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Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangelium"

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: doro

Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Johelia » So 20. Mai 2018, 19:10

Jeshu hat geschrieben:Dann entstammt das Neue Testament scheinbar der gleichen "zweifelhaften Quelle", denn im Thomas-Evangelium haben die Sprüche 45 Mal Bezug auf Matthäus, 23 Mal auf Lukas, 12 Mal auf Markus und 6 Mal auf Johannes.


Das ist wiedereinmal eine der vielen Aussagen die du ohne irgendwelche Basis oder Beweis in den Raum wirfst. Wenn du hoffst, dass irgendjemand dir glaubt ist sowas extrem kontraproduktiv.
Sogar selbst bekennende Satanisten machen Bezüge zu den Evangelien der Bibel, aber deshalb gelten ihre Aussagen trotzdem nicht als anerkannte "heilige Schriften".

Es ist gut und richtig, das das "sog. Thomas Evangelium" NICHT teil des Kanons ist! Dieses Pseudo-Evangelium muss von recht-gläubigen Christen geflissentlich ignoriert werden.
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Jeshu » So 20. Mai 2018, 19:13

oTP hat geschrieben:
Jeshu,
Wie soll ich das verstehen:
Der echte Sohn Gottes sprach aus Jesus. Also nicht er selber war im Gehirn, im Wesen, im Körper von Jesus ?


Hi oTP,
das ist auch für mich schwer zu erklären.
Grundsätzlich muss Jesus als echter Mensch eine eigene menschliche Seele, Gehirn und auch einen sich selbst bewussten Geist gehabt haben, so wie Du und ich.
Aber dann muss bei Jesus nach der Taufe das geschehen sein:

Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: "Ich habe gesagt: Ihr seid Götter"? (Psalm 82 - Der höchste Richter) So er die Götter nennt, zu welchen das Wort geschah, und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden, sprecht ihr denn zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: "Du lästerst Gott", darum daß ich sage: Ich bin Gottes Sohn? Tue ich nicht die Werke meines Vaters, so glaubet mir nicht; tue ich sie aber, glaubet doch den Werken, wollt ihr mir nicht glauben, auf daß ihr erkennet und glaubet, daß der Vater in mir ist und ich in ihm." Joh. 10, 34-38

"Dies ist als normaler Mensch nicht möglich, dass er mit Gott im Heiligen Geist völlig eins ist, dazu müsste er schlichtweg alles über Gott, den Himmel, den Satan und die Engel wissen - das geschieht in unserem sich bewussten Geist (nicht Gehirn) sehr wahrscheinlich nach unserem Tod - Jesus wusste es jedoch davor bereits, das heißt, das "Geistwesen" gleichzeitig in Ihm musste den Himmel kennen. Und allein dieses Geistwesen ist mit dem Vater/Gott im Himmel wie eins, weil sie denselben Heiligen Geist haben. Und nur deshalb konnte Jesus als Mensch auch wie Gott die Wunder und Werke tun.

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Re: Pro- und contra zum "Thomas-Evangelium"

Beitragvon Jeshu » So 20. Mai 2018, 20:12

Johelia hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:Dann entstammt das Neue Testament scheinbar der gleichen "zweifelhaften Quelle", denn im Thomas-Evangelium haben die Sprüche 45 Mal Bezug auf Matthäus, 23 Mal auf Lukas, 12 Mal auf Markus und 6 Mal auf Johannes.


Das ist wiedereinmal eine der vielen Aussagen die du ohne irgendwelche Basis oder Beweis in den Raum wirfst. Wenn du hoffst, dass irgendjemand dir glaubt ist sowas extrem kontraproduktiv.
Sogar selbst bekennende Satanisten machen Bezüge zu den Evangelien der Bibel, aber deshalb gelten ihre Aussagen trotzdem nicht als anerkannte "heilige Schriften".


Wieso, die Aussagen von mir kann man doch nachprüfen? John hat wohl das gleiche Buch wie ich, der kann ja nachzählen...
Darin steht übrigens auch, dass das hohe Alter des Thomas-Evangeliums durch die Papyri aus Oxyrhynchos gesichert (2. Jh.) scheint, und auch die Form der Sprüchesammlung ist in der Frühgeschichte des Christentums bekannt, erhöht also die Glaubwürdigkeit eher.

Es ist gut und richtig, das das "sog. Thomas Evangelium" NICHT teil des Kanons ist! Dieses Pseudo-Evangelium muss von recht-gläubigen Christen geflissentlich ignoriert werden.


Von "Kirchen-Christen" vor allem, lieber Johel. Von "Gnostikern" auf keinen Fall.
Die Großkirche stand diesem Evangelium nämlich auch sehr ablehnend gegenüber, weil kein "Heilswerk Christi" darin bestand und auch jeder Kirchenbegriff fehlte.
Was ich allerdings sehr bedenklich finde, ebenso die negative Darstellung des Petrus.

Aber wie schrieb Pinchas Lapide schon sehr treffend": Um die Wiederentdeckung des unsterblichen Mannes aus Nazareth geht es, der im Credo seiner Kirche gar nicht gelebt zu haben scheint. Denn das Glaubensbekenntnis eilt ja vom "Geboren-werden" unverzüglich zum "Gelitten-haben" und "Gestorben-sein" - ohne ein einziges Wort seinem Lehren und Bekehren, seiner Predigt und Botschaft, seinem Hoffen und Beten zu widmen. Ist er denn nur zur Welt gekommen, um als Sühneopfer jämmerlich am Römerkreuz zu verbluten?"

Ich hoffe nicht. Vor allem nicht an einem Tag wie heute.

LG
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Zitat aus: "Ist die Bibel richtig übersetzt?"
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Mo 21. Mai 2018, 00:12

Bedenke beim Sterben von Jesus, dass er vorher seine Macht einsetzte und aus der Mitte seiner Feinde entwich. Das macht die Wahrscheinlichkeit noch grösser, dass er den Tod selber wählte und annahm, zur passenden Zeit.
Da er davor einfach durch die Mitte seiner Feinde entwich macht doch eigentlich klar, dass er es selbst in der Hand hatte, wann er starb. Anstatt die Menschen noch viele Jahre zu lehren, gab er sein Leben nach 3 Jahren Öffentlichkeitsdienst.

