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Brexit, was kommt auf Europa zu ?

Was so läuft in der Welt und was Sie dazu zu sagen haben

Moderator: doro

Brexit, was kommt auf Europa zu ?

Beitragvon firebird » Do 14. Mär 2019, 12:47

Hallo zusammen,

das was in den letzten Monaten in Europa am Meisten für Schlagzeilen gesorgt hat, ist der Brexit.

Diejenige Staatschefin von Europa die zur Zeit am Meisten in einer Zerreissprobe steht, ist Theresa May. Kein Mensch möchte mit ihr tauschen.

Die Fragen die mich bewegen sind:

- Ist es überhaupt möglich aus der EU auszutreten, ohne dass einem Staat beinahe das Genick gebrochen wird?
- Kann man mit Brüssel überhaupt fair verhandeln? (gilt auch für die Schweiz!)
- Können die Briten überhaupt aus der EU austreten, ohne den Frieden in Nordirland zu gefährden?
- Ist die Zollunion, der Pferdefuss von Brüssel um England nicht in die Selbstständigkeit entlassen zu müssen?
- Mit dem dass sich britische Parlament gegen einen ungeordneten Brexit entschieden hat, ist die Gefahr noch längst nicht gebannt. Was wird im Falle eines ungeordneten Brexits auf uns zu kommen?
- Würde ein Aufschub des Austritts um ein paar Monate überhaupt etwas bringen?

Auf einen sachlichen Austausch freut sich

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Re: Brexit, was kommt auf Europa zu ?

Beitragvon lionne » Do 14. Mär 2019, 13:10

Alles sehr interessante Fragen, bzw. Diskussionsansätze!
Ich halte mich hier zurück und beobachte mal, was sich hier aus dem Strang entwickelt. Im übrigen möchte ich auch noch meine britischen Freunde und Freundinnen zuerst dazu hören, was im Moment aber nicht leicht/möglich ist....
LG lionne
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Re: Brexit, was kommt auf Europa zu ?

Beitragvon Columba » Do 14. Mär 2019, 19:40

firebird hat geschrieben:Die Fragen die mich bewegen sind:

- Ist es überhaupt möglich aus der EU auszutreten, ohne dass einem Staat beinahe das Genick gebrochen wird?
- Kann man mit Brüssel überhaupt fair verhandeln? (gilt auch für die Schweiz!)
- Können die Briten überhaupt aus der EU austreten, ohne den Frieden in Nordirland zu gefährden?
- Ist die Zollunion, der Pferdefuss von Brüssel um England nicht in die Selbstständigkeit entlassen zu müssen?
- Mit dem dass sich britische Parlament gegen einen ungeordneten Brexit entschieden hat, ist die Gefahr noch längst nicht gebannt. Was wird im Falle eines ungeordneten Brexits auf uns zu kommen?
- Würde ein Aufschub des Austritts um ein paar Monate überhaupt etwas bringen?


Ich möchte erst mal auf Deinen Fragenkatalog eingehen:

- Ja, es ist nicht schwierig aus der EU auszutreten. Grossbritannien beweist es ja, dass genügend Zeit da war, nur hat das Land zuerst lange gepennt; trotzdem war es noch möglich, einen Vertrag auszuhandeln.

- Ja, man kann mit der EU fair verhandeln, das hat ja die Schweiz genügend oft erfahren dürfen. Aber mit der Osterweiterung kamen viele Länder dazu, die in demokratischer Art und Weise bei vielen Sondersachen, wie bei bilateralen Verträgen, mitreden können.

- Die Nordirlandfrage ist ein britisches Problem. Die Briten können trotzdem austreten, müssen halt mit gewissen Konsequenzen rechnen. Es gibt einfach eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland. Die Frage Nordirland besteht halt immer noch aus dem nicht aufgearbeiteten Fall des Blutsonntags von 1972. Am besten zeigt dieser Artikel generell den Zustand der britischen Regierung „Regierung von Talentlosen“

- Die Zölle sind nicht das Problem. Wenn die Briten draussen sind, dann gelten die Zölle einfach wie für jedes Nicht-EU Land auch. Die EU-Zölle greifen dann. Grossbritannien meinte ja, dass es einfach die EU-Regelungen neu auf alle Länder bilateral übernehmen kann. Da verzockten sich die Briten total. Nicht mal 10 Länder wollten einfach die auif EU-Verträge basierenden neuen Verträge mit den Briten bilateral abschliessen. Japan z.B. sagte kalt, dass sie mit den Briten allein nicht die vorteilhaften Regelungen anwenden will wie mit der EU. Dazu sei Grossbritannien viel zu klein. Punkt. Erst beim gescheiterten Versuch mit allen Ländern bilaterale Verträge abzuschliessen, dämmerte es den Briten, wie viele Vorteile die EU brachte.

