HomeWer ist Jesus?ForumChatNewsletterE-Mail SupportKontakt   

Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Diskussion über Newsmeldungen, Leserbriefe

Moderator: kingschild

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Fr 19. Feb 2010, 19:19

Taube hat geschrieben:Die meisten, welche hier in der Schweiz Moslemfamilien kennen, haben zwar kein Probleme damit. Doch wie man gesehen hat, sind trotzdem sehr viele Vorbehalte da: Wenn ich so die Diskussionen überblicke, geht es halt nicht nur um die Moslem, Orthodoxe und Katholiken aus Ex-Jugoslawien werden auch schief angesehen und meist in einen Topf geworfen, wenn es um "überfamiliäre" Sachen geht.


Dem würde ich beipflichten. Dort wo Missbräuche auftreten und der Schweizer eben dann das Gefühl bekommt seine Rechte werden beschnitten sieht er eben rot.

Schauen wir auf die Integration solche die legal aus Not einreisen und bemüht sind sich hier anzupassen, die Schweizer Gesetze achten, die müssen dann leiden wegen denen die missbrauch betreiben. Sicher auch weil einige nicht unterscheiden wollen aber in erster Linie eben darum, weil Ihre Landsleute grossen Mist bauen. Wenn dann noch Forderungen kommen oder der Schweizer das Gefühl vermittelt bekommt das unsere liberalen Gesetze für Missbräuche genutzt werden und es gewisse Gruppen gibt, die keine Probleme sehen wollen, dann ist das Spannungsfeld komplett.

Ich denke aber das Christen dort schon differnzieren können zumindest wenn jemand sagt Christus lebt in mir.

Das derjenige der Christus nicht hat nicht kann oder willens ist das ist nachvollziehbar, so wie auch begreiflich ist, das derjenige der Christus nicht hat die geistigen Dinge völlig aussen vor lässt.

Missbrauch kombiniert mit Forderungen, kombiniert mit der Weltlage Islam - Christentum gibt schon fast so ein brisantes Gemisch wie im nahen Osten.

Wir können von den Muslimen die hier einwandern nicht erwarten das sie die Misstände in Ihren Ländern beseitigen. Was wir aber erwarten können ist das sie uns helfen diesen Missbrauch hier zu bekämpfen, das sie sich an die Regeln und Gesetze halten das sie in einem brisanten hoch explosiven Umfeld auf Forderungen verzichten die eben zum Beispiel zur Religionsausübung nicht notwendig sind. Soviel Feingefühl wird von uns erwartet also gilt es für beide Seiten. Ein Bekenntnis zu diesem Land und nicht nur ein Bekenntnis ich bin hier zum Geld verdienen aber sonst kann mir der Westen denn Buckel runterrutschen.


Alle Fragen gehen doch in die gleiche Richtung: Ist es möglich in der Schweiz, eine multikulturelle Demokratie zu leben?


Die andere Kultur findet Ihren Weg ganz bestimmt und die Schweiz wird es schaffen können aber wenn das Tempo der Migration so voranschreitet wie in den letzten Jahren oder sich noch steigert dann Frage ich mich wirklich wie lange es eben noch gut gehen kann. Eine gute Integration kommt nicht von heute auf morgen und wenn zuviel auf einmal kommt dann bleiben zu viele nicht integrierte über.



Nicht mehr nur die Sprachen und Regionen werden berücksichtigt, sondern auch die kulturellen Unterschiede müssten dann doch berücksichtigt werden?


Die Frage ist ja hier wer hier wie viel Rücksicht nimmt auf die jeweilig andere Kultur und wenn es einseitig zu ungunsten der Schweizer voran geht wird es nicht klappen.


Prozentual gibt es heute ungefähr gleich viele Moslems wie Tessiner in der Schweiz. Wenn die Einbürgerungen weiter steigen, werden auch bald Schweizer Moslems anzahlmässig in den Bereich Tessiner kommen.


Auch hier stellt sich aber die Frage wie läuft das nun mit der Einbürgerung/Integration und der Anpassung? Denn wenn wir die Zahlen anschauen dann wäre es eben gut wenn diese Integriert wären bevor sie denn Pass bekommen und man nicht meint durch das aushändigen des Passes, komme dann die Integration von selbst. Bei solcher Integration sind wir dann in 30 – 40 Jahren mit noch abstruseren Forderungen als solche vom Schwimmunterricht und Lehrbücher ändern konfrontiert oder wir debattieren dann darüber ob die Schweiz sich anpasst und Weihnachtsfeiern an Schulen aufgibt. Das ist meiner Meinung nach die Richtung die dazu führt das die Spannungen zunehmen anstatt abnehmen und dies dient schlussendlich beiden Seiten nicht.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5859
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 9. Mär 2010, 10:04

Islam-Diskussion in der Schweiz
(Zitat) Deutsche Islamisten zieht es in die Berge
Zwei Gefährten des deutschen Islamisten Pierre Vogel sollen im Klosterdorf Disentis GR predigen – erneut auf Einladung des Islamischen Zentralrats der Schweiz.
Das «Islamische Bildungsseminar» mit 260 Teilnehmern soll vom 26. bis 28. März im Sportzentrum Disentis stattfinden. der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) hat die ganze Anlage reserviert. Brisant: Als Referenten treten ­wieder radikale Prediger auf. Aus Deutschland sollen Abu Anas und Abu Jibril ins Bündnerland kommen – beide sind mit dem Islamisten Pierre Vogel verbandelt, dem der Bund im Dezember die Einreise verweigerte.
Abu Anas, eigentlich Muhamed Ciftci, betreibt in Braunschweig eine Islamschule und wird vom niedersächsischen Verfassungsschutz beobachtet: Sein Institut ist als «Durchlauferhitzer für militante Islamisten» aufgefallen. «Junge Schüler, die sich in der islamistischen Szene um Ciftci bewegt haben, wurden radikalisiert und traten in Kontakt mit Dschihadisten», so Sprecherin Maren Brandenburger. Ciftci biete zwar zunächst gewaltfreie Lehren an. Diese seien aber so fundamentalistisch, dass der Übergang zur Gewalt ein fliessender sei. Im Verfassungsschutzbericht 2008 heisst es zudem, Ciftci erkläre in einem Internet-Video, dass für die Abkehr vom Islam Enthauptung die angemessene Strafe sei. Qaasim Illi, Sprecher des IZRS, verteidigt seinen Referenten: «Ciftci distanziert sich ausdrücklich von Gewalt und Extremismus. Ausserdem hat er nie gegen das Gesetz verstos­sen.» Die Vorwürfe des Verfassungsschutzes seien ungerechtfertigte Spekulationen. Auch Umberto Zanin, Betriebsleiter des Sportzentrums Disentis, sieht kein Problem: Am Vertrag mit dem IZRS will er festhalten.
Dass am Treffen im Klosterdorf auch Pierre Vogel auftauchen wird, ist nicht auszuschliessen. Erst Mitte Februar sagte Illi zu 20 Minuten: ­«Pierre Vogel wird in der Schweiz auftreten. Wir werden ihn einfach erst fünf Minuten vorher ankündigen.» (Ende Zitat)
(daw/20 Minuten) Quelle: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/30865830

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 9. Mär 2010, 10:52

Wo steuert die "Islam-Diskussion" in der Schweiz hin??

