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Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

Moderator: bigbird

Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon ausländer » Do 12. Jan 2006, 13:45

eine kurze geschichte aus dem film "der koenig und ich."
die christin kommt aus england ueber indien nach bangkok. dort trifft sie den dortigen premierminister,der mit ihr redet. wer den film auf dvd oder vhs hat kann sich das ja mal anschaun weil, ich so klar der unterschied in drei minuten von christentum und buddismus gezeigt wird wie sonst nicht im kino. so schoen ist der unterschied im alltag von europa und asien dargestellt. das christentum und buddismus wird im echten gesprochenen dialog gezeigt.
ein beispiel zu beginn des films.die christin erreicht bangkok zum ersten mal.nun am hof des premierministers.


die christin kommt herein. der buddist und premierminister fragt sie nach name und gesundheit und reise und seele und verstehen im herzen. und die dagegen christin sagt:"das interessiert mich nicht. ich will meine kohle und meinen vertrag. "
lustiger weise nennt der buddist die frau dann SIR! im weiteren dialog. was ich sagen will: es ist doch komisch, wenn die heiden,wie die christen ja die buddisten sehen,in dem film sich sehr anstaendig verhalten,die christin dagegen relativ grob immer regeln verletzt. und das ist mir aufgefallen in asien,familienregeln werden ehr eingehalten. oder ist das fuer euch dressur und das laecheln der chinesen nur eine tote maske?





was bin ich fuer ein auslaender. ich kann den buddisten und den asiaten besser
verstehen als die christin. und das passiert mir oft.

wenn ich hier in europa oder auch in amerika in einem asienrestaurant bin
rede ich mehr mit dem koch und den kellner ueber seele und glueck
wenn europaer am tisch sind geht es um
was ist heute billlig.

so frage ich zurueck:
aus welchem land komme ich wirklich.

als kind traeumte ich immer
ich waere ein áfrikaner.









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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon onThePath » Do 12. Jan 2006, 13:53

Hallo.

Ich als Deutscher sehe schon an den türkischen Christen mit ihrer orentalischen Gastfreundschaft, wie arm unsere mitmenschlische Kultur ist.

Da sollten wir uns Mühe geben und lernen, wie man freundlich und respektvoll miteinander umgeht.

mfg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon ausländer » Do 12. Jan 2006, 14:20

kannst du etwas dazu schreiben zu moslems. habe nur wenige aber positive erfahrungen in afrika gemacht dazu.
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Desiree » Do 12. Jan 2006, 14:34

Äh... also, zusammengefasst: Du hast einen Film gesehen, in der eine Christin Buddhisten begegnet, und die Christin war in dem Film doof, und die Buddhisten waren lieb, deshalb hast Du jetzt erkannt, dass das allgemein so ist, ganz besonders im richtigen Leben? :?

Ich versteh den Punkt nicht ganz.
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Vicconivs » Do 12. Jan 2006, 14:52

Wer versteht,was er tut,ist ein Heide.


Vielleicht möchte er dir sagen, daß er Christ ist.

L.
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon ausländer » Do 12. Jan 2006, 15:59

hallo desiree
ich habe erfahrungen in asien gemacht. nun kann die niemand sehen. deswegen hatte ich auf einen film aufmerksamt gemacht, in dem beide kulturen zu sehen sind. einfacher ist es natuerlich, wenn du in ein china restaurant oder zum inder gehst. dort kannst du das auch sehen. weil aber das schwer ist fuer viele habe ich den film als beispiel.
was ich sagen will. als kind wurde mir gesagt, das sind heiden, aber hier werden zb in rostock auslaenderheime angezuendet. wenn ich nun in die laender fahre, wo diese auslaender wohnene, dann werde ich trotzdem herzlich empfangen.
und ich hatte den eindruck, die sind im lot. wenn ich zb im berlin sehe, es gibt tausende von therapeuten in einer christlichen stadt, aber dann in bangkok leben die menschen in respekt vor einander. ich habe dort nie den begriff "meine alte" wie in europa gehoert oder "auslaender raus".
und ich habe gemerkt, in diesen laendern gibt es auch kein denken fuer stehlen.
ich habe gelesen ein beruehmter clown hat in burma seine karriere aufgegeben. er schrieb in seinen memoiren dass nur in burma niemand lachte. und als er nach der show fragte, dann sagten ihm die leute, in burma lacht man nicht ,wenn ein mensch ein unglueck erleidet.

dann quittierte er.







danke fuers nachfragen. wollte erstmal wissen,ob es hier interesse an fremden kulturen gibt.







