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Christen ohne Gemeinde

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » So 29. Apr 2018, 09:47

Mariette M. hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:die Gemeinde/das Gemeindeleben (das ja mehrheitlich nicht mehr ist als ein Freizeitclub - ich weiss harte Worte, aber so meine Erfahrung)


Das ist schade, dass Du nur solche Erfahrungen kennst.

Ich erlebe es halt - zu meinem Glück - sehr anders.
Die Gemeinde ist für mich Rückhalt, Bestärkung, Trost, Aufrichten... und oft auch nur die PURE Freude, dass ich dort sein darf, dass ich nicht anonym, sondern geliebt und geschätzt bin, dass ich meinen Beitrag (Spenden, Aufräumen, Essen bringen, Chorgesang) leisten darf, damit die Gemeinde für viele Heimat wird.

Und - in meinem Fall - die Gemeinde ist der Ort, wo ich die Fülle des Lebens in der Kommunion erfahre.

Bin ich nur so privilegiert?
Lg Mary

Nein, das bist Du sicherlich nicht! Ich war ja auch viele Jahre in einer (meiner) Gemeinde, wo ich sehr viel 'miteingebracht' habe: Kassier, Buchhaltung, Organisationsarbeiten (Seminare, Hotelreservationen etc), Essen kochen, Putzdienst u.v.m. (quasi die ganze Palette von unten bis oben..;) ) und mich auch wohlgefühlt habe.
LG lionne
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon bigbird » Fr 4. Mai 2018, 09:58

lionne hat geschrieben:Dann kenne ich ja auch Menschen, die gehen schon jahrelang jeden Sonntag in den GoDi, jede Woche in den Hauskreis , aber da frage ich mich dann schon: zwischen Theorie und Praxis klafft eine grosse Lücke! :mrgreen:
LG lionne

Liebe lionne
Mir ist nicht klar, warum und wo du eine Lücke siehst, denn du schreibst nix davon. Und rein nur davon, jeden Sonntag in den GD zu gehen und regelmässig den Hauskreis zu besuchen besteht ja keine Lücke. :?:

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Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Rattenfreundin » Do 31. Mai 2018, 17:21

Ich war bis vor ein paar Monaten auch ohne Gemeinde, ohne Gottesdienste und ohne andere Christen.

Die Gemeinde hat mich sehr verändert (im Positiven). Auch mein Glauben wurde gestärkt. Ich kann mich jetzt offen als Christ outen und auch Leute in die Gemeinde einladen. Vorher war mir mein Glaube peinlich, ich hatte zu viele negative Erfahrungen gemacht, habe mich lieber versteckt als Christ.

Natürlich weiß ich jetzt auch mehr über Jesus, die Bibel und das Christentum. Also ich möchte die Gemeinde nicht mehr missen.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Do 31. Mai 2018, 18:05

bigbird hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Dann kenne ich ja auch Menschen, die gehen schon jahrelang jeden Sonntag in den GoDi, jede Woche in den Hauskreis , aber da frage ich mich dann schon: zwischen Theorie und Praxis klafft eine grosse Lücke! :mrgreen:
LG lionne

Liebe lionne
Mir ist nicht klar, warum und wo du eine Lücke siehst, denn du schreibst nix davon. Und rein nur davon, jeden Sonntag in den GD zu gehen und regelmässig den Hauskreis zu besuchen besteht ja keine Lücke. :?:

Das ist so gemeint: Da gibt es Leute, die gehen jahrein jahraus (jahrzehntelang) in den GoDi, in den Hauskreis... Wenn man aber dann deren Leben/Lebenstil etc. sieht/anschaut, dann, na dann..... (Ausserehelichen Sex, Sucht, u.s.w.)
Also: Zwischen Theorie (Lehre) und Praxis (gelebtes Leben) klafft da eine grosse Lücke! :mrgreen:
Gruss lionne
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mo 4. Jun 2018, 12:07

Lionne hat geschrieben:Das ist so gemeint: Da gibt es Leute, die gehen jahrein jahraus (jahrzehntelang) in den GoDi, in den Hauskreis... Wenn man aber dann deren Leben/Lebenstil etc. sieht/anschaut, dann, na dann..... (Ausserehelichen Sex, Sucht, u.s.w.)
Also: Zwischen Theorie (Lehre) und Praxis (gelebtes Leben) klafft da eine grosse Lücke! :mrgreen:
Gruss lionne


Liebe Lionne,

Auch diesen Frühling waren Seabird und ich wieder im Südtirol. Bei der Stadtbesichtigung von Bozen an jenem recht heissen Frühlingstag suchten wir in einer Kirche Abkühlung. Da war am Anschlag zu lesen:

Fehler sind wie Berge.
Man steht auf dem Gipfel seiner eigenen
und redet über die der Anderen.


Da dachte ich, diesen Spruch will ich in der Gemeinde aufhängen.
Habe dann etwas nachgedacht --- Oh wie, oh wei !! Das sind ja genau die Gedanken die man auf dem Gipfel hat.

Nüüt für unguet!

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Di 5. Jun 2018, 12:31

Ja, ja, das ist halt so eine Sache!!! :mrgreen:
>>> Die menschliche Natur!
Keiner ist hier auf Erden fehlerfrei und keiner kann/soll sich über den anderen überheben, ist schon klar! :roll:
Aber wenn Gemeindemitglieder und sogar Gemeindeleiter notorisch lügen (manipulieren) und sogar in 'Gelddingen' andere (ganz) offensichtlich aufs Kreuz legen, dann ist bei mir dann wirklich Schluss! Da frage ich mich dann schon, wie diese/solche (Gemeindeleiter) jeden Sonntag vor die Gemeinde treten und ihre (schön verfasste) Predigt abhalten können...
(Empfehle mal in der Bibel nachzulesen betreffend "Eigenschaften eines Gemeindeleiters" (hab jetzt die Stelle(n) nicht gerade zur Hand...).
Da gibt es halt eine mega grosse Lücke zwischen Theorie und Praxis. :mrgreen:
LG lionne
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Di 5. Jun 2018, 13:07

Liebe Lionne,

dass es hin und wieder im Christenleben krasse Lücken gibt zwischen Theorie und Praxis ist mir schmerzlich klar. Es stellen sich halt Fragen wie:

- Haben diese Lücken etwas mit meinem Leben zu tun? Wenn nicht, dann überlassen wir diese Christen Gott, dem Einzigen der in der Lage ist gerecht zu richten.

