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Warum erschafft Gott das Böse?

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Gnu » Fr 13. Apr 2012, 22:22

Kimi hat geschrieben:Was heißt hier Kinderglauben an den "lieben" Gott? Ich glaube weder an einen lieben noch an einen bösen Gott. Ich "glaube" nur an liebe und an böse Menschen, an verführte, verblendete, fanatisierte und ohnmächtige Menschen, die ihren Hass und ihr Unvermögen in einen Gott projezieren, der für alles herhalten muss. Ich denke, dass aus einem liebenden Herzen an einen liebenden Gott geglaubt wird und dass aus einem bösen Herzen man nur an einen rachsüchtigen Gott glauben kann. Es ist immer das eigene Herz, das den Gott erschafft, an den man glaubt.

Stimmt, und der Glaube macht selig. Somit werden böse Menschen durch den Glauben an den von ihrem bösen Herz erschaffenen rachsüchtigen Gott selig und gute Menschen durch den Glauben an den von ihrem guten Herzen erschaffenen liebenden Gott. Wieso willst du nicht selig werden?
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » Sa 14. Apr 2012, 09:40

Gnu hat geschrieben:Ein Tsunami ist nicht blind, wenn Gott drin ist. Ein Tsunami tut genau das, was Gott durch ihn tut. Nur ein von Menschen durch eine Explosion ausgelöster Tsunami ist blind, wenn Gott nicht drin ist.

Das erinnert an die Nacht vor dem Exodus, als der Engel des Herrn von diesem den Auftrag bekommen hat, in jedes Haus zu gehen, wo kein Blut an die Front geschmiert war um dann dort den Erstgeborenen zu töten.
Ein Gnu-Tsunami, das ist ein Tsunami Gottes, der fließt um alle Gerechten herum weil Gott in diesem Tsunami wirke und ertränkt nur die bösen Menschen, weil dieser Gott herausgefunden hat, dass man Böses mit Bösem zu begegnen habe. Und dann kennt Gnu noch die Tsunamis von Menchenhand, die lange nicht so intelligent sind.

Es schockiert nicht, wenn einer Böses mit Bösem begegnet, es ist nur der einfache geistige Stumpfsinn. Das ist unser täglich Brot. Es nimmt nur Wunder, das dein Gott, Gnu nur über derart beschränkte Mittel verfügt und er dich so weit gebracht hat, dass du vor dieser Einfalt niederkniest.

Aber es ist viel schwerer, im Bösen einen Sinn zu finden als im Guten. Schon deshalb halten die Christen das Böse weit von ihrem Gott ab.
Das mit den intelligenten Tsunamis das war wohl eher nichts. Es ist einfach nur dies, es ist hohl.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Gnu » Sa 14. Apr 2012, 11:09

Scardanelli hat geschrieben: Aber es ist viel schwerer, im Bösen einen Sinn zu finden als im Guten. Schon deshalb halten die Christen das Böse weit von ihrem Gott ab.

Das mit den intelligenten Tsunamis das war wohl eher nichts. Es ist einfach nur dies, es ist hohl.

Abwarten, zu welchen Registern Gott noch greift, wenn die Christen anders nicht wachgerüttelt werden können.

Und deine Ansicht, die Christen würden das Böse weit von ihrem Gott abhalten, kannst du sicher mit drei Zitaten von Christen aus dem Forum ausschmücken, damit es nicht eine leere Behauptung bleibt. Ich jedenfalls werde Gott nicht liebreden, trotz mehrfacher Aufforderung deinerseits an meine Adresse. Vielleicht hätte ich so etwas vor fünf Jahren noch versucht.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Fee » Sa 14. Apr 2012, 13:19

Gnu hat geschrieben:Und deine Ansicht, die Christen würden das Böse weit von ihrem Gott abhalten, kannst du sicher mit drei Zitaten von Christen aus dem Forum ausschmücken, damit es nicht eine leere Behauptung bleibt.


Das funktioniert in diesem Forum (und nicht nur hier unter Christen) sicher so:
Gott ist nicht böse. Auf keinen Fall! (Egal was Jesaja gesagt hat, dass Gott Böses schafft). Und wenn er in der Bibel beschrieben Böses tut, dann schaut dies nur so aus, eigentlich ist es gut, was Gott so tut. Man könne es nur nicht verstehen.
Man nennt also das Böse gut. Muss ja wohl so sein, wie könnte Gott auch böse sein. Letztlich ist es ein Eingeständnis, als Christ gar nicht zu wissen, was gut und böse ist, es wisse ja nur Gott. Egal nach was es im Konkreten ausschaut.
Es fehlt auch schlicht ein allgemeines Konzept was denn nun gut und böse sei.
Extrem schwierig so etwas klar zu definieren. Es scheitert ja schon an den Beispielen in der Bibel, wo es gelegentlich nach menschlichem Ermessen eindeutig böse ist und das Gute im Unbekannten sich dem Bewusstsein entzieht.

Wenn überhaupt ein Versuch unternommen wird, gut und böse zu unterscheiden, wird dies nicht inhaltlich versucht, sondern es wird eine "formale veräußerlichte Kurve" gezogen: Gut sei Gott zu gehorchen, böse sei ihm ungehorsam zu sein. Nachdem Gott aber keine klaren Anweisungen hierzu gibt, kann gut und böse hieraus nicht festgestellt werden.
Es einfach in der Bibel ablesen zu können ist auch ein müßiges Unterfangen, deswegen fragen sich ja auch so viele Christen täglich, was denn nun jeweils recht und gut sei.
Ist die Sklaverei schlecht? Ist es böse minderjährige Kriegsgefangene zu töten? Ist es böse Rache zu tun? Nach der Bibel kann man dies überhaupt nicht beantworten. Wenn es von Gott angeordnet ist, sei es wieder gut, wenn nicht, kann es durchaus im Einzelfall (nicht im Allgemeinen) schlecht sein.
In letzter Konsequenz ist gut und böse das bloße Ergebnis einer Vermutung in Bezug auf den Willen Gottes. Was man so vermutet, Gott einem eingibt, oder was man so vermutet, was die Bibel da so meinen könnte.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 14. Apr 2012, 14:38

Gnu hat geschrieben: Ich jedenfalls werde Gott nicht liebreden, trotz mehrfacher Aufforderung deinerseits an meine Adresse.


Gott ist die Liebe und Gott macht keine Fehler. Er ist kein Funke böse, selbst wenn er jemanden umbringt. Wenn er tötet, dann macht er es als Gott, der sich selber treu bleibt, denn er wird immer derselbe sein. Vielleicht wird jetzt jemand meckern, wie jemand der tötet, die Liebe sein kann. Aber dann wird verkannt, dass Gott die Sünde hasst und alles richtig macht. Wer Gott liebt, stellt ihn nicht in Frage! Sonst ist man bestimmt kein Gotteskind, das in Gott den einzig wahren sieht, der alles richtig macht.

