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Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

Moderator: Thelonious

Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon der Stern » Mo 9. Jan 2017, 11:26

Damit Sünden vergeben werden muss man beten und nicht unbedingt irgendetwas bauen.
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Mo 9. Jan 2017, 14:55

Reginald, der Tempel stand nicht dort, wo jetzt der Felsendom steht; das meinen die Juden zwar, aber es gibt keine Pläne vom alten Jerusalem. Ausgrabungen haben einstweilen Hinweise geliefert, wo der Palast Davids gestanden haben könnte. Vom Tempel wird man keine Überreste mehr finden. Etwa die Hälfte Jerusalems ist im Besitz der RkK, und der Papst muss zuerst enteignet werden, bevor gebaut werden kann.
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon der Stern » Mo 9. Jan 2017, 18:28

Wieso muss der Papst enteignet werden?
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Johelia » Mo 9. Jan 2017, 18:47

der Stern hat geschrieben:Damit Sünden vergeben werden muss man beten und nicht unbedingt irgendetwas bauen.


Sali Stern

Das ist deine Sicht.
Aber muss jederman so glauben? Nein!

Wieviel verstehst du von Juden die nicht an Jesus glauben?
Lies mal Rö 11,25.

Gruss Johel
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Di 10. Jan 2017, 00:06

der Stern hat geschrieben:Wieso muss der Papst enteignet werden?

Weil laut Bibel nicht Rom der Erbe Abrahams ist, sondern Isaak und danach Jakob/Israel. Israel hat das Erstgeburtsrecht seinem Enkel Ephraim gegeben. Ephraim ist noch nicht aus der Zerstreuung unter die Heiden zurückgekehrt, wird das aber demnächst tun, damit das Reich für Israel wiederhergestellt werden kann. Vergleiche die Frage der Jünger in Apostelgeschichte 1.6, ob der Herr Jesus in dieser Zeit die Königsherrschaft für Israel wieder herstellen werde. Damals wusste ausser Gott niemand, wann dies sein würde, unterdessen sind bald 2000 Jahre vergangen, 3000 Jahre seit dem Ende des Königreichs. Somit sind 3 Tage vergangen. Die Zeit ist da, dass ganz Israel, d.h. Juda und Ephraim zu einer einzigen Nation vereinigt werden, vergleiche dazu Hesekiel 37.
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon der Stern » Di 10. Jan 2017, 16:23

Die Nachkommen Ephfraims sind Afghaner (Muslime) und Engländer/Amerikaner (Christen), wie soll das geschehen?
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon der Stern » Di 10. Jan 2017, 16:40

Johelia hat geschrieben:
der Stern hat geschrieben:Damit Sünden vergeben werden muss man beten und nicht unbedingt irgendetwas bauen.


Sali Stern

Das ist deine Sicht.
Aber muss jederman so glauben? Nein!

Wieviel verstehst du von Juden die nicht an Jesus glauben?
Lies mal Rö 11,25.

Gruss Johel

Das sagt nicht viel, jede Religion lehrt dass am Ende alle Völker gläubig werden.

Ich bin Muslim. Ich weiss dass die Namen Judah und Muhammed die gleiche Bedeutung haben. Somit sind die Namen Juden und Muhammedaner ein Paar.

Judah - der Gelobte, der Gepriesene
http://www.vorname.com/name,Judah.html

Muhammed - der Gelobte, der Gepriesene
http://www.vorname.com/name,Muhammed.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_(Name)
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Lepitoptera » Di 10. Jan 2017, 17:06

Hey Stern :)

Erstmal willkommen bei uns im Forum! :clap:
Du sagst, du seist Muslim, ich denke, nicht nur mich würde es in dem Fall wundernehmen, aus welchen Beweggründen du denn in einem christlichen Forum gelandet bist? Möchtest du etwas über das Christentum erfahren oder was möchtest du hier genau?

Liebe Grüsse
Lepitoptera
Barmherzigkeit ist es, etwas nicht zu bekommen, das wir verdient hätten (Tod). Gnade ist es, etwas zu bekommen, das wir nicht verdient hätten (Himmel). Danke Jesus!
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon der Stern » Di 10. Jan 2017, 22:44

Hallo Lepitopera, danke.

