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Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

Moderator: bigbird

Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon pirate23 » Do 21. Aug 2008, 21:22

erbreich hat geschrieben:ist dieses "Wer-ist-besser (menschlicher)" tatsächlich eine Fangfrage

Vor allem in einem christlichen Forum. Hier wird Jesus natürlich bei jedem Test besser abschneiden, auch wenn in der Bibel kaum eine spezifische "Lehre" zu finden ist und Christen völlig andere Ziele haben als Buddhisten: Christen wollen ihr Ego bis in alle Ewigkeit behalten, und Buddhisten wollen erkennen, dass sie gar keins haben :D

Wo und welche Aufrufe und Ermahnungen zu "Menschlichkeit" finden sich in der Bibel und in der buddhistischen Überlieferung

Buddha: Edler Achtfacher Pfad (Samyutta Nikaya 56). Jesus: Bergpredigt (Mt5). Irgendwie scheint die buddhistische Version aber mehr Tipps für die Praxis zu enthalten :D

Und vielleicht müssten wir auch konkretisieren, was wir eigentlich unter "Menschlichkeit" verstehen

Das würde auch voraussetzen, dass jemand "normales menschliches Verhalten" definiert. Eventuell könnte man einfach aus 6,7 Milliarden Menschen den Durchschnitt bilden.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Grasy » Do 21. Aug 2008, 21:41

Johncom hat geschrieben:Was Dir niemand wegnehmen will. Deinen Weg über Jesus :] zum Vater. Persönlich würd ich mir aber schon wünschen daß Du und andere etwas verständnisvoller mit 'noch fremden' Heilswegen umgehst.


Das erinnert mich irgendwo an die Begebenheit in welcher ein Redner den Einwand einfach abtun wollte indem er sagte: "Ach alte Frau deinen Glauben wollen wir dir doch gar nicht wegnehmen". Ja geht's denn jetzt darum? Es gibt keine fremden Heilswege sondern nur einen einzigen Weg zum Vater, einen einzigen Weg zum Leben, einen einzigen Erlöser - nämlich Jesus Christus und viele, viele Irrwege. Fremd oder nicht spielt dabei keine Rolle. Es spielt aber eine Rolle ob man den anderen von Jesus erzählt oder nicht und darüber hinaus auch freilich nicht vergisst sich dementsprechend in der Liebe zu verhalten. Aus Toleranz Irrwege gut zu heißen ist keine rechte Nächstenliebe sondern stellt sich in meinen Augen klar dem Missionsauftrag von Jesus entgegen insofern damit alles irgendwo für richtig und gut erklärt wird. Wir sollen die Menschen von Norden, Süden, Osten und Westen lieben - aber nicht etwas als Weg zum Leben beschreiben was kein Weg zum Leben ist oder Jesus irgendwo zwischen Buddhas einreihen. Das ist keine klare Botschaft. Das ist nicht die Predigt vom gekreuzigtem Christus. Das ist nicht das Evangelium.

Mfg,
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon chrystal » Do 21. Aug 2008, 22:48

onThePath hat geschrieben:
Oder ist Buddha auch leiblich auferstanden?

Ja.

Gruß chrystal


Ja sicher, was Jesus kann, kann Buddha noch viel besser .

Woraus kommt diese Schlußfolgerung?
Um da mal ein grobes Mißverständnis bei dir auszuräumen - die Auferstehung von Jesus ist nicht Jesus Werk - er kann da garnichts.

Erlösung ? Kann Buddha auch.
Göttlich? Ist Buddha auch.
Wer ist Gott ? Diese Frage ist einem Buddha völlig unwichtig.

Buddha hat tatsächlich diese Frage nach Gott ausgeklammert, da es ihm ausschließlich um die Frage ging, wie Leiden, das durch Begehren verursacht ist, beendet werden kann. Es ist in etwa so, wenn ein Physiker beim Nachweis der Dunklen Materie die Frage nach dem Verursacher derselben ausklammert.

Wo ist ein Unterschied zwischen Gott und Satan ? Lösung: Keiner, ist nur Illusion, denn Gott ist Alles in Allem.

Der Herrscher der Welt ist gerichtet.

Gruß
chrystal
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Sohar » Fr 22. Aug 2008, 05:44

pirate23 hat geschrieben:Vor allem in einem christlichen Forum. Hier wird Jesus natürlich bei jedem Test besser abschneiden, auch wenn in der Bibel kaum eine spezifische "Lehre" zu finden ist und Christen völlig andere Ziele haben als Buddhisten: Christen wollen ihr Ego bis in alle Ewigkeit behalten, und Buddhisten wollen erkennen, dass sie gar keins haben :D


Lieber pirate23,

möchtest du hier eine ehrliche und fundierte Diskussion auf gleicher Augenhöhe, oder geht es dir im Grunde nur um antichristliche Polemik die in ihrem Kern eigentlich billiger nicht sein kann?

auch wenn in der Bibel kaum eine spezifische "Lehre" zu finden


Wenn du in der Bergpredigt (nur einmal als ein, also ein Beispiel) keine spezifisch christliche Lehre findest, dann findest du eben und genau aus diesem Grunde im Christentum nirgends eine "spezifische" Lehre. Selbst ein Demagoge hätte das besser formuliert.
Ein weiteres Beispiel für deine Ignoranz und/oder für dein Nichtwahrnehmenwollen:

Christen wollen ihr Ego bis in alle Ewigkeit behalten


hast du Dich schon einmal mit dem Thema der christlichen Nachfolge befasst, oder was Jesus Christus den Menschen sagt die ihm Nachfolgen wollen, was Jesus über die Selbstverleugnung sagt, über das "Lassen" um seinentwillen und vieles mehr zu diesem Thema?
Nein, das hast du wohl nicht, vielleicht willst du das auch nicht, wer weiß das schon zu sagen.
Jedenfalls ist mir deine etwas einseitige Polemik und brachiale Rhetorik gegenüber dem Christentum etwas zu simpel und unausgegoren, als das ich diese ernst nehmen könnte. Ich weiß nicht auf welchen Fundamenten deine Lebensgrundlagen, deine Moral und deine Definition von Humanität beruhen. Auf dem Fundament der gegenseitigen Achtung und dem "Zuhörenkönnen und Wollen" jedenfalls nicht.
Schade eigentlich, denn ich kenne viele Atheisten die Argumentieren auf einem höheren und auch menschlicheren Niveau.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Johncom » Fr 22. Aug 2008, 06:40

Johncom hat geschrieben:Was Dir niemand wegnehmen will. Deinen Weg über Jesus :] zum Vater. Persönlich würd ich mir aber schon wünschen daß Du und andere etwas verständnisvoller mit 'noch fremden' Heilswegen umgehst.


Grasy hat geschrieben:Das erinnert mich irgendwo an die Begebenheit in welcher ein Redner den Einwand einfach abtun wollte indem er sagte: "Ach alte Frau deinen Glauben wollen wir dir doch gar nicht wegnehmen".


Seltsames Beispiel. Ich kenne weder den Redner noch die alte Frau. Ich versteh auch nicht, wer hier was abtun will. Auf eine von 4 Abschnittsantworten die ich gestern an Dich schrieb, dem obigen, gehst Du ein. Und zwar so:

Grasy hat geschrieben:Ja geht's denn jetzt darum? Es gibt keine fremden Heilswege sondern nur einen einzigen Weg zum Vater, einen einzigen Weg zum Leben, einen einzigen Erlöser - nämlich Jesus Christus und viele, viele Irrwege.


Also was hat das mit der Diskussion Menschlichkeit bei Christen und Buddhisten zu tun ? Auf jedes geistige Thema kann man ja eigentlich mit solchen Sprüchen 'antworten'. Das ist wie wenn man auf jedes Gespräch einen Sack Beton fallen lässt. Aber ich glaube, Dein Problem ist daß Du meinst, Du musst irgendwas schreiben, hast aber zu wenig Grundwissen. Also suchst Du nur eine Gelegenheit, Dein Endlostonband abzuspulen... um wenigstens etwas gesagt zu haben.

Grasy hat geschrieben:Wir sollen die Menschen von Norden, Süden, Osten und Westen lieben - aber nicht etwas als Weg zum Leben beschreiben was kein Weg zum Leben ist oder Jesus irgendwo zwischen Buddhas einreihen. Das ist keine klare Botschaft. Fremd oder nicht spielt dabei keine Rolle. Es spielt aber eine Rolle ob man den anderen von Jesus erzählt ........


Deine Botschaft ist zwar klar, aber völlig isoliert. Dieser Art zu antworten fehlt das 'Fundament der gegenseitigen Achtung und das Zuhörenkönnen und Wollen', so wie es Sohar in seinem vorigen Post formuliert. Ist es die Rolle des Christen, mal kurz und 'taktisch' zuzuhören um dann gleich zur klaren Botschaft überzugehen, von Jesus zu erzählen ? Und .... 'erzählen' nennst Du das. Na vielleicht ist es das, was die Buddhisten so symphatisch macht: Sie labern einen nicht zu.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon onThePath » Fr 22. Aug 2008, 07:00

chrystal hat geschrieben:Um da mal ein grobes Mißverständnis bei dir auszuräumen - die Auferstehung von Jesus ist nicht Jesus Werk - er kann da garnichts.

chrystal


Mißverständnis oder Mißaussage vom falschen Verständnis aus ?

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon onThePath » Fr 22. Aug 2008, 07:04

chrystal hat geschrieben:Buddha hat tatsächlich diese Frage nach Gott ausgeklammert, da es ihm ausschließlich um die Frage ging, wie Leiden, das durch Begehren verursacht ist, beendet werden kann. Es ist in etwa so, wenn ein Physiker beim Nachweis der Dunklen Materie die Frage nach dem Verursacher derselben ausklammert.
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Allein Gott kann das grundsätzliche Leiden des Menschen endgültig beenden.
Netter Versuch von Buddha. Scheint aber eine mangelhafte Zusammenarbeit mit Gott gewesen zu sein, sonst hätte er ihn nicht ausgeklammert.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Zorro » Fr 22. Aug 2008, 08:28

pirate23 hat geschrieben: Du hast außer Jahwe noch Jesus: also durchgefallen.

Jesus ist ja Teil der Dreieinigkeit, also eins.

Können Götter sterben?


