bedenkt das die menschen auch schon generationen dort leben?


die israelis mittlerweile auch.

die einstaatenlösung ist im moment nichts mehr als ein frommer wunsch. nur schon ein lebensfähiger arabischer staat in der westbank und in gaza mit jerusalem als hauptstadt, wäre ein riesen schritt richtung dauerhaftem frieden.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon mikeg » So 4. Jan 2009, 16:14

morais hat geschrieben:Ich frage mal wer denkt die verteilung des Landes ist gerrecht? Wenn man auch bedenkt das die menschen auch schon generationen dort leben?

Die Israelis erheben doch als Nachkommen der Israeliten den gleichen historischen Anspruch.

Nein. Der Fehler lag 1947 bei den Englädern, die einer fatalen politischen Fehleinschätzung schuldig machten, als sie das Palästinenser-Problem damals herunterspielten und keine Lösung suchten.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon morais » So 4. Jan 2009, 16:25

valdes hat geschrieben:
morais hat geschrieben:Wenn man auch bedenkt das die menschen auch schon generationen dort leben?


die israelis mittlerweile auch.

die einstaatenlösung ist im moment nichts mehr als ein frommer wunsch. nur schon ein lebensfähiger arabischer staat in der westbank und in gaza mit jerusalem als hauptstadt, wäre ein riesen schritt richtung dauerhaftem frieden.


das es nr ein frommer wunsch ist bin ich mir bewusst, doch leider ist dieser fromme wunsch eigentlich die wohl beste lösung meiner meinung nach. Nur die frage ob sich die palis sich begnügen mit dem geschrumpften land ist dann fraghaft ob der "frieden" dann nicht wieder nur zeitweise ist bis durch das gestärchte land auch die armee stärcht zum denn rest zurückzuverlangen. Aber klar wäre es zu wünschen würde dies passieren das ein lebensfähiger pali staat existieren kann, auch voraussetzung für diesen "frieden" welcher angstrebt wird.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon morais » So 4. Jan 2009, 16:30

mikeg hat geschrieben:
morais hat geschrieben:Ich frage mal wer denkt die verteilung des Landes ist gerrecht? Wenn man auch bedenkt das die menschen auch schon generationen dort leben?

Die Israelis erheben doch als Nachkommen der Israeliten den gleichen historischen Anspruch.

Nein. Der Fehler lag 1947 bei den Englädern, die einer fatalen politischen Fehleinschätzung schuldig machten, als sie das Palästinenser-Problem damals herunterspielten und keine Lösung suchten.


kann ich dir bei beidem recht geben. die lösung wird auch heute meiner meinung nach einseitiger gesucht., die israelis sind nun auch schon seit einigen generationen dort. Als ich in Israel war hab ich die jungen gefragt hey woher kommst du uhrsprünglich. sagte er Israel , ich so aber du siehtst aus wie ein iraki, er so ja meingrossvater kam von dort, und weitere solche geschichten. In so kurzer zeit wurde ein extremer national stolz entwickelt.

Die schulen beider seiten sind meiner meinung nach sehr manipulativ und die soldaten in israel errinerten mich an movies welche gehirnwäsche eingesezt wurde.

übrigens sorry für mein deutsch, nicht meine muttersprache.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Such_Find » So 4. Jan 2009, 16:32

mikeg hat geschrieben:
morais hat geschrieben:Ich frage mal wer denkt die verteilung des Landes ist gerrecht? Wenn man auch bedenkt das die menschen auch schon generationen dort leben?

Die Israelis erheben doch als Nachkommen der Israeliten den gleichen historischen Anspruch.

Da kommen Leute und sagen von sich das sie die Nachkommen derer sind die vor 2000 Jahren mal hier lebten...

Was, wenn die Palästinenser die Nachkommen derer sind ... :?
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon mikeg » So 4. Jan 2009, 16:35

Such_Find hat geschrieben:Da kommen Leute und sagen von sich das sie die Nachkommen derer sind die vor 2000 Jahren mal hier lebten...

Sie erheben nich einfach so ihren Anspruch. Die Israelis beziehen sich doch auf die allerhöchste Instanz: Gott.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Such_Find » So 4. Jan 2009, 16:59

mikeg hat geschrieben:
Such_Find hat geschrieben:Da kommen Leute und sagen von sich das sie die Nachkommen derer sind die vor 2000 Jahren mal hier lebten...

Sie erheben nich einfach so ihren Anspruch. Die Israelis beziehen sich doch auf die allerhöchste Instanz: Gott.

Du kannst deine Vorfahren von vor 2000 Jahren benennen...?

