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Warten bis zur Ehe ...?

Let´s talk together...

Moderator: bigbird

Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 11:59

Original von Salzstreuer

Und eine Frau, die mir überhaupt nicht gefällt, werde ich nun mal nicht lieben.

Hoffen wir, dass Deine Zukünftige so hübsch bleibt, sonst scheinst Du noch ernsthafte Probleme zu bekommen... ;)

Ausserdem n Schlag für alle Nicht-Modells, oder nicht?



Wollt ihr mich eigentlich falsch verstehen? Ich bevorzuge 100mal eine natürliche Frau mit ihren Makeln als ein aufgestyltes Modell.

Aber wenn du eine Frau anschaust und denkst, ne das kann es einfach nicht sein, ist es ja nicht wirklich sinnvoll ein Beziehung zu führen.

Es gibt den Satz: "Nicht die Schönheit bestimmt, wen wir lieben, sondern die Liebe wen wir schön finden" Dem kann ich nur zustimmen. Aber wenn ich eine Frau liebe, dann gefällt sie mir ja automatisch...

PS Ich bin total happy mit meinem Schatz und sie sieht nun überhaupt nciht aus wie ein Modell!
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 12:00

Hallo matia
Ich habe aber ein Problem damit (und das habe ich gmeint) wenn jemand sagt (eben und vielfach hat der jemand sich nämlich auch nicht daran gehalten) dass das einfach facts sind und dies einzuhalten nun wirklich nicht so ein Problem darstellt. Liebe ist ja was ganz anderes. (natürlich, nur tut ändert dies nichts an der Schwierigkeit) Und wenn du dich nicht daran halten kannst, würde ich mir mal ernsthaft deine Grundsätze und dien Christ sein durch den Kopf gehen lassen.


salzstreuer hat Mühe, diesen Text zu verstehen und bittet um Aufklärung.

- Liebe ist ja was ganz anderes... In Bezug auf Freundschaft oder auf Ermahnung und Tipps?

- Grundsätze/Christsein... ich komme nicht nach, wer gefragt ist und was gemeint ist.


Die Tatsache, dass wir uns mit gewissen Dingen schwertun, heisst nicht, dass sie in sich nicht gut wären. Die Dinge, die Gott uns als Gebote und Mahnungen weitergibt, haben einen Sinn. Sie sollen uns das Leben nicht schwer machen, sondern uns helfen, einen guten Umgang und ein angenehmeres Leben zu haben. Gott weiss, was für uns gut ist, auch wenn wir das im ersten Augenblick anders sehen.

Niemand hat bisher was davon geschrieben, es sei einfach, vor der Ehe nicht miteinander zu schlafen. Ich kenne ganz wenige, bei denen das kein Problem war. Mein Schwager und seine Frau waren ich glaube etwas über 7 Jahre befreundet und hatten (anscheinend) keine so grossen Probleme. Sie haben aber die Grenzen sehr früh gesteckt, das hat ihnen wohl sehr geholfen.

Es ist schwierig. Und es ist schwierig, als Mann seine Sexualität im Griff zu haben. Aber es liegt ein riesiger Segen darauf, für Dich selber sowie für Deine Frau/Freundin.

Gruss
-salzstreuer

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 12:08


Eben, was ist dieser Sex? wo beginnt der? Wenn ich nichts mer machen dürfte, was in meiner Freundin ein Feuer entfacht, na dann gute Nacht Beziehung.


Tja, hmmmmm...

- Je weiter Du gehst, desto schwieriger ist es, die Grenzen einzuhalten.
- Es gibt keinen "Undo"-Knopf. Was passiert ist, kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden.
- Es ist nicht das Ziel, das "Nicht-Miteinander-Schlafen" auf möglichst kreative Weise zu umgehen.

Es gibt keine klare Linie, denke ich. Aber es geht wirklich darum, dass Feuer nicht zu entfachen (und dies ist das absolut Schwierigste in einer Freundschaft).

Wo ich eine Flamme aufblitzen lasse, da verlangt sie nach mehr. Feuer ist verzehrend und entfachte sexuelle Begierde lässt sich sozusagen nicht mehr löschen. Vorübergehend mögen Eiswürfel und ne kalte Dusche wirken, aber was brennt, lässt sich nicht auslöschen.

Somit wäre die Empfehlung: Lasst Euch viel viel Zeit und lasst Euch was einfallen, wie Ihr Eure Zeit ohne Körperlichkeiten verbringen könnt. Redet viel, betet viel, unternehmt viel. Und verabschiedet Euch dann abends voneinander (ich weiss, das ist immens schwer).

Ein ganz wichtiger Tipp: Besprecht klare Grenzen, sie müssen für beide verbindlich sein. Und was Nacktheit angeht... als Mann sage ich mal, es gibt weniges, was mich mehr anmacht, und das beginnt nicht nur bei einer ganz nackten Frau, das beginnt beim Bauchnabel und geht über einen Blick ins T-Shirt weiter zu einem knackigen Badeanzug.

Einfach gesagt... Unternehmt eher alles, das Feuer nicht zu entfachen denn umgekehrt. Nur so habt Ihr eine Chance, wenn Ihr wirklich ohne miteinander zu schlafen in die Ehe kommen wollt. Das ist ne Praxiserfahrung, die gehalten hat (auch wenn nur knapp...)

Gruss
-salzstreuer
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 12:08

Diesen Text habe ich schon so gehört(nicht wörtlich, aber sinngemäss gehört), mit ausnahme der klammer:

das sind einfach facts sind und diese sind einzuhalten. Und das sollte jetzt wirklich nicht so schwer sein. liebe ist ja was ganz anderes. (natürlich, nur ändert dies nichts an der Schwierigkeit) Und wenn du dich nicht daran halten kannst, würde ich mir mal ernsthaft deine Grundsätze und dein Christ sein durch den Kopf gehen lassen und mir überlegen, ob du deine Freundin auch wirklich liebst (die schwierigkeit zu warten haben aber beide).


Mit solchen Dingen habe ich Mühe, vorallem wenn sich dan noch herausstellt, das derjenige es auch nicht geschafft hat, zu warten, resp es gar kein thema war (wir haben uns erst in der ehe bekehrt) solche sätze habe ich schon öfters gehört, wenn ich über meine problem diesbezüglich geredet habe.


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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 12:13

Hallo matia

Ok, dann verstehe ich auch, warum Du so allergisch bist auf solche Gespräche. Ich meine, wenn mir das jemand gesagt hätte, dann hätte ich wohl mit meiner Freundin geschlafen und meinen Glauben abgelegt. Echt, wie kann man nur...

Hoffe, Du findest hier ein paar wertvolle, andere Gedanken.

Selbstverständlich kann Gott uns helfen und unseren Glauben stärken und uns weiterbrinen. Meine Frau und ich hätten die ganze Zeit auch gar nicht ohne gemeinsames Beten und dranbleiben so überstanden. Aber jemanden dann an den Kopf zu werfen, dass sein Glaube und Christsein dann ein Problem hat, bringt mich echt zum - sorry, habe gerade den Mund voll, und mit vollem Mund spricht man nicht.

Gruss
-salzstreuer
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 12:14

Original von Salzstreuer
Es gibt keine klare Linie, denke ich. Aber es geht wirklich darum, dass Feuer nicht zu entfachen (und dies ist das absolut Schwierigste in einer Freundschaft).

Wo ich eine Flamme aufblitzen lasse, da verlangt sie nach mehr. Feuer ist verzehrend und entfachte sexuelle Begierde lässt sich sozusagen nicht mehr löschen. Vorübergehend mögen Eiswürfel und ne kalte Dusche wirken, aber was brennt, lässt sich nicht auslöschen.


Aber eben, um dieses Feuer geht es doch gerade in einer Beziehung, dieses Feuer ist das, was ne Beziehung ausmacht. Dass, was Liebe ausmacht.

In vielen Liedern wird vom Feuer für Jesus geschrieben. Das geht mir auch so, ich brenne für ihn (natürlich mal mehr, mal weniger), weil ich ihn liebe. Aber ich habe nun wirklich keine Sexuelle Beziehung zu Jesus ;-)

Oder anderst gefragt, was macht für dich der Unterschied aus zwischen einer wirklich guten Freundschaft (Mann/Frau ist nicht mal entscheidend) aus und einer Beziehung?
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 12:26

Original von Salzstreuer
Hallo matia

Ok, dann verstehe ich auch, warum Du so allergisch bist auf solche Gespräche. Ich meine, wenn mir das jemand gesagt hätte, dann hätte ich wohl mit meiner Freundin geschlafen und meinen Glauben abgelegt. Echt, wie kann man nur...

Hoffe, Du findest hier ein paar wertvolle, andere Gedanken.

Selbstverständlich kann Gott uns helfen und unseren Glauben stärken und uns weiterbrinen. Meine Frau und ich hätten die ganze Zeit auch gar nicht ohne gemeinsames Beten und dranbleiben so überstanden. Aber jemanden dann an den Kopf zu werfen, dass sein Glaube und Christsein dann ein Problem hat, bringt mich echt zum - sorry, habe gerade den Mund voll, und mit vollem Mund spricht man nicht.

Gruss
-salzstreuer


Ich habe die (manchmal ganz brauchbare) Gabe gewisse Dinge nicht überzubewerten. aber es hinterlässt eben doch Spuren, in dem ich auf Meinungen, welche auch nur ein bisschen diesen Unterton haben, allergisch reagiere.