Wenn du Gott nicht lieb redest: Gott ist die Liebe!! Selbst wenn er zornig ist (zornig als vollkommender Gott!!) ist und bleibt Gott die Liebe usw. Willst du ihn mit anderen Worten böse reden? Das bringt mich darauf, dass Gott die Sünde hasst. Aber wer Hass nur dem Bösen zuschreibt, der begeht einen fatalen Fehler!! Genauso verhält es sich damit, wenn GOTT tötet, und er Gott nicht weiterhin die Liebe sein läßt, der begeht auch einen fatalen Fehler.

Also, wenn du Gott nicht lieb redest, redest du ihn dann böse? Ich sage, dass Gott keine Fehler macht und immer Gott bleibt, der die Liebe ist, aber die Sünde hasst und alles richtig macht. Der Augenblick in dem Gott tötet etc. ist nicht böse. Gott macht alles richtig. Er ist und bleibt die Liebe!!
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 14. Apr 2012, 15:14

Fee hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Und deine Ansicht, die Christen würden das Böse weit von ihrem Gott abhalten, kannst du sicher mit drei Zitaten von Christen aus dem Forum ausschmücken, damit es nicht eine leere Behauptung bleibt.


Das funktioniert in diesem Forum (und nicht nur hier unter Christen) sicher so:
Gott ist nicht böse. Auf keinen Fall! (Egal was Jesaja gesagt hat, dass Gott Böses schafft). Und wenn er in der Bibel beschrieben Böses tut, dann schaut dies nur so aus, eigentlich ist es gut, was Gott so tut. Man könne es nur nicht verstehen.


Gott und sein Herz ist vollkommen und zu 100% gut. Aus gutes resultiert nicht böses!! Egal was Gott tut.

Man nennt also das Böse gut. Muss ja wohl so sein, wie könnte Gott auch böse sein. Letztlich ist es ein Eingeständnis, als Christ gar nicht zu wissen, was gut und böse ist, es wisse ja nur Gott. Egal nach was es im Konkreten ausschaut.


Daher ist Gottes Handeln, selbst bei Tötung, nicht böse (s.o.).
Nich erkennen können, was böse ist?: Gegen Gott und sein Wort zu handeln/sprechen ist böse!! Darin bist du oft leider spitze! Mindestens doch in deinem vorherigen Beitrag!!
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » Sa 14. Apr 2012, 15:39

Gnu hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben: Aber es ist viel schwerer, im Bösen einen Sinn zu finden als im Guten. Schon deshalb halten die Christen das Böse weit von ihrem Gott ab.

Abwarten, zu welchen Registern Gott noch greift, wenn die Christen anders nicht wachgerüttelt werden können.

Wenn Gott die seinen anhaltend wachrütteln muss, dann sucht er sich neue Verbündete, so sei es dem Volk Gottes geschehen.

Und deine Ansicht, die Christen würden das Böse weit von ihrem Gott abhalten, kannst du sicher mit drei Zitaten von Christen aus dem Forum ausschmücken, damit es nicht eine leere Behauptung bleibt. Ich jedenfalls werde Gott nicht liebreden, trotz mehrfacher Aufforderung deinerseits an meine Adresse. Vielleicht hätte ich so etwas vor fünf Jahren noch versucht.

Christen identifizieren Gott unmittelbar mit dem Guten. Christen können Gott aber nicht mit dem Bösen identifizieren.
Der Christengott weiß vom Bösen nichts. Das Evangelium des Paulus funktioniert nur, wenn das Böse immer Gott äußerlich bleibt.
Der Christengott ist wohl in seinem inneren gut, aber keine Spur böse.
Es wird genau darauf geachtet, dass die Sünde, die Christus trage, das innere des Lammes nicht berührt.
Die Sünde wird vom Lamm getragen, sie ist dem Lamm nur äußerlich.
Das Evangelium des Paulus funktioniert nicht mit einem Gott, der das Böse erschafft.
Ein Tsunami ist kein Ausdruck des Bösen, sondern der Geistlosigkeit.
Ein Tsunami bedeutet, nicht zu nahe am Strand zu bauen.
Böse ist, wenn du vorsätzlich in die Irre geführt wirst. Wenn Gott sein Wort fälschen würde, das wäre böse. Wenn Gott das Böse erschafft, dann fälscht er auch sein Wort.
Ich glaube nicht, dass du dich hier anschließen könntest. Auch du hältst dem Bösen nicht stand, auch wenn du dich hier so tapfer gibst.

Wenn Gott das Böse erschafft, um dich zu prüfen, dann würde er sein Wort fälschen und schauen, ob du es wirklich so aufmerksam liest die Fälschung zu finden und es nicht nur kopflos abzunicken.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Gnu » Sa 14. Apr 2012, 16:19

Scardanelli hat geschrieben: Christen identifizieren Gott unmittelbar mit dem Guten. Christen können Gott aber nicht mit dem Bösen identifizieren.

Diese Aussage stimmte für mich früher, am Anfang meines Christenlebens. Heute lasse ich mich da gerne eines Besseren belehren. Bin ich jetzt kein Christ mehr? Wo ist die Grenze zwischen Christ und Nichtchrist?

Eine in der Bibel geschriebene Aussage ist: Gott ist Liebe. Diese Aussage glaube ich, d.h. ich halte sie für wahr. Liebe kann aber sowohl Gutes wie Böses erschaffen. Gut und Böse tangieren die Liebe nicht.

Nimm folgende Analogie: Ein Künstler malt ausschliesslich geniale Bilder. Diese Bilder sind schön oder hässlich für den Betrachter, aber stets wirksam, weil genial. Schön und hässlich tangieren Genialität nicht.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » Sa 14. Apr 2012, 18:08

Gnu hat geschrieben:Eine in der Bibel geschriebene Aussage ist: Gott ist Liebe. Diese Aussage glaube ich, d.h. ich halte sie für wahr. Liebe kann aber sowohl Gutes wie Böses erschaffen. Gut und Böse tangieren die Liebe nicht.

Gut und Böse, die tangieren einfach alles was existiert.

Das Christentum ist aber eine bestimme Interpretation des Sohnes Gottes und mit dieser Interpretation geht ein ganz bestimmter Heilsweg einher und dieser Heilsweg funktioniert nicht mit einem Gott, der das Böse erschafft.

Alles, was Christen aus der Bibel herauslesen, ist auf diesen Heilsweg zugeschnitten.

Die Stellvertreterschaft funktioniert nur, wenn das Lamm rein ist, wenn in ihm keine Sünde ist, nichts Böses, denn es ist das Licht, das in der Finsternis scheint. Im Christentum ist Licht und Finsternis getrennt, in Jesaja vereint.
Das sind zwei ganz verschiedene Gottesbegriffe.
Das reine Lamm, das von Sünde nichts weiß, hat nichts um das Böse zu erschaffen. Das reine Lamm hat keinen Grund, um das Böse zu legen.
Wenn im Lamm noch die Finsternis wäre und die Sünder in diese Finsternis gehalten würden, dann bliebe es nur finster. Sie wollen doch aber rein und helle werden, obwohl sie unrein und dunkel sind.
Der Sünder wird bildlich in das reine Lamm gehalten und weil es rein ist, verwandelt es die Unreinheit in Reinheit.
Die Sünde kann dem Christ nichts mehr anhaben, weil der Christ in das reine Lamm „geboren“ wurde.
Deshalb darf das reine Lamm nichts mit dem Bösen zu tun haben. Wenn das reine Lamm auch noch das Böse erschafft, dann würde nichts mehr von dem funktionieren, was Paulus predigt.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Gnu » Sa 14. Apr 2012, 18:16

Scardanelli hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Eine in der Bibel geschriebene Aussage ist: Gott ist Liebe. Diese Aussage glaube ich, d.h. ich halte sie für wahr. Liebe kann aber sowohl Gutes wie Böses erschaffen. Gut und Böse tangieren die Liebe nicht.

