HomeWer ist Jesus?ForumChatNewsletterE-Mail SupportKontakt   

US-Evangelikale huldigen Islam

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

Moderator: bigbird

Re: US-Evangelikale huldigen Islam

Beitragvon parepidimos » Mi 26. Nov 2008, 18:23

Was ist reisserisch an der Praesentation von LA? Ich sehe die Probleme vor allem in folgenden Formulierungen:


"US-Evangelikale huldigen Islam"

Das Wort "huldigen" ist heutzutage ausschliesslich negativ konnotiert. Es bezeichnet eine unkritische Unterwuerfigkeit, von welcher im vorliegenden Dialog nichts festzustellen ist.


"US-Evangelikale schätzen Allah und setzen Jesus mit Mohammed gleich"

Das ist sachlich falsch: Nirgendwo spricht der Brief der Evangelikalen von "Allah", und nirgendwo wird wird Jesus mit Mohammed "gleichgesetzt". Solches zu behaupten ist entweder stupid oder bewusst irrefuehrend.


"Ganz selbstverständlich wird Allah dem Gott der Bibel gleichgestellt"

Auch das ist tendenzioese Rhetorik und nicht sachliche Analyse. Die Logik ist in etwa folgende: Die Gleichstellung von Allah und Jahwe kann im Brief der Evangelikalen nicht nachgewiesen werden. Aber der Verfasser des kritischen Artikels ist davon ueberzeugt. Ergo erklaert er sie flugs zu einer "ganz selbstverstaendlichen" Gleichstellung. Die angebliche "Selbstverstaendlichkeit" erspart ihm erstens die Muehe eines Nachweises, und zweitens ist eine "ganz selbstverstaendliche Gleichstellung" ein viel schwereres Vergehen als simple "Gleichstellung". Gaebig, nicht wahr?


"Aussagen von Jesus werden kommentarlos neben die des islamischen Propheten Mohammed gestellt"

Dasselbe Muster hier. Dabei werden vom muslimischen Brief gar keine originalen Aussagen Jesu aufgegriffen, sondern lediglich ein Zitat von Lev 19:18. Aber wen interessiert das schon, wenn es ein Meinungssueppchen zu kochen gilt?


Wenn man genau hinschaut, so faellt auf, dass bei allen vorsichtigen Formulierungen sowohl die muslimische als auch die christliche Seite von keinem ihrer eigenen Glaubenssaetze abweicht. Alles, was hier anerkannt wird ist eine Parallele zwischen dem Monotheismus und dem Gebot der Gott- und Naechstenliebe. Die Hoffnung ist, dass auf dieser Basis ein Dialog entstehen kann. Mehr nicht. Mir ist es ehrlich gesagt lieber, wenn auf diese Weise Missverstaendnisse angesprochen und ausgeraeumt werden, anstatt dass man sich gegenseitig mit Schwertern und Lautsprechern zu ueberwaeltigen versucht.
Hominum Confusione et Dei Providentia Helvetia Regitur
Benutzeravatar
parepidimos
Wohnt hier
 
Beiträge: 4412
Registriert: Di 18. Mär 2003, 18:07
Wohnort: Sulzertown

Re: US-Evangelikale huldigen Islam

Beitragvon Taube » Mi 26. Nov 2008, 19:48

parepidimos hat geschrieben:Wenn man genau hinschaut, so faellt auf, dass bei allen vorsichtigen Formulierungen sowohl die muslimische als auch die christliche Seite von keinem ihrer eigenen Glaubenssaetze abweicht. Alles, was hier anerkannt wird ist eine Parallele zwischen dem Monotheismus und dem Gebot der Gott- und Naechstenliebe. Die Hoffnung ist, dass auf dieser Basis ein Dialog entstehen kann. Mehr nicht. Mir ist es ehrlich gesagt lieber, wenn auf diese Weise Missverstaendnisse angesprochen und ausgeraeumt werden, anstatt dass man sich gegenseitig mit Schwertern und Lautsprechern zu ueberwaeltigen versucht.