- Bieten mir diese lückenhaften Christen einen Vorwand um mich nicht in einer Gemeinde zu engagieren?

- Wieviele und welche Lücken gibt es in meinem Leben als Christ? Inwiefern stimmen meine Worte mit meinem Leben überein?

Wenn wir zu schnell davon reden, dass alle Menschen ihre Fehler haben, dann könnten wir uns eventuell selbst betrügen, indem wir vergessen vor der eigenen Haustüre zu wischen.


Es Grüessli
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Di 5. Jun 2018, 13:40

Du schneidest nun da ganz viele Fragen an, denen ich durchaus (ausführlich) antworten könnte/wollte, aber das führt (erfahrungsgemäss) in eine Endlos-Diskussion und das ist ja nicht der Zweck diese Forums. ;)
(Wenn es denn sein soll, ich bin bereit! ;) )
Du fragst, ob diese "Lücken" etwas mit meinem Leben zu tun haben?
Ja, haben sie, ohne weiter auf das Thema eingehen zu wollen (Es geht hier um Manipulation/Lüge/finanziellen Schaden - auf gut deutsch um "Verarsche".)

Ich war ein sehr engagierter Mensch/Christ in meiner seinerzeitigen Gemeinde! Meine dort gemachten Erfahrungen hindern mich aber nicht an einem weiteren (>>> anderen) Engagement für die Gemeinde Christi!
Die Frage
"Wieviele und welche Lücken gibt es in meinem Leben als Christ? Inwiefern stimmen meine Worte mit meinem Leben überein?"
reiche ich gerne an alle Forenteilnehmer weiter; ich persönlich sage dazu, dass ich mir durchaus meiner Mängel bewusst bin und eben daran arbeite, noch näher an das Bild heranzuwachsen, das uns Jesus vorgelebt hat.
Es versteht sich von selbst, dass ich all diese Menschen Gott (bewusst) überlasse; ER ist da zuständig..... ;) - nicht ich kleines Würstchen ohne Uebersicht der ganzen Lage!
LG lionne
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Di 20. Nov 2018, 09:41

Mit dem in einem anderen Strang geposteten Zitat:

"Ein Leben als mündiger und lebendiger Christ ohne Gemeinde ist unmöglich und völlig sinnlos." Michael Herbst

bin ich absolut nicht einverstanden!
Will der Autor allen Christen (Solo-Christen), die keiner Gemeinde angehören, unterstellen/suggerieren, ein sinnloses Leben zu führen! :roll:
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon onThePath » Di 20. Nov 2018, 10:39

Ich und meine Frau, wir sind ja seit Langem gemeindelos. Das hat verschiedene Gründe. Ich vermisse eigentlich auch nichts. Brauche auch keine Gleichgesinnten um mich herum. Eigentlich ist mir sogar mehr "Gruppenzwang" in Erinnerung und weniger sinnvolle Gemeinschaft.

Erst als sich bei uns ein stabiler Hauskreis, sogar für mehr als zwei Jahre bildete, erlebte ich christliche Gemeinschaft in Fülle.

Deshalb traue ich Hauszellen mehr zu, sinnvolle christliche Gemeinschaft zu verwirklichen.

LG, otp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Gnu » Di 20. Nov 2018, 10:57

lionne hat geschrieben:Mit dem in einem anderen Strang geposteten Zitat:

"Ein Leben als mündiger und lebendiger Christ ohne Gemeinde ist unmöglich und völlig sinnlos." Michael Herbst

bin ich absolut nicht einverstanden!
Will der Autor allen Christen (Solo-Christen), die keiner Gemeinde angehören, unterstellen/suggerieren, ein sinnloses Leben zu führen! :roll:
LG lionne

Genauso wie du habe auch ich das Zitat empfunden. Beim Überlegen eines Gegenzitats kam mir in den Sinn, dass die Gemeinde, die sich ja als Braut auf den Messias vorbereiten sollte, andernorts auf die Beziehung der Ehefrau zu ihrem Ehemann gesehen wird und so landete ich bei 1 Kor. 11,11.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon jesher » Di 20. Nov 2018, 12:12

onThePath hat geschrieben:Ich und meine Frau, wir sind ja seit Langem gemeindelos.
Ihr seid "gemeindelos" aber offensichtlich nicht völlig isoliert unterwegs. Um den Austausch mit und die notwendige Korrektur durch Geschwister im Glauben geht es. Ob man die Hauszelle nun so nennt oder es als das sieht was es ist, eine verbindliche Versammlung von Christen, ist aus meiner Sicht unerheblich.

Christen die sich vom Leib Christi lösen und sich isolieren, tun sich nichts gutes. Da gibt es auch in der Bibel keine gegenteiligen Aussagen.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Do 12. Sep 2019, 08:19

