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Glauben Juden an die Hölle

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

Moderator: Thelonious

Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon livia » Sa 20. Sep 2008, 22:15

Hallo Alle :) ,

kann mir einer bitte sagen, ob die Juden an eine ewige Verdammnis (Hölle, Feuersee etc.) glauben und glaubten? Was hatten Mose und Abraham und David geglaubt wo sie sein würden nach ihrem Tode? Was ist die Vorstellung der Juden, wenn sie sterben, wohin sie dann kommen bzw. was mit ihnen ist? Und was glauben die Juden, wo Andere, die keine Juden sind, sein werden? Oder was mit denen geschehen wird?

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Zuletzt geändert von livia am Sa 20. Sep 2008, 22:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Thelonious » Sa 20. Sep 2008, 22:28

livia hat geschrieben:Liebe nic,

kannst Du mir bitte sagen, ob die Juden an eine ewige Verdammnis (Hölle, Feuersee etc.) glauben und glaubten? Was hatten Mose und Abraham und David geglaubt wo sie sein würden nach ihrem Tode? Was ist die Vorstellung der Juden, wenn sie sterben, wohin sie dann kommen bzw. was mit ihnen ist? Und was glauben die Juden, wo Andere, die keine Juden sind, sein werden? Oder was mit denen geschehen wird?

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Gezielte Fragen an einen bestimmten User ("kannst Du mir bitte sagen...") sollten wohl besser nicht als Threaderöffnung, sondern als PN gestellt werden. Daher gehe ich davon aus, dass diese Fragestellung "...glauben Juden an eine ewige Verdammnis..." an alle gerichtet ist.

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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon livia » Sa 20. Sep 2008, 22:31

Gezielte Fragen an einen bestimmten User ("kannst Du mir bitte sagen...") sollten wohl besser nicht als Threaderöffnung, sondern als PN gestellt werden. Daher gehe ich davon aus, dass diese Fragestellung "...glauben Juden an eine ewige Verdammnis..." an alle gerichtet ist.


Ja, ok. Hast recht. Hab's geändert in meinem Beitrag...

bin auf alle Antworten gespannt :)
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon nic » Sa 20. Sep 2008, 22:43

Schoene Frage, Livia.
Die einfache Standardantwort ist: eine ewige Verdammnis gibt es nicht. Allgemein sind die Vorstellungen des Judentums zum Jenseits aber eher vage. Das sind Themen fuer die Mystiker. Klar ist, dass es eine leibliche Wiederauferstehung im messianischen Zeitalter geben soll. Ob das dann zeitlich begrenzt ist, weiss ich nicht sicher.
Zum Allgemeinwissen gehoert auch Gehenna (oder Gehinnom), das eine befristete "Laeuterungsphase" darstellt. Meist stellt man es so dar, dass der Mensch dort einfach mit seinen eigenen Taten konfrontiert wird - ungefiltert, ohne die Moeglichkeit, sich herauszureden oder etwas zu verdraengen. Eine ziemlich unangenehme Sache.
Dann gibt es noch die Vorstellung der "Kommenden Welt" - ich habe allerdings von unterschiedlichen Auffassungen dazu gelesen, ob das die perfekte, physische Welt nach dem Messias ist oder eine spirituelle Dimension. Man geht auf jeden Fall davon aus, dass das Maß, in dem wir uns in diesem Leben ein gutes Verhaeltnis zu Gott erarbeiten, bestimmt, zu welchem Grad wir davon profitieren. Gut wird es in jedem Fall; nur eben unterschiedlich gut. Nicht jeder hat Anteil an der Kommenden Welt; das hat aber nichts damit zu tun, ob man Jude ist, sondern damit, wie weit man Gottes Anforderungen an einen "anstaendigen Menschen" gerecht wird - im Verhaeltnis zu den persoenlichen Voraussetzungen. Diese Anforderungen sind fuer Juden hoeher als fuer Nichtjuden.
Und dann gibt es noch die jenseitigen Bestrafungsformen. Darueber weiss ich ziemlich wenig. Man hoert manchmal davon, dass bei Menschen, die allzusehr auf das Materielle fixiert waren, die Seele sich nicht (oder nur sehr langsam) vom Koerper loesen kann und bewusst (und leidend) den Verfall der geliebten leiblichen Huelle miterlebt. Andere Formen von Strafen gibt es auch; aber mein Wissen darueber haelt sich in engen Grenzen. Sie haben aber offenbar immer damit zu tun, dass der Betreffende sich bewusst und absichtlich gegen Gott auflehnt. Fehler aus Unwissenheit, mangelndem Verstaendnis, Schwaeche oder Unachtsamkeit sind davon nicht betroffen. Die werden in Gehenna "abgehandelt" - sofern man sie nicht schon zu Lebzeiten in Ordnung bringt.

Alles in allem spielen Vorstellungen vom "Jenseits" im Judentum keine grosse Rolle. Es reicht zu wissen, dass es "gut" ist, das Richtige zu tun und "schlecht", es nicht zu tun. Ich soll mich ja nicht hinsetzen und mir "ausrechnen", ob diese oder jene Suende die dazugehoerige Strafe wert ist. Auf jeden Fall glaubt man an eine ewige Seele; und das alles hat wenig bis nichts damit zu tun, ob man Jude ist.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon livia » So 21. Sep 2008, 08:23

Danke für Deine Antwort, nic. Das finde ich höchst interessant.

Zum Allgemeinwissen gehoert auch Gehenna (oder Gehinnom), das eine befristete "Laeuterungsphase" darstellt. Meist stellt man es so dar, dass der Mensch dort einfach mit seinen eigenen Taten konfrontiert wird - ungefiltert, ohne die Moeglichkeit, sich herauszureden oder etwas zu verdraengen. Eine ziemlich unangenehme Sache.


Ich frage mich nun, wie aus dieser Gehenna (die zeitlich befristet ist nach jüdischem Glauben) im NT bzw. von Jesus oder von den Christen eine Hölle, also eine EWIGE Verdammnis werden konnte? Das bereitet mir wirklich Kopfzerbrechen. Denn VOR den Christen war doch das Judentum da und das Christentum ist daraus in gewisser Weise entstanden. Und Jesus als Jude musste doch wissen, welche Bedeutung diese Gehenna hatte, an die die Juden glaubten, oder? Und wie kann es dann sein, dass der Gott des AT, der doch immer der Gleiche ist (dachte ich), sich im NT plötzlich eine viel schlimmere Strafe für die Menschen ausgedacht hat. Ist es dann so, dass die Menschen VOR Jesus nur eine Gehenna zu fürchten hatten und NACH Jesus in die ewige Verdammnis kommen? Das fänd ich überhaupt nicht gerecht.

jeder hat Anteil an der Kommenden Welt; das hat aber nichts damit zu tun, ob man Jude ist, sondern damit, wie weit man Gottes Anforderungen an einen "anstaendigen Menschen" gerecht wird - im Verhaeltnis zu den persoenlichen Voraussetzungen. Diese Anforderungen sind fuer Juden hoeher als fuer Nichtjuden.


