HomeWer ist Jesus?ForumChatNewsletterE-Mail SupportKontakt   

Eine Frage an die Buddhisten

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

Moderator: bigbird

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon J.Tanya » Sa 28. Jan 2006, 15:29

Geschrieben steht: "Im Anfang war das Wort!"
Hier stock´ ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muß es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Daß deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh´ ich Rat
Und schreib´ getrost: Im Anfang war die Tat!
We are all beloved children of the all-attractive Supreme Person. And most importantly for us, we don´t have to struggle to attract His love. He loves us more than anyone else and is waiting in our own hearts for us to turn to Him and return His love.
J.Tanya
Wohnt hier
 
Beiträge: 1525
Registriert: Sa 6. Mär 2004, 11:14

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Dionysos » Sa 28. Jan 2006, 16:02

Schöön, so schöööön.
Das ich das noch erleben darf. Der edle Faust wird hier rezitieret, das ist fein.

Danke, Tanya.
Welcher Religion ich bekenne? - Keine von allen,
die du mir nennst. - Und warum keine? Aus Religion.

(Schiller)
Dionysos
Gesperrt
 
Beiträge: 297
Registriert: Sa 21. Jan 2006, 17:04
Wohnort: Deutschland

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Nataraja » Sa 28. Jan 2006, 16:51

Moin Scardanelli,

dass etwas aus etwas anderem ist ist deshalb ein wenig ein Problem, weil hier ja Wandlung ist. Wenn sich etwas wandelt, dann hört es auf so zu sein, es geht in das Nichtsein und aus diesem Nichtsein entsteht dann was neues. Das bedeutet ja dann aber, dass aus Nichts was wird. Oder genauer: Dass Aus dem Schwinden etwas werdendes entsteht. Und natürlich ist diese Paradoxie vom Relativen aus gesehen real. Du hast das ja schon angedeutet, wenn du schreibst, dass Nichtsein und Sein das selbe sind. Eben deshalb hat Nagarjuna ja auch gesagt, dass Nirvana und samsara bzw. pratitya-samutpada und shunyata das selbe sind.
Die strenge Logik zeigt hier vielmehr auf, dass der Bereich unserer dualistischen und relationalen Wahrnehmung eine einzige Paradoxie ist. Deswegen wird ja diese vermeintliche realität in den Weisheitslehren Asiens auch als unwirklich, als Maya, als unreal bezeichnet.

Greez

Nataraja
"... denn die einzige Wahrheit heißt: lernen, sich von der krankhaften Leidenschaft für die Wahrheit zu befreien."
(Umberto Eco: Der Name der Rose; S. 624)
Benutzeravatar
Nataraja
Wohnt hier
 
Beiträge: 2450
Registriert: Mo 12. Aug 2002, 08:58
Wohnort: Bayern

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Nataraja » Sa 28. Jan 2006, 16:54

Hari Om J.Tanya,

schon ein wenig ironisch, dass ausgerechnet ich, dere ich sooft die Pranama-Mantras des H.D.G. Shrila Bhaktisiddhanta Sarasvati Maharaja rezitiert habe, wo es ja heißt: nirvishesh-shunyavadin paschatya desha tarine...., hier jetzt shunyata verteidigt.
Ob wir uns jemals in Mayapur sehen werden....? Vermutliche eher in Kerala ;)

Greez

Nataraja
"... denn die einzige Wahrheit heißt: lernen, sich von der krankhaften Leidenschaft für die Wahrheit zu befreien."
(Umberto Eco: Der Name der Rose; S. 624)
Benutzeravatar
Nataraja
Wohnt hier
 
Beiträge: 2450
Registriert: Mo 12. Aug 2002, 08:58
Wohnort: Bayern

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Scardanelli » So 29. Jan 2006, 10:23

@Nataraja,
Die strenge Logik zeigt hier vielmehr auf, dass der Bereich unserer dualistischen und relationalen Wahrnehmung eine einzige Paradoxie ist. Deswegen wird ja diese vermeintliche realität in den Weisheitslehren Asiens auch als unwirklich, als Maya, als unreal bezeichnet.
Etwas weit ausholend, vielleicht mal die Geschichte, die sich um das Werfen des ersten Steines dreht.
Wer ohne Sünde sei, der werfe den ersten Stein. Diesen Stein kann man auch auf sich selbst werfen, also versuchen, aus dem intendierten Grund sich selbst zu steinigen.
Da könnte man eben fragen, wie weit dieses Ausschlusskriterium: wer ohne Sünde sei, geht?

