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Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Diskussion über Newsmeldungen, Leserbriefe

Moderator: kingschild

Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Do 22. Apr 2010, 21:09

Taube hat geschrieben:
Nein, Deiner Frau fehlt der Schweizer Pass nicht, weil es Missbräuche gab, sondern weil man nicht differenzierte. Man wollte alles unter einen Hut bringen. Siehe auch der Film "Leo Sunnyboy". Wir dürfen auch nicht dem Fehler machen mit der Argumentation, dass wir nicht die gleichen Rechte haben im Ausland, wie die Ausländer bei uns. Wir wollen uns ja nicht mit einem islamischen Staat vergleichen. Wenn die Andersgläubige nicht zulassen, ist da ihre Sache und nicht gut. Aber unsere Kultur will das offener sein. Dazu gehört eben Unterscheidungsvermögen und nicht SVP Lösungen, welche einfach meinen, alle in den gleichen Topf zu werfen. Das ist populistisch, die SVP Plakate haben dies gezeigt. ...und wie Du ganz richtig auch sagst, da kommen ausländerfeindliche Kräfte zusammen mit Menschen, denen es einfach unheimlich ist, wenn sie sich nicht mehr heimisch fühlen in der Schweiz, wenn sie mit so vielen Kulturen in Berührung kommen, welche diese Menschen nicht innerlich integrieren können.




Wenn jeder Einzelfall sorfältig geprüft werden könnte dann hätte man sicher ein Gesetz gemacht das differenzierter wäre. Mit den 5 Jahren Heirat erledigt sich vielleicht schon einiges so das die Behörden weniger selber prüfen müssen. Taube wir wollen uns nicht mit dem Islamischen Staat vergleichen, denn wollen wir eben nicht aber solange die Werte dort so praktiziert werden und dann in unserem Land Tendenzen spürbar werden die in die gleiche Richtung drängen, werden eben viele Bürger hellhörig. Darum meine ich ja das Problem kann nur mit den Einwanderen zusammen gelöst werden aber wenn diese dann sich nicht von den Extremen in Ihren Ländern trennen wollen und die Wahrnehmung der Bevölkerung übergangen wird und dann noch der Zeitungsbericht kommt das sich wieder ein Extremer in die Luft gesprengt hat, so ist dies eben nicht förderlich für die Diskussion. Wir wollen uns anpassen aber die Sharia ist eine gute Sache und wenn Du das dann mit ein paar Koranversen anschaut wo man so kurzfristig eingeständnisse machen darf aber schon von Allah wieder freigesprochen ist das man sich angepasst hat dann ist dies schon ein wenig brisant. Klare Distanzierung und klar das gibt es nicht und wird es nie geben, wir wollen keinen Taliban Staat das muss die Message der Muslime sein und nicht ja eigentlich haben sie recht aber die Mittel wie sie ans Ziel kommen wollen sind die falschen. Da ist manch einer eben auch nicht bereit und zum Dialog und erwartet zuerst von der anderen Seite etwas.

Was die Plakate anbelangt die waren populistisch, weil eben nicht jeder Bürger bereit ist ein Dossier zu lesen, sind oft kurz Botschaften gefragt und diese setzen dann Werbeagenturen um. Dort muss in zwei Sekunden erklärt werden um was es geht und dort wirst Du immer ein schwarz/weiss Shema vorfinden, wenn Du 10 Argumente für oder gegen etwas auf ein Plakat bringst dann wird beim vorbeifahren mit dem Auto nicht eines gelesen.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Sa 24. Apr 2010, 20:05

Den Anlass zum Schreiben dieses Artikels gab die kürzlich erfolgte Eröffnung eines (türkischen/arabischen) "MiniMarket" (in einer ehemaligen Denner-Filiale) an meinem Wohnort. Sicherlich kennt ihr alle diese optisch sofort erkennbaren Einkaufsläden unserer (vornehmlich muslimischen) Mitbürger, die seit Jahren wie Pilze aus dem Boden schliessen. Wenn immer ein Laden irgendwo schliesst, kann man fast mit Sicherheit damit rechnen, dass ein MiniMarket, Imbiss, Kebap-Laden oder ähnliches dort neu eröffnet. Anderes unverkennbares Indiz solcher Läden: die meisten haben auch am Sonntag und an offiziellen Feiertagen offen...

