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mitternachtsruf

Freikirchen, freie Gemeinden jeglicher Art, verschiedenste christliche Missionsgesellschaften und Hilfswerke

Moderator: bigbird

mitternachtsruf

Beitragvon patrick84 » Do 4. Aug 2011, 09:39

geht eine Frau von hier in die Mitternachtsruf? jemand zufällig hier? :D

und was haltet ihr von der Mitternachtsruf? wird viel gesagt, das es eine sekte sein soll??
jemand erfahrung mit der mitternachtsruf?
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon jes_25913 » Do 4. Aug 2011, 09:44

patrick84 hat geschrieben:geht eine Frau von hier in die Mitternachtsruf? jemand zufällig hier? :D

und was haltet ihr von der Mitternachtsruf? wird viel gesagt, das es eine sekte sein soll??
jemand erfahrung mit der mitternachtsruf?


Der Gründer des Mitternachsrufes, Wim Malgo, machte ständig irgendwelche Vorhersagen, die nie eintrafen...
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Columba » Do 4. Aug 2011, 10:42

patrick84 hat geschrieben:und was haltet ihr von der Mitternachtsruf? wird viel gesagt, das es eine sekte sein soll??



bekannt wurde der gründer wim malgo vor allen durch sein ständiges pech bei der datierung seiner prophezeihungen.

siehe auch hier: http://www.relinfo.ch/mitternachtsruf/info.html


Grüße Columba
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon jes_25913 » Do 4. Aug 2011, 12:16

Columba hat geschrieben:
patrick84 hat geschrieben:und was haltet ihr von der Mitternachtsruf? wird viel gesagt, das es eine sekte sein soll??



bekannt wurde der gründer wim malgo vor allen durch sein ständiges pech bei der datierung seiner prophezeihungen.

siehe auch hier: http://www.relinfo.ch/mitternachtsruf/info.html
Grüße Columba

Sehr aufschlußreich, der link. das sagt alles über das "Missionswerk".
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Magdalena61 » So 29. Apr 2012, 19:55

jes_25913 hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:
patrick84 hat geschrieben:und was haltet ihr von der Mitternachtsruf? wird viel gesagt, das es eine sekte sein soll??
bekannt wurde der gründer wim malgo vor allen durch sein ständiges pech bei der datierung seiner prophezeihungen.
siehe auch hier: http://www.relinfo.ch/mitternachtsruf/info.html
Grüße Columba

Sehr aufschlußreich, der link. das sagt alles über das "Missionswerk".
Interessant. Das sage ich auch.

:) Wie alt ist denn diese Info?

Nach welchen Kriterien beurteilen wir eine Gemeinde, ein Missionswerk? Nach dem, was dort vor 50 Jahren gelehrt und gelebt wurde oder prüfen wir den aktuellen Stand?

Ich kenne die Gemeinde mnr.ch seit einigen Jahren-- aus der Ferne, habe relativ viele Predigtkassetten gehört, die mir von einem Gemeindemitglied übermittelt wurden, beziehe die beiden Zeitschriften seit... hm, etwa 10 Jahren? und lese vor allem die Artikel im Mitternachtsruf.

Das Meiste von dem, was im MNR steht kann ich unterschreiben. Die Inhalte kann man als evangelikal- konservativ- solide bezeichnen. Von meinem Schriftverständnis her sehe ich einiges anders, aber man muß ja nicht in allem mit allen Geschwistern und Lehrern einer Meinung sein.

Wer sich selbst informieren will:
http://www.mnr.ch/

Man muß sich registrieren, dann kann man die Zeitschriften im pdf- Format lesen und Predigten anhören.

Es wäre interessant, noch mehr Stellungnahmen dazu zu hören bzw. hier zu lesen-- nachdem geprüft wurde.
LG
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Pilgrim » Mo 30. Apr 2012, 00:41

Magdalena61 hat geschrieben:Es wäre interessant, noch mehr Stellungnahmen dazu zu hören bzw. hier zu lesen-- nachdem geprüft wurde.
LG

Auch ich habe Kontakt mit Mitarbeitern beim Mitternachtsruf, hauptsächlich dem EBTC Zürich, und kann nichts Verrufliches entdecken. Dazu finde ich auch die Webseite von René Malgo interressant und lehrreich… :]
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Gnu » Mo 30. Apr 2012, 01:19

Pilgrim hat geschrieben:
Magdalena61 hat geschrieben:Es wäre interessant, noch mehr Stellungnahmen dazu zu hören bzw. hier zu lesen-- nachdem geprüft wurde.
LG

Auch ich habe Kontakt mit Mitarbeitern beim Mitternachtsruf, hauptsächlich dem EBTC Zürich, und kann nichts Verrufliches entdecken. Dazu finde ich auch die Webseite von René Malgo interressant und lehrreich… :]

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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Cool » Mo 30. Apr 2012, 02:37

Gnu hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:
Magdalena61 hat geschrieben:Es wäre interessant, noch mehr Stellungnahmen dazu zu hören bzw. hier zu lesen-- nachdem geprüft wurde.
LG

Auch ich habe Kontakt mit Mitarbeitern beim Mitternachtsruf, hauptsächlich dem EBTC Zürich, und kann nichts Verrufliches entdecken. Dazu finde ich auch die Webseite von René Malgo interressant und lehrreich… :]

Diese Website verursacht meinem Browser ein tödliches Problem.


Wenn man auch mit vielem dort nicht konform gehen kann, so gibt es sicherlich aber doch hier und da wie überall interessante und auch gute Überlegungen.

