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Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: doro

Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » Fr 8. Mai 2015, 13:25

...oder sollte stets auch nach ihrer "Nützlichkeit" gefragt werden?
Totalitäre Denkrichtungen wie der Kommunismus oder ein dogmatisch ausgelegtes Christentum scheinen mir stets die zweite Frage vor allem zu bejahen. Die erste wird oft eher als schöngeistiges Tun bezeichnet.
Ausgehen möchte ich -in Bezug auf das Christentum- auf die Begründung, mit der in den 80er Jahren des 20. Jh. Hans Küng als Professor die Lehrberechtigung für die rkK verlor. Wörtlich heißt es dort, und der Gedankengang wurde reichlich in Kabaretts verwertet: "Glauben ist hauptsächlich etwas für einfache Menschen . Folgten wir ihrer Gedankenhöhe, so wäre ein intelltuelles Christentum die Folge, das die Mehrzahl vom Glauben entfremden würde."
Allzuhoch hinaufkommen, das führt nach Meinung der kirchlichen Glaubenswächter mglw. zu einer unerträglichen Gottesnähe, die viele im geistigen Halbdunkel der Masse völlig verwirren würde.
Ähnlich erhellend scheint mir der Kommentar eines Menschen, der sich viel mit Denken beschäftigt, was ja die Mehrheit eher überanzustrengen scheint: "Christentum, das ist -genau besehen- Platonismus fürs Volk."
Nun habe ich -erstaunlicherweise- vor einigen Monaten bei meinem letzten Besuch von einem christlich-überzeugten Viel-User die Antwort bekommen, Platon kenne er eigentlich garnicht.
Nachtigall, ich höre Dir trapsen." :-)

Frage ans Forum: Ist Wahrheit also nicht so sehr etwas, der man sich in mühevoller, ehrlicher Suche allmählich nähern sollte? Sollte man vielmehr schauen, das sie "vermarktbar" ist, dass sie "Quote macht". um neudeutsch auf RTL-Niveau zu sprechen? Macht, Geld und Ansehen konnte in 2000 Jahren sicherlich mit der Folklore-RTL-Masche a la Vatikan erreicht werden. Aber kommt es nicht auf etwas Anderes an?
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon jes_25913 » Fr 8. Mai 2015, 14:24

Hallo Hermann,

zunächst zwei Gegenfragen: Kann man ohne Wahrheit leben? Kann Wahrheit überhaupt wertlos sein, ist sie nicht immer "nützlich"?

Offensichtlich hat die Wahrheit unter den Menschen keinen hohen Stellenwert. Die meisten Menschen können ganz gut ohne sie leben. Allerdings nur, weil sie die wesentlichen Wahrheiten nicht kennen...Deshalb sind sie dann von so vielem überrascht: dem Leid in der Welt und dem, das sie selbst aus heiterem Himmel trifft, davon, dass so vieles misslingt, sie wider erwarten doch nicht glücklich werden, Gebete nicht "erhört" werden, Fragen unbeantwortet und das "Wort Gottes" widersprüchlich bleiben, usw. usf.

Im Grunde müsste also selbstverständlich sein, dass Wahrheit zum Leben unverzichtbar ist.
Aber man hat sich an die "Unlösbarkeit" der Probleme gewöhnt und so erwartet man die Lösung im Leben nach dem Tod. Aus dieser Geisteshaltung entstanden die einfachen Antworten: im evangelischen Bereich, dass die Gnade genüge - ohne dass sie zu einer radikalen Umgestaltung führt, und im katholischen Bereich, dass die Sakramente heilsnotwendig wären.

Dagegen wendet sich Jesus, der allein auf die Wahrheit setzt: "Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit, wird euch freimachen" (Jo. 8,32). Und damit es keine Missverständnisse gibt: Frei, von jeglichem Leid!


LG,
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » Fr 8. Mai 2015, 15:31

Jes, wie nicht anders zu erwarten, kann ich jede Deiner Zeilen unterstreichen. Ich danke Dir.
Ich denke, dass Du einen Taize-Satz als Beobachtung auch treffend findest: "Jeder spricht hier von dem, was er vom Evangelium verstanden hat." Und: "Man kann einer Kuh keinen Sattel aufbinden", wie ein deftiges deutsches Sprichwort sagt. Was zum Format eines Menschen nicht passt, das nimmt er nicht an. Auch wenn er ahnen mag, dass es schlicht und ergreifend wahr sein könnte, was er da kaum versteht oder was ihm "zuwider" ist. Der Satire-Satz: "Sie haben Recht, aber meine Meinung gefällt mir besser," scheint auch mit einem Augenzwinkern in dieser Richtung "beobachtungs-wahr" zu sein.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Fr 8. Mai 2015, 18:16

Die ewige Frage: Was ist Wahrheit.

Eigentlich wird immer nur behauptet, man habe recht und stehe auf einer Stufe mit Christus, denn sonst müßte man ja eingestehen, ihn nicht völlig begreifen zu können.

Besonders wenn Philosophen behaupten, die Wahrheit zu kennen muß man heftig widersprechen.
Haben die denn irgendeine Verbindung zu den Gesetzmäßigkeiten der übergeordneten, unsichtbaren Wirklichkeit Gottes oder bemühen sie nur das völlig unzureichende menschliche Denkvermögen ? Sinnieren sie in Wahrheit nur verschiedenen religiösen Texten nach ? Was soll das schon bringen ohne transzendente Erkenntnis Gottes ?

lg, oTp
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » Fr 8. Mai 2015, 20:36

Du vergißt die Philosophen, die nach einer Transzendenzerfahrung ihre Gedanken Richtung Gott polen.
Der Ausgangspunkt meiner Argumentation, die skandalöse, entlarvende Begründung, mit der Küng rausgeworfen wurde, von Leuten, die auf "intellektuelle Mittelmäßigkeit" pochten, die Küng leider nicht eingehalten habe und er sich daher nicht konsumenten-gerecht verhalten habe... Auf das gehst du nicht ein!
Die kirchl. Urteilssprecher damals, standen die wohl auf einer Stufe mit IHM?
Philos. behaupten übrigens viel seltener als Kirchentheologen, Wahrheits-Fachleute zu sein. Aber für mich sind sie hervorragende Helfer, um Widersprüche und Unmöglichkeiten im philos. Unterbau der kirchlichen Dogmatik plausibel zu begründen.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon jes_25913 » Fr 8. Mai 2015, 20:55

onThePath hat geschrieben:Die ewige Frage: Was ist Wahrheit.