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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Nagarjuna » Do 12. Jan 2006, 17:24

hallo ausländer

erstmal: woher kommst du eigentdlich? urpsrünglich meine ich!

zu deiner frage nun:
leider war ich nie in fernen ländern wie auf dem asiatichen kontinent. dieses glück habe ich mir durch meine flugangst leider genommen. trotzdem habe ich die asiatische (vor allem thailändische) kultur 1:1 miterlebt! nämlich durch meine liebenswürdige stiefmutter die meinem vater von thailand in die schweiz nachgereist ist. ich muss ganz erlich sagen ich habe selten einen menschen kennengelernt der so viel liebenswürdigkeit, mitfreude und barmherzigkeit lebt wie sie! es war eine wahre freude diesem menschen beim leben zuzusehen. so viel respekt vor seinem gegenüber. so viel anstand. eine grosse aufopferung für seinen nächsten war nicht zu verkennen. einfach ganz ganz grossartig. bei keiner anderen stiefmutter hatte ich das gefühl so akzeptiert zu sein als wäre ich ihr eigener sohn wie bei dieser stievmutter. mir ist das schon als 9 jähriger junge aufgefallen. ihr ständiger begleiter die religion spielte sicher auch eine rolle bei ihrem verhalten. ich habe ihr gerne zugeschaut wie sie ihre religion ausübte. buddha schien ihr ständiger begleiter zu sein. die kleinen kurzen zeremonien die sie ausübte waren von solcher schönheit gekennzeichnet und man spürte ihre verehrung für diesen edlen weg den lebewesen mit freundlichkeit und glückeswohl gegenüberzustehen. leider ist sie ein paar jahre später von einem automobil überfahren worden. ein trauriges ende für einen lieben menschen der wohl bis an mein lebensende in wohlwollender erinnerung bleiben wird.

wir im westen haben hier ganz einen anderen lebensstil. ich sehe viele ursachen für leid in unserer gesellschaft durch die zunahme des falschen wohlstandes. für mich sieht das ganze ungefähr so aus:
wir leben in einer welt in der man (das kann man selber sehen) eine zuhnehmende verstädterung betrieben wird! dies führt dazu dass sehr viele menschen dicht beieinander wohnen. in diesem zusammenhang darf man auch nicht vergessen dass wir uns anstatt auf die nachbar.schaftshilfe heute zunehmend auf apparate und dienstleister verlassen. wo bauern früher zusammen mit der ganzen familie die ernte einbrachten da rufen sie heute lediglich einen entsprechenden unternehmer an. das moderne leben ist so durchorganisiert dass eine direkte abhängigkeit von anderen auf ein minimum reduziert ist. das offenbar überall vorherrschende ziel scheint für jedermann darin zu bestehen ein eigenes haus ein eigenes auto einen eigenen computer et cetera zu besitzen, um so unabhängig wie möglich zu sein.auch die wachsende unabhängigkeit die die menschen aufgrund wissenschaftlicher und technologischer fortschritte geniessen gehören dazu. heute kann man in der tat unabhängiger sein als je zuvor. doch mit dieser entwicklung stellt sich auch das gefühl ein dass wir zur gestaltung unserer eigenen zukunft nicht mehr auf unsere nachbarn sondern auf unseren job angewiesen sind. bestenfalls also auf unseren arbeitgeber. und das wiederum führt bei uns zu folgender einstellung:
da andere für mein glück unmassgeblich sind ist auch das glück anderer für mich unmassgeblich! wir haben, so erlebe ich es jedenfalls, eine gesellschaft geschaffen in der es menschen immer schwerer fällt sich gegenseitig ihre wahren gefühle zu zeigen. an die stelle von gemeinsamkeit und zugehörigkeit die in weniger reichen (und meist ländlichen) gesellschaften so beruhigend wirken treten in hohem masse vereinzelung und entfremdung. obwohl millionen dicht beieienander leben scheinen viele vorwiegend alte menschen keine anderen ansprechspartner zu haben als ihre haustiere. die moderne industriegesellschaft erscheint mir oft wie eine riesige maschinerie die sich selbst steuert und und die menschen darin sind anstatt sie aktiv zu lenken nichts als winzige unbedeutende teilchen die jede ihrer bewegung gezwungenermassen mitmachen müssen! das alles wird durch schlagworte die über wirtschaftswachstum und -entwicklung verbreitet werden, noch verschlimmert, da sie die menschliche neigung zu wettbewerbsdenken und neid enorm verstärken. und das bringt auch noch den druck mit sich den schein wahren zu müssen was an sich schon eine bedeutende ursache für probleme , spannung und unglück ist. doch das psychische und emotionale leid das im westen so verbreitet ist spiegelt wahrscheinlich weniger ein kulturelles manko wider als eine dem menschen innewohnende tendenz!
(sicher macht im osten die verstädterung und der wirtschaftliche fortschritt auch keinen halt. aber dinge sind anders. die menschen ärmer und dass soziale leben ist somit immernoch stärker im vordergrund als bei uns.)