Seit der Minarett-Abstimmung im November 2009 versucht der Konvertit Nicolas Blancho ganz vehement, seine Auffassung von "Islam" in der Schweiz durchzusetzen und sich als neue Stimmer der Schweizer Muslime zu etablieren....
Erst kürzlich ist Blancho, bzw. der IZRS, (einmal mehr) in der Presse wegen dem Symposium vom 14. Februar 2010 im Zürcher Volkshaus ins Blickfeld gerückt. Wir erinnern uns: http://www.blick.ch/news/schweiz/streit ... ert-138815
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/ ... --30469676

Nun organisiert er, bzw. der IZRS, den Grossanlass in Disentis, wo geplant ist Predigern, die mit dem deutschen Hassprediger Pierre Vogel in Verbindung stehen, eine Plattform zu geben. Vom 26.-28. März sollen die beiden als extremistisch eingestuften Prediger Abu Anas und Abu Jibril im Sportzentrum Disentis auftreten. Muhamed Ciftci alias Abu Anas ist beispielsweise bekannt dafür, dass er die Enthauptung für Ex-Muslime befürwortet.

Wir erînnern uns: die Schweizer Behörden liessen Pierre Vogel nicht einreisen für die Demo in Bern (Info: http://www.blick.ch/news/schweiz/es-geh ... ber-135567) und auch das Zürcher Volkshaus wollte Pierre Vogel nicht am Anlass sprechen lassen).

Man darf gespannt sein, wie sich die Muslime in der Schweiz und die Schweizer Behörden der "Herausforderung Nicolas Blancho" stellen werden. Eines ist jedenfalls klar: wir werden noch viel von diesem Herrn zu hören und zu sehen bekommen....

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 9. Mär 2010, 11:24

(Zitat)
«Vergleichbar mit Rechtsextremen»
Für die Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, Saïda Keller-Mes­sahli, ist die auffallende Aktivität des IZRS besorgniserregend: «Das sind Scharfmacher mit menschenfeindlicher Ideologie. Der Islam, den diese Islamisten wollen, entspricht auf keinen Fall der gros­sen Mehrheit der Schweizer Muslime.» Enge Verbündete von Pierre Vogel einzuladen, sei kontraproduktiv und reine Provokation. «Die Organisatoren des IZRS nutzen die Freiräume der Demokratie für ihren Zweck», so Keller-Messahli. Dies erinnere sie an vergangene Rütlifeiern: «Die Islamisten sind am besten zu vergleichen mit der rechtsextremen Szene. Auch diese reizt die Meinungsäusserungsfreiheit bis an die Grenze aus – das sind wohl die unvermeidbaren Nachteile der Demokratie.» (gsc) (Ende Zitat)

Da geb' ich Ihnen, Frau Keller-Messahli, Recht: auch für mich ist die auffallende Aktivität des IZRS besorgniserregend!

Also bitte, liebe Geschwister:
Römer 13,11 "Bedenkt die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf."

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 12. Mär 2010, 10:34

Kleine Ergänzung zu meinem obigen Beitrag: Bekanntlich veranstaltet der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) eine islamische Tagung im Graubünden, auf der unter anderem der Moslem-Prediger Mohammed Ciftci, alias Abu Anas, aus Deutschland auftreten wird. "Schweiz aktuell" liegt nun ein Video von einem Anlass in Deutschland vor, in dem Ciftci verkündet, ungläubige Muslime müssten enthauptet werden. Laut Ciftci müssen vom Islam Abtrünnige mit dem Schwert geköpft werden. Weiter rechtfertigt Ciftci in seiner Rede Gewalt gegen Frauen.
Quelle: http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten ... ufgetaucht

Einmal mehr muss ich Frau Keller-Messahli Recht geben!
Auch haben wir von Abu Anas jetzt einmal mehr gehört, wie es sich mit 'Frauen und Schlagen' im Islam verhält! Wer Ohren hat zu hören, der höre!

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 12. Mär 2010, 11:24

"Who is who" im IZRS.
N.B. "Abu Ammar Abd Allah" = 'Abdullah' Nicolas Blancho
Interessanter Beitrag auch von SF.
http://www.islamrat.ch/index.php/de/ver ... entis.html

Meine Meinung u.a.: Wenn zwei das gleiche tun, ist es nicht dasselbe! Es würde mich interessieren, wie wohl Behörden und Polizei vorgehen würden, wenn irgendwo in einem Seminarzentrum in unseren schönen Alpen irgendwelche (echten) Rechtsradikale eine analoge Tagung (sprich: Bildungsseminar) halten würden!!! Gäbe es da wohl auch keinen Handlungsbedarf?? Thomas Hobi: "Es handelt sich um eine 'private' Veranstaltung.... - im Moment kein Handlungsbedarf"
Der Gemeindepräsident macht es sich sehr leicht. Pfui, Herr Giusep Columber, das ist meine persönliche Meinung! "Es geht uns gar nicht um Inhalt der Veranstaltung... nicht verantwortlich.... interne Angelegenheiten sind wir nicht informiert...."
Ob wohl Herr Giusep Clumber und seine Kollegen privat auch Leute zu sich einladen, über die sie nichts wissen??? über deren Gesinnung sie nicht informiert sind bzw. sich nicht vorgängig informieren??

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 14. Mär 2010, 09:46

Die Macht der Vorurteile
Ausländer haben oft gegen negative Vorurteile zu kämpfen. Bei Umfragen in der Schweizer Bevölkerung kommen solche Vorurteile nicht immer gleich zum Vorschein. Forscher haben einen Test entwickelt, der auch versteckte oder unbewusste Ausländerfeindlichkeit entlarvt. «Einstein» testet diese Methode auf der Strasse und zeigt, welche Rolle das Gehirn bei der Bildung von Vorurteilen spielt.
http://www.sf.tv/sendungen/einstein/sendung.php

Vorurteils-Test
http://www.kalaidos-research.ch/einstein/1/

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 14. Mär 2010, 17:35

Ein lesenswerter Artikel von Ibn Warraq in der 'Welt': Der Westen muss islamische Barbarei abwehren
(Zitat) Es ist jetzt 17 Jahre her, seit ich das erste Mal darüber geschrieben habe, was es bedeutet, wenn man sich auf die Forderungen von Muslimen einlässt, die im Westen leben; inzwischen ist offensichtlich, dass viele nicht vorhaben, sich an die sie empfangende Gesellschaft zu assimilieren. Stattdessen beharren sie darauf, dass sich das Gastland anpassen muss, indem es ihnen Sonderrechte und Privilegien gewährt.
Wenn wir nicht wachsamer sind, ist es wahrscheinlich, dass die europäische Gesellschaft stark verarmt, und all die hart erkämpften Errungenschaften und Freiheiten, soziale wie politische, in einer Orgie multikulturellen Liberalismus' verschleudert werden. Es könnte sogar die Gefahr bestehen, dass sich die europäischen Gesellschaften in religiöse und kulturelle Gettos aufspalten, jedes mit seinen eigenen Gesetzen. Zwei Dinge sollten wir dabei sorgfältig im Auge behalten: die Scharia und die Meinungsfreiheit. (Zitat Ende).........