Hmmm, Gott ist wohl wirklich der einzige der einem Dauerhaft helfen kann. Jedoch möchte ich auch nicht nach der Einstellung leben (ich weiss, dass du es nicht so meintest) wir bitten Gott und wenn wir uns dann trotzdem nicht daran halten, dann können wir auch nichts für.

Naja, ich bleibe dran und versuche mein bestes. Ob es reicht... Ich hoffe es!
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 12:29

Hallo Matia

Hmmmm... mal sehen, Gedankensplitter

- Der Begriff Beziehung soll jetzt als Freundschaft zwischen einem Mann und einer Frau zählen, die dies verbindlich wollen und eine gemeinsame Zukunft sehen.
- Alles andere kann Verliebtheit, Schwärmerei und Neugier sein.


- Eine Beziehung kann nur auf einer Freundschaft aufbauen.

- Eine Beziehung entsteht aber oftmals aus einer Verliebtheit heraus - jener Zustand, der uns aus den Schienen wirft und so schlecht fassbar ist. Da wird ja alles andere relativ.

- In einer Beziehung bekommt die körperliche Komponente Raum. Dies vorallem dadurch, weil sie zwei unwiderstehlich finden.

- Da oftmals eine Beziehung aus der Verliebtheit ensteht, muss eigentlich zuerst an der Freundschaft gearbeitet werden: Gegenseitiges Kennenlernen (nein, nicht körperlich), Austauschen, viel Gespräch, viel gemeinsam unternehmen, gegenseitiges Achten und Lieben. All das soll wachsen.

- Wenn ich dann aber mit meinem Körper zu schnell vorpresche, entdecke ich vieleicht später, dass aus meiner (Verliebtheits-)Beziehung keine Freundschaft entstehen kann. Somit wird nur der Abbruch der Beziehung möglich. Manche erkennen dies erst, nachdem die körperliche Komponente uninteressant, da gewöhnlich geworden ist.

- Dass sich zwei körperlich angezogen fühlen heisst noch lange nicht, dass eine Freundschaft entstehen kann bzw. eine tragfähige Freundschaft erreicht wird...

So viel mal einige Gedankensplitter. Es gäbe vermutlich noch soooo viel zu reden, aber es ist schwierig, dies einfach so zu formulieren.

Gruss
-salzstreuer
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon satimat » Di 4. Mär 2003, 12:38

@matia

ich versteh dich und deine allergie total. beispiel... meine schwiegereltern haben ihr erstes kind vor der ehe empfangen, es ist 6 monate nach der hochzeit zur welt gekommen (frühgeburt? :D ) - aber mir und meinem mann haben sie extreme vorhaltungen bezüglich küssen, kuscheln usw. gemacht.

für uns war "kein sex" vor der ehe ein echtes problem. und auch jetzt ist es leider noch ein problem. ich bin der ansicht, hätten wir nicht so ein riesen knorz draus gemacht, wäre es heute anders. gut, ich muss sagen, ich komme nicht aus einem christlichen haus - bei mir wurde mit sex vor der ehe ganz anders umgegangen...

gut, wir haben es auch nicht geschafft "rein" in die ehe zu gehen - aber theoretisch wäre das kein problem. denn als wir sex hatten, war für uns der nächste schritt (heirat) besprochene sache. nur, es ist halt schon vor der ehe passiert, und genau das macht(e) meinem mann mühe. mir persönlich nicht. nur macht mir mühe, dass er solche mühe damit hat (druscho?)

ich denke mir, da machen sich christen das thema sex ein bisschen schwer.

was ich jedoch aus eigener erfahrung sagen kann ist, dass ich früher (bevor ich christ wurde) mit verschiedenen männern (aber trotztdem wenige!) sex vor meinem mann hatte.
ich finde es jetzt im nachhinein schade - doch wurden jene, welche "rein" in die ehe gingen, belächelt. klar, wie gesagt, ich wuchs nicht in einem christlichen haus auf, und meine mutter fand es wichtig, "nicht die katze im sack zu kaufen". meine mutter war entsetzt, als sie hörte, dass mein mann und ich kein sex vor der ehe wollten (dass wir dann doch mal sex hatten war ein "unfall" - wir haben dem "druck" nicht standgehalten)

ein bisschen viel und kompliziert - ich hoffe du verstehst meine gedanken :)

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 12:48

Original von Salzstreuer
Hallo Matia

Hmmmm... mal sehen, Gedankensplitter

- Der Begriff Beziehung soll jetzt als Freundschaft zwischen einem Mann und einer Frau zählen, die dies verbindlich wollen und eine gemeinsame Zukunft sehen.
- Alles andere kann Verliebtheit, Schwärmerei und Neugier sein.


- Eine Beziehung kann nur auf einer Freundschaft aufbauen.

- Eine Beziehung entsteht aber oftmals aus einer Verliebtheit heraus - jener Zustand, der uns aus den Schienen wirft und so schlecht fassbar ist. Da wird ja alles andere relativ.

- In einer Beziehung bekommt die körperliche Komponente Raum. Dies vorallem dadurch, weil sie zwei unwiderstehlich finden.

- Da oftmals eine Beziehung aus der Verliebtheit ensteht, muss eigentlich zuerst an der Freundschaft gearbeitet werden: Gegenseitiges Kennenlernen (nein, nicht körperlich), Austauschen, viel Gespräch, viel gemeinsam unternehmen, gegenseitiges Achten und Lieben. All das soll wachsen.

- Wenn ich dann aber mit meinem Körper zu schnell vorpresche, entdecke ich vieleicht später, dass aus meiner (Verliebtheits-)Beziehung keine Freundschaft entstehen kann. Somit wird nur der Abbruch der Beziehung möglich. Manche erkennen dies erst, nachdem die körperliche Komponente uninteressant, da gewöhnlich geworden ist.

- Dass sich zwei körperlich angezogen fühlen heisst noch lange nicht, dass eine Freundschaft entstehen kann bzw. eine tragfähige Freundschaft erreicht wird...

So viel mal einige Gedankensplitter. Es gäbe vermutlich noch soooo viel zu reden, aber es ist schwierig, dies einfach so zu formulieren.

Gruss
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Kann dir eigentlich nur zustimmen. Aber wenn ich jetzt das für mich zusammenfasse, ist es auch die körperliche Anziehungskraft zu einander, was der unterschied zu einer Freundschaft ausmacht. Eben, dieses Feuer, dieses Kribbeln im Bauch, welches ich nur schon habe, wenn ich meiner Freundin in die Augen schaue. Dass sich das Körperliche nicht zu schnell entwickeln sollte, weil sonst das andere viel zu kurz kommt, dem kann ich nur zustimmen.

Nur, je grösser die Freundschaft und die Verbundenheit wird, desto schwieriger wird es, sich nicht alles zu schenken, bzw. zu warten.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 12:55

Original von satimat
für uns war "kein sex" vor der ehe ein echtes problem. und auch jetzt ist es leider noch ein problem. ich bin der ansicht, hätten wir nicht so ein riesen knorz draus gemacht, wäre es heute anders. gut, ich muss sagen, ich komme nicht aus einem christlichen haus - bei mir wurde mit sex vor der ehe ganz anders umgegangen...

gut, wir haben es auch nicht geschafft "rein" in die ehe zu gehen - aber theoretisch wäre das kein problem. denn als wir sex hatten, war für uns der nächste schritt (heirat) besprochene sache. nur, es ist halt schon vor der ehe passiert, und genau das macht(e) meinem mann mühe. mir persönlich nicht. nur macht mir mühe, dass er solche mühe damit hat (druscho?)

ich denke mir, da machen sich christen das thema sex ein bisschen schwer.


Genau das ist der Kernpunkt, resp. die wichtigste Frage die ich mir stelle. Ist der Umgang in einer Ehe mit dem Thema Sexualität nicht einfacher, wenn man von Anfang an einen gesunden Umgang mit der Sexualität in der Partnerschaft hat (soll jetzt nicht heissen, sich kennen lernen und ab ins Bett) als wenn man einen riesen Knorz hat und sich viele Probleme aufhalst, weil man sich an einen Zeitpunkt halten soll/muss was sicher auch Spuren in einem hinterlässt.

Genauso wie wenn man danach immer ein schlechtes Gewissen hat, weil es mal passiert ist, ist wohl der Umgang miteinander auch nicht wirklich der Hit (könnte ich mir mal so vorstellen).

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 13:05

gesunder Umgang mit Sexualität heisst beides...

Geniessen können und warten können.

Die (Porno)-Gesellschaft vermittelt uns doch das Bild, dass Frauen immer können und immer wollen - und der Mann eh nur triebgesteuert ist.

Tja, in der Praxis sieht das mal ganz anders aus. Und da gilt es zum Beispiel auch, aushalten zu können.

Wohin soll ich denn mit meiner sexuellen Energie, wenn meine Frau gerade ein Kind bekommen hat - da kann es schon sein, dass einige Monate nichts läuft - und dann? Gehe ich einfach fremd?

Ich denke es ist wichtig, dass wir beides können.

BTW: Für einen Mann ist Geduld und ausharren bei der Sexualität noch anderweitig wichtig, da selten eine Frau mit dem Tempo des Mannes mithalten kann ...

