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Sind māra und Satan identisch?

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

Moderator: bigbird

Sind Mara und Satan identisch?

Ja
4
33%
Nein
4
33%
Weiss nicht, würde mich aber interessieren
2
17%
Mir egal
2
17%
 
Abstimmungen insgesamt : 12

Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon erbreich » Mo 17. Nov 2008, 11:14

Johncom hat geschrieben:Das ist etwas, was wir im Westen meistens nicht merken: Wir haben ein Gesicht, spontan denke ich an 'Würde', und der andere auch. Und so gehen wir auf Menschen los wie auf Gegner.

Ja, z.B. auch, indem wir ihr Heiligstes als 'satanisch' bezeichnen - wie gerade oben der Jesus-Ja-und-alles-andere-ist-Satan-Proklamierer:
Buddha war kein Christ und Gott hatte wohl keinen Einfluss auf ihn sondern Satan.

Du hast den 'Ankläger' in Dir selber noch nicht gefunden, jesusyeah. Du hättest es sonst nicht nötig - und würdest auch die Sinnlosigkeit dieses Unterfangenes erkennen - den 'Ankläger' aussen zu suchen und an andern Menschen und deren Heiligem festzumachen.
Wir könnten uns an der Eigenschaft der Bewusstseinsklarheit und der Behutsamkeit echter Weisheitslehrer ein Beispiel nehmen.

Ja, dafür sind sie uns 'gegeben' und wir sollten für alle weisen Menschen und ihre Lehren und Lebenswege dankbar sein und von ihnen lernen.

editiert

Gruss, erbreich
Zuletzt geändert von Grasy am Mo 17. Nov 2008, 21:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon Enggi » Mo 17. Nov 2008, 14:07

jesusyeah hat geschrieben:Buddha war kein Christ und Gott hatte wohl keinen Einfluss auf ihn sondern Satan.

Paulus schrieb an die Korinther (1 Korinther 5,12-13a) Denn was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind? Die aber draußen sind, richtet Gott.

Das Zitat ist zwar in einem anderen konreten Zusammenhang entstanden, aber du kannst es durchaus verallgemeinern. Uns Christen geht es nichts an, was andere Religionen lehren, solange sie nicht importiert werden, um vermeintliche Mängel zu verbessern.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon erbreich » Mo 17. Nov 2008, 14:53

Enggi hat geschrieben:
jesusyeah hat geschrieben:Buddha war kein Christ und Gott hatte wohl keinen Einfluss auf ihn sondern Satan.

Paulus schrieb an die Korinther (1 Korinther 5,12-13a) Denn was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind? Die aber draußen sind, richtet Gott.

Das Zitat ist zwar in einem anderen konreten Zusammenhang entstanden, aber du kannst es durchaus verallgemeinern. Uns Christen geht es nichts an, was andere Religionen lehren, solange sie nicht importiert werden, um vermeintliche Mängel zu verbessern.


:respekt:

Der eigentliche Kern, das Zentrum des christlichen Weges ist die Person Jesus Christus selber. wie könnte ich mir anmassen ihn bemängeln oder gar verbessern zu wollen...

Jedoch kann ich sehr wohl auch als andersgläubiger Mensch von Jesus lernen. Ebenso kann auch ein Christ durchaus von anderen Religionen und Lehren vieles lernen, bis dahin, dass ihm gerade durch das Studium anderer Lehren seine eigene Religion und sein Gott deutlicher werden, dass die Liebe zu ihm zunimmt (wie ja hier auch schon gesagt wurde, von Dir, Enggi - oder otp? - dass ihr - ich nehme an Angesichts der Komplexität der Lehre des Buddha - dankbar seid für den einfachen Glauben an Jesus).

Wir können Gemeinsamkeiten und Unterschiede kennen lernen.
Wir können lernen, uns darüber in Würde zu unterhalten.
Wir können lernen die Liebe wachsen zu lassen.
Und nicht zuletzt, wie Du sagst, Enggi: Wir können lernen das Richten aufzugeben!

Danke und Gruss, erbreich
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon jesusyeah » Mo 17. Nov 2008, 18:38

1. Korinther 5,12-13 ist in diesem Zusammenhang falsch. Es geht hier erstens nicht ums richten, sondern um die Unterweisung. Jeder der nicht an Jesus glaubt ist verloren und wird das ewige Leben nicht haben. Buddha hatte nicht an Gott geglaubt und Lehren verbreitet, die mit der Heiligen Schrift nicht übereinstimmen. Jesus war Gott und jeder der den Sohn NICHT kennt, der kennt auch den Vater nicht.
Es wäre naiv und gefährlich zu sagen "wir alle haben recht", denn allein in Jesus ist die Wahrheit. Deswegen ist auch das missionieren von Buddhas anhängern wichtig. :praisegod:
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon erbreich » Mo 17. Nov 2008, 20:01

jesusyeah hat geschrieben:Deswegen ist auch das missionieren von Buddhas anhängern wichtig. :praisegod:

Das kannst Du Dir bei mir sparen: Ich habe mich schon selber missioniert. Habe mich bekehrt, bin in Wasser und in Geist getauft (inkl. Zungenrede) und wurde völlig neu geboren. Und gerade weil das so ist, bin ich sehr auf der Hut vor Pharisäern (und wie gesagt auch - und nicht zuletzt - vor dem in mir selber). Ich lasse mir kein Joch der Knechtschaft mehr auferlegen, denn zur Freiheit hat mich Christus befreit. In dieser Freiheit erkenne ich auch diese Wahrheit, die der Buddha äusserte:

Nicht gibt es Wahrheit vielerlei, verschieden,
Von ew'ger Geltung in der Welt, es sei denn bloß im Dünken.
Doch wenn ihr Grübeln sie in Theorien festgelegt,
Dann sprechen sie vom Doppelding der Wahrheit und des Irrtums.
(Sn 886)


Und ich erkenne auch diese Wahrheit, die Christus äusserte:

Joh 18,37
Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich der Wahrheit Zeugnis gebe; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.


Ich höre seine Stimme, jesusyeah, weil ich 'aus der Wahrheit' bin.

Joh 8,32
...und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!


Kein Widerspruch mehr für mich, jesusyeah. Es gibt nur eine Wahrheit. Jesus ist sie tatsächlich und Buddha lehrt sie wirklich.

Aber das musst Du mir nicht glauben. Ein solches Glauben würde Dir nicht weiterhelfen. Gehe Deinen Weg mit Jesus, mit Gott, wie Du ihn verstehst. Kein Problem.

Joh 4,24
Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.