Aha. Das empfinde ich als gerecht. Also ist es nicht so, dass die Juden die anderen nichtjüdischen Menschen in gewisser Weise als Unrat oder als verloren aussortieren? Jeder hat die gleiche Chance im Grunde, gemäß seiner persönlichen Voraussetzung?

Alles in allem spielen Vorstellungen vom "Jenseits" im Judentum keine grosse Rolle. Es reicht zu wissen, dass es "gut" ist, das Richtige zu tun und "schlecht", es nicht zu tun.


Das empfinde ich als mehr als gerecht. Und gut. Das man sein Bestes gibt. Also das was man gemäß seinem Gewissen oder Herzen als richtig oder falsch empfindet. Nur führt es vielleicht auch zu einer Art Gesetzlichkeit eventuell? Das weiß man ja auch von manchen Christen, dass diese versuchen aus eigener Kraft mit aller Macht gut zu sein - um nicht in die Hölle zu kommen.

Ich soll mich ja nicht hinsetzen und mir "ausrechnen", ob diese oder jene Suende die dazugehoerige Strafe wert ist. Auf jeden Fall glaubt man an eine ewige Seele; und das alles hat wenig bis nichts damit zu tun, ob man Jude ist.


Ah ja, Also hat das christentum den Glauben an eine ewige Seele aus dem Judentum übernommen. Also Teile wurden übernommen, so scheint es mir, anderes hinzugefügt und manches weggelassen. Hm :? .

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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon cori » So 21. Sep 2008, 12:03

livia hat geschrieben:Ah ja, Also hat das christentum den Glauben an eine ewige Seele aus dem Judentum übernommen. Also Teile wurden übernommen, so scheint es mir, anderes hinzugefügt und manches weggelassen. Hm :? .



Hallo livia

Jesus hat in seinen Predigten die Hölle erwähnt. Also kann man davon ausgehen, dass Jesus etwas wusste, was die Juden damals noch nicht wussten.
Das Christentum ist übrigens nicht ein Lehre die von den Juden übernommen wurde und dann verändert, sondern beruht auf dem was Jesus gesagt hat.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon pirate23 » So 21. Sep 2008, 12:33

cori hat geschrieben:Jesus hat in seinen Predigten die Hölle erwähnt

Das siehst du falsch, er hat Gehenna erwähnt.

sondern beruht auf dem was Jesus gesagt hat

Aha. Und worauf beruht das, was Jesus gesagt hat?
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon livia » So 21. Sep 2008, 12:34

cori hat geschrieben:Jesus hat in seinen Predigten die Hölle erwähnt. Also kann man davon ausgehen, dass Jesus etwas wusste, was die Juden damals noch nicht wussten.


Weiß nicht :? meines Wissens hat Jesus das Wort "Gehenna" gebraucht was dann später erst in Hölle umgemünzt wurde und dieses Wort Gehenna hatte ja bei den Juden die Bedeutung wie nic erklärte. Also nicht eine ewige Verdammnis. Wieso sollte Jesus ein bereits belegtes Wort (also was in seiner Bedeutung bereits belegt war) benutzen, um etwas ganz anderes zu meinen?

Das Christentum ist übrigens nicht ein Lehre die von den Juden übernommen wurde und dann verändert, sondern beruht auf dem was Jesus gesagt hat.


Aber Jesus war Jude! Und er kannte das Gesetz. Und sagte, dass er nicht gekommen ist, das Gesetz aufzuheben. Man kann doch nicht das Christentum ganz vom Judentum abkoppeln und isolieren, oder? Die Wurzel des Christentums liegt im Judentum. So sehe ich das. Und vieles ist miteingeflossen.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon nic » So 21. Sep 2008, 14:37

livia hat geschrieben:Ich frage mich nun, wie aus dieser Gehenna (die zeitlich befristet ist nach jüdischem Glauben) im NT bzw. von Jesus oder von den Christen eine Hölle, also eine EWIGE Verdammnis werden konnte? Das bereitet mir wirklich Kopfzerbrechen. Denn VOR den Christen war doch das Judentum da und das Christentum ist daraus in gewisser Weise entstanden. Und Jesus als Jude musste doch wissen, welche Bedeutung diese Gehenna hatte, an die die Juden glaubten, oder?

Ich kann dazu nur sagen, dass die Ueberlieferungen ueber Jesus urspruenglich in Griechisch verfasst sind. Die Leute, die das niedergeschrieben haben, waren also ganz offensichtlich noch anderen Einfluessen als den juedischen ausgesetzt. Wie glaubwuerdig diese Darstellungen sind, muss jeder selbst beurteilen.


Also ist es nicht so, dass die Juden die anderen nichtjüdischen Menschen in gewisser Weise als Unrat oder als verloren aussortieren? Jeder hat die gleiche Chance im Grunde, gemäß seiner persönlichen Voraussetzung?
Korrekt. Der Talmud stellt z.B. fest, dass ein Nichtjude, der sich mit der Torah beschaeftigt, auf der gleichen Stufe steht wie der Hohepriester.

Alles in allem spielen Vorstellungen vom "Jenseits" im Judentum keine grosse Rolle. Es reicht zu wissen, dass es "gut" ist, das Richtige zu tun und "schlecht", es nicht zu tun.


Das empfinde ich als mehr als gerecht. Und gut. Das man sein Bestes gibt. Also das was man gemäß seinem Gewissen oder Herzen als richtig oder falsch empfindet. Nur führt es vielleicht auch zu einer Art Gesetzlichkeit eventuell?

