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Warten bis zur Ehe ...?

Let´s talk together...

Moderator: doro

Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Zio » Mo 3. Mär 2003, 22:58

Nei uf ke fall!
Mach doch eifach was dir zueseit und ned was irgend e bible vo dir möcht!


Ideologien haben dich infiziert,
siehst nur noch eine Sicht der Dinge
Hältst deinen Kopf bis zum senilen Ende
in der enger werdenden Schlinge.
Warum lebst du?


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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon satimat » Mo 3. Mär 2003, 23:07

das ist die meinung von zio...

aber ich denke, es lohnt sich schon. ich habe habe nicht bis zur ehe gewartet. gut, ich war lange zeit auch kein "richtiger" christ und habe mich nicht darum gekümmert.

aber heute finde ich es schade, dass ich auch mit anderen männern geschlafen habe.

ob du jetzt wartest bis nach der kirchlichen trauung, oder ob es vorher (aber erst nachdem ihr beschlossen habt zu heiraten!) passiert finde ich dann weniger wichtig.

aber besser wäre es, wenn du deinen körper zuvor nicht schon x männer verschenkt hast :)

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Veigi » Mo 3. Mär 2003, 23:23

Warten bis zur Ehe kann zum Beispiel bedeuten:
Nie vergleichen müssen. Kein Leistungsstress im Bett - ein Leben lang Zeit zum Kennenlernen und Ausprobieren. Das finde ich herrlich!
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon hammer » Mo 3. Mär 2003, 23:56

für die die es interessiert, message aus dem icf youthplanet über das thema beziehungen:

baue eine solide beziehung.mp3 (11.63mb)

mich hat die message extrem berührt und hat mir bestätigt, warum sex vor der ehe für mich nicht in frage kommt.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon bössi » Di 4. Mär 2003, 00:39

Original von satimat
ob du jetzt wartest bis nach der kirchlichen trauung, oder ob es vorher (aber erst nachdem ihr beschlossen habt zu heiraten!) passiert finde ich dann weniger wichtig.

Hallo Satimat

Ich bewundere Deine offene Art, wie Du das hier so geschrieben hast, wie Du das siehst, und wie es in Deinem Leben war. Doch ist Deine Aussage nicht ein bisschen gefährlich?

Ich meine mir wurde das ganze ganz krass eingeprägt, und immer wieder gesagt, das am erst nach der Eheschliessung Sex haben sollte, und ich weis nicht ob ich ein stures Denken habe. Doch meine Meinung ist das man warten sollte bis nach der Eheschliessung, und ich denke das es die Bibel auch so meint. Doch schlussendlich muss es ja jeder persönlich entscheiden.

Gruess jakusa
Meine Gedanke sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, soviel sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken höher als eure Gedanken.

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon mad hatter » Di 4. Mär 2003, 00:56

also ich (auch als nichtchrist, zugegeben) schliesse mich dem Zio an.
ob es sich lohnt? ich meine ja... :D
sex vor der ehe bedeuted ja nicht zwangsläufig, mit jedem/r, der einem übern weg läuft ins bett zu springen. oder ist das die landläufige meinung?
auch wenn das vielleicht jetz für einige unglaubwürdig tönt *zwinker*, auch leute wie ich haben die monogamie kennengelernt.
für mich gehört das zu einer beziehung dazu. man will seinem partner ja möglichst nah sein, und näher als so gehts wohl kaum... ;)

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon olivia » Di 4. Mär 2003, 01:52

also meiner meinug nache finde ich jeder sollte unbedinngt seine erfahrungen machen.
und da kann ich mich mad_hatters antwort nur zustimmen...soll es etwa heissen..das weil wir nicht-christen sind..dauernd partnerwechsel ausüben?!
und sorry für den ausdruck, aber ich kann es nur so sagen..nämlich das es in meinen augen absoluut dämlich ist sich für "den einen richtigen" aufzuspaaren.
vieleicht, nein nicht vieleicht begegnet man ja in seinem leben nicht nur 1. mal dem richtigen.
aber jedem so wie es ihn glücklich macht..

grüsse olivia..(die auch glücklichen ist in einer monogamen beziehung zu leben, und immer wieder auf neuem total froh ist mit ihrem partner..das wunder der vereinigung zu erleben..ohne gheirated zu sein...oder mit der absicht ein kind zu zeugen.







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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Joggeli » Di 4. Mär 2003, 07:59

Hallo zusammen

Es ist klar, dass diese Frage verschieden beantwortet werden wird, je nach Standpunkt. Wenn diese Frage nur an bekennende Christen gerichtet würde, wäre der Tenor der Antworten wohl ziemlich eindeutig, und warten würde empfohlen.

Wird die Frage jedoch nur an Nichtchristen gestellt, werden sich die meisten wohl gegen die Warterei und für das "Ausprobieren" aussprechen.