Ich möchte mich unterhalten und Gedanken austauschen wie in jedem anderen Forum. Gruss.
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Reginald 32 » Mo 16. Jan 2017, 23:27

Hallo Gnu.

In größten Magazin für biblische Archäologie "BAR" haben anerkannte Archäologen die Forschungen über den genauen Standort des Tempels an Hand alter Pläne, Darstellungen und den Hinweisen aus den ältesten jüdischen Schriften ermittelt. Außerdem kennt man ja den Kanal, der zur Ableitung des Opfer Blutes vom Brandopfer Altar diente. Und der stand ja an einem genau festgelegten Platz im Vorhof.

Das Ergebnis: Der Felsen Dom muss abgerissen werden, wenn ein neuer Tempel erbaut werden soll. Und ein soöcher Abriss mündet mit großer Sicherheit in einen dritten Weltkrieg.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Di 17. Jan 2017, 07:41

der Stern hat geschrieben:Die Nachkommen Ephfraims sind Afghaner (Muslime) und Engländer/Amerikaner (Christen), wie soll das geschehen?

Die meisten Nachkommen Ephraims kennen ihre Abstammung nicht mehr. Für Jahweh sollte das aber kein Problem sein, wenn ich die Bibel richtig verstehe. Er beruft ja immer, wen Er will und offenbart Sich ihm durch den Heiligen Geist. Religion ist für Gott kein Hinderungsgrund, denn Religionen sind von Menschen erfunden.

Ich kenne zwei Menschen, die sagen, sie wüssten, dass sie von Ephraim abstammen, einen persönlich, den anderen aus dem Internet. Der erste ist Schweizer und von Geburt römisch katholisch, der zweite ist Deutscher und ebenfalls von Geburt römisch katholisch. Der Deutsche sagt, er sei von Jesus berufen worden, als Ephraim vom Papst Franziskus den Berg Zion zu verlangen, um ihn den Juden zur Verfügung zu stellen und so der Stadt Jerusalem Frieden zu ermöglichen. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, betrachtet er sich als den Messias aus den Nachkommen Josephs, den die Juden erwarten.
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Stephanus » Di 17. Jan 2017, 07:59