Gruss, erbreich
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon Grasy » Mo 17. Nov 2008, 22:26

erbreich hat geschrieben:Interessant: Schaut mal nach, welcher Menschengruppe konkret Jesus diese Zusage in der genannten Bibelstelle macht, dass "das Reich Gottes sei in euch" ist... in den Pharisäern


Das Reich Gottes auf "in euch" hier umzumünzen und das automatisch auf alle Menschen auszuweiten ist in meinen Augen verkehrt. Eine andere Übersetzung lautet so:

"Man wird nicht sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch." (Luk 17:21 - Schlachter2000)

Vergleiche auch:

"Aber Jesus sprach zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkündige das Reich Gottes!" (Luk 9:60 - Lut1912)

"Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die übertünchten Gräber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und alles Unflats!" (Mt 23:26 - Lut1912)


Zudem sollte man bedenken daß es sich auch in Luk 17 um Jesus Christus dreht:

"Er sprach aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, daß ihr werdet begehren zu sehen einen Tag des Menschensohnes, und werdet ihn nicht sehen." (Luk 17:22 - Lut1912)

Durch wen kommt denn das Reich Gottes zu den Menschen? Durch die Suche in sich selbst? Ihr werdet euch finden wenn ihr euch mit ganzem Herzen und ganzer Seele sucht? So steht's nicht in der Schrift.

"So ich aber die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen." (Mt 12:27 - Lut1912)

"Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids." (Luk 2:10-11 - Lut1912)

"Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm HERRN." (Röm 6:23 - Lut1912)

Das ist ja in meinen Augen gerade auch ein wesentlicher Punkt:

"Und niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöht hat, also muß des Menschen Sohn erhöht werden, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3:13-16 - Lut1912)


sondern auch den "Pharisäer in uns" zu finden


Um den Pharisäer in uns zu finden ist es wohl gar nicht schlecht einen kritischen Blick in sich reinzuwerfen. Dennoch betrügen wir uns oftmals selbst und das sehr lange schon. Die Frage ist ja aber auch: Was denn dann? Daß irgendwas nicht stimmte wussten auch die Zöllner. Sollte man bei denen Selbstverleugnung vermuten? Die Pharisäer haben scheinbar oft gefastet und ich denke gegen die Zöllner sahen die Pharisäer bei weitem "Selbstverleugnender" aus. Dennoch bekommt man durch das NT manchmal den Eindruck daß die Zöllner eher bereit waren zu kapitulieren (Luk 18:13). Wenn wir den Zöllner oder Pharisäer gefunden haben sollten wir uns auch überlegen wie wir auf die Frage von Mt 5:20 eine brauchbare Antwort finden oder auch Mt 5:48. Niemand kommt zum Vater außer durch Jesus. (-> Röm 3:21 / vergl. Röm 10:2-3). Hier aber so zu tun als gäbe es eh auch anderswo gute Nachrichten ohne Jesus Christus oder empfehlenswerte Wege (wenn man z.B. den Vater im Himmel gar nicht sucht) ist in meinen Augen gefährlich weil es vom rechtem Weg zum Leben ablenkt. Ich kann den Einwand von "jesusyeah" schon verstehen.

Das eigentliche Thema hier ist schon eine Weile kaum mehr diskutiert worden. So denke ich langsam ist's an der Zeit hier wieder zu schließen...


Mfg,
Grasy
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon Johncom » Di 18. Nov 2008, 09:24

erbreich hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Das ist etwas, was wir im Westen meistens nicht merken: Wir haben ein Gesicht, spontan denke ich an 'Würde', und der andere auch. Und so gehen wir auf Menschen los wie auf Gegner.

Ja, z.B. auch, indem wir ihr Heiligstes als 'satanisch' bezeichnen - wie gerade oben der Jesus-Ja-und-alles-andere-ist-Satan-Proklamierer:

Buddha war kein Christ und Gott hatte wohl keinen Einfluss auf ihn sondern Satan.


Diese Art von Verunglimpfung anderer Religionen oder 'Heilswege' als der eigenen ist dumpfer Fanatismus, bestimmt nur bei ganz jungen Leuten anzutreffen, die noch nicht viel vom Leben wissen, wenig echte Begegnung hatten und wie man sieht, auch Unkenntnis über das Wesentliche der Religionen dieser Welt. Viel Tam Tam, nichts dahinter. Diese Sekten, die junge Leute aufstacheln, haben natürlich auch gute Seiten in dem Sinne, daß sie die Kids zu einem positiven Leben motivieren, daß sie helfen beim Wegkommen von der Drogensucht und mehr.

Wir könnten uns an der Eigenschaft der Bewusstseinsklarheit und der Behutsamkeit echter Weisheitslehrer ein Beispiel nehmen.

erbreich hat geschrieben:Ja, dafür sind sie uns 'gegeben' und wir sollten für alle weisen Menschen und ihre Lehren und Lebenswege dankbar sein und von ihnen lernen.


Wir sollten, wir können. Wenn wir wollen. Wenn wir bereit sind, vom Gegebenen zu nehmen. Und wenn wir unvoreingenommen sind, wenn wir vom Besserwissen lassen können, was auch heißt, ehrlich mit sich selbst zu sein und dem Anderen gegenüber. Dieses aber braucht ganz einfach Vertrauen in Gott. Wer in allem, was der eigene Lieblingsprediger nicht predigt .. gleich 'den Satan' vermutet, verzögert sein eigenes Wachstum in Richtung Gott-Erkennen. ( Aber auch das ist Gottes Wille )

Besten Gruß
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon Johncom » Di 18. Nov 2008, 09:52

Grasy hat geschrieben:Das eigentliche Thema hier ist schon eine Weile kaum mehr diskutiert worden. So denke ich langsam ist's an der Zeit hier wieder zu schließen...


Grasy, es stimmt daß das eigentliche Thema, also die Parallele Mara - Satan im Grunde erklärt wurde, wenn auch nicht unkritisch. Meine Frage: Warum gleich schließen ? Es liegen bestimmt einige hundert ( ? ) Threads ungeschlossen im Forum. Es kann ja sein, daß neue Ansichten zu dem Thema entstehen, oder einem Schreiber zu einem anderen Zeitpunkt was einfällt. Warum dann gleich schließen ?

Gruß
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon chrystal » Di 18. Nov 2008, 09:57

Ich sehe das auch so wie Johncom. Lass doch einfach diesen thread so stehen, lieber Grasy, wie so viele andere threads auch.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon erbreich » Di 18. Nov 2008, 10:21

Grasy hat geschrieben:Das eigentliche Thema hier ist schon eine Weile kaum mehr diskutiert worden.