Livia - unser Gewissen oder Herz kann uns nur allzu leicht zum Narren halten. Meist halten wir genau das fuer richtig, was wir gerade wollen. Deshalb hat Gott Israel eine Menge Gesetze gegeben. Viele davon dienen dazu, die Beziehung zu Gott "wachzuhalten". Viele regeln den Umgang mit anderen Menschen. Wenn man es dem Einzelnen ueberlaesst zu beurteilen, was falsch und richtig ist, macht erfahrungsgemaess jeder, was er will. Und findet dann tausenderlei Begruendungen, warum das angeblich richtig ist. Deshalb hat Gott diese Vorgaben gemacht. Fuer Nichtjuden sind das weniger und einfachere Forderungen, wie z.B. das Verbot zu morden oder zu stehlen. Aber es steht uns frei, von uns selbst mehr zu verlangen. Dabei sollen wir uns natuerlich selbst bemuehen - aber auf Gottes Unterstuetzung sind wir immer angewiesen.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon noah » Mo 22. Sep 2008, 01:47

nic hat geschrieben:Alles in allem spielen Vorstellungen vom "Jenseits" im Judentum keine grosse Rolle. Es reicht zu wissen, dass es "gut" ist, das Richtige zu tun und "schlecht", es nicht zu tun. Ich soll mich ja nicht hinsetzen und mir "ausrechnen", ob diese oder jene Suende die dazugehoerige Strafe wert ist. Auf jeden Fall glaubt man an eine ewige Seele; und das alles hat wenig bis nichts damit zu tun, ob man Jude ist.

Ob wirklich "Jenseits" in heutigem Judentum keine grosse Rolle hat,ist fragwürdig.
Aber auf jedenfall sollte es eine grosse Rolle spielen:

jes. 13,6. Heulet, denn des HErrn Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen

jes13,9. Denn siehe, des HErrn Tag kommt grausam, zornig, grimmig, das Land zu verstören und die Sünder daraus zu vertilgen.

10. Denn die Sterne am Himmel und sein Orion scheinen nicht helle; die Sonne gehet finster auf, und der Mond scheinet dunkel.

11. Ich will den Erdboden heimsuchen um seiner Bosheit willen und die Gottlosen um ihrer Untugend willen; und will des Hochmuts der Stolzen ein Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen demütigen,
12. daß ein Mann teurer sein soll denn fein Gold und ein Mensch werter denn Goldstücke aus Ophir.

13. Darum will ich den Himmel bewegen, daß die Erde beben soll von ihrer Stätte durch den Grimm des HErrn Zebaoth und durch den Tag seines Zorns.


Hier haben wir es was wir als Paradis oder Hölle bezeichnen werden:
3,10. Prediget von den Gerechten, daß sie es gut haben; denn sie werden die Frucht ihrer Werke essen.

11. Wehe aber den Gottlosen, denn sie sind boshaftig, und es wird ihnen vergolten werden, wie sie es verdienen.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Johncom » Mo 22. Sep 2008, 09:10

Hm ... interessantes Thema. Und schoene Ausarbeitung von Nic. :!:
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Grasy » Di 23. Sep 2008, 19:57

pirate23 hat geschrieben:Das siehst du falsch, er hat Gehenna erwähnt.


z.B. hier:

"Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht können töten; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle." (Mt 10:28 - Lut1912)

"Ärgert dich dein Auge, so wirf's von dir! Es ist dir besser, daß du einäugig in das Reich Gottes gehest, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das höllische Feuer geworfen, da ihr Wurm nicht stirbt ihr Feuer nicht verlöscht." (Mk 9:47-48 - Lut1912)
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Grasy » Di 23. Sep 2008, 20:34

nic hat geschrieben:Korrekt. Der Talmud stellt z.B. fest, dass ein Nichtjude, der sich mit der Torah beschaeftigt, auf der gleichen Stufe steht wie der Hohepriester.


Mit der Torah beschäftigen sich aber auch Christen gell? ;) - Jedoch - Darf das denn der Talmud feststellen? Da hat doch bitte das Gesetz Mose als von Gott geboten etwas festzustellen. Oder was heißt denn "auf der gleichen Stufe"? Auf gleicher Stufe mit dem Geschlecht Aaron? Das wäre ziemlich erstaunlich. :o Oder welche Hohepriester denn? Gehört da nicht auch opfern dazu und einmal im Jahr ins Allerheiligste zu gehen? Sollen die dann noch weitere Sündopfer bringen? Wozu denn bitte? Aufgrund wessen Auftrag denn - und wo? Zwar dürfen sie als Hohepriester ins Allerheiligste, aber Passah halten dürfen sie nicht? Ist das nicht etwas sehr fragwürdig?

"Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise Passah zu halten. Kein Fremder soll davon essen." (2.Mo 12:43 - Lut1912)

Was soll es denn nützen Tiere zu opfern wenn wir uns versündigen wenn das nicht eigentlich eine gewisse Zeit eingesetzt wurde um auf etwas kommendes hinzuweisen?

"Denn das Gesetz hat den Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst; alle Jahre muß man opfern immer einerlei Opfer, und es kann nicht, die da opfern, vollkommen machen;" (Heb 10:1 - Lut1912)


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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon nic » Di 23. Sep 2008, 20:51

Grasy hat geschrieben:Darf das denn der Talmud feststellen? Da hat doch bitte das Gesetz Mose als von Gott geboten etwas festzustellen.

Darf denn ein Jude feststellen, dass es letzte Nacht geregnet hat? Das ist ja keine "juristische" Wertung, sondern eine ethische Ueberlegung.
Oder was heißt denn "auf der gleichen Stufe"?
Spirituell. Mit Opfern hat das nichts zu tun.

Was soll es denn nützen Tiere zu opfern wenn wir uns versündigen wenn das nicht eigentlich eine gewisse Zeit eingesetzt wurde um auf etwas kommendes hinzuweisen?
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Grasy » Di 23. Sep 2008, 21:51

nic hat geschrieben:Darf denn ein Jude feststellen, dass es letzte Nacht geregnet hat?


Was hat das denn damit zu tun? Im Gesetz wurde bezüglich Hohepriester so einiges geboten. Ob es letzte Nacht geregnet hat oder nicht spielt da keine Rolle. :)


Mit Opfern hat das nichts zu tun.


Der Hohepriester im Gesetz Mose hingegen sehr wohl!


Beziehungspflege.


Sonst nichts? Eigentlich machte es doch den Menschen ständig klar daß sie Sünder waren und daß es eines Opfers braucht. Gilt das mit Beziehungspflege deiner Meinung denn auch beim Passahlamm? -> 2.Mo 12:13 - Und wenn ja was hat es zur Beziehungspflege zu bedeuten dem Lamm nicht die Beine zu brechen? Ich meine getötet wurde es ohnehin (-> 2.Mo 12:48 / Joh 19:33)


Mfg,
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon nic » Di 23. Sep 2008, 22:51

Grasy hat geschrieben:Im Gesetz wurde bezüglich Hohepriester so einiges geboten.
Es hat ja auch keiner gesagt, dass sie Hohepriester sind, sondern dass sie sich auf demselben spirituellen Level befinden, also in ihrer Beziehung zu Gott "gleichrangig".