Folgenden Artikel fand ich selbst interressant:

http://aufdurchreise.com/2012/01/31/jak ... ste-papst/

Bloß wie man auf den Titel 'Jakobus – der erste Papst?' kommt, das ist mir dann doch ein Rätsel. Anerkennt man damit die Ansicht der katholischen Kirche, dass das Papstum mit den Jüngern Jesu begann, wenn auch mit der Einschränkung, das man sich bezüglich Petrus geirrt haben könnte?

Na egal, wie dem nun auch sei, den Artikel selbst finde ich lesenswert.

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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Magdalena61 » Di 1. Mai 2012, 16:05

Pilgrim hat geschrieben:Auch ich habe Kontakt mit Mitarbeitern beim Mitternachtsruf, hauptsächlich dem EBTC Zürich, und kann nichts Verrufliches entdecken.
Wie kann man eine Gemeinde beurteilen?
Einmal nach dem, was dort gelehrt wird.
Aber das Persönliche ist mindestens ebenso wichtig: Wie der Einzelne diese Gemeinde vom Sozialen, vom Menschlichen, vom Miteinander-- von der gelebten Diakonie her erfährt.
Gnu hat geschrieben:Diese Website verursacht meinem Browser ein tödliches Problem.
:) Welchen nimmst du denn? Der Firefox verträgt sie mal...
Cool hat geschrieben:Folgenden Artikel fand ich selbst interressant:
http://aufdurchreise.com/2012/01/31/jak ... ste-papst/
In der Tat. Die Bezeichung "Papst" finde ich jetzt auch nicht so gelungen, vermutlich stand eine Absicht dahinter. Von dieser Seite, wie R. Malgo sie beschreibt, wozu er die entsprechenden Schriftstellen aufführt, habe ich Jakobus noch nie gesehen. Irgendwie ist man doch manchmal recht eingefahren, hat Ansichten und Meinungen übernommen, die halt "im Umlauf" sind.

Wim Malgo hatte sich mit seinen Berechnungen zu weit aus dem Fenster gelehnt.
Aber wenn eine Gemeinde erkennt, dass sie Fehler gemacht hat und darüber Buße tut, dann wird der HERR sie sicher nicht in die Ecke und kalt stellen.
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Gnu » Di 1. Mai 2012, 18:48

Wenn Malgo junior eine Website betreibt, die einen anständigen Internet Explorer 6 zum Aussteigen zwingt, so kann von dort nichts Gutes kommen.
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Columba » Mi 2. Mai 2012, 09:09

Es ist meist ein Warnzeichen, wenn aus einer christlichen Bewegung eine Familiendynastie wir: Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen. Wenn nicht der Bezug zu Christus weniger wichtiger ist, als das Werk der alten Eltern, dann kann es schnell schief werden. siehe auch der Vorstand des Missionswerkes Mitternachtsruf.

Das hat man auch schon bei anderen Kirchen gesehen, wie z.B. bei US-Gemeinde von R. Schuller und Familie.
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon imhotep » Mi 2. Mai 2012, 10:17

Gnu hat geschrieben:Wenn Malgo junior eine Website betreibt, die einen anständigen Internet Explorer 6 zum Aussteigen zwingt, so kann von dort nichts Gutes kommen.

IE6 anständig? Hat das Gnu aus dem falschen Wasserloch getrunken?
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Gnu » Mi 2. Mai 2012, 10:43

imhotep hat geschrieben: IE6 anständig? Hat das Gnu aus dem falschen Wasserloch getrunken?

Nein, aber es wartet auf einen Sponsor, der ihm einen modernen Rechner schenkt.
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Magdalena61 » Mi 2. Mai 2012, 11:50

:lol: Da bist du in diesem Thread wohl nicht so ganz richtig. Die Geschwister vom mnr sind seeeehr nüchtern- total brüderlich halt. Vielleicht solltest du zu Hour of Power wechseln.
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon imhotep » Mi 2. Mai 2012, 12:31

Gnu hat geschrieben:Nein, aber es wartet auf einen Sponsor, der ihm einen modernen Rechner schenkt.

Ich biete einen HP/Compaq d530 mit brandneuem Ubuntu 12.04 LTS, gratis gegen Abholung, und garantiert IE-frei.
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Gnu » Mi 2. Mai 2012, 12:49

imhotep hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Nein, aber es wartet auf einen Sponsor, der ihm einen modernen Rechner schenkt.

Ich biete einen HP/Compaq d530 mit brandneuem Ubuntu 12.04 LTS, gratis gegen Abholung, und garantiert IE-frei.

Au ja, ich komme ihn gerne abholen. Linux kenne ich noch von meinem alten Arbeitsplatz, obwohl wir dort erst am Üben waren und es noch nicht produktiv einsetzten.
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Janand » Sa 12. Mai 2012, 18:38

Magdalena61 hat geschrieben:Interessant. Das sage ich auch.

:) Wie alt ist denn diese Info?

Nach welchen Kriterien beurteilen wir eine Gemeinde, ein Missionswerk? Nach dem, was dort vor 50 Jahren gelehrt und gelebt wurde oder prüfen wir den aktuellen Stand?



Hi Magdalena,

also ich finde schon, man muss auch sehen, was im Anfang dort gelehrt wurde - wobei Deine 50 Jahre etwas daneben sind, 20 trifft die Sache eher.