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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon mikeg » So 4. Jan 2009, 17:15

Such_Find hat geschrieben:Du kannst deine Vorfahren von vor 2000 Jahren benennen...?
Ich doch nicht.
Doch es gibt Forumsteilnehmer, die können ihre Linie bis zu Adam und Eva zurück verfolgen. :mrgreen:

Wer ist denn ein "Israeli"?

Nun, der heutige Staat "Israel" hat seine Wurzeln seit jeher im Land "Eretz Yisrael". Dies ist seit dem Altertum ein zentraler Teil des jüdischen Glaubens. Und die heutigen Juden erheben den Anspruch die Nachfolger von Gottes auserwähltem Volk zu sein.
Klingt doch logisch, oder?
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Taube » So 4. Jan 2009, 17:23

mikeg hat geschrieben:Klingt doch logisch, oder?


Nein, weil es sogar Juden gibt in Israel, die das nicht so sehen. Es sind allerdings nur wenige ganz orthodoxe Gruppierungen, welche die Wurzeln dieses heutigen politischen Staates Isreal nicht im alten Israel sehen. Deshalb ist die Sache um einiges komplexer.

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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Taube » So 4. Jan 2009, 17:26

...und dann ist hier auch SunFox, der sagt, ganz vereinfacht ausgedrückt, Israel ist ein Staat wie jeder andere auch, das "neue" Israel ist die Gemeinde Christi.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon mikeg » So 4. Jan 2009, 17:29

Taube hat geschrieben:
mikeg hat geschrieben:Klingt doch logisch, oder?
Nein, weil es sogar Juden gibt in Israel, die das nicht so sehen. Es sind allerdings nur wenige ganz orthodoxe Gruppierungen, welche die Wurzeln dieses heutigen politischen Staates Isreal nicht im alten Israel sehen. Deshalb ist die Sache um einiges komplexer.

Du hast recht. Ich hätte nicht "Heute" sagen sollen... Vor 60 Jahren war es aber schon so einfach.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Taube » So 4. Jan 2009, 17:37

mikeg hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:
mikeg hat geschrieben:Klingt doch logisch, oder?
Nein, weil es sogar Juden gibt in Israel, die das nicht so sehen. Es sind allerdings nur wenige ganz orthodoxe Gruppierungen, welche die Wurzeln dieses heutigen politischen Staates Isreal nicht im alten Israel sehen. Deshalb ist die Sache um einiges komplexer.

Du hast recht. Ich hätte nicht "Heute" sagen sollen... Vor 60 Jahren war es aber schon so einfach.


Ja, da war SunFox noch nicht im Forum. Doch auch damals war die zionistische Bewegung nicht ganz einheitlich. Auch damals schon waren einige gegen den Staat Israel in Palästina. Die Begründung war theologischer Art. Das neue Israel sollte von Gott gegründet werden, der UNO wurde aber nicht anerkannt als "gottgemäss".

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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon valdes » So 4. Jan 2009, 17:44

mikeg hat geschrieben:Vor 60 Jahren war es aber schon so einfach.


nein, war es auch damals nicht. es gab schon im 19. jh. juden (auch zionistische), die gewusst haben, dass es ziemliche probleme gibt, wenn man das land von jemand anderem für sich reklamiert.
die wurzeln des modernen israels sind nicht die landverheissungen der hebräischen bibel sondern der europäische imperialismus.
der zionismus erhoffte sich europäische unterstützung, wenn er seine forderung nach einem judenstaat mit einem kolonialisierungsprojekt verbindet. den engländern konnte es nach dem ersten weltkrieg nur recht sein, wenn sich europäische juden in ihrem kolonialreich ansiedelten.

dass das zionistische projekt in palästina stattfand ist zwar nicht zufällig, aber keineswegs eine gottgegebene fügung. wenns mir recht ist, stand auch uganda zur diskussion.
das historische land davids existiert seit mehr als 2000 jahren nicht mehr (wenn es denn jemals existiert hat). aus einem sagenkönigreich irgendwelche landforderungen abzuleiten, ist absurd.

spätestens der zweite weltkrieg hat gezeigt, dass die forderung nach einer sicheren heimstätte der juden berechtigt und notwendig ist. ich hätte allerdings bayern angemessener gefunden und es gäbe wohl auch weniger probleme. jetzt liegt israel halt in der arabischen welt. das ist nicht die schuld der israelis. die europäer haben jetzt eine verantwortung beiden völkern, die in diesem land leben, ein sicheres leben in wohlstand und freiheit zu ermöglichen.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon valdes » So 4. Jan 2009, 17:45

Taube hat geschrieben:Das neue Israel sollte von Gott gegründet werden, der UNO wurde aber nicht anerkannt als "gottgemäss".


nach orthodoxer vorstellug kann nur der messias israel wieder herstellen und den tempel aufbauen.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Such_Find » So 4. Jan 2009, 18:03

mikeg hat geschrieben:
Wer ist denn ein "Israeli"?

