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Martyrium eines Juden

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

Moderator: Thelonious

Martyrium eines Juden

Beitragvon Daniel2000 » Do 16. Jul 2009, 16:48

Wegen der brutalen Tötung eines jungen Juden hat ein Gericht in Paris den Anführer der selbst ernannten "Bande der Barbaren" zu lebenslanger Haft verurteilt. Youssouf Fofana war einer von insgesamt 27 Angeklagten der Bande, die 2006 den damals 23-jährigen Ilan Halimi über drei Wochen hinweg langsam zu Tode gefoltert hatte.

Hier wurde ein Jude 23! Tage lang zu Tode gefoltert. Er ist für sein Glauben das Judentum gestorben. Für mich ist dieser Jude Ilan Halimi ein wahrer Sohn G´ttes, umgebracht von Leuten die das Leben und die Juden und vor allem G´tt hassen.

Gruss
Daniel
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon cori » Do 16. Jul 2009, 17:30

Daniel2000 hat geschrieben: umgebracht von Leuten die das Leben und die Juden und vor allem G´tt hassen.


Ja, ich glaube auch, dass Hass gegen Gott dahinter steht. :cry:
Meine Mutter, die mir von den Juden in den KZs erzählt hat, hat gesagt: Der Teufel stachelt die Menschen gegen die Juden auf. Er mag die Juden nicht, weil sie ihn an Gott erinnern. :cry:
Wir freuen uns über unsere Enkelin

+++ Clara Sofia +++


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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon Daniel2000 » Fr 24. Jul 2009, 15:50

Im 16 und 17, Jahrhundert wurden in Polen, wie Ostgalizien und Podolien oft dutzende jüdische Gemeinden durch die polnische Gewaltherrschaft ausgerottet. Auch dort fanden wahre Martyrien satt. Es wurden Schauprozesse gegen Juden veranstalltet die in Wirklichkeit gar nichts getan haben. Sie wurden bezichtigt das "Blut" von Kindern zum Mazzemachen verwendet zu haben.
Im Vergleich was diese armen Leute durchgemacht haben, den Schlußhalbsatz habe ich editiert, da netikettenwirdrig - Thelonious
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon Oli4 » Fr 24. Jul 2009, 16:47

Daniel2000 hat geschrieben:Im Vergleich was diese armen Leute durchgemacht haben, den Schlußhalbsatz habe ich editiert, da netikettenwirdrig - Thelonious

Was Menschen anderen Menschen physisch und psychisch antun können und tun ist grauenhaft!
Und was sie Gott damit antun, können wir nicht mal annähernd nachfühlen.


Christus hat am Kreuz nicht in erster Linie körperlich gelitten, sondern wegen deinen, meinen und unseren aller Sünden die alle auf Ihn gelegt wurden und Ihn 3 Stunden lang in geistlichen Qualen, alleine ohne Gott zu sein, am Kreuz so furchtbar leiden liessen.
Er ist nicht wegen den körperlichen Leiden am Kreuz gestorben, er hat Sein Leben aus sich gegeben.
Es wurden Ihm deshalb auch nicht wie üblich die Beine gebrochen (damit ein Gekreuzigter ersticken konnte)


Luk 23:46 Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist! Und als er dies gesagt hatte, verschied er.

Mat 27:50 Jesus aber schrie wiederum mit lauter Stimme und gab den Geist auf.

Joh 19:30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! -und er neigte das Haupt und übergab den Geist.
Joh 19:31 Die Juden nun baten den Pilatus, damit die Leiber nicht am Sabbath am Kreuze blieben, weil es Rüsttag war (denn der Tag jenes Sabbaths war groß), daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen werden möchten.
Joh 19:32 Da kamen die Kriegsknechte und brachen die Beine des ersten und des anderen, der mit ihm gekreuzigt war.
Joh 19:33 Als sie aber zu Jesu kamen und sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht,
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon parepidimos » Sa 25. Jul 2009, 03:25

Daniel2000 hat geschrieben:Er ist für sein Glauben das Judentum gestorben.

