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Jeshua und Buddha

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

Moderator: bigbird

Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Shakyamuni » Do 29. Dez 2005, 09:46

Original von J.Tanya
ich glaube, mit dir sollte man Mitgefühl haben, weil du die tiefere Wahrheit hinter deiner vollen Wahrheit noch nicht erkannt hast.

also entweder hast du "mitgefühl", oder du redest hier drüber. die erste option ist ernst gemeint, die andere um sich über andere zu erheben und sie als "dummerchen" abzustempeln. diese "tiefere Wahrheit", von der du da sprichst kann nicht den grundlagen wiedersprechen und die schauen beim christentum düster aus...


Ob Jesus wirklich solch ewige Verdammnis-Worte ausgesprochen hat ist zu bezweifeln.

nein, wieso? er steht damit in "guter" biblischer tradition und sprichst so wie viele seiner zeit. selbst in den gleichnissen und in den synoptischen ´evangelien´ kommen diese brutalen stellen vor - beide gelten als DIE ursprünglichen ´jesu-worte´.. worauf stützt du also deine aussage?


Jesus und Buddha haben sehr viel gemeinsam.

die selektiven zitate, die du hier postest sagen darüber überhaupt nichst aus. wer die bibel vollständig kennt weis, das es riesen unterschiede gibt les dir nur mal die stellen an, die ich in dem unterforum "kritik an der kirche" gepostet habe. dann kennst du auch mal die andere (dominierende) seite der bibel...


Buddha lebt auch heute noch in seiner ewigen Gestalt als Visnu

sowas glauben buddhisten nicht und fügt sich auch nicht in die buddhistische denkweise ein. es ist ein polemischer versuch von hinduisten, den buddha, der plötzlich sehr erfolgreich war, in sein system einzuordnen. er wurde als "gesandter" dargestellt, der schlechte menschen ´rausfiltern´ soll, indem er sie zum buddhismus überzeugt. dass du auf solche peinlichen umdeutungen zurückgreifst hätte ich ehrlich gesagt nicht von dir gedacht...


Man muss nicht sich in seiner richtung versteifen, die anderen als falsch unwissend des teufels etc. ettikettieren.

ich habe bis jetzt nur versucht darzustellen, dass der buddhismus und das christentum völlig unterschiedlich sind- - eben aufgrund dieser stellen der bibel... das ist noch kein ´erheben´ über das christentum... wer gewalt ablehnt kommt vielleicht zu dem schluss, dass solche stellen negativ sind, aber man muss ja nicht gewalt ablehnen ;)


veden sei dank kann man auch eine Sichtweise kennenlernen, die die zusammenhänge erklärt und so den spaltenden Keil der verschiedenen Religionen entfernt.

in den veden steht überhaupt nichts über den buddha und ebensowenig über jesus. diese geschichte, die du oben kurz erwähnt hast ist nicht vedisch!
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon J.Tanya » Do 29. Dez 2005, 14:13

aha Shakyamuni kennt die Veden (hunderte von Schriften)
dann ist er ein Bibel-theologe
apokryphe evangelien kennt er auch
und den Buddhismus ist ja sowieso seine Westentasche.

Willst du mir hier verklickern, DU kennst die Veden?
Ich kenne auch nicht alles. Ich lese in Bhagavatm, Gita, Vedanta, etc. und von Vaisnava-Theologen, die sich schon seit 30jahren intensiv mit allen Schriften befassen.

Was hast du den schon von vedischen Schriften bisher gelesen?
Du erhebst dich auch grad ein bisschen: nämlich über vaisnava-Theologen/Gurus/Swamis, die Buddha klar als Inkarnation Visnus deklarieren.

wir haben es übrigens nicht nötig, Buddha für uns zu vereinnahmen. Wenn du in Buddha einen "Atheisten-Gott" siehst, kannst du das gerne tun. (denn dafür ist er ja da)

Du bist sozusagen ein klarer Gegenpol zu den dogmatischen
es gibt ein ewiges Leben und es gibt einen Persönlichen Gott-christen (die nur ihren Weg als wahr akzeptieren)

du bist dann einfach auf der anderen Seite dieser Polarität.
Es gibt keinen Gott und kein Ewiges individuelles leben. etc.

So stehe ich plötzlich zwischen zwei oppositen Fronten und bekomm von beiden haue.

Ist mir wohl auch klar, dass Christen es nicht verputzen können, dass ich Ihr alles und only- Jesus als:

Brahma:Erstgeborener Sohn Krishnas

und dann

Buddha: Als eine Inkarnation Visnus (Krishna)also des Vaters selbst

deklariere.


Wie gesagt ist Buddhas Mission eine Ablenkungs-Strategie gewesen, von genau solchen Leuten wie du es bist.
(nicht eine ab in die Hölle-Strategie) sondern eine
spirituelle Ausbildung die alles wichtige beinhaltet, ausser den Glauben an Gott. (denn mit diesem Gott haben Leute wie du ja eben ein Problem)

So waren solche Atheisten, die normalerweise die grössten Feinde und Störfriede,von Theisten sind, abgelenkt und dies sogar noch auf eine positve konstruktive Weise.
(ist Gott nicht clevergenial!)

Eines tages, kannst du, dann noch die letzte aber wesentliche Zutat zu deinem Weg hinfügen: Gott
(siehe biografie-weg von erbreich hier im forum)
Dazu bist du natürlich noch nicht bereit. Egal.


Machst du halt noch ein paar extra runden im Buddhismus.

:D
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon J.Tanya » Do 29. Dez 2005, 14:28

Sind Jesus und Buddha wirklich auf dem Wasser gewandelt, durch Wände gegangen und von den toten auferstanden?

Diese wunder sind, auch wenn Skeptiker sie anzweifeln, heute für einige ihrer Anhänger ebenso wichtig wie ihre Lehren.
Die Evangelien, insbesondere das des Markus, und die überlieferten biografien Buddhas stecken voller Geschichten der Macht dieser Männer über die Natur.
Die ver-ehrended Kunst des Christentums und des Buddhismus auf der ganzen Welt stellt diese bemerkenswerten Ereignisse dar.

Buddhisten gehen davon aus, dass Wunder Ausfluss karmischer Verdienste und eines vollkommenen Geistes sind, während die Christen sie als die durch Menschen wirkende Kraft Gottes ansehen. Die konkreten Wunder selbst ähneln sich jedoch bemerkenswert. Jesus bewirkte zum Beispiel durch wenige Brote und Fische die Speisung der Menge, so wie Buddha fünfhundert Menschen mit ein paar kleinen Kuchen ernährte.
Beide wurden vor den Augen ihrer Jünger durch blendendes Licht verklärt. Und beide wurden wütend, wenn die Leute Wunder verlangten, nur um ihren Glauben zu stützen.
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Shakyamuni » Fr 30. Dez 2005, 00:04

Original von J.Tanya
apokryphe evangelien kennt er auch

hab ich nicht behauptet. die schriften gelten eher als new-age lektüre denn als ursprüngliche evangelien. ich habe etwas von den synoptischen evangelien geschrieben: matthäus, markus und lukas... die haben nichts mit den apokryphen zu tun

Willst du mir hier verklickern, DU kennst die Veden?
Ich kenne auch nicht alles. Ich lese in Bhagavatm, Gita, Vedanta, etc.

offensichtlich scheinst du nicht so firm in dem gebiet der veden zu sein, wenn du behauptest, dass die bhagavadgita vedische literatur ist. diese schrift gehört zu der puranischen literatur. ich kenne sicher nicht die ganzen veden, aber zumindest weis ich, wie man sie abgrenzt ;)


nämlich über vaisnava-Theologen/Gurus/Swamis, die Buddha klar als Inkarnation Visnus deklarieren.

was diese herren über den buddha sagen ist nun wirklich irrelevant. sie gehören dem system an, dass der buddha grundlegend abgelehnt hat. es ist selbstverständlich, dass solche menschen mit polemik darauf reagieren... ich höre mir ja auch nicht an, was christen über den buddha sagen (höchstwahrscheinlich meinen sie, da gäbe es verbindungen zu ihrer figur des "satans";), sondern richte mich nach dem, was der buddha selbst über sich gesagt hat...


Wenn du in Buddha einen "Atheisten-Gott" siehst, kannst du das gerne tun.

der buddha ist kein gott


sondern eine spirituelle Ausbildung die alles wichtige beinhaltet, ausser den Glauben an Gott. (denn mit diesem Gott haben Leute wie du ja eben ein Problem)

hm? der buddhismus lehrt auch anatta (seelenlosigkeit), anicca (vergänglichkeit), ahimsa (gewaltlosigkeit) und viele andere dinge, die dem hinduismus fremd sind
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Shakyamuni » Fr 30. Dez 2005, 00:15

Original von J.Tanya
Die konkreten Wunder selbst ähneln sich jedoch bemerkenswert [...] so wie Buddha fünfhundert Menschen mit ein paar kleinen Kuchen ernährte.
[...]
Und beide wurden wütend, wenn die Leute Wunder verlangten, nur um ihren Glauben zu stützen.

wo steht das mit den kleinen kuchen? ich habe noch nie etwas von der geschichte gehört.. nur mal so interessehalber..
und wo steht, dass der buddha wütend wurde, wenn die menschen nach wundern verlangten? ich weis, dass in der ordensdisziplin des buddha solche zauberreien verboten wurden, da sie von der reinen lehre ablenken und jeder solche tricks vollführen kann, der ein wenig begabt dazu ist.. das ist kein kennzeichen der wahrheit
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » Fr 30. Dez 2005, 01:02

Original von J.Tanya
Du erhebst dich auch grad ein bisschen: nämlich über vaisnava-Theologen/Gurus/Swamis, die Buddha klar als Inkarnation Visnus deklarieren.