was die religion angeht ist natürlich ein himmelweiter unterschied nicht wegzuleugnen. wärend naturreligionen und östliche philosophien immer auf respekt und achtung der wege anderer hinweisen und ihnen ihre gültigkeit nicht abspricht hatt sich der weg des christentum schon seit langem einen elitären status zugeschrieben der viele menschen, da dieser elitäre gedanken ein irrgedanke ist, zu falschem denken und falschem handeln gegenüber ihren mitmenschen geführt. dieser gedanke führt unweigerlich zu problemen. mangelnder respekt, herabsetzen der anderen kultur, grössenwahn uvm... sind ausdruck dieser religiösen philosophie die hier betrieben wird. immer mehr fanatiker werden durch eine solche denkweise einer "einzigen wahren religion für alle" hervorgebracht.
pauschalisieren wäre aber unangebracht. es gibt leute die die grundgedanken des christentums verstehen. nämlich der grundgedanke der liebe. der offenheit. des respektes. leider gehen diese menschen in ihren eigenen reihen unter da sie von ihrem mitgläubigen als unwahr und als nicht authentische anhänger dieser religion bezeichnet werden. so ist es schwer diese offenen und gleichmütigen menschen zu finden. aber es gibt sie.

also so ungefähr sehe ich die ursachen der probleme und die unterschiede der religion. das ist meine ansicht und muss nicht meinung jemand anderem entsprechen.

LG Nagarjuna
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Enggi » Do 12. Jan 2006, 23:05

Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Sicher, manche Buddhisten sind menschlicher als manche Christen. Und vielleicht sind sogar viele Buddhisten menschlicher als viele Christen. Aber eine Verallgemeinerung bleibt eine Verallgemeinerung und ist meistens falsch.

Es fragt sich halt auch immer wieder, was verstehst du unter einem Christen? Ein westlicher Mensch, der den Pfarrer nicht anspuckt, nennt sich vielleicht Christ, auch wenn er nicht an Jesus Christus glaubt. Welche Buddhisten spielst du gegen welche Christen aus? Buddhismen gibt es meines Wissens mindestens drei verschiedene, historisch gewachsene. Ist, wer lächelt und sich, wie es seine Religion vorschreibt, den anderen mit Mitgefühl (was auch immer das sei) nähert, ein menschlicherer Mensch, als ein gestresster Arbeiter im Westen?

Geradezu lächerlich finde ich die Bezeichnung „christliche Stadt“ für Berlin.
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon ausländer » Di 17. Jan 2006, 09:38

an nagarjuna:
wollen wir darüber reden? warum ist der westen dekadent? es liegt ja nicht an der religion, denn philippinos sind katholische und ganz anders als zb italiener.
freue mich, wenn du das bereden magst. zum schluss noch ein witz vom flughafen europa:
ein ägypter am zoll, zu sehen, er konnte weder englisch noch deutsch und der zoll fragt ihn dann: "was wolle sie hier." auf hochdeutsch: haben sie ein visum fuer urlaub oder arbeit?" und das hat dann eine halbe stunde gedauert, bis der ägypter, der seinen bruder besuchen wollte, das verstanden hat.
weil der zollbeamten nicht seinen chef fragte und wurstelte und sich nicht helfen liess, und jumbo davor in der schlange stand.



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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Desiree » Mi 18. Jan 2006, 13:00

es liegt ja nicht an der religion, denn philippinos sind katholische und ganz anders als zb italiener.

Hat sich die Titelfrage damit also erledigt?
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon erbreich » Mi 18. Jan 2006, 13:16

Ist das wirklich eine Frage der Religion?
Was macht eigentlich einen Menschen menschlich?
Und was verstehen wir unter ´Menschlichkeit´?
Ist nur ein ´Heiliger´ menschlich?
Oder ist auch ein ´Sünder´ menschlich?
Ist nicht jeder Mensch ´menschlich´?
Oder sind einige ´menschlicher´ als andere?

... :? ...
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Jemand » Mi 18. Jan 2006, 20:29

Sind Buddisten menshlicher als Christen???

Und wie würdet ihr folgende Fragen beantworten:

Welche Religion bietet mehr menschlichkeit an?
Buddismus oder Christentum?

oder...

Sind Europäer menschlicher als Asiaten???


Auf dem ersten Blick würdet ihr bestimmt sagen wie blöd diese Fragen sind. Aber Menschen in Europa und auch in Asien(wo Buddismus gibt) sind bestimmt von diesen Religionen geprägt,oder?
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon erbreich » Mi 18. Jan 2006, 21:09

Irgendwie scheine ich die Frage nicht ganz zu kapieren... und erst recht nicht die Absicht dahinter...

Sind diese menschlicher als jene? Ich nehme an, Du meinst damit irgendeine Art von ´besser´? Falls du das meinst, so sagt Jesus:

"Wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht." Mt 20,27

Wenn nun die Buddhisten sich menschlicher als die Christen sehen, dann mögen sie den Christen in ihrer Menschlichkeit dienen. Und umgekehrt.

Wenn Du aber unter ´menschlich´ die ganze Palette von ´Menschsein´ verstehst: Aller Hass aber auch alle Liebe, aller Egoismus aber auch alle Selbstlosigkeit, alle Sündhaftigkeit aber auch alle Heiligkeit die dem Menschen eignet, dann sind wir alle - Buddhisten und Christen und alle anderen dazu - gleich:

"Was nennst du mich gut?" fragte Jesus und sagte: "Niemand ist gut, als Gott allein!" Mk 10,18
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Re: Sind Buddhisten menschlicher als Christen?