Eigentlich wird immer nur behauptet, man habe recht und stehe auf einer Stufe mit Christus, denn sonst müßte man ja eingestehen, ihn nicht völlig begreifen zu können.

Besonders wenn Philosophen behaupten, die Wahrheit zu kennen muß man heftig widersprechen.

lg, oTp


Klar, man muss nur die Vorurteile pflegen! Hier ein kleiner Auszug aus Fichte, der zeigt, dass er das Evangelium besser verstanden hat als viele Christen:
Ebensowenig ist die Rede von einem Glauben an sein stellvertretendes Verdienst. Jesus ist bei Johannes zwar ein Lamm Gottes, das der Welt Sünde wegträgt, keinesweges aber ein solches, das sie mit seinem Blute einem erzürnten Gotte abbüsst. Erträgt sie weg: Nach seiner Lehre existiert der Mensch ausser Gott und Ihm gar nicht, sondern er ist tot und begraben; er tritt gar nicht ein in das geistige Reich Gottes; wie könnte doch der arme, nichtseiende, in diesem Reiche etwas verwirren und die göttlichen Plane stören? Wer aber in Jesum, und dadurch in Gott sich verwandelt, der lebt nun gar nicht mehr, sondern in ihm lebt Gott; aber wie könnte Gott gegen sich selbst sündigen? Den ganzen Wahn demnach von Sünde, und die Scheu vor einer Gottheit, die durch Menschen sich beleidigt finden könnte, hat er weggetragen und ausgetilgt. 

So wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in Finsternis (so wir mit Gott vereinigt zu seyn glauben, ohne dass in unserem Leben das göttliche Wirken herausbricht), so lügen wir (und sind nur Phantasten und Schwärmer). So wir aber im Lichte wandeln, so wie Er im Lichte ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander; und das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes (keinesweges sein, im metaphysischen Sinne, zur Abbüssung unserer Sünde vergossenes Blut, sondern sein in uns eingetretenes Geblüt und Gemüt, sein Leben in uns)! macht uns rein von aller Sünde,« – – und hebt uns weit weg über die Möglichkeit zu sündigen.


Ich könnte noch viele zitieren.

LG,
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Fr 8. Mai 2015, 20:59

Jes, Ausnahmen bestätigen, wenn es positive gibt, die Regel. Aber Fichte gefälält mir nicht wirklich.
Man nehme und verallgemneinere.

Warum meinst übrigens Du, den Durchblick zu haben ?

lg, oTp
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » Sa 9. Mai 2015, 06:25

otp, könntest du mal auf Jes eingehen?? (Danke, übrigens,Jes, die Argumentationslage der Kirchen ist ja noch schlimmer als ich ahnte). Ein Prof. sagte neulich, ob denn keiner merke, dass es schon im Anfang vier Christentümer gebe, die kirchlich-künstlich zu einer "Synopse" zusammengepresst wurden. Jeder, lieber otp, meinte nämlich, den Durchblick alleine gehabt zu haben.
Offenbar hältst du es mit Adenauer: Wenn ich 51% der Lehre einer Partei/Kirche gut finde, trete ich in sie ein. Nobody ist perfect.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon jes_25913 » Sa 9. Mai 2015, 07:29

onThePath hat geschrieben:Jes, Ausnahmen bestätigen, wenn es positive gibt, die Regel.

Hallo OTP,

nein, nicht Ausnahmen. In der Regel hat ein Philosoph recht gegenüber einem Nichtphilosophen. Denn, wie schon Jaspers schrieb:
"Der Philosophie ist nicht zu entrinnen. Es fragt sich nur, ob sie bewußt wird oder nicht, ob sie gut oder schlecht, verworren oder klar wird. Wer die Philosophie ablehnt, vollzieht selber eine Philosophie, ohne sich dessen bewußt zu sein."


Aber Fichte gefälält mir nicht wirklich.
Das mag sein. Aber es geht ja in der Wahrheit auch gar nicht um ein "Gefallen".
Das Folgende sagt auch Jaspers, und zu dieser Ansicht kommt auch jeder, der die Wahrheit sucht:
Haben wir mit unserer philosophischen Grundoperation die Fesseln gelöst, die uns am Objekte als an das vermeintliche Sein selbst binden, so verstehen wir den Sinn der Mystik. Seit Jahrtausenden haben Philosophen in China, Indien und dem Abendlande etwas ausgesprochen, was überall und durch alle Zeiten gleich, wenn auch in der Mitteilungsweise mannigfach ist: Der Mensch vermag die Subjekt-Objekt-Spaltung zu überschreiten zu einem völligen Einswerden von Subjekt und Objekt, unter Verschwinden aller Gegenständlichkeit und unter Erlöschen des Ich. Da öffnet sich das eigentliche Sein und hinterläßt beim Erwachen ein Bewußtsein tiefster, unausschöpfbarer Bedeutung. Für den aber, der es erfuhr, ist jenes Einswerden das eigentliche Erwachen und das Erwachen zum Bewußtsein in der Subjekt-Objekt-Spaltung vielmehr Schlaf.

Warum meinst übrigens Du, den Durchblick zu haben ?

lg, oTp


Weil mir die Wahrheit existentiell wichtig wurde. Weil ich ohne sie nicht weiter leben konnte. Auf Meinungen kann man doch kein Leben gründen! Nur die Wahrheit ist der Fels, auf dem man sein Haus bauen kann, wie Jesus sagt.

LG,
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Sa 9. Mai 2015, 09:24

Jes, erzähle mir nicht immer wieder das Gleiche, ich beschäftige mich selber mit sämtlichen Religionsinhalten seit langen Jahren. Eigentlich gibt es für mich nichts Neues mehr. Gerade deshalb ist Dein und Hermanns Gerede nichts was mich weiter bringen kann.