Das halte ich fuer eine sensationalistische Uebertreibung. Nur weil er Jude war, macht sein Tod ihn nicht zum "Maertyrer". Ein Maertyrer ist jemand, der stirbt weil er sich weigert, seinem Glauben abzuschwoeren. Es deutet nichts darauf hin, dass dies die Motivation seiner Kidnapper war. Sie forderten von seiner Familie EUR 450'000 Loesegeld. Eventuell war auch Antisemitismus mit dabei. Aber das ist offenbar alles andere als klar. Und selbst wenn es so waere, dann waere dies in erster Linie eine kulturelle und ethnische Ausgrenzung, und keine glaubensmaessige. Halimi waere von den Taetern auch dann angegriffen worden, wenn er ein vollkommen atheistischer Jude gewesen waere. Ich finde deine Darstellung einfach nur reisserisch.
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon Daniel2000 » Mo 27. Jul 2009, 19:25

Oli4 hat geschrieben:Christus hat am Kreuz nicht in erster Linie körperlich gelitten, sondern wegen deinen, meinen und unseren aller Sünden die alle auf Ihn gelegt wurden und Ihn 3 Stunden lang in geistlichen Qualen, alleine ohne Gott zu sein, am Kreuz so furchtbar leiden liessen.
Er ist nicht wegen den körperlichen Leiden am Kreuz gestorben, er hat Sein Leben aus sich gegeben.
Es wurden Ihm deshalb auch nicht wie üblich die Beine gebrochen (damit ein Gekreuzigter ersticken konnte)


Tut mir leid aber dieser Gleichnis geht nicht auf.
Die Sünde ist eine Realität und gleichzeitzig eine Relativität. Es gibt mill. Abstufungen. Und Sünden kann man nicht anderen aufbürden, genauso wie gute Taten nicht anderen aufbürden kann.
Die Frage ist; Hat man Jesus leiden lassen, damit man alle Sünden ihm aufbürden kann? Oder hat man ihm alle Sünden aufgebürdet, damit man ihn dafür leiden lassen kann?
Und was nimmt von einem die Sünde? Jesus oder sein Leiden. Nimmt das Leiden an sich die Sünden von einem, oder braucht man Jesus dazu? Und warum am Kreuz? Leiden kann man auch auf andere Arten. Das Leiden hat viele Gesichter.

Der Glaube aber, und es ist egal bei welchen Religionen, kann die Sünde nicht ausmerzen. Und wenn Jesus 1000 mal dafür gestorben ist, bleibt die Sünde bei jeden bestehen. Es ist müsig darüber zu diskutieren.
Man kann aber darüber diskutieren, mit welchen guten Taten das menschliche Zusammenleben angenehm gestallten kann.

Gruss
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon Oli4 » Di 28. Jul 2009, 10:14

Daniel2000 hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:Christus hat am Kreuz nicht in erster Linie körperlich gelitten, sondern wegen deinen, meinen und unseren aller Sünden die alle auf Ihn gelegt wurden und Ihn 3 Stunden lang in geistlichen Qualen, alleine ohne Gott zu sein, am Kreuz so furchtbar leiden liessen.
Er ist nicht wegen den körperlichen Leiden am Kreuz gestorben, er hat Sein Leben aus sich gegeben.
Es wurden Ihm deshalb auch nicht wie üblich die Beine gebrochen (damit ein Gekreuzigter ersticken konnte)


Tut mir leid aber dieser Gleichnis geht nicht auf.
Die Sünde ist eine Realität und gleichzeitzig eine Relativität. Es gibt mill. Abstufungen. Und Sünden kann man nicht anderen aufbürden, genauso wie gute Taten nicht anderen aufbürden kann.
Die Frage ist; Hat man Jesus leiden lassen, damit man alle Sünden ihm aufbürden kann? Oder hat man ihm alle Sünden aufgebürdet, damit man ihn dafür leiden lassen kann?
Und was nimmt von einem die Sünde? Jesus oder sein Leiden. Nimmt das Leiden an sich die Sünden von einem, oder braucht man Jesus dazu? Und warum am Kreuz? Leiden kann man auch auf andere Arten. Das Leiden hat viele Gesichter.

Der Glaube aber, und es ist egal bei welchen Religionen, kann die Sünde nicht ausmerzen. Und wenn Jesus 1000 mal dafür gestorben ist, bleibt die Sünde bei jeden bestehen. Es ist müsig darüber zu diskutieren.
Man kann aber darüber diskutieren, mit welchen guten Taten das menschliche Zusammenleben angenehm gestallten kann.


