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Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

Moderator: bigbird

Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Enggi » Sa 25. Mär 2006, 22:23

Sorry mir geht das ein wenig zu schnell.

Was ich bisher gut finde, ist die Abwesenheit von irgendwelchen schamanischen Praktiken, so à la wenn du das tust, bekommst du Macht über dies und jenes. Ausnahme ist natürlich das chanten eines Mantra, was Macht gibt... worüber schon wieder?

Ich bin auch überfordert damit, dass es mehrere Gottphilosophien gibt, mehrere Arten, wie Krishna, Brahma, Wischnu und Schiwa zu einem Ganzen assortiert werden können und keine verbindliche Anleitung, was denn nun stimmt.

Vermutlich werde ich mich vorläufig nicht weiter mit dem Thema befassen. Christlicher Glaube anhand der Bibel ist sehr viel einfacher, denn obwohl es auch hier viele Sekten gibt, gibt es doch nur eine Bibel, anhand welcher leicht unterschieden werden kann zwischen Irrtum und Wahrheit.

Meine geistliche Wiedergeburt mitte Juni 1981 (nachdem ich mich bewusst zu Jesus Christus bekehrt hatte) stelle ich nicht in Frage, hingegen diverse Lehrirrtümer, denen ich bisher aufgesessen bin, aber je länger je mehr auf die Spur komme. Ich bin folglich auch nicht mehr so ganz sicher, dass meine Geistestaufe und mein Zungenbeten nicht doch eine dämonische Komponente haben könnte, vor allem wenn ich berücksichtige, dass mein Lebenswandel immer noch ziemlich unmoralisch ist und ich in einem Buch lese, dass es bekannt sei, dass viele Pfingstler einen unmoralischen Lebenswandel und damit verbunden einen schlechten Ruf hätten. Es bleibt mir jetzt noch zu erforschen, ob Nichtpfingstler einen moralischeren Lebenswandel haben oder nur einfach bessere Schauspieler sind, d.h. wirkungsvoller heucheln können. Was ich schon immer hasste, war Unehrlichkeit, und das wurde mir auch schon positiv angerechnet. Konkret: Ich ficke lieber öffentlich als dass ich Enthaltsamkeit heuchle. Leider ist letzteres häufig die Norm und ersteres sehr verpönt bei den Heuchlern.

Ich werde hier mitlesen aber daneben andere Bücher lesen, die mich zur Zeit mehr interessieren als Bhakti Yoga. Ich danke allen Beteiligten für die Geduld, die sie mit mir hatten. Sollte jemand ein konkretes Gebetsanliegen haben, so kann er mir das mitteilen und ich werde im Hauskreis (alle 14 Tage am Mittwoch abend) dafür gemeinsam beten lassen, eine wirksame Art, Gott zu erfahren.
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Sandra73 » So 26. Mär 2006, 00:56

Hallo J.Tanya,

mit 10minütiger Verspätung komm ich nun zu Deinem Post hier!

Original von J.Tanya
Wenn Familie, dann brauchst du auch Job.
das bedingt einander.


Ja, natürlich. Ist schon ohne Kinder schwierig ohne Job, mein Mann und ich sind grad gleichzeitig arbeitslos, ich weiss also wovon ich rede.....
(bezw. nur "bezahltestellenlos", denn Arbeit gibts ja genug....)


Natürlich, wenn man sich fürs Eheleben entschieden hat, dann Kinder zeugt, kann man sich nicht mit dem Argument, man wolle jetzt doch lieber ein Sadhu sein, aus der Verantwortung stehlen.


Ja. Ist das dann so, dass man nach der ersten Phase aufgefordert ist, sich zu entscheiden, ob man Familie möchte, und das dann durchzieht, oder ob man direkt zur Eremitenphase geht oder ob man die Zeit bis dahin im Tempel verbringt? Gibt es da Standard-Regeln?


Ich beobachte oft alte Ehepaare, so ab 60 aufwärts. es ist schon erschreckend wie abgelöscht viele von denen nebeneinander wie gefangene durchs leben watscheln.

schauen sich nicht mehr an, haben sich nichts mehr zu sagen, denken, sie kennen sich auswendig (äusserlich ja, aber innerlich kaum) gehen einander oft auf die nerven, die Frau nörgelt am Ehemann rum, kann nicht akzeptieren, dass er alt uns schal geworden ist, und nun die Macken umso deutlicher hervortreten. der mann ist auch frustiert, da die Frau auch nur noch ein Schatten ihrer ehemaligen Schönheit ist...


Ja, da sprichst Du eine traurige Realität an. Und das nicht nur ab 60 aufwärts, das beobachte ich schon z.T. ab 40 genau in dieser Weise oder teilweise so.
Ich denke, das hat schon sehr viel früher begonnen, dass diese Paare auf diesem Weg so weit auseinander kommen konnten. Beziehung muss täglich gepflegt werden, man darf nicht vom anderen alles Glück erwarten, darf nicht die Sicherheit im Partner sehen, jeder soll noch sich selber pflegen.....usw. usf. das lass ich hier, wir sind nicht in einem Ehebeziehungsforum...ich denke, Du weisst sehr gut was ich meine.



wozu bleibt man noch?

Aus bequemlichkeit, weil man sich aneinander gewöhnt ist.
angehaftet, auf emotionaler astraler, materieller ebene ineinader verwickelt, weil die Frau sonst wieder arbeiten müsste, weil der mann sonst kochen und waschen müsste...

es geht sicher nicht allen Paaren so. Aber ich beobachte das im näheren Umfeld wie auch allgemein.
Das man nun das lasche Ehe-spiel, noch mals 30jahre weiterspielt, wie ein ausgekauter Kaugummi, den man nochmals kaut oder ein Video, das man nochmal 1000x mal schaut, nachdem man es schon 10 000x geschaut hat....




Was ich erschreckend finde, ist, wie wenig langjährige Ehepaare voneinander gelernt haben, und den Partner als grosse Schleifmaschine genutzt haben.
Stattdessen bekämpft man einander noch nach 30jahren oder ignoeriert einander so gut es geht.
Die Trennung findet einfach innoffiziel unbewusst statt, sozusagen wie im Beruf innere Kündung aber äusserlich weiterarbeiten wegem Geld, innerlich scheiden, aber äusserlich zusammenbleiben, oft auch wegem Geld...


Lieber J.Tanya,

Du hast hier wirklich mit offenen Augen sehr gut beobachtet und treffend beschrieben, in welcher Realität wir heute leben.
Allerdings habe ich zum Umgang mit dieser Realität eine ganz andere Meinung, soweit ich Dich verstanden habe.
Ausser, ich interpretiere Dein Post falsch.

Du fragst, weshalb man dann noch zusammen bleibt.
Und ich verstehe die Frage im Zusammenhang mit der spirituellen Eremiten Lebensphase, die nach der Familienphase folgt im Bhakti.

Nun, hier bin ich natürlich biblisch-seelsorgerlich orientiert.
Wir haben JA gesagt zum Partner vor Gott, und dies bedeutet die Herausforderung, den Partner eben wie Du schreibst, als Schleifstein von Gott zu betrachten. Es bedeutet zu lernen, bedeutet, geistliche Einheit zu sein und dennoch zwei verschiedene Identitäten, die sich entfalten können.

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann beginnt tatsächlich eine neue Lebensphase, und ich kann diese durchaus auch ansehen als eine spirituelle Phase, die neu beginnt der Angelpunkt zu sein.
Es kommt stark draufan, wie sehr man das vorher schon etwas eingeübt und gelernt hat.
Wenn jeder Partner seine eigenen geistlichen Begabungen kennt und schon zu leben begonnen hat, und wenn auch eine gemeinsame geistliche Berufung da ist, dann kann sich so ein Ehepaar auch voll Gott hingeben und ihm dienen.
Aber was schreibe ich, ich denke das ist für Dich mehr als alter Kaffee.

Was ich meinte: Hier in unseren Gesellschaft ist es oft so, dass "Wegwerf-Lebensabschnittspartner und -Phasen" Trend geworden sind.

Der Selbstverwirklichungs-Trip ist modern geworden.
Was nicht passt, nicht sofort befriedigt, Arbeit an sich und Beziehungen verlangt, wird verworfen. Das ist ein grosser Fehler.

Ein grosser Fehler ist es meiner Meinung nach aber auch, hier deieser Herausforderung aus dem Weg zu gehen, indem man sich dann trennt. Weil man die Beziehungsarbeit scheut.

Da meine Eltern jahrelang diesen Zustand gelebt haben, weiss ich schon auch wovon ich da spreche.
Mein Mann und ich sind nun 8 Jahre verheiratet. Wir haben trotz JA zueinander und Bekenntnis, uns nie zu trennen, massive Ehekrise gehabt und durch Gottes Hilfe und viel Arbeit miteinander ist es nun umso schöner und reifer. Aber es hat uns was gekostet. Und es hat sich gelohnt.

Es gibt aber sehr schwierige Situationen, wo es wirklich einfach nicht mehr geht, und da bin ich der Überzeugung, obwohl Gott sagt dass er Ehescheidung hasst, dass er hier Gnade vor Gesetz schenkt in seiner Barmherzigkeit und Liebe.
Mein Schwiegervater war die meiste Zeit seines Lebens psychisch erkrankt (Schizo plus manisch-depri). Für die Ehe meiner Schwiegereltern war das massiv schwierig. Sie sind zusammengeblieben. Es war sicher kein Schleck. Aber mein Mann hat dadurch das Vergeben gelernt, durch all dies hindurch. Das kommt ihm nun zugute.

Wir sind nun ziemlich OT. Aber ich wollte dies einfach schreiben, denn ich sehe es hier in dieser Problematik wirklich anders.

Dass in der dritten und vierten Lebensphase dies berücksichtigt wird, finde ich aber grundsätzlich auch weise, da es auf diese Gefahren eingeht. Und berücksichtigt, dass in dieser Lebensphase anderes dran ist als zuvor. Nämlich ein persönliches Weiterkommen im Glaubensleben. Das ist sicher besser gelöst als unser Individual-Programm hier manchmal.
Aber aus meiner Sicht lässt sich das sehr gut in einer bestehenden Ehe erreichen.

Allerdings kommt hier die Frage auf wegen der vielen christlichen zerbrochenen Ehen.
Es ist ein Thema, das mir sehr auf dem Herzen liegt, aber das muss gegebenenfalls woanders besprochen werden, denn hier führt es eindeutig zu weit OT!

Hm, lange Rede....ob sie auch Sinn macht? Hab ich nun zu weit hergeholt herumgelabert?
Naja, ich postes dennoch mal.....

Mit liebem Gruss von Sandra
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Johncom » So 26. Mär 2006, 01:10


________________ Zitat ________________________

Ja was ist denn jetzt hier los?

Jetzt hat mir dieser Johncom (Beschreib dich doch in einem nächstn Post mal ein wenig! Welche richtung bist´ "daheim"?)
den Lehrposten streitig gemacht. werd ich den überall weggemobbt?

Da wurde mehr oder weniger alles gut erklärt. (wikipedia?)

_____________________________________________

Oh entschuldige bitte J.Tanya, halte mich für bekloppt aber ich hab nach dem vorsichtigen lesen der letzten Seiten dieses Unterforums nicht geschnallt daß Du der Leiter oder Lehrer hier bist. Obwohl der Lehrgangscharakter schon zu erkennen war. Hatte gedacht das sei Nataraja. Zudem er mit dem Bild (Avatar) und seinen sehr langen Beiträgen eher den Eindruck auf mich machte, rein optisch.

Hab aber schon Busse getan ! Heute abend ein Runde Hare Krishna Maha Mantra gechantet. Kein Scherz .. seit Jahren mal wieder.

