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Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Diskussion über Newsmeldungen, Leserbriefe

Moderator: kingschild

Re: Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Beitragvon Kantate » Sa 10. Nov 2007, 12:28

Original von Frau Katz
Hallo Kantate

hätte denn dieser Mensch lieber Selbstmord begehen sollen? Schliesslich war er entschlossen zu sterben.

Ausserdem finde ich es schon seltsam, dass sich jemand meldet "ich habe Depris" und einige Zeit später mit "ich habe Krebs". Wenn das tatsächlich so abgelaufen ist, müsste im Moment eine gerichtliche Untersuchung hierzu laufen, zB wegen mangelnder Sorgfalt der Abklärung. Gibts da irgendwas?

grüsse, barbara


Hallo Barbara

ich habe das nur erzählt weil Dignitas immer so "heilig" und mitmenschlich tut. Dieser Mann hatte erst einmal angefragt und als er die Auskunft bekam sie würden keinem Deprimierten beim Sterben helfen hat er sich einige Zeit später dann als krebskrank gemeldet. Das ist aber nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass hier ohne Kontrolle ein Mensch getötet wurde und dass in einer Umgebung die menschenunwürdig war und dass er alleine starb und eben nicht in "familienähnlicher" Atmosphere. Ob ein Verfahren läuft weiß ich nicht, weil ein Arzt den Totenschein ausgestellt hat.

Was ich aber weiß ist, dass die Staatsanwaltschaft am forschen ist, weil ein Mitarbeiter der ausgestiegen ist bei Dignitas weil es unerträglich wurde, sich gemeldet hat. Fest steht dass Mitarbeiter, die nicht berechtigt dazu sind, das Gift das zum Töten benutzt wird in Aufbewahrung haben. Dieses Gift darf höchstens ein Arzt unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen aufbewahren. Dignitas hatte das zuerst bestritten dann aber zugegeben.

Also so sauber wie die immer tun sind sie nicht. Und das alles um des lieben Geldes Willen. Und um auf deine Eingangsfrage zurückzukommen. Dieser junge Mann hätte sich in psychiatrische Behandlung begeben sollen und wenn es sein muss jahrelang.

LG
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Re: Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Beitragvon Frau Katz » Sa 10. Nov 2007, 19:26

Original von Kantate
Also so sauber wie die immer tun sind sie nicht. Und das alles um des lieben Geldes Willen.


Hallo Kantate

nun, wenn sie nicht so sauber tun, warum wurden sie denn noch nie verurteilt? Gerade eine Sterbehilfeorganisation wird wohl stark geprüft und überwacht - WENN sie nicht sauber wären, so hätte das auch juristische Konsequenzen gehabt.

Ausserdem, wenn es ums Reich-Werden ginge, da gibts doch andere Möglichkeiten, als eine emotionale so tief gehende Arbeit. Das kann kein Grund sein, und eine Firma, die hat eben ihre Kosten.

Ausserdem, ich halte nichts davon, dass man Leute zu ihrem Glück zwingt; mit demselben Argument hätten die Jünger Jesus fesseln und rechtzeitig aus Jerusalem fortschaffen müssen, denn er wusste ziemlich genau, was ihn erwartete. Und ist trotzdem hingegangen.

grüsse, barbara

Die Rolle der Propheten ist immer noch die gleiche - sie hält die Menschheit wach. (arno gruen)
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Re: Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Beitragvon Kantate » Sa 10. Nov 2007, 19:31

Original von Frau Katz
Original von Kantate
Also so sauber wie die immer tun sind sie nicht. Und das alles um des lieben Geldes Willen.


Hallo Kantate

nun, wenn sie nicht so sauber tun, warum wurden sie denn noch nie verurteilt? Gerade eine Sterbehilfeorganisation wird wohl stark geprüft und überwacht - WENN sie nicht sauber wären, so hätte das auch juristische Konsequenzen gehabt.

Ausserdem, wenn es ums Reich-Werden ginge, da gibts doch andere Möglichkeiten, als eine emotionale so tief gehende Arbeit. Das kann kein Grund sein, und eine Firma, die hat eben ihre Kosten.