Diesen Gedanken schliesse ich mich gerne an, danke!
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: US-Evangelikale huldigen Islam

Beitragvon Grasy » Mi 26. Nov 2008, 22:44

Taube hat geschrieben:Kannst Du mir mal konkret sagen, wo genau es steht, so wie es Topic geschrieben hat?


Daß ganz selbstverständlich Allah mit Gott gleichgestellt wird? Und wo ist da jetzt der reißerische Aspekt der euch Sorge macht? Das ist jetzt mal eine Behauptung von dem Autor, oder? Wenn ich das mal frei übersetzte was nach dem extra dick gedruckten folgt finde ich diese Feststellung auch gar nicht so abwegig:

'Wir befinden es ebenso ermutigend daß der Gott den wir über alle Dinge lieben sollen das Wesen der Liebe ist. Gott, "der Herr der Welt," ist "der unendlich Gute und All-Barmherzige." in der Tradition der Muslim. Und das neue Testament vermerkt ausdrücklich "Gott ist Liebe" (1.Johannes 4:8).'

Eher gegen Schluss dann die Gegenüberstellung von Jesus mit Mohammed:

'Am Ende seines Lebens predigte Jesus seinen Feinden: "Vergib ihnen; denn sie wissen nicht was sie tun" (Lukas 23:34).
Der Prophet Mohammed tat etwas ähnliches als er gewaltsam abgelehnt und gesteinigt wurde von den Menschen von Ta'if.'

Hierbei will ich anmerken daß dies nicht wirklich der volle Text von Lukas 23:34 ist. In Lukas 23:34 steht schon fast das selbe, die Aussage von Jesus fängt aber an mit: Vater

"Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen sie wissen nicht, was sie tun! Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum." (Luk 23:34 - Lut1912)

Das könnte man insofern schon als Kniefall verstehen. Um hier Gemeinsamkeiten zu betonen verschweigt man das was trennt. Ich finde das schon etwas bedenklich - wenngleich ich es richtig finde wenn man die Liebe betont. Denn eigentlich hat ja der Islam den Vater im Himmel in Frage gestellt mit dem Satz "Gott zeugt nicht." - Und dem wird hier gewichen. Man muss ja nicht immer nur das trennende betonen - aber wenn man schon Vergleiche macht sollte man es ja auch nicht ähnlicher darstellen als es in Wirklichkeit ist? Wenn man nämlich die ganzen Stellen streicht die auf den Vater im Himmel hinweisen könnte der Islam sicher bedeutend besser mit großen Teilen der Bibel umgehen. Jetzt ist es aber doch ein wesentlicher Teil der Bibel und des christlichen Glaubens. Selbst das Gebet was Jesus uns gelehrt hat fängt mit "Unser Vater..." an.


Mfg,
Grasy
Grasy
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5250
Registriert: Fr 4. Feb 2005, 21:36

Re: US-Evangelikale huldigen Islam

Beitragvon Taube » Do 27. Nov 2008, 09:58

Hallo Grasy

Im Nachhinein, wenn ich Deine Antwort lese, bin ich froh, dass ich Dir zuerst eine Frage gestellt habe. Zunächst nach der Antwort von Parepidimos habe ich gedacht, dass er einerseits schon alles beantwortet hat, und dass er andererseits auch Dir die Antwort schon gegeben hat. Anders ausgedrückt, er hat fast gänzlich Deinen Beitrag beantwortet, bevor Du ihn überhaupt geschrieben hast.

Deshalb erstaunt mich Deine Antwort sehr, mir kommt es vor, wie wenn Du seine Antwort nicht oder kaum gelesen hast oder gar nicht verstanden hast. Ich nehme mal an, dass das erstere stimmt, das zweite würde ja bedeuten, dass die Pisastudien recht behalten, dass viele Deutschsprachige einfachere Texte nicht verstehen und widergeben können.