Götter ausser dem wahren Gott sind tot. Genau so tot wie ein Stein eben tot ist.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Zorro » Fr 22. Aug 2008, 08:32

Sohar hat geschrieben:Lieber Zorro,

aber was ist mit den Menschen, die andere Religionen ausüben, auch Menschen sind, durch ihre Religion zu guten Menschen werden oder geworden sind?
Gilt hier die Nächstenliebe nicht?
Sind diese Menschen nicht meine Nächsten?

Grüsse Sohar


Es geht nicht um gut oder nicht gut im menschlichen Sinn. Es geht um erlöst oder verloren. Den Menschen begegne ich selbstverständlich mit Nächstenliebe, darum habe ich ganz bewusst von Irrlehren und anderen Göttern geschrieben. Nicht von Menschen, die das ausüben.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Zorro » Fr 22. Aug 2008, 08:37

erbreich hat geschrieben:Und vielleicht müssten wir auch konkretisieren, was wir eigentlich unter "Menschlichkeit" verstehen... ich vermute, dass wir es schon hier nicht schaffen werden, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Weil es uns offensichtlich weniger darum geht gemeinsam Wertvolles, Heilsames sichtbar zu machen als eben leider viel mehr darum "Recht" zu haben.


Nein, das werden wir nicht schaffen, weil einige den Menschen über Gott stellen. Gott straft die Menschen ewiglich, die ihn verspotten und verleugnen, das sei unmenschlich. Der Mensch erlaubt sich also, über seinen Schöpfer zu urteilen. Auf dieser Basis kann kein Konsens bezüglich Menschlichkeit entstehen. Zudem sollte der Fokus nicht auf der Menschlichkeit, sondern auf der Göttlichkeit liegen.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Zorro » Fr 22. Aug 2008, 08:41

pirate23 hat geschrieben: Christen wollen ihr Ego bis in alle Ewigkeit behalten, und Buddhisten wollen erkennen, dass sie gar keins haben :D

Da bist du schlecht informiert, Käptn Haddock. Das eigene Ego wird ja gerade im Christentum beerdigt. Gott ist der Herrscher über meinem Leben und durch die Umkehr, Busse und Wiedergeburt bin ich eine neue Kreatur geworden. Das alte, gefallene Ego ist gekreuzigt worden.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 10:53

[quote="pirate23Wenn ihr die Schöpfung prinzipiell für unvollkommen und euch selbst für "erlösungsbedürftig" haltet, dann ist das ausschließlich euer eigenes Problem. Sicher sollte eine solche pessimistische Einstellung zum Leben dringend behandelt werden, es würde dann aber von wahrer Nächstenliebe zeugen, wenigstens anderen Menschen ihren eigenen Glauben zu lassen und sie nicht pauschal zu unfähigen dummen Sündern zu erklären.


Als ich in dieses Forum kam, glaubte ich die Allversöhnung in der Bibel und in dieser Religion gefunden zu haben, gefunden jedoch habe ich, die makaberen Auswüchse dieser Religion.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 10:57

Zorro hat geschrieben:
pirate23 hat geschrieben: Christen wollen ihr Ego bis in alle Ewigkeit behalten, und Buddhisten wollen erkennen, dass sie gar keins haben :D

Da bist du schlecht informiert, Käptn Haddock. Das eigene Ego wird ja gerade im Christentum beerdigt. Gott ist der Herrscher über meinem Leben und durch die Umkehr, Busse und Wiedergeburt bin ich eine neue Kreatur geworden. Das alte, gefallene Ego ist gekreuzigt worden.
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Da frage ich mich allerdings wo dieses Beerdigt wurde und die neue Kreatur und dessen Auswüchse sind ja auch seit 2000 Jahren bekannt.
Die Umkehr die Busse und die Wiedergeburt, hat Millionen von Menschen das Leben gekostet. Soviel zum christlichem Ego.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Naqual » Fr 22. Aug 2008, 10:59

Zorro hat geschrieben:...das werden wir nicht schaffen, weil einige den Menschen über Gott stellen. Gott straft die Menschen ewiglich, die ihn verspotten und verleugnen, das sei unmenschlich. Der Mensch erlaubt sich also, über seinen Schöpfer zu urteilen. Auf dieser Basis kann kein Konsens bezüglich Menschlichkeit entstehen. Zudem sollte der Fokus nicht auf der Menschlichkeit, sondern auf der Göttlichkeit liegen.


Das sind allgemeine, unpersönliche Formulierungen. Lass mich Dich konkreter ausdrücken:
"dass werden wir hier nicht schaffen, da ich Gott über den Menschen stelle, und einige andere hier nicht."
Dann gibt es nämlich tatsächlich keinen Konsens. Da Du nicht Meinungen und Glaubensvorstellungen austauscht, sondern den Allerhöchsten unfehlbar vorgibst - bei Dir.

Wer verspottet hier Gott im Thread? Worin soll dies bestehen? Wieder drückst Du Dich in sehr vagen Formulierungen aus.