Gut und Böse, die tangieren einfach alles was existiert.

Liebe existiert aber nicht, deshalb kann Gut und Böse sie nicht tangieren. Wenn Gott existieren würde, so müsste er erschaffen worden sein, denn nur was erschaffen wurde, existiert.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Fee » Sa 14. Apr 2012, 18:33

Jeffrey mc hat geschrieben: Wer Gott liebt, stellt ihn nicht in Frage! Sonst ist man bestimmt kein Gotteskind, das in Gott den einzig wahren sieht, der alles richtig macht.

Was man in Frage stellen kann, weil man Gott liebt, sind die Vorstellungen von Gott, die so zum Besten gegeben werden.


Gott ist die Liebe und Gott macht keine Fehler. Er ist kein Funke böse, selbst wenn er jemanden umbringt. Wenn er tötet, dann macht er es als Gott, der sich selber treu bleibt, denn er wird immer derselbe sein. Vielleicht wird jetzt jemand meckern, wie jemand der tötet, die Liebe sein kann. Aber dann wird verkannt, dass Gott die Sünde hasst und alles richtig macht.

Liebt Gott denjenigen, den er tötet?
Wenn ja begründe dies! Fände ich interessant.
Wenn Gott jemanden nicht liebt, kann Gott also auch den Sünder hassen und nicht nur die Sünde.
Hass passt übrigens hinten und vorne nicht zu Gott, wenn man diesen als Liebe beschreibt. Hass ist das Bestreben einen anderen zu vernichten oder zu schaden, weil man den Betreffenden eben nicht liebt.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » Sa 14. Apr 2012, 18:40

Gnu hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Eine in der Bibel geschriebene Aussage ist: Gott ist Liebe. Diese Aussage glaube ich, d.h. ich halte sie für wahr. Liebe kann aber sowohl Gutes wie Böses erschaffen. Gut und Böse tangieren die Liebe nicht.

Gut und Böse, die tangieren einfach alles was existiert.

Liebe existiert aber nicht, deshalb kann Gut und Böse sie nicht tangieren. Wenn Gott existieren würde, so müsste er erschaffen worden sein, denn nur was erschaffen wurde, existiert.

Gott existiert. Die Existenz Gottes ist der Mensch. Gott existiert durch den Menschen. Weil die Existenz selbst endlich ist, kann Gott nur durch den Menschen existieren.
Der Mensch ist die endliche Form des Geistes. Deshalb sterben sie auch alle, denn in der Existenz wird stets gestorben.
Um den Geist in Existenz zu setzen, ist das Böse notwendig denn nur das Böse hat die Macht, die Trennung in die Existenz hinein vorzunehmen.
Sie mussten sündigen, um sich von Gott zu trennen.
Zuletzt geändert von Scardanelli am Sa 14. Apr 2012, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Fee » Sa 14. Apr 2012, 18:42

Jeffrey mc hat geschrieben: Gott und sein Herz ist vollkommen und zu 100% gut. Aus gutes resultiert nicht böses!! Egal was Gott tut.

Kann aus Bösem Gutes resultieren? Genau hier wären wir ja wieder bei Jesaja, der festhält, dass Gott das Böse schafft.
Du blendest die Gottesvorstellung des Jesaja ja komplett aus, wenn Du sagst, Gott könne nur zu 100 Prozent gut sein.


Daher ist Gottes Handeln, selbst bei Tötung, nicht böse (s.o.).
Nich erkennen können, was böse ist?: Gegen Gott und sein Wort zu handeln/sprechen ist böse!! Darin bist du oft leider spitze! Mindestens doch in deinem vorherigen Beitrag!!

Du bestätigst mich ja. Inhaltlich kannst Du nicht angeben, was nun gut und böse ist. Weil Du es nicht weißt, muss Du sagen: Gott gehorsam sein ist gut.
Und was machst Du nun, wenn Du in einer Situation bist, in der Du Dich entscheiden musst, aber nichts Vergleichbares in der Bibel steht und Gott Dir keine eindrückliche Erleuchtung schickt? Was ist für Dich der Maßstab von gut und böse?
Du stehst dann mit "Gehorsam zu Gott" ziemlich ahnungslos da.

Ansonsten kann ich nicht weiter würdigen was Du Spitze findest, weil Du nicht konkret auf das von mir Monierte eingehst.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » Sa 14. Apr 2012, 18:48

Gnu hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben: Christen identifizieren Gott unmittelbar mit dem Guten. Christen können Gott aber nicht mit dem Bösen identifizieren.

Diese Aussage stimmte für mich früher, am Anfang meines Christenlebens. Heute lasse ich mich da gerne eines Besseren belehren. Bin ich jetzt kein Christ mehr? Wo ist die Grenze zwischen Christ und Nichtchrist?

Du bist Mensch, das bist du. Alles andere sind nur Erscheinungen am Menschen. Erscheinungen kommen und gehen, nur eines bleibt und das ist, dass du Mensch bist. Das kann dir keiner nehmen, dass kannst du auch nicht annehmen. Du kannst dich weder für noch gegen das Menschsein entscheiden.

Christen sind Menschen, also dann doch nur Menschen. Christen sind Menschen die einem Verein angehören, der bestimmte Regeln hat und in diese Regeln passt Jesaja 45 Vers 7 nicht hinein.
Das Gott das Böse erschaffe verstößt frontal mit dem christlichen Regelwerk. Jesaja 45 Vers 7 ist das biblische Ende des Christentums.
Das Christentum war zumindest mit der Bibel schon bevor es begonnen hat am Ende.
Wenn man auf Vorhergehendes aufbaut, muss man alles im Auge haben. Dass Gott das Böse erschaffe hat im Christentum niemand auf seiner Rechnung gehabt, also hat es auch keiner gezahlt.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Fee » Sa 14. Apr 2012, 18:56

Scardanelli hat geschrieben:Um den Geist in Existenz zu setzen, ist das Böse notwendig denn nur das Böse hat die Macht, die Trennung in die Existenz hinein vorzunehmen.
Sie mussten sündigen, um sich von Gott zu trennen.