Beziehungspflege.


Sonst nichts? Eigentlich machte es doch den Menschen ständig klar daß sie Sünder waren und daß es eines Opfers braucht.
Dass es eines Opfers braucht? Wozu? Das Opfer ist eine Hilfestellung fuer den Menschen; eine formalisierte Methode, ein (kleineres) Problem mit Gott wieder in Ordnung zu bringen und ihr "Gottesbewusstsein" in Alltagsdingen zu verbessern. Es gibt keine Opfer fuer schwere und absichtliche Vergehen.
Gilt das mit Beziehungspflege deiner Meinung denn auch beim Passahlamm? -> 2.Mo 12:13
Prinzipiell ja; nur ist das Passahlamm kein Suend- oder Schuldopfer. Da kommen eher Aspekte von Treue und Gehorsam zum Tragen.
Uebrigens duerfen Opfertiere prinzipiell keinen koerperlichen Makel haben, und ganz bestimmt keine gebrochenen Beine. Warum das hier ausdruecklich erwaehnt ist, weiss ich nicht sicher; nehme aber an, dass durch das Passahlamm als das erste gesetzlich definierte Opfertier hier "pars pro toto" generelle Standards festgelegt werden.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Grasy » Mi 24. Sep 2008, 19:34

nic hat geschrieben:Es hat ja auch keiner gesagt, dass sie Hohepriester sind


Dann halte ich den Vergleich für etwas seltsam. Sie durften nicht am Passah teilnehmen und sogar die Priester gingen nur in die vordere Hütte. In's Allerheiligste aber ging aber der Hohepriester einmal im Jahr - jedoch nicht ohne Blut das er opferte für seine und der Volk Versehen.


Dass es eines Opfers braucht? Wozu?


Es ist ja nicht mal jedes Opfer gleich. Was liest du denn zum Passahlamm? (2.Mo 12:13) Oder was liest du zum Sündenbock? (3.Mo 16). Ein kleineres Problem trifft es bei weitem nicht! Ohne Blut vergießen geschieht keine Vergebung. Oft deutet es im AT auf Jesus hin.


Uebrigens duerfen Opfertiere prinzipiell keinen koerperlichen Makel haben, und ganz bestimmt keine gebrochenen Beine.


Für das Passahlamm gilt jedoch ausdrücklich daß die Beine nicht zerbrochen werden durften. Das hat auch seine Bedeutung (Joh 19:33)


Mfg,
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon nic » Mi 24. Sep 2008, 20:41

Grasy hat geschrieben:
nic hat geschrieben:Es hat ja auch keiner gesagt, dass sie Hohepriester sind


Dann halte ich den Vergleich für etwas seltsam. Sie durften nicht am Passah teilnehmen und sogar die Priester gingen nur in die vordere Hütte.

Ich verstehe Dein Problem nicht. Es liegt doch in der Natur von Vergleichen, dass es zwischen den verglichenen Dingen Unterschiede gibt. Wenn ich sage, dass in meine Badewanne so viel Wasser passt wie in 10 Eimer, heisst das ja auch nicht, dass man in Eimern baden kann.

Es ist ja nicht mal jedes Opfer gleich.

Da sind wir uns einig.
Was liest du denn zum Passahlamm? (2.Mo 12:13)
Dazu lese ich:
Und das Blut soll euch zum Zeichen dienen an euren Häusern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, ich an euch vorübergehe und euch die Plage nicht widerfahre, die euch verderbe, wenn ich die Ägypter schlagen werde.

Und?
Oder was liest du zum Sündenbock? (3.Mo 16)
Dazu lese ich:
20Und wenn er die Sühne für das Heiligtum und die Stiftshütte und den Altar erwirkt hat, so soll er den lebendigen Bock herzu bringen, 21und Aaron soll seine beiden Hände auf dieses lebendigen Bockes Kopf stützen und auf ihn alle Missetaten der Kinder Israel und alle ihre Übertretungen samt ihren Sünden bekennen, und soll sie dem Bock auf den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereitsteht, in die Wüste jagen lassen; 22daß also der Bock alle ihre Missetaten auf sich in eine Wildnis trage; und er soll ihn in der Wüste loslassen.
.
Für das Passahlamm gilt jedoch ausdrücklich daß die Beine nicht zerbrochen werden durften.
Ich hab's nochmal nachgelesen - aus dem Kontext ergibt sich ziemlich deutlich, dass es das tote Tier ist, dem (beim Verzehr) kein Knochen gebrochen werden soll.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Grasy » Mi 24. Sep 2008, 21:04

Was du bezüglich Passahlamm nochmal nachgelesen hast lässt sich durchaus mit Joh 19 vergleichen. Aber lassen wir es vielleicht trotzdem an der Stelle hierzu nic. Da wäre ein anderer Thread sicher passender.

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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Jakow » Do 25. Sep 2008, 09:43

cori hat geschrieben:Jesus hat in seinen Predigten die Hölle erwähnt. Also kann man davon ausgehen, dass Jesus etwas wusste, was die Juden damals noch nicht wussten.
Vielleicht sollte man bei solche Betrachtungen genau unterscheiden, zwischen dem was Jesus sagte und sehr wohl zu fast 100% im Judentum verankert ist und dem, was später daraus im Christentum entstanden ist. So kenne ich keine Aussagen von Jesus zum Leben nach dem Tode welches der jüdischen Lehre seiner Zeit gross widersprach oder hier Neuerung einbrachte.

cori hat geschrieben:Das Christentum ist übrigens nicht ein Lehre die von den Juden übernommen wurde und dann verändert, sondern beruht auf dem was Jesus gesagt hat.
Und dieses wiederum ist ganz in der jüdischen Lehre verankert, führt hier Diskussionen aus, zitiert andere jüdische Gelehrte oder beantwortet Diskussion aus dieser Lehre.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Jakow » Do 25. Sep 2008, 09:48

noah hat geschrieben:Ob wirklich "Jenseits" in heutigem Judentum keine grosse Rolle hat, ist fragwürdig. Aber auf jedenfall sollte es eine grosse Rolle spielen
Was sollte daran fragwürdig sein? Ich kann nic nur beipflichten, dass das Jenseits im Judentum nie eine grosse Rolle spielte und auch heute spielt. :o

Dieses sieht man schon alleine daran, wie genau die Beschreibungen darüber im Tanach aber auch später Ausführungen dazu sind (nur fage Andeutungen) und wie einig sich die Gelehrte darüber sind (es gibt verschiedenste Konzepte) ;)

Und auch aus deinen Zitaten geht nicht hervor, warum nun das Jenseits eine grosse Rolle spielen sollte, da alle Zitate doch alleine auf das Dieseits verweisen, denn wo wenn nicht hier und jetzt sollten wir uns darauf vorbereiten? :)
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Jakow » Do 25. Sep 2008, 09:54

Grasy hat geschrieben:
pirate23 hat geschrieben:Das siehst du falsch, er hat Gehenna erwähnt.


z.B. hier:

"Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht können töten; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle." (Mt 10:28 - Lut1912) Nu, was widerspricht hier nics Darstellung vom Gehinom?