Pro und Kontra
Kann man ohne Gemeinde Christ sein?
Wetzlar (idea) – Das Christentum war von Anfang an eine Gemeinschaftsreligion. Doch viele Gemeinden in Deutschland leiden unter Mitgliederschwund. Die beiden grossen Kirchen werden bis zum Jahr 2060 fast die Hälfte ihrer Kirchenmitglieder verlieren. Dann werden nach einer Studie der Universität Freiburg nur noch 22,7 Millionen Menschen zur evangelischen oder katholischen Kirche gehören. Diesen Trend nahm die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) zum Anlass, in ihrer Serie "Pro und Kontra" zu fragen: "Kann man Christ sein, ohne einer Gemeinde anzugehören?".
Kaum Zeit für eine Gemeinde
Dass dies möglich ist, davon ist der stellvertretende Chefredakteur von „BILD“, Daniel Böcking (Berlin), überzeugt: „Ich gehe nur selten in dieselbe Kirche und nenne mich dennoch Christ.“ Seitdem er vor sechs Jahren bewusst Christ geworden sei, habe ihm deshalb „noch nie jemand das Christsein abgesprochen“. An jedem zweiten Wochenende sei er irgendwo in Deutschland unterwegs, um von seiner Umkehr und den Folgen zu berichten. Weil dienstliche Termine hinzukämen, habe er „kaum Zeit, wirklich aktiver Teil einer Gemeinde zu sein“. Stattdessen treffe er sich mit Christen im kleinen Kreis, um zu fragen und zu lernen, chatte mit Christen auf WhatsApp und Facebook, höre Predigten von drei Berliner Gemeinden als Podcasts. Böcking: „Meine Gemeinde sind Glaubensgeschwister, wo immer ich ihnen begegne.“ In einer Ortsgemeinde Mitglied zu sein, sei ein Geschenk, aber keine Voraussetzung für das Christsein.
Die Bibel kennt kein Christsein ohne Gemeinde
Anderer Meinung ist der Pfarrer der Evangelischen Personalkirchengemeinde Nord-Ost in Frankfurt am Main, Andreas Hannemann, der auch als Vorsitzender der Evangelischen Allianz in der Mainmetropole amtiert. Zur Begründung verweist er auf die Bibel. Ihr zufolge spiele sich Glaube immer in der gelebten Gemeinschaft ab. Von Anfang an hätten sich die Christen getroffen, um Gemeinschaft zu haben, miteinander auf Gottes Wort zu hören, Abendmahl zu feiern und zu beten. Hannemann räumt ein, dass es Ausnahmen geben könne, etwa bei verfolgten Christen, bettlägerigen Patienten oder Gehbehinderten. Wenn sie keine Gemeinde aufsuchen könnten, schenke Gott „dennoch das Wunder, dass der Glaube erhalten bleibt“. Doch für den Geistlichen steht fest: „Falsch wird es, wenn Christen diese Ausnahme zum Regelfall erklären.“ Er verweist auf Untersuchungen, nach denen in den letzten Jahren weltweit der Gottesdienstbesuch um bis zu 40 Prozent zurückgegangen sei. Deshalb sei es nötig, "mutig vom Segen gelebter christlicher Gemeinschaft zu sprechen".
Quelle: https://www.idea.de/glaube/detail/kann- ... s+Beistand
Diese Frage taucht immer wieder auf! Die Meinungen dazu sind auch vielfältig!
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Leuchte » Mi 18. Sep 2019, 14:45

Was ist der Unterschied eines Hauskreises zu einer Gemeinde? Warum wird das erste bevorzugt und das letzte abgelehnt?
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Thelonious » Mi 18. Sep 2019, 14:49

Unterschied? Das eine ergänzt das andere, liebe Leuchte. D.h. im Idealfall ist die Hauskreisgemeinde ein fester Bestandteil der Gemeinde.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Leuchte » Mi 18. Sep 2019, 14:55

Sehe ich auch so, Thelonious, nur wird von manchen nur noch der kleine (Haus-) Kreis besucht.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Thelonious » Mi 18. Sep 2019, 15:15

Leuchte hat geschrieben:Sehe ich auch so, Thelonious, nur wird von manchen nur noch der kleine (Haus-) Kreis besucht.


Da gebe ich Dir allerdings auch recht, liebe Leuchte. Analog lief es auch bei mir: meine Frau und ich leiten seit sehr vielen Jahren einen Hauskreis. Ursprünglich resultierte dieser aus einer Gemeinde. Wir verließen diese wegen Problemen mit der (damaligen) theoligischen Ausrichtung. Seit dem gehen alle Hauskreismitglieder in unterschiedliche Gemeinden. Das ist wahrlich alles andere als toll. Wir sind aber froh, dass wir uns als Hauskreis haben.

Ich sehe aber auch die andere Seite der Medaille. Seitdem "kochen wir im eigenen Saft", d.h. haben kaum neue Hauskreismitglieder hinzu bekommen. Das wäre mit Sicherheit anders, wenn wir noch Teil der ursprünglichen Gemeinde wären. Oftmals ist der Hauskreis eben auch zu sehr die "Kuschelecke". Ich würde mir absolut (insbesondere als Herausforderung) eine andere Durchmischung wünschen.

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Leuchte » Mi 18. Sep 2019, 21:30

Als ich mich in einer Adventgemeinde vor etwa 15 Jahren taufen ließ, fing ich sehr intensiv mit dem Bibelstudium an. Da ich sehr analytisch, kritisch und voller Eifer war, war ich schnell in einen Konflikt mit ein paar Glaubenspunkten geraten. Allerdings verstand ich zugleich, dass die Glaubenspunkte nicht alle gleich grosse Gewichtung besaßen, und einige gaben mir nicht den Anlass, die Gemeinde verlassen zu müssen. Ich blieb in der Gemeinde, diente dort, und forschte weiter in der Bibel. Ich kenne einige, die wegen irgendeinem Murks die Notwendigkeit sahen, zu spalten oder zu gehen. Das Ende davon war nie gut.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Nachteule » Do 19. Sep 2019, 11:00

Thelonious hat geschrieben:
Leuchte hat geschrieben:Sehe ich auch so, Thelonious, nur wird von manchen nur noch der kleine (Haus-) Kreis besucht.


Da gebe ich Dir allerdings auch recht, liebe Leuchte. Analog lief es auch bei mir: meine Frau und ich leiten seit sehr vielen Jahren einen Hauskreis. Ursprünglich resultierte dieser aus einer Gemeinde. Wir verließen diese wegen Problemen mit der (damaligen) theoligischen Ausrichtung. Seit dem gehen alle Hauskreismitglieder in unterschiedliche Gemeinden. Das ist wahrlich alles andere als toll. Wir sind aber froh, dass wir uns als Hauskreis haben.

Ich sehe aber auch die andere Seite der Medaille. Seitdem "kochen wir im eigenen Saft", d.h. haben kaum neue Hauskreismitglieder hinzu bekommen. Das wäre mit Sicherheit anders, wenn wir noch Teil der ursprünglichen Gemeinde wären. Oftmals ist der Hauskreis eben auch zu sehr die "Kuschelecke". Ich würde mir absolut (insbesondere als Herausforderung) eine andere Durchmischung wünschen.


Ein "gemeindeloser" Hauskreis ist natürlich schon speziell; das erinnert dann schon fast an das Konzept der "Hauskirchen".

