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Verliere meinen Glauben

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: doro

Re: Verliere meinen Glauben

Beitragvon Hennoch » Di 28. Nov 2017, 11:13

Einen schönen Gruß Ethiker!
Ich bitte dich, ich habe auch nicht immer gleich Zeit zu schreiben.
Ich mußte die Zitate leider drastisch kürzen, da ansonsten der Text zu lang geworden wäre.

Ethiker hat geschrieben:Grüsse dich Hennoch entschuldige die späte Antwort.
Genau das ist doch eine Moralische Betrachtung...



Jede moralische Handlung muß ethisch analysiert werden wie du sagst.
Und man beginnt zuallererst bei sich selbst, das sagt Jesus.

Math 7, 3
Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?

Deswegen, wegen dieser „Analyse“ ist die Liebe, die höchste Form geistigen Vermögens.
Denn sie setzt Verständnis, Einfühlungsvermögen und Urteilsfähigkeit voraus




Ethiker hat geschrieben:Daher entbindet dich der Text aus der Bibel in keiner weise von einer Ethischen Analyse deinerseits.
Ich habe den Eindruck du durchmischt Moralische Werte mit Ethik.


Nein, er entbindet mich natürlich von keiner ethischen Analyse, gerade im Gegenteil.

Eigentlich haben wir Christen drei Säulen zu dieser Analyse.
Jesus bzw die Evangelien, die Logik, was aber eigentlich das gleiche ist und die Praxis, die Realität.

Joh 1, 1
Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.Dieses war im Anfang bei Gott.Alles ist durch das Wort geworden und ohne es wurde nichts, was geworden ist. In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. 5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.


Das „Wort“ als der Logos,die widerspruchsfreie Aussage bzw Rede.



Ethiker hat geschrieben:Ja aber den ethischen Masstab hast du per se nicht. Nein Gut und böse ist nicht einfach so eine Begründung. Wenn du jemanden als einfach böse bezeichnest nimmst du ihm jegliche Legimitation und das recht menschlich zu sein...


Genau, man sollte keinen Menschen schuldig sprechen bzw verurteilen.
An der Entwicklung eines Menschen sind viele andere Menschen beteiligt die einen großen Anteil an seinem jetzigen Zustand haben.
Man müßte um recht Urteilen zu können, bis in die Einzelheiten die gesamte Lebensgeschichte eines Menschen kennen.

Und dann wäre das Ergebnis Freispruch, wie bei Jesus.
Der Herr sagt zu uns sinngemäß, „deine Sünden haben mich ans Kreuz gebracht und ich habe dir vergeben, gehe hin und du es gleich bei deinen Nächsten“
Das ist auch die eine Aufforderung im Vater unser an uns Menschen.
„Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben“

Math 7,1
Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden.

„Der ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“ sagt Jesus dazu.


Dennoch gibt es diesen Grund auf dem die gesamte Erkenntnis aufbaut.
Man kann es gut und böse, sein und nichts, richtig oder falsch usw nennen.
Selbst die Wissenschaft bedient sich dieser beiden Pole, und so könnte man auch jede Handlung auf diese hin zerlegen.
Gut und böse usw sind ja vorerst einmal nur Abstraktionen die erst in der Wirklichkeit, durch Handlungen, konkret werden.

Der ethische Maßstab ist die gelebte Liebe Jesu, der auch seine Feinde liebt.
Der von Herzen gütig und demütig ist, auch zu denen die ihn hassen.
Das ist der schwere Weg.
Das ist der ethische Maßstab, denn das ist die Form die in ihren einzelnen Handlungen das Leben zum blühen bringt
und richtig ist, da sie jeden Einzelnen berücksichtigt.


Ethiker hat geschrieben:genau Jesu hat das ethisch analysiert und das alte Testament neu interpretiert. Da wir nicht ganz genau wissen können was Jesu genau gesagt hat und die ältesten Texte dazu ca. 2000 Jahre alt sind und nicht von Jesus selbst stammen, nimmt uns die Arbeit die Jesu vorgespurt hat niemand ab und wir müssen uns ein Vorbild an ihm nehmen und die Analyse immer und immer wieder durchführen. Sonst könnte es passieren, das wir Menschen unfair behandeln und wie du beschreibst uns obkektiv falsch verhalten.



Bin ich ganz deiner Meinung



Ethiker hat geschrieben:Und genau dieses "über diesen Umstand kann die Kirche auch nicht hinaus" wiedert mich an. Was soll an der gelebten Sexualität (homosexuell oder bei nicht verheiratenten oder jemanden der sich einfach liebt oder auch nur einfach Spass hat, unethisch sein? ....