Geistliche Bedeutung des Blutes: Die zweite "Blut"-Stelle in 3. Mose 17, 14 a lautet wörtlich nach dem hebräischen Urtext: "Denn die Seele allen Fleisches ist dessen Blut in dessen Seele." Ich setze das zweite Wort Seele in diesem Satz dem Gehirn gleich, d.h. der o.g. Vers heißt in Kurzform: "Die Seele ist das durchblutete Gehirn." Ohne Blut kann das Gehirn nicht arbeiten und die Seele sich nicht ausdrücken. Das Gehirn ist weiterhin die oberste Schaltzentrale des Nervensystems, das den gesamten Körper eines Menschen oder Tieres durchzieht. Letzteres drückt die erste Stelle in 3. Mose 17, 11 a aus: "Denn die Seele des Fleisches ist im Blut." So wie das Nervensystem durch den gesamten Körper zieht, so fließt auch das Blut durch den gesamten Körper des Menschen und der Tiere. Diesen Zusammenhang zwischen Blut und Nervensystem in Tieren hat die Bibel Jahrtausende vor der mikroskopischen Erforschung der Tiere aufgestellt, wie ich im Folgenden erkläre: Die am unteren Ende der Körperaufbau-Komplexität stehenden Quallen und Korallen haben nur ein Nervennetz aus gleichrangigen Nervenzellen, d.h. ohne Gehirn, und sie haben keinen Blutkreislauf. Als nächstes folgen die Seeigel und Seesterne mit ebenfalls einem Nervennetz ohne Gehirn und mit Blutgefäßen ohne Herz, d.h. es ist unbekannt, wie das Blut fließt. Wiederum als nächstes folgen die Insekten, die ein Strickleiter-Nervensystem mit übergeordneten Nervenknoten, entsprechend einem Gehirn (wie alle weiteren, komplexer aufgebauten Tiere), und einen offenen Blutkreislauf mit mehreren Herzen haben, d.h. die Organe werden vom freien Blut, das Hämolymphe heißt, umspült und nicht durch dünnste Haargefäße in einem geschlossenen Blutkreislauf, den Wirbeltiere haben, versorgt. Die sauerstoffhaltige Luft gelangt jedoch bei Insekten über Röhrentracheen (Trachea = Luftröhre) an die Organe und nicht über das "Blut". Noch komplexer aufgebaute Tiere wie Krebse und Schnecken haben ein einziges Herz mit einem offenen Blutkreislauf und darin ein blaues, sauerstoffbindendes Atempigment. Spinnen stehen zwischen Insekten und Krebsen bzw. Schnecken, da sie wie die Insekten mehrere Herzen haben, aber anderseits sowohl Röhrentracheen als auch Fächertracheen = Fächerlungen haben und über letzteres ihr ebenfalls blaues Atempigment im "Blut" mit Sauerstoff anreichern, vergleichbar den Krebsen und Schnecken. Das hebräische Wort "nephesch" heißt neben Seele auch Kehle. Über die Kehle kommt die Luft mit dem lebenserhaltenden Sauerstoff in den Körper. Die unten unter (1) angegebene Quelle übersetzt das vorletzte Wort "nephesch" in 1. Mose 2, 7 mit "Atmender": "Da bildete JaHWeH Elohim den Menschen aus Staub des Erdbodens und blies Lebensodem in sein Antlitz; so ward der Mensch zu einem Leben Atmender." Überträgt man die o.g. Stellen von 3. Mose 17 und die weitere hebräische Bedeutung von Seele gleich Atmung auf die Tiere, würden Quallen, Korallen, Seeigel und Seesterne keine Seele haben, denn sie haben kein Gehirn und kein Herz für einen Blutkreislauf. Auch die Insekten würden keine Seele haben, den ihr "Blut" hat nichts mit dem Sauerstofftransport zu tun. Erst ab den Spinnen würde ich diesen und allen komplexer aufgebauten Tieren eine Seele zubilligen, da das Blut eine Atmungsfunktion hat. Zum tieferen Verständnis wird der erste der beiden o.g. Verse aus 1. Mose 3, 17 begründet in Vers 11 b: "Auch ich gebe es für euch auf dem Altar, Sühne zu erwirken wegen eurer Seelen, denn das Blut kann durch die Seele Sühne erwirken." Dieser stellvertretende Tod wird bei Jesus in Joh. 19, 34 nach der Elberfelder-Übersetzung deutlich: "... sondern einer der Soldaten durchbohrte mit einem Speer seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus." Laut der unten unter (2) angebenen Quelle floss dabei das Wasser aus dem Herzbeutel und das Blut aus dem Inneren des Herzens. Dies ist denkbar, denn die vorherigen Peitschenschläge können zu einer Herzbeutelentzündung mit Flüssigkeitsbildung im Herzbeutel geführt haben. Jesus könnte demnach an einem Kreislaufschock aufgrund der Herzbeutelentzündung gestorben sein, was seinen frühen Tod erklärt, und nicht durch Ersticken aufgrund Armmuskelschwäche, da sich letzteres hätte Tage hinziehen können. Ich denke, dass das o.g. Wasser ein Sinnbild für den Tod Jesu und auch für die Taufe ist und bedeutet, dass durch den stellvertretenden Tod Jesu wir in der Taufe Leben haben im Sinne der o.g. Sühnung. Das durch den Speer des Soldaten aus dem Leib Jesu ausgetretene Blut ist m.E. ein Sinnbild für dessen Seele, die sich nach Jesaja 53, 11 im Leiden "abgemüht" hat. Entsprechend der von mir ausgelegten Doppelbedeutung bei Jesus (Wasser = Tod, Blut = Seele) und entsprechend der beiden Stellen in 3. Mose 17 verbietet in Apg. 15, 20 das Apostelkonzil Ersticktes und Blut. Auf das Erstickte bezieht sich das ausgetretene Blut Jesu als Seele und die o.g. zweite Stelle in 3. Mose 17, 14 als Begründung zum Wildjagen in Vers 13: "Und jedermann von den Söhnen Israels und von dem Schutzbürger, der in eurer Mitte weilt, der Wildbeute oder Gefiedertes, was gegessen werden darf, erjagt, der gieße dessen Blut hin und bedecke es mit Staub." Würde der israelische Jäger das Wild nicht ausbluten lassen, dann würde er das Tier mit einer (noch lebendigen) Seele verzehren, d.h. die Seele des Israeli würde sich mit der Seele des Wilds in einem geistlichen Sinn vermischen, was Gott nicht will. Lässt der Jäger das Tier jedoch ausbluten und begräbt das Blut in der Erde, dann ist das Tier auch mit seiner Seele und mit seiner Erinnerung, dass es einmal gelebt hat, im Ganzen gestorben und dem Verzehr freigegeben. Das Verbot, Blut zu verzehren, begründet die Bibel einerseits damit, dass das Tieropfer im Willen Gottes ist (Gott spricht: "ich gebe es für euch auf dem Altar" nach 3. Mose 17, 11 b) und dass zusammen mit dem Feueropfer des getöteten Tieres dessen Blut an den Altar nach 3. Mose 1, 5 b, 3. Mose 3, 2 b und 3. Mose 4, 6-7 gesprengt wird. Anderseits sollen wir kein Blut verzehren, da Jesus das einzige Opfer zur Sündenvergebung nach Hebr. 9, 22; 10, 3-4. 10. 12 a ist und wir ihn in Ehren halten. Zusammenfassend hat das Blut also zwei geistliche Bedeutungen: Erstens: Blut außerhalb des getöteten Tierkörpers zeigt zwar den eingetretenen Tod des tierischen Körpers an, erinnert aber an das vorherige Leben des Tieres (erst durch das Begraben unter die Erde ist das Leben vollkommen ausgelöscht und erst durch das Besprengen an den Altar ist das Tieropfer komplett). Zweitens: Im Gehirn zurückgebliebenes Blut eines getöteten Tierkörpers stellt eine Seele dar, mit der man sich durch Tierverzehr nicht vermischen sollte. Bei einer Bluttransfusionen tritt kein Tod ein (siehe o.g. erste Bedeutung) und es wird niemand verzehrt (siehe o.g. zweite Bedeutung), ist also erlaubt.