Wenn du zwei Sichtweisen unterscheidest und die eine wahr, die andere falsch nennst – hier diejenige des Ostens gegen diejenige des Westens, oder nur wirklich gegen unwirklich, so bist du damit selbst in dem Dualismus befangen, dem du den Kampf angesagt hast.

Wenn es zwei verschiedene Sichtweisen geben soll, dann scheint es angeraten, beide in ihr Recht zu setzen und so wird sich möglicherweise zeigen, das beide, in welcher Form auch immer, notwendig sind.
Wenn sich etwas wandelt, dann hört es auf so zu sein, es geht in das Nichtsein und aus diesem Nichtsein entsteht dann was neues.
Wenn sich etwas wandelt, dann ist etwas an etwas. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wird etwas neu, oder es ist Neues. Wenn etwas neu wird, dann ist das, was neu wird dasselbe, was es vor dem gewesen ist. Es ist in einen Unterschied von sich selbst getreten. Dieses Etwas ist alt gewesen und jetzt neu. Gewandelt haben sich neu und alt, aber geblieben ist das Etwas, an dem sich diese beiden vollzogen haben.
Ist nur Neues, dann ist auch das nur ein Schein, denn neu kann etwas nur sein, wenn in ihm in einer bestimmten Form das Alte enthalten ist, dass man es neu nennen kann.

Du sagst ganz richtig, wenn sich etwas wandelt, dann geht es in sein Nichtsein über. Aber wenn es übergegangen ist, dann wird das Nichtsein zum Sein und das vorherige Sein zum Nichtsein und ein Nichtsein bleibt, in welches es zukünftig übergehen wird. Vor und hinter dem Sein, ist das Nichtsein. Am Daseienden verschwinden Sein und Nichtsein und dieses Verschwinden ist das Daseiende. Verschwänden Sein und Nichtsein nicht ständig am Daseienden, dann wäre nur Sein ohne Nichtsein und Nichtsein ohne Sein.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Scardanelli » So 29. Jan 2006, 10:30

@Nataraja,
es scheint also weder das Sein oder das Nichtsein das zu sein, was gesucht wird, sondern es wird das Verschwinden sein, der Vollzug, oder der Prozess. Verschwinden hat zwei, einmal das, was verschwindet und dann diesen Akt und als Ganzes ist es das aufgehaltene Verschwinden, im Verschwinden.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Nataraja » Mi 1. Feb 2006, 00:00

Hallo Scardanelli,

ich unterscheide nicht die Sichtweise des Westens von der Ostens, um der einen recht zu geben und der anderen nicht, sondern ich habe die des Ostens hier extra erwähnt, weil diese durchgängig - bis auf wenige Ausnahmen - die Welt als maya, als unreal angesehen haben. Im Westen ist dies genau umgedreht, was natürlich heißt, dass es hier auch Traditionen gibt, die die Welt als irreal bezeichnen. Atopos nennt Platon die Sicht, die welt wäre real. Atopos bedeutet verrückt, nicht an seinem Platz seiend. Aber genug davon.
Zum Wandeln: Eine Veränderung ist natürlich interressant, weil hier eben das Nichtsein bzw. das Nicht-mehr-Sein erst ein Sein ermöglicht. Aus dem Nichtsein entsteht erst das neue Sein. Und dies ist ja erstmal eine Paradoxie, denn von nichts kommt nichts. Aber im Wandel ist genau das gegeben. Und du fragst ja zu recht, das da im Verschwindenden das Werdende schon sein muß. Die Frage ist ja nur ob das so ist, und wenn ja wie und wo.
Nagarjuna fragte sich das mit dem Beispiel des Mangobaumes, der Mangofrucht und dem Samen. Dass im Mangosamen irgendwie eine Mangofrucht sein muß ist ersichtlich, weil ja aus Mangosamen seltenst Bananen entstammen usw.. Seine eigentliche Erkenntnis ist ja auch die dass Wandel leer ist. Es verwandelt sich nichts. Es wird nichts verwandelt. Nihts was vorher war und nichts was danach ist. denn das IST ist ja schon shunyata und innerhalb des dualistischen Erkennens nicht erfassbar.

