HomeWer ist Jesus?ForumChatNewsletterE-Mail SupportKontakt   

Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

Moderator: Thelonious

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon der Stern » Mo 9. Jan 2017, 11:26

Damit Sünden vergeben werden muss man beten und nicht unbedingt irgendetwas bauen.
der Stern
Lebt sich ein
 
Beiträge: 27
Registriert: Sa 7. Jan 2017, 12:49

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Mo 9. Jan 2017, 14:55

Reginald, der Tempel stand nicht dort, wo jetzt der Felsendom steht; das meinen die Juden zwar, aber es gibt keine Pläne vom alten Jerusalem. Ausgrabungen haben einstweilen Hinweise geliefert, wo der Palast Davids gestanden haben könnte. Vom Tempel wird man keine Überreste mehr finden. Etwa die Hälfte Jerusalems ist im Besitz der RkK, und der Papst muss zuerst enteignet werden, bevor gebaut werden kann.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon der Stern » Mo 9. Jan 2017, 18:28

Wieso muss der Papst enteignet werden?
der Stern
Lebt sich ein
 
Beiträge: 27
Registriert: Sa 7. Jan 2017, 12:49

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Johelia » Mo 9. Jan 2017, 18:47

der Stern hat geschrieben:Damit Sünden vergeben werden muss man beten und nicht unbedingt irgendetwas bauen.


Sali Stern

Das ist deine Sicht.
Aber muss jederman so glauben? Nein!

Wieviel verstehst du von Juden die nicht an Jesus glauben?
Lies mal Rö 11,25.

Gruss Johel
Die heutige Gesellschaft hat Gott getötet,
und betet jetzt das Geld an!
Benutzeravatar
Johelia
Wohnt hier
 
Beiträge: 1881
Registriert: Di 25. Okt 2011, 11:56

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Di 10. Jan 2017, 00:06

der Stern hat geschrieben:Wieso muss der Papst enteignet werden?

Weil laut Bibel nicht Rom der Erbe Abrahams ist, sondern Isaak und danach Jakob/Israel. Israel hat das Erstgeburtsrecht seinem Enkel Ephraim gegeben. Ephraim ist noch nicht aus der Zerstreuung unter die Heiden zurückgekehrt, wird das aber demnächst tun, damit das Reich für Israel wiederhergestellt werden kann. Vergleiche die Frage der Jünger in Apostelgeschichte 1.6, ob der Herr Jesus in dieser Zeit die Königsherrschaft für Israel wieder herstellen werde. Damals wusste ausser Gott niemand, wann dies sein würde, unterdessen sind bald 2000 Jahre vergangen, 3000 Jahre seit dem Ende des Königreichs. Somit sind 3 Tage vergangen. Die Zeit ist da, dass ganz Israel, d.h. Juda und Ephraim zu einer einzigen Nation vereinigt werden, vergleiche dazu Hesekiel 37.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon der Stern » Di 10. Jan 2017, 16:23

Die Nachkommen Ephfraims sind Afghaner (Muslime) und Engländer/Amerikaner (Christen), wie soll das geschehen?
der Stern
Lebt sich ein
 
Beiträge: 27
Registriert: Sa 7. Jan 2017, 12:49

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon der Stern » Di 10. Jan 2017, 16:40

Johelia hat geschrieben:
der Stern hat geschrieben:Damit Sünden vergeben werden muss man beten und nicht unbedingt irgendetwas bauen.


Sali Stern

Das ist deine Sicht.
Aber muss jederman so glauben? Nein!

Wieviel verstehst du von Juden die nicht an Jesus glauben?
Lies mal Rö 11,25.

Gruss Johel

Das sagt nicht viel, jede Religion lehrt dass am Ende alle Völker gläubig werden.

Ich bin Muslim. Ich weiss dass die Namen Judah und Muhammed die gleiche Bedeutung haben. Somit sind die Namen Juden und Muhammedaner ein Paar.

Judah - der Gelobte, der Gepriesene
http://www.vorname.com/name,Judah.html

Muhammed - der Gelobte, der Gepriesene
http://www.vorname.com/name,Muhammed.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_(Name)
der Stern
Lebt sich ein
 
Beiträge: 27
Registriert: Sa 7. Jan 2017, 12:49

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Lepitoptera » Di 10. Jan 2017, 17:06

Hey Stern :)

Erstmal willkommen bei uns im Forum! :clap:
Du sagst, du seist Muslim, ich denke, nicht nur mich würde es in dem Fall wundernehmen, aus welchen Beweggründen du denn in einem christlichen Forum gelandet bist? Möchtest du etwas über das Christentum erfahren oder was möchtest du hier genau?

Liebe Grüsse
Lepitoptera
Barmherzigkeit ist es, etwas nicht zu bekommen, das wir verdient hätten (Tod). Gnade ist es, etwas zu bekommen, das wir nicht verdient hätten (Himmel). Danke Jesus!
Benutzeravatar
Lepitoptera
Abgemeldet
 
Beiträge: 863
Registriert: Mo 25. Jan 2016, 23:50
Wohnort: Deutsch-Schweiz

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon der Stern » Di 10. Jan 2017, 22:44

Hallo Lepitopera, danke.

Ich möchte mich unterhalten und Gedanken austauschen wie in jedem anderen Forum. Gruss.
der Stern
Lebt sich ein
 
Beiträge: 27
Registriert: Sa 7. Jan 2017, 12:49

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Reginald 32 » Mo 16. Jan 2017, 23:27

Hallo Gnu.

In größten Magazin für biblische Archäologie "BAR" haben anerkannte Archäologen die Forschungen über den genauen Standort des Tempels an Hand alter Pläne, Darstellungen und den Hinweisen aus den ältesten jüdischen Schriften ermittelt. Außerdem kennt man ja den Kanal, der zur Ableitung des Opfer Blutes vom Brandopfer Altar diente. Und der stand ja an einem genau festgelegten Platz im Vorhof.

Das Ergebnis: Der Felsen Dom muss abgerissen werden, wenn ein neuer Tempel erbaut werden soll. Und ein soöcher Abriss mündet mit großer Sicherheit in einen dritten Weltkrieg.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
Reginald 32
Wohnt hier
 
Beiträge: 3480
Registriert: Di 21. Okt 2008, 12:40

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Di 17. Jan 2017, 07:41

der Stern hat geschrieben:Die Nachkommen Ephfraims sind Afghaner (Muslime) und Engländer/Amerikaner (Christen), wie soll das geschehen?

Die meisten Nachkommen Ephraims kennen ihre Abstammung nicht mehr. Für Jahweh sollte das aber kein Problem sein, wenn ich die Bibel richtig verstehe. Er beruft ja immer, wen Er will und offenbart Sich ihm durch den Heiligen Geist. Religion ist für Gott kein Hinderungsgrund, denn Religionen sind von Menschen erfunden.

Ich kenne zwei Menschen, die sagen, sie wüssten, dass sie von Ephraim abstammen, einen persönlich, den anderen aus dem Internet. Der erste ist Schweizer und von Geburt römisch katholisch, der zweite ist Deutscher und ebenfalls von Geburt römisch katholisch. Der Deutsche sagt, er sei von Jesus berufen worden, als Ephraim vom Papst Franziskus den Berg Zion zu verlangen, um ihn den Juden zur Verfügung zu stellen und so der Stadt Jerusalem Frieden zu ermöglichen. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, betrachtet er sich als den Messias aus den Nachkommen Josephs, den die Juden erwarten.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Stephanus » Di 17. Jan 2017, 07:59