Kurze inhaltliche Einlassung: jede Vorstellung von Gott bedeutet auch, über seinen Schöpfer ein Urteil abzugeben. Dessen sollten wir uns bewusst sein. Gerade hier tut die Demut Not. Hast Du sie?
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 11:01

Zorro hat geschrieben:
erbreich hat geschrieben:Und vielleicht müssten wir auch konkretisieren, was wir eigentlich unter "Menschlichkeit" verstehen... ich vermute, dass wir es schon hier nicht schaffen werden, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Weil es uns offensichtlich weniger darum geht gemeinsam Wertvolles, Heilsames sichtbar zu machen als eben leider viel mehr darum "Recht" zu haben.


Nein, das werden wir nicht schaffen, weil einige den Menschen über Gott stellen. Gott straft die Menschen ewiglich, die ihn verspotten und verleugnen, das sei unmenschlich. Der Mensch erlaubt sich also, über seinen Schöpfer zu urteilen. Auf dieser Basis kann kein Konsens bezüglich Menschlichkeit entstehen. Zudem sollte der Fokus nicht auf der Menschlichkeit, sondern auf der Göttlichkeit liegen.
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Ja Zorro,
gestern erst hat Gott wieder 2 Christen bestraft, die aus dem evangelischem Unterricht kamen. Die Mutter und ihr Sohn kamen bei diesem schwerem Autounfall um Leben und die 2 Freunde des Sohnes liegen mit Lebensgefahr im Krankenhaus, obwohl die Mutter als besonders aufmerksame und vorsichtige Fahrerin bekannt war.

Sollen sie nun froh seinund dürfen sie sich glücklich schätzen, dass Gott sie auf diese Weise zu sich geholt hat und die 2 Freunde jetzt mit Behinderungen und Schmerzen prüft?

Nachdem dies dann passiert ist, hat Gott ein ganzes Flugzeug mit 153 Insassen bestraft und jämmerlich verbrennen lassen.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 11:06

Zorro hat geschrieben:
pirate23 hat geschrieben: Du hast außer Jahwe noch Jesus: also durchgefallen.

Jesus ist ja Teil der Dreieinigkeit, also eins.

Können Götter sterben?


Götter ausser dem wahren Gott sind tot. Genau so tot wie ein Stein eben tot ist.
ZORRO


Wie kommst Du darauf das ein Stein Tot ist?
Ein Stein besteht genauso aus Atomen und letztenlich Quanten und seine Information ist lediglich viel viel langsamer als bei einer Pflanze oder beim Menschen.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Naqual » Fr 22. Aug 2008, 11:12

hyperporea hat geschrieben:
Zorro hat geschrieben:
pirate23 hat geschrieben: Christen wollen ihr Ego bis in alle Ewigkeit behalten, und Buddhisten wollen erkennen, dass sie gar keins haben :D

Da bist du schlecht informiert, Käptn Haddock. Das eigene Ego wird ja gerade im Christentum beerdigt. Gott ist der Herrscher über meinem Leben und durch die Umkehr, Busse und Wiedergeburt bin ich eine neue Kreatur geworden. Das alte, gefallene Ego ist gekreuzigt worden.
ZORRO


Da frage ich mich allerdings wo dieses Beerdigt wurde und die neue Kreatur und dessen Auswüchse sind ja auch seit 2000 Jahren bekannt.
Die Umkehr die Busse und die Wiedergeburt, hat Millionen von Menschen das Leben gekostet. Soviel zum christlichem Ego.


Die Aussage von Zorro ist, dass das eigene Ego im Christentum beerdigt wird. Es ist eine objektive Tatsache, dass dem nicht so ist. Man braucht sich ja nur mal im persönlichen Umfeld umschauen oder - wie Du hier Hypo - einen Blick in die Kirchengeschichte werfen. Gleichwohl ist die Aussage mit der Überwindung des eigenen Egos in Bezug auf die Lehre Jesu richtig. Jesus hat das so gemeint und gepredigt.

Im zweiten Teil bezieht Zorro Umkehr, Busse und Wiedergeburt auf sich, stellt fest, dass er eine neue Kreatur ist und sein Ego gekreuzigt ist.

Ohne jetzt Zorro zu Nahe treten zu wollen (ich kenne ihn ja nicht): es wirkt sehr formelhaft und übernommen aus dem Katechismus. Ob Zorro in Bezug auf sich selbst Recht hat, weiß man erst einmal nicht.
Es kommt teils auch darauf an, was darunter verstanden wird.
Mutmaße aber einmal, hätte er sein Ego tatsächlich überwunden, würde er verstehen, dass der Buddhismus ganz praktische Lösungen anbietet für die Überwindung des Egos. Wenn er dies dem Buddhismus dann nicht zugestehen will, empfindet er jedoch aus der Warte des Egos.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 11:12

[quote="onThePath
Allein Gott kann das grundsätzliche Leiden des Menschen endgültig beenden.
lg, oTp
[/quote]

Eine Aussage an dessen Realität es mangelt. Bisher hat Gott noch nichts getan um das Leiden der Menschheit zu beenden und solange da nichts in dieser Richtung geschieht ist es nur eine Floskel die verwendet wird um einen Gott zu rechtfertigen, der bis jetzt nur in den Köpfen und Gedanken der Menschen existiert.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 11:19

[quote="Naqual
Jesus hat das so gemeint und gepredigt.
[/quote]


