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1. Petrus 3,18-20

Diskussion und Fragen zur Bibel

Moderator: Thelonious

1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Schoham » Do 17. Dez 2009, 11:08

Jesus predigt den "Geistern im Gefängnis".

Zuerst einmal müssen wir davon ausgehen, dass sich Christus während der gesamten Geschichte dieser Welt um das Heil der Menschen bemüht hat. Im Geist hat er also schon zur Zeit Noahs für die in Sünde "gefangenen" Menschen gewirkt, doch nur acht Personen haben sich retten lassen.

Vom Wirken des Geistes Christi durch die Propheten zu alttestamentlicher Zeit spricht Petrus schon in 1. Petrus 1,10.11 ganz deutlich (siehe auch Hebräer 4,2). Jesus, der Schöpfer (Kolosser 1,16), hat also zur Zeit Noahs, zur Zeit Moses (1. Korinther 10,4) und auch während der ganzen alttestamentlichen Geschichte sein Volk geleitet.

"Die Geister im Gefängnis" zur Zeit Noahs waren also genauso Menschen wie die acht geretteten Personen (Seelen). Es ist keinesfalls die Rede von Geistern im Sinne von leiblosen Gestalten. Wir sprechen ja auch heute von "grossen Geistern", von "unruhigen Geistern" oder von "Plagegeistern"und bezeichnen damit einfach verschiedenartige Menschen und nicht etwa "Seelen", die den Körper verlassen haben. Den Menschen, die vor der Sintflut lebten, wurde gepredigt. Ihr Geist wollte sich aber von Gottes Geist nicht zum Guten führen lassen. Sie waren geistig gebundene Menschen, deshalb werden sie "Geister im Gefängnis" genannt. Hier geht es um das Gefängnis der Sünde und des Unglaubens. So wie Christus, als er auf Erden war, den "Gefangenen" verkündigte, "dass sie frei" und den "Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollten", so hatte er durch die Predigt Noahs versucht, die vorsintflutlichen Menschen aus dem Gefängnis der Sünde zu befreien (Jesaja 61, 1.2 mit Lukas 4, 18.19).

Die Verse in 1. Petrus 3, 18-20 sagen nichts über den Zustand der verstorbenen Menschen zwischen Tod und Auferstehung aus. Noch kann man daraus die Hoffnung leiten, nach dem Tod noch eine Gelegenheit zur Umkehr zu finden.

Die Menschen, die zur Zeit Noahs lebten, sind jetzt immer noch tot. Die Stunde, in der alle Gottlosen miteinander zum Gericht auferstehen werden, steht noch bevor. Auf Grund der Entscheidung, welche Menschen auf die Predigt Noahs hin trafen, werden auch sie einmal gerichtet werden.

Noah hat nicht einfach von sich aus gepredigt, sondern das gesagt, was ihm der Geist eingab. Es war der gleiche Geist, durch welchen Gott, der Vater, Jahrtausende später Christus aus dem Tode auferweckt hat. Dieser Geist wird nicht nur Geist Gottes, sondern auch Geist Christi und Heiliger Geist genannt.

In 1. Mose 6 und 7 sowie in 1. Petrus 3, 18-20 wird die traurige Feststellung gemacht, dass nur acht Menschen zur Zeit der Sintflut auf die Stimme des Heiligen Geistes hörten.

Martino Tomasi


Aus dem Büchlein:
Gereimtes und ungereimtes über
Tod und Auferstehung, Himmel und Hölle
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon alegna » Do 17. Dez 2009, 11:50

Liebe Schoham
danke für die Threaderöffnung. Wenn ich das jetzt richtig verstehe sagt Herr Tomasi aus, dass Jesus nicht ins Totenreich ging um den schon Verstorbenen zu predigen, richtig? Dies macht Sinn.
An den verschiedenen Auslegungen sehen wir wie schwierig diese Stelle ist zu verstehen.
Setze nochmals die vier verschiedenen Möglichkeiten ein um da weiterzumachen.

(a) Zwischen seinem Tod und seiner Auferstehung ist Jesus in die Hölle gegangen und hat den Menschen gepredigt, die seit der Zeit Noahs dort waren. Ziel dieser Predigt war entweder, ihnen eine Chance zur Bekehrung zu geben, oder einfach, seinen Sieg über Tod und Schuld bekannt zu machen.

(b) Es handelt sich bei den Hörern der Predigt nicht um Menschen, sondern um gefallene Engel - Dämonen. Jesus ging zu diesen gefangenen Engeln, um auch ihnen zu verkündigen, dass er der Sieger ist und sie - die Dämonen - nun endgültig gerichtet sind.

(c) Jesus hat zur Zeit Noahs durch Noah zu den Menschen gepredigt. Diese Ansicht mag weit hergeholt klingen, doch in 1.Petrus 1,11 heißt es, dass der Geist Christi durch die alttestamentlichen Propheten gesprochen hat. Daher ist es denkbar, dass Jesus in irgendeiner Weise auch durch Noah zu dessen Lebzeiten verkündigen konnte.

(d) Erst nach seiner Auferstehung hat Jesus überhaupt wieder verkündigt - und zwar den Dämonen, während er auf dem Weg in den Himmel war. Dies geschah zum gleichen Zeitpunkt, wie es in 1.Petrus 3,22 geschildert ist.

Es gibt einige Variationen zu diesen Erklärungsversuchen aber diese vier Modelle beinhalten die wichtigsten theologischen Grundrichtungen in dieser Frage.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon livia » Do 17. Dez 2009, 12:40

Hi Alegna und die Anderen

alegna hat geschrieben:Es gibt einige Variationen zu diesen Erklärungsversuchen aber diese vier Modelle beinhalten die wichtigsten theologischen Grundrichtungen in dieser Frage.