Item, der betreffende Laden verfügt ebenfalls über eine ziemlich grosse Fleischabteilung. Überall ist dort das Signet "Helal" angebracht, an den Wänden, an den Fensterscheiben, einfach überall, also nicht zu übersehen. Nun, ich kenne viele ältere Menschen in der Gegend, die jetzt dort einkaufen, z.T. sicher auch aus Gewohnheit. Selbstverständlich kaufen sie auch das Fleisch dort. Was diese Leute nicht wissen, ist was genau sie dort nun einkaufen, nämlich geschächtetes Fleisch. Ich war mal bei einer (solchen) älteren Dame zum Essen eingeladen Sie hat mir vorgeschwärmt, wie sie im neuen Türkenladen ganz günstig einkaufen kann: Gemüse, WC-Papier, Fleisch usw.... Da musste ich sie natürlich sofort aufklären (und das angebotene Fleischgericht refüsieren).

Ich habe aber auch ganz allgemein festgestellt, dass ganz viele Leute, (die keine grosse Ahnung vom Islam haben) ebenfalls nicht wissen, was es mit dem Begriff "Helal" (türkisch) oder "halal" (arabisch) genau auf sich hat.

Daher kleiner Exkurs: http://www.inforel.ch/i21e1004.html
«Halal» und «Haram»
Die Bemühung um rituelle Reinheit durchzieht das Leben aller gläubigen Muslime. So gilt nach einem Wort des Propheten Reinheit als der halbe Glaube. Muslime unterscheiden zwischen halal (rein, erlaubt, statthaft) und haram (verboten, verwehrt; Koran: 5, 89).

Haram ist Schweinefleisch und alles Fleisch, das nicht im Namen Gottes geschlachtet wurde. Von Juden und Christen geschlachtetes Fleisch dürfen Muslime grundsätzlich essen.
Fleisch aus einer jüdischen Metzgerei ist für Juden koscher, für Muslime halal. Das Schlachttier muss jedoch nach islamischem Ritus geschlachtet sein. Das Schächten, die jüdische Art des Schlachtens, ist die Gleiche. Hierbei wird das unbetäubte Tier mit einem gezielten Schnitt, durch den die Halsschlagader, die Luft- und die Speiseröhre durchtrennt wird, getötet. Danach muss das Fleisch vollkommen ausbluten. Das Schächten von unbetäubten Tieren ist in Deutschland und in der Schweiz nach dem Tierschutzgesetz verboten.
Muslime in der Schweiz importieren ihr Halal-Fleisch aus Frankreich. Rechtzeitig auf das Opferfest 2005 gab die Basler Muslim Kommission bekannt, dass das Schächten nach vorheriger Betäubung des Tieres auch erlaubt sei. Strenggläubige Muslime akzeptieren nur Halal-Fleisch aus islamischer Schlachtung, die weniger strengen kaufen das Fleisch auch in einer gewöhnlichen Metzgerei.
→ «Islamische Metzgereien»

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PS : Dieser Artikel soll jetzt nicht dazu dienen, hier über das Schächten zu diskutieren. Das ist nicht meine Absicht.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » Sa 24. Apr 2010, 20:31

lionne hat geschrieben:PS : Dieser Artikel soll jetzt nicht dazu dienen, hier über das Schächten zu diskutieren. Das ist nicht meine Absicht.


Über was möchtest Du den diskutieren Lionne?

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Sa 24. Apr 2010, 20:58

Es ging mir mehr darum, die Begriffe "Helal" und "Halal" zu behandeln, auf Grund meines Erlebnisses mit der alten Dame. Ich habe nämlich bemerkt, dass sehr viele Leute in meinem (schweizerischen) Umfeld keine Ahnung gehabt haben, was das nun genau ist: halal (arab.) - helal (türk.). Das hat mich persönlich sehr erstaunt! Ich war echt der Meinung, dass diese Begriffe allgemein bekannt sind. Man kann eben nicht von sich auf andere schliessen!