Hallo Naqual,

ja, Jesus hat das so gemeint und Jesus hat es ja auch vorgelebt, was Nächstenliebe ist. Er hat sogar vorgelebt, wie man sein Ego beerdigt indem er nicht richtete und dies über eine Ehebrecherin die von den anderen längst gesteinigt worden wäre.
Jesus der Mensch in der gesamten Bibel, im AT sowie auch im NT, ist der einzige der keinen Mord Totschlag und Tötung zu verzeichnen hat.
Gibt das nicht zu denken Naqual?
Jesus hat den Satan in sich besiegt und das haben die Nachfolger der Kirchengeschichte alle nicht geschafft.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Naqual » Fr 22. Aug 2008, 11:41

hyperporea hat geschrieben:ja, Jesus hat das so gemeint und Jesus hat es ja auch vorgelebt, was Nächstenliebe ist. Er hat sogar vorgelebt, wie man sein Ego beerdigt indem er nicht richtete und dies über eine Ehebrecherin die von den anderen längst gesteinigt worden wäre.
Jesus der Mensch in der gesamten Bibel, im AT sowie auch im NT, ist der einzige der keinen Mord Totschlag und Tötung zu verzeichnen hat.
Gibt das nicht zu denken Naqual?
Jesus hat den Satan in sich besiegt und das haben die Nachfolger der Kirchengeschichte alle nicht geschafft.


Naja, liebe Hypo! Also die Jünger Jesu waren auch keine stadtbekannten Totschläger.
Und es gab in der Kirchengeschichte (der unterschiedlichen Konfessionen) auch durchaus vereinzelt Leute, die der Lehre Jesu wirklich nachfolgten.
Das Christentum was wir heute kennen, ist zumindest teilweise eine äußerliche oberflächliche Ritenkultur, wo der beschwerliche Weg der Selbstveränderung (der Übergabe des Selbst an Gott) schlicht gar nicht mehr beachtet wird.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon onThePath » Fr 22. Aug 2008, 11:43

hyperporea hat geschrieben:
[quote="onThePath
Allein Gott kann das grundsätzliche Leiden des Menschen endgültig beenden.
lg, oTp


Eine Aussage an dessen Realität es mangelt. Bisher hat Gott noch nichts getan um das Leiden der Menschheit zu beenden und solange da nichts in dieser Richtung geschieht ist es nur eine Floskel die verwendet wird um einen Gott zu rechtfertigen, der bis jetzt nur in den Köpfen und Gedanken der Menschen existiert.

Hypo


Endgültig ist das Leiden erst für denjenigen Menschen beendet, der im mit Gott versöhnten Zustand gestorben ist.

Niemand wird Dir ein Paradies auf Erden versprechen.


Eine Aussage an dessen Realität es mangelt


An Realität mangelt es allen Spekulationen über Dinge, die allein Gott weiß und beurteilen kann.
Wir alle müssen dieses Leben leben. Es ist eine Chance, die wir ob wir wollen oder nicht, nutzen sollten.


lg, oTp
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon onThePath » Fr 22. Aug 2008, 11:48

Naqual hat geschrieben:Naja, liebe Hypo! Also die Jünger Jesu waren auch keine stadtbekannten Totschläger.
Und es gab in der Kirchengeschichte (der unterschiedlichen Konfessionen) auch durchaus vereinzelt Leute, die der Lehre Jesu wirklich nachfolgten.
Das Christentum was wir heute kennen, ist zumindest teilweise eine äußerliche oberflächliche Ritenkultur, wo der beschwerliche Weg der Selbstveränderung (der Übergabe des Selbst an Gott) schlicht gar nicht mehr beachtet wird.


Meinst Du, der normale Buddhist wäre da anderes?

Aber anders als im Buddhismus ist das Christentum so realitätsnahe, um nichts Unmögliches zu verlangen und Vergebung von Sünden ist auch ein Zugeständnis an die Natur des Menschen.

lg, oTp
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 12:02

onThePath"]

Endgültig ist das Leiden erst für denjenigen Menschen beendet, der im mit Gott versöhnten Zustand gestorben ist.


Wie Wahr, aber dazu benötigt es nicht nur ein Leben auf Erden. Denn ein Versöhnter Zustand in Gott zu leben, heist die Nächstenliebe gelebt zu haben und diese Nächsteniebe gelebt zu haben, bedeutet allen Menschen zu vergeben und sie im Herzen zu lieben. Das schaffen nur wenige, so wie Jesus und Buddha.

Niemand wird Dir ein Paradies auf Erden versprechen.

Das Paradies befindet sich im Herzen jedes Menschen und wer es auf Erden in seinem Herzen nicht findet, der muss noch einige male danach suchen, bis er es gefunden hat.

An Realität mangelt es allen Spekulationen über Dinge, die allein Gott weiß und beurteilen kann.

Gott weis immer nur soviel, wie der Mensch selbst an Erkenntnis gewinnt. Die größte Erkenntnis ist derzeit die Quantenphysik und somit eine neue Offenbarung Gottes im Geiste des Menschen.

Wir alle müssen dieses Leben leben. Es ist eine Chance, die wir ob wir wollen oder nicht, nutzen sollten.

Wir wollen sie nutzen und deshalb sind wir auch hier. Niemand waurde gezwungen, geboren zu werden.