In der Konsequenz heißt dies nun, dass Gott sündiger Schöpfer sein muss, da sonst nichts in die Existenz tritt. Also Gott schafft zwar das Böse nicht, aber nutzt es.
Im Resultat bedeutet dies auch: Das Böse kann nur überwunden werden, wenn es keine Individualität gibt, und alles wieder in Gott aufgeht. Wo mehr als ein Gott, immer auch Sünde.
Wo ich das nicht mehr logisch finde ist: WARUM sollte Gott sich überhaupt in Vereinzelung und Endlichkeit realisieren?
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 14. Apr 2012, 19:01

Fee hat geschrieben:
Jeffrey mc hat geschrieben: Wer Gott liebt, stellt ihn nicht in Frage! Sonst ist man bestimmt kein Gotteskind, das in Gott den einzig wahren sieht, der alles richtig macht.

Was man in Frage stellen kann, weil man Gott liebt, sind die Vorstellungen von Gott, die so zum Besten gegeben werden.


Tja, du glaubst halt Gott nicht und gibst dann halt was anderes zum Besten..


Gott ist die Liebe und Gott macht keine Fehler. Er ist kein Funke böse, selbst wenn er jemanden umbringt. Wenn er tötet, dann macht er es als Gott, der sich selber treu bleibt, denn er wird immer derselbe sein. Vielleicht wird jetzt jemand meckern, wie jemand der tötet, die Liebe sein kann. Aber dann wird verkannt, dass Gott die Sünde hasst und alles richtig macht.

Liebt Gott denjenigen, den er tötet?
Wenn ja begründe dies! Fände ich interessant.
Wenn Gott jemanden nicht liebt, kann Gott also auch den Sünder hassen und nicht nur die Sünde.
Hass passt übrigens hinten und vorne nicht zu Gott, wenn man diesen als Liebe beschreibt. Hass ist das Bestreben einen anderen zu vernichten oder zu schaden, weil man den Betreffenden eben nicht liebt.


-Mindestens hat Gott den Menschen geliebt, den er tötete, denn keiner wird verdammt geboren und Gott liebt seine Schöpfung. Doch wenn die Sünde zu groß war, dann hat Gott auch getötet, denn der Mensch hat sich für das Böse entschieden. Ferner werden alle Ungläubigen und Gottgegner in der Hölle landen: Jeder hat seine Chance. Auch du!!!
-Gott hasst die Sünde. Und der für den es keine Rettung mehr gibt, hat entschieden. Eine Entscheidung kann die Einheit Mensch retten oder nicht.
-Gott hasst die Sünde, denn sie passt nicht zu Gott und in sein Reich. Sünde und Böses ist das, was sich ergibt, sobald es nichts mehr mit Gottes Grundsätzen zu tun hat, die allerdings mit Gott das erste waren, was es je gab.
Und überleg mal: Wenn ich den Teufel liebe würde, dann würde ich das lieben, was nichts mit Gott zu tun hat. Den Teufel lau finden, ist fatal. Lau finden, steht in der Bibel, ist schlecht (mit meinen Worten gesagt). Also bleibt der Hass dem Tuefel gegenüber, nur übrig. Ich hasse den Teufel, lebe den Hass aber nicht, sondern nutze diesen um "nein" zum Bösen zu sagen!!! Bei Liebe würde ein "nein" schwerlichst gehen.


Zu deinem letzten Posting: schaue mal nach, was ich einst dazu schrieb, was es mit Jesjas Aussage auf sich hat. Da hat nämlich Scardanelli den Gnu eine Frage gestellt, die ich beantwortet habe.

Na klar gehe ich auf das von dir monierte ein: was mache ich denn hier...

Na klar kann man erkennen, was böse ist. Z.B. schweigen sich Lügner aus, dass sie gelogen haben, denn sie wissen, dass es sonst einen Rüffel gibt. Etc. Als ob man keine Ahnung haben würde, was z.B. böse ist. Außerdem: Wenn man mal wirklich nicht weiß, dann weiß das auch Gott. Und man kann mit Gott darüber sprechen und über eine Tat nachsinnen. Ansonsten kann man Gott bitten, einem die Augen zu öffenen, um der Sünde immer besser den Rücken kehren zu können. Und wenn man nicht weiß ob z.B. Genmanipulation böse ist, dann gilt es, sich darüber zu beraten, wobei ich dann sagen würde (also mein Beitrag, den mir vielleicht Gott gab), dass es ungerecht und böse ist, wenn ein Leben gottgewollte Erscheinung hat, aber der Mensch sagt: "diesses Leben muß so leben wie ich es möchte, nämlich verändert und nicht so wie Gott es vorgesehen hat." Aber so zu leben, wie Gott es vorsah ist ein Geschenk und ein Previlig, dass allen zusteht!! Dann wird sich zeigen, wie entschieden wird und warum. Jeder trägt seine Entscheidungen zum Leben bei, wobei Gott alles sieht! (...)

@Scardanelli und Fee:

Oje, Eure armen Seelen... Möget ihr den richtigen Weg finden (den Weg zu Gott und ihn beim Wort nehmen). :pray:
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Gnu » Sa 14. Apr 2012, 19:08

Scardanelli hat geschrieben:Gott existiert. Die Existenz Gottes ist der Mensch. Gott existiert durch den Menschen. Weil die Existenz selbst endlich ist, kann Gott nur durch den Menschen existieren.
Der Mensch ist die endliche Form des Geistes. Deshalb sterben sie auch alle, denn in der Existenz wird stets gestorben.
Um den Geist in Existenz zu setzen, ist das Böse notwendig denn nur das Böse hat die Macht, die Trennung in die Existenz hinein vorzunehmen.
Sie mussten sündigen, um sich von Gott zu trennen.

Sagt man dem nicht Pantheismus? Dass Gott durch den Menschen existiert glauben Christen nicht. Gott ist.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 14. Apr 2012, 19:13

Fee hat geschrieben:
Jeffrey mc hat geschrieben: Daher ist Gottes Handeln, selbst bei Tötung, nicht böse (s.o.).
Nich erkennen können, was böse ist?: Gegen Gott und sein Wort zu handeln/sprechen ist böse!! Darin bist du oft leider spitze! Mindestens doch in deinem vorherigen Beitrag!!

Du bestätigst mich ja. Inhaltlich kannst Du nicht angeben, was nun gut und böse ist. Weil Du es nicht weißt, muss Du sagen: Gott gehorsam sein ist gut.
Und was machst Du nun, wenn Du in einer Situation bist, in der Du Dich entscheiden musst, aber nichts Vergleichbares in der Bibel steht und Gott Dir keine eindrückliche Erleuchtung schickt? Was ist für Dich der Maßstab von gut und böse?
Du stehst dann mit "Gehorsam zu Gott" ziemlich ahnungslos da.

Ansonsten kann ich nicht weiter würdigen was Du Spitze findest, weil Du nicht konkret auf das von mir Monierte eingehst.


Du sprichst gegen Gott und sein Wort: darin bist du leider Spitze. D.h. Darin bist du leider gut (erste fettgedruckte Einheit).
Dann sagst du, was ich spitze finden würde (zweite fettgedruckte Einheit)...