Nun, der heutige Staat "Israel" hat seine Wurzeln seit jeher im Land "Eretz Yisrael". Dies ist seit dem Altertum ein zentraler Teil des jüdischen Glaubens. Und die heutigen Juden erheben den Anspruch die Nachfolger von Gottes auserwähltem Volk zu sein.
Klingt doch logisch, oder?

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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Such_Find » So 4. Jan 2009, 18:12

valdes hat geschrieben:dass das zionistische projekt in palästina stattfand ist zwar nicht zufällig, aber keineswegs eine gottgegebene fügung. wenns mir recht ist, stand auch uganda zur diskussion.
das historische land davids existiert seit mehr als 2000 jahren nicht mehr (wenn es denn jemals existiert hat). aus einem sagenkönigreich irgendwelche landforderungen abzuleiten, ist absurd.

Zionist = Israeli/Jude ?
Israeli/Jude = Zionist ?

Schwierig, kein Wunder wieso die so zerstritten sind...
Zuletzt geändert von Such_Find am So 4. Jan 2009, 18:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon mikeg » So 4. Jan 2009, 18:13

Such_Find hat geschrieben:Das Land macht einem zum Israeli? Dann waren die Bewohner des Landes (>Palästinenser) "Israeli"?

Ach... was seid ihr Heute für ein Haufen Rosinenpicker... :mrgreen:
:umarm:

Das Land nicht macht keine Bürger, aber der Staat schon.

Im Übrigen, sind rund 80+% der Bürger jenen Staates überzeugt sie hätten mehr Recht dort zu wohnen als die "ungläbigen" Araber.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon valdes » So 4. Jan 2009, 21:12

Such_Find hat geschrieben:Zionist = Israeli/Jude ?
Israeli/Jude = Zionist ?

Schwierig, kein Wunder wieso die so zerstritten sind...


zionist ≠ jude
zionist ≠ israeli
israeli ≠ jude aber jude = israelit

falls ich einen anderen eindruck vermittelt habe, tut es mir leid.

es kam noch die frage, was einen israeli definiere. hier mein vorschlag: israelischer staatsbürger jüdischer herkunft. (alle staatsbürger ausser den palästinensern)
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon Enggi » So 4. Jan 2009, 22:03

mikeg hat geschrieben:
Such_Find hat geschrieben:Da kommen Leute und sagen von sich das sie die Nachkommen derer sind die vor 2000 Jahren mal hier lebten...

Sie erheben nich einfach so ihren Anspruch. Die Israelis beziehen sich doch auf die allerhöchste Instanz: Gott.

Und genau da liegt ihr Irrtum. Gott braucht doch keine Panzer und Flugzeuge, um Reich Gottes zu bauen. :idea: Wenn die doch nur mal ihre prophetischen Schriften ein wenig genauer lesen würden ...
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon noah » So 4. Jan 2009, 22:42

Enggi hat geschrieben:Hat niemand Lust, über Israel und Gaza zu diskutieren?

Für mich schnappt jetzt die Falle zu, welche Ariel Sharon geöffnet hat und in welche die Palästinenser blind hineintappten. Ich wusste schon damals, dass die Räumung des Gaza-Streifens zu einem Krieg führen würde.

Ich frage mich auch, ob das nicht der Beginn des dritten Weltkriegs sei, besonders seit die Türken Kurdengebiete im Irak bombardierten, ohne dass sich jemand darüber aufregte.

Ein Weltkrieg käme den Banken sehr gelegen, um von der Finanzkrise abzulenken.


mit deiner wissenslücke oder falscher aussagen kann man nicht viel anfangen.
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Re: Nahostkonflikt

Beitragvon noah » So 4. Jan 2009, 23:40

15. Und wenn ihr schon eure Hände ausbreitet, verberge ich doch meine Augen von euch; und ob ihr schon viel betet, höre ich euch doch nicht; denn eure Hände sind voll Bluts.

16. Waschet, reiniget euch, tut euer böses Wesen von meinen Augen, lasset ab vom Bösen!

17. Lernet Gutes tun, trachtet nach Recht, helfet dem Unterdrückten, schaffet dem Waisen Recht und helfet der Witwen Sache!

18. So kommt dann und laßt uns miteinander rechten, spricht der HErr. Wenn teure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie gleich ist wie Rosinfarbe, soll sie doch wie Wolle werden.

19. Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen.

20. Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des HErrn sagt es.
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