LG otp
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Re: Pro- und contra zum "Thomas-Evangelium"

Beitragvon Jeshu » Mo 21. Mai 2018, 16:03

onThePath hat geschrieben:Bedenke beim Sterben von Jesus, dass er vorher seine Macht einsetzte und aus der Mitte seiner Feinde entwich. Das macht die Wahrscheinlichkeit noch grösser, dass er den Tod selber wählte und annahm, zur passenden Zeit.
Da er davor einfach durch die Mitte seiner Feinde entwich macht doch eigentlich klar, dass er es selbst in der Hand hatte, wann er starb. Anstatt die Menschen noch viele Jahre zu lehren, gab er sein Leben nach 3 Jahren Öffentlichkeitsdienst.

LG otp


Hi oTP!
Seh ich auch so. Hier fällt mir parallel natürlich Johannes 10, 14-18 ein:

"Ich bin der gute Hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.
Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle; und dieselben muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird eine Herde und ein Hirte werden."


Die "anderen Schafe" sind viele ehemals kranke, gott-blinde & ungerechte Menschen, die Er vorher heilt und bekehrt, und die wegen Ihm zu Gott umdrehen, weil sie Ihn als ihren wahren Herrn erkannt und liebgewonnen haben. Diese Menschen hat Er als unser guter Herr und Hirte gesucht, um sie zu retten.
Dazu musste der "echte Sohn Gottes" aus dem Himmel aber Mensch werden und auf Erden kommen. Denn auch solches kann ein normaler Mensch nicht von sich sagen:

"Darum liebt mich mein Vater, daß ich mein Leben lasse, auf daß ich's wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selber.
Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wiederzunehmen. Solch Gebot habe ich empfangen von meinem Vater."


"Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: ein jeglicher Geist, der da bekennt, daß Jesus Christus ist in das Fleisch gekommen, der ist von Gott; und ein jeglicher Geist, der da nicht bekennt, daß Jesus Christus ist in das Fleisch gekommen, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Widerchrists, von welchem ihr habt gehört, daß er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt." 1. Joh. 4

Hier wird ebenfalls von "Gottes Sohn" aus dem Himmel gesprochen, der als Gottes bislang oberster Gesandter ins Fleisch gekommen ist. Der kein "Mietling" auf Erden ist wie wir Menschen, sondern der der echte Herr aus dem Himmel ist, der in Sein Eigentum gekommen ist. Und "Wohnung genommen" hat Er im Fleisch von Jesus.

LG
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Orpheus » Di 22. Mai 2018, 00:37

Hallo Columba,

wir beide waren nicht dabei, als Thomas sein Evangelium schrieb. Auch nicht bei Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.
Sonst hätten wir gewiss da und dort gefragt: Wie meinst du das?
Wir lebten auch nicht mit Jesus, um ihn direkt fragen zu können.

Meine Gedanken zu Thomas 114 habe ich klar deklariert als meine Ideen, Vorstellungen.
Du schreibst, dass man sich auch Anderes vorstellen kann.

Aber ja doch!

Die Gedanken sind frei. Ich bin weder Chefideologe noch Papst und beanspruche kein Monopol auf alleinrechthaben.

Den Spiegel-Artikel habe ich nicht gelesen.
Er scheint dich nachhaltig gereizt zu haben.
"Del" ist eine Option.

Zu deinen vielen Fragen empfehle ich dir das Buch von Elaine Pagels, Versuchung durch Erkenntnis, Frankfurt 1981.

Zu Thomas 114 fällt mir ein anderer Aspekt auf: Jesus sagte, " meine wahre Mutter gab mir Leben". (Ev.Thom. 55, zitiert nach Pagels) Mit wahrer Mutter meinte Jesus nicht Mama Maria.

Köstlich ist (für mich) immer wieder:
Jesus spricht: Ein Mensch,alt in seinen Tagen,wird nicht zögern,ein kleines Kind von sieben Tagen über den Ort des Lebens zu befragen,und er wird leben.
Ev Thom 4

Gruss
Orpheus
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Orpheus » Di 22. Mai 2018, 07:00

Hallo zusammen,
ein Nachtrag zu Jesus und Maria,
zitiert aus dem Maria - Evangelium:

"...Da redete Petrus dawider und fragte seine Brüder über den Retter: „ Sollte er tatsächlich mit einer Frau allein gesprochen und uns ausgeschlossen haben? Sollten wir ihr etwa zunicken und alle auf sie hören? Hat er sie uns vorgezogen?"

Da weinte Maria und sprach zu Petrus: „Mein Bruder Petrus, was sagst du da! Meinst du, ich hätte dies alles selbst ersonnen in meinem Herzen und würde so über den Retter lügen?"

Da nahm Levi das Wort und sprach zu Petrus: „Mein Bruder Petrus, du bist von jeher aufbrausend. Und jetzt sehe ich, wie du dich gegen diese Frau groß machst, als hättest du einen Rechtsgegner. Wenn aber der Retter sie für Wert genug hielt- wer bist dann du, dass du sie verwürfest? Sicherlich kennt der Retter sie ganz genau. Und deshalb hat er sie auch mehr als uns geliebt.

Wir sollen uns also schämen und den endgültigen Menschen anziehen.... "

  Gruss
Orpheus

 
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Di 22. Mai 2018, 09:01

--
Zuletzt geändert von onThePath am Di 22. Mai 2018, 09:14, insgesamt 1-mal geändert.
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Di 22. Mai 2018, 09:01

Klar, Orpheus,

Die Gedanken sind frei. Und die Phantasie beschert uns auch heutzutage noch viele Geschichten wie Jesus war. Viele davon unter Mitwirkung jenseitige Intelligenzen, z.B. Lorber durch jenseitige Übermittlung. Oder Emmerick Schauungen des Lebens Jesu in Trance. Wie viele Konstrukte gibt es wohl seit Jesu Tod ? Sie sind auch nicht ganz falsch, schaffen aber eine Vielfalt von Möglichkeiten die nicht alle wahr sind. Wie durch Jemand der redet und redet und man nicht mehr weiss, wie man dran ist, was man glauben soll.

Für Jeden ist das passende Menue an Glsubenselementen dabei, dass Jeder findet, was er glauben möchte.