Es handelt sich um eine (besonders) schwierig zu deutende Bibelstelle. Du hast hier mal vier Erklärungsversuche bzw. Modelle aufgeführt. Danke dafür. Schon interessant. Ich glaube, dass man sich über die einzelnen Sichtweisen, über das Für und Wider stunden- wenn nicht gar tage- oder monatelang "streiten" kann oder austauschen kann. Nur - wird man jemals auf die "richtige" Auslegung kommen, mit der dann alle einverstanden sind? Wird man jemals wissen, was hier tatsächlich gemeint ist? Muss man das überhaupt? Was ist, wenn ein ungelehrter einfacher Mensch diese Stelle in der Bibel liest, wird er sie jemals verstehen können? Wenn sich schon gelehrte Leute darüber streiten und nicht einig werden können? Ist das im Sinne des "Erfinders"? Genau - der Erfinder oder Verfasser dieser Schriftstelle - wer ist es eigentlich? Gott? Wollte Gott, dass dies so in den Schriften steht und wollte er, dass es so unklar ist, dass es im Grunde keiner so richtig verstehen kann?

Bei dem Verfasser des 1. Petrus-Briefes handelt es sich sehr wahrscheinlich nicht um den Apostel Petrus . Er kannte also Jesus gar nicht persönlich. Wer er war, weiß ich nicht und auch nicht, warum dieser Brief in die Schriften aufgenommen wurde.

Ich frage mich einfach, ob es nicht müssig ist, sich über die richtige Auslegung dieser Bibelstelle zu "streiten"? Genauso frage ich mich das auch in Bezug auf all die anderen (schwierigen) Bibelstellen. Ich glaub einfach nicht, dass es DARUM geht im Glauben oder in der Nachfolge. Sich über Verse eines von Menschen geschriebenen Buches den Kopf zu zerbrechen - und im schlimmsten Falle darüber zu streiten - und darüber das Wesentliche zu vergessen. Nämlich das Herz. Und die Erkenntnis des Herzens.

Ich glaube, dass wir das Wesentliche in unserem Herzen finden und erkennen können. Und weiter glaube ich, dass wir danach, also nach unserer (wenn auch manchmal nur mangelhaften Erkenntnis) einmal gerichet oder beurteilt werden. Nach dem, was wir erkannt haben und auch nur erkennen konnten. Und das kann durchaus sehr unterschiedlich sein. Und es ist nicht eines wahrer als das Andere.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Schoham » Do 17. Dez 2009, 12:48

Hoi Alegna

Nach meinem Bibelverständnis kommt nur Variante (c) in Frage.

(a) Diese Art Hölle finden wir nicht in der Bibel. Die Schrift lehrt das die Toten in einem Zustand des Schlafens sind. Die Hölle ist das Gericht mit Feuer wenn Jesus als Richter wiederkommt. Was auch immer das dann genau sein wird. Jetzt ist niemand in dieser Hölle.

(b) Die Dämonen wussten wer Jesus ist als Jesus lebte. Jesus hatte mit ihnen gesprochen als Er sie aus den Menschen austrieb. Der Sieg geschah am Kreuz.

(c) Jesus hat zur Zeit Noahs durch Noah zu den Menschen gepredigt - durch Seinen Geist.

(d) Die Dämonen sind von Gott abgefallene Engel und warten auf ihr Gericht. Sie lebten bei Gott und sahen Seine Herrlichkeit und folgten Satan. Es steht nirgens das Jesus für die Engel starb. Gott wurde Mensch um Menschen zu retten die Jesus aufnehmen.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon onThePath » Do 17. Dez 2009, 13:06

Schoham, Du mußt natürlich alles in Übereinstimmung mit der Seelenschlaf-Annahme deuten.

Ich enthalte mich einer abschließenden Deutung. Allerdings macht es für mich wenig Sinn, dass Jesus den abgefallenen Engeln gepredigt haben soll.

Dann nehme ich schon eher an, dass Jesus den Verstorbenen gepredigt hat, die ihn nicht kennen konnten.

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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon alegna » Do 17. Dez 2009, 14:18

Also, dass Engel und Dämonen ebenfalls erlöst werden können, stelle auch ich mehr als nur in Frage. Dazu aber eine andere Variante:
Petrus sagt uns nicht, was er den Geistern im Gefängnis verkündigte, aber es konnte keine Botschaft der Erlösung sein, denn Engel werden nicht errettet (Hebräer 2,16). Wahrscheinlich war es eine Botschaft des Sieges über Satan und sein Heer (1. Petrus 3,22; Kolosser 2,15). Epheser 4,8-10 scheint anzudeuten, dass Christus ins “Paradies” ging (Lukas 16,22; 23,43) und alle die in den Himmel führte, die vor seinem Tode an ihn glaubten.

Nehmen wir an, Jesus hat tatsächlich den Toten das Evangelium gepredigt, dann würde mich interessieren was ihr zu tiktaks Gedanken sagt?
tiktak schrieb:
Also nehmen wir mal an, er war im Reich der Toten und hat da das Evangelium verkündet und weiter? Jetzt hören die das Evanglium und machen was? Taufen lassen auf den Namen Jesus und daraus dann gute Taten im Totenreich..oder wie sollte das ablaufen-oder brauchen sie nur rufen, ja du bist Jesus,Gottes Sohn und ich glaube?

werden da wohl alle Geister das gerufen haben-oder doch nicht?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Oli4 » Do 17. Dez 2009, 14:57

alegna hat geschrieben: dass Jesus nicht ins Totenreich ging um den schon Verstorbenen zu predigen, richtig? Dies macht Sinn.

Ansonsten nämlich das unten zitierte keinen Sinn mehr machen täte :
Hebräer 9,27 Und wie es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Do 17. Dez 2009, 15:29

alegna hat geschrieben:(a) Zwischen seinem Tod und seiner Auferstehung ist Jesus in die Hölle gegangen und hat den Menschen gepredigt, die seit der Zeit Noahs dort waren. Ziel dieser Predigt war entweder, ihnen eine Chance zur Bekehrung zu geben, oder einfach, seinen Sieg über Tod und Schuld bekannt zu machen.

Seint nicht wahrscheinlich zu sein, da das Wort für Geist vom Griechischen Wort pneumasin, eine Form des Pneuma das "Luft, Hauch, Wind" bedeutet und im NT nur für Engel (Hebräer 1:14), Dämonen (Markus 1:23), Jesus Geist (Matthäus 27:50) und den Heiligen Geist (Johannes 14:17) gebraucht ist. Die Bibel bezeichnet die Menschen nie als "Geist", Hebräer 4:12 sagt, daß Menschen Geist haben.
(b) Es handelt sich bei den Hörern der Predigt nicht um Menschen, sondern um gefallene Engel - Dämonen. Jesus ging zu diesen gefangenen Engeln, um auch ihnen zu verkündigen, dass er der Sieger ist und sie - die Dämonen - nun endgültig gerichtet sind.