Zitat Parepidimos:

Wenn man genau hinschaut, so faellt auf, dass bei allen vorsichtigen Formulierungen sowohl die muslimische als auch die christliche Seite von keinem ihrer eigenen Glaubenssaetze abweicht. Alles, was hier anerkannt wird ist eine Parallele zwischen dem Monotheismus und dem Gebot der Gott- und Naechstenliebe.


Wenn Du mal wirklich Satz für Satz und Wort für Wort durchdenkst, was geschrieben wurde und was dies genau bedeutet, dann sieht man sofort, dass mit äusserster Vorsicht formuliert wurde und die eigenen Positionen weder aufgeweicht noch preisgegeben sind. Von der Gotteslehre ist nur soweit etwas gesagt, dass beide Seiten eine monotheistische Auffassung haben. Der zweite Punkt betrifft die Ethik, von der Liebe zu Gott und zum Nächsten.

Der Topic Artikel wird diesen Formulierungen nicht im geringsten gerecht. Er zerstört eigentlich den Zugang zur Kritik an diesen Briefen und meint mit Schlagworten kann man Publikum gewinnen. Aber eigentlich fängt die theologische Arbeit gerade dort an, wo die Poitionen richtig widergegeben werden. Da könnte man über Sinn und Zweck diskutieren. Auch der Anlass und der Zweck des Briefes, und aus diesen Sachen kann man auch die Formulierungen ableiten, sieht man erst, wenn man eben sich auseinandersetzt mit den Schriftstücken.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: US-Evangelikale huldigen Islam

Beitragvon parepidimos » Do 27. Nov 2008, 22:03

Grasy hat geschrieben:Hierbei will ich anmerken daß dies nicht wirklich der volle Text von Lukas 23:34 ist. In Lukas 23:34 steht schon fast das selbe, die Aussage von Jesus fängt aber an mit: Vater

"Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen sie wissen nicht, was sie tun! Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum." (Luk 23:34 - Lut1912)

Das könnte man insofern schon als Kniefall verstehen. Um hier Gemeinsamkeiten zu betonen verschweigt man das was trennt.

Das Trennende wird nicht "verschwiegen", sondern explizit anerkannt. Aber auf der Basis des Trennenden laesst sich nunmal kein Dialog fuehren. Dem ganzen Briefwechsel geht der Entscheid voraus, mit dem Gemeinsamen zu beginnen und es auszuloten.

Denn eigentlich hat ja der Islam den Vater im Himmel in Frage gestellt mit dem Satz "Gott zeugt nicht." - Und dem wird hier gewichen.

Inwiefern? Die Qualitaet Gottes, die mit dem Koran-Zitat "Er hat keinen Helfer" (Al-An’am, 6:173) hervorgehoben wird, ist seine unangefochtene Einzigartigkeit, wie sie auch von Christen vertreten wird. Haetten die 138 Muslime die Gottessohnschaft Christi oder die Trinitaet angreifen wollen, dann haetten sie dafuer im Koran genuegend Material gefunden (zB. den Vers "Gott zeugt nicht", Al-Ikhlas, 112:3). Aber genau das taten sie nicht, und der evangelikale Antwortbrief tut gut daran, auf das zu antworten, was wirklich gesagt wurde und ihre Antwort nicht an ihrem Feindbild des Islam auszurichten.

Man muss ja nicht immer nur das trennende betonen - aber wenn man schon Vergleiche macht sollte man es ja auch nicht ähnlicher darstellen als es in Wirklichkeit ist?

Diese Frage ist berechtigt, aber sie muesste am konkreten Beispiel untersucht werden. In meinem Papier stelle ich insbesondere die muslimische Exegese ihres eigenen Textes infrage. Diese duenkt mich arg forciert, um eine Aehnlichkeit zum christlichen Gebot der Gottes- und Naechstenliebe herzustellen. Aber ist das wirklich ein Problem fuer Christen, wenn Muslime sich zu derartigen Annaeherungen genoetigt fuehlen? Lieber als umgekehrt, oder?