Es gibt in dieser Frage viele Aspekte. Als Mann (ich spreche für mich) möchte ich nicht unbedingt eine Frau bekommen, die zu vergleichen ist mit einem Apfel. Der erste nimmt einen Biss davon - wähh, schmeckt ihm nicht, und wird den Apfel weg. Der nächste findet den Apfel, schaut ihn an, und sieht, dass er ja noch eine schöne Seite hat, und beisst da rein - und wäh, schmeckt ihm auch nicht, weg damit.

Möchtest du der nächste sein, der das Apfelbütschgi aufnimmt?

Ich bin sicher, wenn die Liebe richtig motiviert ist, und eine Harmonie/Ergänzung da ist, wird es auch in sexueller Hinsicht keine Probleme geben. Davon abgesehen, was machst du, wenn dein Partner einen Unfall hat, und danch nicht mehr so funktioniert, wie vorher? Einfach weg damit? Es hat ja noch genug andere?

In einer Freundschaft hat wohl oft die Frau die schwere Aufgabe, "NEIN" zu sagen. Wenn sie es nicht macht, wird der Mann sich oft auch nicht beherrschen können. Wenn Der Mann jedoch droht, er würde die Freundin verlassen, wenn sie nicht endlich auch im Bett beweist, dass sie ihn liebt - dann soll sie diesen Waschlappen doch einfach gehen lassen.

Lieben heisst auch, warten können.

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 08:59

Salzstreuer erzählt aus seinem Leben ... anstatt verschiedene Bibelauslegungen zu bringen.

Ich war lange Zeit ebenfalls davon überzeugt, dass es eigentlich gut sei, erst in der Ehe miteinander zu schlafen. Doch wie es so ist, mit meiner damaligen Freundin ging ich dann doch weiter. Ich muss zugeben, die Freundschaft war eh schwierig und ich selber noch in vielen Dingen unreif. Wir waren damals so um 20 rum.

Meine damalige Freundin hatte diesbezüglich eine andere Sicht und so kam, was kommen musste, wir schliefen mehrere male miteinander. Eigentlich noch nicht so schlimm, redeten wir doch auch schon von Verlobung oder so.

Aber es kam anders. Mir wurde bewusst, dass diese Beziehung nicht tragfähig war (warum auch immer, das schreibe ich hier jetzt nicht...) und somit keine Zukunft hatte. Die Konsequenz... ziemlich genau 3 Jahren gingen wir auseinander.

Ich hatte dabei tiefe Verletzungen. Ein Teil von mir war weg, ging mit meiner Freundin fort. Ich hatte ihr alles gegeben und konnte nicht mehr alles zurückbekommen. Etwas blieb weg - und wird wohl immer bei ihr bleiben, obwohl ich das eigentlich nicht wollte. Zudem wurde mir nun bewusst, dass ich eine Frau enttäuscht hatte und ihr damit die Chance verbaute, einem zukünfitgen Mann das erste Mal zu schenken.

Für mich war es schön, dass ich mit meiner jetzigen Frau die Zeit vor der Ehe ausgehalten habe und ein unfassbares Geschenk, in der Ehe erst mit meiner Frau zu schlafen. Dachte nicht, dass ich das verdient hätte. Zweifellos, wir haben nach drei Jahren geheiratet, aber selbst diese Zeit wurde uns lang und wir kamen nahe an die Grenzen.

Während unserer Freundschaft aber mussten wir sowohl meine Verletzungen aufräumen wie auch Ihre - es ist nicht für alle so einfach, dass Ihr Partner schon mal Geschlechtsverkehr hatte.

Mit dieser Erfahrung im Rücken sind mir einige Dinge bewusst geworden ...

- Sexualität ist ein Geschenk von Gott an uns, welches wir verantwortungsvoll verwalten sollen.

- Ich kann einer Frau fast nichts mehr geben als meinen Körper und meine Liebe. Umgekehrt ist das noch viel stärker, weil bei einer Frau soviel mehr abgeht während der körperlichen Liebe (was Ihr Damen mit sicher bestätigen werden).

- Somit schenke ich etwas weg, dass ich niemals wieder zurückerhalten werde. Bei mir ist immer noch eine Narbe vorhanden, und obwohl alles "verheilt" ist, spüre ich manchmal noch einen Schmerz über diesen Fehlgang.

- Die Frage für Dich als Mann: Bist Du bereit, eine Frau zu heiraten, die schon mit anderen Männern geschlafen hat? Wenn nicht, wie kommst Du auf die Idee, mit jemanden zu schlafen und so einem anderen Mann die Chance zu nehmen.

- Die Frage für Dich als Frau: Du bist Dir bewusst, wie tief Sexualität in dein Leben eingreift. Willst Du das mit verschiedenen Männern teilen?

(Die Fragen können selbstverständlich auch jeweils umgekehrt beantwortet werden, nur ist halt bei vielen Männern Sex eher oberflächlich - sorry.)

Und dazu noch ein Statement zu "ich muss doch ausprobieren"...

- Es ist quatsch. Ihr seid als Mann und Frau geschaffen, dass es zumindest anatomisch klappt.