Hypo


lg, oTp[/quote]
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 12:11

Naqual hat geschrieben:Naja, liebe Hypo! Also die Jünger Jesu waren auch keine stadtbekannten Totschläger.
Und es gab in der Kirchengeschichte (der unterschiedlichen Konfessionen) auch durchaus vereinzelt Leute, die der Lehre Jesu wirklich nachfolgten.
Das Christentum was wir heute kennen, ist zumindest teilweise eine äußerliche oberflächliche Ritenkultur, wo der beschwerliche Weg der Selbstveränderung (der Übergabe des Selbst an Gott) schlicht gar nicht mehr beachtet wird.


Hallo Naqual,

das ist mir klar, das es immer vereinzelte gab, die Jesus wirklich nachfolgten.
Die gibt es aber in jeder Religion, weil die Nachfolge die Liebe zu leben bedeutet.
Die Jünger die hatten ja direkt von Jesus gelernt und konnten ihre Selbstveränderung beobachten. Das es einigen nicht so gelang wie Thomas Petrus und Judas, ist auch klar, da sie das ganze was Jesus ihnen sagte, noch nicht so schnell in sich integrieren konnten. Wer lange von einer Religion, Sitten und Gebräuche geimpft wurde, der hat es natürlich schwerer.
Wo sich die Liebe ausdruck zu geben vermag, da ist immer das göttliche und natürlich verleiht sich das göttliche im Leben der Menschen immer wieder Ausdruck.
Nur sollte dieser Ausdruck der Liebe langsam beginnen die Oberhand über Satanische zu gewinnen und dies beginnt im Kopf jedes Menschen. Jeder der wie Paulus an die Verdammnis und den ewigen Qualen festhält ist ein Geistestäter ein Gegner der Liebe und somit ein Gegner Gottes. DAs AT ist voll von Gegnern Gottes.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon chrystal » Fr 22. Aug 2008, 12:13

onThePath hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Buddha hat tatsächlich diese Frage nach Gott ausgeklammert, da es ihm ausschließlich um die Frage ging, wie Leiden, das durch Begehren verursacht ist, beendet werden kann. Es ist in etwa so, wenn ein Physiker beim Nachweis der Dunklen Materie die Frage nach dem Verursacher derselben ausklammert.
chrystal


Allein Gott kann das grundsätzliche Leiden des Menschen endgültig beenden.
Netter Versuch von Buddha. Scheint aber eine mangelhafte Zusammenarbeit mit Gott gewesen zu sein, sonst hätte er ihn nicht ausgeklammert.

lg, oTp


Von welchem Leiden redest du denn?
Das grundsätzliche Leiden des Menschen ist das Getrenntsein von Gott - will er dies selbst überwinden, kommt er in "Teufels Küche" d.h. er sündigt ganz zwangsläufig.
Was er erkennen soll ist, daß IN Jesus Christus dieses Getrenntsein aufgehoben ist und es also einen Menschen gab, der sich ganz in Gott aufgehoben sah. Nach Christus sind viele gekommen, die ebenso in Gott lebten.
Für Buddha gab es ebenfalls nicht dieses Getrenntsein von Gott - genau dies ist Erwachen, zu erkennen, daß alles eins ist, nichts getrennt und alles IN Gott.
Das Leiden entsteht dadurch, daß der Mensch will, was schon längst gewollt ist. Und die Ursache davon ist die Ich-Identität, die jeder Mensch in seiner Entwicklung ausbildet. Schon wenn er Ich sagt, bedeutet es auch Nicht-Du. Er fängt dann an, dieses abzulehnen und jenes zu verlangen und das kann sich im Wachstum seiner Kräfte und Macht zu Hass und Gier ausweiten. Ein Beispiel ist die Geschichte von Kain und Abel. Und alles verursacht durch die Verblendung von einem Getrenntsein von Gott.
Gott hat sich nicht getrennt - alles andere ist eben dann die verblendete Sicht des egozentrischen Menschen.

Gruß
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Naqual » Fr 22. Aug 2008, 12:14

onThePath hat geschrieben:
Naqual hat geschrieben:Und es gab in der Kirchengeschichte (der unterschiedlichen Konfessionen) auch durchaus vereinzelt Leute, die der Lehre Jesu wirklich nachfolgten.
Das Christentum was wir heute kennen, ist zumindest teilweise eine äußerliche oberflächliche Ritenkultur, wo der beschwerliche Weg der Selbstveränderung (der Übergabe des Selbst an Gott) schlicht gar nicht mehr beachtet wird.


1. Meinst Du, der normale Buddhist wäre da anderes?

2. Aber anders als im Buddhismus ist das Christentum so realitätsnahe, um nichts Unmögliches zu verlangen und Vergebung von Sünden ist auch ein Zugeständnis an die Natur des Menschen.


Hi OTP!

1. Im Alltag lebe/lebte ich nicht mit Buddhisten zusammen um das zu beurteilen. Ich kann mir aber vorstellen, dass in Ländern bzw. Gegenden, wo Buddhisten dominant die Kultur prägen, ebenfalls eine erhebliche Überritualisierung stattgefunden hat. Es wäre "menschlich".
Andererseits sind die Lehren Buddhas überwiegend praktische Lehren zum persönlichen Üben und Erfahren.
Die eigene Erfahrung (und Erfahrbarkeit) spielt im organisierten Christentum weniger die große Rolle. Hier wird stärker in dogmatischen Zusammenhängen gedacht und was man für richtig halten muss von nicht Erfahrenem.