"Ärgert dich dein Auge, so wirf's von dir! Es ist dir besser, daß du einäugig in das Reich Gottes gehest, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das höllische Feuer geworfen, da ihr Wurm nicht stirbt ihr Feuer nicht verlöscht." (Mk 9:47-48 - Lut1912)
Auch dieses widerspricht ja nicht nics Darstellung, da das Gehinom zu allen Zeiten besteht. Das jemand dort ewiglich leiden wird, steht im Zitat ja nicht.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Jakow » Do 25. Sep 2008, 10:00

Grasy hat geschrieben:Mit der Torah beschäftigen sich aber auch Christen gell? ;) - Jedoch - Darf das denn der Talmud feststellen?
Ich verstehe hierbei das Problem nicht. Ja, es ist richtig, dass sich Christen damit beschäftigen. Ist es nun so wunderlich, dass das Judentum andere nicht verdammt, gar in den Himmel hebt?

Grasy hat geschrieben:Da hat doch bitte das Gesetz Mose als von Gott geboten etwas festzustellen.
Nu, der Talmud gehört zu diesem Gesetz, auch wenn das heutige Christen anscheind verdrängen und vergessen haben. So bezieht sich Jesus z. B. in vielen seinen Aussprüchen eben nicht auf die schriftliche Lehre, sondern auf die Mündliche.

Grasy hat geschrieben:Oder was heißt denn "auf der gleichen Stufe"?
Hierbei geht es um das Erlangen des Heils, des Anrechts auf die kommende Welt. Der Hohepriester erhält dieses automatisch, wenn er seinen Dienst fehlerfrei ausfügrt, der Nichtjude schon wenn er alleine nur die Tora lernt.

Grasy hat geschrieben:Was soll es denn nützen Tiere zu opfern wenn wir uns versündigen wenn das nicht eigentlich eine gewisse Zeit eingesetzt wurde um auf etwas kommendes hinzuweisen?
Das der Opferdienst nur für eine bestimmte Zeit sei, steht nirgends in der Tora und der Tanach widerspricht dem, wenn er den Opferdienst sogar in der kommenden Welt annimmt.

Grasy hat geschrieben:"alle Jahre muß man opfern immer einerlei Opfer, und es kann nicht, die da opfern, vollkommen machen;" (Heb 10:1 - Lut1912)
Hier hat wohl jemand den jüdischen Opferdienst nicht verstanden oder verweist darauf, was eben dieses Opfer nicht ist.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Jakow » Do 25. Sep 2008, 10:03

Grasy hat geschrieben:Sonst nichts? Eigentlich machte es doch den Menschen ständig klar daß sie Sünder waren und daß es eines Opfers braucht.
Hierzu sei angemerkt, dass

a) nur einige wenige Sünden nach einer Umkehr zu G'tt zu einem Opfer führen
b) nur einige wenige Opfer etwas mit Sünden zu tun haben
c) für eine Umkehr zu G'tt das Opfer nicht benötigt wird. Das Opfer reinigt also nicht die Sünde, sondern ist die erste Tat nach der Reinigung.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Jakow » Do 25. Sep 2008, 10:35

Grasy hat geschrieben: Ohne Blut vergießen geschieht keine Vergebung.
Das ist nun schlicht falsch. Die Vergebung erfolgt vor jeglichem Opfer und für die meisten Sünden ist anschliessend kein Opfer notwendig. Hier unterscheidet sich halt die jüdische und christliche Vorstellung vom Opfer ziehmlich.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Grasy » Do 25. Sep 2008, 19:09

Jakow hat geschrieben:Auch dieses widerspricht ja nicht nics Darstellung, da das Gehinom zu allen Zeiten besteht. Das jemand dort ewiglich leiden wird, steht im Zitat ja nicht.


Dieses steht im NT Jakow. Willst du das bestätigen? Dann gehört aber alles dazu. Oder was willst du sonst?
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Grasy » Do 25. Sep 2008, 19:52

Jakow hat geschrieben:Ich verstehe hierbei das Problem nicht. Ja, es ist richtig, dass sich Christen damit beschäftigen. Ist es nun so wunderlich, dass das Judentum andere nicht verdammt, gar in den Himmel hebt?


Ja schon. Weil das Judentum kann das gar nicht. Die Juden wurden wohl von Gott auserwählt. In den Himmel heben kann aber nur Gott. Willst du denn hergehen und den Menschen die Sünden erlassen weil diese die Torah studieren? Wer bist du denn Jakow? Das kannst du schlicht und ergreifend nicht. Auch der Vergleich mit dem Hohepriester ist überaus deplaziert. Menschen die sich mit der Torah beschäftigen sind weder Hohepriester im Sinne von Aaron noch sind sie Jesus. Und was das beschäftigen betrifft: Auch die Russen haben sich (vor Verhören) mit der Bibel beschäftigt und sich dann daran gemacht mit eben diesem Wort der Bibel ihren Gefangenen eins reinzuwürgen. Da saß dann schon mal ein Jude und ein Muslim und ein Christ in Haft weil sie Atheismus nicht akzeptabel fanden. Ein beschäftigen mit der Torah (so sehr ich sie auch schätze) macht nicht Heil und hebt auch nicht in den Himmel. Das tut es ganz einfach nicht. Das ist falsch. Ich schreibe es nochmal: Es ist falsch, ein Beschäftigen mit der Torah hebt nicht in den Himmel.


Grasy hat geschrieben:Da hat doch bitte das Gesetz Mose als von Gott geboten etwas festzustellen.
Nu, der Talmud gehört zu diesem Gesetz, auch wenn das heutige Christen anscheind verdrängen und vergessen haben.


Der Talmud ist nicht die Torah. Das magst du vielleicht so sehen. Diese Ansicht ist aber nicht christlich. (-> Mt 15)


Grasy hat geschrieben:Der Hohepriester erhält dieses automatisch, wenn er seinen Dienst fehlerfrei ausfügrt, der Nichtjude schon wenn er alleine nur die Tora lernt.