Und das lächerliche "Wir wissen mehr als Du" klingt deshalb penetrant dümmlich.
Ist ja nichts dabei, was ich nicht schon ausgiebig durchdacht hätte.

Ich schätze auch jede Kritik.
Gute Kritik an Christen können sogar einfache Menschen äußern.
Weltliche Philosophen können Kritik an Christen mit scharfem Verstand gut artikulieren.

Wären da noch all die Religionsgründer, die "medialen" "Seher" wie Lorber, die "Durchblicker" wie Rudolf Steiner, die Esoteriker die überall was annehmen was nach übersinnlichen Berührungen aussieht, die Weisheit Laotses und Konfutius, die Lehren der Hindus und ihrer Gurus...
Viel Stoff ihr Beiden.

Was ihr nie kapiert ist, dass im Christentum viele Vorbilder des Glaubenslebens sind. Darunter hervorstechend die Wüstenväter und Ordensgründer. Aber auch viele Unbekannte, einfache Menschen, die ein Segen für viele Menschen waren.

Phiolosophie hat immer recht ?
Christen bauen immer auf billige Gnade ?

Und weiterer pauschaler Unsinn... :tongue:

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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » Sa 9. Mai 2015, 09:41

Jes, danke für Dein tolles Zitat, wo die Mystik prägnant als der Stoff gesehen wird, der die Brücke zu allen Philosophien und Religionen herstellen kann. Welch`eine Chance darin liegt, das unselige Streiten der Kulturen endlich einzudämmen. Aber klar, welche in allen Kulturen dagegen wettern: Die Ayathollas im Iran sehen die ähnlich denkenden Sufis als so gefährlich für ihren kleinkarierten Fundamentalismus an, dass sie sie schlicht verbieten. Otp ist sicher kein reinrassiger Fundi, aber im entscheidenden Moment nimmt er deren Grundpositionen ein.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Sa 9. Mai 2015, 09:45

Hermann hat geschrieben:Jes, danke für Dein tolles Zitat, wo die Mystik prägnant als der Stoff gesehen wird, der die Brücke zu allen Philosophien und Religionen herstellen kann. Welch`eine Chance darin liegt, das unselige Streiten der Kulturen endlich einzudämmen. Aber klar, welche in allen Kulturen dagegen wettern: Die Ayathollas im Iran sehen die ähnlich denkenden Sufis als so gefährlich für ihren kleinkarierten Fundamentalismus an, dass sie sie schlicht verbieten. Otp ist sicher kein reinrassiger Fundi, aber im entscheidenden Moment nimmt er deren Grundpositionen ein.


Ja klar: Mystik erleben etwas, was sie deuten und Philosophen verwerten das dann weiter mit ihrem materiellen, menschlichen Denkvermögen.
Das ist der ewige Eiertanz, Gott begreifen zu wollen, es aber nicht zu können.
Auch wenn Einiges begriffen wird dabei und klarer wird, es bleibt Stückwerk mit Irrtum.
Noch nicht mal die Mystiker können alles begreifen, was sie da erleben, und schwieriger wird es noch es auszudrücken, nach Worten und Begriffen zu ringen so fremd ist es dem Menschen.

Hermann, wer andauernd so grundschlecht über Christentum und Christen redet wie Du, dabei absolut nicht sieht, dass es genug Mönche gab, die alles taten was dir vorschwebt, der nicht wahrhaben will, Jesus Lehre auch genügt, um richtig zu leben, auch für einfache Menschen, kann gut immer weiter das Christentum schwarz malen.

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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » Sa 9. Mai 2015, 10:43

otp, Du schaust nur auf die guten Seiten mancher Christen, auf die eine oder andere gute Unterströmung, die es natürlich auch dort gibt. Aber dass die Hierarchie einen anderen Wind wehen lässt, der nicht an den HG erinnert, darauf gehst Du nicht ein. Wenn Walter Nigg nachträglich zum Irrlehrer erklärt werden wird, dann würdest Du Deiner Mutter Kirche vermutlich immer noch treu bleiben.
Und das gilt nicht nur für die rkK: Als der aufrechte Dietrich Bonhoeffer mit 18 gefragt wurde, wie er auf die Schnapsideee käme, dieser (ev.) Kirche dienen zu wollen, sagte er sinngemäß: "Ich weiß Bescheid, was da läuft. Ich will die Kirche aber reformieren." Sein späteres Credo "Der Gott, des es gibt, gibt es nicht!" wurde selbstverständlich nicht in den Katechismus aufgenommen. Man lobt ihn wg. seiner Martyrerhaltung und dann - schweigt man wie Du, weil die "Verwirrung" beim geistlichen Fußvolk neue Austrittswellen zur Folge hätte.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Sa 9. Mai 2015, 14:54

Wenn Walter Nigg nachträglich zum Irrlehrer erklärt werden wird, dann würdest Du Deiner Mutter Kirche vermutlich immer noch treu bleiben.


Hermann, gehe nicht immer von negativen Vermutungen aus. Ich passe nicht in Deine kleine enge Negativ-Kiste. ;) Du solltest anfangen, umsichtiger zu formulieren.

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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon jes_25913 » Sa 9. Mai 2015, 15:40

onThePath hat geschrieben:Jes, erzähle mir nicht immer wieder das Gleiche, ich beschäftige mich selber mit sämtlichen Religionsinhalten seit langen Jahren. Eigentlich gibt es für mich nichts Neues mehr. Gerade deshalb ist Dein und Hermanns Gerede nichts was mich weiter bringen kann.

Man kann sich mit vielem beschäftigt und doch nichts verstanden haben. Es kommt auf das Verdauen der Informationen, auf die Verarbeitung an. Das vermisse ich bei Dir. Deshalb nehme ich Dir das nicht ab:

Ist ja nichts dabei, was ich nicht schon ausgiebig durchdacht hätte.

Ich schätze auch jede Kritik.