Ein Hauskreis ganz ohne Gemeinde wäre mir zu wenig. Aber klar: Wenn man eine gewachsene Gruppe ist, deren Teilnehmer miteinander harmonieren, dann will man sich nicht trennen, nur weil es die Gemeinde nicht mehr gibt. Gründet doch einfach eine eigene Gemeinde..! :-D

Bei mir ist die Situation vielleicht auch etwas "ungewöhnlich", denn ich besuche zur Zeit zwei Hauskreise unterschiedlicher Gemeinden, von denen ich nur in einer Mitglied bin. In den Hauskreis der Gemeinde, in der ich kein Mitglied bin, kam ich über den Alphakurs, den ich bei dieser Gemeinde gemacht hatte, als ich selber noch in keiner Gemeinde war. (Interessanterweise sind die meisten Teilnehmer dieses Hauskreises in anderen Gemeinden, so dass ich dort in dieser Hinsicht kein "Spezialfall" bin.)

Ganz "im eigenen Saft" schmoren diese beiden Hauskreise durch ihre Gemeindeanbindung allerdings nicht.
»Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter
dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.
«

(Apostelgeschichte 4,12)
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Leuchte » Do 19. Sep 2019, 12:40

Nach meinem Verständnis erfüllt eine "Hauskirche" dann die Funktion der christlichen biblischen Gemeinde, wenn sie mindestens öffentlich sichtbar und zugänglich wird, damit zu jeder Zeit eines regelmäßigen Gottesdienstes jeder beliebige Besucher herein darf. Eine geschlossene Gruppe erfüllt diese Bedingung nicht, ein Christ allein in solcher Gruppe erfüllt seine Aufgabe als Glied des Leibes Jesu auch nicht.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Helmuth » Fr 20. Sep 2019, 09:28

Leuchte hat geschrieben:Nach meinem Verständnis erfüllt eine "Hauskirche" dann die Funktion der christlichen biblischen Gemeinde, wenn sie mindestens öffentlich sichtbar und zugänglich wird, damit zu jeder Zeit eines regelmäßigen Gottesdienstes jeder beliebige Besucher herein darf. Eine geschlossene Gruppe erfüllt diese Bedingung nicht, ein Christ allein in solcher Gruppe erfüllt seine Aufgabe als Glied des Leibes Jesu auch nicht.

Was immer jeder denkt, es gilt für mich dieser Grundsatz:
Mt 18,20 hat geschrieben:Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.

Ich denke nur das reine Solochristentum ist unbiblisch, d.h. wenn sich jemand so abschottet, aus welchen Gründen auch immer, indem er nur mehr noch mit Ungläubigen verkehrt bzw. ihm es völlig gleich ist, ob der andere Christ und damit Bruder ist.

Und ich kenne auch sog. "Chrsiten" die in etwa so reden:; Die Predigt in der Kirche ist mir egal, aber es gibt danach den Stammtisch im Wirtshaus.
Herzliche Grüße
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Lazar » Fr 20. Sep 2019, 14:19

Helmuth hat geschrieben:Was immer jeder denkt, es gilt für mich dieser Grundsatz:
Mt 18,20 hat geschrieben:Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.

Ich denke nur das reine Solochristentum ist unbiblisch, d.h. wenn sich jemand so abschottet, aus welchen Gründen auch immer, indem er nur mehr noch mit Ungläubigen verkehrt bzw. ihm es völlig gleich ist, ob der andere Christ und damit Bruder ist.

Hi Helmut!
Rein theoretisch wäre ich nach dieser Einteilung dann "gerade noch Christ", denn ich habe wenigstens zwei gute Freunde, die wirklich an Christus glauben und mit denen ich mich über Ihn austauschen kann.
Aber ich weiß genau, in den Augen der meisten "üblichen" Christen bin ich kein richtiger Christ, weil ich weder der Bibel, noch den gängigen Kirchen-Lehren vertraue, noch deshalb zu einer Gemeinde gehöre, noch einen Hauskreis besuche. Diesen Part erfüllt allein Ihr in meinem Leben, hier mehr "virtuell" auf dem Forum, denn es ist mir natürlich ein sehr starkes Bedürfnis mit Christen über unseren Herrn zu sprechen und dafür bin ich trotz hitzigster Diskussionen mit Euch sehr dankbar.

Denn ich besitze gar nicht die Möglichkeit mich einer Kirche in irgendeiner Form anzuschließen. Erstens, weil ich aus Enttäuschung über sie ausgetreten bin (bin rk), und zweitens, weil ich eh nichts als eine neue Christus' Reformation mit hineinbringen würde - und die ist von der Kirche und vielen bereits bestehenden Christen sicher nicht gewollt.

Doch "die Kirche" wird um weitere größere Wandlungen nicht herumkommen. So, wie sie in ihren veralteteten und teils äußerst christusfernen Strukturen besteht, fürchte ich, wird sie eines Tages ihren eigenen Untergang einläuten.

Herzliche Grüße
Eleazar
"... wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen."
Matthäus 18, 19-20
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Helmuth » Sa 21. Sep 2019, 09:30

Lazar hat geschrieben:Denn ich besitze gar nicht die Möglichkeit mich einer Kirche in irgendeiner Form anzuschließen.

Der Leib ist in erster Linie ein Organismus und nicht nur eine Organisation, der durch persönliche Beziehungen aufgebaut wird, wie auch jede natürliche Familie. Was nützt es z.B. einen bestimmten Familiennamen zu tragen ohne die engsten Familenmitglieder zu kennen?

Wer also den Familiennnahmen „Kind Gottes“ trägt, dann aber keine durch den Heiligen Geist gebildete Beziehung zu seinen Familienmitgliedern hat, zu welcher Familie soll der bitte gehören?

Lazar hat geschrieben:Erstens, weil ich aus Enttäuschung über sie ausgetreten bin (bin rk), und zweitens, weil ich eh nichts als eine neue Christus' Reformation mit hineinbringen würde - und die ist von der Kirche und vielen bereits bestehenden Christen sicher nicht gewollt.

Haben wir damit nicht dein Probelm analysiert? Nicht der Heilige Geist soll dich formen, du willst, dass der Heilige Geist dir die Welt zurechtbiegt? Damit boykottiert man ihn aber.