Meine Frage an solche Gemeinden ist: Haben sie mittlerweile die Fehler, die sie gemacht haben, zugegeben? Haben sie sich bei den Menschen entschuldigt, die sie durch ihre Lehren verwirrt haben?

Beim Mitternachtsruf wäre mir nichts davon bekannt - im Gegenteil machen sie den Fehler vieler Sektierer, dass, wenn ihre Vorhersagen daneben gegangen sind, eben Gott seine Pläne geändert hat. Malgo sen. trat als Prophet auf und muss sich daran messen lassen, ob seine Prophezeiungen echt sind oder nicht - und sie waren es nicht (vgl. Graf-Stuhlhofer: "Das Ende naht") Malgo jun. ist ein wenig - aber nicht viel - vorsichtiger geworden.

Ich wurde in den beginnenden 80er Jahren fromm. Damals glaubten wir alle aufgrund der Schriften von Wilkerson, Malgo, Gerth etc., dass Jesus eher heute als morgen wiederkommt. Damit wurden wir unter Spannung gehalten, damit wurde begründet, warum die Fürsorge fürs Alter, eine gute Ausbildung, Diakonie und ähnliches falsch sei - Jesus kommt ja wieder, und alles hat hinter der Mission zurückzustehen.

Ich weiss nicht, wie viele meiner Bekannten von damals heute noch glauben - die meisten sind aufgrund des permanenten Drucks, aufgrund des Widerspruchs zwischen Glauben und Realität abgesprungen. Das ist die Ernte, die die Saat von Malgo und Co. gebracht hat.

Aus diesem Grund halte ich nicht viel vom Mitternachtsruf und ähnlichen Gruppierungen. Sie sind falsche Propheten - und das ist mit das Schlimmste, was man über sie sagen kann.
PEccator dolea, fateor, ueniamque requiro,
Credoque me iustum sanguine Christe tuo.

Fromm bin ich nicht, das ist mir leyd,
bekenn mein Sünd, such gnad bey zeyt.
An Christ glaub ich unnützer Knecht,
sein Blut allein macht mich gerecht!
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon jeig » Sa 12. Mai 2012, 21:11

Gnu hat geschrieben:Nein, aber es wartet auf einen Sponsor, der ihm einen modernen Rechner schenkt.


Dem schliess ich mich an - meiner macht Anstalten bald Ade zu sagen :cry:
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon imhotep » Sa 12. Mai 2012, 21:58

Das Gnu hat ihn bereits abgeholt. In 4-5 Jahren habe ich ev. wieder einen zu vergeben ...
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon jeig » So 13. Mai 2012, 08:53

imhotep hat geschrieben:Das Gnu hat ihn bereits abgeholt. In 4-5 Jahren habe ich ev. wieder einen zu vergeben ...


Ich trag das in meinem Kalender ein... :mrgreen:
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Robby » So 13. Mai 2012, 10:18

Janand hat geschrieben:
Aus diesem Grund halte ich nicht viel vom Mitternachtsruf und ähnlichen Gruppierungen. Sie sind falsche Propheten - und das ist mit das Schlimmste, was man über sie sagen kann.


Hi Janand

Der heutige Mitternachtsruf als falsche Propheten zu bezeichnen ist nicht in Ordnung. Ich kenne den Mitternachtsruf aus eigener Erfahrung und sehe eine gesunde Gemeinde, die für meinen Geschmack das Thema "Endzeit" etwas sehr viel thematisiert. Aber die biblischen Standpunkte sind aus meiner Sicht sehr gut, die Ordnung ist da in dieser grossen Gemeinde. Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr wie andere Beispiele leider belegen.


Lieber Gruss
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Magdalena61 » So 13. Mai 2012, 13:15

Janand hat geschrieben:also ich finde schon, man muss auch sehen, was im Anfang dort gelehrt wurde - wobei Deine 50 Jahre etwas daneben sind, 20 trifft die Sache eher.
Da stimme ich dir zu. Jedoch sollte man Geschwister nicht auf die Fehler festnageln, die sie oder ihre Vorfahren in der Vergangenheit begangen haben.
Hast du denn noch nie etwas Verkehrtes geglaubt und weitergegeben?

Wenn ich die Christenlandschaft so betrachte.... und ich halte mich vorwiegend unter "bibeltreuen Evangelikalen" auf-- dann würde ich nicht bestätigen, dass sie die "besseren Christen" oder "näher dran" sind als wiedergeborene Landeskirchler, Mitglieder christlicher Sondergruppen oder parteilose Außenseiter (wie ich einer bin :mrgreen: ).
"Bibeltreu" setze ich deshalb in Anführungsstriche, weil sich so viele Gemeinschaften und Christen auf ihre "Bibeltreue" berufen. Wenn man aber genau hinschaut, dann sind sie nicht wirklich "bibeltreu", und das können sie, so lange unterschiedliche Lehrmeinungen hochgehalten werden ja auch gar nicht sein. Es kommen aber noch die Werke (Früchte) hinzu, die manchmal schon sehr irritierend wirken und an deren Qualität (Bibeltreue?) man, laut Jesus, den Baum erkennen soll.
Der Begriff "bibel-interessiert" wäre ehrlicher und würde besser hintreffen.
Meine Frage an solche Gemeinden ist: Haben sie mittlerweile die Fehler, die sie gemacht haben, zugegeben?
wcg. org: Ja.