Gruss
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 13:59

Aber ist es ein gesunder Umgang, wenn beide krampfhaft auf etwas verzichten müssen, und dabei schliesslich auch andere Dinge anfangen zu leiden, dass die Beziehung unter dieser Belastung leidet?
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Ainu Elfe » Di 4. Mär 2003, 15:31

Meine Güte, ihr seid hier aber fleissig ;)

Salzstreuer: das mit der Ehe als geschützte Institution ist etwas weit hergeholt, und ich sag Dir, sei froh, dass es so ist wie heute und nicht wie vor 100 Jahren. Die Ehe war ein Zwang und man kann den Menschen schlichtweg nicht so weit in ihr Privatleben kommen, dass man gesetzlich vorschreibt, wie sie miteinander zu leben haben. Die Frau hatte nicht mehr Sicherheit als heute, es ging ihr um einiges schlechter, dies aber nur am Rande bemerkt.

Matia: glaubst Du wirklich Liebe allein reicht für eine Beziehung aus? Ich kann Dir sagen, sie tut es nicht. Man kann einen Menschen noch so lieben, wenn man den Alltag zusammen nicht bewältigen kann, dann gehts nicht, ich spreche aus bitterböser Erfahrung. Eine Ehe wird nun mal nicht nur aus solchen romantischen Idealen geschlossen.

Tigerente: Du hast mich etwas falsch verstanden. Ein Gegenseitiges Besitzrecht...wieso nicht. Aber keines, wo nur die Frau Besitz des Mannes ist, der Mann aber tun und lassen kann, was er will, hauptsache, sie gehorcht ihm und muss ihm Untertan sein. Das ist nämlich oft genug realität.

grüsse Ainu
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auch der schönste sommer wird
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halte blatt geduldig still
wenn der wind dich will entführen


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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 15:51

Original von Ainu Elfe
Matia: glaubst Du wirklich Liebe allein reicht für eine Beziehung aus? Ich kann Dir sagen, sie tut es nicht. Man kann einen Menschen noch so lieben, wenn man den Alltag zusammen nicht bewältigen kann, dann gehts nicht, ich spreche aus bitterböser Erfahrung. Eine Ehe wird nun mal nicht nur aus solchen romantischen Idealen geschlossen.


Ne, das glaube ich nicht. Aber Liebe ist für mich mal die Grundlage von allem. Ohne Liebe muss ich das andere gar nicht versuchen. Das wäre ja ne reine Zweckgemeinschaft.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 15:56


Matia: glaubst Du wirklich Liebe allein reicht für eine Beziehung aus? Ich kann Dir sagen, sie tut es nicht. Man kann einen Menschen noch so lieben, wenn man den Alltag zusammen nicht bewältigen kann, dann gehts nicht, ich spreche aus bitterböser Erfahrung. Eine Ehe wird nun mal nicht nur aus solchen romantischen Idealen geschlossen.


Da stellt sich mir die Frage: Was ist Liebe .

Und habe dazu einen neuen Thread eröffnet und hoffe, dass wir dort weiterdiskutieren können und hier beim eigentlichen Thema bleiben.

Also, für die, welches es interessiert, hier ist der nächste Anlaufpunkt.

Im weiteren geniesse ich diesen Thread, wo wir einfach mal wieder diskutieren können. Angenehm und spannend. Danke vielmals für Eure Offenheit!

Gruss
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon satimat » Di 4. Mär 2003, 17:17

Original von Matia

Genau das ist der Kernpunkt, resp. die wichtigste Frage die ich mir stelle. Ist der Umgang in einer Ehe mit dem Thema Sexualität nicht einfacher, wenn man von Anfang an einen gesunden Umgang mit der Sexualität in der Partnerschaft hat (soll jetzt nicht heissen, sich kennen lernen und ab ins Bett) als wenn man einen riesen Knorz hat und sich viele Probleme aufhalst, weil man sich an einen Zeitpunkt halten soll/muss was sicher auch Spuren in einem hinterlässt.

Genauso wie wenn man danach immer ein schlechtes Gewissen hat, weil es mal passiert ist, ist wohl der Umgang miteinander auch nicht wirklich der Hit (könnte ich mir mal so vorstellen).




@matia - ich verstehe deine frage immer besser :)

es ist echt ein problem mit vorher (zwanghaft) kein sex und nachher (teilweise krankhafter) sex...

ich weiss auch nicht was richtig ist. aber ich denke, eine patentlösung gibt es nicht. vor allem finde ich es nicht nur gut, wenn alle "guten freund", eltern usw. den rüssel in die beziehung reinhalten. denn das paar muss sich für das tun verantworten (sofern sie genug alt sind). aber ich weiss, man will ja den andern nicht reinreden, sondern vor fehlern warnen :)

vor sex vor der ehe würde ich prinzipiell abraten. wenn aber beide ohnehin heiraten werden (termin usw schon gegeben), dann ist das eine andere sache (siehe tigerentes erster beitrag)

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon mad hatter » Mi 5. Mär 2003, 01:37

hm, nun wirds schwierig zu antworten, wenn in meinerabwesenheit 3 seiten neu dazugekommen sind...
versuchen wirs der reihe nach. folgende punkte muss ich nochmals ansprechen:

was ich in meinem ersten post schon schrieb: sex vor der ehe bedeuted keinesfalls, dass man dieses "geschenk gottes" mit jemandem teilt, den man nicht liebt und dem man nicht vertraut.
es gibt nich nur 2 extreme ("alles oder nichts";), sondern eben individuelle nuancen.

der "vergleich mit einem apfel", sehr anschaulich formuliert vom joggel, find ich also recht bedenklich. gefährliches zweiklassendenken: nur die "reine jungfrau" ist "gut", die andere nur abfallprodukt.
(auch bei anderen zu finden, die guten und die schlechten frauen).

was auch immer wieder angesprochen wurde, ist die angebliche "unbeherrschtheit" des mannes. kein mann denkt *ernsthaft* mit dem schwanz. man lässt sich nunmal manchmal etwas von seinen gefühlen leiten, auch von der lust (was nicht immer positiv sein muss). dass die libido das denken überlagert halte ich für eine plumpe ausrede, die bequem die verantwortung für das eigene handeln abgeben lässt...

wenn geschrieben wird, dass (sinngemäss) der sex erst in der ehe nicht zu "vergleichen" und "leistungsdruck" führt, kann man das durchaus auch so verstehn, dass betreffende sich fürchten, erfahrungen zu machen.

ganz ernüchternd: letzen endes führt dies hier ja sowieso nirgendwo hin. christlich denkende menschen werden sich weiterhin bis zu ehe enthalten und die heiden werden weiter fröhlich f***... (mit betonung auf fröhlich :D )
ich finde, diese überlegung sollte jeder für sich persönlich entscheiden. unabhängig.
gute nacht.

MH

(ach und zum schluss mal noch: schmeisst ihr mit bibelsprüchen um euch, weil ihr selber keine meinung oder keine erfahrung oder keine ahnung habt??)
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Wolfi » Mi 5. Mär 2003, 07:54

Als es mal hiess "keinen Sex vor der Ehe", war dies bestimmt eine sinnvolle Sache! Was wusste man damals schon über Empfängnisverhütung?!- Es ging also darum, dass wenn aus dem Beischlaf ein Kind erwächst, dass diesem auch ein geschützter Rahmen mit auf den Weg gegeben wird. So gesehen machte diese Regel also in alten Zeiten durchaus Sinn! Aber in der heutigen Zeit? :roll: Nun ja, soll Jede/r selber wissen. Wer vor der Ehe keinen Sex hat, wird sich wohl auch nach der Heirat auf den Geschlechtsakt zum Kinder kriegen beschränken... :D Wie heisst es doch aber so schön: "Wohl prüfe, wer sich ewig bindet!" Tja, wie man sich bettet, so liegt man. Wer nicht prüft, soll sich aber bloss nie danach beklagen! :D (werden sie wohl auch kaum, da sie wohl eh nicht über Sex zu reden trauen und ja auch keine Vergleichsmöglichkeiten haben :D )
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Mi 5. Mär 2003, 08:36

Original von mad hatter
hm, nun wirds schwierig zu antworten, wenn in meinerabwesenheit 3 seiten neu dazugekommen sind...

;) Du kannst im Profil bei den Einstellungen sagen, dass er 40 Posts auf einer Seite anzeigt - dann sind es nur noch zwei Seiten ;) lohnt sich aber nur bei einer schnellen Verbindung, sonst braucht es viel Kaffee...


was ich in meinem ersten post schon schrieb: sex vor der ehe bedeuted keinesfalls, dass man dieses "geschenk gottes" mit jemandem teilt, den man nicht liebt und dem man nicht vertraut.
es gibt nich nur 2 extreme ("alles oder nichts";), sondern eben individuelle nuancen.


Das Problem hierbei ist nur, dass ich mein grösstes Geschenk mit jemandem teile, denn ich zwar jetzt aus ganzem Herzen liebe, aber vielleicht in 3 Jahren nicht mehr da ist. Wenn mein Körper das höchste ist, was ich verschenken kann, dann möchte ich das eigentlich derjenigen Person geben, mit der ich auch mein Leben teile. Tja, ist wohl eine romantische Vorstellung...


der "vergleich mit einem apfel", sehr anschaulich formuliert vom joggel, find ich also recht bedenklich. gefährliches zweiklassendenken: nur die "reine jungfrau" ist "gut", die andere nur abfallprodukt.
(auch bei anderen zu finden, die guten und die schlechten frauen).