"Halal" das heisst, dass kein Schweinefleisch, kein Blut und kein Alkohol in dem Lebensmittel enthalten sein dürfen. Ist Fleisch enthalten, muss es von einem nach islamischen Vorschriften geschlachteten Tier stammen.

Sicher hat jeder schon mal solche Lebensmittel gesehen. Coop z.B bietet seit einiger Zeit in den grössten Filialen Aufschnitt aus halal geschächtetem Fleisch an.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Taube » Mo 26. Apr 2010, 09:37

kingschild hat geschrieben:Wenn jeder Einzelfall sorfältig geprüft werden könnte dann hätte man sicher ein Gesetz gemacht das differenzierter wäre.
...

Danke für diesen Beitrag oben, vieles sehe ich gleich, vielleicht bewerte ich nicht alles gleich. Danke für die Diskussion. Sie hat auch mir noch einiges gezeigt und entspricht eigentlich dem Sinn dieses Threads.

Ich möchte hier nicht weiter diskutieren, denn lionne füllt den Thread einfach immer nur Nachrichten, die man auch aus Zeitungen täglich lesen kann. An einer Diskussion ist sie kaum interessiert, so ist dieser Thread auch nicht geeignet für eine gepflegte Diskussion über Probleme, welche der Lösung harren und deshalb vertieft angeschaut werden muss. Für mich ist deshalb dieser Thread nicht mehr geeignet für Diskussionen.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 26. Apr 2010, 11:06

Die Islam-Diskussion ist schweizweit voll im Gang...
Das ist m.E. ein positive Entwicklung, denn in der Tat muss hinsichtlich Islam endlich gehandelt werden. Die geziehlte Unterwanderung muslimischer Gemeinschaften durch Islamisten muss gestoppt werden. Diese Entwicklung hat bereits in den 1980er Jahre begonnen. Ausgebildet wurden/werden die Islamisten im Iran, (entgegen der Aussagen von Blancho in der 'Arena') auch in Aegypten, in Afghanistan und im Jemen. Die Geldgeber sitzen in Saudi-Arabien.

Wie wir es am Beispiel Blancho und IZRS sehen, gehören die Konvertiten/-innern zu den Fanatischsten. Ebenfalls innerhalb unseres Rechtssystems ist Anfang der 1990er Jahre eine systematische Unterwanderung zu verzeichnen. Ziel: die Islamisierung des Rechtsstaates, im Klartext: die Einführung der Scharia mitten in Europa. Partiell ist das ja bereits gelungen!
Am Beispiel IZRS/Blancho/Illi etc. sehen wir jetzt mal ganz hautnah, wie die Strategie der Islamisten funktioniert. Wer die Homepage des IZRS mal genau studiert, dem eröffnen sich diesbezüglich Welten.

Die Diskussion 'Arena' vom vergangenen Freitag war grosso modo interessant und sehr aufschlussreich. Die Positionierung gewisser Menschen/Gruppen kamen klar zum Ausdruck. Wer an der Islam-Diskussion in der Schweiz im besonderen interessiert ist (und das sollten eigentlich alle sein, schliesslich geht es um die Gestaltung unserer Zukunft), sollte sich die Sendung unbedingt ansehen.
Der schillernde Farhad Afshar, Präsident von der KIOS, ist seinem Ruf als "Meister der Verschleierung" wieder mal perfekt nachgekommen....
http://videoportal.sf.tv/video?id=0e4c1 ... Findex.php

Zum Einwand von Taube: Anhand der geposteten Artikel ist sehr wohl eine Diskussion möglich. Ich sehe da ganz viele Ansätze zu einer lebhaften Diskussion...

Ich kann im Hinblick auf den Islam nur einmal mehr ermahnen: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf (Rö 13,11). Geht den Fundamentalisten nicht auf den Leim, geht den Taqqyia-Schwätzern nicht auf den Leim! Die Ziele des Islam sind bekannt und das nicht erst seit gestern!

