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Christen ohne Gemeinde

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mo 21. Mär 2016, 12:21

Hallo Viva,

vielen Dank für Deinen Input.

viva hat geschrieben: ich gehöre inzwischen auch zu den Solochristen, bin ebenfalls umgezogen, hab überall reingeschnuppert, aber irgendwie passt das einfach nicht mehr.


Könnte es eventuell sein, dass Deine Ansprüche überhöht sind ?

viva hat geschrieben:Christ, resp. Nachfolger Jesu kann man, meiner Meinung nach, auch ohne Gemeinde sein, weil das eine Herzangelegenheit ist.


Als "Christ" kann man ohne Gemeinde sein. Doch Jesus Christus lebte nicht als Einsiedler, sondern er suchte die Gemeinschaft, mit den Jüngern, mit dem Volk und speziell mit den Geringen des Volkes. Jesus gab viel Input, etwas davon ist uns bis heute erhalten geblieben.

Deshalb stellt sich für einen Nachfolger Jesu nicht nur die Fragen: Was habe ich von der Gemeinde? Was kann ich in der Gemeinde abholen? Sondern auch: Was hat die Gemeinde durch mich? Was bringe ich in die Gemeinde?

In der Tat, diese Fragen sind eine Herzensangelegenheit, wie auch Gemeindezugehörigkeit eine Herzensangelegenheit ist, wie Du es schreibst.

viva hat geschrieben:Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es für manche einfach besser ist in einer Gemeinde, weil sie vielleicht noch nicht gefestigt sind in ihrem Glauben und sich sonst in der Welt verlieren.


Weisst Du die Welt ist nicht nur eine rein äusserliche Angelegenheit, sondern die Welt kann sich bis in unser Herz hinein einnisten. Ein Zeichen eines gefestigten Christen ist, dass er die oben gestellten Fragen in seinem eigenen Herzen und vor Gott gut beantwortet hat.

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Di 22. Mär 2016, 17:06

Glauben entdecken: Darf man eigentlich als Christ ... nicht in die Kirche gehen?
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Lepitoptera » Di 22. Mär 2016, 17:46

Guter Link lionne, danke! Ich vermute, dass jeder selber herausfinden muss, was für einen stimmt. Wenn jemand nur unter Zwang in die Kirche geht, weil "man" das so macht, finde ich es falsch. Dann ist man ja nicht mit dem Herzen dabei, sondern dann ist es eine Pflichtübung. Wenn jemand gerne hingeht, dann soll er das tun, weil es dann aus seinem Herzen kommt. Gemeinschaft mit anderen Christen finde ich sehr gut, aber auch dies sollte meiner Meinung nach nicht erzwungen werden. Wenn jemand sich entscheidet, seinen Glauben lieber alleine zu leben, dann sollte dies doch jedermanns eigenes Recht sein. Jeder soll das doch machen dürfen, das für einen stimmt....
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » So 27. Mär 2016, 12:11

Hallo zusammen,

neben der leeren Pflichtübung die zugegebenermassen wenig bis gar nichts bringt und der freudigen Teilnahme am Gemeindeleben, gibt es noch eine dritte Variante:

Man verspürt Unlust, ist vielleicht daran, negative Erlebnisse zu verarbeiten oder man möchte lieber die Zeit anders verbringen, da kann es manchmal gut sein, dass man all dies überwindet und sich trotzdem für den Anlass der Gemeinde entscheidet. Oftmals kommt dann der Segen hinten nach.

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Mariette M. » Di 29. Mär 2016, 11:40

firebird hat geschrieben:
Man verspürt Unlust, ist vielleicht daran, negative Erlebnisse zu verarbeiten oder man möchte lieber die Zeit anders verbringen, da kann es manchmal gut sein, dass man all dies überwindet und sich trotzdem für den Anlass der Gemeinde entscheidet. Oftmals kommt dann der Segen hinten nach.

Ja, ... das ist in jeder Beziehung so. Ob es nun die Ehe ist, eine Arbeit, Üben für einen Anlass.... das hat nicht nur mit "Lust" zu tun, sondern auch mit Verpflichtung und Dranbleiben.

Noch ein weiterer Aspekt:
Man stelle sich vor, ein erklärter Solochrist hat plötzlich doch das Bedürfnis nach Gemeinschaft. Geht also in seine Gemeinde... findet dort jedoch keinen Menschen vor, denn der Prediger hat grad lieber ein Bibelstudium gemacht... der Musikverantwortliche wollte ausschlafen, eine Familie will lieber gemeinsam frühstücken und später in der Bibel lesen... undsoweiter, da gibt es viele Gründe.

Dumm gelaufen, nicht wahr?

Was Jesus dazu meint, wäre nachzulesen in Matthäus 22...
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Lepitoptera » Di 29. Mär 2016, 15:27

Hmmmmm, ich lese im Gleichnis aus Matthäus 22 aber nicht, dass Jesus damit die Gemeinde meint. Könnte das Gleichnis nicht gerade so gut das Wiederkommen von Jesus bedeuten? Er redet ja vom Himmelreich...
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Mariette M. » Di 29. Mär 2016, 15:59

Lepitoptera hat geschrieben:Hmmmmm, ich lese im Gleichnis aus Matthäus 22 aber nicht, dass Jesus damit die Gemeinde meint. Könnte das Gleichnis nicht gerade so gut das Wiederkommen von Jesus bedeuten? Er redet ja vom Himmelreich...

Ich denke, gemäss Lukas 17,21 dürfen wir das schon so interpretieren.
Vor allem da, wo das Mahl gefeiert wird, ist auch das Reich, das Königtum gegenwärtig....
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Di 29. Mär 2016, 16:00

Hallo zusammen,

in erster Linie hat Jesus dieses Gleichnis zu seinen Zeitgenossen im damaligen Judäa gesagt. Da hat es Leute gegeben, denen alles Andere wichtiger war als der Messias der ins Reich Gottes einlädt. In allererster Linie waren einmal die Israeliten zum Hochzeitsfest eingeladen. Vers 6: Die Knechte des Königs welche misshandelt und umgebracht wurden, das waren die alttestamentlichen Propheten bis hin zu Johannes dem Täufer. Die Leute auf den Strassen (Verse9 und 10) das waren/sind die Heidenvölker.

Wie kann man dieses Gleichnis auf heute übertragen?

Ganz sicher gibt es auch heute noch eine Geringschätzung von Gottes Einladung, von Gottes Heilsangebot. Neben den Nichtchristen sind wir Christen genau so in Gefahr Gottes Einladung zu seinem Segen gering zu schätzen. Wenn man das neue Testament sorgfältig liest, erkennt man immer wieder, dass Gott einen besonderen Segen für die Gemeinde bereit hält. Gemeindelose Christen laufen schon Gefahr wichtige Segnungen zu verpassen.

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Max Headroom » Di 29. Mär 2016, 20:16

firebird hat geschrieben: Gemeindelose Christen laufen schon Gefahr wichtige Segnungen zu verpassen.

Sich am Jordan taufen lassen, hingehen, mit Gott sein, finde ich cool. Das beste was es gibt. Wo man mit Christen zusammen ist, ist Jesus unter uns. Mindestens 2.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Lepitoptera » Di 29. Mär 2016, 20:19

firebird hat geschrieben:
Ganz sicher gibt es auch heute noch eine Geringschätzung von Gottes Einladung, von Gottes Heilsangebot. Neben den Nichtchristen sind wir Christen genau so in Gefahr Gottes Einladung zu seinem Segen gering zu schätzen. Wenn man das neue Testament sorgfältig liest, erkennt man immer wieder, dass Gott einen besonderen Segen für die Gemeinde bereit hält. Gemeindelose Christen laufen schon Gefahr wichtige Segnungen zu verpassen.