Also nein Wikipedia benutze ich nicht, werd es aber mal nacher anschauen und bookmarken. Ein online Lexikon gell ?

Also Kurzbeschreibung meiner Wenigkeit: Wohne und lebe in Freiburg, Süddeutschland. Glücklich geschieden und 2 erwachsene Kinder. Bin mit Sicherheit auch Christ (tief drinnen) aber nicht nur ...

Lernte hauptsächlich von Ramana Maharshi, dann von Nisargadatta Maharaj und jetzt besonders Ramesh Balsekar. Meine erste Begegnung mit Yoga allgemein war ... hmm ... 1979. Damals konkrete Heilung von schweren psychischen Problemen, die sich in meiner Jugendzeit angestaut hatten. Diese Heilung ´passierte einfach´ nach sehr vertraulichen Gesprächen, die ich mit meinem ersten Yoga Lehrer hatte, einem Europäer der sich nach Indien abgesetzt hatte. Und dort Eigentümer eines kleinen ´Ashrams´ war. Ohne finanziellen Interessen sollte man anfügen ...

Ja also später weitere Reisen, auch zusammen sein mit Amachi und Guruji Subramanium (der in Wales lebt(e), der in der Schweiz Seminare gab. Und Gespräche mit Ramesh Balsekar in seiner Wohnung in Bombay.

Meine ´Richtung´ ist Meditation. Aber auch etwas Japa täglich und ein sehr bekanntes christliches Gebet. Und auf der physischen und seelischen Ebene tut Hatha Yoga sehr gut, aber auch Mountainbike in der schönen Natur wenns geht wirklich bei jedem Wetter.

Warum sich dann in ein christliches Forum einloggen ? Meine jetzige Geliebte und wahrscheinlich zukünftige Ehefrau ist aktive Christin, liest ihre Bibel täglich und somit möchte ich auch .... vielleicht kann mans so sagen, eine mentale Brücke schlagen ?

Aber bin auch angenehm überrascht daß es in so einem christliches Forum sehr sehr nette Personen gibt. Ich habe auch Fragen an Euch, auch bezüglich Bhakti, auch an Dich J.Tanya was Deine neueste Post betrifft, auch an Sandra73, an Enggi und Nataraj und alle Aktiven die ich noch nicht kenne.

.... das kommt auch noch (wenn ich darf) ?

Seid gegrüsst !


Überflog gerade Enggis neue Post ..... Wäre schade Enggi wenn Du schon aussteigst aber wenigstens wirst Du ja weiter lesen .... Und danke für das Hauskreis Angebot, also was eventuelles Gebetsanliegen betrifft. Gruss !
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Sandra73 » So 26. Mär 2006, 01:20

Hi Johncom,

Du hast Dich ja super vorgestellt! War eine gute Idee von J.Tanya!
Also, wenn Du mich was fragen willst, und noch online bist, ich bin auch noch grad ein kleines Weilchen da!

Gruss, Sandra73
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Enggi » So 26. Mär 2006, 07:45

Original von Johncom

Überflog gerade Enggis neue Post ..... Wäre schade Enggi wenn Du schon aussteigst aber wenigstens wirst Du ja weiter lesen .... Und danke für das Hauskreis Angebot, also was eventuelles Gebetsanliegen betrifft. Gruss !
Aussteigen tu ich nicht, nur wollte ich J.Tanya keine falsche Hoffnung machen, dass er mich im Eilzugstempo zu einem Devotee bekehren könne. Ich kenne einen pensionierten Sozialarbeiter, der sich als Christ bezeichnet, geschieden und schwul ist und meditiert, ein höchst interessanter Mensch mit Energien, vor denen ich manchmal das Gruseln bekomme, den ich aber sehr schätze und liebe. Mich interessiert, wie der Hinduismus mit anderen Religionen verwandt ist, ob es okkulte Elemente drin hat, und so weiter.
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon J.Tanya » So 26. Mär 2006, 10:26

Original von Enggi
Original von Johncom

Überflog gerade Enggis neue Post ..... Wäre schade Enggi wenn Du schon aussteigst aber wenigstens wirst Du ja weiter lesen .... Und danke für das Hauskreis Angebot, also was eventuelles Gebetsanliegen betrifft. Gruss !
Aussteigen tu ich nicht, nur wollte ich J.Tanya keine falsche Hoffnung machen, dass er mich im Eilzugstempo zu einem Devotee bekehren könne. Ich kenne einen pensionierten Sozialarbeiter, der sich als Christ bezeichnet, geschieden und schwul ist und meditiert, ein höchst interessanter Mensch mit Energien, vor denen ich manchmal das Gruseln bekomme, den ich aber sehr schätze und liebe. Mich interessiert, wie der Hinduismus mit anderen Religionen verwandt ist, ob es okkulte Elemente drin hat, und so weiter.


Enggi zum Devotee bekehren. Ha, wieso das?

Will ich bekehren. Klar ich träume davon, dass in meinem Dorf es noch ein paar gleichgesinnte gäbe, mit denen ich darüber frei austauschen kann. Aus sozialen Gründen. Ist ja normal dass man mit Menschen kommunizieren will, die ähnliches erleben, praktizieren und im Idealfall schon weiter sind. Aus dieser sozial-ego-perspektive hab ich absolut kein Interesse an einer Bekehrung Enggis. Weil ich ja den christlichen Weg (trotz theologischer Uneinigkeiten) als möglichen, gangbaren Weg zu Gott anerkenne, hab ich eigentlich kein Problem mit Christen. Es nervt(e) mich natürlich einfach deren Bekämpfung von meiner Religion.
Ich liebe zb. den Inter-religiösen Dialog. (ich könnte dies sogar astrologisch belegen, dass ich eben ein Inter-Typ bin.
(inter-esse, inter=da-zwischen) Stichtwort Merkur-Zwillinge...
So ging ich auf Christen zu. Doch was erfuhr ich? subtilen Bekehrungsdrang und zwang. Soziale Vereinnahmung und dann wieder Total-ignoranz, als man erkannte, dass ich eben "nur" inter-religiös austauschen will und gar nicht ein freichrist werden will... die alte geschichte...

Es gibt halt unterschiedlichste Charakteren in unterschiedlichsten lebensphasen. das spektrum menschlicher Verhaltens und Denkeweisen ist enorm...

Ich traf als tendenzieller Synkretist auf ziemliche Dogmatiker-Fundis... ein riesen gaudi :roll:

Das Christentum scheint (scheint) einfacher zu sein, enggi.
Da gebe es nur ein Buch.

Doch bedenke, warum die Bibel Bibel heisst. (Biblio-thek)
Sie ist eine zu einem Buch zusammengefasste Biblio-thek mehrere Bücher aus verschiedenen Zeitepochen und unterschiedlichster Autoren.

Bei den Veden hast du das halt nicht zusammen und klar, es ist schon vielll mehr Text vorhanden. Aber praktisch läuft es sowieso, dass man sich auf ein paar bücher konzentriert.
Man erkennt also immer nur Teilaspekte und auch die nur unvollkommen. (schliesslich könnte ich die Gita 100000000x lesen und käme immer wieder zu neuen einsichten)

Darum ist es so wichtig zu erkenen, das man selber immer nur ein Bruchteil der Wahrheit liest. Religion ist spirituelles Puzzeln.

Auch die eine Bibel, die es in unterschiedlichen Versionen gibt, wird von verschiedensten Menschen gelesen und total unterschiedlich inter-pretiert und noch unterschiedlicher gelebt.

Das sieht von aussen genauso verwirrend aus, wie wenn du auf den verwirrenden Hinduismus schaust.

Die Iskcon zeigt durch den Kompass Prabhupada da ja auch
einen ganz klaren WEg durch den Hindu-Dschungel.

Lies Prabhupada Bücher
Bhagavad Gita wie sie ist
Srimad Bhagavatam
Caitanya Caritamrta
etc.
chante 16runden am Tag
iss prasadam
steh früh auf
enthalte dich von Glückspiel, Drogen, unlauterem sex und Fleisch
höre Geschichten vom Herrn
Such einen spirituellen Meister und lerne von ihm
Singe bajans, tanze, diene, spende
etc.


Was für Energien hat denn der schwule, pensionierte Christ,der meditiert?

Asketische Yogis die zb in einer Höhle meditieren ent-wickeln sogenannte Siddhis, mit denen sie zb. den Körper so erwärmen können, dass der schnee um sie herum schmilzt.
denn sogar im Sommer ist es im Himalaya kalt und so müssen sie solche Fähigkeiten haben, sonst überlebten sie dies gar nicht. Es gibt folgende Siddhis. (Unsichtbar werden, ganz klein werden, fliegen können, ausserkörperliche Reisen, eiskälte ertragen, feuer erzeugen im Körper, macht über andere, etc... ) weiss es auch nicht genau korrekt.

diese Siddhis werden im Krsna-Bewusstsein nicht angestrebt, werden sogar als lästig und gefährlich angesehen, da sie einem vom Pfad abringen können. Man hätte im Extremfall nämlich ziemlich viel Macht, und Macht verführt einen, etwas zu machen. (Macht aus-zu-üben) Ein krsna devotee im Idealfall sitzt aber nur noch da und chantet den ganzen Tag die Heiligen Namen Krsnas. mehr ist nicht. Vielleicht noch predigen, wenn den jemand da ist, der daran interesse hat.
Man dient krsna irgendwo in einem kleinen Häuschen, asram, höhle, wald, tempel, unspektakulär und unbedeutend.
Da ist kein allzugrosses Interesse mehr an der Welt vorhanden. Ja sie existiert so wie der normal-mensch sie erlebt, gar nicht mehr. Denn man ist so in Radha-Krsna absorbiert, dass man eigentlich nur noch physisch auf der Erde anwesend ist.

natürlich bin ich genauso weit davon wie du enggi.
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon J.Tanya » So 26. Mär 2006, 10:40

Hallo Johncom

Sowas wie ein offizielle Lehrer gibt es natürlich nicht.

Ich habe halt Bock auf diese Rolle, weil es Spass macht, gefragt zu sein. hab ja auch schon genug zugehört in meinem Leben...

Es ist schön, wenn mal ein paar Menschen inter-esse an dem haben oder zumindest scheinen zu haben, was man selber so für sich dahin wurstelt. Das geht ja jedem so. Auch ein Briefmarkensammler gibt mal gerne den Experten.

Ein Ayurveda Doktor (Dr.Lildar Gupta, Dhanvantari Dham, Vrndavna) sagte es mal so:

Everyone wants to be a swami, no one a dasa.
(Jeder will ein Lehrer sein, niemand ein Diener.)

Es ist eigentlich ziemlich schwer ein demütiger Diener zu sein. Denn wir sind doch alle tief geprägt von dieser Ego-Gesellschaft, in der jeder ein König sein will.

doch ins reich Gottes kommen nur demütige Diener.

Ich stell mir das so vor, dass der eingang ins Paradies ein kleines Loch ist von ca. 40cm höhe.der boden ist voller schlamm. nur wer demut gelernt hat, wird sich niederwerfen und da durchkriechen, die Stolzen werden sagen: "Ich da durch? Nie im leben! Dieser Gott soll gefälligst eine schöne goldene Rolltreppe bauen!"

So verhindert Gott, das Stolze und Arrogange Selbstherrliche Ego-möchtegern-Götter ins Paradies hineinkommen.

steht übrigens nicht in den Veden, ist reine Fantasie von meiner erhabenen Kleinigkeit äh kleinlichen Erhabenheit...


demut tut immer gut :))
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Schoham » So 26. Mär 2006, 10:53

Original von J.Tanya
werd ich den überall weggemobbt? :cry:


Guten Tag J.Tanya :)

Habe einiges hier im Thread gelesen.