Quellen:
(1)
http://www.teschuwa-hausisrael.org/t695 ... -und-ruach
(2)
http://www.soulsaver.de/glaube/kreuzigung/

Neben durchblutetem Gehirn und ganzer Tierkörper habe ich noch eine dritte geistliche Bedeutung von Seele gefunden in 1. Mose 9, 4: "Nur Fleisch in seiner Seele, seinem Blut, dürft ihr nicht essen!" Hier befindet sich der kleine Tierkörper in etwas Größerem, nämlich der Seele, so als ob die Seele im geistlichen Bereich den Körper umgibt. Wir sehen den Tierkörper zum Verzehr, Gott sieht die Seele dieses Tieres.
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Di 17. Jan 2017, 09:00

Blut kann sprechen. 1. Mose 4,10 :lesen:
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Stephanus » Di 17. Jan 2017, 16:19

1. Mose 4, 10 benennt mit Schreien zum Blut einen beschreibenden, abstrakten Begriff, keinen konkret-buchstäblichen Vorgang des Redens eines lebenden Organismus. Auch das von mir genannte, zu begrabende Blut eines erlegten Wildes redet zum Jäger: "Ich stamme von dem Tier, das gelebt hat, das du erlegt hast und das du essen willst." Mit dem Begraben endet die Erinnerung an das Tier und es wirkt dessen Seele nicht mehr auf den Menschen, der das Tier verzehrt, ein. Auf das Thema bin ich durch eine Predigt in meiner Gemeinde zur Jahreslosung gekommen. Mir geht es auch um die geistliche Bedeutung des Blutes bei Tieren, die man verzehrt. Mein Fleischkonsum hat sich in der letzten Zeit verringert, ist aber (noch) nicht ganz verschwunden. Ich finde, dass die Christen eine Meinung zur vegetarischen Ernährung haben sollten, so wie die Adventisten, die die vegetarische Ernährung mit einer gesunden Lebensweise bezeichnen, aber meines Wissens nicht so argumentieren, wie ich es tue, obwohl sie das Alte Testament ernst nehmen.
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon SunFox » Fr 20. Jan 2017, 00:04

Stephanus hat geschrieben:Geistliche Bedeutung des Blutes: Die zweite "Blut"-Stelle in 3. Mose 17, 14 a lautet wörtlich nach dem hebräischen Urtext: "Denn die Seele allen Fleisches ist dessen Blut in dessen Seele." Ich setze das zweite Wort Seele in diesem Satz dem Gehirn gleich, d.h. der o.g. Vers heißt in Kurzform: "Die Seele ist das durchblutete Gehirn." Ohne Blut kann das Gehirn nicht arbeiten und die Seele sich nicht ausdrücken.