Und das ist ganz einfach Unwahr Jakow. Da brauch ich nicht mal das NT aufzuschlagen. Da genügt schon ein Blick ins Gesetz Mose. Der Nichtjude kann die ganze Torah vorwärts und rückwärts aufwendig sagen - er darf nicht mal am Passah teilnehmen und er darf auch nicht ins Allerheiligste. Zum Passah müsste er sich schon mal beschneiden lassen und ins Allerheiligste darf er trotzdem nicht. Wenn er aber auch am Passah teilnimmt heißt das nicht daß er deswegen "Hohepriester-level" wäre oder daß es so ein Level überhaupt gäbe. Sogar der Hohepriester musste für seine eigenen Versehen opfern (nicht nur für die des Volks). In meinen Augen ist das nur "Honig um den Mund schmieren". Es ist sehr empfehlenswert sich mit der Schrift zu befassen - aber das macht eigentlich nicht heil - und schon gar nicht wir der Heide plötzlich durch das lesen der Torah ein spiritueller Hohepriester.


Das der Opferdienst nur für eine bestimmte Zeit sei


Dazu müsstest du aber auch noch erfassen daß Jesus DER Hohepriester ist der die Schrift erfüllt hat - gerade eben das was bisher nur angedeutet war. Das von Menschenhand gemacht ist nicht das himmlische. Das Heiligtum daß von Gott geboten die Israeliten durch die Wüste getragen haben war eben von Menschenhand. Es war aber nach etwas gemacht. Das hat eine Bedeutung und diese wird erst erfüllt durch Jesus Christus.

"welche dienen dem Vorbilde und dem Schatten des Himmlischen; wie die göttliche Antwort zu Mose sprach, da er sollte die Hütte vollenden: »Schaue zu,« sprach er, »daß du machest alles nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt ist.«" (Heb 8:5 - Lut1912)


Hier hat wohl jemand den jüdischen Opferdienst nicht verstanden oder verweist darauf, was eben dieses Opfer nicht ist.


Doch, doch Paulus hat es sehr wohl verstanden. Es mag sein daß ein Heide niemals die Torah liest wie ein Jude. Er kennt weder die Sitten noch Bräuche. Dort aber wo Gott selbst es klar und deutlich gemacht hat wie es sich verhält kann man einen Widerspruch selbst von Seiten der Juden missachten und tut gut daran. Das ist vielleicht so wie wenn der einzige der es zu 100% weiß die welche es wissen sollten in ihrem Glauben belässt und sich einen Lausebengel von der Straße hohlt, der keine Ahnung hat - überhaupt keine - und ihn das zeigt daß eigentlich jene wissen sollten. Paulus war Jude, Pharisäer und er wurde Christ. Im Gesetz Mose findest du nicht nur einmal die Ordnung bezüglich Opfer und was mit dem Blut gemacht werden musste. Das hat aber alles seinen Sinn. Wenn der aber nicht darin liegt wie es im NT bestätigt wurde ist er zu 100% falsch.


Mfg,
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Grasy » Do 25. Sep 2008, 20:08

Jakow hat geschrieben:a) nur einige wenige Sünden nach einer Umkehr zu G'tt zu einem Opfer führen
b) nur einige wenige Opfer etwas mit Sünden zu tun haben
c) für eine Umkehr zu G'tt das Opfer nicht benötigt wird. Das Opfer reinigt also nicht die Sünde, sondern ist die erste Tat nach der Reinigung.


Nicht mal der Hohepriester kommt ohne Opfer für sich selbst aus Jakow!

"Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und opfere dein Sündopfer und dein Brandopfer und erwirke Sühnung für dich und das Volk. Danach bringe das Opfer des Volkes dar und erwirke Sühnung für sie, wie der HERR es geboten hat!" (3.Mo 9:7 - Schlachter2000)
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon nic » Do 25. Sep 2008, 21:42

Grasy hat geschrieben:In den Himmel heben kann aber nur Gott. Willst du denn hergehen und den Menschen die Sünden erlassen weil diese die Torah studieren? Wer bist du denn Jakow?
Erstens ist "in den Himmel heben" eine Redewendung, die etwa dasselbe bedeutet wie "ueber den gruenen Klee loben". Das Judentum versucht nicht, ueber den Zugang zum Himmel zu entscheiden, es lobt diese Menschen. Und die Aussage im Talmud gibt eine theologische Auffassung wieder, genauso wie Deine Bemerkung: Ein beschäftigen mit der Torah (so sehr ich sie auch schätze) macht nicht Heil und hebt auch nicht in den Himmel.
Auch der Vergleich mit dem Hohepriester ist überaus deplaziert. Menschen die sich mit der Torah beschäftigen sind weder Hohepriester im Sinne von Aaron noch sind sie Jesus.

Das hatten wir doch schon: Niemand sagt, dass sie Hohepriester sind.
Und was das beschäftigen betrifft: Auch die Russen haben sich (vor Verhören) mit der Bibel beschäftigt und sich dann daran gemacht mit eben diesem Wort der Bibel ihren Gefangenen eins reinzuwürgen.

Auch (und gerade) talmudische Aussagen muessen interpretiert werden. Selbstverstaendlich bezieht sich das nicht auf irgendeine Art der Beschaeftigung, sondern auf eine, die dem Zweck der Torah entspricht. Das kann auf Christen zutreffen oder auch nicht.

Der Talmud ist nicht die Torah. Das magst du vielleicht so sehen. Diese Ansicht ist aber nicht christlich. (-> Mt 15)
Ich schaetze, Jakow weiss, dass das nicht christlich ist. Tatsache ist aber, dass die muendliche Lehre eine einheitliche Auslegung der Torah - anders als im Christentum - erst moeglich macht, und dass manche Stellen ohne diese Ergaenzung gar nicht sinnvoll waeren - etwa wenn Gott sagt, ein Opfer solle so gebracht werden "wie Ich es euch geboten habe", aber nirgends steht, wie Er es denn geboten hat.

Grasy hat geschrieben:Der Hohepriester erhält dieses automatisch, wenn er seinen Dienst fehlerfrei ausführt, der Nichtjude schon wenn er alleine nur die Tora lernt.


Und das ist ganz einfach Unwahr Jakow. Da brauch ich nicht mal das NT aufzuschlagen. Da genügt schon ein Blick ins Gesetz Mose. Der Nichtjude kann die ganze Torah vorwärts und rückwärts aufwendig sagen - er darf nicht mal am Passah teilnehmen und er darf auch nicht ins Allerheiligste.