Schöns Tägli, lionne
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mo 26. Apr 2010, 12:06

Der Präsident des Islamischen Zentralrats der Schweiz, Nicolas Blancho, sagte dem "Sonntag", er habe sich (Anm. lionne: in der Sendung 'Arena' am 23.4.2010) nicht von der Steinigung von Frauen distanziert, weil es "keine Relevanz" habe. Es sei für ihn als Muslim "ein Bestandteil, ein Wert" seiner Religion. Man könne auch "von irgendjemand verlangen, dass er sich vom Zölibat distanziert. Oder von den Juden, dass sie sich vom Talmud distanzieren", verglich Blancho seine Ansichten.
Quelle: http://news.search.ch/inland/2010-04-25 ... -des-islam

Aha, also Steinigung ist 'ein Wert des Islam'?
Es gab ja in Europa bereits 1 Steinigung. Wenn Leute wie Blancho, Illi etc. plus all die 'verkapten Fundamentalisten' an die Macht kämen, würde es wohl dann auch nicht bei dieser einen bleiben in Europa.....

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » Mi 28. Apr 2010, 21:16

Nach Frankreich und Belgien erreicht die Diskussion um ein gesetzliches Verbot der Burka nun Österreich.
Die Familienstaatssekretärin, die Innenministerin und die Frauenministerin sind für ein Burka-Verbot. http://diepresse.com/home/panorama/welt ... 175&page=5

Ich bin auch klar dafür, die Vollverschleierung zu verbieten, obwohl ich grundsätzlich nicht begeistert bin von Verboten (vgl. Rauchverbot - obwohl ich NR bin). Noch sehen wir ja in der Schweiz nicht viele Vollverschleierte (100+). Aber jedesmal wenn in meiner Heimatstadt solche Gestalten durch die Gegend huschen, bin ich irritiert - und nicht nur ich. Im Februar 2010 hat der BR ja dazu Stellung genommen und keinen Handlungsbedarf gesehen. Die Debatte um den IZRS und die politischen Vorstösse in Belgien und Frankreich haben das Thema 'Burka-Verbot' wieder neu angeheizt.

Burkas gehören nicht nach Europa! Wir haben hier nicht regelmässig Sandstürme, die uns aus rein praktischen Gründen zwingen würden, das Gesicht zu schützen! Die Verhüllungspraktiken haben eh einen ehrer kulturellen als religiösen Hintergrund.
Um das Recht auf religiöse Selbstbestimmung kann es also in dieser Debatte nicht
gehen. Wer das glaubt, geht den Fundamentalisten auf den Leim (vgl. Artikel weiter oben von Lale Akün).
Eine Vollverschleierung ist an islamischen Hochschulen nicht gefordert, oft wird sie sogar abgelehnt. Staatliche Reglementierung wie nach der Islamischen Revolution im Iran oder in Afghanistan unter den Taliban sind jüngeren Datums. Und haben eh keinen Einfluss auf unsere Gesetzgebung, oder!

Zudem erachte ich diese Art der Kleidung hier bei uns als einen 'Angriff auf die Würde der Frau'. Die Vollverschleierung signalisiert Entwürdigung (Unterdrückung) der Frau (second class citizen). Diese entwürdigende Bekleidung ist mit unserem Menschenbild, mit der Würde der Person (Frau) und mit der Vorstellung vom Zusammenleben in unserer Gesellschaft nicht zu vereinbaren.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 2. Mai 2010, 16:25

Interessante Nachrichten aus Saudi-Arabien:

Ausgerechnet der Chef der Religionspolizei in Mekka hat das Ende der in Saudi-Arabien strengstens kontrollierten Geschlechtertrennung gefordert: Sie sei überflüssig und unislamisch. Die Fundamentalisten toben und fordern die Todesstrafe. Doch die Reformer haben die Unterstützung des Königs.