Für mich ist das nicht ein Rassedenken - ich denke übrigens bei Männern ziemlich gleich. Das Problem ist aber schon, da hat schon jemand genascht...

Eine Person ist nicht einfach schlecht, weil sie mit jemandem schon Sex gehabt hat. Aber es ist noch befremdlich, Dein Innerstes mit jemandem zu teilen und zu wissen, das hat ebenfalls schon jemand getan.


was auch immer wieder angesprochen wurde, ist die angebliche "unbeherrschtheit" des mannes. kein mann denkt *ernsthaft* mit dem schwanz. man lässt sich nunmal manchmal etwas von seinen gefühlen leiten, auch von der lust (was nicht immer positiv sein muss). dass die libido das denken überlagert halte ich für eine plumpe ausrede, die bequem die verantwortung für das eigene handeln abgeben lässt...

Richtig, kein Mann denkt dort, aber er überlässt Entscheidungen gerne seinen Gefühlen - kommt auf s gleiche heraus. Das Problem ist wirklich, dass Männer zu wenig denken und sich hinter ihren Gefühlen und Trieben verstecken. Und dem wiedersetze ich mich ernsthaft. Männer, Ihr habt ne riesige Verantwortung!



ganz ernüchternd: letzen endes führt dies hier ja sowieso nirgendwo hin. christlich denkende menschen werden sich weiterhin bis zu ehe enthalten und die heiden werden weiter fröhlich f***... (mit betonung auf fröhlich :D )
ich finde, diese überlegung sollte jeder für sich persönlich entscheiden.

Die Frage stellen im allgemeinen ja auch nur Christen, wobei es Bewegungen gibt, die über den christlichen Bereich hinausgehen...

Fröhlich... Warum nicht fröhlich, ich habe viel Spass beim Sex und geniesse es sehr ... Warum meinen immer alle, Sex bei Christen macht keinen Spass - nur weil wir im allgemeinen versuchen, nur einen Partner zu haben?


(ach und zum schluss mal noch: schmeisst ihr mit bibelsprüchen um euch, weil ihr selber keine meinung oder keine erfahrung oder keine ahnung habt??)

oder weil Euch das Wort Gottes Massstab und Richtschnur ist?

Gruss
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Mi 5. Mär 2003, 08:59

Original von Wolfi
Als es mal hiess "keinen Sex vor der Ehe", war dies bestimmt eine sinnvolle Sache! Was wusste man damals schon über Empfängnisverhütung?!- Es ging also darum, dass wenn aus dem Beischlaf ein Kind erwächst, dass diesem auch ein geschützter Rahmen mit auf den Weg gegeben wird. So gesehen machte diese Regel also in alten Zeiten durchaus Sinn!


Naja, mal ne neue Version. Davon habe ich aber noch nichts gelesen. Die Idee ist aber spannend.

Aber meinst Du echt, wenn Gott uns durch sein Wort einige Stellen gibt, die besagen, wir sollten doch bis zu Ehe warten, dann hat er nur unsere Kinder im Sinn. Weiss nicht, da fehlt mir was ...


Aber in der heutigen Zeit? :roll: Nun ja, soll Jede/r selber wissen. Wer vor der Ehe keinen Sex hat, wird sich wohl auch nach der Heirat auf den Geschlechtsakt zum Kinder kriegen beschränken... :D Wie heisst es doch aber so schön: "Wohl prüfe, wer sich ewig bindet!" Tja, wie man sich bettet, so liegt man. Wer nicht prüft, soll sich aber bloss nie danach beklagen! :D (werden sie wohl auch kaum, da sie wohl eh nicht über Sex zu reden trauen und ja auch keine Vergleichsmöglichkeiten haben :D )


Irgenwann bekomm ich voll die Krise ab diesen Aussagen. Woher will eigentlich jemand wissen, wie bei Christen das Sexualleben aussieht? Tatsache, ja, die Katholische Kirche und auch einzelne Denominationen haben ein stark verätztes Bild von Sexualität, finde ich ebenfalls krank.

Aber dies nun einfach weiterzuziehen und zu sagen, dass alle Christen sich nur fortpflanzen, finde ich voll daneben. Das grenzt ja schon fast an Rassismus!

Gruss
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Mi 5. Mär 2003, 09:23

Naja, finde ich auch nicht gut, wenn man sagt, dass bei allen Christen... Ihr könnt es ja wirklich nicht wissen, was bei Christen im Bett läuft...

Aber wenn ich mich ein paar Seiten nach vorne orientiere, da kam von einer Christin die genau gleiche Aussage über Sexualität und Beziehung, einfach umgekehrt. Das wäre dann genauso Rassismus!
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Wolfi » Mi 5. Mär 2003, 09:23

@Salzstreuer:

Das Problem hierbei ist nur, dass ich mein grösstes Geschenk mit jemandem teile, denn ich zwar jetzt aus ganzem Herzen liebe, aber vielleicht in 3 Jahren nicht mehr da ist. Wenn mein Körper das höchste ist, was ich verschenken kann, dann möchte ich das eigentlich derjenigen Person geben, mit der ich auch mein Leben teile. Tja, ist wohl eine romantische Vorstellung...

Romantisch?- Wohl eher etwas bescheuert! Wenn Du eine Person im Moment aus ganzem Herzen liebst und Du nicht noch einer anderen Person gegenüber noch respektvolle Treue schuldig bist, was willst Du Dir da Gedanken darüber machen, wie Du in 3 Jahren vielleicht zu dieser Person stehen könntest?- Wenn Du was zu geben hast, dann im Hier und Jetzt! Und genau da muss auch die Entscheidung fallen, ob Sex ja oder nein! Und wenn der Körper nun wirklich das höchste sein soll, was Du zu verschenken hast, dann tust Du mir irgendwie etwas leid! Im Deinem momentanen Alter mag das ja noch hin kommen, aber was ist denn, wenn Du schon um die 70 rum bist?!- Oder meinst Du Sex wäre dann kein Thema mehr wenn der Körper mal nicht mehr so frisch sein sollte?- Oder hast Du das Gefühl, der Körper wäre auch dann noch das höchste, was wir einander geben könnten?! :D :D

der "vergleich mit einem apfel", sehr anschaulich formuliert vom joggel, find ich also recht bedenklich. gefährliches zweiklassendenken: nur die "reine jungfrau" ist "gut", die andere nur abfallprodukt.
(auch bei anderen zu finden, die guten und die schlechten frauen).

Für mich ist das nicht ein Rassedenken - ich denke übrigens bei Männern ziemlich gleich. Das Problem ist aber schon, da hat schon jemand genascht...

Ich finde den Joggeli-Vergleich ein typisches Macho-Geschreibsel, das hoffentlich von den Frauen auch gleich als solches enttarnt wird, wenn er mal einer Avancen machen sollte :roll:
Eine Person ist nicht einfach schlecht, weil sie mit jemandem schon Sex gehabt hat. Aber es ist noch befremdlich, Dein Innerstes mit jemandem zu teilen und zu wissen, das hat ebenfalls schon jemand getan.

Mann oh Mann, am schönsten wär´s wohl unter einem staub- und milbenfreien Zeltdach leben zu können, was?! :roll: Also wenn die Frau danach schon wieder mal geduscht hat, verstehe ich wirklich nicht, wo da ein Problem sein sollte! :D Ob da nun schon mal Jemand die süsse Frucht der von mir körperlich begehrten Frau geniessen durfte, ist mir doch wurst, wenn mich diese Frau fasziniert; das wäre dann doch Schnee von gestern! Heikel wird die Sache doch erst, wenn man sich über die Schranken der Monogamie hinaus wagt...


was auch immer wieder angesprochen wurde, ist die angebliche "unbeherrschtheit" des mannes. kein mann denkt *ernsthaft* mit dem schwanz. man lässt sich nunmal manchmal etwas von seinen gefühlen leiten, auch von der lust (was nicht immer positiv sein muss). dass die libido das denken überlagert halte ich für eine plumpe ausrede, die bequem die verantwortung für das eigene handeln abgeben lässt...

Richtig, kein Mann denkt dort, aber er überlässt Entscheidungen gerne seinen Gefühlen - kommt auf s gleiche heraus. Das Problem ist wirklich, dass Männer zu wenig denken und sich hinter ihren Gefühlen und Trieben verstecken. Und dem wiedersetze ich mich ernsthaft. Männer, Ihr habt ne riesige Verantwortung!

Ach, haben die Frauen eine geringere Verantwortung?! Vielleicht hilft´s, wenn wir mal schauen, wie´s denn sonst so in der Natur mit den sexuellen Ritualen und Spielchen abgeht. Ist es nicht so, dass das Erobern eines Partners doch zumeist dem Männchen zugeordnet ist?- Ist es im weiteren nicht so, dass Monogamie zwar in der Tierwelt auch vorkommt, aber noch lange nicht als das einzig Wahre oder Funktionierende da steht?- Nicht Jedem gelingt es, seine Triebe wirklich in den Griff zu kriegen (wobei schon noch erläutert werden müsste, wann Jemand nun seine Triebe im Griff hat ;) ); noch schwieriger ist es aber dann, mit seiner Gefühlswelt klar zu kommen... :roll: Du schreibst, dass Du Dich dem Verstecken hinter Gefühlen und Trieben widersetzt; tust Du das wirklich?- Ich habe eher den Eindruck, dass Du versuchst, gewisse Dinge zu verdrängen, was aber nun mal nicht das selbe wäre... :)


Fröhlich... Warum nicht fröhlich, ich habe viel Spass beim Sex und geniesse es sehr ... Warum meinen immer alle, Sex bei Christen macht keinen Spass - nur weil wir im allgemeinen versuchen, nur einen Partner zu haben?