Ganzen Artikel hier lesen: http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... te_1678701

Ein (Ex-)Muslim mehr, der den Durchblick hat....und das nicht erst seit gestern. :D

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Do 18. Mär 2010, 01:06

Nun scheint auch die Diskussion über 'Moslemfriedhöfe' in die Oeffentlichkeit zu rücken, nachdem das Thema jahrelang immer wieder auf die lange Bank geschoben wurde und diesbezüglich kaum etwas in den Medien berichtet wurde.
Auch diese Thema wird auf beiden Seiten sicherlich vielerlei Emotionen freisetzen, ähnlich der Minarettinitiative.
Auch hier sind es wiederum total entgegengesetze Standpunkte, welche die Gemüter erhitzen.
«Wenn man uns eigene Grabfelder verweigert, verstösst das gegen die Religionsfreiheit», sagte Kios-Präsident Farhad Afshar. Er bereitet zudem eine Klage vor Gericht vor, um die Frage nach einer entsprechenden Bestattung rechtlich zu klären. Man müsse die rechtliche Situation notfalls bis vor Bundesgericht klären.
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten ... Friedhoefe

Ganz anders sehen es offenbar die Muslime in Luzern
http://www.zisch.ch/navigation/top_main ... OID=332820

Ich hoffe doch sehr, dass diesbezüglich eine sachliche Diskussion möglich sein wird. Eine wichtige Frage in dieser Diskussion muss u.a. (auch) sein, genau zu erörtern, was denn mit der Erde auf dem (Friedhof-)Gelände passieren soll, da ja die Moslems sich nicht in „unreiner“ Erde – also Erde, in denen Angehörige anderer Religionen lagen – begraben lassen wollen.
Zudem müssen m.E. für alle Verstorbenen die selben Rechte gelten; so werden in der Schweiz die Grabsteine/Grabstätten nach 20/25 Jahren entfernt und das Grab ohne Ausgrabung wiederverwendet.
Dies sind nur 2 Punkte; es sind noch weitere Aspekte zu berücksichtigen.

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Do 18. Mär 2010, 01:29

Jetzt habe ich auch die seinerzeitige 'Geschichte' vom Ausheben der 'unreinen Erde' wieder gefunden: ein echter Skandal, würde ich meinen!

Quellen: http://www.20min.ch/news/zentralschweiz/story/21753050
http://www.schluer.ch/aktuell/080314abfall.html

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Sa 20. Mär 2010, 09:54

Herausforderung Islam
Vortrag mit Mark und Unja Gabriel:
"Die Lehre des Islam kennen und trotzdem den Muslimen angstfrei begegnen."
Mark A. Gabriel und seine Frau Unja werden zum Thema „Herausforderung Islam“ sprechen. Gerade in Zeiten, in denen Glaubensfreiheit immer mehr eingeschränkt wird und sich andererseits aber auch religiöser Fundamentalismus ausbreitet, müssen wir uns aktiv und engagiert damit auseinandersetzen. Das CSI-Freundestreffen bietet Ihnen die Gelegenheit, einen Einblick in die Lehren des Islam zu bekommen, und zeigt Ihnen Wege, wie Sie Muslimen in Ihrem persönlichen Umfeld angstfrei begegnen können.
Mark A. Gabriel ist ein Experte, der den Islam über Jahre intensiv studiert und gelehrt hat. Nach seiner Hinwendung zu Jesus Christus musste er Verfolgung durch religiöse Fundamentalisten am eigenen Leibe erfahren. Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit, Mark und Unja Gabriel persönlich kennen zu lernen.

Zürich, Samstag, 27. März 2010, 13.30 – 16.30 Uhr
St. Anna-Kapelle, St. Annagasse 11, 8001 Zürich

Quelle: CSI-Schweiz

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 21. Mär 2010, 18:27

Wenig beachtet von der Weltöffentlichkeit leiden die Christen Nigerias massiv unter der Verfolgung durch Muslime (und dies schon jahrelang). Seit den frühen 80er Jahren erleben die Nigerianer fast jährlich religiös bedingte Aufstände, denen Christen zum Opfer fallen.

Die letzte, diesbezügliche Meldung war 20minuten gerade mal eine kurze Meldung unter der Rubrik "20 Sekunden" wert:
"Massaker in Nigeria
Lagos. Bei einem Massaker in einem von Christen bewohnten Dorf im Unruhegebiet von Nigeria sind in der Nacht auf gestern zwölf Einwohner getötet worden. Die Angreifer brannten 15 Häuser nieder und metzelten die Einwohner mit Macheten nieder."
Gelesen in 20minuten 18. März 2010, Printausgabe.

Erst Anfang März 2010 kam es in Nigeria zu massiver Gewalt:
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... isten.html

Weitere Infos hier: http://www.csi-schweiz.ch/nigeria_relig ... flikte.php

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon blakki » So 21. Mär 2010, 19:45

lionne hat geschrieben:Wenig beachtet von der Weltöffentlichkeit leiden die Christen Nigerias massiv unter der Verfolgung durch Muslime (und dies schon jahrelang). Seit den frühen 80er Jahren erleben die Nigerianer fast jährlich religiös bedingte Aufstände, denen Christen zum Opfer fallen.

Die letzte, diesbezügliche Meldung war 20minuten gerade mal eine kurze Meldung unter der Rubrik "20 Sekunden" wert:
"Massaker in Nigeria
Lagos. Bei einem Massaker in einem von Christen bewohnten Dorf im Unruhegebiet von Nigeria sind in der Nacht auf gestern zwölf Einwohner getötet worden. Die Angreifer brannten 15 Häuser nieder und metzelten die Einwohner mit Macheten nieder."
Gelesen in 20minuten 18. März 2010, Printausgabe.

Erst Anfang März 2010 kam es in Nigeria zu massiver Gewalt:
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... isten.html

Weitere Infos hier: http://www.csi-schweiz.ch/nigeria_relig ... flikte.php

lionne


In Nigeria sterben nicht nicht nur Christen, da sterben auch Muslime, so geschehen Ende des Jahres 2008 und im Januar 2009.

Oder ist der Tod eines Christen schlimmer als der Tod eines Moslems oder eines Buddhisten?

