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Mopac und ihre Lohnpolitik

Das regionale Forum fürs Emmental

Moderator: bigbird

Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » Mi 25. Mai 2011, 20:41

Mein liederlicher Kommentar dazu auf Youtube:

"Chef"

Liebe Grüsse, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon bigbird » Do 26. Mai 2011, 13:00

Hallo Erbreich
Bitte ergänze doch deine Threaderöffnung mit Angaben, damit man weiss, um was es geht ... Ein fast 20 Jahre altes Lied ist keine Diskussionseröffnung.

bigbird
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » Do 26. Mai 2011, 18:52

bigbird hat geschrieben:Hallo Erbreich
Bitte ergänze doch deine Threaderöffnung mit Angaben, damit man weiss, um was es geht ... Ein fast 20 Jahre altes Lied ist keine Diskussionseröffnung.

bigbird


Hallo bigbird

Worum es geht war in den Tageszeitungen zu lesen, im Radio zu hören und im TV zu sehen. Für jene, die davon noch nichts gehört haben (was bei uns direkt vor Ort hier wohl nur wenige betreffen dürfte - und ich bewege mich ja hier im Emmental-Teil des Forums), habe ich einen Neo-Beitrag unter "dazu" verlinkt:

erbreich hat geschrieben:Mein liederlicher Kommentar dazu...


Der Inhalt meines Liedes ist die Threaderöffnung. Auch wenn der Song schon alt ist, hat er nichts an Aktualität eingebüsst, wie wir sehen... (ebensowenig der AKW-Blues, der noch doppelt so alt ist und trotzdem aktueller denn je).

Alter schützt vor Weisheit nicht... ;)

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon bigbird » Fr 27. Mai 2011, 09:09

erbreich hat geschrieben:Worum es geht war in den Tageszeitungen zu lesen, im Radio zu hören und im TV zu sehen. Für jene, die davon noch nichts gehört haben (was bei uns direkt vor Ort hier wohl nur wenige betreffen dürfte - und ich bewege mich ja hier im Emmental-Teil des Forums), habe ich einen Neo-Beitrag unter "dazu" verlinkt:
Ich habs schon gehört - aber andere haben es nicht gehört! Oder wie sollen die Norddeutschen zu einer Emmentaler Zeitung kommen?

Der Inhalt meines Liedes ist die Threaderöffnung.
Ich weiss - aber ich sagte, dass dies als Threaderöffnung nicht genügt ...

Auch wenn der Song schon alt ist, hat er nichts an Aktualität eingebüsst, wie wir sehen... (ebensowenig der AKW-Blues, der noch doppelt so alt ist und trotzdem aktueller denn je).
Es geht eben nicht um dein Lied, sondern um die Sache, bitte schildere sie kurz. du kannst doch die paar Sätze hierher kopieren ... Ansonsten ziehe ich in Betracht, den Thread zu schliessen.

Alter schützt vor Weisheit nicht... ;)
Und was soll das bitte mit dem Thema zu tun haben?

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Fr 27. Mai 2011, 11:01

Le Chef meint:

Nachvollziehbar. Wenn die Arbeitnehmer mitziehen, finde ich das absolut in Ordnung.

Es ist nunmal Tatsache, dass der Euro zum Franken in den letzten 12 Monaten rund 30% verloren hat = 30% weniger Umsatz bei gleichem Arbeitsaufwand. Da muss man reagieren. Als Alternative könnte man natürlich die Preise erhöhen, was aber sicherlich Auftragsverlust, und damit Kündigungen nach sich zieht.

Also was ist jetzt die bessere Alternative?
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon bigbird » Fr 27. Mai 2011, 11:22

Le Chef hat geschrieben:Le Chef meint:

Nachvollziehbar. Wenn die Arbeitnehmer mitziehen, finde ich das absolut in Ordnung.

Es ist nunmal Tatsache, dass der Euro zum Franken in den letzten 12 Monaten rund 30% verloren hat = 30% weniger Umsatz bei gleichem Arbeitsaufwand. Da muss man reagieren. Als Alternative könnte man natürlich die Preise erhöhen, was aber sicherlich Auftragsverlust, und damit Kündigungen nach sich zieht.

Also was ist jetzt die bessere Alternative?


Nicht zu vergessen: Die Arbeitnehmen müssen ihren Lebensunterhalt in Schweizer Franken bezahlen ... und auf Schweizer Niveau!

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Fr 27. Mai 2011, 12:47

bigbird hat geschrieben:
Le Chef hat geschrieben:Le Chef meint:

Nachvollziehbar. Wenn die Arbeitnehmer mitziehen, finde ich das absolut in Ordnung.

Es ist nunmal Tatsache, dass der Euro zum Franken in den letzten 12 Monaten rund 30% verloren hat = 30% weniger Umsatz bei gleichem Arbeitsaufwand. Da muss man reagieren. Als Alternative könnte man natürlich die Preise erhöhen, was aber sicherlich Auftragsverlust, und damit Kündigungen nach sich zieht.