Gruß

Nataraja
"... denn die einzige Wahrheit heißt: lernen, sich von der krankhaften Leidenschaft für die Wahrheit zu befreien."
(Umberto Eco: Der Name der Rose; S. 624)
Benutzeravatar
Nataraja
Wohnt hier
 
Beiträge: 2450
Registriert: Mo 12. Aug 2002, 08:58
Wohnort: Bayern

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon J.Tanya » Mi 1. Feb 2006, 00:37

Original von Nataraja
Hari Om J.Tanya,

schon ein wenig ironisch, dass ausgerechnet ich, dere ich sooft die Pranama-Mantras des H.D.G. Shrila Bhaktisiddhanta Sarasvati Maharaja rezitiert habe, wo es ja heißt: nirvishesh-shunyavadin paschatya desha tarine...., hier jetzt shunyata verteidigt.
Ob wir uns jemals in Mayapur sehen werden....? Vermutliche eher in Kerala ;)

Greez

Nataraja


Pranama-Mantras? Meinst du Pranamami saci suta gaura varam?

nirvishesha- sunyavadi pascyate desha tarine...

kannst du mir es genau übersetzen..

heisst das soviel wie zu befreien den Westen vom den Lehren des Impersonalismus?

Ich bin Grottenschlecht bei so sachen. Ist sowieso ein Projekt in diesem Jahr, mein SanskritWissen zu verbessern...
danke, dass du mich erinnerst.

We are all beloved children of the all-attractive Supreme Person. And most importantly for us, we don´t have to struggle to attract His love. He loves us more than anyone else and is waiting in our own hearts for us to turn to Him and return His love.
J.Tanya
Wohnt hier
 
Beiträge: 1525
Registriert: Sa 6. Mär 2004, 11:14

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon J.Tanya » Mi 1. Feb 2006, 00:43


Original von Nataraja
Hari Om J.Tanya,


Ob wir uns jemals in Mayapur sehen werden....? Vermutliche eher in Kerala ;)

Greez

Nataraja


Mayapur (Maya in ihrer puren Form? also Dienerin Krsnas? Oder wieso heisst der Ort, wo man sich von Maya endgültig lösen will, grad Maya-pur?)

anyway, ich liebe Mayapur. I have so beautiful rememberings...
Die schönsten Tage meines Lebens verbrachte ich dort.
Ich bin so dankbar, dass ich wirklich mal dort war. Im Nachhinein kann ich es fast nicht mehr glauben, wars ein Traum?

Ein Traum wärs wirklich mal, dich dort zu sehen. Das wär ein genialer Zufall: "Hey, du bist doch Nataraja vom livenet..."
Meinst du das würde mal Realität?
Sag mir auf jeden Fall, wenn du mal vorhast nach Shri Mayapur dhama zu gehen. Wer weiss...

We are all beloved children of the all-attractive Supreme Person. And most importantly for us, we don´t have to struggle to attract His love. He loves us more than anyone else and is waiting in our own hearts for us to turn to Him and return His love.
J.Tanya
Wohnt hier
 
Beiträge: 1525
Registriert: Sa 6. Mär 2004, 11:14

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Scardanelli » Mi 1. Feb 2006, 09:48

@Nataraja,
ich habe die des Ostens hier extra erwähnt, weil diese durchgängig - bis auf wenige Ausnahmen - die Welt als maya, als unreal angesehen haben.
Die Welt als unreal anzusehen, wäre auch das Ansehen als ein Teil der Welt. Was kommt wohl dabei heraus, wenn sich das Unreale, hier das Sehen, das, was es sieht, als unreal bestimmt? Dieses Sehen, dieses Unreale, was es an ihm selbst erkannt haben will, unterscheidet sich doch von dem, was es vorgibt bestimmt zu haben.