Das macht schon wegen Judas 6 mehr Sinn "Und die Engel die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen, sondern ihre eigene Behausung verließen, für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt hat".
(c) Jesus hat zur Zeit Noahs durch Noah zu den Menschen gepredigt. Diese Ansicht mag weit hergeholt klingen, doch in 1.Petrus 1,11 heißt es, dass der Geist Christi durch die alttestamentlichen Propheten gesprochen hat. Daher ist es denkbar, dass Jesus in irgendeiner Weise auch durch Noah zu dessen Lebzeiten verkündigen konnte.

Wenn Gott EIN (Schema!) Wesen ist und drei Personen, so hat Jesus offensichtlich schon damals gepredigt, die Christophanie!
(d) Erst nach seiner Auferstehung hat Jesus überhaupt wieder verkündigt - und zwar den Dämonen, während er auf dem Weg in den Himmel war. Dies geschah zum gleichen Zeitpunkt, wie es in 1.Petrus 3,22 geschildert ist.

Was auch b decken würde.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon alegna » Do 17. Dez 2009, 19:30

Pilgrim hat geschrieben:die Christophanie!

wärst Du so lieb und mir dieses Wort erklären.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Reginald 32 » Do 17. Dez 2009, 19:55

Hallo, ihr Lieben, hallo, liebe Maria.

Ich finde die Antwort c) auch völlig befriedigend. Noah predigte im Geiste Jesu seinen Zeitgenossen während der 120 Jahre des Baues der Arche , mitten auf dem trockenen Land. Weit und breit kein Meer, das Schiff so groß wie das erste große Stahlschiff der Welt um 1860, drei Decks hoch. Das hat sicher unzählig viele Fragen der Besucher ausgelöst, die sich vorzüglich dazu eigneten, dass Noah ihnen den Willen Gottes verkünden konnte, damit sie in sich gehen und Buße tun konnten. Aber letztlich wurde nur ein Überrest gerettet.
Danke für den Post, Maria.

Übrigens: Es stimmt, dass viele Menschen diese Bibelstelle anders sehen. Die Mormonen ziehen u.A. diese Stelle heran, um die Wichtigkeit der Totentaufe zu erklären. Das haben mir hochrangige Mitglieder selbst so erklärt.

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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Do 17. Dez 2009, 20:15

alegna hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:die Christophanie!

wärst Du so lieb und mir dieses Wort erklären.

Tja, hätte ich den "richtigen" Ausdruck gewußt, so müßte ich dir das jetzt nicht erklären... :oops: Eine vor-inkarnierte Erscheinung von Christus ..vielleicht kennt ein weises Entchen einen besseren Ausdruck und hat eine bessere Erklärung... :comeon:
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Do 17. Dez 2009, 20:22

Reginald 32 hat geschrieben:Ich finde die Antwort c) auch völlig befriedigend....

Welche "Geister" waren denn da im "Gefängnis"?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Reginald 32 » Do 17. Dez 2009, 21:01

Pilgrim fragt:
Welche "Geister" waren denn da im "Gefängnis"?


Liebe Pilgrim.
Für mich gibt es nur zwei Erklärungsmöglichkeiten dieser Bibelstelle: Entweder als orientalisch-bildlich oder als wortwörtlich zu verstehen.
Wortwörtlich:
Es müssten zur Zeit Noahs irgendwelche Nicht näher beschriebene Geister gegeben haben, die in einem ebenfalls nicht näher beschriebenen Gefängnis gewesen wären. Frage: Wie kann man einen Geist einsperren?
Wenn es tote Menschen gewesen wären, müssten ihre "Geister" eingesperrt gewesen sein. Es wären aber nur Menschengeister aus der Zeit Noahs, keine davor und darnach möglich.Seelen können es nicht gewesen sein, da diese, wie im Thread "unsterbliche Seele" nachgewiesen, nicht ohne den Körper existieren. Und diese "Geister" hätten ja dann , nachdem sie im Leben Gott ablehnten, nochmals im Tode eine zweite Chance auf Bekehrung (wie bei den Mormonen).

Bildersprache:
"Geist" = pneuma = Atem, Luft = Leben. "Geist" wird in einigen Bibelstellen bildlich für einen Menschen verwendet. So sehe ich das auch hier. Es sind (bildlich) Menschen, die im (bildlich) Gefängnis der Sünde zur Zeit Noahs lebten und das Wort Gottes durch Noah hören konnten, aber nicht wollten.
Es ist also so, wie das hier schon vollkommen verständlich durch Schoham erläutert wurde.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Do 17. Dez 2009, 21:53

Reginald 32 hat geschrieben:"Geist" = pneuma = Atem, Luft = Leben. "Geist" wird in einigen Bibelstellen bildlich für einen Menschen verwendet.

Dann, lieber Reginald, wo im Neuen Testament wird das hier gebrauchte Griechische Wort pneumasin gebraucht um es auf Menschen zu beziehen? Nirgends! Das Wort bezieht sich immer auf Engel wie im Hebräer 1:14; auf Dämonen wie im Markus 1:23; auf den Geist von Jesus wie im Matthäus 27:50; und den Heiligen Geist wie in Johannes 14:17.

Zudem macht Hebräer 4:12 ziemlich klar, daß die Menschen Geist haben, nicht Geist sind (sagst du ja selbst, gäll). Gott der Heilige Geist, Engel und Dämonen haben keinen Geist...sie sind Geist... :lesen:

Somit kann es sich nicht um verstorbene Menschen handeln, nicht wahr?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Reginald 32 » Fr 18. Dez 2009, 00:22

Pilgrim schreibt:
Somit kann es sich nicht um verstorbene Menschen handeln, nicht wahr?


Vollkommen einverstanden! Keine Verstorbenen.