Die Auswahlmöglichkeit wird noch grösser durch Menschen die sozusagen sich ausgeben als Über- Menschen. Gerade die vermengen christliche Elemente mit herbstlichen und esoterischen Erlösungsideen.

Egal von welchen Gnaden dabei Jemand ist, ob er Botschaften und Lehren von Geistwesen vermittelt, er als durchblickender Eingeweihter auftritt oder alle Behauptungen auf dem Mist eigenes Denkens aufgebaut ist: Alles ist unglaubwürdig.

Woran also sich orientieren ?


LG otp
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Columba » Di 22. Mai 2018, 10:11

Orpheus hat geschrieben:Den Spiegel-Artikel habe ich nicht gelesen.
Er scheint dich nachhaltig gereizt zu haben.
"Del" ist eine Option.

Zu deinen vielen Fragen empfehle ich dir das Buch von Elaine Pagels, Versuchung durch Erkenntnis, Frankfurt 1981.


Nein, nicht der Spiegel-Artikel hat mich gereizt, sondern micht störten dies unkritischen "Lesereien". Der Artikel war schon recht, auch das Thomas-Evangelium war recht. Aber wenn man nicht mehr das liest, was da steht und erst mal darüber nachdenkt, sondern einfach mal das nimmt, was einem gerade ins Auge fällt und einem passt, dann kommt man nicht weiter. Der Spiegel-Artikel kam - genau gelesen - mit Vorsicht daher, Vermutungen sind aber hier plötzlich zu Tatsachen geworden. Das ist doch das Problem

Wie Du vielleicht gemerkt hast, habe ich mich gut auseinandergesetzt mit den Texten. Da brauche ich nicht nochmals Elaine Pagels, die auch immer noch die grundlegenden Fragen stellt und viele Antworten noch nicht bekommt. Was aber interessant ist, dass Elaine Pagels das Thomas-Evangelium nicht im Christentum verortet, sondern sie klassiert dieses Evangelium in der Gnostik (was man heute allerdings nicht mehr ganz so klar tut). Ihr Buch heisst nämlich im Untertitel "Die gnostischen Evangelien". Elaine Pagels kommt dann zum Schluss und interpretiert dies auch so im Thomas-Evangelium, dass überspitzt gesagt Selbsterkenntnis auch Gotteserkenntnis ist. Genau da haben die ersten Kirchen, die orthodoxen Kirchen, wie auch später die westeuropäischen katholischen und reformatorischen Kirchen richtigerweise Nein dazu gesagt.

Grüsse Columba
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Jeshu » Di 22. Mai 2018, 12:21

Columba hat geschrieben:
Elaine Pagels kommt dann zum Schluss und interpretiert dies auch so im Thomas-Evangelium, dass überspitzt gesagt Selbsterkenntnis auch Gotteserkenntnis ist. Genau da haben die ersten Kirchen, die orthodoxen Kirchen, wie auch später die westeuropäischen katholischen und reformatorischen Kirchen richtigerweise Nein dazu gesagt.


Hi Columba!
Was ist Religion anderes als die Erkenntnis Gottes/Gnosis im Zusammenhang mit der darauffolgenden Erkenntnis des Menschen? Doch da wir Gott nicht kennen, müssen wir vielleicht tatsächlich zu einem gewissen Teil auch bei uns selbst anfangen. Es existiert allseits ein Dialog zwischen Gott und den Menschen, Verständigungsfehler inbegriffen.

Aber wir wollen verlässliche Antworten finden auf die essentiellen Fragen des Lebens wie "warum gibt es den Menschen" oder "was ist der Sinn unseres Lebens", und darauf gibt die Kirche m.E. viel zu wenig genaue Antworten, weil sie die Lehre Christi in ihrer Tiefe entweder nicht richtig verstanden hat.
Oder noch schlimmer, sie hat sie sogar sehr gut verstanden und predigt sie nur viel zu selten, weil Christus" Lehre ja nicht nur die Pharisäer und Schriftgelehreten im AT anklagt, sondern Papst, Priester, Bischöfe dann gleich mit:

Jesus sprach: „Die Pharisäer und die Schriftgelehrten haben die Schlüssel zur Erkenntnis
empfangen und haben sie versteckt. Sie sind auch nicht eingetreten,
und die, die eintreten wollten, ließen sie nicht.
Ihr aber, seid klug wie die Schlangen und unschuldig wie die Tauben.“
(TE - Logie 39 - s.a. 102)

Pendent dazu in der Bibel:
„Weh euch Schriftgelehrten! Denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und habt auch denen gewehrt, die hineinwollten.“ (Luk. 11,52)

Wir sollen also klug sein wie die Pharisäer die Erkenntnis Gottes zu finden, sie dann aber nicht im eigenen, sondern in Gottes Sinne in uns selbst wirken lassen - vor allem ohne dabei Gott selbst zu spielen.
Nur dann bleiben wir vor Gott ohne Schuld.

LG
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Orpheus » Di 22. Mai 2018, 13:37

Columba,
ja. Wenn Vermutungen, Dogmatismen,nach-Gesagtes, Vorurteile zu Tatsachen hochmontiert werden, läufts schief.

Pagels Buch hab ich dir empfohlen, weil du wegen Thomas 114 nachgefragt hat.
Ich schätze bei Frau Pagels, dass sie nicht Vermutungen ummodelt, sondern auch etliche Fragen wie Antworten offen lässt.

Die Geschichte des Christentums ist für mich ein weites, vielseitiges Geschehen, nicht ab-geschlossen (weder zeitlich noch dogmatisch).

Die Abtrennung von orthodoxen und gnostischen Christen und Christinnen ist wohl differenzierter gelaufen, als du darstellst.
Soziale, persönliche, spirituelle,politische...
Gründe spielten und spielen mit.

Selbsterkenntnis auch als Gotteserkenntnis?
Nein der Kirchen als Trenngrund?

Du greifst das auf - die Diskussion dürfte spannend werden.

Gruss
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Columba » Di 22. Mai 2018, 16:43

Bitte das orthodoxe Christentum nicht mit der Gnosis vergleichen, denn die Orthodoxie, als die geschichtlich erste grosse christliche Richtung, steht auf der Basis des Christentums.


Grüsse Columba
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Jeshu » Di 22. Mai 2018, 20:53

Orpheo hat geschrieben:
Die Geschichte des Christentums ist für mich ein weites, vielseitiges Geschehen, nicht ab-geschlossen (weder zeitlich noch dogmatisch).