In diesem Ansehen wird eben stillschweigend vorausgesetzt, dass es sich von dem, was es erkennt, so abhebt, als dass es davon nicht selbst betroffen sei. Sagen wir, es sei der fundamentale Unterschied von Geist und Natur. Hier der Geist, das Reine, das Unbefleckte, sieht die Natur, das Unreale.

Das nenne ich dualistisches Sehen. Wer sagt, die Welt sei unreal, der ist im Dualismus befangen, weil er das, womit er dies bestimmt, von dem Erkannten scharf abschneidet.

Vielleicht hängt jetzt alles von dem ab, was du vom Unrealen der Welt ausnehmen willst.
Aus dem Nichtsein entsteht erst das neue Sein. Und dies ist ja erstmal eine Paradoxie, denn von nichts kommt nichts.
Nichtsein und Sein konkretisieren sich am Dasein, nur hier werden sie ihrer jeweiligen Abstraktion enthoben, wie sie sich nur am Dasein voneinander unterscheiden.
Aus dem Nichtsein entstehe neues Sein, verwirrt den Geist im Sinne einer Paradoxie nur dann, wenn beide als Abstraktionen genommen werden, wenn also beiden für sich die Form des Daseineins gegeben wird. Nichtsein ist aber ein Moment von Sein, dass das Sein, was ist, noch nicht das ist, was es werden soll. Sein wie Nichtsein durchdringen das Dasein und im Konkreten macht es wenig Sinn, über Sein und Nichtsein so zu sprechen, als wären sie für sich konkret.
Nihts was vorher war und nichts was danach ist. denn das IST ist ja schon shunyata und innerhalb des dualistischen Erkennens nicht erfassbar.
Das „Ist“, erweist sich als das Produkt des sinnliche Bewusstseins, oder als das Ding an sich. Erfassbar ist es nicht, weil es nicht konkret ist. „Ist“, ist das Unbewegte an sich selbst, ist Stillstand, ist Tod. Der Tod hat nur sich selbst zum Inhalt und der Tod fegt sich selbst hinfort. Im Tod, stirbt er sich selbst; er ist das abstrakte Nichts.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Nataraja » So 5. Feb 2006, 13:48

Hallo J.Tanya,

nirvishesha- sunyavadi pascyate desha tarine...

kannst du mir es genau übersetzen..

heisst das soviel wie zu befreien den Westen vom den Lehren des Impersonalismus?


Ja das heißt es. Shunyavadi meint "die, welche Anhänger shunyatas sind". Und ausgerecht ich verteidige hier shunyata.... Das Leben ist ab und zu schon ironisch!
Sollte ich jemals in Mayapur sein, werd ichs dich natürlich wissen lassen. Wobei die Chancen für dieses Vorhaben immer geringer werden bei mir. Aber wer weiß...!

Greez

Nataraja
"... denn die einzige Wahrheit heißt: lernen, sich von der krankhaften Leidenschaft für die Wahrheit zu befreien."
(Umberto Eco: Der Name der Rose; S. 624)
Benutzeravatar
Nataraja
Wohnt hier
 
Beiträge: 2450
Registriert: Mo 12. Aug 2002, 08:58
Wohnort: Bayern

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Nataraja » So 5. Feb 2006, 14:02

Hallo Scardanelli,

natürlich ist der satz, dass die Welt unreal ist nur zu Denken, wenn wir ihn an etwas Realem vergleichen können. Aber genau hier ist ja wieder diese Grunddualität vorhanden. Und was bezüglich ist, ist abhängig. Was abhängig ist, folgt dem vermeintlichen Werden und Vergehen. Es ist pratitya-samutpada. Hier kann nichts an sich gefunden werden, hier ist kein Sein. Wenn diese Dualität eingeschmolzen wird bleibt shunyata. Die vermeintliche Realität der Gegensätze erweist sich dann als Leere. Sie sind nicht mehr.
aber schon dieses Reden von mir über shunyata, über Realität oder irrealität ist ein Problem, denn indem ich diese Themen anspreche, werden sie Objekte meines Denkens und Erlebens und sind somit auch wieder Teile eben dieser bedingten und abhängigen Welt der Dualität.