Das erste spitze, das ich schrieb, ist ungleich deine spitze, die du bei mir erlesen hast.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » Sa 14. Apr 2012, 19:24

Gnu hat geschrieben: Sagt man dem nicht Pantheismus? Dass Gott durch den Menschen existiert glauben Christen nicht. Gott ist.

Pantheismus ist Naturreligion, wie Hinduismus oder Buddhismus.
Das Christentum gehört hingegen zur Kategorie des Geistes.

Im Pantheismus heißt es: alles ist Gott
In der Religion vom Geist heißt es: Gott ist in allem.

Die Unterscheidung von Sein und Existenz gehört zuerst zur Philosophie, also zur Suche nach der Wahrheit. Bei der Suche nach der Wahrheit lenkt die Suche nach dem Heil nur ab, weshalb es in der religiösen Praxis hier endet, bevor es so richtig los gegangen ist.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Fee » Sa 14. Apr 2012, 19:37

Jeffrey mc hat geschrieben:Das erste spitze, das ich schrieb, ist ungleich deine spitze, die du bei mir erlesen hast.

Gut erkannt in Teil 1, bei Teil 2 würdest Du bemerken, es war Sarkasmus mit Ironie.
:mrgreen:

Wobei Du immer noch nicht gesagt hast, was ich gegen Gott gesagt haben soll.
Nachdem der Geist Gottes imment reine Vernunft ist, müsstest Du mir jetzt eine Kostprobe geben.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Fee » Sa 14. Apr 2012, 19:40

Scardanelli hat geschrieben:In der Religion vom Geist heißt es: Gott ist in allem.

Das ist dann Panentheismus.
Oder siehst Du es anders mit einer weiteren Differenzierung?
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Gnu » Sa 14. Apr 2012, 19:58

Fee hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:In der Religion vom Geist heißt es: Gott ist in allem.

Das ist dann Panentheismus.
Oder siehst Du es anders mit einer weiteren Differenzierung?

Das steht sogar so in der Bibel: „auf dass Gott sei alles in allem“. 1Kor15.28 Ich verstehe es als Ziel, nicht als Beschreibung der gegenwärtigen Schöpfung.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » Sa 14. Apr 2012, 20:08

Gnu hat geschrieben:
Fee hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:In der Religion vom Geist heißt es: Gott ist in allem.

Das ist dann Panentheismus.
Oder siehst Du es anders mit einer weiteren Differenzierung?

Das steht sogar so in der Bibel: „auf dass Gott sei alles in allen“. Ich verstehe es als Ziel, nicht als Beschreibung der gegenwärtigen Schöpfung.

Uff – das steht sogar in der Bibel.

Dass Gott mal alles in allem sei, stammt von Paulus.
Der Gott des Paulus ist aber der, durch welchen die Paradiesgeschichte mit allem Nachdruck abgelehnt wird.

Damit Gott alles in allem sei, kann das Böse nicht abgelehnt werden.
Es ist leicht, gut zu sein, aber schwer böse, weil sich das Böse nicht lange auf den Beinen halten kann.

Es gibt auch keinen christlichen Bibelautor, der dieses Sein Gottes, in allem bedeuten kann. Alle unterscheiden mit der Hölle ein Dasein, wo Gott nicht sei.

Weil weder Paulus noch seine Mitstreiter das bedeuten können, ist es, als wenn es nur aus ihnen herausredet, denn es klingt gut, wenn Gott alles sei. Das Christentum hat dafür aber kein Konzept.
In der Hölle ist dieser Gott garantiert nicht. Also kann er auch nicht in allem sein.

Der Gott des Jesaja, der könnte auch in der Hölle sein, denn dort werden die gekannt, die das Böse erschaffen.
Der Gott des Jesaja kann sich in der Hölle aufhalten, der Gott des Paulus kann das nicht.

Der Gott des Jesaja ist aber kein reines Lamm, denn wer das Böse erschafft, ist nicht rein.
Mit dem Gott des Jesaja funktioniert diese bequeme Sündenentschuldung der Christen nicht.
Wer das Böse erschafft, ist nicht rein.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Gnu » Sa 14. Apr 2012, 20:17

Scardanelli hat geschrieben:In der Hölle ist dieser Gott garantiert nicht. Also kann er auch nicht in allem sein.

Der Gott des Jesaja, der könnte auch in der Hölle sein, denn dort werden die gekannt, die das Böse erschaffen.
Der Gott des Jesaja kann sich in der Hölle aufhalten, der Gott des Paulus kann das nicht.

Der Gott des Jesaja ist aber kein reines Lamm, denn wer das Böse erschafft, ist nicht rein.
Mit dem Gott des Jesaja funktioniert diese bequeme Sündenentschuldung der Christen nicht.
Wer das Böse erschafft, ist nicht rein.

Ich glaube eben, dass Gott auch in der Hölle sein wird, denn irgendjemand muss ja den Wurm am Leben halten, der nicht stirbt. Und ich lese schon im AT: „Bettete ich mir im Scheol, so wärst du auch da.“ Scheol ist die hebräische Entsprechung des griechischen Hades und der Hades wird ja auch in den Feuersee geworfen werden. Den Tod hat ja auch Gott erschaffen und der wird auch im Feuersee sein. Gott selbst kann sich nicht verbrennen, der hält es überall aus.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Mariette M. » Sa 14. Apr 2012, 20:39

Gnu hat geschrieben: Den Tod hat ja auch Gott erschaffen

Wirklich? Wo steht das?
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Gnu » Sa 14. Apr 2012, 20:58

Mariette M. hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben: Den Tod hat ja auch Gott erschaffen

Wirklich? Wo steht das?

Das steht wörtlich so nicht in der Bibel, kann aber leicht hergeleitet werden. Das Gebot an Adam:

„Und Elohim Jahweh gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon ißt, wirst du des Todes sterben.“

Der Tod, dessen Adam sterben wird, muss schon vor Adam existiert haben, war ein Geschöpf der unsichtbaren Welt, welches erst auf die Erde Zutritt erhalten würde, wenn der Mensch sündigt. Vergleiche auch Römer 5.12 ff, wo der Tod als ein Herrscher beschrieben ist.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 14. Apr 2012, 21:37

Fee hat geschrieben:
Jeffrey mc hat geschrieben:Das erste spitze, das ich schrieb, ist ungleich deine spitze, die du bei mir erlesen hast.

Gut erkannt in Teil 1, bei Teil 2 würdest Du bemerken, es war Sarkasmus mit Ironie.
:mrgreen:

Wobei Du immer noch nicht gesagt hast, was ich gegen Gott gesagt haben soll.
Nachdem der Geist Gottes imment reine Vernunft ist, müsstest Du mir jetzt eine Kostprobe geben.