Und dann diese Überheblichkeit:
Was ihr nie kapiert ist, dass im Christentum viele Vorbilder des Glaubenslebens sind. Darunter hervorstechend die Wüstenväter und Ordensgründer. Aber auch viele Unbekannte, einfache Menschen, die ein Segen für viele Menschen waren.
Natürlich schätze ich die Vorbilder im Glaubensleben. Eben die Wüstenväter, Tauler, Seuse, Eckehardt und wie sie alle heißen. Aber diese Mönche sind eben Mystiker und nicht Dogmatiker.
Phiolosophie hat immer recht ?
Philosophie ist erst einmal nichts anderes als geordnetes Denken. Alles Bekannte versucht sie an die Stelle zu setzen, wo es hingehört. So kann man philosophische Aussagen dort in Frage stellen, wo neue Fakten auftauchen, die dem bisherigen System widersprechen oder wo man einen logischen Fehler feststellen kann. Philosophie bietet also einen zuverlässigen Zusammenhang des Wissens auf dem gebaut werden kann, da sich die Ableitung der Gedanken verfolgen lässt. Es ist ähnlich, wie in der Wissenschaft. Es gäbe keine Wissenschaft und Technik, wenn man so chaotisch Gedanken in die Welt setzten würde, wie das von den Gläubigen aller Colour - also nicht nur den christlichen - geschieht.
Christen bauen immer auf billige Gnade ?
Die Mehrheit...
Und weiterer pauschaler Unsinn... :tongue:

lg, oTp


Ich will ja gerade differenzieren. Das Pauschale kommt meistens von anderen: die böse Philosophie, die bösen Religionen, der teuflische Hinduismus, die gefährliche Esoterik, der Okkultismus ,die böse Psychologie, und erst C.G. Jung! usw. usf.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Sa 9. Mai 2015, 17:57

Ich will ja gerade differenzieren. Das Pauschale kommt meistens von anderen: die böse Philosophie, die bösen Religionen, der teuflische Hinduismus, die gefährliche Esoterik, der Okkultismus ,die böse Psychologie, und erst C.G. Jung! usw. usf.


Wenn Du Dir von allem etwas für Dich zusammenbastelst, rede ich natürlich gegen taube Ohren.


Und da, Jes, stehen wir ganz einfach völlig im Gegensatz. Du mußt es ja nicht annehmen.
Ich kann auch nichts dran machen, wenn Du es nicht magst, dass ich davor warne.

Übrigens zeigst Du wieder mal völlige Unfähigkeit darin, das Gute und das Gefährliche abzuwägen und legst mir wieder falsche Worte in den Mund.

Die Psychologie hat ihre Berechtigung, liegt aber völlig falsch, wenn sie atheistisch geprägt ist,
Ich bewundere die Weisheit und Gottessehnsucht des Hinduismus,
Sehe in der Philosophie Schönes an hohem Denken und Unsinn, wenn Gott in Abrede gestellt wird mit geschliffenen Worten,
Habe eine deutliche Vorstellung, was C.G. Jung eigentlich lehrt und das hat mit seinem aktiven Spiritismus zu tun
Und die Esoterik ist ein Haufen komischen und leichtsinnigem Umgangs mit dem Übernatürlichen.

Dein Problem, wenn Du diese Warnungen von christlicher Seite achtlos in den Wind schießt.
Da hast Du wirklich Entscheidenes nur halb verdaut und nicht begriffen.

Man kann sich mit vielem beschäftigt und doch nichts verstanden haben. Es kommt auf das Verdauen der Informationen, auf die Verarbeitung an.

Tja, Jes, so ist das: Einer von uns leidet auf jeden Fall an schlechter Verdauung. Das bewirkt dann faulige (Denk-)Prozesse im Hirn, wie es nun mal bei Verdauung so ist.

Natürlich schätze ich die Vorbilder im Glaubensleben. Eben die Wüstenväter, Tauler, Seuse, Eckehardt und wie sie alle heißen. Aber diese Mönche sind eben Mystiker und nicht Dogmatiker.

Aber dennoch, Jes, machst Du das Christentum schlecht und nicht mal im Traum arbeitest Du daran, "das innere Christentum" von dem Du ja hier sprichst, hier im Forum zu vertreten.
Was man schätzt zertritt man natürlich nicht. Statt dessen sucht man die Perlen. und erzählt planlosen Schäfchen von diesen Schätzen ihres christlichen Glaubens. Authentisch ist das ja nur, wenn man nicht entgrenzt vom Christentum weg zu Wiedergeburt und von anderen Deutungsversuchen zu Jesus.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » So 10. Mai 2015, 06:56

Ja, otp hat recht, was das Thema Wiedergeburt anbetrifft. Wir sind doch alles Demokraten, nicht wahr :) ? Und dem Konzil von Nicäa lag ein Antrag von Kardinälen vor, die Wiedergeburt (Reinkarnation im Sinne Platons und Asiens)zum Teil der christlichen Lehre zu machen. Lasst Euch diese Worte auf der Zunge zergehen: Nicht nur festzustellen, dass sie "denkbar ist und nicht im belegbaren Widerspruch zum Gottglauben", sondern der wäre ein Ketzer genannt worden, der sie leugnet. Einige werden auch hier wissen, wie die Abstimmung ausging: Lächerliche 48,7% waren dafür, 51,3 dagegen.
Die in einer demokratischen Abstimmung von Geweihten Unterlegenen sollen doch bitte mal endlich den Mund halten, siehe das doch endlich ein,Jes?!
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » So 10. Mai 2015, 09:53

Du taktierst nur, Hermann.

Nenne mir nur einen Menschen, der die Richtigkeit der Wiedergeburt bewiesen hat.
Erst dann könntest Du sie als Wahrheit werten. Was Du machst ist nichts weiter als Manipulation, um die unbeweisbare Wiedergeburt als Glaubenswahrheit durchzusetzen.

Es hat schon seine Richtigkeit, dass die christliche Lehre die Wiedergeburt nicht als Wahrheit akzeptiert.
Wo in der Bibel wird sie denn gelehrt ?

Du gehst nur davon aus, dass Du klüger bist als die Lehre der Bibel und dass die orientalischen Lehren wahr sind.

Woher kommt es, dass Du gegen Christen und Bibel argumentierst? Weil Du grundsätzlich dagegen bist. Denn auch Christen und Mönche die Du schätzt dienen Dir nur wiederum als Argumente gegen Bibel und Christentum. Was Du gut an ihnen findest dient nur Deiner vom Christentum sehr distanzierten Weltanschauung.