Hallo lieber Stephanus, ich möchte dir einmal den Text: "Denn die Seele allen Fleisches ist dessen Blut in dessen Seele.", mit meinen Worten wiedergeben: "Denn die Lebendigkeit allen Fleisches ist dessen Blut wenn es fliesst (also lebendig ist),"

1.Mose 9,4: "Allein das Fleisch mit seinem Leben, seinem Blut, esst nicht!"

Was ist das Leben (die Seele) im Fleisch? Es ist das Blut, solange es durch den Körper fliesst, denn die Seele allen Fleisches ist des Blut!

5.Mose 12,23: "Allein achte darauf, dass du das Blut nicht isst; denn das Blut ist das Leben (Seele); darum sollst du nicht zugleich mit dem Fleisch das Leben essen,"

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Stephanus » Sa 28. Jan 2017, 19:40

Hallo SunFox,

ich übersetze aus dem von Dir zitierten 5. Mose-Vers den von Dir unterstrichenen Satzteil aus dem Hebräischen meiner Interlinearübersetzung: "Denn das Blut ist die Seele."

Es gibt die einen Übersetzungen wie Luther, die das hebräische Wort "nephesch" mit Leben übersetzen. Daneben gibt es die anderen Übersetzungen wie Elberfelder, die das gleiche hebräische Wort mit Seele übersetzen. Ich will nicht sagen, dass Leben komplett falsch ist. Es ist aber falsch, nur das Wort Leben zu nehmen und den Aspekt der Seele zu vernachlässigen (ich denke nicht, dass Du so denkst; ich rechne es dir hoch an, dass Du in der zitierten Stelle aus 5. Mose 12 das Wort Seele in Klammern zu dem Wort Leben hinzugefügt hast). Ich bevorzuge den Hauptaspekt Seele mit dem Nebenaspekt Leben, d.h. ich sage Seele und weiß im Hinterkopf, dass auch Leben mitgemeint ist. Meine Meinung zur falschen Gleichsetzung " Blut ist Leben und sonst nichts" wende ich auf folgende Überlegungen an:

Es gibt eine Gefahr, Blut nur mit Leben gleichzusetzen. Dann nämlich, wenn man eine magische Vorstellung hat, Blut sei irgendwie der "Geist eines Lebewesens", d.h. Blut sei der zentrale Bestandteil im Lebewesen (1) und sei irgendwie auch außerhalb des Lebewesens nicht tot zu kriegen, auch wenn z.B. mit dem Herztod das Lebewesen aufgehört hat zu leben und zu existieren (2). Ich als Arzt denke zu (1), dass das Gehirn der zentrale Bestandteil des Lebwesens ist und der Sitz der Seele. Das Blut fließt durch den gesamten Organismus und verteilt die Stoffe. Das Blut dient den Organen, ist also nicht der übergeordnete Teil. Des Weiteren denke ich zu (2) medizinisch, dass über Tod oder Leben einerseits (a) ein schlagendes Herz mit funktionierendem Blutkreislauf als Voraussetzung für natürliches Leben und anderseits (b) ein mehr oder weniger funktionsfähiges, aber doch existierendes Gehirn als natürliche Folge der unter (a) beschriebenen Lebensvoraussetzung entscheidet. Zusätzlich denke ich zu (2) in zwei geistlichen Aspekten unseres praktischen Lebens: 1. Das Blut offenbart unsere Haltung zur Schöpfung. Gott hat die verschiedenen Tierarten und den Menschen erschaffen. Würde ein Mensch wahllos verschiedenste Tiere verzehren, ohne den Aspekt des Blutes zu beachten gemäß dem Verbot des Erstickten des Apostelkonzils aus Apg. 15, dann würde er sich sündig machen. Beim Kauf in der Metzgerei müsste also der Christ jedesmal sich fragen: "Ist in dem Fleisch vom Rind noch Reste von Blut." Er wählt ein blutfreies Stück. Beim nächsten Mal in Bezug auf Lammfleisch verfährt er genauso. Gott will, dass wir die Arten der Tiere achten. 2. Das Blut offenbart unsere Haltung zur Ernährungszubereitung unserer Speisen: Der Metzger und wir, wenn wir einen lebenden Fisch kaufen oder angeln und ihn bis zur Schlachtung in der Badewanne halten, müssen uns fragen, ob wir das Tier ausbluten lassen und das Blut entsorgen (der Metzger verarbeitet das Blut evtl. zu Blutwurst). Würden wir ohne Beachtung des Verbots des Blutes des Apostelkonzils aus Apg. 15 das Blut verzehren, würden wir im speziellen Jesu Blut verunehren, d.h. allgemein die geistliche Bedeutung des stellvertretenden Todes eines Lebewesens zugunsten eines anderen Lebewesens. Durch Nichtbeachtung des Apostelkonzils von Apg. 15 laden wir geistlich durch unsere falsche Haltung Sünde auf uns, dies ändert aber nichts an der natürlichen Tatsache, dass wir dabei totes Tierfleisch oder totes Blut verzehren. Des Weiteren denke ich zu (1) und (2) in einem wichtigen Aspekt unseres christlichen Denkens über unsere eigene, menschliche Seele: Einerseits ist die falsche biblische Lehre des Annihilationismus (d.h. der endgültige Zustand der gestorbenen Gottlosen ist nicht die Hölle, sondern die vollständige Vernichtung) falsch, richtig ist, dass wir spätestens am Endgericht des Jüngsten Tages zu bzw. vor Gott zurückkehren. Anderseits ist die Vorstellung der Seele bei Platon (die unsterbliche, höhere Seele ist im niederen Leib gefangen) oder im Hinduismus (Verurteilung zur Wiedergeburt in späteren Lebewesen bei schlechtem Karma, d.h. bei schlechten Taten) natürlich falsch. Ich ordne die richtige biblische Lehre als Mittelstellung zwischen diesen beiden Extremen ein. An die richtige biblische Lehre kommt die Vorstellung von Aristoteles nahe, die einen Unterschied zwischen Seele und Leib betont, aber die Seele für gebunden an den Leib hält (und Tieren, sogar Pflanzen, eine Seele zuspricht). Dementsprechend ist mit dem leiblichen Tod eines Menschen seine Seele erst einmal außer Kraft gesetzt und das irdische Leben endet vollständig. Ein toter Mensch hat einen toten Leib, eine außer Kraft gesetzte Seele und ein totes Blut. Wäre das Blut der Träger des Lebens, könnte man denken, es könne den (übrigen) toten Leib und die außer Kraft gesetzte Seele überdauern. Dem ist nicht so. Auch im Geistlichen: Die Bibel stellt "Leben" (im allgemeinen Sinn) in Zusammenhang mit dem quantitativ-zeitlichen "ewigen Leben" und mit dem qualitativen "Leben mit bzw. bei Gott" im speziellen Sinn. Ich finde, dass Blut, d.h. ein Teil des Leibes, zu sehr in der Wertschätzung angehoben wird, wenn es mit Leben gleichgesetzt wird, dem die Bibel an anderen Stellen (wie im Satz vorher beschrieben) eine höhere Bedeutung beimisst. (Was die tierische Seele betrifft, ist sie wirklich tot, d.h. ausgelöscht, wenn der Leib des Tieres gestorben ist. Dies gilt für das Tier selbst und im natürlichen für den Fleischverzehrenden Menschen, der nur geistlich durch seine eigene, o.g. Haltung beeinflusst wird). Blut trifft mehr auf das natürliche, irdische Leben des Menschen zu, während für das geistliche, himmlische Leben mehr die Seele zutrifft. Auch das menschliche Blut hat zwar den o.g. Nebenaspekt des Lebens, aber Seele verdeutlicht biblisches Leben besser als Blut. Der o.g. Hauptaspekt Seele grenzt auf das Lebewesen ein, da Seele Teil des Lebewesens ist, und ist im natürlichen an Tod und Leben des Lebewesens gebunden, d.h. die irdisch funktionsfähige Seele "endet" erst einmal mit dem Tod, während die Seele im geistlichen immer verantwortlich vor Gott ist und so Anschluss an das Leben erhält.