Nein, nicht die angestrebte Monogamie ist das Problem (obwohl diese während jeder Ehe mal zu einem Problem werden könnte 8-) ). Die Vermutung, dass Christen wohl eher freudlosen Sex pflegen, hängt wohl eher mit ihren überholten Ansichten zusammen, die sie diesbezüglich manchmal vertreten. Zudem gibt es ja wirklich Religionen, welche ein viel unverkrampfteres Verhältnis zur Sexualität pflegen als wie dies nun mal im Christentum der Fall ist!


(ach und zum schluss mal noch: schmeisst ihr mit bibelsprüchen um euch, weil ihr selber keine meinung oder keine erfahrung oder keine ahnung habt??)

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oder weil Christen ohne Bibelsprüche gar nicht zum Höhepunkt kommen können? :D
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Ainu Elfe » Mi 5. Mär 2003, 10:01

Das Ding mit dem Apfel wird als Machogeschreibsel wahrgenommen, weil es einfach immer noch so ist, dass wenn eine Frau viele Männer hatte, sie die Schlampe der Nation ist, wenn ein Mann aber viele Frauen, er der angesehene Superheld.
Und das kanns ja wohl nicht sein, oder?
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon tiefe Trauigkeit » Mi 5. Mär 2003, 10:04

Original von Salzstreuer
Das Problem hierbei ist nur, dass ich mein grösstes Geschenk mit jemandem teile, denn ich zwar jetzt aus ganzem Herzen liebe, aber vielleicht in 3 Jahren nicht mehr da ist. Wenn mein Körper das höchste ist, was ich verschenken kann, dann möchte ich das eigentlich derjenigen Person geben, mit der ich auch mein Leben teile. Tja, ist wohl eine romantische Vorstellung...


Das höchste was man verschenken kann ist seine Seele. Wenn man sein Innerstes nach Aussen kehrt, seine Gedanken offenlegt und seine Sehnsüchte und Ängste mit dem Partner teilt, dann legt man seine Seele in seine Hände. Und diese Offenheit ist ungleich mehr wert als ein Körper. Wunden am Körper heilen irgendwann, Wunden in der Seele und Narben auf dem Herzen vielleicht nie.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Mi 5. Mär 2003, 10:26

Original von tiefe Trauigkeit
Das höchste was man verschenken kann ist seine Seele. Wenn man sein Innerstes nach Aussen kehrt, seine Gedanken offenlegt und seine Sehnsüchte und Ängste mit dem Partner teilt, dann legt man seine Seele in seine Hände. Und diese Offenheit ist ungleich mehr wert als ein Körper. Wunden am Körper heilen irgendwann, Wunden in der Seele und Narben auf dem Herzen vielleicht nie.


Dem kann ich auch zustimmen, gerade aus der Erfahrung heraus, die ich am Anfang schon mal beschrieben habe.

Die Bindung zu meiner ersten Freundin war viel stärker, auch was nach der Trennung mit ihr mitging. Dabei hatten wir absolut keinen sexuellen Kontakt (mal einen kurzen Kuss auf die Lippen oder eine Umarmung).
Bei meiner zweiten Freundin war die Bindung viel kleiner, obwohl wir 1. länger zusammen waren & 2. einen viel grösseren sexuellen Kontakt (wenn auch noch nicht miteinander geschlafen).

Ich kann nicht sagen, ich habe sie weniger geliebt, aber es war auf alle Fälle anderst. Und bei der rein emotionalen Bindung ging ein viel grösserer Teil von mir mit.

Noch was zu dem "schon verbraucht". Wie schon erwähnt, würde es mich nicht stören, wenn meine Freundin schon Sex mit WENIGEN Männer hatte, mit welchen sie auch in einer LÄNGEREN BEZIEHUNG war.

Und noch was du dem wenn Frauen mehrere hatten, sind es Schlampen, wenn Männer mehrere... Ich finde es bei beiden gleich sch***. Was ich aber nicht verstehe, es gibt viele Frauen (ansonsten eigentlich ganz normale...:-), die genau auf diese A***l*** stehen, bzw ihnen nachlaufen. Warum?
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Mi 5. Mär 2003, 10:58

Original von tiefe Trauigkeit
Das höchste was man verschenken kann ist seine Seele. Wenn man sein Innerstes nach Aussen kehrt, seine Gedanken offenlegt und seine Sehnsüchte und Ängste mit dem Partner teilt, dann legt man seine Seele in seine Hände. Und diese Offenheit ist ungleich mehr wert als ein Körper. Wunden am Körper heilen irgendwann, Wunden in der Seele und Narben auf dem Herzen vielleicht nie.


Ein paar Texte und Gedanken dazu ...

Freude am Du
Als Gott dem Mann (Adam) die Frau (Eva) zuführt, da wird diese Begegnung für beide zu einer Ouvertüre der Freude am anderen, am menschlichen Gegenüber. «Endlich gibt es jemanden wie mich», jubelt Adam auf, «wir gehören zusammen!» (Kapitel 2,23). Die Freude aneinander mündet für Mann und Frau in der Erfahrung einer erfüllenden Intimität, in der sich beide als sexuelle Wesen entdecken. Das hebräische Wort «jada»(= erkennen) meint dabei ein «Kennenlernen in der Begegnung», in einem gemeinsam gestalteten Miteinander. Das gilt gerade auch für die körperliche Beziehung. Sexualität ist in der Bibel nicht zuerst physiologisch, sondern personal gedacht. In der intimen Begegnung von Mann und Frau geht es nicht nur um Sex. Es geht um ein umfassendes Einswerden und Einsbleiben in einer exklusiven und vertrauensvollen Lebens- und Liebesgemeinschaft (Kapitel 2,24- 25, vergleiche auch Matthäus 19,4-6).

«Schamlos glücklich»
Der gottgewollte Beziehungsraum für die Erfahrung dieser umfassenden Lebens- und Liebesgemeinschaft ist die Ehe. In ihr können und sollen Mann und Frau «eins» werden und ihrer Freude aneinander umfassend Ausdruck verleihen. Während die intimsexuelle Begegnung ausserhalb der Ehe in der Bibel durchgehend als Unzucht, Hurerei oder Ehebruch scharf verurteilt wird (vergleiche 1. Korinther 6,15-19), widmet das «Hohelied» der Freude an der ehelichen Sexualgemeinschaft und der auf sie zielenden Erotik eine ganze Sammlung lustvoller Liebeslyrik. Innerhalb der Ehe darf die Sehnsucht nach sexueller Begegnung und die «Lust an der Lust» unverhüllt und unverkrampft zum Ausdruck kommen (Kapitel 2,25, vergleiche auch Sprüche 5,18-19).

Hingebende Erfüllung
Als erfüllt und befriedigend wird Sexualität überall dort erfahren, wo das körperliche Miteinander dem geliebten Menschen zum Geschenk gemacht wird. Einander schenken und sich beschenken lassen sind aktive Handlungen der Liebenden füreinander. Wer sich dem anderen schenkt, will dessen Wohlbefinden fördern und ihm Freude (Lust) bereiten. Wer sich sexuell beschenken lässt, zeigt, wie wichtig ihm die Zuwendung und das Geschenk der körperlichen Gemeinschaft des Partners ist. Wo die körperliche «Zuwendung» in der Ehe nur als «leidige Pflicht» und ungeliebte Dienstleistung «erbracht» wird, ist das ein Hinweis auf eine gestörte Beziehung der Lebensgemeinschaft. Das gleiche gilt, wo die sexuelle Hingabe des Partners nicht als Geschenk wertgeschätzt, sondern als Forderung eingeklagt wird, oder wo Ehepaare gedankenlos oder bewusst dauerhaft sexuell passiv miteinander umgehen. «Seid füreinander da und entzieht euch nicht», fordert der Apostel Paulus christliche Ehepaare in diesem Zusammenhang auf, «damit euch der Teufel nicht verführt» (vergleiche 1. Korinther 7,1-5).

aus: http://www.chrischona-magazin.org/magazin/0105/lust.shtml

Noch meine eigenen Gedanken
Sex ist für mich (und da unterscheide ich mich vielleicht von ein paar Männern) mehr als ein körperlicher Akt. Viel mehr. Ich unterstelle das jetzt nicht jedem Mann, aber Männer haben im allgemeinen doch die Fähigkeit, Sex und Gefühle zu trennen. Ich kann das nicht. Und Frauen können das ebenfalls nicht.

Somit spielt die Seele beim Sex eine wesentliche Rolle. Das äussert sich ja auch darin, dass wenn beim Sex Probleme entstehen, diese nicht einfach körperlicher Art sind/bleiben, sondern tiefe Wunden reissen können.

Somit verschenke ich mich mit Haut und Haaren und allem was ich bin...

Gruss
-salzstreuer

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Scardanelli » Mi 5. Mär 2003, 13:05

Die Ehe ist der Geschlechtsverkehr der Verheirateten.