Die Abtrennung von orthodoxen und gnostischen Christen und Christinnen ist wohl differenzierter gelaufen, als du darstellst.

Columba hat geschrieben:
Bitte das orthodoxe Christentum nicht mit der Gnosis vergleichen, denn die Orthodoxie, als die geschichtlich erste grosse christliche Richtung, steht auf der Basis des Christentums.


Hi Orpheo und Columba!
Christentum oder auch Judentum. Was soll das denn sein?
Beide Glaubensrichtungen sind innerlich so zerissen und gleichzeitig stark ineinander verwickelt, dass keiner mehr den gemeinsamen oder auch trennenden Grund oder Nenner kennt.

Wie kann für uns überhaupt irgendein".....tum" oder eine menschliche Obrigkeit oder eine Institution wirklich Basis sein von Gott - außer Er allein.

Ich fürchte, die Menschen beten in Wahrheit oft lieber sich selbst an, anstatt Gott.
Vielleicht, weil sie sich selbst einfach besser gewahr sein können.

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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Orpheus » Mi 23. Mai 2018, 06:14

Columba hat geschrieben:Bitte das orthodoxe Christentum nicht mit der Gnosis vergleichen, denn die Orthodoxie, als die geschichtlich erste grosse christliche Richtung, steht auf der Basis des Christentums.


Hallo Columba,
mit "orthodox" meine ich jene Kirchenleute, die für sich allein die "Basis des Christentums" reservierten und die gnostischen Christinnen und Christen diskriminieren und ihre Schriften vernichten wollten.
Gruss
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Mi 23. Mai 2018, 07:29

Orpheus,

Die Gnostik steckt in vielfältigen Lehren drin. Im Yoga, im Zen, in der Esoterik, in Offenbarungen von Geistern, aber ich erklärte das schon. Ich habe etwas gegen Geisterlehren und glaube sowieso nicht was die Gnosis lehrt.
Christliche Gnosis ist für mich nur der Versuch, die Lehre Christi gnostisch einzuverleiben.

LG otp
Zuletzt geändert von onThePath am Mi 23. Mai 2018, 07:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pro- und contra zum "Thomas-Evangelium"

Beitragvon Jeshu » Mi 23. Mai 2018, 07:38

Orpheus hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Bitte das orthodoxe Christentum nicht mit der Gnosis vergleichen, denn die Orthodoxie, als die geschichtlich erste grosse christliche Richtung, steht auf der Basis des Christentums.


Hallo Columba,
mit "orthodox" meine ich jene Kirchenleute, die für sich allein die "Basis des Christentums" reservierten und die gnostischen Christinnen und Christen diskriminieren und ihre Schriften vernichten wollten.
Gruss
Orpheus


Nicht nur das. Hat Jesus Christus uns gesagt, dass wir prunkvolle Ikonen von uns als "heilig" betrachtete Menschen verehren und anbeten sollen? Oder gar lieber mit jenen "Hochzeit" zu feiern als mit Gottes Sohn? Zeugt dies nun von mehr Erkenntnis?
Aber um beim Thomas-Evangelium zu bleiben (Logie 75+49):

Jesus sagte: "Es gibt viele, die vor der Tür stehen, aber die Einzelnen sind es, die in den Hochzeitssaal eintreten werden."
"Selig sind die Einzelgänger und die Erwählten. Denn Ihr werdet das Königreich finden; da ihr von dort stammt, werdet ihr wieder dorthin zurückkehren."


Wer die "Heiligen" erwählt ist letztendlich Gott, nicht die Menschen. Und dennoch tun sie es immer wieder. Dies mag wohl zum Christentum gehören, aber gehört es auch zur Lehre Christi?

LG
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Mi 23. Mai 2018, 07:54

Hallo, Jeshu.

Ich finde nichts in der Bibel von katholischen und orthodoxen Ritualen. Nichts von Heiligenverehrung. Auch nichts von Anrufungen verstorbener Heiligen wenn man eine Not hat. Ist anscheinend alles kirchliches Beiwerk. Und die ganze Messfeier hatte und hat zum Teil noch eine alte Sprache die sowieso keiner versteht. Ich finde es ja schön dass dadurch in der syr. Orth. Kirche ein Aramäisch überdauert hat. Und dass sie es zum Teil noch lehren.
Auch der Prunk der katholischen Kirche ist nicht richtig. Der jetzige Papst rückt es etwas zurecht.
LG otp
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon John1955 » Mi 23. Mai 2018, 08:43

onThePath hat geschrieben:Bedenke beim Sterben von Jesus, dass er vorher seine Macht einsetzte und aus der Mitte seiner Feinde entwich. Das macht die Wahrscheinlichkeit noch grösser, dass er den Tod selber wählte und annahm, zur passenden Zeit.
Da er davor einfach durch die Mitte seiner Feinde entwich macht doch eigentlich klar, dass er es selbst in der Hand hatte, wann er starb. Anstatt die Menschen noch viele Jahre zu lehren, gab er sein Leben nach 3 Jahren Öffentlichkeitsdienst.

LG otp


Und sogar die 3 Jahre Aufklärungsarbeit über Wesen und Willen dessen, der ihm mit der Frohen Botschaft nach Israel gesandt hatte hätte sich Jesus sparen können. Das Werk seiner Feinde wird ja höher gewertet, als das was Jesus Christus bewirken wollte.

Jesu Christi göttlichweisen, zum inneren Heil führenden Lehren wurden ja sicherlich gegen Gottes Willen von denselben Kirchenoberen geschickt in den Hintergrund gestellt. Sie erscheinen offenbar in keinem der Glaubensbekenntnisse. Dieselben "geistlichen" Oberhäupter bestimmten ja letztendlich auch, welche Bücher/Evangelien man in den Kanon aufnahm und welche nicht.

Ich fand auch das Nikodemusevangelium höchst interessant. Dort geht klar hervor wie verbissen der Hohe Rat war, Jesus von Nazareth für immer zum Schweigen bringen zu wollen, woran sein Vater wohl keineswegs interessiert war.

Gruss John
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Columba » Mi 23. Mai 2018, 08:53

Orpheus hat geschrieben:... die gnostischen Christinnen und Christen ...