Also was ist jetzt die bessere Alternative?


Nicht zu vergessen: Die Arbeitnehmen müssen ihren Lebensunterhalt in Schweizer Franken bezahlen ... und auf Schweizer Niveau!

bb


Ist richtig, aber das interessiert den Euro leider nicht wirklich.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Fr 27. Mai 2011, 12:52

erbreich hat geschrieben:Mein liederlicher Kommentar dazu auf Youtube:

"Chef"

Liebe Grüsse, erbreich


Le Chef meint:

Dr Ueli ist ein Vollhonk. Wäre ich sein Chef gewesen, hätte ich ihm gekündigt, wenn ich von dem Lied erfahren hätte. Und er schreibt ja selber: Heute verdient er weniger als damals bei seiner alten Stelle. Na ja, bei dem Erscheinungsbild kann er froh sein überhaupt eine Stelle zu haben.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon bigbird » Fr 27. Mai 2011, 12:54

Le Chef hat geschrieben:Ist richtig, aber das interessiert den Euro leider nicht wirklich.
Den Franken aber schon ...
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sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Fr 27. Mai 2011, 13:20

bigbird hat geschrieben:
Le Chef hat geschrieben:Ist richtig, aber das interessiert den Euro leider nicht wirklich.
Den Franken aber schon ...


Ne, der Franken hat ja auch keine Gefühle, der ist ja von Natur aus hart.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » Fr 27. Mai 2011, 19:48

Le Chef hat geschrieben:Dr Ueli ist ein Vollhonk.

Was ist ein Vollhonk, Chef?
Wäre ich sein Chef gewesen, hätte ich ihm gekündigt, wenn ich von dem Lied erfahren hätte.

Ich wage zu bezweifeln, dass das als Kündigungsgrund durchgegangen wäre...
Und er schreibt ja selber: Heute verdient er weniger als damals bei seiner alten Stelle. Na ja, bei dem Erscheinungsbild kann er froh sein überhaupt eine Stelle zu haben.

Ich zitiere bigbird:
bigbird hat geschrieben:Und was soll das bitte mit dem Thema zu tun haben?

@bigbird
Es ist nicht mein Anliegen, darüber zu diskutieren, ich wollte nur auf das Geschehen aufmerksam machen. Die Threaderöffnung war im übrigen ein Rückfall in meiner Internet-Abstinenz. Ich entschuldige mich und ziehe mich damit wieder zurück.

:| Liebe Grüsse, erbreich
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Mo 30. Mai 2011, 08:12

erbreich hat geschrieben:
Le Chef hat geschrieben:
Wäre ich sein Chef gewesen, hätte ich ihm gekündigt, wenn ich von dem Lied erfahren hätte.

Ich wage zu bezweifeln, dass das als Kündigungsgrund durchgegangen wäre...


Ich denke schon, für eine Abmahnung langt es allemal:

Chef du meinsch du sigsch dr Guru u d’Bude d’Religion
Dini Jünger söue schaffe em beschte ohni Lohn
Geit’s er Bude guet - seisch du - sigs üs aune wou
D’Zyte sige schlächt das verstöng i sicher ou

I söu das gloube das chiem dir grad rächt
Dir geit’s ja nid schlächt
I söu das gloube ob’s wahr isch oder nid
Aber i gloube dir nid

Chef du seisch i sött mi chli loyaler zeige
U weni meh würd leischte de wär i gar ke leide
U wägere Grippe blib me nid im Bett
Ds Schaffe sig’s wo eim gsung erhett

I söu das gloube...

Chef du weisch für glichi Arbeit git’s nid gliche Lohn
Usländer u Froue di schaffe geng no fron
Gschäftsinträsse aber wosch vo aune ha
U wär das nid het dä cha ja gah

I söu das gloube...

Chef mi näm mau wunger was bini dir wärt?
Gäu bi nume e Faktor ufem Wirtschaftsmärt
Geit’s er Bude guet - seisch du - sig’s o mir wou
I mües funktioniere das verstöng i sicher ou

I söu das gloube...
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Gnu » Mo 30. Mai 2011, 08:44

Das erklärt immer noch nicht, was ein Vollhonk ist.
Je kürzer dein Beitrag, desto eher lese ich ihn.

Joh.17,11: … Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen …
↑↑↑ (wer ist wohl dieser Vater?)

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Mo 30. Mai 2011, 10:36

Gnu hat geschrieben:Das erklärt immer noch nicht, was ein Vollhonk ist.


Vollhonk ist die Steigerungsform von Honk.

Ein Klick auf das im 1. Beitrag gepostete Video spricht für sich und erklärt den Begriff hinreichend.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Johncom » Di 31. Mai 2011, 06:48

Le Chef hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Das erklärt immer noch nicht, was ein Vollhonk ist.