Kind Gottes zu sein ist etwas ganz einfaches. :) :baby:

Nur wir Menschen machen alles so schwierig und kompliziert.

Jesus hat uns gezeigt wie Gott ist.
Ihn uns als einen Vater vorgestellt.

Wir sollen und dürfen Kinder des lebendigen Gottes werden.

Der Vater ruft und das folgsame Kind rennt in Seine Arme.

Diesen einfachen und seligmachenden Glauben wünsche ich Dir von ganzem Herzen.

Dann kannst Du alles aus den Händen Gottes annehmen und musst nicht traurig sein,
wenn die Menschen Dich zu wenig beachten oder ehren.

Immer wenn wir auf die Stimme Gottes hören leben wir auf Wolke 7. ;)

Denn Gott ist der Weg und solange wir auf dem Weg bleiben, sind wir in Gott und Er in uns.

Schmerzlich wird es jedesmal wenn man sich vom Weg entfernt.

Denn das Licht scheint auf dem Weg und nicht neben dem Weg.



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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon J.Tanya » So 26. Mär 2006, 14:10

Jesus hat uns Krsna gezeigt, genau, das sehe ich auch so um mal weiter pro-vokant zu bleiben. ;)


was hast du gelesen von dem einigen, welches du gelesen hast?

der Weg des Bhakti Yoga ist nicht komplexer als der christliche Weg.

Auf beiden findest du dich mit deinen ganz individuellen Schwierigkeiten...

Ein Kind Gottes muss ich nicht werden,denn das BIN ich immer schon gewesen!!!

Ich muss mich höchstens immer wieder daran er-innern.
und noch viel wichtiger: Dementsprechend leben.

Dabei haperts, das geb ich zu...


Da mich Gott erschaffen hat zu seiner Freude, bin ich sein Kind, egal ob ich gemäss christlicher Doktrin, nicht als Kind Gottes gelte.

Da kann ich unterscheiden zwischen Gott und MenschenDogmen.

Voher willst DU wissen, ob ich vom WEg abgkommen bin.

Du kennst mich ja nicht wirklich, weisst nicht, wo ich spirituell stehe.

Mit der Bibel alles be und ver-urteilen? Be-wahre! :warn:
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Schoham » So 26. Mär 2006, 15:53

Original von J.Tanya

Ein Kind Gottes muss ich nicht werden,denn das BIN ich immer schon gewesen!!!


Durch den Sündenfall sind wir von Gott getrennte Geschöpfe.

Gott ruft den Menschen und wenn er antwortet und bei Gott bleibt so wird er eines Tages feststellen, dass er Gott von ganzem Herzen liebt. Gott schenkt einem diese Liebe für Ihn. Und das ein Mensch Gott wirklich liebt, zeigt sich
an seinem Wesen. Denn Gott der im Herzen des Menschen wohnt, wird durch ihn die Menschen genau so lieben, wie Jesus die Menschen geliebt hat.

Ich bin vor zwei Tagen vom Weg abgekommen und sofort ging es mir nicht mehr gut.

Wir müssen bei Gott bleiben, denn ohne Ihn können wir nichts tun, nichts, was wert hätte für die Ewigkeit.
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Samson » So 26. Mär 2006, 17:42

Original von J.Tanya
Samson, der klar für Christus mailte, schrieb manchmal posts, wo er gegenüber Nataraja, Sri Krsna Chaitanya Mahaprabhu aufs energischste verteidigte, als ob er von jener Linie eingeweiht wäre....
gibts den sowas?


Jedenfalls nicht, so wie du dir das wahrscheinlich vorstellst. Ich habe dich an meiner Seite vermißt, wie Chaitanya hier als ein Haßprediger diffamiert wurde. So wie ich das sehe, hast du in die falsche Richtung gekämpft.


Christen, die volles Interesse an der Krsna-Kultur haben und es nicht beim zweiten Satz verteufeln, schlechtmachen,verdrehen, mit "tod eines Gurus" kommen, etc.
gibts den sowas?


Das Buch zeigt am Beispiel des Vaters des Autors auf drastische Weise, wo man endet, wenn man dem Weg des Monismus (advaita, Sankara) folgt: Du wirst letztlich ein Zombie, um das mal so auszudrücken. Oder einer, der sich für eine Inkarnation Gottes hält. Klar, die meisten kommen nie "so weit" und kehren noch früh genug ins materielle Leben zurück. Weil selbst wenn man noch so ein leidvolles Leben führt, schreckt man vor dem letzten Schritt in den Seelentod zurück, so fürchterlich ist der. Glücklicherweise...

"Tod eines Guru" ist immerhin von einem ehemaligen Hindu geschrieben worden, der den Hinduismus von Kindesbeinen an kennengelernt hat, abseits von den Elfenbeintürmen der indischen Philosophen, wie das bei uns der Fall ist. Seine praktischen Einsichten sind sehr wertvoll. Klar, auch ich bin nicht begeistert, wenn er schreibt, er hätte mit dem Fleischessen angefangen. Aber offensichtlich war das für ihn nötig, um diese ganzen Teufeleien, in denen er gefangen war, loszuwerden. Das kann ich dann wieder sehr gut verstehen.


Was mich vorallem an den Christen, die mitgemacht haben, interessiert ist, wie war euer Wissen vor diesem Thread?
Wie ist es nun?
Hat sich was geändert?


Bisher ist mir die Sache um Shiva, Sankara und Satan nie so ganz klar gewesen. Das verstehe ich jetzt besser und werde mich in Zukunft möglichst so wie Chaitanya verhalten.
Prüfet alles und behaltet das Gute und somit auch Wahre!
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Nataraja » So 26. Mär 2006, 18:23

Hi Samson,

wo sind denn die von mir geforderten Schriftbelege? Bisher bist du eine eins-zu-eins-Kopie des guten Rabindranath-Maharaja, denn du stellst laufend Behauptungen auf und vergisst dabei diese zu belegen oder zu beweisen. Das hat Rabi Maharaja auch gemacht. Sowohl in seinem Buch, als auch auf wärend meiner Begegnung mit ihm selbst. Und als ich einer seiner Behauptungen widerlegen wollte, weil er etwas postulierte, was komplett gegen die Schrift ist, ließ er mir das Micro abstellen. So verhält sich ein Lügner, der Angst hat, entlarvt zu werden.
Ob Rabi ein echter Hindu ist, ist noch kein beweis für gar nix! Ein Freichrist würde das folkloristische Christ-Sein eines Katholiken auch nicht anerkennen. Insofern war Rabi das selbe. Einer, der in einer Art des volksfrömmelnden Möchtegernmonismus aufwuchs, ohne je zu verstehen, was denn da überhaupt geglaubt wurde.
Du schreibst selbst schön: Fernab der Elfenbeintürme der Philosophie! Und genau das war sein Fehler, er war nicht in der Lage, das nachzuvollziehen, was er da als sogenannter Hindu vertrat. Einmal, weil ihm die Erfahrung fehlte. er hat nie das erfahren, was er da verkündete. Und zum anderen mal, weil sein Denken nicht ausgereift war. Sein Denken war noch im Zustand des Keimes, nicht aufgeblüht, ja noch nicht mal als Sprößling zu erkennen.

Und jetzt fordere ich dich zum Zweiten mal auf, mir für deine Behauptungen Schriftbeweise zu liefern.
Rabi gab mir keine, und er unterband auch alle Beweise, die seiner Ideologie von Christentum entgegenstanden, bzw. welche die Falschheit seiner Behauptungen bzgl. des Hinduismus aufzeigten.
Ich hoffe du entpuppst dich nicht als ein Mensch vom selben schlechten Charakter wie Rabindranath Maharaja...

Gruß

Nataraja
"... denn die einzige Wahrheit heißt: lernen, sich von der krankhaften Leidenschaft für die Wahrheit zu befreien."
(Umberto Eco: Der Name der Rose; S. 624)
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Samson » So 26. Mär 2006, 19:04

Original von Nataraja
wo sind denn die von mir geforderten Schriftbelege?


Für was?


Und als ich einer seiner Behauptungen widerlegen wollte, weil er etwas postulierte, was komplett gegen die Schrift ist, ließ er mir das Micro abstellen. So verhält sich ein Lügner, der Angst hat, entlarvt zu werden.


Wenn du mit ihm auf einem seiner Vorträge derart gestritten hast wie mit mir, dann wundert mich das nicht. Du bist so völlig von dir selbst erfüllt und überzeugt, daß es unmöglich ist, dir etwas zu sagen.


Ich hoffe du entpuppst dich nicht als ein Mensch vom selben schlechten Charakter wie Rabindranath Maharaja...


Wenn es keinen Sinn hat, mit dir zu diskutieren, dann werde ich das auch nicht tun. Und erst recht werde ich es nicht tun, wenn ich dadurch vergiftet werde, was keine dumme Theatralik meinerseits ist, wie du vermutet hast, sondern allerschmerzhafteste Tatsache. Das hat nichts mit schlecht sein zu tun, sondern ist gesunder Menschenverstand.
Prüfet alles und behaltet das Gute und somit auch Wahre!
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Nataraja » So 26. Mär 2006, 19:18

Ho Samson,

Du hast mich gefragt, für was ich Schriftbeweise haben möchte. Ganz einfach: Für das da:


Nochmals hallo Samson,

deine Theorien bezgl. Shiva und satan sind hahnebüchen!
ich möchte shruti oder smriti-Belege für folgende Aussagen:
- Shiva ist die Inkarnation der Unwissenheit.
- Shiva hat als Anhänger auch Atheisten.
- Die Nachfolger shivas sind böse Geister.
- Eine Belegstelle, was denn Mayavada ist.
- Eine Definition aus der Schrift, was Shankara lehrt.
- Eine Gleichsetzung des Wortes Mayavada mit "die zu allem Nein sagen"
- mayavadis wollen Seelen Vernichten
- Eine Seele zu vernichten bedeutet, sie zu Shiva zu bringen, da er -wenn er Satan ist- Ankläger und Henker ist
- die Identität Satan ist gleich Kali (also der verkörperte geist des jetzigen Yugas)
- Kali (nicht die Göttin) ist eine reele Person, und nicht nur ein visionär erblicktes Etwas von Maharaja Parikshid.

Für die oben genannten Aussagen hätte ich gerne - wie schon gesagt - belege aus den indischen Schriften. bevorzugt aus der Shruti-Literatur, denn diese ist im Gegensatz zur smriti nicht menschlichen Ursprungs, was ihr eine gewisse autorität verleiht.
Zu den Schriftbelegen, die etwas mit Shankara oder mayavadis zu tun haben, kannst du ja nur aus smritis zitieren, also aus Originalschriften Shankaras. wenn du magst, kannst du mir seine Belegstellen aus der shruti mitgeben.
Bedenke, dass eine Aussage von einem Vaishnava-Acharya über das System Shankaras von mir deswegen nicht angenommen wird, weil es nur der Blick eben dieses großen Acharyas auf das System Shankaras ist, und nicht das system des Shankara, wie es ist. lassen wir deshalb den shankara selber sprechen, bevor andere ihn zerreden.
Ich erwarte deine Belegstellen sowohl in Sankrit, als auch in deutsch oder englisch. Denn dann kann ich anhand der sanskritquelle eventuelle Übersetzungsfehler erkennen.


Dieses Post von mir findest du auf Seite 28 dieses Threads.