Fragt sich nur, was das ist gnostisches Christentum. Diese beiden "System" sind nicht vereinbar. Ein Gemisch von beiden Richtungen gibt zwar lustige Diskussionen, ist aber weder Gnostik noch Christenzum noch ein Gemisch, sondern im Prinzip ein Etwas ohne Inhalt. Siehe weiter oben, Jeshu wurde von @onThePath einige Male gefragt, was der Mehrwert des Thomas-Evangeliums sein, kam aber praktisch fast nichts - ausser einigen biblischen Parallelen. Wobei man aber noch genauer schauen müsste, ob es tatsächlich Parallelen sind.


Grüsse Columba
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon John1955 » Mi 23. Mai 2018, 08:56

onThePath hat geschrieben:Hallo, Jeshu.

Ich finde nichts in der Bibel von katholischen und orthodoxen Ritualen. Nichts von Heiligenverehrung. Auch nichts von Anrufungen verstorbener Heiligen wenn man eine Not hat. Ist anscheinend alles kirchliches Beiwerk. Und die ganze Messfeier hatte und hat zum Teil noch eine alte Sprache die sowieso keiner versteht. Ich finde es ja schön dass dadurch in der syr. Orth. Kirche ein Aramäisch überdauert hat. Und dass sie es zum Teil noch lehren.
Auch der Prunk der katholischen Kirche ist nicht richtig. Der jetzige Papst rückt es etwas zurecht.
LG otp


Oh, der Prunk der katholischen Kirche passt sicherlich nicht zu Jesus Christus. Dessen Jünger mussten nicht kleidungsmässig prunkvoll ausgestattet werden, also mit kostbaren Gewändern bekleidet. Ebensowenig legte Jesus Wert auf eine Prunkvolle Behausung für sich. Das alles ist doch ein über Jahrtausende gepflegtes Überbleibsel aus den Büchern Mose, einfach in etwas zeitlich abgeänderter Form

Ja, der Papst Franziskus hat schon manches positiv verändert, was ihm aber seitens teils Kardinälen und Bischöfen wohl kein grosses Lob einbringt, dafür mehr bei der Basis.

Gruss John
John1955
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Columba » Mi 23. Mai 2018, 08:58

Orpheus hat geschrieben:Hallo Columba,
mit "orthodox" meine ich jene Kirchenleute, die für sich allein die "Basis des Christentums" reservierten und die gnostischen Christinnen und Christen diskriminieren und ihre Schriften vernichten wollten.
Gruss
Orpheus


Sie wurden nicht diskriminiert, sondern es wurde klargelegt, dass die gnostische Lehre nichts mit dem Christentum zu tun hatte. Ausserhalb des Christentum konnte ja die Gnosis weiterbestehen - aber nicht unter dem falschen Namen Christentum.


Grüsse Columba
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon John1955 » Mi 23. Mai 2018, 09:09

Johelia hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:Dann entstammt das Neue Testament scheinbar der gleichen "zweifelhaften Quelle", denn im Thomas-Evangelium haben die Sprüche 45 Mal Bezug auf Matthäus, 23 Mal auf Lukas, 12 Mal auf Markus und 6 Mal auf Johannes.


Das ist wiedereinmal eine der vielen Aussagen die du ohne irgendwelche Basis oder Beweis in den Raum wirfst. Wenn du hoffst, dass irgendjemand dir glaubt ist sowas extrem kontraproduktiv.
Sogar selbst bekennende Satanisten machen Bezüge zu den Evangelien der Bibel, aber deshalb gelten ihre Aussagen trotzdem nicht als anerkannte "heilige Schriften".

Es ist gut und richtig, das das "sog. Thomas Evangelium" NICHT teil des Kanons ist! Dieses Pseudo-Evangelium muss von recht-gläubigen Christen geflissentlich ignoriert werden.


Ach, klar war bislang , dass bekennende Satanisten ihre abscheulichen, bluttriefenden Weihepraktiken mit Teilen der Tora durchwegs begründeteten, sogar entsprechende Bibelstellen erwähnen konnten. Auch jene Kapitel wurden als anerkannte "Heilige Schriften" in den Kanon aufgenommen.

Bezüge zu den Evangelien durch bekennende Satanisten kann ich mir nicht vorstellen, da gibt es ja keinerlei Anleitungen dafür. Jesus lehnte ja auch den gesamten Opferkult klar und eigentlich unmissverständlich ab. Somit sind die Bluttriefenden Kapitel in den Mosebüchern aus meiner Sicht ohne Belang für Nachfolger Jesu Christi.

Also ist ein Thomasevangelium ja wohl ausserbiblisch, aber wohl eher christlich als sonstige Bücher der Bibel, die ja im Grunde die Geschichte des Volkes Israels aufzeigen.

Gruss John
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Mi 23. Mai 2018, 09:25

Mehr christlich beinhaltet in der Bedeutung ja auch besonders die Vermischung von Jesus Lehre mit Anderem.

Die Satanisten benutzen doch christliche Rituale nur im Missbrauch um Satan zu verehren.

Satan selber soll die Bibel und den Menschen genau kennen. Er soll intelligenter sein als Menschen und deshalb auch sehr gut darin sie zu verderben. Da er sich mitteilen kann obwohl er in der getrennten Welt Gottes existiert, ist er wohl auch der Urheber von allen Lehren, die Jesus die Ehre nehmen. Religiöse Ideen entstehen unter der Mitwirkung von Inspiration. Inspiration deutet immer auf die Mitwirkung von Geistern. Ausgenommen die direkt göttliche Inspiration. Bitte nicht beide verwechseln. So kann auch das Thomas Evangelium unter Mitwirkung von Inspiration entstanden sein.

LG otp
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Orpheus » Mi 23. Mai 2018, 11:12

Hallo zusammen,

der Streit ist alt.
Als Lästerer bezeichnete Menschen wie
" alle unrichtig sogenannten Gnostiker" sollen von "Gottesverehrern" für "Werkzeuge des Satans gehalten werden".

Zitat aus der Schrift des heiligen Irenäus gegen die Ketzereien, Seite 349.
Irenäus wurde um 177 Bischof von Lyon.

Gruss, ziemlich nachdenklich
Orpheus
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon John1955 » Mi 23. Mai 2018, 13:01

Columba hat geschrieben:
Orpheus hat geschrieben:... die gnostischen Christinnen und Christen ...