Dies glaube ich dir gerne lieber firebird. Aber ich glaube gleichermassen an Gottes Gerechtigkeit und Gnade für jeden einzelnen Menschen. Ich glaube nicht, dass Gott einem gläubigen, einsamen Alpöhi, der auf seiner Alp zurückgezogen für sich lebt, weniger Segen bringen wird als einem Gläubigen, dem seine Lebensumstände es zulassen, dass er eine Gemeinde besuchen KANN. Ein gerechter Gott wird jedem die gleiche Chancen auf Segen geben wollen. Egal welche Lebensumstände derjenige hat. An diesen Gott glaube ich. Und dieser Gott, an den ich ganz fest glaube, sieht bei jedem Menschen sein Herz an und nicht, ob und wie oft er die Gemeinde besucht hat. Eine Gemeinde ist etwas wunderschönes, aber nicht alle Leute können aufgrund ihrer Lebensumstände auch in eine gehen...
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Johelia » Di 29. Mär 2016, 22:28

firebird hat geschrieben:Wie kann man dieses Gleichnis auf heute übertragen?

Deine vorgebrachte Interpretation des Gleichnis vom Hochzeitsmahl Matt14, 1- 14 ist recht gut und ich habe da nichts hinzuzufügen.

Jedoch sehe ich dass du in der Frage dieses Threads "Gemeinde" sehr stark gewichtest. Ich persönlich gewichte die Zugehörigkeit zur Braut Christi so aber nicht eine irdische Gemeinde, denn ich habe bisher noch keine perfekte Gemeinde gefunden. Sorry

firebird hat geschrieben:Ganz sicher gibt es auch heute noch eine Geringschätzung von Gottes Einladung, von Gottes Heilsangebot. Neben den Nichtchristen sind wir Christen genau so in Gefahr Gottes Einladung zu seinem Segen gering zu schätzen.

Stimmt, aber diese Geringschätzung sehe ich eher bei Leuten, die Kirche allgemein ablehnen. Keine Gemeinde zu haben is in keiner Weise vergleichbar mit Ablehnung!!.

firebird hat geschrieben:Wenn man das neue Testament sorgfältig liest, erkennt man immer wieder, dass Gott einen besonderen Segen für die Gemeinde bereit hält. Gemeindelose Christen laufen schon Gefahr wichtige Segnungen zu verpassen.

Naja wenn ich das neue Testament genau lese, komme ich nicht umhin auch die 7 Briefe an die Gemeinden zu lesen. (Off 2&3). Dort sehe ich prophetische Worte auch an die heutige Gemeinden. Meiner Erfahrung nach sind bei weitem nicht alle Gemeinden Philadelphia (oder oft in Selbstüberschätzung), sondern die meisten westlichen Gemeinden sind stark Laodizea.

Lieber Firebird, wie Lepitoptera war auch ich viele Jahre beruflich gar nicht in der Lage an einem Gemeindeleben teilzunehmen. Vom Beruf her war ich alle paar Monate in einem anderen Land, musst oft an Wochenenden oder Sonntage arbeiten (hatte nur Freitags frei (Muslimische Länder) oder war jahrelang auf Mehrschichtbetrieb. So war es gänzlich unmöglich das von dir so hochgehaltene Ideal einer "normalen, synchrinisierten Gemeundetätigkeit zu leben.
Ich finde es starker Tuback solchen Leuten dann noch Drohungen von verpasstem Segen androhen. Unter den unfreiwilligen Solochristen habe ich absolut tolle tief erfüllte bärenstarke Söhne Gottes Christen getroffen an den vorgegebener Sonntags Diener Christ, der am Nachmittag seine Frau drandsaliert niemals hinkommen wird.

Gemeinde ist Gemeinschaft mit Menschen denen ich meine innerste Sünde anvertrauen kann und wir beten und weinen zusammen darüber bis Jesus uns neue Kraft gibt. In den meisten Gemeinden wird man niemals zu dieser Wärme und tiefe kommen.

Das Wort empfangen von nur einer Gemeinde ist ab einem gewissen Punkt schwierig, denn oft könnte man der Predigt ja noch einen entscheidenden Aspekt hinzufügen. Daher ist es also nicht das Wort das ich suche sondern Menschen die in der Liebe der Apostelgeschichte einminütig zusammen kommen.
Wo gibst denn das?? Weist du es??

Liebe Grüsse
Johel
In den letzten Tagen (heute)...werden;2 die Menschen selbstsüchtig, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, ...mehr das Vergnügen lieben als Gott ...und Gottes Wort & Kraft verleugnen.
Und von diesen wende dich weg!
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Lepitoptera » Di 29. Mär 2016, 23:38

Vielen Dank Johel! Ich bin froh, dass du aus eigener Erfahrung weisst, wie das ist. Merci! :umarm:
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mi 30. Mär 2016, 13:44

Lieber Johelia,

so werde ich auf Deine Einwände etwas eingehen.

Johelia hat geschrieben:Jedoch sehe ich dass du in der Frage dieses Threads "Gemeinde" sehr stark gewichtest. Ich persönlich gewichte die Zugehörigkeit zur Braut Christi so aber nicht eine irdische Gemeinde, denn ich habe bisher noch keine perfekte Gemeinde gefunden. Sorry


Ja und sollte es mir einmal gelingen, dass ich eine perfekte Gemeinde finde, so ist sie ab dem Zeitpunkt wo ich ihr beitrete, nicht mehr perfekt. :idea:

Johelia hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Ganz sicher gibt es auch heute noch eine Geringschätzung von Gottes Einladung, von Gottes Heilsangebot. Neben den Nichtchristen sind wir Christen genau so in Gefahr Gottes Einladung zu seinem Segen gering zu schätzen.

Stimmt, aber diese Geringschätzung sehe ich eher bei Leuten, die Kirche allgemein ablehnen. Keine Gemeinde zu haben ist in keiner Weise vergleichbar mit Ablehnung!!


Da stimme ich Dir zu, wenn man in keiner institutionell eingerichteten Gemeinde ist, heisst das noch lange nicht, dass man die Gemeinschaft mit anderen Christen ablehnt. Die Ablehnung kommt dann, wenn man beispielsweise sagt, dass ich keine Gemeinschaft mit anderen Christen benötige. Oder dann, wenn man sich nichts sagen lässt.

Johelia hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Wenn man das neue Testament sorgfältig liest, erkennt man immer wieder, dass Gott einen besonderen Segen für die Gemeinde bereit hält. Gemeindelose Christen laufen schon Gefahr wichtige Segnungen zu verpassen.

Naja wenn ich das neue Testament genau lese, komme ich nicht umhin auch die 7 Briefe an die Gemeinden zu lesen. (Off 2&3). Dort sehe ich prophetische Worte auch an die heutige Gemeinden. Meiner Erfahrung nach sind bei weitem nicht alle Gemeinden Philadelphia (oder oft in Selbstüberschätzung), sondern die meisten westlichen Gemeinden sind stark Laodizea.


Ja, leider ist im Westen Laodizea stark präsent, aber es gibt auch Ausnahmen. Dies meistens in kleineren Gemeinschaften. Doch damit Laodizea zurückgedrängt wird, ist mein wie auch Dein Beitrag gefragt. Kritisieren kann jeder, aber einen Beitrag zu leisten, damit es besser wird, ist nicht jedermanns Sache, nicht einmal von allen Christen, leider.

Lieber Firebird, wie Lepitoptera war auch ich viele Jahre beruflich gar nicht in der Lage an einem Gemeindeleben teilzunehmen. Vom Beruf her war ich alle paar Monate in einem anderen Land, musst oft an Wochenenden oder Sonntage arbeiten (hatte nur Freitags frei (Muslimische Länder) oder war jahrelang auf Mehrschichtbetrieb. So war es gänzlich unmöglich das von dir so hochgehaltene Ideal einer "normalen, synchronisierten Gemeindetätigkeit zu leben.


Lieber Johelia und Lepitoptera, früher war ich auch so in einer Lebenssituation wo es mir aus ganz verschiedenen Gründen nicht möglich war, einer formell eingerichteten Gemeinde beizutreten. Damals in einem Bergdorf im Kanton Graubünden, wo ich noch keinen Führerschein hatte. Liebe Leute, ich weiss wovon ich schreibe.