Hallo jesusyeah

Da Du so selbstsicher in Bezug auf die Wahrheit scheinst, frage ich Dich (vom Buddhismus-Christentum-Thread rübergebeamt) persönlich nach Deinem Standort bezogen auf Gier, Hass, Verblendung in Deinem eigenen Herzen:

Bist Du bereit dazu, Dich zu mir herunterzubeugen, mir die Echtheit meines spirituellen Weges zuzugestehen, und ein Gespräch über das eigentliche Thema hier zu führen - also über Gier, Hass und Verblendung als die "Wurzeln des Bösen" in buddhistischer Terminologie (personifiziert als 'Mara'). Wie gehst Du mit Deinen Begierden, Deinem Hass, Deiner Verblendung um? Sind sie für Dich auch "Wurzeln des Bösen"? Haben sie in Deinem Glaubensleben irgendetwas zu tun mit 'Satan'?

Gruss, erbreich
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon jesusyeah » Di 18. Nov 2008, 12:42

Natürlich bin ich bereit mit Dir über Begierden, Hass und ähnliches zu sprechen.

Jeder Mensch ist ein Sünder. Ich finde immer gut wenn man den griechischen Ursprung bzw. die Verwendung in den Texten sich anschaut in den Urtext Sprachen. Im griechischen steht für die Sünde das Wort "Hamartia" welches bedeutet, dass man etwas "verfehlt". In diesem Zusammenhang hat man es verfehlt nach den Ansprüchen Gottes zu leben.
Aus der Sünde heraus tritt das schlechte und böse in die Welt. Der Ursprung liegt in dem Sündenfall.

Die Folgen der Begierde werden deutlich in Jakobus 1,15:"Wer seinen Begierden nachgibt, sündigt, und die vollzogene Sünde führt zum Tod." und wer nach seinen Begierden lebt und ohne Jesus hat den satan als "Vater" wie es in Johannes 8,44 steht:"Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun" Der Teufel in diesem Zusammhang "diabolou" ist real. Er hat Macht über die Menschen die ohne Jesus sind.

Natürlich versucht Satan auch Christen immer wieder vom Guten wegzubringen. Natürlich könnte da der Vergleich Nahe liegen zu Mara die wie ich es verstanden habe den Buddha versucht hatte in dem sie ihm "schöne Frauen" unter anderem zeigte.


Die fleischliche Versuchung ist eben in allen Kulturbereichen bekannt, sowie die Gefährlichkeit dieser Versuchung. Es ist nämlich etwas, was den gesamten Menschen beeinflusst und ihn leitet. Die menschliche Phantasie ist in dem Bereich der Sexualität durch den Teufel zu wirklichen abstößigen Dingen fähig wie in einer der abstoßesten Dinge überhaupt der Pädophilie oder auch Polygamie oder Homosexualität.

Es ist wichtig, dass wir uns gegen Satan "schützen" und der Apostel Paulus nannte uns die "Waffenrüstung Gottes". Wichtig ist das wir der Versuchung am besten nicht nachgeben wenn wir in seinem Wort bleiben und es studieren und zu wirklichen "Täter des Wortes" (Jak 1,22) werden
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon erbreich » Di 18. Nov 2008, 13:29

Danke jesusyeah

Was Du schreibst klingt in meinen Ohren nach zumindest grosser 'Verwandtschaft' zwischen Satan und Mara...

Gruss, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon pirate23 » Di 18. Nov 2008, 13:37

jesusyeah hat geschrieben:In diesem Zusammenhang hat man es verfehlt nach den Ansprüchen Gottes zu leben.

Nur wenn man davon ausgeht, dass jede Verfehlung automatisch eine Verfehlung gegen Gottes Willen ist. Aber falls dieser Gott nun gleichzeitig allmächtig und allwissend sein sollte, dann ist es völlig unmöglich, dass jemals irgendwas gegen seinen Willen geschieht. Dann sind die sogenannten "Ansprüche Gottes" in Wirklichkeit Ansprüche von Menschen, die ihre eigenen Ansprüche bloß naturgemäß für die besten und richtigsten von allen halten.

Aus der Sünde heraus tritt das schlechte und böse in die Welt

Ob du eine bestimmte Sache als gut oder als böse betrachtest, ist ausschließlich deine eigene Entscheidung. Und die hat natürlich Auswirkungen: je mehr Dinge ich für "schlecht" und "verdorben" halte, desto mehr Schaden werde ich mir und meiner Umwelt zufügen.

Die Folgen der Begierde werden deutlich in Jakobus 1,15:"Wer seinen Begierden nachgibt, sündigt, und die vollzogene Sünde führt zum Tod."

Pirate 1,23:"Wer seinen Begierden nicht nachgibt, stirbt, denn die anhaltende Nichterfüllung von Bedürfnissen führt unausweichlich zum Zerfall des Körpers."

Johannes 8,44 steht:"Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun"

Dort sprach er zu einer Gruppe von Juden. Die kannten weder einen Teufel noch irgendwelche Evangelien noch sonstige Erzeugnisse der Paulus-Religion. Die kannten bloß ihre jüdischen Schriften.

Die fleischliche Versuchung ist eben in allen Kulturbereichen bekannt, sowie die Gefährlichkeit dieser Versuchung.

Stimmt, Sexualität ist äußerst gefährlich. Halt dich in Zukunft lieber an den schlauen Paulus: ein Mann sollte nie eine Frau berühren.

Es ist nämlich etwas, was den gesamten Menschen beeinflusst und ihn leitet.

Tja. Wenn euer Glaube einen ähnlich starken Reproduktionstrieb hätte wie die DNA, dann wäre inzwischen die komplette Menschheit sowohl christlich als auch ausgestorben. Aber bis jetzt war die Natur offenbar immer etwas stärker als jede religiöse Verirrung.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon chrystal » Di 18. Nov 2008, 14:21

jesusyeah hat geschrieben: Im griechischen steht für die Sünde das Wort "Hamartia" welches bedeutet, dass man etwas "verfehlt". In diesem Zusammenhang hat man es verfehlt nach den Ansprüchen Gottes zu leben.
Aus der Sünde heraus tritt das schlechte und böse in die Welt. Der Ursprung liegt in dem Sündenfall.

Gottes Anspruch ist Jesus Christus - ihn hat er gesandt, uns anzusprechen - ganz konkret.

Es ist wichtig, dass wir uns gegen Satan "schützen" und der Apostel Paulus nannte uns die "Waffenrüstung Gottes". Wichtig ist das wir der Versuchung am besten nicht nachgeben wenn wir in seinem Wort bleiben und es studieren und zu wirklichen "Täter des Wortes" (Jak 1,22) werden


Wie wir ja wissen, ging es bei der Versuchung Buddhas um die Rückkehr aus der Versenkung - er musste ja wieder sich zur Welt hin neigen und damit zu dem, was er durchschritten hatte - und da lag es nahe, daß es sich versucht sah, in der Versenkung zu bleiben. Dieser Versuchung hat er nicht nachgegeben.