- Grosser Verlierer ist wahrscheinlich Grossbritannien. Viele internationale Firmen werden nach Kontinentaleuropa gehen. Man sieht das jetzt schon, dass z.B. Frankfurt Gewinner ist. Die britische Regierung hat selbst sich so unbeholfen und unbedarft verhalten, dass viele das Vertrauen in Grossbritannien verloren haben. Die Schweiz dürfte auch zu den Profiteuren werden.

- zur letzten Frage: Ja, etwas es würde etwas bringen, wenn man Optimist ist und glaubt, dass die Briten endlich mal wissen, was sie wollen. May taktiert einfach und will durch Tricks und Kniffs bei Abstimmungen ihren Vertrag doch noch durchbringen.

Generell ist halt immer noch das Problem von Grossbritannien, dass Cameron ein Referendum gemacht hat, das Druck auf die EU hätte aufbauen sollen und das Referendum hätte ihn politisch retten sollen. Cameron glaubte aber, dass es zur Ablehnung des Austrittes kommt. Hier hat sich Cameron verzockt, und zwar in einer kriminellen Art und Weise. Zudem hat Grossbritannien keine Erfahrung mit Volksabstimmungen, es ist ein fremdes Politelement, für eine so wichtige Frage ist es fahrlässig, so etwas zu machen. Selbst die Austrittpartei Ukip hat sich rar gemacht, weil sie plötzlich Angst bekam vor dem eigenen Mut.

Das Resultat ist, dass der Brexit beschlossen ist, aber niemand dort weiss, warum man austreten will und was man als Alternative will. Zudem spürt jetzt Grossbritannien, dass es kein Weltreich mehr ist und dass die Wirtschaftl gar nicht so stark ist, dass es ohne die EU so gut geht. ...und der Schock des Brexit-Ja war so gross, dass Grossbritannien ein Jahr praktisch gelähmt war.

Für Grossbritannien wäre wahrscheinlich ein EWR-Beitritt das beste gewesen.


Grüsse Columba


PS
Unser Geografielehrer sagte 1967, als wir GB durchnahmen, dass die Briten in der EWG fehl am Platz sind. Sie lassen sich nicht integrieren, träumen von vergangener Grösse, sehen nie die Vorteile von einem einheitlichen europäischen Wirtschaftsraum und wollen aber immer dabei sein um zu profitieren. Diese Aussage unseres Lehrers ist mir geblieben.
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Brexit, was kommt auf Europa zu ?

Beitragvon Johelia » Sa 16. Mär 2019, 14:15

firebird hat geschrieben:Die Fragen die mich bewegen sind:

- Ist es überhaupt möglich aus der EU auszutreten, ohne dass einem Staat beinahe das Genick gebrochen wird?

Im Prinzip ist es schon möglich aus der EU aufzutreten, aber nur im Prinzip.
Was die EU mit England veranstaltet ist exakt das Selbe wie die EU mit der Schweiz tut. Es ist das alt bekannte David gegen Goliath Spiel.

Die EU ist ein diktatorischer Haufen, der in Europa das unbedingte Sagen haben will.

Will jemand nicht beitreten oder eben austreten, dann muss derjenige sich dem Diktat Goliaths beugen oder er wird wirtschaftlich dermassen arg bedroht bis er sich Goliath fügt.

Die EU als Diktatur akzeptiert keine Suveränen Staaten auf gleicher Augenhöhe, sogar die Freunde müssen sich unterordnen. Macht und Geld eben.

firebird hat geschrieben:- Kann man mit Brüssel überhaupt fair verhandeln? (gilt auch für die Schweiz!)

Wenn du mit "fair" verhandeln, meinst auf Augenhöhe von Souveränem Staat zu Souveränen Staat dann ist die Antwort: Nein

Die EU hat keinen Respekt vor einem Staat sondern die EU schaut nur auf wirtschaftliche Macht. Dadurch bestimmt sie ob sie als Diktator auftritt oder sich auf den Rücken dreht und Bittet.