Von der RK enttäuscht zu sein kann ich nachvollziehen, geht mir nichts anders. Mittlerweile kenne ich mehrere 100 andere Menschen, viele davon Ex-RK (mich eingeschlossen), aber danach wiedergeboren in Christus. Das waren sie in der RK nicht, das ist richtig. Ich bin übrigens mit 24 ausgetreten, damals war ich noch gar kein Christ.

Ich lasse es aber nicht als Ausrede gelten, nur weil die RK Mist baut. Das tut sie schon seit dem 2. Jh. Soll mich das heute berühren? Mittlerweile habe ich auch solche kennengelernt, die weiter in der RKK verbleiben, die ich aber dennoch zu meinen Geschwistern zählen darf.

Der Heilige Geist trägt das Evangelium von Generation zu Generation weiter. Viellecht nur zu 3% aller wiedergeborener Christen durch die großen Amtskirchen, dafür zu 97% durch alle anderen wiedergeborenen Jünger.

Von denen kaum einen zu kennen ist ein Fehler, mir stattdessen eine Milliarde Wischi-Waschi-Katholiken entgegenzuhalten ein noch größerer. Dann schließ dich den anderen 97% an. Jedenfalls habe ich das so getan.

Wichtig ist eine intakte Beziehung zu denen, man muss deswegen nicht zwingend einer Organisation angehören. Viele scheuen den Kontakt, weil sie meinen, man wäre denen dann schnell auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Lazer, stimmt etwas, von dem ich hier rede oder liege ich komplett falsch?

Lazar hat geschrieben:Doch "die Kirche" wird um weitere größere Wandlungen nicht herumkommen.

Von außen hast du kein Jod mitzureden. Während sich eine Kirchengemeinschaft weiterentwickeln kann, ändert das an dir gar nichts.
Herzliche Grüße
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mo 23. Sep 2019, 09:50

Hallo Helmuth,

du schreibst:

Helmuth hat geschrieben:Der Leib ist in erster Linie ein Organismus und nicht nur eine Organisation, der durch persönliche Beziehungen aufgebaut wird, wie auch jede natürliche Familie. Was nützt es z.B. einen bestimmten Familiennamen zu tragen ohne die engsten Familenmitglieder zu kennen?


Das klingt ziemlich einleuchtend. Folgedessen wären Christen welche jeweils am Sonntag regelmässig in einer grossen Kirche oder Freikirche den Gottesdienst besuchen, eigentlich auch ohne Gemeinde. Denn in Grosskirchen geht es ja völlig anonym zu und her. Man schart sich um eine Predigt und geht dann wieder nach Hause.

Der Vergleich mit einer Familie hat etwas an sich:
- In einer gesunden Familie kennt man einander, auch die Fehler von einander.
- In einer gesunden Familie gibt es Eltern die über die Kinder wachen.
- In einer gesunden Familie gibt es auf die Person zugeschnittene Unterweisung.
- In der Familie reibt man sich aneinander
- In der Familie wird man ermutigt und motiviert
- In der Familie gibt es Vorbilder die anspornen
- In der Familie wächst man heran
- In der Familie wird der Charakter gebildet
- In der Familie versündigt man sich aneinander
- In einer gesunden Familie vergibt man einander
- Die Familie ist ein Übungsfeld, wo Fehler erlaubt sind.
- .... usw.

So weit habe ich einmal ein Wachstumsfeld grob abgesteckt. Dies alles braucht ein Christ um geistlich und auch in seiner Persönlichkeit zu wachsen. Fehlt ihm ein solches Umfeld, dann geschieht wenig Wachstum. Ein solcher Christ läuft Gefahr zu verkümmern.

Freundlicher Gruss
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Mo 23. Sep 2019, 10:10

firebird hat geschrieben:Man schart sich um eine Predigt und geht dann wieder nach Hause.

Das beschränkt sich nicht nur auf die 'Grosskirchen'.... ;) so geht es auch in vielen kleinen Gemeinden zu....
Wenn es hochkommt, sitzt man im Anschluss an den GoDi noch bei 'Kaffee und Kuchen' (oder sonst was...) zusammen. So manche(r) spart sich dadurch das Mittagessen... ;) :oops:
Der Unterschied zu einem x beliebigen (Freizeit-)Club ist wirklich nicht gross.... :mrgreen:
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mo 23. Sep 2019, 13:35

lionne hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Man schart sich um eine Predigt und geht dann wieder nach Hause.

Das beschränkt sich nicht nur auf die 'Grosskirchen'.... ;) so geht es auch in vielen kleinen Gemeinden zu....
Wenn es hochkommt, sitzt man im Anschluss an den GoDi noch bei 'Kaffee und Kuchen' (oder sonst was...) zusammen. So manche(r) spart sich dadurch das Mittagessen... ;) :oops:
Der Unterschied zu einem x beliebigen (Freizeit-)Club ist wirklich nicht gross.... :mrgreen:
LG lionne



Hallo Lionne, Hallo ihr Leser,

ja das ist leider so. So etwas nenne ich auch nicht Gemeindeanschluss. Nur, es kann keine Lösung sein, dass man deshalb gar keine Gemeinde mehr besucht. Eine gut auf die Bibel fundierte Predigt sowie Gespräche bei Kaffee und Kuchen sind schon immerhin etwas.

In manchen Gemeinden gibt es Hausbibelkreise, Kleingruppen oder wie immer das genannt wird. Da kommt man schon mehr auf Tuchfühlung miteinander. Gemeinsam erlebt man schöne Zeiten, aber es gibt auch sehr herausfordernde Zeiten.

Freundlicher Gruss
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Leuchte » Mo 23. Sep 2019, 14:41

Eine Gemeinde besteht aus Menschen. Erwartet man "familiäre" Verhältnisse wie oben aufgezählt, sollte man als erstes mit einem guten Beispiel vorangehen. Findest du niemand einen solchen, dann sei der erste! Nicht nur konsumieren, sondern auch investieren.
Es ist etwas Großes: An Gräbern stehen und doch froh bleiben.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon kingschild » Mo 23. Sep 2019, 15:06

firebird hat geschrieben: Nur, es kann keine Lösung sein, dass man deshalb gar keine Gemeinde mehr besucht. Eine gut auf die Bibel fundierte Predigt sowie Gespräche bei Kaffee und Kuchen sind schon immerhin etwas.