Geistliche Bedeutung des Blutes: Die zweite "Blut"-Stelle in 3. Mose 17, 14 a lautet wörtlich nach dem hebräischen Urtext: "Denn die Seele allen Fleisches ist dessen Blut in dessen Seele." Ich setze das zweite Wort Seele in diesem Satz dem Gehirn gleich, d.h. der o.g. Vers heißt in Kurzform: "Die Seele ist das durchblutete Gehirn." Ohne Blut kann das Gehirn nicht arbeiten und die Seele sich nicht ausdrücken. Das Gehirn ist weiterhin die oberste Schaltzentrale des Nervensystems, das den gesamten Körper eines Menschen oder Tieres durchzieht. Letzteres drückt die erste Stelle in 3. Mose 17, 11 a aus: "Denn die Seele des Fleisches ist im Blut." So wie das Nervensystem durch den gesamten Körper zieht, so fließt auch das Blut durch den gesamten Körper des Menschen und der Tiere. Diesen Zusammenhang zwischen Blut und Nervensystem in Tieren hat die Bibel Jahrtausende vor der mikroskopischen Erforschung der Tiere aufgestellt, wie ich im Folgenden erkläre: Die am unteren Ende der Körperaufbau-Komplexität stehenden Quallen und Korallen haben nur ein Nervennetz aus gleichrangigen Nervenzellen, d.h. ohne Gehirn, und sie haben keinen Blutkreislauf. Als nächstes folgen die Seeigel und Seesterne mit ebenfalls einem Nervennetz ohne Gehirn und mit Blutgefäßen ohne Herz, d.h. es ist unbekannt, wie das Blut fließt. Wiederum als nächstes folgen die Insekten, die ein Strickleiter-Nervensystem mit übergeordneten Nervenknoten, entsprechend einem Gehirn (wie alle weiteren, komplexer aufgebauten Tiere), und einen offenen Blutkreislauf mit mehreren Herzen haben, d.h. die Organe werden vom freien Blut, das Hämolymphe heißt, umspült und nicht durch dünnste Haargefäße in einem geschlossenen Blutkreislauf, den Wirbeltiere haben, versorgt. Die sauerstoffhaltige Luft gelangt jedoch bei Insekten über Röhrentracheen (Trachea = Luftröhre) an die Organe und nicht über das "Blut". Noch komplexer aufgebaute Tiere wie Krebse und Schnecken haben ein einziges Herz mit einem offenen Blutkreislauf und darin ein blaues, sauerstoffbindendes Atempigment. Spinnen stehen zwischen Insekten und Krebsen bzw. Schnecken, da sie wie die Insekten mehrere Herzen haben, aber anderseits sowohl Röhrentracheen als auch Fächertracheen = Fächerlungen haben und über letzteres ihr ebenfalls blaues Atempigment im "Blut" mit Sauerstoff anreichern, vergleichbar den Krebsen und Schnecken. Das hebräische Wort "nephesch" heißt neben Seele auch Kehle. Über die Kehle kommt die Luft mit dem lebenserhaltenden Sauerstoff in den Körper. Die unten unter (1) angegebene Quelle übersetzt das vorletzte Wort "nephesch" in 1. Mose 2, 7 mit "Atmender": "Da bildete JaHWeH Elohim den Menschen aus Staub des Erdbodens und blies Lebensodem in sein Antlitz; so ward der Mensch zu einem Leben Atmender." Überträgt man die o.g. Stellen von 3. Mose 17 und die weitere hebräische Bedeutung von Seele gleich Atmung auf die Tiere, würden Quallen, Korallen, Seeigel und Seesterne keine Seele haben, denn sie haben kein Gehirn und kein Herz für einen Blutkreislauf. Auch die Insekten würden keine Seele haben, den ihr "Blut" hat nichts mit dem Sauerstofftransport zu tun. Erst ab den Spinnen würde ich diesen und allen komplexer aufgebauten Tieren eine Seele zubilligen, da das Blut eine Atmungsfunktion hat. Zum tieferen Verständnis wird der erste der beiden o.g. Verse aus 1. Mose 3, 17 begründet in Vers 11 b: "Auch ich gebe es für euch auf dem Altar, Sühne zu erwirken wegen eurer Seelen, denn das Blut kann durch die Seele Sühne erwirken." Dieser stellvertretende Tod wird bei Jesus in Joh. 19, 34 nach der Elberfelder-Übersetzung deutlich: "... sondern einer der Soldaten durchbohrte mit einem Speer seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus." Laut der unten unter (2) angebenen Quelle floss dabei das Wasser aus dem Herzbeutel und das Blut aus dem Inneren des Herzens. Dies ist denkbar, denn die vorherigen Peitschenschläge können zu einer Herzbeutelentzündung mit Flüssigkeitsbildung im Herzbeutel geführt haben. Jesus könnte demnach an einem Kreislaufschock aufgrund der Herzbeutelentzündung gestorben sein, was seinen frühen Tod erklärt, und nicht durch Ersticken aufgrund Armmuskelschwäche, da sich letzteres hätte Tage hinziehen können. Ich denke, dass das o.g. Wasser ein Sinnbild für den Tod Jesu und auch für die Taufe ist und bedeutet, dass durch den stellvertretenden Tod Jesu wir in der Taufe Leben haben im Sinne der o.g. Sühnung. Das durch den Speer des Soldaten aus dem Leib Jesu ausgetretene Blut ist m.E. ein Sinnbild für dessen Seele, die sich nach Jesaja 53, 11 im Leiden "abgemüht" hat. Entsprechend der von mir ausgelegten Doppelbedeutung bei Jesus (Wasser = Tod, Blut = Seele) und entsprechend der beiden Stellen in 3. Mose 17 verbietet in Apg. 15, 20 das Apostelkonzil Ersticktes und Blut. Auf das Erstickte bezieht sich das ausgetretene Blut Jesu als Seele und die o.g. zweite Stelle in 3. Mose 17, 14 als Begründung zum Wildjagen in Vers 13: "Und jedermann von den Söhnen Israels und von dem Schutzbürger, der in eurer Mitte weilt, der Wildbeute oder Gefiedertes, was gegessen werden darf, erjagt, der gieße dessen Blut hin und bedecke es mit Staub." Würde der israelische Jäger das Wild nicht ausbluten lassen, dann würde er das Tier mit einer (noch lebendigen) Seele verzehren, d.h. die Seele des Israeli würde sich mit der Seele des Wilds in einem geistlichen Sinn vermischen, was Gott nicht will. Lässt der Jäger das Tier jedoch ausbluten und begräbt das Blut in der Erde, dann ist das Tier auch mit seiner Seele und mit seiner Erinnerung, dass es einmal gelebt hat, im Ganzen gestorben und dem Verzehr freigegeben. Das Verbot, Blut zu verzehren, begründet die Bibel einerseits damit, dass das Tieropfer im Willen Gottes ist (Gott spricht: "ich gebe es für euch auf dem Altar" nach 3. Mose 17, 11 b) und dass zusammen mit dem Feueropfer des getöteten Tieres dessen Blut an den Altar nach 3. Mose 1, 5 b, 3. Mose 3, 2 b und 3. Mose 4, 6-7 gesprengt wird. Anderseits sollen wir kein Blut verzehren, da Jesus das einzige Opfer zur Sündenvergebung nach Hebr. 9, 22; 10, 3-4. 10. 12 a ist und wir ihn in Ehren halten. Zusammenfassend hat das Blut also zwei geistliche Bedeutungen: Erstens: Blut außerhalb des getöteten Tierkörpers zeigt zwar den eingetretenen Tod des tierischen Körpers an, erinnert aber an das vorherige Leben des Tieres (erst durch das Begraben unter die Erde ist das Leben vollkommen ausgelöscht und erst durch das Besprengen an den Altar ist das Tieropfer komplett). Zweitens: Im Gehirn zurückgebliebenes Blut eines getöteten Tierkörpers stellt eine Seele dar, mit der man sich durch Tierverzehr nicht vermischen sollte. Bei einer Bluttransfusionen tritt kein Tod ein (siehe o.g. erste Bedeutung) und es wird niemand verzehrt (siehe o.g. zweite Bedeutung), ist also erlaubt.

Quellen:
(1)
http://www.teschuwa-hausisrael.org/t695 ... -und-ruach
(2)
http://www.soulsaver.de/glaube/kreuzigung/

Neben durchblutetem Gehirn und ganzer Tierkörper habe ich noch eine dritte geistliche Bedeutung von Seele gefunden in 1. Mose 9, 4: "Nur Fleisch in seiner Seele, seinem Blut, dürft ihr nicht essen!" Hier befindet sich der kleine Tierkörper in etwas Größerem, nämlich der Seele, so als ob die Seele im geistlichen Bereich den Körper umgibt. Wir sehen den Tierkörper zum Verzehr, Gott sieht die Seele dieses Tieres.
Stephanus
Newcomer
 
Beiträge: 3
Registriert: Di 17. Jan 2017, 07:52

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Di 17. Jan 2017, 09:00

Blut kann sprechen. 1. Mose 4,10 :lesen:
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Stephanus » Di 17. Jan 2017, 16:19

1. Mose 4, 10 benennt mit Schreien zum Blut einen beschreibenden, abstrakten Begriff, keinen konkret-buchstäblichen Vorgang des Redens eines lebenden Organismus. Auch das von mir genannte, zu begrabende Blut eines erlegten Wildes redet zum Jäger: "Ich stamme von dem Tier, das gelebt hat, das du erlegt hast und das du essen willst." Mit dem Begraben endet die Erinnerung an das Tier und es wirkt dessen Seele nicht mehr auf den Menschen, der das Tier verzehrt, ein. Auf das Thema bin ich durch eine Predigt in meiner Gemeinde zur Jahreslosung gekommen. Mir geht es auch um die geistliche Bedeutung des Blutes bei Tieren, die man verzehrt. Mein Fleischkonsum hat sich in der letzten Zeit verringert, ist aber (noch) nicht ganz verschwunden. Ich finde, dass die Christen eine Meinung zur vegetarischen Ernährung haben sollten, so wie die Adventisten, die die vegetarische Ernährung mit einer gesunden Lebensweise bezeichnen, aber meines Wissens nicht so argumentieren, wie ich es tue, obwohl sie das Alte Testament ernst nehmen.
Stephanus
Newcomer
 
Beiträge: 3
Registriert: Di 17. Jan 2017, 07:52

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon SunFox » Fr 20. Jan 2017, 00:04

Stephanus hat geschrieben:Geistliche Bedeutung des Blutes: Die zweite "Blut"-Stelle in 3. Mose 17, 14 a lautet wörtlich nach dem hebräischen Urtext: "Denn die Seele allen Fleisches ist dessen Blut in dessen Seele." Ich setze das zweite Wort Seele in diesem Satz dem Gehirn gleich, d.h. der o.g. Vers heißt in Kurzform: "Die Seele ist das durchblutete Gehirn." Ohne Blut kann das Gehirn nicht arbeiten und die Seele sich nicht ausdrücken.


Hallo lieber Stephanus, ich möchte dir einmal den Text: "Denn die Seele allen Fleisches ist dessen Blut in dessen Seele.", mit meinen Worten wiedergeben: "Denn die Lebendigkeit allen Fleisches ist dessen Blut wenn es fliesst (also lebendig ist),"

1.Mose 9,4: "Allein das Fleisch mit seinem Leben, seinem Blut, esst nicht!"

