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Jesuspuppe

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Moderator: doro

Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Ainu Elfe » Sa 29. Mär 2003, 11:33

hallo swizz

1. Die Bibel redet nie von Schäfchen. Ich weiss jedoch was du meinst. Diese Bilder sind jedoch einfach Vereinfachungen, wie du sagst, damit man sie leichter versteht. Was soll daran schlecht sein? Würdest du lieber den Koran auswendig aufsagen ohne ein Wort zu verstehen?

Das Problem ist, dass durch solche "Bildchen" und Vereinfachungen, Dogmen geschaffen werden.

2. Viele Bilder in der Bibel sind nicht einfach nett. Die netten Bildchen werden von vielen Kirchgängern einfach zur Beruhigung ihrer Seele zitiert. Ich glaube nicht ein einen Teddy-Gott. Ich glaube an einen guten, gerechten Gott, der aber auch Erwartungen hat, weil er heilig ist.

Du personifizierst Deinen Gott ja auch bereits. Er ist für Dich ein guter, gerechter Mann, Vater was weiss ich.

3. Ich bin kein Katholike und finde es verwerflich Heilige und deren Abbildungen, ja sogar Figuren davon anzubeten. Gott, Jesus und der Heilige Geist sind die einzigen, denen Anbetung gebührt.

Ob Du es verwerflich findest oder nicht, das tut hier nichts zur Sache. Es geht doch vielmehr darum, dass gewisse Leute das schlichtweg brauchen.

4. Du scheinst 2 Dinge zu vermischen. Bilder (Gleichnisse), die Dinge vereinfachen sollen und Bilder (Gemälde, Figuren), die gewisse Menschen brauchen, um etwas "fassbares" zu haben. Ich glaube man muss da differenzieren.

Nein, das ist dasselbe, einfach in 2 verschiedenen Formen, beides dient aber dazu, etwas, was man nicht fassen kann, "bildlich" darzustellen, ob das jetzt ein imaginiertes Bild oder ein gemaltes Bild, ist letztlich egal.

grüsse Ainu
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Nataraja » Sa 29. Mär 2003, 11:41

Hallo swizz,

Ich persönlich glaube an Gott, weil ich sein Wirken erlebt habe. Ich habe Menschen gesehen, die ihr Leben voll in das von anderen investieren, völlig selbstlos und gar nichts von Kohle einsacken Bill Wilson. Ich kenne selten jemand, der es riskiert, in den schlimmsten Viertel New Yorks herumzugehen, um Kindern (die keine Kohle haben) das Evangelium näher zu bringen.


Was du da beschreibst ist typisch protestantisch, typisch amerikanisch-protestantisch, geboren aus der Ethik und dem Handeln der Puritaner, die irgendwann mal als Pilgerväter in die Neue Welt aufbrachen. der Neuanfang, das Neue Leben, die Wende im Leben entspringt einer protestantischen Ethik, einer protestantischen Weltsicht, und ist nicht typisch christlich, sondern ist typisch protestantisch.
Das mit den Wundern ist auch so eine Sache, ich hab da schon Videos gesehen, wo irgendwo in Afrika, Asien und Südamerika Tote auferweckt wurden. Es ist bezzeichnend, daß so etwas in Ländern passiert, wo die Menschen nicht vom protestantischen Rationalismus geprägt sind, wo es noch das Mystische, das Trancige, das Nichtrationale gibt. Grundsätzlich zweifle ich diese Wunder an, bis dahin, bis ich selbst so etwas live mit meinen Augen gesehen habe. Die ganzen Wunder, die immer so gehandelt werden als das Wirken Gottes steckke ich alle in die Tüte, auf der Psychosomatik draufsteht. Und Psychosomatik ist eben kein Wunder!
Zur der Bildergeschichte: Es bezeichnend für alle Menschen, daß sie sich das Transzendente, daß sie sich Gott vorstellen wollen. Deswegen gibt es Bilder, Figuren, Muster, Mandalas, zeichen etc... Die Upanishaden lehren, daß das Höchste neti neti ist, also nicht so und nicht so, fern aller Vorstellung, fern aller Ideen, nicht zu fassen mit dem Geist, nur zu fassen mit der Liebe. Und trotzdem werden in meiner Tradition Figuren, Statuen und Bilder in Tempeln verehrt. Komisch oder? Die Sache ist nur die: Jedes Bild, jede Figur ist nicht einfach ein Abbild, sondern ist in sich selbst wieder Symbol, Bildnis und Gleichnis, über das man nachsinnt und meditiert. Diese Jesus-Puppen hier sind das allerdings nicht, sie sind ein ziemlich unreflektierter und platter Akt, die Akteuere der Bibel plastisch darzustellen, und das ganze vor allem unter dem Diktat einer amerikanisierten Vorstellung des Altertums, und der kulturellen Gegebenheiten. So etwas kann man in der Tat als ein Verstoß gegen das Bilderverbot sehen. Eine Ikone, eine Heiligenfigur jedoch ist nicht dazu da, daß sie real etwas darstellen will, sondern sie stellt eine Handlung, ein Gefühl eine ontische Gegebenheit dar. Also etwas, über das man wieder nachsinnen kann. Ob das ein Verstoß gegen das Bilderverbot ist, ist sehr fraglich. Zudem werden in der katholischen Kirche keine Heiligen angebetet, das verbietet sowohl die lithurgische Ordnung als auch der kathpolische Katechismus. Eine Anbetung, also eine Messe steht den Heiligen nicht so zu wie Gott! Ein Dialog mit den Heiligen ist etwas anderes. Wenn man eben glaubt, daß die Seele unsterblich ist, und daß gewisse große Persönlichkeiten eben deshalb jetzt schon bei Gott sind, ist das ja auch logisch: Warum sollten diese befreiten Persönlichkeiten nicht helfend zur Seite stehen?
Inwiefern das biblisch ist, ist unwichtig, denn hier gebe ich Ainu recht: Das Volk hat eine andere Religion, wie der Denker oder der Mystiker. Es kommt auf die gelebte Religion an, und nicht auf die theoretische, schriftgebundene Form des theoretischen Handelns!