Versuchung ist nun eine komplexe Sache, sie greift auf verschiedenen Ebenen an - und die Begierde ist davon nur eine. Die Versuchung des Fleisches hatte Buddha überwunden, aber dann kam die Versuchung des Geistes, die Sünde des Hochmuts. Die hatte auch Buddha überwunden, in dem er sich wieder unters Volk mischte. Und als erstes begegnete ihm ja so ein 150% Asket, an dem alles abperlte und der auch von diesem Hochmut geblendet war.
Auch in deinem Anspruch, sich vor Satan schützen zu können, steckt dieser Hochmut. Wir beten ja deshalb - Und führe uns nicht in Versuchung - das hat ja einen Grund, nämlich den, daß wir in der Versuchung durch eigene Kraft keine Chance haben, sondern wir fallen - da hilft uns keine Rüstung. Die Rüstung verhindert, daß wir aufstehen können. Die geistliche Versuchung ist zweierlei - es ist die Versuchung der Glaubensgewißheit und es ist die Versuchung nach Beweisen und Belegen, nach Wunder für die Auszeichnung. Der Wunsch, daß da eine Rüstung sichtbar ist.
Und die dritte Versuchung - in der Satan/mara - unverhüllt erscheinen, hatte Buddha auch überwunden - er blieb ein Mensch und hat sich von Brahma leiten lassen. Er setzte sich nicht an die Stelle des/der Gottes/Götter, sondern er zeigt einen menschlichen Weg, der für alle Menschen gangbar ist. So wie Jesus genau diese menschliche Möglichkeit aufzeigt für alle, die guten Willens sind.

Wie soll ich das bei dir mit der Waffenrüstung Gottes verstehen? Gaubst du, du seist die Waffenrüstung Gottes? Oder hättest sie erhalten?

Der Gläubige erleidet wehrlos die Stunde der Versuchung. Der einzige Schutz ist Jesus Christus. Und wie er, erleiden manche Christen auch die Versuchung der Gottesverlassenheit. Und diese werden dadurch gerüstet und erhalten vom Himmel das Waffenkleid Gottes. Wer durch die Erfahrung der Gottverlassenheit gegangen ist, ist/hat diese Waffenrüstung. Diese Menschen sind in keinem Forum anzutreffen.
Im übrigen ist der Epheserbrief, in dem das steht mit der Waffenrüstung ein Deuteropaulinischer Brief, also nicht von Paulus selbst.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon onThePath » Di 18. Nov 2008, 14:36

Im übrigen ist der Epheserbrief, in dem das steht mit der Waffenrüstung ein Deuteropaulinischer Brief, also nicht von Paulus selbst.


Aber beweisen kannst Du dies sicher nicht. Dann wäre es nur eine Vermutung deinerseits.

Im Übrigen kann mir Niemand den Buddha als den wegweisenden, großen Überwinder schmackhaft machen.

Diese Zweigleisigkeit Buddha+Christus ist meistens kein Parallelweg, sondern eine Wegscheide.
Solches Jonglieren mit Glaubensinhalten ist auf jeden Fall problematisch. Und man wird sich auf Dauer für Jesus oder Buddha entscheiden müssen.

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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon jesusyeah » Di 18. Nov 2008, 14:54

pirate23 hat geschrieben:Nur wenn man davon ausgeht, dass jede Verfehlung automatisch eine Verfehlung gegen Gottes Willen ist. Aber falls dieser Gott nun gleichzeitig allmächtig und allwissend sein sollte, dann ist es völlig unmöglich, dass jemals irgendwas gegen seinen Willen geschieht. Dann sind die sogenannten "Ansprüche Gottes" in Wirklichkeit Ansprüche von Menschen, die ihre eigenen Ansprüche bloß naturgemäß für die besten und richtigsten von allen halten.


Nun die Sünde ist etwas was die Menschen gegen sich selber und gegen Gott machen. Gott kannte unsere Sünden schon vor der Erschaffung, dennoch gab er uns den Freien Willen. GOtt ist allmächtig und allwissend.

pirate23 hat geschrieben:Ob du eine bestimmte Sache als gut oder als böse betrachtest, ist ausschließlich deine eigene Entscheidung. Und die hat natürlich Auswirkungen: je mehr Dinge ich für "schlecht" und "verdorben" halte, desto mehr Schaden werde ich mir und meiner Umwelt zufügen.


Es ist keine individuelle Betrachtung, sondern Gott hat festgelegt was gut und was böse ist. Durch den Heiligen Geist können wir unterscheiden was gut und böse ist und auch die Heilige Schrift zeigt uns auf was gut und was böse ist.

pirate23 hat geschrieben:Pirate 1,23:"Wer seinen Begierden nicht nachgibt, stirbt, denn die anhaltende Nichterfüllung von Bedürfnissen führt unausweichlich zum Zerfall des Körpers".


Nun wenn jemand pädophile Begierden hat, so sollte er nach deiner Ansicht diesen Begierden nachgehen? Die Menschlichen Begierden führen klar zur Sünde und schließlich zum Tode.

Der richtige Umgang mit der Sexualität ist wichtig. Dazu zählt auch, dass es eine Wertschätzung der Einzigartigkeit der Ehe gibt. :praisegod:
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon jesusyeah » Di 18. Nov 2008, 15:05

chrystal hat geschrieben:Wie soll ich das bei dir mit der Waffenrüstung Gottes verstehen? Gaubst du, du seist die Waffenrüstung Gottes? Oder hättest sie erhalten?
Im übrigen ist der Epheserbrief, in dem das steht mit der Waffenrüstung ein Deuteropaulinischer Brief, also nicht von Paulus selbst.


Nun die Waffenrüstung Gottes findet sich in dem Brief an die Epheser. Teile der Waffenrüstung sind der Gürtel, der die Wahrheit ist; der Panzer der die Gerechtigkeit ist; die Beschuhung der Mission; das Schild des Vertrauens; der Helm der Heilsgewissheit; und das Schwert das Wort.

Eine unsinnige Diskussion über die Verfasserschaft der Pastoralbriefe brauchen wir denke ich nicht zu führen. Der Autor des Briefes ist meines erachtens der Apostel Paulus
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon chrystal » Di 18. Nov 2008, 15:11

onThePath hat geschrieben:
Im übrigen ist der Epheserbrief, in dem das steht mit der Waffenrüstung ein Deuteropaulinischer Brief, also nicht von Paulus selbst.


Aber beweisen kannst Du dies sicher nicht. Dann wäre es nur eine Vermutung deinerseits.