Was ist das Leben (die Seele) im Fleisch? Es ist das Blut, solange es durch den Körper fliesst, denn die Seele allen Fleisches ist des Blut!

5.Mose 12,23: "Allein achte darauf, dass du das Blut nicht isst; denn das Blut ist das Leben (Seele); darum sollst du nicht zugleich mit dem Fleisch das Leben essen,"

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29429
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Stephanus » Sa 28. Jan 2017, 19:40

Hallo SunFox,

ich übersetze aus dem von Dir zitierten 5. Mose-Vers den von Dir unterstrichenen Satzteil aus dem Hebräischen meiner Interlinearübersetzung: "Denn das Blut ist die Seele."

Es gibt die einen Übersetzungen wie Luther, die das hebräische Wort "nephesch" mit Leben übersetzen. Daneben gibt es die anderen Übersetzungen wie Elberfelder, die das gleiche hebräische Wort mit Seele übersetzen. Ich will nicht sagen, dass Leben komplett falsch ist. Es ist aber falsch, nur das Wort Leben zu nehmen und den Aspekt der Seele zu vernachlässigen (ich denke nicht, dass Du so denkst; ich rechne es dir hoch an, dass Du in der zitierten Stelle aus 5. Mose 12 das Wort Seele in Klammern zu dem Wort Leben hinzugefügt hast). Ich bevorzuge den Hauptaspekt Seele mit dem Nebenaspekt Leben, d.h. ich sage Seele und weiß im Hinterkopf, dass auch Leben mitgemeint ist. Meine Meinung zur falschen Gleichsetzung " Blut ist Leben und sonst nichts" wende ich auf folgende Überlegungen an:

Es gibt eine Gefahr, Blut nur mit Leben gleichzusetzen. Dann nämlich, wenn man eine magische Vorstellung hat, Blut sei irgendwie der "Geist eines Lebewesens", d.h. Blut sei der zentrale Bestandteil im Lebewesen (1) und sei irgendwie auch außerhalb des Lebewesens nicht tot zu kriegen, auch wenn z.B. mit dem Herztod das Lebewesen aufgehört hat zu leben und zu existieren (2). Ich als Arzt denke zu (1), dass das Gehirn der zentrale Bestandteil des Lebwesens ist und der Sitz der Seele. Das Blut fließt durch den gesamten Organismus und verteilt die Stoffe. Das Blut dient den Organen, ist also nicht der übergeordnete Teil. Des Weiteren denke ich zu (2) medizinisch, dass über Tod oder Leben einerseits (a) ein schlagendes Herz mit funktionierendem Blutkreislauf als Voraussetzung für natürliches Leben und anderseits (b) ein mehr oder weniger funktionsfähiges, aber doch existierendes Gehirn als natürliche Folge der unter (a) beschriebenen Lebensvoraussetzung entscheidet. Zusätzlich denke ich zu (2) in zwei geistlichen Aspekten unseres praktischen Lebens: 1. Das Blut offenbart unsere Haltung zur Schöpfung. Gott hat die verschiedenen Tierarten und den Menschen erschaffen. Würde ein Mensch wahllos verschiedenste Tiere verzehren, ohne den Aspekt des Blutes zu beachten gemäß dem Verbot des Erstickten des Apostelkonzils aus Apg. 15, dann würde er sich sündig machen. Beim Kauf in der Metzgerei müsste also der Christ jedesmal sich fragen: "Ist in dem Fleisch vom Rind noch Reste von Blut." Er wählt ein blutfreies Stück. Beim nächsten Mal in Bezug auf Lammfleisch verfährt er genauso. Gott will, dass wir die Arten der Tiere achten. 2. Das Blut offenbart unsere Haltung zur Ernährungszubereitung unserer Speisen: Der Metzger und wir, wenn wir einen lebenden Fisch kaufen oder angeln und ihn bis zur Schlachtung in der Badewanne halten, müssen uns fragen, ob wir das Tier ausbluten lassen und das Blut entsorgen (der Metzger verarbeitet das Blut evtl. zu Blutwurst). Würden wir ohne Beachtung des Verbots des Blutes des Apostelkonzils aus Apg. 15 das Blut verzehren, würden wir im speziellen Jesu Blut verunehren, d.h. allgemein die geistliche Bedeutung des stellvertretenden Todes eines Lebewesens zugunsten eines anderen Lebewesens. Durch Nichtbeachtung des Apostelkonzils von Apg. 15 laden wir geistlich durch unsere falsche Haltung Sünde auf uns, dies ändert aber nichts an der natürlichen Tatsache, dass wir dabei totes Tierfleisch oder totes Blut verzehren. Des Weiteren denke ich zu (1) und (2) in einem wichtigen Aspekt unseres christlichen Denkens über unsere eigene, menschliche Seele: Einerseits ist die falsche biblische Lehre des Annihilationismus (d.h. der endgültige Zustand der gestorbenen Gottlosen ist nicht die Hölle, sondern die vollständige Vernichtung) falsch, richtig ist, dass wir spätestens am Endgericht des Jüngsten Tages zu bzw. vor Gott zurückkehren. Anderseits ist die Vorstellung der Seele bei Platon (die unsterbliche, höhere Seele ist im niederen Leib gefangen) oder im Hinduismus (Verurteilung zur Wiedergeburt in späteren Lebewesen bei schlechtem Karma, d.h. bei schlechten Taten) natürlich falsch. Ich ordne die richtige biblische Lehre als Mittelstellung zwischen diesen beiden Extremen ein. An die richtige biblische Lehre kommt die Vorstellung von Aristoteles nahe, die einen Unterschied zwischen Seele und Leib betont, aber die Seele für gebunden an den Leib hält (und Tieren, sogar Pflanzen, eine Seele zuspricht). Dementsprechend ist mit dem leiblichen Tod eines Menschen seine Seele erst einmal außer Kraft gesetzt und das irdische Leben endet vollständig. Ein toter Mensch hat einen toten Leib, eine außer Kraft gesetzte Seele und ein totes Blut. Wäre das Blut der Träger des Lebens, könnte man denken, es könne den (übrigen) toten Leib und die außer Kraft gesetzte Seele überdauern. Dem ist nicht so. Auch im Geistlichen: Die Bibel stellt "Leben" (im allgemeinen Sinn) in Zusammenhang mit dem quantitativ-zeitlichen "ewigen Leben" und mit dem qualitativen "Leben mit bzw. bei Gott" im speziellen Sinn. Ich finde, dass Blut, d.h. ein Teil des Leibes, zu sehr in der Wertschätzung angehoben wird, wenn es mit Leben gleichgesetzt wird, dem die Bibel an anderen Stellen (wie im Satz vorher beschrieben) eine höhere Bedeutung beimisst. (Was die tierische Seele betrifft, ist sie wirklich tot, d.h. ausgelöscht, wenn der Leib des Tieres gestorben ist. Dies gilt für das Tier selbst und im natürlichen für den Fleischverzehrenden Menschen, der nur geistlich durch seine eigene, o.g. Haltung beeinflusst wird). Blut trifft mehr auf das natürliche, irdische Leben des Menschen zu, während für das geistliche, himmlische Leben mehr die Seele zutrifft. Auch das menschliche Blut hat zwar den o.g. Nebenaspekt des Lebens, aber Seele verdeutlicht biblisches Leben besser als Blut. Der o.g. Hauptaspekt Seele grenzt auf das Lebewesen ein, da Seele Teil des Lebewesens ist, und ist im natürlichen an Tod und Leben des Lebewesens gebunden, d.h. die irdisch funktionsfähige Seele "endet" erst einmal mit dem Tod, während die Seele im geistlichen immer verantwortlich vor Gott ist und so Anschluss an das Leben erhält.

Zusammenfassend: Das natürliche Blut ist Teil des lebenden, irdischen Organismus. Tierisches Blut im geistlichen Sinn beeinflusst den Fleischverzehrenden Menschen in seiner "seelischen" Haltung. Jede menschliche Seele tritt in den himmlischen Bereich. Alttestamentlich gesprochen, "verunreinigt" sich der nach dem Apostelkonzil aus Apg. 15 lebende Christ geistlich nicht mit dem natürlich-toten Tierblut.

Aus dem bisher Gesagten sollte Blut lieber mit Seele (in dem Wissen, dass Seele in der lockeren Folge auch etwas mit Leben zu tun hat) übersetzt werden als mit dem Leben (weil mit Leben direkt eng verknüpfte und weitreichende Bedeutungsfolgen verbunden sind).

Gerne lese ich Deine Antwort, meine liebe(r) SunFox. Verzeih mir meine späte Antwort, ich war mit einer natürlichen Blutkrankheit in meiner Tätigkeit beschäftigt.
Stephanus
Newcomer
 
Beiträge: 3
Registriert: Di 17. Jan 2017, 07:52

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Thelonious » Mo 30. Jan 2017, 20:14

Hallo,

bitte kommt auch hier zum tatsächlichen Threadthema (also: Muss der dritte Tempel gebaut werden?) zurück, danke.