Seint nicht wahrscheinlich zu sein, da das Wort für Geist vom Griechischen Wort pneumasin, eine Form des Pneuma das "Luft, Hauch, Wind" bedeutet und im NT nur für Engel (Hebräer 1:14), Dämonen (Markus 1:23), Jesus Geist (Matthäus 27:50) und den Heiligen Geist (Johannes 14:17) gebraucht ist. Die Bibel bezeichnet die Menschen nie als "Geist", Hebräer 4:12 sagt, daß Menschen Geist haben.


Ich fand Deine These recht intetressant, liebe Pilgrim, deshalb habe ich alle angegebenen Bibelstellen nachgeschlagen und festgestellt, dass "pneumasin" nur im Petrusbrief verwendet wird.
In Hebr.1:14 steht "pneumata"
In Mark. 1:23 steht "pneumati"
In Matth. 27:50 steht "pneuma"
In Joh. 14:17 steht "pneuma".
Hebr. 4:12 ist aber eine Bildersprache, mit der die Macht des Hl. Geistes veranschaulicht werden soll. Denn er kann trennen, was normalerweise untrennbar ist. Deswegen auch der Vergleich mit dem scharfen, zweischneidigen Schwert.

Diese Stellen habe ich in der Interlinear-Übersetzung nachgeschlagen.

In 1. Kor. 16:18 wird der Geist bildlich für "mich" verwendet.
In Gal. 6:18 wird der Geist bildlich für "euch" verwendet.
In 2. Tim 4:22 wird der Geist bildlich für "dir"/dich" verwendet.
In 4.Mose 16:22, 27:16 wird der Geist bildlich für "Menschen" verwendet..

Youngs Analytical Concordance erwähnt die von Dir herausgestellte Verwendung ebenfalls nicht.
War mal interessant, aber bis jetzt ohne Ergebnis. Aber vielleicht weißt Du mehr??.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Fr 18. Dez 2009, 01:17

Reginald 32 hat geschrieben:Ich fand Deine These recht intetressant, liebe Pilgrim, deshalb habe ich alle angegebenen Bibelstellen nachgeschlagen und festgestellt, dass "pneumasin" nur im Petrusbrief verwendet wird

Like duh, Reginald, wenn es von pneuma kommt... :roll:
In Hebr.1:14 steht "pneumata"

...und spricht von Engeln..."dienstbare Geister"
In Mark. 1:23 steht "pneumati"

...und spricht von Dämonen..."unreiner Geist"
In Matth. 27:50 steht "pneuma"

...und spricht vom Geist von Jesus..."und gab den Geist auf"
In Joh. 14:17 steht "pneuma".

...und spricht vom Heiligen Geist..."Geist der Wahrheit"

Nirgends ist hier der Mensch als Geist bezeichnet... :!:
Hebr. 4:12 ist aber eine Bildersprache, mit der die Macht des Hl. Geistes veranschaulicht werden soll. Denn er kann trennen, was normalerweise untrennbar ist. Deswegen auch der Vergleich mit dem scharfen, zweischneidigen Schwert.

Hebräer 4:11-13 "So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in Gottes Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt. Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor Ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben."

Interessant, im unmittelbaren Kontext sehen wir, daß der Mensch nicht verzögern soll in Gottes Ruhe einzutreten oder sogar erwägen wieder in den Judaismus zurück zu fallen, sich demnach nicht durch Werke erretten kann. Gottes Wort ist nicht statisch, sondern immerzu aktiv. Es kann auf den innersten Teil des Herzen durchdringen um zu sehen ob der Glaube wahr ist oder nicht.

Auch hier keine Spur, daß der Mensch Geist ist, sondern gerade eben das Gegenteil, daß er einen Geist HAT...!!!
Diese Stellen habe ich in der Interlinear-Übersetzung nachgeschlagen.
In 1. Kor. 16:18 wird der Geist bildlich für "mich" verwendet.
In Gal. 6:18 wird der Geist bildlich für "euch" verwendet.
In 2. Tim 4:22 wird der Geist bildlich für "dir"/dich" verwendet.

Danke für die Arbeit, aber gäll Reginald, Bild oder nicht, der Mensch wird auch hier nicht Geist genannt, sondern die Schrift sagt, daß der Mensch einen Geist hat.
In 4.Mose 16:22, 27:16 wird der Geist bildlich für "Menschen" verwendet..

Aber gäll, Reginald, PNEUMA ist nicht Hebräisch und 4.Mose steht nicht im Neuen Testament... :idea:
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Reginald 32 » Fr 18. Dez 2009, 13:14

Danke für Deine Mühe, liebe Pilgrim, aber Deine Ausführungen haben ja keinen neuen Aspekt hervorgebracht. Die Ansicht, dass die Texte nicht wörtlich sondern bildlich zu verstehen sind, überzeugt mich bis jetzt noch am meisten.
Vielleicht wäre noch zu erklären, wie das Gefängnis beschaffen sein muss, in dem "Geister" eingesperrt werden können.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon alegna » Fr 18. Dez 2009, 14:06

Gute Frage Reginald32, eine weitere Frage wäre auch noch, weshalb Jesus in dieses Totenreich sprich Gefängnis ging um den gefallenen Engeln seinen Sieg zu verkünden. Wussten sie das denn nicht?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Fr 18. Dez 2009, 15:34

alegna hat geschrieben:...weshalb Jesus in dieses Totenreich sprich Gefängnis ging um den gefallenen Engeln seinen Sieg zu verkünden. Wussten sie das denn nicht?

Judas 6 gibt uns einen kleinen Anhaltspunkt wer dort war... "die Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen - die hat Er für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt". Da das NT deutlich macht, daß nicht alle Dämonen "mit ewiglichen Ketten gebunden" wurden, so sprechen Judas wie auch Petrus anscheinend von einer auserlesenen Dämonengruppe sie die ganz besonders schmerzlich gegen Gott sündigten.