Hallo Daniel

Mein Zwischen-Einwurf an dich ging (zwar OT) einzig dahin, dir aufzuzeigen, dass Jesus nicht Jesus war, weil er die zweifelslos schrecklichen körperlichen Leiden ebenso wie tausende anderer gekreuzigter Juden ertragen musste, sondern etwas anderes im Vordergrund dieser tat stand.



Zu deinen letzteren Ausführungen:

Jes 53,12 Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan.

1Petr 2,24 der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.


Dein letzter Satz beantwortet Petrus als Teil des unumgänglichen Evangeliums und zweiteres als Aufruf, das von dir Gewünschte zu leben, was hier aber OT wäre, wenn auch IMMER erstrebenswert.

Du siehst, man muss hier nicht trennen wo es nichts zu trennen gibt, sondern das gemeinsame, verbindende und unlogisch erscheinende aber auflösende Element suchen und betrachten und dann diesem Weg nachgehen.
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon Daniel2000 » Do 30. Jul 2009, 15:31

Oli4 hat geschrieben:

Zu deinen letzteren Ausführungen:

Jes 53,12 Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan.

1Petr 2,24 der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.


Dein letzter Satz beantwortet Petrus als Teil des unumgänglichen Evangeliums und zweiteres als Aufruf, das von dir Gewünschte zu leben, was hier aber OT wäre, wenn auch IMMER erstrebenswert.

Du siehst, man muss hier nicht trennen wo es nichts zu trennen gibt, sondern das gemeinsame, verbindende und unlogisch erscheinende aber auflösende Element suchen und betrachten und dann diesem Weg nachgehen.


Bei Jesaja ist vom Volke Israel die Rede. Und bei Petrus indirekt genauso. Wenn Jesus als quasi Zeichen oder Merkmal für das gesamte Volk Israel steht so sei es so. Das Problem wird immer Paulus sein, den seine Lehre koppelt sich vom Tanach ab.
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon parepidimos » Fr 31. Jul 2009, 17:41

Daniel2000 hat geschrieben:Das Problem wird immer Paulus sein, den seine Lehre koppelt sich vom Tanach ab.

Den Griechen eine Torheit und den Juden ein Aergernis. Anlass zur Sorge bestaende, wenn es nicht so waere.
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon Daniel2000 » Fr 31. Jul 2009, 17:55

parepidimos hat geschrieben:
Daniel2000 hat geschrieben:Das Problem wird immer Paulus sein, den seine Lehre koppelt sich vom Tanach ab.

Den Griechen eine Torheit und den Juden ein Aergernis. Anlass zur Sorge bestaende, wenn es nicht so waere.


Für Juden ist es kein Ärgernis. Es bedeutet nur dass das Christentum keinen Fundament hat, ansonsten ist alles in Ordnung.

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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon parepidimos » Fr 31. Jul 2009, 18:15

Daniel2000 hat geschrieben:Es bedeutet nur dass das Christentum keinen Fundament hat, ansonsten ist alles in Ordnung.

Das Fundament bzw. der Eckstein des Christentums ist Christus. Du hast schon recht dass ohne Jesus fuer die Juden alles in Ordnung waere. Weil sie ihn verworfen haben, ist er ihnen zum Stolperstein geworden.
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon Daniel2000 » Mo 3. Aug 2009, 00:18

parepidimos hat geschrieben:
Daniel2000 hat geschrieben:Es bedeutet nur dass das Christentum keinen Fundament hat, ansonsten ist alles in Ordnung.

Das Fundament bzw. der Eckstein des Christentums ist Christus. Du hast schon recht dass ohne Jesus fuer die Juden alles in Ordnung waere. Weil sie ihn verworfen haben, ist er ihnen zum Stolperstein geworden.


Ich fasse Christus als einen Symbol auf. Symbol für das Volk Israel, da es ja wie im Jesaja 53 das Leiden des Volkes Israel nachempfindet. Und das Volk Israel lebt heute noch. Aber mehr als ein Symbol ist es nicht, da es mit Gott selbst nichts zu tun hat.