Was Scheich Ahmed al-Ghamdi zu Papier gebracht hatte, war unerhört - zumindest für saudische Verhältnisse: Schon zu Zeiten des Propheten Mohammed sei es üblich gewesen, dass nicht miteinander verwandte Männer und Frauen in der Öffentlichkeit aufeinandertrafen. Somit sei dies auch heute akzeptabel, schrieb Ghamdi. Läden, Restaurants, Shopping-Malls und Büros, in denen beide Geschlechter verkehren oder Schulen, an denen Jungen und Mädchen zusammen lernen: Das sei doch alles bloß natürlich.
Mit seinem Artikel, den der Scheich im Dezember in der saudischen Zeitung "Okaz" veröffentlichte, entfachte er einen Sturm, der sich bis heute nicht gelegt hat.
Ghamdi ging in seinem Text sogar noch weiter: Wer die Geschlechtertrennung mit der Scharia, der islamischen Rechtsprechung, begründe, liege nicht nur falsch. Dies zu tun sei ein "gefährlicher Akt", der ein schlechtes Licht auf den Islam werfe, wetterte er.
Der prominente Geistliche Scheich Abdulrahman al-Barrak verdammte Ghamdi als "Modernisierer". Er verkündete, das gemeinsame Auftreten von Männern und Frauen sei tabu, weil es "den Anblick des Verbotenen möglich mache, ebenso wie verbotene Gespräche zwischen Männern und Frauen". Dann drehte der greise Scheich richtig auf: Wer das ändern wolle, sei "ein Ungläubiger", wer solchem Gedankengut nicht abschwöre, "muss getötet werden". 27 Geistliche unterzeichneten einen Brief, in dem sie sich Barraks Meinung anschlossen.
Statt einzuknicken, legte der 47-Jährige (Ghamdi) nach: Auch das Gesetz, nachdem alle Geschäfte in Saudi-Arabien fünfmal am Tag zu den Gebetszeiten geschlossen werden müssten, stehe nicht im Einklang mit dem Koran.
Der Zwist illustriert den Kulturkampf, den sich Ultrakonservative und Reformer seit Monaten im saudischen Königreich liefern.
Noch ist Saudi-Arabien das Land mit der striktesten Geschlechtertrennung weltweit. Behörden und Banken haben getrennte Eingänge für Männer und Frauen. Universitätsprofessoren unterrichten ihre Studentinnen per Video-Schalte, der diese im Nachbarhörsaal lauschen. Firmen, die Frauen anstellen, müssen Räume oder Geschosse nur für diese Mitarbeiter einrichten, Einkaufszentren haben "weibliche Stockwerke". Die Handelskammer von Jeddah führte kürzlich unterschiedliche Arbeitszeiten für Männer und Frauen ein, damit diese sich bei der Ankunft nicht begegnen. "Geschlechter-Apartheid" nennt die bekannte saudische Bloggerin Iman al-Nafschan das herrschende System.
Quelle (kompletter Artikel): http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 42,00.html

Saudi-Arabien auf dem Weg in die Moderne??
Und hier in Europa? Quo vadis, Europa? - Quo vadis, Helvetia?

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » So 2. Mai 2010, 17:25

Taube hat geschrieben:Ich möchte hier nicht weiter diskutieren, denn lionne füllt den Thread einfach immer nur Nachrichten, die man auch aus Zeitungen täglich lesen kann. An einer Diskussion ist sie kaum interessiert, so ist dieser Thread auch nicht geeignet für eine gepflegte Diskussion ....



'Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge' ?

'Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen'.

'Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten' ...

'Wo es an Holz fehlt, erlischt das Feuer; und wo kein Ohrenbläser ist, hört der Zank auf'.
Sprüche 26,20

'Wer aber bist du, daß du den Nächsten verurteilst?' Jak.4

Im Geiste lehrt die Bibel nichts anderes als sich -vor Gott - selbst in Ordnung zu bringen. Es gibt keine Anweisung, nach der es Sinn macht, den oder die Anderen zu beobachten und deren Fehler anzuprangern.