Fragt sich nur, was das ist gnostisches Christentum. Diese beiden "System" sind nicht vereinbar. Ein Gemisch von beiden Richtungen gibt zwar lustige Diskussionen, ist aber weder Gnostik noch Christenzum noch ein Gemisch, sondern im Prinzip ein Etwas ohne Inhalt. Siehe weiter oben, Jeshu wurde von @onThePath einige Male gefragt, was der Mehrwert des Thomas-Evangeliums sein, kam aber praktisch fast nichts - ausser einigen biblischen Parallelen. Wobei man aber noch genauer schauen müsste, ob es tatsächlich Parallelen sind.


Grüsse Columba


Ich bin eher der Ansicht, dass Kirchentum und Christentum 2 verschiedene Paar Schuhe sind. So man unter Christentum das eigentliche Urchristentum versteht, das mit Jesus Christus Erscheinen begann und von seinen treuen Anhängern in seinem Sinn weitergeführt wurde.

Unter Kirchentum verstehe ich das, was leider Gottes mit den einstigen Lehren des Urchristentums praktisch nichts mehr gemeinsam hat, ausser den Namen Jesus Christus. In keinem der gängigen Glaubensbekenntnissen wird auf die Wichtigkeit der Einhaltung Jesus Christus Lehren hingewiesen. Und dabei sind es nachweislich diese, welche ins Licht führen.

Die Päpste und deren einstigen Dogmen führen doch glaubensmässig wohl eher hinters Licht, verfehlen das Ziel, den Heilsplan den Gott durch seinen Sohn der Menschheit übermitteln liess.
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Orpheus » Mi 23. Mai 2018, 13:30

Jeshu hat geschrieben:
Hi Orpheo und Columba!
Christentum oder auch Judentum. Was soll das denn sein?
Beide Glaubensrichtungen sind innerlich so zerissen und gleichzeitig stark ineinander verwickelt, dass keiner mehr den gemeinsamen oder auch trennenden Grund oder Nenner kennt.



Jeshu, mir fällt das auch auf.
Doch was sich in allen Jahrhunderten abspielte an K(r)ämpfen, ist wohl nur eine Seite.
Die anderen Seiten sehe ich gelebt in allen Menschen, die ungeachtet aller religiösen,agnostischen... Bekennnisse,Gemeinden,Kirchen,Zirkeln,Theologien usw täglich versuch(t)en, verantwortlich zu leben.

Zu deiner Feststellung notiere ich zwei Fantasien ( nur von Orpheus) :

a) Wenn alle "Gottesverehrer" gemäss dem heiligen Irenäus mal zusammen sind, ist Jesus gefordert. Mit sicherer, starker Hand trennt er Leute, die aufeinander los wollen oder stöpselt seine Ohren zu, weil ihm die theologischen Vorträge über die allein richtigen Auslegungen auf den Zeiger gehen.
Schliesslich lässt er zur Sicherheit stabile Mauern errichten, gesichert mit Stacheldraht. Den Katholiken, dem Calvin gibt er keine Zündhölzer, damit sie nicht Scheiterhaufen errichten, um andere " Gottesverehrer" zu verbrennen.
Der Zwingli darf nicht am Wasser sein, damit er nicht wieder Täufer ertränkt...
Dann: Friede,Freude,Eierkuchen.

b) Jesus machts subversiv.
Er bringt den Irenäus dazu, dass er sich in eine gnostische Christin verliebt.
Er verkuppelt eine Endzeitkämpferin (samt Schwert)
mit einem Quäker,
ein Zeuge des Jehova und feministische Theologin pflegen einen Opa, der zufällig in der Pfimi ist.
Oder eine strenggläubige Jüdin findet den Paulus sehr erotisch, und auch er ist nicht abgeneigt...usw.

So. Ab jetzt wieder ernst!

Gruss
Orpheus



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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Columba » Mi 23. Mai 2018, 15:54

Wer sind die Auserwählten im Thomas-Evangelium und wer die Nicht-Auserwählnten?


Logion 49

Jesus sprach: „Selig sind die Einsamen [μοναχός] und Auserwählten, denn ihr werdet das Königreich finden, da ihr daraus seid und dorthin zurückkehren werdet.“


Kommen die Nicht-Auserwählten nicht ursprünglich aus dem Königreich? Woher kommen diese?


Grüsse Columba
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Pro- & contra z. ausserbiblischen "sog. Thomas-Evangelium"

Beitragvon Johelia » Mi 23. Mai 2018, 22:31

Hi John
John1955 hat geschrieben:...mit Teilen der Tora durchwegs begründeteten, sogar entsprechende Bibelstellen erwähnen konnten. Auch jene Kapitel wurden als anerkannte "Heilige Schriften" in den Kanon aufgenommen.

.....

Also ist ein Thomasevangelium ja wohl ausserbiblisch, aber wohl eher christlich als sonstige Bücher der Bibel, die ja im Grunde die Geschichte des Volkes Israels aufzeigen.

Gruss John


Bitte in diese Diskussion nicht auch noch Antisemitismus einbringen. Das würde der ganzen Traurigkeit hier (um es noch nett zu beschreiben) die Krone aufsetzen. :shock: :( :shock:

Schon mal Römer 11 gelesen?

Rö11, 1 : Ich sage nun: Hat GOTT etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne!

Rö11,11 Ich sage nun: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie fallen sollten? Auf keinen Fall! Sondern durch ihren Fall ist den Nationen das Heil geworden, um sie zur Eifersucht zu reizen.

Rö11, 16 Wenn aber das Erstlingsbrot heilig ist, so auch der Teig; und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige.17 Wenn aber einige der Zweige herausgebrochen worden sind und du, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes mit teilhaftig geworden bist,

18 so rühme dich nicht gegen die Zweige! Wenn du dich aber gegen sie rühmst - du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich.


Äs Grüessli
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Re: Pro- & contra z. ausserbiblischen "sog. Thomas-Evangeliu

Beitragvon John1955 » Do 24. Mai 2018, 07:34

Johelia hat geschrieben:Hi John
John1955 hat geschrieben:...mit Teilen der Tora durchwegs begründeteten, sogar entsprechende Bibelstellen erwähnen konnten. Auch jene Kapitel wurden als anerkannte "Heilige Schriften" in den Kanon aufgenommen.