Gruß

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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon [swizz]d-minded » Sa 29. Mär 2003, 17:14

Original von Nataraja
Grundsätzlich zweifle ich diese Wunder an, bis dahin, bis ich selbst so etwas live mit meinen Augen gesehen habe. Die ganzen Wunder, die immer so gehandelt werden als das Wirken Gottes steckke ich alle in die Tüte, auf der Psychosomatik draufsteht. Und Psychosomatik ist eben kein Wunder!


Zweifelst du an, dass die Twin Towers zusammengefallen sind? Nicht oder? Hast du es mit deinen eigenen Augen gesehen? Unwahrscheinlich. Ist der Fall der Twin Towers etwas aussergewöhnliches? Auf jeden Fall.

Ich wage es, deinen Satz umzustellen: "Grundsätzlich zweifle ich alles an, was ich nicht glauben will/kann/muss, bis dahin, bis ich selbst so etwas live mit meinen Augen gesehen habe."
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Ainu Elfe » Sa 29. Mär 2003, 17:22

Du setzt den Fall der Twin Towers mit einem Wunder gleich? Na dann gut nacht! Ist ein ungeschickt gewähltes Beispiel. Ich glaub Nataraja bezog sich auf andere Dinge, die nicht offensichtlich von Menschen gemacht sind. Der Fall der Twin Towers war kein übernatürlicher Akt, sondern simple Mechanik - Flugzeug in Turm.
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Pumi » Sa 29. Mär 2003, 17:34

Original von [swizz]d-minded
Zweifelst du an, dass die Twin Towers zusammengefallen sind?

Seeeeehr peinliches Beispiel !!!

Egal was du beweisen oder zeigen wolltest - probier es nochmal und such dir ein Beispiel aus das passt!
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon [swizz]d-minded » Sa 29. Mär 2003, 17:37

Vielleicht war das etwas ungeschickt gewählt. Aber ich brauchte etwas, an das vorher niemand geglaubt hätte.

Eine Totenauferweckung ist eigentlich auch ein simpler Akt. Gott auf Mensch. Aber so ist es nun mal. Wer an etwas nicht glauben WILL, kann es auch nicht. Das geht in die simpelste Psychologie hinein. Wenn ein oft enttäuschter Mann in eine Disco geht und alle Frauen stehen auf ihn, er kann es nicht glauben, weil in seinem Kopf steht fest: "Frauen mögen mich nicht."
So ist es mit Gott. Menschen gehen über den Erdboden, Gott macht Wunder, wirkt ziemlich offensichtlich. Menschen denken: "Das ist doch alles psychosomatisch, der war gar nie krank." Oder: "Gott ist doch nur ein Gebilde der geldgierigen Menschen".
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Nataraja » So 30. Mär 2003, 13:49