Gerade auch mit der Wiedergeburt habe ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten als denkender und vernunftsfähiger Mensch auseinander gesetzt. Es ist sogar grundsätzlich so, dass menschliches Heil nicht mal erfordert, an die Wiedergeburt zu glauben. Aber für die indische Erlösung geht es ja auch darum, ein Niveau von Göttlichkeit zu erreichen. Da braucht man dann zwingend den Gedanken der Wiedergeburt als Glaubenswahrheit.



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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon jes_25913 » So 10. Mai 2015, 11:34

onThePath hat geschrieben: Aber für die indische Erlösung geht es ja auch darum, ein Niveau von Göttlichkeit zu erreichen. Da braucht man dann zwingend den Gedanken der Wiedergeburt als Glaubenswahrheit.

lg, oTp


Schön, dass Du das erkennst. Du kannst also auf die Wiedergeburtslehre nur deshalb verzichten, weil Du Dir, wie viele andere, aus der Bibel nur das heraussuchst, was Dir passt.

Auch das Christentum erfordert das Niveau der Göttlichkeit zu erreichen:

Matth. 5, 48 Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.
Rö 8,29 29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

Martin Luther: Deshalb wird Gott Mensch, damit der Mensch Gott
werde. (Sicut verbum Dei caro factum est, ita certe oportet et quod caro
fiat verbum. Nam ideo verbum fit caro, ut caro fiat verbum. Ideo Deus fit
homo, ut homo fiat Deus.) (WA.5, 167, 40) (Schönborn, 3)
3. Christus und der Glaubende werden „wie eine Person“ (quasi una
persona) (WA. 40,1, 285)
4. Der Glaubende ist ein göttlicher Mensch (homo divinus) (WA 40.1.390)
(TRE, Theosis).


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1. Wenn der Mensch zu solcher vollkommener Gleichheit Gottes gelangt
ist, dass er ein Geist mit Gott und eins mit im geworden ist und in Christo
die ganzheitliche Kindschaft erreicht hat, so ist er so groß, so reich, so
weise und mächtig wie Gott, und Gott tut nichts ohne einen solchen
Menschen, denn Er ist eins mit ihm. Er offenbart ihm all seine
Herrlichkeit. Wer Gott hat, der hat mit Gott alles was Gott hat. Oh die
unbeschrei


ARCHIMANDRIT GEORGIOS. “Welches ist dieses Ziel? Die Vergöttlichung. Das Einswerden des Menschen mit Gott, nicht auf äußerliche oder sentimentale Weise, sondern existentiell, tatsächlich.”

LG,
jes
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon jes_25913 » So 10. Mai 2015, 11:45

onThePath hat geschrieben:
Natürlich schätze ich die Vorbilder im Glaubensleben. Eben die Wüstenväter, Tauler, Seuse, Eckehardt und wie sie alle heißen. Aber diese Mönche sind eben Mystiker und nicht Dogmatiker.

Aber dennoch, Jes, machst Du das Christentum schlecht und nicht mal im Traum arbeitest Du daran, "das innere Christentum" von dem Du ja hier sprichst, hier im Forum zu vertreten.

Ich habe zu keinem Zeitpunkt das Christentum schlecht gemacht. Für mich ist der christliche Glaube das Wertvollste, das es gibt. Gerade deshalb nehmen alle die an mir Anstoß, denen Christentum Kleinglaube und Ängstlichkeit bedeutet. Diejenigen, die so weit gehen müssen, dass sie es nötig haben, Wahrheiten zu leugnen, nur damit ihr Glaube nicht in Gefahr gerät!

Was man schätzt zertritt man natürlich nicht. Statt dessen sucht man die Perlen. und erzählt planlosen Schäfchen von diesen Schätzen ihres christlichen Glaubens.
Eben diese Perlen suche ich, und finde ich auch außerhalb der offiziellen Denominationen und des ungeschriebenen Konsenses der christlichen Gemeinschaften (Sekten).
Wenn man andere Menschen für Christus gewinnen will, kann man nicht schlecht machen und zur Lüge erklären, was wahr ist.
Woran hatte sich denn Henoch gehalten, von dem es heißt, dass er mit Gott wandelte? Da war noch kein Abraham da, auch noch keine Gebote des Mose und erst recht kein Jesus...

Oder, wenn wir uns nur an die Bibel hielten, würden wir heute noch denken, die Erde sei eine Scheibe!

LG,
jes
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » So 10. Mai 2015, 14:16

jes, ich kann ja bald wieder gehen, viel besser als Du kann ich das Urchristentum auch nicht gegen die Veränderer-Fraktion verteidigen. otp: Wenn 48% der Kardinäle von Nicäa sie als genuin christlich dogamtisch festlegen wollten, dann ist doch zu allermindest ihre Kompatibiltät mit dem frühen Christentum dadurch sehr stark nahegelegt.
Du kennst sie, die Bibelstellen, die auf die Reinkarnation verweisen und du kennst auch die umstrittene Arbeit der "Correktores", die leider 1/5 der Stellen vergessen haben, zu "korrigieren": Die eine Stelle sei genannt, wo Elias und Johannes der Täufer als ein und dieselbe Person bezeichnet werden, Eben, weil die Identität von der Seele her den Menschen da noch zentraler war als jede Fleisch- und Blut-Identität. Der aber Leute wie Du ganz offensichtlich anhängen.
"ihr sollt vollkommen werden, wie Euer Vater im Himmel." Das ganze Sündengefasel, das hier immer wieder durchbricht, wird damit zurückgewiesen und die eine, von Dir und Anderen als "indisch" herabgewürdigte Denkweise der Vergöttlichtung durchaus als möglich-christlich angesehen.
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » So 10. Mai 2015, 18:44

jes_25913 hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben: Aber für die indische Erlösung geht es ja auch darum, ein Niveau von Göttlichkeit zu erreichen. Da braucht man dann zwingend den Gedanken der Wiedergeburt als Glaubenswahrheit.

lg, oTp


Schön, dass Du das erkennst. Du kannst also auf die Wiedergeburtslehre nur deshalb verzichten, weil Du Dir, wie viele andere, aus der Bibel nur das heraussuchst, was Dir passt.