Einer meiner engsten Freunde lebt mit seinem Freund zusammen.
Ich wäre aber noch nicht auf die Idee gekommen ihn deswegen zu verurteilen, denn wie du sagst, es ist seine private Sache, seine freie Entscheidung und es steht mir auch überhaupt nicht zu, ihn zu verurteilen.
Nicht einmal unterschwellig.

Das Gebot der „Keuschheit“ um das es hier geht, ist keine katholische Erfindung, sondern zieht sich unabhängig davon, mehr oder weniger durch alle Kulturen.
Die Sexualität und deren Beherrschung ist nur ein Aspekt des Lebens um den Menschen wahrhaft zum Menschen zu machen.

Unzucht im Bezug zur Sexualität ist ein Widerspruch zur gegebenen Ordnung.
Die Sexualität beim Menschen ist dann in einer Ordnung, wenn unter anderem ihr Sinn und Zweck der Möglichkeit nach erfüllt wird, denn die Sexualität ist nicht Selbstzweck sondern auf ein höheres Ziel hingeordnet.
Das Ziel beim Menschen in bezug zur Nächstenliebe ist nicht die Triebbefriedigung.
Davon kann zB die Kirche nicht abweichen, würde sie sich ja sonst in einen Widerspruch mit den gegebenen Tatsachen begeben.

Ich denke, im jeweiligen Einzelfall kann man aus gewissen Gründen bzw an Mangel an Einsicht in alle Zusammenhänge, nicht sagen, was an Unzucht unethisch sein soll.
Wenn man aber die Früchte von Unzucht, also einer Sexualität die aus ihrer Ordung herausgenommen wurde, im Allgemeinen betrachtet wie,
bisher Millionen von Abtreibungen mit psychischen Folgen meist ein Leben lang,
Millionen von Toten an Geschlechts- und Viruserkrankungen mit psychischen und körperlichen Folgen, auch für Angehörige und Unschuldige,
sowie all die mit Ehebrüchen einhergehenden Zerstörungen der Familien an deren Angehörige meist auch ein Leben lang leiden,
abgesehen von den sexuellen Verbrechen,
muß man mMn zu dem Schluß kommen, das "Unzucht" unethisch ist.

Wenn man unethisch als das bezeichnet, was das Leben zur Verelendung führt.
Die Sexualität, also das was das Leben schenken soll, tötet es letztendlich, wenn deren Ordnung verlassen wird.

Aber das muß wie schon gesagt, letztendlich jeder für sich selbst entscheiden.

Ethiker hat geschrieben: ...Mit dem Motto verlasse diese Welt ein bisschen besser als du sie angetroffen hast.



Ich würde als Sinn des Lebens jene gelebte Liebe bezeichnen, die den Frieden hervorbringt und denn sich jeder normale Mensch auch wünscht.
Abstrakt gesprochen, wenn aus Getrennten eine Einheit wird, diese Arbeit ist es, die dem Leben den höchstmöglichen Sinn verleiht.
Es gibt wie ich denke und was ich von wissenschaftlichen Forschungen weiß, keine größerer Freude, als wenn ein Mensch eine sinn und friedensstiftente, also liebevolle Beziehung zu seinen Mitmenschen schafft.



Ethiker hat geschrieben:.... Dies gilt für alles im Leben. Wenn die Vorstellungen des Lebens oder eines Teils des Lebens zu weit auseinander sind (Fleischliebhaber mit Veganer oder Kontaktfreudiger Partytiger mit zurückgezogenem Haushüter oder Sportbegeisteter Martatonfan mit Sportmuffel) Kann dies zu einer sehr unglücklichen Ehe füren und Kinder werden ev. in einer unglücklichen Ehe dauerhaft und fürs Leben schädigen. Daher muss man am besten vor der Ehe herausfinden ob man Zusammenpasst und dies in allen Bereichen auch die Sexualität gehört zum Leben. Verteufle es nicht ebvor du dies ethisch analysiert hast und zwar für dich im Einbezug anderer Menschen mit anderen Bedürfnissen.

Liebe Grüsse Ethiker

Daher



Ich denke,
in einer Gesellschaft in der die einzelnen Menschen zu Objekten ihrer Spaßsucht werden, wird früher oder später
jede tiefere Bindung zugunsten dieser Sucht aufgegeben.
Kurz, der Mensch wird durch seinen Egoismus liebesunfähig.
Die heute hemmungslos gelebte Sexualität ist ein Zeichen für eine rücksichtslose Spaßgesellschaft.
Zurück bleiben depressive Individuen denen das Leben zwischen den Fingern zerronnen ist und die vor der geplatzten Illusionsblase stehen, die ihnen suggeriert hat,
mehr zu sein umso mehr sie konsumieren.
Leider trifft es dabei emeist die Schwächsten, die Kinder, die vor einen Trümmerhaufen einer Beziehung ihrer sogenannten erwachsenen Eltern stehen.