Von daher ist eine permanente Nachrichtenweitergabe über die kleinen und grossen Fehler der Nachbarreligion absolut fehl am Platz in einem christlichen Forum, sofern es der Botschaft Jesu dienen will.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » So 2. Mai 2010, 17:48

'Warum ist das Afterreden unter Christen so weit verbreitet?
Ist man zu feige, mit dem Betreffenden selbst zu reden?
Ist man verletzt, empfindlich, beleidigt und will sich auf diese Weise Genugtuung verschaffen?
Steht man unter einem Kritikgeist, den man fälschlicherweise 'Wahrheitsliebe' nennt?
Möge der Herr uns alle befreien von verletzter Eitelkeit, von fleischlicher Rechthaberei, von Selbstüberschätzung und Selbsterhöhung'.

... so Werner Tietze, die Predigt
'Afterreden - Verleumden - üble Nachrede - die frommen Sünden der Christen'

ist nachzulesen auf http://www.bibelkreis.ch/Werner%20Titze/avun.htm

Ein Psychologe, der nicht mit der Bibel arbeitet würde wahrscheinlich empfehlen dass man sich erst dem eigenen Schatten stellt bevor man sich auf die Suche nach den Fehlern der anderen begibt. All diesen rückständigen Unsinn wie Bedeckung und Komplettverhüllung des weiblichen Körpers haben christliche und jüdische Fundis ebenfalls angeordent und teilweise erst abgelegt.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon blakki » So 2. Mai 2010, 18:44

Johncom hat geschrieben:'Warum ist das Afterreden unter Christen so weit verbreitet?
Ist man zu feige, mit dem Betreffenden selbst zu reden?
Ist man verletzt, empfindlich, beleidigt und will sich auf diese Weise Genugtuung verschaffen?
Steht man unter einem Kritikgeist, den man fälschlicherweise 'Wahrheitsliebe' nennt?
Möge der Herr uns alle befreien von verletzter Eitelkeit, von fleischlicher Rechthaberei, von Selbstüberschätzung und Selbsterhöhung'.

... so Werner Tietze, die Predigt
'Afterreden - Verleumden - üble Nachrede - die frommen Sünden der Christen'

ist nachzulesen auf http://www.bibelkreis.ch/Werner%20Titze/avun.htm

Ein Psychologe, der nicht mit der Bibel arbeitet würde wahrscheinlich empfehlen dass man sich erst dem eigenen Schatten stellt bevor man sich auf die Suche nach den Fehlern der anderen begibt. All diesen rückständigen Unsinn wie Bedeckung und Komplettverhüllung des weiblichen Körpers haben christliche und jüdische Fundis ebenfalls angeordent und teilweise erst abgelegt.

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Muss dir Recht geben, lieber Johncom,

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 2. Mai 2010, 21:04

Titel des aktuellen Threads:
NewsTalk
Diskussion über Newsmeldungen, Leserbriefe
Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion


Wo ist das Problem, Johncom, Blakki?

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon blakki » So 2. Mai 2010, 21:40

lionne hat geschrieben:Titel des aktuellen Threads:
NewsTalk
Diskussion über Newsmeldungen, Leserbriefe
Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion


Wo ist das Problem, Johncom, Blakki?

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Der Thread heißt doch u.a. "Fragen über Fragen in der Islamdiskussion".

Wo sind denn deine Fragen? Das Einzige, was du hier machst, ist Wandzeitungen kleben.

Wenn ein Frau unbedingt in der Burka herumrennen will, dann soll sie es halt machen, da ändern auch Verbote nichts dran, nach deiner eigenen Aussage sind es in der Schweiz gerade mal um die 100 Frauen.

Mir ist noch nie eine Frau mit Burka über den Weg gelaufen, aber okay, verbieten wir es halt.

Was kommt als nächstes?

Wollen wir dann den Frauen aus den Brüdergemeinden (als Beispiel Simmental) verbieten, wie Mullecken Doof herumzulaufen?
Pardon, man muss natürlich diesen Brüdern verbieten, ihre Frauen so herumlaufen zu lassen, ich glaube kaum, dass diese Frauen eine eigene Meinung haben dürften.

Und was kommt dann? Etwa ein Verbot langer Haare für Männer, muss ich vielleicht meinen Ohrring in Zukunft ablegen, wenn ich mit dem Töff in die Schweiz fahre?