2. "Vergebung von Sünden als Zugeständnis an die Natur des Menschen" ist eine nicht ungefährliche Aussage. Sünde ist die Gottesferne, die sich im Denken, Fühlen und Handeln real ausdrückt. So gesehen kann Gott schlecht ein Zugeständnis machen, er will uns ja bei sich.

Denke, dass der Buddhist die Lehren nicht so unrealistisch empfindet wie es auf Dich wirkt. Schlicht deswegen, weil er nicht davon ausgeht, dass die "Wiedergeburt" ein Zack-Rums-Erlebnis wäre, mit dem man dann von Gott ohne eigenes Zutun im Handumdrehen spirtuell rundum-saniert wird.
Und genau hierin empfinde ich den Buddhisten realistischer als evangelikale "Reborns".

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 12:17

chrystal hat geschrieben:



Was er erkennen soll ist, daß IN Jesus Christus dieses Getrenntsein aufgehoben ist und es also einen Menschen gab, der sich ganz in Gott aufgehoben sah. Nach Christus sind viele gekommen, die ebenso in Gott lebten.
Für Buddha gab es ebenfalls nicht dieses Getrenntsein von Gott - genau dies ist Erwachen, zu erkennen, daß alles eins ist, nichts getrennt und alles IN Gott.
Gruß
chrystal


Das ist schön gesagt chrystal :)

grüße Hypo
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Zorro » Fr 22. Aug 2008, 12:22

hyperporea hat geschrieben: Da frage ich mich allerdings wo dieses Beerdigt wurde und die neue Kreatur und dessen Auswüchse sind ja auch seit 2000 Jahren bekannt.
Die Umkehr die Busse und die Wiedergeburt, hat Millionen von Menschen das Leben gekostet. Soviel zum christlichem Ego.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Zorro » Fr 22. Aug 2008, 12:29

Naqual hat geschrieben: Da Du nicht Meinungen und Glaubensvorstellungen austauscht, sondern den Allerhöchsten unfehlbar vorgibst

Das lasse ich gerne so stehen, vor allem der markierte Teil.

Kurze inhaltliche Einlassung: jede Vorstellung von Gott bedeutet auch, über seinen Schöpfer ein Urteil abzugeben. Dessen sollten wir uns bewusst sein. Gerade hier tut die Demut Not. Hast Du sie?


Das ist eine falsche Vorstellung. Die Bibel vermittelt mir ein klares Bild meines Gottes, da urteile ich gar nichts, ich höre Gott zu und als sein Knecht gehorche ich!
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon onThePath » Fr 22. Aug 2008, 12:30

Naqual hat geschrieben:[Denke, dass der Buddhist die Lehren nicht so unrealistisch empfindet wie es auf Dich wirkt. Schlicht deswegen, weil er nicht davon ausgeht, dass die "Wiedergeburt" ein Zack-Rums-Erlebnis wäre, mit dem man dann von Gott ohne eigenes Zutun im Handumdrehen spirtuell rundum-saniert wird.
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Sicher, wenn es keine Sündenvergebung gibt, bleibt nur der Ausweg eines anderen Konzeptes:

Millionen von Wiedergeburten ein und derselben Seele. Da eilt auch nichts, Karma wird einen schon züchtigen. Und dazu kommt noch, dass die Seele nichts davon weiß und jedesmal wieder von Null anfängt, was das Lernen wohl reichlich erschwert.


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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 12:30

Zorro hat geschrieben:
hyperporea hat geschrieben: Da frage ich mich allerdings wo dieses Beerdigt wurde und die neue Kreatur und dessen Auswüchse sind ja auch seit 2000 Jahren bekannt.
Die Umkehr die Busse und die Wiedergeburt, hat Millionen von Menschen das Leben gekostet. Soviel zum christlichem Ego.

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Ja genau und deshalb kannst Du auch getrost den Jahwe aus dem AT aus dem Geiste Jesus ausschließen, mit all seinen Gefolge von Moses bis Paulus.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Naqual » Fr 22. Aug 2008, 12:31

Zorro hat geschrieben:An den Früchten sollt ihr sie erkennen!
Wer mordet, quält und sich dabei Christ nennt, der hat nichts mit dem Christsein der Bibel gemeinsam.


Das sehe ich auch so, Zorro! Wie könnte in jemand Christus sein, der dies tut! Christ ist aber eine Selbstbezeichnung, kein tatsächlicher Titel für die Wirksamkeit Gottes im Menschen selbst.
Was mich immer wieder beunruhigt ist dann auch eher der Umstand, dass viele Dogmen, die wir heute für selbstverständlich halten, von den Leuten waren, die im Namen Christi Andersgläubige (sogar Christen) verfolgt und getötet haben.
Wir sind heute teils nicht mehr in der Lage, die Bibel so zu lesen, wie es die Autoren gemeint haben, weil wir selbst die dogmatischen Verdrehungen späterer "Christen" in unser Denken fest eingebaut haben. Und es kostet viel Kraft, sich hierüber bewusst zu sein und gegenzusteuern.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Zorro » Fr 22. Aug 2008, 12:32

hyperporea hat geschrieben:Wie kommst Du darauf das ein Stein Tot ist?
Ein Stein besteht genauso aus Atomen und letztenlich Quanten und seine Information ist lediglich viel viel langsamer als bei einer Pflanze oder beim Menschen.