Hallo swiz,

das mit den Twin Towers war deshalb ungeschickt gewählt, weil es eben kein Wunder war. Sicher war es aussergewöhnlich, aber eben nicht unmöglich.
So Sachen wie Totenauferstehungen, Heilungen von Schwerstkranken (Gelähmte können laufen, Beine wachsen nach, Blinde sehen wieder...) und so weiter sind natürlich auch alltäglich, das erlebe ich jeden Tag...:) :D.
Oder eigentlich nicht! Sicher ist so etwas aussergewöhnlich, aber es ist eben ein Wunder. Und bei Wundern frag ich mich immer, warum der liebe Gott da so wählerisch ist. Den Leuten auf der Titanic, in Hiroshima, in Auschwitz oder Bergen Belsen, der Zivilbevölkerung im Irak, den Opfern des World Trade Centers hatt Gott nicht auf wunderbare Art und Weise geholfen, aber Herr Maier kann jetzt wieder laufen... Versteh ich nicht ganz.
Das hat nichts mit Glauben wollen zu tun, sondern mit Glauben können! ich glaube eben schon, daß es in der Welt eine Ordnung gibt, Tote sind tot und laufen nicht mehr herum, Blinde sind blind und können nichts sehen-meistens ist das auch noch unheilbar, usw. Diese Ordnung wird durch das Wunder ausser Kraft gesetzt. Ich sage nicht, daß das nicht in Gottes Macht steht, und daß soetwas noch nie passiert wäre, aber irgendwie ist es inkonsequenz von dem da oben, wenn er sich nicht an seine eigene Ordnung hält, und auf eine extrem wählerische Weise nur vereinzelt Leute bevorzugt.
Wieviel Tote hast du schon live auferstehen gesehen?
ich glaube es nicht, weil es einer Ordnung widerspricht, die für mich eben göttlich ist. Ich glaube es nicht, weil ich hier den üblen Hauch eines extrem fundamentalistischen und unreflektierten Protestantismus rieche, und dieser Hauch stinkt! Ich brauche keine Special-Wunder, wie auferstandene Tote, mir reichen die kleinen Wunder. Wunder wie etwa die Liebe, das Verständis, die Achtung, die Fähigkeit Streit zu beenden, aufeinander zugehen zu können, sein Potential leben zu können, sich verwirklichen zu trauen, dem anderen Freiheit zu geben, und dadurch selbst Frei zu werden, kurzum das Wunder des Lebens, das Wunder des Miteinander-Seins, des sich teilens. Das ist Wunder. Tote aufzuwecken ist Show und eine Störung der Toten!

Gruß

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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon [swizz]d-minded » So 30. Mär 2003, 20:45

>So Sachen wie Totenauferstehungen, Heilungen von Schwerstkranken (Gelähmte können laufen, Beine wachsen nach, Blinde sehen wieder...) und so weiter sind natürlich auch alltäglich, das erlebe ich jeden Tag...:) :D.

Ich hab nicht gesagt es sei alltäglich sondern SIMPEL. Ist nicht dasselbe!

>Wieviel Tote hast du schon live auferstehen gesehen?

Keinen. Aber ich habe Videos und Dokumentationen gesehen. Mir reicht das eigentlich.

>ich glaube es nicht, weil es einer Ordnung widerspricht, die für mich eben göttlich ist. Ich glaube es nicht, weil ich hier den üblen Hauch eines extrem fundamentalistischen und unreflektierten Protestantismus rieche, und dieser Hauch stinkt!

Was hast du nur mit den Protestanten? Wenn Wunder und Selbstlosigkeit so wunderbar typisch protestantisch sind, warum sieht die Welt immer noch so shitty aus? Gibt´s zu wenig Protestanten? Oder ist es eben doch nicht sooo typisch?

>Ich brauche keine Special-Wunder, wie auferstandene Tote, mir reichen die kleinen Wunder. Wunder wie etwa die Liebe, das Verständis, die Achtung, die Fähigkeit Streit zu beenden, aufeinander zugehen zu können, sein Potential leben zu können, sich verwirklichen zu trauen, dem anderen Freiheit zu geben, und dadurch selbst Frei zu werden, kurzum das Wunder des Lebens, das Wunder des Miteinander-Seins, des sich teilens. Das ist Wunder.