Vollhonk ist die Steigerungsform von Honk.

Ein Klick auf das im 1. Beitrag gepostete Video spricht für sich und erklärt den Begriff hinreichend.


Wenn Vollhonk die Steigerungsform von Honk ist, dann ist die Steigerungsform von Berner ?
Vollberner. :)
Ein gesteigerter Profi wird zum Vollprofi. Nur - noch mal die Frage, was ist ein Honk.
Ein Schweizerdeutsch-Begriff, der sich auf Rock, Blues oder Schlapphüte bezieht ? :roll:

ps: Von den Stones gibts das Lied Honky Tonk Women.
http://www.youtube.com/watch?v=5e1_K-JD ... re=related
Ist das der Schlüssel zu Oberhonk ?
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Di 31. Mai 2011, 07:11

Honk: umgangssprachlich: ein Mensch, der sich nicht besonders klug anstellt.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Johncom » Di 31. Mai 2011, 07:19

Le Chef hat geschrieben:Honk: umgangssprachlich: ein Mensch, der sich nicht besonders klug anstellt.


OK - das haben Künstler so an sich.
Muss sich Kunst immer klug anstellen ?
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon bigbird » Di 31. Mai 2011, 10:31

Da das nun geklärt ist, kommt bitte zum Thema "Lohnpolitik" zurück ...

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wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » Mi 1. Jun 2011, 11:10

bigbird hat geschrieben:Da das nun geklärt ist, kommt bitte zum Thema "Lohnpolitik" zurück ...


Ich habe selber vor zweiundzwanzig Jahren auch mal kurz in der Mopac gearbeitet, und zwar dreischichtig. Die Schichtzulagen haben einen grossen Anteil am Einkommen ausgemacht, so dass der Lohn dann schliesslich doch etwas über 4000Sfr. betrug. Damit konnte ich als dreifacher Familienvater auskommen. Wie es heute – nach wiederholten Lohnkürzungen – aussieht lesen wir in der Unia-Zeitung vom 17.2. dieses Jahres (http://www.workzeitung.ch/tiki-read_art ... cleId=1381):

„Lohnerhöhungen gab es seit 12 Jahren keine. Im Gegenteil: 2003 erhöhte Füchslin die Wochenarbeitszeit um 4 Stunden, ohne Lohnausgleich. 2004 wurde die Erhöhung rückgängig gemacht, gleichzeitig der Lohn um 9 Prozent gekürzt. Fünf Monate später senkte Füchslin die Löhne für Kontrolleurinnen und Kontrolleure oder sogenannten Packer noch einmal. 180 Beschäftigte fallen in diese Kategorie. Sogenannte Unqualifizierte. Sie verdienen seither zwischen 3100 und 3400 Franken. Inklusive Schichtzulage. Ohne 13. Monatslohn. Weil es keinen gibt. Davon sollen jetzt noch einmal 10 Prozent gestrichen werden.“

Was inzwischen ja geschehen ist. Damit fallen etliche Löhne unter die 3000 Franken-Marke, und dies wohlgemerkt inkl. Schichtzulagen! Das ist weit entfernt von der Lohnvorstellung von mtl. Fr. 4000.- der Initianten der Mindestlohninitiative (hier: http://www.unia.ch/Initiativtext.4641.0.html?&L=10), die am 25. Januar dieses Jahres veröffentlicht worden ist und deren Unterschriften-Sammelfrist noch bis am 25. Juli 2012 läuft. Es ist auch im Emmental kaum möglich, mit einem dermassen tiefen Lohn eine Familie durchzubringen. Auf entsprechende Fragen soll Füchslin geantwortet haben, dann müssten die Leute halt aufs Sozialamt gehen um dort den fehlenden Betrag zu erhalten... Und was hat man von diesen Berichten zu halten (unia/work, 17.2.2011):

«Was soll ich machen, wenn der Markt nichts mehr hergibt?» begründet Mopac-CEO Rainer Füchslin die brutale Lohnsenkung gegenüber work. 10 Prozent weniger seien hart, aber im Emmental seien ja Löhne und Lebenshaltungskosten tiefer. Und schliesslich könnten doch beide Ehepartner arbeiten, dann hätten sie «zusammen einen guten Lohn». Unverhohlen droht er mit Betriebsschliessung und Verlegung ins Ausland: «Ich versuche alles, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Die Leute müssen entscheiden, ob sie das wollen oder nicht.»

Die Hälfte der Verpackungen geht ins Ausland. Auch dort vor allem an Grosskunden. Entsprechend wenig Spielraum gebe es bei der Marge, sagt Füchslin. Im Inland müsse er die durch den tiefen Euro billigeren Rohstoffpreise weitergeben. Im europäischen Ausland breche der Ertrag bei 50 Millionen Umsatz derzeit um 2,4 Millionen ein. Zum Vergleich: Letztes Jahr erzielte die Mopac einen Bruttoertrag von 3,6 Millionen Franken. Die Firma ist also nicht in den roten Zahlen.