.....

Also ist ein Thomasevangelium ja wohl ausserbiblisch, aber wohl eher christlich als sonstige Bücher der Bibel, die ja im Grunde die Geschichte des Volkes Israels aufzeigen.

Gruss John


Bitte in diese Diskussion nicht auch noch Antisemitismus einbringen. Das würde der ganzen Traurigkeit hier (um es noch nett zu beschreiben) die Krone aufsetzen. :shock: :( :shock:

Äs Grüessli
Johel :praise:


Hi Johel
Also wie und warum du "Antisemitismu"s in meine Zeilen hineinliest, ist mir echt ein Rätsel. Du hast doch mit den Satanisten angefangen, die ja wohl in den Büchern Mose Anleitungen für ihre bluttriefenden Rituale nachweisen können, aber sicher nicht in den Evangelien, wie du hier ohne es belegen zu können gepostet hast.
[quote Johelia hat geschrieben:]Sogar selbst bekennende Satanisten machen Bezüge zu den Evangelien der Bibel, aber deshalb gelten ihre Aussagen trotzdem nicht als anerkannte "heilige Schriften".[/quote]

Dass im AT hauptsächlich die Geschichte Israels aufgezeigt wird, ist dort klar nachlesbar. Ebenso ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass die "Geburt" des Christentums mit dem NT beginnt, mit den Evangelien. Warum weder das Thomasevangelium noch weitere als apokryph abgestempelte Evangelien und andere apokryphe Bücher NICHT kanonisiert wurden, wissen nur jene, welche es tunlichst vermieden.

Waren es nicht solche, oder deren Nachfolger, welche dann Jesus-Lehren-Anhänger als Ketzer verfolgten, verurteilen, weil sie deren Kirchenlehren nicht mit Jesus Lehren in Verbindung bringen konnten und deshalb für sie nicht relevant waren?

Gruss John
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Do 24. Mai 2018, 08:37

Satanisten finden im AT Anleitungen für ihre Tötungsrituale. Das halte ich für absoluten Quatsch. Immerhin wurden von den Israeliten nur Tiere geschlachtet. Und Menschenopfer gab es dagegen überall bis Amerika. Menschenopfer für die satanischen Götter gab es allerorten. Die Satanisten machen es auch so. Mit ganz und gar abscheulicher Motivation.Auch um von Satan mehr Macht zu bekommen. Was gleichbedeutend damit ist dass Satan und seine Dämonen dadurch mehr Macht bekommen über diese Menschen, aber ihnen auch Macht verleiht

Klar, bezüglich des Thomas Evangeliums kommen wieder Verschwörungstheorien. Und das wieder nur als emotionale Stimmungskampagne. Wenn man die Gnoais mag, sollte man das freimütig bekennen. Es ist eben noch gar nichts von Befürwortern konkretes zum Thomas Evangelium gesagt worden. Wenn es und andere ausserbiblische die Lehre der Evangelium komplettieren soll, muss man klar benennen können warum.

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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Jeshu » Do 24. Mai 2018, 09:14

oTP hat geschrieben:
Satanisten finden im AT Anleitungen für ihre Tötungsrituale. Das halte ich für absoluten Quatsch. Immerhin wurden von den Israeliten nur Tiere geschlachtet. Und Menschenopfer gab es dagegen überall bis Amerika. Menschenopfer für die satanischen Götter gab es allerorten. Die Satanisten machen es auch so. Mit ganz und gar abscheulicher Motivation. Auch um von Satan mehr Macht zu bekommen.


Da wird es aber jetzt brenzlig, oTP, denn sprach nicht Gott JHWH selbst zu Abraham, dass er ihm seinen Sohn Isaak opfert? Aber ein "Engel des Herrn" hielt Abraham dann merkwürdigerweise davon ab. Der Schlussfolgerung, dass Gott JHWH Abraham nur in Versuchung führen wollte, kann ich so nicht folgen.
Bei Jesus wurde sein "Opfer" für JHWH - der kirchlichen Lehre nach - schließlich durchgezogen, oder nicht? Um uns in der Weise vor Gott JHWH's Zorn zu retten und uns mit ihm zu versöhnen. :?

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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Do 24. Mai 2018, 09:36

Jeshu hat geschrieben:
oTP hat geschrieben:
Satanisten finden im AT Anleitungen für ihre Tötungsrituale. Das halte ich für absoluten Quatsch. Immerhin wurden von den Israeliten nur Tiere geschlachtet. Und Menschenopfer gab es dagegen überall bis Amerika. Menschenopfer für die satanischen Götter gab es allerorten. Die Satanisten machen es auch so. Mit ganz und gar abscheulicher Motivation. Auch um von Satan mehr Macht zu bekommen.


Da wird es aber jetzt brenzlig, oTP, denn sprach nicht Gott JHWH selbst zu Abraham, dass er ihm seinen Sohn Isaak opfert? Aber ein "Engel des Herrn" hielt Abraham dann merkwürdigerweise davon ab. Der Schlussfolgerung, dass Gott JHWH Abraham nur in Versuchung führen wollte, kann ich so nicht folgen.
Bei Jesus wurde sein "Opfer" für JHWH der kirchlichen Lehre nach schließlich durchgezogen, oder nicht?

Durch Jesus war Gott bei uns, unter uns.
Während er ansonsten schmerzlich weit weg ist.

LG
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Wird etwas brenzlig, Jeshu.
Hängt vom Verständnis ab. Jedenfalls kam es durch Abraham nicht zur Einführung von Menschenopfern. Und Tieropfer führen auch nicht zur richtigen Versöhnung und Anbetung.

Ja, Jesus opferte sich auf. Auf göttlicher, höchster Ebene nahm er am Leiden der ganzen Menschheit teil. Er setzte sich voll der Tragik und den Wirrungen, der menschlichen Bosheit aus. Damit änderte er wohl alles. Ich glaube, Satan weiss es genauer als wir, dass dadurch seine Macht genommen ist. Wir Menschen können es nicht völlig verstehen.