Auch das Christentum erfordert das Niveau der Göttlichkeit zu erreichen:


LG,
jes


Jes, Du bringst nur zusammen, was ein objektives Gericht niemals so zusammensetzen würde.
Klar, Du mußt ja anhand von Bibelstellen die Rechtfertigung für Deine Annahme finden, der Mensch sei gottgleich.

Das geschieht wie man sieht, in geradezu fanatisiertem Ausmaß, weil Du nicht andere Deutungsmöglichkeiten gelten läßt.

Hermann, Du auch:
Die eine Stelle sei genannt, wo Elias und Johannes der Täufer als ein und dieselbe Person bezeichnet werden, Eben, weil die Identität von der Seele her den Menschen da noch zentraler war als jede Fleisch- und Blut-Identität. Der aber Leute wie Du ganz offensichtlich anhängen.

Du nimmst eine Bibelstelle für einen 100-prozentigen Beweis.
Selbst wenn es so wäre, dann wäre davon keine allgemeine Wiedergeburt abzuleiten.

Auch das wäre wie die Arbeit eines fanatischen Manipulators von Rechtsanwalt bei Gericht.

So wie Jes nicht aus den Bibelstellen heraus behaupten kann, dass der Mensch einmal völlig wie Gott sein wird, so beweist diese Bibelstelle von Johannes dem Täufer nichts von allgemeiner Wiedergeburt.

Diese Aussagen haben alle eine Auslegungsbandbreite.

viel besser als Du kann ich das Urchristentum auch nicht gegen die Veränderer-Fraktion verteidigen

Hermann, man sollte nichts behaupten, was man nicht beweisen kann.
Bei so vielen Strömungen die damals existierten, was willst Du beweisen ?

lg, oTp
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Jeshu » So 10. Mai 2015, 20:53

Hi, beisammen!
Ist es nicht so, dass wir wiedergeboren werden müssen, wenn unser leiblicher Körper tot ist, denn er ist ja verweslich und verwandelt sich tatsächlich zurück zu Staub.

Also stehen wir nach dem Tod unseres Körpers in anderer "Art" wieder auf, wenn wir weiterleben - vermutlich feinstofflich und in Gottes Geiste und höchstem Bewusstsein, das ist doch wie eine Art "Wiedergeburt" - oder nicht?
Unser "Ich" oder unsere Seele wird neu in einem anderen unendlichen Körper "geboren".

Und zweitens glaube ich, dass sich bestimmte Engel aus dem Himmel als Mensch wiedergebären lassen können, wenn sie es sich wünschen und geeignet sind, als dann von Gott gesandt werden.
Sie "drehen eine extra Runde" allein für uns Menschen, um uns zu helfen, obwohl sie sich bereits im Heil befinden und dies nicht tun müssten.
Andere Engel sind zwar auch da, aber feinstofflich.

Dass jeder Mensch eine "Wiedergeburt" als fleischlicher Mensch hier auf Erden hat, glaube ich nicht. Vielleicht in Ausnahmefällen.

LG
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » So 10. Mai 2015, 21:36

Jeshu, welche Zeugen können wir denn ev. zum Thema Wiedergeburt hören ?

Was Du gerade gesagt hast, wäre eine der Möglichkeiten dazu.

lg, oTp
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » So 10. Mai 2015, 21:54

Interessant, ist, dass otp die "allgemeine" Wiedergeburt vor allem abzulehnen scheint. Damit nähert er sich dem Buddhismus einerseits an, der dem auf jesuanischem Niveau Angekommenen ein neues Wiederkommen ja ersparen soll. Und es erinnert mich an einen bäuerlich-christlichen Gesprächspartner, der mir vor langer Zeit auf meine Bemerkung, in Asien glauben fast alle daran: "Ja, die da drüben brauchen sie auch. Aber nicht wir gute Christen!"
Die Natur aufersteht zu neuem Leben in jedem Frühjahr. Wer natürlich -siehe Naturthread- einen riesenabstand zw. Mensch und anderem Geschöpf herstellt, lässt diesen naheliegenden Vergleich ziemlich verblassen.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » So 10. Mai 2015, 23:00

Hermann, wie nennt man das Überzeugtsein ohne Argumente ?
Klingt es nicht reichlich überheblich ?

Wo bitte, sind auch nur schwache Beweise für Wiedergeburt ?
(Mehr als schwache "Beweise" existieren ja nicht. Spricht schon allein gegen großsprecherische, aufgeblähte Überzeugungshymnen)

Und laß das unpassende überhebliche Geschwätz mich mit einem bäuerlichen Christen zu vergleichen. Hier zählen nur Argumente die überzeugen können.

lg, oTp
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » Mo 11. Mai 2015, 07:17

otp, wenn ich eine Bemerkung eines bäuerlichen Christen mit einer Tendenz verbunden haben, die deiner letzten Betonung innewohnt, du seiest vor allem gegen die "allgemeine" Wiedergeburt, dann habe ich dich noch längst deshalb nicht als "bäuerlich" bezeichnet...Ich habe eher -gemäß der Begründung für Küngs entzogene Lehrerlaubnis- mit "schlichten" Menschen argumentiert, die doch den Kern der folgsamen und kirchentreuen Christen ausmachen.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Mo 11. Mai 2015, 08:56

Die Natur aufersteht zu neuem Leben in jedem Frühjahr. Wer natürlich -siehe Naturthread- einen riesenabstand zw. Mensch und anderem Geschöpf herstellt, lässt diesen naheliegenden Vergleich ziemlich verblassen.