Zusammenfassend: Das natürliche Blut ist Teil des lebenden, irdischen Organismus. Tierisches Blut im geistlichen Sinn beeinflusst den Fleischverzehrenden Menschen in seiner "seelischen" Haltung. Jede menschliche Seele tritt in den himmlischen Bereich. Alttestamentlich gesprochen, "verunreinigt" sich der nach dem Apostelkonzil aus Apg. 15 lebende Christ geistlich nicht mit dem natürlich-toten Tierblut.

Aus dem bisher Gesagten sollte Blut lieber mit Seele (in dem Wissen, dass Seele in der lockeren Folge auch etwas mit Leben zu tun hat) übersetzt werden als mit dem Leben (weil mit Leben direkt eng verknüpfte und weitreichende Bedeutungsfolgen verbunden sind).

Gerne lese ich Deine Antwort, meine liebe(r) SunFox. Verzeih mir meine späte Antwort, ich war mit einer natürlichen Blutkrankheit in meiner Tätigkeit beschäftigt.
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Thelonious » Mo 30. Jan 2017, 20:14

Hallo,

bitte kommt auch hier zum tatsächlichen Threadthema (also: Muss der dritte Tempel gebaut werden?) zurück, danke.

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(Søren Aabye Kierkegaard)
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » So 1. Okt 2017, 20:28

Müssen muss der Tempel nicht gebaut werden, dürfen darf er eventuell schon, nur fragt es sich, ist Jahweh wankelmütig? Laut einem Grossteil der Vertreter des Dispensationalismus ist er insofern wankelmütig, dass er einmal ein Gesetz erlässt, es danach aber relativiert, damit er alle sich auf die Bibel berufenden Gläubigen unter mehrere Hüte bringen kann, so wie es auch seine selbsternannten Vertreter auf Erden gerne hätten., mit Ausnahme, dass einer ihrer Obersten sich selbst als Führer aller Religionen sehen wollte.

Man, aber wer ist schon man, ist sich weitgehend einig darin, dass es einen Tempel in Jerusalem braucht, damit sich ein ganz böser Mensch hinein setzen kann und sich darin als Gott anbeten lässt, genauso, wie es die römischen Kaiser schon taten.

In der Schweiz wurde ein Mischkan-Verein gegründet, in Deutschland und Italien sind Bestrebungen im Gange, Mischkan-Vereine zu gründen. In Jerusalem ist ein messianischer Jude im Begriff ein Mischkan-Modell zu bauen. Ich bin gespannt, was daraus wird und werde bei Gelegenheit darüber berichten.

Mishkan war der Vorgänger des Tempels und hätte es auch bleiben können, wenn nicht König David unbedingt ein steinernes Gotteshaus hätte bauen wollen und Jahweh schweren Herzens seinem Sohn Salomo gestattet hätte, es mit Hilfe des Hiram von Tyrus hinzuklotzen. Hiram von Tyrus wird von den Freimaurern als Gründer verehrt und Israel spaltete sich bald darauf in ein Nordreich und ein Südreich.

Wir erleben demnächst die Vereinigung der beiden Reiche gemäss Hesekiel 37.
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Re: Muss der dritte Tempel gebaut werden?

Beitragvon Gnu » Fr 15. Dez 2017, 18:50

Reginald 32 hat geschrieben:Hallo Gnu.

In größten Magazin für biblische Archäologie "BAR" haben anerkannte Archäologen die Forschungen über den genauen Standort des Tempels an Hand alter Pläne, Darstellungen und den Hinweisen aus den ältesten jüdischen Schriften ermittelt. Außerdem kennt man ja den Kanal, der zur Ableitung des Opfer Blutes vom Brandopfer Altar diente. Und der stand ja an einem genau festgelegten Platz im Vorhof.

Das Ergebnis: Der Felsen Dom muss abgerissen werden, wenn ein neuer Tempel erbaut werden soll. Und ein soöcher Abriss mündet mit großer Sicherheit in einen dritten Weltkrieg.

Liebe Grüße von Reginald.

Hallo Reginald

Heute bin ich auf ein Video gestossen, in welchem erklärt wird, weshalb der Tempel nicht dort stand, wo ihn die Juden gerne hätten.
https://youtu.be/9Rmk6_bIDMM
30 Minuten, englisch. Soviel ich verstanden habe, sind es genau die selben Argumente, die auch mich inspiriert hatten zu meinem Beitrag vom Montag, 9. Jan 2017, 13:55

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