Ich will es erstmal so formulieren: ich bin auf deinen Post eingegangen und geantwortet, wobei du mir nicht recth gegeben hast. Wenn du doch Christ bist bzw. wenn du mich verstanden hast und es genauso siehst, dann sag es explizit und ich will mich entschuldigen. Du hast auch nicht geantwortet, dass du es als Christ so oder so siehst. Irgendwie emfpinde ich, wie du sprichst, dass du nicht auf Gottes Seite bist. Du hast z.B. gesagt, dass Christen gerne sagen, dass man Gottes Handeln nicht immer (?) verstehen könne. Wenn du Christ wärest, dann würdest du irgendwie anders reden. Sag dass du Christ bist und ich entschuldige mich. Ansonsten: wie ernst kann das mit der Kostprobe dann gemeint sein. Weil du in meiner Hand, von deinen Worten her gesehen, flutschig bist? Wie gesagt, wenn du Gott liebst bzw. wenn du es siehst wie ich bzw. anders siehst aber trotzdem auf Gottes Seite bist, zu dem worum es so ging, dann warst du wirklich flutschig. Ansonsten: Was ist deine Absicht, eine Kostprobe zu verlangen, wenn du kein Christ bist und ich dazu was schrieb. Außerdem würde ich als Christ sagen, wenn man mich als ungläubig bezeichnet: Halt "....." ich bin doch Christ, was willst du eigentlich. Außerdem habe ich .... geschreiben! (....).
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Mariette M. » So 15. Apr 2012, 04:14

Gnu hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben: Den Tod hat ja auch Gott erschaffen

Wirklich? Wo steht das?

Das steht wörtlich so nicht in der Bibel, kann aber leicht hergeleitet werden. Das Gebot an Adam:

„Und Elohim Jahweh gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon ißt, wirst du des Todes sterben.“

Der Tod, dessen Adam sterben wird, muss schon vor Adam existiert haben, war ein Geschöpf der unsichtbaren Welt, welches erst auf die Erde Zutritt erhalten würde, wenn der Mensch sündigt. Vergleiche auch Römer 5.12 ff, wo der Tod als ein Herrscher beschrieben ist.


Christ ist erstanden vom Tode, Er hat den Tod durch den Tod zertreten und denen in den Gräbern das Leben geschenkt!

Für Heute nur soviel. Christus ist auferstanden. Frohes Pascha des Herrn!
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Gnu » So 15. Apr 2012, 08:02

Eine naheliegende Antwort auf die Frage des Themas:

Gott erschafft das Böse, damit Jesaia 45.7 stimmt: „der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe das Übel.“

Licht und Finsternis sind Gegensätze, Frieden und das Böse sind Gegensätze.

Aus Sicht der Physik ist Finsternis nicht erschaffen, sondern einfach Abwesenheit von Licht. Somit sagt Elohim Jahweh etwas anderes als die Physik.

Aus Sicht von Scardanelli hat Gott das Böse nicht erschaffen. Somit sagt Elohim Jahweh etwas anderes als Scardanelli.

Wer damit ein Problem hat, der kann es beheben lassen. Das Rezept ist nachzulesen in Apostelgeschichte 2.14ff.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » So 15. Apr 2012, 10:18

Gnu hat geschrieben:Ich glaube eben, dass Gott auch in der Hölle sein wird, denn irgendjemand muss ja den Wurm am Leben halten, der nicht stirbt. Und ich lese schon im AT: „Bettete ich mir im Scheol, so wärst du auch da.“ Scheol ist die hebräische Entsprechung des griechischen Hades und der Hades wird ja auch in den Feuersee geworfen werden. Den Tod hat ja auch Gott erschaffen und der wird auch im Feuersee sein. Gott selbst kann sich nicht verbrennen, der hält es überall aus.

Im Christentum ist Gott unmittelbar gut und allenfalls mittelbar böse.
Wenn du das Gute beschreibst, dann bleibst du ganz eng an Gott. Sobald es aber um das Böse geht, dann wird die Verantwortung von Gott weggerückt.
Bei dir ist Gott jetzt gut aber für das Böse hast du schon wieder so einen Wurm ausgegraben. Gott halte einen Wurm am Leben, der böse Wurm usf.

Das ist die Art und Weis wie im Christentum die Sünde geleugnet wird. Die Sünde wird aus dem Inneren des Menschen geholt und Jesus auf den Rücken geschnallt. Im Christentum wird die Sünden von innen nach außen geschafft und dort soll sie vergessen werden.
Bei diesem Leugnungssystem darf Gott selbst nie böse sein.

Für das Gute bleibt Gott immer verantwortlich aber für das Böse habe er Wesen geschaffen, die ihm die Verantwortung dafür abnehmen.

Du sagst wohl, ja Gott sei auch böse, denn er halte den bösen Wurm am Leben. Böse ist dann dieser Wurm und Gott lasse es nur zu.

All das ist die Leugnung der Tiefe der Aussage aus Jesaja 45 Vers 7.

Hier ist Gut und Böse gleichwertig, als von Gott. Hier ist Gott genauso die Ursache des Bösen wie des Guten. Das hier, das von Jesaja, das ist eine der ganz wenigen Bibelstellen, wo die Hebräer mal am Monotheismus schnuppern.
Mit dem Christentum hat Jesaja 45 Vers 7 nichts, aber auch rein gar nichts zu tun.
Das Christentum weicht Jesaja 45 Vers 7 derart auf, dass nichts mehr von der Schöpfung des Bösen durch Gott übrig bleibt.

Bei dir ist Gott dann in der Hölle, aber er selbst sei nicht der Schöpfer der Hölle der sie in Gang halte.
Auch du argumentierst nicht, dass Gott der sei, welcher in der Hölle die armen Sünder ewig röste.

Jesaja 45 Vers 7 bedeutet einfach, dass der Schöpfer für alles die Verantwortung übernehmen muss und nicht einfach sagen kann, er habe jemanden frei gesetzt und der trete nun als Widerschöpfer auf.
Genau das aber ist das Christentum.
Das Christentum leugnet Gott als den Verantwortlichen für das Böse.
Es gibt im Christentum keine Anwendung für Gott als den Schöpfer des Bösen.
Die Christenlogik ist die des Ausschlusses. Wo das Gute sei, könne das Böse nicht auftreten. Das Christentum trennt Gut und Böse noch vor Gott. Deshalb ist der Christengott nicht Gott.
Nachdem Gut und Böse getrennt sind, taucht der Christengott auf. Er taucht auf, als eigentlich der Grund schon gelegt wurde, aber nicht vom Christengott, denn der sei nicht der Grund des Bösen.

Die Leugnung der Sünde funktioniert nur durch die absolute Trennung von Gut und Böse und das geht nur auf höchster Ebene. Nur wenn Gut und Böse schon vor Gott getrennt sind, kannst du die Sünde so abstreifen wie im Christentum.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » So 15. Apr 2012, 10:50

Gnu hat geschrieben:
Scardanelli hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Eine in der Bibel geschriebene Aussage ist: Gott ist Liebe. Diese Aussage glaube ich, d.h. ich halte sie für wahr. Liebe kann aber sowohl Gutes wie Böses erschaffen. Gut und Böse tangieren die Liebe nicht.

Gut und Böse, die tangieren einfach alles was existiert.

Liebe existiert aber nicht, deshalb kann Gut und Böse sie nicht tangieren. Wenn Gott existieren würde, so müsste er erschaffen worden sein, denn nur was erschaffen wurde, existiert.