Ausserdem, ich halte nichts davon, dass man Leute zu ihrem Glück zwingt; mit demselben Argument hätten die Jünger Jesus fesseln und rechtzeitig aus Jerusalem fortschaffen müssen, denn er wusste ziemlich genau, was ihn erwartete. Und ist trotzdem hingegangen.

grüsse, barbara




Die Staatsanwaltschaft ermittelt ja.
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Re: Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Beitragvon Frau Katz » Sa 10. Nov 2007, 20:13

Ja, was sie offenbar schon mehrfach tat - und am Schluss bisher immer feststellen musste, es ist sauber gelaufen, und das geltende Schweizer Recht wurde immer respektiert.
Die Rolle der Propheten ist immer noch die gleiche - sie hält die Menschheit wach. (arno gruen)
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Re: Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Beitragvon Kantate » Sa 10. Nov 2007, 20:49

Original von Frau Katz
Ja, was sie offenbar schon mehrfach tat - und am Schluss bisher immer feststellen musste, es ist sauber gelaufen, und das geltende Schweizer Recht wurde immer respektiert.


Selbst bei euch in der Schweiz ist es nicht erlaubt, dass Nichtmediziner Medikamente in Aufbewahrung haben die nur von einem Arzt im Tresor aufbewahrt werden dürfen.
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Re: Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Beitragvon Kantate » Mo 12. Nov 2007, 01:07

Original von Kantate
Original von Frau Katz
Ja, was sie offenbar schon mehrfach tat - und am Schluss bisher immer feststellen musste, es ist sauber gelaufen, und das geltende Schweizer Recht wurde immer respektiert.


Selbst bei euch in der Schweiz ist es nicht erlaubt, dass Nichtmediziner Medikamente in Aufbewahrung haben die nur von einem Arzt im Tresor aufbewahrt werden dürfen.


@ Frau Katz

es geht hier gar nicht so sehr um das Recht in der Schweiz. Es geht hier um Menschlichkeit und Gottes Gebot "Du sollst nicht töten". Was ist menschlich wenn 2 Menschen auf einem Parkplatz ver-recken. Was ist menschlich wenn ein Mensch mit so starken Depressionen dass er nicht mehr leben will, totgespritzt wird. Wer sich Christsein auf die Fahnen geschrieben hat, sollte wirklich darüber nachdenken wo die Menschen versagt haben.

Ich kann verstehen wenn ein Mensch der krebskrank ist und unter Schmerzen leidet sterben möchte. Du kannst mir glauben, dass ich diese Schmerzen kenne. Und ich kenne auch die Schmerzen die man noch im Koma hat. Ich kenne auch die Kämpfe Suizid zu begehen nur zu gut weil die Schmerzen mich in den Wahnsinn getrieben haben und ich nicht einmal mehr schreien konnte, sondern nur noch wimmerte. Aber es wäre falsch zu sagen dass ich das Recht hätte meinem Leben vorzeitig ein Ende zu setzen. Gott hat mir dieses Leben geschenkt. Ich habe als Christ nicht das Recht dieses Geschenk zurückzuweisen. Sterben ist ein Teil des Lebens. Jeder Baum, jede Pflanze stirbt und so muss auch der Mensch sterben, wenn seine Zeit gekommen ist und nicht wenn er denkt er könnte seinem Leben ein Ende bereiten.

Das würde bedeuten ich würde mich über Jesus stellen, der unsagbare Qualen am Kreuz für mich gelitten hat. Er hat geduldig gewartet bis seine Zeit gekommen ist, bis sein Vater gesagt hat, "Jetzt ist es gut, komm nach Hause". Wie kann ich es wagen mich über das alles zu stellen? Es gibt genug Möglichkeiten Schmerzen zu lindern. Die meisten Menschen mit unerträglichen Schmerzen wollen eigentlich gar nicht sterben. Sie wollen einfach nur dass diese Schmerzen erträglicher werden oder aufhören.

Hier sind Ärzte, Pflegepersonla und Angehörige gefragt. Das hat nichts mit künstlicher Lebensverlängerung zu tun. Überhaupt nichts.
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Re: Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Beitragvon boyinraleser » Mo 12. Nov 2007, 01:11

der vorletzte Beitrag war übrigens von mir, ich habe vergessen mich einzuloggen.


Ich habe "psychisch Kranke" gepflegt, und ich weiss wie unglaublich EINFACH es ist, diese zu irgend etwas zu überreden...Niemals dürfen "psychisch Kranke" in die Nähe von diesen Mördern gelangen.

Wer kann auch nur interessiert sein psychisch Kranke zum Selbstmord zu bewegen? Gottlose, Selbstsüchtige, denen scheinbar eine SCHÖNE Welt vorschwebt, wo es nur gesunde, kräftige, lachende Menschen gibt....und die da überheblich meinen sie hätten das Recht zu richten, was da nicht lebenswert SEI.
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Re: Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Beitragvon Kantate » Mo 12. Nov 2007, 02:41

Original von boyinraleser
der vorletzte Beitrag war übrigens von mir, ich habe vergessen mich einzuloggen.