Die Ehe ist nicht die Beziehung, sondern die Form der Beziehung, denn die Beziehung bestand schon vor der Ehe. Wenn die Ehe nicht durch den Geschlechtsverkehr besiegelt wird, dann kann sie annulliert werden. Zur Ehe steht deshalb der Geschlechtsverkehr nur nach der Form; er ist zur Ehe ein Verwaltungsgut und sonst gar nichts.
Die Ehe gibt den unmittelbar Beteiligten einen gewissen Schutz, der Kontrolle des Geschlechtstriebes, als eine Beschränkung. Aus diesem Grund steht die Ehe im Widerspruch zur Freiheit des Menschen. Es ist aus einem Abwägen zwischen Kontrollbedürfnis und Freiheit. Bei zunehmendem Freiheitsdrang fällt das Kontrollbedürfnis durch äußere Mächte weg und der Mensch empfindet seine eigene Integrität. Die Ehe ist eine äußere Macht und mit Sicherheit eine gesellschaftliche, die auch gerne metaphysisch aufgeladen wird, z. B. mit religiösen Motiven, die durchaus ihren wahren Wert haben können.

Da die Ehe eben nicht die Beziehung selbst ist, ist sie eine Sache, die überwunden werden wird und die schon z. T. überwunden ist. Am Ende kommt es immer nur und ausschließlich nur darauf an, ob sich die beiden Teile des Bundes entschließen zusammenzubleiben. Sie entschließen sich dazu egal ob mit Trauschein oder ohne diesen.
Es kommt deshalb nur auf diesen Entschluss an und dieser Entschluss ist selbst ein Teil der Partnerschaft. Nur dieser Entschluss ist die Grundlage dieser Gemeinschaft. Und weil dies eben gewiss ist, kann man zur Not auch auf diese bestimmte Form, die Ehe verzichten, denn zur Treue steht die Ehe nur wie ein fetzen Papier und dies um so mehr, je mehr der Mensch sich seiner Freiheit bewusst wird. Einen gehaltvollen Wert hat die Ehe nur, als eine Gesellschaft konstituierende Größe. Aber Konventionen sind in einer ständigen Bewegung und bewegend ist die Freiheit des Menschen.

Treue ist eine Größe, die sich von keiner einzigen Form bestimmen lässt. Treue ist etwas Spontanes und alles Formelle ist das Gegenteil von Spontaneität. Deshalb hat die Ehe mit Treue nicht das Geringst zu tun.
Wem die Treue ein wichtiges Gut ist, der ist in jedem Fall treu, mit oder ohne Trauschein. Wer es nicht so mit der Treue hält, den wird auch ein Trauschein nicht vor Treulosigkeit abhalten.
Sex wird dann schön, wenn er mit Treue verbunden ist, als eine Treue, die als hoher Wert geschätzt wird. Wem Treue etwas bedeutet, der wird seinen Partner nicht betrügen und wenn er dies unter den Bedingungen der Ehelosigkeit vermag, dann wird der Partner ihm viel dankbarer sein, denn er weis, er hat es ohne den Zwang getan, den die Ehe auferlegt, als etwas, was den treuen Teilen der Beziehung etwas Äußerliches ist.
Es gibt an einer Treue nichts schöneres, als wenn sie in Freiheit geäußert wird. Ich könnte dich betrügen, aber ich mache es nicht, weil du mir so viel wert bist. Die Ehe schreibt die Treue aber vor und deshalb verliert sie deutlich an Wert.

Wer nur dann treu sein kann, wenn er verheiratet ist, der sagt, er könne es nicht aus sich sein; es müsse ihm vorgeschrieben werden. So jemand ist wie ein wildes Tier, welches andere bändigen müssen, denn er selbst ist außer Stande sich zu beherrschen. Er ist ein Fall, um beherrscht zu werden und hier ist er dann im Christentum ganz zu Hause.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon cepheii » Mi 5. Mär 2003, 14:47

Original von Matia
Was ich aber nicht verstehe, es gibt viele Frauen (ansonsten eigentlich ganz normale...:-), die genau auf diese A***l*** stehen, bzw ihnen nachlaufen. Warum?


Ich hab mir da schonmal was dazu überlegt und das auch mit einigen Frauen aus meinem Freundeskreis besprochen, da ich mal ne gute Freundin hatte, die auch auf so´n Typ reingefallen ist.
Wir konnten es quasi auf drei Ursachen reduzieren:


Der Nervenkitzel

Einige Frauen scheinen (vielleicht unbewusst) den Nervenkitzel zu mögen und zu brauchen und diesen finden sie in der Unsicherheit, die in der Beziehung zu einem solchen Weiberheld liegt. Mann weiss nie, liebt er mich, liebt er mich nicht, hintergeht er mich, oder nicht?
Diese Ungewissheit wird auf Dauer sicher zur Qual, aber diese Beziehungen dauernd eh meist nicht lange...


Das menschliche Ego

Sind Machos im allgemeinen Attraktiv? Richtig!
Wenn jemand gut aussieht, ist sich diese Person dessen meistens auch bewusst. Ein Mann der weiss, dass er fast jede Frau haben kann, weil er weiss, dass er gut aussieht, wird dies bald einmal ausnutzen. Irgendwie scheint es nämlich im Wesen des Mannes zu liegen, sein Erbgut möglichst weit zu verteilen... (ist ja auch in der Natur so)


Die dritte Ursache hängt eng mit der zweiten zusammen. Hübsche Männer sind oft auch viel selbstbewusster. Sie sind oftmals so etwas wie das Alpha-Tier. Wenn man nun einen Blick in die Natur wirft: Wer darf sich mit den Weibchen paaren? Richtig, das dominante Männchen.
Eventuell kommen hier ganz automatisch unsere Urinstinkte zum vorschein.
Denn obwohl jede Frau weiss, dass der Typ, auf den sie sich einlässt, zuvor schon x Frauen verarscht hat, wird sie sich nicht von ihm abbringen lassen, auch nicht durch die beste Freundin, bis sie selbst verletzt wurde. (selbst miterlebt) --> Hirn ausgeschaltet...



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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Lindy de Mer » Mi 5. Mär 2003, 15:59

Lieber Scardi,

da muss ich Dir doch mal widersprechen... :))

Dein Bild von "Ehe als Kontrollorgan und Zwangsjacke"
ist so ziemlich das ganze Gegenteil dessen, was ich
unter Ehe verstehe, ebenso wie auch Deine Aussage,
Christentum sei ein Mittel zum Zwang-ausüben-und-
kontrollieren-und-beherrschen.
Scardi, woooooo hast Du denn nur solche katastrophalen
Sichtweisen her...??? :roll:
Das Du die Ehe als kontrollierend, einengend und zwang-
ausübend empfindest, so wie auch das Christentum selbst?
O.k., Du hast mit Sicherheit recht, das - ich befürchte
fast: viele (?) Menschen die Ehe aus diesem Grunde
eingehen, das sie denken, so, jetzt hab ich den anderen
sicher, er/sie gehört mir und muss mir treu bleiben,
ob er/sie will oder nicht, er ist mein Gefangener!
Ausgeliefert und folgan verpflichtet, mich zu lieben.
Hier wird die Liebe dann an einem Blatt Papier versucht
zu fixieren, weil man meint, die Ehe sei eben die beste
Garantie für zum Beispiel Treue und deshalb versucht man,
sie an ein Gesetz zu ketten.
Da frage ich mich, kann man bei solchen Motiven zur
Ehe noch von einer Liebesheirat sprechen...? Wohl kaum,
eher vom gegenseitigen Anziehen einer Zwangsjacke in
der vermeintlichen Hoffnung, der andere kann so nicht
entfliehen... :)) und man hätte sie/ihn so fein sicher.
Doch, LIEBE ist das schon lange nicht mehr, denn:

Liebe übt keinen Zwang aus, sie beherrscht nicht,
sie fordert nicht, und:
sie kann nur da wachsen und blühen und bleibt bestehen
wo sie frei ist: in der Liebe selbst.
Die Liebe ist in sich immer frei und von daher auch immer
fähig zur Treue, es gibt an der Treue nichts schöneres,
als wenn sie in LIEBE geäussert wird, weil zur Liebe
immer die Freiheit gehört, denn Liebe und Zwang schliessen
einander aus!