Was Jesus genau tat in den drei Tagen nach Seinem Tod, weiß ich nicht, lediglich daß Er, wie du (?) ja schon angedeutet hast, Er ins "Hades" (nicht Hölle) ging (Lukas 6:20; 23:43) um alle die an Ihn vor Seinem Tode glaubten mit Sich in den Himmel zu holen..."die Gefangenheit gefangen führte".
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Schoham » Fr 18. Dez 2009, 15:38

... Er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen...
Luk. 4,18


Gott spricht zu Menschen die in ihren Sünden gefangen sind: Zu geistig Toten. Wer nicht auf das Wort Gottes hören will ist den Geistern/Dämonen gleich. Auch sie sind Gefangen und warten auf das Gericht Gottes. Zur Zeit Noahs wollten die Menschen nicht hören und werden deshalb von Petrus Geister genannt.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Fr 18. Dez 2009, 15:41

Reginald 32 hat geschrieben:Vielleicht wäre noch zu erklären, wie das Gefängnis beschaffen sein muss, in dem "Geister" eingesperrt werden können.

Darüber ist überaus viel im Neuen wie im Alten Testament geschrieben... :idea:
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Fr 18. Dez 2009, 15:42

Schoham hat geschrieben:Zur Zeit Noahs wollten die Menschen nicht hören und werden deshalb von Petrus Geister genannt.

Nirgends im NT werden Menschen Geister genannt.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Schoham » Fr 18. Dez 2009, 19:00

Den Teufel zum Vater haben (Joh. 8,44) meint nicht das der Teufel der Schöpfer des Menschen ist. Nur das der Mensch auf ihn hört und tut was er will. Ihr wart Tot (Eph. 2,1) meint nicht Buchstäblich tot - sondern geistig Tot. Wenn David sagt das er seinen Geist in Gottes Hände gibt (Ps. 31,6) dann meint er sich ganz mit Körper und Geist als lebendige Seele. Die Pharisäer sagten Jesus habe einen bösen Geist und meinten Ihn als ganzen Menschen.

Petrus nennt jene denen Jesus im Geist gepredigt hat: Toten. Richtig Tote können nicht hören weil sie keine Ohren haben um zu hören. Und auch keinen Leib. Petrus spricht von Menschen die einen Leib hatten (1. Petr. 4,6).

Menschen die nicht hören wollen; keine Befreiung aus Sünde sind geistig Tot und haben den Teufel zum Vater. Warum sollte Petrus jene zur Zeit Noahs nicht Geister nennen? Waren sie nicht von bösen Geistern besessene? Waren sie nicht den Geistern gleich Gefangen in der Gewalt des Bösen?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon tiktak » Sa 19. Dez 2009, 06:08

livia hat geschrieben:
Ich frage mich einfach, ob es nicht müssig ist, sich über die richtige Auslegung dieser Bibelstelle zu "streiten"? Genauso frage ich mich das auch in Bezug auf all die anderen (schwierigen) Bibelstellen. Ich glaub einfach nicht, dass es DARUM geht im Glauben oder in der Nachfolge. Sich über Verse eines von Menschen geschriebenen Buches den Kopf zu zerbrechen - und im schlimmsten Falle darüber zu streiten - und darüber das Wesentliche zu vergessen. Nämlich das Herz. Und die Erkenntnis des Herzens.

Ich glaube, dass wir das Wesentliche in unserem Herzen finden und erkennen können. Und weiter glaube ich, dass wir danach, also nach unserer (wenn auch manchmal nur mangelhaften Erkenntnis) einmal gerichet oder beurteilt werden. Nach dem, was wir erkannt haben und auch nur erkennen konnten. Und das kann durchaus sehr unterschiedlich sein. Und es ist nicht eines wahrer als das Andere.

:umarm: -so ist es!
Aber ich habe stark den Eindruck, das man deine Worte einfach übergangen ist, nach dem was folgte
Ob wohl jemand über deine Worte nachdachte?
LG :comeon:
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Leuchte » Fr 8. Jan 2010, 18:50

@Pilgrim

Eine Frage möchte ich stellen: stimmst du mir zu, dass an mehreren Stellen Seele mit dem Menschen gleichgesetzt wird? Zum Beispiel in folgenden Stellen, wo die Seele getötet werden kann:

1Mo 19.19 Siehe doch, dein Knecht hat Gunst gefunden in deinen Augen, und du hast deine Gnade, die du an mir erwiesen hast, groß gemacht, meine Seele am Leben zu erhalten. Aber ich kann mich nicht auf das Gebirge retten, es könnte das Unheil mich ereilen, daß ich sterbe.

2Mo 4.19 Und der HERR sprach zu Mose in Midian: Geh hin, kehre nach Ägypten zurück! Denn alle Männer sind gestorben, die dir nach dem Leben trachteten.

2Mo 31.14 Haltet also den Sabbat, denn heilig ist er euch. Wer ihn entweiht, muß getötet werden, ja, jeder, der an ihm eine Arbeit verrichtet, eine solche Seele soll aus der Mitte seiner Völker ausgerottet werden.

3Mo 24.17 Wenn jemand irgendeinen Menschen totschlägt, muss er getötet werden.

4Mo 6.6 Alle Tage, die er sich für den HERRN geweiht hat, soll er sich keiner Leiche nähern.

(wörtlich: Seele, die tot ist)

4Mo 19.11 Wer einen Toten berührt, die Leiche irgendeines Menschen, der wird sieben Tage unrein sein... 19.13 Jeder, der einen Toten berührt, die Leiche eines Menschen, der gestorben ist, und sich nicht entsündigt, hat die Wohnung des HERRN unrein gemacht; und diese Seele soll ausgerottet werden aus Israel.

(wörtlich: Seele, die tot ist)

4Mo 23.10 Wer könnte zählen den Staub Jakobs und der Zahl nach den vierten Teil Israels? Meine Seele sterbe den Tod der Aufrichtigen, und mein Ende sei gleich dem ihren!

4Mo 35.30 Für jeden, der einen Menschen erschlägt, [gilt]: auf die Aussage von Zeugen soll man den Mörder töten; aber ein einzelner Zeuge kann nicht gegen einen Menschen aussagen, daß er sterben muß.


4Mo 19.11 Wenn aber ein Mann seinen Nächsten haßt und ihm auflauert und sich gegen ihn erhebt und ihn totschlägt, so daß er stirbt, und er flieht in eine dieser Städte...

