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was bedeutet Micha 5,1 für tanach-orientierte Juden?

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

Moderator: Thelonious

was bedeutet Micha 5,1 für tanach-orientierte Juden?

Beitragvon rap » Do 29. Sep 2016, 21:05

(sorry fürs anscheinend illegale Kopieren aus bibleserver.com... -> Elberfelder )

"Und du, Bethlehem Efrata, das du klein unter den Tausendschaften von Juda bist, aus dir wird mir der hervorgehen, der Herrscher über Israel sein soll; und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her."

"Seine Ursprünge von den Tagen der Ewigkeit her" kann ja eher kein normaler Mensch (zB á la König David) sein, oder?

PS "tanach-orientiert" hab ich nur sicherheitshalber geschrieben.

ZB das hier zB ist wohl allerbestenfalls nicht-tanach-orientiert (das heutige Judentum, das unbekannte Wesen? ich weiß aktuell ehrlich nicht womit wir es hier zu tun haben...)
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Re: was bedeutet Micha 5,1 für tanach-orientierte Juden?

Beitragvon Thelonious » Sa 1. Okt 2016, 13:14

Hallo,

für die Fragestellung, was dieser Bibeltext für für tanach- oder nicht-tanach-orientierte Juden bedeutet, ist dieses vermutlich das falsche Forum.

Was diese Aussage für mich als bibel-orientierten Christen bedeutet, kann ich schon versuchen aufzuzeigen.

Die von dir benannte Bibelstelle ist zukunfts- und nicht - wie du es entsprichts - vergangenheitsorientiert. Es geht um das kommen des Messias - also Jesus.

In Bethlehem wurde David und später Jesus geboren.

Dieses ""Seine Ursprünge von den Tagen der Ewigkeit her" spricht tatsächlich von keinem Menschen ( a la David), sondern von der Menschwerdung Gottes, also Jesu Geburt.

Er - Gott Jesus - ist der König der Könige!

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens (Jesaja 9,5).

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Re: was bedeutet Micha 5,1 für tanach-orientierte Juden?

Beitragvon Johelia » Sa 1. Okt 2016, 23:48

Micha 5,1 ist für für tanach-orientierte Juden noch heute eine offene Prophezeiung, denn sie haben damals Yeshua bin Josef als ihren Hamashiach erkannt.

Beim zweiten Kommen Jesus (für uns) werden sie Ihn sehen und als Ihren Hamashiach erkennen. Dann werden sie singen: Baruch haba b'Shem Adonai / ברוך הבא בשם יהוה


Grüss
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Re: was bedeutet Micha 5,1 für tanach-orientierte Juden?

Beitragvon Johelia » Fr 7. Okt 2016, 20:52

sorry Korrektur in rot in meinem original post. :oops:

Johelia hat geschrieben:Micha 5,1 ist für für tanach-orientierte Juden noch heute eine offene Prophezeiung, denn sie haben damals Yeshua bin Josef nicht als ihren Hamashiach erkannt.

Beim zweiten Kommen Jesus (für uns) werden sie Ihn sehen und als Ihren Hamashiach erkennen. Dann werden sie singen: Baruch haba b'Shem Adonai / ברוך הבא בשם יהוה


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Re: was bedeutet Micha 5,1 für tanach-orientierte Juden?

Beitragvon rap » Sa 8. Okt 2016, 20:39

Kein Problem.
Hatte ich mir schon gedacht (Kontext... ;) ). :)

Nicht nur beim Bibellesen muß man mitdenken...

Bin da erstmal ein bißchen "wortklauber"-in-/fehlertolerant. Muß man beim Bibellesen oft auch erstmal sein (bis man den auch bestenfalls gesamtbiblischen Gesamtzusammenhang gerafft hat... Bibel ist ja primär erstmal Literatur/Botschaft/Rhetorik, "kein Jota vom Gesetz wird vergehen..." etc ;) ).

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Re: was bedeutet Micha 5,1 für tanach-orientierte Juden?

Beitragvon Johelia » Sa 8. Okt 2016, 23:23

rap hat geschrieben: Bibel ist ja primär erstmal Literatur/Botschaft/Rhetorik,...


Nein, die Bibel ist Wort Gottes, sie wird ausschliesslich vom Heiligen Geist interpretiert.
Menschen vermögen das aus Verstand, Philosophie, Fleisch niemals richtig.