Wenn man nämlich die ganzen Stellen streicht die auf den Vater im Himmel hinweisen könnte der Islam sicher bedeutend besser mit großen Teilen der Bibel umgehen. Jetzt ist es aber doch ein wesentlicher Teil der Bibel und des christlichen Glaubens. Selbst das Gebet was Jesus uns gelehrt hat fängt mit "Unser Vater..." an.

Es ist klar nicht das Ziel dieser Briefe, die Breite christlicher Theologie zu wuerdigen und auf ihre Kompatibilitaet mit den verschiedenen Richtungen des Islam abzuklappern. Aber ich habe auch den Eindruck, dass der vorgeschlagene gemeinsame Nenner mit der christlichen Lehre viel selektiver umspringt als mit der islamischen - die ganze Jesus-Frage muss hier ausgeklammert werden. Die einzige Gemeinsamkeit mit dem Christentum, welche die Muslime anerkennen ist gar nicht original christlich, sondern stammt aus dem AT. Dagegen umfasst die Formel der Gottes- und Naechstenliebe praktisch alles, was die Muslime fuer ihren Glauben fuer unabdingbar halten. So ganz in der Mitte trifft man sich hier also nicht, und darin liegt meines Erachtens auch der fundamentale Schwachpunkt dieser ganzen Uebung.

Aber ich bestehe auf meinem Vorwurf, dass LA's Aufmache fuer den Thread reisserisch und sachunkundig ist. Weshalb ich das denke, habe ich ja unterdessen lang und breit dargelegt.
Hominum Confusione et Dei Providentia Helvetia Regitur
Benutzeravatar
parepidimos
Wohnt hier
 
Beiträge: 4412
Registriert: Di 18. Mär 2003, 18:07
Wohnort: Sulzertown

Re: US-Evangelikale huldigen Islam

Beitragvon Grasy » Do 27. Nov 2008, 23:21

Taube hat geschrieben: das zweite würde ja bedeuten, dass die Pisastudien recht behalten, dass viele Deutschsprachige einfachere Texte nicht verstehen und widergeben können.


Was auch immer du jetzt damit sagen willst Taube. Wird das hier jetzt zur Gewohnheit daß man erst mal 14 Seitige englische Schreiben oder 'ne Stunde an englischem Vortrag sehen muss bevor man seine Meinung schreiben kann? Was wenn ich das Schreiben tatsächlich gelesen hätte und der Aha-Effekt ausgeblieben ist? Vielleicht hab ich sogar 'ne andere Meinung? Wär's möglich? Ich hätte vorhin mal angefangen querzulesen so wirklich "pling" hat's noch nicht gemacht. Natürlich kannst du mich alternativ auch als Dummkopf hinstellen. Dann wird die Diskussion aber vom Thema weg auf's persönliche verlagert und etwas öde. Ich hab ja auch geschrieben was ich bedenklich fand (und wenn du weiterliest in der Antwort an Pare) wiederholt. Anstatt hier die Pisastudie zu bemühen wäre es vielleicht angebracht und eher hilfreich gewesen genau zu schreiben was du denn dann aus dem Schreiben des anderen so treffend findest? :|


Liebe Grüße,
Grasy
Grasy
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5250
Registriert: Fr 4. Feb 2005, 21:36

Re: US-Evangelikale huldigen Islam

Beitragvon Grasy » Do 27. Nov 2008, 23:53

parepidimos hat geschrieben:Das Trennende wird nicht "verschwiegen", sondern explizit anerkannt.