Beitragvon origo » Mi 18. Jan 2006, 21:42

Das hast du schön dargestellt, Erbreich,

da kann ich mich nur noch einverstanden erklären!

lg origo
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon ausländer » Mi 25. Jan 2006, 08:55



nein,
denn das war nur eine erklaerung,

dasss die beruehmte pampigkeit der wessis nichts mit dem wetter zu tun hat.





Original von Desiree
es liegt ja nicht an der religion, denn philippinos sind katholische und ganz anders als zb italiener.

Hat sich die Titelfrage damit also erledigt?
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon _Fragender » Do 26. Jan 2006, 10:05

Nun ich möchte auch noch etwas aus meinem Leben und meinen Erfahrungen mit dem tibetischen Buddhismus erzählen, da es mir hier etwas zu einseitig dargesellt ist und ich denke, dass der grösste Teil zwar Erfahrungen mit Christen aber weniger Erfahrungen mit gewissen buddhistischen Anhängern gemacht hat.

Der Buddhismus zeigt sich nicht nur in friedlicher Weise, man schaue sich zum Beispiel Sri Lanka an. Auch die Geschichte Tibets ist von vielen langanhaltenden Kriegen geprägt, es gab Zeiten in denen Tibet fast ganz China kontrollierte, zu Japan und dem Zen-Buddhismus brauch ich wohl nichts zu sagen...

Ich selber kenne viele Tibeter, es sind Leute mit einem guten Herz zweifelsohne aber was mich sehr überraschte ist die Rasseneinheitlichkeit, die gelebt wird. Ich war mit einer buddhistischen Tibeterin 2 Jahre zusammen, als sie ihren Eltern (seit 40 Jahren in der Schweiz, sprechen fast kein deutsch, weil sie mit fremden Sprachen nichts zu tun haben wollen) von mir erzählten sind sie in Tränen ausgebrochen, wie nur könnte sie ihre Eltern nur so enttäuschen nicht einen Tibeter zu heiraten sondern die Rasse zu mischen.

Dann ist da auch eine starke Ablehnung gegenüber dem Christentum, "in eine Kirche gehe ich nicht, da war ich einmal nie wieder..."

Die Namen der Kinder müssen vom Dalai-Lama bestimmt werden, Dalai-Lamas Wort ist "Gottes Wort" (evt. kann mir ein Buddhist genauer sagen wie die Macht des Dalai-Lamas verstanden wird) (übrigens der Grund wieso soviele Tibeter den gleichen Namen haben).

Nun ich habe schon seit einiger Zeit zum Glauben gefunden und auch die Beziehung mit der Tibeterin liegt etwa 4 Jahre zurück, ich hege keinen Greuel, ich wollte einfach mal auf die andere Seite aufmerksam machen, weil mir die hier genannten Posts einfach zu einseitig sind.

Ich sage auch nicht der eine wäre besser als der andere usw. sowas steht mir nicht zu. Ich wollte einfach mal eine andere Perspektive geben, weil viele über das "Leben" der Buddhisten gar nichts wissen.





Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Shakyamuni » Do 26. Jan 2006, 13:51

Original von _Fragender
Nun ich möchte auch noch etwas aus meinem Leben und meinen Erfahrungen mit dem tibetischen Buddhismus erzählen, da es mir hier etwas zu einseitig dargesellt ist und ich denke, dass der grösste Teil zwar Erfahrungen mit Christen aber weniger Erfahrungen mit gewissen buddhistischen Anhängern gemacht hat.

ich denke nicht, dass es hier "einseitig" dargestellt wird, sondern hier werden nur die grundlagen besprochen. nicht das, was einige menschen daraus machen. negativbeispiele finden sich für alle religionen, können aber zu einer religionskritik meiner ansicht nach keinen beitrag leisten, da religionskritik nur einen wert hat, wenn sie fundamental (also an den grundlagen ausgerichtet) ist...
ich würde z.B. nicht auf die idee kommen bei einer christentumskritik gleich die brutalen missionen (insbes. in teilen europas und südamerikas), die kreuzzüge und die hexenverfolgung zu nennen. die haben mit den grundlagen nur in ansätzen etwas zu tun...


Dann ist da auch eine starke Ablehnung gegenüber dem Christentum, "in eine Kirche gehe ich nicht, da war ich einmal nie wieder..."

es gibt immer welche, die rassistisch, antichristlich etc. sind... das hat eher was mit der jeweiligen person als mit ihrem glauben zu tun...