"kein Jota vom Gesetz wird vergehen..." etc ;) ).

Wird und ist es auch nicht!
Die Frage ist nur sind wir unter Gesetz oder der Gnade Jesus. ;)

Gruss
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Re: was bedeutet Micha 5,1 für tanach-orientierte Juden?

Beitragvon rap » Mo 10. Okt 2016, 16:46

wenn man dem Geist freie Hand gibt benutzt er aber auch unsere natürlichen Begabungen.

Impulse, Gedanken, Gefühle, Schmerzen etc etc.

Alle unsere menschlichen "Existenzebenen"...

Aus rein menschlichem, ohne hG, Bemühen geht gerade in der Bibel allerdings wohl eher gar nix.
Da stimme ich voll zu.

PS der allergrundlegendste Sinn des "Gesetzes" (es geht primär immer um die Förderung des LEBENS, auch ganz praktisch, nicht um "Religion") ist ja noch voll aktuell.
Liebe (siehe Römer 13,8-10 :) ).

Aber da starre Gesetzeswerke ("fügt nichts hinzu und nehmt auch nichts weg", 2 mal in "Mose") nun mal natürlicherweise eine sinnvolle räumliche Begrenzung (Vererbungsgesetze, Flora und Fauna etc) haben und auch ein eingebautes Haltbarkeitsdatum (die Welt ändert sich ja ständig) hat Gott (der das ja auch weiß ;) ), wie schon im AT angekündigt (zB Jeremia 31,31ff), beschlossen nach 1400.. Jahren "altem Bund" (der war bis dahin optimal, Kurzform) den "neuen Bund" einzusetzen: das "Getriebenwerden" durch den Geist Gottes.
Ohne größere äußere Gesetzlichkeiten.

Paßt auch besser zur globalen räumlichen Ausdehnung (AT -> zu den "Nationen") des "Reiches Gottes" im Gegensatz zum nur physischem und eher kleinen Israel (alter Bund).

Das ist das was Jesus bei seinem ersten irdischen Aufenthalt gemacht hat: er hat einen Übergang vom alten zum neuen Bund (siehe auch Hebräer 8,8+13; 9,15; 12,24) geschaffen.
Gesamtergebnis: Pfingsten :)

Heute kann dadurch, im Gegensatz zum AT/alten Bund, zB jeder zu jedem Zeitpunkt direkt Kontakt mit Gott aufnehmen (aktuell primär für uns zuständig: der Geist Gottes, eine Person, charakterliche Eigenschaften siehe zB Gal 5,22+23).
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Re: was bedeutet Micha 5,1 für tanach-orientierte Juden?

Beitragvon Gnu » Sa 15. Okt 2016, 21:35

Johelia hat geschrieben:
rap hat geschrieben: Bibel ist ja primär erstmal Literatur/Botschaft/Rhetorik,...


Nein, die Bibel ist Wort Gottes, sie wird ausschliesslich vom Heiligen Geist interpretiert.
Menschen vermögen das aus Verstand, Philosophie, Fleisch niemals richtig.

"kein Jota vom Gesetz wird vergehen..." etc ;) ).

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Gruss
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Gesetz oder Gnade oder beides?

Das sog. Neue Testament der sog. Bibel ist da auch mehrdeutig.

Es soll Rabbiner geben, die lehren, die Bibel lasse sich auf 70 Ebenen auslegen.

:angel:
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Re: was bedeutet Micha 5,1 für tanach-orientierte Juden?

Beitragvon Gnu » Mo 17. Okt 2016, 22:38

Neulich hat mich mein Glaubensbruder, mit dem zusammen ich den harten Kern unserer Kleingruppe bilde, informiert, dass scheint's die Essener, von denen man in der Bibel nichts liest, die aber Zeitgenossen Jesu Christi waren, die zwei Zeitpunkte des Kommens des Messias aus den Schriften des Alten Testaments vorherberechnet hatten, wobei sie den Zeitpunkt des ersten Kommens korrekt getroffen hatten. Wegen ihrem Lebensstil aber, der frappant an eine uns sehr gut bekannte Wohngemeinschaft erinnert, hatten sie aber ihn dann trotzdem verpasst.
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