Thelonious - Senior-Mod.
Wir sehen nirgends so tief ins Herz Gottes wie auf Golgatha.
(Benedikt Peters )
Benutzeravatar
Thelonious
Senior-Moderator
 
Beiträge: 15509
Registriert: So 12. Aug 2007, 20:52
Wohnort: In der schönsten Stadt Deutschlands

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » So 1. Okt 2017, 20:28

Müssen muss der Tempel nicht gebaut werden, dürfen darf er eventuell schon, nur fragt es sich, ist Jahweh wankelmütig? Laut einem Grossteil der Vertreter des Dispensationalismus ist er insofern wankelmütig, dass er einmal ein Gesetz erlässt, es danach aber relativiert, damit er alle sich auf die Bibel berufenden Gläubigen unter mehrere Hüte bringen kann, so wie es auch seine selbsternannten Vertreter auf Erden gerne hätten., mit Ausnahme, dass einer ihrer Obersten sich selbst als Führer aller Religionen sehen wollte.

Man, aber wer ist schon man, ist sich weitgehend einig darin, dass es einen Tempel in Jerusalem braucht, damit sich ein ganz böser Mensch hinein setzen kann und sich darin als Gott anbeten lässt, genauso, wie es die römischen Kaiser schon taten.

In der Schweiz wurde ein Mischkan-Verein gegründet, in Deutschland und Italien sind Bestrebungen im Gange, Mischkan-Vereine zu gründen. In Jerusalem ist ein messianischer Jude im Begriff ein Mischkan-Modell zu bauen. Ich bin gespannt, was daraus wird und werde bei Gelegenheit darüber berichten.

Mishkan war der Vorgänger des Tempels und hätte es auch bleiben können, wenn nicht König David unbedingt ein steinernes Gotteshaus hätte bauen wollen und Jahweh schweren Herzens seinem Sohn Salomo gestattet hätte, es mit Hilfe des Hiram von Tyrus hinzuklotzen. Hiram von Tyrus wird von den Freimaurern als Gründer verehrt und Israel spaltete sich bald darauf in ein Nordreich und ein Südreich.

Wir erleben demnächst die Vereinigung der beiden Reiche gemäss Hesekiel 37.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Fr 15. Dez 2017, 18:50

Reginald 32 hat geschrieben:Hallo Gnu.

In größten Magazin für biblische Archäologie "BAR" haben anerkannte Archäologen die Forschungen über den genauen Standort des Tempels an Hand alter Pläne, Darstellungen und den Hinweisen aus den ältesten jüdischen Schriften ermittelt. Außerdem kennt man ja den Kanal, der zur Ableitung des Opfer Blutes vom Brandopfer Altar diente. Und der stand ja an einem genau festgelegten Platz im Vorhof.

Das Ergebnis: Der Felsen Dom muss abgerissen werden, wenn ein neuer Tempel erbaut werden soll. Und ein soöcher Abriss mündet mit großer Sicherheit in einen dritten Weltkrieg.

Liebe Grüße von Reginald.

Hallo Reginald

Heute bin ich auf ein Video gestossen, in welchem erklärt wird, weshalb der Tempel nicht dort stand, wo ihn die Juden gerne hätten.
https://youtu.be/9Rmk6_bIDMM
30 Minuten, englisch. Soviel ich verstanden habe, sind es genau die selben Argumente, die auch mich inspiriert hatten zu meinem Beitrag vom Montag, 9. Jan 2017, 13:55

Liebe Grüße von Gnu
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » So 16. Dez 2018, 19:28

Die Jerusalem Post nennt sie Tempel-Aktivisten. Vor einigen Tagen hat dieser Stosstrupp einen Brandopferaltar aufgestellt und ein Schaf darauf verbrannt.

Seht selbst englisch: http://youtu.be/H9c_l2s6Wk8

Hier mit einem deutschen Kommentar: https://youtu.be/9TFxRPH2XHQ

Hier der zweite Kommentar: http://youtu.be/tPdP1f5b0l8
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Daniel_8 » Fr 15. Feb 2019, 16:48

Hallo ich bin neu und stelle daher dumme Fragen:

1. Wo genau ist in der Bibel vom dritten Tempel geschrieben ?
2. Ist dieser dritte Tempel nun geistiger oder physischer Natur ?
- Gott ist ein persönlicher Gott -
Man kann Gott nur erfahren, wenn man ihn sucht!
Daniel_8
Member
 
Beiträge: 207
Registriert: Fr 15. Feb 2019, 13:23

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Sa 16. Feb 2019, 20:14

Daniel_8 hat geschrieben:Hallo ich bin neu und stelle daher dumme Fragen:

1. Wo genau ist in der Bibel vom dritten Tempel geschrieben ?
2. Ist dieser dritte Tempel nun geistiger oder physischer Natur ?

Sei willkommen im Forum

Viele Bibellehrer denken, in Hesekiel 40 ff sei der dritte Tempel beschrieben. Andere wiederum sagen, da Hesekiel diese Visionen in der babylonischen Verbannung erhielt, sei es als Bauanleitung für den zweiten Tempel gedacht gewesen, welcher später von Herodes fertiggestellt wurde. Ich hatte mal einen Bibellehrer, welcher sagte, diese Bauanleitung enthalte Dinge, welche physisch gar nicht möglich seien (er meinte damit den Brandopferaltar, welcher oben grösser als unten ist) und sei folglich geistlich zu deuten.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon jesher » Di 19. Feb 2019, 09:49

Daniel_8 hat geschrieben:Hallo ich bin neu und stelle daher dumme Fragen:

1. Wo genau ist in der Bibel vom dritten Tempel geschrieben ?
2. Ist dieser dritte Tempel nun geistiger oder physischer Natur ?
Von den Menschen die sich zu dem Messias Jesus Christus bekannten wird im ganzen Neuen Testament vom Tempel Gottes geredet. Von dem Tempel aus Stein und Mörtel wird seitens Jesus gesagt, dass er abgerissen und das er (Wichtig!) nicht mehr Ort der Anbetung sein wird. Genau das ist eingetroffen.
jesher
Member
 
Beiträge: 207
Registriert: Fr 17. Jun 2016, 14:55

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Sa 13. Apr 2019, 16:31

Achim Klein bringt es auf den Punkt. https://youtu.be/ES8XWodWp5A
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon jes_25913 » Sa 13. Apr 2019, 16:36

Gnu hat geschrieben:Achim Klein bringt es auf den Punkt. https://youtu.be/ES8XWodWp5A


Ich habe nur den Anfang gehört. Es ist zuzustimmen, dass ein 3. Tempel Unsinn ist. Aber dass sich der Antichrist in den Tempel setzt, versteht auch Achim Klein zu wörtlich. Er sitzt nämlich schon lange im Tempel Gottes.

LG,
jes
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
jes_25913
Wohnt hier
 
Beiträge: 4585
Registriert: Mo 28. Jan 2008, 13:32

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Sa 13. Apr 2019, 17:14

jes_25913 hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Achim Klein bringt es auf den Punkt. https://youtu.be/ES8XWodWp5A


Ich habe nur den Anfang gehört. Es ist zuzustimmen, dass ein 3. Tempel Unsinn ist. Aber dass sich der Antichrist in den Tempel setzt, versteht auch Achim Klein zu wörtlich. Er sitzt nämlich schon lange im Tempel Gottes.

LG,
jes

Auch wieder richtig. Ich meinte eigentlich auch nur den ersten Teil. Ich lehne jeglichen Dispensationalismus ab und bezeichne wie die Reformatoren den Papst als Antichristen, auf die Gefahr hin, zensiert und gesperrt zu werden.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Johelia » Sa 13. Apr 2019, 19:17

Sali Daniel
jesher hat geschrieben:
Daniel_8 hat geschrieben:Hallo ich bin neu und stelle daher dumme Fragen:

1. Wo genau ist in der Bibel vom dritten Tempel geschrieben ?
2. Ist dieser dritte Tempel nun geistiger oder physischer Natur ?
Von den Menschen die sich zu dem Messias Jesus Christus bekannten wird im ganzen Neuen Testament vom Tempel Gottes geredet. Von dem Tempel aus Stein und Mörtel wird seitens Jesus gesagt, dass er abgerissen und das er (Wichtig!) nicht mehr Ort der Anbetung sein wird. Genau das ist eingetroffen.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass wir von einem physischen Tempel reden:
Als erstes muss man die Frage stellen, wer überhaupt von diesem dritten Tempel spricht und für wen er gebaut werden soll?

In den vorherigen Beiträgen wird oft aus der Sicht der Christen gesprochen die das NT und Jesus Christus kennen.
Natürlich brauchen wir Christen keinen Temel mehr, weil wir mit der Nachfolge Christi nicht mehr unter dem Mosaischen Gesetz stehen und Jesus mit seinem Blut auf Golgatha das ultimative Opfer schon erbracht hat. Jesus ist unser Messias. (Ich führe das nicht weiter aus, denn es ist Christliche Milch)

Von einem dritten Temple träumen / sprechen die Juden, weil sie Jesus auch noch heute nicht als ihren Messias anerkennen und auf die Ankunft ihres verheissenen Messias noch warten.
Sie wollen einen neuen Tempel (eben den dritten) haben, weil sie sonst die 613 Gebote/Gesetze der Thora gar nicht einhalten können und ihre Sünden nicht jährlich reingewaschen werden können.

Daniel_8 hat geschrieben:1. Wo genau ist in der Bibel vom dritten Tempel geschrieben ?

Einzig aufgrund 2Thess 2,4 kann man davon ausgehen, dass in der Endzeit wieder ein Tempel stehen wird, weil sich der Anti-Christ dort hinein setzen wird.