Das ist aber für Buddhisten völlig irrelevant, weil sich nun gerade der Buddha selbst vorsorglich gegen solche Inkarnationstheorien argumentativ ausgesprochen hat.

Original von J.Tanya
Wie gesagt ist Buddhas Mission eine Ablenkungs-Strategie gewesen, von genau solchen Leuten wie du es bist.
(nicht eine ab in die Hölle-Strategie) sondern eine
spirituelle Ausbildung die alles wichtige beinhaltet, ausser den Glauben an Gott. (denn mit diesem Gott haben Leute wie du ja eben ein Problem) So waren solche Atheisten....

Auch das ist ganz klar eine Fehlinterpretation.
Ohne daß der Buddha solche Begriffe wie "Gott". "Nicht-Gott" oder "Seele", "ohne-Seele". "Reinkarnation" gebraucht hätte - hinter denen sich ja eine Menge von höchst unterschiedlichen Konzepte verbergen könnten, hat er - auch wieder argumentiv - gezeigt, welche diesen zugeordneten Eigenschaften entweder im direkten Widerspruch zur Wirklichkeit oder völlig selbstwidersprüchlich sind. Und solche Eigenschaftszuweisungen hat er abgeleht. Und weil wir dem Buddha nicht unterstellen, er hätte die Unwahrheit gesagt oder Teile der Wahrheit verschwiegen, kann diese ausdrückliche und begründete Ablehnung auch nicht durch die Hintertür aufgehoben werden.
Das selbe Plausibilitäts-Verfahren (hier Nicht-Aufhebbarkeit oder Relativierung der abgelehnten Auffassungen) würde ich übrigens ohne Zögern auf die Äußerungen von Jesus anwenden können. Er bliebe dabei der ganze Jesus - das auch mal als Tip an Muni :)

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Shakyamuni » Fr 30. Dez 2005, 10:22

Original von bel
Das selbe Plausibilitäts-Verfahren (hier Nicht-Aufhebbarkeit oder Relativierung der abgelehnten Auffassungen) würde ich übrigens ohne Zögern auf die Äußerungen von Jesus anwenden können. Er bliebe dabei der ganze Jesus - das auch mal als Tip an Muni :)

also findest du einige zitate von jesus gut, andere nicht, aber du akzeptierst, dass sie auch von ihm sind?
hab ich das richtig verstanden?
mal ein beispiel:
ich habe schon öfters von dir gelesen, dass du die bergpredigt sehr schätzt.. akzeptierst du also, dass in eben dieser bergpredigt auch das (extrem brutale) mosaische gesetz bestätigt wird und gleichnisse verwendet werden, die wieder auf mord und totschlag hinauskommen? ich kann dich verstehen, wenn du einige zitate von jesus gut findest, aber alle menschen, haben irgendwann mal was tolles gesagt. sogar mao hat das ;) :)
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » Fr 30. Dez 2005, 11:50

Original von Shakyamuni
Original von bel
Das selbe Plausibilitäts-Verfahren (hier Nicht-Aufhebbarkeit oder Relativierung der abgelehnten Auffassungen) würde ich übrigens ohne Zögern auf die Äußerungen von Jesus anwenden können. Er bliebe dabei der ganze Jesus - das auch mal als Tip an Muni :)

also findest du einige zitate von jesus gut, andere nicht, aber du akzeptierst, dass sie auch von ihm sind?
hab ich das richtig verstanden?
mal ein beispiel:
ich habe schon öfters von dir gelesen, dass du die bergpredigt sehr schätzt.. akzeptierst du also, dass in eben dieser bergpredigt auch das (extrem brutale) mosaische gesetz bestätigt wird und gleichnisse verwendet werden, die wieder auf mord und totschlag hinauskommen? ich kann dich verstehen, wenn du einige zitate von jesus gut findest, aber alle menschen, haben irgendwann mal was tolles gesagt. sogar mao hat das ;) :)


Nein, es kommt nicht darauf an, was ich "gut" finde und danach selektiere. Sondern ich sage, wenn man wissen will, wie Jesus wirklich gedacht hat, dann nimmt man sich das von ihm ausdrücklich Verneinte also was nicht zum Heil führt, und mißt daran alle anderen Aussagen.
Die Bergpredigt und die angebliche Bestätigung der mosaischen Gesetze ist ein gutes Beispiel:
Es gibt hier immer die Gegenüberstellung: "Es wird gesagt..." (als angebliche Verkündigung der Propheten verkauft) und "Ich aber sage Euch ...."
Das kann ja nur heißen, daß das, was die früheren Propheten gesagt haben, gründlich mißverstanden und falsch tradiert wurde und daß nur seine hier dargestellte Verwirklichung, und nur die, richtig ist. Und nun wird auch verständlich, was meint "keiner kommt zur Wahrheit, als durch mich"
Verwirklichung ;) der Berglehre.

Kennst Du keine drastischen Gleichnisse, die dem Buddha zugeschrieben werden? Wenn das Gleichnis stimmt, und richtig gedeutet werden kann, ist nix dagegen einzuwenden.

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Scardanelli » Fr 30. Dez 2005, 12:12

@bel,
Die Aussage Jesu: "keiner kommt zur Wahrheit, wenn nicht durch mich", die hat auch eine Formebene. Jeder kann Wahrheit sagen, das ist auch in etwa das, was Shakyamuni wohl gemeint hat. Hier kommt es aber darauf an, wer die Wahrheit sagt.
Jesus ist nicht irgendeiner, sondern derjenige, der einen bestimmten Hoheitstitel trägt: Der Vater und er, die seien eins. Damit ist Jesus auch einer, welcher das Allgemeine personifiziert hat. Damit ist dieser Hoheitstitel näher damit ausgedrückt, dass Jesus selbst das Allgemeine ist. Jesus sagt nicht nur die Wahrheit, was jeder könnte, sondern er ist sie selbst.
Im Buddhismus gibt es auch einen Hoheitstitel: Buddha. Was immer auch Buddha sagt, es ist von allgemeiner Gültigkeit. Hier ist Buddha das, was im Sinne Jesu der Vater ist.
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » Fr 30. Dez 2005, 12:28

Original von Scardanelli
@bel,
Die Aussage Jesu: "keiner kommt zur Wahrheit, wenn nicht durch mich", die hat auch eine Formebene. Jeder kann Wahrheit sagen, das ist auch in etwa das, was Shakyamuni wohl gemeint hat. Hier kommt es aber darauf an, wer die Wahrheit sagt.
Jesus ist nicht irgendeiner, sondern derjenige, der einen bestimmten Hoheitstitel trägt: Der Vater und er, die seien eins. Damit ist Jesus auch einer, welcher das Allgemeine personifiziert hat. Damit ist dieser Hoheitstitel näher damit ausgedrückt, dass Jesus selbst das Allgemeine ist. Jesus sagt nicht nur die Wahrheit, was jeder könnte, sondern er ist sie selbst.
Im Buddhismus gibt es auch einen Hoheitstitel: Buddha. Was immer auch Buddha sagt, es ist von allgemeiner Gültigkeit. Hier ist Buddha das, was im Sinne Jesu der Vater ist.

Er trägt den Hoheitstitel, weil er die Wahrheit ist und nicht sagt er die die Wahrheit weil er den Hoheitstitel trägt.

Und ja, Du hast vollkommen recht: Es kommt letztlich nicht darauf an, daß man nur die Wahrheit sagt - das tun nämlich tatsächlich viele Menschen und in den meisten Fällen nur stückchenweise, sondern es kommt darauf an, daß man die Wahrheit verwirklicht, die Wahrheit ist. Genauso sieht es Gotama. Und das ist auch das Besondere an Jesus: er hat nicht gequatscht, er hats getan.

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Scardanelli » Fr 30. Dez 2005, 13:17

@bel,
Wahrheit zu sagen, ist die Wahrheit objektiv zu haben. Das Objektive steht dem Menschen nur gegenüber. Jeder kann also die Wahrheit objektiv sein. Das ist aber nicht die hohe Schule der Wahrheit.
In sich selbst kehrt die Wahrheit zurück, wenn das Objektive, subjektiv wird und sich darin erhält. Hier ist dann Subjekt und Objekt eins.
Weil die Subjekte, oder sagen wir, die Sterblichen die Wahrheit nur objektiv haben, müssen sie jemanden finden, der sie auch subjektiv hat. Und das er sie subjektiv hat, das können sie nur glauben, denn die Wahrheit auch zu wissen, erfordert eben sie selbst auch subjektiv zu sein. Das ist dann insofern ein Wagnis, weil es wie ein Lotteriespiel ist. Man glaubt jemandem etwas, was man für sich selbst nicht überprüfen kann.
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » Fr 30. Dez 2005, 14:21

Original von Scardanelli
Wahrheit zu sagen, ist die Wahrheit objektiv zu haben. Das Objektive steht dem Menschen nur gegenüber. Jeder kann also die Wahrheit objektiv sein. Das ist aber nicht die hohe Schule der Wahrheit.