Unter Neutestamentlern ist man sich da wissenschaftlich gesehen "sicher".
Paulus hätte so ein Bild nicht gebraucht. Aber wenn man so ein Bild deutet - von wem es auch immer ist - dann muß man es schon in dem Licht des Evangeliums deuten. Und da deuten Evangelikale anders als Bonhoeffer, Barth, Bultmann.

Im Übrigen kann mir Niemand den Buddha als den wegweisenden, großen Überwinder schmackhaft machen.

Hier ist niemand, der dies tut.
Diese Zweigleisigkeit Buddha+Christus ist meistens kein Parallelweg, sondern eine Wegscheide.
Solches Jonglieren mit Glaubensinhalten ist auf jeden Fall problematisch. Und man wird sich auf Dauer für Jesus oder Buddha entscheiden müssen.

Die Lebensumstände führen dich zu einer Entscheidung. Und die heißt bei manchen Jesus oder nicht-Jesus und dann weiter, wenn nicht Jesus, wer dann? Viele die meinen sie hätten sich für Jesus entschieden, haben sich nur für sich entschieden. Und auch viele, die meinen sie würden sich für Buddha entscheiden, entscheiden auch nur für sich und ihr Wohl.
Für diese gilt die entweder-oder Frage.
Wenn man sich für Buddha entscheidet - dann entscheidet man sich für eine Umkehr. Das ist bei Jesus ebenso. Wenn man Menschen für Jesus gewinnen möchte, die sich für Buddha entschieden haben, dann muß man wissen, worum es da in Wahrheit geht. Was der Maßstab ist, mit dem ich an beide herangehe. Andernfalls bleiben immer Zweifel

Diese Zweifel müssen in uns selbst überwunden werden, denn sie sind es, die wir in unseren Vorbehalten gegenüber der einen oder anderen Religion äußern. Erst wenn wir diese Zweifel überwunden haben, sind wir tatsächlich fähig zur Umkehr - nach Innen hindurch wieder zum Außen.

Vorbehalte dem Buddhismus, Hinduismus und sonst was gegenüber, kommen aus der Unsicherheit, deren Grund in diesem Zweifel liegt.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon onThePath » Di 18. Nov 2008, 15:15

Vorbehalte dem Buddhismus, Hinduismus und sonst was gegenüber, kommen aus der Unsicherheit, deren Grund in diesem Zweifel liegt.


Hälst Du solch Pauschalisieren für klug ?

Ich jedenfalls weiß genug über "die drei", dass Du meine Ansichten nicht einfach in Deine simplen Pauschalierungen einmauern kannst :mrgreen:

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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon chrystal » Di 18. Nov 2008, 15:27

jesusyeah hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Wie soll ich das bei dir mit der Waffenrüstung Gottes verstehen? Gaubst du, du seist die Waffenrüstung Gottes? Oder hättest sie erhalten?
Im übrigen ist der Epheserbrief, in dem das steht mit der Waffenrüstung ein Deuteropaulinischer Brief, also nicht von Paulus selbst.


Nun die Waffenrüstung Gottes findet sich in dem Brief an die Epheser. Teile der Waffenrüstung sind der Gürtel, der die Wahrheit ist; der Panzer der die Gerechtigkeit ist; die Beschuhung der Mission; das Schild des Vertrauens; der Helm der Heilsgewissheit; und das Schwert das Wort.

Eine unsinnige Diskussion über die Verfasserschaft der Pastoralbriefe brauchen wir denke ich nicht zu führen. Der Autor des Briefes ist meines erachtens der Apostel Paulus


Deines Erachtens ist nicht meines. Natürlich kann ich auch lesen - sonst könnte ich auch nicht schreiben.

Glaubst du, du besitzt dies? Und du könntest darüber verfügen und anziehen?
Eph 6:11- 17
11 Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt.
12 Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.
13 Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt.
14 Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an
15 und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen.
16 Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen.
17 Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes.


Die Pastoralbriefe sind auch nicht von Paulus verfasst - das ist wie ich schon sagte bekannt, auch wenn es noch nicht zu dir gedrungen ist. Der Epheserbrief wird aber nicht unter die Pastoralbriefe gezählt.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon chrystal » Di 18. Nov 2008, 15:29

onThePath hat geschrieben:
Vorbehalte dem Buddhismus, Hinduismus und sonst was gegenüber, kommen aus der Unsicherheit, deren Grund in diesem Zweifel liegt.


Hälst Du solch Pauschalisieren für klug ?

Ich jedenfalls weiß genug über "die drei", dass Du meine Ansichten nicht einfach in Deine simplen Pauschalierungen einmauern kannst :mrgreen:

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Welche drei?
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon onThePath » Di 18. Nov 2008, 15:41

chrystal hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:
Vorbehalte dem Buddhismus, Hinduismus und sonst was gegenüber, kommen aus der Unsicherheit, deren Grund in diesem Zweifel liegt.


Hälst Du solch Pauschalisieren für klug ?

Ich jedenfalls weiß genug über "die drei", dass Du meine Ansichten nicht einfach in Deine simplen Pauschalierungen einmauern kannst :mrgreen:

lg, oTp


Welche drei?


Schon ewig geht es hier um die Beziehung von Buddhismus und Hinduismus zur christlichen Lehre. Nun ist es sicher klar.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon onThePath » Di 18. Nov 2008, 15:43

Die Pastoralbriefe sind auch nicht von Paulus verfasst - das ist wie ich schon sagte bekannt, auch wenn es noch nicht zu dir gedrungen ist. Der Epheserbrief wird aber nicht unter die Pastoralbriefe gezählt.


Wer sagt das ? Steht das in meinen zwei Konkordanzen, oder ist es eine Behauptung ? Schließlich behauptest Du weiterhin und sogar felsenfest.

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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon pirate23 » Di 18. Nov 2008, 15:44

jesusyeah hat geschrieben:Gott kannte unsere Sünden schon vor der Erschaffung, dennoch gab er uns den Freien Willen.

Dann kann er aber nicht sagen, er hätte sie nicht gewollt.

Es ist keine individuelle Betrachtung, sondern Gott hat festgelegt was gut und was böse ist.

Was du glaubst, was ein allmächtiger Gott "gut" oder "böse" nennen würde, ist ebenfalls deine eigene Entscheidung.

Durch den Heiligen Geist können wir unterscheiden was gut und böse ist

Du solltest über dieses kleine Problem wirklich nochmal kurz nachdenken: Wenn du glaubst, dass der Heilige Geist eine bestimmte Sache "gut" und eine andere Sache "böse" nennt, ist dies ebenfalls deine eigene Entscheidung.