Dalai-Lamas Wort ist "Gottes Wort" (evt. kann mir ein Buddhist genauer sagen wie die Macht des Dalai-Lamas verstanden wird)

der dalai lama ist nur das politische oberhaupt der exilregierung tibets, und er versucht mehr und mehr macht auf das parlament zu übertragen. religiös ist er nur die autorität einer kleinen schule des tibetischen buddhismus (von 4 schulen nur innerhalb tibets - es gibt unzählige mehr in anderen ländern - das reltiviert schonmal die "autorität" des dalai lama, meinst du nicht? ;) )... der dalai lama wird hier als erscheinung des bodhisattvas (=ein wesen, dass gelobt hat allen lebewesen zur befreiung zur verhelfen) avalokitesvara (ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste bodhisattva - sein name bedeutet soviel wie "der, der die leiden der welt hört"..) angesehen. der dalai lama selbst steht dazu kritisch.. mit einer gottheit hat das wenig zu tun. gottheiten sind gefangen im luxus und nur auf sich konzentriert und merken nicht, dass das leben letztendlich viel leid birgt.


Ich wollte einfach mal eine andere Perspektive geben, weil viele über das "Leben" der Buddhisten gar nichts wissen.

abgesehen davon, dass es nicht "den" buddhisten gibt, so wie es auch "den" christen nicht gibt, gibt zb. unzählige negativbeispiele von christlichem leben und genauso gibt es unzählige positivbeispiele, wie buddhisten leben. ich werde aber jetzt nicht alle zusammensammeln um deinen beitrag hier zu "wiederlegen", weil das ein niveau ist, dass ich mir für das forum nicht wünsche...
du solltest dich aber fragen, ob diese buddhisten nicht vielleicht entgegen ihrer grundlagen handeln, wenn sie sich auf grund ihrer ethnischen zugehörigkeit über andere menschen erheben (der dhammapada ist sicher ganz gut um das klarzumachen), ungeprüft die aussagen von einer "autorität" übernehmen (dazu kannst du gerne mal das kalamasutta lesen) etc.
ein wenig mehr differenzierung wäre also nicht schlecht ;)

alles gute :)

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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon _Fragender » Do 26. Jan 2006, 14:27

Hallo muni

Find ich toll, dass Du nichts widerlegen willst hier im Forum, scheinbar habe ich zuwenig betont, dass es sich hier um eine ganz subjektive Sicht handelte, darum auch der Verweis auf "meine Erfahrungen"... aber immerhin geht es doch in dem Thread um die "Menschlichkeit" und meine Schilderung war eine Schilderung einer Untergruppe von Menschen, die sich zum Buddhismus bekennen.

Also war es ein ganzer persönlicher Erlebnisbericht und keineswegs eine Beurteilung der Buddhisten oder des Buddhismus. Das würde ich mir nie anmassen und falls es so auf Dich gewirkt hat, hast Du mich falsch verstanden.
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Shakyamuni » Do 26. Jan 2006, 21:51

Original von _Fragender
Find ich toll, dass Du nichts widerlegen willst hier im Forum, scheinbar habe ich zuwenig betont, dass es sich hier um eine ganz subjektive Sicht handelte, darum auch der Verweis auf "meine Erfahrungen"...

nun, dass ich nichts hier wiederlegen will stimmt so nicht ganz ;) ich übe schon christentumkritik, allerdings nicht auf der ebene der christlichen geschichte
schön, dass du nochmal betonst, dass das deine eigene erfahrung ist :)


aber immerhin geht es doch in dem Thread um die "Menschlichkeit" und meine Schilderung war eine Schilderung einer Untergruppe von Menschen, die sich zum Buddhismus bekennen.

touché ;)
(ich bin auch kein freund dieses threads.. ich versteh nicht, was das soll, wenn man versucht "nachzuweisen", dass angehöriger einer religion ´menschlicher´ [was ist damit eigentlich gemeint?] seien als andere...)



keineswegs eine Beurteilung der Buddhisten oder des Buddhismus. Das würde ich mir nie anmassen und falls es so auf Dich gewirkt hat, hast Du mich falsch verstanden.

kein problem - ich wollte dir nichts unterstellen, was du nicht wolltest... :)
ich wünsch dir noch einen schönen abend :)

alles gute

muni
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Nagarjuna » Fr 27. Jan 2006, 17:08

hallo fragender

in einigen dingen muss ich dir recht geben. tibet war früher (vor der buddhistischen zeit) ein sehr kriegerisches blutrünstiges volk dass grosse teile asiens beherschte! als der buddhismus jedoch einzug erhielt war dies schon ziemlich lange vorbei. tibet suchte zu buddhistischen zeiten immer schutz und hilfe von aussen. einmal warens die mongolen und einmal die chinesen die ihnen geholfen haben. am schluss ist alles gegen sie selber gerichtet worden. man sieht ja wos geendet hatt. mit kleiner gegenwehr standen vereinzelte tibetische krieger einer übermacht chinesicher soldaten entgegen.