Nein, das ist einfach Quatsch :) Was soll den "objektiv" sein?

Original von Scardanelli
In sich selbst kehrt die Wahrheit zurück, wenn das Objektive, subjektiv wird und sich darin erhält. Hier ist dann Subjekt und Objekt eins.

Was nur zeigt, daß solche Begriffe wie "objektiv/subjektiv" einfach desorientierende Parolen ohne wahrheitliche Wirklichkeit sind.

Original von Scardanelli Man glaubt jemandem etwas, was man für sich selbst nicht überprüfen kann.

Genau gegen diese These haben sich Jesus wie Gotama ausdrücklich gewandt.

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon J.Tanya » Fr 30. Dez 2005, 15:56

Original von Scardanelli
@bel,

Hier ist Buddha das, was im Sinne Jesu der Vater ist.



Oder wie man es vedisch simpel ausdrückt:

Buddha ist inkarnation von VISNU
VISNU ist der Vater
Brahma der erstgeborene Sohn Visnus (also Jesus)

so könnte man sagen: Buddha/Visnu und Jeshua sind eins.
aber nicht derselbe!

(Eins und Verschieden (acyntia abheda bheda tattva)
("Das unbegreifliche Eins UND verschieden SEIN)

alles klar?

Nochmal: Ich erwarte von keinem Buddhisten dass er diese Deutung Buddhas annerkannt.

Denn wenn man sie anerkennt, ist man ja kein Buddhist mehr!!!
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » Fr 30. Dez 2005, 16:40

Original von J.Tanya
"Das unbegreifliche Eins UND verschieden SEIN

alles klar?


Was soll daran klar sein, wenn mans nicht begreifen kann :) ?

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon J.Tanya » Fr 30. Dez 2005, 17:10

Original von bel
Original von J.Tanya
"Das unbegreifliche Eins UND verschieden SEIN

alles klar?


Was soll daran klar sein, wenn mans nicht begreifen kann :) ?

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Du hasts kapiert. Herzliche Gratulation! 8-)
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Scardanelli » Fr 30. Dez 2005, 17:51

J.Tanya,
Oder wie man es vedisch simpel ausdrückt:

Buddha ist inkarnation von VISNU
VISNU ist der Vater
Brahma der erstgeborene Sohn Visnus (also Jesus)
Die allgemeine Vater-Sohn-Konstellation kommt in mehreren Religionsformen vor. In Ägypten Osiris - Horus, in Babylon Ea - Tamuz, wie in Griechenland Zeus - Herakles.
Das Besondere an der Konstellation Gott – Jesus besteht darin, dass sich Jesus durch den größt möglichen Gegensatz zu Gott, durch diesen hindurch, mit Gott versöhnt. Gott versöhnt sich so mit sich selbst.
Die Erkenntnis ist hier diese, dass man das Gute und Böse selbst ist und das Gute nur durch die Überwindung des Bösen, was man selbst ist, überwindet.
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Shakyamuni » Sa 31. Dez 2005, 10:28

Original von bel
Original von Shakyamuni
Original von bel
Nein, es kommt nicht darauf an, was ich "gut" finde und danach selektiere. Sondern ich sage, wenn man wissen will, wie Jesus wirklich gedacht hat, dann nimmt man sich das von ihm ausdrücklich Verneinte also was nicht zum Heil führt, und mißt daran alle anderen Aussagen.
Die Bergpredigt und die angebliche Bestätigung der mosaischen Gesetze ist ein gutes Beispiel:
Es gibt hier immer die Gegenüberstellung: "Es wird gesagt..." (als angebliche Verkündigung der Propheten verkauft) und "Ich aber sage Euch ...."
Das kann ja nur heißen, daß das, was die früheren Propheten gesagt haben, gründlich mißverstanden und falsch tradiert wurde und daß nur seine hier dargestellte Verwirklichung, und nur die, richtig ist. Und nun wird auch verständlich, was meint "keiner kommt zur Wahrheit, als durch mich"
Verwirklichung ;) der Berglehre.

die stelle, die ich gemeint habe, steht gleich am anfang der bergpredigt. es steht da, dass nicht ein bisschen von dem gesetzt weggenommen werden soll. er radikalisiert es sogar noch. er zb. sagt, dass schon durch eine beschimpfung jemand ewig verdam.mt werden soll.


Kennst Du keine drastischen Gleichnisse, die dem Buddha zugeschrieben werden? Wenn das Gleichnis stimmt, und richtig gedeutet werden kann, ist nix dagegen einzuwenden.

nein, kenne ich nicht. das gleichniss, worauf ich angespielt habe handelt von jesus in der rolle eines königs, der seine feinde vor ihm umbringen lässt. auch andere gleichnisse, wie der vom olivenstrauch zeigt, wie grausam jesus die bestrafen will, die nicht bereit sind ihm zu folgen...
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » Sa 31. Dez 2005, 15:24

Original von Shakyamuni
die stelle, die ich gemeint habe, steht gleich am anfang der bergpredigt. es steht da, dass nicht ein bisschen von dem gesetzt weggenommen werden soll.

Je ganau. Aber mit "ich aber sage euch", sagt er eben, daß das was gesetzt wurde, überhaupt nicht das ist, was die Leute vom Gesetzten denken, aufgeschrieben und weitergegeben haben, sondern er sagt jetzt, was eigentlich gesetzt wurde.
Original von Shakyamuni
er radikalisiert es sogar noch.

Ja, schau dir doch mal die Radikalisierungen genau an. Es ist die selbe Radikalisierung wie beim Buddha. Er fokussiert eben auf das Begehren, auf den heilsamen oder unheilsamen Willen, auf dem alles basiert.
Original von Shakyamuni
er zb. sagt, dass schon durch eine beschimpfung jemand ewig verdam.mt werden soll.

Nö, no. Wenn, dann: "verdam.mt" ist. Und auch nicht ewig. Davon steht da nix. "Verdam.mt" kann man ohne Probleme als "leidend und wieder leidend" im Daseinszyklus übersetzen.


Kennst Du keine drastischen Gleichnisse, die dem Buddha zugeschrieben werden? Wenn das Gleichnis stimmt, und richtig gedeutet werden kann, ist nix dagegen einzuwenden.

Original von Shakyamuni
nein, kenne ich nicht. das gleichniss, worauf ich angespielt habe handelt von jesus in der rolle eines königs, der seine feinde vor ihm umbringen lässt. auch andere gleichnisse, wie der vom olivenstrauch zeigt, wie grausam jesus die bestrafen will, die nicht bereit sind ihm zu folgen...

Lies mal genau. Er "will" überhaupt nicht. Er sagst nur etwas von Bedingtheiten: diejenigen die mir nicht nachfolgen, werden leiden. Und der Buddha sagt das gleiche, und ähnlich drastisch. Soll ich Dir den PK aufschlagen :)))

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Juda » Sa 31. Dez 2005, 15:37


Schalom

Das es Ähnlichkeiten gibt ist zu sehen.

Doch als Lehrautorität ist Buddha von einem Christen abzulehnen.
Nach meiner Meinung wurde Buddha von einer starken Götterwelt geführt, die es mit den Menschen gutmeint.

Wer sein Heil in Selbsterlösung und Gute Werke bekommen will, wird nach Werke beurteilt werden, doch die Erlösung durch Gnade in JESUS CHRISTUS bekommt nur die Person, die das Opfer von JESUS persönlich in Anspruch nimmt.

Vergleiche können immer gezogen werden, doch sollten keine Vermischungen stattfinden.

Meine Meinung
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon J.Tanya » Sa 31. Dez 2005, 15:40

Jesus

Wahrlich ich sage euch, wenn ihr nur Glauben habt so viel wie ein Senfkorn und ihr sprecht zu diesem Berg: Hebe dich hinweg von hier." So wird er es tun. Nichts wird für euch unmöglich sein.
matt 17,20

buddha:

Ein Mönch, der in seiner Konzentration geübt ist, kann den Himalaya spalten.
anguttaranikaya 6,24
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » Sa 31. Dez 2005, 16:55

Original von Juda
Doch als Lehrautorität ist Buddha von einem Christen abzulehnen.

Macht nix.
Original von Juda
Nach meiner Meinung wurde Buddha von einer starken Götterwelt geführt, die es mit den Menschen gutmeint.

:)

Original von Juda
Wer sein Heil in Selbsterlösung und Gute Werke bekommen will, wird nach Werke beurteilt werden,

Wußtest Du schon, daß es entsprechend der Lehre Buddhas keine "Selbsterlösung" (aus sich selbst heraus) gibt?

Original von Juda
doch die Erlösung durch Gnade in JESUS CHRISTUS bekommt nur die Person, die das Opfer von JESUS persönlich in Anspruch nimmt.

Ähm und was heißt "das Opfer von JESUS persönlich in Anspruch nehmen"?

Original von Juda
Vergleiche können immer gezogen werden, doch sollten keine Vermischungen stattfinden.

Es gibt nur eine Wahrheit. Wie soll die vermischt werden.
Alle Wege sind verschieden (individuell). Kann man auch nicht vermischen.