Die Schweiz war mal das Sinnbild für Demokratie und Toleranz, es tut mir weh, wenn ich sehe, wie einige wenige laut schreiende Fanatiker versuchen das zugrunde richten, wofür Generationen in der Vergangenheit gekämpft haben.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » So 2. Mai 2010, 21:51

Gewollt ist, über Nachrichten zu diskutieren und da sollte ein pro und contra und mehrere Gesichtspunkte zum Tragen kommen. editiert Wie Taube sagte:

Taube hat geschrieben: ... denn lionne füllt den Thread einfach immer nur Nachrichten, die man auch aus Zeitungen täglich lesen kann. An einer Diskussion ist sie kaum interessiert..


Vom geistigen Standpunkt untragbar. Werner Tietze weiter:

Es gibt noch ein schlimmes Wort für 'verleumden', welches im Grundtext 'diabolos' = anklagen, besonders falsch anklagen, verklagen, verleumden heißt. Es steht in 2.Tim 3:3 zusammen mit der Beschreibung von Menschen, welche nur die äußere Form der Gottseligkeit haben...
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon Johncom » So 2. Mai 2010, 22:12

blakki hat geschrieben:Wenn ein Frau unbedingt in der Burka herumrennen will, dann soll sie es halt machen, da ändern auch Verbote nichts dran, nach deiner eigenen Aussage sind es in der Schweiz gerade mal um die 100 Frauen.


Im Gebiet Basel gäbe es etwa 13 Musliminen in Burka. Wie schrecklich irgendwann werden es sicher mehr, dann wird Burka Gesetz für alle Schweizerinnen. Hm .. ja, so einigen stände eine Burka sicher ganz gut. :mrgreen:

Hier in Freiburg ( D ) gibt es mehrere buddhistische Zentren, manchmal sieht man eine Nonne, ganz in rot und mit rasiertem Kopf. Stört doch niemanden. Auch nicht der Franziskaner, der an der Uni angestellt ist, der die braune Kutte trägt. Das ist eines jeden Recht, sein Bekenntnis auszudrücken.
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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon lionne » So 2. Mai 2010, 22:17

Sicher haben es jetzt alle mitbekommen: Belgien beschliesst Verbot der Vollverschleierung

Nach dem belgischen Votum fordert die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, dass sämtliche Mitgliedstaaten den Ganzkörperschleier verbieten. Die Verhüllung verunsichere sie, so Silvana Koch-Mehrin.Die Burka sei ein massiver Angriff auf die Rechte der Frau, schrieb die Vizepräsidentin des europäischen Parlaments in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag".

"Ich wünsche mir, dass auch in Deutschland - und in ganz Europa - das Tragen aller Formen der Burka verboten wird." Wer Frauen verhüllt, nehme ihnen das Gesicht und damit ihre Persönlichkeit. Die Burka sei "ein mobiles Gefängnis", so Koch-Mehrin.

"Die vollständige Verhüllung von Frauen ist ein aufdringliches Bekenntnis zu Werten, die wir in Europa nicht teilen", erklärte Koch-Mehrin. Niemand solle in seiner persönlichen Freiheit und in seiner Religionsausübung eingeschränkt werden. "Die Freiheit darf aber nicht so weit gehen, dass man Menschen öffentlich das Gesicht nimmt. Jedenfalls nicht in Europa."

Quellen:
http://bazonline.ch/ausland/europa/Ein- ... y/29522258
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 96,00.html

Welch politisch nicht sehr korrekte Haltung, liebe Frau Koch-Mehrin! ;) Hmmm… bis vor ein par Monaten hat sie noch anders geredet. Wir werden sehen, wie lange sie auf dieser Linie bleibt.

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Re: Fragen über Fragen in der Islam-Diskussion

Beitragvon kingschild » So 2. Mai 2010, 22:30

So liebe Leute da effektiv seit längerer Zeit niemand mehr an einer ernsthaften Diskussion interessiert ist und wir viele News gelesen haben auf die niemand eingehen wollte, vieles gelöscht wurde und editiert und nur noch Fragen kommen die weniger das Thema betreffen werde ich nun hier schliessen.

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