1998 ging die Mopac fast in Konkurs. In der Nachlassstundung beriet ein Zuger Unternehmensberater die damaligen Besitzer: Rainer Füchslin. Er übernahm. Mit Füchslin kam Peter Bratschi, Wirtschaftsanwalt, als Präsident. Bratschi, der schneller klagt als sein Schatten, berät die britische Söldnerfirma Aegis Defence Service und sitzt in diversen Verwaltungsräten. Auch in der Neuen Helvetischen Bank von Swissfirst-Skandalbanker Thomas Matter. (mp/olf)

Ende Zitat.

Füchslin soll sich seinen eigenen Lohn ja immerhin auch um 10% gesenkt haben - was man durchaus loben kann, eigentlich aber ja auch nichts als recht ist - wenn aber Füchslin sagt: „Die Mitarbeiter haben Verständnis“, dann fragt sich, ob man wirklich von Verständnis sprechen kann, wenn die Alternative Arbeitslosigkeit bedeutet… diese betrifft ihn selber jedenfalls sicherlich nicht.

Hier noch ein Bericht der Berner Zeitung vom 23. Mai, nach dem Einreichen der Unia-Klage: http://www.bernerzeitung.ch/region/emme ... y/22139188

@ Le chef

Le Chef hat geschrieben:Honk: umgangssprachlich: ein Mensch, der sich nicht besonders klug anstellt.

Ein Vollhonk wäre dann also… :shock:
Apropos: Wieviel verdienst Du monatlich, le chef?

Gruss, erbreich
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Gnu » Mi 1. Jun 2011, 11:37

erbreich hat geschrieben: 1998 ging die Mopac fast in Konkurs.

Dann werden sie diesmal hopsgehen, das zeichnet sich doch ab, oder etwa nicht?
Je kürzer dein Beitrag, desto eher lese ich ihn.

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Mi 1. Jun 2011, 13:44

erbreich hat geschrieben:@ Le chef

Apropos: Wieviel verdienst Du monatlich, le chef?

Gruss, erbreich


Le Chef meint:

Genug um meine kleine Familie zu versorgen, ohne das grosse Sprünge drin liegen. Weiss aber nicht, was das zur Sache tut.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » Mi 1. Jun 2011, 13:49

Gnu hat geschrieben:
erbreich hat geschrieben: 1998 ging die Mopac fast in Konkurs.

Dann werden sie diesmal hopsgehen, das zeichnet sich doch ab, oder etwa nicht?

Ich weiss nicht, immerhin (siehe oben):

"Letztes Jahr erzielte die Mopac einen Bruttoertrag von 3,6 Millionen Franken. Die Firma ist also nicht in den roten Zahlen."

Eine Firma kann doch durchaus sogar eine gewisse zeitlang rote Zahlen schreiben, ohne dewegen gleich dicht machen zu müssen... und: Wo sind denn die Bruttoerträge der "fetten Jahre" geblieben? Ist da keine Reserve?

Ich gebe zu, dass ich in solchen Dingen relativ unwissend bin (und vielleicht aus diesem Grund auf Le Chef den Eindruck eines "Vollhonks" mache), jedoch sagt mir mein (hoffentlich trotzdem weitgehend) "gesunder Menschenverstand", dass da irgendetwas nicht ganz mit rechten Dingen zu und her gehen kann. Juristisch mögen die Dinge ja vielleicht "rechtens" sein, menschlich jedoch... :?:

Natürlich ist die ganze Sache nicht eine reine Mopac-Angelegenheit:

„In einem sind sich Rainer Füchslin und die Unia aber einig: Die Regierung muss etwas gegen den starken Franken unternehmen. Denn der tiefe Eurokurs trifft die ganze Industrie. In einer gestern Nachmittag verschickten Medienmitteilung stellt die Unia den Bundesrat und insbesondere Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann an den Pranger, «der sich hartnäckig weigert, wirksame Massnahmen gegen die spekulative Aufwertung des Frankens zu ergreifen». Mit ihrer «fahrlässigen Passivität» würde die Regierung faire Löhne und Zehntausende von Arbeitsplätzen aufs Spiel setzen.“ (Berner Zeitung)

Die Dinge haben eben stets zwei Seiten. Wir jubeln über den starken Franken und den schwachen Euro, weil dies uns Schweizern günstige Einkäufe und Ferien beschert, dass andererseits derselbe Umstand auf die Löhne drückt und möglicherweise unzählige Arbeitsplätze kostet, davor verschliessen wir die Augen – solange, bis es uns persönlich betrifft. Was es hier im Wasen nun etlliche tut.