Treue verliert in einer Ehe nur dann ihren Wert, wenn die
Ehe aus obigem Motiv heraus geschlossen wurde, sie ist
aber gleichwertig, und zwar gleichgültig, ob da nun ein
Paar verheiratet ist, oder nicht, wenn sie aus Liebe
praktiziert wird. Weder Trauschein-Treue, noch Nicht-
Trauschein-Treue ist mehr oder weniger wertvoll, sondern
das Motiv, aus dem heraus Treue gelebt wird, macht sie
entweder wertvoll oder auch nicht. Wird eine Ehe aus
Liebe eingegangen, besitzt sie die Basis der Freiheit,
sodass die Versprechen, die hier gegeben werden, keine
Zwangsjacke darstellen, sondern einfach als öffentliches
Zeichen zu verstehen sind des: Ich liebe Dich und möchte
mein Leben mit Dir zusammen verbringen.
Nichts anderes als das sollte meiner Meinung nach der
Grund dafür sein, das Menschen heiraten, selbst wenn das
wohl viele für allzu romantisch halten, denke ich:
ist sie das nicht, die Liebe? Romantisch?
Ist Ehe etwas, in der Menschen einander beherrschen und
einengen? Hier ist vermutlich ausschlaggebend, welche
Beispiel bei Eltern etc. prägend waren, meine Prägungen
sind da wohl positiver, als Deine, Scardi, weshalb ich
auch verstehe, das Du der Ehe so negativ gegenüberstehst
und sie als Mittel zur Beherrschung einstufst und die Treue, die dort gelebt wird, als eigentliche Lüge empfindest
weil Du meinst, ohne ihren Trauschein seien die meisten
eben nur nicht zur Treue fähig, deshalb brauchen sie die
Fesseln der Ehe... :))
Lieber Scardi,
ich möchte es Dir nicht unterstellen, aber die meisten
Menschen, die so denken, wie Du und ihre Nicht-Trauschein-
Treue als besonders wertvoll, weil angeblich ach so frei,
als die einzig wahre betrachten, leben eine Lüge, die,
sicher schön ist, zu denken, man selbst sei nur wirklich
zur Treue fähig und alle verheirateten arme Beherrschte,
die ohne Ehe ja nicht treu sein könnten, sonst wären sie
ja ebenfalls so frei und nicht verheiratet - jedoch:
die Wahrheit ist das nicht.

Denn die Wahrheit ist: wo Liebe ist, da ist Freiheit,
also unabhängig, ob nun jemand verheiratet ist oder nicht,
wo man sich liebt und einander treu ist, da ist die
Treue genauso wahr, wie die Liebe selbst.
Liebe ist weder mit noch ist sie ohne Trauschein mehr
oder weniger wert, mehr oder weniger frei.
Denn Liebe ist immer frei.

Sei ganz lieb gegrüsst
Lindy
Gott ist Liebe und Jeder, der liebt, gehört zur Familie Gottes

bitte beachten:worte in grossbuchstaben bedeuten bei mir nur ernste betonung
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Mi 5. Mär 2003, 16:30

Ich glaube, was Scardi eher ansprechen wollte:

Wo liegen den die Vorteile einer Ehe gegenüber einem Konkubinat (mal angenommen, beides hält ein Leben lang)?

Viele sagen hier: Die Ehe gibt zusätzliche Sicherheit. Aber das ist genau da, was Scardi angesprochen hat. Viele suchen in einem Fetzen Papier eine zusätzliche Sicherheit und das ist es einfach nicht.

Also beantwortet doch mir die Frage mit einer anderen Antwort...
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon cepheii » Mi 5. Mär 2003, 17:16

Original von Matia
Viele sagen hier: Die Ehe gibt zusätzliche Sicherheit. Aber das ist genau da, was Scardi angesprochen hat. Viele suchen in einem Fetzen Papier eine zusätzliche Sicherheit und das ist es einfach nicht.


Doch, rechtlich gesehen schon. Wenn der eine stirbt, hat im Konkubinat der andere kein Recht auf eine Erbschaft, oder auf Witwenrente. Es sei denn, in einem eventuell erstellten Testament wäre etwas anderes vereinbart.

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Ainu Elfe » Mi 5. Mär 2003, 17:20

Vorteile der Ehe gegenüber dem Konkubinat sind nun mal ziemlich unromantische:
- Steuern
- wichtiger für Dich vielleicht: als unverheirateter Vater eines Kindes hast Du nur die Pflicht zu zahlen, Rechte aber hast Du kaum. Wenn Du nach der Geburt des Kindes heiratest, musst Du, wenn Kind älter als 3 Monate, Dein eigenes Kind adoptieren.
- als Frau erhältst Du bei allfälliger Trennung/Scheidung Unterhalt, bei Konkubinat nur die Kinder
- Rechte bei Krankheit des Ehepartners (zB Infos über Krankheitsverlauf ect.)
- Bei Tod erbst Du sicher 50%, wenn keine Kinder vorhanden, alles.

hm...das ist alles, was mir im Moment jetzt einfällt.

grüsse Ainu
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Scardanelli » Mi 5. Mär 2003, 19:32

Liebe Lindy,
dein letzter Absatz steht irgendwie quer zu deinen obigen Ausführungen und hättest du nur diesen abschließenden, quasi zusammenfassenden Abschnitt geschrieben, könnte ich meinen, du bist mit mir eins.

Eine Liebesheirat ist ein Widerspruch. Ich sage dies nicht, weil ich dies willkürlich so bestimmen will, sondern weil es sich aus der Struktur der Sache ergibt.
Eine Heirat ist eine Form des Zusammenlebens und aus dieser Form ergibt sich automatisch ein Gehalt, welcher den bereits bestehenden verändert.
Der Grund einer Liebesheirat ist die Liebe, die zwei Menschen zueinander haben.

Bestünde diese Liebe auch, wenn genau diese beiden Menschen alleine auf der Welt wären? Ich sage einmal, ja, oder wir setzen dies, denn es ist durchaus möglich.
Wenn nun diese beiden Menschen so ganz alleine da wären, würden sie heiraten um ihrer Liebe Nachdruck zu geben? Wohl kaum! Sie wissen aus sich selbst, dass sie zusammengehören und was gäbe ihnen ein Ehevertrag an mehr an Liebe, oder gar überhaupt die Liebe, eben nichts.
Der Ehevertrag wird im Wesentlichen für die anderen Menschen geschlossen und von diesem Wissen, welches so in die anderen Menschen gelegt wird, kommt eine Wirkung auf die beiden nun Verheirateten zurück, denn sie erhalten von den anderen die Bestätigung, dass diese Beiden nun zusammengehören. Dies macht an der Ehe einen Sinn und deshalb bin ich gar nicht grundsätzlich gegen die Ehe. Die Ehe ist ausschließlich ein gesellschaftliches Kontrollorgan und an sich selbst so spannend, wie die Gebührenordnung im Straßenverkehr.
Die Ehe stiftet keine Liebe, sondern die Liebe kann die Ehe ertragen, bzw. die Folgen der nun mangelnden Spontaneität kompensieren.

Die Ehe kann aber die Liebe auch verstärken. Dies hängt aber vom allgemeinen Gesellschaftscharakter ab. Toleriert dieser, sog. eheähnliche Beziehungen, dann wird die Luft für die Qualität stiftende Funktion der Ehe immer dünner, denn an sich ist die Liebe immer spontan, also frei. Ist es aber durchweg Konvention, wie noch vor kurzem, nur in einer Ehe verantwortlich zusammenzuleben, dann kann die Liebe wesentlich besser mit der Form der Ehe umgehen.

Heut wird die Luft aber für die Ehe immer dünner und je dünner sie wird, um so mehr kann die Liebe den Zwang, aus dem Vertrag nicht mehr ertragen. Und was einmal gut war, kehrt sich in sein Gegenteil um. Aus dem Zwang wird dann mehr eine Destruktion, weil jetzt die Freit erlebt wird und die Freiheit will aus sich heraus für Treue einstehen und nicht, weil andere diese Treue einfordern. Es ist hier genauso, wie mit dem Erwachsen werden. Der Mensch reißt immer mehr an Verantwort an sich.

Ich z. B. leben seit bald 12 Jahren mit meiner Frau zusammen und zwar zu 100 % treu ohne Trauschein, weil ich dies aus meiner alleinigen Verantwortung so für mich entschieden habe. Ich entscheide hier alleine und dies nenne ich Freiheit und nur wo Freiheit ist, da ist auch Liebe, die sich nicht gegen Formen erwehren müsste.

Ich kann aber nur deshalb so leben, weil dies von einem Großteil der anderen toleriert wird. Ich gebe hier Paulus voll und ganz recht, dass wir nicht zu einem Anstoß werden sollen und wer ein näheres gesellschaftliches Umfeld hat, welches Anstoß nehmen würde, der sollte heiraten und hoffen, dass die Liebe so stark ist, dass es die Form der Ehe kompensieren kann.

Es ist ganz hoffnungslos einem Menschen per Dekret zu versichern, dass man sein ganzes Leben mit ihm zusammen sein will. So etwas kann man nicht festschreiben. Man kann es anstreben, aber nicht versprechen. Es ist ein Schwur und aus gutem Grund hat Jesus das Schwören für gering geachtet.
Wenn man dagegen ohne große Not auseinander gehen kann, stärkt dies die Gemeinschaft, denn hier ist das Einzige was diese Gemeinschaft zusammenhält die Liebe und keine sonstige Abhängigkeit von sekundären Dingen. Ideal ist deshalb auch eine vollständige Autonomie, sowohl seelisch, wie auch materiell.

Ich bewundere Menschen, die liebevoll miteinander sind, obwohl sie seit jahrzehnten verheiratet sind, denn ihre Liebe hat die Form überwunden. Es muss doch aber nicht jeder diesen steinigen Weg wählen, wenn man die Liebe auch mehr pur genießen kann.