Daniel_8 hat geschrieben:2. Ist dieser dritte Tempel nun geistiger oder physischer Natur ?

Das kommt darauf an welche Glaubensrichtung du glaubst.

Je nach Glaubensrichtung wird mehr oder weniger der Bibel „vergeistlicht“ und die daraus resultierende Bibelauslegung bekommt so eine komplett neue Richtung.
Welche du für dich als richtig empfindest ist auch Teil der Suche nach deinem persönlichen Glauben.

Ich persönlich glaube dispensionalistisch und verwende die Evangelikale Exegese. Die Bibeltexte werden nicht wörtlich, sondern historisch-grammatikalisch ausgelegt. Als primäre Bedeutung des Textes wird die ursprünglich vom Autor intendierte angenommen, die er seinen Hörern mitteilen wollte.

Bei dieser Auslegung wird der Text nur dann vergeistlicht angenommen, wenn das aus dem Text auch hervorgeht. In keiner Weise wird eine Vergeistlichung hinein gelesen weil es aufgrund von Dogmen oder vor festgelegter Glaubenslehre notwendig wird.

Äs Grüessli
Johel :praise:
Die heutige Gesellschaft hat Gott getötet,
und betet jetzt das Geld an!
Benutzeravatar
Johelia
Wohnt hier
 
Beiträge: 1881
Registriert: Di 25. Okt 2011, 11:56

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon John1955 » Di 16. Apr 2019, 09:10

Gnu hat geschrieben:Ich lehne jeglichen Dispensationalismus ab und bezeichne wie die Reformatoren den Papst als Antichristen, auf die Gefahr hin, zensiert und gesperrt zu werden.

Bezogen auf die Päpste in den frühen Jahrhunderten mag das ja meines Erachtens teilweise zustimmen Gnu.

Solche haben ja antichristliche Glaubensdogmen in Umlauf gebracht, die ja nachweislich bis in die heutige Zeit verhindern, dass Jesus Christus Anleitungen zu vollkommenen Frieden in (menschlichen Tempel Gottes) und um sich, zu bleibender segensreicher Gottverbundenheit nicht mehr denjenigen Stellenwert haben wie es zu Zeiten Jesus Christus und wenige Jahrhunderte danach (bis zu den 1. Konzilen) noch der Fall war und bis heute natürlich im Herzen Jesus treu gebliebener Christen noch immer höchste Priorität geniessen.

Gruss John
John1955
Member
 
Beiträge: 392
Registriert: Fr 10. Nov 2017, 14:12

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Di 16. Apr 2019, 09:57

John1955 hat geschrieben:Bezogen auf die Päpste in den frühen Jahrhunderten mag das ja meines Erachtens teilweise zustimmen Gnu.

Die römisch katholische Kirche verändert sich in ihrem Absolutheitsanspruch nie. Der heutige Papst macht offen Politik, während die früheren sich noch hinter frommen Feigenblättern versteckten. Ratzinger wurde in Pension geschickt, weil er mit den Kindsmissbräuchen aufräumen wollte. (Verschwörungstheorie).
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon jes_25913 » Di 16. Apr 2019, 11:43

Gnu hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Achim Klein bringt es auf den Punkt. https://youtu.be/ES8XWodWp5A


Ich habe nur den Anfang gehört. Es ist zuzustimmen, dass ein 3. Tempel Unsinn ist. Aber dass sich der Antichrist in den Tempel setzt, versteht auch Achim Klein zu wörtlich. Er sitzt nämlich schon lange im Tempel Gottes.

LG,
jes

Auch wieder richtig. Ich meinte eigentlich auch nur den ersten Teil. Ich lehne jeglichen Dispensationalismus ab und bezeichne wie die Reformatoren den Papst als Antichristen, auf die Gefahr hin, zensiert und gesperrt zu werden.


Der Papst ist nur insofern Antichrist, wie jeder Mensch der westlichen Welt. Der Tempel ist der Leib des Menschen und wo der Geist des naturwissenschaftlichen (und damit materialist.) Denkens herrscht, sitzt der Antichrist auf dem Thron.
Das äußert sich zum Beispiel darin, dass Menschen vor der Erfahrung von Übersinnlichem Angst haben und Krankheiten als von Bakterien und Viren verursacht ansehen.

Alles andere über den Antichrist, das Christen verbreiten ist Unsinn. Da ist immer der Andere der Antichrist.

LG,
jes
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
jes_25913
Wohnt hier
 
Beiträge: 4585
Registriert: Mo 28. Jan 2008, 13:32

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Di 16. Apr 2019, 12:00

jes_25913 hat geschrieben:
Der Papst ist nur insofern Antichrist, wie jeder Mensch der westlichen Welt. Der Tempel ist der Leib des Menschen und wo der Geist des naturwissenschaftlichen (und damit materialist.) Denkens herrscht, sitzt der Antichrist auf dem Thron.
Das äußert sich zum Beispiel darin, dass Menschen vor der Erfahrung von Übersinnlichem Angst haben und Krankheiten als von Bakterien und Viren verursacht ansehen.

Alles andere über den Antichrist, das Christen verbreiten ist Unsinn. Da ist immer der Andere der Antichrist.

LG,
jes

Muss jetzt deswegen der Tempel gebaut werden?
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 11313
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon jes_25913 » Di 16. Apr 2019, 14:14

Gnu hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:
Der Papst ist nur insofern Antichrist, wie jeder Mensch der westlichen Welt. Der Tempel ist der Leib des Menschen und wo der Geist des naturwissenschaftlichen (und damit materialist.) Denkens herrscht, sitzt der Antichrist auf dem Thron.
Das äußert sich zum Beispiel darin, dass Menschen vor der Erfahrung von Übersinnlichem Angst haben und Krankheiten als von Bakterien und Viren verursacht ansehen.

Alles andere über den Antichrist, das Christen verbreiten ist Unsinn. Da ist immer der Andere der Antichrist.

LG,
jes

Muss jetzt deswegen der Tempel gebaut werden?

Natürlich nicht. Aber wenn jemand einen bauen will und die Genehmigung dazu erhält, wird er sich nicht abhalten lassen. Aber wen muss solche Belanglosigkeit interessieren?

LG,
jes
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
jes_25913
Wohnt hier
 
Beiträge: 4585
Registriert: Mo 28. Jan 2008, 13:32

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Daniel_8 » Di 16. Apr 2019, 16:03

@johel....jetzt hatte ich mal ein wenig Zeit mich mit den von dir genannten Begrifflichkeiten auseinanderzusetzen.
Ich sehe mich tendenziell ebenso in der Evangelikale Exegese als auch Dispensationalismus orientiert wobei man in dieser Richtung denkend es so sieht, dass das heutige Israel von 1948 das vereinte Israel der Prophetie darstellt. Da bin ich aktuell eher in der 60/40 Ansicht. das heißt für mich zu 60% ist es so, aber da muss ich noch weiter drüber forschen.
Im Generellen bin ich eher vorsichtig, mich in einer Auslegungssache festzulegen.

Also verstehe ich dich richtig, dass es nach dieser Auslegung den physischen dritten Tempel geben wird, in welchen sich dann der Antichrist setzt?

Desweiteren ist mir aufgefallen das bei wiki folgendes steht:

Für das Ende der Zeiten wird eine Massenbekehrung der Juden zu Jesus als ihrem Messias erwartet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dispensationalismus
Wo steht das in der Bibel?
- Gott ist ein persönlicher Gott -
Man kann Gott nur erfahren, wenn man ihn sucht!
Daniel_8
Member
 
Beiträge: 207
Registriert: Fr 15. Feb 2019, 13:23

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Johelia » Di 16. Apr 2019, 23:54

Sali Daniel

Daniel_8 hat geschrieben:@johel....jetzt hatte ich mal ein wenig Zeit mich mit den von dir genannten Begrifflichkeiten auseinanderzusetzen.

Das finde ich gut.
Leider muss ich meine Zeit hier im Forum oft meiner Frau oder dem Schlaf stehlen.
Da ich zudem mit der Tastatur ein lahme Ente bin, schereibe ich oft etwas knapp bis krypitsch. :lol:

Daniel_8 hat geschrieben:Ich sehe mich tendenziell ebenso in der Evangelikale Exegese als auch Dispensationalismus orientiert wobei man in dieser Richtung denkend es so sieht, dass das heutige Israel von 1948 das vereinte Israel der Prophetie darstellt. Da bin ich aktuell eher in der 60/40 Ansicht. das heißt für mich zu 60% ist es so, aber da muss ich noch weiter drüber forschen.

Ich mag die Evangelikale Betrachtung sehr gut, weil viele alte unbiblischen Dogmen der alten Kirchen verworfen wurden und im Prinzip nur das gillt es in der Bibel steht. Aber Achtung auch die Evangelikale Brille hat eine Einfärbung durch die man sieht. Es muss jeder "seine" Auslegung finden.

Forschen ist gut. Ich bin seit Jahren dabei meine Auslegung immer wieder zu hinterfragen und andere Möglichkeiten zu überdenken. Auch ich habe vieles das mir noch nicht klar ist. :?

Ja, betrachte ich die Geschichte der Entstehung Israels, gehe ich davon aus, dass das Israel das 1948 gegründet wurde, das Israel der Endzeit sein wird.