- Ihr wollt etwas ausprobieren... Etwas, dass so viel Vertrauen, Liebe und Verständnis füreinander braucht. Ja klar, das haben wir nach einem Jahr Freundschaft schon ... Nein, im Ernst. Wir sind jetzt 6 Jahre verheiratet und haben immer noch genug zu tun, um unsere Sexualität in vollen Zügen zu geniessen. Ihr werdet immer wieder neu herausgefordert - beruflicher Stress, so dass einer zu kurz kommt, Kinder, so dass mal gerade gar nichts läuft usw. usw.

- Es ist wie im Rest der Beziehung, es gilt, dranzubleiben. Immer wieder werdet ihr herausgefordert. Und eine Beziehung, welche mit der Sexualität Probleme hat, happert normalerweise nicht anatomisch...

Soviel von mir
-salzstreuer

Noch als Antworten:

- Ich halte viel davon, bis zur Ehe zu warten.
- Ja, es lohnt sich definitiv. Es lohnt sich über alle Massen!
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 09:04


Ich bin sicher, wenn die Liebe richtig motiviert ist, und eine Harmonie/Ergänzung da ist, wird es auch in sexueller Hinsicht keine Probleme geben.

Hallo Joggeli, hallo Ihr anderen.

Ich finde gut, was Du im Post geschrieben hast, aber hier bin ich hängen geblieben.

Ich kenne einige Paare (uns eingeschlossen), die immer wieder im Bereich der Sexualität Probleme haben. Es klappt einfach nicht so, wie man es sich wünscht. Und es sind allesamt Paare, die schon einige Jahre verheiratet sind und einander lieben und die Harmonie stimmt ...

Aber, und das ist der wichtige Punkt, und vermutlich auch das, worauf Du hinauswolltest: Die Probleme um die Sexualität werden von der Beziehung getragen und ermöglichen es, damit umzugehen und daran zu arbeiten. Das ist nur in einer gut funktionierenden Beziehung möglich, die auf festem Fundament gebaut ist.

Viele Paare scheitern heutzutage im Bereich der Sexualität. Doch das Problem dahinter ist nicht ihr Unvermögen im Bett, sondern in der ganzen anderen Zeit.

Wer seinen Partner versteht und liebt, der kann auch damit umgehen, und ich weiss, wovon ich spreche. Dass wir eine Tochter haben, ist ein kleines Wunder und ein riesiges Geschenk von Gott!

Gruss
-salzstreuer
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Joggeli » Di 4. Mär 2003, 09:28

Hallo Salzi

Du hast mich richtig verstanden. Ich meine, dass die Sexualität etwas schönes ist, und auch einen wichtigen Platz einimmt - dass sie aber als Tragpfeiler nicht geeignet ist.

Echte Liebe (er-)trägt alles (siehe auch 1.Kor. 13) und richtet sich auf den Anderen und dessen Bedürfnisse aus. Egoismus ist keine Liebe.

Auch wenn Sexualität (nicht mehr) möglich ist, ist eine Ehe durchaus überlebesfähig und etwas wertvolles, weil der andere mir etwas wert ist. Aber mit Sexualität kann keine Ehe aufrecht erhalten werden.

Liebe Grüsse
Joggeli
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Ainu Elfe » Di 4. Mär 2003, 09:43

Hallo zusammen,

also vorerst, ich hab nicht bis zur Ehe gewartet, hatte es auch nie vor, ich halt nichts von solchen einengenden Dogmen, deren Sinn ich nicht sehe. Was aber nicht!! bedeutet, und hier schliesse ich mich madhatter, olivia und co. an, dass ich wild durch die Gegend schlafe mit jedem Nächstbesten. Ich war, gemessen am heutigen Durchschnitt (ich glaube, der ist etwas über 16, soweit ich mich erinnern kann), seeehr alt, also nichts Leichtfertiges, es war gut überlegt und der richtige Zeitpunkt.

Zu Salzstreuer: In jeder Beziehung, die man hat, geht bei deren Beendung was weg, das hat mit Sex überhaupt nichts zu tun. Ich habe mit jeder Beziehung, die in die Brüche ging, und das waren drei Langjährige, einen Teil von mir selbst verloren, weil ich natürlich jedem was abgegeben habe, wenn man sich liebt ist das auch natürlich, und nur mit dem letzten hab ich auch tatsächlich geschlafen.

Veigi: kein Sex vor der Ehe kann auch bedeuten: jahrelang sexuell frustriert zu sein, weil man sich dahingehend nicht kannte, als man heiratete. Genauso, wie ich nie einen Mann heiraten würde, mit dem ich nie zusammengelebt habe, würde ich auch nie einen heiraten, den ich sexuell nicht kenne. Abgesehen davon, dass wenn die Kommunikation nicht klappt, man die Beziehung am besten gleich vergisst.

Joggeli: ich finde das mit dem Apfel eine ziemlich scheussliche Gleichung. Man fängt doch bei jeder Beziehung von vorne an, das was zuvor war, war zuvor und damit hats sich. Ausserdem kann ein Mann doch von einer Frau nur profitieren, die sexuelle Erfahrungen hat (ausser es habdelt sich um so´n Machokerl, der nur unerfahrene Frauen möchte, da er ja sonst Angst haben müsste zu versagen).
Mit Deinem letzen Abschnitt stimme ich aber völlig überein.