Mein mnr weiß ich es nicht. Wem es wichtig ist, der kann ja dort direkt nachfragen.
Außerdem: Seit wann macht Gott die Kinder für die Fehler ihrer Eltern verantwortlich? :shock:
Janand hat geschrieben:Beim Mitternachtsruf wäre mir nichts davon bekannt - im Gegenteil machen sie den Fehler vieler Sektierer, dass, wenn ihre Vorhersagen daneben gegangen sind, eben Gott seine Pläne geändert hat.
Hast du dafür Anhaltspunkte?
Malgo jun. ist ein wenig - aber nicht viel - vorsichtiger geworden.
Welchen meinst du?
Die Predigten, die ich von Marcel Malgo hörte hatten nicht viel mit "Endzeit" zu tun, sondern mehr mit praktischem Christsein... und sie sind ausgezeichnet.
Ich wurde in den beginnenden 80er Jahren fromm.
:) Dann sind wir etwa gleich weit.
LG
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Columba » Mo 14. Mai 2012, 20:01

@Robby

Wenn ich so die "Nachfolgegeneration" von Wim Malgo anhöre, finde ich immer noch genügend Anahaltspunkte, dass die Ideen von Wim Malgo durch alles hindurch verteidigen. Zwar werden keine Daten mehr prophezeiht, aber in der Theologie hat sich nichts geändert. Wenn aber das Heil an der Endzeit und der Wiederkunft angebunden wird und nicht an Golgotha, dann wird die Theologie sehr schwach.

Wim Malgos Schriften werden immer noch verbreitet. Zudem ist auch der christliche Zionismus beim Mitternachtsruf in einer Art und Weise gelehrt, die auch in evangelikaler Theologie nicht unumstritten ist. In diesem Zionismus wird eben die Prophetie noch vertreten hinter dem Deckmantel vom heutigen politischen Israel

Die Theologie ist ganz stark an

    Mt 25,6 Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen!

ausgerichtet. Man sieht das ja auch am Namen der Gemeinde. Diese Theologie steht in Gefahr nur den kerygmatischer Christus zu betonen.


Grüße Columba



PS
Ich beziehe mich v.a. auf Norbert Lieth mit seinen Aussagen der letzten 10 Jahre.
Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen;
Mein sind die Jahre nicht, die etwa möchten kommen.
Der Augenblick ist mein, und nehm ich den in acht;
So ist der mein, der Jahr und Ewigkeit gemacht.

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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Magdalena61 » Di 15. Mai 2012, 08:24

Janand hat geschrieben:Damals glaubten wir alle aufgrund der Schriften von Wilkerson, Malgo, Gerth etc., dass Jesus eher heute als morgen wiederkommt.
Das wird von einigen Fundis auch heute noch so gelehrt.

Auch wenn Gegenteiliges angedeutet oder behauptet werden sollte- keiner weiß den Tag noch die Stunde: und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. (Mt. 24,29)
:) Dieser Vers ist für mich ein schlagendes Argument gegen sämtliche Berechnungen und Deuteleien, an welcher Stelle der "Endzeit" wir uns exakt befinden und den daraus abgeleiteten Schlußfolgerungen.

Vor mehr als zwei (?) Jahren glaubten viele Christen- Anhänger von Verschwörungstheorien- der völlige Zusammenbruch der Weltwirtschaft und damit das Chaos stünden unmittelbar bevor. Ich weiß nicht mehr.... waren KOPP und Topic da federführend gewesen in Sachen Panikmache? und darin, die Aufmerksamkeit der Christen von Jesus und den Verheißungen des lebendigen Gottes abzuziehen und diese ersatzweise auf die Machenschaften der Mächte und Gewalten zu richten?
Diesen "prophetischen Rufen" vermeintlicher "Sachverständiger", die teilweise noch nicht einmal Christen sind wurde ein bedeutenderer Stellenwert eingeräumt als dem Wort Gottes. Man hielt sich für besonders klug; für „besser informiert" als der Rest der Menschheit.

Es wurden Nahrungsmittel gehortet, es wurden Garagen leergeräumt und mit Lebensmitteln vollgestopft. Ein Bruder riet mir dringendst, einen baldigen OP- Termin für meine Tochter anzuleiern (wie denn? … ob eine OP anberaumt wird, das entscheiden immer noch die Ärzte), da die Krankenkassen angeblich in Kürze nicht mehr leistungsfähig seien und die medizinische Versorgung zusammenbrechen würde.

Mit dieser Verschwörungshysterie konnte ich mich noch nie so richtig anfreunden und habe das auch recht deutlich geäußert. Dadurch geriet ich in den Verdacht, widerspenstig und unbelehrbar zu sein und mich den Erkenntnissen der Männer "nicht unterordnen zu wollen". Es folgten Sanktionen.

Meiner Meinung nach sollten diese V-Theorien, alleine aufgrund der Verleumdungen und der bisweilen ungeschminkten Hetze gegen Juden und gegen andere Christen in einem Forum für wiedergeborene Christen nicht hofiert werden.
Das ist Verführung pur. Die Beschäftigung damit bringt uns keinen Schritt weiter in der persönlichen Heiligung und erzeugt nichts als ANGST, Unzufriedenheit und ein permanentes Murren. Dieses Murren unter scheinbar frommen Vorzeichen = Mißtrauen gegen Gottes Führung = Sünde!!! und war der Grund, warum von den erwachsenen Israeliten, die aus Ägypten auszogen, um dem HERRN zu dienen nur zwei im gelobten Land ankamen.