Daniel_8 hat geschrieben:Also verstehe ich dich richtig, dass es nach dieser Auslegung den physischen dritten Tempel geben wird, in welchen sich dann der Antichrist setzt?

Ja. Der Antichriist wird einen Vertrag mit den Vielen machen, damit Frieden in der Region einkehrt (Daniel 9,27). Teil dieses Vertrages vermute ich eine Klausel nach der die Juden ihren Tempel aufbauen dürfen.

Daniel_8 hat geschrieben:
Wiki hat geschrieben:
Daniel_8 hat geschrieben:Desweiteren ist mir aufgefallen das bei wiki folgendes steht:


Für das Ende der Zeiten wird eine Massenbekehrung der Juden zu Jesus als ihrem Messias erwartet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dispensationalismus

Wo steht das in der Bibel?

Nun ja das is eine schwierige Frage, die sich nicht so schnell beantworten lässt, weil es im Prinzip aus dem Buch Daniel, Matthäus und der Offenbahrung erarbeitet ist.
Ich versuche mal ein paar Bibelstellen zusammen zu suchen die es auf den Punkt bringen.

Aber leider muss ich für heute ins Bett denn ich habe morgen einen anstengenden Tag im Büro. :shock:
Bitte etwas Geduld.

Äs Grüessli
Johel :praise:
Die heutige Gesellschaft hat Gott getötet,
und betet jetzt das Geld an!
Benutzeravatar
Johelia
Wohnt hier
 
Beiträge: 1881
Registriert: Di 25. Okt 2011, 11:56

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Johelia » Mi 17. Apr 2019, 22:29

Sali Daniel

Daniel_8 hat geschrieben:
Wiki hat geschrieben:
Daniel_8 hat geschrieben:Desweiteren ist mir aufgefallen das bei wiki folgendes steht:


Für das Ende der Zeiten wird eine Massenbekehrung der Juden zu Jesus als ihrem Messias erwartet.
wikipedia.org/wiki/Dispensationalismus

Wo steht das in der Bibel?


Ich habe soeben einen guten Beitrag auf "Got Questions" zu deiner Frage gefunden aus dem ich die ein paar Stellen poste:

Die Bibel sagt, dass es schreckliche Konflikte in Israel während der Endzeit geben wird. Deshalb ist die Zeit als "Tribulation (EN) oder Trübsal (DE) bekannt, diese Zeit wird auch “ eine Zeit der Bedrängnis (Angst) für Jakob“ (Times of Jakobs trouble, EN) aus (Jeremia 30,7) genannt.

Hier ist was die Bibel über Israel in der Endzeit sagt:

Es wird eine Massenrückkehr von Juden ins Land Israel geben (5.Mose 30,3; Jesaja 43,6; Hesekiel 34,11-13; 36,24; 37,1-14).

Der Antichrist wird einen siebenjährigen Bund des „Friedens“ mit Israel schließen (Jesaja 28,18; Daniel 9,27).

Der Tempel in Jerusalem wird wieder aufgebaut (Daniel 9,27; Matthäus 24,15; 2.Thessalonicher 2,3-4; Offenbarung 11,1).

Der Antichrist wird den Bund mit Israel brechen und Israel wird weltweit verfolgt werden (Daniel 9,27; 12,1; 11; Sacharja 11,16; Matthäus 24,15 & 21; Offenbarung 12,13). Israel wird eingenommen (Hesekiel Kapitel 38-39).

Israel wird endlich Jesus als ihren Messias erkennen (Sacharja 12,10).

Israel wird erneuert und wiederhergestellt und zusammengeführt (Jeremia 33,8; Hesekiel 11,17, Römer 11,26).



Auf "Got Questions" werden sehr viele Fragen zur Bibel beantwortet. Nicht alles ist Evangelikal, da die Gruppe überkonfessionell zusammengestellt ist und verschiedene Ansichten vorkommen können.
Grossmehrheitlich mag ich aber die Antworten dort aber. Schön sind auch die verschiedenen Sprachen in welche die Antworten übersetzt sind.


Äs Grüessli
Johel :praise:
Die heutige Gesellschaft hat Gott getötet,
und betet jetzt das Geld an!
Benutzeravatar
Johelia
Wohnt hier
 
Beiträge: 1881
Registriert: Di 25. Okt 2011, 11:56

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Lazar » Fr 19. Apr 2019, 01:23

Für mich haben manch "Gläubige" anscheinend keinen rechten Bezug zur Realität.

Auf dem Tempelberg in Jerusalem steht der Felsendom. Und die al-Aqsa-Moschee.
Exakt an dem Ort, wo früher der zweite Tempel der Juden stand.
Was kann dies nun bedeuten?

Vielleicht, dass Jesus nicht will, dass die Juden dort einen dritten Tempel erbauen?

Weil Er ihr Tempel ist. Nur auf einem anderen Felsen.

Herzliche Grüße
Eleazar
"... wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen."
Matthäus 18, 19-20
Benutzeravatar
Lazar
Member
 
Beiträge: 352
Registriert: So 24. Feb 2019, 13:39
Wohnort: Galiläa Bavaria

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Meta » Fr 19. Apr 2019, 14:53

Pessach

Unsere Freiheit ist nicht nur ein Geschenk, sie ist auch eine Pflicht, denn der freie Wille des Menschen führt auch zur vollen Verantwortung des Menschen – für seine Taten und seine Untaten.
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
Meta
Wohnt hier
 
Beiträge: 1406
Registriert: Mo 10. Mär 2003, 16:09

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Meta » Fr 19. Apr 2019, 15:57

Hi Johelia,
Natürlich brauchen wir Christen keinen Temel mehr, weil wir mit der Nachfolge Christi nicht mehr unter dem Mosaischen Gesetz stehen und Jesus mit seinem Blut auf Golgatha das ultimative Opfer schon erbracht hat. Jesus ist unser Messias. (Ich führe das nicht weiter aus, denn es ist Christliche Milch)

Da steht im Römerbrief 2, 11-15 das: (Bibel in gerechter Sprache)

10Die °Klarheit Gottes, Wertschätzung und °Frieden umfangen alle, die das Gute verwirklichen, jüdische Menschen zuerst und dann auch griechische. 11Denn bei Gott gibt es keine Privilegien.
12Diejenigen, die °Unrecht tun, indem sie sich über alle °Ordnungen hinwegsetzen, gehen zugrunde, weil für sie keine Ordnung gilt. Diejenigen, die Unrecht tun, obwohl sie die °Tora kennen, werden nach ihren Maßstäben beurteilt. 13Denn nicht die, die die Tora nur hören, sind °gerecht in den Augen Gottes, sondern denen, die nach ihren °Weisungen leben, wird Gerechtigkeit zugesprochen. 14Wenn also °Menschen aus den Völkern, die die Tora nicht kennen, aus sich selbst heraus deren Weisungen erfüllen, so sind sie sich selbst Weisung, auch wenn sie die Tora nicht kennen. 15Sie zeigen damit, dass das Tun der Tora in ihre °Herzen eingeschrieben ist, indem sie ihre eigene Urteilskraft als Zeugin sprechen lassen, Rechenschaft über sich selbst ablegen, ihr Handeln selbstkritisch beurteilen und für ihr Tun einstehen.

Das handeln aller Menschen, wird nach der Tora (5 Bücher Mosche) beurteilt :praise:
Den Christen ist die Tora durch Jeschua Ben Josef ja auf das Herz geschrieben :praise:

Weil ich durch christliche Theologie nicht belogen werden will, lese ich das lieber selber :)
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
Meta
Wohnt hier
 
Beiträge: 1406
Registriert: Mo 10. Mär 2003, 16:09

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Meta » So 21. Apr 2019, 00:40

ich muss mich noch korrigieren:

Den Christen sollte die Tora auf das Herz geschrieben sein, ist aber leider nicht so!

Hier noch ein Text, der meine Ansicht bestätigt:
http://www.jcrelations.net/Der_Jesus_de ... L=2&page=5

JCR - Artikel - Wissenschaftliche Beiträge (630)

Auslegung im Kontext des Judentums

WENGST, KLAUS | 01.10.2010

Der Jesus der Evangelien als Ausleger der Tora
Auslegung im Kontext des Judentums
Nach den Evangelien hat Jesus die Tora weder abgeschafft noch überboten. Er hat sie ausgelegt. Um das zu zeigen, beschränke ich mich im Wesentlichen auf einen Ausschnitt aus dem Matthäusevangelium, der in der christlichen Auslegungsgeschichte immer wieder für das Gegenteil benutzt und dementsprechend auch unter die Überschrift "Antithesen" gestellt wurde: Mt 5,21-48. Doch bietet Jesus hier keine "Antithesen zum Gesetz", sondern Auslegungen der Tora.

Ich gehe so vor, dass ich zunächst nachzeichne, in wie starker Weise Jesus – nicht nur im Matthäusevangelium – die fraglose Geltung der Tora herausstellt, dass ich dann das sechsmal in Mt 5,21-48 gebrauchte Schema bespreche und schließlich an einem Beispiel inhaltlich auf die Auslegung eingehe.