Vor China macht sich die EU in die Hose und England und die Schweiz werden bis aufs Blut drangsaliert.

firebird hat geschrieben:- Können die Briten überhaupt aus der EU austreten, ohne den Frieden in Nordirland zu gefährden

England kann das schon, die nötigen Zugeständnisse würden sie den Iren gewähren.

Aber das ist eben einer der Druckpunkte die die EU verwendet um England zu unterjochen. Die EU ist gar nicht am Wohl der Irren interessiert, sondern nur am Machtpoker gegen England.

firebird hat geschrieben:- Ist die Zollunion, der Pferdefuss von Brüssel um England nicht in die Selbstständigkeit entlassen zu müssen?

Klar ja. Der EU ist jedes Mittel um Macht auszuüben. Genau aus dieser Diktatur wird der Antichrist aufstehen.

firebird hat geschrieben:- Mit dem dass sich britische Parlament gegen einen ungeordneten Brexit entschieden hat, ist die Gefahr noch längst nicht gebannt. Was wird im Falle eines ungeordneten Brexits auf uns zu kommen?

Wenn die EU den Machtpoker gegen England gewinnt, wird die EU die Schraube bei der Schweiz bis zum zerreissen andrehen und uns fast Zwangsrekrutieren.

Der Rahmenvertrag wird soweit pro EU verändert bis wir vollständig unter der Führung der EU stehen und es keinen Sinn mehr macht souverän zu sein. Das nennt man Zwangsrekrutierung.

firebird hat geschrieben:- Würde ein Aufschub des Austritts um ein paar Monate überhaupt etwas bringen?

Nein!! :tongue:

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Re: Brexit, was kommt auf Europa zu ?

Beitragvon jes_25913 » Sa 16. Mär 2019, 16:43

Hallo Columba,
ich sehe es, wie Du.

LG,
jes
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
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Re: Brexit, was kommt auf Europa zu ?

Beitragvon Johelia » So 17. Mär 2019, 12:17

jes_25913 hat geschrieben:Hallo Columba,
ich sehe es, wie Du.

LG,
jes


Hallo Columba & jes

Selbstverständlich sehen die Menschen die nur in der natürlichen Welt verankert sind das so wie ihr zwei.

Die natürlichen Menschen sind leider unfähig die spirituelle Macht (Eph6,12) hinter den MSM, menschlichen Konstrukten wie der EU, des Sozialismus, des Liberalismus und der von ihnen verbreiteten antichristlichen Ideologien zu erkennen, weil sie aus Trägheit die Waffenrüstung Gottes schon längst abgelegt haben und sich der menschlichen Philosophie hingegeben haben.

Für diese Menschen sind die Worte Gottes und Prophezeiungen der Bibel nur Torheit und sie rennen wie die Lemminge.

Äs Grüessli
Johel :praise:




und die Welt sind leider unfähig die hinter der
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Re: Brexit, was kommt auf Europa zu ?

Beitragvon firebird » Mo 18. Mär 2019, 12:06

Hallo Columba,

etwas verspätet möchte ich auf deine Antworten noch etwas eingehen:



Columba hat geschrieben:
Ich möchte erst mal auf Deinen Fragenkatalog eingehen:

- Ja, es ist nicht schwierig aus der EU auszutreten. Grossbritannien beweist es ja, dass genügend Zeit da war, nur hat das Land zuerst lange gepennt; trotzdem war es noch möglich, einen Vertrag auszuhandeln.


Das dürfte daran gelegen sein, dass vorallem die EU mit GB einen Vertrag will. War ja GB einer der wichtigsten Nettozahler in der EU. Wenn ich an die Milliardenbeträge denke die England noch nachzahlen muss, so ist das ein wahrlich teures Scheidungsgeld. Da wäre die Nichtheirat weit kostengünstiger gewesen. Dies wahrhaben zu wollen ist ein Problem von uns Schweizer.

Columba hat geschrieben:- Ja, man kann mit der EU fair verhandeln, das hat ja die Schweiz genügend oft erfahren dürfen. Aber mit der Osterweiterung kamen viele Länder dazu, die in demokratischer Art und Weise bei vielen Sondersachen, wie bei bilateralen Verträgen, mitreden können.