Nein, das ist kein Wunder. Das ist Menschlichkeit. Heute leider etwas selten geworden, aber immer noch kein Wunder.

>Tote aufzuwecken ist Show und eine Störung der Toten!

Show? Ich habe gedacht Manson sei Show. Nun ja, ich weiss ja nicht ob mich jemand stören würde, wenn er mich wieder wecken würde... Störung der Toten nenne ich so Seancen von so bestimmten Esoterikern, bei denen man Kontakt mit seiner toten Mama haben kann.
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Nataraja » Mo 31. Mär 2003, 15:17

Hi swizz,

Was du als Menschlich bezeichnest ist eben schon das größte aller Wunder, die Liebe! Eben weil sie nicht alltäglich ist, und vor allem, weil sie göttlich ist, denn auch Gott liebt.
Simpel ist das mit den Totenauferstehungen nicht, ihr hättet das vielleicht gerne simpel, aber soetwas wirft bei mir einen Berg Fragen auf, der seinerseits wieder neue Fragen hervorbringt. Theologie ist erst seit der Reformation simpel, ist in den evangelikalen Kreisen der Amis simpel, ist bei so Leuten wie George W. Bush simpel, und dieses Simple wird dann fast immer zum Fundamentalismus, denn Fundamentalismen sind auch simpel (vielleicht so simpel, daß sogar ein George Bush in der Lage ist sie zu begreifen - nicht zu durchschauen, aber sie zu begreifen).
Was ich immer mit meinen Protestanten habe? Naja, ohne Protestantismus, keinen Kapitalismus, ohne Protestantismus keinen christlichen Fundamentalismus (oder zumendest nicht so), ohne Protestantismus keine protestantische Arbeitsethik, und ohne die wiederum keinen neoliberalen Turbokpitalismus. Ohne Protestantismus keinen Simplifikation nach dem Motto: Gut oder Böse, Schwarz oder Weiß, Für mich oder Gegen mich..... Und hier schließt sich der Kreis wieder zum Fundamentalismus.
Und eben beim Thema Simpel: Diese Figuren sind simpel!
Und da du noch nicht bei einer solchen Wundertat des Tote weckens dabei warst vergißß es! Wieviele Shows gibt es da, wieviel Betrug?
Und überlege dir mal das mit der göttlichen nochmal! Wenn es das gibt, dann ist ein Wunder ein Verstoß gegen diese Ordnung - oder nicht?

Gruß

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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon charlie b » Mo 31. Mär 2003, 15:42

Hallo Nataraja,

machst du dir das ganze nicht etwas leicht, Protestantismus = Sündenbock?
Das mit der auferweckung von Toten gebe ich dir recht, da sollte man doch immer etwas misstrauisch sein, aber nichts ist unmöglich.

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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Nataraja » Mo 31. Mär 2003, 16:05

Hi Charlie,

nein da mache ich es mir nicht leicht. Seit vor etwas mehr als 100 Jahren der Soziologe Max Weber auf dieses Zusammenhang gestoßen ist, wurde über das Verhältnis von protestantischer Ethik, protestantischer Arbeitsmoral und Kapitalismus viel geschrieben.
Wie Kapitalismus funktioniert, und was dabei auf der Strecke bleibt und zerstört wird, hat Marx am allerbesten formuliert, und zwar in seinem Werk : Das Kapital (sehr lesenswert).
Die Ethik des Kapitalismus, die auf dem Boden der protestantischen Arbeitsethik/Ethik gewachsen ist, hat Max Weber beschrieben: Aufsätze zur Religionssoziologie in 2 Bänden (der erste Band enthält auch den Augsatz mit dem Titel "Die protestantische Ethik und der geist des Kapitalismus";).
Einen Weg heraus aus der Barbarei des Kapitalismus mit seiner protestantischen Arbeitsethik haben dann verschiedene Autoren beschrieben. Sehr interessant sind Arbeit zu Geld ohne Zinsen, oder Beiträge Armatya Sen.

Gruß

Nataraja

Schau dir doch mal Zusammenhänge und Argumentationen bezgl. Arbeitslosigkeit, Moral, Reaktion des Staates in den protestantischen USA an. Arbeitslos sein heißt dort Moral-los sein! Und die sanktionierenden Handlungen von seiten des Staates tragen auch eine sehr protestantische handschrigt.
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon [swizz]d-minded » Mo 31. Mär 2003, 20:13

>Was du als Menschlich bezeichnest ist eben schon das größte aller Wunder, die Liebe! Eben weil sie nicht alltäglich ist, und vor allem, weil sie göttlich ist, denn auch Gott liebt.