Liebe ist in seinem Akt auch die Selbstaufgabe zum Wohle des anderen.
Dankbarkeit und Verzicht ist der Schlüssel zur Zufriedenheit.
Eine Ehe gelingt nicht dann umso besser, je raffinierter man denn anderen zum Objekt seiner Interessen und Begierden macht.

Liebe ist im Idealfall, vernunftbegabt, nach besten Wissen und Gewissen, zum Wohle aller und jedes Einzelnen zu handeln.
Sich sexuell „durchzutesten“ verringert eher die Chancen auf eine nachher gelingende, von Liebe und Vertrauen getragenen, lebenslangen Gemeinschaft,
denn Liebe ist dem Egoismus entgegengesetzt.

Mit besten Grüßen
Hennoch
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Re: Verliere meinen Glauben

Beitragvon onThePath » Mi 29. Nov 2017, 12:29

Hennoch,

Kann ich bejahen.

Kann man noch etwas genauer betrachten ?
Etwa, dass Sex in der Ehe auch eine gegenseitige sinnliche Bedürfnisbefriedigung ist. Eine derartige, die die Bindung der Eheleute vertieft ?
Wie würdest du das darstellen ?

Das Testen der Sexualität vor der Ehe halte ich auch für ein schwaches Argument. Zumal wenn man wie es oft geschieht wieder auseinander geht. Das Vergnügen ist der oftmalige einzige wahre Grund und das ist verantwortungslos und letztlich unethisch. Möglicherweise stiftet es mehr Schaden als Nutzen.

Und wie gehe ich als Mann mit Frauen um wenn meine Motivation darauf aus ist bindungslos Sex haben zu wollen ? So entstehen keine Beziehungen reiner Nächstenliebe sondern es mischt sich da mal mehr mal weniger der pure Egoismus dazu.

Freie Sexualität vor der Ehe macht nicht frei sondern triebgesteuert. Und anfällig für Ehebruch. Auf jeden Fall gefährdet man so seine moralisch sexuelle Festigkeit und Bindungsfähigkeit.

LG otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Verliere meinen Glauben

Beitragvon Hennoch » Mi 29. Nov 2017, 15:40

Grüß dich onThePath

onThePath hat geschrieben:Kann man noch etwas genauer betrachten ?
Etwa, dass Sex in der Ehe auch eine gegenseitige sinnliche Bedürfnisbefriedigung ist. Eine derartige, die die Bindung der Eheleute vertieft ?
Wie würdest du das darstellen ?


Das würde ich auch so sehen.
Die Sexualität kann, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind, auch eine Quelle der Freude sein und wie du schreibst die Bindung der Eheleute noch weiter vertiefen.

onThePath hat geschrieben:Das Testen der Sexualität vor der Ehe halte ich auch für ein schwaches Argument. Zumal wenn man wie es oft geschieht wieder auseinander geht. Das Vergnügen ist der oftmalige einzige wahre Grund und das ist verantwortungslos und letztlich unethisch. Möglicherweise stiftet es mehr Schaden als Nutzen.


Wenn die Triebbefriedigung bei Menschen eine so große Rolle spielt, dass dies die Ursache für das Scheitern einer Beziehung ist, dann ist für diese Menschen eine lebenslange Beziehung schon von vornherein annähernd unmöglich.
Beziehungen gelingen nicht weil der Sex so gut ist, sondern weil die gegenseitige Bereitschaft sich für den anderen aufzuopfern und zum Wohle des andern da zu sein, vorhanden ist.
Es geht hierbei viel mehr um ideelle Werte wie Liebe, Treue, Verständnis usw


onThePath hat geschrieben:Und wie gehe ich als Mann mit Frauen um wenn meine Motivation darauf aus ist bindungslos Sex haben zu wollen ? So entstehen keine Beziehungen reiner Nächstenliebe sondern es mischt sich da mal mehr mal weniger der pure Egoismus dazu.


Erst durch die Beherrschung seiner Triebe wird der Mensch wahrhaft ein Mensch und umgekehrt, entmenschlicht sich selbst, nimmt sich selbst seine Würde, dort wo er seine Triebe ungehemmt auslebt.

onThePath hat geschrieben:Freie Sexualität vor der Ehe macht nicht frei sondern triebgesteuert. Und anfällig für Ehebruch. Auf jeden Fall gefährdet man so seine moralisch sexuelle Festigkeit und Bindungsfähigkeit.


Genau,
Jesus hat hierfür wunderbar die Axt an die Wurzel gelegt, wenn er sagt:

„Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen“

Wenn Jesus uns zeigt dass schon die Gedanken die Grundlage für die Sünden sind, dann wissen wir ja wo wir anzusetzen haben, dass es gar nicht soweit kommt.

Mit besten Grüßen
Hennoch
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