Die Existenz ist die Sphäre, wo eines mit dem anderen in Kontakt treten kann. Wenn Gott nicht existiere, dann könntest du keinen Kontakt mit ihm aufnehmen.
Wenn du betest aber sagst, Gott existiere gar nicht, dann wärst du ein Heuchler.
Wenn du Aussagen über Gott machst, dann müssen die auch einen praktischen Bezug haben. Wenn du also meinst, Gott existiere gar nicht, dann musst du dich auch so verhalten.
Wenn du aus einer Aussage keine Praxis bekommst, dann ist es nur ein hochtrabendes Gerede, ohne Nährwert.

Und was soll das bedeuten, die Liebe existiere nicht? Jesus soll dich also durch etwas retten, was nicht existiere?

Die Liebe hat das Moment des Bösen. Ohne das Böse bliebe die Liebe nur abstrakt.
Es ist einfach so, dass du die stärkste Kraft benötigst, um in Gott eine Trennung herzustellen.
Du brauchst dafür eine Kraft, die jenseits aller Naturkräfte ist.
Gott ist eins und der geht nicht aus sich heraus, wenn da nicht die stärkste Kraft wäre, die Gott teilen könnte.
Nur das Böse hat die Kraft, Gott in sich selbst zu trennen. Gott erschafft das Böse - das kann ich hier ungeschützt sagen, denn die Bibel schützt mich – um sich zu trennen und den Menschen zu erschaffen. Gott könnte ohne das Böse nichts erschaffen, was in seinem Bilde wäre, weil sich der Eine in sich selbst nicht trennt.
Was Gott gleich ist, kann nur durch das Böse geschaffen werden, denn Gott ist einer, der sich an sich nicht trennt.
Deshalb trägt der Mensch das Mal des Bösen, denn nur der Mensch wurde in der gesamten Schöpfung durch das Böse geschaffen.
Kein Tier ist böse, nur der Mensch.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Mariette M. » So 15. Apr 2012, 12:21

Gnu hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben: Den Tod hat ja auch Gott erschaffen

Wirklich? Wo steht das?

Das steht wörtlich so nicht in der Bibel,


Genau. Ich glaube es auch nicht.

Gnu hat geschrieben:kann aber leicht hergeleitet werden. Das Gebot an Adam:

„Und Elohim Jahweh gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon ißt, wirst du des Todes sterben.“

Der Tod, dessen Adam sterben wird, muss schon vor Adam existiert haben, war ein Geschöpf der unsichtbaren Welt, welches erst auf die Erde Zutritt erhalten würde, wenn der Mensch sündigt. Vergleiche auch Römer 5.12 ff, wo der Tod als ein Herrscher beschrieben ist.


Deine Herleitung ist für mich nicht schlüssig.
Der Tod ist nicht ein Geschöpf Gottes, sondern der Tod ist die Abwesenheit Gottes. Wie die Finsternis die Abwesenheit von Licht ist, so ist da, wo Gott abgelehnt wird, der Tod. Gott hat den Tod nie gewollt. Der Tod - und nenn ihn dann ruhig Herrscher - ist eingetreten als Folge des Abwendens des Menschen von Gott.

Christus hat durch sein Sterben, durch seinen Tod den Tod vernichtet. Diese Wahrheit haben wir heute Nacht wieder gefeiert.

Christos voskrese. Christus ist auferstanden.

Mary
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » So 15. Apr 2012, 12:45

Mariette M. hat geschrieben: Der Tod ist nicht ein Geschöpf Gottes, sondern der Tod ist die Abwesenheit Gottes. Wie die Finsternis die Abwesenheit von Licht ist, so ist da, wo Gott abgelehnt wird, der Tod. Gott hat den Tod nie gewollt. Der Tod - und nenn ihn dann ruhig Herrscher - ist eingetreten als Folge des Abwendens des Menschen von Gott.

Das ist eben Christentum, zu dem sich Jesaja 45 Vers 7 abwesend verhält.
Im Christentum wird die Ursache der Finsternis geleugnet, denn Abwesenheit ist der Grund aller Leugnung, hier die Abwesenheit der Verantwortung.
Jesaja 45 Vers 7 sagt: Gott erschafft die Finsternis und Christen müssen sagen, die Finsternis sei die Abwesenheit Gottes.

Bei Jesaja ist die Finsternis die Anwesenheit Gottes, denn um zu erschaffen ist die Anwesenheit Gottes nötig.

Das ist der auffälligste Widerspruch zwischen dem Gott des AT und dem Gott der Christen.
Hier bricht sich das Licht an dieser Finsternis, um es mal lyrisch zu sagen. Das sind zwei völlig verschiedene Gottesbilder.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » So 15. Apr 2012, 12:59

Mariette M. hat geschrieben: Gott hat den Tod nie gewollt.

Es gibt Vorstellungen die wie unmittelbar mit der Realität kollidieren. In solchen Fällen ist die Not besonders groß.

Wenn in den letzten 6000 Jahren kein Tod über Lebewesen gekommen wäre, wo wolltest du all die Tiere stapeln?

Diese Art der Sicht des Todes gehört zu den Dingen, die ganz unverständlich sind.
Der Tod ist hochgradig vernünftig, ohne den Tod würden wir in einem unbechreiblichen Chaos leben, oder besser gesagt ersticken, wir würden in den ganzen Tierbergen gar keine Luft bekommen.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Mariette M. » So 15. Apr 2012, 16:38

Scardanelli hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben: Der Tod ist nicht ein Geschöpf Gottes, sondern der Tod ist die Abwesenheit Gottes. Wie die Finsternis die Abwesenheit von Licht ist, so ist da, wo Gott abgelehnt wird, der Tod. Gott hat den Tod nie gewollt. Der Tod - und nenn ihn dann ruhig Herrscher - ist eingetreten als Folge des Abwendens des Menschen von Gott.

Das ist eben Christentum, zu dem sich Jesaja 45 Vers 7 abwesend verhält.
Im Christentum wird die Ursache der Finsternis geleugnet, denn Abwesenheit ist der Grund aller Leugnung, hier die Abwesenheit der Verantwortung.
Jesaja 45 Vers 7 sagt: Gott erschafft die Finsternis und Christen müssen sagen, die Finsternis sei die Abwesenheit Gottes.

Bei Jesaja ist die Finsternis die Anwesenheit Gottes, denn um zu erschaffen ist die Anwesenheit Gottes nötig.


Bitte lies doch genau.
Ich habe nicht geschrieben, dass Gott nicht Ursache der Finsternis sei.
Der TOD ist die Abwesenheit Gottes, nicht die Finsternis.
Im Gegenteil: Gott ist gerade in der Dunkelheit, in der Unerkennbarkeit verborgen.

Zu Jesaja 45,7 hatte ich schon vor längerer Zeit geschrieben, dass mir der Vers kein Bauchweh bereitet. Warum? Schauen wir den Vers doch nochmal an:
der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut.