Worin aber meine Lebenslüge bestehen soll, wie du es ausdrückst, auf diesen Beweis bin ich echt gespannt.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Wolfi » Mi 5. Mär 2003, 20:14

@Ainu Elfe:
Vorteile der Ehe gegenüber dem Konkubinat sind nun mal ziemlich unromantische:
- Steuern

Hallo Ainu Elfe! Sorry, aber dabei handelt es sich um ein Gerücht. Jedenfalls bei uns im Aargau bezahlte ich als "Verheirateter" mehr Steuern, als wie Jeder für sich getrennt eine Rechnung kriegte! Und zwar machte die Differenz damals vor gut 2 Jahren etwa 15 Prozent aus! Kannst Dir vorstellen, wie ich damals gestaunt habe... :roll:

- als Frau erhältst Du bei allfälliger Trennung/Scheidung Unterhalt, bei Konkubinat nur die Kinder

Und deshalb Männer: Aufgepasst, bevor Ihr da leichtfertig JA zur Ehe sagt! Schaut mal erst, ob die anfängliche Liebe denn auch wirklich alltagstauglich ist! :D

- Rechte bei Krankheit des Ehepartners (zB Infos über Krankheitsverlauf ect.)

Wenn mir der Partner etwas über einen Krankheitsverlauf verheimlichen würde, so wäre dieser selber schuld! Glücklich machen würde er mich damit jedenfalls nicht, egal ob verheiratet oder nicht! Dein "etc." verstehe ich nicht?-

- Bei Tod erbst Du sicher 50%, wenn keine Kinder vorhanden, alles.

Erst müsste noch was zum Erben vorhanden sein und wenn, dann wäre dies wohl wirklich ein Grund, um ernsthaft ans Heiraten zu denken... :D

Warum könnte man sonst noch heiraten?- Um als Christ vielleicht mal Sex haben zu dürfen? ;)
Aufenthaltsbewilligungen sind inzwischen doch auch oft ein beliebter Grund oder wie wär´s mit Erhöhung des eigenen sozialen Status vielleicht?! :D
Wofur die Ehe m.E. aber durchaus auch heute noch Sinn macht: Als zusätzliche Sicherung für eine Gemeinschaft, welche die Verantwortung für Kinder übernehmen will oder gar schon übernommen hat! Allzu leicht könnten sonst gewisse Personen versuchen, sich ihrer Verantwortung zu entziehen, wenn da mal nicht mehr der ganze Himmel voller Geigen hängt... :)
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Mi 5. Mär 2003, 21:19

Der mit den Steuern ist tatsächlich falsch, es ist ehner umgekehrt.

Natürlich gibt es rechtliche Gründe. Nur was haben die mit der Sexualität zu tun? Auf das wollte ich ja hinaus...
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Ainu Elfe » Mi 5. Mär 2003, 22:33

Also Matia, es gibt eigentlich keinen Grund zu heiraten sonst, denn die Sexualität ist keiner, wenn Du ihn Dir nicht selbst auferlegst. Und mach nicht den Fehler und heirate nach 2 Monaten, nur weil Du mit Deiner Freundin ins Bett willst, das ist der schlechteste Grund zum Heiraten.

Wolfi: ich dachte es kommt besser, wenn zwei heiraten, wie wenn sie im Konkubinat wohnen und beide arbeiten. Aber in Sachen Steuern bin ich nicht so versiert, ich hab noch nie welche bezahlt ;)(man muss halt gucken, dass man immer unter dem Steurbaren Minimum verdient...hihi)

Das mit dem etc. meinte ich so: wenn mein Partner ins Krankenhaus eingeliefert wird, und ich nicht verheiratet bin mit ihm, dann habe ich keinerlei Rechte, dass die Ärzte mir was sagen, d.h. wenn mein Partner bewusstlos ist und mich nicht informieren kann, erfahre ich gar nichts, da sind die Eltern oder sonstige Verwandte erste Ansprechspersonen.

grüsse Ainu
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Lindy de Mer » Mi 5. Mär 2003, 22:37

Lieber Scardi, :))

Du hast mich falsch verstanden, denn ich sagte nicht,
das DU eine Lebenslüge lebst, sondern das es eine
häufige Lebenslüge von Nicht-Trauschein-Paaren ist
zu denken, sie allein seien nun zur wahren Treue
fähig, während sie die Treue der Verheirateten
als minder wertvoll schon fast verachten, weil sie ja so unfrei seien.

Um was es mir ging, war, das Heirat/bzw.Nicht-
Heirat nicht mit dem Gleichsetzen von einer klassifizierung
der Treue einhergehen sollte im Sinne von:
jeder, der nicht verheiratet ist, ist frei und demzufolge wirklich treu,
während alle, die verheiratet sind, unfrei und demzufolge
nicht wirklich treu seien.

Solche Aussagen sind meiner Ansicht nach eine Lüge,
nicht mehr und nicht weniger.
Weil eben Liebe immer frei ist, und ich halte die Ehe
nicht für etwas, das der Liebe die Freiheit nimmt oder
sie irgendwie einschränkt, sondern einfach nur für ein
schönes Zeichen an die Aussenwelt, sicher, wenn zwei
allein auf der Erde wären, könnte man auf dies Zeichen
auch verzichten, allerdings denke ich, wenn man Freude
an diesem Zeichen hätte, könnte man es auch glatt zu
zweit zelebrieren... :))

Weisst Du, mir persönlich ist es völlig gleichgültig,
ob nun jemand mit oder ohne Trauschein liebt und treu ist,
das einzige, was ich nicht mag ist, wenn die einen dann
auf die anderen herabsehen nach dem Motto:
wir allein haben das Monopol zur wahren Liebe,
zur wahren Treue etc.
und hier meine ich alle, sowohl die Trauschein-Paare,
als auch die Nicht-Trauschein-Paare.
Denn leider ist dies Denken ja in beide Richtungen
weit verbreitet. Seufz. :roll:

Wann gelingt es uns Menschen wohl endlich, andere und
ihre Fähigkeiten zum lieben mit all dem, was es beinhaltet
als genauso wertvoll zu betrachten, auch wenn es anders
ist, als das eigene Denken und Leben?
Und egal, welche Form oder Nicht-Form jemand wählt,
alles als gleichwertig und gleichwertvoll anzusehen
wie die eigene Form/bzw.Nicht-Form?

Wann lernen wir Menschen, einander wirklich zu achten
und in diese gegenseitige Achtung auch die Form oder
fehlende Ehe-Form mit einzuschliessen?
Ich denke, wenn wir eines gelernt haben:
zu lieben.

Denn, die Liebe liebt und achtet auch das, was anders ist.
Nur leider sind wir Menschen hier noch weit entfernt
von der Liebe und dem Verständnis, was Liebe denkt
und fühlt, wie sie handelt und wie sie anderen begegnet...
vielleicht ändert sich das irgendwann einmal,
das wär doch mal ein echter "Traum", an dem die Menschheit
arbeiten könnte, damit er einmal wahr wird... :roll:
wenn sie noch Zeit dazu hätte und mal statt des ständigen
Bewertens und Beurteilens Anderslebender/denkener etwas
sinnvolles tun würde :))

Alles Liebe Dir, lieber Scardi
(in der Hoffnung, das Du mich wohl wieder auf unsere Weise
doch auch verstehst und weisst, wie ich etwas meine)
Lindy

Gott ist Liebe und Jeder, der liebt, gehört zur Familie Gottes

bitte beachten:worte in grossbuchstaben bedeuten bei mir nur ernste betonung
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Lindy de Mer » Mi 5. Mär 2003, 22:44

Vielleicht noch kurz ein Wort zum "pur geniessen",
aber ganz lieb gemeint:

die einen trinken gern aus der Flasche "pur"
während
die anderen lieber aus dem Glas geniessen :))

So ähnlich sehe ich die Ehe,
der Wein, die Liebe, bleibt unverändert und
schmeckt immer, egal, wie Du ihn nun lieber trinkst.

So, nun aber Ende für heute
mit lieben Grüssen an alle!
Lindy
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Wolfi » Do 6. Mär 2003, 09:08

@Salzstreuer:


Aber in der heutigen Zeit? :roll: Nun ja, soll Jede/r selber wissen. Wer vor der Ehe keinen Sex hat, wird sich wohl auch nach der Heirat auf den Geschlechtsakt zum Kinder kriegen beschränken... :D Wie heisst es doch aber so schön: "Wohl prüfe, wer sich ewig bindet!" Tja, wie man sich bettet, so liegt man. Wer nicht prüft, soll sich aber bloss nie danach beklagen! :D (werden sie wohl auch kaum, da sie wohl eh nicht über Sex zu reden trauen und ja auch keine Vergleichsmöglichkeiten haben :D )


Irgenwann bekomm ich voll die Krise ab diesen Aussagen. Woher will eigentlich jemand wissen, wie bei Christen das Sexualleben aussieht? Tatsache, ja, die Katholische Kirche und auch einzelne Denominationen haben ein stark verätztes Bild von Sexualität, finde ich ebenfalls krank.

Aber dies nun einfach weiterzuziehen und zu sagen, dass alle Christen sich nur fortpflanzen, finde ich voll daneben. Das grenzt ja schon fast an Rassismus!

Nun ja, wer sich zu einem Verein hinzu zählt, der ein etwas verschrobenes Bild zur Sexualtität vertritt, muss schon akzeptieren, dass dann halt mal eine Breitseite gegen die ganze Gruppe kommt. Aber ich bin durchaus bereit zu glauben, dass Dein Sexualleben trotzdem intakt ist, lieber Salzstreuer! :D Wie heisst es doch so schön: "Keine Regel ohne Ausnahme" :D Aber ich geb Dir recht: Meine Äusserung war vielleicht tatsächlich schon fast etwas rassistisch; allerdings viel weniger rassistisch, als was die Kirche diesbezüglich so alles verbreitet! :roll: :D
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