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Shakyamuni » Sa 31. Dez 2005, 17:14

Original von bel
Ja, schau dir doch mal die Radikalisierungen genau an. Es ist die selbe Radikalisierung wie beim Buddha. Er fokussiert eben auf das Begehren, auf den heilsamen oder unheilsamen Willen, auf dem alles basiert.

hmm - also ich kenne da jetzt kein buddhistisches pendant zu der ewigen verdam.mnis. auch das mit den radikalisierungen ist mir neu, aber ich lasse mich gerne belehren ;) worauf beziehst du dich damit?


Nö, no. Wenn, dann: "verdam.mt" ist. Und auch nicht ewig. Davon steht da nix. "Verdam.mt" kann man ohne Probleme als "leidend und wieder leidend" im Daseinszyklus übersetzen.

also klar - uns buddhisten ist die vorstellung von ewigkeit total fremd... aber im christentum gibt es sowas wie die ewige verdam.mniss - ist sowohl in der offenbarung wie auch in den evangelien angesprochen. der unterschied zu den negativen folgen im buddhismus ist, dass der mensch allein selbst verantwortlich ist - jesus dagegen tritt als richter auf, der die "sünder" bestraft. das ist so wie als würde ich karma anbeten.. dieser gedanke ist mir aber irgendwie fremd.. ;)


Lies mal genau. Er "will" überhaupt nicht. Er sagst nur etwas von Bedingtheiten: diejenigen die mir nicht nachfolgen, werden leiden. Und der Buddha sagt das gleiche, und ähnlich drastisch. Soll ich Dir den PK aufschlagen :)))

hmm also was ich wichtig finde ist, dass jesus selber strafen will. der buddha zwingt einen nicht zu folgen - man kann auch als nicht-buddhist gute taten vollbringen und deren positive folge erleben. und das nibbana ist auch nicht an "glauben" an einen buddha geknüpft. der buddha kannte keinen einzigen buddha bevor er erwacht ist. jesus aber stellt es so dar, dass glauben an ihn allein rettend ist... und die strafe für nicht-glauben ist ewige verdam.mnis :roll:

ich wünsch dir einen guten rutsch und alles gute für 2006 :)
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Scardanelli » Sa 31. Dez 2005, 18:11

Wußtest Du schon, daß es entsprechend der Lehre Buddhas keine "Selbsterlösung" (aus sich selbst heraus) gibt?
Nachdem sich das Selbst, selbst negiert, hat es das rein begriffliche Zusehen. Erlöst wird das abstrakte Selbst, seine Negation.
Ähm und was heißt "das Opfer von JESUS persönlich in Anspruch nehmen"?
Emphase, heißt es. Sich in die Emphase aufzulösen und so gleichfalls abstrakt zu werden.
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Scardanelli » Sa 31. Dez 2005, 18:16

der buddha kannte keinen einzigen buddha bevor er erwacht ist.
als ein einfacher Mensch, kann man das nicht verstehen. Es scheint wohl um die letzten Dinge immer ein Geheimnis zu sein. Wie kann ein aufgelöstes Selbst etwas kennen lernen? Was erwacht, wenn es kein Selbst mehr ist um dann noch etwas zu erfahren? Das hat den Charme des penetranten Glaubens an ein Buch, als das Wort Gottes.
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » Sa 31. Dez 2005, 19:46

Original von Scardanelli
Wußtest Du schon, daß es entsprechend der Lehre Buddhas keine "Selbsterlösung" (aus sich selbst heraus) gibt?
Original von Scardanelli Nachdem sich das Selbst, selbst negiert, hat es das rein begriffliche Zusehen. Erlöst wird das abstrakte Selbst, seine Negation.


Dir habe ich ganz sicher schon erklärt, daß der Buddha nicht das "Selbst" negiert, sondern nur ein "Selbst" aus sich selbst heraus (svabhava), oder aus einem anderen (parabhava) oder aus diesen beiden oder ohne Bedingung.
Kurzum, er stellt fest, daß es kein nicht-bedingtes Selbst gibt. "Selbst" kann nur durch Leben (bhava) sein, nämlich: Beziehung, Wechselwirkung, Verbindung.

Das ist keine Negierung auf sprachlicher Ebene, oder Abstraktion, wie Du es gern falsch denkst, sondern die schlichte Feststellung, wie die Dinge wirken, wirklich sind und wie es sich wie alle Wahre in jedem Konkretem äußert.

Ähm und was heißt "das Opfer von JESUS persönlich in Anspruch nehmen"?
Original von Scardanelli
Original von Scardanelli Emphase, heißt es. Sich in die Emphase aufzulösen und so gleichfalls abstrakt zu werden.

Versuchs noch einmal :)

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Scardanelli » So 1. Jan 2006, 11:48

@bel,
Dir habe ich ganz sicher schon erklärt, daß der Buddha nicht das "Selbst" negiert, sondern nur ein "Selbst" aus sich selbst heraus (svabhava), oder aus einem anderen (parabhava) oder aus diesen beiden oder ohne Bedingung.
Sicher bel, das hast du, du hast es mir schon einige male erklärt. Es ist nur so, dass ich mich schwer damit tue, nur zu glauben, was mir erklärt wird. Leicht wird es mir, wenn ich es verstehe und das habe ich noch nicht.
Menschen tun viel und sie erklären zuweilen, was sie tun. Doch bei dem Erklären dessen was sie tun, hält eine jeweilige Erklärung oft nicht schritt mit dem, was sie getan haben.

So z. B. Buddha, das ist auch eine Form, eine Tradition und Traditionen lasten schwer auf dem Gemüt der Menschen, dass sie nur deshalb vor Inhalten zurückschrecken, weil sie Tradition an sich haben. Und dabei ist es nebensächlich, wie sachhaltig eine Tradition auch immer sei; sie drückt einen wie von selbst in die Knie.

Du sagst oben, Buddha würde nicht das Selbst negieren, sondern ein Selbst aus sich selbst heraus. Wenn ein Selbst aus sich etwas negiert, dann haben wir zwei. Wir haben den Akteur, das Selbst und das, was es bearbeitet, hier das, was es negiert und das ist dem Selbst, das hier Subjekt ist, das Objekt. Wenn nun ein Selbst, Selbst negiert, dann hat es sich selbst negiert, worauf zu fragen wäre, was da noch bleibt? Wenn man selbst von sich selbst abzieht, dann ist nichts mehr vorhanden, weshalb man von einer reinen Negation spricht und wir damit ins Reich der Abstraktion eintreten, wo nur ein Äußeres dem zeigen könnte, was da noch wäre.

Hier erscheint also zumindest das, was einer tut, nicht mit dem überein zustimmen, wie er es erklärt, denn im konkreten Fall, ist nichts mehr vorhanden. Nur im konkreten Fall, denn im Abstrakten tun sich Menschen leichter, die Momente aufzufassen, wobei sie dabei allerdings vergessen, wer das ist, der das tut.
Kurzum, er stellt fest, daß es kein nicht-bedingtes Selbst gibt. "Selbst" kann nur durch Leben (bhava) sein, nämlich: Beziehung, Wechselwirkung, Verbindung.
Es gibt überhaupt nichts Konkretes, was ohne Beziehung, was ohne Wechselwirkung und was ohne Verbindung sein könnte. Aber dahin soll die Fahrt ja gehen; es soll so etwas geben. Dafür gibt es aber nicht die Spur eines Beweises, wohingegen jede Menge Inhalte, wie auch negative Inhalte möglich sind; sie sind alleine im Reich der Abstraktion möglich und wirklich. Es gibt sicher ein Nichtgeschaffenes, ein Nichtbedingtes. Es lässt sich denken, aber nicht aus dem Reich der Abstraktion befreien.
Somit kann man dann doch noch nicht einmal sagen, es gäbe Nichtgeschaffenes, wie Nichtbedingtes, denn beide sind bedingt durch die Abstraktion. Ohne diese, sind beide nicht.
Das ist keine Negierung auf sprachlicher Ebene, oder Abstraktion, wie Du es gern falsch denkst, sondern die schlichte Feststellung, wie die Dinge wirken, wirklich sind und wie es sich wie alle Wahre in jedem Konkretem äußert.
Abstraktionen, die konkret genommen werden, wo der Glaube diese Leistung vollbringt, die wirken sicherlich auch auf das Konkrete ein und zwar in Form von Ideologien, woran sich der Mensch dann abarbeiten kann.
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon J.Tanya » So 1. Jan 2006, 13:34

auch wenn das längst nicht mehr interessiert:


Jesus:

Als er beim Essen im Hause sass, kamen viele Steuereintreiber und Sünder und setzten sich zu ihm und seinen Jüngern. Als die Pharisäer dies sahen, sagten sie zu den Jüngern: "warum isst eurer Meister mit Steuereintreibern und Sündern?"
Als er das hörte, sprech er: "Diejenigen denen es gut geht, brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken, denn ich bin nicht gekommen, die Rechtschaffenen zu rufen, sondern die Sünder.


Buddha:

Der Bhoddisatva erschien auf den Sportplätzen und in den Spielstätten, sein Ziel aber war immer, jenen Menschen zu mehr Reife zu verhelfen, die süchtig nach den Spielen waren. Um Lebewesen zu belehren, erschien er an Wegkreuzungen und Strassenecken. Er betrat sogar Bordelle, um auf das Übel des Verlangens hinzuweisen. Und er ging in alle Kneipen, um den Trunkenbolden Achtsamkeit, beizubringen.