Und jetzt was zu meinem bessseren Verständnis: Was meinst du mit: Wenn ich mit ihm genauso wie mit dir gestritten habe? Streiten OK, aber das ist ja auch ein kleinwenig Sinn von Foren. Was heißt "so wie mit mir"? Du spielst auf meine Qualität des Disput führens an. War die unhöflich oder schlecht oder sonstwie verwerwerflich? Ich denke mal nicht. Ich glaube mich erinnern zu können, dass sogar J.Tanya mal nachgefragt hat, ob du meine Posts überhaupt liest. Und ich habe dann das selbe gefragt. Nur: Auf meine Fragen bekomme ich keine Antworten von dir.
Insofern kann ich dir eines spiegeln: Mit dir zu disputieren ist schon was besonderes, denn jede von mir gestellte Frage wird mit einer Hand voll neuer Behauptungen beantwortet, die alle noch auf ihren Beweis warten. Nimm dir doch mal Zeit zum direkten Beantworten meiner Fragen, bzw. Widerlegungen.
Und bitte: Schick mir die Schriftbeweise!

Gruß

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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Schoham » So 26. Mär 2006, 19:36

Original von J.Tanya
Du kennst mich ja nicht wirklich, weisst nicht, wo ich spirituell stehe.


Ja J. Tanya, nur unser Gott weiss wo genau Du stehst.

Ein bisschen hast Du mir aber schon was von Dir gezeigt. ;)

Unser Gott möchte uns frei machen.
Frei von uns selbst.
Frei um Ihm und anderen Menschen zu dienen.

Und wenn wir von uns selbst frei geworden sind,
so geht es uns nicht mehr um uns,
sondern um unseren Gott.

Um Seine Ehre. :)

Wir wollen Seinen Namen in der Welt verherrlichen.
Mit unserem Leben - unserem Sein.
Im Alltag - in den Gedanken - Worten und Taten.



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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Samson » So 26. Mär 2006, 20:08

Ein paar Gedanken zu Monismus und mystischem Christentum.

Wenn man manche christliche Mystiker liest (Johannes vom Kreuz, Luisa Picaretta, Jakob Lorber, Jakob Böhme usw.) dann ist da deutlich und oft von einem völligen Absterben des Selbst die Rede und wie die Seele erst wie ein Gefäß gereinigt und leer gemacht werden muß, bevor sie mit den göttlichen Gaben wieder gefüllt oder belebt werden kann.

Auch Jesus Christus erwähnt das in der Bibel z.B. mit den Worten: "Wer sein Leben findet, der wird´s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird´s finden." Matth. 10,39

Wie schmerzhaft und drastisch dieses Absterben und Wiederauferstehen der Seele ist, das zeigt die Kreuzigung Christi in äußerlicher Entsprechung. Jeder, der Christus nachfolgt, bekommt ein solches Kreuz auferlegt und er muß völlig absterben, bevor ihn dann der Herr wiederbelebt. Das ist natürlich zuallermeist ein innerlicher Vorgang, nicht daß jeder leibhaftig gekreuzigt werden müßte.

Wo liegt jetzt nun der Unterschied zu den Monisten, die den Seelentod ("Eingehen ins Nirwana", "Einswerden mit Gott";) als ihr höchstes Ziel ansehen?

Den ersten, den ich erkennen kann, habe ich in meinem Zitat oben unterstrichen und fett geschrieben: "um meinetwillen". Bei den Monisten würde es heißen: "um seiner selbst willen" und würde enden "der wird´s NICHT finden". Oder kurz: "Wer sein Leben [um seiner selbst willen] findet, der wird´s verlieren."

Der zweite Unterschied liegt darin, daß der Christ niemals auf die Idee kommt, trotz allem was er für Gott und um das Reich Gottes willen zu ertragen hat, Gott und Sein Reich für illusionär zu halten. Obwohl ausgerechnet der Schmerz, sich von Gott und Seinem Reich verlassen zu fühlen, sein größter sein wird. Christus bezeugt diesen Schmerz (und daß er kein Monist ist) in seinem Ruf: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Math. 27,46

Der Monist sagt: JEDER Schmerz muß ausgelöscht werden, wohingegen der Christ zwischen zwei Arten Schmerz unterscheidet: Dem göttlichen und reinigenden (also dem sich von Gott verlassen fühlen, dem "Back to Godhead" Heimweh Schmerz sozusagen) und dem von materiellen Anhaftungen (an Wein, Weib & Gesang...) herrührenden. Der Christ löscht nur die materiellen aus, hingegen der Monist alle.

Der Monist nimmt sein Kreuz entweder gar nicht erst an (die zum materiellen Leben zurückkehren) oder aber er nimmt es nur als ein Mittel um damit zu sterben und nicht wieder aufzuerstehen an (die in eine Art Autismus versinken) oder um selbst "Gott" zu werden (die sich als Inkarnation Gottes inszenieren). Kurz: Seine Bemühung dreht sich um sich selbst und die Liebe zu sich selbst, anstatt um Gott und die Liebe zu Gott.

Wenn der Christ seine Wiederauferstehung erlangt, erst im Geiste und dann auch dem Fleische nach, dann ist er zwar auch Gott und völlig befreit, so wie Christus, und er sagt dann, nicht mehr "im Namen Gottes" oder "weil es Gottes Wille ist" sondern, wie Christus, "ICH will es", "weil es MEIN Wille ist", eben weil er völlig im Willen Gottes lebt. Der Unterschied ist aber: Er ist Gott durch Gott und nicht "Gott" durch sich.

Diesen Unterschied zu verstehen dürfte für unsere Zeit eines der wichtigsten Gebote überhaupt sein.
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Samson » So 26. Mär 2006, 20:39

Original von Nataraja
Du hast mich gefragt, für was ich Schriftbeweise haben möchte. Ganz einfach: Für das da:
[endlose Liste]


Tut mir leid, aber ich habe nicht vor, hier eine Doktorarbeit ins Forum zu schreiben. Zudem habe ich die meisten indischen Werke in einen Schuppen ausgelagert, da ich in meiner Bibliothek nicht genug Platz habe, und die muß ich erst mühsam aus einem Karton klauben. Suche dir bitte ein oder zwei Punkte aus, die dir am wichtigsten sind.


Auf meine Fragen bekomme ich keine Antworten von dir.


Ich habe dir alles beantwortet, oft schon bevor du überhaupt gefragt hast. Nur du kannst oder willst es nicht verstehen. Da nützen dann auch keine Schriftbeweise.


Und bitte: Schick mir die Schriftbeweise!


Wie willst du davon profitieren? Glaubst du an Gott, an den notwendig persönlichen und einen und allein wahren Gott, der Sein Wort den Menschen offenbaren kann? Wenn nicht, was nützen dir dann Schriftbeweise? Weil es wäre ja doch nur Menschenwort.

Was nützt dir irgendetwas auf der Welt, solange du dich selbst und dein Verständnis über Gott, über Chaitanya, über Christus, oder eben über alles setzt?
Prüfet alles und behaltet das Gute und somit auch Wahre!
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Sandra73 » So 26. Mär 2006, 21:03

Hoi J.Tanya,

nun antworte ich Dir hier auf Dein Statement:

Auf Jesus konzentriert = Christ
Auf den Vater konzentriert = Vaishnava.

Also erst einmal zur Klärung, ob Jesus nun der Vater sei oder nicht.
Ich sehe hier eine Diskussion zum immer schwierigen Thema von Verständnis der Trinität. Dies ist, obwohl man sie theologisch nachvollziehen kann, einfach schwierig zu erfassen.
Ich drücke es so aus:

Natürlich ist Jesus der Sohn und nicht der Vater selbst! Das besagen tatsächlich die von Dir zitierten Bibelstellen mit voller Logik.
Die Bibelstelle, die Schoham angeführt hat, sagt zwar, dass Jesus auch "Ewig-Vater" sei.
Nun sehe ich dies so:

Jesus ist ja der Sohn vom Vater, Gott als Mensch zu uns gekommen.
Nun ist der Sohn zwar ganz Sohn, hat aber Anteil am Vater. Ist aber nicht der Vater selbst.
Aber da er jederzeit dieselbe Vollmacht vom Vater bekommt, repräsentiert er den Vater vollkommen. Ist ein Gefäss für seine Kraft, seinen Geist, seine Liebe. Wenn Jesus nichts von sich aus tun kann und alles so tut, wie er es vom Vater sieht, dann verschmelzen sie sich in ihrer "Auswirkung". Jesus ist ein Teil vom Vater, aber nicht der Vater selbst.

Die Trinität ist so kompliziert zu erklären, dass es jedes Mal wie abgestandenes Gelaber klingt, ohne dass man es besser versteht.... :? :(

Also:
Jesuszentriert = Christ
Vaterzentriert = Vaishnava

Wenn im Bhakti Krsna den Vater repräsentiert, dann kann ich diese für mich tatsächlich logische theologische Schlussfolgerung durchaus ganz gut nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht teile. Das hab ich inzwischen recht gut verstanden, wie Du das meinst, denke ich jedenfalls.

Die Schwierigkeit mit der Aussage liegt meiner Meinung nach aber auch noch woanders. Nämlich in einem innerchristlichen Problem. Als Christ zu unterscheiden zwischen Jesuszentriert und Vaterzentriert ergibt Probleme. Weil die Balance fehlt und wir das nicht auseinandernehmen sollten, nicht uns auf das eine oder andere zentrieren.
Wenn Jesus der Weg zum Vater ist, dann finde ich, dass wir den Fokus auch darauf legen sollten und nicht ausspielen in eine "Vaterzentrierte Richtung" und eine "Jesuszentrierte Richtung". "Christ" sein weist auf den Weg zum Vater hin.

Allerdings kann ich diese Aussage auch anders interpretieren:

Im Christentum geht es vor allem um Jesus.
Im Bhakti vor allem um den Vater = Schöpfergott.

Wie ich oben schrieb, finde ich es heikel, nur auf Jesus zentriert zu sein als Christ, weil das Ziel ja der offene Weg zum Vater und das Zusammensein mit ihm ist.
Somit würde ich diese Unterscheidung persönlich nicht so machen.

Du hast mich noch gefragt, wer denn für mich der Vater ist.

Nun, eindeutig der Schöpfergott, Vatergott, Vater von Jesus. Und in der Beziehung zu Jesus habe ich den Zugang zu diesem Vater, und auch in Jesus selbst finden sich Anteile des Vaters.
Das Ziel aber ist das Zusammensein mit JAHWE, ABBA, allumfassender und allmächtiger Schöpfergott, ewiger Vater.

Christsein heisst, die von Jesus angebotene Brücke zum Vater betreten.

Und somit ist auch Christsein für mich eindeutig auch Vaterzentriert.

Ojeoje, ist das alles kompliziert.
Hab ich nun an Dir vorbeigeschrieben? Wenn ja, gib mir Feedback.

Lieber Gruss von Sandra
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Schoham » So 26. Mär 2006, 21:54

Original von Sandra73
Du hast mich noch gefragt, wer denn für mich der Vater ist.

Nun, eindeutig der Schöpfergott,


Die Bibel sagt uns, dass Jesus alles geschaffen hat:

Es ist alles durch Ihn und zu Ihm
geschaffen und Er ist vor allen, und es besteht alles
in Ihm. Kol. 1,16


Welch wunderbare und inhaltsreiche Worte haben wir hier! Alles Geschaffene, jeder Grashalm, jeder Baum, jeder Mensch, auch der gottloseste, hängt mit Christus zusammen, ob er will oder nicht, denn es ist alles durch Christus geschaffen. Da steht ein Spötter. Er will nichts von Christus wissen. Dennoch hängt er mit ihm zusammen, ja, er ist ganz und gar von ihm abhängig. Jeder Mensch ist geschöpflich von Christus abhängig und besteht in ihm, das heißt: Christus trägt und erhält ihn als Geschöpf, wie wir in Hebr 1, 3 lesen: "Er, der Sohn, trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort."