(wörtlich: ihm die Seele)

Jos 2.14 Da sagten die Männer zu ihr: Unsere Seele soll an eurer Statt sterben, wenn ihr diese unsere Sache nicht verratet. Und es soll geschehen, wenn der HERR uns das Land gibt, dann werden wir Gnade und Treue an dir erweisen.


Ri 5.18 [Aber] Sebulon ist ein Volk, das seine Seele dem Tod preisgab, auch Naftali, auf den Höhen des Gefildes.

(wörtlich: riskierten, dass ihre Seelen sterben)

Ri 16.16 Und es geschah, als sie ihn alle Tage mit ihren Worten bedrängte und ihn plagte, da wurde seine Seele es zum Sterben leid.

(wörtlich: zum Sterben gereizt)

Ri 16.30 Und Simson sagte: Meine Seele sterbe mit den Philistern!

1Sa 19.11 ...Wenn du nicht in dieser Nacht dein Leben rettest, dann wirst du morgen umgebracht werden.

Jer 38.16 ...wenn ich dich töte oder wenn ich dich in die Hand dieser Männer gebe, die nach deinem Leben trachten!


Hes 3.19 Du aber, wenn du den Gottlosen gewarnt hast und er ist von seiner Gottlosigkeit und von seinem gottlosen Weg nicht umgekehrt, dann wird er um seiner Schuld willen sterben, du aber hast deine Seele errettet.

Hes 13.19 ...indem ihr Seelen tötet, die nicht sterben sollten, und Seelen am Leben erhaltet, die nichtleben sollten.

Hes 18.4 Siehe, alle Seelen gehören mir; wie die Seele des Vaters, so auch die Seele des Sohnes. Sie gehören mir. Die Seele, die sündigt, sie [allein] soll sterben.

Hes 18.20 Die Seele, die sündigt, sie soll sterben.

Hes 33.9 Wenn du jedoch den Gottlosen vor seinem Weg warnst, damit er von ihm umkehrt, er aber von seinem Weg nicht umkehrt, so wird er um seiner Schuld willen sterben; du aber hast deine Seele gerettet.

Jon 4.8 Und es geschah, als die Sonne aufging, da bestellte Gott einen sengenden Ostwind, und die Sonne stach Jona auf den Kopf, so daß er ermattet niedersank. Und er wünschte, daß seine Seele stürbe, und sagte: Es ist besser, daß ich sterbe, als daß ich lebe!
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Fr 8. Jan 2010, 20:07

Leuchte hat geschrieben:@Pilgrim
Eine Frage möchte ich stellen: stimmst du mir zu, dass an mehreren Stellen Seele mit dem Menschen gleichgesetzt wird? Zum Beispiel in folgenden Stellen, wo die Seele getötet werden kann:

Prootexting hilft nicht weiter, da ich genau so viele und mehr Texte anbringen kann, daß die Seele der innere Mensch ist, das Ich, und nicht der Körper... :idea:
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Leuchte » Fr 8. Jan 2010, 20:46

Pilgrim hat geschrieben:Prootexting hilft nicht weiter, da ich genau so viele und mehr Texte anbringen kann, daß die Seele der innere Mensch ist, das Ich, und nicht der Körper...

Die Antwort angenommen. Ich finde den Begriff "Geist" viel schwieriger als den Begriff "Seele". Wenn du aber nicht die klare Definition dieses geben kannst - vermute ich - wie wagst du dann sicher zu sagen, dass mit dem Geist niemals der Mensch verstanden werden kann?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Fr 8. Jan 2010, 23:21

Leuchte hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:Prootexting hilft nicht weiter, da ich genau so viele und mehr Texte anbringen kann, daß die Seele der innere Mensch ist, das Ich, und nicht der Körper...

Die Antwort angenommen. Ich finde den Begriff "Geist" viel schwieriger als den Begriff "Seele". Wenn du aber nicht die klare Definition dieses geben kannst - vermute ich - wie wagst du dann sicher zu sagen, dass mit dem Geist niemals der Mensch verstanden werden kann?

Weil im Neuen Testament nirgends der Mensch als "Geist" bezeichnet wird.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Leuchte » Fr 8. Jan 2010, 23:31

Pilgrim hat geschrieben:Weil im Neuen Testament nirgends der Mensch als "Geist" bezeichnet wird.

Na doch, vlcht eben in 1Pe 3.18-20?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Fr 8. Jan 2010, 23:33

Leuchte hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:Weil im Neuen Testament nirgends der Mensch als "Geist" bezeichnet wird.

Na doch, vlcht eben in 1Pe 3.18-20?

Eben nicht...!
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Leuchte » Sa 9. Jan 2010, 00:47

@Pilgrim

Merkst du nicht, wie du argumentierst? Du sagst, nein, es würde nicht vorkommen. Sollte es jedoch vorkommen, sagst du, nein, tut es nicht. Bei diesem rein subjektiven Ansatz soll man tatsächlich zu dem richtigen Verständis kommen können?

Dass die Seele mindestens zwei Bedeutungen haben kann - wobei sie alle das Gemeinsame verbindet, nämlich die Verknüpfung mit der Lebendigkeit des Menschen - ist mir bewußt. Jedoch kannst du nicht die Tatsache ignorieren, dass die eine Bedeutung des Wortes "Seele" sehr wohl für den ganzen Menschen verwendet wird.

Denn eine andere Erklärung für diese Stellen gibt es nicht. Aus genau diesem Grund ist das Wort nephesh sowohl als Seele, als auch als Leben, Mensch übersetzt.

Deine rein subjektive, nicht neutrale Denkweise kommt daher, dass du es gar nicht zuläßt, diese Stellen anders zu verstehen, da sonst dies deinem Glaubenssystem gefährden würde. Für dein Verhalten habe ich nur diese einzige Erklärung finden können.

Von all den möglichen Auslegungen dieser Stelle ist die vernünftigste, dass den Menschen zu der Zeit Noah gepredigt wird. Dies entspricht auch dem Kontext, da Petrus vom Ungehorsam und seinen Folgen spricht, zum Vergleich für die Zeit der Apostel.