Ein Christ würde hier nun vielleicht sagen: Ok, auch Buddha erniedrigte sich und ging zu den Sündern hinab. Er predigte jedoch nicht von oder über Gott. Er lehrte sie ein bisschen Achtsamkeit. Was bringt das schon im Vergleich zur Kindschaft Gottes?

Man sollte hier immer bedenken, dass dies zur Mission gehörte von Buddha. Die Menschen erstmal bewusster zu machen ,und aus ihren Ego-Höllen heraus führen. Buddha ist sozusagen ein Weg-Von-Meister. Er lehrt den Menschen, Mitgefühl zu entwickeln und wahrzunehmen was wirklich IST und nicht nur ständig in seinen ego-phantasien, gedanken etc. herumzuirren.
Er führt sie durch verschiedene Anleitung (Achtsamkeit, Bewusstsein, Hier und Jetzt, Konzentration, Wesentliches erkennen etc etc) aus dem Sumpf heraus.

Dann muss es noch nicht zu Ende sein.

Dann kann die Seele sich voll und ganz auf Gott konzentrieren. Und Ihn unverfälscht anbeten.

die Früchte des buddha-pfades täten ja auch Christen und Hinduisten gut, die oft entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft herumschweifen, und eben noch sehr viele weltliche materielle Kämpfe mit Ego-Wünschen und Begehren haben, die sie von gott trennen.

Theisten könnte also erkennen, dass im zb. der achtfache Pfad, Loslösung der anhaftung an materielles etc.
rechtes fühlen, denken handeln sprechen etc. auch im Was bringen kann.
Das sogenannte Leerwerden wird ja auch oft von Christen als negativ beurteilt. Klar, wenn dieses neutrale Leerwerden das Endziel ist, frage ich mich auch was das solle.

Doch leerwerden heisst ja zb. alles loslassen, was einen in Bezug auf Gott trennt. (neben Besitz vorallem feinstoffliches wie analysieren, denken, lästern, grollen etc...)

Wenn man also leer ist, ist man auch frei. Frei für was?

Was der Buddhist mit dieser Freiheit macht, weiss ich nicht.
Ein Theist kann sich nun zu 100% auf Gott konzentrieren.

Diese an sich neutralen Konzepte verwendet jeder Christ sowieso schon wenn er erfolgreich sein will in seinem glaubensweg.

Man nennt es meist nur anders. zb. Stille Zeit anstatt das als östlich verbrämte Wort. Meditation
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Enggi » So 1. Jan 2006, 14:00

Original von J.Tanya
auch wenn das längst nicht mehr interessiert:
Sag sowas nicht! Eins zu eins Vergleiche sind doch interessant und herausfordernd. :]
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » So 1. Jan 2006, 14:03

Dir habe ich ganz sicher schon erklärt, daß der Buddha nicht das "Selbst" negiert, sondern nur ein "Selbst" aus sich selbst heraus (svabhava), oder aus einem anderen (parabhava) oder aus diesen beiden oder ohne Bedingung.
Original von Scardanelli Sicher bel, das hast du, du hast es mir schon einige male erklärt. Es ist nur so, dass ich mich schwer damit tue, nur zu glauben, was mir erklärt wird. Leicht wird es mir, wenn ich es verstehe und das habe ich noch nicht.

Es ging aber bei dieser "Erklärung" nur darum festzusellen, was von Gotamo tatsächlich überliefert wurde, also was er gesagt haben soll, und nicht darum, ob und wie du das verstehst. Letzteres steht auf einem anderen Blatt.
Original von Scardanelli
So z. B. Buddha, das ist auch eine Form, eine Tradition und Traditionen lasten schwer auf dem Gemüt der Menschen, dass sie nur deshalb vor Inhalten zurückschrecken, weil sie Tradition an sich haben. Und dabei ist es nebensächlich, wie sachhaltig eine Tradition auch immer sei; sie drückt einen wie von selbst in die Knie.

Schon richtig. Es gibt aber nun aber gerade in dieser Tradition einige Besonderheiten, die ich in anderen Traditionen nicht erkennen kann:
1.
Die überlieferten Lehrreden sind zum großen Teil argumentativ. Also wer (logisch) denken kann, kann erkennen, aus welchen Prämissen man zu welchen Folgerungen kommt.
2.
Die Prämissen sind 2500 Jahre vor Popper falsifizierbar formuliert.
3.
die spezielle Formulierung einer Methodik zur Verifizierung und Falsifizierung (8facher Pfad)

Es ist also viel weniger die "Sachhaltigkeit", die das Bestimmende ist, sondern die Methodik, mit der man zur Sachhaltigkeit kommt. Und die Methodik ist eben nicht so einfach durch Tradition "wie von selbst in die Knie zu drücken". Zur Kenntnis genommen und angewandt führt sie auch noch nach Jahrtausenden zur selben "Sachhaltigkeit", ganz unabhängig von der "Tradition".

Original von Scardanelli
Du sagst oben, Buddha würde nicht das Selbst negieren, sondern ein Selbst aus sich selbst heraus. Wenn ein Selbst aus sich etwas negiert, dann haben wir zwei. Wir haben den Akteur, das Selbst und das, was es bearbeitet, hier das, was es negiert und das ist dem Selbst, das hier Subjekt ist, das Objekt. Wenn nun ein Selbst, Selbst negiert, dann hat es sich selbst negiert, worauf zu fragen wre, was da noch bleibt? Wenn man selbst von sich selbst abzieht, dann ist nichts mehr vorhanden, weshalb man von einer reinen Negation spricht und wir damit ins Reich der Abstraktion eintreten, wo nur ein Äußeres dem zeigen könnte, was da noch wäre.

Wie leider schon mehrmals festgestellt, verbleibt Deine Betrachtung völlig in gedanklicher Drechselei. Es gibt bei Dir keinerlei Rückversicherung auf die Praxis.
Es ist nicht so, daß das Subjekt (in der Lehre Buddhas) etwas primiär (aus sich heraus) gedanklich "negiert", sondern es ist so, daß das Subjekt sich und seine Wechselwirkung mit "Objekten" beobachtet und aus diesen Obeobachtungen "wesentliche Merkmale" dieser Wechselwirkungen erfaßt, daraus gedankliche Ableitungen (Voraussagen) formuliert und diese Voraussagen (falsifizierbar formuliert) wieder dem Praxistest unterzieht. Alles andere ist geistiger Dünnpfiff.

Kurzum, er stellt fest, daß es kein nicht-bedingtes Selbst gibt. "Selbst" kann nur durch Leben (bhava) sein, nämlich: Beziehung, Wechselwirkung, Verbindung.
Original von Scardanelli Es gibt überhaupt nichts Konkretes, was ohne Beziehung, was ohne Wechselwirkung und was ohne Verbindung sein könnte.

Genau.
Original von Scardanelli Aber dahin soll die Fahrt ja gehen; es soll so etwas geben.

:) Ja, aber eben nicht in der Lehre Buddhas. In dieser "Fahrt", so sagt er, gibt es nur Leiden. Und warum? weil es das nicht gibt.
Original von Scardanelli
Dafür gibt es aber nicht die Spur eines Beweises,
Genau.
Original von Scardanelli
wohingegen jede Menge Inhalte, wie auch negative Inhalte möglich sind; sie sind alleine im Reich der Abstraktion möglich und wirklich. Es gibt sicher ein Nichtgeschaffenes, ein Nichtbedingtes. Es lässt sich denken, aber nicht aus dem Reich der Abstraktion befreien.
Somit kann man dann doch noch nicht einmal sagen, es gäbe Nichtgeschaffenes, wie Nichtbedingtes, denn beide sind bedingt durch die Abstraktion. Ohne diese, sind beide nicht.

Nein, das "Nichtgeschaffene, Nichtgeborene" beim Buddha ist eben wieder keine Abstraktion, sondern bezieht sich auf etwas ganz Konkretes, nämlich das nicht durch Gier und Haß Bedinge, Geschaffene, Geborene.
Das ist keine Negierung auf sprachlicher Ebene, oder Abstraktion, wie Du es gern falsch denkst, sondern die schlichte Feststellung, wie die Dinge wirken, wirklich sind und wie es sich wie alle Wahre in jedem Konkretem äußert.
Original von Scardanelli Abstraktionen, die konkret genommen werden, wo der Glaube diese Leistung vollbringt, die wirken sicherlich auch auf das Konkrete ein und zwar in Form von Ideologien, woran sich der Mensch dann abarbeiten kann.

Das ist tatsächlich so. Aber auch nur unter der Voraussetzung, so wie du sie beschrieben hast: "Abstraktionen, die konkret genommen werden". Und genau diese Voraussetzung hat der Buddha als Unheilsam verworfen.

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Shakyamuni » So 1. Jan 2006, 14:46

Original von J.Tanya
Dann muss es noch nicht zu Ende sein.