Nigeria ist ein rechtsfreies Land ohne staatliche wirksame Strukturen, in denen es eine sehr kleine Clique von Mulitmilliardären gibt, der Rest des Landes ist verarmt und führungslos.
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
Benutzeravatar
blakki
Wohnt hier
 
Beiträge: 1911
Registriert: Di 8. Jul 2008, 22:21
Wohnort: ÜBERALL

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon blakki » So 21. Mär 2010, 19:52

lionne hat geschrieben:Herausforderung Islam
Vortrag mit Mark und Unja Gabriel:
"Die Lehre des Islam kennen und trotzdem den Muslimen angstfrei begegnen."
Mark A. Gabriel und seine Frau Unja werden zum Thema „Herausforderung Islam“ sprechen. Gerade in Zeiten, in denen Glaubensfreiheit immer mehr eingeschränkt wird und sich andererseits aber auch religiöser Fundamentalismus ausbreitet, müssen wir uns aktiv und engagiert damit auseinandersetzen. Das CSI-Freundestreffen bietet Ihnen die Gelegenheit, einen Einblick in die Lehren des Islam zu bekommen, und zeigt Ihnen Wege, wie Sie Muslimen in Ihrem persönlichen Umfeld angstfrei begegnen können.


Ach was, jetzt gibt es auch noch Lehrgänge, in denen man lernt, wie man Andersgläubigen im persönlichen Umfeld angstfrei begegnen kann?

Und ich Dummerle habe am Freitag in Stuttgart einfach so einen Döner ohne Polizeischutz gekauft und gegessen.
Wenn ich gewusst hätte, dass ich da in akuter Lebensgefahr geschwebt habe. :mrgreen:

Mark A. Gabriel ist ein Experte, der den Islam über Jahre intensiv studiert und gelehrt hat. Nach seiner Hinwendung zu Jesus Christus musste er Verfolgung durch religiöse Fundamentalisten am eigenen Leibe erfahren. Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit, Mark und Unja Gabriel persönlich kennen zu lernen.

Zürich, Samstag, 27. März 2010, 13.30 – 16.30 Uhr
St. Anna-Kapelle, St. Annagasse 11, 8001 Zürich

Quelle: CSI-Schweiz

lionne
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
Benutzeravatar
blakki
Wohnt hier
 
Beiträge: 1911
Registriert: Di 8. Jul 2008, 22:21
Wohnort: ÜBERALL

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 21. Mär 2010, 21:31

blakki hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Wenig beachtet von der Weltöffentlichkeit leiden die Christen Nigerias massiv unter der Verfolgung durch Muslime (und dies schon jahrelang). Seit den frühen 80er Jahren erleben die Nigerianer fast jährlich religiös bedingte Aufstände, denen Christen zum Opfer fallen.

Die letzte, diesbezügliche Meldung war 20minuten gerade mal eine kurze Meldung unter der Rubrik "20 Sekunden" wert:
"Massaker in Nigeria
Lagos. Bei einem Massaker in einem von Christen bewohnten Dorf im Unruhegebiet von Nigeria sind in der Nacht auf gestern zwölf Einwohner getötet worden. Die Angreifer brannten 15 Häuser nieder und metzelten die Einwohner mit Macheten nieder."
Gelesen in 20minuten 18. März 2010, Printausgabe.

Erst Anfang März 2010 kam es in Nigeria zu massiver Gewalt:
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... isten.html

Weitere Infos hier: http://www.csi-schweiz.ch/nigeria_relig ... flikte.php

lionne


In Nigeria sterben nicht nicht nur Christen, da sterben auch Muslime, so geschehen Ende des Jahres 2008 und im Januar 2009.

Oder ist der Tod eines Christen schlimmer als der Tod eines Moslems oder eines Buddhisten?

Nigeria ist ein rechtsfreies Land ohne staatliche wirksame Strukturen, in denen es eine sehr kleine Clique von Mulitmilliardären gibt, der Rest des Landes ist verarmt und führungslos.

Ich glaube, da sind wir uns alle einig: der gewaltsame Tod eines jeden Menschen - ungeachtet der Hautfarbe, der Konfessionszugehörigkeit oder des sozialen Standes -ist in jedem Fall eine Tragödie.

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 21. Mär 2010, 21:41

Ein paar Infos über Nigeria:
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria#Religion
Religion [Bearbeiten]
In Nigeria besteht eine kaum überschaubare Vielfalt an religiösen Gemeinschaften. 50 % der Nigerianer sind Muslime (vor allem in Norden), rund 40 % sind Christen (im Süden) und der restliche Teil - etwa 10 % - bekennt sich zu einer traditionellen afrikanischen Religion. Muslimische Mehrheiten gibt es aber auch in den überwiegend von Yoruba bewohnten und an Lagos heranreichenden südwestlichen Bundesstaaten Oyo, Ogun und Osun.[11] Obwohl nur ein Zehntel der Bevölkerung Naturreligionen angehören, sind die Übergänge zwischen ihnen und dem Volksislam, dem Christentum afrikanischer Kirchen und ihren lokalen Varianten fließend. Fetischismus und Ahnenkult spielen bei nigerianischen Christen und Moslems eine große Rolle. Insbesondere der Einfluss der Religion der Yoruba wird aus den Festlichkeiten in der heiligen Stadt Ile-Ife ersichtlich.

Es kam in der Vergangenheit oft zu Streitigkeiten zwischen den Religionsgruppen. So mündete im Jahr 1964 die Unterdrückung christlicher Tiv im von Muslimen dominierten Norden Nigerias, die sich unter anderem in einer für die Tiv nachteiligen Steuererhebung manifestierte, in Unruhen, die bis zu 4000 Todesopfer forderten.[12] Seit der Demokratisierung Nigerias 1999 nehmen Islamisierungstendenzen im ganzen Land zu. So wurde auf Druck islamischer Gruppen in den Bundesstaaten im Nordteil des Landes die Scharia eingeführt.[13] Seither fielen Tausende religiösen Pogromen zum Opfer.[14] Islamische Gruppen wie Boko Haram setzen sich für die Einführung der islamischen Scharia in ganz Nigeria und das Verbot westlicher Bildung ein, was immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen mit Christen oder gemäßigten Muslimen führt.

Ein Brennpunkt der Konflikte zwischen dem muslimischen Norden und dem christlich geprägten Süden ist die zentralnigerianische Provinz Plateau. 2001 kam es immer wieder zu Zusammenstößen, die mehr als 1000 Menschen das Leben gekostet hat.[15] Im Januar 2010 kamen bei Unruhen in der Provinzhauptstadt Jos, die sich am Bau einer Moschee entluden, mehrere hundert Menschen ums Leben.[16] Im März 2010 kam es erneut zu Ausschreitungen zwischen Angehörigen des Hirtenvolkes der Fulani (Muslime) gegen die Dorfbewohner der Berom (Christen) im Dorf Dogo Nahawa, bei denen über 500 Menschen starben.[17]

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 21. Mär 2010, 21:47

Kleine Ergänzung zum Vortrag von Mark A. Gabriel
http://www.csi-schweiz.ch/vortrag_mark_unja_gabriel.php

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 26. Mär 2010, 14:20

Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 28. Mär 2010, 17:26

Was der IZRS bereits in den Medien angekündigt hatte, ist nun eingetroffen: "Das nächste Mal werde man Pierre Vogel nur kurz vor seiner Ansprache ankündigen." - So geschehen nun in Disentis.