Das Leiden der Juden aber ist fest mit dem Glauben an den Tanach verknüpft und somit fundamental fest einzementiert. Das Leiden der Juden ist unleugbar genauso wie der Bund mit Gott unzertrennbar ist. Einen Symbol kann man nicht verwerfen oder annehmen, wenn dieses Symbol nichts weiter als die Realität des jüdischen Leidens beschreibt.

Gruss
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon parepidimos » Mo 3. Aug 2009, 03:40

Aus dem anderen Thread:
Pare hat geschrieben:Die Torah ist der alte Bund, welchen Gott mit dem Volk Israel (und nicht nur den Juden) geschlossen hat. Dieser Bund waere eigentlich verbindlich gewesen, aber die Menschen haben sich als unfaehig erwiesen, ihn zu halten. Das Resultat der Nicht-Einhaltung war Verbannung und Zerstreuung. Gott hat in seiner Menschwerdung den menschlichen Teil des Bundes schlussendlich selbst erfuellt, wie dies beim Buendnisritual mit Abraham bereits angedeutet ist: Gott geht zwischen den zerteilten Tieren durch, und nicht Abraham, wie es sich eigentlich gehoert haette. Erst in Jesus ist der alte Bund unzertrennlich erfuellt, und wird dadurch zum neuen Bund. Das neue Israel ist die Gemeinde Christi. Es ist nicht Jesus, welcher "nur" ein Symbol des Bundes ist, und welcher die Leiden des Judenvolkes nachempfunden hat, sondern umgekehrt: Israel ist "nur" ein Symbol, welches die Leiden Christi vorempfunden hat. An Jesus entscheidet sich schlussendlich alles. Er ist die neue Schoepfung, und die ultimative Realitaet.
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon Daniel2000 » So 9. Aug 2009, 10:35

parepidimos hat geschrieben:Aus dem anderen Thread:
Pare hat geschrieben:Die Torah ist der alte Bund, welchen Gott mit dem Volk Israel (und nicht nur den Juden) geschlossen hat. Dieser Bund waere eigentlich verbindlich gewesen, aber die Menschen haben sich als unfaehig erwiesen, ihn zu halten. Das Resultat der Nicht-Einhaltung war Verbannung und Zerstreuung. Gott hat in seiner Menschwerdung den menschlichen Teil des Bundes schlussendlich selbst erfuellt, wie dies beim Buendnisritual mit Abraham bereits angedeutet ist: Gott geht zwischen den zerteilten Tieren durch, und nicht Abraham, wie es sich eigentlich gehoert haette. Erst in Jesus ist der alte Bund unzertrennlich erfuellt, und wird dadurch zum neuen Bund. Das neue Israel ist die Gemeinde Christi. Es ist nicht Jesus, welcher "nur" ein Symbol des Bundes ist, und welcher die Leiden des Judenvolkes nachempfunden hat, sondern umgekehrt: Israel ist "nur" ein Symbol, welches die Leiden Christi vorempfunden hat. An Jesus entscheidet sich schlussendlich alles. Er ist die neue Schoepfung, und die ultimative Realitaet.



Das ist alles natürlich editiert
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Zuletzt geändert von bigbird am So 9. Aug 2009, 14:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: über Mod-Massnahmen diskutieren wir nicht im offenen Forum
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon Jakow » Fr 14. Aug 2009, 08:41

parepidimos hat geschrieben:
Daniel2000 hat geschrieben:Das Fundament bzw. der Eckstein des Christentums ist Christus. Du hast schon recht dass ohne Jesus fuer die Juden alles in Ordnung waere.
Jesus selber stellt hier eigentlich kein Problem dar, da man hierin einen frommen Juden erkennen kann, welcher versucht nach der Lehre zu leben und diese oft in seinen Worten wiedergab. Hier besteht aus jüdischer Sicht, also noch kein Unterschied zur jüdischen Lehre, vieles ist hier nur zitiert.

Aber was dann aus Jesus später gemacht wurde, trennt Christentum und Judentum.
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon Jakow » Fr 14. Aug 2009, 08:44

parepidimos hat geschrieben:Dieser Bund waere eigentlich verbindlich gewesen, aber die Menschen haben sich als unfaehig erwiesen, ihn zu halten.
Ein Bund ist kein Vertrag, welchen man halten muss, sondern ein gegenseitiges Versprechen. So hat G'tt ja schon bei Gründung des Bundes genau dieses vorgesehen und dennoch deutlich beschrieben, wie der Bund bestehen bleibt.