Gruß

Nataraja

"... denn die einzige Wahrheit heißt: lernen, sich von der krankhaften Leidenschaft für die Wahrheit zu befreien."
(Umberto Eco: Der Name der Rose; S. 624)
Benutzeravatar
Nataraja
Wohnt hier
 
Beiträge: 2450
Registriert: Mo 12. Aug 2002, 08:58
Wohnort: Bayern

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Scardanelli » Mo 6. Feb 2006, 10:06

@Nataraja,
Was abhängig ist, folgt dem vermeintlichen Werden und Vergehen. Was abhängig ist, folgt dem vermeintlichen Werden und Vergehen.
Es ist hier wichtig, sich darüber zu versichern, was „Werden und Vergehen“ bedeuten. Zu unterscheiden sind Werden und Vergehen an etwas und in etwas. Sind Werden und Vergehen in etwas, dann ist dieses etwas die Macht des Werdens und des Vergehens an ihm selbst. Dieses etwas erhält sich im Prozess des Werdens und des Vergehens. Hier ist gesagt, etwas vergeht und dieses Vergehen von etwas wird festgehalten, so dass der Satz wahr ist. Wahr kann dieser Satz aber nur sein, wenn das Vergehen selbst ewig ist und ist es ewig, dann erhält sich dasjenige im Vergehen, was vergeht. Will das Vergehen wahr sein, dann darf es sich nicht selbst vernichten, oder in seinem eigenen Vernichten wird es positiv. Vernichtet das Vergehen nicht nur etwas, sondern auch sich selbst, ist das Werden. Dies ist die Dialektik von Sein und Nichts.
Es ist pratitya-samutpada. Hier kann nichts an sich gefunden werden, hier ist kein Sein.
An sich, ist die Form – es sind Werden und Vergehen. Der Prozess darin ist an sich. Was aber geworden ist, ist nicht an sich, weil es in sich das Vergehen hat und was sich verändert, kann nicht an sich sein. Die Einzelheit, das Abhängige schlechthin, hat aber ein An sich, seine Wahrheit und sein An sich ist dies, in nichts anderes mehr überzugehen. Dies erfüllt sich im Tod des Einzelnen. Im Tod ist das Einzelne in seiner Wahrheit, ist es An sich, aber darin auch wieder unwahr, weil es nicht mehr ist. Geht Einzelnes aber in seine Wahrheit über, bleibt Einzelnes übrig, welches noch nicht darin sich befindet. Sterbe ich höchstpersönlich, dann stirbt Einzelnes, aber nicht das Einzelne, nicht das Einzelne in seiner allgemeinen Form, denn wenn ich sterbe, leben andere, Einzelne über mich hinaus, sind meine Nachkommen.
Automatisch, ohne sein Zutun, außerhalb seiner Macht, geht das Einzelne unter, geht es in Nichts ein. Mit oder ohne Meditation, mit oder ohne dieses Wissen, vergeht das Einzelne um in dieser Form unendlich zu sein. Nichts muss der Mensch tun, um wahr zu werden; er wird es einfach und ist darin vernichtet. Leidet ein Mensch zeit seines Lebens und ein anderer in der Überwindung seines Leidens, so sind beide nach ihrem Tod vollkommen gleich und es spielt dann nicht die geringste Rolle für diese beiden, ob sie nun gelitten haben oder auch nicht. Der Tod vernichtet einfach alles, was einer angehäuft hat, für diesen selbst.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon true_muslim_girl1 » Do 9. Feb 2006, 18:12

Hallo Baum

Ich beneide dich um deinen Traum. Ich hätte auch gern mal von Budda geträumt. Wie hast du dich gefühlt als du aufgewacht bist?

tMg
;)
true_muslim_girl1
Newcomer
 
Beiträge: 10
Registriert: Do 9. Feb 2006, 17:59

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Dionysos » Do 9. Feb 2006, 19:32

Na, Muslim Girl, den Link den du hier einstellst der ist mir zutiefst zu wider. Ich kenne kein Forum in dem mehr zensiert und gestrichen wird als in diesem - Nahrung für den UNGEIST, Forum.