Gruss, erbreich
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Mi 1. Jun 2011, 13:57

erbreich hat geschrieben:Was inzwischen ja geschehen ist. Damit fallen etliche Löhne unter die 3000 Franken-Marke, und dies wohlgemerkt inkl. Schichtzulagen! Das ist weit entfernt von der Lohnvorstellung von mtl. Fr. 4000.- der Initianten der Mindestlohninitiative (hier: http://www.unia.ch/Initiativtext.4641.0.html?&L=10), die am 25. Januar dieses Jahres veröffentlicht worden ist und deren Unterschriften-Sammelfrist noch bis am 25. Juli 2012 läuft. Es ist auch im Emmental kaum möglich, mit einem dermassen tiefen Lohn eine Familie durchzubringen. Auf entsprechende Fragen soll Füchslin geantwortet haben, dann müssten die Leute halt aufs Sozialamt gehen um dort den fehlenden Betrag zu erhalten... Und was hat man von diesen Berichten zu halten (unia/work, 17.2.2011):


Keine Frage, unter 3000.-- ist inakzeptabel, Mindestlohn von 4000.-- aber auch. Wobei ich nicht weiss, was dem Sozialamt lieber ist. Differenz zum zu kleinen Lohn begleichen, oder das komplette Arbeitslosengeld bezahlen.

Ja, mir ist klar, der Lohn ist eine BeLOHNung für die getane Arbeit und dem zufolge auch eine Wertschätzung. Und wenn man derart wenig verdient und zusätzlich noch zum Sozialamt rennen muss, ist die Wertschätung eben nicht mehr vorhanden.

«Was soll ich machen, wenn der Markt nichts mehr hergibt?» begründet Mopac-CEO Rainer Füchslin die brutale Lohnsenkung gegenüber work. 10 Prozent weniger seien hart, aber im Emmental seien ja Löhne und Lebenshaltungskosten tiefer. Und schliesslich könnten doch beide Ehepartner arbeiten, dann hätten sie «zusammen einen guten Lohn». Unverhohlen droht er mit Betriebsschliessung und Verlegung ins Ausland: «Ich versuche alles, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Die Leute müssen entscheiden, ob sie das wollen oder nicht.»

Die Hälfte der Verpackungen geht ins Ausland. Auch dort vor allem an Grosskunden. Entsprechend wenig Spielraum gebe es bei der Marge, sagt Füchslin. Im Inland müsse er die durch den tiefen Euro billigeren Rohstoffpreise weitergeben. Im europäischen Ausland breche der Ertrag bei 50 Millionen Umsatz derzeit um 2,4 Millionen ein.


Alles nachvollziehbare Erklärungen.

Zum Vergleich: Letztes Jahr erzielte die Mopac einen Bruttoertrag von 3,6 Millionen Franken. Die Firma ist also nicht in den roten Zahlen.


Was soll die Geschäftsleitung denn machen? Warten bis der Karren an die Wand gefahren ist?
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » Mi 1. Jun 2011, 13:59

Le Chef hat geschrieben:
erbreich hat geschrieben:@ Le chef

Apropos: Wieviel verdienst Du monatlich, le chef?

Gruss, erbreich


Le Chef meint:

Genug um meine kleine Familie zu versorgen, ohne das grosse Sprünge drin liegen. Weiss aber nicht, was das zur Sache tut.

Meinst Du, mein Erscheinungsbild (siehe Dein Post hier) tue da schon mehr zur Sache?

Ich denke, wieviel jemand verdient, tut schon sehr viel zur Sache in dem Sinne, als es seine Ansicht zu Themen wie dem hier vorliegenden (zumindest mit-) prägt.

Und was im übrigen mein Erscheinungsbild angeht, da schätze ich mich natürlich glücklich, in einer Institution arbeiten zu können, die mehr Wert auf die tatsächlichen Fähigkeiten legt als auf Äusserlichkeiten. :D

Gruss, erbreich
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Gnu » Mi 1. Jun 2011, 14:03

Man müsste die Buchhaltung der Firma sehen, um zu wissen, wie die 3.6 Mio Bruttoertrag zustande kamen. Mir scheint das jedenfalls nicht viel zu sein, bei 260 Angestellten.
Je kürzer dein Beitrag, desto eher lese ich ihn.

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Mi 1. Jun 2011, 14:03

erbreich hat geschrieben:Ich gebe zu, dass ich in solchen Dingen relativ unwissend bin (und vielleicht aus diesem Grund auf Le Chef den Eindruck eines "Vollhonks" mache), jedoch sagt mir mein (hoffentlich trotzdem weitgehend) "gesunder Menschenverstand", dass da irgendetwas nicht ganz mit rechten Dingen zu und her gehen kann. Juristisch mögen die Dinge ja vielleicht "rechtens" sein, menschlich jedoch... :?:


Du bist dr Uli? :respekt: :party: :party:

Sorry, wollte dich nicht persönlich angreifen.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Mi 1. Jun 2011, 14:09

erbreich hat geschrieben:Meinst Du, mein Erscheinungsbild (siehe Dein Post hier) tue da schon mehr zur Sache?