Salstreuer zum letzten: Absolut, wer Probleme mit Sex hat, hat bestimmt keine anatomischen, in den meisten Fällen jedenfalls. Und mit Deinem letzten Post stimme ich überein, eine gereifte Beziehung mit guter Kommunikation ist eher im Stande, die Probleme zu lösen. Letztlich kommt es nämlich auf die Kommunikation an.

Nach langem blabla noch: kleiner Theorieexkurs: Dieses Thema, dass Sexualität nur in der Ehe seinen Platz hat, haben wir ziemlich gänzlich der Reformation zu verdanken (im 18. Jh war ausserehelicher Geschlechtsverkehr strafbar). Weil die Reformation die Ehe zum non-plus-ultra erhob, die die einzig annehmbare Art des Zusammenlebens sein sollte, musste alles andere verteufelt werden. Man sah die Ordnung der Gesellschaft in Ehen, als Ordnung der Gesellschaft an sich. Nur brachte dies immense Probleme mit sich, und unter anderem das Extrem, dass weibliche Ehre nur noch an deren sexuellen "Reinheit" gemessen wurde, während die Männer sich grösstenteils so verhalten konnten, wie sie wollten (ausser sie begingen Ehebruch).
Unsere Gesellschaft ist glücklicherweise darüber hinaus, jeder kann es so machen, wie es ihm passt, das ist auch gut so. Doch leichtfertig mit dem Thema umgehen würde ich meines Erachtens nicht, denn manchmal kann viel dadurch zerstört werden.

grüsse Ainu, heute langatmig ;)
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 09:44


ob du jetzt wartest bis nach der kirchlichen trauung, oder ob es vorher (aber erst nachdem ihr beschlossen habt zu heiraten!) passiert finde ich dann weniger wichtig.


Hallo satimat, hallo Ihr anderen

Finde die Aussage heikel. Nicht, dass ich ein Dogma machen würde, aber rein Gefühlsmässig kann ich damit nicht übereinstimmen.

Ich hätte einen sehr fahlen Nachgeschmack gehabt, wenn ich ein halbes Jahr vor der Hochzeit mit meiner Verlobten geschlafen hätte. Das ist dann doch eher frustrierend, wenn Du eigentlich bis zur Hochzeit warten möchtest, dann aber trotzdem vorher miteinander schläfst. Weiss nicht, dass hätte ich noch viel weniger gebraucht.

Daher denke ich, ist es eine Überlegung wert, gerade dann noch zu warten, wenn der Termin in sichtweite ist.

Aber eben, da sind die Geschmäcker verschieden...

Gruss
-salzstreuer
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 09:49

Hallo zusammen

Vielleicht noch ein kleines Wort an die Männer...

Da bei vielen von uns zumindest zeitweise das Hirn eher in der Körpermitte anzutreffen ist, hier noch zwei Bemerkungen...

- Ich kann meine Liebe zu meiner Freundin/Verlobten auch dadurch ausdrücken, dass ich warten kann. "Du bist mir so wertvoll, dass ich gerne die kurze Zeit bis zu unserer Hochzeit abwarte, einfach, weil ich Dich liebe und Dich schätze)

- Dabei drücke ich meine Achtung aus und zeige gleichzeitig, dass ich mit meinen Trieben umgehen kann (oder zumindest gewillt bin, es zu tun). Denn, wenn ich es schon nicht schaffe, vor der Ehe die Finger von meiner Frau zu lassen, anscheinend so triebgesteuert bin, wie kann sie sich da sicher sein, dass ich während der Ehe nicht plötzlich triebgesteuert mit einer anderen Frau rummache, vielleicht, weil zu hause gerade tote Hose ist...

So gesehen ist meine Handlungsweisen mehr wert als ein grosser Strauss Rosen mit vielen Herzen drin ;)

Gruss
-salzstreuer

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Ainu Elfe » Di 4. Mär 2003, 09:51

Hallo salzstreuer,

vielleicht bin ich zu bildlich veranlangt, aber ich stelle mir dann immer die Hochzeitsnacht vor zwischen zweien, die null Ahnung haben. Also ich bin froh, hab ich nicht mit 15 mit dem Nächstbesten geschlafen und er hatte keine Ahnung wie und sie auch nicht. Könnte das nicht eine ziemlich frustrierende Sache sein?

grüsse Ainu
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 10:01

Hallo Ainu Elfe

Wieviele Paare kennst Du, welche in der Hochzeitsnacht die Kraft und den Wunsch gehabt haben, noch miteinander zu schlafen? Frag doch mal bei deinen Freunden nach. Es werden nicht so viele sein. Ich denke, da ist ein starker Mythos dahinter. Ich selber kenne eigentlich sozusagen keine (Christen und Nichtchristen...)

Und auch bei uns war es so... Die Nacht haben wir eng gekuschelt geschlafen (zweifellos, meine Frau aus dem Hochzeitskleid zu schälen war schon was besonderes), und am nächsten Morgen haben wir einfach die Zeit genossen, gefrühstückt, Geschenke ausgepackt, die Abreise vorbereitet und so weiter...