Dann kann die Seele sich voll und ganz auf Gott konzentrieren. Und Ihn unverfälscht anbeten.

wieso sollte man, wenn man durch den weg des buddha frei geworden ist, in die hände der unmoralischen götter begeben? es gibt keinen gott, dem keine gewalt nachgesagt wird, hinduistische götter sollen sogar ihre gier nicht kontrolieren können... also das wäre kein aufstieg für mich


Doch leerwerden heisst ja zb. alles loslassen, was einen in Bezug auf Gott trennt. (neben Besitz vorallem feinstoffliches wie analysieren, denken, lästern, grollen etc...)

im buddhismus spricht man von der leerheit. sie bedeuted, dass es keine seele gibt. die menschen SIND schon leer - und zwar von einer seele. es gibt keine ewige persönlichkeit/kein unsterbliches ego. anhaftungen loszuwerden ist ganz klar das ziel aber dazu gehört auch die anhaftungen in form des egos loszuwerden und die leerheit zu erkennen. sie ist aber immer da und muss nicht erreicht werden. wie kommst du darauf, dass leerheit = loslassen ist? :?
und mit "gott" (ich denke mal du meinst die christliche "vatergottheit" :D ) hat das ganze überhaupt nichts zu tun
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Scardanelli » So 1. Jan 2006, 17:08

@bel,
Es ging aber bei dieser "Erklärung" nur darum festzusellen, was von Gotamo tatsächlich überliefert wurde, also was er gesagt haben soll, und nicht darum, ob und wie du das verstehst. Letzteres steht auf einem anderen Blatt.
Ob und was einer gesagt hat, das konkretisiert sich im Gegenüber. Aus diesem Grund ist es wesentlich, was und wie es das Gegenüber versteht. Dieses Gegenüber ist ja auch die Versicherung, dass jemand überhaupt etwas gesagt hat. Das Gegenüber ist nicht nur die Versicherung dafür, was gesagt wurde, sondern ob es überhaupt gesagt worden ist und wer es sagte.
Gotamo tritt hier nicht an, weder das eine noch das andere zu versichern. Was Gotamo gesagt haben soll, ist schon lange nicht mehr dieses Sagen, sondern das Zuschreiben von anderem als Gotamo.

Eine Vermischung von Inhalts- und Beziehungsebene ist kein Zeichen von Achtsamkeit.

Was einer sagt, das sagt er für andere und deshalb ist es wesentlich, ob und wie es verstanden wird. Und weil dies so ist, bemüht man sich um eine korrekte Begrifflichkeit, damit es durch diese Allgemeinheit verständlich sein kann. Wäre das Sagen von etwas nicht für andere, dann könnte man etliche beobachten, wie sie in einen menschenleeren Wald hinein predigen würden.
Die überlieferten Lehrreden sind zum großen Teil argumentativ. Also wer (logisch) denken kann, kann erkennen, aus welchen Prämissen man zu welchen Folgerungen kommt.
Es gäbe ein Ungeborenes, das lässt sich sicher logisch herleiten. Es fragt sich nur, was dies an ihm selbst sein soll? Es ist an ihm selbst nichts, sondern etwas nur für anderes, also nur in anderem als es selbst konkretisierbar, weshalb es an ihm selbst abstrakt bleibt, also nur im Denken selbst vorkommt und da nicht herauskommen kann. Es bleibt jedem unbeschadet, sich an Nichts aufzuwärmen, wenn ihm sonst die Notdurft gesichert ist.
Es gibt also nichts Ungeborenes, als nur in dem, was geboren ist. In dir gibt es das Ungeborene, welches du anderem als dir selbst zuschreibst und das ist die ganze Herrlichkeit dieser Vorstellung, die durchaus ihre Logik hat und zwar diese.
Wie leider schon mehrmals festgestellt, verbleibt Deine Betrachtung völlig in gedanklicher Drechselei. Es gibt bei Dir keinerlei Rückversicherung auf die Praxis.
Solche reinen Formaussagen, solltest du schon mit Inhalt füllen, sonst prallt das einfach nur ab, weil es leer bleibt. Im Konkreten ist die leere Form nicht so ganz gemütlich.
Es ist nicht so, daß das Subjekt (in der Lehre Buddhas) etwas primiär (aus sich heraus) gedanklich "negiert", sondern es ist so, daß das Subjekt sich und seine Wechselwirkung mit "Objekten" beobachtet und aus diesen Obeobachtungen "wesentliche Merkmale" dieser Wechselwirkungen erfaßt, daraus gedankliche Ableitungen (Voraussagen) formuliert und diese Voraussagen (falsifizierbar formuliert) wieder dem Praxistest unterzieht.
Die Frage ist, was das Subjekt überhaupt aus sich heraus tut. Du sagst, das Ich würde sich und seine Wechselwirkung mit Objekten beobachten. Wenn sich das Subjekt selbst beobachtet, dann haben wir einen Beobachter und das, was er beobachtet. Hier ist es dann als ein sich selbst beobachten, wo Subjekt und Objekt formal zusammenfallen. Das passt dann aber nicht so gut zu dem da:
Dir habe ich ganz sicher schon erklärt, daß der Buddha nicht das "Selbst" negiert, sondern nur ein "Selbst" aus sich selbst heraus (svabhava), oder aus einem anderen (parabhava) oder aus diesen beiden oder ohne Bedingung.
Das Selbst aus sich und/oder aus anderem, das hast du ja schon fortgeschafft, darauf kann nun nicht mehr rekurriert werden. Aber dennoch nennst du dieses Selbst und es fragt sich, woraus es denn jetzt seien mag?
"Abstraktionen, die konkret genommen werden". Und genau diese Voraussetzung hat der Buddha als Unheilsam verworfen.
Das glaube ich schon. Ich unterstelle dem Buddha die besten Absichten, aber die alleine reichen nicht, das Beabsichtigte auch aus der Taufe zu heben. Menschen sind zumal äußerst bemüht und in ihrem Bemühen lauter.
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon J.Tanya » So 1. Jan 2006, 17:44

Original von Shakyamuni
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Dann muss es noch nicht zu Ende sein.

Dann kann die Seele sich voll und ganz auf Gott konzentrieren. Und Ihn unverfälscht anbeten.

wieso sollte man, wenn man durch den weg des buddha frei geworden ist, in die hände der unmoralischen götter begeben? es gibt keinen gott, dem keine gewalt nachgesagt wird, hinduistische götter sollen sogar ihre gier nicht kontrolieren können... also das wäre kein aufstieg für mich


Doch leerwerden heisst ja zb. alles loslassen, was einen in Bezug auf Gott trennt. (neben Besitz vorallem feinstoffliches wie analysieren, denken, lästern, grollen etc...)

im buddhismus spricht man von der leerheit. sie bedeuted, dass es keine seele gibt. die menschen SIND schon leer - und zwar von einer seele. es gibt keine ewige persönlichkeit/kein unsterbliches ego. anhaftungen loszuwerden ist ganz klar das ziel aber dazu gehört auch die anhaftungen in form des egos loszuwerden und die leerheit zu erkennen. sie ist aber immer da und muss nicht erreicht werden. wie kommst du darauf, dass leerheit = loslassen ist? :?
und mit "gott" (ich denke mal du meinst die christliche "vatergottheit" :D ) hat das ganze überhaupt nichts zu tun



Du musst nicht meinen, weil du dich Shakyamuni nennst und irgendeinem buddhistischen Pfad folgst, seist du Autorität über Buddha-fragen.

Buddha hat vieles auch offen gelassen. zb. grad eben die Frage ob es Gott gebe.
Wenn du leere als (keine Seele also das grosse nichts interpretierst, keine ahnung warum jemand scharf ist, auf die grosse Leere, dann ist dass deine Interpretation und die vieler Buddhisten.

Wer wird Buddhist?

Jemand der spirituell interessiert ist aber gleichzeitig nix von Gott wissen will.

Ich rede hier aber nicht speziell über die Buddhisten sondern über Buddha.

Zudem, sprach ich vom sich vom materiellen frei machen (sich sozusagen von allem schrott ent-leeren)

um sich dann in die Hànde der der Höchsten einen Gottheit zu begeben (Einer ohne einen Zweiten und gleichzeitig doch eine Zweiheit aber in Einheit)

ich sprach nicht von gierigen oder unmoralischen göttern. die gibt es vielleicht schon. aber die sind nicht Gott im Sinne vom NR.1 CEO


Sie ist bestimmt schon immer da, aber weil man an div. Dingen hängt erkennt man sie nicht. Deswegen geht ein Prozess des Loslassen voraus. Sowieso in jeder Religion ist loslassen ein Hauptthema.

Leerheit wäre dann, wenn nicht materielles (grob und feinstofflich) mehr da ist.
Dann kann man was tun?

Wie ist das bei dir, wenn du die Leerheit erkannt hast?
Gibt es dich dann nicht mehr? Wie aber kannst du sie dann erkennen?
Wie gehts dann weiter?

du sagst und das ist entscheidender Grund ,warum du überhaupt Buddhist "bist", habe Buddha nix mit der christlichen Vatergottheit zu tun.
(hey, du bist ja mit den christen mehr einig als ich)

woher aber willst du das wissen?

kennst du die christliche Vatergottheit, den Hinduistischen Visnu=Vatergottheit bei den Hindus und Buddha?

Hast du die 3 Gesehen und dann klar erkannt, dass die grundverschieden sind.

Eins und doch Verschieden... abheda bheda Tattva

dies ist ein wichtiges Paradox um Gott zu verstehen.

Wobei ich natürlich auch keine Beweise für meine Thesen habe.

in der vedischen theologie hat auf jedenfalls buddha und Jesus seinen konkret definierbaren Platz und Funktion.