In manchen Gemeinden gibt es Hausbibelkreise, Kleingruppen oder wie immer das genannt wird. Da kommt man schon mehr auf Tuchfühlung miteinander. Gemeinsam erlebt man schöne Zeiten, aber es gibt auch sehr herausfordernde Zeiten.

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Jeder Mensch kann sich ja mehr oder weniger Zeit in das Gemeindeleben investieren oder eben in die Gemeinschaft unter Christen.

Ich denke aber gerade auch für diese letzten Tage ist es besser ein Leben in Gemeinschaft zu pflegen.

Kann verstehen das der eine oder andere mal eine Auszeit braucht aber ich finde es wertvoll und ein Segen, wenn das Volk Gottes zusammen kommt und man den Versammlungen nicht ganz fern bleibt.

God bless
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Lazar » Mo 23. Sep 2019, 16:04

Helmuth hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:Denn ich besitze gar nicht die Möglichkeit mich einer Kirche in irgendeiner Form anzuschließen.

Der Leib ist in erster Linie ein Organismus und nicht nur eine Organisation, der durch persönliche Beziehungen aufgebaut wird, wie auch jede natürliche Familie. Was nützt es z.B. einen bestimmten Familiennamen zu tragen ohne die engsten Familenmitglieder zu kennen?

Wer also den Familiennnahmen „Kind Gottes“ trägt, dann aber keine durch den Heiligen Geist gebildete Beziehung zu seinen Familienmitgliedern hat, zu welcher Familie soll der bitte gehören?


@ Firebird & Lionne

Hi Helmut, komplett falsch liegst Du damit nicht.

Aber wer ist nun ein "Kind Gottes"? Allein nur jeder, der sich Christ nennt und sich dabei vielleicht eher aus Einsamkeit, Kontaktfreudigkeit oder sogar aus purer Langeweile oft in einer kirchlichen Gemeinde aufhält? Das sehe ich eben anders.

Echte "Kinder Gottes" erkennt man für mich an ganz eigenen, bestimmten Wesensmerkmalen. Die aber genau viele Gläubige für mich nicht erfüllen, da sie innerhalb ihrer "bestimmten Rettung im Gegensatz zu anderen" überheblich geworden sind - und deshalb versuchen andere völlig unberechtigt zu dominieren. Deshalb fühle ich mich in den ganzen "Kirchen-Gemeinden" auch nicht wohl.

Ich brauche solch "elitäre" Gemeinschaft aber auch nicht. Ich bewege mich den ganzen Tag in einem für mich perfekten Arbeitsumfeld, habe sowohl meine eigene Familie in direkter Umgebung als auch meine Freunde. Insofern geben mir diese vielen lieben, wenn auch nicht perfekten Menschen, täglich ständig genug "aufbauende Gemeinschaft" oder auch Anlass mich hingegen in schwierigen Situationen bei ihnen möglichst christlich zu bewähren.

Helmuth hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:Erstens, weil ich aus Enttäuschung über sie ausgetreten bin (bin rk), und zweitens, weil ich eh nichts als eine neue Christus' Reformation mit hineinbringen würde - und die ist von der Kirche und vielen bereits bestehenden Christen sicher nicht gewollt.

Haben wir damit nicht dein Probelm analysiert? Nicht der Heilige Geist soll dich formen, du willst, dass der Heilige Geist dir die Welt zurechtbiegt? Damit boykottiert man ihn aber.

Der Heilige Geist will, dass ich unsere Welt in Christus Sinne so zurechtbiege, dass es möglichst für Alle gut ist. So empfinde ich zumindest Sein plötzliches Erscheinen in meinem Leben. Ob meine Durchführung dem Genüge tut, weiß ich nicht. Ich versuche jedenfalls mein Bestes darin.

Von der RK enttäuscht zu sein kann ich nachvollziehen, geht mir nichts anders. Mittlerweile kenne ich mehrere 100 andere Menschen, viele davon Ex-RK (mich eingeschlossen), aber danach wiedergeboren in Christus. Das waren sie in der RK nicht, das ist richtig. Ich bin übrigens mit 24 ausgetreten, damals war ich noch gar kein Christ.
Ich lasse es aber nicht als Ausrede gelten, nur weil die RK Mist baut. Das tut sie schon seit dem 2. Jh. Soll mich das heute berühren? Mittlerweile habe ich auch solche kennengelernt, die weiter in der RKK verbleiben, die ich aber dennoch zu meinen Geschwistern zählen darf.

Der Heilige Geist trägt das Evangelium von Generation zu Generation weiter. Viellecht nur zu 3% aller wiedergeborener Christen durch die großen Amtskirchen, dafür zu 97% durch alle anderen wiedergeborenen Jünger.
Von denen kaum einen zu kennen ist ein Fehler, mir stattdessen eine Milliarde Wischi-Waschi-Katholiken entgegenzuhalten ein noch größerer. Dann schließ dich den anderen 97% an. Jedenfalls habe ich das so getan.

Warum sollte ich mich anschließen, sie müssten sich theoretisch mir anschließen. Aber nachdem ich großes Verständnis und Rücksicht walten lassen muss, versickert hier alles im Forum.

Wichtig ist eine intakte Beziehung zu denen, man muss deswegen nicht zwingend einer Organisation angehören. Viele scheuen den Kontakt, weil sie meinen, man wäre denen dann schnell auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Lazer, stimmt etwas, von dem ich hier rede oder liege ich komplett falsch?

Hast Du den Eindruck, Helmut, dass ich mit den Christen hier auf dem Forum eine "intakte Beziehung" habe? Eher wohl nicht, mit nur einigen Ausnahmen ... und in einer "nicht-virtuellen" kirchlich gelehrten Gemeinde wäre dies nicht viel anders.
Als wenn Feuer auf Wasser träfe.

Helmut hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:Doch "die Kirche" wird um weitere größere Wandlungen nicht herumkommen.

Von außen hast du kein Jod mitzureden. Während sich eine Kirchengemeinschaft weiterentwickeln kann, ändert das an dir gar nichts.