Wer sagt denn, dass in der Hochzeitsnacht gerade alles passieren muss.

Die meisten haben danach Ferien, Flitterwochen genannt - eine ideale Gelegenheit, viel Zeit zu nehmen. Wer sagt den auch, dass es sofort klappen muss... Aber ab der Hochzeitsnacht können wir uns ungeniert aneinander freuen und einander entdecken und Schritt für Schritt vorwärtsgehen - ob dies nun grosse oder kleine Schritte sind, ist ja egal, hauptsache, wir haben Spass miteinander und können uns geniessen. Da kommt das Miteinander von alleine ...

Gruss
-salzstreuer
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 10:05

Hallo Ainu (nochmals ...)

und er hatte keine Ahnung wie und sie auch nicht. Könnte das nicht eine ziemlich frustrierende Sache sein?


Tja, bei Dir stand (anscheinend) der Sex im Vordergrund, da verstehe ich noch, dass man jemand mit Erfahrung möchte, dann tut es weniger weh etc. etc.

Bei mir steht meine Frau im Vordergrund, das gemeinsame Erleben, das Einander kennenlernen und geniessen. Dass dies nicht einfach so klappt, ist schon so, aber wir haben ja Zeit...

Gruss
-salzstreuer


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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon satimat » Di 4. Mär 2003, 10:43

@tigerente

danke :) du hast das gut erklärt, was ich damit sagen wollte... :) (merkt man vielleicht, dass wir kontakt haben? :D )

ich spreche im übrigen auch aus eigener erfahrung... wir haben krampfhaft versucht, "rein" zu bleiben bis zur hochzeit. aber was danach kam steht woanders...

ich finde es schade, dass vor allem in christlichen kreisen (da gehör auch ich dazu) so ein riesen tamtam aus dem thema "sex" gemacht wird. sex ist ein wunderbares geschenk von gott an uns menschen! nur wird es in der welt missbraucht.

aber eben, wenn ein paar die hochzeitsvorkehrungen getroffen hat usw. dann spricht für mich nichts dagegen, wenn sie schon sex haben, denn, sie werden demnächst heiraten. das was noch fehlt ist der offizielle stempel von der gemeinde und der segen vom pfarrer (gott) - das paar hat sich aber schon tage und wochen zuvor für sich entschieden und schon dort war gott dabei. also, was spricht dagegen? klar, es gibt immer wieder paare, die eine hochzeit kurz vor dem datum absagen - aber man soll nicht immer von dem ausgehen...

noch was - ich glaub salzstreuer wars - hat einen intressanten aspekt hervorgebracht. es ist eine schwierige frage, und doch ist sie wichtig. wie geht ihr um, wenn eurer partner ein unfall hat, der das eheleben total verändert oder sogar zu gewissen teilen unmöglich macht? haltet ihr dann noch zum partner, obwohl ev. kein sex mehr drinliegt? der partner entstellt ist? im rollstuhl sitzt?

ich denke mir, partnerschaften, die nicht nur auf sex ausgerichtet sind, können vielleicht damit besser umgehen... oder irre ich mich da?

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 10:51


ich denke mir, partnerschaften, die nicht nur auf sex ausgerichtet sind, können vielleicht damit besser umgehen... oder irre ich mich da?


Hat eine Partnerschaft, die nur auf Sex ausgerichtet ist, überhaupt Überlebenschancen?

fragender
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 10:54

Hmm, schwieriges Thema.

1. Als erstens möchte ich sagen, dass ich als Mann wohl nicht nein sagen könnte, wenn meine Freundin mich verführen würde... Was ich damit sagen will, dass Ganze muss sicher eine gemeinsame Entscheidung sein, jedoch liegt die Möglichkeit, es konsequent durchzuziehen in den entscheidenden Momenten vor allem bei der Frau.

2. Hätte ich keine Probleme, eine Frau zu heiraten, die schon ein paar wenige (und damit meine ich wenige) Männer hatte, wenn sie mit denen auch in einer langen Beziehung war

3. Möchte ich noch eine Frage in den Raum stellen, die sich wohl viele in meinen Alter (und auch sonst) stellen. Was heisst Sex vor der Ehe? Wo beginnt dieser Sex? Ich stelle einfach mal ein paar Punkte in den Raum, wo mich wunder nähmen würde, was ihr dazu denkt (vorallem Christliche Meinungen).
Wie sieht es zum Beispiel aus mit:
Zungenkuss
sich an intimen Stellen (zum Beispiel Brüste) durch die Kleider berühren
sich nackt sehen
in gleichem Bett schlafen (nicht miteinander)
Petting
Oralverkehr

Ich denke, ihr versteht schon, woraus ich will. Wo beginnt dieser erwähnte Sex? Was ist zum Beispiel mit sich nackt sehen oder im gleichen Bett schlafen? "Darf" man das?

Mir ist schon klar, dass es nicht für jeden das gleiche Schema, resp Regeln gibt. Aber mich würde einfach mal interessieren, wie ihr es für euch haltet.