Man kann über Politik diskutieren, man kann auch mal so eine VT auseinandernehmen, das ist nicht das Problem. Man sollte aber immer vor Augen haben, dass der HERR uns tatsächlich zumutet, in genau dieser Zeit zu leben mit genau diesen weltlichen Herrschern-- ob die jetzt Freimaurer sind oder nicht, das ist mir völlig egal, da ich davon ausgehe, dass Gott immer noch allmächtig ist. :!:
Eph. 5,20: sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus;

:) Warum ich das (so ausführlich) schreibe:
Die Leute vom mnr mögen ihre Fehler haben und von der Lehre her auch nicht "richtiger liegen" als andere Gemeinschaften, in denen halt schwerpunktmäßig andere Themen fokussiert werden. Aber Verschwörungstheoretiker sind sie NICHT.

Es ist mir lieber, jemand rechnet verkehrt, richtet aber seine Augen auf Jesus Christus und predigt eine konsequente Nachfolge als dass er seine Zunge nicht im Zaum hält, üble Nachrede gegen Juden und Christen betreibt und Geschwister diskreditiert (ihnen den rettenden Glauben abspricht). Solche Leute gibt es viele unter den Evangelikalen. Sie schmähen sich selbst zum Gericht.
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon sugi » Di 15. Mai 2012, 10:09

Der Mitternachtsruf ist meiner Meinung nach keine Sekte..also, ich kenne ein paar wenige die so eine Gemeinde besuchen.. :)
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

Spr.3,5-6
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Magdalena61 » Do 17. Mai 2012, 21:16

Hi Janand, ich möchte dich nicht nerven... bin aber immer noch nicht ganz fertig mit meiner Antwort. Das ist jetzt der letzte Teil. Bitte nicht mißverstehen--- deine Argumente kann ich durchaus nachvollziehen und halte es ebenfalls für bedenklich, wenn durch eine falsche "Verkündigung" wertvolle Seelen, für die Jesus gestorben ist, die Er liebt und die Er für sich haben will auf Distanz zu Gott oder gar vom Glauben weggetrieben werden. Nur kann ich das hier:
Janand hat geschrieben:die meisten sind aufgrund des permanenten Drucks, aufgrund des Widerspruchs zwischen Glauben und Realität abgesprungen. Das ist die Ernte, die die Saat von Malgo und Co. gebracht hat.
eigentlich nicht so stehen lassen--- denn so einfach kann man es sich nicht machen. Wem folgten sie denn nach?

Wim Malgo... Hal Lindsey, Herbert Armstrong, David Wilkerson... etc.... oder-------- Jesus Christus?

Ich fürchte, ziemlich viele Gläubige machen ihre Glaubenszuversicht irgendwo an Personen, an Vorbildern, an "christlichen Idolen" ( Führern) fest- und das kann gefährlich werden.

Hätten sie JESUS gewählt, dann wäre ihr Glaube, EGAL, in welcher Gemeinde sie sich aufhielten und mit welchen Anfechtungen sie zu kämpfen hatten-- nicht zerbrochen. Denn Jesus hält und beschützt/ bewahrt alle, die zu Ihm gehören.
Ein Gläubiger, der sein Vertrauen nicht auf Menschen, sondern (alleine) auf JESUS setzt, der nicht nur „einem Verein beigetreten ist“, und sich nicht nur zu einer Gemeinde, sondern zum lebendigen Gott bekehrt hat.... der will nie mehr weg. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen.
Der wechselt vielleicht seine Gemeinde. Aber nicht seinen Gott.

Sie sind falsche Propheten - und das ist mit das Schlimmste, was man über sie sagen kann.
Diese Ansicht kann ich so nicht teilen. Außerdem sollen wir nicht richten. Ein falscher Prophet, das wäre ja jemand, der entweder seine eigenen Hirngespinste verkündigt oder sogar von unten inspiriert ist.

Es wäre wohl ratsam, sich da etwas mehr bedeckt halten. Menschen machen Fehler. Sie mißbrauchen den Namen Gottes, indem sie "in seinem Namen" irgendwelche Dinge verkündigen bzw. durch die Berufung auf Gott oder einen angeblichen Schriftbeweis ihren eigenen Interessen/ Aktionen einen Hauch von göttlicher Autorität verleihen wollen.
Deswegen können sie aber trotzdem "waschechte Christen" sein. Gott wird sie "richten", "zurecht bringen". Er wird sich rühren, und dann müssen sie eine Entscheidung treffen.

Bitte schau doch mal in die Gegenwart. Ziemlich viele Gläubige lehnen sich ziemlich weit aus dem Fenster und nehmen für ihre Lehren so etwas wie "Unfehlbarkeit" in Anspruch.
Ich beschäftige mich zwar auch mit Prophetie und beobachte, was um mich herum geschieht, lese die Meinungen von Lehrern, Studierten und von Berufsgläubigen, doch was das Auslegen/ die prophetische Rede angeht, da halte ich es mehr mit Spurgeon, der (in Bezug auf die Offenbarung, sinngemäß wiedergegeben) meinte: Wer sich dazu versteigt, Prophetisches autoritär/ fehlerfrei auslegen zu wollen, der kann sich damit bestenfalls gründlich blamieren.

Wim Malgo kann ich nicht beurteilen, ich habe sein Buch nicht gelesen. "Alter Planet Erde, wohin?" von H. Lindsey sowie einige andere, auf die Endzeit gerichtete Produktionen, z.B. von Schulte& Gerth las ich in den 80gern. Geschadet hat es mir nicht.
Man muß immer eine gewisse Distanz halten- „alles prüfen“, und wenn das nicht möglich ist, dann muß man halt abwarten, ob die politische und gesellschaftliche Entwicklung die Echtheit der Vorhersagen bestätigt.