Stimmt. Jeder Mensch muss sich selbst weiter entwickeln, Helmut, natürlich auch zusammen mit einer christlichen Gemeinschaft - das tue ich hier ja auch.
Denn letztendlich steht man nach dem Tod allein vor Christus/Gott. Da ist kein Pfarrer mehr oder eine Gemeinde.
Und ich fürchte, dann werden viele von den "besonders Christlichen" plötzlich erkennen, dass sie Christus eigentlich gar nicht gekannt haben.

Herzliche Grüße
Eleazar
"... wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen."
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Mo 23. Sep 2019, 16:20

firebird hat geschrieben:….Da kommt man schon mehr auf Tuchfühlung miteinander. Gemeinsam erlebt man schöne Zeiten, aber es gibt auch sehr herausfordernde Zeiten.

Dies Art von "Tuchfühlung" brauche ich nicht; schöne Zeiten kann ich überall verbringen, da brauche ich keine Gemeinde dazu...
Und wo ist die Gemeinde, wenn man - wie du es nennst - "herausfordernde Zeiten durchlebt (auf das einzelne Gemeindemitglied bezogen)? Mir hat man mal in einer 'guten' Gemeinde gesagt, als ich ein Gebetsanliegen deponieren wollte, ich solle mir aber bewusst sein, dass "die Anderen" dann meine Schwierigkeit(en) mitbekommen.... :mrgreen:
Gruss lionne
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mo 7. Okt 2019, 12:21

Hallo Lionne,

du schreibst:

lionne hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:….Da kommt man schon mehr auf Tuchfühlung miteinander. Gemeinsam erlebt man schöne Zeiten, aber es gibt auch sehr herausfordernde Zeiten.

Dies Art von "Tuchfühlung" brauche ich nicht; schöne Zeiten kann ich überall verbringen, da brauche ich keine Gemeinde dazu...


Ja, ganz sicher, zum Beispiel in einem Konzert, auf einer Bergtour, in den Ferien und vielem mehr. Doch ich finde es schöner, wenn ich eine schöne Zeit gemeinsam mit Menschen erleben darf. Gemeinsam erlebte schöne Zeiten fördern den Zusammenhalt. Laut Bibel sind wir Menschen auch nicht geschaffen um alleine zu sein.

Lionne hat geschrieben:Und wo ist die Gemeinde, wenn man - wie du es nennst - "herausfordernde Zeiten durchlebt (auf das einzelne Gemeindemitglied bezogen)?


Die Antwort ist da ganz einfach, man steht alleine da. Wenn man nichts in eine Gemeinschaft investiert, dann bleibt man anonym. Doch wenn geben und nehmen funktioniert, darf man sicher um Hilfe bitten, wenn man auf irgend eine Weise einmal in einer Not steckt.

Lionne hat geschrieben:Mir hat man mal in einer 'guten' Gemeinde gesagt, als ich ein Gebetsanliegen deponieren wollte, ich solle mir aber bewusst sein, dass "die Anderen" dann meine Schwierigkeit(en) mitbekommen.... :mrgreen:


In dieser Aussage finde ich nichts Falsches. Man hat dir schlicht und einfach klaren Wein eingeschenkt. Auch ich deponiere meine Gebetsanliegen in einem kleinen vertraulichen Kreis. In diesem Umfeld bin ich sogar froh, wenn meine Freunde von meinen Schwierigkeiten wissen und mir im Gebet beistehen.

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Mo 7. Okt 2019, 14:46

Als junges Mädchen in der Ausbildung habe ich mein Praktikum (5 Wochen) damals beim Bankverein gemacht. Da hatte ich Einsicht in die Kreditanträge (in Millionenhöhe von gewissen Firmen/Privatpersonen). Diskretion war eine Ehrensache und nie und nimmer hätte man (ich) über meine Einsichten mit anderen Menschen (auch Nahestehenden) gesprochen. So sollte es auch i.S. Gebetsanliegen (und den damit verbundenen Einblicke in das Privatleben der betreffenden Person) in der Gemeinde sein. Für mich eigentlich selbstverständlich! Aber ob das alle so sehen? That is the question! :)

Klar ist auch:
"Einsam ist jeder Busch und Stein,
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LG lionne und schönen Feierabend....
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mo 7. Okt 2019, 15:20

Hallo Lionne,

also Diskretion wie in einer Bank, kannst du in einem vertrauten christlichen Kreis nicht erwarten. Zur Zeit lese ich ein Buch von Thomas Härry über reifes Handeln. Im zuletzt gelesenen Kapitel hat es mich beeindruckt, wie eine Gruppe von christlichen Leiter plötzlich zur Freiheit fanden über ihre Schwächen ganz offen zu reden. Es war für mich als Leser schon befreiend darüber zu lesen. Wie befreiend muss es wohl für jene christlichen Leiter gewesen sein? Es ist jenes Aha-Erlebnis, dass auch andere Christen mit persönlichen Schwachstellen konfrontiert sind.

Selbst in Banken oder auch in Sachen ärztlicher Schweigepflicht gibt es keine 100,000 % Diskretion. Wer solches erwartet, darf weder in eine Bank noch zum Arzt gehen. Fazit: Er bleibt ein einsamer Mensch dem nicht geholfen werden kann.

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Mo 7. Okt 2019, 16:24

firebird hat geschrieben:also Diskretion wie in einer Bank, kannst du in einem vertrauten christlichen Kreis nicht erwarten.

...das ist aber für mich eine Grundvoraussetzung für "einen vertrauten christlichen Kreis".
Das wäre ja noch schöner, wenn da jeder und jede eine Plaudertasche wäre, was da persönliche Angelegenheiten und Probleme betrifft, die einem vertraulich anvertraut werden.
Von daher handhabe ich es folgendermassen: Mein Vertrauter ist der dreifaltige Gott, der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Da besteht kein Risiko/da wird nicht herumgetratscht. ;)
LG lionne
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Thelonious » Mi 9. Okt 2019, 15:54

Das mag vielleicht so etwas schroff klingen, aber Christsein ohne Gemeindeanschluss ist eher eine ganz arme Variante. Wir Christen brauchen Austausch, Ermutigung, Aufbau und auch ggf. Korrektur. Wo bekommt man das andernorts als in der Gemeinde? (Okay, zum Teil auch in der Familie bzw. dem direkten Umfeld. Aber die Gemeinde hat da noch absolut eine andere geistliche Gewichtung.