Dann frag ich dich warum man das Zitat nicht vollständig wiedergegeben hat? Wie würdest du das denn nennen?
Meinen wir denn die Muslims wüssten nicht was die Christen so glauben? - "Gott zeugt nicht" - ist keine Aussage des Christentums sondern eine des Islams, die ja doch überhaupt nur dann Sinn macht wenn man sie in Konflikt zu den Aussagen der Bibel stellt?! Der Koran WILL offensichtlich den Aussagen Bibel widersprechen. Und jetzt wird das Trennende darin explizit anerkannt daß man es im Sinne der Muslims anpasst? Wenn du auch darin kein Problem siehst - ok. Bis zu einem gewissen Grad kann ich's schon nachvollziehen. Man muss nicht immer jeden alles schreiben. Es verträgt auch nicht jeder alles. Man sollte aber sehr auf der Hut sein durch zu großzügiges kürzen nicht letztlich Gott zu lästern (als ob es da etwas gebe daß man erst "schön machen" müsste). Unbedenklich ist das kürzen durchaus nicht - und ich finde es an der Stelle in dem Brief nicht ganz unproblematisch. Ich habe diese Zeilen auf die ich Bezug genommen habe aus dem Antwortschreiben gestern gelesen. Ich fand den Artikel von Topic vorher schon nicht wirklich kritikwürdig. Was ich dann aber gelesen habe hat mich schon etwas bedenklich gestimmt. Daß es nicht deine Meinung darstellt - ok - daß du darüber hinaus aber auch noch die Darstellung des Eingangspost dermaßen kritisiert finde ich nach wie vor unangemessen.


Aber auf der Basis des Trennenden laesst sich nunmal kein Dialog fuehren.


Schon - aber es ist mitunter anstrengend und sinnlos. Die Frage ist halt wie weit man geht. Ich finde es ja nicht schlecht daß ein Brief an die Muslims geschrieben wurde und ganz so kritisch wie im Einganspost dargestellt sehe ich den Inhalt wohl auch nicht. Ich verstehe aber auch die Bedenken. Ich meine daß man Bibelzitate nicht in der Form angleichen sollte daß es am Ende eher in einen Topf passt.


Mfg,
Grasy
Grasy
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5250
Registriert: Fr 4. Feb 2005, 21:36

Re: US-Evangelikale huldigen Islam

Beitragvon Taube » Fr 28. Nov 2008, 09:58

Grasy hat geschrieben:Wird das hier jetzt zur Gewohnheit daß man erst mal 14 Seitige englische Schreiben oder 'ne Stunde an englischem Vortrag sehen muss bevor man seine Meinung schreiben kann?


Ja, man muss, wenn man einen TOPIC Artikel hat, geht gar nicht anders, wenn man über einen Artikel, der als reisserisch beurteilt wird, muss man die Grundlagen studieren, ob das stimmt. Du kannst selbst gar nicht beurteilen, ob der Artikel zu kritisieren ist, wenn Du nicht weisst, worüber genau geschrieben wurde. Pare hat genügend klar dargestellt, worin die Fragwürdigkeit des TOPIC Artikel besteht.

Du musst auch die Originaldolumente studieren, wenn Du über diese diskutieren willst, ist aber dann auf einer anderen Ebene: Da kann ich Dir recht geben. Das ist auch eine Ermessenssache, was man in dieser Antwort schreibt. Es hat ja noch einige andere Antworten gegeben, z.B. indische Christen haben auch geantwortet. Du würdest es auch ganz anders formulieren. Aber auch dann bleiben Fragen, z.B.:

Was will man erreichen?
Warum will man antworten?
Was soll der Brief beinhalten, damit man das Ziel erreichen kann?
An wen genau wendet sich der Brief, an die Moslem allgemein, oder an diese spezifische Gruppe?

Ich denke, da wären einige gute Anfragen an die christlichen Antwortschreiber zu stellen. Ich sehe da einige kritikwürdige Punkte, muss aber auch anerkennen, dass der Brief auch Chancen und Stärken enthält. Aber alles kann man nicht in einen einzigen Brief reinpacken. Auch Paulus hat seine ganze Theologie nicht in jeden einzelnen Brief eingeschlossen.