Hier soll den Usern das Gehirn gewaschen werden, denn Meinungsfreiheit gibt es dort nicht.
Welcher Religion ich bekenne? - Keine von allen,
die du mir nennst. - Und warum keine? Aus Religion.

(Schiller)
Dionysos
Gesperrt
 
Beiträge: 297
Registriert: Sa 21. Jan 2006, 17:04
Wohnort: Deutschland

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Maddin667 » So 28. Okt 2007, 16:25

Original von Baum

Der Gott der Bibel ist ein Gerechter Gott, weil er den unterschied, zwischen Gut und Böse gemacht hat, und weil er die Menschen für das Böse bestraft, damit sie sich bessern sollen.

Alles Gute.




glaubst du wirklich das gott gut ist, weil er uns vorschreibt was gut und was böse ist, so dass wir uns kein eigenes bild mehr verschaffen müssen?
ich für meinen teil empfinde das als last und bedrückend mir anhören zu müssen: das ist gut und das machst du schlecht.

Die grösste Gotteslästerung ist es den eigenen Verstand zu verleugnen.
Maddin667
Newcomer
 
Beiträge: 6
Registriert: So 28. Okt 2007, 15:31

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Nataraja » So 28. Okt 2007, 19:30

Hallo Scardanelli,

Original von Scardanelli
Es ist hier wichtig, sich darüber zu versichern, was „Werden und Vergehen“ bedeuten.


Nun ja, Werden und Vergehen bedeutet ja vor allem eines: Das Verändern von etwas im Laufe der Zeit. Ob das nun an etwas ist, oder in etwas, ist relativ egal.
Werden und Vergehen bedeutet vor allem eines, nämlich die Unmöglichkeit von Konstanz von Seiendem.
Natürlich ist es nett, in westlicher Manier, über Vergehen und Werden zu sinnieren, und irgendwann mal auf die Idee zu kommen, dass das Vergehen des einen das Werden des anderen ist, aber ganz nüchtern betrachtet, stehen wir in der Aussage Vergehen=Werden vor einer unlogischen Aussage, ja wir bewegen uns sogar auf eine Aporie zu. Vor allem wenn man daran denkt, dass hier gar nichts ist, was wird oder vergeht.

An sich, ist die Form – es sind Werden und Vergehen. Der Prozess darin ist an sich.


Was ist denn das an sich? Meinst du damit, dass hier etwas an sich selbst passiert? Da kann ich zustimmen. Das An-Sich-Seiende meint ja aber doch, dass hier wirklich eine seiende Entität ist. Aber gerade das bestreite ich. Und vor allem bestreite ich, dass Form an-sich-seiend ist. Denn gerade Form und Name - nama-rupa - sind die Charaktere dessen, was nicht ist.
Denn beides ist rezipierbar. Das, was aber rezipierbar ist, kann nicht das An-Sich-Seiende sein, denn es ist etwas, was vor den geist gestellt ist. Und alles vor den Geist gestellte ist Illusion.