Die unbedingte Geltung der Tora
Dass die Tora fraglos gilt, bringt der matthäische Jesus in 5,17-20, den ersten drei Versen der leseleitenden Einleitung zum Abschnitt 5,21-48, massiv zum Ausdruck. In V. 17 verneint er zweimal, es sei Ziel seiner Sendung, „die Tora und die Propheten zu annullieren“. Ziel seiner Sendung ist im Gegenteil, sie „zu bestätigen“, „aufzurichten“, „zu verwirklichen“. Die wörtliche Übersetzung der positiven Aussage ist „erfüllen“. Sie steht im antithetischen Gegenüber zu „auflösen“, „annullieren“. Letzteres wird in V. 19 noch einmal aufgenommen. Dort steht auf der positiven Seite anstelle von „erfüllen“ das Tun und Lehren. Damit gibt Matthäus einen Hinweis, wie er das „Erfüllen“ versteht. So entspricht es auch dem hebräischen Sprachhintergrund und der rabbinischen Verwendung. In ihr ist die übliche Entgegenstellung „annullieren“, „zunichte machen“ und „aufrichten“, „zustande bringen“, „verwirklichen“ (batal und qum, jeweils im Piel). So heißt es Mischna Avot 4,9: „Wer die Tora in Armut verwirklicht, wird sie am Ende in Reichtum verwirklichen; und wer die Tora im Reichtum zunichte macht, wird sie am Ende in Armut zunichtemachen.“

Kein Jota und kein Strichlein vergeht, auch das kleinste Gebot gilt
Der folgende Vers 18 unterstreicht die bleibende Geltung der Tora dadurch, dass von ihr kein einziges Jota vergeht. Dem entspricht, was Rabbi Schim’on ben Jochaj lehrte: „Das Buch Deuteronomium stieg hinauf, warf sich hin vor dem Heiligen, gesegnet er, und sagte vor ihm: ‚Herr der Welt, Du hast in Deiner Tora geschrieben: Jedes Testament, das teilweise ungültig ist, ist ganz ungültig. Und sieh doch, Salomo will ein Jod aus mir herausreißen!‘ Der Heilige, gesegnet er, sagte zu ihm: ‚Salomo und tausend wie er vergehen, aber von dir vergeht kein Wort‘“ (Jerusalemer Talmud, Sanhedrin 2,6).

Nach Mt 5,18 wird nicht nur „kein einziges Jota“, sondern auch „kein einziges Strichlein aus der Tora vergehen“. Das mit „Strichlein“ übersetzte Wort (keraía) kann sich auf die Zierstriche beziehen, die in Torarollen seit der Antike bis heute an bestimmten Buchstaben angebracht werden und für das Lesen ohne jede Funktion sind. In der Geschichte von Mose im Lehrhaus Rabbi Akivas stehen diese Zierstriche für die mündliche Tradition (babylonischer Talmud, Menachot 29b): Mose trifft Gott am Sinai dabei an, wie er selbst diese Zierstriche in einer Torarolle anbringt. Auf seine Verwunderung darüber bekommt er zur Antwort, dass Rabbi Akiva aus jedem Strichlein „Halachot über Halachot“ entwickeln wird. Beim anschließenden Aufenthalt im Lehrhaus Rabbi Akivas versteht Mose nichts, obwohl dort doch nichts anderes geschieht, als dass Mose ausgelegt wird; er beruhigt sich, als er zu hören bekommt: „Das ist Halacha des Mose vom Sinai.“ Die mündliche Tora erhält so dieselbe Autorität wie die schriftliche von Gottes Handeln am Sinai her. Dass „kein Strichlein aus der Tora vergeht“, würde also über die unbedingte Geltung der schriftlichen Tora hinaus auch die der mündlichen feststellen. Das ist für das Matthäusevangelium alles andere als abwegig. In Mt 23,2 stellt Jesus fest, dass „auf dem Lehrstuhl des Mose die Schriftgelehrten und die Pharisäer sitzen“. Für Matthäus sind damit die rabbinischen Weisen seiner Zeit im Blick, die die Tora auslegen. Anschließend lässt er Jesus dessen Hörerschaft auffordern: „Alles nun, was immer sie euch sagen, tut und haltet!“ (Mt 23,3a) Da die – hier in erster Linie angeredeten – Schüler im Matthäusevangelium transparent für die Gemeinde sind, heißt das: Die mündliche Tora wird als verbindlich für die matthäische Gemeinde erklärt.

In Mt 5,19 wird die Annullierung auch nur des kleinsten Gebotes sanktioniert, während das Tun und Lehren der Gebote Verheißung erhält. Auch hier ist ein Blick auf Mt 23 hilfreich. Dort werden in V. 23 das Verzehnten von Minze, Dill und Kümmel einerseits und das Recht, das Erbarmen und die Verlässlichkeit andererseits unterschiedlich gewichtet. Aber dann heißt es abschließend: „Dies muss man tun und darf jenes nicht lassen.“ Also auch das Verzehnten von Minze, Dill und Kümmel ist verbindlich, was nicht Gebot der schriftlichen, wohl aber der mündlichen Tora ist.

Tatsächlich tun, was gesagt ist
An der Intention der Verse Mt 5,17-19 im Ganzen gibt es nichts zu deuteln: Die Tora gilt unbedingt und ohne jeden Abstrich. Das wird auch durch V. 20 nicht zurückgenommen: „Ich sage nämlich: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen.“ In Luthers Übersetzung ist von einer Gerechtigkeit die Rede, die „besser“ sein soll. Damit wird ein qualitativer Unterschied suggeriert. Der griechische Text enthält jedoch zwei eindeutig quantitative Begriffe (perisseúo, pleion), die ich mit der Einheitsübersetzung mit „weit größer“ wiedergegeben habe. Worum es geht, wird wiederum aus Kap. 23 deutlich, wenn Jesus nach der Aufforderung, alles zu tun und zu halten, was „die Schriftgelehrten und Pharisäer“ sagen, in V. 3b distanzierend fortfährt: „Gemäß ihren Taten handelt aber nicht! Sie sagen’s nämlich nur, tun’s aber nicht.“ Matthäus beobachtet offenbar auf der anderen Seite eine Diskrepanz zwischen Lehre und Handeln. Solche Diskrepanz kommt bei Menschen vor. Aber Matthäus lässt sie für seine Darstellung der anderen Seite die alles bestimmende Perspektive sein, weshalb er ihre führenden Vertreter in Kap. 23 immer wieder als „Heuchler“ abqualifiziert. Ihm liegt an der Einheit von Lehre und Handeln. Die Gerechtigkeit, die „weit größer“ ist als die der anderen, besteht also darin, dass auch wirklich getan wird, was gesagt worden ist. Um solche Einheit ging es aber selbstverständlich auch dem rabbinischen Judentum.

Auf die Frage nach dem ewigen Leben verweist Jesus gemäß seiner Tradition auf die Gebote (Mt 19,17/Mk 10,18/Lk 18,20). Dafür werden anschließend beispielhaft Dekaloggebote aufgezählt, bei Matthäus zusätzlich das Gebot der Nächstenliebe. Erst wer weiter fragt, was ihm dann noch fehle, wird zur Nachfolge aufgefordert. Auch hier gilt also die Tora als eine selbstverständliche und grundlegende Gegebenheit, die in nichts in Frage gestellt wird.

Die Zusammenfassung der Tora hebt die Einzelgebote nicht auf
Das schließt es keineswegs aus, dass Jesus in den Evangelien die Tora zusammenfassen und in ihr gewichten kann. Aber auch damit verhält er sich nicht anders als seine jüdische Tradition. Nach Mt 7,12 sagt er: „Alles nun, was immer ihr wollt, dass euch die Leute es tun, das tut ihr ihnen ebenso. Denn das ist die Tora und die Propheten.“ Diese Aussage kommt sachlich ganz eng überein mit der „Geschichte über einen Nichtjuden“, „der zu Schammaj kam. Er sagte ihm: ‚Mache mich zum Proselyten unter der Bedingung, dass du mich die ganze Tora lehrst, während ich auf einem Bein stehe.‘ Er jagte ihn mit einer Bauelle weg, die in seiner Hand war. Er kam zu Hillel. Der machte ihn zum Proselyten. Er sprach zu ihm: ‚Was dir verhasst ist, das tue deinem Mitmenschen nicht an! Das ist die ganze Tora; alles Weitere ist Auslegung. Geh, lerne!‘“ (Babylonischer Talmud, Sabbat 31a) Der Unterschied zwischen Schammaj und Hillel ist nicht der, dass Schammaj die ganze Tora für verbindlich hält, während Hillel meine, auf sie zugunsten der Goldenen Regel verzichten zu können. Selbstverständlich hält auch Hillel die ganze Tora für verbindlich. Das zeigt sich am Schluss, wenn er zum Lernen auffordert – der Tora in ihren Einzelgeboten. Aber er kann die ganze Tora in der Goldenen Regel zusammenfassen und damit den Einzelgeboten Richtung und Linie geben. Auch Jesus verzichtet nicht darauf, auf Einzelgebote zu verweisen und als Ausleger welche zu formulieren. Aus dem Tatbestand, dass die Goldene Regel bei Hillel negativ, bei Jesus positiv formuliert ist, auf eine Überlegenheit des neutestamentlichen Textes über den talmudischen zu folgern, ist nicht in der Sache, sondern im christlichen Überlegenheitswahn begründet. Denn einmal gibt es auch die positive Fassung an anderen Stellen der jüdischen Tradition; und zum anderen ist die positive Fassung keineswegs davor geschützt, im Sinne des berechnenden Egoismus gebraucht zu werden. Die negative und die positive Fassung enthalten einen je besonderen Aspekt, der jeweils nur so zum Ausdruck gebracht werden kann. Was mir verhasst ist, weiß ich in der Regel viel besser als das, was ich mir positiv wünsche. Und dass ich anderen antun könnte, was ich, mir selbst angetan, gar nicht leiden kann, ist keine selten auftretende Gefahr, die mit der positiven Fassung nicht erfasst ist. Die wiederum betont die Aktivität im positiven Handeln für den Nächsten. Beide Aspekte haben ihr Gewicht; sie sind komplementär und sollten deshalb nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
Meta
Wohnt hier
 