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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Sandra73 » Mo 27. Mär 2006, 00:00

Original von Schoham
Original von Sandra73
Du hast mich noch gefragt, wer denn für mich der Vater ist.

Nun, eindeutig der Schöpfergott,


Die Bibel sagt uns, dass Jesus alles geschaffen hat:

Es ist alles durch Ihn und zu Ihm
geschaffen und Er ist vor allen, und es besteht alles
in Ihm. Kol. 1,16


Welch wunderbare und inhaltsreiche Worte haben wir hier! Alles Geschaffene, jeder Grashalm, jeder Baum, jeder Mensch, auch der gottloseste, hängt mit Christus zusammen, ob er will oder nicht, denn es ist alles durch Christus geschaffen. Da steht ein Spötter. Er will nichts von Christus wissen. Dennoch hängt er mit ihm zusammen, ja, er ist ganz und gar von ihm abhängig. Jeder Mensch ist geschöpflich von Christus abhängig und besteht in ihm, das heißt: Christus trägt und erhält ihn als Geschöpf, wie wir in Hebr 1, 3 lesen: "Er, der Sohn, trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort."

E.Schrenk



Liebe Schoham,

im Vorangehenden Vers 15 heisst es aber auch dass Jesus das "Ebenbild" Gotvaters sei und der Erstgeborene der Schöpfung.
Ich sehe:
Wenn wir Jesus und den Vater zu sehr unterscheiden, ist J.Tanyas Schlussfolgerung auch logisch.
Wenn wir sie zuwenig unterscheiden, dann kommen wir mit dem von ihm angeführten Bibelstellen ins Gehege.
Was nun?

Schau mal in Deine Inbox, hab Dir eine PN geschrieben. Hier wird morgen weitergedacht bis das Hirn raucht. Kommt nämlich nichts schlaues mehr dabei heraus. Sieht nach ausweichen aus?
Tu ich auch bewusst. Der Grund steht in der PN.

Ganz e gueti Nacht!

Grüessli, Sandra

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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Johncom » Mo 27. Mär 2006, 03:53

Hallo Sandra73

... bin echt erstaunt wie vielfältig und lebendig dieses kleine Unterforum ist. Nur hoffe ich daß sich die Diskussion nicht in zu viele Einzelbereiche zersplittert. Werde selbst gleich mal schauen ... wo war noch mal das mittlere Thema ! Ach so - danke für das Angebot. Nein ich habs erst später gelesen, war zwar online aber mit mehreren Fenstern.



...´Puja´. Man hat Gaben mitgebracht wie zum Beispiel Früchte, Blumen

Ist dies im Weitesten Sinne zu vergleichen mit den Opferanweisungen im Alten Testament? ..


Sicher .. vergleichen kann man alles aber solche Brand- bzw eigentlich Tieropfer wie in Moses 3 angewiesen, so etwas wäre im heutigen Hinduismus nicht möglich. Ja doch - eine kleine Ausnahme hat sich erhalten, in einigen der Göttin Kali gewidmeten Tempeln in Nepal werden manchmal Büffel rituell enthauptet. Diese Praxis ist aber im real gelebten Hinduismus verschwindend klein.


Ab einem bestimmten Moment sollte die Gottheit jetzt ´da sein´

Wer bestimmt wie lange das geht? Oder wie spürt/weiss man das?
Was heisst "sollte", ist das dennoch eher unsicher oder ist es einfach ein Zeichen von Respekt, dass man dem Gott zugesteht, hier sich die Freiheit zu nehmen, zu kommen oder nicht, dann wann er möchte? Oder dann auch nicht?
Hängt das ab davon, wie ernsthaft man auf ihn wartet?

Genau so wie glaubende Christen davon ausgehen daß das Abendmahl bis in die heutige Zeit ´gültig´ ist, so kann auch ein Hindu gewiss sein daß der angerufene Gottesaspekt in dem heiligen Moment angekommen ist und die Wünsche und Ängste seiner Devotees erhört. Ja, in dem Gerade wie wie ernstafft, wie offen und konzentriert die Menschen sind, umso mehr werden sicher auch die Gebete erhört. Also klar .... auch da, in Indien, gibt es sicher Experten die endlos diskutieren um Opfervorschriften, welche Gabe die richtige ist und welche falsch, ob astrologisch errechnete Zeitpunkte eingehalten werrden müssen .... aber das ist ´alttestamentarisch´, und uns heutigen Menschen riecht das dann schnell nach Detailfuchserei oder Aberglauben.


... denn sie haben das Gefühl daß Gott jetzt für einige Minuten real anwesend ist.

Heisst das, dass nur während dieser besonderen Zeiten der Gott den Menschen zuhören kann? Ist es nicht so dass sie allübergreifend die Menschen immer sehen und hören?

Nein der Dialog, das Gebet, findet natürlich auch bei den Hindus jederzeit statt. Aber wie in allen Religionen machen sie die Erfahrung daß das Zusammekommen besonders an klassischen Feiertagen eine stärkere Wirkung hat. Das beginnt ja schon bei der Vorbereitung, sich waschen und umziehen, die Familie versammeln .... eventuell die Fahrt zum Tempel. Also all dieses Vorbereiten braucht Zeit und ist ja schon persönliches Opfer. Ausserdem der Brauch des Zusammenkommes mit anderen ... auch ein soziales Anliegen also.

So eine Statue an sich wird wie ein (sehr respektierter) Gast-Ort angesehn, ist aber selbst nicht ´Gott in Stein´.

So wie man im Christentum Sakrale Kirchenräume hat in etwa? Nur dass es sehr viel personifizierter ist?


Ja, Kirchenräume, Synagogen, Moscheen, buddhistische oder hinduistische Tempel .. das sind alles sakrale Räume. Die gemeinsam haben daß die für die Dienste freigehalten werden und sauber. Allerdings Gott darstellende ´Statuen´ oder Puppen wie J.Tanya sie auch nannte, sind seltener in evangelischen Räumen. Und total verboten in Moscheen.

also der hochgestellete Hindu weiss daß Gott jenseits aller Bild- oder Formhaften Darstellung ist.

Heisst dies, dass die vier Lebensstadien Student (Tempel), Familie, Eremit, Asket, vom Kastensystem abhängig sind? Dass die mur die in den höheren Kasten durchmachen und die anderen wegen der Armut, egal wie sie innerlich eingestellt sind, diesen Weg gar nicht zu ende gehn können?

Also mit ´hochgestelleter Hindu´ meinte ich eher den Bildungsgrad, ja der geht meistens auch mit der Kaste einher. Noch ..... Die traditionellen Lebenstufen sind unabhängig der Kaste, auch materiell arme Menschen werden, vorrausgesetzt sie haben Kinder die sie unterstützen, im Alter sehr passiv und sich mehr spirituell auf den Tod vorbereiten.


Bhakti ist soviel ich weiss der Weg der Liebe und der Anbetung. Dann gibt es den Karma Yoga, also den Weg der selbstlosen Arbeit, des ´Dienstes an der Menschheit´ . Und den Jnana Yoga, den Weg der Erkenntnis der unter anderem Wert legt auf Meditation, auf Selbsterkenntnis.

Karma Yoga = Dienst an der Menschheit? Wie ist das nun gemeint? Dass man sich durch diesen Dienst ganz bewusst "hocharbeitet" in ein besseres Karma?
Jnana Yoga: So etwas wie ein sehr anstrengender Weg des Gesetzes oder eher Disziplin, die dann anerkannt wird auf dem Weg zu Gott?



...... Nein, ganz bestimmt wäre die Vorstellung des sich ´Hocharbeitens´ genau das Gegenteil vom Dienen. Dienen wie selbstloses Helfen.

Jnana Yoga: So etwas wie ein sehr anstrengender Weg des Gesetzes oder eher Disziplin, die dann anerkannt wird auf dem Weg zu Gott?
... Hmmm .... wie soll Gott etwas anerkennen ? Gott als Personalchef der Beförderungen ausspricht ?

Der Jnana Yogi meditiert auf den göttlichen Urgrund. Auf das attributslose ´Ich Bin´. Also er versucht das persönliche Selbst loszulassen. Nicht ´Ich bin Johncom´ sondern ´Ich Bin´. Nicht dies, nicht das ...... Er wird aber meistens erleben müssen daß es gar nicht so einfach ist. Wie soll eine Person - sich selbst - loslassen ? Deshalb wird dem Yogi empfohlen sich immer auch im Dienen zu üben, sowie natürlich auch in Hingabe, in Frömmigkeit. Ein verantwortungsbewusster Guru (Lehrer) wird schnell erkennen wann der Schüler abhebt, wann der Stolz überhand nimmt, und ihn geschickt von seinem hohen Ross herunterstubsen.
Gruß !

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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Johncom » Mo 27. Mär 2006, 04:00

Original von Enggi
Mich interessiert, wie der Hinduismus mit anderen Religionen verwandt ist, ob es okkulte Elemente drin hat, und so weiter.


Enggi das ist auch für mich eine wohl lebenslange Beschäftigung, also das heraustüfteln der Gemeinsamkeit aber auch der Unterschiede in Religionen. Gerade der ´grossen 5´. Beziehungsweise der 3 semitischen Ursprungs und des 2 östlichen. - Aber was ich fragen wollte: Was heisst ´okkult´ .. oder was wird mit ´okkult´, mit diesem Begriff verbunden ?

Gruß
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Johncom » Mo 27. Mär 2006, 05:22

Original von Samson

Wenn der Christ seine Wiederauferstehung erlangt, erst im Geiste und dann auch dem Fleische nach, dann ist er zwar auch Gott und völlig befreit, so wie Christus, und er sagt dann, nicht mehr "im Namen Gottes" oder "weil es Gottes Wille ist" sondern, wie Christus, "ICH will es", "weil es MEIN Wille ist", eben weil er völlig im Willen Gottes lebt. Der Unterschied ist aber: Er ist Gott durch Gott und nicht "Gott" durch sich.

Diesen Unterschied zu verstehen dürfte für unsere Zeit eines der wichtigsten Gebote überhaupt sein.


Lieber Samson, Du nimmst es aber sehr genau. ( Und Nataraj nicht weniger )

Wenn ich Deinen Satz lese "Wenn der Christ seine Wiederauferstehung erlangt, erst im Geiste und dann auch dem Fleische nach, dann ist er zwar auch Gott .. " Ist er auch Gott ?? Nun solche Aussagen haben schon oft im Christentum, wie auch scheinbar im heutigen Islam, zur Verhaftung geführt oder zur spontanenen Steinigung. Nicht so schön .. ..

Du bist sehr mutig in Deiner Schriftauslegung. Nataraj hat es etwas einfacher da er, wie ich annehme aus gelesenen Abschnitten, sich sowieso in der Advaita Ausrichtung beheimatet fühlt. Advaita hält sich nicht auf mit vorher und nachher, wenn und aber. Sondern Mensch = vergänglich, Gott = ewig. Um das vergängliche zu durchschauen braucht es meistens einen Prozess der Meditation. Meditation ist oft auch schmerzend denn das Ego hungert nach Unterhaltung und bekommt sie nicht, aber zu sagen dieser Schmerz sei weltlich oder göttlich ..... nun, das sollen die Philosophen entscheiden.

Du unterscheidest da zwei Befreite (oder Götter, Gottgewordene ?), den Christen und den Monisten:

"Der Unterschied ist aber: Er ist Gott durch Gott und nicht "Gott" durch sich."

Was werden diese Befreiten machen nacher, der durch Gott befreite und der ´durch sich´ ? Werden sie sich dann endlich vertragen und ein Bier zusammen trinken - oder werden sie erneut in den Ring steigen, da oben auf Wolke 7 ?