Und was hat das mit der Kommenden Welt zu tun?
Zuletzt geändert von nic am Do 25. Sep 2008, 21:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon nic » Do 25. Sep 2008, 21:48

Grasy hat geschrieben:Nicht mal der Hohepriester kommt ohne Opfer für sich selbst aus Jakow!

Dass Gott Opfer geboten hat, heisst nicht, dass man ohne sie "nicht auskommen" kann.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Grasy » Do 25. Sep 2008, 22:12

nic hat geschrieben:Das Judentum versucht nicht, ueber den Zugang zum Himmel zu entscheiden, es lobt diese Menschen.


Warum wurde der Vergleich mit dem Hohepriester hier eigentlich genannt?


Das hatten wir doch schon: Niemand sagt, dass sie Hohepriester sind.


Nachdem der Hohepriester aber nicht irgend eine Person ist - enthebt sich der Vergleich doch jedem Bezug. Was also soll das nützen? Was soll das nützen jemanden im Lob einem Hohepriester gleich zu stellen der praktisch weder am Passah teilnehmen darf noch ins Allerheiligste? Schmeicheln? Welcher Vergleich bleibt denn dann unter'm Strich? Der Hohepriester ist eben jemand der eine besondere Aufgabe erfüllen soll die nicht jeder erfüllt, ja auch nicht erfüllen kann/darf. Also ist ein Vergleich in meinen Augen nach wie vor sehr unangemessen - selbst wenn man das ganze dann wieder relativiert.


Und was hat das mit der Kommenden Welt zu tun?


"mit der kommenden Welt" so einiges. Ich befürchte nur mit dem eigentlichem Thema hier nur noch entfernt.


Mfg,
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Jakow » Fr 26. Sep 2008, 10:06

Grasy hat geschrieben:Ja schon. Weil das Judentum kann das gar nicht.
Und was ist das Judentum? Die Summe der jüdischen Lehre, welche dem jüdischen Volk am Sinai offenbart wurde. Wenn also aus dieser Lehre etwas hervor geht, dann kommt dieses nicht von den Juden (ausser einige Ausnahme) sondern von G'tt.

Grasy hat geschrieben:In den Himmel heben kann aber nur Gott.
Ja und er hat der ganzen Menschheit offenbart, nach welchen Bedingungen er dieses tun wird, bzw. was ein Mensch hierfür versuchen muss.

Grasy hat geschrieben:Willst du denn hergehen und den Menschen die Sünden erlassen weil diese die Torah studieren?
Darum geht es überhaupt nicht.

Grasy hat geschrieben:Auch der Vergleich mit dem Hohepriester ist überaus deplaziert. Menschen die sich mit der Torah beschäftigen sind weder Hohepriester im Sinne von Aaron noch sind sie Jesus.
Nur weil du etwas offensichtlich nicht verstehen willst, ist es noch lange nicht deplaziert.

Grasy hat geschrieben:Und was das beschäftigen betrifft: Auch die Russen haben sich (vor Verhören) mit der Bibel beschäftigt und sich dann daran gemacht mit eben diesem Wort der Bibel ihren Gefangenen eins reinzuwürgen.
LOL, das Wort "beschäftigen" wurde HIER im Kontext verwendet und ich gehe davon aus, dass die Meisten hier auch verstehen, was damit gemeint ist.

Grasy hat geschrieben:Das tut es ganz einfach nicht. Das ist falsch. Ich schreibe es nochmal: Es ist falsch, ein Beschäftigen mit der Torah hebt nicht in den Himmel.
Ist es falsch? Nu, wer die Tora lernt (nichts anderes war hier mit beschäftigen gemeint), der wird als Nichtjude dazu kommen, die noachidischen Gebote einzuhalten. Belege dafür gibt es viele. Und damit steht er als Nichtjude eben auf einer Stufe mit dem Hohepriester und die kommende Welt ist ihm von G'tt versprochen. Das dieses aus christlicher Sicht falsch sein muss (obwohl im Tanach so enthaltn) ist auch verständlich, denn dann bedarf es ja keines Christus.

Grasy hat geschrieben:Der Talmud ist nicht die Torah. Das magst du vielleicht so sehen. Diese Ansicht ist aber nicht christlich. (-> Mt 15)
Die Tora selbst verweist auf den Talmud :-)

Grasy hat geschrieben:Der Nichtjude kann die ganze Torah vorwärts und rückwärts aufwendig sagen - er darf nicht mal am Passah teilnehmen und er darf auch nicht ins Allerheiligste.
Ja und? Ich denke dieser Punkt wurde dir schon detailiert genug erläutert.

Grasy hat geschrieben:Dazu müsstest du aber auch noch erfassen daß Jesus DER Hohepriester ist der die Schrift erfüllt hat - gerade eben das was bisher nur angedeutet war.
Nu, das zu erkennen, will mir wohl nicht gelingen. Was wohl mit daran liegt, dass ich die jüdische Lehre dafür zu gut kenne und dadurch weiss, dass Jesus sich oft auf ganz andere Dinge bezog, als Christen dieses in Unkenntnis der jüdischen Lehre annehmen. Dadurch wird dann aus Jesus auch kein Götze, sondern er bleibt Jude, der versuchte seine Zeitgenossen zur Tora zu führen.

Grasy hat geschrieben:Doch, doch Paulus hat es sehr wohl verstanden.
Den Eindruck haben nicht nur ich eben überhaupt nicht.

Grasy hat geschrieben:Paulus war Jude, Pharisäer und er wurde Christ.
Nu, dann steht sein Wort gegenüber zahlreichen anderen Juden, Pharisärern, welche nicht Christ wurden.

Grasy hat geschrieben:Wenn der aber nicht darin liegt wie es im NT bestätigt wurde ist er zu 100% falsch.
Warum sollte G'tt ein Volk auswählen und es dann jahrtausende in die Irre führen, nur um dann nach Generationen etwas Neues einzuführen, was auch noch seiner Irreführung fundamental widerspricht? Vor allem warum sollte er selbst ein Gesetz erlassen, dass es jedem Juden ausdrücklich verbietet, diese neue Lehre anzunehmen?
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Jakow » Fr 26. Sep 2008, 10:08

Grasy hat geschrieben:Nicht mal der Hohepriester kommt ohne Opfer für sich selbst aus Jakow!
Doch, eigentlich schon. Das von dir erwähnte Opfer ist alleine für Sünden, welche nicht beabsichtigt durch den Hohepriester begangen wurden. Wenn der Hohepriester ins Allerheiligste kommt, muss er dabei noch sündfrei sein, ansonsten wird er dort sterben.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Jakow » Fr 26. Sep 2008, 10:14

Grasy hat geschrieben:Warum wurde der Vergleich mit dem Hohepriester hier eigentlich genannt?