was natürlich jenseits von gut und böse ist, ist die rivalität zwischen den einzelnen buddhistischen sekten die es gegeben hatt. vor allem der gelugpas und der kagyus. es ging um macht und politik. daher habe ich auch in einem anderen thread schon geschrieben warum ich nicht gut finde wenn religion mit politik vermischt wird. hatt dort schlichtweg einfach nichts zu suchen!
zu den tibetern in unseren regionen. schau dir mal die bergregionen und ihre bewohner in unserem land an. ziemlich engstirnig leute. tibeter sind auch so ein urchiges volk wie bei uns ungefähr die walliser. dazu kommen aber noch andere probleme die wir hier nicht haben. nämlich verfolgt zu sein, gefoltert und misshandelt zu sein, menschen in der familie die getötet worden sind....usw...das kann beim einten oder anderen schon ziemliche traumatas auslösen. dazu kommt noch dass für tibeter hier lange in hinsicht kulturelles garnichts lief. bis mal ein kloster aufgebaut wurde! bis dies zustande kahm wurde dass problem alkohol sehr gross hier bei den tibetern. unglück machte sich breit und dass zieht auch etliche andere unglücke mit sich.
dass tibeter sehr misstrauisch sind anderen gegenüber muss ich dir recht geben. auch dass mit der familie deiner ex glaube ich dir sofort! ich kenne aber z.b. genau dass gegenteil. ich hatte eine tibetische freundin und ich wurde sehr sehr herzlich aufgenommen. es war aber nur ein elternteil tibetisch muss ich dazusagen. auch habe ich mit heinrich harrer geredet und er erzählte mir auch von einem sehr harrschen tibetischen volk dass aber nachdem er einmal akzeptiert war unglaublich herzliches erfahren hatt! es wurde seine 2. heimat. eben fast so wie in einem walliser bergdorf. es geht eine zeit bis man akzeptiert wird und dann ist es sehr sehr schön!
tibeter haben ausserhalb ihres landes viel probleme erfahren. es ist ein ganz anderes leben hier. viele der alten generation kommen damit nicht zurecht.
wie schon shakyamuni sagte kann es auch um eine falsche ansicht der religion gehen. viele tibeter verstehen die buddhistischen lehren garnicht richtig. viele sind analphabeten und können die lehren garnicht lesen. für viele tibeter ist die religion eher etwas rituelles. alles andere hatt shakyamuni schon ziemlich gut beantwortet. danke...

LG Nagarjuna

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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon ausländer » Di 31. Jan 2006, 08:54

Ich möchte ergänzen, ich schreibe auch nur Beobachtungen und nicht Folgerungen. So habe ich jedesmal einen Kulturschock wenn ich nach Europa komme. Sozusagen half ich einem DritteWeltMensch seinen Koffer aus dem Flugzeug aus seinem Heimatland zu tragen. Bis zum Zoll. Dann schaut mich der Zollbeamte an und meine Taschen und den fremden Koffer und daneben der DritteWeltMensch mit drei Koffern. Und dann sagt der Zollbeamte: Ist das Ihr Freund? Ich sage nein. Dann lassen Sie den Koffer fallen, nur Idioten und Weicheier helfen Fremden den Koffer tragen. Hast es wohl noetig.

Und ich weiss, ich bin zuhause, das ist die Begruessung.




(So etwas erlebe ich seit 20 Jahren jedesmal in aehnlicher Form)

Das ist nur ein Bericht ohne irgendwelche Folgerungen.




Original von _Fragender
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Also war es ein ganzer persönlicher Erlebnisbericht und keineswegs eine Beurteilung der Buddhisten oder des Buddhismus. Das würde ich mir nie anmassen und falls es so auf Dich gewirkt hat, hast Du mich falsch verstanden.
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon _Fragender » Di 31. Jan 2006, 09:57

und was hat der Zöllner mit Christen zu tun :?
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon ausländer » Di 31. Jan 2006, 11:22

der zöllner war christ, alle anderen beteilgten waren heiden. sorry, habe ich nicht klar gesagt, der zöllner war lutheraner.
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon _Fragender » Di 31. Jan 2006, 11:26

im Ernst? hast Du ihn gefragt oder wieso weisst Du das?
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Dionysos » Di 31. Jan 2006, 11:30

Der Zöllner war Lutheraner!!!

Den Witz habe ich schon an gute Freunde gesendet!

Danke, ich habe schallend gelacht.
Welcher Religion ich bekenne? - Keine von allen,
die du mir nennst. - Und warum keine? Aus Religion.

(Schiller)
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon _Fragender » Di 31. Jan 2006, 11:32

Original von Dionysos
Der Zöllner war Lutheraner!!!

Den Witz habe ich schon an gute Freunde gesendet!

Danke, ich habe schallend gelacht.


Was weisst Du, was ich nicht weiss? :? :D
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon ausländer » Di 31. Jan 2006, 11:51

klar. warum nicht? war das falsch? ist in eurem land die fragen nach konfession tabu? was gibt es wichtigeres? dort in der dritten welt war die erste frage: are you catholic?


Original von _Fragender
im Ernst? hast Du ihn gefragt oder wieso weisst Du das?
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon _Fragender » Di 31. Jan 2006, 11:59

Ich war auch schon in der Dritten Welt sogar in vielen verschiedenen Ländern und die ersten Fragen waren meistens ob ich etwas kaufen will, nach Religion hat mich noch niemand gefragt.