Nun wenn jemand pädophile Begierden hat, so sollte er nach deiner Ansicht diesen Begierden nachgehen?

Pädophilie ist eine Krankheit, höchstwahrscheinlich sogar eine Zivilisationskrankheit.

Die Menschlichen Begierden führen klar zur Sünde und schließlich zum Tode

Wenn du plötzlich dein Bedürfnis nach Sauerstoff unterdrücken würdest, dann würde das sehr schnell zum Tode führen.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon jesusyeah » Di 18. Nov 2008, 16:00

Nun das der Epheserbrief zu den Pastoralbriefen zhält habe ich nicht behauptet. Ich denke, dass Du auch bei diesen Briefen die Verfasserschaft des Apostels leugnen würde. Titus und Timotheusbriefe sind jene Pastoralbriefe die der Apostel Paulus verfasst hat.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon chrystal » Di 18. Nov 2008, 17:42

onThePath hat geschrieben:
Die Pastoralbriefe sind auch nicht von Paulus verfasst - das ist wie ich schon sagte bekannt, auch wenn es noch nicht zu dir gedrungen ist. Der Epheserbrief wird aber nicht unter die Pastoralbriefe gezählt.


Wer sagt das ? Steht das in meinen zwei Konkordanzen, oder ist es eine Behauptung ? Schließlich behauptest Du weiterhin und sogar felsenfest.

lg, oTp


Schon mal was von Bibel-Wissenschaft gehört? Das ist übrigends Allgemeingut bei den Katholiken und den Evangelischen Kirchen. Nur nicht bei den Evangelikalen und dgl. Naja - das macht ja auch nichts.
Da die Bibel sowieso vom Hl.Geist inspiriert ist, ist es doch eigentlich egal, wie die Person heißt, die da was durch den Geist geschrieben hat, oder? Die Schriften des NT sind auch erst im Laufe der ersten 2 bis 3 Jahrhunderte so wie du sie kennst zusammen gestellt worden. Wir kennen ja noch Apokryphen.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon chrystal » Di 18. Nov 2008, 17:45

jesusyeah hat geschrieben:Nun das der Epheserbrief zu den Pastoralbriefen zhält habe ich nicht behauptet. Ich denke, dass Du auch bei diesen Briefen die Verfasserschaft des Apostels leugnen würde. Titus und Timotheusbriefe sind jene Pastoralbriefe die der Apostel Paulus verfasst hat.


Nein - das sind auch Deuteropaulinen. Ich leugene das nicht, sondern das ist allgemeingültig in der Bibelwissenchaft. Das muß dich nicht stören, da du ja mit Wissenschaft wahrscheinlich nichts am Hute hast.
Mir bedeutet wissenschaftliche Erkenntnis aber eine ganze Menge.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon jesusyeah » Di 18. Nov 2008, 17:59

Die Bibel ist das Wort Gottes und der Heilige Geist hat die Verfasser der Schriften inspiriert.

Die Hypothesen bezüglich der NIchtverfasserschaft des Apostel Paulus sind mehr als widersprüchlich und fragwürdig.

Des Weiteren sind die Argumente der Nichtverfasserschaft zum Beispiel bei den Pastoralbriefen mehr als nur fragwürdig.

Das Argument der stilistischen und Vokabularen unterschiede ist nicht haltbar, da die Briefe ein Zeitdifferenz von fast einem Jahrzehnt hatten. Wenn Du nun einen 20 Seitigen Text verfassen würdest und in 10 Jahren einen weiteren so würde jeder dieser "Bibelwissenschaftler" mit Gewissheit sagen, dass aufgrund von Stil und Vokabular dein Text nicht von dir stammen kann. Das ist aber vollkommener Blödsinn.

Des Weiteren auch nochmals zu diesem Punkt, hatte sich die Situation innerhalb der Gemeinden verändert. ZUr Zeit der Pastoralbriefe bestand eine andere Notwendigkeit an Lehre und Führung als ca. 10 Jahre zuvor. Deswegen ist auch der Hauptfokus der Pastoralbriefe zum Beispiel bei der Leitung und Organisation von Gemeinden.
Anstatt irgentwelchen Wissenschaftlern zu glauben, solltest Du lieber selber mit dem Heiligen Geist die Heilige Schrift studieren, anstatt dich von weltlichen Einstellungen (ver)leiten zu lassen.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon chrystal » Di 18. Nov 2008, 21:53

jesusyeah hat geschrieben:Die Bibel ist das Wort Gottes und der Heilige Geist hat die Verfasser der Schriften inspiriert.

Und auch die, die die Schriften gesammelt und beschlossen hatten, daß der Kanon des NT so ausseiht wie er aussieht. Und auch die, die dann die Schriften erschließen, sowohl inhaltlich in der Auslegung für uns, als auch textkritisch in der Übersetzungsarbeit und geschichtlichen Entstehung.

Die Hypothesen bezüglich der NIchtverfasserschaft des Apostel Paulus sind mehr als widersprüchlich und fragwürdig.

Das macht doch gar nichts. Mich stört das nicht.
Da diese Fragen aber off topic sind, kannst du dich im Einzelnen über die Deuteropaulinen hier informieren
http://www.reformiert-online.net/t/de/b ... index3.jsp - wenn du willst.

Des Weiteren sind die Argumente der Nichtverfasserschaft zum Beispiel bei den Pastoralbriefen mehr als nur fragwürdig.

Sieh es mal positiv - sie sind fragwürdig - also der Fragen würdig. Wir dürfen Fragen an diese Texte stellen. Wir dürfen alles hinterfragen und infrage stellen und wenn wir das getan haben, dann hat sich unser Glaube gefestigt oder er war sowieso wackelig. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, ich kann diesem Evangelium vertrauen.
Des Weiteren auch nochmals zu diesem Punkt, hatte sich die Situation innerhalb der Gemeinden verändert. ZUr Zeit der Pastoralbriefe bestand eine andere Notwendigkeit an Lehre und Führung als ca. 10 Jahre zuvor. Deswegen ist auch der Hauptfokus der Pastoralbriefe zum Beispiel bei der Leitung und Organisation von Gemeinden.
Anstatt irgentwelchen Wissenschaftlern zu glauben, solltest Du lieber selber mit dem Heiligen Geist die Heilige Schrift studieren, anstatt dich von weltlichen Einstellungen (ver)leiten zu lassen.