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Tot in Bezug auf Odem.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 12:32

onThePath hat geschrieben:
Naqual hat geschrieben:[Denke, dass der Buddhist die Lehren nicht so unrealistisch empfindet wie es auf Dich wirkt. Schlicht deswegen, weil er nicht davon ausgeht, dass die "Wiedergeburt" ein Zack-Rums-Erlebnis wäre, mit dem man dann von Gott ohne eigenes Zutun im Handumdrehen spirtuell rundum-saniert wird.
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Sicher, wenn es keine Sündenvergebung gibt, bleibt nur der Ausweg eines anderen Konzeptes:

Millionen von Wiedergeburten ein und derselben Seele. Da eilt auch nichts, Karma wird einen schon züchtigen. Und dazu kommt noch, dass die Seele nichts davon weiß und jedesmal wieder von Null anfängt, was das Lernen wohl reichlich erschwert.


lg, oTp


Wer sagt Dir eigentlich das die Seele nichts davon weis?
Nur weil Du nichts weist davon, heist das noch lange nicht, das andere auch nichts wissen. Ich weis sehr wohl um meine Inkarnationen, aber ich bin soweit dies alles zu verkraften.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 12:32

Zorro hat geschrieben:
hyperporea hat geschrieben:Wie kommst Du darauf das ein Stein Tot ist?
Ein Stein besteht genauso aus Atomen und letztenlich Quanten und seine Information ist lediglich viel viel langsamer als bei einer Pflanze oder beim Menschen.

Hypo


Tot in Bezug auf Odem.
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Der Odem besteht auch nur aus Quanten.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Zorro » Fr 22. Aug 2008, 12:35

hyperporea hat geschrieben:Ja genau und deshalb kannst Du auch getrost den Jahwe aus dem AT aus dem Geiste Jesus ausschließen, mit all seinen Gefolge von Moses bis Paulus.

Hypo


Nein, denn wir reden hier von den Menschen. Wenn Gott einem Leben ein Ende setzt, so entspringt das seiner gerechten Allmacht. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen. Der Gott des AT ist derselbe wie der des NT. Darum haben viele Allversöhner so stark Mühe mit dem AT, weil es nicht in das Bild des nur liebenden Gottes passt.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Zorro » Fr 22. Aug 2008, 12:41

Naqual hat geschrieben:Das sehe ich auch so, Zorro! Wie könnte in jemand Christus sein, der dies tut!


Richtig. Da muss man nur aufpassen, dass wir nicht plötzlich beim vollkommenen, sündenfreien Menschenbild landen. Dies wird es nicht geben auf dieser Welt. Der einzige, der ohne Sünde befunden wurde, war und ist Jesus Christus.
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 12:41

Zorro hat geschrieben:
hyperporea hat geschrieben:Ja genau und deshalb kannst Du auch getrost den Jahwe aus dem AT aus dem Geiste Jesus ausschließen, mit all seinen Gefolge von Moses bis Paulus.

Hypo


Nein, denn wir reden hier von den Menschen. Wenn Gott einem Leben ein Ende setzt, so entspringt das seiner gerechten Allmacht. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen. Der Gott des AT ist derselbe wie der des NT. Darum haben viele Allversöhner so stark Mühe mit dem AT, weil es nicht in das Bild des nur liebenden Gottes passt.
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Ich vertraue da auf die Aussage Jesus, " wisst ihr nicht das ihr Götter seid"
Ich vertraue weder auf die Aussage eines Moses eines Jahewhs oder eines Paulus.
Für mich zählen nur die Aussagen Jesus und davon nur die, die in meiner mit Schwarzen Schrift geschrieben Bibel, in Königsblau erscheinen.

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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Zorro » Fr 22. Aug 2008, 12:45

hyperporea hat geschrieben: Jesus der Mensch in der gesamten Bibel, im AT sowie auch im NT, ist der einzige der keinen Mord Totschlag und Tötung zu verzeichnen hat.


Woher hast du diese Information wieder? Wen hat Paulus ermordet? Wen hat Matthäus ermodet? Wen Johannes?
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon hyperporea » Fr 22. Aug 2008, 12:45

Zorro hat geschrieben:
Naqual hat geschrieben:Das sehe ich auch so, Zorro! Wie könnte in jemand Christus sein, der dies tut!


Richtig. Da muss man nur aufpassen, dass wir nicht plötzlich beim vollkommenen, sündenfreien Menschenbild landen. Dies wird es nicht geben auf dieser Welt. Der einzige, der ohne Sünde befunden wurde, war und ist Jesus Christus.
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Ja Zorro,

wie schafft ihr es immer euch einen Satz rauszupicken und das andere zu ignorieren.
Naqual hat noch etwas ganz entscheidendes geschrieben, was wieder mal keiner Beachtung Wert zu sein scheint.

Hypo
Zuletzt geändert von hyperporea am Fr 22. Aug 2008, 12:46, insgesamt 1-mal geändert.
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