Also mein nur positiv gemeinter Aufruf: sucht Euch (wenn Ihr diese nicht schon habt) eine passende Gemeindestruktur.

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Do 10. Okt 2019, 10:31

Grüezi mitenand,

du schreibst:

Thelonious hat geschrieben:... aber Christsein ohne Gemeindeanschluss ist eher eine ganz arme Variante.


Ja, in der Tat ist es eine arme Variante. Andrerseits muss ich leider auch sagen, dass es in Gemeinden auch arm zu und her geht. Bis zu einem gewissen Punkt habe ich Verständnis für Christen denen es in Gemeinden abgelöscht hat, sodass sie in keine Gemeinde mehr gehen.

Thelonious hat geschrieben:Wir Christen brauchen Austausch, Ermutigung, Aufbau und auch ggf. Korrektur. Wo bekommt man das andernorts als in der Gemeinde? (Okay, zum Teil auch in der Familie bzw. dem direkten Umfeld. Aber die Gemeinde hat da noch absolut eine andere geistliche Gewichtung.


Gerade weil es so ist, empfinde ich es als schlimm, wenn jemand sich aus Frustration aus dem Gemeindeleben zurückzieht. Gewöhnlich werden solche Leute als schwarze Schafe abgestempelt. Leider ist es auch gewöhnlich, dass Leiter oder Prediger, die sich wie Herrscher aufführen, nie auf den Gedanken kommen ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen. So etwas würde auch heissen, dass man auf gesunde Weise die Verantwortung wahrnimmt.

Vielleicht in diesem Thread einmal die Frage an Jene die abgehängt haben:

Was müsste sich in Gemeinden verändern, damit du wieder gerne am Gemeindeleben teilnimmst??

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Do 10. Okt 2019, 17:09

lionne hat geschrieben:...das ist aber für mich eine Grundvoraussetzung für "einen vertrauten christlichen Kreis".
Das wäre ja noch schöner, wenn da jeder und jede eine Plaudertasche wäre, was da persönliche Angelegenheiten und Probleme betrifft, die einem vertraulich anvertraut werden.
Von daher handhabe ich es folgendermassen: Mein Vertrauter ist der dreifaltige Gott, der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Da besteht kein Risiko/da wird nicht herumgetratscht. ;)


Dazu passt auch die nachfolgende Aussage (ebenfalls aus diesem Strang):
(Zitat) Gemeinde ist Gemeinschaft mit Menschen, denen ich meine innerste Sünde anvertrauen kann und wir beten und weinen zusammen darüber bis Jesus uns neue Kraft gibt. In den meisten Gemeinden wird man niemals zu dieser Wärme und tiefe kommen. (Zitat Ende)
Ja, da braucht es Vertrauen, Ehrlichkeit, uwm. in einer (gesunden) Gemeinde _ nebst natürlich einer 'gesunden Lehre'!
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon John1955 » Fr 11. Okt 2019, 06:32

lionne hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:...das ist aber für mich eine Grundvoraussetzung für "einen vertrauten christlichen Kreis".
Das wäre ja noch schöner, wenn da jeder und jede eine Plaudertasche wäre, was da persönliche Angelegenheiten und Probleme betrifft, die einem vertraulich anvertraut werden.
Von daher handhabe ich es folgendermassen: Mein Vertrauter ist der dreifaltige Gott, der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Da besteht kein Risiko/da wird nicht herumgetratscht. ;)


Dazu passt auch die nachfolgende Aussage (ebenfalls aus diesem Strang):
(Zitat) Gemeinde ist Gemeinschaft mit Menschen, denen ich meine innerste Sünde anvertrauen kann und wir beten und weinen zusammen darüber bis Jesus uns neue Kraft gibt. In den meisten Gemeinden wird man niemals zu dieser Wärme und tiefe kommen. (Zitat Ende)
Ja, da braucht es Vertrauen, Ehrlichkeit, uwm. in einer (gesunden) Gemeinde _ nebst natürlich einer 'gesunden Lehre'!
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Also wenn ich auf die verschiedenen Gemeinden zurückblicke, lionne, in denen ich einige Zeit Gast war, dann war wirklich keine darunter, wo ich mich wirklich längere Zeit wohl gefüllt hätte. Gesunde heilsame Lehren unseres Herrn Jesus waren überall Mangelware.

Das Getratsche hinter dem Rücken von Gemeindegliedern, die eigentlich mit Verständnis für deren mitgeteilten Problem hätten rechnen können, war teils unerträglich.

Deshalb bedanke ich mich bei meinem Retter Jesus Christus, der mich jeweils rechtzeitig aus solchen vermeintlich christlichen Gemeinden "herausgerufen" hat und mich mit solchen Mitmenschen zusammengeführt, wo all das gelebt wird, was man eigentlich in christlichen Gemeinden erwarten dürfte.

Dabei möchte ich noch erwähnen, dass es sich um warmherzige, vertrauenswürdige Menschen verschiedentlicher Religionszugehörigkeit handelt. Und natürlich auch um Christen wie mich, die von unserem himmlischen Bruder aus Gemeinden "herausgerufen" wurden, um in der treuen Nachfolge ungehindert bleiben zu können.

Gruss John
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Fr 11. Okt 2019, 07:28

Lieber John,
...dem ist nichts hinzuzufügen. Das deckt sich grösstenteils auch mit meinen Erfahrungen.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon onThePath » Fr 11. Okt 2019, 09:49

Hallo John1955,
Gesunden Glaube findet sich sicher auch in den verschiedensten Glaubenszugehörigkeiten. Das ist für mich der Grund, warum ich eher auf den einzelnen Menschen schaue als auf seine Religionszugehörigkeit.

Was der Mensch glaubt, ist eben was er glaubt. Für wahr hält. Das ist aber nur die eine Seite. Die andere ist, was er aus seinem Glauben macht, bzw. wie er sich verhält. Daran muss sich der Mensch messen lassen.

So sehr ich auch andere Religionen kritisiere, oder die Esoterik, ich bin ja nicht blind für die Fehler der Christen.

Menschen die an Gott glauben, wissen darum, dass das Leben des Menschen nicht nach dem Tod zu ende ist. Sie bemühen sich, im Einklang mit Gott zu leben. In Liebe.

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