Sind wir manchmal nicht ein bischen über-genau ... besonders in der Auslegung der Schriften deren Autoren wir persönlich nie getroffen haben ? Entspannend fände ich hier: "Der Buchstabe tötet, aber der Geist, der Heilige Geist macht lebendig" ;)

Liebe Grüße ..
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Johncom » Mo 27. Mär 2006, 07:26

Original von J.Tanya
Wie auch das Reich Gottes schon mitten unter uns ist, wie jesus sagt. (und doch sieht die aktuelle Gesellschaft ziemlich anders aus, als wie unter Gottes Herrschaft)


Lieber J.Tanya

noch kurz zu Deiner vor vor vor vorherigen Antwort ? Stichwort Prabhupad, 4 Zeitalter, Heuchelei und Krieg .. ?

... Also das ´Reich Gottes´ sei schon mitten unter uns, das klingt mal besser (für mich oder für andere Leser auch ?). So wie ´Shalom´ oder ´Friede mit Euch´. Das Reich Gottes , ist das nicht eher ein Bild, eine Parabel also etwas was jeder auch im hintersten Dorf versteht, jemand der vielleicht noch nie ein Buch gelesen hat, weil er (sie) nie lesen lernte, weil es nur Arbeit gab von früh bis spät. Jesus sprach in Bildern. Zu den Leuten, den Einfachen. Ja die aktuelle Gesellschaft sieht anders aus. Je nachdem wie man sie sieht und wieviel Zeit man den Medien gibt, die uns täglich mit Katastrophen zumüllen. Aber vermutlich ist die heutige Zeit nicht ´besser´ als jede andere Zeit.

Also das Reich Gottes ... könnte auch ganz einfach ein Zustand sein, ein Zustand im eigenen Bewustsein. Wenn man den tiefen Frieden spürt.

Nebenbei bemerkt: Das eigenene Bewustsein - ist das wirklich sooo getrennt vom anderen Bewuststein. Dem Bewustsein des Mitmenschen ?

Ich meine jeder fühlt sich sowieso jeden Tag etwas anders. Entweder weil der heimische Fussball Club gut oder schlecht gespielt hat. Oder weil sich neue Liebe, neues Glück anbahnt ..... Also ich will jetzt nicht zu profan werden, nur ..... warum soll man persönliche Erlösung in Zusammenhang bringen mit 427 000 Jahren die ein Kali Yuga dauert. .. Und wie sähe so ein ´Reich Gottes´ dann aus ? Als ich etwas jünger war hat mir ein netter alter Mann ein paar ´Wachturm´ Heftchen in die Hand gedrückt. Sehr fein illustriert, da waren glückliche Familien zu sehen, die wie in der Fernsehwerbung am Frühstückstisch versammelt sitzen. Mitten in natürlicher Umgebung und Schafe, Rehe und Löwen grasen harmonisch nebendran. Ein sehr nettes Gottesreich. Und bestimmt sehr gut gemeint will mich auch nicht lustig machen.

Aber vielleicht ist das Reich Gottes auch ein Bild für einen Entwicklungszustand, sagen wir die Erkenntnis daß alles zusammen gehört, das die ganzen Familienkrisen wie auch die politischen Streitereien gar nicht so ernst sind wie sie oft erlebt werden. Obwohl es blutige Nasen gibt, das ist leider so ..... Also ja, man kann sich ´Gottesreich´ auch vorstellen als .... hmm ... Herzensfriede ? Peace of mind ? So etwas ist zumindest schon in einem einzigen Leben vorstellbar.

J.Tanya ganz gewiss haben Menschen wie Sri Chaitanya aber auch Buddha, Shankara ganz grosse Wirkungen erzielt um an die eigentliche Heimat aller Wesen zu erinnern: Wir sind zwar vielfach in Form aber doch (eigentlich) eins in Gott.

Danke
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Schoham » Mo 27. Mär 2006, 10:16

Original von Sandra73
Liebe Schoham,

im Vorangehenden Vers 15 heisst es aber auch dass Jesus das "Ebenbild" Gotvaters sei und der Erstgeborene der Schöpfung.
Ich sehe:
Wenn wir Jesus und den Vater zu sehr unterscheiden, ist J.Tanyas Schlussfolgerung auch logisch.
Wenn wir sie zuwenig unterscheiden, dann kommen wir mit dem von ihm angeführten Bibelstellen ins Gehege.
Was nun?

Schau mal in Deine Inbox, hab Dir eine PN geschrieben. Hier wird morgen weitergedacht bis das Hirn raucht. Kommt nämlich nichts schlaues mehr dabei heraus. Sieht nach ausweichen aus?
Tu ich auch bewusst. Der Grund steht in der PN.

Ganz e gueti Nacht!

Grüessli, Sandra




Guten Morgen Sandra :)

Gott ist Geist und so wie wir es nicht verstehen oder erfassen können.

Er ist wie ein verzehrendes Feuer.
Wie eine Sonne.

Wie das brausen des Meeres oder wie ein mächtiger Berg.

Gott ist alles in allem.

Er ist das Leben Selbst.
Das Licht.

Er ist viel mehr als die Sonne, die wir sehen können.

Alles was mit den Augen sehen, ist nur ein winziger Bruchteil von dem was Gott wirklich ist.

Wir müssen, dürfen grösser von Gott denken.

Jetzt hat es Gott gefallen, Sich für uns Menschen sichtbar zu machen.

Er hat Sich ausgegossen in eine Form, die für uns vorstellbar ist.

Hat Sich Namen gegeben, die wir verstehen können mit unserem Verstand.

Vater, Hirte, Meister, Freund oder Bruder...

Und so erkennen wir Gott, den man nicht sehen kann in der Person des Menschen Jesus Christus.

Es gibt nicht einen Vater im Himmel der wie ein Mensch ist neben Jesus Christus.

Jesus hat uns Gott zum Vater gemacht.
Indem Er ein Sohn Gottes wurde.

Er lebte als Mensch und hatte zu Gott eine Beziehung, wie wir sie haben sollen.

Als zu einem Vater.

Jesus war ganz Gott und Er war ganz Mensch.
Zur gleichen Zeit.

Es ist ein Wunder - und unser Gott ist ein Gott der Wunder tut.

Jetzt ist Jesus wieder im Himmel.

Es steht, dass Er wiederkommen wird.
Die ganze Bibel spricht von Jesus Christus.

Er ist unser Gott, unser Vater, unser Erlöser.
Ich kenne keinen anderen Gott ausser Ihm.

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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Nataraja » Mo 27. Mär 2006, 11:07

Hallo Samson,

du sollst auch keine Doktorarbeit hier reinstellen, sondern lediglich die endlose Liste, die aus 10 Punkten besteht beweisen.
Da du heschrieben hast, dass du deswegen erst im Schuppen rumkramen musst und ich deshalb nur ein oder zwei Fragen stellen soll, werde ich das natürlich tun:

Wer ist Shiva?
Diese Frage reicht mir.

Und dann muß ich dir leider sagen, dass du wieder den selben Fehler gemacht hast, wie Anfangs hier in diesem Thread. Du schreibst etwas über monistische Philosophie und kennst dich aber in Wirklichkeit nicht damit aus.
Ein Monist, der sein Ziel erreicht hat, denkt nicht mehr in den Kategorien Ich und mein, oder Ich will. Denn das Ich macht nur Sinn im Gegenüber, also in einer dualistischen und relationalen Struktur. Und auch die interne Struktur des Ichbewußtseins ist noch dualistisch und bezüglich, also nicht das Endziel. Und so fällt am Ende alles weg, was du benennen könntest. Ich habe dir schon öfters geschrieben, dass da nicht etwa nichts ist, sondern dass dieses Wegfallen von allem Benennbaren eher unsere Unfähigkeit darstellt, Einheit zu benennen, zu beschreiben, usw...
Du nimmst die Prämissen als Vorhanden an in jedem Zustand. Und das ist dein Fehler.

Gruß

Nataraja
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Enggi » Mo 27. Mär 2006, 15:12

Original von J.Tanya
Original von Enggi
Aussteigen tu ich nicht, nur wollte ich J.Tanya keine falsche Hoffnung machen, dass er mich im Eilzugstempo zu einem Devotee bekehren könne. Ich kenne einen pensionierten Sozialarbeiter, der sich als Christ bezeichnet, geschieden und schwul ist und meditiert, ein höchst interessanter Mensch mit Energien, vor denen ich manchmal das Gruseln bekomme, den ich aber sehr schätze und liebe. Mich interessiert, wie der Hinduismus mit anderen Religionen verwandt ist, ob es okkulte Elemente drin hat, und so weiter.
Enggi zum Devotee bekehren. Ha, wieso das?

Will ich bekehren. Klar ich träume davon, dass in meinem Dorf es noch ein paar gleichgesinnte gäbe, mit denen ich darüber frei austauschen kann. Aus sozialen Gründen. Ist ja normal dass man mit Menschen kommunizieren will, die ähnliches erleben, praktizieren und im Idealfall schon weiter sind. Aus dieser sozial-ego-perspektive hab ich absolut kein Interesse an einer Bekehrung Enggis. Weil ich ja den christlichen Weg (trotz theologischer Uneinigkeiten) als möglichen, gangbaren Weg zu Gott anerkenne, hab ich eigentlich kein Problem mit Christen. Es nervt(e) mich natürlich einfach deren Bekämpfung von meiner Religion.
Ich liebe zb. den Inter-religiösen Dialog. (ich könnte dies sogar astrologisch belegen, dass ich eben ein Inter-Typ bin.
(inter-esse, inter=da-zwischen) Stichtwort Merkur-Zwillinge...
So ging ich auf Christen zu. Doch was erfuhr ich? subtilen Bekehrungsdrang und zwang. Soziale Vereinnahmung und dann wieder Total-ignoranz, als man erkannte, dass ich eben "nur" inter-religiös austauschen will und gar nicht ein freichrist werden will... die alte geschichte...

Es gibt halt unterschiedlichste Charakteren in unterschiedlichsten lebensphasen. das spektrum menschlicher Verhaltens und Denkeweisen ist enorm...

Ich traf als tendenzieller Synkretist auf ziemliche Dogmatiker-Fundis... ein riesen gaudi :roll:
Danke für den langen Beitrag. Das mit dem Bekehren war natürlich ein Witz meinerseits, bzw. eine abgekürzte Aussage. Ich kenne deine Geschichte einigermassen und nehme nicht an, dass du es den Christen mit gleicher Münze heimzahlen willst.
Das Christentum scheint (scheint) einfacher zu sein, enggi.
Da gebe es nur ein Buch.

Doch bedenke, warum die Bibel Bibel heisst. (Biblio-thek)
Sie ist eine zu einem Buch zusammengefasste Biblio-thek mehrere Bücher aus verschiedenen Zeitepochen und unterschiedlichster Autoren.

Bei den Veden hast du das halt nicht zusammen und klar, es ist schon vielll mehr Text vorhanden. Aber praktisch läuft es sowieso, dass man sich auf ein paar bücher konzentriert.
Man erkennt also immer nur Teilaspekte und auch die nur unvollkommen. (schliesslich könnte ich die Gita 100000000x lesen und käme immer wieder zu neuen einsichten)

Darum ist es so wichtig zu erkenen, das man selber immer nur ein Bruchteil der Wahrheit liest. Religion ist spirituelles Puzzeln.

Auch die eine Bibel, die es in unterschiedlichen Versionen gibt, wird von verschiedensten Menschen gelesen und total unterschiedlich inter-pretiert und noch unterschiedlicher gelebt.

Das sieht von aussen genauso verwirrend aus, wie wenn du auf den verwirrenden Hinduismus schaust.