Deine Auslegung - Jesus würde einige Engel ansprechen - ist mir nicht klar. Warum genau nur bestimmte Gruppe von Engel? Was haben diese mit der Zeit Noah zu tun? Warum spricht Petrus von diesen Engeln überhaupt in dem Kontext der aufrichtigen Nachfolge?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Sa 9. Jan 2010, 12:56

Leuchte hat geschrieben:Merkst du nicht, wie du argumentierst? Du sagst, nein, es würde nicht vorkommen. Sollte es jedoch vorkommen, sagst du, nein, tut es nicht. Bei diesem rein subjektiven Ansatz soll man tatsächlich zu dem richtigen Verständis kommen können?

Weil ich es schon einmal von meiner Sicht aus erklärt habe...
Pilgrim hat geschrieben:Das Wort für Geist vom Griechischen Wort pneumasin, eine Form des Pneuma das "Luft, Hauch, Wind" bedeutet und im Neuen Testament nur für Engel (Hebräer 1:14), Dämonen (Markus 1:23), Jesus Geist (Matthäus 27:50) und den Heiligen Geist (Johannes 14:17) gebraucht ist. Die Bibel bezeichnet die Menschen nie als "Geist", Hebräer 4:12 sagt, daß Menschen Geist haben.

...kannst du jetzt womöglich mein "eben nicht" nachvollziehen... :pray:
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Reginald 32 » Sa 9. Jan 2010, 22:09

Hallo, liebe Pilgrim, liebe Leuchte.

Wenn Jesus ganz Mensch und ganz Gott war, wie wir das schon in einem Thread festgestellt haben, dann starb Jesus auch den gleichen Tod, wie ihn jeder Mensch stirbt.

Da der Mensch keinen Teil hat, der den Tod überdauert, wie im Disput über die unsterbliche Seele festgestellt wurde, kann auch von Jesus nach dessem Tod nichts weiter gelebt haben. Also kann auch Jesus persönlich nicht nach seinem Tod irgendwo gepredigt haben. Er "schlief" wie Lazarus in seinem Grab

Die Predigt für die "Geister im Gefängnis zur Zeit Noahs" wird ja auch "im Geiste Jesu" gehalten Er persönlich war nach seinem Tod nicht daran beteiligt.

Alle Ansichten von irgend welchen unsterblichen Teilen des Menschen, ob nun "Seele" oder "Geist" oder sonstwie bezeichnet, stammen aus heidnisch-griechischer Quelle. Daran ändert auch nichts, dass sie von vielen Christen für wahr gehalten wqerden. Sie kennen eben nicht die Entstehungsgeschichte und auch nicht die Bibel.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Sa 9. Jan 2010, 23:01

Reginald 32 hat geschrieben:Alle Ansichten von irgend welchen unsterblichen Teilen des Menschen, ob nun "Seele" oder "Geist" oder sonstwie bezeichnet, stammen aus heidnisch-griechischer Quelle. Daran ändert auch nichts, dass sie von vielen Christen für wahr gehalten wqerden. Sie kennen eben nicht die Entstehungsgeschichte und auch nicht die Bibel.

Was, lieber Reginald, stimmt dich so sicher, daß die Lehre der Frau Ellen G. White die Wahrheit ist und nicht die Bibel selbst?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Leuchte » Sa 9. Jan 2010, 23:07

Pilgrim hat geschrieben:Was, lieber Reginald, stimmt dich so sicher, daß die Lehre der Frau Ellen G. White die Wahrheit ist und nicht die Bibel selbst?

Was hat es mit E.White zu tun?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » Sa 9. Jan 2010, 23:28

Leuchte hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:Was, lieber Reginald, stimmt dich so sicher, daß die Lehre der Frau Ellen G. White die Wahrheit ist und nicht die Bibel selbst?

Was hat es mit E.White zu tun?

Wie kommt es, daß du Reginald, deinen Glaubensbruder aus deinen eigenen Reihen nicht verstehst... :?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Leuchte » So 10. Jan 2010, 02:23

Pilgrim hat geschrieben:Wie kommt es, daß du Reginald, deinen Glaubensbruder aus deinen eigenen Reihen nicht verstehst... :?

Reginald hat von E.White in Bezug auf Antropologie nicht geschrieben, oder doch?
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Pilgrim » So 10. Jan 2010, 05:56

Leuchte hat geschrieben:Reginald hat von E.White in Bezug auf Antropologie nicht geschrieben, oder doch?

Ob Reginald die Irrlehre des Annihilationismus direkt von EGW hat weiß ich nicht, aber eure Prophetin hat sie immerhin stark verteidigt. Da es dir ein Anliegen ist das zu besprechen, der Thread der "unsterblichen Seele" aber gesperrt ist, wir vorläufig das halt hier besprechen müßen.

Wenn Reginald behauptet, "Da der Mensch keinen Teil hat, der den Tod überdauert, wie im Disput über die unsterbliche Seele festgestellt wurde..." er falsch liegt, denn nirgends wurde das "festgestellt", lediglich von ihm behauptet.

Auch mit seiner Behauptung, "Alle Ansichten von irgend welchen unsterblichen Teilen des Menschen, ob nun "Seele" oder "Geist" oder sonstwie bezeichnet, stammen aus heidnisch-griechischer Quelle..." liegt er falsch, denn dieses Argument ist nicht überzeugend da das traditionelle Christliche Verständnis der Unsterblichkeit der Seele von der Griechischen Philosophie verschieden ist. Plato lehrte, daß die Seele von Natur aus unsterblich ist. Christen haben gelehrt, daß die Seelen abgeleitet unsterblich sind, daß Gott die Unsterblichkeit den Menschen gewährt weil sie in Seinem Bilde gemacht sind.

Zudem bestehen Traditionalisten darauf, daß die Lehre der immerwährenden Natur der Seele von der Schrift hergeleitet ist, nicht von der Philosophie. Im Alten Testament ist die Unsterblichkeit der Seele bei der Schöpfung der Menschenrasse ganz klar impliziert. Als Gott den ersten Mann und die erste Frau schuf, sagte Er "Laßt uns Mensch in unserem Bildnis machen, nach unserer Ähnlichkeit....So schuf Gott Mensch in Seinem eigenen Bildnis; im Bildnis von Gott schuf Er ihn; männlich und weiblich schuf Er sie....Und Gott der HERR formte den Menschen aus Erde, und hauchte ihm den Atem des Leben ein; und Mensch wurde eine lebendige Seele" (frei nach 1.Mose 1:26-27; 2:7).