Es geht hier um die ewigliche Hölle und dieser Idee des Christentums entgegen wurde hier versucht darzustellen, dass nach der jüdischen Lehre jeder sich ein Anrecht an der kommenden Welt erwerben kann. Hierzu wurde auf eine Stelle im Talmud verwiesen, wo der sich darum bemühende Nichtjude auf einer Stufe der Heiligkeit mit dem Hohepriester gestellt wurde. Wie du richtig anmerkst, muss der Hohepriester für seine Heiligkeit fast alle Mitzwot (Gebote) ausführen, neben denen für jeden Juden, eben auch diese für die Leviim, die Priester und dann noch seine eigenen. Der Nichtjuden kann diese Heiligkeit (welche sonst kein Jude erreicht) erlangen, in dem er einfach die Tora lernt und versucht danach als Nichtjude zu leben.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Grasy » Fr 26. Sep 2008, 23:33

Hallo Jakow,

Nachdem das hier nicht der richtige Thread ist hab ich einiges hiervon jetzt in 'nem anderem Thread aufgegriffen: Link

Mfg,
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon noah » Sa 27. Sep 2008, 14:10

Jakow hat geschrieben:
noah hat geschrieben:Ob wirklich "Jenseits" in heutigem Judentum keine grosse Rolle hat, ist fragwürdig. Aber auf jedenfall sollte es eine grosse Rolle spielen
Was sollte daran fragwürdig sein? Ich kann nic nur beipflichten, dass das Jenseits im Judentum nie eine grosse Rolle spielte und auch heute spielt. :o

Dieses sieht man schon alleine daran, wie genau die Beschreibungen darüber im Tanach aber auch später Ausführungen dazu sind (nur fage Andeutungen) und wie einig sich die Gelehrte darüber sind (es gibt verschiedenste Konzepte) ;)



Es sind genügend Stellen in den Schrften.Wie der Tag zein wird.
Und genau an diesem Tag steht geschrieben dass Gott vergolten wird was gemacht wurde.

Hier :
jes 3,13. Aber der HErr stehet da zu rechten, und ist aufgetreten, die Völker zu richten.

14. Und der HErr kommt zu Gericht mit den Ältesten seines Volks und mit seinen Fürsten. Denn ihr habt den Weinberg verderbt, und der Raub von den Armen ist in eurem Hause.

Es gibt ein gericht wenn es für Juden keine grosse Rolle spielt ,obwohl sie in mehreren Stellen mehrmals gewarnt werden, ist ihre Sorge.
Wenn es ein Gericht gibt ,gibst dann ein Urteil,wenn es ein urteil gibt kommte dan die belohnun oder Bestrafung.
Wenn am Tag ale Sterne auslöschen...usw... wird dann die Urteil erst im Jenseits stattfinden.




Jakow hat geschrieben:
Und auch aus deinen Zitaten geht nicht hervor, warum nun das Jenseits eine grosse Rolle spielen sollte, da alle Zitate doch alleine auf das Dieseits verweisen, denn wo wenn nicht hier und jetzt sollten wir uns darauf vorbereiten? :)



Wenn am Tag ale Sterne auslöschen...usw... wird dann die Urteil erst im Jenseits stattfinden.

Was in Zukunft sein wird,ist erst nach dem Gerichtstag:
jes 3,10. Prediget von den Gerechten, daß sie es gut haben; denn sie werden die Frucht ihrer Werke essen.

11. Wehe aber den Gottlosen, denn sie sind boshaftig, und es wird ihnen vergolten werden, wie sie es verdienen.
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Jakow » Mo 29. Sep 2008, 09:35

noah hat geschrieben:Es gibt ein gericht wenn es für Juden keine grosse Rolle spielt ,obwohl sie in mehreren Stellen mehrmals gewarnt werden, ist ihre Sorge.
Es ging hier darum, wie die kommende Welt aussieht, wie es sich dort verhält, wie man dort hinkommt, ob es eine ewige Hölle gibt usw.
Das Gericht worauf du dich beziehst, spielt sehr wohl eine Rolle, immerhin stehen wir ja auch gerade vor den Zehn Tagen, dem Tag des Gerichts. Juden bereiten sich darauf aber vor, in dem sie in DIESER Welt versuchen gerecht zu leben. Schana towa.
Jakow
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon nic » Mo 29. Sep 2008, 09:54

Schana Tova, Jakow - ein suesses Neues Jahr!
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon noah » Mo 29. Sep 2008, 21:42

Jakow hat geschrieben:
noah hat geschrieben:Es gibt ein gericht wenn es für Juden keine grosse Rolle spielt ,obwohl sie in mehreren Stellen mehrmals gewarnt werden, ist ihre Sorge.
Es ging hier darum, wie die kommende Welt aussieht, wie es sich dort verhält, wie man dort hinkommt, ob es eine ewige Hölle gibt usw.
Das Gericht worauf du dich beziehst, spielt sehr wohl eine Rolle, immerhin stehen wir ja auch gerade vor den Zehn Tagen, dem Tag des Gerichts. Juden bereiten sich darauf aber vor, in dem sie in DIESER Welt versuchen gerecht zu leben. Schana towa.



ok.
Das Gericht worauf ich mich beziehe, spielt sehr wohl eine Rolle, immerhin steht ihr ja auch gerade vor den Zehn Tagen, dem Tag des Gerichts.
Aber
das Jenseits im Judentum nie eine grosse Rolle spielte und auch heute spielt.-
hast du geschrieben.

Ist hoch interessant.
Wenn Jenseits nie eine grosse Rolle spielt,wozu dann Gericht /Tag von Gott in dem alle Sterne sich auslöschen wird usw...das sehr wohl eine Rolle für euch spielt?....

Und was hat ,
jes 3,13. Aber der HErr stehet da zu rechten, und ist aufgetreten, die Völker zu richten.,
mit eueren zehn Tagen zu tun?
noah
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Re: Glauben Juden an die Hölle

Beitragvon Grasy » Fr 3. Okt 2008, 18:06

Heute ist mir die Stelle aufgefallen die mich dann vom Wortlaut her an das Thema hier erinnert hat:

"1 Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jender Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet. 2 Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen; die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande." (Dan 12:1-2 - Schlachter2000 - Versangaben kursiv)
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