Die Iskcon zeigt durch den Kompass Prabhupada da ja auch
einen ganz klaren WEg durch den Hindu-Dschungel.

Lies Prabhupada Bücher
Bhagavad Gita wie sie ist
Srimad Bhagavatam
Caitanya Caritamrta
etc.
chante 16runden am Tag
iss prasadam
steh früh auf
enthalte dich von Glückspiel, Drogen, unlauterem sex und Fleisch
höre Geschichten vom Herrn
Such einen spirituellen Meister und lerne von ihm
Singe bajans, tanze, diene, spende
etc.


Was für Energien hat denn der schwule, pensionierte Christ, der meditiert?
Der Sozialarbeiter, den ich erwähnte, hat z.B. die Gabe der Gastfreundschaft. In seiner Nähe fühlen sich die Menschen gut aufgehoben. Gleichzeitig bewirkt er, dass man anders denkt, als man eigentlich selbst denkt. Konkret kann er dich z.B. zur Homoerotik bekehren, wobei er das nicht bösartig oder bewusst macht. Du kannst theoretisch der grösste Feind von Astrologie und jungscher Psychologie sein, wenn du bei ihm zu Gast bist, findest du seine Art, den Menschen psychisch zu helfen, plötzlich einleuchtend und gut. Vermutlich kommt das daher, dass er ein praktischer Mensch ist, der aus Erfahrung schöpft. Wäre er ein wiedergeborener Christ, so würde ich zu ihm in die Schule gehen. Hätte er einen Internetanschluss, so würde ich ihn gerne mit dir kurzschliessen.
Asketische Yogis die zb in einer Höhle meditieren ent-wickeln sogenannte Siddhis, mit denen sie zb. den Körper so erwärmen können, dass der schnee um sie herum schmilzt.
denn sogar im Sommer ist es im Himalaya kalt und so müssen sie solche Fähigkeiten haben, sonst überlebten sie dies gar nicht. Es gibt folgende Siddhis. (Unsichtbar werden, ganz klein werden, fliegen können, ausserkörperliche Reisen, eiskälte ertragen, feuer erzeugen im Körper, macht über andere, etc... ) weiss es auch nicht genau korrekt.

diese Siddhis werden im Krsna-Bewusstsein nicht angestrebt, werden sogar als lästig und gefährlich angesehen, da sie einem vom Pfad abringen können. Man hätte im Extremfall nämlich ziemlich viel Macht, und Macht verführt einen, etwas zu machen. (Macht aus-zu-üben) Ein krsna devotee im Idealfall sitzt aber nur noch da und chantet den ganzen Tag die Heiligen Namen Krsnas. mehr ist nicht. Vielleicht noch predigen, wenn den jemand da ist, der daran interesse hat.
Man dient krsna irgendwo in einem kleinen Häuschen, asram, höhle, wald, tempel, unspektakulär und unbedeutend.
Da ist kein allzugrosses Interesse mehr an der Welt vorhanden. Ja sie existiert so wie der normal-mensch sie erlebt, gar nicht mehr. Denn man ist so in Radha-Krsna absorbiert, dass man eigentlich nur noch physisch auf der Erde anwesend ist.

natürlich bin ich genauso weit davon wie du enggi.
Wenn ich überhaupt irgendeine übernatürliche Gabe erstrebe, so ist es diejenige, Kranke zu heilen, weil diese gemäss meinen Beobachtungen am ehesten gebraucht wird. Täglich begegne ich z.B. Leuten, die schief herumlaufen, verkrüppelt sind, nicht alle Tassen haben, im Rollstuhl fahren etc.

Dann würde ich auch gerne übers Wasser laufen, einfach so, weil ich Wasser liebe, aber schwimmen anstrengend finde.
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Samson » Mo 27. Mär 2006, 16:01

Original von Johncom
Wenn ich Deinen Satz lese "Wenn der Christ seine Wiederauferstehung erlangt, erst im Geiste und dann auch dem Fleische nach, dann ist er zwar auch Gott .. " Ist er auch Gott ?? Nun solche Aussagen haben schon oft im Christentum, wie auch scheinbar im heutigen Islam, zur Verhaftung geführt oder zur spontanenen Steinigung. Nicht so schön .. ..


Eben darum ist ja Christus gekreuzigt worden. Schon die Propheten vor Ihm wurden gesteinigt, allein schon weil sie "im Namen Gottes" kamen.

Christus, der von Geburt an IDENT mit dem Vater ist und das nicht nur Selbst sagt sondern laufend bekräftigt mit "ICH will" und "in MEINEM Namen" und "ICH bin" (anstatt "Gottes Wille" und "in Gottes Namen" und "Gott ist" wie die Propheten vor Ihm), der ist dann bei den stockblinden Pharisäern und Juden natürlich ganz besonders schlecht angekommen.

Ein vollkommen in Geist und Fleisch wiedergeborener und wiederauferstandener Christ ist zwar mit Christus ident und genauso frei wie Er, trotzdem gibt es einen Unterschied, den ich aber leider nicht in Worte fassen kann. Wie auch? Diesen Unterschied in Worte zu fassen ist ja selbst den am meisten erleuchteten Mystikern nicht gelungen. Auch sie konnten sich bestenfalls mit dem "gleichzeitig eins und verschieden sein" behelfen. Oder sie haben das Thema gar nicht erst berührt, weil es der noch zu wenig hellen Welt gegenüber so gefährlich ist und leicht mißverstanden werden kann.


Du unterscheidest da zwei Befreite (oder Götter, Gottgewordene ?), den Christen und den Monisten:


Der Monist erlangt nicht wirklich Befreiung. Man kann nicht durch sich befreit werden. Das geht nur durch Gott. Aus eigener Kraft kommt man nur bis sozusagen vor das Himmelstor, aber Eintritt findet man keinen, solange man sich nicht Christus zuwendet und durch Ihn wiedergeboren wird.

Das ist wie mit einem Gefängnis. Man kann aus eigener Kraft ausbrechen, aber rehabilitiert und wirklich befreit wird man nur durch einen Entlassungsschein. Ansonsten wird man früher oder später wieder im Gefängnis landen und dann noch dazu unter verschärften Bedingungen. Genauso geht das den Monisten.
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Enggi » Mo 27. Mär 2006, 18:08

Original von Johncom
- Aber was ich fragen wollte: Was heisst ´okkult´ .. oder was wird mit ´okkult´, mit diesem Begriff verbunden ?
Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Erkennen von sogenannt "okkulten" Einflüssen im christlichen Glauben, wobei okkult wörtlich verborgen heisst. Unter Okkultismus versteht man im allgemeinen magische Geheimlehren. Unter okkulten Elementen verstehe ich gegenwärtig hauptsächlich magische Praktiken, durch die der Mensch Macht bekommen soll. Gemäss meiner Erkenntnis handelt es sich dabei um Lehren, die durch unsichtbare Lehrer an empfängliche Medien vermittelt wurden.

Ein einfaches Beispiel: Die Psychologie C. G. Jungs wurde diesem durch Philemon, einen Geist, übermittelt. C. G. Jung hat sie dann in die Pseudo-Wissenschaft Psychologie eingebracht. Die Psychologie wurde als Wissenschaft in die christliche Seelsorge eingebaut. So hat eine dämonische Lehre Eingang in die christliche Praxis gefunden.

Die östlichen Religionen werden z.T. vom Christentum in Bausch und Bogen als dämonisch abgelehnt. Mir geht es darum, selber herauszufinden, was denn nun am Hinduismus dämonisch ist, ob alles, Teile davon oder nur manche Sekten.
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon J.Tanya » Mo 27. Mär 2006, 18:24

Original von Nataraja


Wer ist Shiva?
Diese Frage reicht mir.


Gruß

Nataraja


So, da Samson ja seine Bücher nicht hervorkramen kann, wrde ich dr ne Antwrt geben.

Shiva ist....


sehr verwirrend.

Da er ganz unterschiedliche Aspekte re-präsentiert.

zum einen ist er Krsna-Gleich: Im Verhältnis Milch-Yoguhrt

Ehemann von Sati die sich verbrannte?

Shiva-Shakti

Verwalter von Tamas?

Zerstörer der unteren Planetensysteme.

Zerstörer der Hindernisse auf dem Weg zu Gott.

Dham-Bewacher

Ganges...

Mahadeva, der grösste Devotee krsnas.

Maheshwara, der mächtigste Herrscherim materiellen Universum.

Verehrungsgrund für Dämonen und Magier umd Macht zu erhalten

Shankaracarya, der Verkünder der Nirvana-Lehre im Wort-kleid der Vedas?

Der Sohn Brahmas?

Rudra-formen?

Sehr schnell zufrieden - sehr schnell verärgert

Nataraja the lord of the cosmic dance (nicht zu verwechseln mit Livenet-Nataraja)

Trinität Brahma- Visnu-Shiva

und noch vieles mehr...

Eigentlich sehr faszinierend.


Ich muss aber noch erwähnen, dass ich nachwie vor KEIN Shiva-experte bin...
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon J.Tanya » Mo 27. Mär 2006, 18:37

Enggi, was ist den nun an Jungs Psychologie (ich kenn sie schlecht) dämonisch?

Kannst du sie mal kurz erklären und was denn störend dabei ist fürs Christentum?
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon J.Tanya » Mo 27. Mär 2006, 18:45

Ok Samson, ich geb dir mal rückendeckung.

Ich bin theoretisch-theologisch schon mehr oder weniger auf der Prabhupada-linie (wies dann praktisch aussieht, das lassen wir mal unerwähnt)

Prabhupada empfiehlt weder Sankara noch Buddha zu folgen.

Und Sri Chaitanya sagt, man solle sich von solchen Lehren fernhalten.

Mir persönlich sind sie zu theoretisch. Oder mir kommt es so vor. Ich will tanzen, chanten, bajans singen (nehm grad meine
eigenen bajans songs auf) und prasadam essen.

Der Hare Krsna-Weg ist sicher einer der einfachsten WEge zu Gott. Und vorallem einer, der auch noch und immer mehr spass und Freude macht.

Singend tanzt man Gott entgegen...

Was will man mehr? Die Party fängt nicht erst im Paradies an...
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Sandra73 » Mo 27. Mär 2006, 18:59

Original von Johncom
Hallo Sandra73
... bin echt erstaunt wie vielfältig und lebendig dieses kleine Unterforum ist. Nur hoffe ich daß sich die Diskussion nicht in zu viele Einzelbereiche zersplittert.


Hallo Johncom,

danke für Deine Antworten!
Ja, normalerweise gehts hier schon viel geordneter zu. Es sind halt nun mehr User die mitdiskutieren und an unterschiedlichen Themen. Und da ich selbst auch noch ein Thema aus einem anderen Thread hierhin importiert habe, was glaub ich im Nachhinein gesehen recht ungeschickt war....sieht es etwas chaotisch aus hier....



...... Nein, ganz bestimmt wäre die Vorstellung des sich ´Hocharbeitens´ genau das Gegenteil vom Dienen. Dienen wie selbstloses Helfen.


Aber was ist dann der Sinn davon, dies zu praktizieren? Da es ja doch trotzdem darum geht, im nächsten Leben ein besseres Karma zu errreichen. Das ist doch das Ziel, dachte ich. Kann man dann überhaupt selbstlos helfen, weil man kommt ja in Konflikt mit dem Ziel, das Karma zu verbessern.


Gruss, Sandra73

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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Enggi » Mo 27. Mär 2006, 19:01

Original von J.Tanya

Ein Kind Gottes muss ich nicht werden, denn das BIN ich immer schon gewesen!!!