Pierre Vogel referiert in Disentis
Dieses Mal ist er still und leise eingereist. Der umstrittene deutsche Islam-Prediger

Pierre Vogel hat überraschend und legal einen Vortrag in der Schweiz gehalten.
Die Einreisesperre gegen Pierre Vogel hatte im Dezember viel Staub aufgewirbelt. Vogel hielt nun am Samstagabend am Bildungsseminar im Sport- und Kulturzentrum Acla da Fontauna im bündnerischen Disentis einen Vortrag. Die Veranstaltung des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS) hatte im Vorfeld für einiges Stirnrunzeln gesorgt.
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/ ... s-31380252

Ich bin echt gespannt, was wir in unseren diversen Medien und von Seite der Islam-Organisationen diesbezüglich lesen und hören werden.

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 28. Mär 2010, 17:50

Wer die Leute, die hinter dem IZRS stehen noch nicht kennt, hier ein paar Hilfen, die (vielleicht) zur Meinungsfindung dienen können:
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/26367949
http://www.20min.ch/videotv/?vid=38662&cid=1

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Haimax » Di 30. Mär 2010, 12:48

Es erstaunt mich nicht, dass gerade Deutsche die konvertieren sich faschistischen fundamentalen Religionen zuwenden.

Der Deutsche, scheint mir hat, historisch und gesellschaftlich einen Drang zu Obrigkeitsdiktatorischen Systemen, zu dem er entweder als Führer herrschen will oder er dann als Mitläufer sich gerne Unterordnet.

So gesehen ist der fundamentale Islam wie Vogel ihn propagiert für die Deutschen eine gute Alternative zu den Naziparteien und wird in Zukunft zu diesen noch mehr in Konkurrenz gehen. Auch sind Zweckbündnisse zwischen Fundamentalen Islamisten und Nazis möglich, auch wenn dies erst als Widerspruch erscheint (wie 1939 der Nichtangriffspakt zwischen Nazideutschland und der Sowjetunion), haben sie auch grosse gemeinsame Interessen wie z.B. Antisemitismus usw.

Die Geschichte ist also noch nicht gegessen. Traurig ist nur, dass sie wie dazumal die Fröntler, auch heute wieder eine Minderheit unserer Landsleute von Ewiggestrigen, den Nazis und den Islamisten als doofe Mitläufer andingen.
Alle Menschen sind gleich.
Rassen, Nationalität und Religion spielen keine Rolle, wichtig ist der gelebte Respekt, die Tolleranz, das Recht auf Glück und das Recht sich zu verwirklichen.
Haimax
Wohnt hier
 
Beiträge: 1238
Registriert: So 12. Aug 2007, 18:23

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Di 30. Mär 2010, 13:55

Haimax hat geschrieben:Es erstaunt mich nicht, dass gerade Deutsche die konvertieren sich faschistischen fundamentalen Religionen zuwenden.

Der Deutsche, scheint mir hat, historisch und gesellschaftlich einen Drang zu Obrigkeitsdiktatorischen Systemen, zu dem er entweder als Führer herrschen will oder er dann als Mitläufer sich gerne Unterordnet.

So gesehen ist der fundamentale Islam wie Vogel ihn propagiert für die Deutschen eine gute Alternative zu den Naziparteien und wird in Zukunft zu diesen noch mehr in Konkurrenz gehen. Auch sind Zweckbündnisse zwischen Fundamentalen Islamisten und Nazis möglich, auch wenn dies erst als Widerspruch erscheint (wie 1939 der Nichtangriffspakt zwischen Nazideutschland und der Sowjetunion), haben sie auch grosse gemeinsame Interessen wie z.B. Antisemitismus usw.

Die Geschichte ist also noch nicht gegessen. Traurig ist nur, dass sie wie dazumal die Fröntler, auch heute wieder eine Minderheit unserer Landsleute von Ewiggestrigen, den Nazis und den Islamisten als doofe Mitläufer andingen.



Wenn das Fundament der Wahrheit fehlt greift der Mensch immer auf Dinge zurück von denen er eigentlich wissen sollte das sie nicht funktionieren. Eigentlich sollte der Mensch erkennen das Sünde nicht ans Ziel führt und trotzdem hängt sein Fleisch an dem was im Schluss endlich den Tod bringen wird. Ob die Deutschen da mehr gefährdet sind als andere wage ich zu bezweifeln.

Wer Israel hasst und verflucht wird nur Fluch und verderben ernten, die meisten Menschen werden dies aber nie begreifen. Der Neid auf das Volk Gottes wird zunehmen und nicht abnehmen. Wo Neid hinführt das lehrt die Bibel.

Da muss man nicht mal zu den Nazis oder zu Fundamentaltisten gehen um dieses Gedankengut zu finden, das sich wieder gegen Israel richtet und das ist meist sehr viel subtiler als man annimmt und nicht nur ein Phänomen in Deutschland sondern Weltweit.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5859
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon blakki » Di 30. Mär 2010, 17:10

Haimax hat geschrieben:Es erstaunt mich nicht, dass gerade Deutsche die konvertieren sich faschistischen fundamentalen Religionen zuwenden.

Der Deutsche, scheint mir hat, historisch und gesellschaftlich einen Drang zu Obrigkeitsdiktatorischen Systemen, zu dem er entweder als Führer herrschen will oder er dann als Mitläufer sich gerne Unterordnet.

So gesehen ist der fundamentale Islam wie Vogel ihn propagiert für die Deutschen eine gute Alternative zu den Naziparteien und wird in Zukunft zu diesen noch mehr in Konkurrenz gehen. Auch sind Zweckbündnisse zwischen Fundamentalen Islamisten und Nazis möglich, auch wenn dies erst als Widerspruch erscheint (wie 1939 der Nichtangriffspakt zwischen Nazideutschland und der Sowjetunion), haben sie auch grosse gemeinsame Interessen wie z.B. Antisemitismus usw.

Die Geschichte ist also noch nicht gegessen. Traurig ist nur, dass sie wie dazumal die Fröntler, auch heute wieder eine Minderheit unserer Landsleute von Ewiggestrigen, den Nazis und den Islamisten als doofe Mitläufer andingen.


Haimax, ich weiss nicht, ob das ein typisch deutsches Merkmal ist.

Jedenfalls sind frisch bekehrte oder konvertierte Menschen oftmals fanatisiert, seien es es Neu-Evangelikale oder plötzliche Nichtraucher oder Vegetarier.