Johelia hat geschrieben:Ich finde es starker Tuback solchen Leuten dann noch Drohungen von verpasstem Segen androhen. Unter den unfreiwilligen Solochristen habe ich absolut tolle tief erfüllte bärenstarke Söhne Gottes Christen getroffen an den vorgegebener Sonntags Diener Christ, der am Nachmittag seine Frau drangsaliert niemals hinkommen wird.


Es war gestern ein Perfektionsmangel von mir, dass ich in meinem Posting die Unterscheidung zwischen freiwilligen und unfreiwilligen Solochristen nicht eingeflochten habe. Ich wollte es eigentlich nicht, aber durch meine unvollkommenen Worte wurde das, was man als freiwilliger Solochrist verpasst, als Drohung verstanden. Tatsächlich kann es Lebensphasen geben, wo man als mehr oder weniger unfreiwilliger Solochrist unterwegs ist.

Doch nach der Zeit im Kanton Graubünden durfte ich noch reichlich das Leben in einer kleineren christlichen Gemeinde kennen lernen. Dies mit allem Stärkenden, aber auch mit allem tief Herausfordernden, wo ich immer noch tief am lernen bin, dass es die perfekte Gemeinde nicht gibt. Man kann die Medaille von 2 Seiten anschauen: Zum einen ist es mühsam, dass niemand von der Gemeinde perfekt ist. Zum Andern ist es eine Freude zu erleben, wie sich Gott gerade das Unvollkommene als seine Werkzeuge ausgewählt hat. Sogar mitsamt dem Prediger, der am Sonntagmorgen schöne Worte macht und dann am Nachmittag seine Frau drangsaliert. Wer ohne euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.

Doch bitte versteht mich nicht so, als dass ich die Führung Gottes, die ich erleben durfte, zum allgemeinen Massstab für alle Christen machen will. Dies wäre dann tatsächlich moralisierende Gesetzlichkeit.

Johelia hat geschrieben:Gemeinde ist Gemeinschaft mit Menschen denen ich meine innerste Sünde anvertrauen kann und wir beten und weinen zusammen darüber bis Jesus uns neue Kraft gibt.


Ganz sicher gehört auch das zu einer authentischen christlichen Gemeinschaft.

Johelia hat geschrieben:Das Wort empfangen von nur einer Gemeinde ist ab einem gewissen Punkt schwierig, denn oft könnte man der Predigt ja noch einen entscheidenden Aspekt hinzufügen.


Meistens sind ja Predigten schon lange genug. Daher könnte es auch sein, dass es in einem Hauskreis der Gemeinde Platz gibt für weitere Aspekte.

Daher ist es also nicht das Wort das ich suche sondern Menschen die in der Liebe der Apostelgeschichte einmütig zusammen kommen.
Wo gibst denn das?? Weisst du es??


Wenn das für Dich das Kriterium ist, um Dich in eine christliche Gemeinschaft hinein zu geben, wirst Du lebenslänglich Solochrist bleiben. Ich weiss nicht, wo es eine Gemeinde gibt wo man in der Liebe, welche die Apostelgeschichte beschreibt, einmütig zusammenkommt. Aber eines weiss ich, dass Gott aus meinem unvollkommenen Beitrag etwas machen kann, was die Einmütigkeit fördert.

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Lepitoptera » Mi 30. Mär 2016, 14:36

Vielen Dank firebird für deine detaillierteren Erläuterungen. So kann ich gut damit leben, wenn ich erkenne, dass du auch die Situation von unfreiwilligen Solochristen verstehen kannst. Danke dir...
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Johelia » Do 31. Mär 2016, 00:00

firebird hat geschrieben:Es war gestern ein Perfektionsmangel von mir, dass ich in meinem Posting die Unterscheidung zwischen freiwilligen und unfreiwilligen Solochristen nicht eingeflochten habe.


Lieber Firebird

Es war ein Mangel meinerseits, dass ich deine Aussage nicht richtig verstanden habe. Ich mache dir keinerlei Vorwürfe!!

Mir war in der Diskussion nur wichtig, dass unfreiwillige Solochristen nicht unnötig belastet werden. Es gibt einfach im Leben immer wieder Situationen, wo ein aktives Gemeindeleben nicht möglich ist, aus welchen Gründen auch immer.
Ich vertraue Gott, dass er die Seinen leitet und die Seinen, wie Jesus sagte, Seine Stimme hören. Die in Jesus erhaltene Freiheit überbrückt ohne weiteres eine Solochristzeit.!!
:praise:
Wir wollen ja nicht in einer irdischen Gemeinde gefangen sein in der die Liebe erkaltet ist und alle lau sind.

firebird hat geschrieben:
Johelia hat geschrieben:Gemeinde ist Gemeinschaft mit Menschen denen ich meine innerste Sünde anvertrauen kann und wir beten und weinen zusammen darüber bis Jesus uns neue Kraft gibt.


Ganz sicher gehört auch das zu einer authentischen christlichen Gemeinschaft.

Ich gewichte Gemeinschaft und Liebe in einer Gemeinde sehr hoch, ohne brauche ich wirklich keine kalte und lieblose Gemeinde.

firebird hat geschrieben:Meistens sind ja Predigten schon lange genug. Daher könnte es auch sein, dass es in einem Hauskreis der Gemeinde Platz gibt für weitere Aspekte.

An einem Gemeindelosen Tag höre ich mindestens 4 meiner Lieblingsprediger, das wird nie langweilig und ist extrem spannend. Ich könnte auch 24/7 nur Predigten hören. Wer will und Englisch kann hat heute permanent Zugang.
In meinem letzten Hauskreis meinte der Hauskreisleiter, dass private Anliegen und Nöte keinen Platz haben. Das lenke nur vom Programm ab. Super echt!! :tongue:


firebird hat geschrieben:
Johelia hat geschrieben:Daher ist es also nicht das Wort das ich suche sondern Menschen die in der Liebe der Apostelgeschichte einmütig zusammen kommen.
Wo gibst denn das?? Weisst du es??

Wenn das für Dich das Kriterium ist, um Dich in eine christliche Gemeinschaft hinein zu geben, wirst Du lebenslänglich Solochrist bleiben.

Du sagst ganz richtig "lebenslänglich". Darum fühle ich wie Paulus und sehne mich danach das irdische Zelt abzulegen, freue mich aber an jedem Tag wo ich meinem Herrn hier aud Erden noch dienen darf! Von DIESER Welt erwarte ich nichts mehr, es ist alles ein Haschen nach Wind.

firebird hat geschrieben:Aber eines weiss ich, dass Gott aus meinem unvollkommenen Beitrag etwas machen kann, was die Einmütigkeit fördert.

Darum sollte unsere Predigt die Einmüdigkeit der Apostel und den Glauben Jesu bezeugen. Es ist das was heute schwer mangelt.

Liebe Grüsse
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Mi 6. Apr 2016, 10:37

(Zitat*) In der Gemeinde werden wir immer wieder im Glauben gestärkt. Wir werden korrigiert und ermutigt. Das geschieht durch die Predigt, aber auch durch die Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern im Glauben. Ihnen dürfen wir sagen, wie es uns wirklich geht, und wir dürfen ihnen auch von unseren Schwierigkeiten erzählen.

Auch in einer Gemeinde ist es natürlich nicht immer einfach. Überall, wo Menschen zusammen sind, gibt es Probleme, auch in der Gemeinde. Aber wir sollten daran denken, dass Gott diese Menschen liebt, und so sollen auch wir versuchen, sie anzunehmen und zu lieben. (Zitat Ende)
*) Aus einer Definition "Was ist Gemeinde?"