Ich muss mich höchstens immer wieder daran er-innern.
und noch viel wichtiger: Dementsprechend leben.

Dabei haperts, das geb ich zu...


J.Tanya, musst du dich denn auch täglich daran erinnern, dass du ein Mensch bist und nicht zum Beispiel ein Tier? Hier ist ein wesentlicher Unterschied zwischen einem religiösen Menschen und einem Menschen, der von Gott die Vollmacht hat, ein Kind Gottes zu werden. Hat er nämlich diese ihm von Gott verliehene Vollmacht einmal erhalten, so verliert er sie nie wieder. In der Bibel gibt es nur genau einen Weg, um ein Kind Gottes zu werden: Glaube an den Herrn Jesus Christus.

Heilsgewissheit scheint tatsächlich ein christliches Monopol zu sein.
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon J.Tanya » Mo 27. Mär 2006, 20:08

Original von Enggi
Original von J.Tanya

Ein Kind Gottes muss ich nicht werden, denn das BIN ich immer schon gewesen!!!

Ich muss mich höchstens immer wieder daran er-innern.
und noch viel wichtiger: Dementsprechend leben.

Dabei haperts, das geb ich zu...


J.Tanya, musst du dich denn auch täglich daran erinnern, dass du ein Mensch bist und nicht zum Beispiel ein Tier? Hier ist ein wesentlicher Unterschied zwischen einem religiösen Menschen und einem Menschen, der von Gott die Vollmacht hat, ein Kind Gottes zu werden. Hat er nämlich diese ihm von Gott verliehene Vollmacht einmal erhalten, so verliert er sie nie wieder. In der Bibel gibt es nur genau einen Weg, um ein Kind Gottes zu werden: Glaube an den Herrn Jesus Christus.

Heilsgewissheit scheint tatsächlich ein christliches Monopol zu sein.



Mal ehrlich: Ist dir von morgens bis abends
von Montag bis Sonntag
von Januar bis dezember

immer bewusst, dass du ein Kind Gottes bist?


normal, lauf ich umher, esse arbeite, etc und vergesse sehr oft dabei Gott. Und damit auch, dass ich Sein Kind seit immer schon. Weil mich der ewige erschaffen hatte, bin ich selbst auch ewig und damit kann man sagen dass ich schon immer ein Kind Gottes WAR, BIN und SEIN WERDE.

was ich "muss" ist dieser Kindschaft Gottes vollumfänglich bewusst zu werden und sie auch zu leben.

Was sind denn für euch alle nicht-Christen?

Sie wurden ja auch von gott erschaffen.

Schuff Gott "nur" Geschöpfe die an und für sich wertlos seien. Erst wenn sie sich dann bekehren sind sie wertvoll?

Kanns so nicht sein. Denn was Gott erschafft ist wertvoll und würdig und von IHM für IHN.

Durch den freien Willen haben wir aber die Möglichkeit diese Kindschaft zu ignorieren und unsere eigenes Ding durchzuziehen. Dann sind wir zwar immer noch Kind gottes, aber eben rebellische Kinder. (siehe Geschichte vom verlorenen Sohn)
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon J.Tanya » Mo 27. Mär 2006, 20:18

Original von Enggi
In der Bibel gibt es nur genau einen Weg, um ein Kind Gottes zu werden: Glaube an den Herrn Jesus Christus.





Glaube an den Herrn Jesus heisst konkret:

WEr mich liebt befolgt meine Gebote.

Was sind seine Gebote?

Liebe Gott deinen VATER von ganzem Herzen...
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst...

darin ist das ganze Gesetz enthalten.


Wenn ich das tu bin ich ein Kind Gottes, dass den Willen Gottes tut,

wenn ich das nicht tu, bin ich auch ein Kind gottes,das rebeliert und darum, fern vom Vaterhaus leben muss.

Heilsgewissheit gibt es bei Vaisnavas durchaus auch.
Aber damit sollte man nicht hausieren.
Es kann einen in falsche Sicherheit führen.
(egal was ich tu... ich bin ja dabei...)


Sandra: selbstloses Dienen warum?

Was für ne Frage: Weil man Gott liebt und wen man verehrt und liebt, dem will man dienen.

(warum kommst du mit der gutes Karma erarbeiten_lehre? ich dachte, das hätten wir früher schon mal geklärt? oder nicht? egal! das ist was für karmi-yogis. hier reden wir aber von Bhakti und da geht es eben grad nicht um dieses Karma-verbessern...)

sondern um:

Liebe und Dienst zum Supreme Divine Couple...
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Johncom » Mo 27. Mär 2006, 20:43

Hallo Sandra,

ja vielleicht tut es dieses Forum ganz gut wenn die Beiträge kürzer gehalten werden, so wie Deiner jetzt. Kleiner ist feiner ....,. Man muss ja nicht immer einen ganzen Rucksack ausschütten. Das trennt auch irgendwie....



...... Nein, ganz bestimmt wäre die Vorstellung des sich ´Hocharbeitens´ genau das Gegenteil vom Dienen. Dienen wie selbstloses Helfen.

Aber was ist dann der Sinn davon, dies zu praktizieren? Da es ja doch trotzdem darum geht, im nächsten Leben ein besseres Karma zu errreichen. Das ist doch das Ziel, dachte ich. Kann man dann überhaupt selbstlos helfen, weil man kommt ja in Konflikt mit dem Ziel, das Karma zu verbessern.


Gruss, Sandra73




Also ´selbstloses Helfen´ ? Dienen ist bestimmt eine empfohlene Übung in allen unseren Religionen. ´Unseren´ wenn man vorraussetzt daß wir erstmal Menschen sind ungeachtet der Konfession, der Konditionierung.

Könnte es sein daß ´im nächsten Leben ein besseres Karma zu errreichen´ eine sehr einfache - eine volkstümliche - Sichtweise ist. Tue gutes .... Du wirst dafür reichlich belohnt, später. So wie man auch hier den Kindern sagt ´Wenn Du an Gott glaubst kommst Du später in den Himmel´. Zuerst tue dies, dann wird die Belohnung schon folgen.

Die simple Folgerung
gutes Karma = besseres Leben nach Wiedergeburt
ist nicht so sehr present im gelebten Hinduismus wie wir es hier im Westen vermittelt bekommen. Was sehr wohl present ist, ist die Auffassung daß alles was wir tuen aus selbsüchtigen Motiven heraus uns zu mehr Leiden führen wird. Auch ein besseres Leben irgendwann später, zum Beispiel eine Geburt in einem begüterten Haus .... das wird zwar als ´günstiger´ angesehn, ist aber wirklich das Erlösungsziel. Schon gar nicht auf dem Yoga Weg. Der Yogi wünscht vielmehr alle Anhaftungen zu verlieren um nicht mehr zurück kommen zu müssen. Um in Gott aufgehen zu können, er sehnt sich nach dem ewigen Frieden.

Herzlichen Gruß !
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Johncom » Mo 27. Mär 2006, 20:50

Original von Enggi
Heilsgewissheit scheint tatsächlich ein christliches Monopol zu sein.


Ja Enggi die Heilsgewissheit SCHEINT tatsächlich ein christliches Monopol zu sein. Aber sie IST es nicht.

Gruß !
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon Sandra73 » Mo 27. Mär 2006, 21:07

Original von J.Tanya
Sandra: selbstloses Dienen warum?

Was für ne Frage: Weil man Gott liebt und wen man verehrt und liebt, dem will man dienen.

(warum kommst du mit der gutes Karma erarbeiten_lehre? ich dachte, das hätten wir früher schon mal geklärt? oder nicht? egal! das ist was für karmi-yogis. hier reden wir aber von Bhakti und da geht es eben grad nicht um dieses Karma-verbessern...)

sondern um:

Liebe und Dienst zum Supreme Divine Couple...



Hoi J.Tanya!

Wie war das bei Dir, als Du in der Schule warst? Hast Du da manchmal auch zuerst mal was begriffen oder gedacht dass Du hättest, und dann kamen doch wieder Fragen auf?
Das (mich....) auszuhalten gehört auch zum Lehrersein....

Klar ist das Hauptaugenmerk beim Bhakti nicht auf dem Erarbeiten vom Karma.Ich hab Johncom ja auch gefragt zu dieser Form, wo es darum eben geht, wenn ich mich richtig erinnere. Und ich wollte von ihm wissen, wie das denn nun geht mit der Motivation.

Weil, ich merke ja schon bei mir dass wenn ich zuviel darüber nachdenke, ich dann fast bei allem, was ich tue, letztendlich auf eine falsche Motivation kommen kann, wenn ichs allzu genau durchdenke. Da kann man durchdrehen, sag ich Dir, wenn man es in alle Konsequenz durchdenkt.

Versuch mal ganz, ganz ehrlich ohne falsche Motivation zu lieben. Auch Gott zu lieben. Weshalb liebst Du ihn? Weil Du mit ihm zusammen sein möchtest, weil Dir das gut tut usw. und das ist dann ja schon wieder genaugenommen eigennützig. Und doch ist es das was Gott möchte....darüber denk ich manchmal stark nach. Und es kommen eben die quälenden Fragen hoch. Und dann bin ich froh dass ich diese Gott wieder hinlegen darf.
Verstehst Du das Dilemma?

Ich hab bei dem selbstlosen Dienen an Taten an Menschen gedacht. Die kommen ja aus der Motivation, Gott lieben und ihm dienen zu wollen. Und nun komm ich dann eben in dieses Dilemma mit dem Motivationskonflikt. Und dann kam es in meinen Gedankengängen auf das Karma erarbeiten heraus. Und darum ist mir hier die Frage entstanden.

Im Bhakti ist die Karma-Lehre durchaus ja auch drin, auch wenn es nicht das Augenmerk ist aufs Erarbeiten. Deshalb kann ich den Konflikt, die Frage nicht wegreden.Es war ja kein Urteil, es war eine Frage.

Ich hab nicht gepocht auf "böse Karma Lehre" oder so.
Was ist denn los mit Dir? Hat es Dir solche Mühe gemacht, dass ich Dich da mit Deinem Statement anscheinend auf dem falschen Punkt erwischt habe? Seither fröstelt es nur noch, wenn Du mir überhaupt antwortest....

Hast Du in etwa verstanden was ich meine?

Irgendwie ist alles plötzlich so kompliziert.... :? :cry:

Liebe Grüsse von Sandra
Sandra73
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Re: Bhakti Yoga und die Veden besser verstehen.

Beitragvon J.Tanya » Mo 27. Mär 2006, 21:51

Liebe Sandra:

Auch der beste Lehrer hat mal einen schlechten Tag... 8-)

Malim ernst:
Ich treffe nicht immer das rechte Wort. Man weiss ja selten, was das eigene Geschreibsel beim anderen wirklich auslöst.
Ich wäg da nicht jeden Satz ab.


karma ist einfach das Gesetz von Ursache und Wirkung.
das gilt für jeden auf der Welt.

bei Bhakti will man ja aus dem Karma-kreislauf raus.

Die Motivation ist zu Beginn kaum: ich will Gott dienen weil ich ihn so liebe.

Die Motivationen sind zu Beginn eher: ich will weg vom Leid, weg von Frust problemen,
hin zu glück, Frieden und Freude.

In Bhakti Yoga sucht oder versucht man Zuflucht bei Gott zu finden.

Weil man erkannt hat, dass alle anderen Hilfen (geld, bücher, Freunde, Familie, Regierung, Polizei, Therapeuten, Arzte etc) schlussendlich das wahre Problem nicht an der Wurzel packen können, also mehr oder weniger nur symptom-behandlung praktizieren ...


Kurz: bist du im Flugzeug des Herrn interessieren, betreffen dich die Karma-gesetze Mayas nicht mehr.






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