Was mir noch in den Sinn gekommen ist. Bei meiner ersten Freundin, ging ein viel grösserer Teil von mir mit als bei meiner zweiten. Und das, obwohl wir ersten weniger lang zusammen waren und zweitens uns kaum geküsst und umarmt haben, was bei der zweiten anders war. Darum denke ich nicht dass das Sexuelle das entscheidende ist, wieviel dass von mir mitgeht.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Ainu Elfe » Di 4. Mär 2003, 11:03

Ääääh, Salzstreuer, Du hast etwas vorschnell über mich geurteilt. Nur weil ich Sex vor der Ehe gutheisse, heisst das nicht, dass für mich in einer Beziehung der Sex im Vordergrund steht. Dem ist nicht so. Für mich waren sexuelle Erfahrungen immer etwas schönes, und ich bin immer nur so weit gegangen, wie ich persönlich wollte, wenn mein Freund damit nicht einverstanden war, dann wurde darüber geredet. Mich auf meine Gefühle zu verlassen und mich nicht drängen zu lassen, damit bin ich bisher nie falsch gefahren.

Weiter: ich habe enorme Mühe damit, mich als Besitz eines Mannes zu sehen. Ich bin Besitz meiner selbst, sonst besitzt mich niemand. Eine Beziehung geht nicht um Besitzansprüche, sondern um ein gemeinsames miteinander.

Matia: gute Überlegungen. Diese Dinge müssen meines Erachtens in der Partnerschaft geklärt werden. Was beide wollen ist ok, wenn der eine oder andere etwas nicht will, dann muss dies auch klar sein. Man muss die Grenzen abstecken.

grüsse Ainu

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Ainu Elfe » Di 4. Mär 2003, 11:17

Original von tigerente
die person- nicht en körper- kennen zu lernen, sollprimär der zweck einer beziehung sein.du wirst mit deinem mann oder deiner frau nie ein erfülltes sexualleben entwickeln, wenn du nicht zuerst eine gute beziehung mit ihm oder ihr aufgebaut hast!


Richtig. Ausser dass bei mir sexuelles und Beziehung aufbauen durchaus hand in hand geht.

grüsse Ainu
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 11:20

Original von tigerente
ausserdem: auch unter christen gibt es solche, die auf das aussehen schauen. für einige ist es zwar klar, dass sie nur jemand heiraten, der in die gleiche gemeinde geht ( oder zumindest auch christ ist)...aber in der jugendgruppe hats ja dann auch attraktivere und weniger attraktivere mädels, also..aussuchen !
das tönt jetzt ziemlich krass und hart, wir machen in der ehearbeit aber genau diese erfahrungen.


Das soll jetzt überhaupt kein Angriff auf dich sein und ich kenne dich auch nicht.

Aber ich habe Mühe darin, Tipps und vorallem fast Verurteilungen (meine damit jetzt nicht euch hier) anzunehmen von verheirateten Menschen (nei diesem Thema). Vorallem wenn man dann ein bisschen genauer nachfragt und dann Dinge ans Licht kommen wie: hatten Sex vor der Ehe usw. Ich habe mit meiner Freundin schon wesentlich länger auf Sex verzichtet (seit wir zusammen sind) als solange wie das Militär andauert. Oder wenn man nach kurzer Zeit zusammen (ich sag einfach mal ne Zahl z.B. zwei Jahre) schon heiratet fällt es auch einfacher zu warten.

Wenn in der Ehe der Umgang mit Sex nicht anderst ist, als in einer Partnerschaft, dann denke ich, kann man das warten auch gleich sein lassen.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 11:26

Gut hast du ein so langes Posting geschrieben (bezüglich der Verantwortung des Mannes) und den Kern meines Posting einfach mal übergangen...

Ich bin davon überzeugt, dass die Mehrheit der Männer (es gibt sicher ein paar wenige Ausnahmen) nicht wiederstehen könnten, wenn es die Freundin drauf anlegt.
Für die Frau fällt es einfacher, nein zu sagen. Ich als Mann habe dann kein Problem, dieses Nein zu akzeptieren, jedoch habe ich (in diesen Momenten) ein Problem, diesen Entscheid zu fällen, bzw. Nein zu sagen.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 11:32

Original von tigerente
als christ ist die ehe etwas ganz anderes als bei einem nichtchrist, genauso die sexualität. ich denke, dass ainu und salzstreuer beide *recht* haben.


Solche Sätze machen mi (auch als Christ) extrem Mühe. Ich kenne Nichtchristliche Familien, wo der Umgang miteinander viel liebevoller ist als bei manchen Christlichen.

1. kannst du nicht verallgemeinern
2. können wir als Christen ja nicht beurteilen, was in Nichtchristen während der Ehe durch den Kopf schwebt, bzw bei der Sexualität.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 11:32

@matia


Aber ich habe Mühe darin, Tipps und vorallem fast Verurteilungen (meine damit jetzt nicht euch hier) anzunehmen von verheirateten Menschen (nei diesem Thema).