Naja, eigentlich ist ja vieles ein Wunder, wie z.B. die Entstehung der Erde oder auch die Befreiung von der Sünde durch Jesus. Und stimmt, Liebe ist tatsächlich ein Wunder Gottes.

>Simpel ist das mit den Totenauferstehungen nicht [...]

Ich meine auch nur das Prinzip. Ainu hat gesagt Flugzeug -> Gebäude sei simpel. Also ist eigentlich Gott -> Mensch auch simpel

>Gut oder Böse, Schwarz oder Weiß, Für mich oder Gegen mich..... Und hier schließt sich der Kreis wieder zum Fundamentalismus.

Ich finde Fundamentalismus ist ein gefährliches Wort. Wenn du mit Fundamentalismus meinst, die Bibel für wahr zu halten und völlig danach zu Leben finde ich ihn nicht schlimm. Wenn du mit Fundamentalismus meinst, einfach etwas zu glauben ohne zu denken, dann ist er wirklich schlecht.

>Und da du noch nicht bei einer solchen Wundertat des Tote weckens dabei warst vergißß es! Wieviele Shows gibt es da, wieviel Betrug?

Klar gibt´s Betrüger. Ich bin auch skeptisch. Aber z.B. Reinhart Bonnke ist ein ehrenwerter und gottesfürchtiger Mann und würde nicht betrügen, wenn mich nicht gar alles täuscht.

>Und überlege dir mal das mit der göttlichen nochmal! Wenn es das gibt, dann ist ein Wunder ein Verstoß gegen diese Ordnung - oder nicht?

Ich weiss nicht. Diese Ordung mit dem Tod war ursprünglich von Gott nicht geplant. Gott wollte Adam und Eva das ewige Leben schenken. Erst durch den Sündenfall kam der Tod (auch der ewige) ins Spiel. Und da Gott über dem Sündenfall steht und auch den Tod überwunden hat (Jesus ist auferstanden) ist das meiner Meinung nach auch kein Problem.
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Ainu Elfe » Mo 31. Mär 2003, 20:25

Ainu hat gesagt Flugzeug -> Gebäude sei simpel. Also ist eigentlich Gott -> Mensch auch simpel

Lustige Vergleiche machst Du da. Hast Du wirklich das Gefühl, ein Ereignis wie Fall der Twin Towers und Wirken eines allfälligen Gottes auf einen Menschen kann man gleichsetzen? Ich zweifle da ziemlich stark daran. Das sind doch zwei völlig unterschiedliche Dinge. Das eine geht in den Bereich des Transzendenten, das Andere ist rein mechanischer Natur, Türme vertragen es nun mal schlecht, wenn Flugzeuge in sie reinfliegen.

grüsse Ainu
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon [swizz]d-minded » Mo 31. Mär 2003, 20:31

Nun ja, wie vorher schon gesagt, vielleicht ein ungeschicktes Beispiel. Aber wenn in einem Leben das transzendente normal ist, ist es so natürlich wie die Physik. Verstehst du was ich meine?
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Nataraja » Mo 31. Mär 2003, 22:17

hi swiz,

Ich finde Fundamentalismus ist ein gefährliches Wort. Wenn du mit Fundamentalismus meinst, die Bibel für wahr zu halten und völlig danach zu Leben finde ich ihn nicht schlimm. Wenn du mit Fundamentalismus meinst, einfach etwas zu glauben ohne zu denken, dann ist er wirklich schlecht.

Gefährliches Wort? Naja, find ich nicht, denn einfach glauben ohne zu denken ist eben gefährlich. Was meinst du mit Bibel wahr halten und danach zu leben? Also in den USA wurde einfach kurz und gut gesagt, daß etwa Aids daher kommt, daß die Leute unmoralisch sind, und daß es deswegen eine Strafe Gottes ist. Das nenn ich ersten dumm und zweitens fundamentalistisch! Aber was solls... Wenn du Bibel wahr halten verstehst als Wahrhalten von Sintflut, Arche, Schöpfung etc. dann icst das auch nicht recht nachgedacht. Normalerweise müßte man ja erst einmal alles kritisch betrachten, und dann durch das Durchdenken der biblischen Sachverhalte entscheiden, was da tatsächlich empirisch wahr ist, oder was man bildlich, symbolisch verstehen sollte usw. , aber das wird ja von den wenigsten Christen gemacht, da diese Art zu Fragen ganze praktische und simple Denkgebäude zum Einsturz bringen würde.