Von David Wilkerson kenne ich einiges.... ziemlich viel.
Mit der "Vision" lag er krass daneben.

Aber er war ein Mann Gottes. Er hatte viel Weisheit.
Hier :) ..... zum Prüfen:
http://www.worldchallenge.org/de/pulpit ... ewsletters
LG
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Magdalena61
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Janand » Sa 19. Mai 2012, 08:01

Magdalena61 hat geschrieben:Hi Janand, ich möchte dich nicht nerven... bin aber immer noch nicht ganz fertig mit meiner Antwort. Das ist jetzt der letzte Teil. Bitte nicht mißverstehen--- deine Argumente kann ich durchaus nachvollziehen und halte es ebenfalls für bedenklich, wenn durch eine falsche "Verkündigung" wertvolle Seelen, für die Jesus gestorben ist, die Er liebt und die Er für sich haben will auf Distanz zu Gott oder gar vom Glauben weggetrieben werden.


Hi Magdalena,

Du nervst in keinster Art und Weise - wenn ich nicht diskutieren, mich selber und meine Überzeugungen und Ansichten in Frage stellen lassen würde, dann sollte ich mich nicht in Foren herumtreiben.

Nur kann ich das hier:
Janand hat geschrieben:die meisten sind aufgrund des permanenten Drucks, aufgrund des Widerspruchs zwischen Glauben und Realität abgesprungen. Das ist die Ernte, die die Saat von Malgo und Co. gebracht hat.
eigentlich nicht so stehen lassen--- denn so einfach kann man es sich nicht machen. Wem folgten sie denn nach?
...


Ich befürchte, dass das Ganze nicht so einfach ist. Du musst Dir vorstellen, Du kommst als Jugendlicher oder junger Erwachsener, in eine solche Gemeinschaft. Du bist be-geistert, Du erlebst Gottes Wirken in Deinem Leben und Deiner Umwelt. Du bist in einer Familie aufgenommen worden, und Du willst Teil davon sein.

Nun, Du bist neu dabei, und Du nimmst alles, was Du hörst, siehst und liest, für bare Münze - es sind Christen, die da schreiben, und die haben den heiligen Geist, sie lügen nicht, und was sie schreiben, kommt aus der Bibel oder direkt von Gott! Und alles, was Du hörst, hörst Du nicht einmal, sondern immer und immer wieder von unterschiedlichen Seiten, von Leuten, denen Du vertraust, die du liebst, die von dem überzeugt sind, was sie sagen.

Und Du wirst - bewusst oder unbewusst - in einer ewigen Spannung gehalten: Die Wiederkunft Jesu steht unmittelbar bevor, der Antichrist läuft schon auf der Welt rum, dieses und jenes Zeichen bedeutet, dass es nur noch zwei-drei Jahre sein können, wahrscheinlich schon eher, und die Entrückung kommt bald, und wir haben ja schon Christenverfolgung überall und Israel gibt es auch schon, und sieh hier und lies das.

Und dann bekommst Du Bücher in dieser Richtung. Hal Lindsay, Wim Malgo und David Wilkerson wurden damals bei uns nahezu verschlungen. Sie wurden in Andachten und Predigten zitiert, und wer den Satz "Ihr wisset weder Tag noch Stunde" anführte, dem wurde bewiesen, dass die Bibel ja nichts vom Jahr, sondern nur vom Tag sagt, und Israel gäbe es ja schon, und wir müssten mehr missionieren, weil ja jeder, der nicht bekehrt ist, nicht mit entrückt wird, und wir können keine Zeit mit Ausbildung verschwenden, kein Geld für Altersvorsorge, und wer ein nicht-christliches Hobby (und sei es Briefmarkensammeln oder LPs hören hat), der kann kein Christ sein. Lernen für die Schule war zweitrangig - wen interessierten schon die Noten? Es galt, Menschen zu retten!

Und dann - dann kommt Jesus niicht. Und statt Luft zu holen, wird ein wenig herumgedeutelt, und plötzlich kommt Jesus dann nicht dieses Jahr, sondern in zwei-drei Jahren, und alles beginnt von vorne.

Und die Leute, die das geglaubt haben, wachen irgendwann auf. Entweder werfen sie den Glauben über Bord, oder aber sie beginnen, alles in Frage zu stellen und sich auf die Suche zu begeben.

Manche sind durch die Bücher von Franz Graf-Stuhlhofer aufgerüttelt worden (man kann sie hier nachlesen). Dass diese Bücher dann verdammt wurden, ist logisch. Aber wehe, Malgo oder Wilkerson wurden kritisiert!



Ich fürchte, ziemlich viele Gläubige machen ihre Glaubenszuversicht irgendwo an Personen, an Vorbildern, an "christlichen Idolen" ( Führern) fest- und das kann gefährlich werden.

...

Der wechselt vielleicht seine Gemeinde. Aber nicht seinen Gott.


Hier machst Du es Dir ein wenig einfach, glaube ich. Ich bin mir sicher, dass jeder Christ in diese Versuchung geraten kann (sonst würde Paulus nicht davor warnen). Und Gott, liebe Magdalena, führt seine Kinder manchmal an einer seeeeehr langen Leine. Ich selber habe lernen müssen, wie lang die sein kann. Meine Entscheidung für Jesus habe ich 1981 in einer solchen Gemeinschaft wie der obigen getroffen. Ich war jahrelang aktiv - in meinem Studium habe ich meinen Glauben mehr und mehr verloren und geriet auf ziemliche Abwege. Und irgendwann einmal war Gott der Meinung: "Der ist weit genug unten, dessen erbarme ich mich jetzt!" - und er zog an der seeehr langen Leine - ihm sei ewig Dank dafür!