Deshalb finde ich den TOIPIC Artikel schlecht, er sagt nicht die Wahrheit, er legt nicht nachzuweisende Sachen in den Mund der Schreiber, zeigt dadurch nicht die kritischen Sachen auf und zeigt dadurch auch kaum Chancen auf zum Weiterdenken. Der TOPIC Artikel ist quasi wie eine Lokomotive, die mit Volldampf auf das Abstellgeleise fährt.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: US-Evangelikale huldigen Islam

Beitragvon Grasy » Sa 29. Nov 2008, 00:43

Taube hat geschrieben:Ja, man muss, wenn man einen TOPIC Artikel hat, geht gar nicht anders, wenn man über einen Artikel, der als reisserisch beurteilt wird, muss man die Grundlagen studieren, ob das stimmt.


Die Grundlage? Wenn du mir nicht sagen willst worauf du genau Bezug nehmen willst - vom Schreiben von Pare (denn genau darauf bezog sich dein -letzter- Vorwurf) - dann lassen wir es eben. Dann wäre ich aber auch froh wenn du dir in Zukunft solcherlei Bemerkungen ersparst - und so wie so - insbesondere solche die ins persönliche abdriften.


Du musst auch die Originaldolumente studieren, wenn Du über diese diskutieren willst


Auf's erste muss man sich das ansehen über was gerade diskutiert wird. Wenn die Formulierung der Darstellung im Anfangspost kritisiert wird sollte man sich das auch ansehen. Ich fand (und finde) darin keine verwerfliche Darstellung. Und wenn man schon nachfragt: "Bitte wo denn genau?" - dann könnte man sogar auf eine Antwort hoffen. Ob man dieser Darstellung dann Inhaltlich zustimmt oder nicht ist wieder eine andere Geschichte. Ich stimme durchaus nicht immer und überall zu. Das heißt aber nicht daß man jeder Art der Forumlierung und Darstellung zustimmt. z.B. kann man den anderen so als Alternative Pisa unter die Nase halten sich aber gleichzeitig über die "reißerische Forumlierung" anderer aufregen. Solange der, welcher sich das Pisa unter umständen gefallen lassen sollte, ich selbst bin, finde ich's im Moment noch halbwegs im grünen Bereich. Verlass dich aber nicht darauf daß du hier ohne weiteres stets auf diese Art und Weise diskutieren kannst.
Nachdem du gefordert hast, aufzuzeigen, wo das stünde was Topic da geschrieben hat, habe ich mir das Schreiben mal angesehen und dann war da nicht nur Topics Darstellung - dann hatte ich auch eigene Bedenken. Eigentlich fände ich eine Erklärung von dir jetzt doch auch wünschenswert. Wenn du dazu nichts weiter zu sagen hast als daß jemand anderes etwas geschrieben hat und das alles sagt - ok. Wenn das dann aber in 'nem 14 Seitigen Dokument versteckt ist solltest du nicht unbedingt erwarten daß das jeder gleich so sieht oder einschätzt wie du oder zustimmt. Vielleicht würde ja schon ein Zitat daraus helfen? Ich hab nichts dagegen über Pares Antwort zu diskutieren, aber dann würde ich dich bitten es auch etwas präziser auf den Punkt zu bringen.


er legt nicht nachzuweisende Sachen in den Mund der Schreiber


Daß die Aussage von Jesus neben die von Mohammend gestellt wird stimmt. Zwar nicht gänzlich kommentarlos aber eigentlich in einer Art und Weise die sehr gleichwertig anmutet. Bzw. durch die Art der Darstellung wird es eigentlich ja auch parallel dargestellt. Daß Allah ganz selbstverständlich mit dem Gott der Bibel gleichgestellt wird, finde ich zudem nicht ganz abwegig formuliert. Man könnte dann zwar jetzt anführen daß man ja das gemeinsame suche, das ändert daran aber nicht zwangsläufig etwas. Immerhin könnte man den Artikel von Topic, wenn man das ganze auch etwas freier sieht, zumindest als Mahnung verstehen auf die Grenzen aufzupassen. Wenn dann noch "Vater" von einem Zitat von Jesus weggelassen wird könnte man das auch als Huldigung des Islam auffassen. Muss man aber nicht unbedingt. Bedenklich finde ich es aber schon. Daß das nicht ganz einfach ist, ist mir schon klar.