Zu Bonnke. Ob Bonnke ein Betrüger ist weiß ich nicht, ich weiß nur, daß ich ihn absolut nicht mag. Wer Predigen und Missionieren als Hauptberuf hat, lebt auf Kosten anderer, wer in Afrika anstelle von handfesten humanitären Hilfen einen fundamentalistischen Glauben unter die Leute bringt, und Evangelistion als Show präsentiert, hat von mir kaum Sympathie verdient. Für mich ist Bonnke ein schillernder Show-Prediger, der noch dazu das glaubt, was er da unter die Leute bringt. Verführer und Opfer seiner Verführung...

Ich weiss nicht. Diese Ordung mit dem Tod war ursprünglich von Gott nicht geplant. Gott wollte Adam und Eva das ewige Leben schenken. Erst durch den Sündenfall kam der Tod (auch der ewige) ins Spiel. Und da Gott über dem Sündenfall steht und auch den Tod überwunden hat (Jesus ist auferstanden) ist das meiner Meinung nach auch kein Problem.


Das ist halt die Frage. Ist materielle Welt nicht von vorneherein ein Ort des Zeitweiligen, ein Ort des Anfangs und des Endes? Ist Vergänglichkeit nicht automatisch im Begriff Welt mit enthalten, und das vor allem, weil Welt ja mal einen Anfang hatte (somit muß sie ja auch ein Ende haben)? Sterben da wir beim Tod, oder nur unsere Hüllen.... Hier tut sich eine Kluft auf, die mir persönlich zeigt, daß das evangelikale Christen jeder Coleur keine Ontologie betreibt, und eigentlich gar nicht weiß wovon es redet, wenn es vom Tod, vom Selbst, von Gott, von Anfang und Ende redet.
Das Mittelalter hat noch gewußt, daß die Welt nach dem Ratschluß Gottes kreiert ist, und daß hier alles - auch der Tod - seinen Platz hat. Weil wenn Gott die Geschichte mit Sünde und Tod nicht schon vorher gesehen hätte, dann wäre er ja ganz schön verarscht worden von einem seiner Geschöpfe, da dieses ihm seine Welt, zu der er gesagt hat, daß sie gut und gelungen wäre, zunichte gemacht hat.

Gruß

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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon charlie b » Di 1. Apr 2003, 08:02

Hallo Naraja,

das klingt interesant aber etwas stört mich dabei. Ich weis, nicht gerade geschikt ohne mich darüber informiert zu haben, etwas zu vermuten.
Aber ich denke dass diese Theorien, nach Recherchen in Protestantischen Ländern geschah. Aber was heisst protestantische Länder? Wieviele Leute in diesen Ländern leben den Glauben? Ich denke im Normalfall ist es nicht einmal die Hälfte. Ich will aber auf keinen fall behaupten dass Protestanten oder Christen weniger Fehler machen, aber das Verhalten eines Landes auf einzelne Gruppen zu übertragen finde ich nicht korrekt.
Aber wenn ich falsch liege bitte korrigiere mich.

Charlie
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Ainu Elfe » Di 1. Apr 2003, 11:02

hallo Charlie,

es geht hier nicht um Länder, nicht primär, sondern, nehme Webers Arbeitsethik, darum, dass Protestanten durch ihren Glauben eine bestimmte Arbeitshaltung hatten. In primitivster Form so: ein Protestant glaubt nicht an Luxus und Reichtümer und Arbeit ist gottgewollt, d.h. der Protestant arbeitet, darf sein Geld aber nicht anhäufen, was macht er also damit? Er steckt es wieder in seine Arbeit - der Beginn der Grosskonzerne. (Schau es Dir historisch an: der Aufstieg Hollands zu Grossmacht zB).

grüsse Ainu, mit Verweis, bei Immanuel Wallerstein nachzulesen ;)
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Shadow » Di 1. Apr 2003, 11:19