Ich habe "psychisch Kranke" gepflegt, und ich weiss wie unglaublich EINFACH es ist, diese zu irgend etwas zu überreden...Niemals dürfen "psychisch Kranke" in die Nähe von diesen Mördern gelangen.

Wer kann auch nur interessiert sein psychisch Kranke zum Selbstmord zu bewegen? Gottlose, Selbstsüchtige, denen scheinbar eine SCHÖNE Welt vorschwebt, wo es nur gesunde, kräftige, lachende Menschen gibt....und die da überheblich meinen sie hätten das Recht zu richten, was da nicht lebenswert SEI.


Danke für deinen Beitrag. Ich denke, wenn "psychisch Kranke" nicht mehr in der Lage sind ihr Leben zu regeln - sprich sie sich selbst und andere gefährden an Leib und Leben - müssen andere das für sie tun. Gottseidank kann man bei uns in Deutschland nicht mehr entmündigt werden. Aber ein Amtsarzt kann sehr wohl entscheiden ob es nötig ist einen psychisch Kranken, bis dieser wieder stabil ist, in ein Krankenhaus zu überweisen. Und erstaunlicher Weise sind diese Menschen dann - nach meinen Erfahrungen - ziemlich glücklich dass sie noch am Leben sind.

Wenn Firmen wie Exit oder andere für Geld morden - und das ist glatter Mord für mich und da hilft auch ein Schweizer Gesetz nicht weiter, auch wenn es legal ist - dann geht das zu weit. Man kann einen Menschen nicht vom Suizid abhalten. Selbst in einer "Gummizelle" mit nichts drin ist ein Mensch noch in der Lage sich umzubringen. Dass Andere das für ihn gegen Geld tun ist etwas womit ich überhaupt nicht umgehen kann. Vor allen Dingen wenn es sich um psychisch kranke Menschen handelt. Das ist weder christlich, noch ist es in Einklang mit dem Gesetz "Du sollst nicht töten!" zu bringen. Egal wie man es dreht und wendet. Es ist und bleibt Mord!
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Re: Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Beitragvon Frau Katz » Mo 12. Nov 2007, 08:28

Original von Kantate
Das ist weder christlich, noch ist es in Einklang mit dem Gesetz "Du sollst nicht töten!" zu bringen. Egal wie man es dreht und wendet. Es ist und bleibt Mord!


Ich verstehe die Argumentation und kann sie nachvollziehen... konsequenterweise, hoffe ich, verzichtest du auch auf das Essen von Fleisch? Denn da werden gesunde Tiere, die ebenfalls Gottes Odem in sich haben, für Geld umgebracht - was auch Mord ist. Die Tiere können noch nicht mal dazu einwilligen, wie die Menschen es tun, und es ist anzunehmen, dass die meisten Tiere gern noch etwas länger gelebt hätten.

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Re: Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Beitragvon Enggi » Mo 12. Nov 2007, 11:27

Original von Kantate
Es gibt genug Möglichkeiten Schmerzen zu lindern. Die meisten Menschen mit unerträglichen Schmerzen wollen eigentlich gar nicht sterben. Sie wollen einfach nur dass diese Schmerzen erträglicher werden oder aufhören.

Hier sind Ärzte, Pflegepersonla und Angehörige gefragt. Das hat nichts mit künstlicher Lebensverlängerung zu tun. Überhaupt nichts.
Es stimmt, dass Menschen lieber ohne Schmerzen weiter leben als ihrem Leben vorzeitig ein Ende zu setzen. Aber ich kenne eine Frau, die nicht an Gott glaubt und Mitglied von Exit ist, weil sie mehrere Krankheiten hat, die unheilbar sind und es sogar der Palliativmedizin nicht erlauben, ihr echte Linderung zu verschaffen. Sie trifft bewusst Vorsorge für den Fall, dass sie in ein Spital eingeliefert wird, wo sie dann nur noch gequält würde. Ich bete für die Frau, dass Jesus ihr erscheint und sie heilt, damit sie endlich gläubig wird. Für das Evangelium ist sie verschlossen aufgrund ihrer Kindheit, die sie mit religiösen und z.T. bösartigen Menschen verbracht hat.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Wenn psychisch Kranke sterben wollen: Exit unter Konkurrenzdruck

Beitragvon bigbird » Sa 17. Mai 2008, 22:05

Wegen Dauerspam schliesse ich hier mal - bei Bedarf bitte eine PN an den zuständigen Moderator.
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göttliche Weisheit führt ans Kreuz.

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