Mfg,
Grasy
Grasy
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5250
Registriert: Fr 4. Feb 2005, 21:36

Re: US-Evangelikale huldigen Islam

Beitragvon parepidimos » Sa 29. Nov 2008, 18:15

Grasy hat geschrieben:Wenn dann noch "Vater" von einem Zitat von Jesus weggelassen wird könnte man das auch als Huldigung des Islam auffassen.

Dass die Selektion von Zitaten den Tatbestand der "Huldigung" erfuellt erscheint mir zwar etwas fadenscheinig, aber irgendwie musst du dich ja rechtfertigen. Die Frage, die sich mir stellt, ist ob es ueberhaupt einen Dialogversuch irgendeiner Art gibt, welcher von TOPIC und aehnlich gesinnten Christen nicht reflexartig als "Huldigung" abgeschossen wuerde. Wenn nicht, dann ist eine inhaltliche Diskussion eine Zeitverschwendung.
Hominum Confusione et Dei Providentia Helvetia Regitur
Benutzeravatar
parepidimos
Wohnt hier
 
Beiträge: 4412
Registriert: Di 18. Mär 2003, 18:07
Wohnort: Sulzertown

Re: US-Evangelikale huldigen Islam

Beitragvon Grasy » Mo 1. Dez 2008, 13:55

parepidimos hat geschrieben:Dass die Selektion von Zitaten den Tatbestand der "Huldigung" erfuellt erscheint mir zwar etwas fadenscheinig


Daß Huldigung wiederum ein Tatbestand wäre oder das von jedem so gesehen wird, würde ich jetzt sogar mal anzweifeln. Wenn der Papst z.B. den Koran küsst kann man das als Huldigung verstehen und für gut oder für schlecht befinden. Ich finde es nicht richtig. Es leben sehr, sehr viele Muslims auf dieser Erde. Gott hat das gewiss nicht übersehen. Was mit ihnen ist hab nicht ich zu entscheiden. Das liegt jenseits meiner Zuständigkeit. Es ist nicht meine Aufgabe in den Krieg gegen die Muslims zu ziehen - ob sie das Evangelium annehmen oder nicht. Es ist aber auch nicht meine Aufgabe durch weglassen von grundlegenden Aussagen eine Gemeinsamkeit in der Lehre zu finden. Oder doch? Man kann doch nicht den Vater im Himmel oder Jesus, der am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist, vom christlichen Glauben weglassen? Muss man das weglassen um sich als Christ klar auszudrücken und von gewissen falschen Handlungen der Regierenden zu distanzieren? Muss es denn überhaupt auf einen Vergleich der Lehre rauslaufen? Was da aber geschrieben wurde das lesen nicht nur Muslims. Auch vor Christen gibt man hier eigentlich eine Botschaft ab. Es ist aber die Aufgabe ergegangen das Evangelium zu verkünden und zu taufen (Mt 28) und die Nächsten zu lieben (sogar die Feinde Mt 5). Ich sehe das Schreiben der Evangelikalen da etwas mit geteilter Meinung und ich denke daß hier z.T zu viel weggelassen wurde.


Mfg,
Grasy
Grasy
Senior-Moderator im Ruhestand
 
Beiträge: 5250
Registriert: Fr 4. Feb 2005, 21:36

Vorherige

Zurück zu Weltreligionen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Das Forum wird von Livenet.ch & Jesus.ch betrieben

Anzeigen - einfach & günstig! / Kontaktanzeigen - spannend & effektiv!

| Home | Sitemap | Forum | Chat | Newsletter | E-Mail | Dialin | Support | Kontakt | Wer ist Jesus? | Youthmag | Service |
| News | Magazin | Jesus | Ratgeber | Information | ERlebt | Meditation | Kreativgalerie | Member | Pixel4Jesus | Livenet.ch | Gott.info |