Hallo Hermann,
Das sind lediglich Vermutungen anhand von Verbindung durch Analogien.
Hat keinerlei Wahrheitswert, sondern folgt lediglich einer natürlichen Empfindung.
So kann der archaische Inder vor tausenden Jahren empfunden haben und darauf den hinduistischen Glauben aufgebaut haben. Mit virtuellen, eingebildeten Gottheiten, die doch viel gemeinsam haben mit der Götterwelt der Griechen-Römer und den Germanen. Und das Kastensystem der Inder, in der Wiedergeburtslehre verankert, hat zu Unterdrückung geführt. Was ist an diesem religiösen System denn so zeitlos fortschrittlich ? Ist es der Gedanke von Moksha ? Dieses ich- muss- raus- aus- diesem- ewigen- Kreislauf ? Weil jedes Werden und Leiden erst aufhört, wenn die oberste Stufe erreicht ist ? Jedes Werden, jedes Verstricksein in das Dasein als Wesen erst aufhört, wenn Jedes Wünschen und Wollen ausgemerzt ist ?

Klingt logisch für dieses System.


lg, oTp
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » Mo 11. Mai 2015, 17:13

otp kommentiert meine Gedanken mit dem entlarvenden Satz.
Deine Gedanken haben keinerlei Wahrheitswert, sondern folgen lediglich einer natürlichen Empfindung. Ja, mag sein, einer natürlichen Empfindung. Meine großes Herz für die Natur und die darum sich gruppierenden Themen lassen mich natürlich zur Distanz kommen zu allem, was unnatürliche Empfindungen sein könnten.

Du bringst Indien und Du bringst -platt ausgedrückt- die bäuerliche Volks-Religiösität des ländlichen Hinduismus. Die Kreise, die auch bei der rkK den Folkloreteil des Glaubens mittragen, hauptsächlich. Bitte komme mit Argumenten des intellektuellen Indiens, und da empfehle ich Dr den Nietzsche-Freund Sri Aurobindo, Osho (mit Einschränkungen) und Vivekananda bzw. Krishnamurti.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Jeshu » Mo 11. Mai 2015, 20:35

onThePath hat geschrieben:Jeshu, welche Zeugen können wir denn ev. zum Thema Wiedergeburt hören ?

Was Du gerade gesagt hast, wäre eine der Möglichkeiten dazu.

lg, oTp


Hi oTp!
Mit Wiedergeburt kenne ich mich leider zu wenig aus als dass ich sagen könnte, der oder die wäre ein glaubhafter Zeuge dafür, ich leite alles mehr aus bestimmten Nahtodeserfahrungen ab, von denen Menschen erzählt haben und von eigenartigen Erlebnissen, die ich selbst gehabt habe.

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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Mo 11. Mai 2015, 21:14

Bitte komme mit Argumenten des intellektuellen Indiens, und da empfehle ich Dr den Nietzsche-Freund Sri Aurobindo, Osho (mit Einschränkungen) und Vivekananda bzw. Krishnamurti.


Hermann, selbst die kenne ich. Ich hatte das dicke Ding Das integrale Yoga und Vivekananda habe ich auch gelesen. Laß den komischen Osho da aber bitte lieber draußen. War doch der Guru von Poona ?

Ach, und selber kannst Du nicht argumentieren ?
Nicht schlecht was Aurobindo sagt.

Aber ob da nicht schon Austausch mit Ideen von Jesus stattgefunden hat ?
Und was hat es mit der Wiedergeburt zu tun, wenn man Gott sucht ?
Ich bleibe dabei, dass ich lieber höre was christliche Mönche zu sagen haben.

lg, oTp
Zuletzt geändert von onThePath am Mo 11. Mai 2015, 21:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Mo 11. Mai 2015, 21:16

Jeshu hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Jeshu, welche Zeugen können wir denn ev. zum Thema Wiedergeburt hören ?

Was Du gerade gesagt hast, wäre eine der Möglichkeiten dazu.

lg, oTp


Hi oTp!
Mit Wiedergeburt kenne ich mich leider zu wenig aus als dass ich sagen könnte, der oder die wäre ein glaubhafter Zeuge dafür, ich leite alles mehr aus bestimmten Nahtodeserfahrungen ab, von denen Menschen erzählt haben und von eigenartigen Erlebnissen, die ich selbst gehabt habe.

LG
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Doch, es gibt vereinzelt Berichte die immerhin erstaunlich sind.
Aber selbst genaue Beschreibungen eines anderen Lebens können induziert sein durch "körperlose Wesen".

lg, oTp
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Jeshu » Mo 11. Mai 2015, 23:23

Hi oTp!
Ich glaube, in Hypnose sind da auch schon ganz eigenartige Dinge geschehen. Dass Menschen plötzlich eine Fremdsprache sprechen konnten, was nicht möglich war oder an Stellen Brunnen beschrieben haben, die dann daraufhin gefunden und wieder ausgegraben wurden. Weil sie früher bereits einmal gelebt zu haben schienen.

LG
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » Di 12. Mai 2015, 03:25

Ja, zum Thema Wiedergeburt bringt otp nun seine lange etwas liegengelassene argumentative Wunderwaffe, die Geistwesen, huhuhu,...die uns doch alle hinterrücks täuschen können. Ich denke, das Gerede ist es nicht wert, kommentiert zu werden. Ich frage mich nur, wie man auf Dauer seelisch gesund mit dieser Art zu denken bleiben kann.
Zu Osho möchte ich gerne drei Zitate bringen; ich traue mich tatsächlich, den von der BILD-Zeitung als Sex-Guru diffamierten und lächerlich gemachten Mann hier zu zitieren (Wenn BILD eines dieser Zitate mal gebracht hätte, hätte der Vorgang dem Redakteuer vermutlich den Job gekostet "Fanatisierter Sektenkram, der heutigen IS-Propaganda vergleichbar. und das in einem CDU-nahen Blatt):

Freundschaft ist die reinste und höchste Form der Liebe. Es ist eine Form der Liebe ohne Bedingungen und Erwartungen, bei der man das Geben an sich genießt.

Lebe dein Leben auf alle möglichen Arten – gut-schlecht, bitter-süß, dunkel-hell, Sommer-Winter. Lebe alle Dualitäten. Habe keine Angst Erfahrungen zu machen, denn umso mehr Erfahrung du hast, umso reifer wirst du werden.

Wenn du dich selbst liebst, liebst du deine Mitmenschen. Wenn du dich selbst hasst, hasst du deine Mitmenschen. Deine Beziehung zu den anderen ist nur ein Spiegelbild von dir selbst.