Salzstreuer hat Lebensgeschichte erzählt... Immer noch Mühe damit?

Und ausserdem... Nimm Tipps von Leuten an, die Fehler gemacht haben - denn sie wissen fast besser Bescheid als die anderen. Wer weiss, was für Verletzungen entstehen, was für einen ***** er gemacht hat und zum Schluss kommt, ja, es war schlecht und ich würde es nicht nochmals machen, weiss wovon er spricht.

Ich würde hier zu diesem Thema eher verheiratete Personen fragen als Singles... Wobei es durchaus Singles gibt, die kompetent Auskunft geben können, aber bei diesem Thema ist der Blick zurück ein sehr wesentlicher.

Und das macht die Sache ja auch schwierig... Wer betroffen ist, schaut vorwärts und sieht es anders, wer verheiratet ist, schaut rückwärts und denkt sich vielleicht: "Ach, hätte ich doch ..."

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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 11:39

Original von Salzstreuer
@matia


Aber ich habe Mühe darin, Tipps und vorallem fast Verurteilungen (meine damit jetzt nicht euch hier) anzunehmen von verheirateten Menschen (nei diesem Thema).


Salzstreuer hat Lebensgeschichte erzählt... Immer noch Mühe damit?


Nein, es ist auch nicht das Problem, wenn du mir sagst, ich habe dass und das erlebt und aus diesem Grund würde ich es anderst machen.

Ich habe aber ein Problem damit (und das habe ich gmeint) wenn jemand sagt (eben und vielfach hat der jemand sich nämlich auch nicht daran gehalten) dass das einfach facts sind und dies einzuhalten nun wirklich nicht so ein Problem darstellt. Liebe ist ja was ganz anderes. (natürlich, nur tut ändert dies nichts an der Schwierigkeit) Und wenn du dich nicht daran halten kannst, würde ich mir mal ernsthaft deine Grundsätze und dien Christ sein durch den Kopf gehen lassen.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon kruemi » Di 4. Mär 2003, 11:40

hallo matia

ich denke, dass tigerente sehr wohl geantwortet hat.
du schreibst, dass du als mann wohl nicht widerstehen könntest.
tigerente beschreibt, dass es nicht okee ist, wenn man im andern eine flamme entfacht.
also ist es bersits falsch, als frau einen mann *anzumachen* oder umgekehrt.
wenn sie dich dann doch anmacht...hast du keine chance, dch zu * wehren* ?
ich bin auch ein mann. bin davon überzeugt, dass ich mit dem kopf denken sollte, nicht mit dem geschlechtsorgan:-)
sich anmachen zu lassen ist eine reine entscheidung. will ich das? oder will ich das nicht? von der anmache bis zum sex braucht es noch einige entscheidungen.
lege ich mich dann auf das bett? ziehe ich die kleider ab oder lasse ich sie mir abziehen? ja oder nein? dies sind alles entscheidungen, die du mit dem kopf treffen kannst.

ich kann dri nur sagen: das märchen dass etwas * einfach so passiert* ist, hört man zwar oft. aber nicht * passiert* einfach so. hat sich diene hose von selbst * einfach so* geöffnet* ?
nein.

wie oft werden wir männer im leben angemacht, wenn wir uns anmachen lassen.....
deine freundin müsste also angst davor haben, dass dich irgend eine mal anmacht. in der kantine, im tram, im büro....und dass du dich nicht dagegen wehren kannst...
???

entschuldigung, wenn ich hier so übertrieben schreibe, aber ich denke, es ist wichtig, dass wir männer beginnen, mit dem k o p f entscheidungen zu treffen.

glaube nicht, dass es MIR immer leicht gefallen ist, zu warten. glaube nicht, dass ich es mir immer einfach gemacht habe. paulus sagt auch: wenn einer sagt, er stehe, soll er aufpassen, dass er nicht falle!es ist also nicht so, dass ich behaupten würde, alles immer im griff zu haben. vielmehr weiss ich, dass ich mir immer wieder bewusst machen soll, was ich will und was nicht.dass ich immer wieder entscheidungen zu treffen habe. manchmal ganz ganz kleine entscheidungen.

das kann für einen mann auch heissen: sich dazu zu entscheiden, NICHT ein 2. mal hinzuschauen, wenn eine schöne frau vom plakat herablächelt oder neben mir im tram sitzt, wenn ich weiss, dass dies gefährlich ( = nicht gut) für mich werden kann.

Gehst du wegen Bauchschmerzen zum Schreiner?
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 11:47


Ich bin davon überzeugt, dass die Mehrheit der Männer (es gibt sicher ein paar wenige Ausnahmen) nicht wiederstehen könnten, wenn es die Freundin drauf anlegt.
Für die Frau fällt es einfacher, nein zu sagen. Ich als Mann habe dann kein Problem, dieses Nein zu akzeptieren, jedoch habe ich (in diesen Momenten) ein Problem, diesen Entscheid zu fällen, bzw. Nein zu sagen.


Und ich bin davon überzeugt, dass es an der Zeit ist, dass ein Mann ein Mann wird.