Wenn dem so wäre, so würde es in der Schweiz nicht eine solche massive Opposition geben gegen die EU-Rahmenverträge geben. Auch schon Bundesrat Burkhalter hätte gegenüber dem Schweizervolk die Karten offen auf den Tisch legen können. Dies hat er aber nicht getan, erst Bundesrat Cassis hat, wohl unter Druck, die Geheimnisse etwas gelüftet.

Columba hat geschrieben:- Die Nordirlandfrage ist ein britisches Problem. Die Briten können trotzdem austreten, müssen halt mit gewissen Konsequenzen rechnen. Es gibt einfach eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland. Die Frage Nordirland besteht halt immer noch aus dem nicht aufgearbeiteten Fall des Blutsonntags von 1972.


Natürlich war es bis zum Brexit ein britisches Problem. Doch nach dem Brexit konnte Junckers Truppe aus diesem Problem Kapital schlagen. Das heisst, GB zahlt das Scheidungsgeld, aber kann trotzdem keine Handelsverträge mit anderen Staaten schliessen. Klar, es wäre der EU ein Gräuel, wenn zusammen mit GB die EFTA wieder aktiviert werden würde.

Columba hat geschrieben:- Die Zölle sind nicht das Problem. Wenn die Briten draussen sind, dann gelten die Zölle einfach wie für jedes Nicht-EU Land auch. Die EU-Zölle greifen dann. Grossbritannien meinte ja, dass es einfach die EU-Regelungen neu auf alle Länder bilateral übernehmen kann. Da verzockten sich die Briten total. Nicht mal 10 Länder wollten einfach die auif EU-Verträge basierenden neuen Verträge mit den Briten bilateral abschliessen. Japan z.B. sagte kalt, dass sie mit den Briten allein nicht die vorteilhaften Regelungen anwenden will wie mit der EU. Dazu sei Grossbritannien viel zu klein. Punkt. Erst beim gescheiterten Versuch mit allen Ländern bilaterale Verträge abzuschliessen, dämmerte es den Briten, wie viele Vorteile die EU brachte.


Das ist möglich, dass sich da die Briten geirrt haben. Doch dass Brüssel ihre Mitgliedsländer bremst um mit GB bilaterale Verträge abzuschliessen dürfte auf der Hand liegen. Bei aller derzeitigen Unbeholfenheit der britischen Regierung, glaube ich dass die Regierung schon vor dem Referendum alle Vorteile gegenüber allen Nachteilen abgewogen hat.

Columba hat geschrieben:- Grosser Verlierer ist wahrscheinlich Grossbritannien. Viele internationale Firmen werden nach Kontinentaleuropa gehen. Man sieht das jetzt schon, dass z.B. Frankfurt Gewinner ist. Die britische Regierung hat selbst sich so unbeholfen und unbedarft verhalten, dass viele das Vertrauen in Grossbritannien verloren haben. Die Schweiz dürfte auch zu den Profiteuren werden.


Bei einem harten Brexit ist klar, dass GB die Verlierer sein werden. Bei diesen unfairen Verträgen ist das aber genau so. Deshalb ist die britische Regierung derart in der Klemme. Beim aktuellen Stand der Verträge können die Briten einfach zwischen Cholera und Pest auswählen. Frau May hat überhaupt keine andere Möglichkeit als diese Verträge wie sie sind, durchs Parlament zu bringen. Dies ist ihr nicht gelungen und es wird ihr wohl kaum gelingen. Auch ein verschobener Brexit macht die Sache nicht besser. Die EU wird bei den derzeitigen unfairen Verträgen knallhart bleiben.

Columba hat geschrieben:- zur letzten Frage: Ja, etwas es würde etwas bringen, wenn man Optimist ist und glaubt, dass die Briten endlich mal wissen, was sie wollen. May taktiert einfach und will durch Tricks und Kniffs bei Abstimmungen ihren Vertrag doch noch durchbringen.


Schon nach der Abstimmung war klar, was die Briten wollten, nämlich zur EU austreten.

Columba hat geschrieben:Generell ist halt immer noch das Problem von Grossbritannien, dass Cameron ein Referendum gemacht hat, das Druck auf die EU hätte aufbauen sollen und das Referendum hätte ihn politisch retten sollen.