(Also nicht das eh irgendwie alle Im Hindupantheon dabei sind)

Buddha hatte eine massiv andere Mission als Jesus zu verschiedenen Bereichen ind Versch. kulturen Ländern.

doch beweist diese äusserliche sicht, dass sie deswegen nix mitnander zu tun habn?
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » So 1. Jan 2006, 20:08

Es ging aber bei dieser "Erklärung" nur darum festzusellen, was von Gotamo tatsächlich überliefert wurde, also was er gesagt haben soll, und nicht darum, ob und wie du das verstehst. Letzteres steht auf einem anderen Blatt.
Original von Scardanelli Ob und was einer gesagt hat, das konkretisiert sich im Gegenüber. Aus diesem Grund ist es wesentlich, was und wie es das Gegenüber versteht.
Dagegen ist auch nix zu sagen.
Original von Scardanelli
Gotamo tritt hier nicht an, weder das eine noch das andere zu versichern. Was Gotamo gesagt haben soll, ist schon lange nicht mehr dieses Sagen, sondern das Zuschreiben von anderem als Gotamo.

Auch dieses habe ich Dir ja bestätigt.
Original von Scardanelli
Was einer sagt, das sagt er für andere und deshalb ist es wesentlich, ob und wie es verstanden wird. Und weil dies so ist, bemüht man sich um eine korrekte Begrifflichkeit, damit es durch diese Allgemeinheit verständlich sein kann. Wäre das Sagen von etwas nicht für andere, dann könnte man etliche beobachten, wie sie in einen menschenleeren Wald hinein predigen würden.

Genau, und das Gotamo getan, ähm wird ihm zugeschrieben, ist so überliefert worden und dieses Überlieferte kannst Du nachlesen. In diesem Falle hier:
http://www.palikanon.com/samyutta/sam12_30.html#s12_24
Es bleibt dann immer noch die Frage, ob Du es auch verstehst.
Auch übrigens, dieses Sutta ist Ausgangspunktes eines der wichtigsten buddhistischen Kommentare: des Mulamadhyamaka-Karikas von Nagarjuna.

Die überlieferten Lehrreden sind zum großen Teil argumentativ. Also wer (logisch) denken kann, kann erkennen, aus welchen Prämissen man zu welchen Folgerungen kommt.
Original von Scardanelli
Es gäbe ein Ungeborenes, das lässt sich sicher logisch herleiten.

Sicher, aber nur, wenn die für jede logische Ableitung notendigen wahren und richtigen Prämissen gewählt wurden. Diese ergeben sich aus der Praxis und sind selbst nicht allein durch logische Schlüsse (Gewinnung von Wahrem aus Wahrem) zu gewinnen.
Das ist ja meine Kritik an Deinem Verfahren. Du versuchst logisch ohne Voraussetzung zu sein.
i.Ü. müssen natürlich auch die logischen Ableitungen selbst wieder in der Praxis überprüfbar sein. Das nennnt man Falsifizerbarkeit.
Ist diese nicht gegeben, kann man auch die Ableitung vergessen, es wurde dann zumindest das falsche Ableitungsverfahren benutzt.
Original von Scardanelli
Es gibt also nichts Ungeborenes, als nur in dem, was geboren ist.In dir gibt es das Ungeborene, welches du anderem als dir selbst zuschreibst und das ist die ganze Herrlichkeit dieser Vorstellung, die durchaus ihre Logik hat und zwar diese.

Deine Ableitung enthält wieder den Fehler, daß die Voraussetzung nicht stimmt - bzw nicht genug bestimmt ist.
Es ist zunächst zu klären was durch was geboren wird, also die konkreten Bedingtheiten von Geburt.
Es ist nicht so, daß das Subjekt (in der Lehre Buddhas) etwas primiär (aus sich heraus) gedanklich "negiert", sondern es ist so, daß das Subjekt sich und seine Wechselwirkung mit "Objekten" beobachtet und aus diesen Obeobachtungen "wesentliche Merkmale" dieser Wechselwirkungen erfaßt, daraus gedankliche Ableitungen (Voraussagen) formuliert und diese Voraussagen (falsifizierbar formuliert) wieder dem Praxistest unterzieht.
Original von Scardanelli
Die Frage ist, was das Subjekt überhaupt aus sich heraus tut.

Aus sich allein heraus: nix. Es würde nicht mal existieren.
Original von Scardanelli
Du sagst, das Ich würde sich und seine Wechselwirkung mit Objekten beobachten.

Nur aus diesen Wechselwirkungen ist etwas über das Ich zu erfahren.
Original von Scardanelli
Wenn sich das Subjekt selbst beobachtet, dann haben wir einen Beobachter und das, was er beobachtet.

Die Wechselwirkungen.
Original von Scardanelli
Hier ist es dann als ein sich selbst beobachten, wo Subjekt und Objekt formal zusammenfallen.

Das ist nicht der Fall, denn das Subjekt beobachtet sich a) nicht tatsächlich selbst, sondern seine Wechselwirkung und b) weil das unbefreite Ich in alle seine Beobachtungen seine vorherig angeeigneten Bedingtheiten als Wertung (Abneigung/Zuneigung) mit einbringt.
Dir habe ich ganz sicher schon erklärt, daß der Buddha nicht das "Selbst" negiert, sondern nur ein "Selbst" aus sich selbst heraus (svabhava), oder aus einem anderen (parabhava) oder aus diesen beiden oder ohne Bedingung.

Das paßt ganz hervorragend!
Original von Scardanelli
Das Selbst aus sich und/oder aus anderem, das hast du ja schon fortgeschafft, darauf kann nun nicht mehr rekurriert werden. Aber dennoch nennst du dieses Selbst und es fragt sich, woraus es denn jetzt seien mag?

Hab ich doch schon gesagt, und dem nirgendwo widersprochen:
Aus seinen Beziehungen, Wechselwirkungen, Bedingtheiten.
"Abstraktionen, die konkret genommen werden". Und genau diese Voraussetzung hat der Buddha als Unheilsam verworfen.
Original von Scardanelli Das glaube ich schon. Ich unterstelle dem Buddha die besten Absichten, aber die alleine reichen nicht, das Beabsichtigte auch aus der Taufe zu heben. Menschen sind zumal äußerst bemüht und in ihrem Bemühen lauter.

Richtig, und deshalb lehrt er eine Methodik, wie das zu bewerkstelligen sei.

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » So 1. Jan 2006, 21:02

Original von J.Tanya
Buddha hat vieles auch offen gelassen. zb. grad eben die Frage ob es Gott gebe.

Er hat aber deutlich gesagt und begründet, welche Eigenschaften existieren können und welche nicht.
Dann kannst du daran ganz gut deine Gottesbilder messen, und folgern, ob sie eine Entprechung außerhalb Deiner Vorstellungen haben können. Damit beantwortet sich auch die Frage nach Gott.
Original von J.Tanya
Wenn du leere als (keine Seele also das grosse nichts interpretierst, keine ahnung warum jemand scharf ist, auf die grosse Leere, dann ist dass deine Interpretation und die vieler Buddhisten.

Die Leere ist eben nicht "das große Nichts", sondern sagt nur, was die Dinge nicht haben (wovon sie leer sind) und stattdessen haben (wovon sie voll sind).
Original von J.Tanya Ich rede hier aber nicht speziell über die Buddhisten sondern über Buddha.

Dann schaut man auf das, was von ihm überliefert wurde ;)
Original von J.Tanya
Leerheit wäre dann, wenn nicht materielles (grob und feinstofflich) mehr da ist.
Das ist aber nicht das, wie der Buddha den Begriff definiert.
Original von J.Tanya
Wie ist das bei dir, wenn du die Leerheit erkannt hast?
Gibt es dich dann nicht mehr?

Doch, in ganzer Fülle.
Original von J.Tanya
Wie aber kannst du sie dann erkennen?

In unseren Beziehungen.

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Enggi » So 1. Jan 2006, 21:38

Original von Scardanelli
der buddha kannte keinen einzigen buddha bevor er erwacht ist.
als ein einfacher Mensch, kann man das nicht verstehen. Es scheint wohl um die letzten Dinge immer ein Geheimnis zu sein. Wie kann ein aufgelöstes Selbst etwas kennen lernen? Was erwacht, wenn es kein Selbst mehr ist um dann noch etwas zu erfahren? Das hat den Charme des penetranten Glaubens an ein Buch, als das Wort Gottes.
Ups, da ist dir ein Doppelschlag gelungen!
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon bel » So 1. Jan 2006, 21:51

Original von Enggi
Original von Scardanelli
der buddha kannte keinen einzigen buddha bevor er erwacht ist.
als ein einfacher Mensch, kann man das nicht verstehen. Es scheint wohl um die letzten Dinge immer ein Geheimnis zu sein. Wie kann ein aufgelöstes Selbst etwas kennen lernen? Was erwacht, wenn es kein Selbst mehr ist um dann noch etwas zu erfahren? Das hat den Charme des penetranten Glaubens an ein Buch, als das Wort Gottes.
Ups, da ist dir ein Doppelschlag gelungen!