Den Teil des Gottesdienstes genannt 'Predigt', der uns stärken, korrigieren, ermutigen soll, kann ich mir durchaus auf anderem Weg zukommen lassen als durch den wöchentlichen Besuch des GoDi. Es gibt immer wieder Ereignisse, die es verhindern, den Gottesdienst zu besuchen (Arbeit, Krankheit, Behinderung,...) Es ist heute möglich, auf vielen Wegen sich Predigten anzuhören/anzusehen.
Was nun die viel gelobte 'Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern im Glauben' anbelangt, wird diese m.E. zu hochgeschraubt. In vielen (den meisten) Gemeinden beschränkt sich diese 'Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern im Glauben' auf das (unverbindliche) Geplauder nach dem GoDi bei Kaffee und Kuchen oder gff. noch beim gemeinsamen Mittagessen. Wo ist der Unterschied zu einem xbeliebigen Verein? :?
Wenn es dann um 'Schwierigkeiten' geht, dann ist diese 'Gemeinschaft mit Brüdern uns Schwestern im Glauben' schnell mal an ihre Grenzen gelangt.... so meine Erfahrung(en)!
Was die 'Zankereien/Auseinandersetzungen' in der Gemeinde anbetrifft kann ich nur sagen, dass das sehr oft echt 'kindergartenmässig' zugeht. Für Solches habe ich persönlich keine Energie übrig und ich finde das (heute) nur noch zum Lachen! Als Konsequenz meinerseits: weg, weg, weg, so schnell wie möglich weg. Ich habe genug Probleme und brauche nicht noch solche (unnötigen) Probleme, die mir nur wertvolle Energie 'abzapfen'. Auch hier halte ich mich an meine persönliche Devise: "meglio sola che mal' accompagnata".
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Mariette M. » Mi 6. Apr 2016, 11:18

Liebe Lionne,
könnte es aber nicht sein, dass gerade deine versöhnliche Art bei solchen Zänkereien hilfreich wäre? Warum willst Du den Geschwistern das vorenthalten?
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mi 6. Apr 2016, 20:14

Lieber Johelia,

habe mir schon lange vorgenommen auf Dein Posting einzugehen, aber es kamen Dinge dazwischen. Nicht zuletzt auch Aufgaben im Forum.

Johelia hat geschrieben:Mir war in der Diskussion nur wichtig, dass unfreiwillige Solochristen nicht unnötig belastet werden. Es gibt einfach im Leben immer wieder Situationen, wo ein aktives Gemeindeleben nicht möglich ist, aus welchen Gründen auch immer.


Da bin ich mit Dir einverstanden.

Wir wollen ja nicht in einer irdischen Gemeinde gefangen sein in der die Liebe erkaltet ist und alle lau sind


Ich glaube nicht, dass die Gefahr besteht in einer Gemeinde in der alle lau sind gefangen zu sein. Menschen welche engagierte Christen sind, werden ausziehen, wenn sie merken, dass sie nicht zu einer Verbesserung beitragen können. Punkto Gefangenschaft sieht es in einer Gemeinde welche ihre Leute gewissensmässig an eine Sonderlehre binden jedoch anders aus. Da hingegen ist die Gefahr für eine Gefangenschaft jedoch echt gross.

Johelia hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:
Johelia hat geschrieben:Gemeinde ist Gemeinschaft mit Menschen denen ich meine innerste Sünde anvertrauen kann und wir beten und weinen zusammen darüber bis Jesus uns neue Kraft gibt.


Ganz sicher gehört auch das zu einer authentischen christlichen Gemeinschaft.


Ich gewichte Gemeinschaft und Liebe in einer Gemeinde sehr hoch, ohne brauche ich wirklich keine kalte und lieblose Gemeinde.


Auch ich gewichte Gemeinschaft und Liebe sehr hoch. Ich kann Jedem nur empfehlen, nach einer Gemeinschaft Ausschau zu halten wo ein Zusammengehörigkeitsempfinden da ist, wo man am Leben voneinander teilnimmt, wo man sich gegenseitig aushilft wo Not vorhanden ist, wo man füreinander betet, wo man gemeinsam die Bibel liest oder wo man eine fundierte Unterweisung im christlichen Glauben bekommt. Teils Dinge gehören sicher in einen Hausbibelkreis hinein.

Johelia hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Meistens sind ja Predigten schon lange genug. Daher könnte es auch sein, dass es in einem Hauskreis der Gemeinde Platz gibt für weitere Aspekte.

An einem Gemeindelosen Tag höre ich mindestens 4 meiner Lieblingsprediger, das wird nie langweilig und ist extrem spannend. Ich könnte auch 24/7 nur Predigten hören. Wer will und Englisch kann hat heute permanent Zugang.


Predigten hören in Ehren. Doch als Christ und als Mensch sowieso habe mindestens ich noch etliche weitere Bedürfnisse. Wie ist es Johelia, pflegst Du auch zwischenmenschliche Beziehungen? Bestehen alle Deine zwischenmenschlichen Beziehungen zu Menschen welche Jesus Christus nicht persönlich kennen?

Johelia hat geschrieben:In meinem letzten Hauskreis meinte der Hauskreisleiter, dass private Anliegen und Nöte keinen Platz haben. Das lenke nur vom Programm ab. Super echt!! :tongue:


Was war dann das Programm von jenem Hauskreisleiter?

Ist denn das Persönliche, persönliche Glaubensfragen oder private Gebetsanliegen nicht genau Programm in einem Hauskreis?

Johelia hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:
Johelia hat geschrieben:Daher ist es also nicht das Wort das ich suche sondern Menschen die in der Liebe der Apostelgeschichte einmütig zusammen kommen.
Wo gibst denn das?? Weisst du es??

Wenn das für Dich das Kriterium ist, um Dich in eine christliche Gemeinschaft hinein zu geben, wirst Du lebenslänglich Solochrist bleiben.

Du sagst ganz richtig "lebenslänglich". Darum fühle ich wie Paulus und sehne mich danach das irdische Zelt abzulegen, freue mich aber an jedem Tag wo ich meinem Herrn hier aud Erden noch dienen darf! Von DIESER Welt erwarte ich nichts mehr, es ist alles ein Haschen nach Wind.


Als ich diese Zeilen las, bin ich im ersten Moment gerade etwas erschrocken. Doch ich darf wohl davon ausgehen, dass Du nicht von Suizidgedanken heimgesucht wirst, oder? Jedenfalls kommt mir eine grosse Resignation entgegen. Mit Wahrscheinlichkeit hast Du in christlichen Gemeinschaften stark frustrierende Erlebnisse gehabt. Ohne jetzt an einen Gemeindebeitritt zu denken, wünsche ich Dir, dass Du innerlich diese frustrierenden Erlebnisse aufarbeiten kannst, was heisst, dass Du davon innerlich geheilt wirst.

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon neueliebe14de » So 10. Apr 2016, 19:51

Jenseits des Elektrozaunes warten gierige Wölfe mit riesigen Zähnen und Bären mit riesigen Tatzen. Das Herdenschaf wird aber bei Wind und Wetter unter Einsatz seines Lebens vom Hirten bewacht. Der Hirte führt das Herdenschaf zu besten Weidegründen. Das Herdenschaf wächst daher stets. Niemals bekomt ein Herdenschaf giftiges Futter. Der Hirte vertreibt mit seinem Hirtenstock jeden, der dem Schaf falsches Futter geben will. In der Sommerhitze befreit der Hirte das Herdenschaf von der Last der Wolle. Deshalb blöken alle Herdenschaf glücklich den ganzen Tag mit einer Stimme das Mäh. Und sollte ein Herdenschaf Möh blöken, bindet der Hirte die Schnauze zu. So kann sich das Herdenschaf immer am reinen Mäh der weißen Schafe erfreuen. Einmal im Monat kommt das Rotkäppchen vorbei und bringt dem Hirten den Brotkorb. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann blöken sie auch heute noch.....

:baby: Die Gute Nacht Geschichte für den Kindergarten. :baby:
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mo 11. Apr 2016, 12:36

Liebe Neueliebe14de,

für mich ist es nicht so klar, was Du uns mit dieser Geschichte sagen willst.

Kannst Du uns noch ein paar Erläuterungen dazu geben?

Freundlicher Gruss
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon neueliebe14de » Mi 13. Apr 2016, 16:40

Stimmt die idealistische Darstellung des Herdenschafes mit der Realität überein ?

Rotkäppchen und Und wenn sie nicht gestorben sind sind der Wink mit dem Zaunpfahl :respekt:

Ich sehe vor allem in Deutschland eine Tendenz : extremere Gemeinden, mehr Herdenbewußtsein, mmer jüngeres Publikum, größere Fluktuation.