Wenn sich in einem Volke Widerstand gegenüber etwas regt und deshalb Parteien oder Interessengruppen bilden, so ist es durchaus im Sinne der Demokratie wenn eine Abstimmung durchgeführt wird. Obwohl ja England formell eine Monarchie ist. Politisches Kalkül ist Camerons eigener Misthaufen.

Columba hat geschrieben:Zudem hat Grossbritannien keine Erfahrung mit Volksabstimmungen, es ist ein fremdes Politelement,


Das sehe ich auch so, kommt noch dazu, dass eine dünne Mehrheit von 51,9 % sicher ein Problem darstellt.

Bei aller Unbedarftheit der Briten, ist solch ein aufdiktierter Vertrag trotzdem hoch unfair. Würde der Machtapparat von Brüssel sich den Völkern Europas verpflichtet wissen, also denjenigen die sie gewählt haben, dann wären sie bereit mit den Briten nochmals zu verhandeln. Vielleicht muss man halt trotzdem die Europawahlen im Mai abwarten. Dann kann sich eine neue Crew der Sache nochmals annehmen. Dann kann Junker in seinem privaten Umfeld verlogene Küsschen verteilen und Frauen umarmen.

Freundlicher Gruss
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Re: Brexit, was kommt auf Europa zu ?

Beitragvon Columba » Mo 18. Mär 2019, 19:19

Dann sage mal ganz konkret, welches die unfairen Punkte sind von Artikel zu Artikel. so unfair ist dieser gar nicht. Grossbritannien ist einfach schockiert, wenn es jetzt realisieren muss, wie vorteilshaft die EU-Mitgliedschaft war.
Dazu siehe der folgende Artikel in der NZZ im Abschnitt Japan: https://www.nzz.ch/wirtschaft/schweiz-b ... ld.1464464
Japan hofft, dass es mit Grossbritannien Vorteile herausschinden kann. Klar, die Briten sind schwächer als die EU zusammen. Mit Japan hat halt die EU gut verhandelt, es ist naiv, dass die Briten hofften, die gleich gute Regelung von den Japanern zu erhalten. Das hat nun nichts zu tun mit unfairen Regelungen beim EU-Austrittsvertrag, es ist einfach die Folge der nun schwächeren Position der Briten. Das haben die Briten komplett vergessen.


Der Rahmenvertrag mit der Schweiz ist doch nicht unfair. Der Schweiz hat nicht mal schwach verhandelt. Der Rahmenvertrag ist einfach die bestmögliche Lösung, dass alle EU-Staaten diesen auch annehmen. Die Schweiz hat genau das nicht bedacht, als sie den EWR-Vertrag ablehnte. Die drei Länder im EWR (Liechtenstein, Island und Liechtenstein) sind nicht unzufrieden. Vor allem Liechtenstein mit seinem Finanzschwerpunkt hat die Krise mit dem Offshore-Banking jedenfalls viel besser verarbeitet als die Schweiz. Liechtenstein ist geschützt und hat Ruhe bekommen, obwohl es auch heute noch mehr Schwächen hat als die Schweiz.


Es ist auch nicht richtig, dass die Briten einfach als Nettozahler jetzt noch mehr nachzahlen müssen. Es sind Zahlungen, die Briten betreffen: z.B. sind es Pensionsverpflichtungen, die England noch nicht in die EU-Pensionskassen einbezahlt hat. Das ist doch klar richtig, wäre auch in der Schweiz so bei den Pensionskassen. Es war einfach eine unerträgliche Lüge von Johnson und Co, dass sie nichts zahlen wollen. Einige Monate nach der Abstimmung hat die Regierung in London ganz klar zugegeben, dass noch Zahlungen fällig sind. Deine Bemerkungen sind darum nicht richtig: Im Gegenteil die EU war noch grosszügig und verlangte nicht alles.


Wissen die Briten wirklich, was sie wollten? Viele Diskussionen im Parlament sind in den letzten Wochen live ausgstrahlt worden. Hast Du dies etwas verfolgt und mal einige Sachen angehört? Da sah man deutlich, dass es den Briten eher klar war, was sie nicht wollten, bzw. sie wollten einfach eine etwas Anderes; aber kaum Ideen waren zu finden, was sie wirklich wollten.


Grüsse Columba
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