Aber danke für Deinen Bericht.
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon ausländer » Di 31. Jan 2006, 12:22

Komisch, zum kaufen werde ich nur in deutschen fussgaengerzonen aufgefordert. wir wollen doch hoffen, dass deutschland nicht die dritte welt ist.
und die dortigen politiker fordern sogar in der zeitung auf, mehr zu kaufen. ist das in der dritten welt auch so?
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon _Fragender » Di 31. Jan 2006, 12:32

Willst Du darauf hinaus, dass es in der Dritten Welt humaner ist als bei uns?

Wie stehst Du dann zu Folterungen, Kinderarbeit, Korruption (Polizei wie Politiker), Menschenhandel, Drogenanbau, erzwungener Prostitution, Zuständen in Gefängnissen, extrem hoher Kriminalitätsrate, Unterdrückung der Armen, Umweltschutz, Diktatur.

Ich habe einmal 3 Wochen in einem Asylantenheim gearbeitet, die Menschen der Dritten Welt v. a. Afrika hassen sich untereinander aufs Äusserste.

Kennst Du den Krieg von Ruanda?
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Astardia2 » Sa 25. Feb 2006, 21:30

Original von Enggi
Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Sicher, manche Buddhisten sind menschlicher als manche Christen. Und vielleicht sind sogar viele Buddhisten menschlicher als viele Christen. Aber eine Verallgemeinerung bleibt eine Verallgemeinerung und ist meistens falsch.

Es fragt sich halt auch immer wieder, was verstehst du unter einem Christen? Ein westlicher Mensch, der den Pfarrer nicht anspuckt, nennt sich vielleicht Christ, auch wenn er nicht an Jesus Christus glaubt. Welche Buddhisten spielst du gegen welche Christen aus? Buddhismen gibt es meines Wissens mindestens drei verschiedene, historisch gewachsene. Ist, wer lächelt und sich, wie es seine Religion vorschreibt, den anderen mit Mitgefühl (was auch immer das sei) nähert, ein menschlicherer Mensch, als ein gestresster Arbeiter im Westen?

Geradezu lächerlich finde ich die Bezeichnung „christliche Stadt“ für Berlin.


Hab ich das jetzt richtig gelesen, das Du nicht weist was Mitgefühl ist, Enngi?
Auf jeden Fall weis ich das so manches Lächeln, das man einen Fremden entgegen bringt schon sehr schöne Gespräche aufkommen ließ und eine Bereicherung in mein Leben brachte.
(da ich eine Frau bin, überwiegend mit Frauen)
Oft kommen genau aus diesen Begebenheiten die Gefühle des Glückes und der Liebe Gottes hervor, weil ich die Bereicherung erkenne durch ein Gespräch erkenne.
Doch es ist völlig Gleichgültig was für eine Religion der andere hat. Wichtig ist der Respekt und die Achtung dem anderen gegenüber.

liebe grüsse Astardia




Mein Herz gehört Jesus Christus und an seiner Seite kämpfe ich für Seine Worte und Taten und für den Vater den ER uns zeigte, der unser aller Vater ist
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon ausländer » Di 28. Feb 2006, 09:19

Ist das eher Mitgefühl oder Mitleid? Zeigt das, Du Armer?

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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon james88 » Do 19. Jun 2008, 20:26

Ich finde, dass allein schon die Frage wie eine Art bizarrer Wettbewerb klingt. Wir besser, sie schlechter, ihr weisser, wir schwärzer, grösser, lieber.

Die Buddhisten sind so menschlich wie die Christen oder die Linkshänder, aus dem einfachen Grund dass sie allesamt Menschen sind.

Es gibt kulturelle Unterschiede in der Lebensführung, den täglichen Anforderungen des Lebens und den Ideen und Sichtweisen auf unser Woher, Wohin, Warum.
Dies ist spannend, es ist bereichernd. Wer an den Christlichen Gott glaubt, darf sicher darauf vertrauen, dass dieser Gott sich etwas bei der Erschaffung der Vielfalt gedacht hat. Befindet man sich auf dem buddhistischen Weg, so wird man dem anderen zugestehen seinen Weg zu gehen. Winkt euch zu und freut euch, das Leben ist kostbar, darin zur Schule gehen ist ein Privileg.

Lasst uns die Auswahl darüber treffen was nützlich und heilsam für unseren Lehrpfad durch diese Welt ist und uns nicht in destruktiven Vergleichen verbeissen.
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon W.Tell » Do 19. Jun 2008, 20:45

Komische Frage.

Was ist Menschlichkeit?

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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Grasy » Do 19. Jun 2008, 23:36

Original von james88
Winkt euch zu und freut euch, das Leben ist kostbar, darin zur Schule gehen ist ein Privileg.

Lasst uns die Auswahl darüber treffen was nützlich und heilsam für unseren Lehrpfad durch diese Welt ist und uns nicht in destruktiven Vergleichen verbeissen.