Touché!

Ich denke, wieviel jemand verdient, tut schon sehr viel zur Sache in dem Sinne, als es seine Ansicht zu Themen wie dem hier vorliegenden (zumindest mit-) prägt.


Ich seh das eher von der unternehmerischen Seite. Ziel muss letztendlich sein, das Unternehmen zu retten, auch wenn es unpopuläre Massnahmen erfordert.

erbreich hat geschrieben:Und was im übrigen mein Erscheinungsbild angeht, da schätze ich mich natürlich glücklich, in einer Institution arbeiten zu können, die mehr Wert auf die tatsächlichen Fähigkeiten legt als auf Äusserlichkeiten. :D

Gruss, erbreich


Das freut mich für dich. Und nach ansicht verschiedener Videos von dir muss ich feststellen, dass dein Erscheinungsbild recht schwankt von

Meine Güte! http://www.youtube.com/watch?v=p7LSSfRXcSs&feature=related

bis

ziemlich cool http://www.youtube.com/watch?v=hRqse3rVpyI&feature=related

Also nichts für ungut.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » Mi 1. Jun 2011, 14:11

Le Chef hat geschrieben:Ja, mir ist klar, der Lohn ist eine BeLOHNung für die getane Arbeit und dem zufolge auch eine Wertschätzung. Und wenn man derart wenig verdient und zusätzlich noch zum Sozialamt rennen muss, ist die Wertschätung eben nicht mehr vorhanden.

Eben. Und damit geht das Vertrauen der Arbeiterschaft in die Leitung verloren.
Le Chef hat geschrieben:Was soll die Geschäftsleitung denn machen? Warten bis der Karren an die Wand gefahren ist?

Füchslin liebäugelt (habe ich auch in der Zeitung gelesen) mit Löhnen im Ostblock-Niveau. Vielleicht will er den Karren gar nicht an die Wand fahren lassen, sondern eher Richtung Osten? Wäre ein taktisches Manöver denkbar, mit dem Ziel Produktionsstandort Osten? Und nun geht man schon mal mit den Löhnen runter, um das Polster der fetten Jahre halten zu können oder gar noch anwachsen zu lassen? Wo das Vertrauen fehlt, da kommen allerlei vollhonkige Gedanken auf...

Le Chef hat geschrieben:Sorry, wollte dich nicht persönlich angreifen.

Akzeptiert. Danke. :)

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Le Chef » Mi 1. Jun 2011, 14:17

erbreich hat geschrieben:Füchslin liebäugelt (habe ich auch in der Zeitung gelesen) mit Löhnen im Ostblock-Niveau. Vielleicht will er den Karren gar nicht an die Wand fahren lassen, sondern eher Richtung Osten? Wäre ein taktisches Manöver denkbar, mit dem Ziel Produktionsstandort Osten? Und nun geht man schon mal mit den Löhnen runter, um das Polster der fetten Jahre halten zu können oder gar noch anwachsen zu lassen? Wo das Vertrauen fehlt, da kommen allerlei vollhonkige Gedanken auf...


Mag sein, aber wieso braucht es dafür ein taktisches Manöver? Neuen Standort aufbauen, Leute am alten Standort entlassen, fertig.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » Mi 1. Jun 2011, 14:20

Le Chef hat geschrieben:Ziel muss letztendlich sein, das Unternehmen zu retten, auch wenn es unpopuläre Massnahmen erfordert.

Zweifellos richtig. Doch gerade unpopuläre Massnahmen bedürfen der grösstmöglichen Transparenz in allen Dingen, damit das gegenseitige Vertrauen bestehen bleiben kann - was voraussetzt, dass es zuvor überhaupt bestanden hat. Mit gegenseitigem tiefem Vertrauen ist vieles möglich.

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Johncom » Do 2. Jun 2011, 07:13

erbreich hat geschrieben:
Le Chef hat geschrieben:Sorry, wollte dich nicht persönlich angreifen.

Akzeptiert. Danke. :)


Hach ist das Leben schön. :)
Ich könnte Euch beide umarmen. :praise:

erbreich hat geschrieben:Die Dinge haben eben stets zwei Seiten. Wir jubeln über den starken Franken und den schwachen Euro, weil dies uns Schweizern günstige Einkäufe und Ferien beschert, dass andererseits derselbe Umstand auf die Löhne drückt und möglicherweise unzählige Arbeitsplätze kostet, davor verschliessen wir die Augen – solange, bis es uns persönlich betrifft. Was es hier im Wasen nun etlliche tut.


Und das ist, was auch die - noch - bequem und sicher etablierten Schweizer langsam zu spüren bekommen.
Diejenigen, die vom heimischen produzierenden Gewerbe abhängen: Die Industrie-Arbeiter.