Gruß

Nataraja
"... denn die einzige Wahrheit heißt: lernen, sich von der krankhaften Leidenschaft für die Wahrheit zu befreien."
(Umberto Eco: Der Name der Rose; S. 624)
Benutzeravatar
Nataraja
Wohnt hier
 
Beiträge: 2450
Registriert: Mo 12. Aug 2002, 08:58
Wohnort: Bayern

Re: Eine Frage an die Buddhisten

Beitragvon Gustav » Mo 29. Okt 2007, 22:32

Shakyamuni
Senior Membe@

also als erstes möchte ich gerne sagen das du dich shakyamuni nennst ,wäre genauso wenn sich ein Gewöhnlicher Mensch Jesus nenen würde ,ich denke das du dich so nennst ist schon sehr verkommen auch wenn es hier dein Nick Name ist,ist dieses verhalten nicht in ordnung denn Buddha Shakaymuni hat sehr viel Leid ertragen kannst du dich so nenen ,was ist das für ein ansatz sich so zu nennen?

Zitat:oops:riginal von Niclas
Aus tantrisch buddhistischer Perspektive wohl schon. Ich kenne, wie gesagt, einige Buddhisten, die der Ansicht sind, Jesus sei eine westliche Inkarnation von Padsambhava gewesen, den sie als den 2. Buddha bezeichnen, oder auch des Avalokiteshvara.
Was Du als trennende Elemente aufzählst, sind in meinen Augen eigentlich nicht die Kernlehren von Jesus Christus.


auch der vajrayana leht den seelenglauben, die ewige verdammnis, die vorstellung eines höchsten gottes, wie im AT beschrieben ist etc. ab. diese elemente des christentums (die schon relevant sind, da sie von jesus im NT verkündet wurden) wiedersprechen den zentralen elementen des buddhismus grundlegend. würde man sie anerkennen, wäre der buddhismus kein buddhismus mehr ***
__________________________________________________________
ich finde was du da schreibst sind deine erkenntnisse was aber nicht`s mit dem Buddhismus zutuhn hat Buddhismus ist nicht Gleich Buddhismus!

und wenn irgend ein Buddhist sagt das eine sache so und so ist ist es nicht die abselute Wahrheit ,es ist nur seine erkenntnis auf seiner Ebne deshalb kannst du nicht sagen das der Buddhismus so ist!

-*** so wichtig sind sie. was "einige buddhisten" glauben interessiert mich eigentlich nicht so,***

du sagst es intressiert dich nicht, denoch hälst du an ihrer Aussage fest!

***da grundlagen des buddhismus mehr autorität haben als einige stimmen westlicher buddhisten. ich habe von "buddhisten" gehört, dass sie an eine seele glauben,***

frage glaubst du wirklich das die Buddhisten so etwas glauben?

hast du schon mal darüber nach gedacht ,ob es wirklich so ist?

hast du schon mal darüber nach gedacht das die die du kennst nicht ,das ganze Gesicht des Buddhismus kennen können ,und jede Buddhistische schule nur ein teil des ges Gebots erklären!

***was absolut den lehren des buddha wiederspricht. dieser glauben ist etwas privates und bedeutet nicht, dass plötzlich alle buddhisten - entgegen der suttas - an eine seele glauben müssen.***

eins kann ich dir sagen ,du hast etwas recht aber der Mensch hat als sowas mehr als eine Seele !mehr möchte ich nicht dazu sagen!


***ach ja - nur so unter uns: jesus war asiate - wie sollte er eine westliche inkarnation sein?***

nach meiner information war Jesus für die Westlichen Menschen und Buddha Shakaymuni für die Östlichen Mensch da beide sind sie gekommen um Menschen zu erlösen !

auf Hohen Ebenen Kultiviert gehören das Christen ,evangelium ,Judentum und alle Ortodoxen schulen zu Buddhisischen und Daoistischen system




Gustav
Newcomer
 
Beiträge: 19
Registriert: Do 25. Okt 2007, 19:25

Vorherige

Zurück zu Weltreligionen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Das Forum wird von Livenet.ch & Jesus.ch betrieben

Anzeigen - einfach & günstig! / Kontaktanzeigen - spannend & effektiv!

| Home | Sitemap | Forum | Chat | Newsletter | E-Mail | Dialin | Support | Kontakt | Wer ist Jesus? | Youthmag | Service |
| News | Magazin | Jesus | Ratgeber | Information | ERlebt | Meditation | Kreativgalerie | Member | Pixel4Jesus | Livenet.ch | Gott.info |