Beiträge: 1406
Registriert: Mo 10. Mär 2003, 16:09

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Meta » So 21. Apr 2019, 00:42

FOrtsetzung:

Außer in der Goldenen Regel kann Jesus die Tora im doppelten Liebesgebot zusammenfassen, in der Liebe zu Gott und zum Mitmenschen (Mt 22,34-40/Mk 12,28-34/Lk 10,25-28). In Mt 22,40 stellt er ausdrücklich fest, was den Schluss von Mt 7,12 anklingen lässt: „An diesen beiden Geboten hängt die ganze Tora und die Propheten.“ Sie haben damit dieselbe Funktion, die in der rabbinischen Tradition eine „große Zusammenfassung“ (k’lal gadól) hat. Als eine solche bezeichnet Rabbi Akiva das Gebot der Nächstenliebe aus Lev 19,18, während zwei Kollegen Gen 5,1 mit dem Hinweis auf die Gottesebenbildlichkeit des Menschen für eine noch größere halten (B’reschit Rabba 24,7). Die „große Zusammenfassung“ zeigt die Perspektive auf und gibt die Dimension an, in denen die Einzelgebote zu tun sind.

Schließlich zeigt sich eine enge Entsprechung zwischen Jesus und der rabbinischen Tradition darin, wie innerhalb der Tora gewichtet wird.. In Mt 23,23 benennt Jesus drei Dinge als „das Gewichtigere in der Tora“: „das Recht, das Erbarmen und die Verlässlichkeit“. Dem kommt sehr nahe, was Rabban Schim’on ben Gamliel formuliert: „Auf drei Dingen steht die Welt: auf dem Recht, auf der Verlässlichkeit und auf dem Frieden“ (Mischna Avot 1,18).

Geltung der Tora und Auslegung der Tora
Jesus kann also die Tora zusammenfassen und in ihr gewichten. Er hat kein fundamentalistisches Verständnis der Schrift, wie das auch bei den Rabbinen nicht der Fall ist. Das ergibt sich auch daraus, dass er die mündliche Tora, die Auslegung der Tora, akzeptiert. Der Zusammenhang zwischen Geltung der Tora und Auslegung der Tora tritt unmittelbar in Lk 10,26 hervor, wenn Jesus dem Toragelehrten, der ihn nach dem Erlangen des ewigen Lebens fragt, die Gegenfrage stellt: „In der Tora – was steht da geschrieben? Wie liest du sie?“ Zunächst fällt auf, dass die erste Frage nicht glatt formuliert ist, sondern dass die Wendung „in der Tora“ betont vorangestellt wird. Das ist die Basis – nicht nur des Toragelehrten, sondern selbstverständlich auch die Jesu, die Basis, auf der die Frage nach Tun und Leben sinnvoll und hinreichend beantwortet werden kann. Und so fragt Jesus zunächst, was in ihr geschrieben steht. Er fügt sofort eine weitere Frage hinzu: „Wie liest du sie?“ Eine Reihe von Bibelübersetzungen verdunkelt hier, indem ganz analog zur ersten Frage formuliert wird: „Was liest du?“ Es geht dabei nicht um eine Kleinigkeit. Jesus fragt hinsichtlich dessen, was geschrieben steht, wie es gelesen wird. Wie kommt man darauf, dennoch mit „was“ zu übersetzen? Diese Übersetzer haben doch auch gemerkt, dass im Text zwei unterschiedliche Fragepronomina stehen. Wahrscheinlich haben sie sich zu dem Verständnis als einer gleichsinnigen Doppelfrage – was steht geschrieben, was liest du? – dadurch verleiten lassen, dass der Toragelehrte anschließend zitiert: „Du sollst den Ewigen, deinen Gott, lieben … und deinen Nächsten wie dich selbst!“(Lk 10,27) Er führt also an, was geschrieben steht und was er liest. Was sie jedoch nicht bemerkt haben, ist, dass hier durch Ineinanderfügen zweier Zitate Schrift mit Schrift ausgelegt wird, dass dieses Zitieren zugleich ein Auslegen, also eine Antwort auf die Frage nach der Art und Weise des Lesens ist. Mit dem „Wie“ nach dem „Was“ fragt Jesus nach der sammelnden Mitte der Lektüre der Tora, nach der wegweisenden Perspektive durch ihre vielen Einzelgebote. In den beiden anderen synoptischen Evangelien wird an den Parallelstellen ausdrücklich nach dem „ersten“ bzw. „großen“ Gebot in der Tora gefragt. Bei Lukas geschieht das implizit in der Frage nach dem Wie der Lektüre. Sie macht deutlich: Heilige Schrift ist nur als ausgelegte rezipierbar. Und so tritt Jesus in den Evangelien als Ausleger der Tora auf.

Das Schema von Mt 5,21-48 – nicht: „Ich aber sage“, sondern: „Ich nun sage“
Erinnert man sich an die Aussagen von Mt 5,17-20 und ihre Intention und macht sich klar, dass diese Verse die Einleitung zu dem Abschnitt 5,21-48 bilden und so die Funktion einer Leseanweisung für diesen Abschnitt haben, ist es schlechterdings ausgeschlossen, dass Matthäus ihn als „Antithesen zum Gesetz“ verstanden haben könnte. Von dieser Einleitung her muss es sich um Auslegungen der Tora handeln. Sechsmal wird aus der Tora zitiert, und sechsmal findet sich unmittelbar anschließend eine Auslegung dazu. Das antithetische Verständnis sieht seine Berechtigung in der sprachlichen Form der Einleitung dessen, was Jesus jeweils nach dem Zitat sagt; dort steht in der üblichen Übersetzung „Ich aber sage“ (egó de légo). Das de wird somit adversativ verstanden und das „Ich“ gilt als betont, weil im griechischen Text die Person schon mit dem Prädikat gegeben ist und also fehlen könnte, wenn sie nicht hervorgehoben werden sollte. Die Übersetzung mit „Ich aber sage“ ist sprachlich möglich, aber sie ist keineswegs die einzige Möglichkeit. Zum einen begegnet es im neutestamentlichen Griechisch öfter, dass das im finiten Verb schon mitgesetzte und deshalb überflüssige Personalpronomen dennoch steht, obwohl sich vom Kontext her nicht erkennen lässt, dass eine Hervorhebung beabsichtigt sei (vgl. Mt 16,18). Zum anderen ist es auffällig, dass kai (üblicherweise: „und“) sehr häufig nicht anknüpfend, sondern leicht adversativ und de sehr häufig nicht leicht adversativ, sondern anknüpfend gebraucht ist. Letzteres findet sich im Zusammenhang von Mt 5,21–48 am Beginn von V. 31: erréthe de. Wenn das die Elberfelder Bibel mit: „Es ist aber gesagt“ wiedergibt, ist das schlicht sinnwidrig (vgl. auch Mt 19,9). Beide genannten Phänomene erklären sich vom hebräischen Sprachhintergrund: kai und de stehen für hebräisches ve, das beide Leistungen enthält. Auch die Setzung des Personalpronomens ist durch den hebräischen Sprachhintergrund bedingt: Weil das Hebräische das Präsens mit dem Partizip konstruiert, muss das Personalpronomen gesetzt werden, um die gemeinte Person eindeutig zu kennzeichnen. Hinter egó de légo steht die hebräische Wendung vaaní omér. Bei ihr handelt es sich – wie bei scheneemár (erréthe: „es ist gesagt [worden]“), womit ein Schriftzitat eingeleitet wird – um exegetische Terminologie, die eine Auslegung einleitet. Die Übersetzung in der „Bibel in gerechter Sprache“: „Ich lege das heute so aus“ trifft das von Matthäus Gemeinte. Die Einsicht, dass sich das in Mt 5,21-48 angewandte Schema hebräischem Sprachhintergrund verdankt, falsifiziert die Behauptung von auf den „historischen“ Jesus zurückgehenden „ursprünglichen Antithesen“, die gesetzeskritisch seien. Mit dem „historischen“ Jesus müsste man sich in den aramäisch-hebräischen Sprachbereich begeben. Da jedoch weder die Wendung vaaní omér („Ich nun sage“) antithetisch noch das „Ich“ in ihr hervorgehoben ist, verliert diese Behauptung selbst den Schein des Rechts.
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
Meta
Wohnt hier
 
Beiträge: 1406
Registriert: Mo 10. Mär 2003, 16:09

VorherigeNächste

Zurück zu Judentum und Israel

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Das Forum wird von Livenet.ch & Jesus.ch betrieben

Anzeigen - einfach & günstig! / Kontaktanzeigen - spannend & effektiv!

| Home | Sitemap | Forum | Chat | Newsletter | E-Mail | Dialin | Support | Kontakt | Wer ist Jesus? | Youthmag | Service |
| News | Magazin | Jesus | Ratgeber | Information | ERlebt | Meditation | Kreativgalerie | Member | Pixel4Jesus | Livenet.ch | Gott.info |