Die Gnosis, auf jeden Fall die Inder und Esoteriker glauben ja an Avatare und gottgleiche Menschen, und dass das Jeder einmal werden kann. Davon halte ich gar nichts. Buddha und zum Beispiel Sai Baba, den ich selbst erlebt habe, sind absolut nicht Jesus gleich. Sie haben bestenfalls eine Art Himmel durch eigene Anstengungen erobert. Einen anderen Himmel, den Himmel der Esoteriker.


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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Orpheus » Do 24. Mai 2018, 10:13

Guten Tag onThePad,

du lehnst das Thomas Evangelium zwar ab, möchtest aber dennoch Konkretes wissen oder fragst nach seinem Wert.
Ich schreibe dir meine Meinung dazu:
Das Thomas Evangelium eignet sich nicht zum Missionieren, zum Recht-haben-wollen,nicht zu einer Schrift, an die "man" glauben muss.
Es hat seinen Wert in sich.
Wenn du die Aussprüche von Jesus liest, die das Thomas Evangelium enthält, wird dich vielleicht Manches anwidern, anrätseln,kalt lassen,ansprechen....
Du wirst alles auf deine Weise lesen.
Fühle dich frei,tu dir keinen Zwang an, und lege das Thomas Evangelium getrost beiseite, wenn da für dich nichts Relevantes ist.

Meines Wissens haben gnostische Christinnen und Christen keine Glaubenszwänge ausgeübt.

Gruss
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Do 24. Mai 2018, 11:08

Hallo Orpheus,

Das ist eben nicht gut. Wenn dich das Thomas Evangelium fasziniert, dann hast du konkrete Ansprüche gemäss deiner Bedürfnisse, wie Jesus zu deuten ist.

Du hast übrigens wieder nichts konkretes ausgesagt.

Aber ich bin genügsam. Du hast immerhin angedeutet, dass du die Gnosis gut findest. Dann wäre auch verständlich, warum du meiner Kritik anscheinend ausweicht.

Solltest du fest mit Gnosis oder Esoterk verbunden sein wären deine Antworten sogar ausgewähltes
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Do 24. Mai 2018, 11:08

Hallo Orpheus,

Das ist eben nicht gut. Wenn dich das Thomas Evangelium fasziniert, dann hast du konkrete Ansprüche gemäss deiner Bedürfnisse, wie Jesus zu deuten ist.

Du hast übrigens wieder nichts konkretes ausgesagt.

Aber ich bin genügsam. Du hast immerhin angedeutet, dass du die Gnosis gut findest. Dann wäre auch verständlich, warum du meiner Kritik anscheinend ausweicht.

Solltest du fest mit Gnosis oder Esoterk verbunden sein wären deine Antworten sogar ausgewähltes
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Do 24. Mai 2018, 11:08

Das Handy...
Zuletzt geändert von onThePath am Do 24. Mai 2018, 11:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Do 24. Mai 2018, 11:08

Ist nicht unkompliziert :jump:
Zuletzt geändert von onThePath am Do 24. Mai 2018, 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
Veränderung ist das einzig Bleibende.

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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon onThePath » Do 24. Mai 2018, 11:15

Hallo Orpheus,

Das ist eben nicht gut. Wenn dich das Thomas Evangelium fasziniert, dann hast du konkrete Ansprüche gemäss deiner Bedürfnisse, wie Jesus zu deuten ist.

Du hast übrigens wieder nichts konkretes ausgesagt.

Aber ich bin genügsam. Du hast immerhin angedeutet, dass du die Gnosis gut findest. Dann wäre auch verständlich, warum du meiner Kritik anscheinend ausweicht.

Solltest du fest mit Gnosis oder Esoterk verbunden sein wären deine Antworten sogar ausgewähltes Taktieren. Wenn deine Reaktionen auf meine Darstellungen weltweiter, der Gnosis ähnlicher Strömungen nur aus ignorieren bestehen,
heisst das auch möglicherweise dass du nicht gut informiert bist. Aber dann wäre das Thomas Evangelium dir eigentlich nicht wichtig. Oder analysieren ich etwas falsch ?

Und wenn du über die Gnosis und ihre Ziele gut informiert wärest, könnte ich ja eventuell etwas von dir lernen. Sich mit der Wahrheit an sich unvoreingenommen zu beschäftigen ist eine hohe Absicht.

LG otp
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Re: Pro- und contra z. ausserbiblischen sog. "Thomas-Evangel

Beitragvon Jeshu » Do 24. Mai 2018, 12:43

Columba hat geschrieben:
Orpheus hat geschrieben:... die gnostischen Christinnen und Christen ...


Fragt sich nur, was das ist gnostisches Christentum. Diese beiden "Systeme" sind nicht vereinbar. Ein Gemisch von beiden Richtungen gibt zwar lustige Diskussionen, ist aber weder Gnostik noch Christenzum noch ein Gemisch, sondern im Prinzip ein Etwas ohne Inhalt. Siehe weiter oben, Jeshu wurde von @onThePath einige Male gefragt, was der Mehrwert des Thomas-Evangeliums sein, kam aber praktisch fast nichts - ausser einigen biblischen Parallelen. Wobei man aber noch genauer schauen müsste, ob es tatsächlich Parallelen sind.

Grüsse Columba


Hi Columba!
Das "Christentum" ist für mich bereits ein explosives Gemisch aus Judentum und Gnostik genaugenommen.
Die göttliche Lehre Christi geht auf einem sehr schmalen Weg dazwischen hindurch und touchiert mal dies, mal das. Die Wahrheit liegt bekanntlich oft genau dazwischen.
Aber alles drei trifft sich im Prinzip und letztendlich doch in der reinen Lehre Christi:

Da aber die Pharisäer hörten, wie er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach:
"Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz?"
Jesus aber sprach zu ihm: "Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte." Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist ihm gleich; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten." Matth. 22, 34-40


Mehr müssen wir eigentlich nicht wissen. Der "Mehrwert" im Thomas-Evangelium besteht für mich nun jedoch darin, dass Jesus darin teils Erklärungen abgibt über unsere "Herkunft" aus dem gewaltigen LICHT des Friedens und der Liebe (was Nahtodeserfahrene genau so bestätigt haben) als auch über unsere jetzige materielle Welt, die es in der Form in der Bibel nicht gibt. Für mich gehören diese Verkündigungen teilweise mit zu dem Part, den Jesus im NT einmal umschrieben hat mit "ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr könnt es noch nicht tragen."

LG
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