Oftmals braucht es einfach seine Zeit, um das schwarz-weiss-Denken zu überwinden.

Und faschistisch fundamental sind nicht nur Spielarten des Islams, das findet man in allen Religionen.
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
Benutzeravatar
blakki
Wohnt hier
 
Beiträge: 1911
Registriert: Di 8. Jul 2008, 22:21
Wohnort: ÜBERALL

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Di 30. Mär 2010, 19:57

blakki hat geschrieben:...
Und faschistisch fundamental sind nicht nur Spielarten des Islams, das findet man in allen Religionen.


Stimmt, ob sich wohl die fundamentalistischen Christen anpassen an den islamistischen Terror?

http://www.n24.de/news/newsitem_5960516.html :
In den USA ist es gelungen, eine Gruppe militanter Christen zu überführen. Die gewaltbereiten Eiferer sollen Bombenanschläge geplant haben, um einen Aufstand gegen die Regierung anzuzetteln.
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 30. Mär 2010, 20:05

Computerfehler. Poste später.
Zuletzt geändert von lionne am Di 30. Mär 2010, 20:17, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Di 30. Mär 2010, 20:09

Taube hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:...
Und faschistisch fundamental sind nicht nur Spielarten des Islams, das findet man in allen Religionen.


Stimmt, ob sich wohl die fundamentalistischen Christen anpassen an den islamistischen Terror?

http://www.n24.de/news/newsitem_5960516.html :
In den USA ist es gelungen, eine Gruppe militanter Christen zu überführen. Die gewaltbereiten Eiferer sollen Bombenanschläge geplant haben, um einen Aufstand gegen die Regierung anzuzetteln.


Davor bewahre uns Gott aber ich denke nicht das dies eine Massenbewegung werden kann aber schauen wir dann mal was passiert wenn alle Elemente erschüttert werden und sich dann der Spreu vom Weizen trennt.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5859
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 30. Mär 2010, 20:41

Mehr Infos zum Islam-Seminar in Disentis: (für Interessierte)
http://videoportal.sf.tv/video?id=c3a6a ... a7da6a9579

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 30. Mär 2010, 20:59

Ja, hier ist sie wieder mal: die viel beschriebene Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis!

(Zitat) «Ich wurde in die Schranken gewiesen»
Auch «Schweiz aktuell»-Redaktorin Rachel Honegger empfand die Situation als schwierig. Sie durfte den Raum, in dem das Seminar abgehalten wurde, während den Vorbereitungen nicht betreten. Honegger weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der Raum öffentlicher Grund ist. Trotzdem hatte sie das Gefühl, dass der Zugang zu den Teilnehmern schwierig war, weil sie kein Kopftuch trug. «Ich wurde in die Schranken gewiesen, während einem männlichen Journalisten-Kollegen keine Grenzen gesetzt wurden.»

«Weil ich das Gefühl hatte als Journalistin und Frau ohne ein Kopftuch chancenlos zu sein, habe ich eins angezogen», sagt die Journalistin. Nur so sah Honegger überhaupt eine Möglichkeit, um an die Seminarteilnehmer heran zu kommen und ihre Arbeit ungehindert in Disentis machen zu können.

«Toleranz braucht es auf beiden Seiten. Dazu gehört auch, dass ich in meiner Rolle als Journalistin auf Schweizer Gemeindeboden ohne Kopftuch ungehindert arbeiten kann», sagt Honegger. (Ende Zitat)
Quelle:
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten ... chancenlos

Da haben wohl die Schweizer Journalistinnen im Dienste des Schweizer Fernsehens ihre allzu toleranten Ansichten gegenüber dem Islam übers Wochenende revidieren müssen! Theorie ist halt nicht gleich Praxis. Jetzt haben diese Damen halt mal die Praxis gesehen und erlebt - und, man bedenke: in der Schweiz, nicht in Saudi-Arabien.


lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon blakki » Di 30. Mär 2010, 21:45

Taube hat geschrieben:
blakki hat geschrieben:...
Und faschistisch fundamental sind nicht nur Spielarten des Islams, das findet man in allen Religionen.


Stimmt, ob sich wohl die fundamentalistischen Christen anpassen an den islamistischen Terror?

http://www.n24.de/news/newsitem_5960516.html :
In den USA ist es gelungen, eine Gruppe militanter Christen zu überführen. Die gewaltbereiten Eiferer sollen Bombenanschläge geplant haben, um einen Aufstand gegen die Regierung anzuzetteln.


Jetzt müsste eigentlich von irgend jemanden reflexartig der Einwand kommen (nicht von dir, Taube ;)), dass dies gar keine richtigen Christen sind. :mrgreen:
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
Benutzeravatar
blakki
Wohnt hier
 
Beiträge: 1911
Registriert: Di 8. Jul 2008, 22:21
Wohnort: ÜBERALL

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Thelonious » Di 30. Mär 2010, 21:48

blakki hat geschrieben:Jetzt müsste eigentlich von irgend jemanden reflexartig der Einwand kommen (nicht von dir, Taube ;)), dass dies gar keine richtigen Christen sind. :mrgreen:


Wieso, dieses Argument hast Du jetzt ja schon gebracht ;)

Gruß
Thelo
Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst
(Offenbarung 21,6)
Benutzeravatar
Thelonious
Senior-Moderator
 
Beiträge: 14617
Registriert: So 12. Aug 2007, 20:52
Wohnort: In der schönsten Stadt Deutschlands

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Di 30. Mär 2010, 22:50

http://www.sf.tv/sendungen/club/index.php

Ich schau mir jetzt ungefähr 3 Minuten diese Sendung an und staune und staune und staune (ob solcher Frechheit und Zynismus )....
Jetzt sagt Keller-Messahli dem Konvertiten Bergamin die Meinung.... zu seinem keinen Stöcklein, das er mitgebracht hat ins Studio (zum Thema "Schlagen der Frau") - Ein echter Hohn. Da geb ich Keller-Messahli 100ig Recht.
Der Columberg ist (m.E.) echt peinlich; der hat sein Szenario gut eingeübt.....

Schaut euch die Sendung (Wiederholung) an, es lohnt sich!