Was sich hieran später einmal geändert haben soll, bleibt also völlig offen.
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon tiktak » Mo 17. Aug 2009, 05:01

Es wurden Juden Massenweise verfolgt und getötet, es wurden Christen Massenweise verfolgt und getötet. sogenannte "Irrlehrer" verfolgt und getötet und wird heute noch getan, fanatische Moslems töten sich oder andere!
In früheren Religionen tötete man sowohl Tiere als auch Menschen! Man will sich gegenseitig bekehren- diskutiert und belehrt sich gegen einander-beschimpft sich oft -es kommt zu Trennungen von Freunden etc.wegen Glaubensansichten.......
Wann hat dieser religiöse Wahnsinn endlich ein Ende :idea: :idea: :idea:
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Re: Martyrium eines Juden

Beitragvon tiktak » Mo 17. Aug 2009, 05:30

Oli4 hat geschrieben:
Daniel2000 hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:Christus hat am Kreuz nicht in erster Linie körperlich gelitten, sondern wegen deinen, meinen und unseren aller Sünden die alle auf Ihn gelegt wurden und Ihn 3 Stunden lang in geistlichen Qualen, alleine ohne Gott zu sein, am Kreuz so furchtbar leiden liessen.
Er ist nicht wegen den körperlichen Leiden am Kreuz gestorben, er hat Sein Leben aus sich gegeben.
Es wurden Ihm deshalb auch nicht wie üblich die Beine gebrochen (damit ein Gekreuzigter ersticken konnte)


Tut mir leid aber dieser Gleichnis geht nicht auf.
Die Sünde ist eine Realität und gleichzeitzig eine Relativität. Es gibt mill. Abstufungen. Und Sünden kann man nicht anderen aufbürden, genauso wie gute Taten nicht anderen aufbürden kann.
Die Frage ist; Hat man Jesus leiden lassen, damit man alle Sünden ihm aufbürden kann? Oder hat man ihm alle Sünden aufgebürdet, damit man ihn dafür leiden lassen kann?
Und was nimmt von einem die Sünde? Jesus oder sein Leiden. Nimmt das Leiden an sich die Sünden von einem, oder braucht man Jesus dazu? Und warum am Kreuz? Leiden kann man auch auf andere Arten. Das Leiden hat viele Gesichter.

Der Glaube aber, und es ist egal bei welchen Religionen, kann die Sünde nicht ausmerzen. Und wenn Jesus 1000 mal dafür gestorben ist, bleibt die Sünde bei jeden bestehen. Es ist müsig darüber zu diskutieren.
Man kann aber darüber diskutieren, mit welchen guten Taten das menschliche Zusammenleben angenehm gestallten kann.


Hallo Daniel

Mein Zwischen-Einwurf an dich ging (zwar OT) einzig dahin, dir aufzuzeigen, dass Jesus nicht Jesus war, weil er die zweifelslos schrecklichen körperlichen Leiden ebenso wie tausende anderer gekreuzigter Juden ertragen musste, sondern etwas anderes im Vordergrund dieser tat stand.



Zu deinen letzteren Ausführungen:

Jes 53,12 Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan.

1Petr 2,24 der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.


Dein letzter Satz beantwortet Petrus als Teil des unumgänglichen Evangeliums und zweiteres als Aufruf, das von dir Gewünschte zu leben, was hier aber OT wäre, wenn auch IMMER erstrebenswert.

Du siehst, man muss hier nicht trennen wo es nichts zu trennen gibt, sondern das gemeinsame, verbindende und unlogisch erscheinende aber auflösende Element suchen und betrachten und dann diesem Weg nachgehen.

Und zu wem sagte das Petrus????
Ihr habt alles verdreht! Bringt alles durch einander! Aus Mangel an Erkenntniss!
Nein ich bin nicht hochmütig-aber ihr wollt nicht wach werden! Es wiederholt sich wieder das At :cry:
Hosea 4:6
Mein Volk geht aus Mangel an Erkenntnis zugrunde
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