Denn die Güter produzierende Industrie handelt jetzt global ( Indien, China ) und rechnet kalt. Die einfache Arbeit gerät immer mehr in den Vergleich zur noch 'etwas günstigeren' Arbeit. - In der BR Deutschland rütteln die Löhne nach unten, schon länger. Ich war letztes Jahr mit einem Ausländer auf Jobsuche. Nur ein Job, den jeder kann, also Produktion. Zeitarbeitsargenturen haben sich da wohl auf einen Mindestlohn geeinigt, der heisst 7,- Euro pro Stunde bruto. Das ist, gerade nachgeschaut: 8,4704 in CHF.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Columba » Do 2. Jun 2011, 08:15

Johncom hat geschrieben:Denn die Güter produzierende Industrie handelt jetzt global ( Indien, China ) und rechnet kalt.
...

beschönigend ausgedrückt!

aber heute: glokalisierung (http://de.wikipedia.org/wiki/Glokalisierung)

das kapital hat die kraft global und lokal zu sein, die arbeit ist letztlich nur lokal. die arbeitskraft, die n global ist, ist betrogen.
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » Do 2. Jun 2011, 18:11

Johncom hat geschrieben:Ich war letztes Jahr mit einem Ausländer auf Jobsuche. Nur ein Job, den jeder kann, also Produktion. Zeitarbeitsargenturen haben sich da wohl auf einen Mindestlohn geeinigt, der heisst 7,- Euro pro Stunde bruto. Das ist, gerade nachgeschaut: 8,4704 in CHF.

Mit diesem Lohn könnte der Arbeiter hier in der Schweiz gerade mal eine genügend grosse Wohnung für eine 4-5 köpfige Familie mieten... :?
Und das ist, was auch die - noch - bequem und sicher etablierten Schweizer langsam zu spüren bekommen.

Wie bereits erwähnt: Auch ich habe vor 12 Jahren mehr verdient als heute. Und dies erst noch als damals ungelernter Arbeiter, wogegen ich heute immerhin ein (allerdings nicht abgeschlossenes) dreijähriges Grundstudium in Sozialtherapie und 8 Jahre Berufserfahrung im sozialen Bereich (zuerst als Suchttherapeut und jetzt als Behindertenbetreuer) vorzuweisen habe.

Natürlich: Global gesehen sind wir klar die Superreichen und global gesehen gehören auch ich und auch die Mopac-Arbeiter zu diesen.

@Columba
Denkst Du, "Glokalisierung" ist mehr als eine Worthülse? Ich kann mir darunter jedenfalls noch nichts Konkretes und Praxistaugliches vorstellen... :roll:

Seit menschengedenken hat es arm und reich gegeben auf unserem Planeten. Denkt ihr, daran wird sich jemals etwas ändern? Die irdischen Himmel und Höllen wandern über die Erde und schenken Freuden und Leiden. Jene, deren fette Jahre zuende gehen, die jammern, jene, deren magere Jahre Licht am Horizont erkennen lassen, die jubeln. "Des einen Freud, des andern Leid", das weiss der Volksmund sehr wohl.

Die Frage für uns (im Moment noch) Reiche lautet daher wohl: Wie bereitet man sich auf das Leben in Armut vor?

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Johncom » Do 2. Jun 2011, 19:42

erbreich hat geschrieben:Seit menschengedenken hat es arm und reich gegeben auf unserem Planeten. Denkt ihr, daran wird sich jemals etwas ändern? Die irdischen Himmel und Höllen wandern über die Erde und schenken Freuden und Leiden. Jene, deren fette Jahre zuende gehen, die jammern, jene, deren magere Jahre Licht am Horizont erkennen lassen, die jubeln. "Des einen Freud, des andern Leid", das weiss der Volksmund sehr wohl.

Die Frage für uns (im Moment noch) Reiche lautet daher wohl: Wie bereitet man sich auf das Leben in Armut vor?


Erkennen wo echte Lebensqualität ist.
Ohne zu viel überflüssiges Zeug leben.
Schätze verschenken bevor sie rosten.
Weniger konsumieren. ;)

Hm da gibts Experten, die empfehlen, echtes Gold und Silber bei sich zu horten weil das Papiergeld bald crasht. Aber ich weiss nicht so recht ....
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » So 5. Jun 2011, 14:51

Johncom hat geschrieben:Erkennen wo echte Lebensqualität ist.

...und diesen Ort oder diese Lebensweise nicht verabsolutieren und nicht dogmatisieren, ja, vielleicht noch nicht einmal institutionalisieren, weil damit das, was sich im subjektiven Erleben als echte Lebensqualität offenbart hat damit erstarrt und schliesslich stirbt.
Ohne zu viel überflüssiges Zeug leben.

Ein Leben der Einfachheit, ja. Was in unserer Zeit und Kultur eine grosse Herausforderung bedeutet und viel Bewusstheit und Willensstärke erfordert. Es ist nicht leicht, im Überfluss ohne Überfluss zu leben - was vielleicht eine zeitgenössische Parallele zu Jesu Wort bedeutet "in der Welt, doch nicht von der Welt zu sein".
Schätze verschenken bevor sie rosten.