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Do 1. Apr 2010, 16:50

Wer nicht von den Wiederholungen im Fernsehen abhängig sein will, kann sich den "Club" vom Dienstag, 30.3.2010 auch hier ansehen:
http://www.islamrat.ch/

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 9. Apr 2010, 10:06

Spätestens seit den 'Schweiz Aktuell'-Sendungen im SF DRS rund um das Seminar in Disentis und allerspätestens seit der Club-Sendung vom 30.3.2010 sollte der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) niemandem mehr in der Schweiz, der an unserem Land und dessen Zukunft interessiert ist, unbekannt geblieben sein.
Wie vorhergesagt, rücken die Leute rund um den IZRS (zurecht) vermehrt ins Licht der Oeffentlichkeit. Alle namhaftem Schweizer Tageszeitungen widmeten dem Konvertiten Nicolas «Abdullah» Blancho aus Biel (Präsident des IZRS) gestern einen (und denselben) Artikel. Wer ihn noch nicht gelesen hat, hier: http://bazonline.ch/schweiz/standard/Ma ... y/30833387

Mir zeigt dieser IZRS nur eines ganz klar: Diese Leute (Blancho, Illi etc.) sprechen offen, klar und unmissverständlich aus, was sie unter 'Islam' verstehen und was ihnen vorschwebt... die Entstehung einer fundamentalistischen Parallelgesellschaft mit eigenen Schulen, eigenem Islam- bzw. Koranunterricht, Arabischunterricht, Geschlechtertrennung, Kopftuch-/Ganzkörperverschleierung uvm.
Bereits werden radikalisierte Jugendliche in Ausbildungscamps nach Ägypten geflogen (vgl. Artikel oben).

Wer Ohren hat zu hören, der höre......

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Gnu » Fr 9. Apr 2010, 11:50

Vielleicht wäre so eine ganzverschleierte Parallelgesellschaft nicht schlecht, wenn im Gegenzug dazu eine ganzentblösste Parallelgesellschaft zugelassen würde. Auf den Plakatwänden gab es sie ja schon, im realen Leben wird man noch als Unanständig gebüsst.
Ich bin kein Freund langer Forenbeiträge, ich habe lieber lange Bärte.
Benutzeravatar
Gnu
My home is my castle
 
Beiträge: 10627
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 17:19
Wohnort: Salorino

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 9. Apr 2010, 12:36

Was der Begriff „islamische Normativität“ bedeutet

Immer häufiger wird man in der Schweiz mit dem Begriff „islamische Normativität“, abgekürzt „iN“, konfrontiert. Obschon die tiefere Bedeutung dieses Gegenstandes für eine Gesellschaft von grösster Tragweite ist, kann der Schweizer Bürger wenig darunter verstehen und wenig darüber wissen. Zukunft CH ging diesem Ausdruck nach.

Allein in jüngster Zeit konnte man der „islamischen Normativität“ mehrfach begegnen. So wurde der Begriff beispielsweise von Quaasim Illi, dem Pressesprecher des Islamischen Zentralrats der Schweiz, am 30. März 2010 im „Ziischtigs-Club“ des Schweizer Fernsehens als für jeden Muslim verbindliche Ordnung verwendet. Keiner der Gesprächsteilnehmenden ging jedoch darauf ein. Auf der Homepage des besagten Zentralrats ist zu lesen: „Das Fehlen einer nationalen islamischen Basisorganisation, die (…) auf der gemeinsamen Basis der islamischen Normativität (iN) vereint, dürfte mitunter dafür verantwortlich sein, dass die Schweizer Muslime im Vergleich zum europäischen Ausland als schwach organisiert gelten.“ Es sei durchaus realistisch, in der Schweiz „Personen zu sammeln, die sich in der Kategorie der islamischen Normativität wieder finden“. Auch in den Vorlesungsverzeichnissen diverser Schweizer Universitäten ist der Begriff als Titel von Seminaren zu finden.

Professor Dr. Reinhard Schulze vom Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie der Universität Bern schreibt in seinen Seminarunterlagen, dass der Ausdruck „iN“ vom deutschen Islamwissenschaftler Baber Johansen in den 1980er Jahren eingeführt worden sei, um eine passende Übersetzung des arabischen Begriffs „shari’a“ zu finden. iN sei zum „gesatzten Recht“ (= shari’a) geworden, um „Geltungsansprüche, die mit der islamischen Tradition begründet werden und die den Islam als normative Ordnung definieren“ wahr zu machen. Das Verhältnis von moralischen Normen und Rechtsnormen stelle den zentralen Inhalt von „iN“ dar.
Auf Nachfrage von Zukunft CH erklärte Schulze weiter, dass „islamische Normativität“ teilweise nur auf moralischer Ebene, ohne juristischen Bezug, verstanden würde. Häufig stehe „iN“ aber auch für Normsetzungen, welche die politische islamische Rechtsordnung, die „Scharia“, umfassten. Der Begriff „islamische Normativität“ könne im Islam mit "Scharia" gleichgesetzt werden, müsse dies aber nicht zwingend, meint der Professor. Dieser Rechtsordnung haben sich bekanntlich alle Bürger eines Staates, Muslime wie Nichtmuslime, in unbedingtem Gehorsam zu unterwerfen. Darunter fallen beispielsweise auch die Tötung von muslimischen Konvertiten, das Verbot von Religionsfreiheit sowie die Steinigung von Sünderinnen und Sündern. (Zitat Ende)
Quelle: Zukunft CH

Es gehört m.E. zum 'Basiswissen' über den Islam, dass solche Begriffe (richtig)verstanden werden. Also: registrieren und "auf der Festplatte" memorisieren! Es wird nicht das letzte Mal sein, dass Ihr den Begriff hören und/oder lesen werdet!

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Fr 9. Apr 2010, 14:40

Habe mir jetzt mal den Club angeschaut und ich muss sagen einen guten Pressesprecher haben sie. Wer die Aussagen sehr oberflächlich betrachtet der sieht wirklich nur ein kleines Stöcklein.

Was mich beschäftig ist die Aussage das jeder Platz hat in Ihrer Organisation. Eine klare Distanzierung zum richtig radikalen hört man nicht so ganz raus. Der Begriff Integration wird meiner Ansicht auch ziemlich schwammig ausgelegt. Am Ende der Sendung kam zwar das Statment das man sich von Mädchenbeschneidungen, Ehrenmorde usw. distanziere aber die klare Distanzierung von Sharia und anderen Dingen kamen für mich eindeutig zu wenig rüber. Mein Fazit ist das diese Menschen sehr konsequent Ihr Ziel verfolgen, was ich ja auch verstehe und begreife aber wenn man sich nicht ganz klar von allem Extremismus distanziert dann hat es eben scho eine gewisse Brisanz.

Wenn wir sehen wie viele nicht integrierte Jugendliche unser System hervorgebracht hat, Menschen die nach Anerkennung und Identität suchen und noch nicht gefunden haben in dieser Gesellschaft, so könnten solche Zentralräte schon eine Identitätsfindende Funktion haben. Wenn dort aber dann eben die Distanz zum Extremismus nicht klar ersichtlich wird, dann sollte man zumindest hellhörig mit verfolgen, wie sich die ganze Sache entwickelt.

Was mich noch erstaunte war die Aussage des Gemeindepräsidenten, der es meiner Ansicht nach schon ein wenig zu locker nahm. Ob er bei anderen Gruppierungen auch so locker sagen würde, das ist ja nur privat und geht uns nichts an, da muss man schon ein Fragezeichen setzen.