Das hat ein wenig von Märchenstunde im Kindergarten. :baby: :baby:

Als ein Hinweis unter vielen http://www.jesus.ch/themen/kirche_und_c ... e_sah.html
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mi 13. Apr 2016, 20:00

neueliebe14de hat geschrieben:Rotkäppchen und Und wenn sie nicht gestorben sind sind der Wink mit dem Zaunpfahl :respekt:

Ich sehe vor allem in Deutschland eine Tendenz : extremere Gemeinden, mehr Herdenbewußtsein, immer jüngeres Publikum, größere Fluktuation.


Ja, bestimmte Kreise betrachten Gemeinden die sich klar zu Jesus Christus bekennen und für wahres Christentum einstehen, als extrem.

Ein Gemeinschaftsbewusstsein tut uns allen doch sehr gut. Es ist doch verbindend. Wenn das Andere despektierlich Herdenbewusstsein nennen, so ist das doch völlig unwichtig.

Wenn da junge Menschen den Weg in die Gemeinden finden, so ist das toll.

Auch Fluktuation muss nicht immer schlecht sein.

neueliebe14de hat geschrieben:Als ein Hinweis unter vielen http://www.jesus.ch/themen/kirche_und_c ... e_sah.html


Was diese Seite aus dem Jahre 2004 hier noch zu suchen hat, ist mir schleierhaft. Da ich im Raum Zürich wohne, kenne ich mehrere Christen die im ICF Zürich verkehren. Diese ganz verschiedenen Leute kenne ich als feine Christen. Wenn man das Leben dieser Sektenexperten mit den gleichen Massstäben durchleuchten würde, wie sie bei freikirchlichen Gemeinschaften Haare in der Suppe suchen, da wüsste ich nicht, was alles da zum Vorschein käme.

Ja Neueliebe, möge bei Dir "nomen et omen" sein.

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Hanspeter » Do 14. Apr 2016, 08:06

firebird hat geschrieben:Was diese Seite aus dem Jahre 2004 hier noch zu suchen hat, ist mir schleierhaft. Da ich im Raum Zürich wohne, kenne ich mehrere Christen die im ICF Zürich verkehren. Diese ganz verschiedenen Leute kenne ich als feine Christen. Wenn man das Leben dieser Sektenexperten mit den gleichen Massstäben durchleuchten würde, wie sie bei freikirchlichen Gemeinschaften Haare in der Suppe suchen, da wüsste ich nicht, was alles da zum Vorschein käme.


Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe Leo Bigger am Jahresende 2015 an der Explo in Luzern gehört. Da war nichts von irgendwelchen anzüglichen Witzen. Wenn das im Jahr 2004 möglicherweise noch stimmte, so muss das heute längst nicht mehr stimmen. Sowohl das ICF wie Herr Georg Schmid haben sich seither verändert, beide habe dazu gelernt.

Die Herdenschaf-Mentalität gibt es in jeder Gemeinde, überall gibt es die Alphatiere und die Mitläufer. Es gibt aber auch überall die kreativ Mitdenkenden und Mitgestaltenden, diejenigen, welche neue Ideen einbringen und ausprobieren. Zudem entwickelt sich jede Gemeinde, wenn sie es nicht täte, wären die Gottesdienste bald nicht mehr besucht. Die Formen verändern sich, das Wort Gottes bleibt im Zentrum. Weder kann eine Gemeinde und deren Leiter aufgrund eines 12 Jahre alten Artikels gerecht beurteilt werden, noch können daraus heute noch gültige Schlüsse gezogen werden.

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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon neueliebe14de » So 17. Apr 2016, 11:16

Wenn das hier nun der Bigger-Fanclub ist, werde ich wohl das Weite suchen....

Ich hatte verlinkt, weil laut Quellenangabe das ein Livenet Artikel von Daniel Gerber ist, wenn auch von 2004. Inzwischen hat sich Livenet ja eher pro ICF positioniert.

editiert

Es gibt natürlich neuere Berichte über die ICF und das Mentorsystem, diesen zum Beispiel :

http://www.jesus.ch/themen/gesellschaft ... rchen.html

Auch hier gilt : http://www.gidf.de :respekt:
Zuletzt geändert von doro am Mi 4. Mai 2016, 00:01, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Netikette, Punkt 1 und 18
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » So 7. Aug 2016, 10:11

Gerade gestern wurde ich (wieder mal) darauf hingewiesen, freundlich und bestimmt, mich endlich wieder einer Gemeinde anzuschliessen, das 'Internet- und Fernsehpredigten verfolgen' sei einfach nicht genügend; so von wegen "der Satan hat Anrecht auf mich und meine Liebsten..." Wenn ich Zeit hätte für 'Dies und Das', hätte ich auch Zeit, in den Godi zu gehen!! (Wobei dieser Mensch sich nicht mal annähernd ein Bild davon machen kann, was ich im Moment alles für Probleme um die Ohren habe... :mrgreen: )
Nun gut, es ist ja auch keine Frage von Zeit..., aber was soll ich mich da in (unnötige) Diskussionen einlassen.... Gott kennt mich und weiss Bescheid!
Den Godi besuchen oder nicht ist nun ja auch nicht der heilsbringende Punkt...
Klar 'Gehorsam' gehört zum Christsein....
LG lionne
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » So 7. Aug 2016, 12:06

Liebe Lionne,

gerne gehe ich auf Dein seelsorgerliches Aliegen ein. Ich beginne gleich einmal mit jenem Satz den Du so, als nebenbei, in Klammern gesetzt hast, versehen mit einem zynischen Mr. Green.

lionne hat geschrieben:(Wobei dieser Mensch sich nicht mal annähernd ein Bild davon machen kann, was ich im Moment alles für Probleme um die Ohren habe... :mrgreen: )


Als Familienvater mit einer behinderten Tochter bin ich mit dieser Erscheinung bestens vertraut. Mir hilft es, wenn ich in solchen Momenten meinen Blick von Gottes schwierigem Bodenpersonal wegwende, hin zu Gott, der bis ins Tiefste, was meine Person betrifft, mit den Verhältnissen vertraut ist.

Lionne hat geschrieben: so von wegen "der Satan hat Anrecht auf mich und meine Liebsten..."


Das ist im besten Falle Quatsch. Im schlechteren Falle ist das religiöse Manipulation.

Lionne hat geschrieben:Den Godi besuchen oder nicht ist nun ja auch nicht der heilsbringende Punkt...


Wenn es darum geht, nur so anonym den Godi zu besuchen, so besteht tatsächlich kein Unterschied zwischen life erlebt oder über das Fernsehen.

Eine andere Sache ist es, sich in ein Gemeindeleben zu integrieren. In einer lebendigen Gemeinde, nimmt man am Leben der Geschwister teil. Ausdruck vom Leben ist auch das Gebet, wo man die Beziehung zum Haupt der Gemeinde, Jesus Christus, pflegt. In einer lebendigen Gemeinde trägt man die Lasten gemeinsam und betet füreinander. Manchmal muss man sich dann in Hauskreisen auch einmal einen Ruck geben um sich mitzuteilen. Man kann manchmal auch das Gesicht verlieren, doch genau hier sind wir dann beim heilsbringenden Punkt.

Lionne hat geschrieben:Klar 'Gehorsam' gehört zum Christsein..


Nur aus Gehorsam in die Gemeinde zu gehen erscheint mir als Motiv zu schwach!! Weitaus besser ist es, wenn es aus einem inneren Verlangen heraus geschieht. Ein Verlangen, das der Heilige Geist den wir bei der Wiedergeburt empfangen haben, weckt. Je nach dem kannst Du auch Gott um dieses Verlangen bitten.

Dann ist es auch wichtig, dass wir nicht einfach in den erstbesten Godi hineinstolpern. Auch da können wir Gott bitten, dass er uns zeigt in welcher Gemeinde unser Platz ist.