Das heisst: Den rechten Umgang mit dem Überfluss einzuüben...
Weniger konsumieren. ;)

Ja: Uns befreien von der Begierde nach immer mehr.

Jedenfalls findet sich echte Lebensqualität offensichtlich nicht im materiellen Überfluss. Allerdings geht es hier in der Mopac-Lohnfrage weniger um den Überfluss des einzelnen Arbeiters, als schon eher um das Aufrechterhalten des zum Leben notwendigen Existenzminimums. Und das scheint hier zumindest für einige bereits unterschritten zu sein. Ein Lohn, der nicht zur Existenzsicherung einer Familie reicht, ist bitter (und nicht zu vergleichen beispielsweise mit der freiwilligen Armut eines Bettelmönchs). Sicher lässt sich auch hier noch fragen, wo allenfalls weiter eingespart und Unnötiges aufgegeben werden kann, letztlich bleibt den Betroffenen nichts anderes übrig...

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Gnu » So 5. Jun 2011, 16:53

Welchen Grad der Freimaurerei hat der Firmeneigentümer denn? Weiss das jemand zufällig?
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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » So 5. Jun 2011, 18:13

Gnu hat geschrieben:Welchen Grad der Freimaurerei hat der Firmeneigentümer denn? Weiss das jemand zufällig?

Wenn er das wäre, wäre das dann eine Rechtfertigung ihn als Feind wahrzunehmen?

Auch wenn ich dem Chef im Lied (das ja ursprünglich nicht für diese Geschichte geschrieben wurde) sage "ich glaube dir nicht" und ihm (gemäss meiner Wahrnehmung der Sache) allerlei Fehlverhalten vorhalte, heisst das nicht, dass ich ihn als meinen persönlichen Feind (oder gar als Feind Gottes) erkenne. Ich nenne ihn weder Feind, noch Gauner und ganz sicher auch nicht Teufel. Ich sage ihm aber deutlich, wie ich sein Verhalten wahrnehme und was ich an diesem (von mir so wahrgenommenen) Verhalten nicht richtig finde.

Seine Sicht der Dinge ist zweifelsohne eine andere, und es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass er bestimmte Aspekte der Angelegenheit klarer und tiefer erkennt als ich. Es gibt Bereiche, da bin ich ziemlich blind (z.B. globale Politik und Wirtschaft eben), andererseits gibt es vermutlich Bereiche, wo ich klarer und tiefer erkenne und wo er blind ist.

"Unsere Erkenntnis ist Stückwerk", nicht nur in Dingen Gottes. Also geht es darum die Wahrnehmungen der sich widersprechenden Seiten gemeinsam sorgfältig zu prüfen um schliesslich zu einer - soweit als möglich - wahrheitsgemässen Beurteilung der Sache und zu einem möglichst sinnvollen Entscheid zu finden.

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon Gnu » So 5. Jun 2011, 18:46

erbreich hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Welchen Grad der Freimaurerei hat der Firmeneigentümer denn? Weiss das jemand zufällig?

Wenn er das wäre, wäre das dann eine Rechtfertigung ihn als Feind wahrzunehmen?

Nein, sondern sein Motiv zu erkennen. Freimaurer arbeiten an der Neuen Weltordnung mit und die verträgt keinen Mittelstand, nur Reiche und Arme.
Je kürzer dein Beitrag, desto eher lese ich ihn.

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Re: Mopac und ihre Lohnpolitik

Beitragvon erbreich » So 5. Jun 2011, 19:44

Gnu hat geschrieben:Nein, sondern sein Motiv zu erkennen. Freimaurer arbeiten an der Neuen Weltordnung mit und die verträgt keinen Mittelstand, nur Reiche und Arme.

Wenn dem so sein sollte, wie Du sagst, dann wäre es also sein Motiv, zu den Reichen zu gehören. Das wollen auch andere, dazu muss man nicht Freimaurer sein. Ob nun eine Weltordnung, die aus dem Wunsch nach Reichtum - also aus der Besitzgier - hervorgehen würde, gar so neu wäre, wage ich zu bezweifeln. Leben wir nicht vielmehr bereits seit Menschengedenken in dieser Weltordnung der Gier?

Eine Weltordnung, die tatsächlich neu wäre, sähe sehr viel anders aus. Eher etwas in der Richtung, wie die Bibel eine "neue Erde" beschreibt, wo alle Tränen von den Augen abgewischt und Leiden und Tod nicht mehr sind. Ob es eine solche Erde jemals geben wird, weiss ich nicht, aber es scheint mir so oder so die einzig sinnvolle Lebensweise, auf eine Art zu leben, die eine solche - wirklich neue - Weltordnung allenfalls möglich macht. Und dazu können der Chef und der Arbeiter - der Reiche und der Arme - gleichermassen beitragen.

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