Hmm da ich der Meinung bin, dass auch der Mensch nur eine Maschine ist, halte ich es durchaus für möglich Tote wieder lebendig zu machen... Ich bezweifle allerdings, dass Wunderheiler das können... meistens sind die "Toten" doch nur Leute, die ganz flach atmen.
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Znaddy » Di 1. Apr 2003, 11:30


zitat
___________________________________________
Stimmt, ist aber nur eine kleine Farce des Christlichen Glaubens. Ich schlage dir vor, du setzt dich einmal wirklich mit der Bibel auseinander. Es geht nicht nur einfach um ein Sorgentelefon sondern um einen Retter, der dich vor der Verdammung verschont, der dich unterstützt, und der dir einen Sinn im Leben gibt. Aber er ist wie im letzten Beitrag erwähnt kein Teddybär sondern er will auch unsere Hingabe, unsere Bereitschaft für ihn zu leben, seinen Willen zu tun und ein heiliges (reines) Leben zu führen.
___________________________________________

@swizz
ich weiss ich bin spät dran, doch ich war lange nicht mehr hier. wieso soll ich an dieses buch halten das mir dies und jenes vorschreibt nur um mich von irgend einer verdammung zu verschonen, doch welche verdammung all die sünden??? dann wären wir alle gleich sünder!!! ich hab meinen sinn im leben, doch dies tut nichts zur sache!!! und das reine leben ist für mich auch nur erfindung wie sozusagen alles auf dieser erde!!!

Zitat
___________________________________________
Nette Behauptung, wirklich. Kannst du das auch noch irgendwie belegen?

Ich persönlich glaube an Gott, weil ich sein Wirken erlebt habe. Ich habe Menschen gesehen, die ihr Leben voll in das von anderen investieren, völlig selbstlos und gar nichts von Kohle einsacken Bill Wilson. Ich kenne selten jemand, der es riskiert, in den schlimmsten Viertel New Yorks herumzugehen, um Kindern (die keine Kohle haben) das Evangelium näher zu bringen.
Zudem habe ich Gottes Wirken an meinem Leben und an dem anderer erlebt. Ich habe erlebt, wie Menschen völlig gesund geworden sind (z.B. ein zu kurzes Bein wurde wieder normal lang) und Menschen, die durch Gott ein völlig neues Leben leben können, frei von Sucht und den Folgen (ein Raucher konnte über Nacht wieder völlig frei atmen und fasste nie mehr ein Zigarette an). Du magst es Einbildung nennen. Aber wenn du willst, kannst du alles als Einbildung abtun. Wer weiss, vielleicht
___________________________________________

@ swizz
natürlich kann ich dir beispiele sagen z.b. das mittelalter, wie die kreuzritter die plünderten und geld einsackten, die mönche die das geld den armen wegnahmen damit sie nicht ins höllenfeuer kamen.
ja sagt es nur, kommt bitte sagt es, dass diese nicht wahre christen waren, doch zu dieser zeit waren es die richtigen christen, und man glaubte ihnen.
ja das mit den ereignissen die du miterleben durftest bezweifle ich nicht, doch war dies wirklich gott??
natürlich ist viel nur einbildung, nähmlich auch dass wir arbeit brauchen, können wir den nicht einfach unser kurzes leben geniessen, oder sind wir schon so verblöded dass wir eine beschäftigung brauchen damit wir unsere zeit vergeuden können????
(ist halt meine meinung)

greez
Znaddy
Hat sich eingelebt
 
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Nataraja » Di 1. Apr 2003, 12:25

hallo charlie b.

Es geht nicht darum, ob die Leute in diesen Ländern ihren Glauben leben, sondern es geht um die Ethik, die dieser Glaube entstehen läßt. Als Beispiel: Bayern ist recht katholisch, Hamburg ist sehr protestantisch. Fremde, die diese beiden Ecken Deutschlands bereisen stellen da auch einen sehr deutlichen Unterschied fest. Man nennt es Mentalität, Geist der bayerischen Kultur etc. pp.. Und genau darum geht es. Man kann ja ganz einfach feststellen, welche Konfession in einem bestimmten Land, oder Landstrich dominant ist: Man zählt einfach. man merkt auch schnell, welcher Geist in einem Land vorherrscht: Vergleiche doch mal ein protestantisches England mit einem katholischen Spanien. Oder auch anders: Da wo du schon sehr lange Demokratien hast, hast du in der Regel protestantische Länder vor dir (etwa England oder USA). Frankreich machte das etwas später mit der Demokratie, und man sieht, daß Frankreich auch gut durchmischt ist, aber doch einen katholischen Touch hat.