Als Mann nimmst Du verantwortung war, so wie es in der Bibel auch geschrieben steht.

Und diese Verantwortung gilt auch für den sexuellen Umgang mit Deiner Freundin.

Die Tatsache, dass es Männern schwerfällt heisst noch lange nicht, dass sie es deswegen bleiben lassen sollen.

Wie willst Du das anstellen, wenn eine fremde Frau dich verführt und Du doch verheiratet bist. Dich ebenfalls entschuldigen, Du seist doch ein Mann und folgst Deinem Trieb? Sorry, da komm ich als Mann nicht mit.

Matia, sieh mal, ich verstehe Dich sehr gut. Ich habe meiner Freundin auch mehr zugemutet als notwendig und bin eher der fordernde gewesen. Doch musste ich an einen Punkt kommen, dass die Verantwortung auch bei mir ist. Das ist absolut notwendig...

Zwar ein heisses Eisen, aber ich spreche jetzt das doch mal noch an... Es heisst ja bei Paulus, die Frauen sollen sich den Männern unterordnen(*). Von den Männern aber heisst es, sie sollen Ihre Frauen lieben wir Jesus die Gemeinde liebt. Du siehst, wir haben eine extrem wichtige Aufgabe und Verantwortung. Und wenn wir unseren Teil nicht erfüllen, werden unsere Frauen es auch nicht fertig bringen, sich uns anzuvertrauen und zu unterordnen(*).

So einfach - und so schwierig
Gruss
-salzstreuer

Der gerade feststellt, dass wir ziemlich OT werden.

(*) Wenn Ihr zum Thema Unterordnung der Frau diskutieren wollt, hängt Euch doch an einen bestehenden Thread oder eröffnet nen neuen, damit wir hier einigermassen beim Thema bleiben.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 11:47

Original von tigerente
es ist nicht gut für einen mann, eine flamme in einer frau


Ist dieses Feuer nicht Liebe???

Ich will nicht eine Ehe eingehen aus praktischen Überlegungen (soviel zum Thema auch im Jugendkreis gibt es schönere und weniger schöne) sondern weil ich die Frau liebe. Und eine Frau, die mir überhaupt nicht gefällt, werde ich nun mal nicht lieben.

Ich will heiraten, weil ich diese Frau liebe, weil ich eben dieses Feuer für sie spüre. Und weil ich mit dieser Frau ein leben lang zusammen bleiben möchte.

Noch was zum eine Beziehung aufbauen. Dass steht für mich ausser Frage. Bevor ich nicht eine wirklich tiefe Beziehung habe, möchte ich sowieso keinen Sex.
Aber der Trauschein ändert ja nun wirklich nichts an der Tiefe der Beziehung. Sonst würde ich mir ernsthafte Gedanken machen, was man den die Jahre zuvor gemacht hat, dass sich an einem Tag alles drehen kann.
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Salzstreuer » Di 4. Mär 2003, 11:52


Und eine Frau, die mir überhaupt nicht gefällt, werde ich nun mal nicht lieben.

Hoffen wir, dass Deine Zukünftige so hübsch bleibt, sonst scheinst Du noch ernsthafte Probleme zu bekommen... ;)

Ausserdem n Schlag für alle Nicht-Modells, oder nicht?


Aber der Trauschein ändert ja nun wirklich nichts an der Tiefe der Beziehung. Sonst würde ich mir ernsthafte Gedanken machen, was man den die Jahre zuvor gemacht hat, dass sich an einem Tag alles drehen kann.


Einerseits muss ich Dir leider recht geben. Vor ein paar Jahren (oder Jahrzehnten) war die Ehe eine ziemlich geschützte Institution, welche beiden Seiten (vor allem aber der Frau) ne gewisse Sicherheit gab, nicht plötzlich wieder alleine zu sein.

Aus Sicht der Bibel wäre das eigentlich immer noch so gemeint.

Doch die Bemühungen der letzten Jahre haben es erreicht, dass die Ehe zu einem Konsumgut verkommen ist, welches ebensoschnell genommen wie wieder abgelegt werden kann - und somit schon fast zur Farce geworden ist. Es ist eine traurige Tatsache, dass die Familie nicht mehr viel zählt und ich denke, in ein paar Jahrzehnten werden wir das bitter bereuen.

Doch wie schon erwähnt, für die Bibel hat die Ehe einen sehr hohen Stellenrang - und der bleibt bestehen, auch wenn die Gesellschaft sich in eine andere Richtung bewegt.

Gruss
-salzstreuer
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Re: Warte bes zur Eh..............?

Beitragvon Matia » Di 4. Mär 2003, 11:54

Es ist doch etwas anderes, wenn mich meine Freundin (die ich begehre und mit der ich ein Leben lang zusammen bleiben möchte, der ich gernzenlos Vertraue, die ich LIEBE) verführen würde, als wenn das irgendein Tussi macht.

Aber um Back to Topic zu kommen.

Eben, was ist dieser Sex? wo beginnt der? Wenn ich nichts mer machen dürfte, was in meiner Freundin ein Feuer entfacht, na dann gute Nacht Beziehung.
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