Freundlicher Gruss
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » So 7. Aug 2016, 13:50

Besten Dank, lieber Firebird, für Deine aufschlussreichen Worte.
LG lionne :praise:
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Mariette M. » So 7. Aug 2016, 14:32

lionne hat geschrieben:Nun gut, es ist ja auch keine Frage von Zeit...,

Vermutlich ist es eher eine Frage der Prioritäten?
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Johelia » So 7. Aug 2016, 18:46

Mariette M. hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Nun gut, es ist ja auch keine Frage von Zeit...,

Vermutlich ist es eher eine Frage der Prioritäten?


Sorry Mariette,
Lionne vorzuwerfen, dass sie aus Mangel an Prioritäten keine Gemeinde sucht finde ich relativ happig. :cry:

Ich sags mal in Firebirds Worten.
firebird hat geschrieben:Das ist im besten Falle Quatsch. Im schlechteren Falle ist das religiöse Manipulation.



Ich verstehe Lionnes Situation sehr gut, da auch ich gemeindelos bin und momentan keinen Drang verspüre das zu ändern.
Ich habe zwei Gemeinden (1x55min weg, 1x 1h30 min weg) die ich gerne besuche. Für ein aktives Gde- Leben mit Besuchen abends oder vor der Arbeit morgens ist das zu weit.)

In verschiedenen Gemeinden habe ich relativ starke Mängel bei den (Schweizer-) Menschen entdeckt, speziell was die bedingungslose Liebe und Annahme anbelangt. Kam es Hart auf Hart, dann war meist der Eigennutz (zu viel nötiger Aufwand, eigener Ruhm und Position in der Gde) der jeweiligen Geschwister wichtiger als die Liebe zum Nächsten.

Dies hat mich gelehrt, dass das "Gemeindeleben" im deutschsprachigen Raum verbal stark überbewertet wird, aber im Grunde doch eher ein seichte Rinnsal bis Fatamorgana ist, anstelle eines unendlich tiefen Ocean's wie Jesus das Predigt.

Vermutlich halten mich meine tiefen Narben der letzten 50 Jahre davon, mich wieder vertrauensvoll europäischen Menschen in einer "Gemeinde" hingeben zu können.

Solane ich in Europa bin reicht mir daher vermutlich:
firebird hat geschrieben:Wenn es darum geht, nur so anonym den Godi zu besuchen, so besteht tatsächlich kein Unterschied zwischen life erlebt oder über das Fernsehen.


Liebe Grüsse
Johel
In den letzten Tagen (heute)...werden;2 die Menschen selbstsüchtig, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, ...mehr das Vergnügen lieben als Gott ...und Gottes Wort & Kraft verleugnen.
Und von diesen wende dich weg!
(basirend auf 2.Tim3)
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mo 8. Aug 2016, 10:42

Lieber Johelia,

ich erachte es als dringend nötig auf Deine Zeilen einzugehen.

Johelia hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Nun gut, es ist ja auch keine Frage von Zeit...,

Vermutlich ist es eher eine Frage der Prioritäten?


Sorry Mariette,
Lionne vorzuwerfen, dass sie aus Mangel an Prioritäten keine Gemeinde sucht finde ich relativ happig. :cry:

Ich sags mal in Firebirds Worten.firebird hat geschrieben:
Firebird hat geschrieben:Das ist im besten Falle Quatsch. Im schlechteren Falle ist das religiöse Manipulation.


Im Zusammenhang mit Mariettes Äusserung will ich keinesfalls jene Worte von mir, welche Du zitierst, äussern. Harte Worte würde ich dann formulieren, wenn Mariette Lionne bezichtigen würde, dass sie ihre Prioritäten falsch setzt. Doch sie schreibt lediglich von ihrer Vermutung. Anhand des Fragezeichens am Schluss sehe ich auch ihre Vorsicht bei dieser Äusserung.

Mariettes Frage können wir durchaus auch an uns gerichtet betrachten: Setzen wir unsere Prioritäten so, wie es Gottes Willen entspricht?

Wie wir unsere Prioritäten setzen hängt oftmals zusammen mit dem was wir lieben. Haben wir Gott lieb, dann geschieht es so ziemlich automatisch, dass wir die Prioritäten entsprechend seinem Willen setzen.

Wichtig ist auch noch zu wissen: Liebe kann man nicht befehlen !

Freundlicher Gruss
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Mo 8. Aug 2016, 18:33

firebird hat geschrieben:Wie wir unsere Prioritäten setzen hängt oftmals zusammen mit dem was wir lieben. Haben wir Gott lieb, dann geschieht es so ziemlich automatisch, dass wir die Prioritäten entsprechend seinem Willen setzen.

Ich möchte hier nun nicht eine (unnötige) Diskussion vom Zaun brechen, die mit dem eigentlichen Threadthema mehr oder weniger nichts zu tun hat.
Was nun die Vermutung von Mariette anbetrifft, will ich dazu lediglich sagen, dass sie damit falsch liegt, dass es auch keine Frage der Prioritäten ist. Ich weiss sehr wohl, was Prioritäten sind und wie man Prioritäten setzt. ;)
Auch Firebirds Einwurf kann ich für mich so nicht bestätigen: was meine Prioritäten angeht, hängen die in keiner Weise mit dem zusammen, was ich liebe/gernhabe.
Meine Prioritäten ergeben sich ganz klar aus den Lebensumständen, aus dem Lebenskampf, aus den Schwierigkeiten, die aus jeder möglichen und unmöglichen Ecke auf mich niederprasseln.... vielfach auch aus Gründen, weil die Menschen ihren Job nicht richtig machen!!! :shock: Die Arbeitsweise hat sich stark geändert in den letzten Jahren; das hat selbstverständlich viele Gründe, auf die ich hier nicht eingehen will... Wenn jemand x 1-A-Prioritäten hat, dann rückt die Gemeinde/das Gemeindeleben (das ja mehrheitlich nicht mehr ist als ein Freizeitclub - ich weiss harte Worte, aber so meine Erfahrung) in der Prioritätenliste (für mich) auf die letzten Plätze. So sieht's aus!
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Mariette M. » Mo 8. Aug 2016, 19:21

firebird hat geschrieben:
Im Zusammenhang mit Mariettes Äusserung will ich keinesfalls jene Worte von mir, welche Du zitierst, äussern. Harte Worte würde ich dann formulieren, wenn Mariette Lionne bezichtigen würde, dass sie ihre Prioritäten falsch setzt. Doch sie schreibt lediglich von ihrer Vermutung. Anhand des Fragezeichens am Schluss sehe ich auch ihre Vorsicht bei dieser Äusserung.

Mariettes Frage können wir durchaus auch an uns gerichtet betrachten: Setzen wir unsere Prioritäten so, wie es Gottes Willen entspricht?

Wie wir unsere Prioritäten setzen hängt oftmals zusammen mit dem was wir lieben. Haben wir Gott lieb, dann geschieht es so ziemlich automatisch, dass wir die Prioritäten entsprechend seinem Willen setzen.

Wichtig ist auch noch zu wissen: Liebe kann man nicht befehlen !

Freundlicher Gruss
Firebird

Danke, firebird... Du hast gut verstanden, worum es mir geht.
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon Mariette M. » Mo 8. Aug 2016, 19:28

lionne hat geschrieben:die Gemeinde/das Gemeindeleben (das ja mehrheitlich nicht mehr ist als ein Freizeitclub - ich weiss harte Worte, aber so meine Erfahrung)


Das ist schade, dass Du nur solche Erfahrungen kennst.

Ich erlebe es halt - zu meinem Glück - sehr anders.
Die Gemeinde ist für mich Rückhalt, Bestärkung, Trost, Aufrichten... und oft auch nur die PURE Freude, dass ich dort sein darf, dass ich nicht anonym, sondern geliebt und geschätzt bin, dass ich meinen Beitrag (Spenden, Aufräumen, Essen bringen, Chorgesang) leisten darf, damit die Gemeinde für viele Heimat wird.

Und - in meinem Fall - die Gemeinde ist der Ort, wo ich die Fülle des Lebens in der Kommunion erfahre.