Der Ausdruck, den Du Gott so ankreidest, heisst im lat. "Malum" (griechisch kann ich leider nicht) Malum heisst (ausser Apfel, grins...) Übel, Unheil, Leid.
Schafft nun Gott Unheil und Leid? Aber natürlich. Das steht ja nun zur Genüge in der Bibel.
Die Frage ist, WOZU das Unheil und Leid dient?
Unheil und Leid soll immer zum Ziel haben, dass sich Gottes Volk Ihm wieder zuwendet... oder dass andere Völker in Gott den Herrn über Himmel und Erde erkennen. Lies ruhig weiter bei Jesaja, da siehst du das noch und noch bestätigt.

Damit kann ich gut leben, auch als Christin. Weiss ich doch, dass die Entfernung von Gott und der Ungehorsam schon per se Unglück bedeutet.

Das heisst aber nicht, dass Gott "das Böse" geschaffen hätte. "Das Böse" zu erfinden und zu tun, ist allein der Verdienst der Menschen... angeleitet vom Vater der Lüge, dem Satan, dem sie zu oft mehr glauben schenken als Dem, der das Leben ist.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Mariette M. » So 15. Apr 2012, 16:44

Scardanelli hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben: Gott hat den Tod nie gewollt.

Es gibt Vorstellungen die wie unmittelbar mit der Realität kollidieren. In solchen Fällen ist die Not besonders groß.

Wenn in den letzten 6000 Jahren kein Tod über Lebewesen gekommen wäre, wo wolltest du all die Tiere stapeln?

Diese Art der Sicht des Todes gehört zu den Dingen, die ganz unverständlich sind.
Der Tod ist hochgradig vernünftig, ohne den Tod würden wir in einem unbechreiblichen Chaos leben, oder besser gesagt ersticken, wir würden in den ganzen Tierbergen gar keine Luft bekommen.


Woher weisst Du denn, wie es gekommen wäre, wenn?
Wer redet überhaupt von 6000 Jahren? Du etwa?

Willst Du etwa in Gottes Pläne reinreden? Wäre nicht ohne die Abwendung von Gott auch der "Rock von Fell" aus Gen 3, 21 ausgeblieben? Wären alle, Schöpfung und Menschengeschlecht in dem Leib geblieben, der unser Ziel ist nach der Auferstehung?
Weisst Du, diese "was wäre wenn" Fragen ergeben mir keinen Sinn.

Ein wenig erinnert es mich an die Zukunftssorgen im London am Ende des 19. Jahrhunderts, als einige Unkenrufer glaubten, London würde bald im Pferdemist ersaufen, wenn der Verkehr weiter so zunimmt... :lol:
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » So 15. Apr 2012, 18:19

Mariette M. hat geschrieben: Bitte lies doch genau.
Ich habe nicht geschrieben, dass Gott nicht Ursache der Finsternis sei.
Der TOD ist die Abwesenheit Gottes, nicht die Finsternis.
Im Gegenteil: Gott ist gerade in der Dunkelheit, in der Unerkennbarkeit verborgen.

Die Abwesenheit Gottes, so etwas gibt es gar nicht. Gott ist laut Jesaja für Gut und Böse verantwortlich, für Licht und Finsternis.
Hier ist nichts mit Abwesenheit.
Gott ist nie abwesend. Du kannst von Gott abwesend sein.
Und Gott ist auch nicht verborgen, genau das bedeutet ja Jesaja 45 Vers 7.
Der Tod ist nicht die Abwesenheit Gottes, sondern der Garant, dass einer, einer bleibt und nicht plötzlich zwei da sind.
Gott ist dein Anfang und dein Ende, das Alpha und das Omega. Gott ist deine Geburt und dein Tod, denn was anfängt, das endet auch, sonst könnte es nicht anfangen.
Das einzige was im Tod noch anwesend ist, das ist Gott, denn der garantiert für die Wahrheit des Todes.
Der Tod ist eine Wahrheit und alles was tot ist, das ist nicht. Mit Nichts kannst du nichts begründen. Deshalb ist das einzige was im Tod noch sein hat, Gott und Gott garantiert die Wahrheit des Todes.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Scardanelli » So 15. Apr 2012, 18:38

Mariette M. hat geschrieben:
Das heisst aber nicht, dass Gott "das Böse" geschaffen hätte. "Das Böse" zu erfinden und zu tun, ist allein der Verdienst der Menschen... angeleitet vom Vater der Lüge, dem Satan, dem sie zu oft mehr glauben schenken als Dem, der das Leben ist.

Siehst du, das meine ich. Das Christentum ist in Jesaja 45 Vers 7 abwesend.
Du sagst nicht ohne Grund das genaue Gegenteil von dem, was die Bibel sagt.

Die Bibel sagt: Gott erschafft das Böse
und du sagst, Gott erschafft das Böse nicht.

Klarer kann ein Widerspruch nicht gesagt werden.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Gnu » So 15. Apr 2012, 18:48

Mariette M. hat geschrieben: Deine Herleitung ist für mich nicht schlüssig.

Aus der Bibel etwas schlüssig herzuleiten, ist schwierig. Für mich ist die Herleitung auch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber auch nicht wichtig. Jedenfalls wird in der Offenbarung der Tod und der Hades in den Feuersee geworfen, und das bedeutet, dass es ihn nachher für diejenigen ausserhalb des Feuersees nicht mehr gibt. Im Feuersee kann ja dann meinetwegen ein Kreislauf von Evolution und Reinkarnation losgehen, wozu es den Tod braucht. Da die Bibel mit Offenbarung 22 endet, weiss man nichts genaueres darüber. Spekulieren beginnt meistens dort, wo Gottes Offenbarung aufhört. ;)

Mariette M. hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben: Das steht wörtlich so nicht in der Bibel,

Genau. Ich glaube es auch nicht.

Deshalb glaube ich auch nicht an die Dreieinigkeit.
Zuletzt geändert von Gnu am So 15. Apr 2012, 19:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum erschafft Gott das Böse?

Beitragvon Jeffrey mc » So 15. Apr 2012, 18:53

Scardanelli hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben:
Das heisst aber nicht, dass Gott "das Böse" geschaffen hätte. "Das Böse" zu erfinden und zu tun, ist allein der Verdienst der Menschen... angeleitet vom Vater der Lüge, dem Satan, dem sie zu oft mehr glauben schenken als Dem, der das Leben ist.

Siehst du, das meine ich. Das Christentum ist in Jesaja 45 Vers 7 abwesend.
Du sagst nicht ohne Grund das genaue Gegenteil von dem, was die Bibel sagt.

Die Bibel sagt: Gott erschafft das Böse
und du sagst, Gott erschafft das Böse nicht.

Klarer kann ein Widerspruch nicht gesagt werden.



Gott erschafft das Böse nicht, denn aus nur Gutem, kann bei Vollkommenheit, nichts böses her resultieren. Das Böse ist die Wahl, letzten Endes gegen Gottes Wille zu leben bzw. nicht so zu leben, dass man eigentlich tun und lassen kann, was man will, solange die Entscheidung gegen Gott(es Wort) oder die Sünden (gottfernes) nicht vorrherscht.
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