"Ich erkläre hiermit, diese Sekten-Zitate ohne Einflussnahme von außerhalb des HG stehenden Geistern vorgebracht zu haben." Notarielle Beglaubigung liefere ich auf Wunsch nach.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Johelia » Di 12. Mai 2015, 05:07

Sälü Hermann

@mods:
Ich denke mal, das dieses Thema am falschen Ort platziert ist. Bei Hermanns Einstieg handelt es sich mehr um philosophisch, weltliche Fragen und Ansichten.
Der momentane Abstecher zu "Wiedergeburt" hat auch wenig mit "Fragen zum Christlichen Glauben" zu tun. Vielleicht wäre das bei "Philosophieren über Gott und die Welt" besser angebracht.

Zum Thema:
Hermann Du deutest in deinem Einstieg an, dass "nur Glaube" für Dummerchen ist und der Intelligente das ganze Philosophisch sezieren soll.

Das widerspricht der Bibel und führt zur Überhebung des Menschen über Gott.
Steht nicht geschrieben:

Kol 2,8 Seht zu, dass niemand euch einfange durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß!

Zum Thema gäbe es noch einige Stellen aber eine reicht hier und jetzt.

Grüsse
Johel
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If you do read the MSM you'r misinformed!
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Di 12. Mai 2015, 07:37

Ja, zum Thema Wiedergeburt bringt otp nun seine lange etwas liegengelassene argumentative Wunderwaffe, die Geistwesen, huhuhu,...die uns doch alle hinterrücks täuschen können. Ich denke, das Gerede ist es nicht wert, kommentiert zu werden. Ich frage mich nur, wie man auf Dauer seelisch gesund mit dieser Art zu denken bleiben kann.

Diese abtuende Bemerkung von Dir, Hermann, zeigt nur Deine mangelnde Bereitschaft die Dinge gründlich zu erforschen. Bei Menschen die meinen schon mal gelebt zu haben, oder Kinder die sich an Fakten ihres angeblichen Vorlebens erinnern, ist es angebracht auch an die Mitwirkung von "Geistwesen" zu denken, die dieses Wissen "induzieren".

Jeshu, da es auch spiritistische Heiler gibt die irgendwie herausbekommen wollen, warum ein Mensch krank ist, spielen bei Denen gerade körperlose Wesen eine Rolle. Und Hypnose ist eines der Mittel.
Selbst wenn man Blumhardt liest, "geistern" da auch anscheinend Verstorbene herum, und durch lebende Menschen können sie dann auch ihr Wissen mitteilen.

Hypnose ist ein gefährliches Mittel wie Trance auch.

Da gibt es viele Aspekte. Kann man unmöglich alle Faktoren hier betrachten um das Fazit herzuleiten.

Fest steht, dass bei Vermutungen, ein Mensch erinnere sich an ein Vorleben, es in Wirklichkeit so sein kann wie ich es darstelle. Und ich stehe damit nicht alleine da.

lg, oTp
Zuletzt geändert von onThePath am Di 12. Mai 2015, 07:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Di 12. Mai 2015, 07:41

Hermann, Du willst doch nicht im Ernst den Sex-Guru verteidigen.
Auch ohne Bildzeitungs-Propaganda sieht man seine zwei Gesichter.

Er ist nicht vertrauenswürdig wie ein weiser Mönch oder anscheinend Aurobindo.

Aber wenn Du schon zweigleisig fährst und auch von Bacchus positiv redest.....von den Sinnesfreuden :?

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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » Di 12. Mai 2015, 12:53

otp, bitte Kritik an den konkreten Zitaten von Osho üben, keine Gefühlsduseleien oder auf seine Rolls Royce schimpfen.
Johelia: Ich beziehe mich mit meiner Kritik am unphilosophischen Verständnis von Glauben auf die Begründung, mit der Küng rausgeworfen wurde. Kannst Du dazu bitte Stellung nehmen?
Grundsätzlich ist Philosophie nicht zum Sezieren da, sondern zum weisen Unterscheiden, was wesentlich im Leben (und Glauben) ist und was nicht. Durch Phil. habe ich z.B. gelernt, die Bibel aus ihrer Zeit heraus zu verstehen- und die Zeit war nun mal durch und durch vor-aufklärerisch. Das führt zu unheimlichen Widersprüchen bei Kirchennahen, die nämlich vom Zeitgeist erzogen wurden (der eben seit etwa 1780 aufkl. ist), und gleichzeitig der Bibel den Ruf des Zeitlos-Wahren, weil ja alles göttlich sei, retten wollen.
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon onThePath » Di 12. Mai 2015, 14:14

Hermann hat geschrieben:otp, bitte Kritik an den konkreten Zitaten von Osho üben, keine Gefühlsduseleien oder auf seine Rolls Royce schimpfen.


In erster Linie ist es entscheidend, ob ein Mensch authentisch ist.
Beispiel:
Im schlechtesten Fall hast Du einen wohltätigen Großdealer.
Übertragen auf Religion:
Und Osho soll entweder Gottsuche predigen und leben oder psychologische Spielchen der Selbstfindung, Selbsterfahrungsgruppen für Hippies organisieren. Also entweder göttlich oder weltlich ausgerichtet.

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Re: Ist Wahrheit ein Wert an sich...

Beitragvon Hermann » Di 12. Mai 2015, 16:45

otp, dass Selbstfindung und Gottfindung schon deshalb zusammenfallen könnten, weil wir "Ebenbilder" Gottes sind -so zumindest die Bibel- das fällt dir wohl schwer zu glauben?
Hast Du dir schon klargemacht, dass der Glauben eine therapeutische Dimension hat, bzw. diese haben sollte? Ein kranker Mensch kann u.a. doch nicht sehr überzeugend von der Fülle des Lebens predigen. Heil und Heilung, alles aus der Wortfamilie wie auch "heilig."
Ich empfehle dir den Film: Sommer in Orange. Kernsatz eines kath. Pfarres am Schluss: Beide Seiten haben von der religiösen Koexistenz damals auf den Dörfern mit den Bhagwan-Kommunen gelernt.
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