Ich glaube, dass kein Christ verloren gehen kann - ich glaube aber, dass es manchmal so aussieht, als sei dies doch passiert. Was haben wir doch für einen geduldigen Vater, der uns dann nicht fallen lässt, aus dessen Hand uns niemand reißen kann!

Sie sind falsche Propheten - und das ist mit das Schlimmste, was man über sie sagen kann.
Diese Ansicht kann ich so nicht teilen. Außerdem sollen wir nicht richten. Ein falscher Prophet, das wäre ja jemand, der entweder seine eigenen Hirngespinste verkündigt oder sogar von unten inspiriert ist.
[/quote]

Nun, die Schrift sagt klar und eindeutig, dass ein falscher Prophet einer ist, dessen Prophetie nicht eintritt - und in Israel sollten solche Propheten, deren Prophetie nicht eintritt, gesteinigt werden. In christlichen Kreisen heute werden nicht eingetroffene Vorhersagen als Lapalie angesehen, als menschlicher Irrtum, oder Gott hat halt seine Pläne geändert. Und diese Propheten machen weiter.

Du sagst, wir sollen nicht richten - genauer, die Bibel sagt es. Sie sagt aber noch mehr:

1 Joh 4:1 Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt.


2 Kor 11:13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi.


Lies einmal den Galaterbrief, wie Paulus dort mit Irrlehrern umgeht (bis zur Empfehlung, sich kastrieren zu lassen)! Lies die Johannesbriefe, wie dort der Apostel mit Menschen ins Gericht geht.

Mein Freund Xangor hat vor langer Zeit einen Artikelzu dieser Bibelstelle geschrieben, die vielleicht ganz interessant ist.

Es wäre wohl ratsam, sich da etwas mehr bedeckt halten. Menschen machen Fehler. Sie mißbrauchen den Namen Gottes, indem sie "in seinem Namen" irgendwelche Dinge verkündigen bzw. durch die Berufung auf Gott oder einen angeblichen Schriftbeweis ihren eigenen Interessen/ Aktionen einen Hauch von göttlicher Autorität verleihen wollen.
Deswegen können sie aber trotzdem "waschechte Christen" sein. Gott wird sie "richten", "zurecht bringen". Er wird sich rühren, und dann müssen sie eine Entscheidung treffen.


Und dennoch sollen wir prüfen, mahnen, warnen etc - oder vielleicht gerade deswegen. Jakobus warnt, dass nicht jeder ein Lehrer sein soll - für Propheten gilt dasselbe. Wenn wir falsche Prophetie nicht offenlegen - wer soll dann verhindern, dass immer mehr falsche Propheten auftreiben und - wenn es möglich wäre - auch die Gläubigen verführen? Ich finde: Wer sich den Namen eines Propheten gibt, muss damit leben, dass er geprüft wird. Wer falsche Prophetien verbreitet, muss damit leben, dass dies an den Tag gebracht wird. Entweder tut er dann Buße, wird demütig und hört auf damit - das ist für mich ein Beweis, dass er ein Christ ist - oder er macht weiter, verstrickt sich in immer mehr falsche Prophetien, macht Gott zu seinem Komplizen ("Ich hatte recht - aber Gott hat seine Pläne geändert!") und beweist so, dass er kein Christ ist oder zumindest in schwere Irrtümer verstrickt.

Nein, Magdalena, falsche Prophetie ist kein Kavaliersdelikt. Und da dürfen wir als Christen nicht schweigen - es betrifft uns, es betrifft die Geschwister.

...

Wim Malgo kann ich nicht beurteilen, ich habe sein Buch nicht gelesen. "Alter Planet Erde, wohin?" von H. Lindsey sowie einige andere, auf die Endzeit gerichtete Produktionen, z.B. von Schulte& Gerth las ich in den 80gern. Geschadet hat es mir nicht.


Schön, dass Dir diese Bücher nicht geschadet haben - anderen leider schon. Was wir heute haben, sind ja noch "harmlose" Zustände - wer in die Kirchengeschichte schaut, der findet die Extrembeispiele:

- Thomas Münzer und die Zwickauer Propheten als Mitverursacher der Bauernkriege
- Johann van Leiden und die Täuferrepublik in Münster
- Die Auswüchse der St. Gallener Täuferbewegung
- Mo David Berg und die Familie
- Jim Jones und die Volkstempelsekte
- Paul Schäfer und die Colonia Dignidad.
- ...
Alle diese - und noch mehr - Leute fingen an als Propheten in christlichen Kreisen. Sie waren als Christen anerkannt, und niemand (oder auf jedem Fall zu wenige) widerstanden ihren falschen Prophezeiungen.

Ich will David Wilkerson - vor dessen Arbeit unter den Gangs in den USA ich einen tiefen Respekt habe - nicht mit diesen Leuten auf eine Ebene stellen. Ich will aber davor warnen, was passiert, wenn man falsche Prophetie durchgehen lässt - andere sehen, wie lax wir Christen damit umgehen, und benutzen das für ihre eigenen Zwecke.


Man muß immer eine gewisse Distanz halten- „alles prüfen“, und wenn das nicht möglich ist, dann muß man halt abwarten, ob die politische und gesellschaftliche Entwicklung die Echtheit der Vorhersagen bestätigt.