Zuwinken? Also ich weiß ja nicht ob das den Buddhisten so aufgetragen wird - bei Christen ist das jedenfalls nicht wirklich zutreffend. Christen bekamen einen deutlich anderen Auftrag (-> Mk 16:15)


Mfg,
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon james88 » Fr 20. Jun 2008, 02:43

Wenn ich nach dem Anwenden von Markus 16: 15 (Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur!)die Antwort erhalte, dass mein Gegenüber es vorzieht, bei seinen Ansichten zu bleiben, was tue ich als nächstes?

a) winke ich ihm zu und wünsche ihm das Beste?
b) bestrafe ich ihn für seine Widerborstigkeit?
c) töte ich ihn?
d) verfluchen?
e) beten?
f) ich rede einfach weiter, bis er oder ich umfallen?
g) diskutiere ich mit ihm?
h) fordere ich ihn zum Zwiekampf?
i) ich sage: "Danke Herr dass ich nicht so bin wie er"?
j) ich überlasse Gott alles weitere?
k) ich mag ihn trotzdem, weil er ein Mensch ist?

Bitte ganz konkret und nach Wertigkeit antworten, Liste darf erweitert werden.

Ist a) ausgeschlossen und wenn ja warum?

Danke für jede Denkhilfe
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Johncom » Fr 20. Jun 2008, 07:05

Original von Grasy
Original von james88
Winkt euch zu und freut euch, das Leben ist kostbar, darin zur Schule gehen ist ein Privileg.

Lasst uns die Auswahl darüber treffen was nützlich und heilsam für unseren Lehrpfad durch diese Welt ist und uns nicht in destruktiven Vergleichen verbeissen.


Zuwinken? Also ich weiß ja nicht ob das den Buddhisten so aufgetragen wird - bei Christen ist das jedenfalls nicht wirklich zutreffend. Christen bekamen einen deutlich anderen Auftrag (-> Mk 16:15)


Ja, zuwinken ist schon treffend. Den anderen achten wie mich selbst. Ein bekannter buddhistischer Segensspruch lautet:

´Mögen alle Wesen glücklich sein !´

Wobei nicht das Glück im Lotto gemeint ist, eher das Glück des Friedens im Herzen. Und bei Wesen schliesst der Buddhist die niederen wie die höheren Wesen ein, sowie die ´Fernen´, also die man nicht kennt ... und auch die noch nicht geborenen.
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Johncom » Fr 20. Jun 2008, 07:19

Interessante Liste, James88.
Mir lägen die Punkte j) und k) nahe. Und a).
Also wenn mein Gegenüber einen freundlichen Eindruck macht, wenn die Chemie stimmt, wenn ich das Gefühl habe, ich selber kann etwas lernen und mitnehmen aus einem Gespräch, dann auch Punkt g).
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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Grasy » Fr 20. Jun 2008, 18:40

Original von james88
a) winke ich ihm zu und wünsche ihm das Beste?


Nö. Würdest du jemanden zuwinken und ihm "das Beste" wünschen der lachend richtung Tschernobyl fährt? Kann diesem Punkt nix abgewinnen. Rumwinken = Falsche Botschaft signalisieren -> Nö.


b) bestrafe ich ihn für seine Widerborstigkeit?


Nö.



c) töte ich ihn?


Nö.



d) verfluchen?


Nö.



e) beten?


Ja! ...und am besten nicht nur einmal.



f) ich rede einfach weiter, bis er oder ich umfallen?


Interessanter Punkt. Ähhh.... Ja? :D



g) diskutiere ich mit ihm?


Nicht unbedingt. Nö.



h) fordere ich ihn zum Zwiekampf?


Nö.



i) ich sage: "Danke Herr dass ich nicht so bin wie er"?


Nö.



j) ich überlasse Gott alles weitere?


Aber nicht einfach als Ausrede? Das was uns aufgetragen wurde gilt immer noch und ein: "Ich hab´s (mal schnell) versucht hat nicht geklappt lalala..." ...ist spätestens dann ziemlich seltsam wenn dir die entsprechenden Menschen wirklich am Herzen liegen. Das geht uns nicht bei allen Menschen so leicht runter. Aber man sollte sich vielleicht fragen wie´s wäre wenn das Freunde oder Eltern oder Geschwister wären. Da heißt es auch zurück zu Punkt "e".



k) ich mag ihn trotzdem, weil er ein Mensch ist?


In Mt 5 steht daß man sogar die Feinde lieben soll. Mögen kann ich auch jemanden der sich im Fernsehen zum Deppen macht und mich dadurch zum Lachen bringt (da kann mir der Mensch an sich aber noch völlig egal sein). D.h. Mögen ist diesbezüglich eigentlich nicht treffend bzw. zu wenig.



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Re: Sind Buddisten menschlicher als Christen?

Beitragvon Grasy » Fr 20. Jun 2008, 18:52

Original von Johncom
Ein bekannter buddhistischer Segensspruch lautet:

´Mögen alle Wesen glücklich sein !´


Mögen tun das doch eh alle? Aber nicht mal annähernd alle sind das dann auch. Kann dem Spruch nicht wirklich viel abgewinnen. Kommt mir ziemlich gleichgültig und kraftlos vor.


"Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren. Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht." (Mt 11:27-30 - Lut1912)


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