Bin ich nur so privilegiert?
Lg Mary
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mo 8. Aug 2016, 21:59

lionne hat geschrieben: Auch Firebirds Einwurf kann ich für mich so nicht bestätigen: was meine Prioritäten angeht, hängen die in keiner Weise mit dem zusammen, was ich liebe/gernhabe.

Meine Prioritäten ergeben sich ganz klar aus den Lebensumständen, aus dem Lebenskampf, aus den Schwierigkeiten, die aus jeder möglichen und unmöglichen Ecke auf mich niederprasseln....

das hat selbstverständlich viele Gründe, auf die ich hier nicht eingehen will... Wenn jemand x 1-A-Prioritäten hat, dann rückt die Gemeinde/das Gemeindeleben .....

in der Prioritätenliste (für mich) auf die letzten Plätze. So sieht's aus!
LG lionne


Liebe Lionne,

bitte versteh mich nicht falsch! Keinesfalls möchte ich Dir einen Gemeindeeintritt aufschwatzen. Es wäre mir auch das Allerletzte Dich bezüglich Prioritäten setzen in die Enge zu treiben.

X 1A-Prioritäten zu haben, das ist wirklich sehr aufreibend. Während etlichen Jahren war bei mir der Berufsalltag im Bereitschaftsdienst so gestaltet. Auch musste ich mehrfach erleben, wie Vorgesetzte und Arbeitskollegen ihren Job schluderig ausführten. Was der Sache ein jähes Ende setzte, war ein Burnout und dann Depressionen. Schon in den Jahren vorher, war es nötig, dass ich Hilfe suchte.

Lionne und jetzt muss ich ganz ehrlich zu Dir sein: In der Gemeinde fand ich niemanden der mich kompetent beraten konnte. Hilfe fand ich auf ganz säkulare Weise, nämlich bei den entsprechenden medizinischen Fachpersonen.

Natürlich gab es in der Gemeinde Leute welche die Dinge kommentierten. Somit wären wir auch bei den Narben von denen Johelia geschrieben hat.

Doch in den Jahrzehnten seitdem ich Jesus Christus kennen darf, habe ich auch immer wieder positive christliche Gemeinschaft erlebt. Obwohl es mir manchmal auch zum resignieren zumute ist, will ich deshalb nicht alles samt und sonders völlig pauschal negieren. Dem Sinne nach zitiert hat Gerhard Terstegen einmal gesagt, dass ihm die Schwächen der Kinder Gottes lieber sind, als die Stärken der Welt.

Lieber Gruss
Firebird
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon maria139 » Di 9. Aug 2016, 07:53

lionne hat geschrieben:Nun gut, es ist ja auch keine Frage von Zeit..., aber was soll ich mich da in (unnötige) Diskussionen einlassen.... Gott kennt mich und weiss Bescheid!
Den Godi besuchen oder nicht ist nun ja auch nicht der heilsbringende Punkt...
Klar 'Gehorsam' gehört zum Christsein....
LG lionne


Hallo lionne

Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen ;) Sich Üben im Tun des Willens des Vaters im Himmel im Alltag freut Gott sicherlich mehr, als in eine Gemeinde zu gehen, wo es mitunter eher Nachfolger der Pharisäer als solche von Jesus Christus unserm Herrn und Erlöser gibt, somit biblische Diskussionen entstehen etc. weil viele glauben was sie geschrieben stehen, auch wenn man ihnen nachweisen kann, dass es sich um klare Fehlübersetzung handelt und/oder wo man die tätige Nächstenliebe predigt aber mehrheitlich versäumt umzusetzen, da man sonst glauben könnte, man sei der sogenannten Werksgerechtigkeit verfallen.

Ich gehöre zur evang.reformierten Landeskirche. Da ich keine Gemeinde gefunden habe, in der Jesus Christus und seine "Darstellung" vom allein wahren Gott, Versöhnung mit ihm und vermehrtes Leben nach seinem Willen im Zentrum stand, eher die AT-Gesetzlichkeit, und Menschen eher desillusioniert wurden statt zur segensreichen Nachfolge Jesus motiviert, man oftmals zu hören bekam mit Gott kummunizieren ginge nur beim Lesen in der Bibel, habe ich mich einem Hauskreis angeschlossen, zu dem mich eine mir gleichgesinnte Glaubensschwester in Jesus einlud.

Es gibt wohl für alle das "passende Gemeinschaftsgefüge". Ich war auch lange Zeit Solochristin und habe keine vermehrte Anfechtungen durch Satan erlebt. Im Gegenteil. Ich konnte mich -nebst meiner Teilzeitarbeitsstelle- voll und ganz meinen mir von Gott gegebenen Aufgaben widmen, im Gottvertrauen wachsen und Menschen helfen Gottes Liebe und Fürsorge ihnen gegenüber erkenntlich/erfahrbar zu machen. Das kann ich nun auch in der jetztigen Hauskreisgemeinschaft, weil dort insbesondere über die jeweiligen, wunderbaren Führungen/Fügungen Gottes ausgetauscht wird.

lg Maria
Jesus Christus ist für mich Masstab für wahre Göttlichkeit in AT und NT.z.B. betr. Johannes 12.45 / 14.9 I love Jesus deep down in my heart...
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon kingschild » Di 9. Aug 2016, 12:11

Mariette M. hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:die Gemeinde/das Gemeindeleben (das ja mehrheitlich nicht mehr ist als ein Freizeitclub - ich weiss harte Worte, aber so meine Erfahrung)


Das ist schade, dass Du nur solche Erfahrungen kennst.

Ich erlebe es halt - zu meinem Glück - sehr anders.
Die Gemeinde ist für mich Rückhalt, Bestärkung, Trost, Aufrichten... und oft auch nur die PURE Freude, dass ich dort sein darf, dass ich nicht anonym, sondern geliebt und geschätzt bin, dass ich meinen Beitrag (Spenden, Aufräumen, Essen bringen, Chorgesang) leisten darf, damit die Gemeinde für viele Heimat wird.

Und - in meinem Fall - die Gemeinde ist der Ort, wo ich die Fülle des Lebens in der Kommunion erfahre.

Bin ich nur so privilegiert?
Lg Mary


Ich hoffe nicht, das Du die einizige bist.

Ich fühle mich in meiner Gemeinde eigentlich recht wohl auch wenn ich mich nicht gerade als aktivsten bezeichnen würde, glaube ich dennoch das ich meinen Teil an Gaben einbringen kann.

Jeder Mensch ist ja sehr unterschiedlich und in einer Gemeinde erwächst sicher aus der Unterschiedlichkeit heraus nicht immer nur das Angenehme. Trotz allem sollte man sich dort wo man hingeht, sicher auch zuhause und angenommen fühlen.

Wir wissen das die Zeiten der Gemeinschaften auf allen Ebenen, nicht mehr die sind, welche sie noch zu den Zeiten der Apostelgeschichte in Jerusalem oder eben Griechenland, Mazedonien usw. waren. Die Möglichkeiten sind auch nicht mehr die gleichen wie damals.

Jeder Mensch ist sicher zuerst dem Leib und der Gemeinschaft Christi als ganzes verpflichtet und dies kann man sicher auch verbindlicher oder eben weniger verbindlicher leben und bezeugen. Dienen kann man sicher auch nicht nur in der Gemeinschaft.

Ich möchte dies auch nicht werten. Trotzdem glaube ich fest, dass die Gemeinschaft, ob sie nun lose gelebt wird oder verbindlicher, ein wichtiger Teil ist für uns Christen. Über die Form der Gemeinschaft möchte ich sicher nicht Vorgaben machen. Eines ist sicher, die ersten Christen um Jesus herum, waren immer als Gemeinschaft unterwegs und auch bei den Jüngern gab es ja wie wir wissen, Reibung. Die Gemeinde war zu dieser Zeit noch enger zusammen. Sicher gab es dort auch schon Menschen, die weniger diese Gemeinschaft pflegten und trotzdem Teil des Leibes Christi waren. Also auch damals gab es die zwölf um Jesus herum und solche die kamen, um halt wieder mal die Worte Jesus, in der Predigt zu hören.