Genau dazu rufe ich auf - zum Prüfen. Dann muss man aber auch über die Ergebnisse sprechen.

Gruß & Segen,
Andreas

(Ich habe Deine Zitate wegen der Zeichenbegrenzung ein wenig gekürzt - sorry)
PEccator dolea, fateor, ueniamque requiro,
Credoque me iustum sanguine Christe tuo.

Fromm bin ich nicht, das ist mir leyd,
bekenn mein Sünd, such gnad bey zeyt.
An Christ glaub ich unnützer Knecht,
sein Blut allein macht mich gerecht!
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon Magdalena61 » Mo 21. Mai 2012, 23:44

Ich verstehe schon, was du meinst, Janand.

Vertrauen wird enttäuscht. Ausgerechnet von Christen, von denen man naiverweise irgendwie erwartete, dass es bei ihnen "etwas anders" zugeht.... ehrlicher, nicht so boshaft und so egoistisch wie bei (manchen) Ungläubigen. Zusammenhalt, füreinander einstehen, Nächstenliebe, Treue...die richtige Erkenntnis und danach leben... eine kleine heile Welt, da die Christen ja alle von Gott, von Liebe und von Nachfolge reden.
Durch den Vertrauensmißbrauch entstehen tiefe seelische Verletzungen und der Glaube kann ganz schön erschüttert werden.

Man fragt sich, wie in aller Welt Christen mit voneinander abweichenden oder sogar konträren Lehrmeinungen mit solch einer Sicherheit behaupten können, richtig zu liegen und von anderen verlangen, ihre Sichtweise und ihre Weltanschauung zu übernehmen bei gleichzeitiger Androhung der Verdammnis, falls die Schäfchen ihrer eigenen Lehre nicht nachfolgen bzw. diese sogar in Frage stellen.

Es gibt Vieles, das einen Gläubigen verunsichern kann und ihn mehr oder weniger immer wieder dazu zwingt, seinen Glauben und seine Gewohnheiten zu hinterfragen. Krisen... sind Prüfungen. Gott lässt sie zu. Er lässt es auch zu, dass wir in die "falsche" Gemeinde gehen und uns die "falschen" Freunde heraussuchen. Nicht alle Schwierigkeiten, mit denen wir kämpfen müssen haben wir durch Leichtfertigkeit, Gleichgültigkeit oder Ungehorsam selbst verursacht.

Wie viele Christen, die dem HERRN von Herzen ergeben sind und um Wegweisung gebeten haben; die wirklich dazu bereit waren, sich nach Gottes Willen auszurichten, geraten in ernstliche Verwirrung, weil die "Ernte" nicht mit dem übereinstimmt, das sie "gesät" hatten?

Antworten oder eine Erklärung (von Gott) gibt es nicht immer. Wir müssen realisieren, dass der Weg immer weiter geht, dass wir uns weiter entwickeln müssen. Auch dann, wenn wir lieber rasten und uns ausruhen würden und mit dem Erreichten eigentlich ganz zufrieden sind.

Wir dürfen nicht stehen bleiben. Es kommen dann wieder neue Herausforderungen, neue Themen. Wer sich darauf einlässt, wird geistlich wachsen. Vielleicht lässt Gott deshalb diese Umwege und Erfahrungen zu.

Es ist und bleibt doch unsere Entscheidung, ob wir auch angesichts negativer, schmerzlicher, irritierender Erfahrungen Gott weiterhin vertrauen und Ihm nachfolgen wollen. Gott--- lässt uns nicht los. Er nicht.
Außerdem steht in der Bibel genug drin über falsche Brüder und falsche Apostel, die sich in die Gemeinden einschleichen oder aus ihrer Mitte aufstehen und Menschen mißbrauchen und großen Schaden anrichten.

Und Du wirst - bewusst oder unbewusst - in einer ewigen Spannung gehalten: Die Wiederkunft Jesu steht unmittelbar bevor, der Antichrist läuft schon auf der Welt rum, dieses und jenes Zeichen bedeutet, dass es nur noch zwei-drei Jahre sein können, wahrscheinlich schon eher, und die Entrückung kommt bald, und wir haben ja schon Christenverfolgung überall und Israel gibt es auch schon, und sieh hier und lies das.
:D Na ja, das ist aber kein Privileg speziell des mnr. Diese Spekulationen findest du bei vielen Christen durchgehend und in allen möglichen Variationen.
Besonders nervig, wenn in Amerika mal wieder Wahlen anstehen oder ein neuer Papst eingesetzt wurde und die Kandidaten dann so richtig gründlich auf "Antichrist" getestet und durchgehechelt werden. Wer den Antichristen findet, der darf ihn behalten. :P Ich habe keine Verwendung für den.

Alles muß; alles WIRD uns zum Besten dienen. Bedingung: Denen, die Gott lieben.

:) Du bist ja immer noch gläubig.
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Re: mitternachtsruf

Beitragvon bluna » Mi 23. Mai 2012, 18:15

patrick84 hat geschrieben:geht eine Frau von hier in die Mitternachtsruf? jemand zufällig hier? :D

und was haltet ihr von der Mitternachtsruf? wird viel gesagt, das es eine sekte sein soll??
jemand erfahrung mit der mitternachtsruf?



Hallo Erstens bin ich einen Mann
und 2. war ich auch schon mal dort,auch als Kind.

Also nur für Frauen? Bluna
Sind wir nicht Alle ein Bischen Bluna???
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