Ja, ins Leere (ganz gewöhnlichen Sinns)

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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Shakyamuni » Mo 2. Jan 2006, 05:16

Original von J.Tanya
Du musst nicht meinen, weil du dich Shakyamuni nennst und irgendeinem buddhistischen Pfad folgst, seist du Autorität über Buddha-fragen.

nun bewerte meinen beitrag doch nicht so über :roll: ich stelle mich keineswegs als "autorität" dar, sondern habe nur klargestellt, dass das, was du gepostet hast, nicht buddhistisch ist und hinduistische polemik ist. sie ist losgelöst von jeglicher fachkenntniss des buddhismus und ich fühlte mich nur angesprochen darauf zu reagieren, weil das sicher nicht alle wissen, dass es sich bei dieser deutung um die (späte und laienhafte) reaktion der hinduisten auf die erfolge der buddhisten handelt. das ist kein vorwurf gegen dich, aber es sollte klargestellt werden...


Buddha hat vieles auch offen gelassen. zb. grad eben die Frage ob es Gott gebe.

dem buddha ging es nicht um etwas, was außerhalb von einem ist, das einem nicht helfen kann. es ging ihm um den menschen.


Wenn du leere als (keine Seele also das grosse nichts interpretierst, keine ahnung warum jemand scharf ist, auf die grosse Leere, dann ist dass deine Interpretation und die vieler Buddhisten.

die leerheit ist nicht das große nichts - sie bedeuted nur, dass es keine seele gibt/kein selbst, dass den tod überdauert..


Wer wird Buddhist?
Jemand der spirituell interessiert ist aber gleichzeitig nix von Gott wissen will.

buddhisten werden menschen, die von gier, hass und unwissenheit frei werden wollen. es ist nicht "spirituelles interesse" (sondern handeln) und auch nicht zwangsweise mit atheismus verbunden (viele buddhisten verehren götter, wissen aber, dass gier, hass und unwissenheit nur durch einen selbst aufhebbar ist)


Ich rede hier aber nicht speziell über die Buddhisten sondern über Buddha.

auf welche (buddhistischen) texte berufst du dich also?


ich sprach nicht von gierigen oder unmoralischen göttern. die gibt es vielleicht schon. aber die sind nicht Gott im Sinne vom NR.1 CEO

welche gottheiten bleiben da noch und in welchen texte sollen sie vorkommen?


Wie ist das bei dir, wenn du die Leerheit erkannt hast?
Gibt es dich dann nicht mehr? Wie aber kannst du sie dann erkennen?
Wie gehts dann weiter?

es gibt verstandesmäßiges erkennen und tiefe erkenntniss. die erste habe ich erreicht und die zweite fällt mit dem erwachen und dem aulöschen von gier, hass und unwissenheit zusammen (dreimal darfst du raten, ob ich das erreicht habe ;) )... es wäre spannend zu wissen, was deiner definiton nach dieses "dich" ist. buddhistisch gesehen ist es der körper, das bewusstsein, die emotionen, die triebkräfte und die wahrnehmungen. die existieren vor und nach der erkenntniss, dass es keine seele gibt.
würdest du mal eine definition von einer ewigen seele hier posten? ich wette mit dir, dass nichts, was du als seele ansiehst, unvergänglich ist.
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Scardanelli » Mo 2. Jan 2006, 11:49

@bel,
Es bleibt dann immer noch die Frage, ob Du es auch verstehst.
Das ist wohl wahr, womöglich habe ich ihn gar nicht verstanden. Es ist nur so, dass ich entgegen Gotamo noch die Möglichkeit habe, über Gotamo hinauszuwachsen. Gotamo ist vergangen und darin ist er so starr wie ein Stein. Nichts mehr kann er verbessern; er wird für immer und ewig in dem, was er sagte, befangen bleiben; ich aber nicht.
Mein Selbst ist deshalb dem seinen haushoch überlegen. Ich kann noch, er aber nicht mehr, oder alles was er jetzt noch ist, das bin ich selbst. Außerhalb von Subjekten, die entgegen Buddha noch können, ist Buddha gar nicht. Alle, die noch können, tragen die Möglichkeit an sich, weit über Buddha hinauszuwachsen. Nicht ganz ohne Grund sagte Jesus deshalb auch, das diejenigen, die nach ihm kommen, mehr zeigen werden, als er selbst.
Original von bel
Original von Scardanelli
Es gibt also nichts Ungeborenes, als nur in dem, was geboren ist. In dir gibt es das Ungeborene, welches du anderem als dir selbst zuschreibst und das ist die ganze Herrlichkeit dieser Vorstellung, die durchaus ihre Logik hat und zwar diese.

Deine Ableitung enthält wieder den Fehler, daß die Voraussetzung nicht stimmt - bzw nicht genug bestimmt ist.
Es ist zunächst zu klären was durch was geboren wird, also die konkreten Bedingtheiten von Geburt.
Alles, was aus dem kommt, den man Buddha nennt, hat dessen Geburt zur Voraussetzung. So ist auch jede Negation, alles Abstreifen durch Affirmation gesetzt.

Aus dem restlosen Verschwinden aber und der Aufhebung der sechs Sinnesbereiche folgt Aufhebung der Berührung; aus der Aufhebung der Berührung folgt Aufhebung der Empfindung; aus der Aufhebung der Empfindung folgt Aufhebung des Durstes; aus der Aufhebung des Durstes folgt Aufhebung des Erfassens; aus der Aufhebung des Erfassens folgt Aufhebung des Werdens; aus der Aufhebung des Werdens folgt Aufhebung der Geburt; durch Aufhebung der Geburt werden Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung aufgehoben. Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zu stande.

Aufheben hat das zur Voraussetzung, was aufhebt. Das Aufheben ist Negation und derjenige, der aufhebt, ist die Affirmation in der Negation und die Affirmation ist Geborenes.
Nur aus diesen Wechselwirkungen ist etwas über das Ich zu erfahren.
Es erfährt aber überhaupt nur ein Ich etwas. Es ist nicht die Frage, etwas über das Ich zu erfahren, sondern das Ich in ihm selbst. Nicht was es außen ist, also nicht über, sondern in seinem Innersten. Und so stellt sich mir die Lehre des Buddhismus bis jetzt dar. Es soll etwas über den Menschen erfahren werden, aber nicht, was er an ihm selbst ist. So ist Leiden bis her nur ein Erscheinen am Menschen, denn hier kommt man über das über den Menschen, nicht hinaus, heißt, nicht hinein in den Menschen selbst.
Das ist nicht der Fall, denn das Subjekt beobachtet sich a) nicht tatsächlich selbst, sondern seine Wechselwirkung und b) weil das unbefreite Ich in alle seine Beobachtungen seine vorherig angeeigneten Bedingtheiten als Wertung (Abneigung/Zuneigung) mit einbringt.
Seine Wechselwirkung zu beobachten, hieße, sich selbst zu reflektieren und in diesem Akt fällt beides in eins, das Beobachten und der Beobachter. Der Mangel an der von dir dargestellten Methode ist derjenige, dass es reine Verstandestätigkeit bleibt, wo die Momente als wesentlich für sich selbst genommen werden und da muss es so erscheinen, als rinne einem alles durch die Hände. Sicher ist der Mensch Wechselwirkung, aber darin auch die Einheit dieser. Du verstehst das nicht, weil du dich an den Verstand klammerst und der Verstand kann beides nicht in eins nehmen. Schon das Feststellen des eigenen Selbst als Wechselwirkung, setzt Einheit voraus, dies zu bestimmen. Die Wechselwirkung muss das Moment des Stillstandes haben, aus dem der Wechsel bestimmt wird und das hast du getan, du hast ihn bestimmt.
Wechselwirkung an ihr selbst, kann nicht über sich sagen, sie sei Wechselwirkung.
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon erbreich » Mo 2. Jan 2006, 11:54

Original von Shakyamuni
ich wette mit dir, dass nichts, was du als seele ansiehst, unvergänglich ist.
Richtig. Ich zitiere aus dem IGNIS-Journal 2/92 zum thema "Biblisches Menschenbild" aus dem Artikel "Von der Möglichkeit und Unmöglichkeit einer biblischen Topologie" von Werner May:

"Der hebräischen Sprache geht es nicht um Innenmodelle des Menschen, sondern sie drückt ganzheitliche Erlebnisformen aus:

´Nephesch´ (´Seele´;) - der bedürftige Mensch
´Basar´ (´Fleisch´;) - der hinfällige Mensch
´Ruach´ (´Geist´;) - der ermächtigte Mensch
´Leb´ (´Herz´;) - der vernünftige Mensch

Immer ist es der ganze Mensch unter verschiedenen Erlebnis- und Beziehungsaspekten. Diese einzelnen Sichtweisen können nicht als getrennte Bereiche (im topologischen Sinne) zueinander in Beziehung gesetzt werden, ausser dass sie immer das gleiche ´menschliche Gebilde´ meinen."

Also: Der Mensch ist vergänglich in allen seinen Aspekten.

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Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Jeshua und Buddha

Beitragvon Scardanelli » Mo 2. Jan 2006, 12:02

@Shakyamuni,
viele buddhisten verehren götter, wissen aber, dass gier, hass und unwissenheit nur durch sie aufhebbar ist
Bevor es hier zu Missverständnissen kommt, willst du das vielleicht noch berichtigen.

Es hieße nämlich, dass diese Trias nur durch Götter aufhebbar sei.
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