Wir sollten uns sicher als erstes, als Teil dieses ganzen Leibes sehen aber ich denke wenn es unsere Situation zulässt eben noch ein weniger tiefer das Gemeinde leben zu pflegen, dies sicher etwas ist, dass man im Gebet vor Gott bewegen sollte, weil nicht alles was die Apostel uns vorgelebt haben ist heute eben falsch, weil sich die Zeit und Möglichkeiten änderten.

Mir ist durchaus bewusst, in dieser Zeit hatte man kein Internet und man war halt in der Gemeinde von Ehpesus oder Korinth angewiesen, das man einen Brief der Belehrung, Ermunterung, Ermahnung oder Zucht bekam. Heute können wir uns solche Informationen zu hauf im Internet oder in Bücherstuben oder wo auch immer besorgen.

Trotzdem glaube ich das eine Gemeinschaft, trotz den reibereien die dort eben auch entstehen können, sicher auch etwas sein kann, dass dann eben trägt und stärkt, wie dies in der Ehe ist. In guten und schlechten Zeiten wird in der Ehe der Zusammenhalt geübt und das gemeinsame vorwärts gehen. Genau gleich kann das auch ihn einem grösseren Verbund, eben geübt werden.

Ein Verbund hat meist eben nicht nur die schönen Seiten aber zusammen wachsen, ist sicher etwas, das uns auch in der heutigen Zeit vorwärts bringen kann, nicht nur dann wenn alles optimal läuft und nach unseren Vorstellungen geschieht.

Wie gesagt ich bin im Gemeinde leben auch eher locker unterwegs, trotzdem fühle ich mich mit der Gemeinde verbunden.

Sicher der Geist Gottes kann uns wenn wir das Wort lesen auch züchtigen. Trotzdem seien wir ehrlich zu uns selbst, dort ist es einfacher es nicht hören zu wollen, weder wenn man vielleicht eben auch verbindlich wieder auf etwas hingewiesen wird. Eine Predigt oder ein Hinweis im rechten Zeitpunkt erscheint uns vielleicht nicht immer erbaulich und angenehm für das Fleisch aber dies muss noch lange nicht heissen, das es nicht zur Erbauung gedacht war.

Schauen wir uns mal das erste Gemeindeleben an, für uns heute unvorstellbar aber war es nicht das was den Leib Christi sehr rasch wachsen liess, zu dieser Zeit? Die Frucht daraus ist ja uns allen bekannt.

Apg 2:42
Sie hielten beharrlich an der Lehre der Apostel fest, an der geschwisterlichen Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den gemeinsamen Gebeten. 43 Es kam aber eine Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel.
44 Alle Gläubigen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam;
45 die Güter und Habe verkauften sie und verteilten sie unter alle, je nachdem einer es bedurfte.46 Und täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens,
47 lobten Gott und hatten Gunst bei dem ganzen Volk.
Der Herr aber tat täglich solche, die gerettet wurden, zur Gemeinde hinzu.

Also die Frucht dieser Treue, welche ja durch den Geist gewirkt war und trotzdem sicher nicht immer die einfachste Form war, für den einzelnen Menschen, wird uns hier eben schon in aller Deutlichkeit durch das Wort vor Augen geführt.

Gott ist ein Gott der Vielfalt aber wenn die Vielfalt als eins verbindlich gebündelt wird, heisst dies sicher nicht das dies heute, Schnee von gestern wäre. Eines ist aber sicher, es sollte nicht ein Zwang sein oder ein Krampf werden, sondern es sollte aus der Erkenntnis, Freude und der Kraft Gottes heraus gelebt werden.

Jeder Verbund ob gross oder klein, bringt ein wenig Verbindlichkeiten mit sich, die von unserem Fleisch nicht immer als angenehm empfunden werden, gerade wenn es Konstant bleibt oder die Verbinung geprüft wird.

Auch ich habe in dieser Hinsicht noch viel zu lernen, betreffend Verbindlichkeit aber eines kann ich bezeugen, die Apostel waren in dieser Sache ein sehr gutes Vorbild und die Frucht daraus, kann man auch heute noch als vorzügliches Vorbild nehmen. Ungeachtet wo man im Moment selber steht oder sich berufen sieht oder die Kraft und Zeit hat oder eben nicht hat.

God bless
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » Mi 10. Aug 2016, 12:45

maria139 hat geschrieben:Es gibt wohl für alle das "passende Gemeinschaftsgefüge". Ich war auch lange Zeit Solochristin und habe keine vermehrte Anfechtungen durch Satan erlebt.

Da bin ich jetzt aber froh! :D

Heute Mittag sah ich zufällig eine Schwester in Christus, die mit dem Velo unterwegs war und extra noch umgekehrt und abgestiegen ist, um mich zu fragen wie es mir geht.
Sie hat mir gesagt, es geht mir wie es mir geht, weil ich nicht in die Gemeinde gehe! Sie ist auch eine 'Gemeinde-enttäuschte-Christin' und will mir ihre Gemeinschaft vorstellen, wo sie jetzt hingeht.
Ich werde mich mal darauf einlassen und bei Gelegenheit mal schauen, was das für ein Völkchen ist! ;)
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon firebird » Mi 10. Aug 2016, 14:07

lionne hat geschrieben:...... Sie ist auch eine 'Gemeinde-enttäuschte-Christin' und will mir ihre Gemeinschaft vorstellen, wo sie jetzt hingeht.
Ich werde mich mal darauf einlassen und bei Gelegenheit mal schauen, was das für ein Völkchen ist! ;)
LG lionne


Liebe Lionne,

dass Du Dich auf das Angebot Deiner Glaubensschwester einlässt, dazu möchte ich Dir gratulieren! :applause: :applause:

Das sind nun wirklich erfreuliche Zeilen die wir von Dir lesen dürfen. Ich bin sogar ein tief Gemeinde-enttäuschter Christ und nehme seid einiger Zeit nur marginal am Gemeindeleben teil. Deshalb weiss ich, was es bedeutet sich wieder einen Ruck zu geben um wieder einen Schritt in Richtung Gemeinde zu tun. Ich kenne auch die tief sitzenden Ängste wieder erneut frustriert zu werden.

Erzähle uns doch ein bisschen von Deinen ersten Eindrücken von diesem Völkchen.

Lieber Gruss
Firebird
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » So 29. Apr 2018, 10:15

Ja, lange ist's her....
Nun gut, aus diesen Begegnungen mit "diesem Völkchen" haben sich zwei Bekanntschaften ergeben mit zwei Frauen, die ganz nahe hier bei mir im Quartier wohnen (kannte sie vom Sehen her schon). So sehen wir uns ab und zu, wenn auch nur zufällig. Eine von ihnen, lädt mich immer zu sich ein, aber bisher konnte (oder wollte!?) ich das nicht einrichten können...
Auf jeden Fall kurz zusammengefasst: Bin nach wie vor 'Solochrist' und gehe ab und zu in einen GoDi in mir bekannte Gemeinden hier am Ort: Also rein in den GoDi, mitmachen, singen, Predigt hören, nach dem GoDi ein bisschen Small Talk (kenne ja die meisten noch von früher...) und dann ab >>> ein Haus weiter! ;)
Habe ja nun auch (einmal mehr) festgestellt, dass da viele 'Solochristen' rum sind.... Dann kenne ich ja auch Menschen, die gehen schon jahrelang jeden Sonntag in den GoDi, jede Woche in den Hauskreis , aber da frage ich mich dann schon: zwischen Theorie und Praxis klafft eine grosse Lücke! :mrgreen:
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Re: Christen ohne Gemeinde

Beitragvon lionne » So 29. Apr 2018, 10:34

Mariette M. hat geschrieben:Liebe Lionne,
könnte es aber nicht sein, dass gerade deine versöhnliche Art bei solchen Zänkereien hilfreich wäre? Warum willst Du den Geschwistern das vorenthalten?
lg Mary

Da könntest Du Recht haben; da könnte ich sicherlich etwas (Positives) beisteuern.
Aber ist es das wert? Das sind ja meistens wirklich 'dumme', nebensächliche (Luxus-)Problemchen, die da Anlass zu Missstimmigkeiten geben.
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