Zur Zeit der Deuteropaulinen war Paulus schon tot. Paulus kannte diese "andere" Gemeindesituation garnicht und daher bestand auch nicht die Notwendigkeit für einer anderen Theologie. Für ihn war gewiß, daß die Wiederkunft des Herrn durch ihn noch erlebt wird. Die nach ihm haben daran nicht mehr geglaubt bzw. haben versucht, sich damit irgendwie einzurichten. Und das war ja auch irgendwie vernünftig.
Das erinnert mich aber auch an bestimmte Denkweisen im Buddhismus - da gibt es eben die Auffassung - wenn es in diesem Leben nicht klappt, dann im nächsten Leben. Wenn ich also in diesem Leben nicht erwache, dann im nächsten.
Ich glaube, wie Paulus, daß ich das Kommen Christi wirklich erleben werde. Je mehr ich mich damit befasse, um so stärker wird dieser Glaube.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon erbreich » Di 18. Nov 2008, 22:15

chrystal hat geschrieben:Ich glaube, wie Paulus, daß ich das Kommen Christi wirklich erleben werde. Je mehr ich mich damit befasse, um so stärker wird dieser Glaube.

Das gefällt mir, chrystal!
Ich vertraue darein, dass ich den vollständig Erwachten wirklich erleben werde. Je mehr ich erwache, um so stärker wird dieses Vertrauen. :D
Oder, um es unserem Thema gemäss zu behandeln:
Ich vertraue darein, dass Gier, Hass und Wahn vollständig erlöschen können. Jedes Schwächerwerden dieser Triebe lässt mich dessen gewisser werden.

Gruss, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon onThePath » Di 18. Nov 2008, 22:18

Schon mal was von Bibel-Wissenschaft gehört?


Jawohl, Lehrmeister :mrgreen:

Aber Du sollst mir nur erklären, ob die Erkenntnisse der "Bibelwissenschaft" bezüglich der Paulusbriefe gesichert sind oder nur Vermutungen. Und das kannst Du nun mal nicht mittels belehrendem Drumrumgerede

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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon Grasy » Di 18. Nov 2008, 22:27

chrystal hat geschrieben:Die Pastoralbriefe sind auch nicht von Paulus verfasst.


Hallo? Was hat das hier zu suchen? Das mag schon sein daß es Leute gibt die sowas und anderes glauben. Na und? Der Epheserbrief von Paulus an die Epheser fängt so an: "Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, den Heiligen zu Ephesus und Gläubigen an Christum Jesum:" - Das kann ja die so genannte Bibelwissenschaft in Frage stellen. Dann stell ich halt die so genannte Bibelwissenschaft in Frage. :roll: Was soll das hier überhaupt helfen? Weil der Epheserbrief deiner Meinung nach (teilweise) ein Schwindel ist kann man mal eben Eph 6 in Frage stellen? Oder zumindst den Anfang vom Epheserbrief? Was soll das helfen? Daß Gottverlassenheit mit der Waffenrüstung Gottes ausstatten soll passt deswegen ja doch bitte trotzdem nicht ins Kapitel rein?! Ich frag mich auch warum du gerade bei Vers 17 aufhörst zu zitieren:

"Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist, und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen und für mich, auf daß mir gegeben werde das Wort mit freudigem Auftun meines Mundes, daß ich möge kundmachen das Geheimnis des Evangeliums, dessen Bote ich bin in der Kette, auf daß ich darin freudig handeln möge und reden, wie sich's gebührt." (Eph 6:18-20 - Lut1912)


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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon erbreich » Di 18. Nov 2008, 22:30

onThePath hat geschrieben:Aber Du sollst mir nur erklären, ob die Erkenntnisse der "Bibelwissenschaft" bezüglich der Paulusbriefe gesichert sind oder nur Vermutungen.

Was verstehst Du unter 'gesichert'?
Bestenfalls lässt sich wohl feststellen ob das eine oder andere wahrscheinlicher ist. Über Wahrscheinlichkeit kommen wir da wohl kaum hinaus.
Ist die Bibel 'gesichert' in diesem Sinne?
Eine solche Sicherheit gibt es nicht. Zumindest nicht objektiv. Und subjektiv kann alles 'gesichert' erscheinen.
(Man kann von vielem überzeugt sein, ohne zu bemerken, dass das reine Zeugen überzogen wird...)

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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon Grasy » Di 18. Nov 2008, 22:39

pirate23 hat geschrieben:Ob du eine bestimmte Sache als gut oder als böse betrachtest, ist ausschließlich deine eigene Entscheidung.


Das ist aber eine große Einbildung pirate23. Bei dem Satz von dir kam mir der Pastor Wilhelm Busch in Erinnerung als er die Anfangszeiten der Nazis beschrieb mit einem Griff nach dem Gewissen der Menschen. Was ist gut und was ist böse? Da könnte man sehr wohl in den Geboten Gottes forschen - Gott hat uns darüber so einiges durch die Bibel gesagt. Wenn da aber ein Führer aufsteht und behauptet: Das ist jetzt richtig und das ist jetzt falsch, dann wird deswegen das Böse nicht auf einmal Gut oder Gut aufeinmal Böse - aber die Bezeichungen kann sich ändern.

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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon jesusyeah » Di 18. Nov 2008, 22:41

Ich denke, dass eine textkritische Exegese(ich habe mich natürlich mit der historisch-kritischen Exegesetheorie befasst) am Ende nur noch ein Selbstgespräch und zwar auf vernunftsimmanenter Ebene. Denn sola scriptura und tota scriptura sind von Gott eingegeben worden. Die Bibel ist mehr als nur eine Anhäufung von theologischen Zitaten, sondern sie ist sola und tota Lehre.
Dieses zeigt sich vor allem in 2Tim 3,16.17:"Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt".
Da du anscheinend sehr darauf aus bist "wissenschaftlich" vorzugehen machen wir dies einmal. Das die Schrift von Gott "eingegeben wurde" finde wir auch ganz konkret im griechischen text wo in diesem Falle "theopneustos" steht. Des Weiteren nützet diese Schrift "proß didaskalian" also für Lehre, "proß elegchos" zur Überzeung "proß epanorqosiß" zur (Ver-)besserung, "proß paideia" also Erziehung (im Sinne von Erziehung und Kultivierung des gesamten Menschen, nicht nur religiöse Erziehung ist hiermit gemeint) in der "dikaiosune". Der Mensch gottes in diesem Zusammenhang als "theos anthropos".
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon Grasy » Di 18. Nov 2008, 22:55

Hallo Johncom,

Johncom hat geschrieben:Wer in allem, was der eigene Lieblingsprediger nicht predigt .. gleich 'den Satan' vermutet, verzögert sein eigenes Wachstum in Richtung Gott-Erkennen. ( Aber auch das ist Gottes Wille )


Lieblingsprediger? Hier geht's ja doch um das Evangelium das man nicht einfach aus der christlichen Lehre weglassen kann. Wenn auch der Buddhismus irgendwas in Jesus sehen kann so greift er in meinen Augen doch auch nach dem Anspruch einen Heilsweg darzustellen. Es ist aber in der christlichen Lehre kein Raum für ein paralleles Evangelium.

"Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserm HERRN Jesus Christus, der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, daß er uns errettete von dieser gegenwärtigen, argen Welt nach dem Willen Gottes und unseres Vaters, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem anderen Evangelium, so doch kein anderes ist, außer, daß etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren." (Gal 1:3-7 - Lut1912 - farbig hervorgehoben von Grasy)


Man kann den Stein der zum Eckstein geworden ist, nicht einfach weglassen oder ihn zu 'nem an sich irrelevanten Dekorationsstein machen, der im Grunde jederzeit durch einen anderen mit anderem Namen ersetzt werden kann, ohne dabei das Evangelium zu verfälschen.

"so sei euch und allem Volk von Israel kundgetan, daß in dem Namen Jesu Christi von Nazareth, welchen ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat, steht dieser allhier vor euch gesund. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden." (Apg 4:10-12 - Lut1912)


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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon jesusyeah » Di 18. Nov 2008, 23:13

Ich finde in diesem Zusammenhang die Verse die Paulus an die Galater geschrieben hatte sehr passend.
"Ich wundere mich, dass ihr euch so schnell von dem, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, abwendet zu einem anderen Evangelium, wo es doch kein anderes gibt; einige verwirren euch nur und wollen das Evangelium des Christus umkehren"
Die Strafe hierfür findet sich dann wiederum im 8 und 9 Vers und es ist "anathema" also das Gericht für jeden der ein andere Botschaft "euaggelizo- verkündet-da bringet"

Nun ist zu Fragen in welchem Zusammenhang sagte Paulus dies. Er sagte dies da die judaistischen Schriftgelehrten sagten, dass die Revidierung des Evangeliums besagen würde, dass die jüdischen Zeremonialgesetze eingehalten werden sollten.

Es ist wichtig, das Paulus gleich vor dem Briefkorpus im Präskript die Warnung vor der falschen Lehre ausgibt. Das zeigt die Wichtigkeit dieses Themas. Kein Lob, sondern Warnung. Vollkommen anders gegliedert ist dies in dem ersten Brief an die Korinther zu erkennen wo sofort gelobt und gedankt wurde im Präskript. Im Korpus des Briefes geht es dann vor allem um die Rechtfertigung allein durch den Glauben also sola fide.

Zurückkommend zum Hauptthema heißt dies, dass wir keinesfalls die Lehren des Buddhismuses in unseren Glaubensalltag aufnehmen dürfen und das eine Verbreitung einer solchen Botschaft das Anathema zur Folge hat.
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon onThePath » Di 18. Nov 2008, 23:18

erbreich hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Aber Du sollst mir nur erklären, ob die Erkenntnisse der "Bibelwissenschaft" bezüglich der Paulusbriefe gesichert sind oder nur Vermutungen.

Was verstehst Du unter 'gesichert'?
Bestenfalls lässt sich wohl feststellen ob das eine oder andere wahrscheinlicher ist. Über Wahrscheinlichkeit kommen wir da wohl kaum hinaus.
Ist die Bibel 'gesichert' in diesem Sinne?
Eine solche Sicherheit gibt es nicht. Zumindest nicht objektiv. Und subjektiv kann alles 'gesichert' erscheinen.
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Gruss, erbreich


Eben. Wahrscheinlich ist nicht gesichert.
Dann darf man auch nicht so tun, als ob es mal wieder klar wäre, dass die Wissenschaft wichtige neue Erkenntnisse habe. Die man dann schleunigst in seine eigene Ansichten einordnet und sich seine Gedankengebäude damit baut. Was kann man damit schon beweisen oder begründen.

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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon erbreich » Di 18. Nov 2008, 23:38

jesusyeah hat geschrieben:Zurückkommend zum Hauptthema heißt dies, dass wir keinesfalls die Lehren des Buddhismuses in unseren Glaubensalltag aufnehmen dürfen und das eine Verbreitung einer solchen Botschaft das Anathema zur Folge hat.

Das ist nicht das Hauptthema. Das Hauptthema betrifft die Identität oder Nichtidentität von Mara/Satan. Da ich für mich als relevant Mara als die menschlichen Leidenschaften oder Triebe der Gier, des Hasses und der Verblendung erkenne könnte ich auch fragen:

Was sagt ihr zu den Themen Gier, Hass, Verblendung? Was leitet ihr aus der Bibel oder andern Religionen hierzu ab? Und vor allem: Wie geht ihr selber mit eurer eigenen Gier, eurem eigenen Hass und eurer eigenen Verblendung um? Seht ihr sie als etwas Gutes? Oder als etwas Unheilsames, das auch Euer soziales und euer Glaubensleben betrifft oder beeinträchtigt? Wenn es etwas Nichtgutes ist, wie befreit ihr euch davon oder wie lasst ihr euch davon befreien? Oder nehmt ihr es einfach als gegeben hin?

Es gibt viele Fragen zu diesem Thema, und viele mögliche differenzierte Antworten. Es geht nicht um Christus kontra Buddha. Das ist hier überhaupt nicht mein Anliegen. Es geht um 'den Versucher', um 'die Versuchung'. Denn obwohl wir gerne unversuchbar sein möchten sind wir es eben häufig doch nicht. Und keiner kann sagen er sei ohne Fehl, er unterliege niemals einer Versuchung, er sei frei von Sünde (wie die Bibel es nennt).

Wenn der Thread hier missbraucht werden soll zu einem Religionsgezänk über die 'absolute Wahrheit', dann ist es besser, es zieht sich ein jeder zurück zum :pray:

Gruss, erbreich
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Re: Sind māra und Satan identisch?

Beitragvon chrystal » Di 18. Nov 2008, 23:48

onThePath hat geschrieben:Eben. Wahrscheinlich ist nicht gesichert.
Dann darf man auch nicht so tun, als ob es mal wieder klar wäre, dass die Wissenschaft wichtige neue Erkenntnisse habe. Die man dann schleunigst in seine eigene Ansichten einordnet und sich seine Gedankengebäude damit baut. Was kann man damit schon beweisen oder begründen.

Es ist nichts gesichert. Alles ist vorläufig, wenn es sich um menschliches handelt und Wissenschaft ist menschliches.
Stand der Wissenschaft - ist immer das, was die Mehrheit der Fachkollegen weiß und was durch überprüfbare Methoden festgestellt wurde. Und dies sind eben die erwähnten unechten Paulusbriefe.

Auch für dich hier der link - da das ja dann off-topic wird.
http://www.reformiert-online.net/t/de/b ... ndex.jsp#3
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