Es geht auch nicht darum, ob und daß Christen Fehler machen. Mit dieser kapitalismus-Aussage kann man letztenendes nur feststellen, wie Religion die Wirtschaft und Gesellschaft beeinflußt hat. Wie man das dann bewertet ist jedem seine Sache. Man muß halt auch sehen, daß es nicht nur einen Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Protestantismus gibt, sondern auch zwischen Demokratie und Protestantismus. Demokratie ist protestantisch!
Und um das jetzt wieder zur Jesus-Puppe zurückzubringen: Protestantismus ist sehr rational. Wenn dieser protestantische Rationalismus und Funktionalismus auf die Transzendenz angewendet wird, und die Theologie nicht mehr Philosophisch, sondern Zweckrationalistisch verortet ist, dann liegt hier sicher eine pervertierte Form von Protestantismus vor (Jede Religion hat seine Perversen!). Und ich habe mich gefragt, wie einer drauf kommt, solche Figuren zu machen, was er damit (ausser dem Geldverdienen) bezwecken wollte. Stellen diese Puppen vielleicht Realität dar? Wenn ja, dann willkommen im perversen Protestantismus. Wenn es allerdings nur ein Gag, ein Spielzeug für eine bestimmte Zielgruppe ist, dann, ja dann jo mei!

Ließ mal Max Weber, ist echt interessant


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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Shadow » Di 1. Apr 2003, 12:45

Nataraja: Äh, ich dachte, die Franzosen hätten die Demokratie erfunden?
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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Freya » Di 1. Apr 2003, 13:03

Jep, aber l´empereur Napoléon I. hat mit der Militärdiktatur den Katholozismus wieder eingeführt.
Unter Robespierre und der Jakobinerdiktatur war Religion allgemein verboten, es wurde nur die "Wahrheit" angebetet. Viele Geistliche wurden Guillotiniert.
Der Kalender wurde abgeschafft usw.
Ce qui embellit le désert, c´est qu´il cache un puits quelque part...

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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon charlie b » Di 1. Apr 2003, 16:20

Hallo Nataraja,

ich verstehe das ganze so, dass die Mentalität, Verhalten oder was auch immer am meisten von dem Glauben beeinflust wird.
Aber da können so viele Faktoren mitspielen, dass ich mit dieser Aussage mühe habe. Ich will nicht bestreiten das die Religion beinflust, nur ich denke nicht in dieser weise.

Besonders in neuster Zeit fält es mir schwer das Verhalten gewisser protestantischer Länder als solches zu erkennen.

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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Nataraja » Di 1. Apr 2003, 17:50

Hallo Shadow,

in Europa waren es eigentlich die Engländer, die mit ihrer glohrreichen Revolution schon im 17. Jahrhundert eine parlamentarische Demokratie hatten. Die Franzosen hatte wohl gute Ideen, haben sie aber während der Terrorherrschaft der Jakobiner etwas dümmlich umgesetzt. nach den jakobinern gab es überhaupt erst eine Verfassung, die allerdings von den Amis abgekupfert war. Und dann kam Napoleon, und dann erst wieder die Republik.

Naja, eigentlich wurscht!

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Re: JESUSPUPPE

Beitragvon Nataraja » Di 1. Apr 2003, 17:54

hallo charlie b.

es geht nicht darum ob in protestantischen Gegenden viele Leute sind, die genau nach der Bibel leben. Der Geist des Protestantismus ist ja nicht, daß man an Jesus glaubt und Heilsgewissheit hat, sondern daß man fleissig sein soll, daß man nicht unnütz herumhängen soll, etc. don´t waste your time! Protestantisch ist hier vor allem als kulturelle Größe zu verstehen, die natürlich von einer Ethik des Glaubens gespeist wird, von einer besonderen Form der Religiosität.
Und ob diese Religiosität jetzt biblisch fundiert ist oder nicht ist da eigentlich ganz uninteressant. Für mich persönlich ist der ganze Protestantismus auf dünnem Eis gebaut, was die Bibel betrifft.

Gruß

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Re: Jesuspuppe

Beitragvon bluna » Fr 23. Jan 2015, 11:41

Was für eine puppe?
Ich kenne diese nicht,können diese puppe auch nicht christen kaufen?

Ein Fisch ist ein christ,

Thunfisch ist auch ein christ,so sagt mann den Thunern die christen wo dort leben,einfach thunfisch :D

Gutgell?
Sind wir nicht Alle ein Bischen Bluna???
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