Die Schöpfung des Menschen war total verschieden von derjenigen der Tiere. Der Gebrauch des Wortes "gehaucht" kann nicht missverstanden werden, da der Text das Vermitteln des unsterblichen Geistes beschreibt. Auch viele Textstellen im Neuen Testament lehren die Unsterblichkeit der Seele.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Reginald 32 » So 10. Jan 2010, 13:37

Liebe Pilgrim.
In alt gewohnter Weise stellst Du hier mal wieder eine Menge unbewiesener Behauptungen und Verdrehungen auf. Doch das ist ja typisch für Deine Glaubensrichtung.
Du schreibst am 9.1., 22:03:
Was, lieber Reginald, stimmt dich so sicher, daß die Lehre der Frau Ellen G. White die Wahrheit ist und nicht die Bibel selbst?

Ob "die Frau Ellen G. White" das lehrt, ist für mich nebensächlich. Ich glaube nur, was in der Bibel steht.
Aber ich glaube auch nicht, was eine gewisse "Frau Pilgrim" hier lehrt.

Und heute um 4:56: (konntest Du nicht mehr schlafen?)
Ob Reginald die Irrlehre des Annihilationismus direkt von EGW hat weiß ich nicht, aber eure Prophetin hat sie immerhin stark verteidigt. Da es dir ein Anliegen ist das zu besprechen, der Thread der "unsterblichen Seele" aber gesperrt ist, wir vorläufig das halt hier besprechen müßen.

Immerhin werden die "Irrlehren des Annihilationismus" von den bekanntesten evangelischen und katholischen Theologen und von den anerkannten jüdischen Gelehrten unserer Zeit vertreten. Dein Ausdruck "Irrlehren" erscheint mir daher eher wie ein Wunschdenken oder Pfeifen im Wald..
Aber ich kann ja nichts dazu, dass Darby und seine Mitarbeiter bei allem Eifer für Gottes Wort diese historisch nachweisbare griechisch-heidnische Lehre in ihr Lehrgebäude übernommen haben und die "Brüdergemeinden" diese Irrung nun alle behaupten.

Wenn Reginald behauptet, "Da der Mensch keinen Teil hat, der den Tod überdauert, wie im Disput über die unsterbliche Seele festgestellt wurde..." er falsch liegt, denn nirgends wurde das "festgestellt", lediglich von ihm behauptet.

Da irrst Du Dich aber, liebe Pilgrim (absichtlich?). Ich habe längere Zitate von Oscar Cullmann, Karl Barth, Wolfgang Beinert und der jüdischen Enzyklopädie gebracht, außerdem von französischen Theologen, die alle übereinstimmend aussagten, dass der Glaube an eine unsterbliche Seele sowohl den Juden und dem AT als auch der frühen Christenheit unbekannt waren. Kannst Du alles im Thread nachlesen, deswegen brauche ich es hier nicht zu wiederholen.
Ich hab's nachgewiesen, und Deine Behauptung ist falsch.

Auch mit seiner Behauptung, "Alle Ansichten von irgend welchen unsterblichen Teilen des Menschen, ob nun "Seele" oder "Geist" oder sonstwie bezeichnet, stammen aus heidnisch-griechischer Quelle..." liegt er falsch, denn dieses Argument ist nicht überzeugend da das traditionelle Christliche Verständnis der Unsterblichkeit der Seele von der Griechischen Philosophie verschieden ist. Plato lehrte, daß die Seele von Natur aus unsterblich ist. Christen haben gelehrt, daß die Seelen abgeleitet unsterblich sind, daß Gott die Unsterblichkeit den Menschen gewährt weil sie in Seinem Bilde gemacht sind.

Ich liege keineswegs falsch. Das ist eine Deiner unbewiesenen Behauptungen. Dein feiner Unterschied ist nichts als Wortklauberei, Was ist denn der Unterschied von "von Natur aus" und "abgeleitet unsterblich" ???. In der Praxis läuft es doch darauf hinaus, dass jeder Mensch bei der Geburt eine "Unsterbliche Seele" empfängt, also aus zwei Teilen besteht, und das bis zu seinem Tode.
Und dann wird dieser angeblich unsterbliche Teil entweder ewig belohnt oder ewig gequält. Schauerliches Gottesverständnis !
Übrigens glaube ich auch an eine Unsterblichkeit, aber nur für die Kinder Gottes. Diese erhalten sie, wenn Jesus wiederkommt, wenn das Sterbliche die Unsterblichkeit anzieht. (1.Kor. 15:53-55)
Deshalb konnte der gestorbene Mensch Jesus von Nazareth nach seinem Tod nirgendwo mehr predigen. Deshalb konnte das Grab aber auch den Sohn Gottes gemäß der Schrift nur bis zum 3. Tag festhalten. Dann war der Tod besiegt.

Liebe Grüße von Reginald.
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Re: 1. Petrus 3,18-20

Beitragvon Leuchte » So 10. Jan 2010, 13:59

@Pilgrim

Über die Lehre der unsterblichen Seele sowie ihrer Entstehung möchte ich hier und jetzt nicht sprechen. Aber möchte ich dich zukünftig darauf hinweisen, dass Adventisten diese Lehre nicht von E.White übernehmen, zumindest tue ich das nicht. Von E.White habe ich nur zwei Bücher gelesen und nehme sie (E.White) nicht so seriös wie die Bibel. Daher möchte ich dich bitten, nicht mehr zu erwähnen dass alles, was adventistisch oder typisch adventistisch ist, von E.White stammt. Denn viele solche Lehren wie Heiligung des Sabbattages, Schlaf der Toten, Auslegung der Offenbarung und andere sind auch in anderen, E.White als Prophetin nicht akzeptierenden Konfessionen zu treffen, und waren auch schon vor E.White's öffentlichem Auftritt gelehrt worden. E.White mag diese lediglich unter Adventisten bestätigt haben, was mich aber wenig interessiert.
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