Das man unbedingt Vogel und eben nicht jemand anderen, der weniger Zündstoff mit sich bringt einlud, in Disentis, fördert meiner Ansicht nicht unbedingt den Dialog, sondern dort geht es eher darum zu zeigen wie viel Vogel verträgt die Schweiz. Wer von anpassen und Integration spricht und auf der anderen Seite jemanden einlädt der schon nicht mehr einreisen durfte das ist wohl alles andere als Bereitschaft zu echter Integration.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 5859
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 9. Apr 2010, 18:19

(Zitat) Für die Weltwoche ist er "Bin Laden in Biel" und der "gefährlichste Islamist der Schweiz", der Bieler Lehrer Alain Pichard warnte in "Tages-Anzeiger" und "Bieler Tagblatt", man dürfe Nicolas Blancho "nicht unterschätzen".
Im BT vom Samstag äussert sich Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrats der Schweiz, exklusiv zu diesen Vorwürfen.
Lesen Sie das Interview im Bieler Tagblatt vom Samstag, 10. April, oder im E-Paper." (Zitat Ende)

Da bin ich aber jetzt echt gespannt auf dieses Interview!! ;)

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Fr 9. Apr 2010, 23:33

"Eine klare Distanzierung zum richtig radikalen hört man nicht so ganz raus" und "die klare Distanzierung von Sharia und anderen Dingen kamen für mich eindeutig zu wenig rüber", schreibst Du, Kingschild.
Da kannst Du, mit Verlaub, lange warten, bis vom IZRS eine klare Distanzierung zu 'Radikalismus' und "Shari'a" kommt....
Wer sich über die Ziele des IZRS immer noch nicht klar geworden ist, lese doch mal dessen Vision.
Hier: http://www.izrs.ch/index.php/de/vision.html

Langfristig strebt der IZRS an, zum anerkannten Repräsentant des traditionellen Islams sunnitischer Ausrichtung in der Schweiz zu werden, anerkannte islamische Schulen zu etablieren und sich in allen Landesregionen auszubreiten.
Der Verband will auch einen Fatwa-Rat einrichten, der islamische Rechtsgutachten verfasst (!!??). Da sag ich nur: nein danke. Wir haben bereits ein Rechtssystem hier in der Schweiz; es kann nicht zwei parallele Rechtssysteme in ein und demselben Staat geben.

Lieber Kingschild, Du schreibst, dass 'unser System' viele nicht integrierte Jugendliche hervorgebracht hat. Ich möchte nun fragen: Wo liegt die Schuld an dieser Situation?? Hat 'der Staat' versagt?? Ja, inwiefern ist 'der Staat' überhaupt verantwortlich?? Und wer sind denn nun diese 'vielen nicht integrierten Jugendlichen'?
Nie zuvor hat es in der Migrationsgeschichte einen derartig hohen Grad an materieller, rechtlicher und ideologischer Unterstützung der Migranten von staatlicher und nichtstaatlicher Seite gegeben wie in der heutigen Zeit. Während früher den Einwanderern selbst zu einem grossen Teil die Last der Integration auferlegt wurde, gilt heute die Meinung, dass Integration immer mehr in der Verantwortung des Staates liege. M.E. eine Irrtum: Integration ist primär eine Hol- und nicht eine Bringschuld!

Ja, der Gemeindepräsident Giusep Columberg hat in der Tat eine fragwürdige Position. Ob er wohl gleich argumentieren würde, wenn eine rechtsradikale (!?) Gruppierung in Disentis ein Bildungsseminar abhalten möchte! Von wegen 'private Veranstaltung'!

Jeder Prediger, der bisher vom IZRS eingeladen wurde (z.B. Mohammed Ciftci, alias Abu Anas) kommt aus demselben Umfeld (wie auch Pierre Vogel) und predigt einen fundamentalistischen Islam, der den Koran wortgetreu interpretiert und lebt. Ich finde es übrigens gut, dass Vogel oder eben Abu Anas eingeladen wurden; daran sieht man nun genau, was für eine Gesinnung diese IZRS-Leute haben und welche Ziele sie verfolgen.

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 11. Apr 2010, 15:27

Sehr lesenswertes Interview heute in der NZZ am Sonntag.
Hier: http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/w ... 16754.html

Klare Worte vom neuen Direktor des Bundesamtes für Migration.
"Herr Alard du Bois-Reymond, ich nehme Sie beim Wort und zähle auf Sie!"

(Zitat) Braucht es für die schnelle und gute Integration, die Sie erwähnen, mehr Entgegenkommen der Schweizer? Oder mehr Anpassung der Migranten?
Natürlich braucht es immer beides. Aber es gibt Dinge, die bei einer Integration nicht diskutierbar sind. Um beim Beispiel der Muslime zu bleiben: Die Scharia darf in der Schweiz in keinem Fall zur Anwendung kommen. Und zwar auch nicht in Bereichen, die durch das Schweizer Recht nicht abgedeckt sind.

Gegenwärtig sorgen vor allem junge Schweizer für Schlagzeilen, die zum Islam konvertiert sind und sich im sogenannten Islamischen Zentralrat organisiert haben.
Diese Islam-Konvertiten gehören zu einer Gruppe, bei der Integrationsmassnahmen keinen Erfolg haben. Der Grund ist einfach: Sie sind bereits integriert, und zwar sowohl sozial als auch ökonomisch. Allerdings sind sie Dialog-resistent. Einzelne von ihnen wollen eine radikal andere Gesellschaft, einen Gegenentwurf zur bestehenden Ordnung. Darin kann, wie Fälle aus Deutschland oder England zeigen, ein Nährboden für potenzielle Terroristen liegen, vergleichbar mit den früheren RAF-Terroristen in Deutschland. Auch sie waren integriert, strebten aber eine radikal andere Gesellschaft an. Solche Islam-Konvertiten wären für mich keine Folge mangelnder Integration, sondern schlicht ein Sicherheitsproblem für unser Land. (Ende Zitat)

lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 7945
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » So 11. Apr 2010, 17:16

lionne hat geschrieben:...
Gegenwärtig sorgen vor allem junge Schweizer für Schlagzeilen, die zum Islam konvertiert sind....

Hier wäre die Frage mal wichtig, warum es für die jungen Schweizer attraktiv ist, zu konvertieren.
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
Benutzeravatar
Taube
My home is my castle
 
Beiträge: 12345
Registriert: Fr 11. Okt 2002, 15:47

VorherigeNächste

Zurück zu NewsTalk

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

Das Forum wird von Livenet.ch & Jesus.ch betrieben

Anzeigen - einfach & günstig! / Kontaktanzeigen - spannend & effektiv!

| Home | Sitemap | Forum | Chat | Newsletter | E-Mail | Dialin | Support | Kontakt | Wer ist Jesus? | Youthmag | Service |
| News | Magazin | Jesus | Ratgeber | Information | ERlebt | Meditation | Kreativgalerie | Member | Pixel4Jesus | Livenet.ch | Gott.info |

cron